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Peter	
  Babnik,	
  Johannes	
  Dorfinger,	
  MarDn	
  Ebner,	
  Klaus	
  Meschede,	
  Ursula	
  Mulley	
  und	
  Marc	
  Widmer



Technologieeinsatz in der Schule
Zum Lernen und Lehren in der Primar- und Sekundarstufe
Der	
  Einsatz	
  von	
  neuen	
  Technologien	
  im	
  Unterricht	
  schreitet	
  in	
  unserer	
  gegenwärDgen	
  InformaDonsgesell-­‐
schaI	
   unauYaltsam	
   voran.	
   Dieses	
   Kapitel	
   handelt	
   vom	
   technologiegestützten	
   Lernen	
   und	
   Lehren	
   in	
   der
Primar-­‐	
  und	
  Sekundarstufe	
  im	
  deutschsprachigen	
  Raum.	
  Es	
  werden	
  poliDsche,	
  strukturelle,	
  finanzielle	
  und
personelle	
  Rahmenbedingungen	
  besprochen,	
  didakDsche	
  Möglichkeiten	
  aufgezeigt	
  und	
  es	
  wird	
  über	
  Web-­‐
angebote	
  sowie	
  Fortbildungsmöglichkeiten	
  für	
  Lehrer/innen	
  berichtet.	
  Medienkompetenzerwerb	
  und	
  Me-­‐
dienbildung	
  sind	
  wichDge	
  Bereiche,	
  die	
  sowohl	
  auf	
  Lehrer/innen-­‐	
  als	
  auch	
  auf	
  Schüler/innen-­‐Ebene	
  the-­‐
maDsiert	
  werden,	
  denn	
  alle	
  öffentlichen	
  Schulen	
  im	
  deutschsprachigen	
  Raum	
  sind	
  zumindest	
  mit	
  einem
Internetzugang	
  ausgestaFet.	
  Im	
  MiFelpunkt	
  steht	
  eine	
  neuen	
  Lernform,	
  die	
  sich	
  durch	
  einen	
  Wechsel	
  von
einer	
   belehrenden	
   Form	
   des	
   Unterrichtens	
   hin	
   zu	
   einer	
   Lernwegbegleitung	
   durch	
   Lehrer/innen	
   aus-­‐
zeichnet.	
   Lehrer/innen	
   schlüpfen	
   dabei	
   mehr	
   in	
   eine	
   beratende	
   Rolle	
   und	
   Lerner/innen	
   eignen	
   sich
Wissen,	
   im	
   Sinne	
   eines	
   konstrukDvisDschen	
   Lernprozesses,	
   verstärkt	
   eigeniniDaDv	
   an.	
   Tatsächlich,	
   und	
   das
wird	
  an	
  der	
  großen	
  Zahl	
  von	
  Projekten	
  und	
  IniDaDven	
  im	
  E-­‐Learning-­‐Bereich	
  deutlich,	
  vollzieht	
  sich	
  in	
  der
deutschsprachigen	
   SchullandschaI	
   ein	
   Wandel	
   hin	
   zu	
   fortschriFlichen	
   Modellen	
   und	
   Formen	
   des	
   Lernens
und	
   Lehrens.	
   Im	
   Unterricht	
   sollen	
   zumindest	
   jene	
   Technologien	
   und	
   Vernetzungsmöglichkeiten	
   Einsatz
finden,	
   die	
   auch	
   den	
   Alltag	
   der	
   Kinder	
   prägen,	
   eindeuDg	
   Vorteile	
   mit	
   sich	
   bringen	
   und	
   die	
   notwendigen
Kompetenzen	
  für	
  die	
  Anforderungen	
  an	
  das	
  21.	
  Jahrhundert	
  vermiFeln.




Quelle:	
  PHST



                                                                                    #schule
                                                                                    #spezial
                                                                                    #bildungssektor

                                                                                    Version	
  vom	
  1.	
  Februar	
  2011



                                                                           Für	
  dieses	
  Kapitel	
  wird	
  noch	
  ein	
  Pate	
  gesucht,
 Jetzt Pate werden!                                              mehr	
  InformaDonen	
  unter:	
  hFp://l3t.eu/patenschaI
2	
  —	
  Lehrbuch	
  für	
  Lernen	
  und	
  Lehren	
  mit	
  Technologien	
  (L3T)


                                                                                       schen 6 und 10 Jahren, kaum eingesetzt. Oft werden
1. Einleitung
                                                                                       neue Technologien wie Mobiltelefone sogar verboten.
Der Einsatz von digitalen Werkzeugen gewinnt in                                        Zwischen schönen Worten von Bildungsverantwort-
Anbetracht der steigenden Anforderungen von                                            lichen wie Paradigmenwechsel, Umschwung, Neuge-
Seiten des Arbeitsmarktes und auch von Seiten der                                      staltung und Einsatz von neuen Medien und der Rea-
Schülerinnen und Schüler immer mehr Bedeutung.                                         lität in Volksschulen liegen Welten, obwohl beispiels-
Der zunehmende Einfluss des Computers auf den                                          weise auch der österreichische Lehrplan Zielset-
Alltag von Kindern lässt sich in unterschiedlichen                                     zungen im Umgang mit dem für den Unterricht
Studien nachlesen: Jedes zweite Kind zwischen sechs                                    wichtigen Werkzeug Computer vorgibt. Auch der Un-
und zehn Jahren nutzt Lernprogramme vor allem Zu-                                      terschied zwischen Schulen ist groß: Während in
hause, und mehr als die Hälfte der Schüler/innen hat                                   manchen Schulen die meisten Schüler/innen häufig
einen Internetzugang, wobei sechsjährige Kinder                                        am Computer arbeiten, verstauben in anderen
kaum Zugang haben und bei Zehnjährigen drei                                            Schulen gute Geräte. Die technische Ausrüstung der
Viertel das Internet nutzen (Market Institut, 2007).                                   Schulen hat sich zwar in den letzten Jahren etwas ver-
Auch die JIM-Studie beziehungsweise die KIM-                                           bessert, der Einsatz bleibt jedoch weit hinter den
Studie (Medienpädagogischer Forschungsverbund                                          pädagogisch sinnvollen Möglichkeiten. Dieses Ka-
Südwest, 2009; Medienpädagogischer Forschungs-                                         pitel bietet einen Überblick über den aktuellen Tech-
verbund Südwest, 2010) zeigen, dass Kinder und Ju-                                     nologieeinsatz für das Lernen und Lehren in der
gendliche digitale Medien in ihrer Freizeit intensiv                                   Schule mit einem Schwerpunkt auf der Situation in
nutzen. 85 Prozent der Neun- bis Sechzehnjährigen                                      Österreich.
geben an, das Internet von zu Hause zu nutzen,
wobei 74 Prozent davon das Spielen als Hauptzweck                                             Weiterführende	
  Links	
  finden	
  Sie	
  in	
  der	
  L3T-­‐Gruppe	
  bei
nennen. (Livingstone et al., 2010, 23). Viele Kinder
nutzen das Internet regelmäßig: 92 Prozent der ge-                                       !    Mister	
   Wong	
   unter	
   Verwendung	
   der	
   Hashtags	
   #l3t
                                                                                              #schule	
  
nannten Altersgruppe sind zumindest einmal wö-
chentlich im Internet, 57 Prozent gehen jeden, oder                                    2. Poli.sche	
  Rahmenbedingungen:	
  Medieneinsatz	
  an
fast jeden Tag online (ebenda, 13). 24 Prozent der                                     Schulen
neun bis zehn Jahre alten Kinder haben bereits ein
                                                                                       Europäischer	
  E-­‐Learning-­‐Ak.onsplan
Profil in einem sozialen Netzwerk (ebenda, 13).
Im schulischen Kontext wird das Internet, vor allem                                    Um die Jahrtausendwende, als E-Learning in aller
bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern zwi-                                        Munde war, versuchte die Europäische Union tech-
                                                                                       nologiegestütztes Lernen generell auch an Schulen
                                                                                       (also Primar- und Sekundarstufe) zu verankern. Als
          80	
  Prozent	
  der	
  Kinder	
  nutzen	
  PC	
  am	
  NachmiFag,	
  aber
                                                                                       Teil der Initiative „eEurope 2002“ ist ein gesonderter
  !       nur	
  30	
  Prozent	
  in	
  der	
  Schule.	
  (MPFS,	
  2009)
                                                                                       E-Learning-Aktionsplan ausgearbeitet worden, der
                                                                                       im Wesentlichen folgende Punkte behandelte:
                                                                                       ▸ Ausstattung der Schulen mit Computern,
                                                                                       ▸ Schulung des Lehrpersonals,
                                                                                       ▸ Entwicklung von Lernsoftware und
                                                                                       ▸ Verstärkung der Vernetzung von Schulen und
                                                                                           Lehrpersonal.
                                                                                       In Deutschland wurde so bereits 1996 der Verein
                                                                                       „Schulen ans Netz“ gegründet mit dem Ziel, allen
                                                                                       deutschen Schulen die Infrastruktur für den Zugang
                                                                                       zur digitalen Medienwelt bereit zu stellen. In Öster-
                                                                                       reich führte der Aktionsplan dazu, dass mit Ende
                                                                                       2001 quasi jede Schule „am Netz“ war und die
                                                                                       Initiative eSchola (welche Teil der europaweiten Ko-
                                                                                       ordination des Schulnetzes war) eine zentrale Anlauf-
      Abbildung	
  1:	
  Das	
  Internet	
  ist	
  für	
  viele	
  Kinder	
  Alltag.   stelle darstellte. In der Schweiz wurde dies durch
      Quelle:	
  Miriam	
  Winkels	
  (Abdruckerlaubnis	
  eingeholt)                  „Public Private Partnership – Schule im Netz“ (PPP-
                                                                                       SiN, Laufzeit 2002 bis 2007) abgedeckt.
Schule	
  und	
  Medien.	
  Technologieeinsatz	
  in	
  der	
  Primar-­‐	
  und	
  Sekundarstufe—	
  3


Ini.a.ven	
  und	
  Projekte                                           noch immer Leuchttürme zu sein. Die typische
Aus diesen Anfangsinitiativen haben sich in Öster-                     Grundausstattung ist eine Kreidetafel und ein Tages-
reich im Wesentlichen drei großflächige Projekte mit                   lichtprojektor (siehe Kapitel #ipad). Zusätzlich
dem Ziel formiert, E-Learning im Schulalltag zu                        können Fernseher, Diaprojektoren, Radios und CD-
einer Selbstverständlichkeit zu machen:                                Player von der Lehrperson aus einem Medienpool
▸ eLSA (eLearning im Schul-Alltag): Schulen ver-                       mitgebracht werden.
   pflichten sich einer Zielvereinbarung mit acht                         Internetanschluss, Videoprojektoren und Com-
   Punkten, die zum Beispiel enthält, dass alle                        puter sind fast ausschließlich in gesonderten Räumen
   Schüler/innen E-Learning-Module ausprobiert                         anzutreffen. Barras und Petko (2007) berichten, dass
   haben. Von anfänglich vier Schulen hat sich das                     in Schweizer Klassenzimmern je nach Stufe durch-
   Projekt auf heute mehr als 130 sogenannte                           schnittlich sechs bis acht Lernende auf ein Gerät
   „eLSA-Schulen“ ausgeweitet.                                         kommen. Findet man in der Primarstufe Computer
▸ eLC (eLearningCluster Austria): In diesem Projekt                    noch in den Klassenzimmern, gibt es in den höheren
   wurden neun Cluster gegründet, die aus mehreren                     Schulstufen dafür eingerichtete Computerräume.
   Schulen bestehen. Diese sollten gemeinsame Mo-                      Der	
  Computerraum
   delle des sinnvollen Einsatzes von Online-Lern-
   materialien im Schulalltag entwickeln. Mittlerweile                 Sogenannte „Computerräume“ gehören zur Stan-
   ist das Projekt in eine „Version 2.0“ übergeführt                   dardausstattung von weiterführenden Schulen. Es
   worden.                                                             handelt sich dabei um ein Klassenzimmer je Schule,
▸ e-LISA academy: Die e-LISA academy will Lehr-                        das mit festinstallierten PC bestückt ist. Die Ge-
   kräfte „e-fit“ machen. Mehr als 70 Online-Kurse                     staltung der Computerräume spiegelt oft tradierte
   werden angeboten, um eine „E-Learning-Wissens-                      Unterrichtsformen wider, bei denen Lehrende Leh-
   basis für die Lehreraus- und -weiterbildung“ zu er-                 rinhalte präsentieren und alle Schüler/innen auf diese
   möglichen, sowie eine „Unterstützung des tagtäg-                    Präsentation reagieren: Die Anordnung der Tische ist
   lichen Unterrichtens“ zu bieten.                                    meist reihenweise organisiert, die Schüler/innen
                                                                       sitzen hinter den Bildschirmen.
Neben den beschriebenen Initiativen gibt es in Öster-                      Sowohl Kollaboration und offene Lernformen als
reich auch weitere Einzelinitiativen, um den Umgang                    auch das Verfolgen der Arbeiten der Klasse an den
mit neuen Medien zu erproben, wie zum Beispiel die                     einzelnen Arbeitsplätzen ist so nur schwer umzu-
„Laptop-Klassen“.                                                      setzen. In der Praxis wird der Computerraum, dank
   In der Schweiz gibt es ähnliche Entwicklungen.                      seines Videoprojektors, auch als Mini-Kino ver-
Der Einsatz von Informations- und Kommunikati-                         wendet.
onstechnologien (IKT) im Unterricht der allge-
                                                                       Einsatz	
  von	
  Lernmanagementsystemen	
  
meinen Fächer ist gemäß Barras und Petko (2007)
erst in knapp einem Viertel der schweizerischen                        Zur Ausstattung gehört in Primarschulen und in
Schulen obligatorisch, hingegen ist auf höheren                        vielen weiterführenden Schulen ein schulisches Lern-
Stufen (ab Sekundarstufe) ein obligatorisches                          managementsystem (LMS) (vgl. Kapitel #systeme).
Schulfach „Informatik“ weit verbreitet (wie auch in                       In Österreich soll das edumoodle-Projekt jeder in-
den anderen Ländern).                                                  teressierten Schule und Institution eine kostenfreie
   In Deutschland ist die Schulbildung generell Län-                   Instanz der Lernplattform Moodle oder einfach in-
dersache, wodurch sich erklärt, warum es mehrere                       teressierten Lehrpersonen einen überregionalen
unterschiedliche E-Learning-Initiativen gibt. Ein                      Moodle-Kurs auf der Hauptinstanz zur Verfügung
Großteil der Maßnahmen ist als „Public Private Part-                   stellen (Röck, 2008). Edumoodle verfügte im März
nership“ unter Beteiligung der Wirtschaft gestaltet                    2010 über 1.800 Instanzen mit insgesamt über
worden. Im Bericht des deutschen Bundestags (2008)                     250.000 Nutzerinnen und Nutzern (Hilzensauer &
wird darauf hingewiesen, dass die Vielzahl an Stra-                    Hornung-Prähauser, 2010) und wird vom Bundesmi-
tegien und auch Förderansätzen zu einer unzurei-                       nisterium für Unterricht, Kunst und Kultur in Öster-
chenden Abstimmung führt.                                              reich betreut.
                                                                          In der Schweiz bietet der schweizerische Bildungs-
3. Strukturelle	
  Rahmenbedingungen	
  an	
  Schulen
                                                                       server educa.ch allen Schulen die Möglichkeit, für
GrundausstaHung	
  im	
  Klassenzimmer                                 ihre Institution einen Zugang auf dem LMS edu-
Wenn man heute in ein typisches Klassenzimmer                          canet2.ch zu beantragen. Die Bereitstellung erfolgt
schaut, scheinen aber die angeführten Initiativen
4	
  —	
  Lehrbuch	
  für	
  Lernen	
  und	
  Lehren	
  mit	
  Technologien	
  (L3T)



   In der Praxis: Einsatz eines LMS im Unterricht
   Lernmanagementsysteme	
   (LMS)	
   bieten,	
   unter	
   Beibehaltung                             Kurses)	
   und	
   gegebenenfalls	
   individuell	
   in	
   einem	
   für	
   alle
   des	
  zentralen	
  Ziels	
  der	
  Vorbereitung	
  auf	
  den	
  Abschluss,	
  gute               Schüler/innen	
   verbindlich	
   eingeführten	
   E-­‐Porpoliobereich	
   im
   Möglichkeiten	
  didakDscher	
  Erweiterungen.	
  Hierzu	
  eine	
  kurze                          virtuellen	
  Klassenraum	
  gespeichert.	
  
   Skizzierung	
   eines	
   realisDschen	
   (und	
   praxiserprobten)	
   Sze-­‐
   narios:	
                                                                                          Zur	
   Auqereitung	
   des	
   Unterrichtsmaterials	
   werden	
   unter-­‐
                                                                                                      schiedliche	
   Formen	
   wie	
   visuelle	
   Textanalyse	
   mit	
   Word,
   Ein	
   Kurs	
   (zum	
   Beispiel	
   Deutsch)	
   wird	
   über	
   drei	
   Jahre	
   lehr-­‐   Mindmaps,	
  Tagclouds,	
  PPP,	
  Prezi-­‐PräsentaDonen,	
  Audio-­‐	
  und
   plangemäß	
   zum	
   Abitur	
   geführt,	
   aber	
   zusätzlich	
   zur	
   normalen             Video-­‐Produkte	
   (nach	
   den	
   jeweiligen	
   Voraussetzungen)	
   ver-­‐
   UnterrichtsorganisaDon	
   von	
   Anfang	
   an	
   auch	
   als	
   virtueller                   wendet;	
   bei	
   eingeschränktem	
   Speicherplatz	
   des	
   Servers
   Klassenraum	
   angelegt.	
   Abweichend	
   vom	
   normalen	
   Alltag                           werden	
  Produkte	
  anderweiDg	
  gespeichert,	
  gelungene	
  Video-­‐
   findet	
   der	
   Unterricht	
   durchgehend	
   im	
   Computerraum	
   staF                      produkDonen	
   zum	
   Beispiel	
   auf	
   YouTube.	
   Bei	
   der	
   Material-­‐
   oder	
   in	
   einem	
   Raum	
   mit	
   W-­‐LAN-­‐Anschluss/Internetzugang                      auqereitung	
   werden	
   die	
   Schüler/innen	
   möglichst	
   selbst	
   als
   und	
   Laptops	
   bzw.	
   Netbooks.	
   Die	
   Unterrichtsmaterialien                          Experten	
  und	
  ExperDnnen	
  eingesetzt	
  (Helferprinzip).	
  
   werden	
  nur	
  dann	
  in	
  Printversion	
  geliefert,	
  wenn	
  es	
  keine	
  Al-­‐
   ternaDve	
  gibt.	
                                                                                Der	
   individuelle	
   LernfortschriF	
   wird	
   über	
   die	
   E-­‐Porpolios
                                                                                                      sichtbar	
  gemacht	
  (zum	
  Beispiel	
  bearbeitete	
  Aufgaben,	
  eigene
   Unterrichtsgespräche	
  werden	
  im	
  Kursraum	
  durchgeführt	
  und                            Rechercheergebnisse,	
   Textbearbeitungen,	
   individuelle	
   Wie-­‐
   sind	
  somit	
  immer	
  als	
  Abweichung	
  vom	
  medien-­‐	
  oder	
  webba-­‐                derholungs-­‐	
   und	
   Trainingsprogramme),	
   wobei	
   die	
   eigenen
   sierten	
   Unterricht	
   erkennbar.	
   Die	
   konvenDonellen	
   Unter-­‐                      Leistungen	
   „urheberrechtlich“	
   geschützt	
   sind.	
   Alle
   richtsanteile	
  haben	
  immer	
  die	
  FunkDon,	
  Voraussetzungen	
  für                       Schüler/innen	
   können	
   aber	
   auf	
   alle	
   Dateien	
   zugreifen	
   in-­‐
   individualisiertes	
  und	
  webbasiertes	
  Lernen	
  zu	
  schaffen;	
  diese                     klusive	
  Weiterverwendung	
  im	
  eigenen	
  Bereich.	
  
   bestehen	
  vor	
  allem	
  in	
  der	
  Erarbeitung	
  von	
  Grundlagen,	
  Ent-­‐
   wicklung	
  von	
  Fragestellungen,	
  Rechercheaufgaben,	
  methodi-­‐                            Die	
  KommunikaDon	
  im	
  Kurs	
  kann	
  durch	
  Foren,	
  Chats	
  und	
  E-­‐
   schen	
  Übungen,	
  SchreibauIrägen	
  oder	
  Trainingseinheiten.	
                              Mails	
   bzw.	
   Messenger-­‐Nachrichten	
   intensiviert	
   werden.	
   Ak-­‐
                                                                                                      tuell	
   bietet	
   sich	
   zusätzlich	
   für	
   die	
   Schüler-­‐Lehrer-­‐Kommuni-­‐
   Zu	
   Beginn	
   jeder	
   Unterrichtsreihe	
   stellt	
   die	
   Lehrperson	
   als             kaDon	
   eine	
   schnellere	
   und	
   in	
   der	
   Regel	
   zuverlässige
   Trainer/in	
   Grundmaterial	
   im	
   LMS	
   zur	
   Verfügung,	
   das	
   eine                KommunikaDon	
  über	
  Facebook	
  an;	
  eine	
  solche	
  gemeinsame
   Staffelung	
   von	
   Pflichtmaterial	
   für	
   alle	
   und	
   Zusatzmaterial	
   mit           Nutzung	
  von	
  sozialen	
  Medien	
  muss	
  äußerst	
  rücksichtsvoll	
  be-­‐
   unterschiedlichem	
   Anspruch	
   und	
   unterschiedlicher	
   Ge-­‐                             trieben	
   werden,	
   bietet	
   dann	
   aber	
   eine	
   deutliche	
   Verbes-­‐
   staltung	
   enthält.	
   Entsprechend	
   den	
   entwickelten	
   Fragestel-­‐                   serung	
  der	
  Schüler-­‐Lehrer-­‐Beziehung.
   lungen	
   vollzieht	
   sich	
   der	
   Unterricht	
   in	
   einem	
   Wechsel	
   von
   individualisierter	
  Arbeit,	
  freier	
  Partner-­‐	
  oder	
  Teamarbeit	
  und                 Unter	
   Umständen	
   können	
   externe	
   Fachleute	
   einbezogen
   Gesamtgruppenarbeit.	
   Damit	
   bekommt	
   die	
   Lehrperson	
   eine                         werden,	
   zum	
   Beispiel	
   ehemalige	
   Schüler/innen	
   mit	
   geeig-­‐
   zunehmend	
   stärkere	
   FunkDon	
   als	
   Trainer/in	
   und	
   Coach.                       netem	
   beruflichen	
   Hintergrund.	
   In	
   manchen	
   Unterrichts-­‐
   Neben	
  der	
  Bearbeitung	
  des	
  vorgegebenen	
  Materials	
  widmen                          reihen	
   bietet	
   sich	
   die	
   Mitarbeit	
   in	
   externen	
   Foren	
   oder	
   Wikis
   sich	
   die	
   Schüler/innen	
   sukzessive	
   der	
   Recherche,	
   Bewertung,                an,	
   gelegentlich	
   sogar	
   auf	
   geeigneten	
   Plauormen,	
   wie	
   zum
   Sicherung	
  und	
  Bearbeitung	
  neuer	
  Materialien.	
                                         Beispiel	
  bei	
  Poetry	
  Slam	
  auf	
  der	
  Seite	
  myslam.net.

   Bei	
  Rechercheaufgaben	
  wird	
  neben	
  dem	
  Einüben	
  von	
  Bewer-­‐                     In	
   der	
   Vorbereitungsphase	
   auf	
   Klausuren	
   und	
   das	
   Abitur
   tungsmethoden	
   auch	
   der	
   Vorteil	
   arbeitsteiliger	
   Recherche                       haben	
   die	
   Schüler/innen	
   immer	
   die	
   Möglichkeit,	
   die	
   Lehr-­‐
   sichtbar	
  gemacht.	
  Notwendige	
  fachliche	
  Grundlagenarbeiten                              person	
  zu	
  erreichen;	
  Fragen	
  können	
  dann	
  individuell	
  geklärt
   wie	
   Textanalyse,	
   InterpretaDon,	
   SystemaDsierung	
   etc.                               oder	
   gegebenenfalls	
   bei	
   allgemeiner	
   Relevanz	
   für	
   den	
   ge-­‐
   werden	
   möglichst	
   über	
   Beamer	
   oder	
   Online-­‐Textbearbeitung                     samten	
   Kurs	
   beantwortet	
   werden.	
   In	
   kriDschen	
   SituaDonen,
   durchgeführt;	
   Ergebnisse	
   werden	
   zentral	
   (Dateiablage	
   des                       zum	
   Beispiel	
   bei	
   der	
   direkten	
   Prüfungsvorbereitung,	
   sind
                                                                                                      auch	
  Chat-­‐Sitzungen	
  denkbar.	
  
Schule	
  und	
  Medien.	
  Technologieeinsatz	
  in	
  der	
  Primar-­‐	
  und	
  Sekundarstufe—	
  5


durch eine zentrale Stelle; in den einzelnen Schulen                                       Finanzielle	
  und	
  personelle	
  Rahmenbedingungen
fungieren IKT-Verantwortliche oder kantonale IKT-                                          Die technische Ausstattung an Schulen ist meist
Fachstellen als Ansprechpersonen.                                                          durch finanzielle Knappheit geprägt. Nicht nur die
    In Deutschland umfasste lo-net2 im Januar 2011                                         Ausstattung mit Hardware bereitet finanzielle Pro-
mehr als 6.500 Institutionen mit über eine Million                                         bleme, auch die Abgeltung der Betreuung ist in unter-
Nutzer/innen. lo-net2 gehörte zunächst zu „Schulen                                         schiedlichen Staaten, Bundesländern und Schultypen
ans Netz e.V.“ und ist staatlich initiiert und gefördert,                                  gänzlich unterschiedlich und auch meist nicht ausrei-
ist aber Ende 2010 vom Verlag Cornelsen gekauft                                            chend. Dies spiegelt sich in einer eher vorsichtigen
worden; die kostenfreie Nutzung für Schulen soll                                           Nutzung der Räumlichkeiten wider. Dadurch leidet
jedoch erhalten bleiben.                                                                   das Image der computergestützten Arbeit in den
    Wissenschaftliche Evaluationen der Nutzung exis-                                       Schulen erheblich. Dies wiederum erschwert na-
tieren bislang nur wenige, beispielsweise für edu-                                         türlich kontinuierliche Arbeit mit neuen Medien und
moodle (Hilzensauer & Hornung-Prähauser, 2010)                                             macht den Besuch des Computerraumes zu etwas Be-
und allgemeiner durch Barras und Petko für die                                             sonderem.
Schweiz (2007). Die Ergebnisse können jedoch ver-
                                                                                           4. Einsatz	
  von	
  Technologien	
  –	
  didak.sche	
  Möglich-­‐
mutlich auch auf das deutsche lo-net2 übertragen
                                                                                           keiten
werden.
                                                                                           Einsatz	
  von	
  Computer	
  und	
  Internet	
  im	
  Unterricht	
  
                                                                                           Aktuelle empirische Untersuchungsdaten, die Auf-
        Wenn	
   Sie	
   über	
   den	
   Einsatz	
   von	
   Lernmanagementsys-­‐         schluss darüber geben, in welchem Ausmaß Leh-
 ?      temen	
  für	
  die	
  Primar-­‐	
  und	
  Sekundarstufe	
  nachdenken,
        wofür	
   eignen	
   sich	
   diese?	
   Stellen	
   Sie	
   Einsatzszenarien
                                                                                           rer/innen und Schüler/innen die zur Verfügung ge-
        gegenüber,	
   vergleichen	
   Sie	
   diese	
   mit	
   anderen	
   und
                                                                                           stellten Geräte auch nutzen, fehlen. Eine in Bayern
        führen	
  Sie	
  eine	
  Bewertung	
  durch.                                       durchgeführte Studie zeigte 2004 auf, dass nur zwölf
                                                                                           Prozent der Lehrenden öfter den Computer zum
Internetzugang                                                                             Einsatz bringen, aber 64 Prozent niemals einschalten
                                                                                           (Bofinger, 2004).
Diverse bereits erwähnte Initiativen sorgten früh-
                                                                                           Nutzung	
  von	
  virtuellen	
  Angeboten
zeitig für einen flächendeckenden Internetanschluss
von Schulen. Während dies in Österreich auf das                                            Abbildung 1 zeigt die Nutzung von virtuellen Ar-
Austrian School Network (jetzt: EDUnet), einen                                             beitsräumen in der Schweiz und vergleichsweise in
Knoten des ACO-Universitätsnetzwerks, zurückgeht,                                          Deutschland. Es fällt auf, dass etwa 20 Prozent der
kann es in der Schweiz als Produkt der Initiative                                          Schulen von den meisten Angeboten durchaus Ge-
PPP-SiN aus den Jahren 2001 bis 2007 gesehen                                               brauch machen und dass bis auf „Chat-Räume“ und
werden: Ein Angebot eines großen Schweizer Tele-                                           „Webpublikation“ eine durchaus länderunabhängige
kommunikationsunternehmens, welches Schulen                                                Verteilung besteht. Hilzensauer und Hornung-
gratis und zu günstigen Konditionen einen Internet-                                        Prähauser (2010, 6) stellen fest, dass die Nutzung der
zugang anbietet. Gemäss Barras und Petko (2007)                                            LMS nach Schulformen und -stufen unterschiedlich
nutzen 76 Prozent der schweizerischen Schulen                                              ausgeprägt ist; auffällig ist vor allem, dass im Primar-
dieses Angebot.                                                                            bereich und in der ersten Sekundarstufe unterschied-
                                                                                           liche Funktionen der LMS eingesetzt werden, zum
                                                                                           Beispiel Wikis, Foren, Aufgaben oder Chats. In der
                                                                                           zweiten Sekundarstufe kann jedoch eine Tendenz zur




     Abbildung	
  1:	
  Nutzung	
  virtueller	
  Arbeitsräume	
  CH	
  (Barras	
  &	
  Petko,	
  2007)
6	
  —	
  Lehrbuch	
  für	
  Lernen	
  und	
  Lehren	
  mit	
  Technologien	
  (L3T)


Reduzierung auf Datenverwaltung festgestellt                                                   tatsächlich als technisches Hilfsmittel zur Verwaltung
werden. Der Projektvielfalt in den unteren und mitt-                                           von Inhalten eingesetzt werden, wie man es auch von
leren Jahrgangsstufen wird gleichzeitig in der Studie                                          Hochschulen kennt (siehe Kapitel #hochschule).
eine höhere Individualisierung im Unterricht zuge-
                                                                                               Einsatz	
  von	
  Technologien	
  im	
  Unterricht
ordnet. Das Ergebnis für die unteren und mittleren
Jahrgänge ist sehr plausibel, da die Didaktik in diesen                                        Der Einsatz von Technologien in den Schulen ist
Jahrgängen grundsätzlich auf Handlungsorien-                                                   durch Vielfältigkeit geprägt. Tabelle 1 gibt eine Über-
tierung, Anschaulichkeit, überschaubare Einheiten,                                             sicht zu den typischen Einsatzformen. Computer
Praxisbezug und Methodenvielfalt ausgerichtet ist.                                             können auf vielfältige Art und Weise in den Unter-
Der Befund für die zweite Sekundarstufe ist ebenfalls                                          richt integriert werden: Als kreativitätsförderndes In-
nachvollziehbar, wenn man von einem höheren Grad                                               strument, indem mit Bildbearbeitungs- und Malpro-
der Abstraktion mit textlastiger Unterrichtsgestaltung                                         grammen digitale Bilder erstellt oder mit dem Handy
ausgeht.                                                                                       aufgenommene Bilder, Videosequenzen und Töne
    Die Leistungsfähigkeit von LMS in der zweiten Se-                                          am Computer zu Diashows, Filmen oder Podcasts
kundarstufe sieht man erst bei einer längeren Praxis-                                          zusammengeschnitten werden. Beim Recherchieren
beobachtung. Dabei muss man als Voraussetzung be-                                              mittels Suchmaschine oder Online-Enzyklopädie und
rücksichtigen, dass LMS im Schulbereich immer in                                               dem anschließenden Verarbeiten der Informationen
ein komplexes System eingebunden sind. Grundlage                                               mittels Methoden wie Mind Map oder Concept Map
der Arbeit bleibt stets der Unterricht mit den zen-                                            bietet die Computerarbeit ebenso Vorteile. Ebenso
tralen Komponenten Lehrplan, Unterrichtsorgani-                                                beim Einsatz digitaler Geräte als Lerninstrumente
sation und Lehrer-Schüler-Relation. In der Oberstufe                                           zum Beispiel in Form von digitalen Lernkarteien.
bedeutet dies natürlich eine primäre Ausrichtung auf                                              Ein Spezialfall ist der EDV-Unterricht. Im EDV-
die Hochschulreife mit (oft) zentral vorgegebenen In-                                          oder Informatikunterricht standen bisher meist An-
halten und Methoden unter Benutzung eines diffe-                                               wenderschulungen von Büroanwendungen im Vor-
renzierten Kurssystems. Bei einer solchen didakti-                                             dergrund. Für zeitgemäßen Unterricht werden heute
schen Ausrichtung ist es verständlich, wenn die LMS                                            auch medienbildnerische Anliegen gefordert, zum
                                                                                               Beispiel Informationen zu Urheberrecht und Daten-


           Schulfach                            Primarstufe	
  (1.-­‐4.	
  Schuljahr)                                       Sekundarstufe	
  (ab	
  5.	
  Klasse)
     MathemaDk	
  und           Beim	
  Rechnenlernen	
  wird	
  mit	
  Drill-­‐and-­‐PracDce-­‐              Forschendes	
  und	
  entdeckendes	
  Lernen	
  wird	
  im	
  na-­‐
     naturwissen-­‐             SoIware,	
  zum	
  Beispiel	
  beim	
  Abfragen	
  des	
  Einmal-­‐           turwissenschaIlichen	
  Unterricht	
  miFels	
  Handydo-­‐
     schaIlicher	
              eins	
  gearbeitet.	
                                                         kumentaDon,	
  Peer	
  Review	
  und	
  Ergebnispräsenta-­‐
     Unterricht                                                                                               Don	
  unterstützt.	
  
                                                                                                              (z.B.	
  hFp://www.geogebra.org/cms/de)
     (Fremd-­‐)	
               Das	
  Schreiben	
  am	
  Computer	
  wird	
  vielfach	
  im                  Es	
  gibt	
  ein	
  breit	
  gefächertes	
  Web-­‐Angebot	
  Spra-­‐
     Sprachen-­‐                Deutschunterricht	
  eingesetzt;	
  auch	
  werden	
  Wikis chen	
  individuell	
  zu	
  lernen,	
  zu	
  wiederholen	
  und	
  zu
     unterricht                 und	
  Weblogs	
  verwendet,	
  um	
  kurze	
  Texte	
  zu	
  veröf-­‐ üben.	
  Auch	
  werden	
  oI	
  fremdsprachige	
  Webseiten
                                fentlichen	
  (z.B.	
  hFp://elefantenklasse.de/).	
                          genutzt.	
  Manchmal	
  werden	
  im	
  Rahmen	
  von	
  Pro-­‐
                                                                                                              jekten	
  auch	
  internaDonale	
  E-­‐Mail-­‐FreundschaIen
                                                                                                              gebildet	
  und	
  gepflegt.
     Geschichts-­‐	
  und       Eine	
  Vielzahl	
  von	
  Webangeboten	
  können	
  zur	
  Illus-­‐ Insbesondere	
  interakDves	
  Kartenmaterial	
  ist	
  hier
     Geografie-­‐                traDon	
  oder	
  Veranschaulichung	
  im	
  Unterricht	
  vor-­‐ interessant	
  (z.B.	
  hFp://www.schulatlas.at).	
  In	
  den
     unterricht                 geführt	
  werden	
  (z.B.	
  hFp://www.kinderzeitma-­‐                       höheren	
  Schulstufen	
  wird	
  das	
  Internet	
  oI	
  zum	
  Er-­‐
                                schine.de).	
  Auch	
  werden	
  in	
  Wikis	
  Beiträge	
  von	
  Kin-­‐ arbeiten	
  oder	
  zur	
  DokumentaDon	
  von	
  Projektar-­‐
                                dern	
  gesammelt	
  (z.	
  B.	
  hFp://www.palkan.de/in-­‐                   beiten	
  genutzt.
                                dex.htm).
     Musische	
  Fächer         Für	
  Jüngere	
  gibt	
  es	
  spezielle	
  Webseiten,	
  die	
  im	
  Un-­‐ Der	
  Fundus	
  an	
  Anschauungsmaterialien	
  und	
  Spezi-­‐
                                terricht	
  eingesetzt	
  werden	
  können	
                                  alangeboten	
  im	
  Web	
  ist	
  groß.	
  Insbesondere	
  virtu-­‐
                                (hFp://www.auditorix.de),	
  auch	
  kann	
  durch	
  inter-­‐ elle	
  Museen	
  erweitern	
  hier	
  die	
  Möglichkeiten.
                                akDve	
  Übungen	
  das	
  Gehör	
  geschult	
  werden                        (hFp://www.museumonline.at)
                                (hFp://www.musikwissenschaIen.de/kids/in-­‐
                                dex.htm).

     Tabelle	
  1:	
  Beispiele	
  für	
  den	
  Einsatz	
  von	
  Technologien	
  zum	
  Lernen	
  und	
  Lehren	
  im	
  Schulunterricht
Schule	
  und	
  Medien.	
  Technologieeinsatz	
  in	
  der	
  Primar-­‐	
  und	
  Sekundarstufe—	
  7


schutz, es sollen Risiken und Potenziale neuer Kom-                       neue, aufregende Betätigungsfelder, die er/sie
munikationstechnologien aufgriffen und an aktuellen                       kreativ und individuell nutzen kann. Zum Beispiel
Entwicklungen aufgezeigt werden. (vgl. Kapitel #me-                       können Videos erstellt und online zur Verfügung
dienpaedagogik).                                                          gestellt werden, Bilder von Mobiltelefonen können
                                                                          eingebettet oder selbstgemixte Musik kann bereit-
Spezielle	
  Lernformen	
  mit	
  Technologieunterstützung
                                                                          gestellt werden.
In folgender Übersicht werden Lernformen be-                            ▸ Spielendes Lernen: Der Computer ist natürlich
schrieben, die für den technologiegestützten Unter-                       speziell für heranwachsende Kinder und Jugend-
richt geeignet sind, wenn Computer nicht als „Blau-                       liche ein Freizeit- und Spielgerät. Nach GameStat
pause für standardisiertes Lernen“ sondern als                            (2010), einer repräsentativen Studie zu Computer-
„Medium für persönliche Entwicklung“ eingesetzt                           und Konsolenspielen, ist jeder vierte Deutsche ab
werden sollen (Brügelmann, 2003, 7).                                      14 ein Spieler. Es ist naheliegend, auch Lernspiele
▸ Selbstorganisiertes Lernen: In einem selbstge-                          in den Unterricht einzubauen, um einzelne Lern-
   steuerten Unterricht werden Arbeiten zu einem                          ziele spielerisch zu erreichen (siehe Kapitel
   großen Teil selbstständig erledigt; hier werden                        #game). Als Beispiel kann das Lernspiel Geo-
   Schüler/innen durch das World Wide Web unter-                          Austria genannt werden, bei dem Schüler/innen
   stützt. Als Beispiel kann die Methode EVA ge-                          österreichische Städte auf der Landkarte möglichst
   nannt werden, eine Abkürzung für „Eigenverant-                         genau markieren müssen. Ein weiterer Ansatz ist,
   wortliches Arbeiten und Lernen“. Das Ziel ist das                      Schüler/innen selbst Spiele produzieren zu lassen.
   Erreichen von Qualifikationen wie Fach-, Me-                           Als Beispiel wurde gamelabs.at entwickelt um
   thoden-, Sozial-, und Medienkompetenz.                                 Spiele zu kreieren, mit anderen zu teilen und zu
▸ Offenes Lernen: Offenes Lernen versteht sich als                        spielen.
   Möglichkeit zwischen Inhalten und Schwierigkeits-                    ▸ Kompetenzentwicklung: Die Online-Soziali-
   stufen auswählen zu können. Dies führt zwangs-                         sierung und das Erlernen der Wirkungsweisen von
   läufig zur Eigenverantwortlichkeit und Selbstbe-                       neuen Medien ist ein wesentlicher Bestandteil für
   stimmung. Hier kann vor allem das Internet mit                         die gesellschaftliche Entwicklung. Daher muss der
   seinen zahlreichen Informationen bei der individu-                     Umgang mit ihnen erlernt und reflektiert werden.
   ellen Lernaufgabe der Schüler/innen unterstützen.                    ▸ Lernen über den Computer: Selbstverständlich
▸ Fächerübergreifendes Lernen: Fächerverbin-                              darf nicht vergessen werden, dass auch der
   dendes Lernen ermöglicht einen Themenbereich                           Umgang mit dem Computer selbst erlernt werden
   in verschiedenen Fächern zu thematisieren und                          muss. In der heutigen Zeit benötigt man auch die
   unterschiedlich zu beleuchten. Der Computer                            Fähigkeit, zum Beispiel Computerprogramme zu
   steht zumeist als Informationsressource zur Ver-                       installieren oder sich selbstständig einzuarbeiten.
   fügung.                                                                Darüber hinaus sollte neben der Schreibkom-
▸ Kooperatives Lernen: Miteinander lernen in                              petenz natürlich auch die sichere Bedienung unter-
   Teams aus dem Klassenverband oder in globalen                          schiedlicher Interfaces (zum Beispiel Tastatur) in
   Teams kann durch das World Wide Web gezielt                            den Vordergrund rücken.
   unterstützt werden. Weltweite Kontakte und
   Freundschaften helfen zum Beispiel beim Er-                                  Technologieeinsatz	
   in	
   der	
   Schule	
   ist	
   gekennzeichnet
   lernen von Fremdsprachen (siehe Kapitel
   #sprache).                                                              !    von	
   einer	
   großen	
   Vielfalt	
   an	
   unterschiedlichen	
   Sze-­‐
                                                                                narien.	
   Es	
   geht	
   darum	
   die	
   Möglichkeit	
   für	
   die	
   Ziel-­‐
▸ Entdeckendes Lernen: Durch die Möglichkeit                                    gruppe	
  auszuloten,	
  didakDsch	
  aufzubereiten	
  und	
  um-­‐
   aufkommende Fragen selbstständig mittels des                                 zusetzen.
   World Wide Web zu beantworten wird ein aktives
   Mitwirken am Unterricht möglich. Lehrende un-
   terstützen und steuern als Coaches den Lern-                         5. Webangebote	
  für	
  Schulkinder	
  und	
  Lehrer/innen
   prozess. Als Beispiel können Web-Quests, oder In-
                                                                        Im Web werden von Verlagen zahlreiche elektro-
   ternet-Ralleys genannt werden, bei denen sich
                                                                        nische Zusatzmaterialen zu Büchern und Schulbü-
   Schüler/innen auf eine abenteuerliche Spuren-
                                                                        chern angeboten. Ein Beispiel dafür ist das Online-
   suche im Internet machen.
                                                                        Angebot SbX (Schulbuch Extra) im Rahmen der ös-
▸ Kreatives Lernen: Die vielfältigen Möglichkeiten
   des Computers (zum Beispiel für visuelle oder
   akustische Belange) eröffnen dem Lernenden
8	
  —	
  Lehrbuch	
  für	
  Lernen	
  und	
  Lehren	
  mit	
  Technologien	
  (L3T)



   In der Praxis: E-Portfolio-Literaturwerkstatt Online
   Da	
   das	
   Einbinden	
   der	
   Erstsprachen	
   im	
   Unterricht	
   für	
   Kinder      Eine	
   Begleitlehrerin	
   betreute	
   an	
   drei	
   Tagen	
   pro	
   Woche	
   je-­‐
   mit	
   Deutsch	
   als	
   Zweitsprache	
   wichDg	
   ist,	
   verknüpI	
   dieses            weils	
   je	
   fünf	
   Kinder	
   mit	
   anderen	
   Erstsprachen	
   als	
   Deutsch
   Projekt	
  zwei	
  wesentliche	
  Aspekte	
  eines	
  fortschriFlichen	
  Un-­‐                 aus	
   beiden	
   zweiten	
   Klassen	
   und	
   einer	
   driFen	
   Klasse	
   in	
   drei
   terrichts	
   miteinander:	
   Zum	
   einen	
   Leseförderung	
   zum	
   an-­‐                Deutschstunden.	
  
   deren	
   die	
   Einbindung	
   des	
   zeitgemäßen	
   Werkzeugs	
   E-­‐
   Porpolio.	
                                                                                     Nach	
   der	
   Lesung	
   und	
   dem	
   Laut-­‐	
   und	
   Leiselese-­‐Verfahren	
   in
                                                                                                   türkischer,	
  kroaDscher	
  und	
  serbischer	
  Sprache	
  gab	
  es	
  vorbe-­‐
   Eine	
   zentrale	
   Rolle	
   des	
   E-­‐Porpolios	
   im	
   Volksschulbereich	
   ist      reitete	
   ArbeitsbläFer	
   in	
   einem	
   „Fledermausordner“	
   auf
   das	
   akDve	
   Mitarbeiten	
   der	
   Schüler/innen	
   am	
   eigenen	
   Bil-­‐           jedem	
   Computer.	
   Die	
   Schüler/innen	
   durIen	
   diese	
   in	
   belie-­‐
   dungsprozess	
   durch	
   Beschreiben,	
   ReflekDeren,	
   Werten	
   und                      biger	
   Reihenfolge	
   und	
   nach	
   Interesse	
   bearbeiten.	
   An	
   jedem
   PräsenDeren	
   der	
   eigenen	
   Arbeiten.	
   Schüler/innen	
   erwerben                    Monatsende	
  konnten	
  sie	
  die	
  besten	
  auswählen,	
  um	
  sie	
  ins	
  E-­‐
   die	
   Fähigkeit,	
   Verantwortung	
   für	
   ihr	
   Lernen	
   zu	
   übernehmen           Porpolio	
   zu	
   laden	
   und	
   Kommentare	
   hinzuzufügen.	
   Auch	
   Bas-­‐
   und	
   können	
   selbstbewusst	
   und	
   selbstbesDmmt	
   ihren	
   Bil-­‐                 telarbeiten	
   wie	
   ein	
   Lesezeichen	
   und	
   Bild-­‐Satz-­‐Zuordnungen
   dungsweg	
  in	
  Teilbereichen	
  beobachten.	
                                                wurden	
   angeferDgt,	
   fotografiert	
   und	
   ein	
   Video	
   gedreht.	
   Ar-­‐
                                                                                                   beiten	
   setzten	
   sich	
   aus	
   in	
   anderen	
   Programmen	
   erstellten
   Für	
   das	
   Projekt	
   wurde	
   „Die	
   Fledermaus,	
   die	
   keine	
   war“	
   von   schriIlichen	
   Dokumenten,	
   Darstellungen,	
   Fotos,	
   Videos	
   und
   Engin	
  Korelli	
  ausgewählt.	
  Dieses	
  Buch	
  erfüllte	
  das	
  Kriterium,              Quiz	
   zusammen.	
   Blogs,	
   Fotos,	
   ArbeitsbläFer	
   und	
   weiterfüh-­‐
   in	
   alle	
   Sprachen	
   der	
   Projektkinder	
   (kroaDsch,	
   serbisch	
   und          rende	
   InformaDonen,	
   das	
   Projekt	
   und	
   die	
   beteiligten
   türkisch)	
  übersetzt	
  und	
  für	
  die	
  Altersgruppe	
  geeignet	
  zu	
  sein.          Schüler/innen	
   betreffend,	
   können	
   online	
   eingesehen
   „Mahara“	
   als	
   E-­‐Porpolio-­‐Management-­‐SoIware	
   wurde	
   für                      werden.	
   Dort	
   ist	
   auch	
   eine	
   Beispielansicht	
   eines	
   Kindes	
   zu
   den	
   Einsatz	
   bei	
   projektorienDerter	
   Porpolioarbeit	
   empfohlen                 finden:	
   URL:	
   hFp://www.mahara.at/view/view.php?id=7129
   (Hornung-­‐Prähauser	
  et	
  al.,	
  2007)	
  und	
  daher	
  eingesetzt.                      [2011-­‐01-­‐10]



terreichischen Schulbuchaktion, wo Schüler/innen                                                   zesse anregen oder unterstützen. Je nach Einsatz-
Übungs- und Selbsttestmöglichkeiten wie auch Hör-                                                  zweck kann ein und dasselbe Medium unterschied-
texte und Videoanimationen vorfinden.                                                              lichen Kategorien zugeordnet werden. Zum Beispiel
    Ein Projekt zur Leseförderung ist Antolin.de. Hier                                             kann die Website Google Earth sowohl als Vermitt-
wird das Interesse von Kindern am Computer zu ar-                                                  lungsmedium (Demonstration der Lehrperson), als
beiten genützt, um sie zum Lesen zu animieren. Es                                                  auch als Lernmedium (Lernende erkunden selber)
werden Quizfragen zu gelesenen Büchern gestellt                                                    eingesetzt werden.
und dabei Punkte gesammelt. Lehrer/innen können                                                        Medien sind aber nicht nur Werkzeuge, ihre Be-
anhand statistischer Auswertungen die Leseaktivität                                                sonderheiten und der Umgang mit ihnen sollen glei-
ihrer Schüler/innen verfolgen. Nach Angaben des                                                    chermaßen auch Unterrichtsgegenstand sein. Kinder
Herausgebers wird Antolin von etwa 2,1 Millionen                                                   und Jugendliche sind vermehrt mit Problemen wie
Schülern/innen in Deutschland, Österreich und der                                                  Datenschutz, Cyber-Mobbing und Copyright kon-
Schweiz verwendet (Stand Oktober 2010). Der                                                        frontiert. Dies muss Gegenstand von Mediener-
Schwerpunkt liegt bei den Klassen 1 bis 6. Ein ähn-                                                ziehung (siehe Kapitel #medienpaedagogik) sein und
liches Angebot ist unter Lepion.de zu finden.                                                      im Unterricht behandelt werden.
                                                                                                       Die Medienbildung soll den Lernenden einen ak-
6. Weitere	
  Aspekte	
  der	
  Medienbildung	
  in	
  der	
  Schule
                                                                                                   tiven, reflektierten und verantwortungsvollen Um-
Medienbildung	
  als	
  Notwendigkeit                                                              gang mit Medien ermöglichen. Dies erfordert unter-
Moser (2008) beschreibt unterschiedliche Funktionen                                                schiedliche Kompetenzen. Zum einen den verantwor-
von Medien. Er unterscheidet zwischen Vermitt-                                                     tungsvollen Umgang mit Medien und dessen Re-
lungsmedien, Lernmedien und Kommunikations-                                                        flexion, andererseits auch mediendidaktische Kompe-
medien. Medien können als Demonstrations-                                                          tenzen (Süss et al., 2009). Grundsätzlich ist auch die
werkzeug der Lehrenden (Präsentationssoftware, in-                                                 Bedienung der neuen Technologien zu lehren; eine
teraktive Whiteboards), als Lernwerkzeuge (Serious                                                 „informatische“ Grundbildung notwendig.
Games, multimediale Lernhilfen), aber auch als Kom-
munikationsmittel (IM, Blog, E-Portfolio) Lernpro-
Schule	
  und	
  Medien.	
  Technologieeinsatz	
  in	
  der	
  Primar-­‐	
  und	
  Sekundarstufe—	
  9


Medienbildung	
  als	
  Teil	
  des	
  Lehrplanes                                                 mehr Schulen an einem gemeinsam definierten
In der Schweiz kann exemplarisch der Kanton Solo-                                                 Projekt, wobei die Kommunikation größtenteils
thurn erwähnt werden, welcher 2008 das „Stufen-                                                   über Informationsplattformen stattfindet.
übergreifende IKT-Entwicklungskonzept für die                                                   ▸ One-Laptop-per-Child-Projekt (OLPC): Seit No-
Schulen des Kantons Solothurn“ in Kraft setzte. Ba-                                               vember 2008 wird an der PH Steiermark eine
sierend auf diesem Entschluss sind die Primar-                                                    Schulklasse (erste Primarstufe) mit 25 Laptops
schulen seit 2011 verpflichtet (Sekundarstufe I ab                                                ausgerüstet. Die Aufgabe des Projektes ist, heraus-
2012), das Fach Medienbildung ab dem dritten Pri-                                                 zufinden, ob die Nutzung eines Laptops (mit spe-
marschuljahr in ihre Stundentafeln aufzunehmen. Mit                                               zieller Anpassung an Erfordernisse von Schüler-
den Harmonisierungsbestrebungen des Lehrplanes                                                    /innen) zu positiven Effekten im Lehr- und Lern-
für die deutschsprachigen Kantone „Lehrplan 21“                                                   verhalten führt. Ebner et al. (2009) zeigen, dass es
wurde auch eine Arbeitsgruppe eingesetzt um einen                                                 zwar infrastrukturelle und technische Probleme
Lehrplanteil zur Integration von IKT und Medien als                                               gab, dass aber das individuelle Lernen gut unter-
überfachliche Kompetenz zu erarbeiten.                                                            stützt werden konnte.
7. Fortbildung	
  für	
  Lehrer/innen
                                                                                                          Die	
   OLPC-­‐IniDaDve	
   (One-­‐Laptop-­‐Per-­‐Child)	
   wurde	
   ge-­‐
Die Möglichkeiten, die der Computereinsatz bietet,
und eine Vielfalt von neuen medientechnischen An-
                                                                                                   !      startet,	
  um	
  einen	
  robusten	
  und	
  speziell	
  an	
  die	
  Bedürf-­‐
                                                                                                          nisse	
  von	
  Kindern	
  angepassten	
  Laptop	
  zu	
  entwickeln,
forderungen können nur dann mit Erfolg bewältigt                                                          welcher	
  besonders	
  in	
  Entwicklungsländern	
  eingesetzt
werden, wenn Lehrer/innen selbst über ein ausrei-                                                         werden	
   soll.	
   Der	
   Leitgedanke	
   ist,	
   die	
   Möglichkeiten
                                                                                                          der	
  InformaDonstechnologien	
  Kindern	
  auf	
  der	
  ganzen
chendes Maß an Medienkompetenz verfügen. In
                                                                                                          Welt	
  zur	
  Verfügung	
  zu	
  stellen.	
  
zahlreichen Kursen und Fortbildungsveranstaltungen
werden diese Kenntnisse und Fähigkeiten von E-                                                  ▸ iPad-Projekt: Im Oktober 2010 erfolgt der Einsatz
Learning-Experten und -Expertinnen kompetent ver-                                                 von 16 iPads in der Praxisvolksschule Salzburg.
mittelt. Auf diesem Sektor gibt es gegenwärtig einige                                             Erste Ergebnisse zeigen, dass die Anwendung von
Neuerungen, denn immer mehr der Angebote                                                          Tablets im Unterricht zwar aufgrund der noch ge-
können auch online besucht werden (siehe Tabelle 2,                                               ringen Anzahl an geeigneten Lehr- und Lernappli-
siehe auch Kapitel #telweiterbildung).                                                            kationen gewissen Restriktionen unterliegt, tech-
8. Forschungsprojekte	
  und	
  Ini.a.ven	
  im	
  Schulbereich                                   nische Schwierigkeiten im Umgang mit Com-
                                                                                                  putern aber aufgrund der einfachen Handhabung
Zahlreiche Forschungsprojekte und Initiativen sollen                                              deutlich reduziert werden konnten.
den Schulunterricht optimieren und damit die
                                                                                                ▸ iPhone-Projekt: Das iPhone-Projekt an der Pro-
Bildung der Kinder und Jugendlichen fördern. Ab-
                                                                                                  jektschule Goldau in der Schweiz wird vom In-
schließend seien hier exemplarisch Beispiele gelistet:
                                                                                                  stitut für Medien und Schule (IMS) der Pädagogi-
▸ eTwinning: Dieses Comenius-Programm für le-                                                     schen Hochschule Zentralschweiz-Schwyz unter
   benslanges Lernen verfolgt zum Beispiel das Ziel,                                              der Leitung von Beat Döbeli durchgeführt. Im
   die Zusammenarbeit zwischen europäischen                                                       Rahmen des zweijährigen Projektes (Start im Som-
   Schulen zu fördern. Dabei arbeiten zwei oder



                                                                   Fortbildung	
  für	
  Lehrer	
  im	
  Internet
    e-­‐LISA	
  Akademie                                                              hFp://www.e-­‐lisa-­‐academy.at
    Intel	
  Lehren	
  InterakDv	
                                                    hFp://www.intel-­‐interakDv.de/
    Ökonomische	
  Bildung	
  online                                                  hFp://www.ioeb.de
    Pädagogik-­‐Online-­‐Seminare                                                     hFp://www.uni-­‐stuFgart.de/pae/edl/
    InformaDsche	
  Bildung	
  für	
  Lehramtsstudierende                             hFp://www.educat.hu-­‐berlin.de/mv/
    Lehrer-­‐Online	
  /	
  Unterrichten	
  mit	
  digitalen	
  Medien	
              hFp://www.lehrer-­‐online.net/
    Online-­‐Internetkurs                                                             hFp://www.zum.de/internetkurs/
    Virtuelle	
  PH                                                                   hFp://www.virtuelle-­‐ph.at/
    E-­‐Lectures                                                                      hFp://www3.edumoodle.at/electures/

    Tabelle	
  2:	
  Beispiel	
  zur	
  Fortbildung	
  von	
  Lehrerinnen	
  und	
  Lehrern	
  im	
  Internet	
  
10	
  —	
  Lehrbuch	
  für	
  Lernen	
  und	
  Lehren	
  mit	
  Technologien	
  (L3T)


    mersemester 2009) erhalten alle Kinder einer 5.                                                - World Conference on E-Learning in Corporate, Government,
    Primarklasse eigene Smartphones, welche sie auch                                               Healthcare, & Higher Education 2009.
    in ihrer Freizeit nutzen dürfen.                                                           ▸   GameStat (2010). Repräsentativstudie zu Computer- und Kon-
                                                                                                   solenspielen. Hohenheim: Universität Hohenheim, URL:
9. 	
  Zentrale	
  Erkenntnisse
                                                                                                   https://sofoga.uni-hohenheim.de/83372.html [2011-01-12].
Medien- und webbasierte Arbeit kann individuali-                                               ▸   Hilzensauer, W. & Hornung-Prähauser, V. (2010). Nutzungs-
siertes, selbstorganisiertes Lernen fördern, Team-                                                 studie zur Verwendung der Lernplattform Moodle zur Indivi-
arbeit erfahrbar machen, Networking einüben, tech-                                                 dualisierung im Unterricht. Studie im Auftrag des Bundesmi-
nisches Know-How vermitteln oder verbessern, die                                                   nisteriums für Unterricht, Kunst und Kultur – bm:ukk. URL:
Studierfähigkeit mitgestalten, lebenslanges Lernen                                                 http://www.salzburgresearch.at/wp-
vorbereiten, tendenziell die Verbindung von Arbeit                                                 content/uploads/2010/12/EduMoodle_Nutzungsstudie_Indi-
und Freizeit vorbereiten und einen wichtigen Beitrag                                               vidualisierung_srfg_20100531_sent.pdf [2011-01-01].
zu einer modernen Identitätsbildung leisten. Für das                                           ▸   Hornung-Prähauser, V.; Geser, G.; Hilzensauer, W. & Schaffert,
System Schule hat eine solche Arbeitsweise potenziell                                              S. (2007). Didaktische, organisatorische und technologische
eine hohe Innovationsfunktion, erfordert aber abge-                                                Grundlagen von E-Portfolios und Analyse internationaler Bei-
sehen von den notwendigen infrastrukturellen Ver-                                                  spiele und Erfahrungen mit E-Portfolio-Implementierungen an
besserungen auch hohe Anstrengungen auf allen                                                      Hochschulen. Salzburg. URL: http://edumedia.salzburgrese-
Ebenen, vor allem im Bereich der Lehrer/innen-                                                     arch.at/images/stories/e-portfolio_studie_srfg_fnma.pdf
Fortbildung und der Lehrer/innen-Kooperation.                                                      [2011-01-12].
                                                                                               ▸   Livingstone, S.; Haddon, L.; Görzig, A. & Ólafsson, K. (2010).
                                                                                                   Risks and safety on the internet: The perspective of European
         Suchen	
  Sie	
  sich	
  bei	
  Lehrer-­‐online.de	
  für	
  den	
  Deutsch-­‐            children. Initial finding from the /EU Kids Online/ survey of
   ?     unterricht	
   der	
   Sekundarstufe	
   Unterrichtsmaterial	
   aus
         und	
  planen	
  sie	
  einen	
  detaillierten	
  Medieneinsatz.	
  Be-­‐
                                                                                                   9-16 year olds and their parents. URL:
         schreiben	
   Sie,	
   wie	
   Sie	
   vorgehen,	
   wie	
   Sie	
   die	
   Medien       http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/
         einsetzen	
   und	
   nach	
   welchen	
   didakDschen	
   Gesichts-­‐                    EUKidsII%20(2009-11)/EUKidsOnlineIIReports/Initial_fin-
         punkten	
  Sie	
  das	
  Konzept	
  erstellt	
  haben.                                    dings_report.pdf [2011-01-19].
                                                                                               ▸   Market Institut (2007). OÖ. BIMEZ KinderMedienStudie. In:
Literatur                                                                                          medienimpulse -Beiträge zur Medienpädagogik/ Nr.60 - Bun-
▸ Barras, J.-L. & Petko, D. (2007). Computer und Internet in                                       desministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. http://ww-
  Schweizer Schulen. Bestandsaufnahme und Entwicklung von                                          w.bimez.at/uploads/media/pdf/medienpaedagogik/kinder_me
  2001 bis 2007. Bern und Goldau, URL: http://www.schwy-                                           dien_studie07/studie_gesamt.pdf [2011-01.26].
  z.phz.ch/fileadmin/media/schwyz.phz.ch/dozierende/petko_                                     ▸   Moser, H. (2008). Einführung in die Netzdidaktik: Lehren und
  dominik/petko_2007_barras_computer_und_internet_in_sch                                           Lernen in der Wissensgesellschaft. Baltmannsweiler: Schneider
  weizer_sch.pdf [2010-03-23].                                                                     Verlag Hohengehren.
▸ Bofinger, J. (2004). Neue Medien im Fachunterricht. Eine em-                                 ▸   MPFS - Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest
  pirische Studie über den Einsatz neuer Medien im Fachunter-                                      (2009). KIM-Studie 2008: Kinder und Medien - Computer und
  richt an verschiedenen Schularten in Bayern. Donauwörth:                                         Internet. Basisuntersuchung zum Medienumgang 6- bis 13-Jäh-
  Auer.                                                                                            riger in Deutschland. URL:
▸ Brügelmann, H. (2003). Selbständiges Lernen und Individuali-                                     http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf08/KIM2008.pdf
  sierung „von unten“. In: E. Brinkmann; H. Brügelmann & A.                                        [2011-01-01].
  Backhaus (Hrsg.), Selbständiges Lernen und Individualisierung                                ▸   MPFS - Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest
  „von unten“, Siegen: Universität Siegen, 7-16.                                                   (2010). JIM 2010. Jugend, Information, (Multi-) Media. Basis-
▸ Deutscher Bundestag (2008). Technikfolgenabschätzung (TA).                                       untersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in
  Mediennutzung und eLearning in Schulen. Sachstandsbericht                                        Deutschland. URL: http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-
  zum Monitoring „eLearning“. In: Bericht des Ausschusses für                                      pdf10/JIM2010.pdf [2011-01-11].
  Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (18. Aus-                                    ▸   Röck, M. (2008). eLearning an Österreichs Schulen – eine Be-
  schuss) gemäß § 56a der Geschäftsordnung, Drucksache                                             standsaufnahme am Beispiel edumoodle. Diplomarbeit. Wien
  16/9527, URL:                                                                                    URL: http://www.edumoodle.at/edumoodleumfrage/ [2011-
  http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/095/1609527.pdf                                           01-10].
  [2011-01-17].                                                                                ▸   Süss, D.; Lampert, C. & Wijnen, C. W. (2009). Medienpäd-
▸ Ebner, M.; Dorfinger, J.; Neuper, W. & Safran, C. (2009). First                                  agogik: Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwis-
  Experiences with OLPC in European Classrooms. In: E-Learn                                        senschaften.

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Technologieeinsatz in der Schule - Zum Lernen und Lehren in der Primär- und Sekundärstufe

  • 1. Peter  Babnik,  Johannes  Dorfinger,  MarDn  Ebner,  Klaus  Meschede,  Ursula  Mulley  und  Marc  Widmer Technologieeinsatz in der Schule Zum Lernen und Lehren in der Primar- und Sekundarstufe Der  Einsatz  von  neuen  Technologien  im  Unterricht  schreitet  in  unserer  gegenwärDgen  InformaDonsgesell-­‐ schaI   unauYaltsam   voran.   Dieses   Kapitel   handelt   vom   technologiegestützten   Lernen   und   Lehren   in   der Primar-­‐  und  Sekundarstufe  im  deutschsprachigen  Raum.  Es  werden  poliDsche,  strukturelle,  finanzielle  und personelle  Rahmenbedingungen  besprochen,  didakDsche  Möglichkeiten  aufgezeigt  und  es  wird  über  Web-­‐ angebote  sowie  Fortbildungsmöglichkeiten  für  Lehrer/innen  berichtet.  Medienkompetenzerwerb  und  Me-­‐ dienbildung  sind  wichDge  Bereiche,  die  sowohl  auf  Lehrer/innen-­‐  als  auch  auf  Schüler/innen-­‐Ebene  the-­‐ maDsiert  werden,  denn  alle  öffentlichen  Schulen  im  deutschsprachigen  Raum  sind  zumindest  mit  einem Internetzugang  ausgestaFet.  Im  MiFelpunkt  steht  eine  neuen  Lernform,  die  sich  durch  einen  Wechsel  von einer   belehrenden   Form   des   Unterrichtens   hin   zu   einer   Lernwegbegleitung   durch   Lehrer/innen   aus-­‐ zeichnet.   Lehrer/innen   schlüpfen   dabei   mehr   in   eine   beratende   Rolle   und   Lerner/innen   eignen   sich Wissen,   im   Sinne   eines   konstrukDvisDschen   Lernprozesses,   verstärkt   eigeniniDaDv   an.   Tatsächlich,   und   das wird  an  der  großen  Zahl  von  Projekten  und  IniDaDven  im  E-­‐Learning-­‐Bereich  deutlich,  vollzieht  sich  in  der deutschsprachigen   SchullandschaI   ein   Wandel   hin   zu   fortschriFlichen   Modellen   und   Formen   des   Lernens und   Lehrens.   Im   Unterricht   sollen   zumindest   jene   Technologien   und   Vernetzungsmöglichkeiten   Einsatz finden,   die   auch   den   Alltag   der   Kinder   prägen,   eindeuDg   Vorteile   mit   sich   bringen   und   die   notwendigen Kompetenzen  für  die  Anforderungen  an  das  21.  Jahrhundert  vermiFeln. Quelle:  PHST #schule #spezial #bildungssektor Version  vom  1.  Februar  2011 Für  dieses  Kapitel  wird  noch  ein  Pate  gesucht, Jetzt Pate werden! mehr  InformaDonen  unter:  hFp://l3t.eu/patenschaI
  • 2. 2  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) schen 6 und 10 Jahren, kaum eingesetzt. Oft werden 1. Einleitung neue Technologien wie Mobiltelefone sogar verboten. Der Einsatz von digitalen Werkzeugen gewinnt in Zwischen schönen Worten von Bildungsverantwort- Anbetracht der steigenden Anforderungen von lichen wie Paradigmenwechsel, Umschwung, Neuge- Seiten des Arbeitsmarktes und auch von Seiten der staltung und Einsatz von neuen Medien und der Rea- Schülerinnen und Schüler immer mehr Bedeutung. lität in Volksschulen liegen Welten, obwohl beispiels- Der zunehmende Einfluss des Computers auf den weise auch der österreichische Lehrplan Zielset- Alltag von Kindern lässt sich in unterschiedlichen zungen im Umgang mit dem für den Unterricht Studien nachlesen: Jedes zweite Kind zwischen sechs wichtigen Werkzeug Computer vorgibt. Auch der Un- und zehn Jahren nutzt Lernprogramme vor allem Zu- terschied zwischen Schulen ist groß: Während in hause, und mehr als die Hälfte der Schüler/innen hat manchen Schulen die meisten Schüler/innen häufig einen Internetzugang, wobei sechsjährige Kinder am Computer arbeiten, verstauben in anderen kaum Zugang haben und bei Zehnjährigen drei Schulen gute Geräte. Die technische Ausrüstung der Viertel das Internet nutzen (Market Institut, 2007). Schulen hat sich zwar in den letzten Jahren etwas ver- Auch die JIM-Studie beziehungsweise die KIM- bessert, der Einsatz bleibt jedoch weit hinter den Studie (Medienpädagogischer Forschungsverbund pädagogisch sinnvollen Möglichkeiten. Dieses Ka- Südwest, 2009; Medienpädagogischer Forschungs- pitel bietet einen Überblick über den aktuellen Tech- verbund Südwest, 2010) zeigen, dass Kinder und Ju- nologieeinsatz für das Lernen und Lehren in der gendliche digitale Medien in ihrer Freizeit intensiv Schule mit einem Schwerpunkt auf der Situation in nutzen. 85 Prozent der Neun- bis Sechzehnjährigen Österreich. geben an, das Internet von zu Hause zu nutzen, wobei 74 Prozent davon das Spielen als Hauptzweck Weiterführende  Links  finden  Sie  in  der  L3T-­‐Gruppe  bei nennen. (Livingstone et al., 2010, 23). Viele Kinder nutzen das Internet regelmäßig: 92 Prozent der ge- ! Mister   Wong   unter   Verwendung   der   Hashtags   #l3t #schule   nannten Altersgruppe sind zumindest einmal wö- chentlich im Internet, 57 Prozent gehen jeden, oder 2. Poli.sche  Rahmenbedingungen:  Medieneinsatz  an fast jeden Tag online (ebenda, 13). 24 Prozent der Schulen neun bis zehn Jahre alten Kinder haben bereits ein Europäischer  E-­‐Learning-­‐Ak.onsplan Profil in einem sozialen Netzwerk (ebenda, 13). Im schulischen Kontext wird das Internet, vor allem Um die Jahrtausendwende, als E-Learning in aller bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern zwi- Munde war, versuchte die Europäische Union tech- nologiegestütztes Lernen generell auch an Schulen (also Primar- und Sekundarstufe) zu verankern. Als 80  Prozent  der  Kinder  nutzen  PC  am  NachmiFag,  aber Teil der Initiative „eEurope 2002“ ist ein gesonderter ! nur  30  Prozent  in  der  Schule.  (MPFS,  2009) E-Learning-Aktionsplan ausgearbeitet worden, der im Wesentlichen folgende Punkte behandelte: ▸ Ausstattung der Schulen mit Computern, ▸ Schulung des Lehrpersonals, ▸ Entwicklung von Lernsoftware und ▸ Verstärkung der Vernetzung von Schulen und Lehrpersonal. In Deutschland wurde so bereits 1996 der Verein „Schulen ans Netz“ gegründet mit dem Ziel, allen deutschen Schulen die Infrastruktur für den Zugang zur digitalen Medienwelt bereit zu stellen. In Öster- reich führte der Aktionsplan dazu, dass mit Ende 2001 quasi jede Schule „am Netz“ war und die Initiative eSchola (welche Teil der europaweiten Ko- ordination des Schulnetzes war) eine zentrale Anlauf- Abbildung  1:  Das  Internet  ist  für  viele  Kinder  Alltag. stelle darstellte. In der Schweiz wurde dies durch Quelle:  Miriam  Winkels  (Abdruckerlaubnis  eingeholt) „Public Private Partnership – Schule im Netz“ (PPP- SiN, Laufzeit 2002 bis 2007) abgedeckt.
  • 3. Schule  und  Medien.  Technologieeinsatz  in  der  Primar-­‐  und  Sekundarstufe—  3 Ini.a.ven  und  Projekte noch immer Leuchttürme zu sein. Die typische Aus diesen Anfangsinitiativen haben sich in Öster- Grundausstattung ist eine Kreidetafel und ein Tages- reich im Wesentlichen drei großflächige Projekte mit lichtprojektor (siehe Kapitel #ipad). Zusätzlich dem Ziel formiert, E-Learning im Schulalltag zu können Fernseher, Diaprojektoren, Radios und CD- einer Selbstverständlichkeit zu machen: Player von der Lehrperson aus einem Medienpool ▸ eLSA (eLearning im Schul-Alltag): Schulen ver- mitgebracht werden. pflichten sich einer Zielvereinbarung mit acht Internetanschluss, Videoprojektoren und Com- Punkten, die zum Beispiel enthält, dass alle puter sind fast ausschließlich in gesonderten Räumen Schüler/innen E-Learning-Module ausprobiert anzutreffen. Barras und Petko (2007) berichten, dass haben. Von anfänglich vier Schulen hat sich das in Schweizer Klassenzimmern je nach Stufe durch- Projekt auf heute mehr als 130 sogenannte schnittlich sechs bis acht Lernende auf ein Gerät „eLSA-Schulen“ ausgeweitet. kommen. Findet man in der Primarstufe Computer ▸ eLC (eLearningCluster Austria): In diesem Projekt noch in den Klassenzimmern, gibt es in den höheren wurden neun Cluster gegründet, die aus mehreren Schulstufen dafür eingerichtete Computerräume. Schulen bestehen. Diese sollten gemeinsame Mo- Der  Computerraum delle des sinnvollen Einsatzes von Online-Lern- materialien im Schulalltag entwickeln. Mittlerweile Sogenannte „Computerräume“ gehören zur Stan- ist das Projekt in eine „Version 2.0“ übergeführt dardausstattung von weiterführenden Schulen. Es worden. handelt sich dabei um ein Klassenzimmer je Schule, ▸ e-LISA academy: Die e-LISA academy will Lehr- das mit festinstallierten PC bestückt ist. Die Ge- kräfte „e-fit“ machen. Mehr als 70 Online-Kurse staltung der Computerräume spiegelt oft tradierte werden angeboten, um eine „E-Learning-Wissens- Unterrichtsformen wider, bei denen Lehrende Leh- basis für die Lehreraus- und -weiterbildung“ zu er- rinhalte präsentieren und alle Schüler/innen auf diese möglichen, sowie eine „Unterstützung des tagtäg- Präsentation reagieren: Die Anordnung der Tische ist lichen Unterrichtens“ zu bieten. meist reihenweise organisiert, die Schüler/innen sitzen hinter den Bildschirmen. Neben den beschriebenen Initiativen gibt es in Öster- Sowohl Kollaboration und offene Lernformen als reich auch weitere Einzelinitiativen, um den Umgang auch das Verfolgen der Arbeiten der Klasse an den mit neuen Medien zu erproben, wie zum Beispiel die einzelnen Arbeitsplätzen ist so nur schwer umzu- „Laptop-Klassen“. setzen. In der Praxis wird der Computerraum, dank In der Schweiz gibt es ähnliche Entwicklungen. seines Videoprojektors, auch als Mini-Kino ver- Der Einsatz von Informations- und Kommunikati- wendet. onstechnologien (IKT) im Unterricht der allge- Einsatz  von  Lernmanagementsystemen   meinen Fächer ist gemäß Barras und Petko (2007) erst in knapp einem Viertel der schweizerischen Zur Ausstattung gehört in Primarschulen und in Schulen obligatorisch, hingegen ist auf höheren vielen weiterführenden Schulen ein schulisches Lern- Stufen (ab Sekundarstufe) ein obligatorisches managementsystem (LMS) (vgl. Kapitel #systeme). Schulfach „Informatik“ weit verbreitet (wie auch in In Österreich soll das edumoodle-Projekt jeder in- den anderen Ländern). teressierten Schule und Institution eine kostenfreie In Deutschland ist die Schulbildung generell Län- Instanz der Lernplattform Moodle oder einfach in- dersache, wodurch sich erklärt, warum es mehrere teressierten Lehrpersonen einen überregionalen unterschiedliche E-Learning-Initiativen gibt. Ein Moodle-Kurs auf der Hauptinstanz zur Verfügung Großteil der Maßnahmen ist als „Public Private Part- stellen (Röck, 2008). Edumoodle verfügte im März nership“ unter Beteiligung der Wirtschaft gestaltet 2010 über 1.800 Instanzen mit insgesamt über worden. Im Bericht des deutschen Bundestags (2008) 250.000 Nutzerinnen und Nutzern (Hilzensauer & wird darauf hingewiesen, dass die Vielzahl an Stra- Hornung-Prähauser, 2010) und wird vom Bundesmi- tegien und auch Förderansätzen zu einer unzurei- nisterium für Unterricht, Kunst und Kultur in Öster- chenden Abstimmung führt. reich betreut. In der Schweiz bietet der schweizerische Bildungs- 3. Strukturelle  Rahmenbedingungen  an  Schulen server educa.ch allen Schulen die Möglichkeit, für GrundausstaHung  im  Klassenzimmer ihre Institution einen Zugang auf dem LMS edu- Wenn man heute in ein typisches Klassenzimmer canet2.ch zu beantragen. Die Bereitstellung erfolgt schaut, scheinen aber die angeführten Initiativen
  • 4. 4  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) In der Praxis: Einsatz eines LMS im Unterricht Lernmanagementsysteme   (LMS)   bieten,   unter   Beibehaltung Kurses)   und   gegebenenfalls   individuell   in   einem   für   alle des  zentralen  Ziels  der  Vorbereitung  auf  den  Abschluss,  gute Schüler/innen   verbindlich   eingeführten   E-­‐Porpoliobereich   im Möglichkeiten  didakDscher  Erweiterungen.  Hierzu  eine  kurze virtuellen  Klassenraum  gespeichert.   Skizzierung   eines   realisDschen   (und   praxiserprobten)   Sze-­‐ narios:   Zur   Auqereitung   des   Unterrichtsmaterials   werden   unter-­‐ schiedliche   Formen   wie   visuelle   Textanalyse   mit   Word, Ein   Kurs   (zum   Beispiel   Deutsch)   wird   über   drei   Jahre   lehr-­‐ Mindmaps,  Tagclouds,  PPP,  Prezi-­‐PräsentaDonen,  Audio-­‐  und plangemäß   zum   Abitur   geführt,   aber   zusätzlich   zur   normalen Video-­‐Produkte   (nach   den   jeweiligen   Voraussetzungen)   ver-­‐ UnterrichtsorganisaDon   von   Anfang   an   auch   als   virtueller wendet;   bei   eingeschränktem   Speicherplatz   des   Servers Klassenraum   angelegt.   Abweichend   vom   normalen   Alltag werden  Produkte  anderweiDg  gespeichert,  gelungene  Video-­‐ findet   der   Unterricht   durchgehend   im   Computerraum   staF produkDonen   zum   Beispiel   auf   YouTube.   Bei   der   Material-­‐ oder   in   einem   Raum   mit   W-­‐LAN-­‐Anschluss/Internetzugang auqereitung   werden   die   Schüler/innen   möglichst   selbst   als und   Laptops   bzw.   Netbooks.   Die   Unterrichtsmaterialien Experten  und  ExperDnnen  eingesetzt  (Helferprinzip).   werden  nur  dann  in  Printversion  geliefert,  wenn  es  keine  Al-­‐ ternaDve  gibt.   Der   individuelle   LernfortschriF   wird   über   die   E-­‐Porpolios sichtbar  gemacht  (zum  Beispiel  bearbeitete  Aufgaben,  eigene Unterrichtsgespräche  werden  im  Kursraum  durchgeführt  und Rechercheergebnisse,   Textbearbeitungen,   individuelle   Wie-­‐ sind  somit  immer  als  Abweichung  vom  medien-­‐  oder  webba-­‐ derholungs-­‐   und   Trainingsprogramme),   wobei   die   eigenen sierten   Unterricht   erkennbar.   Die   konvenDonellen   Unter-­‐ Leistungen   „urheberrechtlich“   geschützt   sind.   Alle richtsanteile  haben  immer  die  FunkDon,  Voraussetzungen  für Schüler/innen   können   aber   auf   alle   Dateien   zugreifen   in-­‐ individualisiertes  und  webbasiertes  Lernen  zu  schaffen;  diese klusive  Weiterverwendung  im  eigenen  Bereich.   bestehen  vor  allem  in  der  Erarbeitung  von  Grundlagen,  Ent-­‐ wicklung  von  Fragestellungen,  Rechercheaufgaben,  methodi-­‐ Die  KommunikaDon  im  Kurs  kann  durch  Foren,  Chats  und  E-­‐ schen  Übungen,  SchreibauIrägen  oder  Trainingseinheiten.   Mails   bzw.   Messenger-­‐Nachrichten   intensiviert   werden.   Ak-­‐ tuell   bietet   sich   zusätzlich   für   die   Schüler-­‐Lehrer-­‐Kommuni-­‐ Zu   Beginn   jeder   Unterrichtsreihe   stellt   die   Lehrperson   als kaDon   eine   schnellere   und   in   der   Regel   zuverlässige Trainer/in   Grundmaterial   im   LMS   zur   Verfügung,   das   eine KommunikaDon  über  Facebook  an;  eine  solche  gemeinsame Staffelung   von   Pflichtmaterial   für   alle   und   Zusatzmaterial   mit Nutzung  von  sozialen  Medien  muss  äußerst  rücksichtsvoll  be-­‐ unterschiedlichem   Anspruch   und   unterschiedlicher   Ge-­‐ trieben   werden,   bietet   dann   aber   eine   deutliche   Verbes-­‐ staltung   enthält.   Entsprechend   den   entwickelten   Fragestel-­‐ serung  der  Schüler-­‐Lehrer-­‐Beziehung. lungen   vollzieht   sich   der   Unterricht   in   einem   Wechsel   von individualisierter  Arbeit,  freier  Partner-­‐  oder  Teamarbeit  und Unter   Umständen   können   externe   Fachleute   einbezogen Gesamtgruppenarbeit.   Damit   bekommt   die   Lehrperson   eine werden,   zum   Beispiel   ehemalige   Schüler/innen   mit   geeig-­‐ zunehmend   stärkere   FunkDon   als   Trainer/in   und   Coach. netem   beruflichen   Hintergrund.   In   manchen   Unterrichts-­‐ Neben  der  Bearbeitung  des  vorgegebenen  Materials  widmen reihen   bietet   sich   die   Mitarbeit   in   externen   Foren   oder   Wikis sich   die   Schüler/innen   sukzessive   der   Recherche,   Bewertung, an,   gelegentlich   sogar   auf   geeigneten   Plauormen,   wie   zum Sicherung  und  Bearbeitung  neuer  Materialien.   Beispiel  bei  Poetry  Slam  auf  der  Seite  myslam.net. Bei  Rechercheaufgaben  wird  neben  dem  Einüben  von  Bewer-­‐ In   der   Vorbereitungsphase   auf   Klausuren   und   das   Abitur tungsmethoden   auch   der   Vorteil   arbeitsteiliger   Recherche haben   die   Schüler/innen   immer   die   Möglichkeit,   die   Lehr-­‐ sichtbar  gemacht.  Notwendige  fachliche  Grundlagenarbeiten person  zu  erreichen;  Fragen  können  dann  individuell  geklärt wie   Textanalyse,   InterpretaDon,   SystemaDsierung   etc. oder   gegebenenfalls   bei   allgemeiner   Relevanz   für   den   ge-­‐ werden   möglichst   über   Beamer   oder   Online-­‐Textbearbeitung samten   Kurs   beantwortet   werden.   In   kriDschen   SituaDonen, durchgeführt;   Ergebnisse   werden   zentral   (Dateiablage   des zum   Beispiel   bei   der   direkten   Prüfungsvorbereitung,   sind auch  Chat-­‐Sitzungen  denkbar.  
  • 5. Schule  und  Medien.  Technologieeinsatz  in  der  Primar-­‐  und  Sekundarstufe—  5 durch eine zentrale Stelle; in den einzelnen Schulen Finanzielle  und  personelle  Rahmenbedingungen fungieren IKT-Verantwortliche oder kantonale IKT- Die technische Ausstattung an Schulen ist meist Fachstellen als Ansprechpersonen. durch finanzielle Knappheit geprägt. Nicht nur die In Deutschland umfasste lo-net2 im Januar 2011 Ausstattung mit Hardware bereitet finanzielle Pro- mehr als 6.500 Institutionen mit über eine Million bleme, auch die Abgeltung der Betreuung ist in unter- Nutzer/innen. lo-net2 gehörte zunächst zu „Schulen schiedlichen Staaten, Bundesländern und Schultypen ans Netz e.V.“ und ist staatlich initiiert und gefördert, gänzlich unterschiedlich und auch meist nicht ausrei- ist aber Ende 2010 vom Verlag Cornelsen gekauft chend. Dies spiegelt sich in einer eher vorsichtigen worden; die kostenfreie Nutzung für Schulen soll Nutzung der Räumlichkeiten wider. Dadurch leidet jedoch erhalten bleiben. das Image der computergestützten Arbeit in den Wissenschaftliche Evaluationen der Nutzung exis- Schulen erheblich. Dies wiederum erschwert na- tieren bislang nur wenige, beispielsweise für edu- türlich kontinuierliche Arbeit mit neuen Medien und moodle (Hilzensauer & Hornung-Prähauser, 2010) macht den Besuch des Computerraumes zu etwas Be- und allgemeiner durch Barras und Petko für die sonderem. Schweiz (2007). Die Ergebnisse können jedoch ver- 4. Einsatz  von  Technologien  –  didak.sche  Möglich-­‐ mutlich auch auf das deutsche lo-net2 übertragen keiten werden. Einsatz  von  Computer  und  Internet  im  Unterricht   Aktuelle empirische Untersuchungsdaten, die Auf- Wenn   Sie   über   den   Einsatz   von   Lernmanagementsys-­‐ schluss darüber geben, in welchem Ausmaß Leh- ? temen  für  die  Primar-­‐  und  Sekundarstufe  nachdenken, wofür   eignen   sich   diese?   Stellen   Sie   Einsatzszenarien rer/innen und Schüler/innen die zur Verfügung ge- gegenüber,   vergleichen   Sie   diese   mit   anderen   und stellten Geräte auch nutzen, fehlen. Eine in Bayern führen  Sie  eine  Bewertung  durch. durchgeführte Studie zeigte 2004 auf, dass nur zwölf Prozent der Lehrenden öfter den Computer zum Internetzugang Einsatz bringen, aber 64 Prozent niemals einschalten (Bofinger, 2004). Diverse bereits erwähnte Initiativen sorgten früh- Nutzung  von  virtuellen  Angeboten zeitig für einen flächendeckenden Internetanschluss von Schulen. Während dies in Österreich auf das Abbildung 1 zeigt die Nutzung von virtuellen Ar- Austrian School Network (jetzt: EDUnet), einen beitsräumen in der Schweiz und vergleichsweise in Knoten des ACO-Universitätsnetzwerks, zurückgeht, Deutschland. Es fällt auf, dass etwa 20 Prozent der kann es in der Schweiz als Produkt der Initiative Schulen von den meisten Angeboten durchaus Ge- PPP-SiN aus den Jahren 2001 bis 2007 gesehen brauch machen und dass bis auf „Chat-Räume“ und werden: Ein Angebot eines großen Schweizer Tele- „Webpublikation“ eine durchaus länderunabhängige kommunikationsunternehmens, welches Schulen Verteilung besteht. Hilzensauer und Hornung- gratis und zu günstigen Konditionen einen Internet- Prähauser (2010, 6) stellen fest, dass die Nutzung der zugang anbietet. Gemäss Barras und Petko (2007) LMS nach Schulformen und -stufen unterschiedlich nutzen 76 Prozent der schweizerischen Schulen ausgeprägt ist; auffällig ist vor allem, dass im Primar- dieses Angebot. bereich und in der ersten Sekundarstufe unterschied- liche Funktionen der LMS eingesetzt werden, zum Beispiel Wikis, Foren, Aufgaben oder Chats. In der zweiten Sekundarstufe kann jedoch eine Tendenz zur Abbildung  1:  Nutzung  virtueller  Arbeitsräume  CH  (Barras  &  Petko,  2007)
  • 6. 6  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) Reduzierung auf Datenverwaltung festgestellt tatsächlich als technisches Hilfsmittel zur Verwaltung werden. Der Projektvielfalt in den unteren und mitt- von Inhalten eingesetzt werden, wie man es auch von leren Jahrgangsstufen wird gleichzeitig in der Studie Hochschulen kennt (siehe Kapitel #hochschule). eine höhere Individualisierung im Unterricht zuge- Einsatz  von  Technologien  im  Unterricht ordnet. Das Ergebnis für die unteren und mittleren Jahrgänge ist sehr plausibel, da die Didaktik in diesen Der Einsatz von Technologien in den Schulen ist Jahrgängen grundsätzlich auf Handlungsorien- durch Vielfältigkeit geprägt. Tabelle 1 gibt eine Über- tierung, Anschaulichkeit, überschaubare Einheiten, sicht zu den typischen Einsatzformen. Computer Praxisbezug und Methodenvielfalt ausgerichtet ist. können auf vielfältige Art und Weise in den Unter- Der Befund für die zweite Sekundarstufe ist ebenfalls richt integriert werden: Als kreativitätsförderndes In- nachvollziehbar, wenn man von einem höheren Grad strument, indem mit Bildbearbeitungs- und Malpro- der Abstraktion mit textlastiger Unterrichtsgestaltung grammen digitale Bilder erstellt oder mit dem Handy ausgeht. aufgenommene Bilder, Videosequenzen und Töne Die Leistungsfähigkeit von LMS in der zweiten Se- am Computer zu Diashows, Filmen oder Podcasts kundarstufe sieht man erst bei einer längeren Praxis- zusammengeschnitten werden. Beim Recherchieren beobachtung. Dabei muss man als Voraussetzung be- mittels Suchmaschine oder Online-Enzyklopädie und rücksichtigen, dass LMS im Schulbereich immer in dem anschließenden Verarbeiten der Informationen ein komplexes System eingebunden sind. Grundlage mittels Methoden wie Mind Map oder Concept Map der Arbeit bleibt stets der Unterricht mit den zen- bietet die Computerarbeit ebenso Vorteile. Ebenso tralen Komponenten Lehrplan, Unterrichtsorgani- beim Einsatz digitaler Geräte als Lerninstrumente sation und Lehrer-Schüler-Relation. In der Oberstufe zum Beispiel in Form von digitalen Lernkarteien. bedeutet dies natürlich eine primäre Ausrichtung auf Ein Spezialfall ist der EDV-Unterricht. Im EDV- die Hochschulreife mit (oft) zentral vorgegebenen In- oder Informatikunterricht standen bisher meist An- halten und Methoden unter Benutzung eines diffe- wenderschulungen von Büroanwendungen im Vor- renzierten Kurssystems. Bei einer solchen didakti- dergrund. Für zeitgemäßen Unterricht werden heute schen Ausrichtung ist es verständlich, wenn die LMS auch medienbildnerische Anliegen gefordert, zum Beispiel Informationen zu Urheberrecht und Daten- Schulfach Primarstufe  (1.-­‐4.  Schuljahr) Sekundarstufe  (ab  5.  Klasse) MathemaDk  und Beim  Rechnenlernen  wird  mit  Drill-­‐and-­‐PracDce-­‐ Forschendes  und  entdeckendes  Lernen  wird  im  na-­‐ naturwissen-­‐ SoIware,  zum  Beispiel  beim  Abfragen  des  Einmal-­‐ turwissenschaIlichen  Unterricht  miFels  Handydo-­‐ schaIlicher   eins  gearbeitet.   kumentaDon,  Peer  Review  und  Ergebnispräsenta-­‐ Unterricht Don  unterstützt.   (z.B.  hFp://www.geogebra.org/cms/de) (Fremd-­‐)   Das  Schreiben  am  Computer  wird  vielfach  im Es  gibt  ein  breit  gefächertes  Web-­‐Angebot  Spra-­‐ Sprachen-­‐ Deutschunterricht  eingesetzt;  auch  werden  Wikis chen  individuell  zu  lernen,  zu  wiederholen  und  zu unterricht und  Weblogs  verwendet,  um  kurze  Texte  zu  veröf-­‐ üben.  Auch  werden  oI  fremdsprachige  Webseiten fentlichen  (z.B.  hFp://elefantenklasse.de/).   genutzt.  Manchmal  werden  im  Rahmen  von  Pro-­‐ jekten  auch  internaDonale  E-­‐Mail-­‐FreundschaIen gebildet  und  gepflegt. Geschichts-­‐  und Eine  Vielzahl  von  Webangeboten  können  zur  Illus-­‐ Insbesondere  interakDves  Kartenmaterial  ist  hier Geografie-­‐ traDon  oder  Veranschaulichung  im  Unterricht  vor-­‐ interessant  (z.B.  hFp://www.schulatlas.at).  In  den unterricht geführt  werden  (z.B.  hFp://www.kinderzeitma-­‐ höheren  Schulstufen  wird  das  Internet  oI  zum  Er-­‐ schine.de).  Auch  werden  in  Wikis  Beiträge  von  Kin-­‐ arbeiten  oder  zur  DokumentaDon  von  Projektar-­‐ dern  gesammelt  (z.  B.  hFp://www.palkan.de/in-­‐ beiten  genutzt. dex.htm). Musische  Fächer Für  Jüngere  gibt  es  spezielle  Webseiten,  die  im  Un-­‐ Der  Fundus  an  Anschauungsmaterialien  und  Spezi-­‐ terricht  eingesetzt  werden  können   alangeboten  im  Web  ist  groß.  Insbesondere  virtu-­‐ (hFp://www.auditorix.de),  auch  kann  durch  inter-­‐ elle  Museen  erweitern  hier  die  Möglichkeiten. akDve  Übungen  das  Gehör  geschult  werden (hFp://www.museumonline.at) (hFp://www.musikwissenschaIen.de/kids/in-­‐ dex.htm). Tabelle  1:  Beispiele  für  den  Einsatz  von  Technologien  zum  Lernen  und  Lehren  im  Schulunterricht
  • 7. Schule  und  Medien.  Technologieeinsatz  in  der  Primar-­‐  und  Sekundarstufe—  7 schutz, es sollen Risiken und Potenziale neuer Kom- neue, aufregende Betätigungsfelder, die er/sie munikationstechnologien aufgriffen und an aktuellen kreativ und individuell nutzen kann. Zum Beispiel Entwicklungen aufgezeigt werden. (vgl. Kapitel #me- können Videos erstellt und online zur Verfügung dienpaedagogik). gestellt werden, Bilder von Mobiltelefonen können eingebettet oder selbstgemixte Musik kann bereit- Spezielle  Lernformen  mit  Technologieunterstützung gestellt werden. In folgender Übersicht werden Lernformen be- ▸ Spielendes Lernen: Der Computer ist natürlich schrieben, die für den technologiegestützten Unter- speziell für heranwachsende Kinder und Jugend- richt geeignet sind, wenn Computer nicht als „Blau- liche ein Freizeit- und Spielgerät. Nach GameStat pause für standardisiertes Lernen“ sondern als (2010), einer repräsentativen Studie zu Computer- „Medium für persönliche Entwicklung“ eingesetzt und Konsolenspielen, ist jeder vierte Deutsche ab werden sollen (Brügelmann, 2003, 7). 14 ein Spieler. Es ist naheliegend, auch Lernspiele ▸ Selbstorganisiertes Lernen: In einem selbstge- in den Unterricht einzubauen, um einzelne Lern- steuerten Unterricht werden Arbeiten zu einem ziele spielerisch zu erreichen (siehe Kapitel großen Teil selbstständig erledigt; hier werden #game). Als Beispiel kann das Lernspiel Geo- Schüler/innen durch das World Wide Web unter- Austria genannt werden, bei dem Schüler/innen stützt. Als Beispiel kann die Methode EVA ge- österreichische Städte auf der Landkarte möglichst nannt werden, eine Abkürzung für „Eigenverant- genau markieren müssen. Ein weiterer Ansatz ist, wortliches Arbeiten und Lernen“. Das Ziel ist das Schüler/innen selbst Spiele produzieren zu lassen. Erreichen von Qualifikationen wie Fach-, Me- Als Beispiel wurde gamelabs.at entwickelt um thoden-, Sozial-, und Medienkompetenz. Spiele zu kreieren, mit anderen zu teilen und zu ▸ Offenes Lernen: Offenes Lernen versteht sich als spielen. Möglichkeit zwischen Inhalten und Schwierigkeits- ▸ Kompetenzentwicklung: Die Online-Soziali- stufen auswählen zu können. Dies führt zwangs- sierung und das Erlernen der Wirkungsweisen von läufig zur Eigenverantwortlichkeit und Selbstbe- neuen Medien ist ein wesentlicher Bestandteil für stimmung. Hier kann vor allem das Internet mit die gesellschaftliche Entwicklung. Daher muss der seinen zahlreichen Informationen bei der individu- Umgang mit ihnen erlernt und reflektiert werden. ellen Lernaufgabe der Schüler/innen unterstützen. ▸ Lernen über den Computer: Selbstverständlich ▸ Fächerübergreifendes Lernen: Fächerverbin- darf nicht vergessen werden, dass auch der dendes Lernen ermöglicht einen Themenbereich Umgang mit dem Computer selbst erlernt werden in verschiedenen Fächern zu thematisieren und muss. In der heutigen Zeit benötigt man auch die unterschiedlich zu beleuchten. Der Computer Fähigkeit, zum Beispiel Computerprogramme zu steht zumeist als Informationsressource zur Ver- installieren oder sich selbstständig einzuarbeiten. fügung. Darüber hinaus sollte neben der Schreibkom- ▸ Kooperatives Lernen: Miteinander lernen in petenz natürlich auch die sichere Bedienung unter- Teams aus dem Klassenverband oder in globalen schiedlicher Interfaces (zum Beispiel Tastatur) in Teams kann durch das World Wide Web gezielt den Vordergrund rücken. unterstützt werden. Weltweite Kontakte und Freundschaften helfen zum Beispiel beim Er- Technologieeinsatz   in   der   Schule   ist   gekennzeichnet lernen von Fremdsprachen (siehe Kapitel #sprache). ! von   einer   großen   Vielfalt   an   unterschiedlichen   Sze-­‐ narien.   Es   geht   darum   die   Möglichkeit   für   die   Ziel-­‐ ▸ Entdeckendes Lernen: Durch die Möglichkeit gruppe  auszuloten,  didakDsch  aufzubereiten  und  um-­‐ aufkommende Fragen selbstständig mittels des zusetzen. World Wide Web zu beantworten wird ein aktives Mitwirken am Unterricht möglich. Lehrende un- terstützen und steuern als Coaches den Lern- 5. Webangebote  für  Schulkinder  und  Lehrer/innen prozess. Als Beispiel können Web-Quests, oder In- Im Web werden von Verlagen zahlreiche elektro- ternet-Ralleys genannt werden, bei denen sich nische Zusatzmaterialen zu Büchern und Schulbü- Schüler/innen auf eine abenteuerliche Spuren- chern angeboten. Ein Beispiel dafür ist das Online- suche im Internet machen. Angebot SbX (Schulbuch Extra) im Rahmen der ös- ▸ Kreatives Lernen: Die vielfältigen Möglichkeiten des Computers (zum Beispiel für visuelle oder akustische Belange) eröffnen dem Lernenden
  • 8. 8  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) In der Praxis: E-Portfolio-Literaturwerkstatt Online Da   das   Einbinden   der   Erstsprachen   im   Unterricht   für   Kinder Eine   Begleitlehrerin   betreute   an   drei   Tagen   pro   Woche   je-­‐ mit   Deutsch   als   Zweitsprache   wichDg   ist,   verknüpI   dieses weils   je   fünf   Kinder   mit   anderen   Erstsprachen   als   Deutsch Projekt  zwei  wesentliche  Aspekte  eines  fortschriFlichen  Un-­‐ aus   beiden   zweiten   Klassen   und   einer   driFen   Klasse   in   drei terrichts   miteinander:   Zum   einen   Leseförderung   zum   an-­‐ Deutschstunden.   deren   die   Einbindung   des   zeitgemäßen   Werkzeugs   E-­‐ Porpolio.   Nach   der   Lesung   und   dem   Laut-­‐   und   Leiselese-­‐Verfahren   in türkischer,  kroaDscher  und  serbischer  Sprache  gab  es  vorbe-­‐ Eine   zentrale   Rolle   des   E-­‐Porpolios   im   Volksschulbereich   ist reitete   ArbeitsbläFer   in   einem   „Fledermausordner“   auf das   akDve   Mitarbeiten   der   Schüler/innen   am   eigenen   Bil-­‐ jedem   Computer.   Die   Schüler/innen   durIen   diese   in   belie-­‐ dungsprozess   durch   Beschreiben,   ReflekDeren,   Werten   und biger   Reihenfolge   und   nach   Interesse   bearbeiten.   An   jedem PräsenDeren   der   eigenen   Arbeiten.   Schüler/innen   erwerben Monatsende  konnten  sie  die  besten  auswählen,  um  sie  ins  E-­‐ die   Fähigkeit,   Verantwortung   für   ihr   Lernen   zu   übernehmen Porpolio   zu   laden   und   Kommentare   hinzuzufügen.   Auch   Bas-­‐ und   können   selbstbewusst   und   selbstbesDmmt   ihren   Bil-­‐ telarbeiten   wie   ein   Lesezeichen   und   Bild-­‐Satz-­‐Zuordnungen dungsweg  in  Teilbereichen  beobachten.   wurden   angeferDgt,   fotografiert   und   ein   Video   gedreht.   Ar-­‐ beiten   setzten   sich   aus   in   anderen   Programmen   erstellten Für   das   Projekt   wurde   „Die   Fledermaus,   die   keine   war“   von schriIlichen   Dokumenten,   Darstellungen,   Fotos,   Videos   und Engin  Korelli  ausgewählt.  Dieses  Buch  erfüllte  das  Kriterium, Quiz   zusammen.   Blogs,   Fotos,   ArbeitsbläFer   und   weiterfüh-­‐ in   alle   Sprachen   der   Projektkinder   (kroaDsch,   serbisch   und rende   InformaDonen,   das   Projekt   und   die   beteiligten türkisch)  übersetzt  und  für  die  Altersgruppe  geeignet  zu  sein. Schüler/innen   betreffend,   können   online   eingesehen „Mahara“   als   E-­‐Porpolio-­‐Management-­‐SoIware   wurde   für werden.   Dort   ist   auch   eine   Beispielansicht   eines   Kindes   zu den   Einsatz   bei   projektorienDerter   Porpolioarbeit   empfohlen finden:   URL:   hFp://www.mahara.at/view/view.php?id=7129 (Hornung-­‐Prähauser  et  al.,  2007)  und  daher  eingesetzt. [2011-­‐01-­‐10] terreichischen Schulbuchaktion, wo Schüler/innen zesse anregen oder unterstützen. Je nach Einsatz- Übungs- und Selbsttestmöglichkeiten wie auch Hör- zweck kann ein und dasselbe Medium unterschied- texte und Videoanimationen vorfinden. lichen Kategorien zugeordnet werden. Zum Beispiel Ein Projekt zur Leseförderung ist Antolin.de. Hier kann die Website Google Earth sowohl als Vermitt- wird das Interesse von Kindern am Computer zu ar- lungsmedium (Demonstration der Lehrperson), als beiten genützt, um sie zum Lesen zu animieren. Es auch als Lernmedium (Lernende erkunden selber) werden Quizfragen zu gelesenen Büchern gestellt eingesetzt werden. und dabei Punkte gesammelt. Lehrer/innen können Medien sind aber nicht nur Werkzeuge, ihre Be- anhand statistischer Auswertungen die Leseaktivität sonderheiten und der Umgang mit ihnen sollen glei- ihrer Schüler/innen verfolgen. Nach Angaben des chermaßen auch Unterrichtsgegenstand sein. Kinder Herausgebers wird Antolin von etwa 2,1 Millionen und Jugendliche sind vermehrt mit Problemen wie Schülern/innen in Deutschland, Österreich und der Datenschutz, Cyber-Mobbing und Copyright kon- Schweiz verwendet (Stand Oktober 2010). Der frontiert. Dies muss Gegenstand von Mediener- Schwerpunkt liegt bei den Klassen 1 bis 6. Ein ähn- ziehung (siehe Kapitel #medienpaedagogik) sein und liches Angebot ist unter Lepion.de zu finden. im Unterricht behandelt werden. Die Medienbildung soll den Lernenden einen ak- 6. Weitere  Aspekte  der  Medienbildung  in  der  Schule tiven, reflektierten und verantwortungsvollen Um- Medienbildung  als  Notwendigkeit gang mit Medien ermöglichen. Dies erfordert unter- Moser (2008) beschreibt unterschiedliche Funktionen schiedliche Kompetenzen. Zum einen den verantwor- von Medien. Er unterscheidet zwischen Vermitt- tungsvollen Umgang mit Medien und dessen Re- lungsmedien, Lernmedien und Kommunikations- flexion, andererseits auch mediendidaktische Kompe- medien. Medien können als Demonstrations- tenzen (Süss et al., 2009). Grundsätzlich ist auch die werkzeug der Lehrenden (Präsentationssoftware, in- Bedienung der neuen Technologien zu lehren; eine teraktive Whiteboards), als Lernwerkzeuge (Serious „informatische“ Grundbildung notwendig. Games, multimediale Lernhilfen), aber auch als Kom- munikationsmittel (IM, Blog, E-Portfolio) Lernpro-
  • 9. Schule  und  Medien.  Technologieeinsatz  in  der  Primar-­‐  und  Sekundarstufe—  9 Medienbildung  als  Teil  des  Lehrplanes mehr Schulen an einem gemeinsam definierten In der Schweiz kann exemplarisch der Kanton Solo- Projekt, wobei die Kommunikation größtenteils thurn erwähnt werden, welcher 2008 das „Stufen- über Informationsplattformen stattfindet. übergreifende IKT-Entwicklungskonzept für die ▸ One-Laptop-per-Child-Projekt (OLPC): Seit No- Schulen des Kantons Solothurn“ in Kraft setzte. Ba- vember 2008 wird an der PH Steiermark eine sierend auf diesem Entschluss sind die Primar- Schulklasse (erste Primarstufe) mit 25 Laptops schulen seit 2011 verpflichtet (Sekundarstufe I ab ausgerüstet. Die Aufgabe des Projektes ist, heraus- 2012), das Fach Medienbildung ab dem dritten Pri- zufinden, ob die Nutzung eines Laptops (mit spe- marschuljahr in ihre Stundentafeln aufzunehmen. Mit zieller Anpassung an Erfordernisse von Schüler- den Harmonisierungsbestrebungen des Lehrplanes /innen) zu positiven Effekten im Lehr- und Lern- für die deutschsprachigen Kantone „Lehrplan 21“ verhalten führt. Ebner et al. (2009) zeigen, dass es wurde auch eine Arbeitsgruppe eingesetzt um einen zwar infrastrukturelle und technische Probleme Lehrplanteil zur Integration von IKT und Medien als gab, dass aber das individuelle Lernen gut unter- überfachliche Kompetenz zu erarbeiten. stützt werden konnte. 7. Fortbildung  für  Lehrer/innen Die   OLPC-­‐IniDaDve   (One-­‐Laptop-­‐Per-­‐Child)   wurde   ge-­‐ Die Möglichkeiten, die der Computereinsatz bietet, und eine Vielfalt von neuen medientechnischen An- ! startet,  um  einen  robusten  und  speziell  an  die  Bedürf-­‐ nisse  von  Kindern  angepassten  Laptop  zu  entwickeln, forderungen können nur dann mit Erfolg bewältigt welcher  besonders  in  Entwicklungsländern  eingesetzt werden, wenn Lehrer/innen selbst über ein ausrei- werden   soll.   Der   Leitgedanke   ist,   die   Möglichkeiten der  InformaDonstechnologien  Kindern  auf  der  ganzen chendes Maß an Medienkompetenz verfügen. In Welt  zur  Verfügung  zu  stellen.   zahlreichen Kursen und Fortbildungsveranstaltungen werden diese Kenntnisse und Fähigkeiten von E- ▸ iPad-Projekt: Im Oktober 2010 erfolgt der Einsatz Learning-Experten und -Expertinnen kompetent ver- von 16 iPads in der Praxisvolksschule Salzburg. mittelt. Auf diesem Sektor gibt es gegenwärtig einige Erste Ergebnisse zeigen, dass die Anwendung von Neuerungen, denn immer mehr der Angebote Tablets im Unterricht zwar aufgrund der noch ge- können auch online besucht werden (siehe Tabelle 2, ringen Anzahl an geeigneten Lehr- und Lernappli- siehe auch Kapitel #telweiterbildung). kationen gewissen Restriktionen unterliegt, tech- 8. Forschungsprojekte  und  Ini.a.ven  im  Schulbereich nische Schwierigkeiten im Umgang mit Com- putern aber aufgrund der einfachen Handhabung Zahlreiche Forschungsprojekte und Initiativen sollen deutlich reduziert werden konnten. den Schulunterricht optimieren und damit die ▸ iPhone-Projekt: Das iPhone-Projekt an der Pro- Bildung der Kinder und Jugendlichen fördern. Ab- jektschule Goldau in der Schweiz wird vom In- schließend seien hier exemplarisch Beispiele gelistet: stitut für Medien und Schule (IMS) der Pädagogi- ▸ eTwinning: Dieses Comenius-Programm für le- schen Hochschule Zentralschweiz-Schwyz unter benslanges Lernen verfolgt zum Beispiel das Ziel, der Leitung von Beat Döbeli durchgeführt. Im die Zusammenarbeit zwischen europäischen Rahmen des zweijährigen Projektes (Start im Som- Schulen zu fördern. Dabei arbeiten zwei oder Fortbildung  für  Lehrer  im  Internet e-­‐LISA  Akademie hFp://www.e-­‐lisa-­‐academy.at Intel  Lehren  InterakDv   hFp://www.intel-­‐interakDv.de/ Ökonomische  Bildung  online hFp://www.ioeb.de Pädagogik-­‐Online-­‐Seminare hFp://www.uni-­‐stuFgart.de/pae/edl/ InformaDsche  Bildung  für  Lehramtsstudierende hFp://www.educat.hu-­‐berlin.de/mv/ Lehrer-­‐Online  /  Unterrichten  mit  digitalen  Medien   hFp://www.lehrer-­‐online.net/ Online-­‐Internetkurs hFp://www.zum.de/internetkurs/ Virtuelle  PH hFp://www.virtuelle-­‐ph.at/ E-­‐Lectures hFp://www3.edumoodle.at/electures/ Tabelle  2:  Beispiel  zur  Fortbildung  von  Lehrerinnen  und  Lehrern  im  Internet  
  • 10. 10  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) mersemester 2009) erhalten alle Kinder einer 5. - World Conference on E-Learning in Corporate, Government, Primarklasse eigene Smartphones, welche sie auch Healthcare, & Higher Education 2009. in ihrer Freizeit nutzen dürfen. ▸ GameStat (2010). Repräsentativstudie zu Computer- und Kon- solenspielen. Hohenheim: Universität Hohenheim, URL: 9.  Zentrale  Erkenntnisse https://sofoga.uni-hohenheim.de/83372.html [2011-01-12]. Medien- und webbasierte Arbeit kann individuali- ▸ Hilzensauer, W. & Hornung-Prähauser, V. (2010). Nutzungs- siertes, selbstorganisiertes Lernen fördern, Team- studie zur Verwendung der Lernplattform Moodle zur Indivi- arbeit erfahrbar machen, Networking einüben, tech- dualisierung im Unterricht. Studie im Auftrag des Bundesmi- nisches Know-How vermitteln oder verbessern, die nisteriums für Unterricht, Kunst und Kultur – bm:ukk. URL: Studierfähigkeit mitgestalten, lebenslanges Lernen http://www.salzburgresearch.at/wp- vorbereiten, tendenziell die Verbindung von Arbeit content/uploads/2010/12/EduMoodle_Nutzungsstudie_Indi- und Freizeit vorbereiten und einen wichtigen Beitrag vidualisierung_srfg_20100531_sent.pdf [2011-01-01]. zu einer modernen Identitätsbildung leisten. Für das ▸ Hornung-Prähauser, V.; Geser, G.; Hilzensauer, W. & Schaffert, System Schule hat eine solche Arbeitsweise potenziell S. (2007). Didaktische, organisatorische und technologische eine hohe Innovationsfunktion, erfordert aber abge- Grundlagen von E-Portfolios und Analyse internationaler Bei- sehen von den notwendigen infrastrukturellen Ver- spiele und Erfahrungen mit E-Portfolio-Implementierungen an besserungen auch hohe Anstrengungen auf allen Hochschulen. Salzburg. URL: http://edumedia.salzburgrese- Ebenen, vor allem im Bereich der Lehrer/innen- arch.at/images/stories/e-portfolio_studie_srfg_fnma.pdf Fortbildung und der Lehrer/innen-Kooperation. [2011-01-12]. ▸ Livingstone, S.; Haddon, L.; Görzig, A. & Ólafsson, K. (2010). Risks and safety on the internet: The perspective of European Suchen  Sie  sich  bei  Lehrer-­‐online.de  für  den  Deutsch-­‐ children. Initial finding from the /EU Kids Online/ survey of ? unterricht   der   Sekundarstufe   Unterrichtsmaterial   aus und  planen  sie  einen  detaillierten  Medieneinsatz.  Be-­‐ 9-16 year olds and their parents. URL: schreiben   Sie,   wie   Sie   vorgehen,   wie   Sie   die   Medien http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/ einsetzen   und   nach   welchen   didakDschen   Gesichts-­‐ EUKidsII%20(2009-11)/EUKidsOnlineIIReports/Initial_fin- punkten  Sie  das  Konzept  erstellt  haben. dings_report.pdf [2011-01-19]. ▸ Market Institut (2007). OÖ. BIMEZ KinderMedienStudie. In: Literatur medienimpulse -Beiträge zur Medienpädagogik/ Nr.60 - Bun- ▸ Barras, J.-L. & Petko, D. (2007). Computer und Internet in desministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. http://ww- Schweizer Schulen. Bestandsaufnahme und Entwicklung von w.bimez.at/uploads/media/pdf/medienpaedagogik/kinder_me 2001 bis 2007. Bern und Goldau, URL: http://www.schwy- dien_studie07/studie_gesamt.pdf [2011-01.26]. z.phz.ch/fileadmin/media/schwyz.phz.ch/dozierende/petko_ ▸ Moser, H. (2008). Einführung in die Netzdidaktik: Lehren und dominik/petko_2007_barras_computer_und_internet_in_sch Lernen in der Wissensgesellschaft. Baltmannsweiler: Schneider weizer_sch.pdf [2010-03-23]. Verlag Hohengehren. ▸ Bofinger, J. (2004). Neue Medien im Fachunterricht. Eine em- ▸ MPFS - Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest pirische Studie über den Einsatz neuer Medien im Fachunter- (2009). KIM-Studie 2008: Kinder und Medien - Computer und richt an verschiedenen Schularten in Bayern. Donauwörth: Internet. Basisuntersuchung zum Medienumgang 6- bis 13-Jäh- Auer. riger in Deutschland. URL: ▸ Brügelmann, H. (2003). Selbständiges Lernen und Individuali- http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf08/KIM2008.pdf sierung „von unten“. In: E. Brinkmann; H. Brügelmann & A. [2011-01-01]. Backhaus (Hrsg.), Selbständiges Lernen und Individualisierung ▸ MPFS - Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest „von unten“, Siegen: Universität Siegen, 7-16. (2010). JIM 2010. Jugend, Information, (Multi-) Media. Basis- ▸ Deutscher Bundestag (2008). Technikfolgenabschätzung (TA). untersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Mediennutzung und eLearning in Schulen. Sachstandsbericht Deutschland. URL: http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM- zum Monitoring „eLearning“. In: Bericht des Ausschusses für pdf10/JIM2010.pdf [2011-01-11]. Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (18. Aus- ▸ Röck, M. (2008). eLearning an Österreichs Schulen – eine Be- schuss) gemäß § 56a der Geschäftsordnung, Drucksache standsaufnahme am Beispiel edumoodle. Diplomarbeit. Wien 16/9527, URL: URL: http://www.edumoodle.at/edumoodleumfrage/ [2011- http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/095/1609527.pdf 01-10]. [2011-01-17]. ▸ Süss, D.; Lampert, C. & Wijnen, C. W. (2009). Medienpäd- ▸ Ebner, M.; Dorfinger, J.; Neuper, W. & Safran, C. (2009). First agogik: Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwis- Experiences with OLPC in European Classrooms. In: E-Learn senschaften.