CUSTOMER
EXPERIENCE
FORUM 3




WE CX
EDITORIAL                                                                 INHALTSVERZEICHNIS                          EINLEITUNG: CUSTOMER EXPERIENCE



                                                                                                          3   EINLEITUNG Customer Experience




           CX-
                                                                                                          4   KEYNOTE Vom Gast zum Kunden
                                                                                                          5   FALLSTUDIE Swisscom
                                                                                                          6   FALLSTUDIE Vodafone D2
                                                                                                          7   FALLSTUDIE Basler Versicherungen
                                                                                                          8   DIE CX-FORUM CUSTOMER JOURNEY




                                                                                                                                                 CUSTOMER
                                                                                                              Ein Tag in Bildern
                                                                                                        10    FALLSTUDIE A1 Telekom Austria
                                                                                                        11    INPUTREFERAT UND DISKUSSION
                                                                                                              Designdenken im Unternehmen
                                                                                                        12    HERAUSFORDERUNGEN
                                                                                                        13    METHODE NABC
                                                                                                              Ideen am laufenden Band




                                                                                                                                                 EXPERIENCE
                                                                                                        14    INITIANTEN CX-FORUM
                                                                                                        15    SWISSCOM BRANDGYM
                              Wir sind begeistert! Nach der Grundsteinlegung                            16    TEILNEHMER UND KONTAKT               «80% of companies think they provide
                              mit der Customer Experience Fair im September 2009                                                                    a superior customer service. Only
                              auf Schloss Ueberstorf mit 16 Teilnehmern sind                                                                        8% of customers share this opinion.»
                              auf dem kurz darauf folgenden ersten gemeinsamen
                              Customer Experience Forum (CX-Forum) über 30
                              Personen dem Ruf von Swisscom und Stimmt gefolgt.
                                                                                                                                                 CX – Was soll das überhaupt?



                              FORUM
                                                                                                                                                    Der Versandhändler Amazon hat über die letzten zwölf              Hat man diese Erkenntnisschritte geschafft, kommt das
                              Nach rund 40 Gästen im Juni 2010 hat die 3. Auflage                                                                    Jahre den Vergleichsindex S&P 500 um das 160-Fache                Schwierigste: Man muss das eigene Unternehmen auf den
                                                                                                                                                    geschlagen. Der Gründer Jeff Bezos führt den Erfolg               Kunden ausrichten, vom Produkt- oder Dienstleistungsangebot
                              des Forums am 1. Dezember 2010 nun knapp 60 CX-                                                                       des Unternehmens ausschliesslich auf das Customer                 über Marketing/Kommunikation bis hin zur IT-Infrastruktur,
                                                                                                                                                    Experience zurück.                                                den Human Resources und der Organisation. Diese Verände-
                              Pioniere ins Swisscom BrandGym nach Bern gelockt.                                                                                                                                       rung kann je nach Grösse des Unternehmens sehr aufwendig
                                                                                                                                                    Das klingt zunächst sehr plakativ. Doch in gesättigten Märkten    sein und auch auf gewisse Widerstände bei den Mitarbeiten-
                                Aber Quantität ist nicht das einzige Merkmal, an
CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3




                                                                                                                                                                                                                                                                                       CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3
                                                                                                                                                    wird es tatsächlich immer schwieriger, sich mit Produkten oder    den stossen. Leider gibt es kein allgemeingültiges Erfolgs-
                                                                                                                                                    Dienstleistungen zu differenzieren – «best service» genügt        rezept, wie das am besten gelingt. Klar ist nur, dass man Zeit
                              dem wir den Erfolg messen wollen. Verglichen mit                                                                      nicht mehr. Deshalb wird das Kundenerlebnis immer wichtiger.      braucht und die Veränderung in mehrere Schritte aufteilen
                                                                                                                                                    Jedes Mal, wenn ein Kunde irgendein Produkt kauft, bezahlt er     muss. Und: Es hilft ungemein, wenn man andere fragen kann,
                              der ersten Ausgabe läuft das Forum inzwischen pro-                                                                    automatisch mit für ein Erlebnis. Entlang der Kundenerlebnis-     wie sie das Problem angehen. Genau deshalb gibt es das CX-
                                                                                                                                                    kette werden mit Glück – oder mit Können – diese Erlebnisse       Forum. Man lernt gemeinsam von den jeweiligen Erfahrungen




                              3
                              fessioneller ab. Den Charme der Anfangstage hat es                                                                    zu positiv belegten Erinnerungen. (Schlechte Erinnerungen         und kann so den eigenen Entwicklungsprozess positiv beein-
                                                                                                                                                    möchte selbstverständlich kein Unternehmen mit sich verbun-       flussen. Und genau das bezeichnet das Motto des Forums:
                              aber deshalb nicht verloren: So bestimmt noch immer                                                                   den wissen.) Wenn Kunden aufgrund von guten Erinnerungen          Engage, Connect, Share, Experience.
                                                                                                                                                    immer wiederkommen, wenn sie das Unternehmen weiter-
                              das Du den Umgangston während des Treffens.                                                                           empfehlen, dann profitieren beide: Das Unternehmen hat treue
2




                                                                                                                                                                                                                                                                                       3
                                                                                                                                                                                                                         na•presseportal
                                                                                                                                                    Kunden und der Kunde gute Laune.
                                Die «Eintrittskarte» war diesmal ein mitgebrachtes                                                                      Jeder Unternehmer dürfte davon überzeugt sein, dass er
                                                                                                                                                    sich schon immer bestens um seine Kunden bemüht hat. Aber
                              Kundenerlebnis und damit das Versprechen, das Forum                                                                   ob die Kunden das wohl genauso sehen? Um sich selbst durch                               Im Original informiert
                                                                                                                                                    die Brille der Kunden betrachten zu können, muss man seine
                              aktiv mitzugestalten. Ohne Engagement der Teil-                                                                       Kunden mit all ihren Bedürfnissen erst mal kennen und ver-

                              nehmer, ohne den Wunsch, Kontakte zu knüpfen und
                                                                                                                                                    stehen. Möglicherweise erhoffen sie sich ganz andere Leis-
                                                                                                                                                    tungen von ihrem Traum-Unternehmen und würden sofort
                                                                                                                                                                                                                         Pressemappe
                                                                                                                                                    wechseln, wenn ein Konkurrent zufällig genau diese anböte.
                              Erkenntnisse zu teilen, gibt es beim Forum nun mal                                                                    Möglicherweise entdeckt man dabei auch noch die eine Markt-
                                                                                                                                                    lücke, in der man sich selbst positionieren kann, um einem bis
                              keine neuen Erfahrungen. Genau das drückt das                                                                         dahin noch unentdeckten Kundenbedürfnis nachzukommen.
                                                                                                                                                        Bei der Positionierung spielt es keine Rolle, ob man ein
                              Motto des Forums aus: Engage, Connect, Share,                                                                         Luxus- oder ein «low budget»-Erlebnis bieten will. Die Haupt-
                                                                                                                                                    sache ist, dass man die einmal gewählte Strategie immer und
                              Experience. Dieses Motto wurde gelebt und hat uns                                                                     überall glaubwürdig verfolgen kann. Der Discounter Aldi
                                                                                                                                                    schafft das beispielhaft: Alles in der Kundenerlebniskette –
                              einen spannenden Tag mit vielen Geschichten und                                                                       die Werbung, das Erscheinungsbild, der Standort der Filialen,
                                                                                                                                                    die Warenpräsentation, die Kittel der Angestellten, der Kunden-
                              Erkenntnissen gebracht, die wir hier zusammenge-                                                                      service – strahlt aus, dass Aldi ein ausgesprochen günstiger
                                                                                                                                                    Anbieter ist. Das ist es, was Aldi von Konkurrenzunternehmen
                              tragen haben. Wir danken an dieser Stelle nochmals                                                                    unterscheidet und bei seinen Kunden erfolgreich macht.
                                                                                                                                                    ( vergleiche Box)
                              allen CX-Pionieren für ihren aktiven Beitrag.
                                Zum Schluss wünschen wir eine spannende Lek-
                              türe mit zahlreichen Anregungen und Denkanstössen
                              und hoffentlich grosser Lust auf die kommenden
                              Customer Experience Foren.
                              Herzlichst,




                              Miriam Bleuler,   Helmut Kazmaier,        PS: DER AUSTAUSCH GEHT WEITER:
                              Swisscom          Stimmt AG               DAS CX-FORUM 4 FINDET AM 16. JUNI 2011 STATT.
                                                                       (Näheres zur Anmeldung gibt es auf der Rückseite dieser Broschüre.)
                                                                       Darüber hinaus werden wir zukünftig auch den virtuellen Austausch
                                                                       im Internet unterstützen. Um auf dem Laufenden zu bleiben,
                                                                       empfehlen wir, die folgende Webseite im Blick zu behalten:
                                                                         www.cx-forum.ch
KEYNOTE: VOM GAST ZUM KUNDEN                                                                                                                              FALLSTUDIE: SWISSCOM
                              IRA HOLL, LEITERIN DER DEUTSCHE BANK-FILIALE Q110 IN BERLIN                                                                                               ALEXANDRA REICH, LEITERIN SWISSCOM OWN CHANNELS,
                                                                                                                                                                                        UND OLIVER STEIN, CO-CREATOR BRAND EXPERIENCE




                              VOM GAST                                                                                                                                                                          «Anfangs hat man mich für verrückt erklärt», erzählt


                              ZUM KUNDEN
                                                                                                                                                                                                                Alexandra Reich. «Die Swisscom Shops haben ja nicht
                                                                                                                                                                                                                wirklich zu wenig Zulauf, und ich wollte sie trotzdem
                              Alle Barrieren abgebaut!                                                                                                                                                          grundsätzlich kundenorientierter gestalten.» Zum Glück
                                                                                                                                                                                                                für die Kunden hat sich die Leiterin der Swisscom




                                                                                                                                                                              SWISSCOM
                                           «Was zeigen Sie Freunden von Ihrer Stadt am liebsten?»,          KEINE BERÜHRUNGSÄNGSTE
                                           fragt Ira Holl das Berner Publikum. «Doch sicher nicht            «Wir versuchen immer wieder, Neues mit unseren Bankproduk-                                         eigenen Vertriebskanäle durchsetzen können. Dabei
                                           Ihre Hausbank!» Banken seien abweisend. Banken                    ten in Verbindung zu bringen.» Das Ziel sei die Überraschung,
                                           ver mittelten den Eindruck, von allfälligen Kunden                da nehme man auch Misserfolge in Kauf, erklärt Ira Holl. Wich-                                     halfen Kundenbefragungen, Beobachtungen und Zahlen.
                                           möglichst nicht gestört werden zu wollen. Mit diesem              tig dabei sei die Transparenz. «Es muss so sein, dass die
                                           Image hat die Deutsche Bank in der Filiale Q110 in                Gäste keine Berührungsängste haben.» Deshalb hat man
                                           Berlin gründlich aufgeräumt. Auf 1260 Quadratmetern               in der Q110 sogar die Öffnungszeiten angepasst. Zwischen
                                           leitet Ira Holl seit 2005 ein Experiment, bei dem der             10 und 20 Uhr soll keiner vor geschlossenen Türen stehen. So



                                                                                                                                                                              Retail Store Design. Mit Human
                                           Mensch im Mittelpunkt steht.                                      kommt es, dass in dieser Erlebnisbank sehr viele Familien
                                                                                                             verkehren. Eltern geben dann ihre Kinder im «kids corner» ab
                                            Nahe beim Menschen ist auch der Name. Die Bankfiliale an und gehen ihren Bankgeschäften nach. Oder sie kaufen im eng-



                                                                                                                                                                              Centered Design zum Erfolg.
                                            der Friedrichstrasse heisst gleich wie das Quartier. Sie wird lischen Nobelkaufhaus Harrods ein, das die Q110 schon zum
                                            jede Woche von 20 000 Gästen besucht. Denn so nennt Ira Holl 6. Mal zum einzigen Standort in ganz Deutschland gewählt hat.
                                            ihre Kunden liebevoll. Die Gäste sollen sich wohlfühlen – sei’s       Wer nun meint, Q110 sei einfach eine Spielerei, der irrt.
                                            beim Träumen vom eigenen Haus in der Galerie der Wünsche, «Wir betreiben ein ernsthaftes, richtig gutes Geschäft», betont
                                            sei’s betört von Düften oder verführt im filialeinternen Trend- Ira Holl. Aber auch an der Friedrichstrasse geht nichts ohne
                                            shop und im hauseigenen Gastrobereich oder sei’s bei der Führung, dessen ist sie sich bewusst. Sie setzt auf Team- statt                                             Die Mitarbeitenden waren bisher in den Filialen sehr Es ist nicht nur die Inneneinrichtung, die Besuche in Campus-
CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3
                                            Weiterbildung im lichtdurchfluteten Forum. «Es funktioniert auf Einzelführung. «Das fiel mir anfangs schwer, weil ich ja die                                           stark im Kundenservice beansprucht. Der Umsatz ins- Filialen zu einem neuartigen Kundenerlebnis macht. Intensive
                                            hervorragend!», sagt Ira Holl.                                   gleichen Ziele habe wie andere Filialen auch», räumt sie ein.                                       besondere hochwertiger, beratungsintensiver Produk- Mitarbeiterschulungen gehören zwingend zum Konzept. Statt
                                                 «Haben Sie etwas Passendes für einen Golfspieler?», frag- Aber der Erfolg mit dem offenen Gästekonzept gibt ihr recht:                                          te liess zu wünschen übrig. «Die Kunden werden immer Automaten gibt es nun Empfangsmitarbeitende, die Kunden
                                            te zum Beispiel ein eiliger Passant im Trendshop. Ira Holl war 70 bis 90 Prozent der Gäste bedient man auf Empfehlung. «Wir                                          smarter», so Reich. «70 Prozent informieren sich zu- freundlich begrüssen und – je nach Anliegen – dem passenden
                                            zur Stelle, bediente den Gast, kam mit ihm ins Gespräch und sind gut ausgebucht, und die Abschlüsse kommen erst noch                                                 nächst online und kommen dann in den Shop, um ihr Experten zuführen. Ausserdem gibt es flankierende Massnah-
                                            schloss am Ende ein 10-Millionen-Bankgeschäft ab. «Wir haben schneller zustande!»                                                                                    Wunschprodukt in der Wirklichkeit zu erleben.»               men, damit die Shops mehr zum Einkaufen und weniger bei
                                            alle Barrieren abgebaut», erklärt die Filialleiterin das Rezept,   www.q110.de                                                                                                                                                    Anwenderproblemen genutzt werden. So hilft das Internet mit
                                            das sich im Übrigen auch bezüglich der Geschäftszahlen                                                                                                               Schicke Glasvitrinen mit Dummies helfen ihnen nicht weiter. seinen Online-Selfcare Optionen, die Shops zu entlasten.
                                            bewährt. Seit der Eröffnung von Q110 hat sie mit ihrem Team                                                                                                          Zu den überraschenden «Opfern» der Neuausrichtung gehört
                                            50 Prozent mehr Neukunden gewonnen als Filialen vergleich-                                                                                                           auch der Ticketautomat. Ursprünglich war er dafür gedacht, PROTOTYPING HILFT BEI DER ENTWICKLUNG
                                            barer Grösse.                                                                                                                                                        den Kunden die Wartezeit angenehmer zu gestalten. Wer eine Die ständige Weiterentwicklung ist bei den Campus-Filialen
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                5
                                                 Bankschalter gibt es im Q110 keine mehr. «Bankschalter                                                                                                          Nummer zieht, hat schliesslich Zeit und Musse, sich im Laden Programm. Demnächst soll ihre Anzahl von aktuell sieben stark
                                            sind beengend.» Genauso wie die Beschreibung von Bankpro-                                                                                                            umzusehen und neue Produkte zu entdecken. Als man sich anwachsen. Jede wird noch ein bisschen besser als ihre Vor-
                                            dukten langweilig und dem Kunden meist unverständlich ist.                                                                                                           die Bewegungen der Kunden im Laden aber genau anschaute, gänger auf die Bedürfnisse ihrer speziellen Kunden zugeschnit-
                                            Im Q110 werden die Produktinformationen deshalb in Blech-                                                                                                            stellte man fest, dass die Ticketautomaten genau das Gegen- ten sein. In jeder wird es Erkenntnisse geben, die sich auf alle
                                            boxen präsentiert. Man kann sie in die Hand nehmen und ent-                                                                                                          teil bewirkten: Die Kunden verliessen kaum die Umgebung der anderen Geschäftsstellen übertragen lassen. Durch diesen
                                            deckt darin eine Geschichte. «Die Box kann emotional werden»,                                                                                                        Anzeigetafel. Sie blickten gebannt auf die Zahlen und nicht Prototyping-Ansatz sind der kontinuierlichen Verbesserung
                                            sagt Ira Holl. Zum Beispiel wenn es beim Thema Schulzeugnis                                                                                                          auf die Telefone in den Regalen. «Selbst die Mitarbeitenden der Kundenerlebnisse Tür und Tor geöffnet.
                                            ums Sparen geht: Für jeden Einser bekommen die Kinder von                                                                         ERKENNTNISSE                       waren wie hypnotisiert und vergassen jede Höflichkeit, wenn       Eines sei jedoch wichtig, dass man es nicht vergesse, so
                                            der Deutschen Bank 5 Euro. Um den Erfolg zu feiern, trifft sich                                                                                                      man es wagte, sie ohne Nummernzettel anzusprechen», erzählt Reich: «Es ging nicht darum, ein Erlebnis zu schaffen um des
                                            die ganze Familie in der Q110, zur Erinnerung gibt es ein Foto.                                                                    Gut gemeint kann das              Alexandra Reich. «Das habe ich inkognito am eigenen Leib Erlebnisses willen, sondern es ging darum, eine zu entwickeln,
                                            Die Kinder werden zu künftigen Kunden.                                                                                             Gegenteil von gut gemacht         erfahren.»                                                   in der die Kunden die virtuellen Services von uns begreifen,
                                                                                                                                                                                                                                                                              verstehen und begehren – und die sie dann auch kaufen.»
                                                                                                                                                                               sein. Besser erst die             EIN CAMPUS ALS TREFFPUNKT
                                                                                                                                                                               Kundenbedürfnisse in Er-          Aus den alten Läden der sogenannten «neuen Generation»
                                                                                                                                                                               fahrung bringen und dann          sollen nun also «Campus»-Filialen werden, die sich wie ein
                                                                                                                                                                                                                 zentraler Platz an der Uni auch als Treffpunkt anbieten. Einem
                                                                                                                                                                               die Abläufe designen als          grossen Küchentisch ähnliche Theke im Zentrum des Ge-
                                                                                                                                                                               umgekehrt.                        schäfts lädt zum Ausprobieren, Kommunizieren und Experi-
                                                                                                                                                                                                                 mentieren ein. Die Ladeneinrichtung ist freundlicher, heller
                                                                                                                                                                               Prototyping hat sich bei          und strahlt mehr Lebensfreude aus. Unumstritten war das
                                                                                                                                                                               der Weiterentwicklung der         nicht, so die Expertin: «Eine grosse Herausforderung war für
                                                                                                                                                                                                                 uns das Dogma des Corporate Design.» Es gab intern heftige
                                                                                                                                                                               Filialen bewährt — dadurch        Diskussionen. «Es geht gar nicht so sehr um das Design selbst,
                                                                                                                                                                               war es möglich, Probleme          sondern um das Verhalten der Mitarbeitenden gegenüber dem
                                                                                                                                                                               und Änderungswünsche              Kunden, das wir mittels des Designs verändern wollten – das
                                                                                                                                                                                                                 Design ist nur das Vehikel dazu.» Oder anders gesagt: «Das
                                              DER TRENDSHOP                                                                                                                    frühzeitig zu erkennen und        Erlebnis ist der Brand.» Inzwischen gilt das gute Kundenerleb-
                                              Erster Kontaktpunkt für
                                              manches Bankgeschäft.                                                                                                            kontinuierlich in den Ver-        nis als Markenzeichen, die Einrichtung jeder einzelnen Campus-
                                                                                                                                                                               besserungsprozess mit             Filiale darf dagegen einzigartig sein. Selbstverständlich ist sie
                                              DIE BANK DER ZUKUNFT                                                                                                                                               noch immer deutlich als Swisscom Shop zu erkennen. Aber
                                              Hereinspaziert: die Bank                                                                                                         einfliessen zu lassen.            eine Niederlassung am Bahnhof muss nun mal für die Kunden
                                              der Zukunft — ein Erlebnis,
                                              das so gar nicht zu einer                                                                                                                                          andere Spezifikationen aufweisen als eine im Einkaufszen-
                                              Bank zu passen scheint.                                                                                                          Shopdesign ist mehr als           trum. Dort ist man in Eile, hier will man bummeln und sich in
                                              Oder doch?                                                                                                                                                         Ruhe umsehen.
                                                                                                                                                                               das physische Innenleben:
                                              ZEUGNIS-SPAREN
                                              Emotional und greifbar:
                                                                                                                                                                               Sein eigentlicher Mehrwert
                                              die Bankprodukte der                                                                                                             liegt in der Möglichkeit, das
                                              Deutschen Bank —
                                              zum Beispiel das Produkt                                                                                                         Mitarbeiter- und Kunden-
                                              «Zeugnis-Sparen»
                                                                                                                                                                               verhalten nachhaltig zu                                            ALEXANDRA REICH
                                                                                                                                                                               ändern.                                                            Leiterin Swisscom Own Channels

                                                                                                                                                                                                                                                  SWISSCOM SHOP
                                                                                                                                                                                                                                                  Die Grundidee war es, einen Küchen-
                                                                                                                                                                                                                                                  tisch zu reproduzieren: Er ist das
                                                                                                                                                                                                                                                  Herz des Shops. Dort kommuni-
                                                                                                                                                                                                                                                  zieren die Menschen, probieren
                                                                                                                                                                                                                                                  die Geräte aus und erhalten einen
                                                                                                                                                                                                                                                  Eindruck, wie sich diese anfühlen.
FALLSTUDIE: VODAFONE D2                                                                                                                                                                       FALLSTUDIE: BASLER VERSICHERUNGEN
                                              MELANIE STÄHLER, CUSTOMER EXPERIENCE MANAGER                                                                                                                                                  ANNIKA RINER, QUALITY MANAGER




                        VODAFONE
                                                                                                                                                                                                                          BASLER
D2
                                                                              Im letzten Jahr stand Vodafone vor einer grossen
                                                                              Veränderung: Das Unternehmen fusionierte mit                                                                                                                                                 «Unsere Dokumente waren schlecht –
                                                                              Arcor, dem Festnetzanbieter. Die Marke Arcor wurde                                                                                                                                            wir schrammten gerade am roten Bereich vorbei.»
                                                                              eingestampft, die Marke Vodafone neu definiert.                                                                                                                                                Der einzige Trost: «Die Konkurrenz war auch


                                                                                                                                                                                                                          VERSICHERUNGEN
                                                                                                                                                                                                                                                                            nicht viel besser.»
                              Power to you. Branded Customer
                              Experience Workshops.                                                                                                                                                                        Corporate Wording® – verständliche
                                               Neu definiert? 2010 hat die Marke Vodafone ... UND DIE KUNDEN FLIESST                                             DIE PROBLEME DES KUNDEN LÖSEN
                                               einer Studie des Marktforschungsunternehmens Damit dieses markenkonsistente Kundenerlebnis in der Empowerment bedeutet für Vodafone auch, die Pro-bleme
                                               Millward Brown zufolge einen Wert von 44,4 Mil- Praxis auch von A bis Z funktioniert, wurden die einzelnen für den Kunden zu lösen. So kann der Betreuer beispiels-
                                               liarden US-Dollar und liegt damit auf Platz 10 der Phasen der Customer Journey definiert. Vom ersten Inte- weise direkt auf das Handy des Kunden via Remote
                                                                                                                                                                                                                           Sprache für zufriedene Kunden
                                               Liste der wertvollsten Marken der Welt. Mitar- resse bis hin zur Kündigung kommt der Kunde mit meh- Access zugreifen und damit dem Kunden viel Bauchweh                                                                      Wie die Basler Versicherungen die Qualität der Doku- Im Intranet haben die Sprachdesigner ein Portal mit verbind-
                                               beitende aus zwei unterschiedlichen Unterneh- reren unterschiedlichen Kontaktpunkten in Berührung. Er beim Einrichten seines Endgeräts ersparen. Dieser Re-                                                                  mente verbessert haben, erzählt Annika Riner: «Wir lichen Regeln aufgebaut, das intensiv benutzt wird. Das wich-
                                               menskulturen folgten also per Stichtag den Wer- informiert sich im Web, ruft im Callcenter an, holt sich mote Access ist jetzt seit einem Jahr im Einsatz. Das                                                               haben zwei intensive Jahre hinter uns», sagt die Quali- tigste Hilfsmittel ist der CW-Editor, der vor Floskeln, Passiv-
                                               ten dieser am zehntwertvollsten Marke. Doch was sein Gerät im Shop ab, schickt ein eine E-Mail ... Spätes- Ergebnis: Die Kunden sind begeistert! Sie rufen kein                                                              tätsmanagerin Annika Riner zu Beginn ihrer Power- sätzen oder veralteten Formeln warnt. Der enthaltene Farbfilter
                                               bedeutet die neue Marke Vodafone eigentlich? tens hier wird eines klar: Es ist unmöglich, dass einzelne 2. Mal zum selben Thema an. Sie möchten bei Vodafone                                                                 point-Präsentation. Schliesslich ging es bei den Basler verhilft zur richtigen Typen-Mixtur. In Seminaren, Workshops
                                               Welche Kundenerlebnisse lassen sich daraus ab- Abteilungen «ihr Ding» durchziehen. Ein einheitliches bleiben. Und: Sie empfehlen Vodafone weiter. Gibt es eine                                                               Versicherungen um nichts weniger, als das typische und einem Fernlehrgang erwerben die schreibenden Mitarbei-
                                               leiten? Und was bedeutet dies konkret für die Mit- Vodafone Erlebnis muss her!                                    schönere Bestätigung? «Es braucht ein wenig Zeit, aber                                                     Beamtendeutsch in eine freundliche und für Kunden tenden weitere Sprachkompetenz. Dabei ist das Kernstück und
CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3
                                               arbeitenden in ihrem täglichen Verhalten gegen-                                                                   die Feedbacks der Kunden zeigen uns, dass wir auf dem                                                      gut verständliche Sprache zu übersetzen. Gerade bei der schwierigste Teil der Erneuerung der organisatorische
                                               über den Kunden? Ratlosigkeit machte sich unter EMPOWERMENT                                                       richtigen Weg sind», sagt Melanie Stähler.                                                                 Versicherungen stelle der Versand von Dokumenten ja Aufbau mit bereichsübergreifenden Dokumentenverantwortli-
                                               ihnen breit. Fragen wie «Was mache ich jetzt an- Unter dem Claim «Power to you» erarbeiteten 500 Mitar-                                                                                                                      den häufigsten Kontakt zu den Kunden dar.                          chen ausserhalb der Branchen-Abteilungen. «Jedes Projekt
                                               ders als bisher?» oder «Was ändert sich für mich beitende für jede einzelne Phase der Customer Journey                                                                                                                                                                                         muss heute in das Dokumentenverantwortlichen-Gremium
                                               als Mitarbeitenden?» beschäftigten die Teams das markenkonsistente Soll-Kundenerlebnis und leiteten                                                                                                                          Aber wo lag das Problem? Die Firma sei stark silogetrieben, oder in den Strategieausschuss gelangen.»
                                               beider Lager.                                            daraus die Massnahmen für sich selbst ab. «Power to you»         ERKENNTNISSE                                                                                       jeder Branchenleiter habe darin seinen Stil entwickelt. Veraltete     Diese Dokumentenverantwortlichen sind zertifiziert und
                                                                                                        bedeutet aber auch, dass Mitarbeitende mehr Kompeten-                                                                                                               Layouts und drei veraltete unterschiedliche Systeme hätten haben gelernt, «zu schreiben wie ein Profi». Von über 8000
                                               ALIGNEMENT, DAMIT ES FÜR                                 zen und Spielräume erhalten, innerhalb derer sie sich              Ein gemeinsames Leitbild                                                                         zudem die Programmieraufwände für die Software erschwert. deutschsprachigen Dokumenten seien im ersten Jahr 300 bis
                                               DIE MITARBEITENDEN...                                    bewegen können. Leitsätze mit Leitfragen sowie ein ge-             findet eher Akzeptanz, wenn                                                                                                                                        400 überarbeitet worden, und es kommen laufend neue dazu.
                                               Damit das gesamte neue Vodafone-Team an einem Strang meinsames Leitbild wurden von den Mitarbeitenden er-                                                                  ERKENNTNISSE                                      GEGENSÄTZLICHE SICHTWEISEN                                        «Für die ganze Umsetzung von Corporate Wording im Unter-
                                               zieht, wurde eine Brand Academy eingerichtet. Alle arbeitet und fanden dadurch hohe Akzeptanz. Beispiels-                   es von den Mitarbeitenden                                                                        Mit der Einführung eines neuen Systems ergab sich bei Basler nehmen haben wir den Swiss Practice Award bekommen», sagt
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                7
                                               Mitarbeitenden wurden in einem vierstündigen Work- weise definierten die Mitarbeitenden selbst, dass sie                     selbst erarbeitet wurde —                       Markenidentität und                              auch die Chance für die komplette Erneuerung der Dokumente Annika Riner nicht ohne Stolz.
                                               shop über die neue Marke informiert und für diese be- Gäste statt Kunden im Shop begrüssen, dass Shop Mit-                  bei Vodafone durch Kunden-                      Markenwerte können durch                         und zur Einführung eines Corporate Wording (CW), dem ein-
                                               geistert. Resultat: Die Mitarbeitenden haben die Marke arbeitende Gastgeber aus Leidenschaft sind usw.                                                                                                                       heitlichen schriftlichen Auftreten des Unternehmens nach AUSDRUCK DES WANDELS UND DER KULTUR
                                               verstanden, waren mehr oder minder von dieser begeis-                                                                       kontaktpunkt-spezifische                        konsistente Spracherleb-                         aussen. Ein solches Projekt beinhaltet vier Gebiete: Technik, Zu den meistverwendeten Wörtern bei der Basler sind neue
                                               tert. Was blieb, war ihre Frage, wie sie sich ab morgen KUNDEN IMMER WIEDER BEGEISTERN                                      Leitsätze.                                      nisse gestärkt werden                            Gestaltung, Sprache und Nachhaltigkeit.                           hinzugekommen. Sie lauten Vertrauen, Freude, offen, helfen
                                               verhalten sollten. Daraufhin waren sich die Markenab- Um das gemeinsam erarbeitete Kundenerlebnis weiter-                                                                                                                         Corporate Wording hat viele Facetten. So baut es – nach und herzlich. «Haben wir Ihre Wünsche erfüllt? Entspricht
                                               teilung und die Customer Experience Abteilung einig, zuvermitteln, gab es eigene Multiplikatoren Trainings.                 Markenkonsistente Kunden-                       Die Sprache muss bewusst                         Farben geordnet – auf vier Menschentypen auf: den Analysten alles Ihren Vorstellungen?» So freundlich spricht die Versiche-
                                               dass sie gemeinsam etwas unternehmen mussten. «Das Für das Leitbild wurden Beispiele für markenkonsistentes                 erlebnisse müssen kanal- und                    über die Abteilungen hinweg                      (blau), den Emotionalen (rot), den Visionären (gelb) und den rung heute die Kunden als Mitmenschen an. «Sprache ist
                                               Resultat: Branded Customer Experience Workshops für Verhalten erarbeitet, etwa in Form von Fragen wie «Helfe                                                                                                                 Sicherheitsliebenden (grün). Das sei die grosse Herausforde- Ausdruck der Kultur und prägt die Markenidentität der Unter-
                                               über 1000 Mitarbeitende aller Kundenkontaktpunkte. ich dem Kunden, bis sein Problem gelöst ist?» oder «Ist das              teamübergreifend formuliert                     gemanagt und gesteuert                           rung, sagt Annika Riner: «Wir schreiben mit unserer Brille und nehmung», sagt die Qualitätsmanagerin in einem Grundsatz-
                                               Unser Ziel war es, den Mitarbeitenden etwas an die Hand Endgerät des Kunden so eingerichtet, dass er alle Dienste           und umgesetzt werden.                           werden                                           haben als Unternehmen eine Identität.» Andererseits hätten papier. In diesem Sinn sei das Corporate Wording nicht mehr
                                               zu geben, damit sie wissen, was das Markenversprechen nutzen kann?».                                                                                                                                                         aber auch die Kunden je nach Bedürfnissen eingefärbte Brillen wegzudenken.
                                               bedeutet und wie sie es künftig – auf die einzelnen Kun-     Jetzt kommt der Praxistest: Können die Mitarbei-               Markenstrategie, das marken-                    Corporate Wording hilft                          auf. Diese manchmal gegensätzlichen Sichtweisen zusammen-
                                               denkontaktpunkte und unabhängig vom Kanal – umset- tenden die Versprechen erfüllen? Finden sie dafür die                    konsistente Kundenerlebnis                      Kundendialoge zu individu-                       zubringen, das sei nun die grosse Herausforderung.
                                               zen können», so Melanie Stähler, Customer Experience entsprechenden Rahmenbedingungen vor, um das Mar-
                                               Manager bei Vodafone D2.                                 kenversprechen leben zu können?                                    und die Kundenkontaktpunkt-                     alisieren, Zeit einzusparen                      TEIL DER NEUPOSITIONIERUNG
                                                                                                                                                                             spezifischen Leitsätze bilden                 und die Qualität zu opti-                        Sprachsorgfalt ist bei der Basler Teil einer Neupositionierung
                                                                                                                                                                             einen Dreiklang — die Wirkung                 mieren und zu sichern.                           geworden. Ausdruck davon ist die Verankerung in einem Regle-
                                                                                                                                                                                                                                                                            ment für Sprache und Design. «Die CW-Ordnung steht heute
                                                                                                                                                                             erfolgt durch das Zusammen-                                                                    gleichberechtigt mit allen anderen Themen in der Markenfibel
                                                                                                                                                                             spiel.                                                                                         jedes Mitarbeitenden.» Die Sprache soll echt, wahr, über-
                                                                                                                                                                                                                                                                            raschend, schlau und menschlich sein.



                                                                                                                                                                                                                                                                            WELCHER KOMMUNIKATIONSTYP SIND SIE?
                                                                                                                                                                                                                                                                            Machen Sie den Test:
                                                                                                                                                                                                                                                                             www.wording.de/TT_V04




                              PROJEKT BRANDED CUSTOMER                                         DAS MARKENKONSISTENTE                                         REMOTE ZUGRIFF AUF DAS HANDSET
                              EXPERIENCE WORKSHOP                                              KUNDENERLEBIS                                                 DES KUNDEN                                                                                                                                                                                                                 COPRORATE WORDING
                              Über die neue Marke zu informieren und                           Von der Marke wurde das Vodafone Erlebnis                     «Der Kundenbetreuer macht alles, ich muss                                                                                                                                                                                  ist integraler Bestandteil des Corpo-
                              die Mitarbeitenden dafür zu begeistern ist                       abgeleitet und dann mittels kundenkontakt-                    nichts machen», dies ist das Kundenerlebnis,                                                                                                                                                                               rate Branding. Das Buchzeichen wurde
                              das eine — wissen, was das Markenerlebnis                        punktspezifischen Leitsätzen von den                           das es für den Kundenbetreuer zu erreichen                                                                                                                                                                                 beim Rebranding 2007 den Mitar-
                              ist und was das konkret für das Verhalten                        Mitarbeitenden umgesetzt. So wissen sie,                      gilt. Damit dies möglich ist, hat Vodafone                                                                                                                                                                                 beitenden der Basler abgegeben und
                              jedes Mitarbeitenden heisst, ist das andere.                     was sie zu tun und wie sie sich gegenüber                     die Rahmenbedingungen geändert und den                                                                                                                                                                                     ist noch heute an den Computern
                                                                                               den Kunden zu verhalten haben.                                Remote Zugriff auf das Handy eingeführt.                                                                                                                                                                                   mancher Mitarbeitenden zu finden ...
                                                                                                                                                                                                                             KUNDENBEDÜRFNISSE
                                                                                                                                                                                                                             Kunden haben verschiedene Bedürfnisse.
                                                                                                                                                                                                                             Mit welcher Sprache lässt sich der Einzelne
                                                                                                                                                                                                                             am besten abholen?
DIE CX-FORUM
                                       DIE CX-FORUM CUSTOMER JOURNEY
                                       EIN TAG IN BILDERN
                                                                                                                                                                                                                                                                                                      08 :39
                                                                                                                                                                                                                                                                                                   EINFÜHRUNG
                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Für alle, die vorab
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        lick
                                                                                                                                                                                                                                                                                                nochmals einen Überb




           CUSTOMER JOURNEY
                                                                                                                                                                                                                                                                                                   über CX bekommen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                  wollen: die CX-Reise.




                                                                                                                                                                                                                                                                                                 0 8 :52
                                                                                                                                                                                                                                                                                              Erste Konta
                                                                                                                                                                                                                                                                                                          kte
                                                                                                                                                                                                                                                                                                 werden
                                                                                                                                                                           0 8 :03              0 8 :1 7                                                                                        geknüpft.
                                                                                                                                                                           ALLES             FALLSTUDIEN
                                                                                                                                                                            LIEGT               Die ersten Teil-
                                                                                                                                                                                              nehmer schreibe
                                                                                                                                                                                   !
                                                                                                                                                                           BEREIT                sich für die
                                                                                                                                                                                                                n
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 0 9: 0 0
                                                                                        07:51                                                                                                  Fallstudien ein.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              BEGRÜSSUNG
                                                                                       Die letzten                                                                                                                                                                                                                                                                        Die Initianten Mi
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            riam Bleuler
                                                                                   Vorbereitungen für                                                                                                                                                                                                                                                                        und Helmut Kazm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                aier
                                                                                     das CX-Forum                                                                                                                                                                                                                                                                         begrüssen zum 3.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             CX-Forum.
                                                                                         laufen.




                                                                                                                                                      11 :0 1
                                                                                                                                                 DESIGNDENKEN
                                                                                                                                                IM UNTERNEHM
                                                                                                                                                              EN
                                                                                                                                                  Andreas Erbe füh
                                                                                                                                                                   rt in
                                                                                                                                                den Block «Design
                                                                                                                                                                  denken
                                                                                                                                                 im Unternehmen
                                                                                                                                                                  » ein.
                                                                                                           1 1 :30                                                                                                                                                                                                                 0 9: 15
                                                                                                                   IN
                                                                                                         ARBEIT                                                                                                                                                                                                                   KEYNOTE
                                                                                                         GRUPP     EN                                                                                                                                                                                                           Ira Hall beginnt mi
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    t
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               ihrer Ke ynote über die
                                                                                                                                                                                                      1 0 :37                                                                                                                                     ing.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Zukunft des Bank
CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3
                                                                                                                                                                                                  In der Pa
                                                                                                                                                                                                   bleibt Ze
                                                                                                                                                                                                            use                                                          09 :45
                                                                                                    11 :36                                                                                                   it                                                       FALLSTUDIEN
                                                                                                Die Zeit läuf                                                                                   zum Netw
                                                                                                             t...                                                                                          orken.                                                     Parallel beginnen
                                                                                                                                                                                                                                                                      drei Fallstudien.

                                                                                                                                                                                         1 0 :4 3
                                                                                                                                                                                           Es gibt                                                                                            09:22
                                  1 1 :5 0                                                                                                                                                       des zu
                                Spannen
                                          de                                                                                                                                           Spannen                                                                                             Im Hintergrund
                                                                                                                                                                                                    im
                                  kussione
                                           n mit                                                                                                                                        e ntdecken                                                                                       sorgt das CX-Team
                              Dis
                                      ian Petit                                                                                                                                            Bra ndGym.                                                                                  für ein gutes Gelingen
                               Christ                                                                                                                                                                                                                                                     und den reibungs-
                                                                                                                                                                                                                                                                                             losen Ablauf.
8




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           9
                                                                    12 :1 3
                                                                MITTAGESSEN
                                                                Gesunde Verpfleg                                                                12 :41
                                                                                  ung                                                   Network-Gel
                                                                 für fitte Teilnehme                                                                 egenheit
                                                                                    r
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          1 4: 2 1 NG
                                                                                                                                            auch beim
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             ORKI
                                                                                                                                           Mittagessen                                                                                                      13
                                                                                                                                                                                                                                                        FALL : 1 5                                                                     NETW SION
                                                                                                                                                                                                                                                            STUD
                                                                                                                                                                                                                                                         D er zw   I     EN                                                              SES       g Sess
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          ion
                                                                                                                                                                                                                                                      mit dr eite Block                                                                          rkin
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Netwo        iert.
                                                                                                                                                                                                                                                             ei spa
                                                                                                                                                                                                                                                                    nne                                                              In der rege diskut
                                                                                                                                                                                                                                                      Fallstu                                                                            wird
                                                                                                                                                                                                                                                              dien b nden
                                                                                                                                                                                                                                                                     eginn
                                                                                                                                                                                                                                                                           t.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             14:46
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             PAUSE
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Stärkung
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               für den
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Nachmittag


                                                                                                                                                                                                                                                                        1 6 :0
                                                                                                                                                                                                                                                              KREATIV 6
                                                                                                                                                                                                                             16:46                                         METHOD
                                                                                                                                                                                                                      Das E
                                                                                                                                                                                                                            r
                                                                                                                                                                                                                                                              Zur Krea
                                                                                                                                                                                                                                                                       tivmeth   E
                                                                                                                                                                                                                    auf de arbeitete w                        zuerst Th        ode w
                                                                                                                                                                                                                          n Pu           ird                           eorie verm ird                                                             1 5 :0 1
                                                                                                                                                                                                                     und so nkt gebrac                                           ittelt ...
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      ntromme
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                ln
                                                                                                                                                                                                                      Kame
                                                                                                                                                                                                                           gleich
                                                                                                                                                                                                                                  vo
                                                                                                                                                                                                                                           ht                                                                                               Z usamme       für die
                                                                                                                                                                                                                            ra gep r der                                                                                                     der Grup
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      pen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 n
                                                                                                                                                                                                                                  itcht.                                                                                                               rderunge
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Herausfo
                                                                                                                                                                                                                                                    1 6 :22
                                                                                                                                                                                                                                                           e gleich
                                                                                                                                            17:15                                                                                               ...bevor si ppe
                                                                                                                                        DAS CX-FORUM-                                                                                              in der Gru ird.
                                                                                                                                                                                                                                                           det w
                                                                                                                                            TEAM                    17:13                                                                         angewen
                                                                                                                                           verabschiedet         DER APERO
                                                                                                                          1 7:35        sich für dieses Jahr.      STEHT
                                                1 7:59                                                                Ein letzte
                                                                                                                                 r
                                                     delbärli                                                                 h zur                                BEREIT.
                                             Das Man                                                                 Austausc
                                                 versüsst                                                                       e ...
                                                                                                                      Teilnahm
                                                       fahrt.
                                              die Heim
                                                                                                          17:42
                                                                                                   ...und zum Schlu
                                                                                                                     ss
                                                                                                      noch Feedback
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                                                                                                     anstalter geben
A1
                                        FALLSTUDIE: A1 TELEKOM AUSTRIA                                                                                                                                                   INPUTREFERAT UND DISKUSSION: DESIGNDENKEN IM UNTERNEHMEN
                                        CORNELIA FLOIMAYR, CUSTOMER EXPERIENCE MANAGER                                                                                                                                   CHRISTIAN PETIT, LEITER PRIVATKUNDEN SWISSCOM,
                                                                                                                                                                                                                         UND ANDREAS ERBE, LEITER DESIGN ACADEMY SWISSCOM




                                                                                                TELEKOM                                                                                                                DESIGNDENKEN                      Ein schönes Beispiel: die neu designten Swisscom


                                                                                                AUSTRIA
                                                                                                                                                                                                                                                         Router. Hier ist eine Synthese zwischen Innova-


                                                                                                                                                                                                                       IM UNTER-
                                                                                                                                                                                                                                                         tion, Nützlichkeit und Ästhetik geglückt. «Dahinter
                                                                                                                                                                                                                                                         stecken Menschen mit Überzeugungen», sagt
                                                                                                                                                                                                                                                         Andreas Erbe voller Stolz. Welche Menschen das



                                                                                                                                                                                                                       NEHMEN zum
                                        Max ist in Kauflaune. Und hat schon ein DSL-Produkt im Visier.                                                                                                                                                    sind, das möchte er von Christian Petit wissen.
                                        Es soll schnell gehen. «Ich bestelle gleich telefonisch!» Gesagt,
                                        doch nicht getan. Die Hotlinenummer: unauffindbar im Web.
                                        Der nächste Laden: ein Händler, dessen Verkäufer ein unvollstän-                                                                                                               Empathie als Liebe
                                        diges Formular aushändigt. Die Folge: noch ein Anrufversuch
                                        bei der Hotline. «Please hold the line ...»                                                                                                                                    Kunden im Business-Umfeld
                                                                                                                                                                                                                         Warum nicht über Fixnet simsen? Eine gute Idee, eine über-              SEI EIN START-UP!



                                        Customer Centric Revolution –
                                                                                                                                                                                                                         zeugende technische Lösung, im Sommer 2006 lanciert – im «Wichtig für ein Designerteam ist die Liebe zum Risiko, der Kampf für
                                                                                                                                                                                                                         Verkauf aber ein Flop. Zum Schluss wurde das Gerät gratis eine Idee», so Petit. Dem stehe allerdings die Trägheit vieler Firmen
                                                                                                                                                                                                                         abgegeben. Ungeschönt nennt Andreas Erbe, bei der Swisscom entgegen. Sie müssten sich im Laufe der Zeit eine Form geben, das sei



                                        für Kunden wird alles einfacher.
                                                                                                                                                                                                                         Head of Design Academy und Brand Experience Manager, die ein wichtiger Teil, meinte Petit, das dürfe aber nicht zum Hindernis
                                                                                                                                                                                                                         Gründe für die Fehleinschätzung: «Wir waren damals eine werden.
 CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3
                                                                                                                                                                                                                         technologisch und strategisch getriebene Organisation, die
                                                                                                                                                                                                                         nicht nach den Bedürfnissen der Menschen fragte. Das war                ES BRAUCHT NEUGIER UND BEGEISTERUNG,
                                                                                                                                                                                                                         nicht die richtige Haltung. Wäre unser Design kunden- und               UM KUNDEN GLÜCKLICH ZU MACHEN.
                                                    Aus anfänglicher Euphorie wurde bei Max, dem imagi- FREUD UND LEID                                                                                                   menschenzentriert gewesen, hätten wir das schnell gemerkt.» Entgegen klassischer Vorstellungen von Karriere müsse man den Erfolg
                                                    nären Kunden von A1 Telekom Austria, in Windeseile «Sobald klar war, welche Bedürfnisse die Kunden haben, setz-                                                                                                                            zuerst für sich selber definieren. «Und es braucht Ausdauer», betonte
                                                    Frust. Das Einkaufserlebnis: am Gefrierpunkt. Es be- ten wir uns daran, für gute Kundenerlebnisse Guidelines zu                                                      «Man kann nicht nicht designen», sagt Christian Petit, Leiter Privat- Petit. Sein Bruder habe ein Start-up mit einem Blumengeschäft gewagt.
                                                    steht Handlungsbedarf!                                           formulieren», so Cornelia Floimayr. Diese Regeln betreffen die                                      kunden von Swisscom. Jährlich würden Millionen von Interaktionen «Er hat jede Woche ein neues Problem!»
                                                                                                                     Kommunikation mit den Kunden, sie berücksichtigen das                                               gestaltet – bewusst oder unbewusst. Damit daraus ein System oder
                                                    VON DER UNTERNEHMENS- ZUR KUNDENSICHT                            Verhalten und Erlebnis des Kunden und sehen eine End-to-                                            eine Kultur werden könne, brauche es eine Umgebung, «die stimmt», In drei Dimensionen fasste Christian Petit schliesslich zusam-
                                                    Erst im Sommer 2010 wurde bei A1 Telekom die Fusionierung End-Sicht aus Kundenperspektive vor. «In Design Workshops                                                  und etwas mehr als nur Rezepte aus Büchern. Auch wenn man alle men, was er in der Fishbowl wiedergefunden hat:
                                                    der beiden Sparten Festnetz und Mobilfunk beschlossen – wurden von interdisziplinären Teams Soll-Prozesse aus Kun-                                                   Methoden kenne, die zu einem guten Design führten und damit gute
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        11
                                                    ein grosser Schritt für den früheren Monopolisten. Mit 5 Mio. densicht entwickelt und entsprechende Massnahmen auf-                                                  Kundenerlebnisse ermöglichten, der Erfolg lasse sich nicht einfach      EMPATHIE
                                                    Mobilfunk- und 2,3 Mio. Festnetz-Kunden ist A1 Telekom der gesetzt», so die CX-Expertin.                                                                             reproduzieren. «Denn im Mittelpunkt steht der Mensch, und im Mit- Wichtig für Designer ist die Empathie. «Wir sind alle auch
                                                    grösste Festnetz- und Mobilfunkanbieter Österreichs. Rück-                                                                                                           telpunkt eines menschenzentrierten Designs eben der Mensch als Kunden. Entweder ist ein Produkt für mich gemacht oder es
                                                    blickend nicht der erste Meilenstein des Unternehmens. Denn LEIDENSCHAFT FÜR DIE KUNDEN                                                                              Designer», erläutert Christian Petit.                                 passt einfach nicht.» Empathie sei die Übersetzung von Liebe
                                                    die Geschichte der A1 Telekom Austria beginnt schon viel «Die Kundensicht verändert das Verhalten der Mitarbeitenden»,                                                   Konsequenterweise gab er aber keine Rezepte ab. Individuell und im Business-Umfeld, die Fähigkeit, sich in die Schuhe der
                                                    früher, nämlich im Jahr 1887, als die Kaiserlich-Königliche Post ist Floimayr überzeugt. Involvierte Mitarbeitende, die ihr Com-                                     in Gruppen sollten die Teilnehmer der Frage nachgehen, was jeder Kunden versetzen zu können.
                                                    und Telegraphenverwaltung gegründet wurde. Dazwischen mitment abgegeben haben, seien mit Herz und Seele bei der                                                      Einzelne tun kann, um dem Designdenken in seiner Organisation zum
                                                    liegen 123 Jahre, in denen das Unternehmen sich und seine Sache und setzten sich mit Leidenschaft für die Kunden ein.                                                Durchbruch zu verhelfen. In einer sogenannten Fishbowl, einem dyna-     STAKEHOLDER
                                                    Services laufend weiterentwickelt und neu ausgerichtet hat.      So konnte das Team nach der Analyse die Kundensicht auf                                             mischen Podiumsdiskussionsformat, kamen so Anregungen und The- Alle Stakeholder seien wahrzunehmen und zu respektieren.
                                                                                                                                                                                       DIE KRAFT
                                                         So zuletzt im Rahmen des aktuell grössten Programms: die internen Prozesse übertragen und 26 Massnahmen zur                                                     sen zusammen, die folgende Haltungen und Handlungsweisen zum «Die Stakeholder sind die Botschafter des Produkts.»
                                                                                                                                                                                       DES STORYTELLINGS
                                                    der Prozessoptimierung für Service und Sales im Festnetzseg- Kundenzufriedenheit ableiten. Max und die Kunden der A1               Kundenbedürfnisse bildhaft        Ausdruck brachten:
                                                    ment. Ziel: Für die Kunden wird alles einfacher.                 Telekom Austria finden das spitze!                                 dargestellt erzeugen Wirkung.                                                                                  ZWEIFEL
                                                                                                                                                                                                                           KUNDEN UND DESIGNER SIND WIE KINDER.                                     Gesunder Zweifel ist angebracht. «Es ist schön, ein Champion
                                                    MIT DEN AUGEN DER KUNDEN                                                                                                                                             Kindheit sei das Alter der Ur-Neugier, der Ur-Begeisterungsfähigkeit       zu sein. Aber wenn du blind bist, fährst du gegen die Wand.»
                                                    Um herauszufinden, wo die für die Kunden schmerzhaftesten                                                                                                             und folglich eine Quelle der Inspiration, kommentierte Christian Petit.    Zweifel hingegen schaffe die gesunde Distanz zum eigenen
                                                    Probleme in den Prozessen schlummern, wurden drei Monate                                                                                                             Kinder hätten Spass am Scheitern, kämen aber mit kleinen Schritten         Design.
                                                    in eine intensive Analyse investiert. Pain- und Pleasurepoints                                                                                                       voran. Und genau das sei der Weg. Zwei Beispiele von Teilnehmerinnen
                                                    wurden eruiert. Das Team erarbeitete ein Soll-Kundenerlebnis                                                                                                         passten zum Thema: Kinder zeigen Betty Bossi, wie sie Küchen gestal-
                                                    und entwickelte Massnahmen für jene Prozesse, bei denen                                                                                                              ten würden; im Improvisationstheater wird der Spass am Scheitern
                                                    die aktuelle Situation für die Kunden noch vom Soll-Zustand                                                                                                          zugelassen.
                                                    abweicht.                                                                                                                                                                 Wir seien dazu erzogen, das Kind in uns zu verstecken, ergänzte
                                                         Um herauszufinden, was die Kunden besonders schmerzt,                                                                                                            Petit. Nun laute die Frage: «Wie brechen wir die aufgebauten Barrieren
                                                    wurde ein Customer Experience Diagramm erstellt, das alle                                                                                                            wieder auf?» Ein Kindheitsfoto könne helfen, die innere Verbindung zu
                                                    Customer Touchpoints – vom Shop über die Hotline bis zum                                                                                                             sich selber wieder herzustellen und dann zu merken, dass das Kind
                                                    Web – dokumentiert. Aus den Kundendokumentationen ent-                                                                                                               nicht an allem interessiert sei. Und dort, wo man spüre «ah, das ist was
                                                    wickelte das CX-Team Comics mit den «Worst Case Stories»,                                                                                                            für mich!», genau dort setze man am besten an.
                                                    erzählt vom imaginären Kunden Max. Zudem wandten sich
                                                    einige Kunden mittels Videobotschaft an das Unternehmen.



                                                                                                                                                                                                                                                                                                     DIE FISHBOWL
                               ERKENNTNISSE                                                                                                                                                                                                                                                          ist ein dynamischen Podiumsdiskussionsformat,
                                                                                                                                                                                                                                                                                                     das eine Gruppe bunt gemischter CX-Pioniere
                                Storytelling anhand von Skizzen oder Comics ist eine wirkungsvolle                                                                                                                                                                                                   dazu anregte, ihre Gedanken auszutauschen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     ZWEI UNTERNEHMEN — ZWEI GESICHTER
                                Methode, um einem Publikum einen Sachverhalt bewusst zu machen                                                                                                                                                                                                                                                       Christian Petit, Swisscom, und Bettina Warnecke,
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Betty Bossi, waren sich einig: Designer können
                                (z. B. Pain- und Pleasurepoints in der Kundenerlebniskette).                                                                                                                                                                                                                                                         viel von Kindern lernen.


                                Prozesse sind dann am besten darstellbar, wenn sie anhand von
                                Musterfällen (Soll-Kundenerlebnis) abgeleitet werden.

                                Prozesse immer im interdisziplinären Kontext betrachten — dabei ist es
                                wichtig, die End-to-End-Sicht niemals aus den Augen zu verlieren.
HERAUSFORDERUNGEN                                                                                                                                                      METHODE NABC: IDEEN AM LAUFENDEN BAND




                                                                                   Wie wäre es, die aktuelle CX-Herausforderung
                                                                                                                                                                                               METHODE Band
                                                                                                                                                                                                Ideen am laufenden
                                                                                   im eigenen Unternehmen mit anderen CX-Experten
                                                                                   zu diskutieren? Gesagt, getan. Sechs Teilnehmer                                                                            «Das war eine echte Herausforderung.» «In so kurzer Zeit
                                                                                   ergriffen die Chance – und schon bald diskutierte                                                                          so viel zu lernen – das ist ein Erlebnis.» So und so ähnlich
                                                                                   die ganze CX-Community in Kleingruppen die Frage-                                                                          äusserten sich die Teilnehmer des CX-Forums, nachdem


                HERAUS-
                                                                                                                                                                                                                                                       N
                                                                                   stellungen und skizzierte erste Lösungsansätze.                                                                            sie den 75 Minuten langen Workshop zu «Elevator Pitch»,
                                                                                   Was waren die Herausforderungen und was nehmen                                                                             «Watering Hole» und der NABC Methode hinter sich hatten.
                                                                                   die sechs Teilnehmer mit?                                                                                                  Langweilig war dabei bestimmt niemandem.



                FORDERUNGEN
                                                                                                                                                                                                                                                       Grundlage des sogenannten Elevator Pitch ist die Erkenntnis, dass
                                                                                                                                                                                                                                                       man – während man mit dem Chef im Lift auf dem Weg zum Büro
                                                                                                                                                                                                                                                       ist – bis zu drei Minuten seiner Zeit geschenkt bekommt. Damit man
                                                                                                                                                                                                                                                       diese Zeitspanne optimal nutzen kann, muss man eine Idee allerdings
                                                                                                                                                                                                                                                       erst einmal haben und sie dann aufbereiten – zum Beispiel mit der
                                                                                                                                                                                                                                                       NABC Methode, die vom amerikanischen Stanford Research Institute
                                                                                                                                                                                                                                                       entwickelt wurde. Die Wissenschaftler hatten genug davon, dass




                                                                                                                                                                                                                                                       A
                                                                                                                                                                                                                                                       viele gute Ideen nicht angenommen wurden, bloss weil die Ideenge-
                                                                                                                                                                                                                                                       ber sie nicht gut genug darstellen konnten.
                                                                                    UNI ST. GALLEN /
 CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3
                                                                                    ETH ZÜRICH                                                                                                                                                         NABC ALS WEG ZUR LÖSUNG
                               BERNER FACHHOCHSCHULE                                LUKAS ACKERMANN                                                                                                                                                    Viele Mythen ranken sich um die Entstehung von Ideen. Genies fällt die Lösung
                               ANDREAS NINCK                                                                                                 ORELL FÜSSLI                                                                                              ihrer Problemstellungen angeblich häufig im Traum ein. Doch in Wirklichkeit
                                                                                                                                             WIRTSCHAFTSINFORMATIONEN                                                                                  erarbeiten auch weniger kreative Köpfe an ihren Schreibtischen gute Ideen.
                               In einem Projekt der Berner Fachhoch-               Wo sind Best Practices von Customer Ex-                   RÖBI FURGER                                                                                               Die NABC-Methode hilft, Ideen gemeinsam mit anderen zu entwickeln und zu
                               schule geht es um die Aktivierung von               perience im Versicherungsbereich? Basis                                                                                                                             «verkaufen».
                               Senioren im Onlinebereich. Wie kann                 der Diskussion ist eine I-Lab-Studie im                   Wie kann man zwei Firmen aus den Be-
                               man an einem Infostand in einem Ein-                Auftrag der Swisscom, die auf Angaben                     reichen Büroautomation und Büromöbel                                                                          N steht dabei für NEED. Jede gute Idee muss für irgendetwas
                               kaufszentrum den Senioren ein kurzes                von Versicherungskadern und Kunden                        so zusammenführen, dass die Kunden                                                                            nützlich sein. Sie muss ein Problem lösen. Und dieses Problem steht
                               Erfolgserlebnis vermitteln? Und wie                 beruht.                                                   davon profitieren? Und: Wie schafft es                                                                         am Anfang der Entwicklung.




                                                                                                                                                                                                                                                       B
                               kann man dabei gleichzeitig etwas über                                                                        der einzelne Verkäufer, das jeweils an-
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           13
                               deren Hemmschwellen und Interessen                  «In meiner Gruppe haben wir über Social                   dere Thema beim Kunden zu lancieren,                                                                          A steht für APPROACH. Hier nähert man sich der Problemlösung an,
                               erfahren?                                           Media und Einsatzmöglichkeiten in der Ver-                ohne aufdringlich zu wirken?                                                                                  erklärt, wie man auf welchen logischen Schritt gekommen ist.
                                                                                   sicherung diskutiert. Die Meinungen über
                                                                                   Chancen und Risiken waren etwa gleich ver-                                                                                                                              B steht für BENEFIT. Was ist das Tolle, das Einzigartige an der Idee?
                               «Die Diskussionsrunde zu meiner Herausfor-          teilt: der Hype als Chance und die Angst vor              «Völlig losgelöst und doch – oder gerade des-
                               derung war für mich ein Erfolgserlebnis, ob-        Kontrollverlust.»                                         halb – gab es ganz viele gute Lösungsansätze,                                                                 C steht für COMPETITION. Jede gute Idee steht im Wettbewerb.
                               wohl – oder vielleicht gerade weil – wir mehr                                                                 die in diesem Rahmen in kurzer Zeit gefunden                                                                  An dieser Stelle der Ideenpräsentation kann man Skeptikern
                               über die Analyse der Situation gesprochen                                                                     wurden.»                                                                                                      den Wind aus den Segeln nehmen.
                               haben als über mögliche Lösungsideen. Die
                               Diskussion mit aussenstehenden Personen                                                                                                                                                                                 Innerhalb von NABC unterscheidet man die Phasen «Entwicklung», «Prüfung»
                               hat mir geholfen, den Blick zu schärfen und                                                                                                                                                                             und «Präsentation». Die NABC Struktur kommt bei jedem Elevator Pitch zum
                               den Fokus auf die entscheidenden Fragen zu                                                                                                                                                                              Tragen. Wichtig ist dabei, die Aufmerksamkeit des Gegenübers zu erlangen,
                               richten: Wer sind die Nutzer? Welche Ansprü-                SULZER                                            AXA WINTERTHUR                                                                                            von der Idee zu berichten und eine Reaktion zu erbitten.




                                                                                                                                                                                                                                                       C
                               che haben diese an mein Angebot? Und wel-                   VERENA GÖLKEL                                     AXA KONZERN
                               chen Nutzen kann ich mit meiner Leistung                                                                      FULVIO ELIA & FRANK PFEFFER                                                                               ÜBUNG MACHT DEN MEISTER
                               schliesslich stiften?»                                      Wie kann man im B2B-Geschäft Social                                                                                                                         Beim Workshop kam nach der kurzen Einführung in die Theorie sofort und
                                                                                           Media nutzen, um das Kundenerlebnis               Wie implementiert ein Unternehmen                                                                         unmittelbar die Praxis. Innerhalb von wenigen Minuten entwickelte jeder
                                                                                           positiv zu beeinflussen?                           wie die A X A Customer Experience                                                                         Teilnehmer eine Idee und versuchte, sie in der Form des Elevator-Pitch inner-
                                                                                                                                             Design und erhöht gleichzeitig die Ak-                                                                    halb von einer Minute den Kollegen im Team zu verkaufen. Erste Erkenntnis:
                                                                                                                                             zeptanz bei den Mitarbeitenden für                                                                        Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht!
                                                                                           «Social Media – alle sprechen darüber, CX-ler     dieses Thema? Immer wieder stösst man                                                                          Die Adressaten der Idee nutzten das sogenannte Watering Hole, eine
                                                                                           gestalten mit. In der Diskussionsrunde zu         schliesslich auf Gegenargumente wie                                                                       Feedback-Technik. Sie nahmen also einmal die Position eines Befürworters
                                 ZÜRCHER KANTONALBANK                                      meiner Herausforderung gab es Austausch von       «zu grosser Aufwand», «es läuft ja auch           ELEVATOR PITCH                                          ein – mit einem gedachten grünen Hut auf dem Kopf – und lobten uneinge-
                                 ALEXANDRE STUMM                                           Erfahrungen, Diskussion verschiedener An-         so», «es bringt zu wenig Profit»…                  5 Minuten Idee erarbeiten, eine Minute                  schränkt die guten Elemente der Idee. Dann aber nahmen sie die Position eines
                                                                                                                                                                                               vor den Kollegenkreis pitchen, Feeback
                                                                                           sätze wie ‹Fokus auf geschlossene vs. offene                                                        einholen, Pitch verbessern und das Ganze
                                                                                                                                                                                                                                                       Kritikers ein – mit einem virtuellen roten Hut auf dem Kopf – und suchten Ver-
                                                                                           Tools› und ‹Identifikation potenzieller nächster   FULVIO ELIA: «In der AXA Herausforderun-          nochmals von vorne bitte!                               besserungsvorschläge. Anfangs gingen Rot und Grün noch ganz schön durch-
                                   Die Beratung bei einer Bank läuft über-                 Schritte›. Heraus kam ich mit einem umfassen-     gen haben Frank Pfeffer und ich gelernt, dass                                                             einander, aber konstruktive Kritik muss man eben auch erst lernen.
                                   all fast gleich ab. Die ZKB will sich aber              den MindMap und einem Kopf voller Ideen –         erstens CX nicht auf einmal umgesetzt werden               FILPCAMS                                            Der zweite Pitch brachte die zweite Erkenntnis: Es ist wirklich erstaunlich,
                                   differenzieren. Wie können Kunden in                    und Kontakten, die ich in der Umsetzung gerne     kann, sondern über mehrere Jahre in die Un-                Filmaufzeichnungen mit der Taschen-            was man in 60 Sekunden alles sagen kann, wenn man es sich genau überlegt
                                                                                                                                                                                                        kamera — einfach und schnell. Eine gute
                                   die Entwicklung eines zukünftigen Be-                   anrufen werde.»                                   ternehmung implementiert werden soll (kleine                                                              hat. Und wenn es gut gelaufen ist, hat inzwischen der zehnte Versuch den Weg
                                                                                                                                                                                                        Methode, um Momente einzufangen,
                                   ratungs- und Betreuungserlebnisses ein-                                                                   kontinuierliche Schritte). Zweitens sollten wir            sich selbst zu beobachten und sich             aus dem Labor in die Realität gefunden, ist ans Ohr eines echten Entscheiders
                                   bezogen werden? Wo sind «Moments of                                                                       unsere Mitarbeitenden im Head Office mehr                   dadurch zu verbessern.                         gedrungen und hat damit einmal mehr die Alltagstauglichkeit der Methode
                                   Truth» in der Beratung?                                                                                   zum Kunden schicken, damit sie erzählen                                                                   bewiesen. Die Teilnehmer jedenfalls nahmen es sich gern vor: «Ich werde es
                                                                                                                                             können, was unsere Kunden gesagt haben                                                                    bestimmt mal im Unternehmen probieren», war zu hören.
                                                                                                                                             respektive was unsere Kunden wollen (Story-
                                  «Im Zusammenhang mit der von mir präsen-                                                                   telling).»
                                  tierten Herausforderung wurde rege diskutiert.
                                  Ich habe mir viele Ideen und interessante
                                  Anregungen notiert. Mindestens drei davon                                                                  FRANK PFEFFER: «Ich fand unsere Diskus-
                                  möchte ich für Anfang Jahr aktiv aufnehmen                                                                 sion sehr inspirierend und habe einige Ansätze
                                  und weiterverfolgen.»                                                                                      mit nach Köln nehmen können. Ich schätzte
                                                                                                                                             auch sehr, dass man mit Kollegen potenzieller
                                                                                                                                             Wettbewerber offen über die Thematik spre-
                                                                                                                                             chen konnte.»
INITIANTEN CX-FORUM                                                                                                                                                                    SWISSCOM BRANDGYM                               IMPRESSUM




      INITIANTEN                                                                                                                                                                                             SWISSCOM
                                                                                                                                                                                                                                                                           HERAUSGEBER
                                                                                                                                                                                                                                                                           CX-Forum
                                                                                                                                                                                                                                                                             www.cx-forum.ch

                                                                                                                                                                                                                                                                           KONZEPT UND REDAKTION
                                                                                                                                                                                                                                                                           Helmut Kazmaier, Stimmt
                                                                                                                                                                                                                                                                            www.stimmt.ch

                                                                                                                                                                                                                                                                           Miriam Bleuler und Tiziana Meletta,




                                                                                                                                                                                                             BRANDGYM
                                                                                                                                                                                                                                                                           Swisscom




                                    Wer steckt dahinter?
                                                                                                                                                                                                                                                                            www.swisscom.ch

                                                                                                                                                                                                                                                                           TEXT
                                                                                                                                                                                                                                                                           Claudia Gabler, Inka Grabowsky,
                                                                                                                                                                                                                                                                           Brigitta Hochuli


                                    Wer das CX-Forum kennt, kann sie sich nicht mehr wegdenken:                                                                                                              Eine Art Wohn-Büro-Labor, und das am Zuhause                  FOTOGRAFIE
                                                                                                                                                                                                                                                                           Nadia Schweizer und
                                                                                                                                                                                                                                                                           Brand Experience Team
                                    die stets in Bewegung bleibenden Gastgeber mit ihrem gelben                                                                                                              des CX-Forums. Es ist schwer zu sagen, was Besucher           GESTALTUNG UND REALISATION

                                    Querstreifen auf dem T-Shirt. Eine Gruppe von CX-Enthusiasten,                                                                                                           des BrandGym am meisten beeindruckt. Einige freuen            Eclat, Erlenbach/ZH
                                                                                                                                                                                                                                                                             www.eclat.ch


                                    die einmal mehr alles daran gesetzt haben, dass das Forum selbst                                                                                                         sich an der denkmalgeschützten Hülle, der alten
                                    zum Erlebnis wurde. Doch wer steckt hinter diesem Team?                                                                                                                  Schalterhalle der Post. Andere beeindrucken die Möbel,
                                                                                                                                                                                                             die aus alten und neuen Bestandteilen gefertigt und
                                                                                         Swisscom & Stimmt. Zwei Unternehmen. Zwei                  tionen, Produkte, Dienstleistungen, Prozesse oder        massgeschneidert sind. Und wieder andere verlieben
                                                                                         unterschiedliche Geschichten. Und eine Vision:             Schnittstellen an Berührungspunkten. Wir begleiten
                                                                                         durch gut designte Erlebnisse für Kunden und               Unternehmen in der Umsetzung der Massnahmen,             sich spontan in den bunten Teppich, der eine Schweizer
                                                                                         das Unternehmen einen Mehrwert zu schaffen.                koordinieren Drittpartner und definieren geeignete
                                                                                             Hinter dem CX-Forum stecken zwei Trieb-                Messparameter, um die langfristige Wirksamkeit zu        Alpenlandschaft zeigt – allerdings auf Pixel-Niveau
                                                                                         federn – Miriam Bleuler aus dem Brand Experi-              gewährleisten.
                                                                                         ence Team von Swisscom und Helmut Kazmaier,                                                                         vergrössert und vereinfacht. Karin Hilzinger, die Verant-
                                                                                         Mitinhaber der Unternehmensberatung Stimmt.                MIRIAM, SWISSCOM VERFOLGT SEIT 2008
                                                                                         Wir haben bei den beiden nachgefragt, um mehr              DAS ZIEL, ALS BEGLEITER IN DER DIGITALEN                 wortliche für das BrandGym, mag das alles – und viel
 CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3




                                                                                         über die Motivation zu erfahren, ein CX-Forum              WELT ZU EINER LIEBLINGSMARKE DER
                                                                                         ins Leben zu rufen.                                        SCHWEIZER ZU WERDEN. WAS BRAUCHT ES                      mehr noch die Wirkung, die das BrandGym auf die Mit-
                                                                                                                                                    DAZU?
                                                                                         HELMUT, WER IST UND WAS MACHT EUER                              Bei Swisscom legen wir Wert auf Innovation,         arbeitenden hat. «Uns geht es darum, dass Swisscom
                                                                                         UNTERNEHMEN MIT DEM AUSSERGEWÖHN-                          stellen den Menschen und seine Bedürfnisse in den
                                                                                         LICHEN NAMEN STIMMT?                                       Mittelpunkt und gestalten ganz bewusst. Dies tun         Mitarbeitende hier gezielt aus dem Trott des Daily Busi-
                                                                                              Stimmt berät seit 1998 Unternehmen und ist spe-       wir mittels dem Human Centered Design Ansatz –

                                            MIRIAM
                                                                                         zialisiert auf menschliches Verhalten sowie Interakti-     dies ist die Art und Weise, wie wir arbeiten, um den     ness kommen. Dabei sollen sie Arbeitsformen anwenden,
                                                                                         onen zwischen Unternehmen und deren Kunden. Wir            Kunden und seine Bedürfnisse besser zu verstehen.
                                            «CX steht für eine Outside-in Perspektive
                                            und damit für einen offenen Austausch —      unterstützen grosse Unternehmen, die sich gezielt über     Dazu hat Swisscom auch das BrandGym geschaffen:          die sie in ihren üblichen Räumlichkeiten kaum anwen-
                                                                                         das Kundenerlebnis in gesättigten Märkten differen-        ein Labor, eine Werkstatt und Ideenschmiede zugleich.
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                                                                                                                                                                                                             den können – weil ihnen schlichtweg der Platz für inter-
                                            ‹I pick your brain, you pick my brain›.»
                                                                                         zieren wollen. Dazu verbinden wir die ökonomische          Ein Freiraum, der offenes Denken fördert. Hier ist un-
                                                                                         Unter nehmenssicht mit der bedürfnisorientierten           sere Design Academy zu Hause. Hier wurden über 500
                                                                                         Kundensicht. Ziel ist, ein konsistentes, im Markt diffe-   Product Manager in 4-tägigen Workshops mit den           disziplinäres Zusammenarbeiten fehlt.»
                                                                                         renzierendes Kundenerlebnis über alle Berührungs-          Werkzeugen und der Denkweise von Human Centered
                                                                                         punkte zu ermöglichen, das gleichzeitig einen höheren      Design vertraut gemacht – heute nennen wir unsere
                                                                                         wirtschaftlichen Erfolg für das Unternehmen ver-           Product Manager «Customer Experience Designer».
                                                                                         spricht.                                                   Es geht also um das bewusste Gestalten von Erlebnis-
                                                                                                                                                    sen und im weitesten Sinne um eine kulturelle Trans-      Es ist gemütlich hier, die Atmosphäre ist locker und ge-
                                                                                         ANDERS STEHT ES UM DIE BEKANNTHEIT DES                     formation, die wir als Unternehmen durchleben. Und        löst, aber trotzdem bleibt das BrandGym ein Arbeitsort.
                                                                                         TRADITIONSREICHEN TELEKOMMUNIKATIONS-                      als solches ist auch das BrandGym zu verstehen –          Deshalb gibt es Rückzugsmöglichkeiten und Sitzungs-
                                                                                         UNTERNEHMENS SWISSCOM: DIESES KENNT                        es ist zu einer Art Open-Space-Büro geworden und          zimmer für vertrauliche Gespräche. Die grosse Halle
                                                                                         JEDES KIND IN UNSEREM LAND. MIRIAM, WAS                    stellt eine sichtbare Form des Wandels dar. Mit seinen    steht allen Mitarbeitenden von Swisscom ohne Anmel-
                                                                                         VERANLASST DIE SWISSCOM SICH VERTIEFT                      Kreativräumen, kleinen Tischen, speziellen Sofas und      dung offen. Dass allerdings ein Platz frei ist, wird nicht
                                                                                         MIT DEN BEDÜRFNISSEN DER KUNDEN ZU                         verschiedensten Stühlen lässt sich die Umgebung           garantiert. Hier gibt es eine Bibliothek mit Fachliteratur
                                                                                         BEFASSEN?                                                  situativ an die Anforderungen der Arbeit anpassen         zu Themen wie Innovation, Human Centered Design,
                                                                                             Swisscom bietet im Vergleich zu seinen Konkur-         und unterstützt die kreative und interdisziplinäre        Visualisierung, Kreativitätsmethoden oder Business
                                                                                         renten das beste Netz und den besten Service. Aber         Zusammenarbeit. Damit ist es auch der richtige Ort,       Requirements. Man kann die Bücher gleich vor Ort lesen
                                                                                         genügt das heute, um sich am Markt zu behaupten?           um sich unternehmens- und branchenübergreifend mit        oder auch – auf Vertrauensbasis – ausleihen. Unverzicht-
                                                                                         Wir glauben nicht. Was in Zukunft zählt, ist das beste     Experten zu treffen und sich gemeinsam über bessere       barer Bestandteil des BrandGym ist ausserdem das
                                                                                         Erlebnis. Das heisst, die Angebote müssen einfach          Kundenerlebnisse Gedanken zu machen.                      «Café Melange» – hier am langen Tisch trifft man sich,
                                                                                         und zuverlässig genutzt werden können und auf die                                                                    hier arbeitet man oder trinkt einen Kaffee.
                                                                                         Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sein. Wir wollen         INTERESSANT BLEIBT ZUM SCHLUSS                                 Seit 2008 gibt es diesen einzigartigen Ort. Und er
                                                                                         den Kunden tagtäglich in seinen Vorhaben unterstüt-        DIE FRAGE, WIESO SWISSCOM UND STIMMT                      hat sich seit seiner Eröffnung immer weiter entwickelt.
                                    HELMUT                                               zen und sein Leben erleichtern – Swisscom nimmt den        DAS CUSTOMER EXPERIENCE FORUM                             Mit ihm wandelte sich auch das Verhalten der Benutzer,
                                    «Das Programm zeigt: Wir sind keine Konferenz —
                                                                                         Kunden bildlich gesprochen an die Hand und führt ihn       ZUSAMMEN INS LEBEN GERUFEN HABEN. —                       erzählt Karin Hilzinger: «Viele Swisscom Mitarbeitende
                                    sondern ein Forum. Die Teilnehmer bestimmen weit-
                                    gehend den Inhalt, stellen die Fragen und tauschen   gekonnt durch die digitale Welt.                           KANNST DU, HELMUT, DAZU ETWAS                             nutzen heute die Räumlichkeiten anders als noch zu
                                    ihre Meinungen dazu aus.»                                                                                       SAGEN?                                                    Beginn. Aus Sitzungszimmern wurden bunte Räume, in
                                                                                         DAS KLINGT EINFACH UND LOGISCH.                                 Differenzierung über Kundenerlebnisse wird eine      denen Kundenerlebnisse und Ökosysteme visualisiert,
                                                                                         ABER EINFACHE UND LOGISCHEN SACHVER-                       immer grössere und wichtigere Rolle spielen. Stimmt       Erlebnisketten konzipiert und erste Prototypen durch
                                                                                         HALTE HABEN ES AN SICH, DASS DAHINTER                      macht zusammen mit Swisscom auf die Chancen und           Feedbacks validiert werden.»
                                                                                         FÜR GEWÖHNLICH VIEL ARBEIT STECKT.                         Herausforderungen aufmerksam, positioniert sich als            Das Swisscom BrandGym ist aber auch ein Ort des
                                                                                         WIE UNTERSTÜTZT STIMMT UNTERNEHMEN,                        Vorreiter auf diesem Themengebiet und empfiehlt sich       Austauschs. Zu den regelmässigen Events im BrandGym
                                                                                         DIE SICH BEI DER PRODUKT- UND DIENST-                      als kompetenter Partner. Gleichzeitig ist uns beiden      gehört auch das CX-Forum – zweimal im Jahr öffnet
                                                                                         LEISTUNGSENTWICKLUNG VERMEHRT DEM                          der Erfahrungsaustausch mit und der Kontakt zu CX-        das Lab seine Tore und lädt CX-Experten zum branchen-
                                                                                         KUNDEN ANNÄHERN WOLLEN?                                    Pionieren sehr wichtig, um das Thema Customer Expe-       und unternehmensübergreifenden Diskutieren und
                                                                                              Wir definieren mit dem Unternehmen eine Diffe-         rience inhaltlich voranzutreiben. Denn wir sind über-     Netzwerken ein.
                                                                                         renzierungsstrategie und erarbeiten das Zielkunden-        zeugt, dass sich Wissen vermehrt, wenn man es teilt.
                                                                                         erlebnis, mit dem sich ein Unternehmen vom Markt
                                                                                         differenzieren kann. Grundlage unserer Arbeit ist die
                                                                                         Analyse der Ist-Situation aus Kundensicht: Bedürfnisse,
                                                                                         Motivation sowie die heutige Erlebniskette entlang der
                                                                                         unterschiedlichen Berührungspunkte mit dem Unter-
                                                                                         nehmen. Mit diesem Wissen leiten wir Massnahmen
                                                                                         ab, um Lücken zum gewünschten Kundenerlebnis zu
                                                                                         schliessen. Diese beinhalten Konzepte für Interak-
                               DAS CX-FORUM-TEAM
TEILNEHMER




DAS CX-FORUM4 FINDET AM 16. JUNI 2011
IM SWISSCOM BRANDGYM IN BERN STATT.
Interesse an einer Teilnahme am nächsten CX-Forum?
Wir freuen uns auf die Kontaktaufnahme:

MIRIAM BLEULER                               HELMUT KAZMAIER
miriam.bleuler@swisscom.com                  helmut.kazmaier@stimmt.ch
+41 79 541 87 21                             +41 44 562 10 23

Teilnahmebedingungen Swisscom Mitarbeitende:
Die Teilnehmer werden durch die Bereichsleitung nominiert.

CX-Forum 3 Magazin

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    EDITORIAL INHALTSVERZEICHNIS EINLEITUNG: CUSTOMER EXPERIENCE 3 EINLEITUNG Customer Experience CX- 4 KEYNOTE Vom Gast zum Kunden 5 FALLSTUDIE Swisscom 6 FALLSTUDIE Vodafone D2 7 FALLSTUDIE Basler Versicherungen 8 DIE CX-FORUM CUSTOMER JOURNEY CUSTOMER Ein Tag in Bildern 10 FALLSTUDIE A1 Telekom Austria 11 INPUTREFERAT UND DISKUSSION Designdenken im Unternehmen 12 HERAUSFORDERUNGEN 13 METHODE NABC Ideen am laufenden Band EXPERIENCE 14 INITIANTEN CX-FORUM 15 SWISSCOM BRANDGYM Wir sind begeistert! Nach der Grundsteinlegung 16 TEILNEHMER UND KONTAKT «80% of companies think they provide mit der Customer Experience Fair im September 2009 a superior customer service. Only auf Schloss Ueberstorf mit 16 Teilnehmern sind 8% of customers share this opinion.» auf dem kurz darauf folgenden ersten gemeinsamen Customer Experience Forum (CX-Forum) über 30 Personen dem Ruf von Swisscom und Stimmt gefolgt. CX – Was soll das überhaupt? FORUM Der Versandhändler Amazon hat über die letzten zwölf Hat man diese Erkenntnisschritte geschafft, kommt das Nach rund 40 Gästen im Juni 2010 hat die 3. Auflage Jahre den Vergleichsindex S&P 500 um das 160-Fache Schwierigste: Man muss das eigene Unternehmen auf den geschlagen. Der Gründer Jeff Bezos führt den Erfolg Kunden ausrichten, vom Produkt- oder Dienstleistungsangebot des Forums am 1. Dezember 2010 nun knapp 60 CX- des Unternehmens ausschliesslich auf das Customer über Marketing/Kommunikation bis hin zur IT-Infrastruktur, Experience zurück. den Human Resources und der Organisation. Diese Verände- Pioniere ins Swisscom BrandGym nach Bern gelockt. rung kann je nach Grösse des Unternehmens sehr aufwendig Das klingt zunächst sehr plakativ. Doch in gesättigten Märkten sein und auch auf gewisse Widerstände bei den Mitarbeiten- Aber Quantität ist nicht das einzige Merkmal, an CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 wird es tatsächlich immer schwieriger, sich mit Produkten oder den stossen. Leider gibt es kein allgemeingültiges Erfolgs- Dienstleistungen zu differenzieren – «best service» genügt rezept, wie das am besten gelingt. Klar ist nur, dass man Zeit dem wir den Erfolg messen wollen. Verglichen mit nicht mehr. Deshalb wird das Kundenerlebnis immer wichtiger. braucht und die Veränderung in mehrere Schritte aufteilen Jedes Mal, wenn ein Kunde irgendein Produkt kauft, bezahlt er muss. Und: Es hilft ungemein, wenn man andere fragen kann, der ersten Ausgabe läuft das Forum inzwischen pro- automatisch mit für ein Erlebnis. Entlang der Kundenerlebnis- wie sie das Problem angehen. Genau deshalb gibt es das CX- kette werden mit Glück – oder mit Können – diese Erlebnisse Forum. Man lernt gemeinsam von den jeweiligen Erfahrungen 3 fessioneller ab. Den Charme der Anfangstage hat es zu positiv belegten Erinnerungen. (Schlechte Erinnerungen und kann so den eigenen Entwicklungsprozess positiv beein- möchte selbstverständlich kein Unternehmen mit sich verbun- flussen. Und genau das bezeichnet das Motto des Forums: aber deshalb nicht verloren: So bestimmt noch immer den wissen.) Wenn Kunden aufgrund von guten Erinnerungen Engage, Connect, Share, Experience. immer wiederkommen, wenn sie das Unternehmen weiter- das Du den Umgangston während des Treffens. empfehlen, dann profitieren beide: Das Unternehmen hat treue 2 3 na•presseportal Kunden und der Kunde gute Laune. Die «Eintrittskarte» war diesmal ein mitgebrachtes Jeder Unternehmer dürfte davon überzeugt sein, dass er sich schon immer bestens um seine Kunden bemüht hat. Aber Kundenerlebnis und damit das Versprechen, das Forum ob die Kunden das wohl genauso sehen? Um sich selbst durch Im Original informiert die Brille der Kunden betrachten zu können, muss man seine aktiv mitzugestalten. Ohne Engagement der Teil- Kunden mit all ihren Bedürfnissen erst mal kennen und ver- nehmer, ohne den Wunsch, Kontakte zu knüpfen und stehen. Möglicherweise erhoffen sie sich ganz andere Leis- tungen von ihrem Traum-Unternehmen und würden sofort Pressemappe wechseln, wenn ein Konkurrent zufällig genau diese anböte. Erkenntnisse zu teilen, gibt es beim Forum nun mal Möglicherweise entdeckt man dabei auch noch die eine Markt- lücke, in der man sich selbst positionieren kann, um einem bis keine neuen Erfahrungen. Genau das drückt das dahin noch unentdeckten Kundenbedürfnis nachzukommen. Bei der Positionierung spielt es keine Rolle, ob man ein Motto des Forums aus: Engage, Connect, Share, Luxus- oder ein «low budget»-Erlebnis bieten will. Die Haupt- sache ist, dass man die einmal gewählte Strategie immer und Experience. Dieses Motto wurde gelebt und hat uns überall glaubwürdig verfolgen kann. Der Discounter Aldi schafft das beispielhaft: Alles in der Kundenerlebniskette – einen spannenden Tag mit vielen Geschichten und die Werbung, das Erscheinungsbild, der Standort der Filialen, die Warenpräsentation, die Kittel der Angestellten, der Kunden- Erkenntnissen gebracht, die wir hier zusammenge- service – strahlt aus, dass Aldi ein ausgesprochen günstiger Anbieter ist. Das ist es, was Aldi von Konkurrenzunternehmen tragen haben. Wir danken an dieser Stelle nochmals unterscheidet und bei seinen Kunden erfolgreich macht. ( vergleiche Box) allen CX-Pionieren für ihren aktiven Beitrag. Zum Schluss wünschen wir eine spannende Lek- türe mit zahlreichen Anregungen und Denkanstössen und hoffentlich grosser Lust auf die kommenden Customer Experience Foren. Herzlichst, Miriam Bleuler, Helmut Kazmaier, PS: DER AUSTAUSCH GEHT WEITER: Swisscom Stimmt AG DAS CX-FORUM 4 FINDET AM 16. JUNI 2011 STATT. (Näheres zur Anmeldung gibt es auf der Rückseite dieser Broschüre.) Darüber hinaus werden wir zukünftig auch den virtuellen Austausch im Internet unterstützen. Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir, die folgende Webseite im Blick zu behalten: www.cx-forum.ch
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    KEYNOTE: VOM GASTZUM KUNDEN FALLSTUDIE: SWISSCOM IRA HOLL, LEITERIN DER DEUTSCHE BANK-FILIALE Q110 IN BERLIN ALEXANDRA REICH, LEITERIN SWISSCOM OWN CHANNELS, UND OLIVER STEIN, CO-CREATOR BRAND EXPERIENCE VOM GAST «Anfangs hat man mich für verrückt erklärt», erzählt ZUM KUNDEN Alexandra Reich. «Die Swisscom Shops haben ja nicht wirklich zu wenig Zulauf, und ich wollte sie trotzdem Alle Barrieren abgebaut! grundsätzlich kundenorientierter gestalten.» Zum Glück für die Kunden hat sich die Leiterin der Swisscom SWISSCOM «Was zeigen Sie Freunden von Ihrer Stadt am liebsten?», KEINE BERÜHRUNGSÄNGSTE fragt Ira Holl das Berner Publikum. «Doch sicher nicht «Wir versuchen immer wieder, Neues mit unseren Bankproduk- eigenen Vertriebskanäle durchsetzen können. Dabei Ihre Hausbank!» Banken seien abweisend. Banken ten in Verbindung zu bringen.» Das Ziel sei die Überraschung, ver mittelten den Eindruck, von allfälligen Kunden da nehme man auch Misserfolge in Kauf, erklärt Ira Holl. Wich- halfen Kundenbefragungen, Beobachtungen und Zahlen. möglichst nicht gestört werden zu wollen. Mit diesem tig dabei sei die Transparenz. «Es muss so sein, dass die Image hat die Deutsche Bank in der Filiale Q110 in Gäste keine Berührungsängste haben.» Deshalb hat man Berlin gründlich aufgeräumt. Auf 1260 Quadratmetern in der Q110 sogar die Öffnungszeiten angepasst. Zwischen leitet Ira Holl seit 2005 ein Experiment, bei dem der 10 und 20 Uhr soll keiner vor geschlossenen Türen stehen. So Retail Store Design. Mit Human Mensch im Mittelpunkt steht. kommt es, dass in dieser Erlebnisbank sehr viele Familien verkehren. Eltern geben dann ihre Kinder im «kids corner» ab Nahe beim Menschen ist auch der Name. Die Bankfiliale an und gehen ihren Bankgeschäften nach. Oder sie kaufen im eng- Centered Design zum Erfolg. der Friedrichstrasse heisst gleich wie das Quartier. Sie wird lischen Nobelkaufhaus Harrods ein, das die Q110 schon zum jede Woche von 20 000 Gästen besucht. Denn so nennt Ira Holl 6. Mal zum einzigen Standort in ganz Deutschland gewählt hat. ihre Kunden liebevoll. Die Gäste sollen sich wohlfühlen – sei’s Wer nun meint, Q110 sei einfach eine Spielerei, der irrt. beim Träumen vom eigenen Haus in der Galerie der Wünsche, «Wir betreiben ein ernsthaftes, richtig gutes Geschäft», betont sei’s betört von Düften oder verführt im filialeinternen Trend- Ira Holl. Aber auch an der Friedrichstrasse geht nichts ohne shop und im hauseigenen Gastrobereich oder sei’s bei der Führung, dessen ist sie sich bewusst. Sie setzt auf Team- statt Die Mitarbeitenden waren bisher in den Filialen sehr Es ist nicht nur die Inneneinrichtung, die Besuche in Campus- CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 Weiterbildung im lichtdurchfluteten Forum. «Es funktioniert auf Einzelführung. «Das fiel mir anfangs schwer, weil ich ja die stark im Kundenservice beansprucht. Der Umsatz ins- Filialen zu einem neuartigen Kundenerlebnis macht. Intensive hervorragend!», sagt Ira Holl. gleichen Ziele habe wie andere Filialen auch», räumt sie ein. besondere hochwertiger, beratungsintensiver Produk- Mitarbeiterschulungen gehören zwingend zum Konzept. Statt «Haben Sie etwas Passendes für einen Golfspieler?», frag- Aber der Erfolg mit dem offenen Gästekonzept gibt ihr recht: te liess zu wünschen übrig. «Die Kunden werden immer Automaten gibt es nun Empfangsmitarbeitende, die Kunden te zum Beispiel ein eiliger Passant im Trendshop. Ira Holl war 70 bis 90 Prozent der Gäste bedient man auf Empfehlung. «Wir smarter», so Reich. «70 Prozent informieren sich zu- freundlich begrüssen und – je nach Anliegen – dem passenden zur Stelle, bediente den Gast, kam mit ihm ins Gespräch und sind gut ausgebucht, und die Abschlüsse kommen erst noch nächst online und kommen dann in den Shop, um ihr Experten zuführen. Ausserdem gibt es flankierende Massnah- schloss am Ende ein 10-Millionen-Bankgeschäft ab. «Wir haben schneller zustande!» Wunschprodukt in der Wirklichkeit zu erleben.» men, damit die Shops mehr zum Einkaufen und weniger bei alle Barrieren abgebaut», erklärt die Filialleiterin das Rezept, www.q110.de Anwenderproblemen genutzt werden. So hilft das Internet mit das sich im Übrigen auch bezüglich der Geschäftszahlen Schicke Glasvitrinen mit Dummies helfen ihnen nicht weiter. seinen Online-Selfcare Optionen, die Shops zu entlasten. bewährt. Seit der Eröffnung von Q110 hat sie mit ihrem Team Zu den überraschenden «Opfern» der Neuausrichtung gehört 50 Prozent mehr Neukunden gewonnen als Filialen vergleich- auch der Ticketautomat. Ursprünglich war er dafür gedacht, PROTOTYPING HILFT BEI DER ENTWICKLUNG barer Grösse. den Kunden die Wartezeit angenehmer zu gestalten. Wer eine Die ständige Weiterentwicklung ist bei den Campus-Filialen 4 5 Bankschalter gibt es im Q110 keine mehr. «Bankschalter Nummer zieht, hat schliesslich Zeit und Musse, sich im Laden Programm. Demnächst soll ihre Anzahl von aktuell sieben stark sind beengend.» Genauso wie die Beschreibung von Bankpro- umzusehen und neue Produkte zu entdecken. Als man sich anwachsen. Jede wird noch ein bisschen besser als ihre Vor- dukten langweilig und dem Kunden meist unverständlich ist. die Bewegungen der Kunden im Laden aber genau anschaute, gänger auf die Bedürfnisse ihrer speziellen Kunden zugeschnit- Im Q110 werden die Produktinformationen deshalb in Blech- stellte man fest, dass die Ticketautomaten genau das Gegen- ten sein. In jeder wird es Erkenntnisse geben, die sich auf alle boxen präsentiert. Man kann sie in die Hand nehmen und ent- teil bewirkten: Die Kunden verliessen kaum die Umgebung der anderen Geschäftsstellen übertragen lassen. Durch diesen deckt darin eine Geschichte. «Die Box kann emotional werden», Anzeigetafel. Sie blickten gebannt auf die Zahlen und nicht Prototyping-Ansatz sind der kontinuierlichen Verbesserung sagt Ira Holl. Zum Beispiel wenn es beim Thema Schulzeugnis auf die Telefone in den Regalen. «Selbst die Mitarbeitenden der Kundenerlebnisse Tür und Tor geöffnet. ums Sparen geht: Für jeden Einser bekommen die Kinder von ERKENNTNISSE waren wie hypnotisiert und vergassen jede Höflichkeit, wenn Eines sei jedoch wichtig, dass man es nicht vergesse, so der Deutschen Bank 5 Euro. Um den Erfolg zu feiern, trifft sich man es wagte, sie ohne Nummernzettel anzusprechen», erzählt Reich: «Es ging nicht darum, ein Erlebnis zu schaffen um des die ganze Familie in der Q110, zur Erinnerung gibt es ein Foto. Gut gemeint kann das Alexandra Reich. «Das habe ich inkognito am eigenen Leib Erlebnisses willen, sondern es ging darum, eine zu entwickeln, Die Kinder werden zu künftigen Kunden. Gegenteil von gut gemacht erfahren.» in der die Kunden die virtuellen Services von uns begreifen, verstehen und begehren – und die sie dann auch kaufen.» sein. Besser erst die EIN CAMPUS ALS TREFFPUNKT Kundenbedürfnisse in Er- Aus den alten Läden der sogenannten «neuen Generation» fahrung bringen und dann sollen nun also «Campus»-Filialen werden, die sich wie ein zentraler Platz an der Uni auch als Treffpunkt anbieten. Einem die Abläufe designen als grossen Küchentisch ähnliche Theke im Zentrum des Ge- umgekehrt. schäfts lädt zum Ausprobieren, Kommunizieren und Experi- mentieren ein. Die Ladeneinrichtung ist freundlicher, heller Prototyping hat sich bei und strahlt mehr Lebensfreude aus. Unumstritten war das der Weiterentwicklung der nicht, so die Expertin: «Eine grosse Herausforderung war für uns das Dogma des Corporate Design.» Es gab intern heftige Filialen bewährt — dadurch Diskussionen. «Es geht gar nicht so sehr um das Design selbst, war es möglich, Probleme sondern um das Verhalten der Mitarbeitenden gegenüber dem und Änderungswünsche Kunden, das wir mittels des Designs verändern wollten – das Design ist nur das Vehikel dazu.» Oder anders gesagt: «Das DER TRENDSHOP frühzeitig zu erkennen und Erlebnis ist der Brand.» Inzwischen gilt das gute Kundenerleb- Erster Kontaktpunkt für manches Bankgeschäft. kontinuierlich in den Ver- nis als Markenzeichen, die Einrichtung jeder einzelnen Campus- besserungsprozess mit Filiale darf dagegen einzigartig sein. Selbstverständlich ist sie DIE BANK DER ZUKUNFT noch immer deutlich als Swisscom Shop zu erkennen. Aber Hereinspaziert: die Bank einfliessen zu lassen. eine Niederlassung am Bahnhof muss nun mal für die Kunden der Zukunft — ein Erlebnis, das so gar nicht zu einer andere Spezifikationen aufweisen als eine im Einkaufszen- Bank zu passen scheint. Shopdesign ist mehr als trum. Dort ist man in Eile, hier will man bummeln und sich in Oder doch? Ruhe umsehen. das physische Innenleben: ZEUGNIS-SPAREN Emotional und greifbar: Sein eigentlicher Mehrwert die Bankprodukte der liegt in der Möglichkeit, das Deutschen Bank — zum Beispiel das Produkt Mitarbeiter- und Kunden- «Zeugnis-Sparen» verhalten nachhaltig zu ALEXANDRA REICH ändern. Leiterin Swisscom Own Channels SWISSCOM SHOP Die Grundidee war es, einen Küchen- tisch zu reproduzieren: Er ist das Herz des Shops. Dort kommuni- zieren die Menschen, probieren die Geräte aus und erhalten einen Eindruck, wie sich diese anfühlen.
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    FALLSTUDIE: VODAFONE D2 FALLSTUDIE: BASLER VERSICHERUNGEN MELANIE STÄHLER, CUSTOMER EXPERIENCE MANAGER ANNIKA RINER, QUALITY MANAGER VODAFONE BASLER D2 Im letzten Jahr stand Vodafone vor einer grossen Veränderung: Das Unternehmen fusionierte mit «Unsere Dokumente waren schlecht – Arcor, dem Festnetzanbieter. Die Marke Arcor wurde wir schrammten gerade am roten Bereich vorbei.» eingestampft, die Marke Vodafone neu definiert. Der einzige Trost: «Die Konkurrenz war auch VERSICHERUNGEN nicht viel besser.» Power to you. Branded Customer Experience Workshops. Corporate Wording® – verständliche Neu definiert? 2010 hat die Marke Vodafone ... UND DIE KUNDEN FLIESST DIE PROBLEME DES KUNDEN LÖSEN einer Studie des Marktforschungsunternehmens Damit dieses markenkonsistente Kundenerlebnis in der Empowerment bedeutet für Vodafone auch, die Pro-bleme Millward Brown zufolge einen Wert von 44,4 Mil- Praxis auch von A bis Z funktioniert, wurden die einzelnen für den Kunden zu lösen. So kann der Betreuer beispiels- liarden US-Dollar und liegt damit auf Platz 10 der Phasen der Customer Journey definiert. Vom ersten Inte- weise direkt auf das Handy des Kunden via Remote Sprache für zufriedene Kunden Liste der wertvollsten Marken der Welt. Mitar- resse bis hin zur Kündigung kommt der Kunde mit meh- Access zugreifen und damit dem Kunden viel Bauchweh Wie die Basler Versicherungen die Qualität der Doku- Im Intranet haben die Sprachdesigner ein Portal mit verbind- beitende aus zwei unterschiedlichen Unterneh- reren unterschiedlichen Kontaktpunkten in Berührung. Er beim Einrichten seines Endgeräts ersparen. Dieser Re- mente verbessert haben, erzählt Annika Riner: «Wir lichen Regeln aufgebaut, das intensiv benutzt wird. Das wich- menskulturen folgten also per Stichtag den Wer- informiert sich im Web, ruft im Callcenter an, holt sich mote Access ist jetzt seit einem Jahr im Einsatz. Das haben zwei intensive Jahre hinter uns», sagt die Quali- tigste Hilfsmittel ist der CW-Editor, der vor Floskeln, Passiv- ten dieser am zehntwertvollsten Marke. Doch was sein Gerät im Shop ab, schickt ein eine E-Mail ... Spätes- Ergebnis: Die Kunden sind begeistert! Sie rufen kein tätsmanagerin Annika Riner zu Beginn ihrer Power- sätzen oder veralteten Formeln warnt. Der enthaltene Farbfilter bedeutet die neue Marke Vodafone eigentlich? tens hier wird eines klar: Es ist unmöglich, dass einzelne 2. Mal zum selben Thema an. Sie möchten bei Vodafone point-Präsentation. Schliesslich ging es bei den Basler verhilft zur richtigen Typen-Mixtur. In Seminaren, Workshops Welche Kundenerlebnisse lassen sich daraus ab- Abteilungen «ihr Ding» durchziehen. Ein einheitliches bleiben. Und: Sie empfehlen Vodafone weiter. Gibt es eine Versicherungen um nichts weniger, als das typische und einem Fernlehrgang erwerben die schreibenden Mitarbei- leiten? Und was bedeutet dies konkret für die Mit- Vodafone Erlebnis muss her! schönere Bestätigung? «Es braucht ein wenig Zeit, aber Beamtendeutsch in eine freundliche und für Kunden tenden weitere Sprachkompetenz. Dabei ist das Kernstück und CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 arbeitenden in ihrem täglichen Verhalten gegen- die Feedbacks der Kunden zeigen uns, dass wir auf dem gut verständliche Sprache zu übersetzen. Gerade bei der schwierigste Teil der Erneuerung der organisatorische über den Kunden? Ratlosigkeit machte sich unter EMPOWERMENT richtigen Weg sind», sagt Melanie Stähler. Versicherungen stelle der Versand von Dokumenten ja Aufbau mit bereichsübergreifenden Dokumentenverantwortli- ihnen breit. Fragen wie «Was mache ich jetzt an- Unter dem Claim «Power to you» erarbeiteten 500 Mitar- den häufigsten Kontakt zu den Kunden dar. chen ausserhalb der Branchen-Abteilungen. «Jedes Projekt ders als bisher?» oder «Was ändert sich für mich beitende für jede einzelne Phase der Customer Journey muss heute in das Dokumentenverantwortlichen-Gremium als Mitarbeitenden?» beschäftigten die Teams das markenkonsistente Soll-Kundenerlebnis und leiteten Aber wo lag das Problem? Die Firma sei stark silogetrieben, oder in den Strategieausschuss gelangen.» beider Lager. daraus die Massnahmen für sich selbst ab. «Power to you» ERKENNTNISSE jeder Branchenleiter habe darin seinen Stil entwickelt. Veraltete Diese Dokumentenverantwortlichen sind zertifiziert und bedeutet aber auch, dass Mitarbeitende mehr Kompeten- Layouts und drei veraltete unterschiedliche Systeme hätten haben gelernt, «zu schreiben wie ein Profi». Von über 8000 ALIGNEMENT, DAMIT ES FÜR zen und Spielräume erhalten, innerhalb derer sie sich Ein gemeinsames Leitbild zudem die Programmieraufwände für die Software erschwert. deutschsprachigen Dokumenten seien im ersten Jahr 300 bis DIE MITARBEITENDEN... bewegen können. Leitsätze mit Leitfragen sowie ein ge- findet eher Akzeptanz, wenn 400 überarbeitet worden, und es kommen laufend neue dazu. Damit das gesamte neue Vodafone-Team an einem Strang meinsames Leitbild wurden von den Mitarbeitenden er- ERKENNTNISSE GEGENSÄTZLICHE SICHTWEISEN «Für die ganze Umsetzung von Corporate Wording im Unter- zieht, wurde eine Brand Academy eingerichtet. Alle arbeitet und fanden dadurch hohe Akzeptanz. Beispiels- es von den Mitarbeitenden Mit der Einführung eines neuen Systems ergab sich bei Basler nehmen haben wir den Swiss Practice Award bekommen», sagt 6 7 Mitarbeitenden wurden in einem vierstündigen Work- weise definierten die Mitarbeitenden selbst, dass sie selbst erarbeitet wurde — Markenidentität und auch die Chance für die komplette Erneuerung der Dokumente Annika Riner nicht ohne Stolz. shop über die neue Marke informiert und für diese be- Gäste statt Kunden im Shop begrüssen, dass Shop Mit- bei Vodafone durch Kunden- Markenwerte können durch und zur Einführung eines Corporate Wording (CW), dem ein- geistert. Resultat: Die Mitarbeitenden haben die Marke arbeitende Gastgeber aus Leidenschaft sind usw. heitlichen schriftlichen Auftreten des Unternehmens nach AUSDRUCK DES WANDELS UND DER KULTUR verstanden, waren mehr oder minder von dieser begeis- kontaktpunkt-spezifische konsistente Spracherleb- aussen. Ein solches Projekt beinhaltet vier Gebiete: Technik, Zu den meistverwendeten Wörtern bei der Basler sind neue tert. Was blieb, war ihre Frage, wie sie sich ab morgen KUNDEN IMMER WIEDER BEGEISTERN Leitsätze. nisse gestärkt werden Gestaltung, Sprache und Nachhaltigkeit. hinzugekommen. Sie lauten Vertrauen, Freude, offen, helfen verhalten sollten. Daraufhin waren sich die Markenab- Um das gemeinsam erarbeitete Kundenerlebnis weiter- Corporate Wording hat viele Facetten. So baut es – nach und herzlich. «Haben wir Ihre Wünsche erfüllt? Entspricht teilung und die Customer Experience Abteilung einig, zuvermitteln, gab es eigene Multiplikatoren Trainings. Markenkonsistente Kunden- Die Sprache muss bewusst Farben geordnet – auf vier Menschentypen auf: den Analysten alles Ihren Vorstellungen?» So freundlich spricht die Versiche- dass sie gemeinsam etwas unternehmen mussten. «Das Für das Leitbild wurden Beispiele für markenkonsistentes erlebnisse müssen kanal- und über die Abteilungen hinweg (blau), den Emotionalen (rot), den Visionären (gelb) und den rung heute die Kunden als Mitmenschen an. «Sprache ist Resultat: Branded Customer Experience Workshops für Verhalten erarbeitet, etwa in Form von Fragen wie «Helfe Sicherheitsliebenden (grün). Das sei die grosse Herausforde- Ausdruck der Kultur und prägt die Markenidentität der Unter- über 1000 Mitarbeitende aller Kundenkontaktpunkte. ich dem Kunden, bis sein Problem gelöst ist?» oder «Ist das teamübergreifend formuliert gemanagt und gesteuert rung, sagt Annika Riner: «Wir schreiben mit unserer Brille und nehmung», sagt die Qualitätsmanagerin in einem Grundsatz- Unser Ziel war es, den Mitarbeitenden etwas an die Hand Endgerät des Kunden so eingerichtet, dass er alle Dienste und umgesetzt werden. werden haben als Unternehmen eine Identität.» Andererseits hätten papier. In diesem Sinn sei das Corporate Wording nicht mehr zu geben, damit sie wissen, was das Markenversprechen nutzen kann?». aber auch die Kunden je nach Bedürfnissen eingefärbte Brillen wegzudenken. bedeutet und wie sie es künftig – auf die einzelnen Kun- Jetzt kommt der Praxistest: Können die Mitarbei- Markenstrategie, das marken- Corporate Wording hilft auf. Diese manchmal gegensätzlichen Sichtweisen zusammen- denkontaktpunkte und unabhängig vom Kanal – umset- tenden die Versprechen erfüllen? Finden sie dafür die konsistente Kundenerlebnis Kundendialoge zu individu- zubringen, das sei nun die grosse Herausforderung. zen können», so Melanie Stähler, Customer Experience entsprechenden Rahmenbedingungen vor, um das Mar- Manager bei Vodafone D2. kenversprechen leben zu können? und die Kundenkontaktpunkt- alisieren, Zeit einzusparen TEIL DER NEUPOSITIONIERUNG spezifischen Leitsätze bilden und die Qualität zu opti- Sprachsorgfalt ist bei der Basler Teil einer Neupositionierung einen Dreiklang — die Wirkung mieren und zu sichern. geworden. Ausdruck davon ist die Verankerung in einem Regle- ment für Sprache und Design. «Die CW-Ordnung steht heute erfolgt durch das Zusammen- gleichberechtigt mit allen anderen Themen in der Markenfibel spiel. jedes Mitarbeitenden.» Die Sprache soll echt, wahr, über- raschend, schlau und menschlich sein. WELCHER KOMMUNIKATIONSTYP SIND SIE? Machen Sie den Test: www.wording.de/TT_V04 PROJEKT BRANDED CUSTOMER DAS MARKENKONSISTENTE REMOTE ZUGRIFF AUF DAS HANDSET EXPERIENCE WORKSHOP KUNDENERLEBIS DES KUNDEN COPRORATE WORDING Über die neue Marke zu informieren und Von der Marke wurde das Vodafone Erlebnis «Der Kundenbetreuer macht alles, ich muss ist integraler Bestandteil des Corpo- die Mitarbeitenden dafür zu begeistern ist abgeleitet und dann mittels kundenkontakt- nichts machen», dies ist das Kundenerlebnis, rate Branding. Das Buchzeichen wurde das eine — wissen, was das Markenerlebnis punktspezifischen Leitsätzen von den das es für den Kundenbetreuer zu erreichen beim Rebranding 2007 den Mitar- ist und was das konkret für das Verhalten Mitarbeitenden umgesetzt. So wissen sie, gilt. Damit dies möglich ist, hat Vodafone beitenden der Basler abgegeben und jedes Mitarbeitenden heisst, ist das andere. was sie zu tun und wie sie sich gegenüber die Rahmenbedingungen geändert und den ist noch heute an den Computern den Kunden zu verhalten haben. Remote Zugriff auf das Handy eingeführt. mancher Mitarbeitenden zu finden ... KUNDENBEDÜRFNISSE Kunden haben verschiedene Bedürfnisse. Mit welcher Sprache lässt sich der Einzelne am besten abholen?
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    DIE CX-FORUM DIE CX-FORUM CUSTOMER JOURNEY EIN TAG IN BILDERN 08 :39 EINFÜHRUNG Für alle, die vorab lick nochmals einen Überb CUSTOMER JOURNEY über CX bekommen wollen: die CX-Reise. 0 8 :52 Erste Konta kte werden 0 8 :03 0 8 :1 7 geknüpft. ALLES FALLSTUDIEN LIEGT Die ersten Teil- nehmer schreibe ! BEREIT sich für die n 0 9: 0 0 07:51 Fallstudien ein. BEGRÜSSUNG Die letzten Die Initianten Mi riam Bleuler Vorbereitungen für und Helmut Kazm aier das CX-Forum begrüssen zum 3. CX-Forum. laufen. 11 :0 1 DESIGNDENKEN IM UNTERNEHM EN Andreas Erbe füh rt in den Block «Design denken im Unternehmen » ein. 1 1 :30 0 9: 15 IN ARBEIT KEYNOTE GRUPP EN Ira Hall beginnt mi t ihrer Ke ynote über die 1 0 :37 ing. Zukunft des Bank CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 In der Pa bleibt Ze use 09 :45 11 :36 it FALLSTUDIEN Die Zeit läuf zum Netw t... orken. Parallel beginnen drei Fallstudien. 1 0 :4 3 Es gibt 09:22 1 1 :5 0 des zu Spannen de Spannen Im Hintergrund im kussione n mit e ntdecken sorgt das CX-Team Dis ian Petit Bra ndGym. für ein gutes Gelingen Christ und den reibungs- losen Ablauf. 8 9 12 :1 3 MITTAGESSEN Gesunde Verpfleg 12 :41 ung Network-Gel für fitte Teilnehme egenheit r 1 4: 2 1 NG auch beim ORKI Mittagessen 13 FALL : 1 5 NETW SION STUD D er zw I EN SES g Sess ion mit dr eite Block rkin Netwo iert. ei spa nne In der rege diskut Fallstu wird dien b nden eginn t. 14:46 PAUSE Stärkung für den Nachmittag 1 6 :0 KREATIV 6 16:46 METHOD Das E r Zur Krea tivmeth E auf de arbeitete w zuerst Th ode w n Pu ird eorie verm ird 1 5 :0 1 und so nkt gebrac ittelt ... ntromme ln Kame gleich vo ht Z usamme für die ra gep r der der Grup pen n itcht. rderunge Herausfo 1 6 :22 e gleich 17:15 ...bevor si ppe DAS CX-FORUM- in der Gru ird. det w TEAM 17:13 angewen verabschiedet DER APERO 1 7:35 sich für dieses Jahr. STEHT 1 7:59 Ein letzte r delbärli h zur BEREIT. Das Man Austausc versüsst e ... Teilnahm fahrt. die Heim 17:42 ...und zum Schlu ss noch Feedback für die Ver- anstalter geben
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    A1 FALLSTUDIE: A1 TELEKOM AUSTRIA INPUTREFERAT UND DISKUSSION: DESIGNDENKEN IM UNTERNEHMEN CORNELIA FLOIMAYR, CUSTOMER EXPERIENCE MANAGER CHRISTIAN PETIT, LEITER PRIVATKUNDEN SWISSCOM, UND ANDREAS ERBE, LEITER DESIGN ACADEMY SWISSCOM TELEKOM DESIGNDENKEN Ein schönes Beispiel: die neu designten Swisscom AUSTRIA Router. Hier ist eine Synthese zwischen Innova- IM UNTER- tion, Nützlichkeit und Ästhetik geglückt. «Dahinter stecken Menschen mit Überzeugungen», sagt Andreas Erbe voller Stolz. Welche Menschen das NEHMEN zum Max ist in Kauflaune. Und hat schon ein DSL-Produkt im Visier. sind, das möchte er von Christian Petit wissen. Es soll schnell gehen. «Ich bestelle gleich telefonisch!» Gesagt, doch nicht getan. Die Hotlinenummer: unauffindbar im Web. Der nächste Laden: ein Händler, dessen Verkäufer ein unvollstän- Empathie als Liebe diges Formular aushändigt. Die Folge: noch ein Anrufversuch bei der Hotline. «Please hold the line ...» Kunden im Business-Umfeld Warum nicht über Fixnet simsen? Eine gute Idee, eine über- SEI EIN START-UP! Customer Centric Revolution – zeugende technische Lösung, im Sommer 2006 lanciert – im «Wichtig für ein Designerteam ist die Liebe zum Risiko, der Kampf für Verkauf aber ein Flop. Zum Schluss wurde das Gerät gratis eine Idee», so Petit. Dem stehe allerdings die Trägheit vieler Firmen abgegeben. Ungeschönt nennt Andreas Erbe, bei der Swisscom entgegen. Sie müssten sich im Laufe der Zeit eine Form geben, das sei für Kunden wird alles einfacher. Head of Design Academy und Brand Experience Manager, die ein wichtiger Teil, meinte Petit, das dürfe aber nicht zum Hindernis Gründe für die Fehleinschätzung: «Wir waren damals eine werden. CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 technologisch und strategisch getriebene Organisation, die nicht nach den Bedürfnissen der Menschen fragte. Das war ES BRAUCHT NEUGIER UND BEGEISTERUNG, nicht die richtige Haltung. Wäre unser Design kunden- und UM KUNDEN GLÜCKLICH ZU MACHEN. Aus anfänglicher Euphorie wurde bei Max, dem imagi- FREUD UND LEID menschenzentriert gewesen, hätten wir das schnell gemerkt.» Entgegen klassischer Vorstellungen von Karriere müsse man den Erfolg nären Kunden von A1 Telekom Austria, in Windeseile «Sobald klar war, welche Bedürfnisse die Kunden haben, setz- zuerst für sich selber definieren. «Und es braucht Ausdauer», betonte Frust. Das Einkaufserlebnis: am Gefrierpunkt. Es be- ten wir uns daran, für gute Kundenerlebnisse Guidelines zu «Man kann nicht nicht designen», sagt Christian Petit, Leiter Privat- Petit. Sein Bruder habe ein Start-up mit einem Blumengeschäft gewagt. steht Handlungsbedarf! formulieren», so Cornelia Floimayr. Diese Regeln betreffen die kunden von Swisscom. Jährlich würden Millionen von Interaktionen «Er hat jede Woche ein neues Problem!» Kommunikation mit den Kunden, sie berücksichtigen das gestaltet – bewusst oder unbewusst. Damit daraus ein System oder VON DER UNTERNEHMENS- ZUR KUNDENSICHT Verhalten und Erlebnis des Kunden und sehen eine End-to- eine Kultur werden könne, brauche es eine Umgebung, «die stimmt», In drei Dimensionen fasste Christian Petit schliesslich zusam- Erst im Sommer 2010 wurde bei A1 Telekom die Fusionierung End-Sicht aus Kundenperspektive vor. «In Design Workshops und etwas mehr als nur Rezepte aus Büchern. Auch wenn man alle men, was er in der Fishbowl wiedergefunden hat: der beiden Sparten Festnetz und Mobilfunk beschlossen – wurden von interdisziplinären Teams Soll-Prozesse aus Kun- Methoden kenne, die zu einem guten Design führten und damit gute 10 11 ein grosser Schritt für den früheren Monopolisten. Mit 5 Mio. densicht entwickelt und entsprechende Massnahmen auf- Kundenerlebnisse ermöglichten, der Erfolg lasse sich nicht einfach EMPATHIE Mobilfunk- und 2,3 Mio. Festnetz-Kunden ist A1 Telekom der gesetzt», so die CX-Expertin. reproduzieren. «Denn im Mittelpunkt steht der Mensch, und im Mit- Wichtig für Designer ist die Empathie. «Wir sind alle auch grösste Festnetz- und Mobilfunkanbieter Österreichs. Rück- telpunkt eines menschenzentrierten Designs eben der Mensch als Kunden. Entweder ist ein Produkt für mich gemacht oder es blickend nicht der erste Meilenstein des Unternehmens. Denn LEIDENSCHAFT FÜR DIE KUNDEN Designer», erläutert Christian Petit. passt einfach nicht.» Empathie sei die Übersetzung von Liebe die Geschichte der A1 Telekom Austria beginnt schon viel «Die Kundensicht verändert das Verhalten der Mitarbeitenden», Konsequenterweise gab er aber keine Rezepte ab. Individuell und im Business-Umfeld, die Fähigkeit, sich in die Schuhe der früher, nämlich im Jahr 1887, als die Kaiserlich-Königliche Post ist Floimayr überzeugt. Involvierte Mitarbeitende, die ihr Com- in Gruppen sollten die Teilnehmer der Frage nachgehen, was jeder Kunden versetzen zu können. und Telegraphenverwaltung gegründet wurde. Dazwischen mitment abgegeben haben, seien mit Herz und Seele bei der Einzelne tun kann, um dem Designdenken in seiner Organisation zum liegen 123 Jahre, in denen das Unternehmen sich und seine Sache und setzten sich mit Leidenschaft für die Kunden ein. Durchbruch zu verhelfen. In einer sogenannten Fishbowl, einem dyna- STAKEHOLDER Services laufend weiterentwickelt und neu ausgerichtet hat. So konnte das Team nach der Analyse die Kundensicht auf mischen Podiumsdiskussionsformat, kamen so Anregungen und The- Alle Stakeholder seien wahrzunehmen und zu respektieren. DIE KRAFT So zuletzt im Rahmen des aktuell grössten Programms: die internen Prozesse übertragen und 26 Massnahmen zur sen zusammen, die folgende Haltungen und Handlungsweisen zum «Die Stakeholder sind die Botschafter des Produkts.» DES STORYTELLINGS der Prozessoptimierung für Service und Sales im Festnetzseg- Kundenzufriedenheit ableiten. Max und die Kunden der A1 Kundenbedürfnisse bildhaft Ausdruck brachten: ment. Ziel: Für die Kunden wird alles einfacher. Telekom Austria finden das spitze! dargestellt erzeugen Wirkung. ZWEIFEL KUNDEN UND DESIGNER SIND WIE KINDER. Gesunder Zweifel ist angebracht. «Es ist schön, ein Champion MIT DEN AUGEN DER KUNDEN Kindheit sei das Alter der Ur-Neugier, der Ur-Begeisterungsfähigkeit zu sein. Aber wenn du blind bist, fährst du gegen die Wand.» Um herauszufinden, wo die für die Kunden schmerzhaftesten und folglich eine Quelle der Inspiration, kommentierte Christian Petit. Zweifel hingegen schaffe die gesunde Distanz zum eigenen Probleme in den Prozessen schlummern, wurden drei Monate Kinder hätten Spass am Scheitern, kämen aber mit kleinen Schritten Design. in eine intensive Analyse investiert. Pain- und Pleasurepoints voran. Und genau das sei der Weg. Zwei Beispiele von Teilnehmerinnen wurden eruiert. Das Team erarbeitete ein Soll-Kundenerlebnis passten zum Thema: Kinder zeigen Betty Bossi, wie sie Küchen gestal- und entwickelte Massnahmen für jene Prozesse, bei denen ten würden; im Improvisationstheater wird der Spass am Scheitern die aktuelle Situation für die Kunden noch vom Soll-Zustand zugelassen. abweicht. Wir seien dazu erzogen, das Kind in uns zu verstecken, ergänzte Um herauszufinden, was die Kunden besonders schmerzt, Petit. Nun laute die Frage: «Wie brechen wir die aufgebauten Barrieren wurde ein Customer Experience Diagramm erstellt, das alle wieder auf?» Ein Kindheitsfoto könne helfen, die innere Verbindung zu Customer Touchpoints – vom Shop über die Hotline bis zum sich selber wieder herzustellen und dann zu merken, dass das Kind Web – dokumentiert. Aus den Kundendokumentationen ent- nicht an allem interessiert sei. Und dort, wo man spüre «ah, das ist was wickelte das CX-Team Comics mit den «Worst Case Stories», für mich!», genau dort setze man am besten an. erzählt vom imaginären Kunden Max. Zudem wandten sich einige Kunden mittels Videobotschaft an das Unternehmen. DIE FISHBOWL ERKENNTNISSE ist ein dynamischen Podiumsdiskussionsformat, das eine Gruppe bunt gemischter CX-Pioniere Storytelling anhand von Skizzen oder Comics ist eine wirkungsvolle dazu anregte, ihre Gedanken auszutauschen. ZWEI UNTERNEHMEN — ZWEI GESICHTER Methode, um einem Publikum einen Sachverhalt bewusst zu machen Christian Petit, Swisscom, und Bettina Warnecke, Betty Bossi, waren sich einig: Designer können (z. B. Pain- und Pleasurepoints in der Kundenerlebniskette). viel von Kindern lernen. Prozesse sind dann am besten darstellbar, wenn sie anhand von Musterfällen (Soll-Kundenerlebnis) abgeleitet werden. Prozesse immer im interdisziplinären Kontext betrachten — dabei ist es wichtig, die End-to-End-Sicht niemals aus den Augen zu verlieren.
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    HERAUSFORDERUNGEN METHODE NABC: IDEEN AM LAUFENDEN BAND Wie wäre es, die aktuelle CX-Herausforderung METHODE Band Ideen am laufenden im eigenen Unternehmen mit anderen CX-Experten zu diskutieren? Gesagt, getan. Sechs Teilnehmer «Das war eine echte Herausforderung.» «In so kurzer Zeit ergriffen die Chance – und schon bald diskutierte so viel zu lernen – das ist ein Erlebnis.» So und so ähnlich die ganze CX-Community in Kleingruppen die Frage- äusserten sich die Teilnehmer des CX-Forums, nachdem HERAUS- N stellungen und skizzierte erste Lösungsansätze. sie den 75 Minuten langen Workshop zu «Elevator Pitch», Was waren die Herausforderungen und was nehmen «Watering Hole» und der NABC Methode hinter sich hatten. die sechs Teilnehmer mit? Langweilig war dabei bestimmt niemandem. FORDERUNGEN Grundlage des sogenannten Elevator Pitch ist die Erkenntnis, dass man – während man mit dem Chef im Lift auf dem Weg zum Büro ist – bis zu drei Minuten seiner Zeit geschenkt bekommt. Damit man diese Zeitspanne optimal nutzen kann, muss man eine Idee allerdings erst einmal haben und sie dann aufbereiten – zum Beispiel mit der NABC Methode, die vom amerikanischen Stanford Research Institute entwickelt wurde. Die Wissenschaftler hatten genug davon, dass A viele gute Ideen nicht angenommen wurden, bloss weil die Ideenge- ber sie nicht gut genug darstellen konnten. UNI ST. GALLEN / CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 ETH ZÜRICH NABC ALS WEG ZUR LÖSUNG BERNER FACHHOCHSCHULE LUKAS ACKERMANN Viele Mythen ranken sich um die Entstehung von Ideen. Genies fällt die Lösung ANDREAS NINCK ORELL FÜSSLI ihrer Problemstellungen angeblich häufig im Traum ein. Doch in Wirklichkeit WIRTSCHAFTSINFORMATIONEN erarbeiten auch weniger kreative Köpfe an ihren Schreibtischen gute Ideen. In einem Projekt der Berner Fachhoch- Wo sind Best Practices von Customer Ex- RÖBI FURGER Die NABC-Methode hilft, Ideen gemeinsam mit anderen zu entwickeln und zu schule geht es um die Aktivierung von perience im Versicherungsbereich? Basis «verkaufen». Senioren im Onlinebereich. Wie kann der Diskussion ist eine I-Lab-Studie im Wie kann man zwei Firmen aus den Be- man an einem Infostand in einem Ein- Auftrag der Swisscom, die auf Angaben reichen Büroautomation und Büromöbel N steht dabei für NEED. Jede gute Idee muss für irgendetwas kaufszentrum den Senioren ein kurzes von Versicherungskadern und Kunden so zusammenführen, dass die Kunden nützlich sein. Sie muss ein Problem lösen. Und dieses Problem steht Erfolgserlebnis vermitteln? Und wie beruht. davon profitieren? Und: Wie schafft es am Anfang der Entwicklung. B kann man dabei gleichzeitig etwas über der einzelne Verkäufer, das jeweils an- 12 13 deren Hemmschwellen und Interessen «In meiner Gruppe haben wir über Social dere Thema beim Kunden zu lancieren, A steht für APPROACH. Hier nähert man sich der Problemlösung an, erfahren? Media und Einsatzmöglichkeiten in der Ver- ohne aufdringlich zu wirken? erklärt, wie man auf welchen logischen Schritt gekommen ist. sicherung diskutiert. Die Meinungen über Chancen und Risiken waren etwa gleich ver- B steht für BENEFIT. Was ist das Tolle, das Einzigartige an der Idee? «Die Diskussionsrunde zu meiner Herausfor- teilt: der Hype als Chance und die Angst vor «Völlig losgelöst und doch – oder gerade des- derung war für mich ein Erfolgserlebnis, ob- Kontrollverlust.» halb – gab es ganz viele gute Lösungsansätze, C steht für COMPETITION. Jede gute Idee steht im Wettbewerb. wohl – oder vielleicht gerade weil – wir mehr die in diesem Rahmen in kurzer Zeit gefunden An dieser Stelle der Ideenpräsentation kann man Skeptikern über die Analyse der Situation gesprochen wurden.» den Wind aus den Segeln nehmen. haben als über mögliche Lösungsideen. Die Diskussion mit aussenstehenden Personen Innerhalb von NABC unterscheidet man die Phasen «Entwicklung», «Prüfung» hat mir geholfen, den Blick zu schärfen und und «Präsentation». Die NABC Struktur kommt bei jedem Elevator Pitch zum den Fokus auf die entscheidenden Fragen zu Tragen. Wichtig ist dabei, die Aufmerksamkeit des Gegenübers zu erlangen, richten: Wer sind die Nutzer? Welche Ansprü- SULZER AXA WINTERTHUR von der Idee zu berichten und eine Reaktion zu erbitten. C che haben diese an mein Angebot? Und wel- VERENA GÖLKEL AXA KONZERN chen Nutzen kann ich mit meiner Leistung FULVIO ELIA & FRANK PFEFFER ÜBUNG MACHT DEN MEISTER schliesslich stiften?» Wie kann man im B2B-Geschäft Social Beim Workshop kam nach der kurzen Einführung in die Theorie sofort und Media nutzen, um das Kundenerlebnis Wie implementiert ein Unternehmen unmittelbar die Praxis. Innerhalb von wenigen Minuten entwickelte jeder positiv zu beeinflussen? wie die A X A Customer Experience Teilnehmer eine Idee und versuchte, sie in der Form des Elevator-Pitch inner- Design und erhöht gleichzeitig die Ak- halb von einer Minute den Kollegen im Team zu verkaufen. Erste Erkenntnis: zeptanz bei den Mitarbeitenden für Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht! «Social Media – alle sprechen darüber, CX-ler dieses Thema? Immer wieder stösst man Die Adressaten der Idee nutzten das sogenannte Watering Hole, eine gestalten mit. In der Diskussionsrunde zu schliesslich auf Gegenargumente wie Feedback-Technik. Sie nahmen also einmal die Position eines Befürworters ZÜRCHER KANTONALBANK meiner Herausforderung gab es Austausch von «zu grosser Aufwand», «es läuft ja auch ELEVATOR PITCH ein – mit einem gedachten grünen Hut auf dem Kopf – und lobten uneinge- ALEXANDRE STUMM Erfahrungen, Diskussion verschiedener An- so», «es bringt zu wenig Profit»… 5 Minuten Idee erarbeiten, eine Minute schränkt die guten Elemente der Idee. Dann aber nahmen sie die Position eines vor den Kollegenkreis pitchen, Feeback sätze wie ‹Fokus auf geschlossene vs. offene einholen, Pitch verbessern und das Ganze Kritikers ein – mit einem virtuellen roten Hut auf dem Kopf – und suchten Ver- Tools› und ‹Identifikation potenzieller nächster FULVIO ELIA: «In der AXA Herausforderun- nochmals von vorne bitte! besserungsvorschläge. Anfangs gingen Rot und Grün noch ganz schön durch- Die Beratung bei einer Bank läuft über- Schritte›. Heraus kam ich mit einem umfassen- gen haben Frank Pfeffer und ich gelernt, dass einander, aber konstruktive Kritik muss man eben auch erst lernen. all fast gleich ab. Die ZKB will sich aber den MindMap und einem Kopf voller Ideen – erstens CX nicht auf einmal umgesetzt werden FILPCAMS Der zweite Pitch brachte die zweite Erkenntnis: Es ist wirklich erstaunlich, differenzieren. Wie können Kunden in und Kontakten, die ich in der Umsetzung gerne kann, sondern über mehrere Jahre in die Un- Filmaufzeichnungen mit der Taschen- was man in 60 Sekunden alles sagen kann, wenn man es sich genau überlegt kamera — einfach und schnell. Eine gute die Entwicklung eines zukünftigen Be- anrufen werde.» ternehmung implementiert werden soll (kleine hat. Und wenn es gut gelaufen ist, hat inzwischen der zehnte Versuch den Weg Methode, um Momente einzufangen, ratungs- und Betreuungserlebnisses ein- kontinuierliche Schritte). Zweitens sollten wir sich selbst zu beobachten und sich aus dem Labor in die Realität gefunden, ist ans Ohr eines echten Entscheiders bezogen werden? Wo sind «Moments of unsere Mitarbeitenden im Head Office mehr dadurch zu verbessern. gedrungen und hat damit einmal mehr die Alltagstauglichkeit der Methode Truth» in der Beratung? zum Kunden schicken, damit sie erzählen bewiesen. Die Teilnehmer jedenfalls nahmen es sich gern vor: «Ich werde es können, was unsere Kunden gesagt haben bestimmt mal im Unternehmen probieren», war zu hören. respektive was unsere Kunden wollen (Story- «Im Zusammenhang mit der von mir präsen- telling).» tierten Herausforderung wurde rege diskutiert. Ich habe mir viele Ideen und interessante Anregungen notiert. Mindestens drei davon FRANK PFEFFER: «Ich fand unsere Diskus- möchte ich für Anfang Jahr aktiv aufnehmen sion sehr inspirierend und habe einige Ansätze und weiterverfolgen.» mit nach Köln nehmen können. Ich schätzte auch sehr, dass man mit Kollegen potenzieller Wettbewerber offen über die Thematik spre- chen konnte.»
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    INITIANTEN CX-FORUM SWISSCOM BRANDGYM IMPRESSUM INITIANTEN SWISSCOM HERAUSGEBER CX-Forum www.cx-forum.ch KONZEPT UND REDAKTION Helmut Kazmaier, Stimmt www.stimmt.ch Miriam Bleuler und Tiziana Meletta, BRANDGYM Swisscom Wer steckt dahinter? www.swisscom.ch TEXT Claudia Gabler, Inka Grabowsky, Brigitta Hochuli Wer das CX-Forum kennt, kann sie sich nicht mehr wegdenken: Eine Art Wohn-Büro-Labor, und das am Zuhause FOTOGRAFIE Nadia Schweizer und Brand Experience Team die stets in Bewegung bleibenden Gastgeber mit ihrem gelben des CX-Forums. Es ist schwer zu sagen, was Besucher GESTALTUNG UND REALISATION Querstreifen auf dem T-Shirt. Eine Gruppe von CX-Enthusiasten, des BrandGym am meisten beeindruckt. Einige freuen Eclat, Erlenbach/ZH www.eclat.ch die einmal mehr alles daran gesetzt haben, dass das Forum selbst sich an der denkmalgeschützten Hülle, der alten zum Erlebnis wurde. Doch wer steckt hinter diesem Team? Schalterhalle der Post. Andere beeindrucken die Möbel, die aus alten und neuen Bestandteilen gefertigt und Swisscom & Stimmt. Zwei Unternehmen. Zwei tionen, Produkte, Dienstleistungen, Prozesse oder massgeschneidert sind. Und wieder andere verlieben unterschiedliche Geschichten. Und eine Vision: Schnittstellen an Berührungspunkten. Wir begleiten durch gut designte Erlebnisse für Kunden und Unternehmen in der Umsetzung der Massnahmen, sich spontan in den bunten Teppich, der eine Schweizer das Unternehmen einen Mehrwert zu schaffen. koordinieren Drittpartner und definieren geeignete Hinter dem CX-Forum stecken zwei Trieb- Messparameter, um die langfristige Wirksamkeit zu Alpenlandschaft zeigt – allerdings auf Pixel-Niveau federn – Miriam Bleuler aus dem Brand Experi- gewährleisten. ence Team von Swisscom und Helmut Kazmaier, vergrössert und vereinfacht. Karin Hilzinger, die Verant- Mitinhaber der Unternehmensberatung Stimmt. MIRIAM, SWISSCOM VERFOLGT SEIT 2008 Wir haben bei den beiden nachgefragt, um mehr DAS ZIEL, ALS BEGLEITER IN DER DIGITALEN wortliche für das BrandGym, mag das alles – und viel CUSTOMER EXPERIENCE FORUM 3 über die Motivation zu erfahren, ein CX-Forum WELT ZU EINER LIEBLINGSMARKE DER ins Leben zu rufen. SCHWEIZER ZU WERDEN. WAS BRAUCHT ES mehr noch die Wirkung, die das BrandGym auf die Mit- DAZU? HELMUT, WER IST UND WAS MACHT EUER Bei Swisscom legen wir Wert auf Innovation, arbeitenden hat. «Uns geht es darum, dass Swisscom UNTERNEHMEN MIT DEM AUSSERGEWÖHN- stellen den Menschen und seine Bedürfnisse in den LICHEN NAMEN STIMMT? Mittelpunkt und gestalten ganz bewusst. Dies tun Mitarbeitende hier gezielt aus dem Trott des Daily Busi- Stimmt berät seit 1998 Unternehmen und ist spe- wir mittels dem Human Centered Design Ansatz – MIRIAM zialisiert auf menschliches Verhalten sowie Interakti- dies ist die Art und Weise, wie wir arbeiten, um den ness kommen. Dabei sollen sie Arbeitsformen anwenden, onen zwischen Unternehmen und deren Kunden. Wir Kunden und seine Bedürfnisse besser zu verstehen. «CX steht für eine Outside-in Perspektive und damit für einen offenen Austausch — unterstützen grosse Unternehmen, die sich gezielt über Dazu hat Swisscom auch das BrandGym geschaffen: die sie in ihren üblichen Räumlichkeiten kaum anwen- das Kundenerlebnis in gesättigten Märkten differen- ein Labor, eine Werkstatt und Ideenschmiede zugleich. 14 den können – weil ihnen schlichtweg der Platz für inter- ‹I pick your brain, you pick my brain›.» zieren wollen. Dazu verbinden wir die ökonomische Ein Freiraum, der offenes Denken fördert. Hier ist un- Unter nehmenssicht mit der bedürfnisorientierten sere Design Academy zu Hause. Hier wurden über 500 Kundensicht. Ziel ist, ein konsistentes, im Markt diffe- Product Manager in 4-tägigen Workshops mit den disziplinäres Zusammenarbeiten fehlt.» renzierendes Kundenerlebnis über alle Berührungs- Werkzeugen und der Denkweise von Human Centered punkte zu ermöglichen, das gleichzeitig einen höheren Design vertraut gemacht – heute nennen wir unsere wirtschaftlichen Erfolg für das Unternehmen ver- Product Manager «Customer Experience Designer». spricht. Es geht also um das bewusste Gestalten von Erlebnis- sen und im weitesten Sinne um eine kulturelle Trans- Es ist gemütlich hier, die Atmosphäre ist locker und ge- ANDERS STEHT ES UM DIE BEKANNTHEIT DES formation, die wir als Unternehmen durchleben. Und löst, aber trotzdem bleibt das BrandGym ein Arbeitsort. TRADITIONSREICHEN TELEKOMMUNIKATIONS- als solches ist auch das BrandGym zu verstehen – Deshalb gibt es Rückzugsmöglichkeiten und Sitzungs- UNTERNEHMENS SWISSCOM: DIESES KENNT es ist zu einer Art Open-Space-Büro geworden und zimmer für vertrauliche Gespräche. Die grosse Halle JEDES KIND IN UNSEREM LAND. MIRIAM, WAS stellt eine sichtbare Form des Wandels dar. Mit seinen steht allen Mitarbeitenden von Swisscom ohne Anmel- VERANLASST DIE SWISSCOM SICH VERTIEFT Kreativräumen, kleinen Tischen, speziellen Sofas und dung offen. Dass allerdings ein Platz frei ist, wird nicht MIT DEN BEDÜRFNISSEN DER KUNDEN ZU verschiedensten Stühlen lässt sich die Umgebung garantiert. Hier gibt es eine Bibliothek mit Fachliteratur BEFASSEN? situativ an die Anforderungen der Arbeit anpassen zu Themen wie Innovation, Human Centered Design, Swisscom bietet im Vergleich zu seinen Konkur- und unterstützt die kreative und interdisziplinäre Visualisierung, Kreativitätsmethoden oder Business renten das beste Netz und den besten Service. Aber Zusammenarbeit. Damit ist es auch der richtige Ort, Requirements. Man kann die Bücher gleich vor Ort lesen genügt das heute, um sich am Markt zu behaupten? um sich unternehmens- und branchenübergreifend mit oder auch – auf Vertrauensbasis – ausleihen. Unverzicht- Wir glauben nicht. Was in Zukunft zählt, ist das beste Experten zu treffen und sich gemeinsam über bessere barer Bestandteil des BrandGym ist ausserdem das Erlebnis. Das heisst, die Angebote müssen einfach Kundenerlebnisse Gedanken zu machen. «Café Melange» – hier am langen Tisch trifft man sich, und zuverlässig genutzt werden können und auf die hier arbeitet man oder trinkt einen Kaffee. Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sein. Wir wollen INTERESSANT BLEIBT ZUM SCHLUSS Seit 2008 gibt es diesen einzigartigen Ort. Und er den Kunden tagtäglich in seinen Vorhaben unterstüt- DIE FRAGE, WIESO SWISSCOM UND STIMMT hat sich seit seiner Eröffnung immer weiter entwickelt. HELMUT zen und sein Leben erleichtern – Swisscom nimmt den DAS CUSTOMER EXPERIENCE FORUM Mit ihm wandelte sich auch das Verhalten der Benutzer, «Das Programm zeigt: Wir sind keine Konferenz — Kunden bildlich gesprochen an die Hand und führt ihn ZUSAMMEN INS LEBEN GERUFEN HABEN. — erzählt Karin Hilzinger: «Viele Swisscom Mitarbeitende sondern ein Forum. Die Teilnehmer bestimmen weit- gehend den Inhalt, stellen die Fragen und tauschen gekonnt durch die digitale Welt. KANNST DU, HELMUT, DAZU ETWAS nutzen heute die Räumlichkeiten anders als noch zu ihre Meinungen dazu aus.» SAGEN? Beginn. Aus Sitzungszimmern wurden bunte Räume, in DAS KLINGT EINFACH UND LOGISCH. Differenzierung über Kundenerlebnisse wird eine denen Kundenerlebnisse und Ökosysteme visualisiert, ABER EINFACHE UND LOGISCHEN SACHVER- immer grössere und wichtigere Rolle spielen. Stimmt Erlebnisketten konzipiert und erste Prototypen durch HALTE HABEN ES AN SICH, DASS DAHINTER macht zusammen mit Swisscom auf die Chancen und Feedbacks validiert werden.» FÜR GEWÖHNLICH VIEL ARBEIT STECKT. Herausforderungen aufmerksam, positioniert sich als Das Swisscom BrandGym ist aber auch ein Ort des WIE UNTERSTÜTZT STIMMT UNTERNEHMEN, Vorreiter auf diesem Themengebiet und empfiehlt sich Austauschs. Zu den regelmässigen Events im BrandGym DIE SICH BEI DER PRODUKT- UND DIENST- als kompetenter Partner. Gleichzeitig ist uns beiden gehört auch das CX-Forum – zweimal im Jahr öffnet LEISTUNGSENTWICKLUNG VERMEHRT DEM der Erfahrungsaustausch mit und der Kontakt zu CX- das Lab seine Tore und lädt CX-Experten zum branchen- KUNDEN ANNÄHERN WOLLEN? Pionieren sehr wichtig, um das Thema Customer Expe- und unternehmensübergreifenden Diskutieren und Wir definieren mit dem Unternehmen eine Diffe- rience inhaltlich voranzutreiben. Denn wir sind über- Netzwerken ein. renzierungsstrategie und erarbeiten das Zielkunden- zeugt, dass sich Wissen vermehrt, wenn man es teilt. erlebnis, mit dem sich ein Unternehmen vom Markt differenzieren kann. Grundlage unserer Arbeit ist die Analyse der Ist-Situation aus Kundensicht: Bedürfnisse, Motivation sowie die heutige Erlebniskette entlang der unterschiedlichen Berührungspunkte mit dem Unter- nehmen. Mit diesem Wissen leiten wir Massnahmen ab, um Lücken zum gewünschten Kundenerlebnis zu schliessen. Diese beinhalten Konzepte für Interak- DAS CX-FORUM-TEAM
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    TEILNEHMER DAS CX-FORUM4 FINDETAM 16. JUNI 2011 IM SWISSCOM BRANDGYM IN BERN STATT. Interesse an einer Teilnahme am nächsten CX-Forum? Wir freuen uns auf die Kontaktaufnahme: MIRIAM BLEULER HELMUT KAZMAIER miriam.bleuler@swisscom.com helmut.kazmaier@stimmt.ch +41 79 541 87 21 +41 44 562 10 23 Teilnahmebedingungen Swisscom Mitarbeitende: Die Teilnehmer werden durch die Bereichsleitung nominiert.