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Darf es etwas mehr sein?          Demenz bei Morbus ParkinsonAOK Rheinland / Hamburg      Christine Leue, September 2012
Weniger ist mehr...Der Tag ist 24Stunden lang, aberunterschiedlichbreit....
Was bedeutet Parkinson-Demenz?•   Kurzüberblick Krankheitsbild Morbus Parkinson•   Kurzüberblick auffallende Symptome•   K...
Krankheitsbild Morbus Parkinson• Arzt / Apotheker James Parkinson (1755-1824) aus  London machte eine Erkrankung der Halsw...
Krankheitsbild Morbus Parkinson• Eine der häufigsten Krankheiten des Nervensystems• Männer und Frauen etwa gleich betroffe...
Krankheitsbild Morbus Parkinson Ursache:  Basalganglien im Gehirn  betroffen, vor allem Substantia  nigra (Schwarze Subst...
Symptome• Erste Symptome treten auf,  wenn ca. 60% der  Dopamin-Produktion in der  Substantia nigra verloren  gegangen sin...
Symptom-Übersicht
Grundsymptome•   Unbeweglichkeit (Akinese, Bradykinese)•   Ruhezittern (Ruhetremor)•   Muskelsteifheit (Rigor)•   Haltungs...
Unbeweglichkeit Bradykinese    Verlangsamung der Bewegungsabläufe Hypokinese     Die Bewegungen werden insgesamt        ...
Ruhezittern (Ruhetremor) Tremor = Zittern (lat. tremere) Ist eine unwillkürliche rhythmische Bewegung eines  oder mehrer...
Muskelsteifheit (Rigor) Gleichzeitige Spannungserhöhung in den antago-  nistischen Muskeln (Beuge- und Streckmuskeln) Wi...
Haltungsinstabilität Auch „posturale  Instabilität“ genannt• Mangelnde Stabilität der  aufrechten Körperhaltung-> Automat...
Weitere Symptome        Schluckstörungen         (Dysphagie)        Sprechstörungen        Gleichgewichtsstörungen     ...
Vegetative Symptome Folgende vegetative Systeme können betroffen sein:   • Herz- und Kreislauf   • Magen-Darm-Regulation ...
Krankheitsverlauf         Durch die moderne          Parkinson-Therapie ist          eine durchschnittliche          Lebe...
Krankheitsverlauf Läßt sich in 2 Phasen unterteilen:  1. Kompensierte Phase (auch Honeymoon-Phase): -       Gutes Ansprec...
Krankheitsverlauf2. Dekompensierte Phase:                          -    Durch weiteren Zellschwund ist keine Dopamin-   Sp...
Behandlungsmöglichkeiten  Vier-Säulen-Konzept1. Medikamentöse    Kombinationstherapie2. Begleittherapie (gezielte    Krank...
Parkinson-Syndrom und Demenz Etwa 30-40% der  Patienten entwickeln im  Verlauf ihrer Erkrankung  eine Demenz (ähnlich  ei...
Parkinson-Syndrom und Demenz Demenz (lat. dementia = ohne Geist) führt durch  krankheitsbedingte Schädigung des Gehirns z...
Parkinson-Syndrom und Demenz           Risikofaktoren:            o Hohes Alter            o Lange Krankheitsdauer       ...
Ursachen für Parkinson-Demenz Mangel an Acetylcholin im  Gehirn (ist sogar bei Morbus  Parkinson ohne Demenz  auffällig!)...
Störungen bei Parkinson-Demenz Auffällige Störungen:  o Störungen der Aufmerksamkeit  o Konzentrationsstörungen  o Vigila...
Störungen bei Parkinson-Demenz Weitere Störungen:  o Wortflüssigkeit  o Persönlichkeitsveränderungen  o Verhaltensstörung...
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Parkinson-Demenz ./. Depression
Diagnose Laborchemische, neuropsychologische und  elektrophysiologische Untersuchungen, auch zur  Abgrenzung von anderen ...
Diagnose Weitere Diagnose durch bekannte Tests (Uhrentest,  MMST, Wortflüssigkeitsaufgaben). Speziell entwickelt  wurde d...
Auszug aus dem Panda-Test
Erhebungsbögen und Tests ...bieten eine Gradeinteilung  bwz. lassen durch ein  Punkteschema die  Ausprägung der Erkrankun...
Therapie der Parkinson-Demenz Medikamentös:  - mit Rivastigmin (bei leichter bis mittelschwerer    Demenz zugelassen)    ...
Therapie der Parkinson-Demenz Zusätzlich:  Atypische Neuroleptika bei Unruhe & Halluzinationen  (Clozapin, Quetiapin), An...
Therapie der Parkinson-DemenzAls Grundpfeiler derBasisbehandlung geltenregelmäßigeKrankengymnastik,Bewegung an frischerLuf...
Warnsignale für Parkinson-Demenz          Veränderungen im Alltag:          • Auffällige Verschlechterung             gege...
Warnsignale für Parkinson-DemenzStörungen des Denkens:• Neu auftretende Schwächen bei der   Beurteilung von Sachverhalten•...
Warnsignale für Parkinson-Demenz               Störungen der Merkfähigkeit:               • Zunehmend schlechtes          ...
Warnsignale für Parkinson-DemenzStörungen des Gedächtnisses:• Worte fehlen / Gegenstände   können nicht mehr benannt   wer...
Warnsignale für Parkinson-Demenz               Verhaltensveränderungen:               • Auffällige                  Intere...
Warnsignale für Parkinson-DemenzM
Leben mit Parkinson-Demenz       Allgemeine Tipps:        Tagesablauf möglichst          überschaubar und gleichmäßig    ...
Leben mit Parkinson-Demenz Anforderungen anpassen Aktivitäten fördern Förderung der  Konzentration „Gehirn-Jogging“, v...
Leben mit Parkinson-Demenz         Informationen einholen (-> Arzt,          Angehörigengruppe...)         Auszeiten neh...
Umgang mit Halluzinationen        Was geschieht beim Kranken?         Sehen von nicht vorhandenen          Gegenständen, ...
Umgang mit HalluzinationenWas können Sie tun? Äußerungen erstnehmen, aber   nicht mit in die Halluzination   einsteigen ...
Was können Sie tun? Gute Krankenbeobachtung:  Was hat sich verändert? Medikamente exakt nach  Anweisung des Arztes  gebe...
Was können Sie tun? Auf ausreichende  Flüssigkeitszufuhr achten! Motivation zu  Eigenständigkeit! Zu neuen Aktivitäten ...
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NPK2012 - Christine Leue: Darf es etwas mehr sein? Demenz bei Morbus Parkinson

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Was bedeutet Parkinson-Demenz?

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NPK2012 - Christine Leue: Darf es etwas mehr sein? Demenz bei Morbus Parkinson

  1. 1. Darf es etwas mehr sein? Demenz bei Morbus ParkinsonAOK Rheinland / Hamburg Christine Leue, September 2012
  2. 2. Weniger ist mehr...Der Tag ist 24Stunden lang, aberunterschiedlichbreit....
  3. 3. Was bedeutet Parkinson-Demenz?• Kurzüberblick Krankheitsbild Morbus Parkinson• Kurzüberblick auffallende Symptome• Kurzüberblick Krankheitsverlauf & Therapie• Demenz bei Morbus Parkinson• Abgrenzung zur Alzheimer Demenz• Abgrenzung zur Depression• Therapiemöglichkeiten• Warnsignale• Leben mit Parkinson-Demenz
  4. 4. Krankheitsbild Morbus Parkinson• Arzt / Apotheker James Parkinson (1755-1824) aus London machte eine Erkrankung der Halswirbelsäule für die Symptome verantwortlich (-> Namensgeber)• Anfang der sechziger Jahre: Biochemischer Hintergrund der Krankheit wurde aufgedeckt (-> Abläufe im Gehirn)• Einführung der L-Dopa-Ersatztherapie, später wurde durch Einführung weiterer Anti-Parkinson- Medikamente die heutige Kombinationstherapie ermöglicht
  5. 5. Krankheitsbild Morbus Parkinson• Eine der häufigsten Krankheiten des Nervensystems• Männer und Frauen etwa gleich betroffen• Häufigkeit der Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter• Unter 40 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken gering, es gibt aber bereits unter 20jährige, die erkrankt sind• Erbliche Form ist selten• Lebenserwartung nicht verkürzt (L-Dopa-Therapie)• Ursachen noch unbekannt, vermutlich Altern, genetische, Stoffwechsel- und Umweltfaktoren, evtl. auch autoimmune Einflüsse
  6. 6. Krankheitsbild Morbus Parkinson Ursache: Basalganglien im Gehirn betroffen, vor allem Substantia nigra (Schwarze Substanz) und Striatum (Streifenkörper) Zellen in der schwarzen Substanz sterben ab =>Produktion & Speicherung von Dopamin sowie Weiterleitung von Signalen im Gehirn ist gestört
  7. 7. Symptome• Erste Symptome treten auf, wenn ca. 60% der Dopamin-Produktion in der Substantia nigra verloren gegangen sind• Der Vorgang kann 5 - 20 Jahre dauern, dadurch entsteht eine lange symptomfreie Phase• Die Beeinträchtigungen beginnen langsam, nehmen nach und nach zu
  8. 8. Symptom-Übersicht
  9. 9. Grundsymptome• Unbeweglichkeit (Akinese, Bradykinese)• Ruhezittern (Ruhetremor)• Muskelsteifheit (Rigor)• Haltungsinstabilität (posturale Instabilität)Für Parkinson-Diagnostik dabei ausschlaggebend: Krankheitsursache oder Auslöser sind unbekannt Symptome bessern sich bei einer Behandlung mit L-Dopa oder Dopamin-Agonisten keine untypischen Symptome vorhanden
  10. 10. Unbeweglichkeit Bradykinese Verlangsamung der Bewegungsabläufe Hypokinese Die Bewegungen werden insgesamt seltener, sind schwächer ausgeprägt; sie fängt im Allgemeinen auf einer Körperhälfte an, bleibt ziemlich lange auf eine Seite begrenzt Akinese Hochgradige Bewegungsarmut bis zur völligen Bewegungslosigkeit (trotz normaler Muskelkraft). Das Starten von Bewegungen ist gestört. Willkürliche und unwillkürliche Abläufe der quer- gestreiften Muskulatur sind betroffen.
  11. 11. Ruhezittern (Ruhetremor) Tremor = Zittern (lat. tremere) Ist eine unwillkürliche rhythmische Bewegung eines oder mehrerer Körperteile Ist nur ein Symptom und kann viele verschiedene Ursachen haben Tremorformen werden nach Frequenz, Lokalisation, Auslöse-Situation und Aktivierungsbedingungen unterschieden (z.B. Ruhetremor, Aktionstremor, Haltetremor, Intentionstremor; physiologischer Tremor!!) => wichtig für Diagnosestellung
  12. 12. Muskelsteifheit (Rigor) Gleichzeitige Spannungserhöhung in den antago- nistischen Muskeln (Beuge- und Streckmuskeln) Wird als Steifheitsgefühl in Armen und Beinen erlebt -> bei passiven Bewegungen zäher Widerstand in allen Richtungen spürbar Zahnradphänomen (-> Arm läßt sich nur ruckartig und abgehackt bewegen)=> Differenzierung von spastischer Tonuserhöhung aus anderen Ursachen
  13. 13. Haltungsinstabilität Auch „posturale Instabilität“ genannt• Mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung-> Automatische Stell- und Haltereflexe sind gestört, Haltung kann nur bewußt korrigiert werden, oft für andere Menschen sichtbar
  14. 14. Weitere Symptome  Schluckstörungen (Dysphagie)  Sprechstörungen  Gleichgewichtsstörungen  Vegetative Symptome  Neuropsychiatrische Symptome (Depression,...)  Schlafstörungen  Urologische Störungen  Impulskontrollstörungen
  15. 15. Vegetative Symptome Folgende vegetative Systeme können betroffen sein: • Herz- und Kreislauf • Magen-Darm-Regulation • Blasenfunktion • Sexualfunktion • Atmung • Wärmeregulation • Speichelfluß • Talgproduktion der Haut • Tränensekretion „nichtmotorische Symptome“
  16. 16. Krankheitsverlauf  Durch die moderne Parkinson-Therapie ist eine durchschnittliche Lebenserwartung und normale Lebensführung bei guter Lebensqualität möglich, sogar mit beruflicher Aktivität!
  17. 17. Krankheitsverlauf Läßt sich in 2 Phasen unterteilen: 1. Kompensierte Phase (auch Honeymoon-Phase): - Gutes Ansprechen auf Medikation kann anfangs zu völliger Symptomfreiheit führen - Medikamentenwirkung im Laufe des Tages ist ausgeglichen -> In der schwarzen Substanz sind noch genügend produzierende Dopaminzellen vorhanden, die es auch speichern können => Die Phase kann 5-10 Jahre dauern, häufig noch länger
  18. 18. Krankheitsverlauf2. Dekompensierte Phase: - Durch weiteren Zellschwund ist keine Dopamin- Speicherung im Gehirn mehr möglich -> Führt zu unausgeglichener, schwankender Medikamentenwirkung (On-Off-Perioden) und zu unwillkürlichen Überbewegungen (L-Dopa- Spätsyndrom) -> Durch Kombinationstherapie kann die Lebensqualität erhalten werden => Eine häufige Anpassung der Medikation ist erforderlich, zunehmend auch im Krankenhaus
  19. 19. Behandlungsmöglichkeiten Vier-Säulen-Konzept1. Medikamentöse Kombinationstherapie2. Begleittherapie (gezielte Krankengymnastik, Sprachtherapie, Ergotherapie...)3. Psychische Begleitung (Hilfe bei Krankheitsbewältigung, evtl. auch Psychotherapie)4. Familien- und Angehörigentherapie
  20. 20. Parkinson-Syndrom und Demenz Etwa 30-40% der Patienten entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung eine Demenz (ähnlich einer Lewy-Körperchen- Demenz) Bei „Early-onset“ Erkrankungen vor dem 40. Lebensjahr keine dementielle Entwicklung!
  21. 21. Parkinson-Syndrom und Demenz Demenz (lat. dementia = ohne Geist) führt durch krankheitsbedingte Schädigung des Gehirns zu einem fortschreitenden Verlust intellektueller Fähigkeiten mit zunehmenden Hirnleistungs- störungen und psychischen Veränderungen, die zur vollständigen Hilfebedürftigkeit des Betroffenen führen können Zu den Hirnleistungen zählen folgende Bereiche: Orientierung, Gedächtnis, Denken, Auffassung, emotionales Erleben, Rechnen, Sprache, Lernfähigkeit und Urteilsvermögen
  22. 22. Parkinson-Syndrom und Demenz  Risikofaktoren: o Hohes Alter o Lange Krankheitsdauer o Symmetrischer Beginn o Hypokinetisch-rigide Verlaufsform der Erkrankung o Auftreten von Halluzinationen o Auftreten von Gefäßprozessen im Gehirn
  23. 23. Ursachen für Parkinson-Demenz Mangel an Acetylcholin im Gehirn (ist sogar bei Morbus Parkinson ohne Demenz auffällig!) Zelluntergänge durch krankhafte Eiweißablagerung (-> Lewy-Körperchen) unter der Hirnrinde
  24. 24. Störungen bei Parkinson-Demenz Auffällige Störungen: o Störungen der Aufmerksamkeit o Konzentrationsstörungen o Vigilanzstörungen o Kognitive Verlangsamung o Gestörter Abruf von Informationen o Gestörtes Lernen bei gut erhaltenem Wiedererkennen o Visuell-räumliche Störungen o Frontal exekutive Störungen (Planen, Organisieren, Einhalten einer Reihenfolge)
  25. 25. Störungen bei Parkinson-Demenz Weitere Störungen: o Wortflüssigkeit o Persönlichkeitsveränderungen o Verhaltensstörungen o Apathie / Antriebsminderung o Depressionen / Angstzustände o Illusionäre Verkennungen und Halluzinationen (meist Menschen oder Tiere)  Verlangsamte Verarbeitung von Reizen, aber erhaltene Lernfähigkeit! Gedächtnishilfen sinnvoll!
  26. 26. Parkinson-Demenz ./. M. Alzheimer
  27. 27. Parkinson-Demenz ./. Depression
  28. 28. Diagnose Laborchemische, neuropsychologische und elektrophysiologische Untersuchungen, auch zur Abgrenzung von anderen Demenzen, Schilddrüsen- unterfunktion, Depression (-> Pseudo-Demenz) Kernspintomographie kann eine Hirnatrophie durch Zelluntergang darstellen Glucose-PET (Positronen-Emissions-Tomographie mit Zucker) verdeutlicht die Reduktion des Hirnstoffwechsels -> deutlich verminderter Zuckerstoffwechsel im Bereich der Basalganglien erkennbar
  29. 29. Diagnose Weitere Diagnose durch bekannte Tests (Uhrentest, MMST, Wortflüssigkeitsaufgaben). Speziell entwickelt wurde der PANDA-Test: o 5 Subtests zu besonders betroffenen Hirnleistungs- funktionen und ein Fragebogen zur Stimmungslage o Abgeprüfte Funktionen: Paarassoziationslernen, Wortflüssigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen (mentales Spiegeln), Arbeitsgedächtnis, verzögerte Abfragen ! Achtung: Diagnostik sollte immer in „guter Phase“ erfolgen, zur Abgrenzung von Parkinson-Symptomen!
  30. 30. Auszug aus dem Panda-Test
  31. 31. Erhebungsbögen und Tests ...bieten eine Gradeinteilung bwz. lassen durch ein Punkteschema die Ausprägung der Erkrankung erkennen ...stellen die aktuelle Situation dar ...erhärten unsichere körperliche Diagnosen (L-Dopa-Test,...)
  32. 32. Therapie der Parkinson-Demenz Medikamentös: - mit Rivastigmin (bei leichter bis mittelschwerer Demenz zugelassen) => hemmt den Acetylcholin-Abbau => Verbesserung von geistiger Leistungsfähigkeit und der Durchführung von Alltagstätigkeiten ! Unbedingt auf mögliche Zunahme von allgemein verlangsamten Bewegungen und Bewegungsarmut achten !
  33. 33. Therapie der Parkinson-Demenz Zusätzlich: Atypische Neuroleptika bei Unruhe & Halluzinationen (Clozapin, Quetiapin), Antidepressiva bei depressiven Verstimmungen - Psychosozialer Therapieplan ist von zentraler Bedeutung: -> Tagesklinik besuchen -> Hilfsdienste nutzen -> Angehörigenbetreuung bzw. zusätzliche Betreuungsleistungen der PV einplanen
  34. 34. Therapie der Parkinson-DemenzAls Grundpfeiler derBasisbehandlung geltenregelmäßigeKrankengymnastik,Bewegung an frischerLuft, ausreichendeFlüssigkeitszufuhr undgesunde Ernährung!
  35. 35. Warnsignale für Parkinson-Demenz Veränderungen im Alltag: • Auffällige Verschlechterung gegenüber den Fähigkeiten und Funktionen vorher • Schwierigkeiten bei Alltagstätigkeiten wie Essen, Ankleiden, Einkaufen oder anderen gewohnten Handlungen • Störungen bei der räumlichen Orientierung, in der Wohnung oder der näheren Umgebung
  36. 36. Warnsignale für Parkinson-DemenzStörungen des Denkens:• Neu auftretende Schwächen bei der Beurteilung von Sachverhalten• Schwierigkeiten beim Lösen einfacher Probleme oder bei Entscheidungen• Probleme logisch zu denken• Schwierigkeiten einfache Dinge zu planen• Störungen der Aufmerksamkeit, vor allem bei geteilter Aufmerksamkeit
  37. 37. Warnsignale für Parkinson-Demenz Störungen der Merkfähigkeit: • Zunehmend schlechtes Namensgedächtnis • Zunehmende Vergeßlichkeit • Vergessen von wichtigen Alltagsinformationen (Termine, Verabredungen)
  38. 38. Warnsignale für Parkinson-DemenzStörungen des Gedächtnisses:• Worte fehlen / Gegenstände können nicht mehr benannt werden• Veränderung in der Flüssigkeit der Sprache• Erinnerungsstörungen für kurz zurückliegende Ereignisse (Kurzzeitgedächtnis)
  39. 39. Warnsignale für Parkinson-Demenz Verhaltensveränderungen: • Auffällige Interesselosigkeit /Apathie • Zurückgezogenheit und Ängste • Nächtliche Verwirrtheit, starke Unruhe • Wesensveränderungen
  40. 40. Warnsignale für Parkinson-DemenzM
  41. 41. Leben mit Parkinson-Demenz Allgemeine Tipps:  Tagesablauf möglichst überschaubar und gleichmäßig gestalten  Lebensraum möglichst nicht verändern  Gewohnheiten beibehalten  Soziale Kontakte aufrechterhalten  Gefahrenquellen beseitigen
  42. 42. Leben mit Parkinson-Demenz Anforderungen anpassen Aktivitäten fördern Förderung der Konzentration „Gehirn-Jogging“, vor allem in der Anfangsphase Motivation zur Annahme von Hilfen
  43. 43. Leben mit Parkinson-Demenz  Informationen einholen (-> Arzt, Angehörigengruppe...)  Auszeiten nehmen  Voraussetzungen für wirkungsvolle Auseinandersetzung schaffen  Symptome ernst nehmen  Sicherheit und Geborgenheit vermitteln
  44. 44. Umgang mit Halluzinationen Was geschieht beim Kranken?  Sehen von nicht vorhandenen Gegenständen, Tieren oder Menschen (visuelle Halluzinationen)  Hören von Stimmen oder Geräuschen, die nicht real sind (akustische Halluzinationen) -> sind seltener  Vorbeihuschende Schatten oder Alpträume können Vorboten sein
  45. 45. Umgang mit HalluzinationenWas können Sie tun? Äußerungen erstnehmen, aber nicht mit in die Halluzination einsteigen Ruhig bleiben, Irrealität erklären Ängste nehmen durch Ablenkung, Ortswechsel etc. Räume hell ausleuchten=> Häufig werden die Halluzinationen nicht als bedrohlich empfunden und in den Alltag integriert
  46. 46. Was können Sie tun? Gute Krankenbeobachtung: Was hat sich verändert? Medikamente exakt nach Anweisung des Arztes geben (Uhrzeit, Mahlzeiten,...) Betroffenen mit verändertem Verhalten ernst nehmen Längere Pflegezeit einkalkulieren
  47. 47. Was können Sie tun? Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten! Motivation zu Eigenständigkeit! Zu neuen Aktivitäten ermuntern Offenes Ohr für offene Fragen haben, auch indirekte Fragen der Angehörigen
  48. 48. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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