SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
K Veranstaltungsrecht


K2 Recht der Veranstaltungssicherheit




Veranstaltungsmanagement –
Bemessung von Besucherplätzen
Praxishilfe zur Bemessung von Besucherplätzen:
Konzeption und Herstellung von Bestuhlungs- und Rettungswegepläne
auf der Basis der Musterverordnung für Versammlungsstätten
(MVStättV)

Walter Mäcken
Abteilungsleiter des Südwestrundfunks Baden-Baden; Gründungsgeschäftsführer
der Europäischen Medien und Event-Akademie Baden-Baden; Hochschul-
Lehrbeauftragter; Experte in den Fachbereichen Eventmanagement und Veran-
staltungssicherheit

Inhalt                                                                Seite


1.    Rechtliche Ausgangslage                                             3
2.    Was versteht der Regelsetzer unter dem Begriff „bauliche
      Anlage“?                                                            4
3.    Veranstalter- und Betreiberverantwortung                            5
4.    Irrationales Verhalten der Menschen bei einer Massenpanik           8
5.    Die Verantwortung des Betreibers und Veranstalters
      haben eine wechselseitige Beziehung – Besondere
      Betriebsvorschriften der MVStättV                                  10
6.    Gefährdung durch das Fehlverhalten der Menschen                    11
7.    Vermeidung von Massenpanik – Evakuierungskriterien                 12
8.    Das Bemessen der zulässigen Besucherzahl erfordert
      elementare Kenntnisse der Versammlungsstättenverordnung            15
9.    Nichtanwendbarkeit der Versammlungsstättenverordnungen             19
10.   Die Bemessung der Anzahl der Besucher und deren
      Entfluchtungsmöglichkeiten bis hin zur öffentlichen
      Verkehrsfläche sind Bestandteil des Sicherheitskonzepts            20
11.   Bemessung der Besucher und Besucherplätze                          21
12.   Sitzplatzbereiche von Tribünen                                     23    K
13.   Besucher- und Stellplätze für Behinderte und                             2.3
      Rollstuhlbenutzer sind in ausreichender Anzahl vorzusehen          27
14.   Besuchermenge in Abhängigkeit zur Grundfläche des                        S. 1
      Versammlungsraumes                                                 28
15.   Beschaffung der Stühle – Brandschutz                               36
16.   Ordnungswidrigkeitenrecht                                          36
17.   Antrags- und Genehmigungsverfahren                                 37
18.   Schlussbemerkung                                                   37




                                                41 Kultur & Recht April 2008
K Veranstaltungsrecht


       K2 Recht der Veranstaltungssicherheit




            Gefährdungsursachen in Versammlungsstätten                              6

            Praxishilfe für die Bemessung zulässiger Besucherzahlen                16


       Bevor sich Veranstaltungsverantwortliche der Ablauforganisation und dem Ti-
       cketmanagement hinwenden, sind sie gut beraten sich zunächst mit der jeweils
       landesspezifischen Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) zu befassen.
       Dies vor allem deshalb, weil der Gesetzgeber neben spezifischen baulichen Rege-
       lungen umfangreiche betriebsorganisatorische Maßnahmen festlegte. Insofern
       werden durch die Versammlungsstättenverordnung nicht nur Planer, Architekten
       und Bauingenieure tangiert, sondern gleichermaßen Betreiber von Veranstal-
       tungslocations und Veranstalter. Gerade die Verantwortlichen des Veranstal-
       tungsmanagement sind in ihrem Tagesgeschäft gesetzlich gefordert, auf die Ein-
       haltung betrieblicher Sicherheitsbestimmungen zu achten. Nun, warum ist die
       Auseinandersetzung mit der „Versammlungsstättenverordnung“ für Betreiber und
       Veranstalter gerade in der Planungsphase so unentbehrlich?




K
2.3
S. 2




       41 Kultur & Recht April 2008
K Veranstaltungsrecht


K2 Recht der Veranstaltungssicherheit




1.     Rechtliche Ausgangslage
Mithin spannend in diesem Zusammenhang ist die Auseinandersetzung mit der
rechtlichen Ausgangslage. So werden Planer, Betreiber und Veranstalter durch
das geltende Baurecht a priori aufgefordert, die zulässige Besuchermenge zu
ermitteln und der zuständigen Baurechtsbehörde zur Genehmigung anzuzeigen.
Infolge dessen ist es für die Verantwortlichen unverzichtbar, sich die „Sonder-
bauvorschriften für Veranstaltungsstätten“ einer genauen Betrachtung zu unter-
ziehen. Vor der Anwendung der Verordnung ist zu klären, ob es sich bei der ge-
wählten Veranstaltungsstätte tatsächlich um eine Versammlungsstätte im Sinne
der Verordnung handelt (nachstehend wird die Kurzform VStättVO verwendet).
Um dies festzustellen, ist die VStättVO des jeweiligen Bundeslandes der BRD
aufzuschlagen, in dem die Veranstaltung durchgeführt werden soll. Zwar gibt es
eine sogenannte „Musterverordnung für Versammlungsstätten (MVStättV 2005)“,
die als Universalausgabe an alle Bundesländer ging, jedoch oblag es den jeweili-
gen Bundesländern, die Musterausgabe in ihr Landesrecht „eins zu eins“ umzu-
wandeln. Leider gab es in diversen Bundesländern spezifische Anpassungen an
die bestehenden Richtlinien und Rechtsverordnungen, so dass Abweichungen
gegenüber der Musterversammlungsstättenverordnung vorzufinden sind. Diese
uneinheitliche Regelung macht es für die Anwender der Verordnungen nicht
gerade einfacher.

Die Anwendung der Versammlungsstättenverordnung setzt drei Bedingungen voraus:
1. Es muss eine bestimmte Anzahl von Besuchern gleichzeitig in einer Veran-
   staltungsstätte sein;
2. Es muss sich um eine bauliche Anlage handeln; und –
3. Es müssen bei Veranstaltungen im Freien „Szenenflächen“ hinzukommen.

Somit ist vorauszusetzen, dass jedes Gebäude, welches die Möglichkeit bietet, als
Veranstaltungsort zu fungieren und gleichzeitig das Fassungsvermögen mit mehr
als 100 bzw. 200 Besucher übersteigt, den Anwendungsbereich der VStättVO
erfüllt. Für Veranstaltungen im Freien ist das Merkmal „Szenenfläche“ Bedin-
gung. Entscheidend im Freien ist auch das Vorhandensein einer Absperrung (bau-
liche Anlage), die es dem Veranstalter ermöglicht, die Besuchermengen zu kon-
trollieren. Ferner setzt die Anwendung der VStättVO im Freien die Anwesenheit       K
von mindestens 1.000 Besuchern voraus. Insofern ist vor der Nutzung eines Ver-      2.3
anstaltungsortes immer festzustellen, ob die VStättVO anzuwenden ist. Zur Klä-      S. 3
rung dieser Frage dient §1 der landesspezifischen VStättVO. In diesem Paragra-
phen enthalten sind die marginalen Werte für Veranstaltungen in geschlossenen
Räumen sowie für Events im Freien. Um die zulässige Besuchermenge tatsäch-
lich bemessen zu können sind einerseits die Kriterien der Verordnung zu beachten
und andererseits ein rechnerischer und zeichnerischer Nachweis an die zuständige
Baurechtsbehörde zu liefern.



                                                    41 Kultur & Recht April 2008
K Veranstaltungsrecht


       K2 Recht der Veranstaltungssicherheit




       2.      Was versteht der Regelsetzer unter dem
               Begriff „bauliche Anlage“?
       Zum weiteren Verständnis ist zu konkretisieren was der Regelsetzer unter einer
       „baulichen Anlage“ im Sinne der VStättVO versteht. Im Bauordnungsrecht wird
       der Begriff der „baulichen Anlage“ als eigenständiger Rechtsbegriff des Landes-
       baurechts geführt und wird in der LBO BW wie folgt definiert:


       Auszug aus LBO BW §2

       (1) Bauliche Anlagen sind unmittelbar mit dem Erdboden verbunden, aus Bau-
       produkten hergestellte Anlagen. Eine Verbindung mit dem Erdboden besteht auch
       dann, wenn die Anlage durch eigene Schwere auf dem Boden ruht oder wenn die
       Anlage nach ihrem Verwendungszweck dazu bestimmt ist, überwiegend ortsfest
       benutzt zu werden.
       (2) …
       (10) Bauprodukte sind 1. Baustoffe, Bauteile und Anlagen, die dazu bestimmt
       sind, in bauliche Anlagen dauerhaft eingebaut zu werden, 2. aus Baustoffen und
       Bauteilen vorgefertigte Anlagen, die hergestellt werden, um mit dem Erdboden
       verbunden zu werden, wie Fertighäuser, Fertiggaragen und Silos.
       (11) Bauart ist das Zusammenfügen von Bauprodukten zu baulichen Anlagen oder
       Teilen von baulichen Anlagen.
       (12) Es stehen gleich 1. der Errichtung das Herstellen, Aufstellen, Anbringen,
       Einbauen, Einrichten, Instandhalten, Ändern und die Nutzungsänderung, 2. dem
       Abbruch das Beseitigen, soweit nicht anderes bestimmt ist.

       Der Rechtsbegriff der baulichen Anlage i. S. d. Bauordnungsrechts hat über die
       eigentliche Bedeutung des Wortes hinausgehenden Inhalt. Als Anlage wird einer-
       seits definiert was unmittelbar mit dem Boden verbunden ist, somit Bauwerke des
       Hoch- und Tiefbaus, andererseits was aus Bauprodukten, somit Baustoffen und
       Bauteilen besteht. Bei präziser Durchleuchtung der Bauverordnung wird als
       bauliche Anlage klargestellt, dass damit auch temporär verwendete Abschrankun-
K      gen gemeint sind, wie sie zur Steuerung von Besuchermengen bei Veranstaltun-
2.3    gen unter freiem Himmel Verwendung finden. Abgesperrte Territorien lassen sich
       in der Veranstaltungsbranche erreichen z. B. durch metallische Absperreinrich-
S. 4
       tungen, Bauzäune, Polizeigitter und ähnliches. Noch etwas konkreter: Wird ein
       Besucherbereich im Freien durch eine Absperrung begrenzt und ist eine Szenen-
       fläche von mindestens 20 m2 vorhanden, wird der Tatbestand der Anwendung der
       VStättVO bei gleichzeitiger Anwesenheit von mehr als 1.000 Personen vollum-
       fänglich erfüllt. Die entsprechende Formulierung in der MVStättV (§1, Abs. 1,
       Nr. 2) verdeutlicht, dass das Vorhandensein baulicher Anlagen und Szenenflächen
       ein zentrales Merkmal von Versammlungsstätten im Freien ist.


       41 Kultur & Recht April 2008

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

König ludwig ii
König ludwig iiKönig ludwig ii
König ludwig iipooh93
 
Strategisches Lobbying
Strategisches LobbyingStrategisches Lobbying
Strategisches LobbyingDr. Ingo Dahm
 
The management science school
The management science schoolThe management science school
The management science schoolPaul Scharn
 
Poser: Zur Zulässigkeit der Versendung von Werbemails und elektronischen News...
Poser: Zur Zulässigkeit der Versendung von Werbemails und elektronischen News...Poser: Zur Zulässigkeit der Versendung von Werbemails und elektronischen News...
Poser: Zur Zulässigkeit der Versendung von Werbemails und elektronischen News...Raabe Verlag
 
Scheytt: Recht finden – Recht setzen. Rechtsfragen kommunaler Kultureinrichtu...
Scheytt: Recht finden – Recht setzen. Rechtsfragen kommunaler Kultureinrichtu...Scheytt: Recht finden – Recht setzen. Rechtsfragen kommunaler Kultureinrichtu...
Scheytt: Recht finden – Recht setzen. Rechtsfragen kommunaler Kultureinrichtu...Raabe Verlag
 
Goldmann: Urheberrechtliche Probleme im Internet – Teil 1
Goldmann: Urheberrechtliche Probleme im Internet – Teil 1Goldmann: Urheberrechtliche Probleme im Internet – Teil 1
Goldmann: Urheberrechtliche Probleme im Internet – Teil 1Raabe Verlag
 
Fundraising - An Industry Perspective
Fundraising  - An Industry PerspectiveFundraising  - An Industry Perspective
Fundraising - An Industry PerspectiveDr. Ingo Dahm
 
Ahlberg: Kommentar zu den Leistungsschutzrechten – Teil 2. Inhalt, gesetzlich...
Ahlberg: Kommentar zu den Leistungsschutzrechten – Teil 2. Inhalt, gesetzlich...Ahlberg: Kommentar zu den Leistungsschutzrechten – Teil 2. Inhalt, gesetzlich...
Ahlberg: Kommentar zu den Leistungsschutzrechten – Teil 2. Inhalt, gesetzlich...Raabe Verlag
 
Forum STE-PS - Dokumentation Seminar Nuertingen
Forum STE-PS - Dokumentation Seminar NuertingenForum STE-PS - Dokumentation Seminar Nuertingen
Forum STE-PS - Dokumentation Seminar NuertingenMichael Wünsch
 
Prof. Dr. Andrea Hausmann: Erfolgreiches Innovationsmanagement in Kulturbetri...
Prof. Dr. Andrea Hausmann: Erfolgreiches Innovationsmanagement in Kulturbetri...Prof. Dr. Andrea Hausmann: Erfolgreiches Innovationsmanagement in Kulturbetri...
Prof. Dr. Andrea Hausmann: Erfolgreiches Innovationsmanagement in Kulturbetri...Raabe Verlag
 
หูฟังขั้นเทพรุ่นใหม่ผลิตจากอลูมิเนียมพร้อมสุดยอดเสียงแบบสุดขั้ว ออกแบบมาเพื่อ...
หูฟังขั้นเทพรุ่นใหม่ผลิตจากอลูมิเนียมพร้อมสุดยอดเสียงแบบสุดขั้ว ออกแบบมาเพื่อ...หูฟังขั้นเทพรุ่นใหม่ผลิตจากอลูมิเนียมพร้อมสุดยอดเสียงแบบสุดขั้ว ออกแบบมาเพื่อ...
หูฟังขั้นเทพรุ่นใหม่ผลิตจากอลูมิเนียมพร้อมสุดยอดเสียงแบบสุดขั้ว ออกแบบมาเพื่อ...Sarinya Samkaew
 

Andere mochten auch (15)

Wanderausstellung Astronomie
Wanderausstellung AstronomieWanderausstellung Astronomie
Wanderausstellung Astronomie
 
König ludwig ii
König ludwig iiKönig ludwig ii
König ludwig ii
 
Strategisches Lobbying
Strategisches LobbyingStrategisches Lobbying
Strategisches Lobbying
 
The management science school
The management science schoolThe management science school
The management science school
 
Poser: Zur Zulässigkeit der Versendung von Werbemails und elektronischen News...
Poser: Zur Zulässigkeit der Versendung von Werbemails und elektronischen News...Poser: Zur Zulässigkeit der Versendung von Werbemails und elektronischen News...
Poser: Zur Zulässigkeit der Versendung von Werbemails und elektronischen News...
 
Scheytt: Recht finden – Recht setzen. Rechtsfragen kommunaler Kultureinrichtu...
Scheytt: Recht finden – Recht setzen. Rechtsfragen kommunaler Kultureinrichtu...Scheytt: Recht finden – Recht setzen. Rechtsfragen kommunaler Kultureinrichtu...
Scheytt: Recht finden – Recht setzen. Rechtsfragen kommunaler Kultureinrichtu...
 
Amaral
AmaralAmaral
Amaral
 
Goldmann: Urheberrechtliche Probleme im Internet – Teil 1
Goldmann: Urheberrechtliche Probleme im Internet – Teil 1Goldmann: Urheberrechtliche Probleme im Internet – Teil 1
Goldmann: Urheberrechtliche Probleme im Internet – Teil 1
 
Jane aussten
Jane ausstenJane aussten
Jane aussten
 
Fundraising - An Industry Perspective
Fundraising  - An Industry PerspectiveFundraising  - An Industry Perspective
Fundraising - An Industry Perspective
 
Ahlberg: Kommentar zu den Leistungsschutzrechten – Teil 2. Inhalt, gesetzlich...
Ahlberg: Kommentar zu den Leistungsschutzrechten – Teil 2. Inhalt, gesetzlich...Ahlberg: Kommentar zu den Leistungsschutzrechten – Teil 2. Inhalt, gesetzlich...
Ahlberg: Kommentar zu den Leistungsschutzrechten – Teil 2. Inhalt, gesetzlich...
 
Forum STE-PS - Dokumentation Seminar Nuertingen
Forum STE-PS - Dokumentation Seminar NuertingenForum STE-PS - Dokumentation Seminar Nuertingen
Forum STE-PS - Dokumentation Seminar Nuertingen
 
Prof. Dr. Andrea Hausmann: Erfolgreiches Innovationsmanagement in Kulturbetri...
Prof. Dr. Andrea Hausmann: Erfolgreiches Innovationsmanagement in Kulturbetri...Prof. Dr. Andrea Hausmann: Erfolgreiches Innovationsmanagement in Kulturbetri...
Prof. Dr. Andrea Hausmann: Erfolgreiches Innovationsmanagement in Kulturbetri...
 
Normalisierung
NormalisierungNormalisierung
Normalisierung
 
หูฟังขั้นเทพรุ่นใหม่ผลิตจากอลูมิเนียมพร้อมสุดยอดเสียงแบบสุดขั้ว ออกแบบมาเพื่อ...
หูฟังขั้นเทพรุ่นใหม่ผลิตจากอลูมิเนียมพร้อมสุดยอดเสียงแบบสุดขั้ว ออกแบบมาเพื่อ...หูฟังขั้นเทพรุ่นใหม่ผลิตจากอลูมิเนียมพร้อมสุดยอดเสียงแบบสุดขั้ว ออกแบบมาเพื่อ...
หูฟังขั้นเทพรุ่นใหม่ผลิตจากอลูมิเนียมพร้อมสุดยอดเสียงแบบสุดขั้ว ออกแบบมาเพื่อ...
 

Ähnlich wie Mäcken: Veranstaltungsmanagement – Bemessung von Besucherplätzen

Hofert: Gestaltungsmöglichkeiten im Vergaberecht. Hinweise für die Praxis des...
Hofert: Gestaltungsmöglichkeiten im Vergaberecht. Hinweise für die Praxis des...Hofert: Gestaltungsmöglichkeiten im Vergaberecht. Hinweise für die Praxis des...
Hofert: Gestaltungsmöglichkeiten im Vergaberecht. Hinweise für die Praxis des...Raabe Verlag
 
Safety First: Wie reagieren Sie als Destinatination auf die aktuellen Sicherh...
Safety First: Wie reagieren Sie als Destinatination auf die aktuellen Sicherh...Safety First: Wie reagieren Sie als Destinatination auf die aktuellen Sicherh...
Safety First: Wie reagieren Sie als Destinatination auf die aktuellen Sicherh...GCB German Convention Bureau e.V.
 
Igb ta cook 2016 01-20 igb rev04
Igb ta cook 2016 01-20 igb rev04Igb ta cook 2016 01-20 igb rev04
Igb ta cook 2016 01-20 igb rev04IGBHH
 
Bretz: KulturRaumÜberlassung
Bretz: KulturRaumÜberlassungBretz: KulturRaumÜberlassung
Bretz: KulturRaumÜberlassungRaabe Verlag
 
Stellungnahme des DAV zum Delisting
Stellungnahme des DAV zum Delisting Stellungnahme des DAV zum Delisting
Stellungnahme des DAV zum Delisting SpruchZ
 
Definition Lokaler Kritischer Infrastrukturen
Definition Lokaler Kritischer InfrastrukturenDefinition Lokaler Kritischer Infrastrukturen
Definition Lokaler Kritischer InfrastrukturenThomasMnzberg
 

Ähnlich wie Mäcken: Veranstaltungsmanagement – Bemessung von Besucherplätzen (6)

Hofert: Gestaltungsmöglichkeiten im Vergaberecht. Hinweise für die Praxis des...
Hofert: Gestaltungsmöglichkeiten im Vergaberecht. Hinweise für die Praxis des...Hofert: Gestaltungsmöglichkeiten im Vergaberecht. Hinweise für die Praxis des...
Hofert: Gestaltungsmöglichkeiten im Vergaberecht. Hinweise für die Praxis des...
 
Safety First: Wie reagieren Sie als Destinatination auf die aktuellen Sicherh...
Safety First: Wie reagieren Sie als Destinatination auf die aktuellen Sicherh...Safety First: Wie reagieren Sie als Destinatination auf die aktuellen Sicherh...
Safety First: Wie reagieren Sie als Destinatination auf die aktuellen Sicherh...
 
Igb ta cook 2016 01-20 igb rev04
Igb ta cook 2016 01-20 igb rev04Igb ta cook 2016 01-20 igb rev04
Igb ta cook 2016 01-20 igb rev04
 
Bretz: KulturRaumÜberlassung
Bretz: KulturRaumÜberlassungBretz: KulturRaumÜberlassung
Bretz: KulturRaumÜberlassung
 
Stellungnahme des DAV zum Delisting
Stellungnahme des DAV zum Delisting Stellungnahme des DAV zum Delisting
Stellungnahme des DAV zum Delisting
 
Definition Lokaler Kritischer Infrastrukturen
Definition Lokaler Kritischer InfrastrukturenDefinition Lokaler Kritischer Infrastrukturen
Definition Lokaler Kritischer Infrastrukturen
 

Mehr von Raabe Verlag

Martina Herring: Besucherorientierung im Museum. Qualifizierung von Mitarbeit...
Martina Herring: Besucherorientierung im Museum. Qualifizierung von Mitarbeit...Martina Herring: Besucherorientierung im Museum. Qualifizierung von Mitarbeit...
Martina Herring: Besucherorientierung im Museum. Qualifizierung von Mitarbeit...Raabe Verlag
 
Dr. Annett Baumast: Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb
Dr. Annett Baumast: Nachhaltigkeit im KulturbetriebDr. Annett Baumast: Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb
Dr. Annett Baumast: Nachhaltigkeit im KulturbetriebRaabe Verlag
 
David Scherer: Crowdfunding im Social Web
David Scherer: Crowdfunding im Social WebDavid Scherer: Crowdfunding im Social Web
David Scherer: Crowdfunding im Social WebRaabe Verlag
 
Birgit Walter: Ökonomische Rechtfertigung öffentlicher Kulturförderung
Birgit Walter: Ökonomische Rechtfertigung öffentlicher KulturförderungBirgit Walter: Ökonomische Rechtfertigung öffentlicher Kulturförderung
Birgit Walter: Ökonomische Rechtfertigung öffentlicher KulturförderungRaabe Verlag
 
Dr. Burkhard Bastuck: Der Intendantenvertrag
Dr. Burkhard Bastuck: Der IntendantenvertragDr. Burkhard Bastuck: Der Intendantenvertrag
Dr. Burkhard Bastuck: Der IntendantenvertragRaabe Verlag
 
Prof. Dr. Gerhard Pfennig: Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
Prof. Dr. Gerhard Pfennig: Verwertungsgesellschaft Bild-KunstProf. Dr. Gerhard Pfennig: Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
Prof. Dr. Gerhard Pfennig: Verwertungsgesellschaft Bild-KunstRaabe Verlag
 
Robert Kirchmaier: Kulturgüteraustausch und Staatsgarantien
Robert Kirchmaier: Kulturgüteraustausch und StaatsgarantienRobert Kirchmaier: Kulturgüteraustausch und Staatsgarantien
Robert Kirchmaier: Kulturgüteraustausch und StaatsgarantienRaabe Verlag
 
Stephanie Koopmann: Großspenden-Fundraising
Stephanie Koopmann: Großspenden-FundraisingStephanie Koopmann: Großspenden-Fundraising
Stephanie Koopmann: Großspenden-FundraisingRaabe Verlag
 
Antonella Tanca: „Lebenslanges Lernen“ - Das Museum als Lernort
Antonella Tanca:  „Lebenslanges Lernen“ - Das Museum als LernortAntonella Tanca:  „Lebenslanges Lernen“ - Das Museum als Lernort
Antonella Tanca: „Lebenslanges Lernen“ - Das Museum als LernortRaabe Verlag
 
Peter Loock: Beispiele für Mediations-Güteverfahren
Peter Loock: Beispiele für Mediations-GüteverfahrenPeter Loock: Beispiele für Mediations-Güteverfahren
Peter Loock: Beispiele für Mediations-GüteverfahrenRaabe Verlag
 
Gordon K. Strahl: Marketing in der Freien Kulturszene
Gordon K. Strahl: Marketing in der Freien KulturszeneGordon K. Strahl: Marketing in der Freien Kulturszene
Gordon K. Strahl: Marketing in der Freien KulturszeneRaabe Verlag
 
Oliver Daniel Sopalla: Werben in Echtzeit
Oliver Daniel Sopalla: Werben in EchtzeitOliver Daniel Sopalla: Werben in Echtzeit
Oliver Daniel Sopalla: Werben in EchtzeitRaabe Verlag
 
Markus Edlefsen: Was machen die eigentlich? Transparenz in der Zivilgesellschaft
Markus Edlefsen: Was machen die eigentlich? Transparenz in der ZivilgesellschaftMarkus Edlefsen: Was machen die eigentlich? Transparenz in der Zivilgesellschaft
Markus Edlefsen: Was machen die eigentlich? Transparenz in der ZivilgesellschaftRaabe Verlag
 
Mandy Risch, Andreas Kerst: Die steuerbegünstigte Vermögensverwaltung gemeinn...
Mandy Risch, Andreas Kerst: Die steuerbegünstigte Vermögensverwaltung gemeinn...Mandy Risch, Andreas Kerst: Die steuerbegünstigte Vermögensverwaltung gemeinn...
Mandy Risch, Andreas Kerst: Die steuerbegünstigte Vermögensverwaltung gemeinn...Raabe Verlag
 
Gereon Röckrath: Leistungsstörungen bei der Abwicklung von Verträgen im Kultu...
Gereon Röckrath: Leistungsstörungen bei der Abwicklung von Verträgen im Kultu...Gereon Röckrath: Leistungsstörungen bei der Abwicklung von Verträgen im Kultu...
Gereon Röckrath: Leistungsstörungen bei der Abwicklung von Verträgen im Kultu...Raabe Verlag
 
Ulrich Poser: Die beschränkte Steuerpflicht ausländischer Künstler
Ulrich Poser: Die beschränkte Steuerpflicht ausländischer KünstlerUlrich Poser: Die beschränkte Steuerpflicht ausländischer Künstler
Ulrich Poser: Die beschränkte Steuerpflicht ausländischer KünstlerRaabe Verlag
 
Dr. Tobias Holzmüller: Die öffentliche Hand im Wettbewerb mit privaten Kultur...
Dr. Tobias Holzmüller: Die öffentliche Hand im Wettbewerb mit privaten Kultur...Dr. Tobias Holzmüller: Die öffentliche Hand im Wettbewerb mit privaten Kultur...
Dr. Tobias Holzmüller: Die öffentliche Hand im Wettbewerb mit privaten Kultur...Raabe Verlag
 
Prof. Dr. Gernot Wolfram: Die Bedeutung der Creative Industries für internati...
Prof. Dr. Gernot Wolfram: Die Bedeutung der Creative Industries für internati...Prof. Dr. Gernot Wolfram: Die Bedeutung der Creative Industries für internati...
Prof. Dr. Gernot Wolfram: Die Bedeutung der Creative Industries für internati...Raabe Verlag
 
Lansnicker, Schwirtzek: Private Arbeitsvermittlung durch Künstleragenturen – ...
Lansnicker, Schwirtzek: Private Arbeitsvermittlung durch Künstleragenturen – ...Lansnicker, Schwirtzek: Private Arbeitsvermittlung durch Künstleragenturen – ...
Lansnicker, Schwirtzek: Private Arbeitsvermittlung durch Künstleragenturen – ...Raabe Verlag
 
Dr. Achim Gmilkowsky: Vertragsgestaltung für Fotografen, Teil 1
Dr. Achim Gmilkowsky: Vertragsgestaltung für Fotografen, Teil 1 Dr. Achim Gmilkowsky: Vertragsgestaltung für Fotografen, Teil 1
Dr. Achim Gmilkowsky: Vertragsgestaltung für Fotografen, Teil 1 Raabe Verlag
 

Mehr von Raabe Verlag (20)

Martina Herring: Besucherorientierung im Museum. Qualifizierung von Mitarbeit...
Martina Herring: Besucherorientierung im Museum. Qualifizierung von Mitarbeit...Martina Herring: Besucherorientierung im Museum. Qualifizierung von Mitarbeit...
Martina Herring: Besucherorientierung im Museum. Qualifizierung von Mitarbeit...
 
Dr. Annett Baumast: Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb
Dr. Annett Baumast: Nachhaltigkeit im KulturbetriebDr. Annett Baumast: Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb
Dr. Annett Baumast: Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb
 
David Scherer: Crowdfunding im Social Web
David Scherer: Crowdfunding im Social WebDavid Scherer: Crowdfunding im Social Web
David Scherer: Crowdfunding im Social Web
 
Birgit Walter: Ökonomische Rechtfertigung öffentlicher Kulturförderung
Birgit Walter: Ökonomische Rechtfertigung öffentlicher KulturförderungBirgit Walter: Ökonomische Rechtfertigung öffentlicher Kulturförderung
Birgit Walter: Ökonomische Rechtfertigung öffentlicher Kulturförderung
 
Dr. Burkhard Bastuck: Der Intendantenvertrag
Dr. Burkhard Bastuck: Der IntendantenvertragDr. Burkhard Bastuck: Der Intendantenvertrag
Dr. Burkhard Bastuck: Der Intendantenvertrag
 
Prof. Dr. Gerhard Pfennig: Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
Prof. Dr. Gerhard Pfennig: Verwertungsgesellschaft Bild-KunstProf. Dr. Gerhard Pfennig: Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
Prof. Dr. Gerhard Pfennig: Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
 
Robert Kirchmaier: Kulturgüteraustausch und Staatsgarantien
Robert Kirchmaier: Kulturgüteraustausch und StaatsgarantienRobert Kirchmaier: Kulturgüteraustausch und Staatsgarantien
Robert Kirchmaier: Kulturgüteraustausch und Staatsgarantien
 
Stephanie Koopmann: Großspenden-Fundraising
Stephanie Koopmann: Großspenden-FundraisingStephanie Koopmann: Großspenden-Fundraising
Stephanie Koopmann: Großspenden-Fundraising
 
Antonella Tanca: „Lebenslanges Lernen“ - Das Museum als Lernort
Antonella Tanca:  „Lebenslanges Lernen“ - Das Museum als LernortAntonella Tanca:  „Lebenslanges Lernen“ - Das Museum als Lernort
Antonella Tanca: „Lebenslanges Lernen“ - Das Museum als Lernort
 
Peter Loock: Beispiele für Mediations-Güteverfahren
Peter Loock: Beispiele für Mediations-GüteverfahrenPeter Loock: Beispiele für Mediations-Güteverfahren
Peter Loock: Beispiele für Mediations-Güteverfahren
 
Gordon K. Strahl: Marketing in der Freien Kulturszene
Gordon K. Strahl: Marketing in der Freien KulturszeneGordon K. Strahl: Marketing in der Freien Kulturszene
Gordon K. Strahl: Marketing in der Freien Kulturszene
 
Oliver Daniel Sopalla: Werben in Echtzeit
Oliver Daniel Sopalla: Werben in EchtzeitOliver Daniel Sopalla: Werben in Echtzeit
Oliver Daniel Sopalla: Werben in Echtzeit
 
Markus Edlefsen: Was machen die eigentlich? Transparenz in der Zivilgesellschaft
Markus Edlefsen: Was machen die eigentlich? Transparenz in der ZivilgesellschaftMarkus Edlefsen: Was machen die eigentlich? Transparenz in der Zivilgesellschaft
Markus Edlefsen: Was machen die eigentlich? Transparenz in der Zivilgesellschaft
 
Mandy Risch, Andreas Kerst: Die steuerbegünstigte Vermögensverwaltung gemeinn...
Mandy Risch, Andreas Kerst: Die steuerbegünstigte Vermögensverwaltung gemeinn...Mandy Risch, Andreas Kerst: Die steuerbegünstigte Vermögensverwaltung gemeinn...
Mandy Risch, Andreas Kerst: Die steuerbegünstigte Vermögensverwaltung gemeinn...
 
Gereon Röckrath: Leistungsstörungen bei der Abwicklung von Verträgen im Kultu...
Gereon Röckrath: Leistungsstörungen bei der Abwicklung von Verträgen im Kultu...Gereon Röckrath: Leistungsstörungen bei der Abwicklung von Verträgen im Kultu...
Gereon Röckrath: Leistungsstörungen bei der Abwicklung von Verträgen im Kultu...
 
Ulrich Poser: Die beschränkte Steuerpflicht ausländischer Künstler
Ulrich Poser: Die beschränkte Steuerpflicht ausländischer KünstlerUlrich Poser: Die beschränkte Steuerpflicht ausländischer Künstler
Ulrich Poser: Die beschränkte Steuerpflicht ausländischer Künstler
 
Dr. Tobias Holzmüller: Die öffentliche Hand im Wettbewerb mit privaten Kultur...
Dr. Tobias Holzmüller: Die öffentliche Hand im Wettbewerb mit privaten Kultur...Dr. Tobias Holzmüller: Die öffentliche Hand im Wettbewerb mit privaten Kultur...
Dr. Tobias Holzmüller: Die öffentliche Hand im Wettbewerb mit privaten Kultur...
 
Prof. Dr. Gernot Wolfram: Die Bedeutung der Creative Industries für internati...
Prof. Dr. Gernot Wolfram: Die Bedeutung der Creative Industries für internati...Prof. Dr. Gernot Wolfram: Die Bedeutung der Creative Industries für internati...
Prof. Dr. Gernot Wolfram: Die Bedeutung der Creative Industries für internati...
 
Lansnicker, Schwirtzek: Private Arbeitsvermittlung durch Künstleragenturen – ...
Lansnicker, Schwirtzek: Private Arbeitsvermittlung durch Künstleragenturen – ...Lansnicker, Schwirtzek: Private Arbeitsvermittlung durch Künstleragenturen – ...
Lansnicker, Schwirtzek: Private Arbeitsvermittlung durch Künstleragenturen – ...
 
Dr. Achim Gmilkowsky: Vertragsgestaltung für Fotografen, Teil 1
Dr. Achim Gmilkowsky: Vertragsgestaltung für Fotografen, Teil 1 Dr. Achim Gmilkowsky: Vertragsgestaltung für Fotografen, Teil 1
Dr. Achim Gmilkowsky: Vertragsgestaltung für Fotografen, Teil 1
 

Mäcken: Veranstaltungsmanagement – Bemessung von Besucherplätzen

  • 1. K Veranstaltungsrecht K2 Recht der Veranstaltungssicherheit Veranstaltungsmanagement – Bemessung von Besucherplätzen Praxishilfe zur Bemessung von Besucherplätzen: Konzeption und Herstellung von Bestuhlungs- und Rettungswegepläne auf der Basis der Musterverordnung für Versammlungsstätten (MVStättV) Walter Mäcken Abteilungsleiter des Südwestrundfunks Baden-Baden; Gründungsgeschäftsführer der Europäischen Medien und Event-Akademie Baden-Baden; Hochschul- Lehrbeauftragter; Experte in den Fachbereichen Eventmanagement und Veran- staltungssicherheit Inhalt Seite 1. Rechtliche Ausgangslage 3 2. Was versteht der Regelsetzer unter dem Begriff „bauliche Anlage“? 4 3. Veranstalter- und Betreiberverantwortung 5 4. Irrationales Verhalten der Menschen bei einer Massenpanik 8 5. Die Verantwortung des Betreibers und Veranstalters haben eine wechselseitige Beziehung – Besondere Betriebsvorschriften der MVStättV 10 6. Gefährdung durch das Fehlverhalten der Menschen 11 7. Vermeidung von Massenpanik – Evakuierungskriterien 12 8. Das Bemessen der zulässigen Besucherzahl erfordert elementare Kenntnisse der Versammlungsstättenverordnung 15 9. Nichtanwendbarkeit der Versammlungsstättenverordnungen 19 10. Die Bemessung der Anzahl der Besucher und deren Entfluchtungsmöglichkeiten bis hin zur öffentlichen Verkehrsfläche sind Bestandteil des Sicherheitskonzepts 20 11. Bemessung der Besucher und Besucherplätze 21 12. Sitzplatzbereiche von Tribünen 23 K 13. Besucher- und Stellplätze für Behinderte und 2.3 Rollstuhlbenutzer sind in ausreichender Anzahl vorzusehen 27 14. Besuchermenge in Abhängigkeit zur Grundfläche des S. 1 Versammlungsraumes 28 15. Beschaffung der Stühle – Brandschutz 36 16. Ordnungswidrigkeitenrecht 36 17. Antrags- und Genehmigungsverfahren 37 18. Schlussbemerkung 37 41 Kultur & Recht April 2008
  • 2. K Veranstaltungsrecht K2 Recht der Veranstaltungssicherheit Gefährdungsursachen in Versammlungsstätten 6 Praxishilfe für die Bemessung zulässiger Besucherzahlen 16 Bevor sich Veranstaltungsverantwortliche der Ablauforganisation und dem Ti- cketmanagement hinwenden, sind sie gut beraten sich zunächst mit der jeweils landesspezifischen Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) zu befassen. Dies vor allem deshalb, weil der Gesetzgeber neben spezifischen baulichen Rege- lungen umfangreiche betriebsorganisatorische Maßnahmen festlegte. Insofern werden durch die Versammlungsstättenverordnung nicht nur Planer, Architekten und Bauingenieure tangiert, sondern gleichermaßen Betreiber von Veranstal- tungslocations und Veranstalter. Gerade die Verantwortlichen des Veranstal- tungsmanagement sind in ihrem Tagesgeschäft gesetzlich gefordert, auf die Ein- haltung betrieblicher Sicherheitsbestimmungen zu achten. Nun, warum ist die Auseinandersetzung mit der „Versammlungsstättenverordnung“ für Betreiber und Veranstalter gerade in der Planungsphase so unentbehrlich? K 2.3 S. 2 41 Kultur & Recht April 2008
  • 3. K Veranstaltungsrecht K2 Recht der Veranstaltungssicherheit 1. Rechtliche Ausgangslage Mithin spannend in diesem Zusammenhang ist die Auseinandersetzung mit der rechtlichen Ausgangslage. So werden Planer, Betreiber und Veranstalter durch das geltende Baurecht a priori aufgefordert, die zulässige Besuchermenge zu ermitteln und der zuständigen Baurechtsbehörde zur Genehmigung anzuzeigen. Infolge dessen ist es für die Verantwortlichen unverzichtbar, sich die „Sonder- bauvorschriften für Veranstaltungsstätten“ einer genauen Betrachtung zu unter- ziehen. Vor der Anwendung der Verordnung ist zu klären, ob es sich bei der ge- wählten Veranstaltungsstätte tatsächlich um eine Versammlungsstätte im Sinne der Verordnung handelt (nachstehend wird die Kurzform VStättVO verwendet). Um dies festzustellen, ist die VStättVO des jeweiligen Bundeslandes der BRD aufzuschlagen, in dem die Veranstaltung durchgeführt werden soll. Zwar gibt es eine sogenannte „Musterverordnung für Versammlungsstätten (MVStättV 2005)“, die als Universalausgabe an alle Bundesländer ging, jedoch oblag es den jeweili- gen Bundesländern, die Musterausgabe in ihr Landesrecht „eins zu eins“ umzu- wandeln. Leider gab es in diversen Bundesländern spezifische Anpassungen an die bestehenden Richtlinien und Rechtsverordnungen, so dass Abweichungen gegenüber der Musterversammlungsstättenverordnung vorzufinden sind. Diese uneinheitliche Regelung macht es für die Anwender der Verordnungen nicht gerade einfacher. Die Anwendung der Versammlungsstättenverordnung setzt drei Bedingungen voraus: 1. Es muss eine bestimmte Anzahl von Besuchern gleichzeitig in einer Veran- staltungsstätte sein; 2. Es muss sich um eine bauliche Anlage handeln; und – 3. Es müssen bei Veranstaltungen im Freien „Szenenflächen“ hinzukommen. Somit ist vorauszusetzen, dass jedes Gebäude, welches die Möglichkeit bietet, als Veranstaltungsort zu fungieren und gleichzeitig das Fassungsvermögen mit mehr als 100 bzw. 200 Besucher übersteigt, den Anwendungsbereich der VStättVO erfüllt. Für Veranstaltungen im Freien ist das Merkmal „Szenenfläche“ Bedin- gung. Entscheidend im Freien ist auch das Vorhandensein einer Absperrung (bau- liche Anlage), die es dem Veranstalter ermöglicht, die Besuchermengen zu kon- trollieren. Ferner setzt die Anwendung der VStättVO im Freien die Anwesenheit K von mindestens 1.000 Besuchern voraus. Insofern ist vor der Nutzung eines Ver- 2.3 anstaltungsortes immer festzustellen, ob die VStättVO anzuwenden ist. Zur Klä- S. 3 rung dieser Frage dient §1 der landesspezifischen VStättVO. In diesem Paragra- phen enthalten sind die marginalen Werte für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sowie für Events im Freien. Um die zulässige Besuchermenge tatsäch- lich bemessen zu können sind einerseits die Kriterien der Verordnung zu beachten und andererseits ein rechnerischer und zeichnerischer Nachweis an die zuständige Baurechtsbehörde zu liefern. 41 Kultur & Recht April 2008
  • 4. K Veranstaltungsrecht K2 Recht der Veranstaltungssicherheit 2. Was versteht der Regelsetzer unter dem Begriff „bauliche Anlage“? Zum weiteren Verständnis ist zu konkretisieren was der Regelsetzer unter einer „baulichen Anlage“ im Sinne der VStättVO versteht. Im Bauordnungsrecht wird der Begriff der „baulichen Anlage“ als eigenständiger Rechtsbegriff des Landes- baurechts geführt und wird in der LBO BW wie folgt definiert: Auszug aus LBO BW §2 (1) Bauliche Anlagen sind unmittelbar mit dem Erdboden verbunden, aus Bau- produkten hergestellte Anlagen. Eine Verbindung mit dem Erdboden besteht auch dann, wenn die Anlage durch eigene Schwere auf dem Boden ruht oder wenn die Anlage nach ihrem Verwendungszweck dazu bestimmt ist, überwiegend ortsfest benutzt zu werden. (2) … (10) Bauprodukte sind 1. Baustoffe, Bauteile und Anlagen, die dazu bestimmt sind, in bauliche Anlagen dauerhaft eingebaut zu werden, 2. aus Baustoffen und Bauteilen vorgefertigte Anlagen, die hergestellt werden, um mit dem Erdboden verbunden zu werden, wie Fertighäuser, Fertiggaragen und Silos. (11) Bauart ist das Zusammenfügen von Bauprodukten zu baulichen Anlagen oder Teilen von baulichen Anlagen. (12) Es stehen gleich 1. der Errichtung das Herstellen, Aufstellen, Anbringen, Einbauen, Einrichten, Instandhalten, Ändern und die Nutzungsänderung, 2. dem Abbruch das Beseitigen, soweit nicht anderes bestimmt ist. Der Rechtsbegriff der baulichen Anlage i. S. d. Bauordnungsrechts hat über die eigentliche Bedeutung des Wortes hinausgehenden Inhalt. Als Anlage wird einer- seits definiert was unmittelbar mit dem Boden verbunden ist, somit Bauwerke des Hoch- und Tiefbaus, andererseits was aus Bauprodukten, somit Baustoffen und Bauteilen besteht. Bei präziser Durchleuchtung der Bauverordnung wird als bauliche Anlage klargestellt, dass damit auch temporär verwendete Abschrankun- K gen gemeint sind, wie sie zur Steuerung von Besuchermengen bei Veranstaltun- 2.3 gen unter freiem Himmel Verwendung finden. Abgesperrte Territorien lassen sich in der Veranstaltungsbranche erreichen z. B. durch metallische Absperreinrich- S. 4 tungen, Bauzäune, Polizeigitter und ähnliches. Noch etwas konkreter: Wird ein Besucherbereich im Freien durch eine Absperrung begrenzt und ist eine Szenen- fläche von mindestens 20 m2 vorhanden, wird der Tatbestand der Anwendung der VStättVO bei gleichzeitiger Anwesenheit von mehr als 1.000 Personen vollum- fänglich erfüllt. Die entsprechende Formulierung in der MVStättV (§1, Abs. 1, Nr. 2) verdeutlicht, dass das Vorhandensein baulicher Anlagen und Szenenflächen ein zentrales Merkmal von Versammlungsstätten im Freien ist. 41 Kultur & Recht April 2008