Social Media & Unternehmen

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Vorlesung an der Universität Hamburg

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Social Media & Unternehmen

  1. 1. Social Media & Unternehmen Juliane Möllmann
  2. 2. Wer bin ich? Projektmanager im digitalen Bereich für neue Technologien und Innovationen
  3. 3. Wo findet man mich?
  4. 4. Welche Unternehmen nutzen Social-Media- Kanäle?
  5. 5. Quelle: Statista Rund 40% der Unternehmen nutzen Social- Media-Kanäle
  6. 6. Handel und Dienstleistung liegen vorn Quelle: BITKOM
  7. 7. Leitfragen zur Relevanz: Inwiefern nutzt die eigene Zielgruppe soziale Medien? Werden die angebotenen Produkte in den sozialen Medien besprochen? Relevanz für verschiedene Unternehmen Quelle: Online Marketing Praxis, T3N
  8. 8. Quelle: Statista Welche Abteilung des Unternehmens ist zuständig für Social Media?
  9. 9. Quelle: Statista Welche Social Media Kanäle werden genutzt?
  10. 10. Warum nutzen Unternehmen Social- Media-Kanäle?
  11. 11. Quelle: Statista Was ist der Hauptgrund für die Nutzung von Social Media?
  12. 12. Chancen •  „Zuhören“: Erkennen und Verstehen, was Kunden wirklich wollen •  Marktforschung: Überblick über Märkte, Kunden, Mitbewerber durch Web-Monitoring •  Erhöhung des Bekanntheitsgrads durch weltweite Verbreitung, hohe Aktualität und Tempo •  Branding: Verstärkte Wahrnehmung von Marken, Unternehmen, Personen, Produkte •  Virale Marketing-Effekte z.B. durch weitergeleitete Tweets oder Webvideos •  Positive Reputation durch Image-Arbeit •  Etablierung des Experten-Status, z.B. durch fachliche Beiträge in Blogs Quelle: Social Media für Unternehmer
  13. 13. Chancen •  Etablierung des Experten-Status, z.B. durch fachliche Beiträge in Blogs •  Kundenbeziehungsmanagement •  Neue Potentiale zur Gewinnung von jüngeren Zielkunden und Mitarbeitern •  Kunden „mitmachen“ lassen durch Aufruf zur aktiven Gestaltung von Produkten •  Crowdsourcing: Mit Ideen von Kunden Produkt-Innovationen entwickeln •  Online verkaufen durch z.B. Blogs Quelle: Social Media für Unternehmer
  14. 14. Risiken •  Zeitverschwendung durch Verzettlung •  Angst an den virtuellen Pranger gestellt zu werden •  „Lost in Space“: Suchtpotential •  Datenschutz-Problematik und Kriminalismus •  Return of Invest: Erfolge sind schwer messbar •  Negative Reputation: Nicht wünschenswerte Informationen werden verbreitet •  Kontrollverlust: Unternehmen verlieren Macht über ihre Marke •  Streuung von Falsch-Informationen möglich, z.B. Fake-Accounts •  unsinnige und banale Informationen wie: „Bin gerade im Bus“ Quelle: Social Media für Unternehmer
  15. 15. Wie nutzen Unternehmen Social-Media- Kanäle richtig?
  16. 16. Vorbereitung ZIELE Was will das Unternehmen mit Social Media erreichen? (Zielpyramide) Wie definiert das Unternehmen seine Erfolgskriterien? (Erfolgsmessung) Wie stellen Unternehmen die beständige Kommunikation und Interaktion mit Ihren Kunden sicher? (Ressourcen) ZUHÖREN/MONITORING Wie viel wird über das Unternehmen geredet? Was beschäftigt die Zielgruppe? Was sind ihre Bedürfnisse? Welche Plattformen sind für das Unternehmen interessant? Wer sind wichtige Opinion Leaders/Influencer? Wie steht das Unternehmen im Vergleich zum Mitbewerber? (Benchmark) Quelle: Social Media für Unternehmen
  17. 17. Planung & Umsetzung PLANUNG Definition eines Zielgruppensegmentes Festlegung von konkreten KPIs und KPI- Messverfahren Auswahl relevanter Plattformen Grobplanung von Maßnahmen: Inhalt, Nutzen und Ressourcenbedarf Festlegung von Verantwortlichkeiten CONTENT MARKETING Zielgruppe: relevante und interessante Inhalte erfüllen Nutzerbedürfnis Redaktionsplan: mindestens sechs bis zwölf Monate SEO: Suchmaschinenoptimierung berücksichtigen Ressource: dauerhaft ausreichend zeitliche Ressourcen, Schulungen Interne Kommunikation: Aktivitäten intern vermarkten Quelle: Goldbach Interactive
  18. 18. Planungsprozess am Beispiel eines Jeans- Händlers Quelle: Goldbach Interactive
  19. 19. KPIs am Beispiel eines Jeans-Händlers Quelle: Goldbach Interactive
  20. 20. Überprüfen & Optimieren BEWERTUNG Definierte KPIs verfolgen Regelmäßige Auswertung und Analyse der KPIs Kommunikationsrate außerhalb der Maßnahmen bewerten OPTIMIEREN Kontinuierliche Erfolgsmessung Entwicklung von neuen Maßnahmen A/B-Testing bei Maßnahmen zeigen Optimierungspotential auf Unrealistische Planvorgaben anpassen Quelle: Goldbach Interactive
  21. 21. Beispielhafte Bewertungsmatrix für verschiedene Maßnahmen Quelle: Goldbach Interactive Komplexität: Risiko, Aufwand, Personalbedarf Impact: Zielerreichungsgrad anhand individueller Prioritäten Kreisgröße: relative Größe des Zielgruppensegments
  22. 22. Wer präsent ist, muss auch kommunizieren
  23. 23. 1.  Fehlende Strategie 2.  In Kampagnen denken 3.  Sozial tun, aber nicht sein 4.  Content-Marketing falsch verstehen 5.  Social Media nicht ernst nehmen 6.  Zu wenig Zeit einplanen 7.  Social Media misstrauen 8.  Marketing-Hausaufgaben nicht gemacht 9.  Kein Geld für Social Media-Marketing 10. Falsche Erwartungen 10 Gründe, warum Unternehmen scheitern Quelle: Unternehmer.de
  24. 24. Beispiele für Social- Media-Strategien und Maßnahmen
  25. 25. Beebop (Media Agentur) entwickelt Strategien für einzelne Plattformen Quelle: Slideshare
  26. 26. Adventskalender für Einzelhändler vom Kassensystem-Anbieter Inventorum Quelle: Facebook
  27. 27. BVG Twitter- und Out-of-Home-Kampagne zum Hashtag #weilwirdichlieben Quelle: Twitter
  28. 28. Social Media für die Offline-Welt
  29. 29. Durch den gesellschaftlichen Trend der Mobilität und gleichzeitiger Technologisierung von Einzelpersonen (Bsp.: Smartphone, SmartWatch, Fitnessarmbänder) eröffnet sich neues Potential für Social Media-Plattformen. Plattformen in die Offline-Welt bringen
  30. 30. QR-Codes als meist genutzte Übertragungstechnologie Quelle: Statista
  31. 31. Facebook Beacons kommunizieren mit Smartphones und Facebook-App in der Nähe Quelle: Slideshare
  32. 32. Die Katastrophe: Der Shitstorm
  33. 33. Definition des Shitstorms Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht Stürmung & Besetzung von offiziellem, virtuellem Terrain Ziel: Person, Organisation und/oder Marke Grund: Wahrgenommener Fehltritt (Werteverstoß oder Kundenunzufriedenheit) Effekt: Gewaltige, unnormale Anzahl kritischer und aggressiver Kommentare Absichten: Fehltritt hinterfragen, kritisieren, kontrovers diskutieren Druck aufbauen: Fehltritt publik machen, Image negativ beeinflussten Quelle: DUDEN, Doktorarbeit Tim Ebner
  34. 34. Idealtypischer Verlauf des Kommentarvolumens Quelle: SocialMediaFacts
  35. 35. Initiiert von der Umweltschutz-Organisation Greenpeace Auslöser: YouTube-Video zeigt, dass eine große Menge Palmöl zur Produktion von KitKat verwendet wird und damit der Lebensraum und die Population von Orang-Utans gefährdet wird Nestle vs. Greenpeace (2010) Quelle: YouTube, ComputerBild
  36. 36. Henkel richtet Online-Wettbewerb für das Design einer limitierten Pril-Edition aus Facebook-Nutzer konnten Gewinner über Stimmverfahren wählen skurrile Kreationen wie Grillhähnchen-Version mit Slogan “Schmeckt lecker nach Hähnchen!” gewann Henkel wählte jedoch frei Hand andere Motive aus und provozierte dadurch viele negative Kommentare Henkel vs. Internet (2011) Quelle: ComputerBild
  37. 37. Schlecker veröffentlicht neuen Werbeslogan “For You. Vor Ort.” Slogan wird durch Fachzeitschrift “Deutsche Sprachwelt” kritisiert Schlecker-Pressesprecher verteidigt sich mit der Aussage den durchschnittlichen Schlecker- Kunden anzusprechen, was Menschen mit niedrigem bis mittlerem Bildungsniveau sind Viele negative Reaktionen auf entsprechenden Kanälen Schlecker vs. Bildungsniveau (2011) Quelle: ComputerBild
  38. 38. PayPal vs. Alle Quelle: Huffington Post, Der Bank Blog Werbemaßnahmen
  39. 39. PayPal vs. Alle Quelle: Huffington Post, Der Bank Blog Fehlverhalten
  40. 40. PayPal vs. Anonymous Quelle: Facebook Keine Ahnung warum
  41. 41. Wie verhält man sich bei einem Shitstorm? Kritik monitoren Kritik ernstnehmen Bei zunehmender Kritik Ursache bearbeiten oder beseitigen Notfallplan ausführen, Krisenteam nutzen Präsenz zeigen Mitarbeiter einbinden Quelle: Marketing Börse AUSSITZEN...
  42. 42. Einzelpersonen als Mitarbeiter in Social Media Plattformen
  43. 43. Zwiespalt im Social-Media-Bereich Persönliche, private Ansichten Image/Branding des Unternehmens
  44. 44. Wenn die private Meinungsäußerung für Unternehmen zu weit geht Quelle: Thüringer Allgemeine
  45. 45. Beispiel Matthias Matussek und die Anschläge in Paris Quelle: Thüringer Allgemeine
  46. 46. Viele Unternehmen erkennen negatives Potential von Web 2.0 und geben Social-Media-Guidelines an Mitarbeiter aus Beispiele: Quelle: Christian Buggischs Blog Unternehmen und ihre Mitarbeiter
  47. 47. Die eigene Meinung abgrenzen Quelle: Twitter Ulrich Adrian, Twitter Tobias Arns, Twitter Lena Jakat
  48. 48. Zusammenfassung •  Unternehmen sehen großes Potential, aber auch viele Risiken in der Nutzung von Social Media •  Planung ist notwendig •  Shitstorms kommen und gehen •  Mitarbeiter sind zu schulen in Bezug auf die Nutzung von Social Media
  49. 49. Vielen Dank!

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