2	  —	  Lehrbuch	  für	  Lernen	  und	  Lehren	  mit	  Technologien	  (L3T)                                               ...
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Einsatz	  kollaboraRver	  Werkzeuge.	  Lernen	  und	  Lehren	  mit	  unterschiedlichen	  ApplikaRonen	  —	  5In der Praxis...
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Einsatz kollaborativer Werkzeuge Lernen und Lehren mit webbasierten Anwendungen
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Einsatz kollaborativer Werkzeuge Lernen und Lehren mit webbasierten Anwendungen

  1. 1. 2  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) seiner einfachen Nutzbarkeit ist hier Etherpad her-1. Web-­‐Werkzeuge  für  kollabora2ves  Arbeiten vorzuheben: Auf Etherpad-Dokumenten können„Collaborative forms of learning are becoming incre- mehrere Personen - ohne dazu ein Benutzerkonto an-asingly popular methods of adult education, because legen zu müssen - sehr schnell gemeinsam an Ideen,they involve all students in the process of learning. Konzepten, Brainstorming und Ähnlichem arbeiten.Social software is based heavily on participation, andthis is apparent in a number of features including Der   ursprüngliche   Etherpad-­‐Webserver   wurde   nachtagging, voting, versioning, hyperlinking and sear-ching, as well as discussion and commenting. The ! seiner  Übernahme  durch  Google  geschlossen.  Es  gibt durch   die   Offenlegung   des   Quellcodes   jedoch   einepower of this kind of software is that it includes all Reihe   anderer   öffentlich   zugänglicher   Etherpad-­‐in the process of creating group based collections of Server:   ▸ Etherpad-­‐Server   mit   großer   FunkRonsvielfalt:knowledge, and artefacts that are of specific interest hSp://ietherpad.comto the learning community.” (Wheeler 2008, 5) ▸ Liste  öffentlicher  Etherpad-­‐Server:   Von „kollaborativem Lernen” kann nach Haake et hSp://etherpad.org/public-­‐sites/al. (2004) dann gesprochen werden, „wenn ein ge- ▸ Etherpad-­‐Quellcode:meinsames, von allen am Lernprozess Beteiligten ge- hSp://code.google.com/p/etherpad  teiltes Ziel vorliegt beziehungsweise großer Wert auf ▸ Liste  weiterer  Echtzeit-­‐Texteditoren:  hSp://en.wi-­‐das Aushandeln gemeinsamer Ziele, Prozesse und kipedia.org/wiki/collaboraRve_real-­‐Rme_editor  Ergebnisse gelegt wird” (Haake et al., 2004, 1). Zu-weilen wird davon der Begriff des „kooperativen 3. Schreiben  komplexer  Texte  Lernens” abgegrenzt, bei dem es eher um die Auf- Für längere, komplexere Texte, die in eine hierar-teilung von Aufgaben innerhalb einer Gruppe geht: chische Struktur von Kapiteln und Abschnitten ge-„Kooperativ weist häufig auf eine Strukturierung des gliedert sein sollen, die formatiert werden müssenLernprozesses durch Rollen und bestimmte Koope- und gegebenenfalls auch mit Bildern, Tabellen usw.rationsmethoden hin” (ebenda, S. 2). Klassisch wird versehen werden, eignen sich Online-Office-Paketediese Spezialform der Organisation von Lehren und wie beispielsweise Google-Text und -Tabellen. MitLernen als „Computer Supported Collaborative diesem Werkzeug können Text-Dokumente, Tabellen,Learning”, kurz CSCL, bezeichnet (ebenda, S. 3). Präsentationen, Formulare und auch Zeichnungen In diesem Kapitel soll es nun um die Möglich- gemeinsam erstellt und online von mehreren Per-keiten der Nutzung webbasierter Werkzeuge für die sonen gleichzeitig bearbeitet werden.Unterstützung kollaborativer beziehungsweise koope- Wenn in einem kollaborativen Schreibprozessrativer Lernprozesse gehen: Es gibt heute im World nicht nur an einem linearen Dokument gearbeitetWide Web eine ganze Reihe von einfach und frei zu werden soll, sondern ein System von Dokumenten-nutzenden Werkzeugen, die sich gerade für die ge- seiten entstehen soll, eignen sich dafür Wikisysteme.meinsame Auseinandersetzung mit Lerninhalten be- Wikis zeichnen sich dadurch aus, dass mehrere Per-sonders gut eignen. Wir werden in der Folge eine sonen gemeinsam an einem Werk arbeiten können.Übersicht über Möglichkeiten der Nutzung solcher Allerdings kann bei den meisten Wikisystemen eineWerkzeuge anbieten und ausgewählte Werkzeuge vor- Textstelle zur gleichen Zeit immer nur von einerstellen. Die vorgestellten Werkzeuge sind allesamt zu- Person bearbeitet werden, andernfalls können Ver-mindest in einer Basisversion kostenfrei verfügbar sionskonflikte entstehen.und einfach zu nutzen - manche davon sogar ohne ei- Der bekannteste Anbieter von Wikis ist die Wiki-genes Konto (Account). media-Foundation. Wikimedia betreibt auf Basis der von ihr mit entwickelten frei verfügbaren Software2. Schreiben  kurzer  Texte Mediawiki neben der berühmten Online-Enzyklo-Es gibt viele Texteditoren, die für das kollaborative pädie Wikipedia einige „Schwesterprojekte”. Insbe-Schreiben von Texten eingesetzt werden können. sondere Wikibooks und Wikiversity eignen sich sehrHier soll zunächst auf Editoren eingegangen werden, gut für Lehr- und Lernprojekte, wenn Lernende eindie sich vor allem für das gemeinsame Schreiben an Wissensgebiet kollaborativ erschließen sollen und dereinfachen Texten eignen (wie Brainstormings, Listen). Prozess und das Ergebnis dieser Arbeit öffentlichSofern der betreffende Editor echtzeitfähig ist, sein sollen. Für Projekte, bei denen nicht erwünschtkönnen mehrere Personen gleichzeitig an einem Text ist, dass Personen von außerhalb einer definiertenarbeiten und dabei mitverfolgen, welche Textstellen Gruppe aktiv, das heißt schreibend, zugreifengerade von Anderen bearbeitet werden. Aufgrund können, empfiehlt sich die Verwendung eines Wikis
  2. 2. Einsatz  kollaboraRver  Werkzeuge.  Lernen  und  Lehren  mit  unterschiedlichen  ApplikaRonen  —  3mit der Möglichkeit der Zugriffskontrolle. Beim Web- wörter, so genannte „Tags”, einigen. Diese Tagsdienst Wikispaces können sehr einfach zu bearbei- werden fortan von allen Mitgliedern eines Lernnetz-tende Wikis kostenlos erstellt und Schreibrechte auf werkes über den vereinbarten Dienst allen relevantendefinierte Personen beschränkt werden; gänzlich Web-Fundstücken zugewiesen. Die Gruppenre-private Wikis sind hier allerdings kostenpflichtig. cherchen können sodann durch die Abfrage des Tags zusammengefasst werden. Das gemeinschaftliche Weiterführende  Links  finden  Sie  in  der  L3T-­‐Gruppe  bei Sammeln kann sich aber auch auf (Text-, Foto- und ! Mister   Wong   unter   Verwendung   der   Hashtags   #l3t #kollaboraRon  #wiki   Audio-) Notizen und Web-Fundstücke (zum Beispiel die Anwendung Evernote), Nachrichten (zum Bei- spiel die Anwendung Digg) und andere Informa-4. Sammeln  und  Strukturieren  von  Ideen tionsbereiche erstrecken.Für kollaboratives Sammeln und Strukturieren vonIdeen bieten sich neben den bereits genannten Text- Beispiel:   Von   den   Lernenden   im   Kurs   „eStudy   Skills”editoren Mindmapping-Werkzeuge wie beispiels-weise Mind42 oder Mindomo an. Jede Mindmap ! an   der   Universität   Salzburg   gesammelte   Hyperlinks: hSp://delicious.com/tag/estudy_skillskann durch Verwendung von Farben, Symbolen und Weiterführende  Links  finden  Sie  in  der  L3T-­‐Gruppe  beiÄnderung der Form und Ausrichtung der Äste der Mister   Wong   unter   Verwendung   der   Hashtags   #l3tBaumstruktur individuell gestaltet und Wichtiges #kollaboraRon  #link  oder Beziehungen zwischen Ideen hervorgehoben 6. Synchrone  Online-­‐Treffenwerden. Die Kombination aus Brainstorming (Sammeln Der Vorteil örtlich verteilten kollaborativen Lernensvon Ideen ohne Bewertung) mittels Texteditoren liegt zwar darin, dass sich die Teilnehmer/innen eines(zum Beispiel Etherpad) und anschließendem Sor- solchen Szenarios dann einbringen können, wenn sietieren, Strukturieren und Gewichten mittels einer kol- dafür Zeit, Ruhe und Energie haben, und dass zwi-laborativ erstellten Mindmap ist eine gute Mög- schen den Zeiten aktiver Arbeit die Möglichkeit zumlichkeit, neue Themengebiete zu erschließen und Beiziehen von Literatur, zur Reflexion oder zumspäter in Form eines gemeinsam erstellten Textes Neustrukturieren von Konzepten und Ideen besteht.(zum Beispiel in einem Wiki) weiter zu bearbeiten. Dennoch kann es während solcher Lernaktivitäten auch Phasen geben, in denen gemeinsame zeitgleiche Mindmapping   ist   eine   Visualisierungstechnik,   bei   der Absprachen nötig sind: Mit Skype lassen sich Grup- ! Ideen   in   Form   einer   Baumstruktur   um   ein   Thema herum   angeordnet   werden.   Hierarchische   Bezie-­‐ pengespräche und textbasierte Gruppenchats führen. Mit Tinychat kann man eine kleinere Anzahl hungen   und   Verbindungen   zwischen   Elementen von Personen ohne Angabe von Anmeldeinforma- können   so   auf   einfache   Weise   sichtbar   gemacht   und tionen in eine Text-, Audio- oder Videokonferenz Ideen   dadurch   in   eine   sinnvolle   Struktur   gebracht werden.   holen; es reicht dort eine neue Seite zu öffnen und den Personen, die man gerne synchron treffen InformaRonen  zu  Mindmapping:   hSp://de.wikipedia.org/wiki/Assoziogramm   möchte, den entsprechenden Link zukommen zu lassen. Für größere Personengruppen und/oder Weiterführende  Links  finden  Sie  in  der  L3T-­‐Gruppe  bei Mister   Wong   unter   Verwendung   der   Hashtags   #l3t wenn komplexere Szenarien abgebildet werden #kollaboraRon  #mindmap   sollen, können auch Online-Konferenzsysteme zum Einsatz kommen. Mit Vyew kann man beispiels-5. Gemeinsames  Sammeln  und  Verschlagworten  von weise in einer Gruppe textbasiert chatten, auf einemInforma2onen Whiteboard gemeinsam Skizzen anfertigen, sich in Audio- und Videokonferenzen treffen oder Online-In den letzten Jahren haben sich einige Dienste eta- Präsentationen halten.bliert, mit deren Hilfe vor allem das Sammeln und Neben diesen umfangreicheren und vorwiegendVerschlagworten von interessanten Webseiten, Ar- auf Audio- oder Videochat abzielenden Systementikeln oder anderen Web-Fundstücken verfolgt wird. gibt es auch Dienste, die auf das gleichzeitige ge-Social-Bookmarking-Dienste, w i e D e l i c i o u s , meinsame Anfertigen von Skizzen, Diagrammen usw.eignen sich nicht nur für die fokussierte Recherche, oder das Online-Präsentieren von Webseiten odersondern auch für den Austausch von Inhalten in- PowerPoint-Dateien in Arbeitsgruppen ausgerichtetnerhalb einer Gruppe. Lernendengruppen können sind, so genannte Online-Whiteboards. Ein Beispielsich dafür auf gemeinsame unverwechselbare Schlag- für so ein Whiteboard ist Scribblar.
  3. 3. 4  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) Der Dienst Dropbox stellt ein Online-Laufwerk Weiterführende  Links  finden  Sie  in  der  L3T-­‐Gruppe  bei zur Verfügung, das automatisch mit einem lokalen ! Mister   Wong   unter   Verwendung   der   Hashtags   #l3t #kollaboraRon  #synchron Laufwerk auf einem lokalen Speicher synchronisiert werden kann. Kollaboratives Arbeiten wird insbe-7. Dokumen2eren  und  Kommunizieren  von  Gruppen-­‐ sondere dadurch ermöglicht, dass jeder Ordner diesesprozessen Laufwerks mit anderen Personen geteilt werden kann.Arbeitet eine Gruppe örtlich verteilt an einem ge- Weiterführende  Links  finden  Sie  in  der  L3T-­‐Gruppe  beimeinsamen Projekt, so wird mit recht großer Wahr-scheinlichkeit auch der Bedarf nach Metakommuni- ! Mister   Wong   unter   Verwendung   der   Hashtags   #l3t #kollaboraRon  #dateien  kation entstehen (zum Beispiel Abklären von Fragen,Austausch von Informationen). Dafür können 9. Konten,  Kosten,  Rechtlichesmanche der schon beschriebenen Werkzeuge genutzt Die hier vorgestellten Werkzeuge haben jeweils ihrewerden (zum Beispiel ein Etherpad-Dokument für eigenen Nutzungsbedingungen. Wir wollen hierNotizen, eine Ad-Hoc-Videokonferenz mit Tiny- dennoch versuchen, auf vier Punkte hinzuweisen, diechat). Um bestehende Online-Aktivitäten einer Ar- bei der Nutzung fast aller Werkzeuge berücksichtigtbeitsgruppe übersichtlich zu dokumentieren und auf werden sollten:einfache Art und Weise Informationen, Fragen, ▸ Konten (Accounts): Manche der hier vorge-Überlegungen usw. dazu austauschen zu können, stellten Dienste funktionieren gänzlich ohne dasseignen sich so genannte Tumblelogs. Hier lassen dafür ein Konto nötig wäre; in diesen Fällen reichtsich die verschiedenen Online-Aktivitäten der Mit- es, eine neue Seite zu öffnen und den anderenglieder einer Arbeitsgruppe (durch den Import von Gruppenmitgliedern den entsprechenden Link zuBlogbeiträgen, Social Bookmarks usw.) in einem nach schicken. In den meisten Fällen ist aber doch einAktualität geordneten Informationsstrom anzeigen, Konto nötig. Da nicht durchgehend als gesichertkommentieren und durch neue Text- oder Bildbei- gelten kann, dass alle Anbieter der vorgestelltenträge ergänzen - vergleichbar mit der Darstellung von Dienste vertrauenswürdig sind, sollte nicht immerNeuigkeiten in Sozialen Netzwerken wie Facebook. der gleiche Kontoname in Kombination mit demFriendfeed ist ein Tumblelog-Dienst, der durch die immer gleichen Passwort verwendet werden.Möglichkeit, auch private (also nach außen ge- Vielmehr sei empfohlen, durchgehend ver-schlossene) Gruppen einzurichten, besonders für kol- schiedene Passwörter zu verwenden. Um dabeilaborative Projekte geeignet ist. nicht die Übersicht zu verlieren, können lokale Passwortmanager (wie etwa der in Firefox inte- Auf   Tumblelogs   können   digitale   Inhalte   jeglicher   Art grierte) verwendet werden (die aber selbst auch ! (wie   Texte,   Links,   Audios,   Videos,   Bilder)   gesammelt werden;   die   Einträge   werden   wie   in   Weblogs   umge-­‐ wieder Sicherheitsrisiken mit sich bringen; hier gilt es Vor- und Nachteile abzuwägen). kehrt  chronologisch  sorRert  und  können  kommenRert werden. ▸ Bestand von Inhalten: Aus dem gleichen Grund Weiterführende  Links  finden  Sie  in  der  L3T-­‐Gruppe  bei (Vertrauenswürdigkeit der Anbieter) und weil Mister   Wong   unter   Verwendung   der   Hashtags   #l3t zudem nicht gesagt werden kann, wie lange ein #kollaboraRon  #tumblelogs   Anbieter seinen Dienst überhaupt aufrecht er- halten kann, kann für die hier vorgestellten Werk-8. Dateiablagedienste  mit  Kollabora2onsfunk2onen zeuge nicht gesagt werden, wie lange die damit er- stellten Inhalte verfügbar sein werden. Es solltenFür den Austausch von Dokumenten innerhalb einer daher, wenn nötig, regelmäßig lokale Sicherungs-Gruppe können Dateiablagedienste zum Einsatz kopien von wichtigen Inhalten erstellt werden.kommen. Dort können Dokumente online abgelegt ▸ Urheber- und Verwertungsrechte: Die Urheber-und anderen Personen zur Verfügung gestellt oder rechte an den erstellten Inhalten sind nach öster-Dokumente in „geteilten Ordnern” kollaborativ be- reichischem beziehungsweise deutschem Recht anfüllt werden. Einige Dienste wie zum Beispiel die Person des Urhebers oder der Urheberin (bzw.Box.net bieten über diese Basisfunktionen hinaus der Urheber/innen bei kollaborativ erstelltenFunktionen zum Einbetten und Anzeigen von Doku- Werken) gebunden und nicht übertragbar. Aller-menten auf anderen Webseiten oder asynchrone Kol- dings ermöglichen Klauseln in den Nutzungsbe-laborationsmöglichkeiten (beispielsweise Kommen- dingungen (AGB) mancher Anbieter die Nutzungtieren, Editieren). von Werken (und teilweise auch die Weitergabe an
  4. 4. Einsatz  kollaboraRver  Werkzeuge.  Lernen  und  Lehren  mit  unterschiedlichen  ApplikaRonen  —  5In der Praxis : Kollaborationswerkzeuge im EinsatzDie  Werkzeuge,  die  wir  hier  exemplarisch  vorgestellt  haben, Die Medienintegra.on   erfolgt   aufgrund   der   Einfachheit   be-­‐  sind  zunächst  nicht  mehr  als  genau  das  -­‐  Werkzeuge.  Es  sind vorzugt  über  die  EinbeSen-­‐FunkRonalität  („Widgets”)  der  Pu-­‐allerdings  Werkzeuge,  die  den  Handlungsspielraum  von  Leh-­‐ blikaRonssoqware,  aber  auch  über  Verlinken  und  Hochladenrenden  und  Lernenden  wesentlich  erweitern  können  (Wage-­‐ auf  den  Wiki-­‐eigenen  Speicherplatz.  neder   &   Jadin,   2007).   DidakRsch   kompetente   Lehrende In   Hinblick   auf rechtliche   Aspekte   wird   empfohlen,   auf  haben  so  ganz  neue  Möglichkeiten  der  kreaRven  Gestaltung CreaRve-­‐Commons-­‐lizensierte   Materialien   zurückzugreifenvon   Lehr-­‐   und   Lernselngs.   Lernende   können   diese   Werk-­‐ oder  auf  die  Originalquelle  zu  verlinken.  Das  Hochladen  vonzeuge   auf   vielfälRge   Art   und   Weise   für   neue   Zugänge   zum Fremdmaterialien  ist  ausschließlich  nach  Abklärung  der  ent-­‐Lernen   nutzen.   Hier   wollen   wir   nun   in   einem   Beispiel   dar-­‐ sprechenden   Rechte   zu   empfehlen,   beim   EinbeSen   vonstellen,  wie  diese  Werkzeuge  in  einem  prakRschen  Lehr-­‐  und Fremdmaterialien   via   Widgets   herrscht   noch   rechtliche   Un-­‐Lernselng  eingesetzt  werden  können. sicherheit   bezogen   auf   die   bedenkenlose   Verwendbarkeit. Von  der  Verwendung  von  einbeSbaren  Materialien,  die  ein-­‐Die  Lehrveranstaltung  „eStudy  Skills“ deuRg   unter   Verletzung   geltender   Urheberrechte   veröffent-­‐Die   Lehrveranstaltung   „eStudy   Skills”,   die   seit   Sommerse-­‐ licht  wurden  (z.  B.  kommerzielle  FilmprodukRonen,  die  nichtmester  2006  jedes  Semester  an  der  Universität  Salzburg  von vom   Rechteeigentümer   auf   YouTube   hochgeladen   wurden)einem   der   Autoren   angeboten   wird,   zielt   insbesondere   auf muss  abgeraten  werden.die   VermiSlung   computerbasierter   Lern-­‐   und   Arbeitstech-­‐ Als  Werkzeug  zur  Erstellung  von  Tutorials  eignen  sich  Textedi-­‐niken   ab   (z.B.   Recherchetechniken,   KollaboraRonstechniken, toren  wie  bspw.  Google  Text  &  Tabellen  oder  Wikis.  AufgrundMöglichkeiten  der  PräsentaRon  von  Arbeitsergebnissen).  Teil der  sehr  einfachen  Integrierbarkeit  von  Medieninhalten  (vorder   von   den   Studierenden   zu   erbringenden   Leistungen   ist allem   Social-­‐Media-­‐Inhalte   aus   Videoportalen   wie   YouTube)das   gemeinsame   Erstellen   webbasierter   Tutorials   (Selbstler-­‐ hat  sich  der  Wiki-­‐Dienst  Wikispaces  speziell  für  Lernende  mitneinheiten)  zu  verschiedenen  Lerntechnologien. geringem  technischen  Vorwissen  bewährt.Aufgabenstellung:  In  diesen  in  Kleingruppen  zu  erstellenden Für   die interne   Kollabora.on   entscheiden   sich   die   meisten  Tutorials   (Kurz-­‐Handbücher   mit   beschreibendem   und   erklä-­‐ Arbeitsgruppen   aus   eigener   IniRaRve   für   eine   KombinaRonrendem   Charakter)   soll   ein   Thema   aus   dem   Bereich aus  einem  echtzeiuähigem  Texteditor  (z.B.  Etherpad)  für  das„Lerntechnologien”   nach   eigener   Wahl   gemeinschaqlich Brainstorming   und   eine   erste   Materialiensammlung   undaurereitet   und   für   die   Zielgruppe   „interessierte   Ein-­‐ einem   Wiki-­‐Werkzeug   für   die   Ausarbeitung   und   Gestaltungsteiger/innen”   ausgearbeitet   werden.   Der   Umfang   der der   Tutorials.   Da   die   meisten   Wikisysteme   im   Gegensatz   zuAufgabe   umfasst   den   gesamten   ProdukRonsprozess   einer Etherpad  keine  gleichzeiRge  Änderung  an  Textpassagen  ohnesolchen   Anleitung   -­‐   von   der   Themenfindung   über   Recherche, Gefahr   von   Textverlust   oder   versehentlicher   doppelter   Än-­‐TextprodukRon,   Einbindung   von   selbst   erstellten   sowie derung   erlauben,   ist   die   KombinaRon   aus   beiden   Werk-­‐Fremd-­‐Materialien   bis   hin   zur   Überprüfung   des   Gesamt-­‐ zeugen  in  der  Praxis  sehr  empfehlenswert.  Bei  der  Arbeit  imwerkes   auf   inhaltliche   und   rechtliche   Aspekte.   Die   Tutorials Wiki  werden  dennoch  gelegentlich  Probleme  durch  gleichzei-­‐sollen   mit   mulRmedialen   Elementen   angereichert   werden Rges   EdiReren   berichtet   -­‐   zur   Vermeidung   ist   eine   zeitlicheund   die   Möglichkeiten   für   die   IntegraRon   von   Fremdmate-­‐ Koordinierung  oder  eine  Auqeilung  der  Bearbeitung  in  Formrialien   in   eigene   Seiten   („EinbeSen”;   siehe   unten)   nutzen. von   Unterseiten   des   Wikis   zu   empfehlen.   Zur   AbsRmmungDie  Zusammenarbeit  der  Studierenden  soll  wegen  der  inten-­‐ und   KoordinaRon   innerhalb   der   Teams   können   sämtliche   -­‐siveren   Auseinandersetzung   mit   den   Möglichkeiten   und   Re-­‐ synchronen   und   asynchronen   -­‐   KommunikaRonskanäle   ver-­‐strikRonen   der   verwendeten   Werkzeuge   vollständig   online, wendet  werden.das   heißt   ohne   persönliche   Treffen   der   Gruppenmitglieder, Für  die  abschließende  Überprüfung  und  Veröffentlichung  ver-­‐erfolgen. linken  die  Arbeitsgruppen  die  erstellten  Tutorials  selbst  inEinführung:   Die   Gruppen   erhalten   vor   der   Umsetzung   eine einem  dafür  eingerichteten  Tumblelog  (in  einer  nicht-­‐öffent-­‐Einführung  in  Recherchemöglichkeiten  mit  Social-­‐Web-­‐Werk-­‐ lichen  Friendfeed-­‐Gruppe)  und  die  Mitglieder  der  anderenzeugen,   einen   Überblick   über   Social-­‐Media-­‐Quellen   (siehe Teams  geben  dazu  ebendort  detaillierte  Rückmeldung  undunten),   Grundlagen   des   Arbeitens   mit   Wikisystemen, VerbesserungsRpps  (nach  vorher  definierten  Kriterien  wieGrundzüge   des   Urheberrechts,   CreaRve   Commons   und   eine Verständlichkeit,  Vollständigkeit,  Gestaltung).  In  einem  wei-­‐kurze  Wiederholung  zitatrechtlicher  Basiskenntnisse. teren  Überarbeitungsdurchgang  werden  die  Verbesserungs-­‐Umsetzung:   Für   di e Suche   und   IntegraRon   von   Fremdmate-­‐   vorschläge  von  den  Teams  in  die  Tutorials  eingepflegt.  Dierialien   (Fotos,   Videos)   stehen   sämtliche   Social-­‐Media-­‐PlaS-­‐ Tutorials  werden  anschließend  auf  einer  Webseite  verlinktformen  (zum  Beispiel  YouTube,  Slideshare),  aber  auch  Open-­‐ und  stehen  damit  einer  größeren  Öffentlichkeit  als  Nach-­‐Content-­‐Archive  und  -­‐Suchmaschinen  (Archive.org,  CreaRve-­‐ schlagewerke  zur  Verfügung.Commons-­‐Metasuche)  zur  Verfügung.
  5. 5. 6  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) prozessen wohl fühlen und über kognitive und Der   im   Praxisbeispiel   erwähnte   „User   Generated metakognitive Stategien für ein selbstgesteuertes ! Content“   meint   die   von   den   Nutzerinnen   und   Nutzern des   Social   Web   produzierten   und   auf   Web-­‐PlaS-­‐ Lernen verfügen (Haake et al., 2004). formen  zur  Verteilung  hochgeladenen  Medieninhalte; einige  Beispiele:   Im   Rahmen   des   geschilderten   Praxisbeispiels   ent-­‐ ▸ Videos:  hSp://youtube.com   ▸ PräsentaRonen:  hSp://slideshare.net ! standene  Tutorials: ▸ Zu  TwiSer:  hSp://twiSertutorial.wikispaces.com ▸ Texte:  hSp://www.scribd.com ▸ Zu  CreaRve  Commons:    hSp://whatscreaRvecommons.wikispaces.com   andere) oft auch ohne die explizite Genehmigung ▸ Zu  Tumblelogs:  hSp://tumblelogs.wikispaces.com durch die Urheber/innen. Es wird empfohlen, die ▸ Wiki-­‐basierte  Lernprojekte:   AGB des verwendeten Dienstanbieter dahin-  hSp://etec602.wikispaces.com   gehend genau zu lesen, oder Erkundigungen im Weitere   Beispiele   für   den   Einsatz   webbasierter   kolla-­‐ Web einzuholen, wie die Wahrung der Privat- boraRver  Werkzeuge  für  Lehre  und  Lernen  werden  in Wageneder  und  Jadin  (2007)  vorgestellt.   sphäre und die Verwertung bzw. Weitergabe von Nutzerdaten vom jeweiligen Anbieter gehandhabt wird und auf einen vertrauenswürdigen Dienst Sie   wollen   in   einer   Gruppe   mit   mindestens   vier   Mit-­‐ auszuweichen, wenn Zweifel bestehen sollten.▸ Kosten: Alle vorgestellten Dienste bieten zu- ? gliedern  gemeinsam  an  einer  größeren  Seminararbeit schreiben.  Die  Arbeit  wird  länger  dauern.  Sie  werden mindest eine kostenfreie Variante ihrer Werkzeuge. viele  InformaRonen  austauschen  müssen.  Es  wird  viel In manchen Fällen gibt es aber Spezialfunktionen KoordinaRons-­‐   und   AbsRmmungsbedarf   geben.   Wie gehen   Sie   vor?   Welche   Werkzeuge   könnten   Sie   dafür (wie etwa das nicht-öffentliche Arbeiten in Wikis), in   welcher   KombinaRon   nutzen?   In   welcher   Arbeits-­‐ die nur gegen Gebühren genutzt werden können. phase   kommt   welches   Werkzeug   verstärkt   zum Einsatz?   Entwickeln   Sie   ein   entsprechendes   Ablauf-­‐ Weiterführende  Links  finden  Sie  in  der  L3T-­‐Gruppe  bei modell. ! Mister   Wong   unter   Verwendung   der   Hashtags   #l3t #kollaboraRon  #uebersicht   Literatur10. Zusammenfassung  und  Ausblick ▸ Haake, J.; Schwabe, G. & Wessner, M. (2004). CSCL-Kom- pendium: Lehr- und Handbuch zum computer-unterstütztenIn diesem Kapitel haben wir Werkzeuge vorgestellt, kooperativen Lernen. München: Oldenburg.die kollaborative Lehr- und Lernprozesse unter- ▸ Wageneder, G. & Jadin, T. (2007). eLearning2.0 - Neuestützen können. Selbstverständlich ist das Verfügbar- Lehr/Lernkultur mit Social Software?. In: Günther, J. & Forumhaben praktischer Werkzeuge alleine kein Garant für Neue Medien Austria (Hrsg.), Tagungsband der 13. FNMA-erfolgreiches Lernen. Vielmehr müssen Gestalter/in- Tagung. 17.-18. November 2007, Graz, URL: http://www.wa-nen von Lehr- und Lernprozessen über entspre- geneder.net/artikel/fnma-13.html [2010-07-29].chendes Hintergrundwissen, praktische Theorien und ▸ Wheeler, S. (2008). All Changing: The Social Web and thedidaktische Strategien verfügen. Entsprechende In- Future of Higher Education. URL:formationen werden in diesem Lehrbuch an anderer http://www.slideshare.net/timbuckteeth/all-changing-the-Stelle angeboten: social-web-and-the-future-of-higher-education-presentation▸ Lernprozesse lassen sich ganz wesentlich über die [2010-07-29]. Definition von Lernzielen und die entsprechende Gestaltung von Aufgaben steuern. Diese Aspekte werden im Kapitel #lerntheorie behandelt.▸ Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg kollaborativen Lernens sind Moderationsstra- tegien. Diese werden im Kapitel #kommunikation angesprochen.▸ Letztlich sind auch die Kompetenzen der Lerner und Lernerinnen selbst von entscheidender Be- deutung. Sie brauchen grundlegende anwendungs- technische Fertigkeiten, sie sollten sich in offenen Lernumgebungen oder Ergebnis-offenen Lern-

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