Management virtueller Teams
Merkmale und Formen virtueller Kooperation
Die virtuelle oder TelekooperationDefinition:Telekooperation bezeichnet eine mediengestützte arbeitsteilige Leistungserstellung von individuellen Aufgabenträgern, Organisationseinheiten und ganzen Organisationen, die über mehrere Standorte verteilt sind. (Reichwald/ Möslein 1996)
Der Prozess der VirtualisierungAbstrahierenImplementierenReale UmgebungAbstraktes ModellDigitaleRepräsentationUnmittelbares Wahr-nehmen und AgierenWahrnehmen und Agieren überEin-/ AusgabegeräteModellierenMenschVirtualität
Anforderungen an das IndividuumUm erfolgreich im virtuellen Raum zu agieren, muss das Individuum: Den Umgang mit analogen und digitalen Medien  beherrschen Die Fähigkeit besitzen, seine Umwelt virtuell zu betrachten
 Einen hohen Grad an Selbstorganisation aufweisen
 Die räumlichen Voraussetzungen haben
 Sich realistisch einschätzen können
 Die geltenden rechtlichen Faktoren kennen1.1	Die Telearbeit Definition:Unter Telearbeit werden Erwerbstätigkeiten verstanden,die zumindest teilweise außerhalb der bisherigen Betriebsstätten durch elektronische Informations-technologien und deren Dienste verrichtet werden.(Konradt/ Hertel 2002)
Die Merkmale der Telearbeit  Telearbeit wird an dezentralisierten und  delokalisierten Arbeitsorten verrichtet Die Arbeitsstätte liegt meist außerhalb des  Betriebes Die Arbeitsstätte ist mit Informations- und  Kommunikationstechnik ausgestattet
Die Formen der Telearbeit  Die Teleheimarbeit
 Alternierende Telearbeit
 Die Telearbeit in Zentren
 Mobile TelearbeitBeispiel AAlternierende TelearbeitBDie TeleheimarbeitBUnternehmenMobile TelearbeitECDEDDie Telearbeit in Zentren
Die Vorteile der Telearbeit (1/2)  Daten werden günstiger und schneller auch über  sehr große Distanzen verschickt räumliche Unabhängigkeit Die Ergebnisse können gut dokumentiert werden
 Daten können schnell bearbeitet, aktualisiert und  abgeglichen werden
Die Vorteile der Telearbeit (2/2) weniger störendes und unterbrechendes Umfeld eigene Gestaltung des Arbeitsumfeldes Daten können koordiniert eingesetzt werden  (SAP,...) Die Arbeitszeiten können flexibler gestaltet werdenProbleme der Telearbeit für Manager
Probleme der Telearbeit für Mitarbeiter
1.2	Virtuelle Teams Definition:Als virtuelle Teams werden flexible Gruppen standortverteilter und ortsunabhängiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezeichnet, die auf der Grundlage von gemeinsamen Zielen bzw. Arbeitsaufträgen ergebnisorientiert geschaffen werden und informationstechnisch vernetzt sind .(Konradt/ Hertel 2002)
Die Merkmale virtueller Teams  Virtuelle Teams sind Gruppen von zwei oder  mehr Personen, die gebildet werden, um  gemeinsame Ziele zu erledigen. Die Mitglieder können ortsunabhängig Leistungen  erbringen Die Projektorganisation koordiniert den Ablauf
 Analoge und digitale Kommunikationsmedien  werden verwendet
Die Formen virtueller TeamsDifferenzierungsaspekte: Grad der Autonomie und Hierarchie
 Zeitperspektive
 Abgegrenztheit
 KomplexitätDie Vorteile virtueller Teams Teamzusammensetzung ist nicht an räumlichen  Verfügbarkeiten, sondern an fachlicher  Qualifikation orientiert Zeit- und Kostenersparnis gegenüber Konkurrenten
 Schnellere und direktere Informationsweitergabe
 Schnellere und flexiblere Reaktionen
 Kosten können gesenkt werden Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Die Probleme virtueller Teams Hoher Organisationsaufwand (Treffen, Sicherheit)
 Geringere Identifikation mit dem Unternehmen
 Vertrauen ist schwierig zu vermitteln
 Konflikte durch Missverständnisse
 Mangelnde Integration einzelner Mitglieder
 Probleme der (Leistungs-) Bewertung
 Teils mangelnde KontrollmöglichkeitenBeispielABUnternehmenECD
1.3	ArbeitsauftragOrdnen Sie die folgenden virtuellen Aktionsformen den Beispielen zu! Teleheimarbeit
 Alternierende Telearbeit
 Die Telearbeit in Zentren
 Mobile Telearbeit
 virtuelle TeamsBeispielDer Angestellte A ist aufgrund einer Allergie gezwungen, sich in seinem speziell eingerichtetem Haus aufzuhalten und von dort aus zu arbeiten.
BeispielDer Angestellte B fährt in den Urlaub, ist allerdings aufgrund von Zeitmangel genötigt, auch im Ausland und auf den Wegen an dem aktuellen Projekt zu arbeiten.
Beispiel Der Angestellte C hat sowohl in seinem Unternehmen, als auch bei sich zu Hause einen Arbeitsplatz, um auch am Wochenende arbeiten zu können.
Beispiel Die Angestellten D und E arbeiten zusammen an einem Projekt, sind allerdings nicht in der Lage sich aufgrund der Distanz regelmäßig zu treffen. Daher agieren sie virtuell über das Internet.
2. Anwendungsbedingungenund GestaltungsfelderOrganisationPersonenTelekooperative ArbeitArbeitsumfeld und InstrumenteAufgabenVgl. Konradt, Hertel
2.1 AufgabenUnterschieden werden: Koordinationsaufgaben
 Vermittlungsaufgaben
 Dienstleistungsaufgaben
 ProduktionsaufgabenVgl. Konradt, Hertel
2.1 AufgabenArbeitsaufgaben sind umso eher für Telekooperation geeignet, desto: geringer der handwerkliche Anteil
 geringer die apparativen und physikalischen  	Anforderungen
 besser die Arbeitsteiligkeit einer Aufgabe
 genauer die Arbeitsleistung gemessen werden kann
 mehr die Aufgabe die Erzeugung von digitalen DatenerfordertVgl. Konradt, Hertel
2.1 AufgabenAufgabengruppen die für telekooperative Arbeit geeignet sind: Führungsaufgaben (Einzelfall)
 Fachaufgaben (Einzelfall/Sachbezogener Fall)
 Sachbearbeitung (Sachbezogener Fall)
 Routinefall (Unterstützungsaufgaben)Vgl. Konradt, Hertel
2.2 MitarbeiterVoraussetzungan einen Mitarbeiter: Qualifikation und Motivation
 fachliche Medienkompetenz
 Bereitschaft zur Teamarbeit
 klassischen Merkmale der SozialkompetenzVgl. Konradt, Hertel
2.2 MitarbeiterFaktoren der intrinsischen Motivation zur Telearbeit: Finanziell-ökonomische Faktoren
 Lebenslange- lebenszyklische Faktoren
 Status- und berufsbezogene FaktorenVgl. Konradt, Hertel
2.3 Organisation Zentralisierungsgrad der 	Organisationsstruktur
 Unternehmenskultur hinsichtlich der 	Eigenverantwortung der Mitarbeiter
 Die Dauer einer GeschäftsbeziehungVgl. Konradt, Hertel
2.4 Arbeitsumfeld und InstrumenteVorraussetzung für einen häuslichen Telearbeitsplatz:1. Abtrennbarer Raum am Arbeitsplatz2. Ausreichend Arbeitsfläche und die Möglichkeit 	der sicheren Datenverwahrung3. Möbel und Hardware entsprechend der 	Bildschirmarbeitsplatzverordnung4. Einhaltung ergonomischer StandardsVgl. Konradt, Hertel
3. Ein Managementkonzept fürvirtuelle TeamsIst Führung in virtuellen Teams überhaupt notwendig?Was spricht gegen eine Notwendigkeit? organisatorischer Überbau entfällt
 enge Regelwerke widersprechen dem „Geist“ virtueller Teams
 kein Face to Face Kontakt
 Teammitglieder haben ein hohes Maß an SelbstverantwortungVgl. Konradt, Hertel
3. Ein Managementkonzept für	virtuelle TeamsVirtuelle Teamarbeit erfordert modifizierte Strukturen und Management zielorientierte Koordination
 Kontrolle
 Motivation und Reflexion
 Förderung der Integration von 	Teammitgliedern
 Vermittlung von KompetenzenVgl. Konradt, Hertel
3.Ein Managementkonzept für 	virtuelle TeamsPhase 1  Aufbau und Konfiguration Auswahl eines Teamleiters
 Auswahl der Mitarbeiter

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