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S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
New Work – Ein Rufen in die Leere
HAPPYPROJECTS 2020
Conny Dethloff, borisgloger consulting GmbH
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Conny Dethloff – Meine Reise des Verstehens
2
Zeit
Rationalist, Realist Radikaler Konstruktivist
Ich muss π
π
Ich sehe die Welt,
wie sie ist.
Ich sehe Welt, wie
ich funktioniere.
1974 2006 Heute
Logbuch der Reise des Verstehens: https://blog-conny-dethloff.de/
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Agenda
3
1
3
2
Entmystifizieren von 2 Mythen
Eine Lösungsalternative
Erste Schlussfolgerung
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G4
Mythos 1:
Kundenzentrierung
funktioniert bereits
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Unternehmenssteuerung bedeutet Transformation externer (Kundenwünsche
und -probleme) in interne Referenzen
5
1. Externe Referenzen: Kundenwünsche
und Kundenprobleme
2. Interne Referenzen: KPIs, Kennzahlen,
Regeln, Prozesse, Vision. Mission,
Strategie, …
 Ausschließlich gegen interne Referenzen
wird gesteuert, gedacht und gehandelt.
Habt ihr schon einmal erlebt, dass in
einem Management-Meeting die Anzahl
gelöster Kundenprobleme als Maßstab
für Erfolg hergenommen wurden? Ich
nicht.
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G6
Führt das Denken und Handeln nach
internen Referenzen dazu, dass
Kundenwünsche befriedigt oder
Kundenprobleme gelöst werden, dann ist
das fein.
Wenn nicht, ist es eben so.
Mein persönliches Beispiel mit einem Baumarkt: Ich benötige Klinkersteine,
aber nicht paletten- sondern stückweise.
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G7
Mythos 2:
New Work funktioniert bereits
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G8
Der „Vater“ von New Work: Frithjof Bergmann
• Frithjof Bergmann hat den Begriff „New Work“ in den 70-iger
Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden und mit Inhalten
ausgeprägt.
• Er erkannte, dass das „Job-System“ am Ende sei und nahm das als
Basis, zu ergründen, ob wir Menschen uns von der „Knechtschaft
der Lohnarbeit“ befreien können.
• Er teilte „Neue Arbeit“ in 3 Bereiche ein.
• Erwerbsarbeit („smart consumption“)
• Selbstversorgung auf höchstem technischem Niveau („High-
Tech-Self-Providing“)
• „Arbeit, die man wirklich, wirklich will“
• Seine Hypothese: Durch unsere stete technologische
Weiterentwicklung sollte der 3. Teil der Arbeit stetig wachsen.
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Weiterentwicklungen der Ideen: z.B. Markus Väth mit seiner New Work
Charta
Gefunden hier https://www.managerseminare.de/blog/charta-fur-new-work-statement-fur-
menschliche-und-zukunftsweisende-arbeit/2019/05 am 01.06.2020
9
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Was beobachte ich häufig im Kontext New Work?
• Menschen sollten Erfüllung bei der
Arbeit finden.
• Sie sollten das tun, was sie wirklich
wollen und können.
• Menschen sollten sich einbringen
können.
• Menschen sollten wissen warum sie
überhaupt da sind und welchen Wert sie
generieren.
• Menschen sollten sich weiter entwickeln
und lernen können.
• Menschen sollten ihre Arbeit gerne
ausführen.
• …
Meine entscheidende Frage:
Warum schaffen wir es nicht,
banale Inhalte umzusetzen?
10
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Bindungskräfte zwischen Menschen und Unternehmen?  „Beiße nie die
Hand, die Dich füttert!“
• Angst vor Ausschluss aus dem System
(Drohung von Arbeitslosigkeit), „Wegduken“
• Ohne Job? Kein Geld. Wie soll Miete, die
laufenden Kredite, die Ausbildung der Kinder,
Lebensmittel etc. bezahlt werden?
• Angst führt nicht unbedingt dazu, dass
Menschen sich wirklich verwirklichen wollen
oder kreativ sind. Menschen mutieren im
Rahmen der Arbeit zu Erfüllungsgehilfen.
11
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Agenda
12
1
3
2
Entmystifizieren von 2 Mythen
Eine Lösungsalternative
Erste Schlussfolgerung
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Sinn und Zweck eines Unternehmens ist „Leben“. Leben fragt nicht nach
einem Warum.
• Reden über Purpose ist ein notwendiges
Narrativ für Menschen in Unternehmen
als auch für Kunden.
• Stafford Beer  POSIWID (Purpose of a
system ist what it does)
13
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Unternehmen sind derzeit noch auf Angebot, nicht auf Nachfrage aufgebaut.
1. Aufbau interner Referenzen (Prozesse, Rollen, Kennzahlensysteme, …) in Unternehmen
führt im Laufe der Zeit zu Pfadabhängigkeiten. Das führt zu einer Innenausrichtung
dieser Unternehmen. Kunden sind ein notwendiges Übel, um Geld zu verdienen, und
damit Lebensfähigkeit zu sichern.
2. Das System „Unternehmen“ hat sich im System „Wirtschaft“ mittlerweile überholt.
Wirtschaft kann ihrer eigentlichen Aufgabe (Knappheit beseitigen) nicht nachkommen.
Unternehmen sichern ihre Lebensfähigkeit qua Größe, nicht qua Wertgenerierung.
1. Unternehmen ▻ Politik (Aida, Automobilunternehmen mit der Abwrackprämie,
Lufthansa, Karstadt etc.)
2. Unternehmen ▻ Menschen (Drohung mit Ausschluss durch Arbeitslosigkeit)
14
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Ich beobachte Initiativen rund um „New Work“ oder „Purpose“ nicht nur als
Theater, sondern gar als menschenverachtend.
Menschen wird etwas vorgegaukelt, was sie nicht
im Entferntesten erreichen können, oder wenn
dann nur mit ganz viel Mut und Waghalsigkeit.
Ich suche nach Strukturen und Organisation, in
denen Menschen ihre Existenz nicht gefährden
müssen, um sich einbringen zu können.
15
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Agenda
16
1
3
2
Entmystifizieren von 2 Mythen
Eine Lösungsalternative
Erste Schlussfolgerung
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Wie lässt sich Durchlässigkeit von Unternehmen erhöhen?  Ändern der
Bindungskräfte über Strukturen
Besser wäre, wenn Menschen nur dann
Mitglied in einem Unternehmen sind, wenn sie
es wirklich wirklich wollen, ohne Angst haben
zu müssen ihre Lebensfähigkeit einzubüßen, da
sie kein Geld haben.
Damit wird die Durchlässigkeit von
Unternehmen erhöht, was dazu führt, dass
Unternehmen wieder ihren eigentlichen
Aufgaben nachgehen können, Verringerung
von Knappheit in Gesellschaft, womit sie dann
einen Wert generieren würden.
17
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Durchlässigkeit von Unternehmen erhöhen – Ein Beispiel
Strategie
„kontextlose“ Hierarchie
Formalismen („Bürokratie“)
Strategie
autonome Einheiten
(Microenterprses)
Kontextbasierte Interaktionen
Beispiel Haier
Microenterprises entstehen und zerfallen je nach zu lösendem Problem  Dadurch werden
Pfadabhängigkeiten durch Aufbau interner Strukturen geringer.  Weniger langlebige Formalismen,
Mehr Flexibilität.
Diese Flexibilität geht aber nur, wenn Menschen Sicherheit spüren, was durch eine 2-Teilung des
Gehaltes gestaltet werden kann (Grundeinkommen und leistungsbezogenes Einkommen)
18
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Beiträge zu diesen weitergehenden Fragestellungen
Beiträge Link
Kundenzentrierung in Unternehmen ist unmöglich,
sollte aber trotzdem ausgelobt werden
https://blog-conny-dethloff.de/?p=4615
Purpose? Habe ich: Am „Leben“ bleiben! https://t2informatik.de/blog/prozesse-
methoden/purpose-habe-ich-am-leben-bleiben/
Struktur- und Organisationsdesign von Unternehmen
basieren eher auf Angebot als auf Nachfrage
https://blog-conny-dethloff.de/?p=48218
Warum wir über ein BGE unsere Wirtschaft
menschenzugewandter gestalten können
https://blog-conny-dethloff.de/?p=48256
Kundenfokussierung geht nur über Regelbruch https://blog-conny-dethloff.de/?p=48266
New Work: Das ewige Rufen in die Leere https://blog-conny-dethloff.de/?p=48282
And the Winner is … https://blog-conny-dethloff.de/?p=48303
19
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Kontakt
Conny Dethloff
borisgloger consulting GmbH
Senior Management Consultant
T: +49 (0) 151 441 37 381
E: conny.dethloff@borisgloger.com

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  • 6. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G6 Führt das Denken und Handeln nach internen Referenzen dazu, dass Kundenwünsche befriedigt oder Kundenprobleme gelöst werden, dann ist das fein. Wenn nicht, ist es eben so. Mein persönliches Beispiel mit einem Baumarkt: Ich benötige Klinkersteine, aber nicht paletten- sondern stückweise.
  • 7. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G7 Mythos 2: New Work funktioniert bereits
  • 8. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G8 Der „Vater“ von New Work: Frithjof Bergmann • Frithjof Bergmann hat den Begriff „New Work“ in den 70-iger Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden und mit Inhalten ausgeprägt. • Er erkannte, dass das „Job-System“ am Ende sei und nahm das als Basis, zu ergründen, ob wir Menschen uns von der „Knechtschaft der Lohnarbeit“ befreien können. • Er teilte „Neue Arbeit“ in 3 Bereiche ein. • Erwerbsarbeit („smart consumption“) • Selbstversorgung auf höchstem technischem Niveau („High- Tech-Self-Providing“) • „Arbeit, die man wirklich, wirklich will“ • Seine Hypothese: Durch unsere stete technologische Weiterentwicklung sollte der 3. Teil der Arbeit stetig wachsen.
  • 9. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Weiterentwicklungen der Ideen: z.B. Markus Väth mit seiner New Work Charta Gefunden hier https://www.managerseminare.de/blog/charta-fur-new-work-statement-fur- menschliche-und-zukunftsweisende-arbeit/2019/05 am 01.06.2020 9
  • 10. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Was beobachte ich häufig im Kontext New Work? • Menschen sollten Erfüllung bei der Arbeit finden. • Sie sollten das tun, was sie wirklich wollen und können. • Menschen sollten sich einbringen können. • Menschen sollten wissen warum sie überhaupt da sind und welchen Wert sie generieren. • Menschen sollten sich weiter entwickeln und lernen können. • Menschen sollten ihre Arbeit gerne ausführen. • … Meine entscheidende Frage: Warum schaffen wir es nicht, banale Inhalte umzusetzen? 10
  • 11. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Bindungskräfte zwischen Menschen und Unternehmen?  „Beiße nie die Hand, die Dich füttert!“ • Angst vor Ausschluss aus dem System (Drohung von Arbeitslosigkeit), „Wegduken“ • Ohne Job? Kein Geld. Wie soll Miete, die laufenden Kredite, die Ausbildung der Kinder, Lebensmittel etc. bezahlt werden? • Angst führt nicht unbedingt dazu, dass Menschen sich wirklich verwirklichen wollen oder kreativ sind. Menschen mutieren im Rahmen der Arbeit zu Erfüllungsgehilfen. 11
  • 12. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Agenda 12 1 3 2 Entmystifizieren von 2 Mythen Eine Lösungsalternative Erste Schlussfolgerung
  • 13. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Sinn und Zweck eines Unternehmens ist „Leben“. Leben fragt nicht nach einem Warum. • Reden über Purpose ist ein notwendiges Narrativ für Menschen in Unternehmen als auch für Kunden. • Stafford Beer  POSIWID (Purpose of a system ist what it does) 13
  • 14. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Unternehmen sind derzeit noch auf Angebot, nicht auf Nachfrage aufgebaut. 1. Aufbau interner Referenzen (Prozesse, Rollen, Kennzahlensysteme, …) in Unternehmen führt im Laufe der Zeit zu Pfadabhängigkeiten. Das führt zu einer Innenausrichtung dieser Unternehmen. Kunden sind ein notwendiges Übel, um Geld zu verdienen, und damit Lebensfähigkeit zu sichern. 2. Das System „Unternehmen“ hat sich im System „Wirtschaft“ mittlerweile überholt. Wirtschaft kann ihrer eigentlichen Aufgabe (Knappheit beseitigen) nicht nachkommen. Unternehmen sichern ihre Lebensfähigkeit qua Größe, nicht qua Wertgenerierung. 1. Unternehmen ▻ Politik (Aida, Automobilunternehmen mit der Abwrackprämie, Lufthansa, Karstadt etc.) 2. Unternehmen ▻ Menschen (Drohung mit Ausschluss durch Arbeitslosigkeit) 14
  • 15. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Ich beobachte Initiativen rund um „New Work“ oder „Purpose“ nicht nur als Theater, sondern gar als menschenverachtend. Menschen wird etwas vorgegaukelt, was sie nicht im Entferntesten erreichen können, oder wenn dann nur mit ganz viel Mut und Waghalsigkeit. Ich suche nach Strukturen und Organisation, in denen Menschen ihre Existenz nicht gefährden müssen, um sich einbringen zu können. 15
  • 16. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Agenda 16 1 3 2 Entmystifizieren von 2 Mythen Eine Lösungsalternative Erste Schlussfolgerung
  • 17. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Wie lässt sich Durchlässigkeit von Unternehmen erhöhen?  Ändern der Bindungskräfte über Strukturen Besser wäre, wenn Menschen nur dann Mitglied in einem Unternehmen sind, wenn sie es wirklich wirklich wollen, ohne Angst haben zu müssen ihre Lebensfähigkeit einzubüßen, da sie kein Geld haben. Damit wird die Durchlässigkeit von Unternehmen erhöht, was dazu führt, dass Unternehmen wieder ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen können, Verringerung von Knappheit in Gesellschaft, womit sie dann einen Wert generieren würden. 17
  • 18. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Durchlässigkeit von Unternehmen erhöhen – Ein Beispiel Strategie „kontextlose“ Hierarchie Formalismen („Bürokratie“) Strategie autonome Einheiten (Microenterprses) Kontextbasierte Interaktionen Beispiel Haier Microenterprises entstehen und zerfallen je nach zu lösendem Problem  Dadurch werden Pfadabhängigkeiten durch Aufbau interner Strukturen geringer.  Weniger langlebige Formalismen, Mehr Flexibilität. Diese Flexibilität geht aber nur, wenn Menschen Sicherheit spüren, was durch eine 2-Teilung des Gehaltes gestaltet werden kann (Grundeinkommen und leistungsbezogenes Einkommen) 18
  • 19. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Beiträge zu diesen weitergehenden Fragestellungen Beiträge Link Kundenzentrierung in Unternehmen ist unmöglich, sollte aber trotzdem ausgelobt werden https://blog-conny-dethloff.de/?p=4615 Purpose? Habe ich: Am „Leben“ bleiben! https://t2informatik.de/blog/prozesse- methoden/purpose-habe-ich-am-leben-bleiben/ Struktur- und Organisationsdesign von Unternehmen basieren eher auf Angebot als auf Nachfrage https://blog-conny-dethloff.de/?p=48218 Warum wir über ein BGE unsere Wirtschaft menschenzugewandter gestalten können https://blog-conny-dethloff.de/?p=48256 Kundenfokussierung geht nur über Regelbruch https://blog-conny-dethloff.de/?p=48266 New Work: Das ewige Rufen in die Leere https://blog-conny-dethloff.de/?p=48282 And the Winner is … https://blog-conny-dethloff.de/?p=48303 19
  • 20. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Kontakt Conny Dethloff borisgloger consulting GmbH Senior Management Consultant T: +49 (0) 151 441 37 381 E: conny.dethloff@borisgloger.com