SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
1 von 16
Downloaden Sie, um offline zu lesen
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Digitalisierung ist mehr als „0“ und „1“
Digital Health 4 Digital Workers / 19. Oktober 2020
Conny Dethloff, borisgloger consulting GmbH
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Conny Dethloff – Meine Reise des Verstehens
2
Zeit
Radikaler KonstruktivistRationalist, Realist
Ich muss π
π
Ich sehe die Welt,
wie sie ist.
Ich sehe Welt, wie
ich funktioniere.
1974 2006 Heute
Logbuch der Reise des Verstehens: https://blog-conny-dethloff.de/
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Agenda
3
1
3
2
Immer mehr Unbestimmtheit prägt unsere Welt
Meine Führungsprinzipien basieren auf Unbestimmtheit
Mit den bekannten Werkzeugen im Kontext Führung töten wir
Unbestimmtheit
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G4
Alle Menschen können
im Internet
produzieren, nicht nur
konsumieren. (Web
2.0)
Daten verbreiten sich
rasend schnell um den
Globus (Rechner
werden immer
schneller).
Daten werden immer
und überall gemessen
(verbesserte Sensoren).
Daten werden immer
und überall gespeichert
(Speicherplatz immer
billiger).
Was NEU ist: immer mehr wirklichkeitsemulierte Systeme
Stete Weiterentwicklung der Technologie
Immer mehr parallel laufende wirklichkeitsemulierte Systeme
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Beispiele für Wirklichkeitsemulation, die Unbestimmtheit erzeugen.
5
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Nicht passfähiges Handhaben von Unbestimmtheit bestraft nun der Markt.
6
Adaptiert von Quelle: Gerhard Wohland „Die Taylorwanne - das Ab und Auf der Dynamik“
(https://dynamikrobust.com/wp-content/uploads/2016/03/Denkzettel-7-Taylorwanne.pdf)
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Agenda
7
1
3
2
Immer mehr Unbestimmtheit prägt unsere Welt
Meine Führungsprinzipien basieren auf Unbestimmtheit
Mit den bekannten Werkzeugen im Kontext Führung töten wir
Unbestimmtheit
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Wie denken wir? – Das schwierige Erbe des Aristoteles
8
Der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch besagt, dass
zwei sich widersprechende Aussagen nicht zugleich wahr sein
können. (= Haben 2 Menschen unterschiedliche Sichten auf
ein Thema, hat mindestens einer Unrecht)
Der Satz der Identität bedeutet, dass alles mit sich identisch
und verschieden von anderem ist. (= Jedes Phänomen ist mit
sich selbst identisch und besitzt daher stabile Eigenschaften.
Wandel ist unerwünscht.)
Metaphysik ► Duales Denken in „richtig“ und „falsch“
Aristoteles - griechischer Universalgelehrter (* 384 v. Chr. in Stageira; † 322 v. Chr. in
Chalkis auf Euböa)
Metaphysik ► Duales Denken in „richtig“ und „falsch“
Aristoteles - griechischer Universalgelehrter (* 384 v. Chr. in Stageira; † 322 v. Chr. in
Chalkis auf Euböa)
Der Satz vom ausgeschlossenen Dritten bedeutet, dass ein
Drittes ist nicht vorhanden ist. (= Es gibt immer nur genau
eine „richtige“ Meinung zu einem Thema)
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Viele unserer Managementmethoden basieren auf dem Paradigma Ursache-
Wirkung und „töten“ damit Unbestimmtheit.
9
Motto: Alles MUSS “getötet“ werden, damit es bewertet werden kann!Motto: Alles MUSS “getötet“ werden, damit es bewertet werden kann!
„In der Schule werden nur die Fragen gestellt, deren
Antworten bereits bekannt sind“
Heinz von Förster (1911-2002), österreichischer Physiker, Kybernetiker und Philosoph
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Unbestimmtheit wird ständig und unbewusst von uns „getötet“.
10
Quelle: Klaus Eidenschink „Jenseits von eindeutig, wahr und gut!“
(https://metatheorie-der-veraenderung.info/wp-content/uploads/2015/06/Jenseits-von-eindeutig-wahr-und-gut.pdf)
 Da hast du dir widersprochen! (= Widersprüche sind ein Merkmal des Irrtums)
 Was ist das Ziel Ihres Vorgehens? (= Man kann am Anfang wissen, was am Ende
herauskommen soll)
 Das müssen Sie mit Fakten belegen! (= Objektivität ist möglich und hilfreich)
 Was mache ich, wenn...? (= Handlungsorientierung erfolgt durch Rezepte und Regeln)
 Das ist doch nur ein Gefühl! (= Affekte sind für die Wahrheitsfindung nicht bedeutsam
oder eher hinderlich)
 Theoretisch mag das gut sein, praktisch taugt es nichts (= Die Unterscheidung zwischen
Theorie und Praxis ist nützlich)
 Das ist wissenschaftlich belegt! (= Die Wissenschaften können festliegende Wahrheiten
erkennen).
 Der Plan war gut, die Umsetzung war schlecht! (= Die Zukunft kann durch rationales
Planen unter Kontrolle gebracht werden).
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Wie sollten wir eher denken? – Platon gibt eine gute Richtung vor
11
Tugendlehre
Platon – antiker griechischer Philosoph (* 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; †
348/347 v. Chr. in Athen)
Tugendlehre
Platon – antiker griechischer Philosoph (* 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; †
348/347 v. Chr. in Athen)
Weisheit (… Tugend des
Verstandes und der
Vernunft)
Besonnenheit (… Tugend
des Begehrens)
Mut (… Tugend des
Willens)
Innere Gerechtigkeit
Kopf
Bauch
Herz
Quelle: Eigenschaften einer guten Führungskraft? Frag` doch einfach Platon (https://blog-conny-dethloff.de/?p=2661)
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Agenda
12
1
3
2
Immer mehr Unbestimmtheit prägt unsere Welt
Meine Führungsprinzipien basieren auf Unbestimmtheit
Mit den bekannten Werkzeugen im Kontext Führung töten wir
Unbestimmtheit
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Meine Aufgabe im Kontext Führung
Schaffung von Umgebungen und Momenten, in denen …
… Menschen sich verwirklichen und entwickeln können,
… entsprechend ihrer Stärken eingesetzt werden,
… sich dazugehörig und lebendig fühlen,
… wissen warum sie da sind und
… dadurch Wert generieren wollen und können.
13
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Ich möchte die „Führungskraft“ sein, die ich selber gerne hätte. Ich
mag die Begriffe „Chef“ und „Führungskraft“ eigentlich nicht. Sie
suggerieren ein „mechanistisches Oben-Unten“, nichts Lebendiges.
Menschen, mit denen ich agiere, schreiben mir Führung zu.
Ich kann mir Führung NICHT selbst zuschreiben.
Begegnung von Mensch zu Mensch, unabhängig von Titel
und Rolle.
Beobachte ich, dass ein Mensch sich nicht SELBST führen kann,
schreibe ich ihm nicht zu, mich führen zu können.
Meine wichtigsten „Führungsinstrumente“ sind meine Sinne Sehen,
Hören, Fühlen, sowie mein Kopf, mein Bauch und mein Herz.
Mein Motto im Kontext Führung
14
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Ich bin für die Menschen da, nicht umgekehrt. Ich bestelle Menschen
nicht zu mir. Ich gehe zu ihnen.
Prinzipien, die mein Denken und Handeln prägen
Bei Einstellungen von Menschen schaue ich mir vorher keinen CV oder Zeugnisse
an. Die erste Begegnung sollte bestenfalls eine reale sein. Ich frage auch keine
Methoden oder Tools ab. Ich erfrage nur das, was schwer bis gar nicht erlernbar ist.
Ich sollte nicht in einen Genehmigungsmodus verfallen, da ich nicht
der „Papa“ von erwachsenen Menschen bin.
Ich bin vorsichtig beim Fragenstellen: Ich möchte Menschen nicht in
ihrer Arbeit stören, sondern helfen bzw. „challengen“. Meine Mailbox
darf maximal 1 Tag alt sein.
Ich sollte vorhandene Meetings der Teams nicht kapern, sondern
diese nutzen, um mich zu informieren, wenn ich es für notwendig
erachte. Ich bin niemals qua Rolle Teilnehmer an Meetings, sondern
nur wenn Menschen glauben, dass ich ihnen helfen kann. Dann
sollten sie auf mich zukommen, nicht ich auf sie.
15
S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G
Kontakt
Conny Dethloff
borisgloger consulting GmbH
Senior Management Consultant
T: +49 (0) 151 441 37 381
E: conny.dethloff@borisgloger.com

Weitere ähnliche Inhalte

Ähnlich wie Digital Health 4 Digital Workers - Impuls zu Führung

Die Bedeutung der inneren Haltung bei Führungskräften
Die Bedeutung der inneren Haltung bei FührungskräftenDie Bedeutung der inneren Haltung bei Führungskräften
Die Bedeutung der inneren Haltung bei Führungskräften
Culture Work GmbH
 

Ähnlich wie Digital Health 4 Digital Workers - Impuls zu Führung (20)

Denkraum-Führung - Herstellen von Balance zwischen Geben und Nehmen
Denkraum-Führung - Herstellen von Balance zwischen Geben und NehmenDenkraum-Führung - Herstellen von Balance zwischen Geben und Nehmen
Denkraum-Führung - Herstellen von Balance zwischen Geben und Nehmen
 
Wie man führt, ohne zu dominieren
Wie man führt, ohne zu dominierenWie man führt, ohne zu dominieren
Wie man führt, ohne zu dominieren
 
Faq der persönlichkeit
Faq der persönlichkeitFaq der persönlichkeit
Faq der persönlichkeit
 
Meine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind Primärliteraten
Meine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind PrimärliteratenMeine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind Primärliteraten
Meine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind Primärliteraten
 
Bambeck-Master-Profil
Bambeck-Master-ProfilBambeck-Master-Profil
Bambeck-Master-Profil
 
Vortrag Das Agile Mindset borisglogerconsulting - Agilen-Konferenz – Frankfur...
Vortrag Das Agile Mindset borisglogerconsulting - Agilen-Konferenz – Frankfur...Vortrag Das Agile Mindset borisglogerconsulting - Agilen-Konferenz – Frankfur...
Vortrag Das Agile Mindset borisglogerconsulting - Agilen-Konferenz – Frankfur...
 
Vortrag das agile mindset borisglogerconsulting
Vortrag das agile mindset borisglogerconsultingVortrag das agile mindset borisglogerconsulting
Vortrag das agile mindset borisglogerconsulting
 
Produktentwicklung - Von der Natur lernen
Produktentwicklung - Von der Natur lernenProduktentwicklung - Von der Natur lernen
Produktentwicklung - Von der Natur lernen
 
Führen!
Führen!Führen!
Führen!
 
Wissensmanagement & Ethik
Wissensmanagement & EthikWissensmanagement & Ethik
Wissensmanagement & Ethik
 
Presentation krippendorf isolutions_kultur_pdf
Presentation krippendorf isolutions_kultur_pdfPresentation krippendorf isolutions_kultur_pdf
Presentation krippendorf isolutions_kultur_pdf
 
Die Bedeutung der inneren Haltung bei Führungskräften
Die Bedeutung der inneren Haltung bei FührungskräftenDie Bedeutung der inneren Haltung bei Führungskräften
Die Bedeutung der inneren Haltung bei Führungskräften
 
Über das Böse
Über das BöseÜber das Böse
Über das Böse
 
DETECON Mindfulness Deep Work
DETECON Mindfulness Deep WorkDETECON Mindfulness Deep Work
DETECON Mindfulness Deep Work
 
Digital Ageing - Dr. David Bosshart
Digital Ageing - Dr. David BosshartDigital Ageing - Dr. David Bosshart
Digital Ageing - Dr. David Bosshart
 
Von der Pflicht zur Neigung, oder wie aus der Not eine Tugend wird
Von der Pflicht zur Neigung, oder wie aus der Not eine Tugend wird Von der Pflicht zur Neigung, oder wie aus der Not eine Tugend wird
Von der Pflicht zur Neigung, oder wie aus der Not eine Tugend wird
 
Glaubst Du an Arbeit?
Glaubst Du an Arbeit? Glaubst Du an Arbeit?
Glaubst Du an Arbeit?
 
Epi oder Prometheus
Epi oder PrometheusEpi oder Prometheus
Epi oder Prometheus
 
Der Innere Kritiker
Der Innere KritikerDer Innere Kritiker
Der Innere Kritiker
 
Quatrologie
QuatrologieQuatrologie
Quatrologie
 

Mehr von Conny Dethloff

ABIT2023 - Organisationen in 3 Dimensionen beobachten und designen.pdf
ABIT2023 - Organisationen in 3 Dimensionen beobachten und designen.pdfABIT2023 - Organisationen in 3 Dimensionen beobachten und designen.pdf
ABIT2023 - Organisationen in 3 Dimensionen beobachten und designen.pdf
Conny Dethloff
 

Mehr von Conny Dethloff (19)

Better SAFe than sorry - Why scaled agile frameworks do not necessarily impro...
Better SAFe than sorry - Why scaled agile frameworks do not necessarily impro...Better SAFe than sorry - Why scaled agile frameworks do not necessarily impro...
Better SAFe than sorry - Why scaled agile frameworks do not necessarily impro...
 
Mehr Mensch und weniger Rolle gesucht
Mehr Mensch und weniger Rolle gesuchtMehr Mensch und weniger Rolle gesucht
Mehr Mensch und weniger Rolle gesucht
 
(Agiles) Portfoliomanagement
(Agiles) Portfoliomanagement(Agiles) Portfoliomanagement
(Agiles) Portfoliomanagement
 
ABIT2023 - Organisationen in 3 Dimensionen beobachten und designen.pdf
ABIT2023 - Organisationen in 3 Dimensionen beobachten und designen.pdfABIT2023 - Organisationen in 3 Dimensionen beobachten und designen.pdf
ABIT2023 - Organisationen in 3 Dimensionen beobachten und designen.pdf
 
Aldi-Süd - Keynote Marketing IO Days - End-to-End - what is it about and why...
Aldi-Süd - Keynote Marketing IO Days - End-to-End - what is it about and why...Aldi-Süd - Keynote Marketing IO Days - End-to-End - what is it about and why...
Aldi-Süd - Keynote Marketing IO Days - End-to-End - what is it about and why...
 
Purpose Driven Organisation - Unternehmen auf Sinnsuche, macht das Sinn?
Purpose Driven Organisation - Unternehmen auf Sinnsuche, macht das Sinn?Purpose Driven Organisation - Unternehmen auf Sinnsuche, macht das Sinn?
Purpose Driven Organisation - Unternehmen auf Sinnsuche, macht das Sinn?
 
PM Websession - Event Storming
PM Websession - Event StormingPM Websession - Event Storming
PM Websession - Event Storming
 
Re think.one: Unternehmen NEU denken
Re think.one: Unternehmen NEU denken Re think.one: Unternehmen NEU denken
Re think.one: Unternehmen NEU denken
 
BI@OTTO: Vom Projekt- zum Produktmanagement
BI@OTTO: Vom Projekt- zum ProduktmanagementBI@OTTO: Vom Projekt- zum Produktmanagement
BI@OTTO: Vom Projekt- zum Produktmanagement
 
LeanStammtisch Mannheim - Lean vs. Agile
LeanStammtisch Mannheim - Lean vs. AgileLeanStammtisch Mannheim - Lean vs. Agile
LeanStammtisch Mannheim - Lean vs. Agile
 
PM-Tage 2020 _ Digitalisierung _ Conny Dethloff
PM-Tage 2020 _ Digitalisierung _ Conny DethloffPM-Tage 2020 _ Digitalisierung _ Conny Dethloff
PM-Tage 2020 _ Digitalisierung _ Conny Dethloff
 
DATEV DigiCamp 2020 - Business Systemics
DATEV DigiCamp 2020 - Business SystemicsDATEV DigiCamp 2020 - Business Systemics
DATEV DigiCamp 2020 - Business Systemics
 
20191121 agile it projects conny dethloff_unternehmen neu denken
20191121 agile it projects conny dethloff_unternehmen neu denken20191121 agile it projects conny dethloff_unternehmen neu denken
20191121 agile it projects conny dethloff_unternehmen neu denken
 
Product Owner Camp 2019: Mehr "Mensch" weniger "Product Owner" gesucht
Product Owner Camp 2019: Mehr "Mensch" weniger "Product Owner" gesuchtProduct Owner Camp 2019: Mehr "Mensch" weniger "Product Owner" gesucht
Product Owner Camp 2019: Mehr "Mensch" weniger "Product Owner" gesucht
 
BMU zu Gast bei OTTO - Agile Organisationsentwicklung
BMU zu Gast bei OTTO - Agile OrganisationsentwicklungBMU zu Gast bei OTTO - Agile Organisationsentwicklung
BMU zu Gast bei OTTO - Agile Organisationsentwicklung
 
Otto Group Best Practice Club New Leadership 2019 - Mythen und Wahrheiten zu ...
Otto Group Best Practice Club New Leadership 2019 - Mythen und Wahrheiten zu ...Otto Group Best Practice Club New Leadership 2019 - Mythen und Wahrheiten zu ...
Otto Group Best Practice Club New Leadership 2019 - Mythen und Wahrheiten zu ...
 
Komplexität: Was ist das? Und wie unterscheidet sich Komplexität von Komplizi...
Komplexität: Was ist das? Und wie unterscheidet sich Komplexität von Komplizi...Komplexität: Was ist das? Und wie unterscheidet sich Komplexität von Komplizi...
Komplexität: Was ist das? Und wie unterscheidet sich Komplexität von Komplizi...
 
CPOs@BPM&O 2019: Digitalisierung gelingt wenn Buzzwords verdammt werden
CPOs@BPM&O 2019: Digitalisierung gelingt wenn Buzzwords verdammt werdenCPOs@BPM&O 2019: Digitalisierung gelingt wenn Buzzwords verdammt werden
CPOs@BPM&O 2019: Digitalisierung gelingt wenn Buzzwords verdammt werden
 
PEX Konferenz DACH 2019 in Berlin: Vom Prozess zum Produkt
PEX Konferenz DACH 2019 in Berlin: Vom Prozess zum ProduktPEX Konferenz DACH 2019 in Berlin: Vom Prozess zum Produkt
PEX Konferenz DACH 2019 in Berlin: Vom Prozess zum Produkt
 

Digital Health 4 Digital Workers - Impuls zu Führung

  • 1. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Digitalisierung ist mehr als „0“ und „1“ Digital Health 4 Digital Workers / 19. Oktober 2020 Conny Dethloff, borisgloger consulting GmbH
  • 2. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Conny Dethloff – Meine Reise des Verstehens 2 Zeit Radikaler KonstruktivistRationalist, Realist Ich muss π π Ich sehe die Welt, wie sie ist. Ich sehe Welt, wie ich funktioniere. 1974 2006 Heute Logbuch der Reise des Verstehens: https://blog-conny-dethloff.de/
  • 3. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Agenda 3 1 3 2 Immer mehr Unbestimmtheit prägt unsere Welt Meine Führungsprinzipien basieren auf Unbestimmtheit Mit den bekannten Werkzeugen im Kontext Führung töten wir Unbestimmtheit
  • 4. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G4 Alle Menschen können im Internet produzieren, nicht nur konsumieren. (Web 2.0) Daten verbreiten sich rasend schnell um den Globus (Rechner werden immer schneller). Daten werden immer und überall gemessen (verbesserte Sensoren). Daten werden immer und überall gespeichert (Speicherplatz immer billiger). Was NEU ist: immer mehr wirklichkeitsemulierte Systeme Stete Weiterentwicklung der Technologie Immer mehr parallel laufende wirklichkeitsemulierte Systeme
  • 5. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Beispiele für Wirklichkeitsemulation, die Unbestimmtheit erzeugen. 5
  • 6. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Nicht passfähiges Handhaben von Unbestimmtheit bestraft nun der Markt. 6 Adaptiert von Quelle: Gerhard Wohland „Die Taylorwanne - das Ab und Auf der Dynamik“ (https://dynamikrobust.com/wp-content/uploads/2016/03/Denkzettel-7-Taylorwanne.pdf)
  • 7. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Agenda 7 1 3 2 Immer mehr Unbestimmtheit prägt unsere Welt Meine Führungsprinzipien basieren auf Unbestimmtheit Mit den bekannten Werkzeugen im Kontext Führung töten wir Unbestimmtheit
  • 8. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Wie denken wir? – Das schwierige Erbe des Aristoteles 8 Der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch besagt, dass zwei sich widersprechende Aussagen nicht zugleich wahr sein können. (= Haben 2 Menschen unterschiedliche Sichten auf ein Thema, hat mindestens einer Unrecht) Der Satz der Identität bedeutet, dass alles mit sich identisch und verschieden von anderem ist. (= Jedes Phänomen ist mit sich selbst identisch und besitzt daher stabile Eigenschaften. Wandel ist unerwünscht.) Metaphysik ► Duales Denken in „richtig“ und „falsch“ Aristoteles - griechischer Universalgelehrter (* 384 v. Chr. in Stageira; † 322 v. Chr. in Chalkis auf Euböa) Metaphysik ► Duales Denken in „richtig“ und „falsch“ Aristoteles - griechischer Universalgelehrter (* 384 v. Chr. in Stageira; † 322 v. Chr. in Chalkis auf Euböa) Der Satz vom ausgeschlossenen Dritten bedeutet, dass ein Drittes ist nicht vorhanden ist. (= Es gibt immer nur genau eine „richtige“ Meinung zu einem Thema)
  • 9. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Viele unserer Managementmethoden basieren auf dem Paradigma Ursache- Wirkung und „töten“ damit Unbestimmtheit. 9 Motto: Alles MUSS “getötet“ werden, damit es bewertet werden kann!Motto: Alles MUSS “getötet“ werden, damit es bewertet werden kann! „In der Schule werden nur die Fragen gestellt, deren Antworten bereits bekannt sind“ Heinz von Förster (1911-2002), österreichischer Physiker, Kybernetiker und Philosoph
  • 10. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Unbestimmtheit wird ständig und unbewusst von uns „getötet“. 10 Quelle: Klaus Eidenschink „Jenseits von eindeutig, wahr und gut!“ (https://metatheorie-der-veraenderung.info/wp-content/uploads/2015/06/Jenseits-von-eindeutig-wahr-und-gut.pdf)  Da hast du dir widersprochen! (= Widersprüche sind ein Merkmal des Irrtums)  Was ist das Ziel Ihres Vorgehens? (= Man kann am Anfang wissen, was am Ende herauskommen soll)  Das müssen Sie mit Fakten belegen! (= Objektivität ist möglich und hilfreich)  Was mache ich, wenn...? (= Handlungsorientierung erfolgt durch Rezepte und Regeln)  Das ist doch nur ein Gefühl! (= Affekte sind für die Wahrheitsfindung nicht bedeutsam oder eher hinderlich)  Theoretisch mag das gut sein, praktisch taugt es nichts (= Die Unterscheidung zwischen Theorie und Praxis ist nützlich)  Das ist wissenschaftlich belegt! (= Die Wissenschaften können festliegende Wahrheiten erkennen).  Der Plan war gut, die Umsetzung war schlecht! (= Die Zukunft kann durch rationales Planen unter Kontrolle gebracht werden).
  • 11. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Wie sollten wir eher denken? – Platon gibt eine gute Richtung vor 11 Tugendlehre Platon – antiker griechischer Philosoph (* 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) Tugendlehre Platon – antiker griechischer Philosoph (* 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) Weisheit (… Tugend des Verstandes und der Vernunft) Besonnenheit (… Tugend des Begehrens) Mut (… Tugend des Willens) Innere Gerechtigkeit Kopf Bauch Herz Quelle: Eigenschaften einer guten Führungskraft? Frag` doch einfach Platon (https://blog-conny-dethloff.de/?p=2661)
  • 12. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Agenda 12 1 3 2 Immer mehr Unbestimmtheit prägt unsere Welt Meine Führungsprinzipien basieren auf Unbestimmtheit Mit den bekannten Werkzeugen im Kontext Führung töten wir Unbestimmtheit
  • 13. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Meine Aufgabe im Kontext Führung Schaffung von Umgebungen und Momenten, in denen … … Menschen sich verwirklichen und entwickeln können, … entsprechend ihrer Stärken eingesetzt werden, … sich dazugehörig und lebendig fühlen, … wissen warum sie da sind und … dadurch Wert generieren wollen und können. 13
  • 14. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Ich möchte die „Führungskraft“ sein, die ich selber gerne hätte. Ich mag die Begriffe „Chef“ und „Führungskraft“ eigentlich nicht. Sie suggerieren ein „mechanistisches Oben-Unten“, nichts Lebendiges. Menschen, mit denen ich agiere, schreiben mir Führung zu. Ich kann mir Führung NICHT selbst zuschreiben. Begegnung von Mensch zu Mensch, unabhängig von Titel und Rolle. Beobachte ich, dass ein Mensch sich nicht SELBST führen kann, schreibe ich ihm nicht zu, mich führen zu können. Meine wichtigsten „Führungsinstrumente“ sind meine Sinne Sehen, Hören, Fühlen, sowie mein Kopf, mein Bauch und mein Herz. Mein Motto im Kontext Führung 14
  • 15. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Ich bin für die Menschen da, nicht umgekehrt. Ich bestelle Menschen nicht zu mir. Ich gehe zu ihnen. Prinzipien, die mein Denken und Handeln prägen Bei Einstellungen von Menschen schaue ich mir vorher keinen CV oder Zeugnisse an. Die erste Begegnung sollte bestenfalls eine reale sein. Ich frage auch keine Methoden oder Tools ab. Ich erfrage nur das, was schwer bis gar nicht erlernbar ist. Ich sollte nicht in einen Genehmigungsmodus verfallen, da ich nicht der „Papa“ von erwachsenen Menschen bin. Ich bin vorsichtig beim Fragenstellen: Ich möchte Menschen nicht in ihrer Arbeit stören, sondern helfen bzw. „challengen“. Meine Mailbox darf maximal 1 Tag alt sein. Ich sollte vorhandene Meetings der Teams nicht kapern, sondern diese nutzen, um mich zu informieren, wenn ich es für notwendig erachte. Ich bin niemals qua Rolle Teilnehmer an Meetings, sondern nur wenn Menschen glauben, dass ich ihnen helfen kann. Dann sollten sie auf mich zukommen, nicht ich auf sie. 15
  • 16. S E L B S T S I C H E R Z U M E R F O L G Kontakt Conny Dethloff borisgloger consulting GmbH Senior Management Consultant T: +49 (0) 151 441 37 381 E: conny.dethloff@borisgloger.com