POINT OF view




Die Zukunft der mobilen Navigation


Was sind die interessantesten Anwendungen, welche
Unternehmen die erfolgversprechendsten und was fehlt
Connected Navigation noch zum Durchbruch in Europa
Wolf Ingomar Faecks, Geschäftsführer Sapient Deutschland und
Torsten Schollmayer, Senior Associate Marketing & Analytics, Sapient



Sucht man nach den momentanen Stars der Unterhaltungselektronik wird man schnell
fündig – Mobiltelefone und Navigationssysteme teilen sich den Spitzenplatz in der Gunst
der Konsumenten: Für die meisten Nutzer sind Mobiltelefone aus dem Alltag nicht mehr
wegzudenken und erreichen zum Beispiel in Deutschland mit einer Penetration von 107
Prozent im internationalen Vergleich einen Spitzenwert. Zugleich boomt das Segment der
mobilen Navigation. Nach Prognosen des Branchenverbandes BITKOM sollen allein 2008
4,8 Millionen Geräte in den Media Märkten und Saturns dieses Landes über die Ladentheke
gehen. Unter dem Motto „Connected Navigation“ versuchen nun sowohl Handy- als auch
Navigationsgerätehersteller beide Technologien zu vereinen und das neue Marktsegment zu
besetzen – in Europa warten sie hier aber noch auf den Durchbruch. Die Frage des Warums
ist schnell geklärt. Zwar ist zum Beispiel Branchenprimus Nokia sehr aktiv – dies zeigt die
Übernahme des Anbieters von digitalen Kartendaten Navteq oder des deutschen Start-ups
Plazes.com – Handymodelle mit integriertem GPS finden bislang aber nur vereinzelt den Weg
zu den Endverbrauchern in Deutschland, Frankreich oder England. Für die flächendeckende
Verbreitung fehlen noch die Erlösmodelle.

Asien bei Connected Navigation Anwendungen vorn

Der Trend werde momentan in Asien gesetzt, sagt Faecks. Hier sind die Wachstumsraten bei
Mobiltelefonen mit integriertem GPS-Empfänger enorm. Für China zum Beispiel gehen die
Sapient-Experten von einer Steigerung der Absatzzahlen von über 1000 Prozent bis 2011 aus.
Selbst in einem gesättigten Markt wie Korea soll das Geschäft mit der Handy-Navigation noch
um knapp 40 Prozent wachsen.

Auch bei den Anwendungen lohnt derzeit noch der Blick nach Asien: Denn nach einer
internationalen Untersuchung von „Connected Navigation“-Angeboten durch Sapient haben
sich hier anders als in Europa Applikationen wie intelligente Routenführung oder 3D-Karten
bereits fest etabliert. Dabei reichen die Applikationen von skurrilen Anwendungen, wie der
intelligenten Berechnung der Route für Fußgänger je nach Wetterverhältnissen, über die
Integration von Navigationsanwendungen mit realen Umgebungsbildern bis hin zur
Standortüberwachung




                       © Sapient Corporation, 08.08
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                          Wolf Ingomar                                             Torsten
                          Faecks                                                   Schollmayer




eines einzelnen Nutzers.
Wachstumsmotor standortbezogene Dienste

Das größte Wachstumspotenzial sieht Sapient aber bei den standortbezogenen Diensten.
Diese bieten den Nutzern den größten Mehrwert, da sie weiter gehen als reine Navigations-
funktionen. Anwendungsszenarien sind hier zum Beispiel der Zugriff auf lokalisierte Such-
ergebnisse zu Hotels, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten oder die Integration mit Social
Networking Anwendungen aus dem Internet. So werden in naher Zukunft Dienste zu sehen
sein, die es den Nutzern erlauben, den Aufenthaltsort von Kontakten aus ihren sozialen
Netzwerken wie StudiVZ, Xing oder MySpace einfach mobil abzurufen. Eine erste Applikation
für das Portal Facebook ist seit kurzem bereits auf dem Markt.

Ausweg aus der Kostenfalle

Nicht zu letzt bieten gerade solche standortbezogenen Mehrwertdienste die Basis für die noch
fehlenden Erlösmodelle. Denn neben einem relevanten Nutzen für den Kunden bieten diese
auch ein hohes Vermarktungspotenzial für Werbepartner. Hier eröffnen sich für die Anbieter
zahlreiche Möglichkeiten, individuelle Werbebotschaften zielgerichtet zu senden und damit
eine weiterhin abnehmende Zahlungsbereitschaft der Endkunden mit der Finanzierung durch
intelligente und relevante Werbeformen zu kompensieren. Damit sind die Profiteure des neuen
Booms bei der Mobilen Navigation ausgemacht, neben den Hardware-Herstellern dürften sich
vor allem die Provider mobilen Contents auf steigende Margen freuen.



    Über Sapient

    Sapient unterstützt seine Kunden dabei, sich in einem zunehmend komplexer werdenden Markt
    zu positionieren, sich weiter zu entwickeln und im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Sapient
    ist mit zwei Unternehmensbereichen – Sapient Interactive und Sapient Consulting – an der
    Schnittstelle von Marketing, Business und Technologie tätig. Sapient Interactive bietet seinen
    Kunden neben Marken- und Marketingstrategien, kreativer Konzeption sowie Web-Design
    und –Entwicklung auch Medialeistungen und die Integration in sämtliche digitale Kanäle.
    Sapient Consulting berät Unternehmen bei der Entwicklung von Business- und IT-Strategien,
    im Prozess- und Systemdesign sowie bei der Implementierung von Standard-Software. Sapient
    wurde im Jahr 1990 gegründet und unterhält 30 Niederlassungen die sich über Nordamerika,
    Europa und Asien erstrecken. Der Hauptsitz befindet sich in Boston, Massachusetts in den USA.
    In Deutschland ist Sapient mit Büros in Düsseldorf und München vertreten.




            Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!
            Beate Keller Sapient GmbH | +49 89 55 29 87-0 | info.de@sapient.com
            Weitere Informationen zu Sapient finden Sie auch unter www.sapient.de




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Die Zukunft der mobilen Navigation

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    POINT OF view DieZukunft der mobilen Navigation Was sind die interessantesten Anwendungen, welche Unternehmen die erfolgversprechendsten und was fehlt Connected Navigation noch zum Durchbruch in Europa Wolf Ingomar Faecks, Geschäftsführer Sapient Deutschland und Torsten Schollmayer, Senior Associate Marketing & Analytics, Sapient Sucht man nach den momentanen Stars der Unterhaltungselektronik wird man schnell fündig – Mobiltelefone und Navigationssysteme teilen sich den Spitzenplatz in der Gunst der Konsumenten: Für die meisten Nutzer sind Mobiltelefone aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und erreichen zum Beispiel in Deutschland mit einer Penetration von 107 Prozent im internationalen Vergleich einen Spitzenwert. Zugleich boomt das Segment der mobilen Navigation. Nach Prognosen des Branchenverbandes BITKOM sollen allein 2008 4,8 Millionen Geräte in den Media Märkten und Saturns dieses Landes über die Ladentheke gehen. Unter dem Motto „Connected Navigation“ versuchen nun sowohl Handy- als auch Navigationsgerätehersteller beide Technologien zu vereinen und das neue Marktsegment zu besetzen – in Europa warten sie hier aber noch auf den Durchbruch. Die Frage des Warums ist schnell geklärt. Zwar ist zum Beispiel Branchenprimus Nokia sehr aktiv – dies zeigt die Übernahme des Anbieters von digitalen Kartendaten Navteq oder des deutschen Start-ups Plazes.com – Handymodelle mit integriertem GPS finden bislang aber nur vereinzelt den Weg zu den Endverbrauchern in Deutschland, Frankreich oder England. Für die flächendeckende Verbreitung fehlen noch die Erlösmodelle. Asien bei Connected Navigation Anwendungen vorn Der Trend werde momentan in Asien gesetzt, sagt Faecks. Hier sind die Wachstumsraten bei Mobiltelefonen mit integriertem GPS-Empfänger enorm. Für China zum Beispiel gehen die Sapient-Experten von einer Steigerung der Absatzzahlen von über 1000 Prozent bis 2011 aus. Selbst in einem gesättigten Markt wie Korea soll das Geschäft mit der Handy-Navigation noch um knapp 40 Prozent wachsen. Auch bei den Anwendungen lohnt derzeit noch der Blick nach Asien: Denn nach einer internationalen Untersuchung von „Connected Navigation“-Angeboten durch Sapient haben sich hier anders als in Europa Applikationen wie intelligente Routenführung oder 3D-Karten bereits fest etabliert. Dabei reichen die Applikationen von skurrilen Anwendungen, wie der intelligenten Berechnung der Route für Fußgänger je nach Wetterverhältnissen, über die Integration von Navigationsanwendungen mit realen Umgebungsbildern bis hin zur Standortüberwachung © Sapient Corporation, 08.08
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    POINT OF view Wolf Ingomar Torsten Faecks Schollmayer eines einzelnen Nutzers. Wachstumsmotor standortbezogene Dienste Das größte Wachstumspotenzial sieht Sapient aber bei den standortbezogenen Diensten. Diese bieten den Nutzern den größten Mehrwert, da sie weiter gehen als reine Navigations- funktionen. Anwendungsszenarien sind hier zum Beispiel der Zugriff auf lokalisierte Such- ergebnisse zu Hotels, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten oder die Integration mit Social Networking Anwendungen aus dem Internet. So werden in naher Zukunft Dienste zu sehen sein, die es den Nutzern erlauben, den Aufenthaltsort von Kontakten aus ihren sozialen Netzwerken wie StudiVZ, Xing oder MySpace einfach mobil abzurufen. Eine erste Applikation für das Portal Facebook ist seit kurzem bereits auf dem Markt. Ausweg aus der Kostenfalle Nicht zu letzt bieten gerade solche standortbezogenen Mehrwertdienste die Basis für die noch fehlenden Erlösmodelle. Denn neben einem relevanten Nutzen für den Kunden bieten diese auch ein hohes Vermarktungspotenzial für Werbepartner. Hier eröffnen sich für die Anbieter zahlreiche Möglichkeiten, individuelle Werbebotschaften zielgerichtet zu senden und damit eine weiterhin abnehmende Zahlungsbereitschaft der Endkunden mit der Finanzierung durch intelligente und relevante Werbeformen zu kompensieren. Damit sind die Profiteure des neuen Booms bei der Mobilen Navigation ausgemacht, neben den Hardware-Herstellern dürften sich vor allem die Provider mobilen Contents auf steigende Margen freuen. Über Sapient Sapient unterstützt seine Kunden dabei, sich in einem zunehmend komplexer werdenden Markt zu positionieren, sich weiter zu entwickeln und im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Sapient ist mit zwei Unternehmensbereichen – Sapient Interactive und Sapient Consulting – an der Schnittstelle von Marketing, Business und Technologie tätig. Sapient Interactive bietet seinen Kunden neben Marken- und Marketingstrategien, kreativer Konzeption sowie Web-Design und –Entwicklung auch Medialeistungen und die Integration in sämtliche digitale Kanäle. Sapient Consulting berät Unternehmen bei der Entwicklung von Business- und IT-Strategien, im Prozess- und Systemdesign sowie bei der Implementierung von Standard-Software. Sapient wurde im Jahr 1990 gegründet und unterhält 30 Niederlassungen die sich über Nordamerika, Europa und Asien erstrecken. Der Hauptsitz befindet sich in Boston, Massachusetts in den USA. In Deutschland ist Sapient mit Büros in Düsseldorf und München vertreten. Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen! Beate Keller Sapient GmbH | +49 89 55 29 87-0 | info.de@sapient.com Weitere Informationen zu Sapient finden Sie auch unter www.sapient.de © Sapient Corporation, 08.08