SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
Die Stadt im Social Web
Frankfurts Stadtverwaltung ist bundesweit führend
in der Nutzung „sozialer Medien“ – für Imagearbeit,
Standortmarketing, Dialogbereitschaft.
OB-Auftrag
Das Presse- und Informationsamt hat im Sommer 2009 den Auftrag der
Oberbürgermeisterin bekommen, für die Stadt im „Social Web“ aktiv zu
werden – aus drei Gründen:
 Frankfurt ist eine moderne digitale Metropole, die zeitgemäße
Kommunikationskanäle nutzt und zeitgemäß kommuniziert.
 Die Stadtverwaltung öffnet sich kommunikativ ihren Bürgern und
dokumentiert eine moderne demokratische Kommunikationskultur.
 Andere Metropolen haben vorgemacht, dass sie über Social Media
authentische Imagewerbung „nebenbei“ erhalten: über die
glaubwürdige Mund-zu-Mund-Propaganda der eigenen Bürger!
Social Media sind authentische und demokratische
Kanäle für eine moderne digitale Metropole, für
Bürger und Verwaltung.
Twitter
Wir nutzen Twitter aus drei Gründen:
Bürgeranliegen und Schadensmeldungen können per Smartphone
via Twitter schnell an „die Stadt“ geleitet werden.
Twitter ist im Krisenfall das schnellste Medium mit sehr hoher
Reichweite durch den Multiplikationseffekt. Wichtig, eine funktionierende
Nachrichten- und Informationsinfrastruktur für den Krisenfall zu haben!
Twitter ist ein Empfehlungsdienst für relevante Inhalte. Wir können
unseren „Followern“ Nachrichten aus der Stadt empfehlen und erhalten
selbst Informationen aus der Bürgerschaft, die für die Arbeit der
Verwaltung und der Politik relevant sein können.
Twitter ist das schnellste Nachrichtenmedium, ein
relevanter Empfehlungsdienst und ein schneller
Dialogkanal.
Facebook
Wir nutzen Facebook aus drei Gründen:
 Facebook ist das mit weitem Abstand meistgenutzte soziale Netzwerk
der Welt, auf dem wir bislang 170.000 Frankfurt-Fans an die Stadt
binden konnten.
 Facebook macht es sehr einfach, Bürgerinnen und Bürger sowie
Touristen und Ehemalige zu aktivieren, sich zu ihrer Stadt zu bekennen.
 Auf Facebook erreichen wir viele Menschen, die wir über andere
Kanäle nicht oder nur mit sehr hohem und teurem Werbeaufwand
erreichen würden.
Facebook ist als führendes soziales Netzwerk ein
reichweitenstarkes, grenzüberschreitendes Image-
Werkzeug bei geringen Sachkosten.
YouTube
Wir nutzen YouTube aus drei Gründen:
 Filme und Videos sprechen Bürgerinnen und Bürger emotional an und
erhöhen die Identifikation mit der Stadt, in der sie leben.
 Satirische Videos werben „viral“ für eine lebens- und liebenswerte
moderne Metropole, die sich selbst nicht so ernst nimmt.
 Videos aktivieren auf moderne und eindrückliche Weise für Aktionen
der Stadt wie etwa der Frankfurter Sportlerehrung oder dem
Integrationskonzept oder werben für Attraktionen wie den GrünGürtel
oder „Green Buildings“.
 190.000 Abrufe unserer audiovisuellen Medien alleine auf YouTube.
YouTube ist als führendes Video-Portal ein kosten-
freier und reichweitenstarker Distributionskanal mit
Multiplikationseffekt.
Der Social Media Newsroom fasst als Nabe alle
Kanäle zusammen und lädt ein, das Angebot der Stadt
zu nutzen – und das alles auf einen Blick.
Dialog
Social Media ermöglichen den Austausch Vieler mit Vielen
(Schneeballeffekte), was die Kommunikationswege verkürzt.
 Social Media können die Arbeitsorganisation vereinfachen und den
fachlichen Dialog der MA untereinander fördern in den Bereichen
Wissensmanagement, Kollaboration, Reputationsaufbau, etc.
 Die zentralen Social-Media-Kanäle der Stadt werden vom PIA resp.
den Fachämtern betrieben. Für die Nutzung wurden „Social Media
Guidelines“ für die Mitarbeiter erarbeitet.
 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind „privat“ ohnehin im Social Web
unterwegs. Sie sind Multiplikatoren der städtischen Inhalte und sind
dabei glaubwürdig, authentisch, sympathisch, loyal.
Social-Media-Kanäle steigern die Effizienz,
Arbeitsabläufe und Kommunikationsprozesse
werden auf einfache Art verbessert.
Was haben Städte davon?
„Verwaltungen“ kommen hierarchiefrei („auf Augenhöhe“) mit den
Bürgern und „Fans“ ins Gespräch. Sie nehmen ihre Bürger ernst, sind
empathisch und ansprechbar. Dadurch wird etwa „die Stadt“ nicht als
intransparenter Moloch wahrgenommen, der bürgerfeindliche
Entscheidungen trifft.
 Social Media sind daher gute Kanäle, um Bürger-Wut in
Bürger-Begeisterung zu wandeln!
 Sie sind ein wichtiger Kanal, um Verwaltungsaufgaben effizienter zu
erledigen, weil die Bürger Mängel schneller erkennen können.
 Sie sind ein sehr effektives Mittel in der Standort-Werbung, weil sie ein
positives Image aufbauen.
Über Social Media können Verwaltungen
„Bürgersorge“ betreiben – und gleichzeitig
Standortmarketing machen.
Die effektivste Werbung
Das positive Image bauen die Bürger selber auf, weil sie sich
ernstgenommen und anerkannt fühlen.
Sie erzählen anderen davon: der Familie, Freunden, Geschäftspartnern.
 „Mund-zu-Mund-Propaganda“ ist das beste Marketingtool,
weil der Kommunikationsprozess auf „Vertrauen“ aufbaut.
 Wirklich „überzeugen“ kann Werbung niemals. Ein begeisterter
Nachbar oder Geschäftspartner aber durchaus!
 Gut gelaunte, loyale und sich ernst genommen fühlende Bürger sollten
Ziel jeder Stadtverwaltung sein.
 Diese Bürger übernehmen auch mehr Verantwortung für ihr
Gemeinwesen und erleichtern der Verwaltung
die Arbeit (Crowd Sourcing).
Empfehlungen und begeisterte Erlebnisberichte von
Menschen, denen wir vertrauen, sind die beste
Werbung!
Kontrollgewinn
Die Bürger reden ohnehin über die Verwaltung – und zwar negativ. Ist
man nicht selbst in SoMe aktiv, hat man keinerlei Kontrolle! Man
kann Kontrolle zurückgewinnen, wenn man sich „mit an den Stammtisch“
setzt.
 Im Dialog können Fehlinformationen berichtigt, neue Informationen
eingespeist und die eigene Sicht der Dinge dargelegt werden. Erst
dadurch erhält man erst Kontrolle über die Kommunikation.
 Kritik kann man auf SoMe frühzeitig begegnen, ehe aus der Mücke
ein Elefant wird. Je authentischer und empathischer die Verwaltung
agiert, desto sanfter Kritik an ihr!
 Um Entschuldigung bitten, wenn etwas schief läuft.
Nur wer aktiv ist in den Sozialen Medien,
kann einen Teil der Debatten kontrollieren!
Nur wer mitmacht, ist informiert!
Vertraut den Menschen!
Vertrauen ist bekanntlich der Anfang von allem! Wer seinen
Bürgerinnen und Bürgern, aber auch seinen Mitarbeitern ehrlich vertraut,
bekommt dieses Vertrauen vielfach wieder zurück.
 Mitarbeiter, die Soziale Medien privat nutzen, sind oft Fans ihrer Stadt.
Sie kann man ermutigen, „Werbung“ für die eigene Stadt zu machen.
Sie sind kostenlose und begeisterte Markenbotschafter, die andere
über ihre Begeisterung überzeugen können.
 Social Media Guidelines und Kommentarrichtlinien helfen diesen
Mitarbeitern in Zweifelsfällen, richtig zu reagieren und zu
entscheiden.
 „One Voice Policy“ und Kontrolle sind hinderlich
– sie führen erst zu „aufmüpfigem Verhalten“.
Wer seinen Mitarbeitern vertraut, erhält
motivierte und überzeugende „Supporter“
– und zwar völlig kostenlos!
Guidelines
Social Media Guidelines sind Richtlinien für die Kommunikation im
Social Web. Sie sind erarbeitet, aber noch nicht offiziell in Kraft getreten.
Das Frankfurter Presseamt hat die Richtlinien zusammen mit
Öffentlichkeitsarbeitern der Ämter und Dezernate sowie dem
Datenschutzbeauftragten entwickelt.
Sie geben Verhaltenshinweise sowohl für die private wie die
dienstliche Nutzung und helfen Redakteuren im Zweifelsfall mit
Kommentarrichtlinien.
Zudem legen sie die redaktionellen Verantwortlich-
keiten fest und umreißen die Aufgaben der
Redakteurinnen und Redakteure.
Social-Media-Guidelines stellen sicher, dass
sich Mitarbeiter regelkonform im Social Web
bewegen und schützen somit die Stadtverwaltung!
Richtlinien
Die Kommentarrichtlinien geben konkret vor, welche Inhalte und
Formulierungen zu vermeiden sind bzw. wenn Kommentaren gelöscht
werden müssen (jenseits der eindeutigen Verstöße wie
Rassismus/Pornographie/Gewaltverherrlichung/Beleidigung) .
 Veröffentlichung verboten bei: personenbezogenen Daten, Aufruf zu
Demonstrationen und Kundgebungen, Links zu sachfremden Webseiten.
 Transparenz: Social-Media-Redakteure machen sich kenntlich mit
Namen, Kürzel und Amt
 Urheberrecht: Wichtig vor allem bei Bildern,
aber auch bei Zitaten!
Die Richtlinien sind sehr konkret formuliert
und helfen Redakteuren bei der Arbeit.
Wichtig: auch „weiche“ Themen wie „Transparenz“.

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

Manejo De Pagina De La Rama
Manejo De Pagina De La RamaManejo De Pagina De La Rama
Manejo De Pagina De La Rama
InfoRama FamiliasBellavista
 
Frases Celebres Sobre Sexo
Frases Celebres Sobre SexoFrases Celebres Sobre Sexo
Frases Celebres Sobre Sexo
Top
 
Mediencommunity 2.0 Jahrestagung 2009
Mediencommunity 2.0 Jahrestagung 2009Mediencommunity 2.0 Jahrestagung 2009
Mediencommunity 2.0 Jahrestagung 2009
Mediencommunity 2.0
 
Agiler service braucht agile menschen
Agiler service braucht agile menschenAgiler service braucht agile menschen
Agiler service braucht agile menschen
mbuzina
 
Vortrag marketing für_bildungsportale_learntec_2011
Vortrag marketing für_bildungsportale_learntec_2011Vortrag marketing für_bildungsportale_learntec_2011
Vortrag marketing für_bildungsportale_learntec_2011
Mediencommunity 2.0
 
Cuidado con la medicina
Cuidado con la medicinaCuidado con la medicina
Cuidado con la medicina
Top
 
Sanabria 2009
Sanabria 2009Sanabria 2009
Sanabria 2009
a arg
 
Prueba Entrada
Prueba EntradaPrueba Entrada
Prueba Entrada
Randy
 
Definiciones 3
Definiciones 3Definiciones 3
Definiciones 3
chirilo caion
 
delete
deletedelete
delete
Brad Gosser
 
Theoretische Informatik
Theoretische InformatikTheoretische Informatik
Theoretische InformatikJulianSchuh
 
Ita a2 lp 20 10-14
Ita a2 lp 20 10-14Ita a2 lp 20 10-14
Ita a2 lp 20 10-14
SpaanIt
 
Onetruemedia
OnetruemediaOnetruemedia
Onetruemedia
hafida
 
La web 2.0
La web 2.0La web 2.0
La web 2.0
guesteee68f
 
Practica 24
Practica 24Practica 24
Practica 24
guest4257aa
 
Teorema Matematico
Teorema MatematicoTeorema Matematico
Teorema Matematico
Top
 

Andere mochten auch (20)

Manejo De Pagina De La Rama
Manejo De Pagina De La RamaManejo De Pagina De La Rama
Manejo De Pagina De La Rama
 
Frases Celebres Sobre Sexo
Frases Celebres Sobre SexoFrases Celebres Sobre Sexo
Frases Celebres Sobre Sexo
 
Mediencommunity 2.0 Jahrestagung 2009
Mediencommunity 2.0 Jahrestagung 2009Mediencommunity 2.0 Jahrestagung 2009
Mediencommunity 2.0 Jahrestagung 2009
 
Agiler service braucht agile menschen
Agiler service braucht agile menschenAgiler service braucht agile menschen
Agiler service braucht agile menschen
 
Fls 07
Fls 07Fls 07
Fls 07
 
Vortrag marketing für_bildungsportale_learntec_2011
Vortrag marketing für_bildungsportale_learntec_2011Vortrag marketing für_bildungsportale_learntec_2011
Vortrag marketing für_bildungsportale_learntec_2011
 
Cuidado con la medicina
Cuidado con la medicinaCuidado con la medicina
Cuidado con la medicina
 
Sanabria 2009
Sanabria 2009Sanabria 2009
Sanabria 2009
 
2010 ce bit_mmb_goertz
2010 ce bit_mmb_goertz2010 ce bit_mmb_goertz
2010 ce bit_mmb_goertz
 
Schock cristadur dt_ds
Schock cristadur dt_dsSchock cristadur dt_ds
Schock cristadur dt_ds
 
Schock armaturenkatalog 2010_webdownload
Schock armaturenkatalog 2010_webdownloadSchock armaturenkatalog 2010_webdownload
Schock armaturenkatalog 2010_webdownload
 
Prueba Entrada
Prueba EntradaPrueba Entrada
Prueba Entrada
 
Definiciones 3
Definiciones 3Definiciones 3
Definiciones 3
 
delete
deletedelete
delete
 
Theoretische Informatik
Theoretische InformatikTheoretische Informatik
Theoretische Informatik
 
Ita a2 lp 20 10-14
Ita a2 lp 20 10-14Ita a2 lp 20 10-14
Ita a2 lp 20 10-14
 
Onetruemedia
OnetruemediaOnetruemedia
Onetruemedia
 
La web 2.0
La web 2.0La web 2.0
La web 2.0
 
Practica 24
Practica 24Practica 24
Practica 24
 
Teorema Matematico
Teorema MatematicoTeorema Matematico
Teorema Matematico
 

Ähnlich wie Die Stadt im Netz

EUA-Seminar "Optimaler Einsatz von Social Media im öffentlichen Sektor"
EUA-Seminar "Optimaler Einsatz von Social Media im öffentlichen Sektor"EUA-Seminar "Optimaler Einsatz von Social Media im öffentlichen Sektor"
EUA-Seminar "Optimaler Einsatz von Social Media im öffentlichen Sektor"
Christiane Germann
 
socialmedia overview 101201
socialmedia overview 101201socialmedia overview 101201
socialmedia overview 101201marxerevolution
 
INTHEGA: Kultur zeitgemäß vermarkten. Facebook, Blog & Co. – Irrelevant oder ...
INTHEGA: Kultur zeitgemäß vermarkten. Facebook, Blog & Co. – Irrelevant oder ...INTHEGA: Kultur zeitgemäß vermarkten. Facebook, Blog & Co. – Irrelevant oder ...
INTHEGA: Kultur zeitgemäß vermarkten. Facebook, Blog & Co. – Irrelevant oder ...
akom360
 
Trendreport 2013 Präsentation
Trendreport 2013 PräsentationTrendreport 2013 Präsentation
Trendreport 2013 Präsentation
betterplace lab
 
Digitale Public Affairs
Digitale Public AffairsDigitale Public Affairs
Digitale Public Affairs
Hans Bellstedt Public Affairs GmbH
 
SCM-Newsletter 1/2015
SCM-Newsletter 1/2015SCM-Newsletter 1/2015
Public Relations im Zeitalter von Social Media, markengold PR
Public Relations im Zeitalter von Social Media, markengold PRPublic Relations im Zeitalter von Social Media, markengold PR
Public Relations im Zeitalter von Social Media, markengold PR
Twittwoch e.V.
 
Crowdsourcing_PS_WS2011_12_Uni_Salzburg
Crowdsourcing_PS_WS2011_12_Uni_SalzburgCrowdsourcing_PS_WS2011_12_Uni_Salzburg
Crowdsourcing_PS_WS2011_12_Uni_Salzburgdavidroethler
 
Schmidt ringvorlesung 2010_print
Schmidt ringvorlesung 2010_printSchmidt ringvorlesung 2010_print
Schmidt ringvorlesung 2010_print
Jan Schmidt
 
Der 30u30-Wettbewerb zum Thema Digitalisierung. Gruppe 08.
Der 30u30-Wettbewerb zum Thema Digitalisierung. Gruppe 08.Der 30u30-Wettbewerb zum Thema Digitalisierung. Gruppe 08.
Der 30u30-Wettbewerb zum Thema Digitalisierung. Gruppe 08.
#30u30 by PR Report
 
Klaus Wolfrum: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel
Klaus Wolfrum: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im MedienwandelKlaus Wolfrum: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel
Klaus Wolfrum: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel
Frankentipps.de
 
smart expose-magazin (1)
smart expose-magazin (1)smart expose-magazin (1)
smart expose-magazin (1)Olaf Frankfurt
 
Kommunikationswandel hamburg 2010_print
Kommunikationswandel hamburg 2010_printKommunikationswandel hamburg 2010_print
Kommunikationswandel hamburg 2010_print
Jan Schmidt
 
Digitale Public Affairs
Digitale Public AffairsDigitale Public Affairs
Digitale Public Affairs
Hans Bellstedt Public Affairs GmbH
 
Medienarbeit im Social Web
Medienarbeit im Social WebMedienarbeit im Social Web
Medienarbeit im Social Web
P8 Marketing
 
Schmidt socialmedia 2011_print
Schmidt socialmedia 2011_printSchmidt socialmedia 2011_print
Schmidt socialmedia 2011_printJan Schmidt
 
13. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung i...
13. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage: Pressearbeit für  Veranstaltungswerbung i...13. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage: Pressearbeit für  Veranstaltungswerbung i...
13. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung i...Klaus Wolfrum
 
Perlen vor die Säue
Perlen vor die SäuePerlen vor die Säue
Perlen vor die Säue
menze+koch gbr
 
upljft: Social Media Marketing in herausfordernden Zeiten
upljft: Social Media Marketing in herausfordernden Zeitenupljft: Social Media Marketing in herausfordernden Zeiten
upljft: Social Media Marketing in herausfordernden Zeiten
CasparMotullo
 

Ähnlich wie Die Stadt im Netz (20)

EUA-Seminar "Optimaler Einsatz von Social Media im öffentlichen Sektor"
EUA-Seminar "Optimaler Einsatz von Social Media im öffentlichen Sektor"EUA-Seminar "Optimaler Einsatz von Social Media im öffentlichen Sektor"
EUA-Seminar "Optimaler Einsatz von Social Media im öffentlichen Sektor"
 
socialmedia overview 101201
socialmedia overview 101201socialmedia overview 101201
socialmedia overview 101201
 
INTHEGA: Kultur zeitgemäß vermarkten. Facebook, Blog & Co. – Irrelevant oder ...
INTHEGA: Kultur zeitgemäß vermarkten. Facebook, Blog & Co. – Irrelevant oder ...INTHEGA: Kultur zeitgemäß vermarkten. Facebook, Blog & Co. – Irrelevant oder ...
INTHEGA: Kultur zeitgemäß vermarkten. Facebook, Blog & Co. – Irrelevant oder ...
 
Trendreport 2013 Präsentation
Trendreport 2013 PräsentationTrendreport 2013 Präsentation
Trendreport 2013 Präsentation
 
Digicolada
DigicoladaDigicolada
Digicolada
 
Digitale Public Affairs
Digitale Public AffairsDigitale Public Affairs
Digitale Public Affairs
 
SCM-Newsletter 1/2015
SCM-Newsletter 1/2015SCM-Newsletter 1/2015
SCM-Newsletter 1/2015
 
Public Relations im Zeitalter von Social Media, markengold PR
Public Relations im Zeitalter von Social Media, markengold PRPublic Relations im Zeitalter von Social Media, markengold PR
Public Relations im Zeitalter von Social Media, markengold PR
 
Crowdsourcing_PS_WS2011_12_Uni_Salzburg
Crowdsourcing_PS_WS2011_12_Uni_SalzburgCrowdsourcing_PS_WS2011_12_Uni_Salzburg
Crowdsourcing_PS_WS2011_12_Uni_Salzburg
 
Schmidt ringvorlesung 2010_print
Schmidt ringvorlesung 2010_printSchmidt ringvorlesung 2010_print
Schmidt ringvorlesung 2010_print
 
Der 30u30-Wettbewerb zum Thema Digitalisierung. Gruppe 08.
Der 30u30-Wettbewerb zum Thema Digitalisierung. Gruppe 08.Der 30u30-Wettbewerb zum Thema Digitalisierung. Gruppe 08.
Der 30u30-Wettbewerb zum Thema Digitalisierung. Gruppe 08.
 
Klaus Wolfrum: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel
Klaus Wolfrum: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im MedienwandelKlaus Wolfrum: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel
Klaus Wolfrum: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel
 
smart expose-magazin (1)
smart expose-magazin (1)smart expose-magazin (1)
smart expose-magazin (1)
 
Kommunikationswandel hamburg 2010_print
Kommunikationswandel hamburg 2010_printKommunikationswandel hamburg 2010_print
Kommunikationswandel hamburg 2010_print
 
Digitale Public Affairs
Digitale Public AffairsDigitale Public Affairs
Digitale Public Affairs
 
Medienarbeit im Social Web
Medienarbeit im Social WebMedienarbeit im Social Web
Medienarbeit im Social Web
 
Schmidt socialmedia 2011_print
Schmidt socialmedia 2011_printSchmidt socialmedia 2011_print
Schmidt socialmedia 2011_print
 
13. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung i...
13. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage: Pressearbeit für  Veranstaltungswerbung i...13. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage: Pressearbeit für  Veranstaltungswerbung i...
13. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung i...
 
Perlen vor die Säue
Perlen vor die SäuePerlen vor die Säue
Perlen vor die Säue
 
upljft: Social Media Marketing in herausfordernden Zeiten
upljft: Social Media Marketing in herausfordernden Zeitenupljft: Social Media Marketing in herausfordernden Zeiten
upljft: Social Media Marketing in herausfordernden Zeiten
 

Die Stadt im Netz

  • 1. Die Stadt im Social Web Frankfurts Stadtverwaltung ist bundesweit führend in der Nutzung „sozialer Medien“ – für Imagearbeit, Standortmarketing, Dialogbereitschaft.
  • 2. OB-Auftrag Das Presse- und Informationsamt hat im Sommer 2009 den Auftrag der Oberbürgermeisterin bekommen, für die Stadt im „Social Web“ aktiv zu werden – aus drei Gründen:  Frankfurt ist eine moderne digitale Metropole, die zeitgemäße Kommunikationskanäle nutzt und zeitgemäß kommuniziert.  Die Stadtverwaltung öffnet sich kommunikativ ihren Bürgern und dokumentiert eine moderne demokratische Kommunikationskultur.  Andere Metropolen haben vorgemacht, dass sie über Social Media authentische Imagewerbung „nebenbei“ erhalten: über die glaubwürdige Mund-zu-Mund-Propaganda der eigenen Bürger! Social Media sind authentische und demokratische Kanäle für eine moderne digitale Metropole, für Bürger und Verwaltung.
  • 3. Twitter Wir nutzen Twitter aus drei Gründen: Bürgeranliegen und Schadensmeldungen können per Smartphone via Twitter schnell an „die Stadt“ geleitet werden. Twitter ist im Krisenfall das schnellste Medium mit sehr hoher Reichweite durch den Multiplikationseffekt. Wichtig, eine funktionierende Nachrichten- und Informationsinfrastruktur für den Krisenfall zu haben! Twitter ist ein Empfehlungsdienst für relevante Inhalte. Wir können unseren „Followern“ Nachrichten aus der Stadt empfehlen und erhalten selbst Informationen aus der Bürgerschaft, die für die Arbeit der Verwaltung und der Politik relevant sein können. Twitter ist das schnellste Nachrichtenmedium, ein relevanter Empfehlungsdienst und ein schneller Dialogkanal.
  • 4. Facebook Wir nutzen Facebook aus drei Gründen:  Facebook ist das mit weitem Abstand meistgenutzte soziale Netzwerk der Welt, auf dem wir bislang 170.000 Frankfurt-Fans an die Stadt binden konnten.  Facebook macht es sehr einfach, Bürgerinnen und Bürger sowie Touristen und Ehemalige zu aktivieren, sich zu ihrer Stadt zu bekennen.  Auf Facebook erreichen wir viele Menschen, die wir über andere Kanäle nicht oder nur mit sehr hohem und teurem Werbeaufwand erreichen würden. Facebook ist als führendes soziales Netzwerk ein reichweitenstarkes, grenzüberschreitendes Image- Werkzeug bei geringen Sachkosten.
  • 5. YouTube Wir nutzen YouTube aus drei Gründen:  Filme und Videos sprechen Bürgerinnen und Bürger emotional an und erhöhen die Identifikation mit der Stadt, in der sie leben.  Satirische Videos werben „viral“ für eine lebens- und liebenswerte moderne Metropole, die sich selbst nicht so ernst nimmt.  Videos aktivieren auf moderne und eindrückliche Weise für Aktionen der Stadt wie etwa der Frankfurter Sportlerehrung oder dem Integrationskonzept oder werben für Attraktionen wie den GrünGürtel oder „Green Buildings“.  190.000 Abrufe unserer audiovisuellen Medien alleine auf YouTube. YouTube ist als führendes Video-Portal ein kosten- freier und reichweitenstarker Distributionskanal mit Multiplikationseffekt.
  • 6. Der Social Media Newsroom fasst als Nabe alle Kanäle zusammen und lädt ein, das Angebot der Stadt zu nutzen – und das alles auf einen Blick.
  • 7. Dialog Social Media ermöglichen den Austausch Vieler mit Vielen (Schneeballeffekte), was die Kommunikationswege verkürzt.  Social Media können die Arbeitsorganisation vereinfachen und den fachlichen Dialog der MA untereinander fördern in den Bereichen Wissensmanagement, Kollaboration, Reputationsaufbau, etc.  Die zentralen Social-Media-Kanäle der Stadt werden vom PIA resp. den Fachämtern betrieben. Für die Nutzung wurden „Social Media Guidelines“ für die Mitarbeiter erarbeitet.  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind „privat“ ohnehin im Social Web unterwegs. Sie sind Multiplikatoren der städtischen Inhalte und sind dabei glaubwürdig, authentisch, sympathisch, loyal. Social-Media-Kanäle steigern die Effizienz, Arbeitsabläufe und Kommunikationsprozesse werden auf einfache Art verbessert.
  • 8. Was haben Städte davon? „Verwaltungen“ kommen hierarchiefrei („auf Augenhöhe“) mit den Bürgern und „Fans“ ins Gespräch. Sie nehmen ihre Bürger ernst, sind empathisch und ansprechbar. Dadurch wird etwa „die Stadt“ nicht als intransparenter Moloch wahrgenommen, der bürgerfeindliche Entscheidungen trifft.  Social Media sind daher gute Kanäle, um Bürger-Wut in Bürger-Begeisterung zu wandeln!  Sie sind ein wichtiger Kanal, um Verwaltungsaufgaben effizienter zu erledigen, weil die Bürger Mängel schneller erkennen können.  Sie sind ein sehr effektives Mittel in der Standort-Werbung, weil sie ein positives Image aufbauen. Über Social Media können Verwaltungen „Bürgersorge“ betreiben – und gleichzeitig Standortmarketing machen.
  • 9. Die effektivste Werbung Das positive Image bauen die Bürger selber auf, weil sie sich ernstgenommen und anerkannt fühlen. Sie erzählen anderen davon: der Familie, Freunden, Geschäftspartnern.  „Mund-zu-Mund-Propaganda“ ist das beste Marketingtool, weil der Kommunikationsprozess auf „Vertrauen“ aufbaut.  Wirklich „überzeugen“ kann Werbung niemals. Ein begeisterter Nachbar oder Geschäftspartner aber durchaus!  Gut gelaunte, loyale und sich ernst genommen fühlende Bürger sollten Ziel jeder Stadtverwaltung sein.  Diese Bürger übernehmen auch mehr Verantwortung für ihr Gemeinwesen und erleichtern der Verwaltung die Arbeit (Crowd Sourcing). Empfehlungen und begeisterte Erlebnisberichte von Menschen, denen wir vertrauen, sind die beste Werbung!
  • 10. Kontrollgewinn Die Bürger reden ohnehin über die Verwaltung – und zwar negativ. Ist man nicht selbst in SoMe aktiv, hat man keinerlei Kontrolle! Man kann Kontrolle zurückgewinnen, wenn man sich „mit an den Stammtisch“ setzt.  Im Dialog können Fehlinformationen berichtigt, neue Informationen eingespeist und die eigene Sicht der Dinge dargelegt werden. Erst dadurch erhält man erst Kontrolle über die Kommunikation.  Kritik kann man auf SoMe frühzeitig begegnen, ehe aus der Mücke ein Elefant wird. Je authentischer und empathischer die Verwaltung agiert, desto sanfter Kritik an ihr!  Um Entschuldigung bitten, wenn etwas schief läuft. Nur wer aktiv ist in den Sozialen Medien, kann einen Teil der Debatten kontrollieren! Nur wer mitmacht, ist informiert!
  • 11. Vertraut den Menschen! Vertrauen ist bekanntlich der Anfang von allem! Wer seinen Bürgerinnen und Bürgern, aber auch seinen Mitarbeitern ehrlich vertraut, bekommt dieses Vertrauen vielfach wieder zurück.  Mitarbeiter, die Soziale Medien privat nutzen, sind oft Fans ihrer Stadt. Sie kann man ermutigen, „Werbung“ für die eigene Stadt zu machen. Sie sind kostenlose und begeisterte Markenbotschafter, die andere über ihre Begeisterung überzeugen können.  Social Media Guidelines und Kommentarrichtlinien helfen diesen Mitarbeitern in Zweifelsfällen, richtig zu reagieren und zu entscheiden.  „One Voice Policy“ und Kontrolle sind hinderlich – sie führen erst zu „aufmüpfigem Verhalten“. Wer seinen Mitarbeitern vertraut, erhält motivierte und überzeugende „Supporter“ – und zwar völlig kostenlos!
  • 12. Guidelines Social Media Guidelines sind Richtlinien für die Kommunikation im Social Web. Sie sind erarbeitet, aber noch nicht offiziell in Kraft getreten. Das Frankfurter Presseamt hat die Richtlinien zusammen mit Öffentlichkeitsarbeitern der Ämter und Dezernate sowie dem Datenschutzbeauftragten entwickelt. Sie geben Verhaltenshinweise sowohl für die private wie die dienstliche Nutzung und helfen Redakteuren im Zweifelsfall mit Kommentarrichtlinien. Zudem legen sie die redaktionellen Verantwortlich- keiten fest und umreißen die Aufgaben der Redakteurinnen und Redakteure. Social-Media-Guidelines stellen sicher, dass sich Mitarbeiter regelkonform im Social Web bewegen und schützen somit die Stadtverwaltung!
  • 13. Richtlinien Die Kommentarrichtlinien geben konkret vor, welche Inhalte und Formulierungen zu vermeiden sind bzw. wenn Kommentaren gelöscht werden müssen (jenseits der eindeutigen Verstöße wie Rassismus/Pornographie/Gewaltverherrlichung/Beleidigung) .  Veröffentlichung verboten bei: personenbezogenen Daten, Aufruf zu Demonstrationen und Kundgebungen, Links zu sachfremden Webseiten.  Transparenz: Social-Media-Redakteure machen sich kenntlich mit Namen, Kürzel und Amt  Urheberrecht: Wichtig vor allem bei Bildern, aber auch bei Zitaten! Die Richtlinien sind sehr konkret formuliert und helfen Redakteuren bei der Arbeit. Wichtig: auch „weiche“ Themen wie „Transparenz“.