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Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 1
Mobil ist wer vernetzt ist
Allianz Risk Pulse
Focus: Zukunft der
individuellen Mobilität
Neben dem technologischen Fortschritt wird auch das Konsumentenverhalten
die Mobilität grundlegend verändern
Mobilität verändert sich mit zunehmender Geschwin-
digkeit. Trends wie Urbanisierung, steigende Benzin-
kosten, alternde Gesellschaften und Digitalisierung beein-
flussen die Mobilitätgewohnheiten maßgeblich, jetzt und
in Zukunft. Die Kunden von heute verhalten sich anders als
noch vor einigen Jahren. Das Auto verliert seine Bedeutung
als Statussymbol.
Abgesehen von der Notwendigkeit, sich von einem Ort zum anderen zu
bewegen, müssen moderne Mobilitätskonzepte eine riesige und sich
vergrößernde Spanne von Anforderungen erfüllen. Innovationen wie
das fahrerlose Auto, das es Menschen, die bisher nicht fahren konn­
ten, ermöglicht, Autos zu nutzen, können die Fortbewegung weiter
revolutionieren; dass zu diesem Zweck Änderungen der bestehenden
Regulierung erforderlich sind, liegt auf der Hand.
, Diese neue Mobilitätslandschaft wird schon jetzt Realität und wirkt
sich nicht nur auf Einzelpersonen, sondern auch auf Unternehmen
und ganze Industriezweige aus. Auf dem Gebiet der Mobilität ent­
stehen innovative Geschäftsmodelle und neue Partnerschaften. In der
Mobilitätsindustrie gibt es bereits heute neue Akteure, die etablierte
Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Frage
stellen. Der Mobilitätsmarkt wird sich sehr dynamisch entwickeln. Das
ehemals relativ stabile und strukturierte Umfeld wird abwechslungsrei­
cher und fördert somit neue Geschäftsaktivitäten, die Veränderung der
Gesellschaft und Entstehung neuer Industrien.
„Beim Erwerb von Mobilität werden heutzutage The­
men wie der CO2
-Fußabdruck und soziale Verantwor­
tung immer entscheidender.“
Clem Booth, Vorstandsmitglied der Allianz SE
Die Top 5 Mobilitätstrends
Die Allianz hat ihre Experten aus verschiedenen Mobilitäts-relevanten Geschäftsbereichen
nach den aktuellen Mobilitätstrends befragt. Die Befragung fand Ende 2012 statt.
Quelle: Allianz
Mai
2013
Verkehrs-
belastung
Wenig
Interesse
am Auto
Bezahlbarkeit
Neue
Geschäfts­modelle
wie z.B.
Car-Sharing
Intelligente
Fahrzeugsysteme,
wie z.B.
vernetzte Auto-
Technologien
oder Smart cars
Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 2
Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE
zu Mobilitätstrends
„Die Finanzkrise und der daraus resultierende
konjunkturelle Abschwung in großen Teilen Europas
haben auch die Konsumgewohnheiten in Bezug auf
Mobilität verändert und somit bereits bestehende ökonomische
Verlagerungen weiter verstärkt.
Obwohl der Automobilabsatz in Asien stetig steigt und in Nordame­
rika stabil ist, ist der europäische Automarkt seit Beginn der Krise
kontinuierlich rückläufig. Prognosen deuten darauf hin, dass sich
diese Entwicklung auch mittelfristig nicht ändern wird.
Internationale Hersteller und Zulieferer fokussieren sich im Zuge die­
ser Entwicklungen auf vielversprechendere Märkte und verlagern ihre
Produktion, ja sogar ihre Forschungs- und Entwicklungs-Kapazitäten.
Die Auswirkungen dieses Trends auf die europäische Wirtschaft sind
vielfältiger Natur und reichen von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit
bis hin zur Abwanderung von Know-how und Fachkräften.“
Wachsende Emanzipation auf Seiten der Verbraucher
Die Entwicklung des Verbraucherverhaltens ist für die zukünftige
Mobilität von zentraler Bedeutung. Wir verzeichnen einen deutlichen
Anstieg in der kollaborativen Nutzung verschiedener elektronischer
Geräte. Da Car-Sharing allmählich seine Nische verlässt, gehören
Fahrzeuge von professionellen Car-Sharing-Anbietern immer häufi­
ger zum Straßenbild in mittelgroßen und großen Städten. Laut einer
Studie des Beratungsunternehmens Frost & Sullivan (2010) wird sich
die Anzahl der Car-Sharing-Nutzer allein in Europa bis 2016 auf 5,5
Millionen erhöhen.1
Gleichzeitig hat die junge Generation in den großen westlichen
Volkswirtschaften ein immer geringeres Interesse daran, den
Führerschein zu erwerben, wie die IFMO Studie (2011) zeigt.2
Dieser Trend entspricht auch der Abnahme des Verkaufs von Neu­
fahrzeugen in Westeuropa und bestätigt eine generelle Zurückhal­
tung, neue Autos zu kaufen (siehe Tabelle Seite 4 und Seite 6).
Im Berufsleben wird die Entwicklung hochwertiger Bürokommunika­
tion das Arbeitsleben verändern. Der Einsatz von Videokonferenzen
und virtuellen Arbeitsplätzen führt zu einer weiteren Digitalisierung
des Arbeitsumfeldes und gipfelt darin, dass die Notwendigkeit von
Dienstreisen allmählich verringert wird. Im Bestreben, die Arbeits­
bedingungen weiter zu flexibilisieren, wird von Unternehmen
zunehmend erwartet, dass diese die Möglichkeit der Heimarbeit
anbieten – zumindest für einen bestimmten Umfang an Arbeitszeit
während der Woche. Obwohl Heimarbeit noch nicht allgemein ver­
fügbar ist, wird deren Ausweitung eine deutliche Verringerung von
An- und Abreisen an den Arbeitsplatz bedeuten.
Darüber hinaus werden Unternehmen unter Druck gesetzt werden,
eine nachhaltige Infrastruktur, Zugang zu öffentlichen Verkehrsmit­
teln und Anreize wie elektronische Geschäftsfahrzeuge vorzuhalten,
um Emissionen zu verringern und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen
und damit den Anforderungen der eigenen Mitarbeiter und Aktionäre
gerecht zu werden. Unternehmen werden möglicherweise auch zu­
nehmend eine Reduzierung der Flotten in Erwägung ziehen oder dazu
sogar gezwungen sein, falls eine neue Regulierung dies vorsieht.
Darüber hinaus beeinflusst das Einkaufsverhalten auch das Mobilitäts­
verhalten der Konsumenten. In jüngster Zeit konnte man etwa einen
stetigen Anstieg bei e-Commerce und Lieferservices feststellen.3
Verkäufe über Fernhandel haben in Deutschland bereits einen Anteil
von 10% an allen Einzelhandelsumsätzen. Ende 2012 ist das Volumen
von e-Commerce im deutschen Fernhandel um zwei Drittel gestiegen,
weiteres Wachstum wird erwartet. Unterstützt durch das allgegen­
wärtige Internet hat das Versandgeschäft das Potenzial die alternde
Bevölkerung zu bedienen, in dem es auch die Notwendigkeit von
Einkaufstouren verringern wird. Die „Nationale Reiseverkehrs­
erhebung“ des britischen Transportministeriums (2011) hat fest­
gestellt, dass Einkaufsfahrten innerhalb von 15 Jahren um rund 10%
abgenommen haben.4
Car-Sharing ist ein wachsender Trend
Keine Nischenerscheinung mehr: Car-Sharing wächst ebenso
in Deutschland, wie auch in den USA.
2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012
200200200200700
600
500
400
300
200
100
0
700
600
500
400
300
200
100
0
Quelle: Allianz;
Shaheen, Susan, Transportation Sustainability Research Center, University of
California, Berkeley (2012); Bundesverband Car-Sharing e.V. (2012).
Anzahl der Car-Sharing-Mitgliedschaften
in Tausenden
Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 3
lichen Nahverkehrs verzeichnet werden. In Großbritannien führten
außerdem Veränderungen bei der Besteuerung von Firmenwagen
zu einem deutlichen Rückgang der Firmenflotten. Parallel zu diesen
autofeindlichen Richtlinien wurden Fahrgemeinschaften und ein
gut entwickeltes Radwegenetz geschaffen.
Auch in einigen Schwellenländern wurden autofeindliche Regelun­
gen eingeführt. In Jakarta, der größten Stadt Indonesiens, wurde eine
Bestimmung erlassen, die verlangt, dass Fahrzeuge mindestens zwei
Passagiere transportieren müssen. Der Zugang zu manchen Straßen
ist sogar auf Fahrzeuge mit 3 oder mehr Passagieren beschränkt. Die
Ironie dabei ist, dass diese Bestimmung in Jakarta zu einem neuen
Geschäftszweig geführt hat: dem professionellen Trampen. Ein
weiteres Beispiel ist Singapur, wo elektronisch erhobene Straßen-
nutzungsgebühren eingeführt wurden, die zu Stoßzeiten ange­
passt werden können.
Reduzierung des CO2
-Ausstoßes durch Veränderung des
Stadtbildes
Um die Lebensqualität zu verbessern, haben sich viele Städte ambiti­
onierte CO2
-Reduktionsziele gesetzt und diese öffentlich gemacht.
München will seinen CO2
-Ausstoß zwischen 1990 und 2030 um 50%
reduzieren und London beabsichtigt, über denselben Zeitraum die
Emissionen um 60% zu senken. Kopenhagen plant sogar, bis 2025
eine neutrale Kohlenstoffbilanz zu erreichen. Diese Ziele wirken sich
selbstverständlich auf die Mobilität in diesen Städten sowie in allen
anderen Städten der Welt, die ähnliche Ziele verfolgen, aus. Was
jedoch bedeutet dies für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren? Die
steigende Zahl der Elektroautos wird zweifellos die Bemühungen
der Städte unterstützen und zusätzlichen Druck auf die Besitzer kon­
ventioneller Fahrzeuge ausüben, entweder auf umweltfreundlichere
Transportmittel umzusteigen oder die Nutzung konventioneller
Fahrzeuge in Innenstädten zu vermeiden.
Außerdem muss das öffentliche Verkehrssystem an die neue Rea­
lität der Urbanisierung, der Nachfrage nach klimaneutralen Trans­
portmitteln und demografischer Entwicklungen angepasst werden.
Das Auto muss als Haupttransportmittel in Städten zumindest zum
Teil durch den öffentlichen Verkehr ersetzt werden, was auch bedeu­
tet, dass die Beförderungskapazität für Passagiere erhöht werden
muss, wie die Entwicklung in Asien deutlich macht.
Demografie beeinflusst Mobilität
Die United Nations Population Division (2010)5
schätzt, dass die Zahl
der über 65-Jährigen bis 2025 weiter wachsen wird: in Deutschland um
3 Millionen (von aktuell 17 auf 20 Millionen), in der EU um 10 Millio­
nen (von aktuell 35 auf 45 Millionen) und in den USA um 22 Millionen
(von aktuell 42 auf 64 Millionen). Eine besondere Herausforderung für
Mobilitätslösungen wird sich ergeben, wenn die sogenannte Baby-
Boomer-Generation in den Ruhestand geht (in den USA die zwischen
1940 und den 60er Jahren Geborenen; in der EU die zwischen 1950 und
den 60er Jahren Geborenen). Die Frage, wie eine gesamte Generation,
die Mobilität gewohnt ist, auch mit zunehmendem Alter mobil bleiben
kann, wird dadurch immer brisanter. Außerdem gibt es immer wieder
Bestrebungen für striktere Regulierung, die ältere Menschen vom
aktiven Autofahren ausschließen würde. Industrievertreter und Politiker
werden sich mit dem Problem beschäftigen müssen, wie die demogra­
fische Realität und der Anspruch auf Mobilität zu vereinen sind.
„Die Gruppe der über 75-Jährigen hat im Vergleich zu
den jüngeren Senioren ein um 45 Prozent höheres
Risiko, einen Unfall zu verursachen. In einer alternden
Gesellschaft müssen die Bedürfnisse älterer Menschen
stärker in den Fokus rücken.“ Christoph Lauterwasser,
Geschäftsführer des Allianz Zentrum für Technik (AZT).
, Hier finden Sie mehr über die Risiken von Senioren im Straßenverkehr.
Quelle:JoachimHuber,Allianz
Risiko für Senioren: Besonders gefährdet sind Menschen im Alter über 75 Jahre, da
diese in eine überproportional hohe Anzahl an Unfällen involviert sind. Vor dem
Hintergrund des demografischen Wandels steigt die Anzahl der Senioren im
Straßenverkehr rapide an.
Mehr Regulierung – weniger Verkehrsüberlastung
Schon jetzt leben fast 50% der Weltbevölkerung in Städten. In 20 Jah­
ren werden es fast zwei Drittel sein (UN 2011)6
. Was bedeutet diese
Entwicklung für Mobilität, insbesondere in Städten? Man muss sich
eindeutig mit dem Thema Verkehrsüberlastung beschäftigen, um
das Zusammenbrechen der städtischen Mobilitätsinfrastruktur zu
verhindern, und zwar vor allem in Schwellenländern, wo es immer
mehr Autos gibt.
Regulierung ist deshalb einer der entscheidenden Faktoren für die
Zukunft der Mobilität, der schnell zu einem veränderten Umgang
mit Mobilität führen kann. In der Vergangenheit gab es bereits
einige Beispiele, die die Auswirkungen von Regulierungen auf die
Mobilität verdeutlichen. Nachdem in London in den 90er Jahren die
Citymaut eingeführt wurde, konnten ein Rückgang des Verkehrs in
der Innenstadt um 18% sowie ein Anstieg der Nutzung des öffent-
Bereits 10 Prozent des Allianz Vorstands-Fuhrparks ist 2013 auf elektrisch
angetriebene Fahrzeuge umgestellt worden.
, Lesen Sie mehr.
Photo:Allianz
Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 4
Autobesitz als ökonomisches Privileg
Aufgrund steigender Ölpreise und zunehmender Regulierung
kostet es immer mehr, ein Auto zu besitzen. Diese Entwicklung
wird sich höchstwahrscheinlich weiter fortsetzen. In Deutschland
sind die Benzinpreise seit 2005 um mindestens 30% gestiegen. In
Großbritannien wurden die Kosten als ein zentraler Grund ausge­
macht, weshalb die jüngere Generation weniger Auto fährt (Briti­
sches Transportministerium, 2011). Eine wichtige Frage ist deshalb,
wo der kritische Punkt liegt, ab dem die Benzinpreise Menschen
dazu bringen, alternative Transportmittel in Betracht zu ziehen. Es
scheint, dass das Auto in Westeuropa seine Blütezeit bereits hinter
sich hat, da die Zahl der verkauften Neuwagen seit Jahren sinkt.
Außerdem hat die Finanzkrise in vielen Haushalten zu erheblichen
finanziellen Belastungen geführt. Wenn sie die Kosten und Vorteile
des PKW-Besitzes gegeneinander abwägen, entscheiden sich immer
Photo:HungChungChih/Shutterstock.com
Auch wenn in Asien die Nachfrage nach neuen Autos steigt, sind der Entwicklung natürliche Grenzen gesetzt.
mehr Menschen in der westlichen Welt gegen den Besitz eines
Fahrzeugs, insbesondere auch, weil Car-Sharing-Dienstleistungen
die Möglichkeit der Nutzung eines Fahrzeugs „für den Fall der Fälle“
wesentlich erleichtert haben.
In den Schwellenländern scheint dieser Punkt jedoch noch in weiter
Ferne zu liegen. Dank steigender Haushaltseinkommen nehmen
die Mittelschicht und ihre Kaufkraft zu, was zu einer immensen
Nachfrage nach Autos geführt hat. Es ist wahrscheinlich, dass sich
dieser Trend weiter fortsetzt. Dennoch ist es nur eine Frage der Zeit,
bis ökonomische, ökologische und technische Zwänge auch Lösun­
gen für den sich verändernden Mobilitätsbedarf in diesen Ländern
erforderlich machen.
, Lesen Sie auch den Allianz Risk Pulse „Mobilität und Verkehrssicherheit“.
20
15
10
5
20
15
10
5
2007 2008 2009 2010 2011 2012
Verkäufe von Neufahrzeugen oder
Neuzulassungen in Millionen15,6
7,6
16,2
EU-
27
6,8
5,5 5,7
6,2
7,5
6,0
7,6
12,4
15,2
14,3
14,2
13,4 13,1
12,0
„Hoch“-Zeit der Autoverkäufe: in manchen Regionen schon vorbei
Die Grafik zeigt die Anzahl der neu registrierten Personenkraftwagen in den europäischen
Ländern und China und die Anzahl der neu verkauften Fahrzeuge in den USA. Es gibt viele
Gründe, die den Trend in Europa erklären können: Sättigung der Märkte, Finanzkrise und
veränderte Lebens­gewohnheiten. Bemerkenswert ist der umgekehrte Trend in China.
Siehe Seite 6 für weitere Länderinformationen.
Quelle: Allianz;
European Automobile Manufacturers’ Association
and Association Auxiliaire de l’Automobile;
China Bureau of Statistics;
EcoWin: Bureau of Economic Analysis;
US Department of Commerce.
Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 5
Telematik-Technologien
sind die Zukunft
Das Telematiksystem für Autos kann als eine Art Fahrtenschreiber
dienen. Es erfasst Daten zu den zurückgelegten Kilometern und
errechnet mit Hilfe von GPS in Echtzeit andere relevante Daten wie
den Ort,die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und die Art der Straße. In
naher Zukunft wird daraus wahrscheinlich eine einfache Softwarean­
wendung, die Teil eines Smartphones werden kann. Diejenigen, die
die Daten sammeln, müssen sich ernsthaft damit befassen, wie sie
die Daten nutzen um persönliche Rechte nicht zu verletzen.
“Eines Tages werden wir Telematik ebenso wie ein
Smartphone, einen PC oder einen Fernseher kaufen.
Es wird eine große Bandbreite an Mobilitätsdienst­
leistungen geben, inklusive Versicherung oder
Assistance. Ein frühes Beispiel für dieses Konzept hat
die Allianz Italien entwickelt: Allie ist ein Telematik­
gerät, das man selbst installiert und das zusammen mit einer Reihe
nützlicher Apps, ganz neue Möglichkeiten der Interaktion mit dem
Fahrzeug ermöglicht,“ so Jacques Amselem, Geschäftsführer von
Allianz Telematics.
, Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
Bessere Mobilität durch technologische Innovation
Die entscheidenden Faktoren, die sich auf die Mobilitätslösungen der
Zukunft auswirken, sind technologische Trends. Ein einfaches Bei­
spiel zeigt, wie die intelligente Verbindung zweier separater techno­
logischer Trends Synergien schafft und die Entwicklung innovativer
Mobilitätslösungen weiter vorantreiben kann: Dank der steigenden
Zahl von Smartphones ist die Nutzung von Car-Sharing wesentlich
leichter und attraktiver geworden, weil freie, verfügbare Autos ein­
fach auf einer Straßenkarte angezeigt werden können und oft auch
die die Bezahlung über das Smartphone abgewickelt werden kann
(wie z.B. bei MyTaxi oder anderen Anbietern).
Außerdem haben technische Fortschritte auf dem Gebiet der Digi­
talisierung zusätzliche Dienstleistungen ermöglicht. Entwicklungen
wie die Telematik mit den dazugehörigen Pay-As-You-Drive und
Pay-How-You-Drive Optionen ermöglichen z.B. Abrechnungs­
konzepte, die jeweils die zurückgelegte Strecke und das Fahrver­
halten berücksichtigen. Fahrzeuge werden außerdem mit Fahrer­
assistenzsystemen (z.B. Einparkhilfe, automatische Bremssysteme)
ausgestattet, um menschlichem Versagen entgegenzuwirken und so
die Zahl der Unfälle zu reduzieren. Selbst wenn sich ein Unfall nicht
vermeiden lässt, kann die Notruffunktion, die EU-weit ab 2015 obli­
gatorisch sein wird, die Reaktionszeit der Rettungsdienste verkürzen
und so zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Diese und
andere Assistenzsysteme reduzieren auch den Benzinverbrauch und
tragen zu größerem Fahrkomfort bei.
Die Frage von Mobilitätsdaten und deren Eigentum gewinnt in
dem Maße an Bedeutung, in dem sich diese Entwicklungen wei­
ter verbreiten. Wenn das Auto zu einer immer weiter vernetzten
Datenplattform wird, muss die sichere Übertragung von Daten sowie
der Schutz der Systeme (z.B. vor einem Hacker-Angriff) garantiert
werden.
Eine Reihe technologischer, sozialer und weltwirtschaftlicher
Entwicklungen wirken sich auf unsere Mobilitätsgewohnheiten
aus. Ganz gleich, ob es sich um Digitalisierung, die zunehmende
Bedeutung und Leistungsfähigkeit von Assistenzsystemen oder den
Anstieg beim Car-Sharing handelt, Mobilität wie wir sie heute
kennen, verändert sich von Grund auf. Obwohl einige dieser
Wie Fahr-Assistenz-Systeme die Straßensicherheit verbessern
Die Allianz erklärt die sechs Technologien, mit denen das Auto auf der Straße bleibt.
Zum Beispiel wirkt das ESP dem Schleudern auf vereisten oder nassen Straßen ent-
gegen, das BLIS überwacht die Vorgänge im toten Winkel und der Spurhalteassistent
hält das Auto in der Fahrspur.
, Finden Sie die Interaktive Information hier.
Entwicklungen bereits einzeln diskutiert werden, müssen sie doch
als Ganzes betrachtet werden, um die Vernetzung unserer mo­
dernen Welt und die neuen Chancen und Risiken, die sich daraus
ergeben, zu verdeutlichen.
Die Autoren:
Christoph von Both, Jan Oliver Schwarz, Richard Hewitt
Allianz SE
Die nächste Generation: Digitale Spiele bringen Kindern sicheres
Verhalten auf der Straße bei
In der Spiele-App „Unterwegs mit Antoine  Zelie“, lernen Kinder in Frankreich auf
spielerische Weise Sicherheit im Straßenverkehr. Die App wurde von der Allianz
Frankreich und Prevention Routiere entwickelt. Die Test-Nutzer waren bloggende
Mütter und deren Nachwuchs.
Quelle:AllianzFrance
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red loss events, including from natural catastrophes and including the development of loss expenses, (iv) mortality and mor-
bidity levels and trends, (v) persistency levels, (vi) the extent of credit defaults, (vii) interest rate levels, (viii) currency exchange
rates including the Euro/U.S. Dollar exchange rate, (ix) changing levels of competition, (x) changes in laws and regulations,
including monetary convergence and the European Monetary Union, (xi) changes in the policies of central banks and/or
foreign governments, (xii) the impact of acquisitions, including related integration issues, (xiii) reorganization measures, and
(xiv) general competitive factors, in each case on a local, regional, national and/or global basis. Many of these factors may be
more likely to occur, or more pronounced, as a result of terrorist activities and their consequences. The company assumes no
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Lorenz Weimann
Group Economic Research and
Corporate Development, Allianz SE
Lorenz.Weimann@allianz.com
+49.89.3800.16891
Endnoten
1 Frost  Sullivan (2010): Car Sharing – Driving
the way into a greener future, 18th Feb. 2010
2 Ifmo (2011): Mobilität junger Menschen im
Wandel – multimodaler und weiblicher,
München 2011
3 Bundesverband des Deutschen Versandhandels
(2012): Zahlen  Fakten, www.bvh.info
4 Department for Transport (2011): National
Travel Survey 2010 – Statistical Release, 28th
July 2011
5 UN Population Division (2010): World Populati-
on Prospects, the 2010 revision
6 UN Department of Economic and Social Affairs/
Population Division (2011): World Urbanization
Prospects: The 2011 Revision
2007 2008 2009 2010 2011 2012
Österreich 298.182 293.697 319.403 328.563 356.145 336.010
Belgien 524.795 535.947 476.194 547.340 572.211 487.377
Bulgarien 41.042 43.758 24.972 15.646 19.252 19.752
Tschechien 174.456 182.554 167.708 169.580 173.595 173.997
Dänemark 159.347 150.145 112.201 153.587 169.744 170.531
Finnland 125.285 139.611 88.344 107.346 121.171 107.166
Frankreich 2.064.543 2.050.282 2.302.398 2.251.669 2.204.229 1.898.760
Deutschland 3.148.163 3.090.040 3.807.175 2.916.259 3.173.634 3.082.580
Griechenland 279.745 267.295 219.730 141.501 97.680 58.479
Ungarn 171.661 153.278 60.189 43.476 45.094 53.008
Irland 186.325 151.607 57.453 88.446 89.878 79.498
Italien 2.493.106 2.161.682 2.159.463 1.961.579 1.749.739 1.402.089
Niederlande 505.538 499.918 387.152 482.567 555.844 502.675
Norwegen 129.195 110.617 98.675 127.754 138.345 137.967
Polen 293.305 320.040 320.206 333.490 297.937 271.215
Portugal 201.816 213.389 161.013 223.464 153.404 95.290
Rumänien 315.621 270.995 130.195 106.328 94.619 72.148
Slowakei 59.700 70.040 74.717 64.033 68.254 69.195
Slowenien 68.719 71.575 57.967 61.142 60.193 50.091
Spanien 1.614.835 1.161.176 952.772 982.015 808.051 699.589
Schweden 306.799 253.982 213.408 289.684 304.984 279.478
Schweiz 284.688 288.557 266.049 292.453 316.846 326.081
Großbritannien 2.404.007 2.131.795 1.994.999 2.030.846 1.941253 2.044.609
Türkei 594.762 494.023 557.126 760.913 864.439 777.761
Russland* 2.351.603 2.721.533 1.365.117 1.776.005 2.478.439 2.755.506
Ukraine* 514.100 610.212 175.165 169.540 207.453 237.602
Kolumbien 253.034 219.498 185.129 253.869 324.570 315.968
USA* 7.618.400 6.813.500 5.456.100 5.728.600 6.193.800 7.359.300
Australien* 1.049.437 1.010.539 920.244 1.028.537 1.025.886 1.111.436
China 6.079.209 7.631.839 12.459.452 15.288.186 16.242.474 n.a.
Indien** 1.379.979 1.549.882 1.552.703 1.951.333 2.501.542  2.618.072
Indonesien 323.100 439.200 369.300 555.900 620.100 800.100
Malaysien 442.885  497.459 486.342 543.594 535.113 552.189
Thailand 327.076 350.619 325.992 489.306 566.643 922.305
Neue Autoverkäufe oder Neuregistrierungen weltweit
Gezeigt werden die neuregistrierten Fahrzeuge. Das „Hoch“-Jahr ist hervorgehoben.
* Zahl der neuen Verkäufe anstatt Registrierungen.
** Indien zeigt das Finanzjahr April-März und nicht das Kalenderjahr. 2007 ist also 2006/2007 usw.
Quellen: Allianz; European Automobile
Manufacturers’ Association and Association
Auxiliaire de l’Automobile; ODD, Turkey;
Association of European Businesses, Russia;
Association of Ukrainian Motor Vehile
Manufacturers; Econometria, Colombia;
US Department of Commerce; Australian
Bureau of Statistics: Motor Vehicle Census;
China Bureau of Statistics; Society of Indian
Automobile Manufacturers; GAIKINDO, In-
donesia; Malaysian Automotive Association;
Thailand Department of Land Transport.

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Allianz Risk Pulse: Zukunft der indivduellen Mobilität

  • 1. Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 1 Mobil ist wer vernetzt ist Allianz Risk Pulse Focus: Zukunft der individuellen Mobilität Neben dem technologischen Fortschritt wird auch das Konsumentenverhalten die Mobilität grundlegend verändern Mobilität verändert sich mit zunehmender Geschwin- digkeit. Trends wie Urbanisierung, steigende Benzin- kosten, alternde Gesellschaften und Digitalisierung beein- flussen die Mobilitätgewohnheiten maßgeblich, jetzt und in Zukunft. Die Kunden von heute verhalten sich anders als noch vor einigen Jahren. Das Auto verliert seine Bedeutung als Statussymbol. Abgesehen von der Notwendigkeit, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen, müssen moderne Mobilitätskonzepte eine riesige und sich vergrößernde Spanne von Anforderungen erfüllen. Innovationen wie das fahrerlose Auto, das es Menschen, die bisher nicht fahren konn­ ten, ermöglicht, Autos zu nutzen, können die Fortbewegung weiter revolutionieren; dass zu diesem Zweck Änderungen der bestehenden Regulierung erforderlich sind, liegt auf der Hand. , Diese neue Mobilitätslandschaft wird schon jetzt Realität und wirkt sich nicht nur auf Einzelpersonen, sondern auch auf Unternehmen und ganze Industriezweige aus. Auf dem Gebiet der Mobilität ent­ stehen innovative Geschäftsmodelle und neue Partnerschaften. In der Mobilitätsindustrie gibt es bereits heute neue Akteure, die etablierte Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Frage stellen. Der Mobilitätsmarkt wird sich sehr dynamisch entwickeln. Das ehemals relativ stabile und strukturierte Umfeld wird abwechslungsrei­ cher und fördert somit neue Geschäftsaktivitäten, die Veränderung der Gesellschaft und Entstehung neuer Industrien. „Beim Erwerb von Mobilität werden heutzutage The­ men wie der CO2 -Fußabdruck und soziale Verantwor­ tung immer entscheidender.“ Clem Booth, Vorstandsmitglied der Allianz SE Die Top 5 Mobilitätstrends Die Allianz hat ihre Experten aus verschiedenen Mobilitäts-relevanten Geschäftsbereichen nach den aktuellen Mobilitätstrends befragt. Die Befragung fand Ende 2012 statt. Quelle: Allianz Mai 2013 Verkehrs- belastung Wenig Interesse am Auto Bezahlbarkeit Neue Geschäfts­modelle wie z.B. Car-Sharing Intelligente Fahrzeugsysteme, wie z.B. vernetzte Auto- Technologien oder Smart cars
  • 2. Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 2 Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE zu Mobilitätstrends „Die Finanzkrise und der daraus resultierende konjunkturelle Abschwung in großen Teilen Europas haben auch die Konsumgewohnheiten in Bezug auf Mobilität verändert und somit bereits bestehende ökonomische Verlagerungen weiter verstärkt. Obwohl der Automobilabsatz in Asien stetig steigt und in Nordame­ rika stabil ist, ist der europäische Automarkt seit Beginn der Krise kontinuierlich rückläufig. Prognosen deuten darauf hin, dass sich diese Entwicklung auch mittelfristig nicht ändern wird. Internationale Hersteller und Zulieferer fokussieren sich im Zuge die­ ser Entwicklungen auf vielversprechendere Märkte und verlagern ihre Produktion, ja sogar ihre Forschungs- und Entwicklungs-Kapazitäten. Die Auswirkungen dieses Trends auf die europäische Wirtschaft sind vielfältiger Natur und reichen von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit bis hin zur Abwanderung von Know-how und Fachkräften.“ Wachsende Emanzipation auf Seiten der Verbraucher Die Entwicklung des Verbraucherverhaltens ist für die zukünftige Mobilität von zentraler Bedeutung. Wir verzeichnen einen deutlichen Anstieg in der kollaborativen Nutzung verschiedener elektronischer Geräte. Da Car-Sharing allmählich seine Nische verlässt, gehören Fahrzeuge von professionellen Car-Sharing-Anbietern immer häufi­ ger zum Straßenbild in mittelgroßen und großen Städten. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Frost & Sullivan (2010) wird sich die Anzahl der Car-Sharing-Nutzer allein in Europa bis 2016 auf 5,5 Millionen erhöhen.1 Gleichzeitig hat die junge Generation in den großen westlichen Volkswirtschaften ein immer geringeres Interesse daran, den Führerschein zu erwerben, wie die IFMO Studie (2011) zeigt.2 Dieser Trend entspricht auch der Abnahme des Verkaufs von Neu­ fahrzeugen in Westeuropa und bestätigt eine generelle Zurückhal­ tung, neue Autos zu kaufen (siehe Tabelle Seite 4 und Seite 6). Im Berufsleben wird die Entwicklung hochwertiger Bürokommunika­ tion das Arbeitsleben verändern. Der Einsatz von Videokonferenzen und virtuellen Arbeitsplätzen führt zu einer weiteren Digitalisierung des Arbeitsumfeldes und gipfelt darin, dass die Notwendigkeit von Dienstreisen allmählich verringert wird. Im Bestreben, die Arbeits­ bedingungen weiter zu flexibilisieren, wird von Unternehmen zunehmend erwartet, dass diese die Möglichkeit der Heimarbeit anbieten – zumindest für einen bestimmten Umfang an Arbeitszeit während der Woche. Obwohl Heimarbeit noch nicht allgemein ver­ fügbar ist, wird deren Ausweitung eine deutliche Verringerung von An- und Abreisen an den Arbeitsplatz bedeuten. Darüber hinaus werden Unternehmen unter Druck gesetzt werden, eine nachhaltige Infrastruktur, Zugang zu öffentlichen Verkehrsmit­ teln und Anreize wie elektronische Geschäftsfahrzeuge vorzuhalten, um Emissionen zu verringern und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und damit den Anforderungen der eigenen Mitarbeiter und Aktionäre gerecht zu werden. Unternehmen werden möglicherweise auch zu­ nehmend eine Reduzierung der Flotten in Erwägung ziehen oder dazu sogar gezwungen sein, falls eine neue Regulierung dies vorsieht. Darüber hinaus beeinflusst das Einkaufsverhalten auch das Mobilitäts­ verhalten der Konsumenten. In jüngster Zeit konnte man etwa einen stetigen Anstieg bei e-Commerce und Lieferservices feststellen.3 Verkäufe über Fernhandel haben in Deutschland bereits einen Anteil von 10% an allen Einzelhandelsumsätzen. Ende 2012 ist das Volumen von e-Commerce im deutschen Fernhandel um zwei Drittel gestiegen, weiteres Wachstum wird erwartet. Unterstützt durch das allgegen­ wärtige Internet hat das Versandgeschäft das Potenzial die alternde Bevölkerung zu bedienen, in dem es auch die Notwendigkeit von Einkaufstouren verringern wird. Die „Nationale Reiseverkehrs­ erhebung“ des britischen Transportministeriums (2011) hat fest­ gestellt, dass Einkaufsfahrten innerhalb von 15 Jahren um rund 10% abgenommen haben.4 Car-Sharing ist ein wachsender Trend Keine Nischenerscheinung mehr: Car-Sharing wächst ebenso in Deutschland, wie auch in den USA. 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 200200200200700 600 500 400 300 200 100 0 700 600 500 400 300 200 100 0 Quelle: Allianz; Shaheen, Susan, Transportation Sustainability Research Center, University of California, Berkeley (2012); Bundesverband Car-Sharing e.V. (2012). Anzahl der Car-Sharing-Mitgliedschaften in Tausenden
  • 3. Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 3 lichen Nahverkehrs verzeichnet werden. In Großbritannien führten außerdem Veränderungen bei der Besteuerung von Firmenwagen zu einem deutlichen Rückgang der Firmenflotten. Parallel zu diesen autofeindlichen Richtlinien wurden Fahrgemeinschaften und ein gut entwickeltes Radwegenetz geschaffen. Auch in einigen Schwellenländern wurden autofeindliche Regelun­ gen eingeführt. In Jakarta, der größten Stadt Indonesiens, wurde eine Bestimmung erlassen, die verlangt, dass Fahrzeuge mindestens zwei Passagiere transportieren müssen. Der Zugang zu manchen Straßen ist sogar auf Fahrzeuge mit 3 oder mehr Passagieren beschränkt. Die Ironie dabei ist, dass diese Bestimmung in Jakarta zu einem neuen Geschäftszweig geführt hat: dem professionellen Trampen. Ein weiteres Beispiel ist Singapur, wo elektronisch erhobene Straßen- nutzungsgebühren eingeführt wurden, die zu Stoßzeiten ange­ passt werden können. Reduzierung des CO2 -Ausstoßes durch Veränderung des Stadtbildes Um die Lebensqualität zu verbessern, haben sich viele Städte ambiti­ onierte CO2 -Reduktionsziele gesetzt und diese öffentlich gemacht. München will seinen CO2 -Ausstoß zwischen 1990 und 2030 um 50% reduzieren und London beabsichtigt, über denselben Zeitraum die Emissionen um 60% zu senken. Kopenhagen plant sogar, bis 2025 eine neutrale Kohlenstoffbilanz zu erreichen. Diese Ziele wirken sich selbstverständlich auf die Mobilität in diesen Städten sowie in allen anderen Städten der Welt, die ähnliche Ziele verfolgen, aus. Was jedoch bedeutet dies für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren? Die steigende Zahl der Elektroautos wird zweifellos die Bemühungen der Städte unterstützen und zusätzlichen Druck auf die Besitzer kon­ ventioneller Fahrzeuge ausüben, entweder auf umweltfreundlichere Transportmittel umzusteigen oder die Nutzung konventioneller Fahrzeuge in Innenstädten zu vermeiden. Außerdem muss das öffentliche Verkehrssystem an die neue Rea­ lität der Urbanisierung, der Nachfrage nach klimaneutralen Trans­ portmitteln und demografischer Entwicklungen angepasst werden. Das Auto muss als Haupttransportmittel in Städten zumindest zum Teil durch den öffentlichen Verkehr ersetzt werden, was auch bedeu­ tet, dass die Beförderungskapazität für Passagiere erhöht werden muss, wie die Entwicklung in Asien deutlich macht. Demografie beeinflusst Mobilität Die United Nations Population Division (2010)5 schätzt, dass die Zahl der über 65-Jährigen bis 2025 weiter wachsen wird: in Deutschland um 3 Millionen (von aktuell 17 auf 20 Millionen), in der EU um 10 Millio­ nen (von aktuell 35 auf 45 Millionen) und in den USA um 22 Millionen (von aktuell 42 auf 64 Millionen). Eine besondere Herausforderung für Mobilitätslösungen wird sich ergeben, wenn die sogenannte Baby- Boomer-Generation in den Ruhestand geht (in den USA die zwischen 1940 und den 60er Jahren Geborenen; in der EU die zwischen 1950 und den 60er Jahren Geborenen). Die Frage, wie eine gesamte Generation, die Mobilität gewohnt ist, auch mit zunehmendem Alter mobil bleiben kann, wird dadurch immer brisanter. Außerdem gibt es immer wieder Bestrebungen für striktere Regulierung, die ältere Menschen vom aktiven Autofahren ausschließen würde. Industrievertreter und Politiker werden sich mit dem Problem beschäftigen müssen, wie die demogra­ fische Realität und der Anspruch auf Mobilität zu vereinen sind. „Die Gruppe der über 75-Jährigen hat im Vergleich zu den jüngeren Senioren ein um 45 Prozent höheres Risiko, einen Unfall zu verursachen. In einer alternden Gesellschaft müssen die Bedürfnisse älterer Menschen stärker in den Fokus rücken.“ Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer des Allianz Zentrum für Technik (AZT). , Hier finden Sie mehr über die Risiken von Senioren im Straßenverkehr. Quelle:JoachimHuber,Allianz Risiko für Senioren: Besonders gefährdet sind Menschen im Alter über 75 Jahre, da diese in eine überproportional hohe Anzahl an Unfällen involviert sind. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels steigt die Anzahl der Senioren im Straßenverkehr rapide an. Mehr Regulierung – weniger Verkehrsüberlastung Schon jetzt leben fast 50% der Weltbevölkerung in Städten. In 20 Jah­ ren werden es fast zwei Drittel sein (UN 2011)6 . Was bedeutet diese Entwicklung für Mobilität, insbesondere in Städten? Man muss sich eindeutig mit dem Thema Verkehrsüberlastung beschäftigen, um das Zusammenbrechen der städtischen Mobilitätsinfrastruktur zu verhindern, und zwar vor allem in Schwellenländern, wo es immer mehr Autos gibt. Regulierung ist deshalb einer der entscheidenden Faktoren für die Zukunft der Mobilität, der schnell zu einem veränderten Umgang mit Mobilität führen kann. In der Vergangenheit gab es bereits einige Beispiele, die die Auswirkungen von Regulierungen auf die Mobilität verdeutlichen. Nachdem in London in den 90er Jahren die Citymaut eingeführt wurde, konnten ein Rückgang des Verkehrs in der Innenstadt um 18% sowie ein Anstieg der Nutzung des öffent- Bereits 10 Prozent des Allianz Vorstands-Fuhrparks ist 2013 auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge umgestellt worden. , Lesen Sie mehr. Photo:Allianz
  • 4. Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 4 Autobesitz als ökonomisches Privileg Aufgrund steigender Ölpreise und zunehmender Regulierung kostet es immer mehr, ein Auto zu besitzen. Diese Entwicklung wird sich höchstwahrscheinlich weiter fortsetzen. In Deutschland sind die Benzinpreise seit 2005 um mindestens 30% gestiegen. In Großbritannien wurden die Kosten als ein zentraler Grund ausge­ macht, weshalb die jüngere Generation weniger Auto fährt (Briti­ sches Transportministerium, 2011). Eine wichtige Frage ist deshalb, wo der kritische Punkt liegt, ab dem die Benzinpreise Menschen dazu bringen, alternative Transportmittel in Betracht zu ziehen. Es scheint, dass das Auto in Westeuropa seine Blütezeit bereits hinter sich hat, da die Zahl der verkauften Neuwagen seit Jahren sinkt. Außerdem hat die Finanzkrise in vielen Haushalten zu erheblichen finanziellen Belastungen geführt. Wenn sie die Kosten und Vorteile des PKW-Besitzes gegeneinander abwägen, entscheiden sich immer Photo:HungChungChih/Shutterstock.com Auch wenn in Asien die Nachfrage nach neuen Autos steigt, sind der Entwicklung natürliche Grenzen gesetzt. mehr Menschen in der westlichen Welt gegen den Besitz eines Fahrzeugs, insbesondere auch, weil Car-Sharing-Dienstleistungen die Möglichkeit der Nutzung eines Fahrzeugs „für den Fall der Fälle“ wesentlich erleichtert haben. In den Schwellenländern scheint dieser Punkt jedoch noch in weiter Ferne zu liegen. Dank steigender Haushaltseinkommen nehmen die Mittelschicht und ihre Kaufkraft zu, was zu einer immensen Nachfrage nach Autos geführt hat. Es ist wahrscheinlich, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. Dennoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis ökonomische, ökologische und technische Zwänge auch Lösun­ gen für den sich verändernden Mobilitätsbedarf in diesen Ländern erforderlich machen. , Lesen Sie auch den Allianz Risk Pulse „Mobilität und Verkehrssicherheit“. 20 15 10 5 20 15 10 5 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Verkäufe von Neufahrzeugen oder Neuzulassungen in Millionen15,6 7,6 16,2 EU- 27 6,8 5,5 5,7 6,2 7,5 6,0 7,6 12,4 15,2 14,3 14,2 13,4 13,1 12,0 „Hoch“-Zeit der Autoverkäufe: in manchen Regionen schon vorbei Die Grafik zeigt die Anzahl der neu registrierten Personenkraftwagen in den europäischen Ländern und China und die Anzahl der neu verkauften Fahrzeuge in den USA. Es gibt viele Gründe, die den Trend in Europa erklären können: Sättigung der Märkte, Finanzkrise und veränderte Lebens­gewohnheiten. Bemerkenswert ist der umgekehrte Trend in China. Siehe Seite 6 für weitere Länderinformationen. Quelle: Allianz; European Automobile Manufacturers’ Association and Association Auxiliaire de l’Automobile; China Bureau of Statistics; EcoWin: Bureau of Economic Analysis; US Department of Commerce.
  • 5. Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 5 Telematik-Technologien sind die Zukunft Das Telematiksystem für Autos kann als eine Art Fahrtenschreiber dienen. Es erfasst Daten zu den zurückgelegten Kilometern und errechnet mit Hilfe von GPS in Echtzeit andere relevante Daten wie den Ort,die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und die Art der Straße. In naher Zukunft wird daraus wahrscheinlich eine einfache Softwarean­ wendung, die Teil eines Smartphones werden kann. Diejenigen, die die Daten sammeln, müssen sich ernsthaft damit befassen, wie sie die Daten nutzen um persönliche Rechte nicht zu verletzen. “Eines Tages werden wir Telematik ebenso wie ein Smartphone, einen PC oder einen Fernseher kaufen. Es wird eine große Bandbreite an Mobilitätsdienst­ leistungen geben, inklusive Versicherung oder Assistance. Ein frühes Beispiel für dieses Konzept hat die Allianz Italien entwickelt: Allie ist ein Telematik­ gerät, das man selbst installiert und das zusammen mit einer Reihe nützlicher Apps, ganz neue Möglichkeiten der Interaktion mit dem Fahrzeug ermöglicht,“ so Jacques Amselem, Geschäftsführer von Allianz Telematics. , Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Bessere Mobilität durch technologische Innovation Die entscheidenden Faktoren, die sich auf die Mobilitätslösungen der Zukunft auswirken, sind technologische Trends. Ein einfaches Bei­ spiel zeigt, wie die intelligente Verbindung zweier separater techno­ logischer Trends Synergien schafft und die Entwicklung innovativer Mobilitätslösungen weiter vorantreiben kann: Dank der steigenden Zahl von Smartphones ist die Nutzung von Car-Sharing wesentlich leichter und attraktiver geworden, weil freie, verfügbare Autos ein­ fach auf einer Straßenkarte angezeigt werden können und oft auch die die Bezahlung über das Smartphone abgewickelt werden kann (wie z.B. bei MyTaxi oder anderen Anbietern). Außerdem haben technische Fortschritte auf dem Gebiet der Digi­ talisierung zusätzliche Dienstleistungen ermöglicht. Entwicklungen wie die Telematik mit den dazugehörigen Pay-As-You-Drive und Pay-How-You-Drive Optionen ermöglichen z.B. Abrechnungs­ konzepte, die jeweils die zurückgelegte Strecke und das Fahrver­ halten berücksichtigen. Fahrzeuge werden außerdem mit Fahrer­ assistenzsystemen (z.B. Einparkhilfe, automatische Bremssysteme) ausgestattet, um menschlichem Versagen entgegenzuwirken und so die Zahl der Unfälle zu reduzieren. Selbst wenn sich ein Unfall nicht vermeiden lässt, kann die Notruffunktion, die EU-weit ab 2015 obli­ gatorisch sein wird, die Reaktionszeit der Rettungsdienste verkürzen und so zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Diese und andere Assistenzsysteme reduzieren auch den Benzinverbrauch und tragen zu größerem Fahrkomfort bei. Die Frage von Mobilitätsdaten und deren Eigentum gewinnt in dem Maße an Bedeutung, in dem sich diese Entwicklungen wei­ ter verbreiten. Wenn das Auto zu einer immer weiter vernetzten Datenplattform wird, muss die sichere Übertragung von Daten sowie der Schutz der Systeme (z.B. vor einem Hacker-Angriff) garantiert werden. Eine Reihe technologischer, sozialer und weltwirtschaftlicher Entwicklungen wirken sich auf unsere Mobilitätsgewohnheiten aus. Ganz gleich, ob es sich um Digitalisierung, die zunehmende Bedeutung und Leistungsfähigkeit von Assistenzsystemen oder den Anstieg beim Car-Sharing handelt, Mobilität wie wir sie heute kennen, verändert sich von Grund auf. Obwohl einige dieser Wie Fahr-Assistenz-Systeme die Straßensicherheit verbessern Die Allianz erklärt die sechs Technologien, mit denen das Auto auf der Straße bleibt. Zum Beispiel wirkt das ESP dem Schleudern auf vereisten oder nassen Straßen ent- gegen, das BLIS überwacht die Vorgänge im toten Winkel und der Spurhalteassistent hält das Auto in der Fahrspur. , Finden Sie die Interaktive Information hier. Entwicklungen bereits einzeln diskutiert werden, müssen sie doch als Ganzes betrachtet werden, um die Vernetzung unserer mo­ dernen Welt und die neuen Chancen und Risiken, die sich daraus ergeben, zu verdeutlichen. Die Autoren: Christoph von Both, Jan Oliver Schwarz, Richard Hewitt Allianz SE Die nächste Generation: Digitale Spiele bringen Kindern sicheres Verhalten auf der Straße bei In der Spiele-App „Unterwegs mit Antoine Zelie“, lernen Kinder in Frankreich auf spielerische Weise Sicherheit im Straßenverkehr. Die App wurde von der Allianz Frankreich und Prevention Routiere entwickelt. Die Test-Nutzer waren bloggende Mütter und deren Nachwuchs. Quelle:AllianzFrance
  • 6. Allianz Risk Pulse – Fokus: Zukunft der individuellen Mobilität   Seite 6 Herausgeber: Allianz SE, Königinstraße 28, 80802 München, Germany Verantwortlich: Katerina Piro, Group Communications, Allianz SE Redaktionsteam: Christoph von Both, Jan Oliver Schwarz, Richard Hewitt, Katerina Piro, Isabell Bilger, Heike Bähr, Jakob Röskamp Kontakte: Katerina Piro Group Communications Alllianz SE Katerina.Piro@allianz.com +49.89.3800.16048 These assessments are, as always, subject to the disclaimer provided below. Cautionary note regarding forward-looking statements: The statements contained herein may include statements of future expectations and other forward-looking statements that are based on management’s current views and assumptions and involve known and unknown risks and uncertain-ties that could cause actual results, performance or events to differ materially from those expressed or implied in such statements. In addition to statements which are forward-looking by reason of context, the words „may”, „will”, „should”, „expects”, „plans”, „intends”, „anticipates”, „believes”, „estimates”, „predicts”, „potential”, or „continue“ and similar expressions identify forward-looking statements. Actual results, performance or events may differ materially from those in such statements due to, without limitation, (i) general economic conditions, including in particular economic conditions in the Allianz Group’s core business and core markets, (ii) performance of financial markets, including emerging markets, and including market volatility, liquidity and credit events (iii) the frequency and severity of insu- red loss events, including from natural catastrophes and including the development of loss expenses, (iv) mortality and mor- bidity levels and trends, (v) persistency levels, (vi) the extent of credit defaults, (vii) interest rate levels, (viii) currency exchange rates including the Euro/U.S. Dollar exchange rate, (ix) changing levels of competition, (x) changes in laws and regulations, including monetary convergence and the European Monetary Union, (xi) changes in the policies of central banks and/or foreign governments, (xii) the impact of acquisitions, including related integration issues, (xiii) reorganization measures, and (xiv) general competitive factors, in each case on a local, regional, national and/or global basis. Many of these factors may be more likely to occur, or more pronounced, as a result of terrorist activities and their consequences. The company assumes no obligation to update any forward-looking statement. No duty to update: The company assumes no obligation to update any information contained herein. Lorenz Weimann Group Economic Research and Corporate Development, Allianz SE Lorenz.Weimann@allianz.com +49.89.3800.16891 Endnoten 1 Frost Sullivan (2010): Car Sharing – Driving the way into a greener future, 18th Feb. 2010 2 Ifmo (2011): Mobilität junger Menschen im Wandel – multimodaler und weiblicher, München 2011 3 Bundesverband des Deutschen Versandhandels (2012): Zahlen Fakten, www.bvh.info 4 Department for Transport (2011): National Travel Survey 2010 – Statistical Release, 28th July 2011 5 UN Population Division (2010): World Populati- on Prospects, the 2010 revision 6 UN Department of Economic and Social Affairs/ Population Division (2011): World Urbanization Prospects: The 2011 Revision 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Österreich 298.182 293.697 319.403 328.563 356.145 336.010 Belgien 524.795 535.947 476.194 547.340 572.211 487.377 Bulgarien 41.042 43.758 24.972 15.646 19.252 19.752 Tschechien 174.456 182.554 167.708 169.580 173.595 173.997 Dänemark 159.347 150.145 112.201 153.587 169.744 170.531 Finnland 125.285 139.611 88.344 107.346 121.171 107.166 Frankreich 2.064.543 2.050.282 2.302.398 2.251.669 2.204.229 1.898.760 Deutschland 3.148.163 3.090.040 3.807.175 2.916.259 3.173.634 3.082.580 Griechenland 279.745 267.295 219.730 141.501 97.680 58.479 Ungarn 171.661 153.278 60.189 43.476 45.094 53.008 Irland 186.325 151.607 57.453 88.446 89.878 79.498 Italien 2.493.106 2.161.682 2.159.463 1.961.579 1.749.739 1.402.089 Niederlande 505.538 499.918 387.152 482.567 555.844 502.675 Norwegen 129.195 110.617 98.675 127.754 138.345 137.967 Polen 293.305 320.040 320.206 333.490 297.937 271.215 Portugal 201.816 213.389 161.013 223.464 153.404 95.290 Rumänien 315.621 270.995 130.195 106.328 94.619 72.148 Slowakei 59.700 70.040 74.717 64.033 68.254 69.195 Slowenien 68.719 71.575 57.967 61.142 60.193 50.091 Spanien 1.614.835 1.161.176 952.772 982.015 808.051 699.589 Schweden 306.799 253.982 213.408 289.684 304.984 279.478 Schweiz 284.688 288.557 266.049 292.453 316.846 326.081 Großbritannien 2.404.007 2.131.795 1.994.999 2.030.846 1.941253 2.044.609 Türkei 594.762 494.023 557.126 760.913 864.439 777.761 Russland* 2.351.603 2.721.533 1.365.117 1.776.005 2.478.439 2.755.506 Ukraine* 514.100 610.212 175.165 169.540 207.453 237.602 Kolumbien 253.034 219.498 185.129 253.869 324.570 315.968 USA* 7.618.400 6.813.500 5.456.100 5.728.600 6.193.800 7.359.300 Australien* 1.049.437 1.010.539 920.244 1.028.537 1.025.886 1.111.436 China 6.079.209 7.631.839 12.459.452 15.288.186 16.242.474 n.a. Indien** 1.379.979 1.549.882 1.552.703 1.951.333 2.501.542  2.618.072 Indonesien 323.100 439.200 369.300 555.900 620.100 800.100 Malaysien 442.885  497.459 486.342 543.594 535.113 552.189 Thailand 327.076 350.619 325.992 489.306 566.643 922.305 Neue Autoverkäufe oder Neuregistrierungen weltweit Gezeigt werden die neuregistrierten Fahrzeuge. Das „Hoch“-Jahr ist hervorgehoben. * Zahl der neuen Verkäufe anstatt Registrierungen. ** Indien zeigt das Finanzjahr April-März und nicht das Kalenderjahr. 2007 ist also 2006/2007 usw. Quellen: Allianz; European Automobile Manufacturers’ Association and Association Auxiliaire de l’Automobile; ODD, Turkey; Association of European Businesses, Russia; Association of Ukrainian Motor Vehile Manufacturers; Econometria, Colombia; US Department of Commerce; Australian Bureau of Statistics: Motor Vehicle Census; China Bureau of Statistics; Society of Indian Automobile Manufacturers; GAIKINDO, In- donesia; Malaysian Automotive Association; Thailand Department of Land Transport.