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Die Antworten der 90er Jahre

Photos: www.coastersandmore.de

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Die Destination als holistisches Produkt
(auch im Deutschlandtourismus)

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Produktentwicklung am Beispiel Kulinarik
Nostalgie

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Nachhaltigkeit

Aktive
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Lokale
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Ich danke für Ihre
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Kagermeier erlebnis tourismus hybrid_konstanz_20_06_2012_komp_150dpi

  1. 1. Erlebnisorientierung und hybride Konstellationen als Herausforderung im Tourismusmarketing Prof. Dr. Andreas Kagermeier Freizeit- und Tourismusgeographie, Universität Trier g g p , Gastvortrag an der HTWG Konstanz am 20. Juni 2012 Der hybride Konsument hybrides Konsumentenverhalten = Nebeneinander von Teuer-, N b i d T Preiswert- und Billigkäufen von Individuen aller Schichten unabhängiger von Statussymbolen. Statussymbolen Individualistischer besser informiert kritischer und mündiger komplexeren, komplexeren sprunghaften Verhalten  variety seeking     Ich bin viele Abbildung Loppow (Zeit)
  2. 2. Agenda 1) Rahmenbedingungen in der Postmoderne 2) Neue Anforderungen an Erlebnisse 3) Hybride Produkte ) y 4) Hybride Destinationen 5) Herausforderungen für die Produktgestaltung Rahmenbedingungen in der Postmoderne 1) Traditionelle soziale Bezugsrahmen haben an Bedeutung ) di i ll i l h h b d verloren 2) Individualisierung => Glü k di id li i Glücksuche ( h (Beck) k) 3) Innenorientierung (Schulze) des Individuums => h h B d hohe Bedeutung von E l b i Erlebnissen (Erlebnisgesellschaft) 4) B Betonung d subjektiven Erlebnis => Ästhetisierung des des bj k i E l b i Ä h i i d Alltagslebens und einer Höherbewertung der Selbstverwirklichung
  3. 3. Die Antworten der 90er Jahre Photos: www.coastersandmore.de Die Antworten der 90er Jahre 1) Sprechen diese subjektive Erlebnisorientierung an ) p positives Erlebnis 2) Versprechen dem Individuum ein p 3) Versprechen von unverwechselbaren, einmaligen Erlebnissen als zentraler Erfolgsfaktor für Boom der Freizeitg und Erlebniswelten in den 90er Jahren 4) Erfolg von auf oberflächliches Erlebnis ausgerichteten Angeboten oftmals nur kurzfristig g g
  4. 4. Die Wurzeln des heutigen Kulturtourismus: Grand Tour • Teil des adeligen Erziehungsprogramms • Ziele: gesellschaftliche Kontakte, Vorbereitung auf V b it f Regierungstätigkeit • Klare Routen => Bildungsreisen des gehobene Bürgertums Quelle: F Q ll Freyer 1998 S 7 1998, S. Quelle: Brilli 1997 Klassische Definiton Der Kulturtourismus umfasst alle Reisen von Personen … um sich vorrangig über materielle und/oder nicht materielle Elemente der Hoch- und Alltagskultur des Zielgebietes zu informieren, sie zu erfahren und/oder sie zu erleben “ erleben.“ Steinecke 2002, S. 10 „Der Kulturtourismus nutzt Bauten, Relikte und Bräuche in der Landschaft, in Orten und in Gebäuden, um dem Besucher die Kultur-, SozialSozial und Wirtschaftsentwicklung des jeweiligen Gebietes durch Pauschalangebote, Führungen, Besichtigungsmöglichkeiten und spezifisches Informationsmaterial nahezubringen. Auch kulturelle Veranstaltungen di V t lt dienen häufig dem Kulturtourismus." hä fi d K lt t i " BECKER 1993, S. 8
  5. 5. = heritage arts „I really think museums have the reputation like I university professors, and you expect them to show things g which have the backing of scientific methods“ a young australian ( (Black 2005) ) = solid, but boring lid b t b i Entwicklung Museen und Museumsbesucher Index: 1991 = 100 160 Museen 140 Besucher 120 100 80 60 40 20 0 6 1 2 3 4 5 7 8 9 0 1 2 3 99 199 199 199 199 199 199 199 199 200 200 200 200 1 Quelle: Statistische Jahrbücher und Steinecke 2002
  6. 6. Erweiterung des Kulturbegriffes in den 90er Jahren g g Populärkultur Inszenierung im Tourismus  ... ist die marktorientierte Umsetzung eines tourismusrelevanten Themas mit unterschiedlichen Einrichtungen, Akteuren, Partnern und Medien auf der Grundlage einer klaren Handlungsanweisung.“ STEINECKE 1997, S. 8  „... (bezieht sich auf) schöpferische Prozesse in denen etwas entworfen Prozesse, und zur Erscheinung gebracht wird – auf Prozesse, welche in spezifischer Weise Imaginäres, Fiktives und Reales (Empirisches) zueinander in Beziehung setzen.“ B i h t “ SCHEURER 2003, S. 73 2003 S  Inszenierung als Instrument zur Profilierung des touristischen Angebots
  7. 7. Etablierte Inszenierungsansätze im Kulturstädtetourismus Klassisch: Events Freizeit- und Konsumeinrichtungen Hotellerie und Gastronomie Neue Generationen von Museen Zwischenresüme  Erweiterung Kulturbegriff: Populärkultur ?  Abnehmende Nachfragedynamik  höhere Anforderungen an Angebote: Erlebnisorientierung des Angebote z. B. in authentischem Umfeld römisches Alltagsleben erlebbar machen Erlebnisorientierung und Inszenierung at it´s best ´
  8. 8. Abnutzungseffekt 1) Einmal gemachtes Erlebnis kann bei der Wiederholung als nur noch begrenzt attraktiv empfunden werden. 2) Abnutzungseffekt => Intensivierung bzw. Erneuerung der bzw gebotenen Effekte entgegen gewirkt (Opaschowski: „Erlebnisspirale ) „Erlebnisspirale“) 3) Nachrüsten“: Leitbild des „schneller, höher, weiter“ 4) Grenzen des „Vergnügungs“-Erlebnis werden sichtbar Optionen erlebnisorientierter Besucheransprache Aufnahme EDUTAINMENT Entertainment Bildung Aktive Beteiligung Passive Beteiligung Eintauchen Quelle: Pine & Gilmore 1998: 102
  9. 9. Aktivierung durch Edutainment-Angebote g g Photos: A. Kagermeier Optionen erlebnisorientierter Besucheransprache Aufnahme EDUTAINMENT Entertainment Bildung Aktive Beteiligung Passive Beteiligung Ästhetik Eintauchen Quelle: Pine & Gilmore 1998: 102
  10. 10. Ästhetisierung des Angebotes: Beispiel Designhotel g g p g Quelle: hotel-im-wasserturm.de; the-pure.de, 25hours-hotel.com Kultur(tourismus)raum Stadt ( ) Lifestyle Tradition Design Fashion Heritage Arts Arts Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an DTV 2006, ETC/UNWTO 2005
  11. 11. Kultur(tourismus)raum Stadt ( ) Shopping Kulinarik (Genuss) Lifestyle Tradition Design Fashion Heritage Arts Arts Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an DTV 2006, ETC/UNWTO 2005 Freizeit Freizeit- und Erlebniswelten des ausgehenden 20. Jh. 20 Jh       Erfolg ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass klar definierte in sich stimmig dargebotene Stimuli geboten werden, die in einer kontrollierten Umgebung einen „Genuss ohne R G h Reue“ versprechen. “ h Auch wenn Ziel des strategischen Erlebnismarketings ist, integriertes holistisches Erlebnis zu vermitteln, zielen Stimuli vor allem auf sensorische und affektive Dimensionen des Erlebnisses ab (Roller-Coaster-Effekt). Di i d El b i b (R ll C t Eff kt) oftmals durch die Passive Aufnahme (Entertainment), die durch körperliche (idealtypisch in den Achterbahnen und auf Beschleunigung ausgerichteten Einrichtungen) und affektive Stimuli (durch spezifische Settings, die angenehme oder schaudernde Gefühle aktivieren) vermittelt. Idealtypisch in den sog. Science Center wird auch auf die aktive, explorierende Teilnahme (Edutainment) abgezielt. Mit Design und Gestaltung werden durch passives Eintauchen ästhetische Erlebnisse generiert (idealtypisch in den sog. Design-Hotels, aber auch durch die Thematisierungs- und Gestaltungselemente in vielen anderen Erlebnisangeboten). Der sozialen Dimension wird dabei nur partiell ein Augenmerk geschenkt ( (Schober betont explizit die Unverbindlichkeit der Kontakte; p ; Schmitt: identitätsstiftende Funktion des Bezugs zu Referenzgruppe).
  12. 12. Abnutzungserscheinungen …….  Abnutzungs- und Ermüdungserscheinungen bei klassischen A kl i h Angeboten b t  der vierte von Pine & Gilmore „Escapist“ genannte Quadrant zur Generierung von Erlebnissen rückt in den Fokus  aktive Einbeziehung und das Eintauchen in das Erlebnissetting • sportliche Angebote p g • Aufbereitung von kulturellen Angeboten durch aktive Einbeziehung • … • vom Erlebnis-Konsumenten zum Erlebnis-Produzenten Optionen erlebnisorientierter Besucheransprache Aufnahme EDUTAINMENT Entertainment Bildung Aktive Beteiligung Passive Beteiligung Ästhetik Escapist Eintauchen Quelle: Pine & Gilmore 1998: 102
  13. 13. Eintauchen der Zuschauer: Erlebnisführungen g www.trier.de Erlebnisführung : Das Geheimnis der Porta Nigra     Zur Geschichte… Ein Zenturio - im Glanz seiner Paraderüstung - entführt uns in jene Zeit, g j , als Rom die Welt regierte - und der Kaiser in Trier die Geschicke des Imperiums leitete. Plötzlich stehen die Zuschauer inmitten jener g p ereignisreichen Zeit - und das nicht nur als passive Beobachter! Spannend, unterhaltsam und humorvoll nimmt uns der Zenturio mit auf eine bewegte Zeitreise. Er entreißt den Mauern der Porta Nigra ihre vielfältigen Geheimnisse: kostbare und rätselhafte, vergnügliche und rätselhafte düstere. Unversehens erwachen dabei all jene zum Leben, die in diesem Tor ein- und ausgingen: Kaiser und Krieger, Bischöfe und Barbaren, ein Krieger Barbaren lebendig Eingemauerte und teuflische Dämonen. Und Schritt für Schritt drängt sich der Verdacht auf: Nicht nur die Porta Nigra - auch dieser Zenturio birgt ein großes, überraschendes Geheimnis... großes Geheimnis Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Reise durch die Jahrtausende: manchmal gespenstisch, oft vergnüglich - und immer spannend. . www.erlebnisfuehrungen.de
  14. 14. Besuchereinbeziehung im Kulturerlebnisraum Stadt Ansprechen aller Erlebnissphären A h ll E l b i hä Aufnahme / absorption Edutainment Unterhaltung Passive Beteiligung Bildung entertainment educational Aktive Beteiligung active participation passive participation Ästhetik (Flow) esthetics escapist Eintauchen / immersion Quelle: Pine/Gilmore 1999, S. 32 Flow c h a l l e n g e challenge to high Flow: Fl Balance between the perceived challenges and the skills of a p person FLOW lack of challenge skills own design according to_ Csíkszentmihályi, Mihály (1975)
  15. 15. Flow There are three conditions that are necessary to achieve the flow state: 1) One must be involved in an activity with a clear set of goals goals. 2) One must have a good balance between the perceived challenges of the task at hand and his or her own perceived skills. 3) One must have confidence that he or she is capable to do the hand. task at hand The task at hand must have clear and immediate feedback. eng.wikipedia.org according to Csíkszentmihályi, Mihály (1997) Aktuelle Inszenierungs Elemente im Kulturstädtetourismus Inszenierungs-Elemente Klassisch: Events Freizeit- und Konsumeinrichtungen Hotellerie d Gastronomie H t ll i und G t i Neue Generationen von Museen Aktuell: g  z. B. Erlebnisführungen Theaterartige „Bespielung“ von Kulturdenkmälern im Städtetourismus als neue Form des Kulturerlebnisses l d l l b Aber auch durch neue Formen von Events möglich! g
  16. 16. Fact Sheet „Brot & Spiele“ Brot Spiele  1x / Jahr im August seit 2002  in den antiken Stätten Triers: Amphitheater, Kaiserthermen  Handwerkermarkt, Legionärszeltlager, Gladiatorenshow Inszenierung durch Personalisierung und Aktivierung g g g Mittelalterfestival in Manderscheid Wie geht es weiter? www.trier.de/brot-spiele.de et www.burgenfest.info
  17. 17. Tell me, and I will forget me Show me, and I will remember me Involve me, and I will understand l d ill d d Lao Tse Erlebnismüdigkeit ?  Auch über den Erlebnis-Ansatz der Postmoderne hinaus weisende Ansätze Ansät e bedienen si h de „Erlebnisrhetorik“ sich der E lebnis heto ik“  Angebotsformen Wellnesstourismus, Wander- und Fahrradtourismus, Trendsportarten zielen auf holistische Erfahrungen ab, , p g , die eine aktive Beteiligung der Urlauber in den Mittelpunkt stellen.  Auf Entschleunigung und eine neue Langsamkeit abzielende Ansätze als Gegenentwürfe zu den schrillen Kicks der 90er Jahre  Aber: weiterhin mit traditionellen Erlebnisversprechen vermarktet  Kündigen sich subkutan bereits neue, bislang in ihrer vollen Konsequenz noch nicht vollständig absehbare Angebots- und Nachfragemuster an?
  18. 18. Entwicklung der gesellschaftlichen Leitwerte g g Überlebensgesellschaft (50er Jahre) Wirtschaftswundergesellschaft (60er Jahre) Postmaterialistische Gesellschaft ( 0 und Anfang 80er Jahre) i li i h G ll h f (70er d f 80 h ) „Vergnügens“-Erlebnisgesellschaft (Ende 80er und 90er Jahre) Quelle: nach Quack 2001 Sinngesellschaft Beginn 21. Jahrhundert Sinngesellschaft ?  Romeiß-Stracke (2003) postuliert, dass wir uns auf dem Weg von der Erlebnis- zur Sinngesellschaft befinden.  neues Paradigma ?  Neuorientierung an sinnstiftenden Verhaltensweisen als Ankündigung eines erneuten Wertewandels ?  aktuelle Umbruchssituation: kt ll U b h it ti Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen unterschiedliche Angebotsformen parallel nebeneinander  Kennzeichen der Postmoderne: Vielfalt des Angebotes und die Multioptionalität der einzelnen hybriden Nachfrager
  19. 19. Zukünftige Markttrends: „Sensual Age“ / Sinngesellschaft g g g 1) Dominanz der „mentalen Werte“: Spiritualität, Visionarität ) „ g 2) „Downshifting" und starke Sinnsuche-Prozesse 3) Markt für Nostalgie, Vergangenheit und Kindheits-Sehnsucht 4) Markt für Angst-Kompensation und Sicherheits-Sehnsucht Angst Kompensation Sicherheits Sehnsucht 5) Markt für Stille, Kontemplation und Lessness Die Herausforderung: diese Tendenzen anzusprechen Tourismus als Traumfabrik neu denken  Servicequalität alleine reicht nicht mehr aus  Monodimensionale Erlebnisse schnell abgenutzt  Die Destination muss als integriertes holistisches Erlebnisversprechen positioniert werden E l b i h iti i t d  Der Tourismus hat noch einen weiten Weg vor sich, um diese Mega Trends und die neuen Erlebnisdimensionen Mega-Trends entsprechend zu bedienen.
  20. 20. Riads als exklusive Oasen Quelle: geo saison … Oasen der Ruhe und des sinnlichen Genießens
  21. 21. Vernetzung bestehender Angebote Traditionelle isolierte Produkte im Tourismus Kultur Wandern Radfahren Wellness Sport Kulinarik
  22. 22. Hybride Produktkombinationen y Kultur Wandern Radfahren Wellness Sport Kulinarik Hybride Produktkombinationen y Kultur Wandern Wellness Mit entsprechender Fokussierung auf Entschleungigung Lessness Gemeinsamkeit G i k it Kulinarik Radfahren Sport
  23. 23. Handlungsziele g Orientierung der Angebote auf neue Erlebnisdimensionen l b i di i Vernetzung bestehender Angebote Betonung der sozialen Dimension Rules for the Stage Management Give the visitor an added value. Give him a non exchangeable adventure. Give him wow-effects as much as possible. Combine high tech with high touch. touch Use staff and people of your town as an attraction. attraction Even if people cannot understand the historical background of your performances, performances they should enjoy the entertaining components. The visitor should fill a role. role Effect should be transmitted to the visitor immediately. Combine smells, music, eating , , g and drinking with information. Illustrate the rooms by functions not by explications. Integrate ceremonies, rites and folklore in the city. Invite people to a time travel at authentic places. Integrate animals. Use unusual transport systems. Use information systems by iPod and Mobile. Give the buildings a chance to tell their stories themselves. Give visitors from other cultures the chance to understand the local history (of the past and the present). Give visitors a reason to stay overnight. Source: HODES 2006, p. 89
  24. 24. Rules for the Stage Management Give the visitor an added value. Give him a non exchangeable adventure. Give him wow-effects as much as possible. Combine high tech with high touch. touch Use staff and people of your town as an attraction. attraction Even if people cannot understand the historical background of your performances, performances they should enjoy the entertaining components. The visitor should fill a The visitor should fill a role. role role. Effect should be transmitted to the visitor immediately. Combine smells, music, Combine smells, music, eating , , g eating and with information. drinking with and drinking information. Illustrate the rooms by functions not by explications. Integrate ceremonies, rites and folklore in the city. Invite people to travel at Invite people to a timea time authentic places. travel at authentic places. places Integrate animals. Use unusual transport systems. Use information systems by iPod and Mobile. Give the buildings a Give visitors from other cultures the chance to understand the local history (of the past and the present). Give visitors a reason to stay overnight. Give the buildings a chance to tell chance to tellthemselves. their stories their stories themselves. Source: HODES 2006, p. 89 Besuchereinbeziehung im Kulturerlebnisraum Stadt Ansprechen aller Erlebnissphären A h ll E l b i hä Aufnahme / absorption Edutainment Unterhaltung Passive Beteiligung Bildung entertainment educational active participation passive participation Invite people to a time travel at authentic places. Give the buildings a chance to tell their stories themselves. Aktive Beteiligung The visitor should fill a role. Ästhetik (Flow) esthetics escapist Combine smells, music, eating and drinking with information. Eintauchen i f i / immersion Give him a non exchangeable adventure. Quelle: Pine/Gilmore 1999, S. 32
  25. 25. Kultur(tourismus)raum Stadt ( ) Kulinarik (Genuss) Shopping Lifestyle Tradition Design Fashion Heritage Arts Arts Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an DTV 2006, ETC/UNWTO 2005 Anbieter der „Römischen Alltagskultur“ Römischen Alltagskultur  Städtedestination Trier: • finanzielle Förderung • Kulturbüro der Stadt Trier als Auftraggeber des Events • Image als „Römerstadt“  Denkmalpflegeverwaltung: • gemeinsame Erarbeitung eines Inszenierungskonzepts für die Inwertsetzung der tik Stätten it d St dt T i d antiken Stätt mit der Stadt Trier  Medienfabrik GmbH: • „Diese Fabrik haucht alten Steinen Leben ein“ (FUSENIG 2007) mit Deutschlands größtem Römerspektakel • „Kunden gewinnen, Kommunikationsstrategien (und) Konzepte entwickeln, das d Unternehmen leiten und Ideen haben“ ( h l d d h b “ (mündl. Mitteilung FRANK 2007) dl l 200 )
  26. 26. Akteursnetzwerk im Kulturtourismusraum Stadt Kulturverantwortt t liche Heritage Management Kommunalmanagement DMO KulturERLEBNISraum Stadt Kultur(tourismus)raum Stadt Shopping Kulinarik (Genuss) Lifestyle Tradition Design Fashion Heritage Arts Arts
  27. 27. Weitere Optionen für Inwertsetzung historischer Stätt als S tti Stätten l Setting     Hochzeiten Krimidinner Römische Bäder ..... 53 Oftmals kulinarische Dimension bei Inszenierungsansätzen www.villa-borg.de www.strasse-der-roemer.de
  28. 28. Living History: Rekonstruktion eines römischen Weinschiffes Photo:Neumagen-Drohn Living History: Carnutum (Österreich) Photos: A. Kagermeier
  29. 29. Villa Borg (Perl) www.villa-borg.de Villa Borg (Perl) www.villa-borg.de
  30. 30. Nicht nur für fremdländische, „exotische“ Produkt www.sodap.com.cy www.morocco-holidays-guide.co.uk www.ontesolteacherscorner.com Westfälisch genießen www.westfaelisch-geniessen.de
  31. 31. Bier, Bier Käse … www.bitburger.de www.westfalen-culinarium.de www.nieheim.de Erfolgsfaktoren im postmodernen erlebnisorientierten Tourismus Ansprache aller Erlebnissphären Hybride Destinationen Hybride Produkte
  32. 32. Traditionelles statisches Verständnis der Zugehörigkeiten im Destinationsmanagement D ti ti t Deutschland RLP Mosel Trier Trier Land Auf dem Weg zu hybriden Destinationen ? Eifelsteig Mosel Großregion Luxembourg Eifel Bitburger Straße der Römer Land Römisches Trier Saar-Hunsrück-Steig
  33. 33. Branding g Eine Marke braucht:  Emotion  Image  Attribute  Produkte  Nutzen  Inhalte g Regionalmarke Eifel Damit steht die Regionalmarke EIFEL im Einklang mit den g g geänderten Verbraucherbedürfnissen und folgt dem Wunsch: • nach authentischem Genuss – für die Sinne und für die Seele • nach Qualität zu angemessenen Preisen – Klasse statt Masse • nach Ursprünglichkeit und Natürlichkeit hU ü li hk it d N tü li hk it • nach Vertrauen und Sicherheit bei Lebensmitteln www.regionalmarke-eifel.de
  34. 34. Regionalmarke Eifel www.eifel.info Regionalmarke Eifel www.eifel.info
  35. 35. g Regionalmarke Eifel    EIFEL Kulinarisch - „Schmecken, wo man is(s)t.“ Hoher Servicequalität als Grundvoraussetzung Mindestens 50 Prozent der angebotenen Speisen und Getränke kommen direkt aus der Region. So schließt sich ein Kreislauf: Frische Ware, kurzer Transport, positive , Q ,„ , , Umweltbilanz, hohes Qualitätsniveau, „Man kennt sich“ - Landwirte, Handwerker, Händler und Gastronomen arbeiten Hand in Hand. Der Gast soll schmecken, was „EIFEL“ bedeutet: Kulinarische Gaumenfreuden g Q direkt aus der Region - Qualität ist unsere Natur! www.regionalmarke-eifel.de g Regionalmarke Eifel www.regionalmarke-eifel.de
  36. 36. g Regionalmarke Eifel www.eifel.info Mosel WEINKULTURLAND  „Regionalinitiative MOSEL“ 2006 gegründet  Akteure aus Landes- und Kommunalpolitik, aus Wirtschaft, Kultur und Tourismus  Drei wesentliche Säulen: • Wein • Tourismus • Kultur keine isolierten Handlungsfelder, sondern Zusammenspiel aller regionalen Faktoren. Faktoren  Dachmarke MOSEL für alle Akteure: Gastronomen und Hoteliers, Touristiker und Kulturträger, Handwerker und Winzer, regionale Industrie-, Weinwirtschafts- und Handelsbetriebe  Rolle für Binnenmarketing („Wir-Gefühl“) www.moselweinkulturland.de
  37. 37. Mosel WEINKULTURLAND  Gemeinsames Logo für  Mosellandtouristik  Moselwein e.V. www.moselweinkulturland.de www.mosellandtouristik.de www.weinland-mosel.de Mosel WEINKULTURLAND  Kooperation mit Winzern und Straußwirtschaften www.moselweinkulturland.de www.mosel-strausswirtschaften.de
  38. 38. Die Destination als holistisches Produkt (auch im Deutschlandtourismus)  Vielfalt ist Trumpf aber Vielfalt mit Trumpf, Konzept  Kein Nebeneinander von Produkten, sondern destinationsspezifisch thematisch gebündelte Produktgruppen  Destinationsspezifische Produkte  Destinationsspezifische Kooperationen  Kooperation als zentraler Erfolgsfaktor modifiziert nach Gronau 2010 Produktentwicklung am Beispiel Kulinarik • Kulinarik bietet saisonunabhängige Attraktionen • Akt ll Trends der Sinngesellschaft erfolgreich ansprechbar Aktuelle T d d Si ll h ft f l i h hb • Unter dem Dach lokaler Spezialitäten lassen sich eine Vielzahl von Aktivtäten und Produkten vereinigen. vereinigen • Führen zu • höherer Glaubwürdigkeit • höherer Kundenzufriedenheit • neuen destinationsspezifischen Erlebnissen • Vernetzung von Hotels und lokalen Produzenten oder Einheimischen durch Aktivitäten für die Hotelgäste: • B i hti Besichtigung der lokalen Produktion d l k l P d kti • Teilnahme an der Produktion • Verwendung der Produktion modifiziert nach Gronau 2010
  39. 39. Produktentwicklung am Beispiel Kulinarik Nostalgie Authentizität Nachhaltigkeit Aktive Beteiligung Lokale Kulinarik Einheimische Instruktioren Traditonelle Alltäglichkeit Rezepte & Fertigkeiten Privates Umfeld modifiziert nach Gronau 2010 difi i t hG Erfolgsfaktoren g Dachmarke USP Hybride Produkte Kooperation Ansprache aller Erlebnissphären
  40. 40. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit … … und freue mich auf eine angeregte Diskussion

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