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LINZ.VERÄNDERT, AUSTRIA GUIDES

„Linz.verändert,“ – Führungen zwischen Wissensvermittlung und Klamauk Vortrag von Tourismusdirektor Georg Steiner im Rahmen des 25. Österreichischen Fremdenführerkongresses (05. bis 08. November 2013)

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AUSTRIA GUIDES
WILLKOMMEN IN DER KULTURHAUPTSTADT EUROPAS 2009
WWW.LINZ.AT/TOURISMUS I WWW.LINZTOURISMUS.AT
„Linz.verändert,“ –
Führungen zwischen Wissensvermittlung und Klamauk
25. Österreichischer
Fremdenführerkongress
05. bis 08. November 2013

Georg Steiner, Tourismusdirektor
am Montag, 05. November 2013
HERZLICH WILLKOMMEN IN LINZ!
Ziel meines Vortrages ist eine kritische
und konstruktive Reflektion unseres
Führungsbetriebes
•Was sind die Erwartungen seitens der
Gäste an Führungen – im Zeitalter von Wikipedia, Apps etc. auf der einen
Seite sowie eines immer heterogeneren Bildungs- und SozialisationsBackgrounds unserer Gäste?
•Was sind die Erwartungen eines Tourismusdirektors bzw. der Touristiker
an die Führungen im Spannungsfeld von Klischeéerwartungen der Gäste
und neu zu implementierender Botschaften seitens der nationalen (ÖW),
Landes- bzw. Orts-Tourismusorganisation
ICH BEOBACHTE, DASS VIELE FÜHRUNGEN NACH
WIE VOR SEHR KLASSISCHEN MUSTERN FOLGEN:
•Der Schwerpunkt liegt auf der Geschichte – die Stadt wird
biographisch (beginnend mit Kelten und Römern) sowie nach
Gebäuden erklärt – garniert mit kleinen Geschichtchen aus
grausamen mittelalterlichen Zeiten, opulenten Barockzeiten
oder sonstigen lustigen Begebenheiten.
•Die „Nachtwächter“ erfreuen sich einer großen Resonanz –
lustige Geschichten aus alten Zeiten, der romantische Blick
zurück – die Zeit ist stehengeblieben – vielleicht auch die
Suche nach „Entschleunigung“ auf ganz andere Weise.
•Kostümierte Führungen unter verschiedenen Themen
nehmen zu – der Gästeführer wird auch noch zum
Schauspieler. Ganze Inszenierungen werden geschrieben, um
die Gäste zu unterhalten.
EINE ERSTE BILANZ
•

Die Wissensvermittlung wird in vielen Führungen
sowohl angesichts vorhandener OnlineInformationsmedien, die die Gäste bei sich haben als
auch angesichts nicht mehr selbstverständlich
vorhandener bildungsbürgerlicher Grundstandards
übertrieben!

•

Die Führungen dauern zu lange und überfordern
den Gast in der Liebe zum Detail!

•

Der Hang zur Schauspielerei – ob Nachtwächter
oder sonstige Kostümierungen – treibt seine Blüten
in der Oberflächlichkeit. Die Stadt wird zur Kulisse.
Die Führung wird teilweise zum Klamauk! Sie ist zwar
unterhaltend. Aber welche Botschaften kommen beim
Gast an?
WARUM RUNZELT DER LINZER TOURISMUSDIREKTOR ANGESICHTS DIESER PHÄNOMENE
DIE STIRN?
•

Die Führungen werden in dieser Form einer Stadt nur bedingt
gerecht.

•

Die Führungen bieten den Gästen zu wenig – den Gästen ist das
aber oft nicht bewusst: Sie wissen nicht, was Sie nicht wissen bzw.
was Ihnen zur Stadt vorenthalten wurde.

•

Führungen können damit die Markenstrategie, die man seitens der
Österreich Werbung, seitens der Landestourismusorganisation
und auch seitens der Stadt verfolgt, konterkarieren.
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LINZ.VERÄNDERT, AUSTRIA GUIDES

  • 1. AUSTRIA GUIDES WILLKOMMEN IN DER KULTURHAUPTSTADT EUROPAS 2009 WWW.LINZ.AT/TOURISMUS I WWW.LINZTOURISMUS.AT
  • 2. „Linz.verändert,“ – Führungen zwischen Wissensvermittlung und Klamauk 25. Österreichischer Fremdenführerkongress 05. bis 08. November 2013 Georg Steiner, Tourismusdirektor am Montag, 05. November 2013
  • 3. HERZLICH WILLKOMMEN IN LINZ! Ziel meines Vortrages ist eine kritische und konstruktive Reflektion unseres Führungsbetriebes •Was sind die Erwartungen seitens der Gäste an Führungen – im Zeitalter von Wikipedia, Apps etc. auf der einen Seite sowie eines immer heterogeneren Bildungs- und SozialisationsBackgrounds unserer Gäste? •Was sind die Erwartungen eines Tourismusdirektors bzw. der Touristiker an die Führungen im Spannungsfeld von Klischeéerwartungen der Gäste und neu zu implementierender Botschaften seitens der nationalen (ÖW), Landes- bzw. Orts-Tourismusorganisation
  • 4. ICH BEOBACHTE, DASS VIELE FÜHRUNGEN NACH WIE VOR SEHR KLASSISCHEN MUSTERN FOLGEN: •Der Schwerpunkt liegt auf der Geschichte – die Stadt wird biographisch (beginnend mit Kelten und Römern) sowie nach Gebäuden erklärt – garniert mit kleinen Geschichtchen aus grausamen mittelalterlichen Zeiten, opulenten Barockzeiten oder sonstigen lustigen Begebenheiten. •Die „Nachtwächter“ erfreuen sich einer großen Resonanz – lustige Geschichten aus alten Zeiten, der romantische Blick zurück – die Zeit ist stehengeblieben – vielleicht auch die Suche nach „Entschleunigung“ auf ganz andere Weise. •Kostümierte Führungen unter verschiedenen Themen nehmen zu – der Gästeführer wird auch noch zum Schauspieler. Ganze Inszenierungen werden geschrieben, um die Gäste zu unterhalten.
  • 5. EINE ERSTE BILANZ • Die Wissensvermittlung wird in vielen Führungen sowohl angesichts vorhandener OnlineInformationsmedien, die die Gäste bei sich haben als auch angesichts nicht mehr selbstverständlich vorhandener bildungsbürgerlicher Grundstandards übertrieben! • Die Führungen dauern zu lange und überfordern den Gast in der Liebe zum Detail! • Der Hang zur Schauspielerei – ob Nachtwächter oder sonstige Kostümierungen – treibt seine Blüten in der Oberflächlichkeit. Die Stadt wird zur Kulisse. Die Führung wird teilweise zum Klamauk! Sie ist zwar unterhaltend. Aber welche Botschaften kommen beim Gast an?
  • 6. WARUM RUNZELT DER LINZER TOURISMUSDIREKTOR ANGESICHTS DIESER PHÄNOMENE DIE STIRN? • Die Führungen werden in dieser Form einer Stadt nur bedingt gerecht. • Die Führungen bieten den Gästen zu wenig – den Gästen ist das aber oft nicht bewusst: Sie wissen nicht, was Sie nicht wissen bzw. was Ihnen zur Stadt vorenthalten wurde. • Führungen können damit die Markenstrategie, die man seitens der Österreich Werbung, seitens der Landestourismusorganisation und auch seitens der Stadt verfolgt, konterkarieren.
  • 7. SITUATION IN LINZ VOR DER KULTURHAUPTSTADT 2009 • Linz passt nicht in das Klischeé einer alten, romantischen Stadt • Linz ist aber jetzt eine der erfolgreichsten und interessantesten Städte Österreichs Wie geht man hier nun mit Führungen um? • Der Tourismusverband hat sich zusammen mit den Austria Guides auf den Weg der „Linz.verändertFührungen“ gemacht. • Erkenntnisse aus der Hirnforschung, aus der Erlebnispädagogik, aus der Theaterwissenschaft in Verbindung mit seriösen und zeitgerechten Informationen zu einer attraktiven Stadtführung verknüpfen!
  • 8. SITUATION IN LINZ VOR DER KULTURHAUPTSTADT 2009 Es ging um folgende Fragestellungen: •Wie können klassische Inhalte einer Führung mit den Inhalten einer modernen Stadt in Verbindung gebracht werden? •Was sollen die Gäste zuhause über Linz erzählen?
  • 9. MARKE ÖSTERREICH Wie positioniert die Österreich Werbung unser Land – welche Erwartungshaltungen werden im Marketing geweckt? Ankommen und aufleben Die Gegebenheiten - Was uns zur Verfügung steht Natürliche und menschliche Gegebenheiten Die Erlebnisfelder - Was wir (für den Gast) daraus machen Das individuelle, persönliche Urlaubsglück für die Gäste. Die Wirkung Inspirierende Entfaltung: was "Urlaub in Österreich" im Gast auslöst. Themenschwerpunkt 2014 Österreich. Treffpunkt Europas
  • 10. MARKE LINZ • Wie positioniert die Stadt Linz und Linz Tourismus die Stadt – welche Erwartungshaltungen werden geweckt? Wie soll die Stadt durch die Gäste wahrgenommen werden?
  • 11. BIG PICTURES Linz ist Echtzeit Linz ist Eigensinn Linz ist Frischluft Linz ist Spielraum Linz ist Expansion Linz ist Donau Linz ist Schnittstelle Linz ist Werktag Linz ist Wettbewerb Linz ist Bewältigung Linz ist Zukunftslabor Linz ist Gewinnzone Linz ist Crossing Europe Linz ist Volksgarten Linz ist Bodenhaftung Linz ist Grünland Linz ist Tempo Linz ist Kraftfeld
  • 12. DIE LINZ-PHILOSOPHIE BEI FÜHRUNGEN Die Dramaturgie, der Ablauf einer Führung soll bereits zum Ausdruck bringen, dass man sich in einer „veränderten“ Stadt aufhält. „Der verbotene Ort oder die inszenierte Verführung“ nach Christian Mikunda - Die 7 Ebenen
  • 13. AUSGANGSÜBERLEGUNGEN • Von den Informationen – zu den Emotionen Emotion ist nicht Kitsch • Emotionen im Sinne von Anker setzen • Begeistern durch strategische Dramaturgie
  • 14. 1. EBENE BRAIN SCRIPTS Die Drehbücher im Kopf Bsp.: David gegen Goliath Prinzip (u.a. Serie Colombo, Greenpeace PR-Aktionen) Was heißt das für eine Stadtführung in Linz? • Linz startete von unten: In den früheren Jahrhunderten keine wirklich große Bedeutung im Vergleich zu den anderen österreichischen Städten • Schwere Last aus der Zeit des Nationalsozialismus • Schmutzige Industriestadt • jetzt eine der erfolgreichsten Städte Österreichs Stadtführung
  • 15. 2. EBENE INFERENTIAL BELIEFS Stadtführung • Sich ein Bild machen • Vertrautheit aufbauen Was heißt das für eine Stadtführung in Linz? • Vertrautheit aufbauen und • Bezüge herstellen Bsp.: jedes Auto war schon einmal in Linz  als Blech in der Voest
  • 16. 3. EBENE COGNITIVE MAPS Die Landkarten im Kopf • Orientierung geben, die Gäste sollen sich heimisch fühlen. Das ist eine Voraussetzung, um sich wohl zu fühlen. Was heißt das für eine Stadtführung in Linz? • Start an einem Stadtplan/Übersichtsplan • Darstellung des Verlaufs der Führungen • Zwischendurch immer wieder Orientierung herstellen • Überblick verschaffen • Einsatz von Achsen (Landstraße) oder Landmarks (Kirchtürme) Stadtführung
  • 18. 4. EBENE TIME-LINE Stadtführung Die Eigen-Zeit • Die erlebte Zeit erscheint dann kurzweilig, wenn sie durch viele Ereignisse in kleine Einheiten zerfällt. • Überblickt man Zeitintervalle, fühlt man sich selbstbestimmt Was heißt das für eine Stadtführung in Linz? • Zäsuren setzen – Pausen/Plätze ankündigen wo man sich hinsetzen kann • Befristen – die bestellte Führungszeit exakt einhalten • Meilensteine setzen • In Aussicht stellen (aktiver Verweis wo die Toiletten aufzufinden sind) • Überblick verschaffen
  • 19. 5. EBENE ANTIZIPATION Stadtführung Anspannung lösen – Erwartung wecken • Spannung aufbauen  Was macht eine Führung interessant, was ist in Linz interessant?  Mit welcher Information kann der Gast etwas anfangen, es in Beziehung für seine weitere Kommunikation setzen?  Überraschendes einbauen! Was heißt das für eine Stadtführung in Linz? • Gusto auf die Linzer Torte wecken • Bsp.: bei Führungen durch die Herrenstraße; um bei der Bäckerei Jindrak zu einer kleinen überraschenden Kostprobe einkehren zu können. • Attraktive Orte zum fotografieren
  • 20. 6. EBENE SENTENCE FRAMES Stadtführung Wie man ein Leitsystem aufbaut, damit sich die Gäste sicher und orientiert fühlen. • Ankündigungen, die dann auch eingelöst werden • Zusammenhänge herstellen und Informationsreduktion Was heißt das für eine Stadtführung in Linz? • Gäste über die Struktur der Führung informieren – was heißt „Linz.verändert“? • Linz in Beziehungen setzen zu anderen Städten, Vergleiche • Bauten in Beziehung setzen zu Architekten • Information strukturieren
  • 21. 7. EBENE MEDIA LITERACY Stadtführung • Sich geschickt anstellen • Einsatz von geborgter Sprache, Querverweisen, Drehungen, Replikaten, Skatebones, Gimmicks Was heißt das für eine Stadtführung in Linz? • Promenade – Landhaus • Das weiße Haus oder der Kreml von Oberösterreich oder „Der Platz des himmlischen Friedens“ – China lässt grüßen! • Was ist heute los, wenn man an den entsprechenden Gebäuden vorbeikommt? (Siehe Tagesmail)
  • 22. LINZ BOTSCHAFTEN Stadtführung Was sollen die Gäste zuhause über Linz erzählen? Die Botschaften dienen im Sinne von Nachhaltigkeit dazu, dass unsere Gäste ein zeitgemäßes Linz-Bild verbreiten und das Gäste und deren Umfeld motiviert wird, positiv und interessant über Linz zu sprechen und in anderen Zusammenhängen wieder zu kommen. Wir wollen begeistern!
  • 23. GEMEINSAME WEGE ZUM GAST Stadtführung Kooperationen von Tourismusverband und Austria Guides: • Sprache für den Kopf Entwicklung von Sprachbildern mit einem Sprachinstitut auf Basis der neuesten Hirnforschungen • Hin zur Zielgruppe Welche Grundbedürfnisse hat unser Gast? Was brauchen Schüler? Was interessiert den Empfänger? • Auf zu sensiblen Themen Vermittlung von Zeitgeschichte in historisch belasteten Städten. Fakten, Kommunikation und Methodik • Experimentallabor Gemeinsame Entwicklung von neuen Angebotsfeldern: Abendbummel, Porsche-Ausstellung, Kooperation mit Museen wie AEC o.a. Höhenrausch, Botanischer Garten, Limonistollen…
  • 24. WARUM ? Stadtführung …weil wir Wiederholungstäter und Empfehler gewinnen, wenn: • vor Ort erlebbar wird was die Werbung verspricht. • die Bedürfnisse der nächsten Generation berücksichtigt werden. • der Gast lernt ohne es zu merken. • aktuelle Inhalte mit alten Fakten charmant verknüpft werden. • der Guide einen Wissensvorsprung hat und heute erzählt was morgen passiert. Damit der Gast zum Wiederholungstäter wird. • der Gast zu Hause erzählt was er erlebt hat und in Zukunft passiert. … denn so kommt er wieder und der Kreislauf beginnt von vorne!
  • 25. SCHRITTWEISE „Linz.verändert, Stück um Stück oder Schritt für Schritt Wir danken den Linzer Austria Guides für die offenen Dialoge für die gegangenen Wege und für die gemeinsamen Visionen. Stadtführung
  • 27. Menschen sind neugierig, nutzen wir dies! „Nicht satt vom Alten sondern gierig nach Neuem.“ Lassen wir die Augen unserer Gäste wie die Donau funkeln. Viel Erfolg, Inspiration und Veränderung für die Austria Guides bei Ihrer Tagung 2013 in Linz und Oberösterreich!