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IPCC-Bericht 2018

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Präsentation zum Inhalt des IPCC-Berichts von 2018
für die Jenaer Ortsgruppe der Bewegung "Extinction Rebellion" vom November 2019

Veröffentlicht in: Bildung
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IPCC-Bericht 2018

  1. 1. IPCC-Bericht 2018 Kurze Einführung
  2. 2. Einordnung IPCC-Bericht 2018 • IPCC = Weltklimarat, bestehend aus: • Wissenschaftlern (Autorenteams) • Regierungen von Staaten • Beobachtern • Sachstandsberichte: • Zusammenfassungen aktueller wissenschaftlicher Ergebnisse • AR1- AR6 (1990, 1995, 2001, 2007, 2014, 2022) • 2018: Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung • systematischer Vergleich von 1,5 °C gegenüber 2 °C Erwärmung
  3. 3. Gliederung des Berichts • Teil A: Globale Erwärmung um 1,5 °C verstehen • Teil B: Projizierte Klimaänderungen und mögliche Folgen • Teil C: Mit 1,5 °C Erwärmung konsistente Emissionspfade • Teil D: Anpassung und weltweite Zusammenarbeit
  4. 4. Werte gemittelt: Land erwärmt sich stärker als Meer, Arktis 2- bis 3-mal so stark!!! Emissionen bis heute: weitere Erwärmung von mehr als 0,5 °C unwahrscheinlich! A: Erwärmung als Reaktion auf Emissionspfade
  5. 5. A: Emissionspfade für Abb. A
  6. 6. B: Folgen für Wetter und Meeresspiegel Globale Erwärmung 2100 + 1,5 °C + 2 °C Extrem heiße Tage (mittlere Breiten) + 3 °C + 4 °C Starkniederschlag (hohe Breiten, Ost-Nordamerika, Ostasien) geringeres Risiko höheres Risiko Starkniederschlag durch Tropenstürme geringeres Risiko höheres Risiko Meeresspiegel 2100 + 0,26 m bis + 0,77 m + 0,30 m bis + 0,93 m → Umsiedlung von 10 Mio Menschen mehr als bei 1,5 °C langfristiger Meeresspiegelanstieg nach 2100 Steigt langsam weiter. „Instabilitäten könnten bei globaler Erwärmung zwischen 1,5 °C und 2 °C ausgelöst werden.“ → Anstieg um mehrere Meter möglich
  7. 7. B: Folgen für Ökologie Globale Erwärmung 2100 + 1,5 °C + 2 °C Arten, die mehr als die Hälfte ihres geografischen Verbreitungsgebiet verlieren Insekten: 6 % Pflanzen: 8 % Wirbeltiere: 4 % Insekten: 18 % Pflanzen: 16 % Wirbeltiere: 8 % Risiken für Biodiversität durch Waldbrände u.a. geringer höher Ökosystem-Transformation 7 % der Landfläche 13 % der Landfläche besonders bedroht: Tundra, borealer Nadelwald Tauen von Permafrostböden begrenzt? „über Jahrhunderte andauernd“ Meereisfreie Sommer (Arktis) pro 100 Jahre 1 10 Verlust Korallenriffe 70-90 % 99 %
  8. 8. B: Folgen für Wirtschaft u.a. Globale Erwärmung 2100 + 1,5 °C + 2 °C Weltweiter Meeresfisch- Ertrag pro Jahr -1,5 Mio t -3 Mio t Ertragsrückgang bei Mais, Reis, Weizen (bes. Sahelzone, SO-Asien, Süd-/Mittelamerika) geringer höher Menschen, die zunehmendem Wasserstress ausgesetzt sind ? doppelt so viel wie bei 1,5 °C Kleine Inseln und wenig entwickelte Länder „hohe vielfach ineinandergreifende Klimarisiken“ „hohe vielfach ineinandergreifende Klimarisiken“
  9. 9. B: „Gründe zur Besorgnis“
  10. 10. B: Weitere Risiken…
  11. 11. C: Emissionspfade - Überblick rot: XR-Forderung
  12. 12. C: Klassifizierung der Pfade Pfad P1 P2 P3 P4 CO2-Emission 2030 vs. 2010 -58 % -47 % -41 % +4 % CO2-Emission 2050 vs. 2010 -93 % -95 % -91 % -97 % Energiebedarf 2050 vs. 2010 -32 % +2 % +21 % +44 % Primärenergie aus Kohle 2030 vs. 2010 -78 % -61 % -75 % -59 % Primärenergie aus Kohle 2050 vs. 2010 -97 % -77 % -73 % -97 % Kernenergie 2050 vs. 2010 +150 % + 98 % +501 % +468 % Kumulatives CCS (Gt CO2) 2100 0 348 687 1218
  13. 13. C: CO2-Budget • bereits 2200 Gt CO2-Budget aufgebraucht (Stand: 2017) • 66 % unter 1,5 °C Erwärmung: noch 420 Gt CO2-Budget (2017!) • derzeitige Emmisionen: 42 Gt pro Jahr • Methanfreisetzung aus Permafrost u. Feuchtgebieten: • Reduktion des Budgets um bis zu 100 Gt in diesem Jahrhundert!!! 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 CO2-Budget in Gt CO2-Budget (2019) aufgebraucht jährlicher Verbrauch noch vorhanden
  14. 14. C/D: Weitere Einschätzungen… • Schätzungen nach festgelegten Zielen (Pariser Abkommen): • Jahr 2030: 52-58 Gt CO2-Emission/Jahr →keine Begrenzung auf 1,5 °C mehr möglich →dann eher +3 °C →Emissionen müssen lange vor 2030 sinken! • mehr als 0,2 °C Überschreitung des 1,5 °C-Ziel: • hohes Ausmaß an CO2-Entnahme-Techniken nötig • Begrenzung auf 1,5 °C bis 2100 eher nicht mehr erreichbar
  15. 15. D: Synergien und Zielkonflikte • Anpassungen könnten Synergien erzeugen, z.B. mit: • Gewährleistung von Ernährungssicherheit • Aufrechterhaltung der Ökosysteme • Verringerung von Armut und Ungleichheit • aber auch Zielkonflikte möglich! • Verhinderung durch Fokus auf Nachhaltigkeit • Pfade mit besten Synergien u. wenigsten Zielkonflikten: • geringer Energiebedarf • geringer Materialverbrauch • geringer Konsum treibhausgasintensiver Lebensmittel • geringe Abhängigkeit von C-Entnahme-Techniken
  16. 16. D: Weitere wichtige Punkte… • Investitionsbedarf in Energiesystem: 2,5 % des weltweiten BIP →Bruchteil davon zur Auflösung der Zielkonflikte • Öffentliche Akzeptanz von Maßnahmen! (Fairness) „Die große Mehrheit an Modellstudien konnte keine Pfade konstruieren, die sowohl von einem Mangel an internationaler Zusammenarbeit, von Ungleichheit und von Armut geprägt waren als auch die globale Erwärmung auf 1,5 °C begrenzen konnten.“

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