Firmeninternes Microblogging als nachhaltigen Einstieg  in das Wissensmanagement Master Thesis Christian Mellen
Inhalt Definitionen, Begrifflichkeiten Theorie Empirie Ergebnisse Blick in die Zukunft
Definitionen EMB :=  E nterprise  M icro b logging (nicht Twitter!) WM :=  W issens m anagement (nicht Weltmeisterschaft!)
Forschungsfrage Eignet sich das Werkzeug Enterprise Microblogging (EMB) zum nachhaltigen Einstieg in ein Wissensmanagement (WM)?
Hypothesen Enterprise Microblogging wirkt als quick-win induzierend, um über den Aufbau weiterer Werkzeuge des Wissensmanagements nachzudenken. Enterprise Microblogging ist ein geeignetes Werkzeug als Einstieg zu einem nachhaltigen Kulturwandel und wirkt sich positiv auf die Kollaboration im Unternehmen aus. Enterprise Microblogging schafft Awareness für eine Sharing-Kultur im Unternehmen. Enterprise Microblogging wird in Zukunft in vielen kommerziellen Produkten Einzug halten. Enterprise Microblogging ist eine Basistechnologie und für eine IT-unterstützte WM-Einführung zu empfehlen. Enterprise Microblogging ist mehr als nur ein weiteres „just another“ Web 2.0 Werkzeug oder ein aktueller Hype.
Strength of weak ties Granovetter, 1973 Schwache Bindungen sind interessant für die Weiterentwicklung & Innovationen > die weit entfernten Kontakte. Viele nachfolgende Arbeiten auf dieser Basis (z.B. Surowiecki „The wisdom of crowds“, Weinberger „Das Ende der Schublade“…)
The cluetrain manifesto Levine, Weinberger et al - 1999 www.cluetrain.de “ wir sind keine zielgruppen oder endnutzer oder konsumenten. wir sind menschen - und unser einfluss entzieht sich eurem zugriff.   kommt damit klar.”
Übertragung auf interne Wissensmärkte Das Informationsmonopol ist bereits gefallen, die MA unterhalten sich untereinander über alles…offen und authentisch. Auch das ist nichts Neues, aber: Mit neuen Medien wesentlich schneller und ohne örtliche und zeitliche Grenzen. Daraus folgen sehr viel schneller Resonanzen im System, ein Aufschaukeln.
Empirie Experteninterviews Kleine, mittlere und große Unternehmen in .at, .de und .nl Auswertung angelehnt an Meuser/Nagel
Fragebogen
Ziele der Interviews Evaluierung der Eigenheiten (Gemeinsamkeiten und Unterschiede), der Einführungen (wie?) und des Erfolges (wie gut?) mittels Leitfragen an Experten. Auswirkungen im Unternehmen und Eigenschaften gegenüber anderen internen Kommunikationsmedien.
Teilnehmende Unternehmen
 
EMB Inhalte, abstrahiert Statusmeldungen   „Projekt #XY hat gerade den #Gate #Z erreicht“,  „Bin heute auf der Tagung #XY mit @Name“,  „Mache gerade #Interview mit #X zum Thema #Y“ Fragen   „Wer kann mir bei #XY helfen? #help“,  „Kennt sich jemand mit der Technik #XY aus?“ Koordination „Wer kommt noch alles zum Meeting #XY? Größerer Raum notwendig? Bringt Stühle mit“ Ideen, Hinweise „guter  Link  zum #ThemaXY“,  „#Usability des Produktes #X ist an der Stelle #Y optimierbar meint Kunde #Z“
Beispiele EMB, konkret
Beispielhafte Zitate aus den Interviews MJ/HO: „Awareness-Steigerung: Flurfunk erweitert und standortübergreifend…“ SD: „The main thing is that EMB is used for to communicate items that you haven’t thought of before. It’s so flexible. The trigger to start an offline F2F [Face to Face] communication is maybe the core in it …” JW: „Eine massive Auswirkung haben wir direkt gespürt: E-Mails haben sich um 80% reduziert!“ BT: „Das gute sind die niedrigen Hürden, es geht schnell und ist total einfach. Das reicht für die Motivation. Es macht Spaß.“
Abstrahierung / Auswertung Das Werkzeug EMB wird in den Unternehmen auf freiwilliger Basis eingesetzt. Reduktion des E-Mail Aufkommens durch EMB klar belegt. Damit ist EMB ein zusätzliches internes Kommunikationswerkzeug, es ersetzt keine anderen Tools. Es gab eine starke Steigerung der Awareness der MA untereinander. Je größer die Gruppe der (potentiellen) Nutzer ist, desto besser. …
Hypothesen Verifikation / Falsifikation Enterprise Microblogging wirkt als quick-win induzierend, um über den Aufbau weiterer Werkzeuge des Wissensmanagements nachzudenken. Enterprise Microblogging  ist ein geeignetes Werkzeug als Einstieg zu einem nachhaltigen Kulturwandel   und  wirkt sich positiv auf die Kollaboration im Unternehmen aus. Enterprise Microblogging schafft Awareness für eine Sharing-Kultur im Unternehmen. Enterprise Microblogging wird in Zukunft in vielen kommerziellen Produkten Einzug halten. Enterprise Microblogging ist eine Basistechnologie und für eine IT-unterstützte WM-Einführung zu empfehlen. Enterprise Microblogging ist mehr als nur ein weiteres „just another“ Web 2.0 Werkzeug oder ein aktueller Hype.
Good Practices > Best Practice
BestPractice-Zusammenfassung Allgemein Technik Einführung / Begleitung Review Zukunft Sonstiges
Fazit “ Succeed or fail cheap and fast „ (Quelle: Qualcomm, USA)
Danke! Fragen?
Mögliche Fortsetzungen… Untersuchung in einer längerfristigen, wirklichen Begleitung, nicht „snapshot“, sondern z.B. 2 Jahre, Evaluierung der Veränderungen in dieser Zeit, mehrere Interviews oder Umfragen. These „Wenn EMB nicht fliegt, dann wird auch jedes weitere, größere web2.0 Tool nicht durchstarten.“

Verteidigung der MasterThesis

  • 1.
    Firmeninternes Microblogging alsnachhaltigen Einstieg in das Wissensmanagement Master Thesis Christian Mellen
  • 2.
    Inhalt Definitionen, BegrifflichkeitenTheorie Empirie Ergebnisse Blick in die Zukunft
  • 3.
    Definitionen EMB := E nterprise M icro b logging (nicht Twitter!) WM := W issens m anagement (nicht Weltmeisterschaft!)
  • 4.
    Forschungsfrage Eignet sichdas Werkzeug Enterprise Microblogging (EMB) zum nachhaltigen Einstieg in ein Wissensmanagement (WM)?
  • 5.
    Hypothesen Enterprise Microbloggingwirkt als quick-win induzierend, um über den Aufbau weiterer Werkzeuge des Wissensmanagements nachzudenken. Enterprise Microblogging ist ein geeignetes Werkzeug als Einstieg zu einem nachhaltigen Kulturwandel und wirkt sich positiv auf die Kollaboration im Unternehmen aus. Enterprise Microblogging schafft Awareness für eine Sharing-Kultur im Unternehmen. Enterprise Microblogging wird in Zukunft in vielen kommerziellen Produkten Einzug halten. Enterprise Microblogging ist eine Basistechnologie und für eine IT-unterstützte WM-Einführung zu empfehlen. Enterprise Microblogging ist mehr als nur ein weiteres „just another“ Web 2.0 Werkzeug oder ein aktueller Hype.
  • 6.
    Strength of weakties Granovetter, 1973 Schwache Bindungen sind interessant für die Weiterentwicklung & Innovationen > die weit entfernten Kontakte. Viele nachfolgende Arbeiten auf dieser Basis (z.B. Surowiecki „The wisdom of crowds“, Weinberger „Das Ende der Schublade“…)
  • 7.
    The cluetrain manifestoLevine, Weinberger et al - 1999 www.cluetrain.de “ wir sind keine zielgruppen oder endnutzer oder konsumenten. wir sind menschen - und unser einfluss entzieht sich eurem zugriff. kommt damit klar.”
  • 8.
    Übertragung auf interneWissensmärkte Das Informationsmonopol ist bereits gefallen, die MA unterhalten sich untereinander über alles…offen und authentisch. Auch das ist nichts Neues, aber: Mit neuen Medien wesentlich schneller und ohne örtliche und zeitliche Grenzen. Daraus folgen sehr viel schneller Resonanzen im System, ein Aufschaukeln.
  • 9.
    Empirie Experteninterviews Kleine,mittlere und große Unternehmen in .at, .de und .nl Auswertung angelehnt an Meuser/Nagel
  • 10.
  • 11.
    Ziele der InterviewsEvaluierung der Eigenheiten (Gemeinsamkeiten und Unterschiede), der Einführungen (wie?) und des Erfolges (wie gut?) mittels Leitfragen an Experten. Auswirkungen im Unternehmen und Eigenschaften gegenüber anderen internen Kommunikationsmedien.
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    EMB Inhalte, abstrahiertStatusmeldungen „Projekt #XY hat gerade den #Gate #Z erreicht“, „Bin heute auf der Tagung #XY mit @Name“, „Mache gerade #Interview mit #X zum Thema #Y“ Fragen „Wer kann mir bei #XY helfen? #help“, „Kennt sich jemand mit der Technik #XY aus?“ Koordination „Wer kommt noch alles zum Meeting #XY? Größerer Raum notwendig? Bringt Stühle mit“ Ideen, Hinweise „guter Link zum #ThemaXY“, „#Usability des Produktes #X ist an der Stelle #Y optimierbar meint Kunde #Z“
  • 15.
  • 16.
    Beispielhafte Zitate ausden Interviews MJ/HO: „Awareness-Steigerung: Flurfunk erweitert und standortübergreifend…“ SD: „The main thing is that EMB is used for to communicate items that you haven’t thought of before. It’s so flexible. The trigger to start an offline F2F [Face to Face] communication is maybe the core in it …” JW: „Eine massive Auswirkung haben wir direkt gespürt: E-Mails haben sich um 80% reduziert!“ BT: „Das gute sind die niedrigen Hürden, es geht schnell und ist total einfach. Das reicht für die Motivation. Es macht Spaß.“
  • 17.
    Abstrahierung / AuswertungDas Werkzeug EMB wird in den Unternehmen auf freiwilliger Basis eingesetzt. Reduktion des E-Mail Aufkommens durch EMB klar belegt. Damit ist EMB ein zusätzliches internes Kommunikationswerkzeug, es ersetzt keine anderen Tools. Es gab eine starke Steigerung der Awareness der MA untereinander. Je größer die Gruppe der (potentiellen) Nutzer ist, desto besser. …
  • 18.
    Hypothesen Verifikation /Falsifikation Enterprise Microblogging wirkt als quick-win induzierend, um über den Aufbau weiterer Werkzeuge des Wissensmanagements nachzudenken. Enterprise Microblogging ist ein geeignetes Werkzeug als Einstieg zu einem nachhaltigen Kulturwandel und wirkt sich positiv auf die Kollaboration im Unternehmen aus. Enterprise Microblogging schafft Awareness für eine Sharing-Kultur im Unternehmen. Enterprise Microblogging wird in Zukunft in vielen kommerziellen Produkten Einzug halten. Enterprise Microblogging ist eine Basistechnologie und für eine IT-unterstützte WM-Einführung zu empfehlen. Enterprise Microblogging ist mehr als nur ein weiteres „just another“ Web 2.0 Werkzeug oder ein aktueller Hype.
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    Good Practices >Best Practice
  • 20.
    BestPractice-Zusammenfassung Allgemein TechnikEinführung / Begleitung Review Zukunft Sonstiges
  • 21.
    Fazit “ Succeedor fail cheap and fast „ (Quelle: Qualcomm, USA)
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  • 23.
    Mögliche Fortsetzungen… Untersuchungin einer längerfristigen, wirklichen Begleitung, nicht „snapshot“, sondern z.B. 2 Jahre, Evaluierung der Veränderungen in dieser Zeit, mehrere Interviews oder Umfragen. These „Wenn EMB nicht fliegt, dann wird auch jedes weitere, größere web2.0 Tool nicht durchstarten.“

Hinweis der Redaktion

  • #7 Aktuell in princeton, das paper hat er 10 jahre spaeter nochmal revised
  • #8 95 thesen, an luther…
  • #9 Was hat das nun mit WM zu tun? Nonaka, Wissensspirale, SECI Modell (socialisation, externalization, combination, internalisation), aber auch North Wissenstreppe und wissensmarkt: trigger, sich gegenseitig auszutauschen, ansprechpartner, wissenstraeger zu finden und dadurch den reifegrad des unternehmens, was den wissensaustausch angeht, zu steigern. 3. faktor: systemische betrachtung. Vorgriff: genau an der stelle, ob es sich bei EMB um WM oder um IM handelt, dessen waren sich auch die interviewten Unternehmen nicht wirklich bewusst. Auf diese frage kam dann zunaechst ein „noe, EMB ist doch sooo klein, das kann man nicht zum „grossen“ WM zaehlen. Nach etwas nachdenken wurde dieser erste eindruck dann aber doch oft revidiert. Weil es eben mehr ist als reines IM, sondern ein trigger, nach erstkontakt mehr zu tun, nicht mehr im elektronischen system, sondern real. CoPs zB oder lerngruppen oder aehnliches – und dann ist man wieder schnell im WM. Bzw auch der weg ist bereits wieder dem WM zuzuordnen.
  • #10 7 stck. Bei 2 ist die erste einf gescheitert, sie geben es offen zu, wollen es aber nochmal, anders probieren, da Sie sich ueber den sinn und zweck positiv einig sind. Bei den 5 anderen ist EMB im regelbetrieb, zT seit 2007, aber immer seit mind. 1,5jahren
  • #11 Kurz und knackig
  • #14 Nur gaaanz kurz!!! Stammt aus forschungsdesign MT seminar teil 3. meuser/nagel als schema fuer diese MT aufgezeichnet.
  • #18 Nur die ersten, es gibt mehr in der MT
  • #19 2. These erster teil: leider nicht, da die unternehmen schon weitere WM werkzeuge im einsatz hatten, d.h. neue weitere sind nicht durch EMB hinzugekommen.
  • #20 Aus den 5 von 7 gemachten interviews kann man good practices erkennen, wenn man diese Mit einander koppelt und auswertet, dann habe ich daraus eine best practice erstellt, die man als hilfestellung Einer EMB einfuehrung nutzen kann.
  • #21 Die best practice ist aufgeteilt in diese bereiche.
  • #24 Start, waehrend, nach abschluss des projektes….was passiert in dieser Zeit mit der kultur? Langfristige begleitung…und evaluierung.