missio-Morgenandacht, Mi., 21. März 2012, 9.00 – 9.15 Uhr
Thema: „Frühling - Aufbruch“

Material: Kirschzweige, Vase, Kerze, Decke, ...

Begrüßung
     Guten Morgen zusammen.
     Wir beginnen das Morgengebet im Namen des Vaters …

       Gestern, am 20. März, war kalendarischer Frühlingsanfang. In zweieinhalb Wochen
       feiern wir Ostern: „Frühling – Aufbruch“. Jetzt am Frühlingsanfang brechen die
       Knospen auf, wie wir es hier vor uns sehen.

       Alles Leben gleicht einer Knospe.
       Sie wirkt im Winter hart, verschlossen, tot.
       Eine Knospe gewaltsam zu öffnen hieße,
       das Leben darin zerstören.
       Warten wir, bis der warme Frühlingswind kommt;
       dann wird sich die Knospe von selbst öffnen und entfalten zu Blüte und Blatt.
       Aus ihr wird neues Leben wachsen und Teil werden des großen Ganzen,
       das uns hält und umfängt.

Lied (GL 010, 1-4) - Alle Knospen springen auf

Text
       Das Osterfest hat selbstverständlich auch sehr viel mit „Aufbruch“ zu tun. Denn
       Ostern hat sich in einem Garten abgespielt. Ist Ihnen das schon einmal aufgefallen?
       Zumindest der Evangelist Johannes erzählt es so.

       „An dem Ort, wo man Jesus gekreuzigt hatte, war ein Garten“, schreibt er, „und in
       dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war.“ In
       dieses Grab wird Jesus gelegt, und dort wird die Auferstehung geschehen.

       Und weil es eben in einem Garten war, kam es später zu einer recht eigenartigen,
       auch komischen Verwechslung. Maria Magdalena, die am leeren Grab steht und
       aus Trauer weint, begegnet dem schon auferstandenen Jesus, hält ihn aber für den
       Gärtner. Und erst als Jesus zu sprechen anfängt und sie beim Namen ruft, erkennt
       sie ihn.

       Aber das ist natürlich auch kein Zufall, dass es ein Garten ist, das hat eine
       symbolische Bedeutung. Es erinnert an den Schöpfungsgarten, den Garten Eden,
       in dem Adam und Eva lebten.

       Es war ein Paradies, doch wurden wir Menschen daraus vertrieben, durch die
       Sünde, durch den Tod. Der Garten der Auferstehung ist der neue Garten der
       Schöpfung. Die Welt wird gewissermaßen auf Null gestellt, die Uhr zurückgedreht,
       alles kann von vorne beginnen.

       Der paradiesische Urzustand wird wieder hergestellt, und diesmal wird uns die
       Schlange nicht mehr den Tod bringen, denn der Tod ist überwunden durch Jesu
       Auferstehung.

       Eine neue Schöpfung beginnt mit Ostern, ein neues Leben. Dieser Glaube spiegelt
       sich auch in der Art, wie wir als Christen mit dem Tod umgehen. Unsere Friedhöfe
       sind auch wie Gärten angelegt, wie beim Grab Jesu.
Und unsere Gräber sind Gärten im Spielzeugformat. Sie erinnern so an die
      Auferstehung, allein dadurch, dass sie wie Gärten aussehen. Und wenn wir sie
      pflegen und gestalten, werden wir zu Gärtnern, und Jesus zum Verwechseln
      ähnlich, im wahrsten Sinn des Wortes.

      Karfreitag und Ostermorgen, im Bild des Gartens haben sie eine ganz enge
      Verbindung. Der erhöhte Christus am Kreuz, der die Welt auf seinen Armen trägt,
      nimmt diese Welt mit in sein Grab. All unsere Schuld wird mit ihm beerdigt, auch
      unser Tod. Nicht einfach weggeschlossen und verborgen hinter einem großen Stein.
      Sondern einer neuen Schöpfung zugeführt, die in einem Garten beginnt.

Lied (GL 042, Kanon) - Der Himmel geht über allen auf

Fürbitten
      Guter Gott!
      Du liebst das Leben und willst,
      dass alle Deine Geschöpfe gut leben können:
      Die Menschen, die Tiere, die Pflanzen, das ganze Universum.
      Wir danken Dir für dieses großzügige Geschenk der Schöpfung.
      Wir bitten dich:

      Berühre unsere Herzen, damit wir staunen über die Vielfalt und die Überraschungen
      deiner Schöpfung.
             Erhöre unsere Bitten, Herr.

      Wandle unsere Herzen, damit wir in Achtung voreinander leben.
           Erhöre unsere Bitten, Herr.

      Stärke unsere Herzen, damit sie lebendig schlagen für dich, den Freund allen
      Lebens und für alles, was bedroht ist.
            Erhöre unsere Bitten, Herr.

      Im Zeichen des Kreuzes, im Zeichen der Liebe, segne uns und unser Denken und
      Tun.
            Erhöre unsere Bitten, Herr.

Gebet (½ und ½ - abwechselnd)

      Guter Gott, in deinem Namen wollen wir einen neuen Aufbruch wagen, denn seit
      Anbeginn der Zeiten bist du ein Gott des Aufbruchs.

      Gott, du bist aufgebrochen - in deine Schöpfung zu uns Menschen: Unsere Welt,
      die Natur, Pflanzen und Tiere alles verdanken wir dir!

      Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des Staunens und der Ehrfurcht.
      Lass uns aufmerksam und dankbar sein für all das, was wir aus deiner Hand
      empfangen.

      Gott, du bist aufgebrochen – mitten in unser Leben: Du bist in deinem Sohn, Jesus
      Christus, Mensch geworden. In ihm erkennen wir deine unendliche Liebe zu uns
      Menschen.

      Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des hörenden Herzens, um
      aufmerksam zu sein für das, was Menschen in unserer Umgebung bewegt und was
sie brauchen. Hilf uns, ihnen mit der Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen, die wir
       selbst von dir empfangen.

       Gott, du bist aufgebrochen – hinein in unsere unstillbare Sehnsucht: Du brichst mit
       uns auf in die Zukunft, du leitest und begleitest unseren Weg. Wo wir in die falsche
       Richtung gegangen sind und uns verrannt haben, finden wir im Heiligen Geist den
       Mut umzukehren, und die Kraft, neu aufzubrechen.

       Du, Gott des Aufbruchs: Schenke jedem und jeder von uns und deiner Kirche die
       Gabe, immer mehr das zu werden, wozu wir berufen und gesandt sind: Zeugen
       eines unerschütterlichen Glaubens, Boten deiner selbstlosen Liebe, Künder
       unbändiger Hoffnung.

       So bitten wir Dich: Guter und treuer Gott, brich zu uns und mit uns Menschen auf;
       und brich auch auf, was eng ist in unserem Leben, was kalt ist und starr in unserer
       Kirche und in unserem Land, damit wir gemeinsam einen neuen Aufbruch wagen
       hin zu dir und den Menschen unserer Tage.

       Amen.
                                      (Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Gebet zum Katholikentag 2012,
                                         Quelle: http://www.erzbistum-freiburg.de/html/gebet499.html)

Impuls
      Überlegen wir einen Moment in Stille, was sich in uns entfalten möchte, wohin wir
      aufbrechen möchten.

Lied (GL 038, 1.2.5) - Kleines Senfkorn Hoffnung

Segen
     Segnen heißt Wachstum wünschen, Gedeihen. Wer segnet, hilft, dass etwas
     wächst, gedeiht und reift.

       Segnen heißt einer verborgenen Kraft vertrauen, die in großer Stille in unserem
       Leben am Werk ist, und sie weitergeben.

       Wer segnet, zaubert nicht. Er weiß, dass das Wachstum und die Reifung langsam
       vor sich gehen und dass sie, wie das Leben überhaupt, keine Sprünge machen.

       Segnen heißt den Tag ernst nehmen, jedem Schritt Bedeutung geben und die Kraft
       in Anspruch nehmen, die Gott für den Tag und für jeden Schritt geben will.“

                                            (Jörg Zink, Wie wir beten können, Stuttgart 1970, S. 276)

       So bitten wir um Gottes Segen:

       Der Herr segne und behüte uns;
       der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig;
       der Herr hebe sein Angesicht über uns und gebe uns Frieden.
       Amen.




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Kopiervorlage für das Gebet:
Gebet Guter Gott, in deinem Namen wollen wir einen neuen Aufbruch                  Gebet Guter Gott, in deinem Namen wollen wir einen neuen Aufbruch
      wagen, denn seit Anbeginn der Zeiten bist du ein Gott des                          wagen, denn seit Anbeginn der Zeiten bist du ein Gott des
      Aufbruchs.                                                                         Aufbruchs.
      Gott, du bist aufgebrochen - in deine Schöpfung zu uns                             Gott, du bist aufgebrochen - in deine Schöpfung zu uns
      Menschen: Unsere Welt, die Natur, Pflanzen und Tiere alles                         Menschen: Unsere Welt, die Natur, Pflanzen und Tiere alles
      verdanken wir dir!                                                                 verdanken wir dir!
      Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des Staunens                          Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des Staunens
      und der Ehrfurcht. Lass uns aufmerksam und dankbar sein für                        und der Ehrfurcht. Lass uns aufmerksam und dankbar sein für
      all das, was wir aus deiner Hand empfangen.                                        all das, was wir aus deiner Hand empfangen.
      Gott, du bist aufgebrochen – mitten in unser Leben: Du bist in                     Gott, du bist aufgebrochen – mitten in unser Leben: Du bist in
      deinem Sohn, Jesus Christus, Mensch geworden. In ihm                               deinem Sohn, Jesus Christus, Mensch geworden. In ihm
      erkennen wir deine unendliche Liebe zu uns Menschen.                               erkennen wir deine unendliche Liebe zu uns Menschen.
      Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des hörenden                          Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des hörenden
      Herzens, um aufmerksam zu sein für das, was Menschen in                            Herzens, um aufmerksam zu sein für das, was Menschen in
      unserer Umgebung bewegt und was sie brauchen. Hilf uns,                            unserer Umgebung bewegt und was sie brauchen. Hilf uns,
      ihnen mit der Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen, die wir                        ihnen mit der Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen, die wir
      selbst von dir empfangen.                                                          selbst von dir empfangen.
      Gott, du bist aufgebrochen – hinein in unsere unstillbare                          Gott, du bist aufgebrochen – hinein in unsere unstillbare
      Sehnsucht: Du brichst mit uns auf in die Zukunft, du leitest und                   Sehnsucht: Du brichst mit uns auf in die Zukunft, du leitest und
      begleitest unseren Weg. Wo wir in die falsche Richtung                             begleitest unseren Weg. Wo wir in die falsche Richtung
      gegangen sind und uns verrannt haben, finden wir im Heiligen                       gegangen sind und uns verrannt haben, finden wir im Heiligen
      Geist den Mut umzukehren, und die Kraft, neu aufzubrechen.                         Geist den Mut umzukehren, und die Kraft, neu aufzubrechen.
      Du, Gott des Aufbruchs: Schenke jedem und jeder von uns und                        Du, Gott des Aufbruchs: Schenke jedem und jeder von uns und
      deiner Kirche die Gabe, immer mehr das zu werden, wozu wir                         deiner Kirche die Gabe, immer mehr das zu werden, wozu wir
      berufen und gesandt sind: Zeugen eines unerschütterlichen                          berufen und gesandt sind: Zeugen eines unerschütterlichen
      Glaubens, Boten deiner selbstlosen Liebe, Künder unbändiger                        Glaubens, Boten deiner selbstlosen Liebe, Künder unbändiger
      Hoffnung.                                                                          Hoffnung.
      So bitten wir Dich: Guter und treuer Gott, brich zu uns und mit                    So bitten wir Dich: Guter und treuer Gott, brich zu uns und mit
      uns Menschen auf; und brich auch auf, was eng ist in unserem                       uns Menschen auf; und brich auch auf, was eng ist in unserem
      Leben, was kalt ist und starr in unserer Kirche und in unserem                     Leben, was kalt ist und starr in unserer Kirche und in unserem
      Land, damit wir gemeinsam einen neuen Aufbruch wagen hin                           Land, damit wir gemeinsam einen neuen Aufbruch wagen hin
      zu dir und den Menschen unserer Tage.                                              zu dir und den Menschen unserer Tage.
                                                                        Amen.                                                                              Amen.
                 (Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Gebet zum Katholikentag 2012,                    (Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Gebet zum Katholikentag 2012,
                    Quelle: http://www.erzbistum-freiburg.de/html/gebet499.html)                       Quelle: http://www.erzbistum-freiburg.de/html/gebet499.html)

Morgenandacht

  • 1.
    missio-Morgenandacht, Mi., 21.März 2012, 9.00 – 9.15 Uhr Thema: „Frühling - Aufbruch“ Material: Kirschzweige, Vase, Kerze, Decke, ... Begrüßung Guten Morgen zusammen. Wir beginnen das Morgengebet im Namen des Vaters … Gestern, am 20. März, war kalendarischer Frühlingsanfang. In zweieinhalb Wochen feiern wir Ostern: „Frühling – Aufbruch“. Jetzt am Frühlingsanfang brechen die Knospen auf, wie wir es hier vor uns sehen. Alles Leben gleicht einer Knospe. Sie wirkt im Winter hart, verschlossen, tot. Eine Knospe gewaltsam zu öffnen hieße, das Leben darin zerstören. Warten wir, bis der warme Frühlingswind kommt; dann wird sich die Knospe von selbst öffnen und entfalten zu Blüte und Blatt. Aus ihr wird neues Leben wachsen und Teil werden des großen Ganzen, das uns hält und umfängt. Lied (GL 010, 1-4) - Alle Knospen springen auf Text Das Osterfest hat selbstverständlich auch sehr viel mit „Aufbruch“ zu tun. Denn Ostern hat sich in einem Garten abgespielt. Ist Ihnen das schon einmal aufgefallen? Zumindest der Evangelist Johannes erzählt es so. „An dem Ort, wo man Jesus gekreuzigt hatte, war ein Garten“, schreibt er, „und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war.“ In dieses Grab wird Jesus gelegt, und dort wird die Auferstehung geschehen. Und weil es eben in einem Garten war, kam es später zu einer recht eigenartigen, auch komischen Verwechslung. Maria Magdalena, die am leeren Grab steht und aus Trauer weint, begegnet dem schon auferstandenen Jesus, hält ihn aber für den Gärtner. Und erst als Jesus zu sprechen anfängt und sie beim Namen ruft, erkennt sie ihn. Aber das ist natürlich auch kein Zufall, dass es ein Garten ist, das hat eine symbolische Bedeutung. Es erinnert an den Schöpfungsgarten, den Garten Eden, in dem Adam und Eva lebten. Es war ein Paradies, doch wurden wir Menschen daraus vertrieben, durch die Sünde, durch den Tod. Der Garten der Auferstehung ist der neue Garten der Schöpfung. Die Welt wird gewissermaßen auf Null gestellt, die Uhr zurückgedreht, alles kann von vorne beginnen. Der paradiesische Urzustand wird wieder hergestellt, und diesmal wird uns die Schlange nicht mehr den Tod bringen, denn der Tod ist überwunden durch Jesu Auferstehung. Eine neue Schöpfung beginnt mit Ostern, ein neues Leben. Dieser Glaube spiegelt sich auch in der Art, wie wir als Christen mit dem Tod umgehen. Unsere Friedhöfe sind auch wie Gärten angelegt, wie beim Grab Jesu.
  • 2.
    Und unsere Gräbersind Gärten im Spielzeugformat. Sie erinnern so an die Auferstehung, allein dadurch, dass sie wie Gärten aussehen. Und wenn wir sie pflegen und gestalten, werden wir zu Gärtnern, und Jesus zum Verwechseln ähnlich, im wahrsten Sinn des Wortes. Karfreitag und Ostermorgen, im Bild des Gartens haben sie eine ganz enge Verbindung. Der erhöhte Christus am Kreuz, der die Welt auf seinen Armen trägt, nimmt diese Welt mit in sein Grab. All unsere Schuld wird mit ihm beerdigt, auch unser Tod. Nicht einfach weggeschlossen und verborgen hinter einem großen Stein. Sondern einer neuen Schöpfung zugeführt, die in einem Garten beginnt. Lied (GL 042, Kanon) - Der Himmel geht über allen auf Fürbitten Guter Gott! Du liebst das Leben und willst, dass alle Deine Geschöpfe gut leben können: Die Menschen, die Tiere, die Pflanzen, das ganze Universum. Wir danken Dir für dieses großzügige Geschenk der Schöpfung. Wir bitten dich: Berühre unsere Herzen, damit wir staunen über die Vielfalt und die Überraschungen deiner Schöpfung. Erhöre unsere Bitten, Herr. Wandle unsere Herzen, damit wir in Achtung voreinander leben. Erhöre unsere Bitten, Herr. Stärke unsere Herzen, damit sie lebendig schlagen für dich, den Freund allen Lebens und für alles, was bedroht ist. Erhöre unsere Bitten, Herr. Im Zeichen des Kreuzes, im Zeichen der Liebe, segne uns und unser Denken und Tun. Erhöre unsere Bitten, Herr. Gebet (½ und ½ - abwechselnd) Guter Gott, in deinem Namen wollen wir einen neuen Aufbruch wagen, denn seit Anbeginn der Zeiten bist du ein Gott des Aufbruchs. Gott, du bist aufgebrochen - in deine Schöpfung zu uns Menschen: Unsere Welt, die Natur, Pflanzen und Tiere alles verdanken wir dir! Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des Staunens und der Ehrfurcht. Lass uns aufmerksam und dankbar sein für all das, was wir aus deiner Hand empfangen. Gott, du bist aufgebrochen – mitten in unser Leben: Du bist in deinem Sohn, Jesus Christus, Mensch geworden. In ihm erkennen wir deine unendliche Liebe zu uns Menschen. Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des hörenden Herzens, um aufmerksam zu sein für das, was Menschen in unserer Umgebung bewegt und was
  • 3.
    sie brauchen. Hilfuns, ihnen mit der Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen, die wir selbst von dir empfangen. Gott, du bist aufgebrochen – hinein in unsere unstillbare Sehnsucht: Du brichst mit uns auf in die Zukunft, du leitest und begleitest unseren Weg. Wo wir in die falsche Richtung gegangen sind und uns verrannt haben, finden wir im Heiligen Geist den Mut umzukehren, und die Kraft, neu aufzubrechen. Du, Gott des Aufbruchs: Schenke jedem und jeder von uns und deiner Kirche die Gabe, immer mehr das zu werden, wozu wir berufen und gesandt sind: Zeugen eines unerschütterlichen Glaubens, Boten deiner selbstlosen Liebe, Künder unbändiger Hoffnung. So bitten wir Dich: Guter und treuer Gott, brich zu uns und mit uns Menschen auf; und brich auch auf, was eng ist in unserem Leben, was kalt ist und starr in unserer Kirche und in unserem Land, damit wir gemeinsam einen neuen Aufbruch wagen hin zu dir und den Menschen unserer Tage. Amen. (Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Gebet zum Katholikentag 2012, Quelle: http://www.erzbistum-freiburg.de/html/gebet499.html) Impuls Überlegen wir einen Moment in Stille, was sich in uns entfalten möchte, wohin wir aufbrechen möchten. Lied (GL 038, 1.2.5) - Kleines Senfkorn Hoffnung Segen Segnen heißt Wachstum wünschen, Gedeihen. Wer segnet, hilft, dass etwas wächst, gedeiht und reift. Segnen heißt einer verborgenen Kraft vertrauen, die in großer Stille in unserem Leben am Werk ist, und sie weitergeben. Wer segnet, zaubert nicht. Er weiß, dass das Wachstum und die Reifung langsam vor sich gehen und dass sie, wie das Leben überhaupt, keine Sprünge machen. Segnen heißt den Tag ernst nehmen, jedem Schritt Bedeutung geben und die Kraft in Anspruch nehmen, die Gott für den Tag und für jeden Schritt geben will.“ (Jörg Zink, Wie wir beten können, Stuttgart 1970, S. 276) So bitten wir um Gottes Segen: Der Herr segne und behüte uns; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über uns und gebe uns Frieden. Amen. ______________________ Kopiervorlage für das Gebet:
  • 4.
    Gebet Guter Gott,in deinem Namen wollen wir einen neuen Aufbruch Gebet Guter Gott, in deinem Namen wollen wir einen neuen Aufbruch wagen, denn seit Anbeginn der Zeiten bist du ein Gott des wagen, denn seit Anbeginn der Zeiten bist du ein Gott des Aufbruchs. Aufbruchs. Gott, du bist aufgebrochen - in deine Schöpfung zu uns Gott, du bist aufgebrochen - in deine Schöpfung zu uns Menschen: Unsere Welt, die Natur, Pflanzen und Tiere alles Menschen: Unsere Welt, die Natur, Pflanzen und Tiere alles verdanken wir dir! verdanken wir dir! Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des Staunens Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des Staunens und der Ehrfurcht. Lass uns aufmerksam und dankbar sein für und der Ehrfurcht. Lass uns aufmerksam und dankbar sein für all das, was wir aus deiner Hand empfangen. all das, was wir aus deiner Hand empfangen. Gott, du bist aufgebrochen – mitten in unser Leben: Du bist in Gott, du bist aufgebrochen – mitten in unser Leben: Du bist in deinem Sohn, Jesus Christus, Mensch geworden. In ihm deinem Sohn, Jesus Christus, Mensch geworden. In ihm erkennen wir deine unendliche Liebe zu uns Menschen. erkennen wir deine unendliche Liebe zu uns Menschen. Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des hörenden Du, Gott des Aufbruchs: Schenke uns die Gabe des hörenden Herzens, um aufmerksam zu sein für das, was Menschen in Herzens, um aufmerksam zu sein für das, was Menschen in unserer Umgebung bewegt und was sie brauchen. Hilf uns, unserer Umgebung bewegt und was sie brauchen. Hilf uns, ihnen mit der Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen, die wir ihnen mit der Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen, die wir selbst von dir empfangen. selbst von dir empfangen. Gott, du bist aufgebrochen – hinein in unsere unstillbare Gott, du bist aufgebrochen – hinein in unsere unstillbare Sehnsucht: Du brichst mit uns auf in die Zukunft, du leitest und Sehnsucht: Du brichst mit uns auf in die Zukunft, du leitest und begleitest unseren Weg. Wo wir in die falsche Richtung begleitest unseren Weg. Wo wir in die falsche Richtung gegangen sind und uns verrannt haben, finden wir im Heiligen gegangen sind und uns verrannt haben, finden wir im Heiligen Geist den Mut umzukehren, und die Kraft, neu aufzubrechen. Geist den Mut umzukehren, und die Kraft, neu aufzubrechen. Du, Gott des Aufbruchs: Schenke jedem und jeder von uns und Du, Gott des Aufbruchs: Schenke jedem und jeder von uns und deiner Kirche die Gabe, immer mehr das zu werden, wozu wir deiner Kirche die Gabe, immer mehr das zu werden, wozu wir berufen und gesandt sind: Zeugen eines unerschütterlichen berufen und gesandt sind: Zeugen eines unerschütterlichen Glaubens, Boten deiner selbstlosen Liebe, Künder unbändiger Glaubens, Boten deiner selbstlosen Liebe, Künder unbändiger Hoffnung. Hoffnung. So bitten wir Dich: Guter und treuer Gott, brich zu uns und mit So bitten wir Dich: Guter und treuer Gott, brich zu uns und mit uns Menschen auf; und brich auch auf, was eng ist in unserem uns Menschen auf; und brich auch auf, was eng ist in unserem Leben, was kalt ist und starr in unserer Kirche und in unserem Leben, was kalt ist und starr in unserer Kirche und in unserem Land, damit wir gemeinsam einen neuen Aufbruch wagen hin Land, damit wir gemeinsam einen neuen Aufbruch wagen hin zu dir und den Menschen unserer Tage. zu dir und den Menschen unserer Tage. Amen. Amen. (Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Gebet zum Katholikentag 2012, (Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Gebet zum Katholikentag 2012, Quelle: http://www.erzbistum-freiburg.de/html/gebet499.html) Quelle: http://www.erzbistum-freiburg.de/html/gebet499.html)