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Low Budget Lernvideos So gelingen Videos für den Unterricht! 
Daniela Wolf
Ein Videoprojekt vom Anfang bis zum Ende 
© 2014, Ferdinand Porsche FernFH
Welche Schritte sind dafür notwendig?
Schritt 1: Erstellung eines Drehbuchs 
–Welches Publikum bedient das Videos? 
–Was ist die Geschichte? Was soll sie aussagen? 
–Wer sind die Hauptfiguren? In welchen Beziehungen stehen sie zueinander? 
–Wie übersetzt man die Texte in Bilder?
Beispiele für Drehbücher 
© 2014, Ferdinand Porsche FernFH
Beispiele für Drehbücher 
© Daniela Wolf
Beispiele für Drehbücher 
© HEY-IQ Learning
Beispiele für Drehbücher
Schritt 2: Festlegung der Drehorte
Schritt 3: Auswahl der Akteure 
eLearning Brothers
Schritt 3: Auswahl der Akteure 
eLearning Brothers
Schritt 5: Erstellung eines Zeitplans 
creativecommons.org
Auch wichtig sind die technischen Details, die im Vorfeld überlegt werden sollten...
Handhabung der Kamera 
Einstellungsgrößen und ihre Wirkung: 
Totale Halbtotale 
© Wikipedia
Handhabung der Kamera 
Einstellungsgrößen und ihre Wirkung: 
Halbnah Nah 
© Wikipedia
Handhabung der Kamera 
Einstellungsgrößen und ihre Wirkung: 
Detail 
© Wikipedia
Handhabung der Kamera 
Kamera-Perspektiven: Zentralperspektive 
© Wikipedia
Handhabung der Kamera 
Kamera-Perspektiven: Frosch-Perspektive 
© Wikipedia
Handhabung der Kamera 
Kamera-Perspektiven: Vogel-Perspektive 
© Wikipedia
Handhabung der Kamera 
Komposition: Field of View 
Extreme Long Shot Long Shot 
Medium Shot Close Up 
© Daniela Wolf
Handhabung der Kamera 
Komposition: Field of View 
Medium Close Up Extreme Close Up 
© Daniela Wolf
Handhabung der Kamera 
Komposition: Framing 
Head Room Nose Room 
Framed Subject 
© Daniela Wolf
Handhabung der Kamera 
Komposition: Rule of Thirds 
© Daniela Wolf
Handhabung der Kamera 
Komposition: Overlapping planes 
© Daniela Wolf
Handhabung der Kamera 
Komposition: Linear Perspective 
© Daniela Wolf
Handhabung der Kamera 
Komposition: Relative Size 
© Daniela Wolf
Handhabung der Kamera 
Komposition: 
Shadows Mergers 
© Daniela Wolf
Handhabung der Kamera – Der Zoom 
•unnatürliche Kamerabewegung 
•ein Motiv einmal weitwinkelig und dann näher zu zeigen ohne Zoom einzubauen wirkt professioneller 
Fazit: 
•Zoom während das Video läuft nicht benutzen 
•Zoom nur in Aufnahmepausen, um neue Einstellungsgröße zu wählen, benutzen
Der Ton 
•Sprechen Sie den Text nicht auf das fertige Video  das führt selten zum Erfolg und ist außerdem unglaublich zeitraubend 
•Ein Musikstück von Anfang bis Ende durchziehen 
•Verwenden Sie ein externes Mikrofon, wenn Sie den Originalton nutzen wollen 
•bei Wind im Freien gilt es um das Mikrofon Windstille zu erzeugen (zB durch Schaumstoff-Abdeckung) 
Fazit: 
Grundlage sollte ein exaktes „Text-Drehbuch„ sein, wo genau 
vermerkt ist, an welcher Stelle welcher Satz beginnt.
Und Action... 
•Kamera-Schwenks nur sehr spärlich einsetzen 
•keinen Zoom verwenden 
•ruhige Einstellungen aus dem Stand mit wechselndem Bildausschnitt 
•kein Scrollen
Ohne Licht geht‘s nicht... 
– Video hängt entscheidend von Lichtgestaltung ab 
– Hintergrundlicht sollte sich an der Situation orientieren und Atmosphäre unterstreichen 
– verwenden Sie Schirme, Decken, usw. 
Fazit: 
Gutes Licht sollte aus weichem Grundlicht und akzent- uierendem, hartem Sonnenlicht bestehen.
Tipps & Tricks 
Als Faustregel für die Szenenlänge gilt: Für unbewegliche Gegenstände 4–8 Sekunden, für Bewegungen 6–12 Sekunden. 
Wenn Sie die Möglichkeit haben, filmen Sie mit zwei Kameras aus verschiedenen Perspektiven. Die eine macht Übersichtsaufnahmen, die andere Detailaufnahmen. 
Lassen Sie die Kamera auch laufen, wenn Sie nicht drehen. Dies kann zu einem netten Making-of führen. 
Filmen Sie immer einige Sekunden Vor- und Nachlauf mit. 
Scheuen Sie sich nicht, wie bei Profis üblich, Regieklappen (selbst geschriebene Kärtchen) vor einer Szenenaufnahme mitzufilmen. Das erleichtert das Schneiden um vieles. 
Verwenden Sie beim Schnitt vorwiegend harte Schnitte oder Überblendungen. Alles andere erzeugt Unruhe.
Anlassfälle
Mitmach-Videos 
„Mitmachvideos“ sind Videos, die den Lerneffekt durch 
„Animation“, in dem Fall durch Animation der 
Lernenden erzielen. 
Die weitverbreitetste Form dürfte das Fitnessvideo in 
all seinen Ausprägungen von Tanz bis Yoga sein.
Ein Beispiel 
Verfilmen Sie nach dem Vorbild von Animationen 
diverse Unterrichtsthemen wie z.B. die Evolution des 
Menschen gemeinsam mit den Lernenden.
Video im Sportunterricht 
Im Bereich des Schulsports lassen sich mittels 
Videos Bewegungen festhalten. Das kann der 
Klasse bzw. einzelnen Schüler/innen 
anschließend als Korrekturhilfe dienen.
Video in Präsentation 
Zeichnen Sie die Präsentationen Ihrer 
Schüler/innen auf Video auf. Der große Vorteil 
gegenüber Audio-Aufnahmen besteht hier in der 
späteren Analysemöglichkeit von Mimik und 
Gestik.
Bildnerische Erziehung 
Schüler-Zeichnungen können in Form eines 
Comicfilmes visuell dargestellt werden.
Unterrichtsdokumentation 
Halten Sie den Unterricht auf Video fest. 
Dies kann ein Versuch im Physikunterricht 
genauso sein wie das Vorsingen eines Liedes im 
Musikunterricht.
Zeitraffer-Aufnahmen 
Biologie-Unterricht: Zeitraffer Aufnahmen bei 
Pflanzversuchen. 
Filmen Sie in Sekunden-Größe von der gleichen 
Position aus (Stativ) das Motiv über einen längeren 
Zeitraum hinweg. 
Das Filmmaterial von mehreren Wochen können Sie 
dann zu einem "fortlaufenden" Kurzfilm 
zusammenschneiden.
Kurzer Ausflug ins Rechtliche 
•Urheber- und Bildrechte beachten (§ 78 UrhG)  kostenlose Bilder unter creativecommons.org 
•Tonaufnahmen oder Abhörgeräte dürfen nicht missbraucht werden ($120 StGB)  Einverständnis fragen
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Low Budget Lernvideos - So gelingen Videos für den Unterricht (Teil 2)

  • 1. Low Budget Lernvideos So gelingen Videos für den Unterricht! Daniela Wolf
  • 2.
  • 3. Ein Videoprojekt vom Anfang bis zum Ende © 2014, Ferdinand Porsche FernFH
  • 4. Welche Schritte sind dafür notwendig?
  • 5. Schritt 1: Erstellung eines Drehbuchs –Welches Publikum bedient das Videos? –Was ist die Geschichte? Was soll sie aussagen? –Wer sind die Hauptfiguren? In welchen Beziehungen stehen sie zueinander? –Wie übersetzt man die Texte in Bilder?
  • 6. Beispiele für Drehbücher © 2014, Ferdinand Porsche FernFH
  • 7. Beispiele für Drehbücher © Daniela Wolf
  • 8. Beispiele für Drehbücher © HEY-IQ Learning
  • 10. Schritt 2: Festlegung der Drehorte
  • 11. Schritt 3: Auswahl der Akteure eLearning Brothers
  • 12. Schritt 3: Auswahl der Akteure eLearning Brothers
  • 13. Schritt 5: Erstellung eines Zeitplans creativecommons.org
  • 14. Auch wichtig sind die technischen Details, die im Vorfeld überlegt werden sollten...
  • 15. Handhabung der Kamera Einstellungsgrößen und ihre Wirkung: Totale Halbtotale © Wikipedia
  • 16. Handhabung der Kamera Einstellungsgrößen und ihre Wirkung: Halbnah Nah © Wikipedia
  • 17. Handhabung der Kamera Einstellungsgrößen und ihre Wirkung: Detail © Wikipedia
  • 18. Handhabung der Kamera Kamera-Perspektiven: Zentralperspektive © Wikipedia
  • 19. Handhabung der Kamera Kamera-Perspektiven: Frosch-Perspektive © Wikipedia
  • 20. Handhabung der Kamera Kamera-Perspektiven: Vogel-Perspektive © Wikipedia
  • 21. Handhabung der Kamera Komposition: Field of View Extreme Long Shot Long Shot Medium Shot Close Up © Daniela Wolf
  • 22. Handhabung der Kamera Komposition: Field of View Medium Close Up Extreme Close Up © Daniela Wolf
  • 23. Handhabung der Kamera Komposition: Framing Head Room Nose Room Framed Subject © Daniela Wolf
  • 24. Handhabung der Kamera Komposition: Rule of Thirds © Daniela Wolf
  • 25. Handhabung der Kamera Komposition: Overlapping planes © Daniela Wolf
  • 26. Handhabung der Kamera Komposition: Linear Perspective © Daniela Wolf
  • 27. Handhabung der Kamera Komposition: Relative Size © Daniela Wolf
  • 28. Handhabung der Kamera Komposition: Shadows Mergers © Daniela Wolf
  • 29. Handhabung der Kamera – Der Zoom •unnatürliche Kamerabewegung •ein Motiv einmal weitwinkelig und dann näher zu zeigen ohne Zoom einzubauen wirkt professioneller Fazit: •Zoom während das Video läuft nicht benutzen •Zoom nur in Aufnahmepausen, um neue Einstellungsgröße zu wählen, benutzen
  • 30. Der Ton •Sprechen Sie den Text nicht auf das fertige Video  das führt selten zum Erfolg und ist außerdem unglaublich zeitraubend •Ein Musikstück von Anfang bis Ende durchziehen •Verwenden Sie ein externes Mikrofon, wenn Sie den Originalton nutzen wollen •bei Wind im Freien gilt es um das Mikrofon Windstille zu erzeugen (zB durch Schaumstoff-Abdeckung) Fazit: Grundlage sollte ein exaktes „Text-Drehbuch„ sein, wo genau vermerkt ist, an welcher Stelle welcher Satz beginnt.
  • 31. Und Action... •Kamera-Schwenks nur sehr spärlich einsetzen •keinen Zoom verwenden •ruhige Einstellungen aus dem Stand mit wechselndem Bildausschnitt •kein Scrollen
  • 32. Ohne Licht geht‘s nicht... – Video hängt entscheidend von Lichtgestaltung ab – Hintergrundlicht sollte sich an der Situation orientieren und Atmosphäre unterstreichen – verwenden Sie Schirme, Decken, usw. Fazit: Gutes Licht sollte aus weichem Grundlicht und akzent- uierendem, hartem Sonnenlicht bestehen.
  • 33. Tipps & Tricks Als Faustregel für die Szenenlänge gilt: Für unbewegliche Gegenstände 4–8 Sekunden, für Bewegungen 6–12 Sekunden. Wenn Sie die Möglichkeit haben, filmen Sie mit zwei Kameras aus verschiedenen Perspektiven. Die eine macht Übersichtsaufnahmen, die andere Detailaufnahmen. Lassen Sie die Kamera auch laufen, wenn Sie nicht drehen. Dies kann zu einem netten Making-of führen. Filmen Sie immer einige Sekunden Vor- und Nachlauf mit. Scheuen Sie sich nicht, wie bei Profis üblich, Regieklappen (selbst geschriebene Kärtchen) vor einer Szenenaufnahme mitzufilmen. Das erleichtert das Schneiden um vieles. Verwenden Sie beim Schnitt vorwiegend harte Schnitte oder Überblendungen. Alles andere erzeugt Unruhe.
  • 35. Mitmach-Videos „Mitmachvideos“ sind Videos, die den Lerneffekt durch „Animation“, in dem Fall durch Animation der Lernenden erzielen. Die weitverbreitetste Form dürfte das Fitnessvideo in all seinen Ausprägungen von Tanz bis Yoga sein.
  • 36. Ein Beispiel Verfilmen Sie nach dem Vorbild von Animationen diverse Unterrichtsthemen wie z.B. die Evolution des Menschen gemeinsam mit den Lernenden.
  • 37. Video im Sportunterricht Im Bereich des Schulsports lassen sich mittels Videos Bewegungen festhalten. Das kann der Klasse bzw. einzelnen Schüler/innen anschließend als Korrekturhilfe dienen.
  • 38. Video in Präsentation Zeichnen Sie die Präsentationen Ihrer Schüler/innen auf Video auf. Der große Vorteil gegenüber Audio-Aufnahmen besteht hier in der späteren Analysemöglichkeit von Mimik und Gestik.
  • 39. Bildnerische Erziehung Schüler-Zeichnungen können in Form eines Comicfilmes visuell dargestellt werden.
  • 40. Unterrichtsdokumentation Halten Sie den Unterricht auf Video fest. Dies kann ein Versuch im Physikunterricht genauso sein wie das Vorsingen eines Liedes im Musikunterricht.
  • 41. Zeitraffer-Aufnahmen Biologie-Unterricht: Zeitraffer Aufnahmen bei Pflanzversuchen. Filmen Sie in Sekunden-Größe von der gleichen Position aus (Stativ) das Motiv über einen längeren Zeitraum hinweg. Das Filmmaterial von mehreren Wochen können Sie dann zu einem "fortlaufenden" Kurzfilm zusammenschneiden.
  • 42. Kurzer Ausflug ins Rechtliche •Urheber- und Bildrechte beachten (§ 78 UrhG)  kostenlose Bilder unter creativecommons.org •Tonaufnahmen oder Abhörgeräte dürfen nicht missbraucht werden ($120 StGB)  Einverständnis fragen
  • 43. Jetzt freue ich mich auf die Diskussion!