Partizipation statt Langeweile –
Vom Teilnehmer zu Akteur
Sozio-technischer Wandel ermöglicht bzw. bedingt eine
verstärkte Teilhabe an gesellschaftspolitischen Prozessen
Partizipation als gesellschaftliches Prinzip
- Web 2.0. als Architektur des Mitwirkens (Tim O´Reilly 2005)
- Mobile Devices (Smartphones und Tabletts seit 2007)
- Digital Natives der Generation Y
Kongresse und Tagungen folgen noch immer überkommenen
Mustern, die die Möglichkeiten einer effizienten Partizipation
von Teilnehmern negieren.
Wunsch nach neuer Wissensvermittlung
- Starre Ablaufregeln (Key Speaker,
Plenary Session, Parallel Sessions)
- Frontale Vorträge mit PowerPoint
- Kurze Pausenzeiten
- Mehrere Vorträge hintereinander
Die Teilnehmer möchten sich nicht nur informieren, sondern
auch die Möglichkeit erhalten, sich auszutauschen, neue
Kontakte zu knüpfen und alte aufzufrischen.
Vom Teilnehmer zum Akteur
- Nachhaltiges Lernen erfordert eine aktive und belebende
Gesprächsatmosphäre
- vom Monolog zum Dialog, von der Präsentation zur
Informationsgenerierung
- Wissen als Impulse setzen, um etwas dazuzulernen
- Networking auf allen Ebenen ermöglichen bzw. fördern
Partizipativen Formaten ist gemein und unabdingbar: sie
nutzen die „Weisheit der Vielen“ (wisdom of the crowd).
Partizipation als Gegenmittel
- Barcamps als sogenannte Unkonferenzen bieten
den Teilnehmern größtmögliche Freiheit und Teilhabe
- World Cafés und die Round Table Sessions ermöglichen
einen Wissensaustausch auf Augenhöhe
- Science Slams bieten dem Publikum eine direkte Teilhabe
als Jury im Rahmen eines engagierten Rednerwettstreit
Partizipative Formate werden einen Teil des tradierten
Veranstaltungswesens ersetzen, um effektive Wege der
Wissensgenerierung und -vermittlung zu ermöglichen.
Umsetzung für die Zukunft
-Die Wahl organisatorischer und didaktischer Mittel sollte sich an
Inhalten, Zielen und Teilnehmern orientieren
- Kongresse und Tagungen können als klassische Live Events auch
auf emotionaler Ebene den Austausch von Wissen befördern
- Neue Meetingformate werden in Zukunft noch stärker
technologiebasierte Möglichkeiten direkter Partizipation einbinden
Partizipation statt Langeweile – Vom Teilnehmer zu Akteur
Dr. Thorsten Knoll
TUBS GmbH TU Berlin ScienceMarketing
Hardenbergstraße 19
10623 Berlin
www.tubs.de
KNOLL@TUBS.DE
Partizipation zum Prinzip erhoben:
Barcamps als soziale Innovation
Kai-Uwe Hellmann
www.barcampus.de
Barcamps sind ein genuines Produkt der Internetkultur
2003 erfunden von Tim O‘Reilly, dem Promoter des Buzzword
Web 2.0.
2005 demokratisiert und global verbreitet.
2006 fand das erste Barcamp Berlin in Deutschland statt.
2008 haben Frank und ich das jährlich stattfindende
CommunityCampBerlin gegründet.
2014 fanden allein im deutschsprachigen Raum rund 150
Barcamps statt.
Herkunft
Vielfalt
Inzwischen gibt es drei Formen von Barcamps:
1. Klassische Barcamps: Thematisch völlig offen
2. Themencamps: Es gibt einen thematischen Fokus, wie beim
CommunityCampBerlin
3. Corporate Camps: Barcamps inhouse für
– Einarbeitung und Fortbildung von Mitarbeitern
– Image und Reputation
– Networking und offener Austausch mit internen und externen Stakeholdern
– Pflege der Unternehmenskultur
– Qualitäts- und Ideenmanagement
– Recruiting und Employer Branding
– Über den Tellerrand schauen: Kreativitätsfabrik
– Wissenstransfer
Regeln
Die wichtigsten Regeln sind:
1. Strikte Gleichheit der Teilnehmer – schon bei der
Vorstellungsrunde „Dialog auf Augenhöhe“).
2. Die Agenda steht nicht im Vorhinein fest.
3. „No spectators, only participants!“: Aktive Teilnahme & Mitarbeit
sind entscheidend.
4. Sprich über das Barcamp! – Ergebnissicherung, Feedbackrunde,
Recaps, WrapUps …
5. Der Rahmen bestimmt die Qualität: Die Organisatoren und
Moderatoren sichern Prozess- und Ergebnisqualität eines
Barcamps.
1. Regel
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Barcamps sind
gleichberechtigt!
Hierarchien werden bewusst und temporär aufgehoben, um einen
offenen und ehrlichen Austausch auf Augenhöhe zu gewährleisten.
Es wird konsequent geduzt.
Die Vorstellungsrunde zu Beginn ist ein wichtiger Eisbrecher.
Alle Teilnehmer stellen sich durch drei Hashtags (Schlagworte) kurz
mit ihrem Namen vor, aus welcher Organisationseinheit sie kommen
und was sie interessiert.
Strikte Gleichheit
der Teilnehmer:
Deswegen Duzen
wir uns ab jetzt
2. Regel
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit und ist
ausdrücklich aufgefordert, ein eigenes Thema vorzuschlagen.
Jedes Thema ist grundsätzlich zugelassen, während das Plenum
darüber entscheidet, ob eine Session stattfindet.
Es gibt so viele Sessions gleichzeitig, wie es Räume gibt.
Leicht abgewandelt, können bereits im Vorfeld sogenannte
„Themenpaten“ identifiziert werden, die auf jeden Fall ein Thema
pitchen werden.
Die Agenda steht
nicht im Vorhinein
fest:
Sie kommt von den
Teilnehmern
3. Regel
Wenn Du zum Barcamp kommst, stell Dich darauf ein, selber
mitzumachen!
Es ist eine intensive Veranstaltung mit Präsentationen, Diskussionen
und Interaktionen der Teilnehmer untereinander.
Wenn Du selbst keine Session hältst, beteilige Dich wenigstens an der
Diskussion.
Jeder hat die gleiche Redezeit!
„No spectators,
only participants!“:
Wir bitten um rege
Teilnahme
Technische Empfehlungen
Vorstellungsrunde
• Name
• Herkunft/Club
• drei Schlagworte
Vorschlagsrunde
• Name der Session
• Inhalt/Thema
• Teaser maximal 30 Sekunden
Tipps für Sessiongeber
• Biete Mehrwert (keine
Werbeveranstaltung)
• Rede von Erfahrungen (Fehler, Erfolge)
• Sei interaktiv (Diskussion anstatt
Präsentation)
• Der Blick aufs Smartphone usw. ist nicht
unhöflich
• Beachte das Gesetz der Füße
• Halte Dich an den Zeitplan (45 +15)
Über Feldmann & Hellmann
Frank Feldmann
Diplom-Finanzwirt, Digital Native und
Social Event Berater
• Barcamp Evangelist und Barcamp-Experte
• Initiator, Organisator, Moderator u.a. des Barcamps Berlin 2007,
des CommunityCamps seit 2008 und des CSRcamps 2014
• „Gatekeeper der Veränderung „ ( Zitat Tagesspiegel vom
25.10.2013)
• Veranstalter der Online Marketing Lounge
Dr. Kai-Uwe Hellmann
Professor für Konsum- und Wirtschaftssoziologie
TU Berlin
• Forschungsschwerpunkte: Wirtschafts- und
Konsumsoziologie, Organisationstheorie,
Gesellschaftstheorie, Systemtheorie
• Initiator des ersten Themen-Barcamps in D
• Durchführung zahlreicher wissenschaftliche Tagungen,
Kongresse und Workshops zum Thema
Impressionen
Teilnehmer zu Teilhabern machen
Round Tables und
World Café
Oliver Panne
www.swop-berlin.de
Statt one to many …
The Great Dictator © Roy Export SAS
… many to many!
• Nach allen Seiten offen, keine Ecken, betont Gemeinschaft
• Teilnehmer sitzen gleichberechtigt, auf Augenhöhe
• Kommunikativ und übersichtlich, Teilnehmer sind einander zugewandt
• Akustische Nähe (ohne Verstärkung)
• Ermöglicht Entfaltung einer Gruppendynamik
• Standard-Mobiliar für Festabende, Bankette o.ä.
Das Prinzip „Runder Tisch“
• 10 bis 15 Kongress-TN pro Round Table (300 TN = 20 bis 30 Tische)
• Dauer 1 Round Table Session: 45 bis 60 min, mehrere Durchgänge mögl.
• 1 Gastgeber pro Tisch, hält Impulsvortrag, moderiert die Runde
• 1 Thema pro Tisch, Veranstalter kuratiert Themen/Referenten
• Themenmarkt: z.B. 50 parallele Table Sessions, TN können ihr Thema
frei wählen, während der Runde aufstehen und sich einer anderen
Tischgruppe anschließen
Round Tables: Themenorientiertes Networking
… many to many!
• 1 Moderator
• 1 übergeordnete Fragestellung
• mind. 3 runde Tische mit je einem Gastgeber
• jeder Tisch behandelt einen Teilaspekt der übergeordneten Fragestellung
• Tische sind mit Papier überzogen, TN schreiben ihre Ideen darauf
• 3 Durchgänge, dann Ergebnispräsentation im Plenum
World Café: Vernetztes Denken und Arbeiten
Bild WC
„Café-Etikette“
(nach Juanita Brown und David Isaacs, den Erfindern des WC)
• Auf das fokussieren, was wichtig ist.
• Eigene Ansichten beitragen.
• Mit Herz und Verstand sprechen und hören.
• Hinhören, um wirklich zu verstehen.
• Die entstehenden Ideen verbinden.
• Seine Aufmerksamkeit darauf richten, neue Erkenntnisse und
tiefergehende Fragen zu entdecken.
• Spielen, kritzeln, malen: Es soll auf die Tischdecke geschrieben werden.
• Spaß haben.
Bild WC
+ Themenspezifische Networking-Anlässe
+ Themen-Markt: vielfältiges Angebot
+ Jede/r entscheidet, wie intensiv er/sie sich einbringt
+ Erhöht Anzahl der Kongress-Akteure (Identifikation!)
− Organisatorischer Aufwand (viele Referenten, Themen kuratieren)
− Raum- und Platzbedarf
− Akustik
Round Table Sessions: Pro und Contra
+ Aktivierung der Teilnehmer
+ Selbstorganisation
+ Wissensgewinn über Crowdsourcing, vernetztes Denken und Arbeiten
+ Jede/r entscheidet, wie intensiv er/sie sich einbringt
− Organisatorischer Aufwand (Konzeption Fragestellungen, Tischdecken)
− Raum- und Platzbedarf
− Teilnehmerzahl begrenzt
World Café: Pro und Contra
• Round Table Sessions: natürliche Anlässe für themenorientiertes
Community Building
• World Cafés: Freiräume für selbstgestaltetes Crowdsourcing und
vernetzte Ideengenerierung
RTS und WC bereichern unser Formate-Repertoire. Sie sind eine
Spielwiese, die unsere Kongressteilnehmer aktiv gestalten können.
Wozu?
Bild Runde Tische (Übersicht)
SWOP. Medien und Konferenzen
Oliver Panne
T 030-5314737-0
oliver.panne@swop-berlin.de
Mehr als lustige Wissenschaft:
Science Slam weitergedacht
André Lampe
Laserphysiker – Moderator – Wissenschaftskommunikator
@andereLampe
Science Slam ist eine Erfindung von 2006 aus Darmstadt
Es gibt nur drei einfache Regeln:
1. Wissenschaftler stellen ihre eigene Forschung vor
2. Jeder hat 10 Minuten Zeit
3. Das Publikum bestimmt am Ende den/die Gewinner/in
Science Slam…?
Wissenschaftskommunikation
Science Slam ist genau das – nicht mehr, nicht weniger.
Eine Chance für Tagungen und Konferenzen
Großartig für das Rahmenprogramm – und alles andere
Gelegenheit um einen Keynote Speaker mal ganz anders zu erleben
Warum nicht mal ein Buchhaltungs Slam?
Niemand wird Ihnen den Kopf abreißen wenn man der Sache einen neuen Twist gibt
...aber vielleicht fragen Sie vorher jemanden der sich damit auskennt.
Format
...vielleicht mal was eigenes?
Nennen Sie nicht alles Science Slam – Branding können Sie doch,
oder?Show mit Partizipation ist nie perfekt – nicht schlecht wenn man „das kann ich auch“
willWissenschaftskommunikation ist reich an Formaten – FameLab, Pecha Kucha, Science Café …
Sie werden lachen: Bauern Slam, Racing Slam, Mathe Slam, StartUp Slam, Westfalen Slam
…Science Slam ist Vortragstraining – Metaphern, Beispiele, Projektionsfläche,
DramaturgieSlam ist der Stein der Weisen – am Kiesstrand der Weisheit
Was tun?
1. Lesen Sie unser Buch
2. Denken Sie mal ernsthaft über Science Slams und Formate nach
3. Fragen Sie jemanden der sich damit auskennt
4. Planen Sie früh und geben Sie nicht die Entscheidung aus der Hand
5. Kommen Sie zu uns an die Diskussionstische
6. Grinsen Sie mal, ich hab heute Geburtstag und will ein Selfie machen
Herzlichen Dank fürs Zuhören
André Lampe
Laserphysiker – Moderator – Wissenschaftskommunikator
• Bühne: Poetry Slam seit 2006, Science Slam seit 2010
• Fernsehen: TM Wissen (ServusTV), Superheld Mensch (RTL), … & YouTube
• Workshops: Science Slam, Wissenschaftskommunikation, Wissenschafts-PR
• Forschung: Mikroskope, Laser, Didaktik & Kommunikation
ScienceBlogs.de/dieKleinenDingetheoneandonlylampe@gmail.com @andereLampe

Intensiv-Forum Formate/Didaktik

  • 1.
    Partizipation statt Langeweile– Vom Teilnehmer zu Akteur
  • 2.
    Sozio-technischer Wandel ermöglichtbzw. bedingt eine verstärkte Teilhabe an gesellschaftspolitischen Prozessen Partizipation als gesellschaftliches Prinzip - Web 2.0. als Architektur des Mitwirkens (Tim O´Reilly 2005) - Mobile Devices (Smartphones und Tabletts seit 2007) - Digital Natives der Generation Y
  • 3.
    Kongresse und Tagungenfolgen noch immer überkommenen Mustern, die die Möglichkeiten einer effizienten Partizipation von Teilnehmern negieren. Wunsch nach neuer Wissensvermittlung - Starre Ablaufregeln (Key Speaker, Plenary Session, Parallel Sessions) - Frontale Vorträge mit PowerPoint - Kurze Pausenzeiten - Mehrere Vorträge hintereinander
  • 4.
    Die Teilnehmer möchtensich nicht nur informieren, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und alte aufzufrischen. Vom Teilnehmer zum Akteur - Nachhaltiges Lernen erfordert eine aktive und belebende Gesprächsatmosphäre - vom Monolog zum Dialog, von der Präsentation zur Informationsgenerierung - Wissen als Impulse setzen, um etwas dazuzulernen - Networking auf allen Ebenen ermöglichen bzw. fördern
  • 5.
    Partizipativen Formaten istgemein und unabdingbar: sie nutzen die „Weisheit der Vielen“ (wisdom of the crowd). Partizipation als Gegenmittel - Barcamps als sogenannte Unkonferenzen bieten den Teilnehmern größtmögliche Freiheit und Teilhabe - World Cafés und die Round Table Sessions ermöglichen einen Wissensaustausch auf Augenhöhe - Science Slams bieten dem Publikum eine direkte Teilhabe als Jury im Rahmen eines engagierten Rednerwettstreit
  • 6.
    Partizipative Formate werdeneinen Teil des tradierten Veranstaltungswesens ersetzen, um effektive Wege der Wissensgenerierung und -vermittlung zu ermöglichen. Umsetzung für die Zukunft -Die Wahl organisatorischer und didaktischer Mittel sollte sich an Inhalten, Zielen und Teilnehmern orientieren - Kongresse und Tagungen können als klassische Live Events auch auf emotionaler Ebene den Austausch von Wissen befördern - Neue Meetingformate werden in Zukunft noch stärker technologiebasierte Möglichkeiten direkter Partizipation einbinden
  • 7.
    Partizipation statt Langeweile– Vom Teilnehmer zu Akteur Dr. Thorsten Knoll TUBS GmbH TU Berlin ScienceMarketing Hardenbergstraße 19 10623 Berlin www.tubs.de KNOLL@TUBS.DE
  • 8.
    Partizipation zum Prinziperhoben: Barcamps als soziale Innovation Kai-Uwe Hellmann www.barcampus.de
  • 9.
    Barcamps sind eingenuines Produkt der Internetkultur 2003 erfunden von Tim O‘Reilly, dem Promoter des Buzzword Web 2.0. 2005 demokratisiert und global verbreitet. 2006 fand das erste Barcamp Berlin in Deutschland statt. 2008 haben Frank und ich das jährlich stattfindende CommunityCampBerlin gegründet. 2014 fanden allein im deutschsprachigen Raum rund 150 Barcamps statt. Herkunft
  • 10.
    Vielfalt Inzwischen gibt esdrei Formen von Barcamps: 1. Klassische Barcamps: Thematisch völlig offen 2. Themencamps: Es gibt einen thematischen Fokus, wie beim CommunityCampBerlin 3. Corporate Camps: Barcamps inhouse für – Einarbeitung und Fortbildung von Mitarbeitern – Image und Reputation – Networking und offener Austausch mit internen und externen Stakeholdern – Pflege der Unternehmenskultur – Qualitäts- und Ideenmanagement – Recruiting und Employer Branding – Über den Tellerrand schauen: Kreativitätsfabrik – Wissenstransfer
  • 11.
    Regeln Die wichtigsten Regelnsind: 1. Strikte Gleichheit der Teilnehmer – schon bei der Vorstellungsrunde „Dialog auf Augenhöhe“). 2. Die Agenda steht nicht im Vorhinein fest. 3. „No spectators, only participants!“: Aktive Teilnahme & Mitarbeit sind entscheidend. 4. Sprich über das Barcamp! – Ergebnissicherung, Feedbackrunde, Recaps, WrapUps … 5. Der Rahmen bestimmt die Qualität: Die Organisatoren und Moderatoren sichern Prozess- und Ergebnisqualität eines Barcamps.
  • 12.
    1. Regel Alle Teilnehmerinnenund Teilnehmer eines Barcamps sind gleichberechtigt! Hierarchien werden bewusst und temporär aufgehoben, um einen offenen und ehrlichen Austausch auf Augenhöhe zu gewährleisten. Es wird konsequent geduzt. Die Vorstellungsrunde zu Beginn ist ein wichtiger Eisbrecher. Alle Teilnehmer stellen sich durch drei Hashtags (Schlagworte) kurz mit ihrem Namen vor, aus welcher Organisationseinheit sie kommen und was sie interessiert. Strikte Gleichheit der Teilnehmer: Deswegen Duzen wir uns ab jetzt
  • 13.
    2. Regel Jede Teilnehmerinund jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit und ist ausdrücklich aufgefordert, ein eigenes Thema vorzuschlagen. Jedes Thema ist grundsätzlich zugelassen, während das Plenum darüber entscheidet, ob eine Session stattfindet. Es gibt so viele Sessions gleichzeitig, wie es Räume gibt. Leicht abgewandelt, können bereits im Vorfeld sogenannte „Themenpaten“ identifiziert werden, die auf jeden Fall ein Thema pitchen werden. Die Agenda steht nicht im Vorhinein fest: Sie kommt von den Teilnehmern
  • 14.
    3. Regel Wenn Duzum Barcamp kommst, stell Dich darauf ein, selber mitzumachen! Es ist eine intensive Veranstaltung mit Präsentationen, Diskussionen und Interaktionen der Teilnehmer untereinander. Wenn Du selbst keine Session hältst, beteilige Dich wenigstens an der Diskussion. Jeder hat die gleiche Redezeit! „No spectators, only participants!“: Wir bitten um rege Teilnahme
  • 15.
    Technische Empfehlungen Vorstellungsrunde • Name •Herkunft/Club • drei Schlagworte Vorschlagsrunde • Name der Session • Inhalt/Thema • Teaser maximal 30 Sekunden Tipps für Sessiongeber • Biete Mehrwert (keine Werbeveranstaltung) • Rede von Erfahrungen (Fehler, Erfolge) • Sei interaktiv (Diskussion anstatt Präsentation) • Der Blick aufs Smartphone usw. ist nicht unhöflich • Beachte das Gesetz der Füße • Halte Dich an den Zeitplan (45 +15)
  • 16.
    Über Feldmann &Hellmann Frank Feldmann Diplom-Finanzwirt, Digital Native und Social Event Berater • Barcamp Evangelist und Barcamp-Experte • Initiator, Organisator, Moderator u.a. des Barcamps Berlin 2007, des CommunityCamps seit 2008 und des CSRcamps 2014 • „Gatekeeper der Veränderung „ ( Zitat Tagesspiegel vom 25.10.2013) • Veranstalter der Online Marketing Lounge Dr. Kai-Uwe Hellmann Professor für Konsum- und Wirtschaftssoziologie TU Berlin • Forschungsschwerpunkte: Wirtschafts- und Konsumsoziologie, Organisationstheorie, Gesellschaftstheorie, Systemtheorie • Initiator des ersten Themen-Barcamps in D • Durchführung zahlreicher wissenschaftliche Tagungen, Kongresse und Workshops zum Thema
  • 17.
  • 18.
    Teilnehmer zu Teilhabernmachen Round Tables und World Café Oliver Panne www.swop-berlin.de
  • 19.
    Statt one tomany … The Great Dictator © Roy Export SAS
  • 20.
  • 21.
    • Nach allenSeiten offen, keine Ecken, betont Gemeinschaft • Teilnehmer sitzen gleichberechtigt, auf Augenhöhe • Kommunikativ und übersichtlich, Teilnehmer sind einander zugewandt • Akustische Nähe (ohne Verstärkung) • Ermöglicht Entfaltung einer Gruppendynamik • Standard-Mobiliar für Festabende, Bankette o.ä. Das Prinzip „Runder Tisch“
  • 22.
    • 10 bis15 Kongress-TN pro Round Table (300 TN = 20 bis 30 Tische) • Dauer 1 Round Table Session: 45 bis 60 min, mehrere Durchgänge mögl. • 1 Gastgeber pro Tisch, hält Impulsvortrag, moderiert die Runde • 1 Thema pro Tisch, Veranstalter kuratiert Themen/Referenten • Themenmarkt: z.B. 50 parallele Table Sessions, TN können ihr Thema frei wählen, während der Runde aufstehen und sich einer anderen Tischgruppe anschließen Round Tables: Themenorientiertes Networking
  • 23.
  • 24.
    • 1 Moderator •1 übergeordnete Fragestellung • mind. 3 runde Tische mit je einem Gastgeber • jeder Tisch behandelt einen Teilaspekt der übergeordneten Fragestellung • Tische sind mit Papier überzogen, TN schreiben ihre Ideen darauf • 3 Durchgänge, dann Ergebnispräsentation im Plenum World Café: Vernetztes Denken und Arbeiten
  • 25.
    Bild WC „Café-Etikette“ (nach JuanitaBrown und David Isaacs, den Erfindern des WC) • Auf das fokussieren, was wichtig ist. • Eigene Ansichten beitragen. • Mit Herz und Verstand sprechen und hören. • Hinhören, um wirklich zu verstehen. • Die entstehenden Ideen verbinden. • Seine Aufmerksamkeit darauf richten, neue Erkenntnisse und tiefergehende Fragen zu entdecken. • Spielen, kritzeln, malen: Es soll auf die Tischdecke geschrieben werden. • Spaß haben.
  • 26.
  • 27.
    + Themenspezifische Networking-Anlässe +Themen-Markt: vielfältiges Angebot + Jede/r entscheidet, wie intensiv er/sie sich einbringt + Erhöht Anzahl der Kongress-Akteure (Identifikation!) − Organisatorischer Aufwand (viele Referenten, Themen kuratieren) − Raum- und Platzbedarf − Akustik Round Table Sessions: Pro und Contra
  • 28.
    + Aktivierung derTeilnehmer + Selbstorganisation + Wissensgewinn über Crowdsourcing, vernetztes Denken und Arbeiten + Jede/r entscheidet, wie intensiv er/sie sich einbringt − Organisatorischer Aufwand (Konzeption Fragestellungen, Tischdecken) − Raum- und Platzbedarf − Teilnehmerzahl begrenzt World Café: Pro und Contra
  • 29.
    • Round TableSessions: natürliche Anlässe für themenorientiertes Community Building • World Cafés: Freiräume für selbstgestaltetes Crowdsourcing und vernetzte Ideengenerierung RTS und WC bereichern unser Formate-Repertoire. Sie sind eine Spielwiese, die unsere Kongressteilnehmer aktiv gestalten können. Wozu?
  • 30.
    Bild Runde Tische(Übersicht)
  • 31.
    SWOP. Medien undKonferenzen Oliver Panne T 030-5314737-0 oliver.panne@swop-berlin.de
  • 32.
    Mehr als lustigeWissenschaft: Science Slam weitergedacht André Lampe Laserphysiker – Moderator – Wissenschaftskommunikator @andereLampe
  • 33.
    Science Slam isteine Erfindung von 2006 aus Darmstadt Es gibt nur drei einfache Regeln: 1. Wissenschaftler stellen ihre eigene Forschung vor 2. Jeder hat 10 Minuten Zeit 3. Das Publikum bestimmt am Ende den/die Gewinner/in Science Slam…?
  • 34.
    Wissenschaftskommunikation Science Slam istgenau das – nicht mehr, nicht weniger. Eine Chance für Tagungen und Konferenzen Großartig für das Rahmenprogramm – und alles andere Gelegenheit um einen Keynote Speaker mal ganz anders zu erleben Warum nicht mal ein Buchhaltungs Slam? Niemand wird Ihnen den Kopf abreißen wenn man der Sache einen neuen Twist gibt ...aber vielleicht fragen Sie vorher jemanden der sich damit auskennt.
  • 35.
    Format ...vielleicht mal waseigenes? Nennen Sie nicht alles Science Slam – Branding können Sie doch, oder?Show mit Partizipation ist nie perfekt – nicht schlecht wenn man „das kann ich auch“ willWissenschaftskommunikation ist reich an Formaten – FameLab, Pecha Kucha, Science Café … Sie werden lachen: Bauern Slam, Racing Slam, Mathe Slam, StartUp Slam, Westfalen Slam …Science Slam ist Vortragstraining – Metaphern, Beispiele, Projektionsfläche, DramaturgieSlam ist der Stein der Weisen – am Kiesstrand der Weisheit
  • 36.
    Was tun? 1. LesenSie unser Buch 2. Denken Sie mal ernsthaft über Science Slams und Formate nach 3. Fragen Sie jemanden der sich damit auskennt 4. Planen Sie früh und geben Sie nicht die Entscheidung aus der Hand 5. Kommen Sie zu uns an die Diskussionstische 6. Grinsen Sie mal, ich hab heute Geburtstag und will ein Selfie machen
  • 37.
    Herzlichen Dank fürsZuhören André Lampe Laserphysiker – Moderator – Wissenschaftskommunikator • Bühne: Poetry Slam seit 2006, Science Slam seit 2010 • Fernsehen: TM Wissen (ServusTV), Superheld Mensch (RTL), … & YouTube • Workshops: Science Slam, Wissenschaftskommunikation, Wissenschafts-PR • Forschung: Mikroskope, Laser, Didaktik & Kommunikation ScienceBlogs.de/dieKleinenDingetheoneandonlylampe@gmail.com @andereLampe