GÜMTraditionelleMethode
GÜMDer Ursprung der tradidionellen Methode, in Deutschland als Grammatik-Übersetzungsmethode (GÜM) bekannt ist der Lateinunterricht, wobei Latein als die Sprache der Kultivierten gilt.
Verbreitung der GÜMDie GÜM entwickelt sich vor allem in Europa als Methode für den Fremdsprachenunterricht, nicht nur für Latein und Griechisch sondern auch für andere europäische Sprachen: Französich, Deutsch, Englisch, Spanisch etc.
“Hochzeit der GÜM”Sie wird als Methode Mitte des 19. Jhdts. anerkannt und entwickelt sich voll im 19. Jhdt., und dient in einigen Schulen bis heute weiter.
Die GÜM geht davon aus, dass der Fremdsprachenunterricht mit dieser Methode die geistige Disziplin entwickelt und fördert.
LinguistischeZieleDas erste linguistische Ziel ist die Lektüre und die Analyse der Literatur der Zielsprache und die Kenntnis der Kultur, verstanden als Kultur der „schönen Künste“.Das zweite Ziel ist die intensive Analyse der Grammatik der Fremdsprache.
HauptpersonDer Lehrer ist die Hauptperson des Unterrichtgeschehens, während dem Schüler eine passive Rolle zufällt.Die Unterrichtssprache ist die Muttersprache der Schüler.
deduktivoderinduktiv?Die Grammatikinhalte werden immer deduktiv dargestellt und behandelt.deduktives/induktives Vorgehen sind zwei verschieden Unterrichtsformen (nicht Methoden!)- die deduktive:Der Lehrer oder das Lehrbuch gibt die Regel vor, gefolgt von Beispielen.- die induktive:Der Lehrer oder das Lehrbuch bieten zunächst Beispiele. Danach erschlieβen die Schüler die Regel; der Lehrer kann dabei behilflich sein.
Techniken und Vorgehensweisen1.- Lektüre und Verstehen von literarischen Texten.2.- Übersetzten der Texte.3.- Grammatische Erklärungen und kontrastive  Analyse derselben. Sehr häufig werden Lückentexte  und Leseverstehensübungen eingesetzt.4.- Auswendiglernen von Vokabular, das in zweisprachigen Listen oder in den Texten unterstrichen vorgestellt wird.5.- Diktate. 6.- Schriftliche Arbeiten, normalerweise zu einem vorgegebenen Thema.
Die GÜMvernachlässigt die Fertigkeiten  „Sprechen“ und „Hören“ völlig, was bei einer Methode, die ursprünglich für „tote“ Sprachen gedacht war, auch nicht verwundert. (Es gibt nur einige Lateinclubs und den Vatikan, wo beispielsweise Latein gesprochen wird.)Die GÜM erwartet keine Interaktion, nicht zwischen Schüler und Lehrer, aber auch nicht zwischen den Schülern.interessiert sich nicht für die Bedürfnisse der Schüler: Warum und wozu sie diese Sprache lernen.Die Beispielstexte befinden sich in keinem Kontext, auch der Wortschatz wird kontextlos gelernt.Ignoriert die alltägliche Kultur. Nur die Literatur, die Geschichte und die „schönen Künste“ haben Bedeutung.Ein Fehler wird als etwas unbedingt Negatives empfunden. Es werden nur korrekte Antworten erwartet und akzeptiert.Die GÜM ist wenig motivierend.Die für diese Methode typischen Unterrichtsaktivitäten stimmen mit ihren Zielen überein. Das Erlernen der Fremdsprache entpricht mehr ihrem Studium  und ist ein Beitrag zur (höheren) Bildung des Schülers und es besteht keine Notwendigkeit die Fremdsprache als Kommunikationsinstrument zu erwerben.

Güm

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    GÜMDer Ursprung dertradidionellen Methode, in Deutschland als Grammatik-Übersetzungsmethode (GÜM) bekannt ist der Lateinunterricht, wobei Latein als die Sprache der Kultivierten gilt.
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    Verbreitung der GÜMDieGÜM entwickelt sich vor allem in Europa als Methode für den Fremdsprachenunterricht, nicht nur für Latein und Griechisch sondern auch für andere europäische Sprachen: Französich, Deutsch, Englisch, Spanisch etc.
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    “Hochzeit der GÜM”Siewird als Methode Mitte des 19. Jhdts. anerkannt und entwickelt sich voll im 19. Jhdt., und dient in einigen Schulen bis heute weiter.
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    Die GÜM gehtdavon aus, dass der Fremdsprachenunterricht mit dieser Methode die geistige Disziplin entwickelt und fördert.
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    LinguistischeZieleDas erste linguistischeZiel ist die Lektüre und die Analyse der Literatur der Zielsprache und die Kenntnis der Kultur, verstanden als Kultur der „schönen Künste“.Das zweite Ziel ist die intensive Analyse der Grammatik der Fremdsprache.
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    HauptpersonDer Lehrer istdie Hauptperson des Unterrichtgeschehens, während dem Schüler eine passive Rolle zufällt.Die Unterrichtssprache ist die Muttersprache der Schüler.
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    deduktivoderinduktiv?Die Grammatikinhalte werdenimmer deduktiv dargestellt und behandelt.deduktives/induktives Vorgehen sind zwei verschieden Unterrichtsformen (nicht Methoden!)- die deduktive:Der Lehrer oder das Lehrbuch gibt die Regel vor, gefolgt von Beispielen.- die induktive:Der Lehrer oder das Lehrbuch bieten zunächst Beispiele. Danach erschlieβen die Schüler die Regel; der Lehrer kann dabei behilflich sein.
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    Techniken und Vorgehensweisen1.-Lektüre und Verstehen von literarischen Texten.2.- Übersetzten der Texte.3.- Grammatische Erklärungen und kontrastive Analyse derselben. Sehr häufig werden Lückentexte und Leseverstehensübungen eingesetzt.4.- Auswendiglernen von Vokabular, das in zweisprachigen Listen oder in den Texten unterstrichen vorgestellt wird.5.- Diktate. 6.- Schriftliche Arbeiten, normalerweise zu einem vorgegebenen Thema.
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    Die GÜMvernachlässigt dieFertigkeiten „Sprechen“ und „Hören“ völlig, was bei einer Methode, die ursprünglich für „tote“ Sprachen gedacht war, auch nicht verwundert. (Es gibt nur einige Lateinclubs und den Vatikan, wo beispielsweise Latein gesprochen wird.)Die GÜM erwartet keine Interaktion, nicht zwischen Schüler und Lehrer, aber auch nicht zwischen den Schülern.interessiert sich nicht für die Bedürfnisse der Schüler: Warum und wozu sie diese Sprache lernen.Die Beispielstexte befinden sich in keinem Kontext, auch der Wortschatz wird kontextlos gelernt.Ignoriert die alltägliche Kultur. Nur die Literatur, die Geschichte und die „schönen Künste“ haben Bedeutung.Ein Fehler wird als etwas unbedingt Negatives empfunden. Es werden nur korrekte Antworten erwartet und akzeptiert.Die GÜM ist wenig motivierend.Die für diese Methode typischen Unterrichtsaktivitäten stimmen mit ihren Zielen überein. Das Erlernen der Fremdsprache entpricht mehr ihrem Studium und ist ein Beitrag zur (höheren) Bildung des Schülers und es besteht keine Notwendigkeit die Fremdsprache als Kommunikationsinstrument zu erwerben.