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Commons
Oder:
        Was haben Software und Wasser,
                    Saatgut und Wissen
                    miteinander zu tun?



              - ZW Jena – 2013 -
                                             1
Herausforderung
• Bei uns: soziale Streichorgien, Privatisierung
  (Wasser, Gewässer, Wohnungen, Bahn)

• „Dritte Welt“: Enteignung von Subsistenz- und
  Gemeingütern (Vertreibungen für Staudammbau),
  Wasserprivatisierung durch Coca Cola...
Herausforderung

• Saatgutproblem z.B. Baumwolle in Indien

• Baumwolle statt Nahrung
• Saatgut nicht mehr selbst
  vermehrbar (eingebauter
  Kopierschutz)
• Künstliche Bestäubung
  ist Handarbeit
• Kinderarbeit, Schuldknechtschaft,
  Wasserverbrauch, Schädlinge…
                                            3
Herausforderung

• Stichwort Kopierschutz




                                         4
Commons
• Was ist das Gemeinsame von Saatgut und Software?



• Freie Nutzung muss sich gegen Privatisierung wehren
  (Privatisierung: zum Privateigentum machen,“privare“
  = berauben)
Commons
• Freie Nutzung muss sich gegen Privatisierung wehren
  (Privatisierung: zum Privateigentum machen,“privare“
  = berauben)
Commons
• Was ist das Gegenteil von „privat“ ?



• Gemeinsamkeit !


 Alternative: Saatgut... Software: als gemeinsamen
  Besitz nutzen und reproduzieren = Commons
Commons sind…




Fundament      Menschen          Rahmen
     =            =                 =
Ressourcen,   Communities        Regeln
   Güter
Commons
Wie funktioniert das für begrenzte          begrenzte Anzahl Liegeplätze auf
      Ressourcen und Güter?                  einem Schiff

                                            Regel A: dauerhaftes Reservieren
                                             der Liegestühle Ergebnis:
  Gleichnis der Liegestühle                  Liegestühle werden knapp,
                                             Knatsch und Unzufriedenheit,
                                             Streit, fast alle Gäste sind
                                             schlechter dran


                                            Regel B: wenn ein Liegestuhl frei
                                             ist, darf er genutzt werden
                                            Ergebnis: Das begrenzte Gut
                                             wurde nicht knapp
                                                                            9
Commonsgüter Beispiele
• Natur
     • Atmosphäre, Landschaft, Wasser, Wälder, Böden, Fischgründe,
       Biodiversität…
• Soziales
     • Plätze, Parks, öffentliche Gärten, Feierabend,
       Mitfahrgelegenheiten, digitale Netze, Sport- und Freizeittreffs
• Kultur
     • Sprache, Erinnerung, Wissen, Musik
• Digitaler Raum
     • Software-Codes, hochgeladene Inhalte


                                                                         10
Commons bzw. commoning …
• ist eine besondere soziale Form unserer
  Beziehungen gegenüber gemeinsam genutzten
  und geschaffenen Ressourcen und Gütern (ist
  kein Ding, sondern eine Praxis)
     Commons betreffen mehr als Subsistenz-Verhältnisse
      (u.U. mehr als unmittelbare Face-to-Face-Beziehung,
      Arbeitsteilung, Produktivität)




                                                            11
Commons bzw. commoning …
• ist eine besondere soziale Form unserer
  Beziehungen gegenüber gemeinsam genutzten
  und geschaffenen Ressourcen und Gütern (ist
  kein Ding, sondern eine Praxis)
     Commons sind auch keine Öffentlichen Güter,weil sie
      nicht an den Staat gebunden sind (sondern über
      Community und interne Regeln funktionieren)




                                                            12
Commons bzw. commoning …
• ist eine besondere soziale Form unserer
  Beziehungen gegenüber gemeinsam genutzten
  und geschaffenen Ressourcen und Gütern (ist
  kein Ding, sondern eine Praxis)
     Commons sind keine Waren, sind kein Privateigentum,
      beruhen auf Einheit von Menschen (Arbeitskräften)
      und ihren Produktionsmitteln 
      kein Kapitalismus !




                                                            13
Commons bzw. commoning …
• ist eine besondere soziale Form unserer
  Beziehungen gegenüber gemeinsam genutzten
  und geschaffenen Ressourcen und Gütern (ist
  kein Ding, sondern eine Praxis)
     Commons sind kein Niemandsland!




                                                14
Die Tragödie der „Tragedy of the
                    „Commons“




                               15
Die Tragödie der „Tragedy of the
                                „Commons“


„Für Hardin ist die Allmende ein Schlaraffenland,
              das leergefressen wird.
Für seine Kritiker eher ein gemeinsames Picknick,
         Zu dem jeder was beiträgt und
        wo sich jeder in Maßen bedient.“

                  (Bernhard Pötter)


                                                    16
Die Tragödie der „Tragedy of the
                                     „Commons“
• … ist in Wirklichkeit höchstens die „Tragik des
  Niemandslands“
• Das ist zu berücksichtigen in sog.
  „Offenen Räumen“ (Offene Uni Berlin…)

• Gibt es Erfahrungen dazu,
  wie es geht?



                                                    17
Commons
• Erfahrungen (Elinor Ostrom) aus 5000
  untersuchten Beispielen:
        keine Patentrezepte
        es gibt klare Grenzregeln
        Vertrauen
        Selbstbestimmung
        Reziprozität
         (Gegenseitigkeit)
        Reputation
        Polyzentrische Systeme
Strategie zu Commons
• Widerstand gegen Einhegung (Privatisierung) von
  Gemeingütern
     Sozialforum 2009: Aufruf zur Wiedergewinnung der
      Gemeingüter

• Neu-„Erschaffung“ von Commons derart, dass
  diese nicht privatisiert werden können (CC, freie
  Software...)
• auch: Umsonstläden-Idee erweitern (mit entspr.
  CC-Label, auch hergestellte Dinge, Netzwerk von
  Werkstätten, Nutzergemeinschaften… )
Commonsbasierte Peer-Produktion
• Peer-Produktion (= Partnerschaftliche Produktion):
• Beispiel Freie Software

             Idee (Bedürfnis) (plus Computer und Internet)
            Kooperation (Aufruf, Suche nach
             Mitmacher_innen)

            Projekt ...
               ggf. Maintainer,

               Möglichkeit des „Forkens“

               Anlocken neuer Mitarbeiter ...                20
Commonsbasierte Peer-Produktion
• Idee: Übertragung in „Hardware“-Produktion 
  Peer-Produktion (= Partnerschaftliche Produktion):
• Freiwillige Kooperation zwischen
  Gleichberechtigten („Peers“), die zu einem
  gemeinsamen (Produktions-)Ziel beitragen.

          Gemeinschaftsgärten, Kommunen, Subsistenz
          Vgl. auch „Alternative Ökonomie“ (Landw.,
           Handwerk)
          Bis hin zu High-Tech:
                                                       21
Commonsbasierte Peer-Produktion




 Bondo                   Hamburg
 (Kenia)



                   Amsterdam
                                   22
Commonsbasierte Peer-Produktion

                     OpenFarmTech




                            OScar




                                    23
Commonsbasierte Peer-Produktion

Von Rapid Prototyping zu Rapid Producing


                                „3D-Drucker“


                                „Fabber“




                                               24
Exkurs: Fabber
• pulverförmige oder
                       • Eine neue Schicht
  flüssige               wird aufgetragen und
  Rohmaterialien         wiederum lokal
  werden in dünnen       gehärtet.
  Schichten
  aufgetragen und
  anschließend mit
  Laserstrahlung
  ausgehärtet.



                                                25
Commonsbasierte Peer-Produktion
  Eine Realisierung dieser Prinzipien ist mit dem
  sogenannten Digital Manufacturing möglich:

Daten weltweit verfügbar




                                    lokale Produktion im (commons) Fabricator




         CAD – virtuelles Produkt
                                                                                26
Shareconomy vs. commonsbasierte
                     Peer Production
Shareconomy:

• Motto der CeBIT 2013
• „Nutzen/Teilen statt besitzen“
Shareconomy vs. commonsbasierte
                     Peer Production
Shareconomy:

• Motto der CeBIT 2013
• „Nutzen/Teilen statt besitzen“
   • Carsharing, Musik im Internet

   • Vgl. „Wikinomics“ für WWW

   • Softwarenutzung stundenweise mieten;
      Daten-Clouds…
Prinzipien der commonsbasierten
                                Peer Production
• Wissen und natürliche Ressourcen sind Gemeingüter, die
  grundsätzlich allen zustehen. Zu ihrer Nutzung gibt es
  Regeln, die Fairness gewährleisten.

• gemeinsamer Besitz (im jeweils sinnvollem Gruppen-
  bzw. territorialem Ausmaß) statt ausgrenzendes (privat-
  )Eigentum an den wichtigsten Lebensgrundlagen und
  Produktionsmitteln

• Die Produktion materieller Güter basiert auf freien Designs,
  die jeder weiterentwickeln und anpassen kann
Prinzipien der commonsbasierten
                              Peer Production
• Regulierung der Produktion entsprechend
 konsumtiven und produktiven Bedürfnissen (nicht
 der Kapitalverwertung, d.h. -maximierung)


• Die Produktion materieller Güter basiert auf freien
  Designs, die jeder weiterentwickeln und anpassen
  kann.
Prinzipien der commonsbasierten
                               Peer Production
• Wissen und natürliche Ressourcen sind Gemeingüter,
  die grundsätzlich allen zustehen. Zu ihrer Nutzung gibt
  es Regeln, die Fairness gewährleisten.


• Die Produktion materieller Güter basiert auf freien
  Designs, die jeder weiterentwickeln und anpassen kann


• Beitragen statt tauschen
Prinzipien der commonsbasierten
                                Peer Production
• Teilen, was möglich ist (Dinge, Wissen...)


• Zusammenarbeit auf Basis von Freiwilligkeit, Freier
  Kooperation und Offenheit auf Grundlage von
  "vermaschten Netzen"


• Aufgabenverteilung nach Absprache und "Stigmergie"-
  Prinzip (d.h. Signale mit Aufforderungscharakter wie
  öffentliche "To Do-Listen" oder die roten Links in
  Wikipedia, die nach Ergänzung fragen).
Los geht’s…!
• Was ist unser Fundament?
• Was ist unsere Community?
• Wie entstehen unsere Regeln?




     Fundament        Menschen        Rahmen
          =              =               =
     Ressourcen,     Communities      Regeln
        Güter
                                               33
Quellen und zum Weiterlesen
• Silke Helfrich, Rainer Kuhlen, Wolfgang Sachs, Christian Siefkes:
    Gemeingüter – Wohlstand durch Teilen. Heinrich Böll Stiftung. Berlin
    2009.
•   Silke Helfrich und Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Wem gehört die Welt? Zur
    Wiederentdeckung der Gemeingüter. München, Berlin 2009.
•   Meretz, Stefan (2010): Commons und Eigentum. BUKO-Seminar 12.-14. 2.
    2010, Villa Locomuna Kassel. In Internet:
    http://www.slideshare.net/StefanMz/commons-und-eigentum.
•   Christian Siefkes: Selbstorganisierte Fülle.
    http://www.keimform.de/2010/selbstorganisierte_fuelle/
•   www.commonsblog.de
•   www.keimform.de
•   http://philosophenstuebchen.wordpress.com/2013/03/10/shareconomy/




                                                                              34
RESERVEFOLIEN




            35
Commons




„There is no commons without Commoning“ (Peter Linebough)
                                                            36
Commons
Logik                      Altes Paradigma                  Commons-Paradigma

Entscheidungsprozesse      Hierarchisch                     horizontal, Peer-Review

Entscheidungsfindung       Urteil, Anweisung                Offenheit, offene Standards

Durchsetzungsmittel        Kontrolle, proprietäre Diktate   Offenheit, offene Standards

Anreize                    Profit, Akkumulation             Kreativität, Innovation

Ergebnisse

- auf Ebene der            Erosion, Einhegung               Reproduktion, freies Teilen
Ressourcen:                (enclosure)

- auf Ebene der Akteure:   Abhängigkeit, Ungleichheit       Intersubjektivität, Autonomie

- auf Ebene der Regeln:    Macht, Geld, Gesetz, Gewalt      freie Vereinbarungen

Dominierende Strategie     konkurrieren (out-compete)       (aus-)kooperieren
                                                            (out-)cooperate
Keine oder eine andere Wirtschaft?
• Wirtschaft (Wikipedia)
     planvolle Deckung des menschlichen Bedarfs
     Ökonomie untersucht die Gesetzmäßigkeiten im
      Wirtschaftshaushalt (dem Geldverkehr)
     Knappheit ist damit als Ursache des Wirtschaftens zu
      betrachten.
     Die Knappheit von Gütern stellt eine Wirtschaft vor die
      Herausforderung, die zur Verfügung stehenden Güter
      optimal auf die verschiedenen miteinander
      konkurrierenden Verwendungsmöglichkeiten
      aufzuteilen (sogenannte Allokation).

                                                                38
Keine oder eine andere Wirtschaft?
• Andere „Wirtschaft“ (oder einfach „die eigenen
  Lebensbedingungen produzieren“)
     „Fülle“: keine Verschwendung, sondern „genau das, was
      ich brauche“




                                                          39
Wodurch ist das Verhältnis der Menschen
           zu den Ressourcen und Gütern bestimmt?
• Von natürlichen Eigenschaften des Guts, der
  Ressource:
     Beschaffenheit (stofflich, nicht stofflich)
     Art der Ressource (natürlich, hergestellt)
     Von unserer Beziehung zum Gut, zur Ressource:
      Art der Nutzung in Bezug auf:
       •Ausschließbarkeit (exklusiv, inklusiv)
       •Rivalität (rival, nicht rival)




                                                      40
Wodurch ist das Verhältnis der Menschen
           zu den Ressourcen und Gütern bestimmt?
• Von unsere sozialen und gesellschaftlichen
  Verhältnissen:
      Rechtsform Privateigentum, Kollektiveigentum, freies
      Gut
     soziale Form (Ware, Subsistenz, Commons)




                                                              41
Wodurch ist das Verhältnis der Menschen
zu den Ressourcen und Gütern bestimmt?




                                      42
Wodurch ist das Verhältnis der Menschen
        zu den Ressourcen und Gütern bestimmt?
Dimension         Kapitalistische      Commons-
                  Verhältnisse         Verhältnisse
natürliche        stofflich, nicht     stofflich, nicht
Eigenschaften     stofflich            stofflich
                  natürlich,           natürlich,
                  hergestellt          hergestellt
Art der Nutzung   exklusiv, inklusiv   exklusiv, inklusiv
                  rival, nicht rival   rival, nicht rival

Rechtsform        Privateigentum,    Privateigentum,
                  Kollektiveigentum, Kollektiveigentum,
                  freies Gut, Besitz freies Gut, Besitz


                                                            43
Eigentum und Besitz

• Eigentum:
• „willkürliche und souveräne Herrschaft einer natürlichen Person
    über Sachen“ [1] = Recht des Ausschlusses Dritter“ [ 2]
•   ist eine Beziehung zwischen Menschen in Bezug auf eine Sache
•   „Eigentum ist damit keine Sache, sondern ein soziales
    Verhältnis“ (Nuss [3])
•   nicht überhistorisch-„natürlich“, sondern historisch-spezifisch
    (vgl.: im römischen Recht noch kontextabhängige Rechtswörter
    für „Eigentum“: dominium, proprietas, occupatio) (mehr siehe
    in Nuss [3])
•   Marx: Eigentumsverhältnisse entsprechend den
    Produktionsverhältnissen


                                                                  44
Eigentum und Besitz
• Besitz:
• Nicht etwas, was man verkaufen/verwerten,
  exklusiv nutzen kann (wie Eigentum), sondern das,
  was man benutzt
• tatsächliche Herrschaft einer Person über eine
  Sache" unabhängig von der rechtlichen Beziehung
  zu dieser Sache [4]



                                                      45
Regeln
• „Commons fordern uns heraus, die Regeln, nach
  denen wir unsere Lebensressourcen herstellen,
  explizit zu formulieren. In der Wirtschaft sind die
  Regeln implizit, da herrschen die unsichtbare Hand
  des Markts und die Logik des Geldes.“ (St. Mz. [1])
• Ziel: die Commons jenseits von Staat und Markt zu
  erhalten, auszubauen und neu aufzubauen
  (St. Mz. [2])
• Problem: Überlastung durch : „Um ALLES direkt
  selber kümmern müssen“ ? (gesell. Vermittlung!)

                                                    46
Ökologie
• „Den Leuten von der commonbased Peer-
 Production geht Öko am Arsch vorbei, das muss
 sich dann ergeben.“
 (B. beim BUKO-Treffen in Kassel)




                                                 47
Ökologie
• Bedürfnisorientierung: Erhalt und Neuschaffung
  von Ressourcen liegt im je eigenen Interesse.
• Orientierung nicht „maximal viele Güter“, sondern:
  Lebensqualität – „Buen Vivir“ (in der
  Sozialforumsbewegung…)
• „Fülle“ nicht als grenzenlose Verschwendung,
  sondern als „genau, was ich brauche“ (Siefkes)
     vgl. „all inclusive“-Erfahrungen (Uli Frank)



                                                            48
Ökologie
Real existierender                            Commons
Kapitalismus
Kapitalistisch produzierte Güter sind immer   Die Voraussetzungen der Peer-Produktion
knapp, denn nur was knapp ist, kann           sind besser, weil sie auf dem
verkauft werden.                              Bedürfnisprinzip basiert: produziert wird
Der Zwang zur Konkurrenz bedeutet, dass       aufgrund der produktiven oder
Gewinne für die einen immer Verluste für      konsumptiven Bedürfnisse der Beteiligten,
die anderen sind.                             nicht aufgrund eines abstrakten Ziels wie
                                              der Kapitalverwertung.
Die Notwendigkeit der permanenten
Verwertung möglichst allen Kapitals (und      Meine Bedürfnisse gehen aber nicht
seiner Zuwächse) zwingt zum möglichst         unbedingt auf Kosten der Bedürfnisse der
weitgehenden Wachstum, was                    anderen noch auf Kosten der Natur.
zwangsläufig zur Übernutzung der
irdischen Biokapazität führt.


                                                                                         49
Verhältnis Commons – Solidarische
                                    Ökonomie
• Gemeinsamkeiten:
     Selbstorganisation, Kooperation, Bedürfnisorientierung
• Unterschiede:
     FS ist weder solidarisch, noch Ökonomie! (BUKO-
      Seminar in Kassel)
     Sol. Ök. produziert Waren, keine Commons
     In commonbased PP ist Solidarität nicht als
      absichtsvolles Verhalten gefordert, sondern strukturell
      „eingebaut“


                                                                50
4 Dimensionen von Herrschaft und Befreiung


• Es geht um die
 Verknüpfung von
 Widerstand gegen
 alle Formen von
 Herrschaft mit der
 Perspektive des
 grundlegenden
 Wandels der
 sozialen
 Verhältnisse.
                                                 51
4 Dimensionen von Herrschaft und
                                     Befreiung
4 Dimensionen der       4 Dimensionen der         Commons
Herrschaft              Befreiung
Unterdrückung: fehlende Freiheit
Freiheit


Ausbeutung: fehlende    (soziale) Gleichheit
Gleichheit


Ausschluss: fehlender   Zugangsmöglichkeit
Zugang
Entfremdung: fehlende   Kontrolle durch und für
Kontrolle               Individuen



                                                            52

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Commons

  • 1. Commons Oder: Was haben Software und Wasser, Saatgut und Wissen miteinander zu tun? - ZW Jena – 2013 - 1
  • 2. Herausforderung • Bei uns: soziale Streichorgien, Privatisierung (Wasser, Gewässer, Wohnungen, Bahn) • „Dritte Welt“: Enteignung von Subsistenz- und Gemeingütern (Vertreibungen für Staudammbau), Wasserprivatisierung durch Coca Cola...
  • 3. Herausforderung • Saatgutproblem z.B. Baumwolle in Indien • Baumwolle statt Nahrung • Saatgut nicht mehr selbst vermehrbar (eingebauter Kopierschutz) • Künstliche Bestäubung ist Handarbeit • Kinderarbeit, Schuldknechtschaft, Wasserverbrauch, Schädlinge… 3
  • 5. Commons • Was ist das Gemeinsame von Saatgut und Software? • Freie Nutzung muss sich gegen Privatisierung wehren (Privatisierung: zum Privateigentum machen,“privare“ = berauben)
  • 6. Commons • Freie Nutzung muss sich gegen Privatisierung wehren (Privatisierung: zum Privateigentum machen,“privare“ = berauben)
  • 7. Commons • Was ist das Gegenteil von „privat“ ? • Gemeinsamkeit !  Alternative: Saatgut... Software: als gemeinsamen Besitz nutzen und reproduzieren = Commons
  • 8. Commons sind… Fundament Menschen Rahmen = = = Ressourcen, Communities Regeln Güter
  • 9. Commons Wie funktioniert das für begrenzte  begrenzte Anzahl Liegeplätze auf Ressourcen und Güter? einem Schiff  Regel A: dauerhaftes Reservieren der Liegestühle Ergebnis: Gleichnis der Liegestühle Liegestühle werden knapp, Knatsch und Unzufriedenheit, Streit, fast alle Gäste sind schlechter dran  Regel B: wenn ein Liegestuhl frei ist, darf er genutzt werden  Ergebnis: Das begrenzte Gut wurde nicht knapp 9
  • 10. Commonsgüter Beispiele • Natur • Atmosphäre, Landschaft, Wasser, Wälder, Böden, Fischgründe, Biodiversität… • Soziales • Plätze, Parks, öffentliche Gärten, Feierabend, Mitfahrgelegenheiten, digitale Netze, Sport- und Freizeittreffs • Kultur • Sprache, Erinnerung, Wissen, Musik • Digitaler Raum • Software-Codes, hochgeladene Inhalte 10
  • 11. Commons bzw. commoning … • ist eine besondere soziale Form unserer Beziehungen gegenüber gemeinsam genutzten und geschaffenen Ressourcen und Gütern (ist kein Ding, sondern eine Praxis)  Commons betreffen mehr als Subsistenz-Verhältnisse (u.U. mehr als unmittelbare Face-to-Face-Beziehung, Arbeitsteilung, Produktivität) 11
  • 12. Commons bzw. commoning … • ist eine besondere soziale Form unserer Beziehungen gegenüber gemeinsam genutzten und geschaffenen Ressourcen und Gütern (ist kein Ding, sondern eine Praxis)  Commons sind auch keine Öffentlichen Güter,weil sie nicht an den Staat gebunden sind (sondern über Community und interne Regeln funktionieren) 12
  • 13. Commons bzw. commoning … • ist eine besondere soziale Form unserer Beziehungen gegenüber gemeinsam genutzten und geschaffenen Ressourcen und Gütern (ist kein Ding, sondern eine Praxis)  Commons sind keine Waren, sind kein Privateigentum, beruhen auf Einheit von Menschen (Arbeitskräften) und ihren Produktionsmitteln  kein Kapitalismus ! 13
  • 14. Commons bzw. commoning … • ist eine besondere soziale Form unserer Beziehungen gegenüber gemeinsam genutzten und geschaffenen Ressourcen und Gütern (ist kein Ding, sondern eine Praxis)  Commons sind kein Niemandsland! 14
  • 15. Die Tragödie der „Tragedy of the „Commons“ 15
  • 16. Die Tragödie der „Tragedy of the „Commons“ „Für Hardin ist die Allmende ein Schlaraffenland, das leergefressen wird. Für seine Kritiker eher ein gemeinsames Picknick, Zu dem jeder was beiträgt und wo sich jeder in Maßen bedient.“ (Bernhard Pötter) 16
  • 17. Die Tragödie der „Tragedy of the „Commons“ • … ist in Wirklichkeit höchstens die „Tragik des Niemandslands“ • Das ist zu berücksichtigen in sog. „Offenen Räumen“ (Offene Uni Berlin…) • Gibt es Erfahrungen dazu, wie es geht? 17
  • 18. Commons • Erfahrungen (Elinor Ostrom) aus 5000 untersuchten Beispielen:  keine Patentrezepte  es gibt klare Grenzregeln  Vertrauen  Selbstbestimmung  Reziprozität (Gegenseitigkeit)  Reputation  Polyzentrische Systeme
  • 19. Strategie zu Commons • Widerstand gegen Einhegung (Privatisierung) von Gemeingütern  Sozialforum 2009: Aufruf zur Wiedergewinnung der Gemeingüter • Neu-„Erschaffung“ von Commons derart, dass diese nicht privatisiert werden können (CC, freie Software...) • auch: Umsonstläden-Idee erweitern (mit entspr. CC-Label, auch hergestellte Dinge, Netzwerk von Werkstätten, Nutzergemeinschaften… )
  • 20. Commonsbasierte Peer-Produktion • Peer-Produktion (= Partnerschaftliche Produktion): • Beispiel Freie Software  Idee (Bedürfnis) (plus Computer und Internet)  Kooperation (Aufruf, Suche nach Mitmacher_innen)  Projekt ...  ggf. Maintainer,  Möglichkeit des „Forkens“  Anlocken neuer Mitarbeiter ... 20
  • 21. Commonsbasierte Peer-Produktion • Idee: Übertragung in „Hardware“-Produktion  Peer-Produktion (= Partnerschaftliche Produktion): • Freiwillige Kooperation zwischen Gleichberechtigten („Peers“), die zu einem gemeinsamen (Produktions-)Ziel beitragen.  Gemeinschaftsgärten, Kommunen, Subsistenz  Vgl. auch „Alternative Ökonomie“ (Landw., Handwerk)  Bis hin zu High-Tech: 21
  • 22. Commonsbasierte Peer-Produktion Bondo Hamburg (Kenia) Amsterdam 22
  • 23. Commonsbasierte Peer-Produktion OpenFarmTech OScar 23
  • 24. Commonsbasierte Peer-Produktion Von Rapid Prototyping zu Rapid Producing „3D-Drucker“ „Fabber“ 24
  • 25. Exkurs: Fabber • pulverförmige oder • Eine neue Schicht flüssige wird aufgetragen und Rohmaterialien wiederum lokal werden in dünnen gehärtet. Schichten aufgetragen und anschließend mit Laserstrahlung ausgehärtet. 25
  • 26. Commonsbasierte Peer-Produktion Eine Realisierung dieser Prinzipien ist mit dem sogenannten Digital Manufacturing möglich: Daten weltweit verfügbar lokale Produktion im (commons) Fabricator CAD – virtuelles Produkt 26
  • 27. Shareconomy vs. commonsbasierte Peer Production Shareconomy: • Motto der CeBIT 2013 • „Nutzen/Teilen statt besitzen“
  • 28. Shareconomy vs. commonsbasierte Peer Production Shareconomy: • Motto der CeBIT 2013 • „Nutzen/Teilen statt besitzen“ • Carsharing, Musik im Internet • Vgl. „Wikinomics“ für WWW • Softwarenutzung stundenweise mieten; Daten-Clouds…
  • 29. Prinzipien der commonsbasierten Peer Production • Wissen und natürliche Ressourcen sind Gemeingüter, die grundsätzlich allen zustehen. Zu ihrer Nutzung gibt es Regeln, die Fairness gewährleisten. • gemeinsamer Besitz (im jeweils sinnvollem Gruppen- bzw. territorialem Ausmaß) statt ausgrenzendes (privat- )Eigentum an den wichtigsten Lebensgrundlagen und Produktionsmitteln • Die Produktion materieller Güter basiert auf freien Designs, die jeder weiterentwickeln und anpassen kann
  • 30. Prinzipien der commonsbasierten Peer Production • Regulierung der Produktion entsprechend konsumtiven und produktiven Bedürfnissen (nicht der Kapitalverwertung, d.h. -maximierung) • Die Produktion materieller Güter basiert auf freien Designs, die jeder weiterentwickeln und anpassen kann.
  • 31. Prinzipien der commonsbasierten Peer Production • Wissen und natürliche Ressourcen sind Gemeingüter, die grundsätzlich allen zustehen. Zu ihrer Nutzung gibt es Regeln, die Fairness gewährleisten. • Die Produktion materieller Güter basiert auf freien Designs, die jeder weiterentwickeln und anpassen kann • Beitragen statt tauschen
  • 32. Prinzipien der commonsbasierten Peer Production • Teilen, was möglich ist (Dinge, Wissen...) • Zusammenarbeit auf Basis von Freiwilligkeit, Freier Kooperation und Offenheit auf Grundlage von "vermaschten Netzen" • Aufgabenverteilung nach Absprache und "Stigmergie"- Prinzip (d.h. Signale mit Aufforderungscharakter wie öffentliche "To Do-Listen" oder die roten Links in Wikipedia, die nach Ergänzung fragen).
  • 33. Los geht’s…! • Was ist unser Fundament? • Was ist unsere Community? • Wie entstehen unsere Regeln? Fundament Menschen Rahmen = = = Ressourcen, Communities Regeln Güter 33
  • 34. Quellen und zum Weiterlesen • Silke Helfrich, Rainer Kuhlen, Wolfgang Sachs, Christian Siefkes: Gemeingüter – Wohlstand durch Teilen. Heinrich Böll Stiftung. Berlin 2009. • Silke Helfrich und Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter. München, Berlin 2009. • Meretz, Stefan (2010): Commons und Eigentum. BUKO-Seminar 12.-14. 2. 2010, Villa Locomuna Kassel. In Internet: http://www.slideshare.net/StefanMz/commons-und-eigentum. • Christian Siefkes: Selbstorganisierte Fülle. http://www.keimform.de/2010/selbstorganisierte_fuelle/ • www.commonsblog.de • www.keimform.de • http://philosophenstuebchen.wordpress.com/2013/03/10/shareconomy/ 34
  • 36. Commons „There is no commons without Commoning“ (Peter Linebough) 36
  • 37. Commons Logik Altes Paradigma Commons-Paradigma Entscheidungsprozesse Hierarchisch horizontal, Peer-Review Entscheidungsfindung Urteil, Anweisung Offenheit, offene Standards Durchsetzungsmittel Kontrolle, proprietäre Diktate Offenheit, offene Standards Anreize Profit, Akkumulation Kreativität, Innovation Ergebnisse - auf Ebene der Erosion, Einhegung Reproduktion, freies Teilen Ressourcen: (enclosure) - auf Ebene der Akteure: Abhängigkeit, Ungleichheit Intersubjektivität, Autonomie - auf Ebene der Regeln: Macht, Geld, Gesetz, Gewalt freie Vereinbarungen Dominierende Strategie konkurrieren (out-compete) (aus-)kooperieren (out-)cooperate
  • 38. Keine oder eine andere Wirtschaft? • Wirtschaft (Wikipedia)  planvolle Deckung des menschlichen Bedarfs  Ökonomie untersucht die Gesetzmäßigkeiten im Wirtschaftshaushalt (dem Geldverkehr)  Knappheit ist damit als Ursache des Wirtschaftens zu betrachten.  Die Knappheit von Gütern stellt eine Wirtschaft vor die Herausforderung, die zur Verfügung stehenden Güter optimal auf die verschiedenen miteinander konkurrierenden Verwendungsmöglichkeiten aufzuteilen (sogenannte Allokation). 38
  • 39. Keine oder eine andere Wirtschaft? • Andere „Wirtschaft“ (oder einfach „die eigenen Lebensbedingungen produzieren“)  „Fülle“: keine Verschwendung, sondern „genau das, was ich brauche“ 39
  • 40. Wodurch ist das Verhältnis der Menschen zu den Ressourcen und Gütern bestimmt? • Von natürlichen Eigenschaften des Guts, der Ressource:  Beschaffenheit (stofflich, nicht stofflich)  Art der Ressource (natürlich, hergestellt)  Von unserer Beziehung zum Gut, zur Ressource: Art der Nutzung in Bezug auf: •Ausschließbarkeit (exklusiv, inklusiv) •Rivalität (rival, nicht rival) 40
  • 41. Wodurch ist das Verhältnis der Menschen zu den Ressourcen und Gütern bestimmt? • Von unsere sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen:  Rechtsform Privateigentum, Kollektiveigentum, freies Gut  soziale Form (Ware, Subsistenz, Commons) 41
  • 42. Wodurch ist das Verhältnis der Menschen zu den Ressourcen und Gütern bestimmt? 42
  • 43. Wodurch ist das Verhältnis der Menschen zu den Ressourcen und Gütern bestimmt? Dimension Kapitalistische Commons- Verhältnisse Verhältnisse natürliche stofflich, nicht stofflich, nicht Eigenschaften stofflich stofflich natürlich, natürlich, hergestellt hergestellt Art der Nutzung exklusiv, inklusiv exklusiv, inklusiv rival, nicht rival rival, nicht rival Rechtsform Privateigentum, Privateigentum, Kollektiveigentum, Kollektiveigentum, freies Gut, Besitz freies Gut, Besitz 43
  • 44. Eigentum und Besitz • Eigentum: • „willkürliche und souveräne Herrschaft einer natürlichen Person über Sachen“ [1] = Recht des Ausschlusses Dritter“ [ 2] • ist eine Beziehung zwischen Menschen in Bezug auf eine Sache • „Eigentum ist damit keine Sache, sondern ein soziales Verhältnis“ (Nuss [3]) • nicht überhistorisch-„natürlich“, sondern historisch-spezifisch (vgl.: im römischen Recht noch kontextabhängige Rechtswörter für „Eigentum“: dominium, proprietas, occupatio) (mehr siehe in Nuss [3]) • Marx: Eigentumsverhältnisse entsprechend den Produktionsverhältnissen 44
  • 45. Eigentum und Besitz • Besitz: • Nicht etwas, was man verkaufen/verwerten, exklusiv nutzen kann (wie Eigentum), sondern das, was man benutzt • tatsächliche Herrschaft einer Person über eine Sache" unabhängig von der rechtlichen Beziehung zu dieser Sache [4] 45
  • 46. Regeln • „Commons fordern uns heraus, die Regeln, nach denen wir unsere Lebensressourcen herstellen, explizit zu formulieren. In der Wirtschaft sind die Regeln implizit, da herrschen die unsichtbare Hand des Markts und die Logik des Geldes.“ (St. Mz. [1]) • Ziel: die Commons jenseits von Staat und Markt zu erhalten, auszubauen und neu aufzubauen (St. Mz. [2]) • Problem: Überlastung durch : „Um ALLES direkt selber kümmern müssen“ ? (gesell. Vermittlung!) 46
  • 47. Ökologie • „Den Leuten von der commonbased Peer- Production geht Öko am Arsch vorbei, das muss sich dann ergeben.“ (B. beim BUKO-Treffen in Kassel) 47
  • 48. Ökologie • Bedürfnisorientierung: Erhalt und Neuschaffung von Ressourcen liegt im je eigenen Interesse. • Orientierung nicht „maximal viele Güter“, sondern: Lebensqualität – „Buen Vivir“ (in der Sozialforumsbewegung…) • „Fülle“ nicht als grenzenlose Verschwendung, sondern als „genau, was ich brauche“ (Siefkes)  vgl. „all inclusive“-Erfahrungen (Uli Frank) 48
  • 49. Ökologie Real existierender Commons Kapitalismus Kapitalistisch produzierte Güter sind immer Die Voraussetzungen der Peer-Produktion knapp, denn nur was knapp ist, kann sind besser, weil sie auf dem verkauft werden. Bedürfnisprinzip basiert: produziert wird Der Zwang zur Konkurrenz bedeutet, dass aufgrund der produktiven oder Gewinne für die einen immer Verluste für konsumptiven Bedürfnisse der Beteiligten, die anderen sind. nicht aufgrund eines abstrakten Ziels wie der Kapitalverwertung. Die Notwendigkeit der permanenten Verwertung möglichst allen Kapitals (und Meine Bedürfnisse gehen aber nicht seiner Zuwächse) zwingt zum möglichst unbedingt auf Kosten der Bedürfnisse der weitgehenden Wachstum, was anderen noch auf Kosten der Natur. zwangsläufig zur Übernutzung der irdischen Biokapazität führt. 49
  • 50. Verhältnis Commons – Solidarische Ökonomie • Gemeinsamkeiten:  Selbstorganisation, Kooperation, Bedürfnisorientierung • Unterschiede:  FS ist weder solidarisch, noch Ökonomie! (BUKO- Seminar in Kassel)  Sol. Ök. produziert Waren, keine Commons  In commonbased PP ist Solidarität nicht als absichtsvolles Verhalten gefordert, sondern strukturell „eingebaut“ 50
  • 51. 4 Dimensionen von Herrschaft und Befreiung • Es geht um die Verknüpfung von Widerstand gegen alle Formen von Herrschaft mit der Perspektive des grundlegenden Wandels der sozialen Verhältnisse. 51
  • 52. 4 Dimensionen von Herrschaft und Befreiung 4 Dimensionen der 4 Dimensionen der Commons Herrschaft Befreiung Unterdrückung: fehlende Freiheit Freiheit Ausbeutung: fehlende (soziale) Gleichheit Gleichheit Ausschluss: fehlender Zugangsmöglichkeit Zugang Entfremdung: fehlende Kontrolle durch und für Kontrolle Individuen 52