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Graduiertenkolleg - Universität Trier - 25./26. Mai 2007




    Workshop:
    Webtools für
    Wissenschaftler


   Steen Büel | media-ocean.de | Medienberatung



                                                           1
Das Web im Wandel
 „Die Humanisierung des Netzes“ [Die ZEIT]
 „Web 2.0 – Das Netz im Remix“ [de:bug]
 „Das soziale Netz“ [Die neue Gegenwart]
 „Das Publikum an der Macht“ [FAZ.net]
 „Die Google-Gesellschaft“
 „Das Internet findet wieder zu sich selbst. Vom read-only
  zum writable Web“ [Slogan einer Tagung in Hamburg]
 Web2.0, Social Software, Tagging, Folksonomy,
   Partizipation, Kollaboration, User-generated content
  usw.



                                                          2
Vernetzungsvisionen




                                     Great Eastern
    Cyrus Field (1819-1892)




                              weltweites Tiefseekabelnetz
    Küste von Neufundland
                                                            3
Vernetzungsvisionen
                 „The process of tying two items
                 together is the important thing.”


                 „Wholly new forms of
                 encyclopaedias will appear, ready-
                 made with a mesh of associative
                 trails running through them, ready
Vannevar Bush:
                 to be dropped into the memex and
„As we may
                 there amplified.“
think“ [1945]




                                                     4
„The Network is the Message“
    technische Ebene der Vernetzung

    geografische Ebene der Vernetzung

    inhaltliche Ebene der Vernetzung

    modale Ebene der Vernetzung

    soziale Ebene der Vernetzung

    gesellschaftliche Ebene der Vernetzung

    (trans-)kulturelle Ebene der Vernetzung





                                              5
Netzwerkgesellschaft

                        „Netzwerke bilden die neue
                        soziale Morphologie unserer
                        Gesellschaften, und die
                        Verbreitung der Vernetzungs-
                        logik verändert die
Manuel Castells:
                        Funktionsweise und die
„Der Aufstieg der
Netzwerkgesellscha
                        Ergebnisse von Prozessen der
ft“ [2003, Seite 527]
                        Produktion, Erfahrung, Macht und
                        Kultur wesentlich.“

                                                       6
Netzkultur vs. Massenkultur
           NETZWERKGESELLSCHAFT
                                         Massenkultur
           Netzkultur
                                  Handel mit Information
                              
    Teilen von Information

                                  Geheimhaltung oder Verkauf
                              
    Gemeinsames Erarbeiten

                                  von Wissen
    und Teilen von Wissen
                                  Produktion von Abhängigkeit
                              
    Kollaboration/

    Kooperation                   Closed-Source/ Zugang
                              
                                  gegen Bezahlung
    Open-Source/ Zugang für

    Alle                          Copyright/
                              
                                  kostenpflichtige
 Creative Commons/
                                  Lizensierung
  freie Lizensierung
                                  massenhafte Produktion
                              
 Produktion freier
                                  vermarktbarer Kulturgüter
  Kulturgüter

                                                        7
Die Vervielfachung von Öentlichkeit

                       Im Hypermedium Internet „entstehen
                       neben der globalen Öentlichkeit eine
                       Vielzahl von begrenzten, wenn auch oft frei
                       zugänglichen Öentlichkeiten. Über
                       Websites, Newsgroups, Mailinglisten,
                       Messaging, Chaträume, Wikis oder Blogs
                       berichten sie schneller, direkter und
                       persönlicher […]. Gleichzeitig vernetzen
                       sie, im Unterschied zu den herkömmlichen
Kai Lehmann/ Michael
                       Massenmedien, die Menschen, so dass die
Schetsche: „Die
Google-Gesellschaft.
                       Leser unmittelbar Informationen
Vom digitalen Wandel
des Wissens.“ (2003)
                       anreichern, ergänzen, kritisieren und
                       korrigieren können.“

                                                              8
Kommunikations-

Partizipationsforme




Shayne Bowman/ Chris
Willis: „The Future is here,
but do News Media
Companies see
it?“ [Nieman Reports
2005, Seite 6-10]


                               9
Social Software

          „Social Software umfasst diejenigen
          online-basierten Anwendungen, die
          das Informations-, Identitäts- und
          Beziehungsmanagement in den
          (Teil-)Öentlichkeiten
          hypertextueller und sozialer
          Netzwerke unterstützen.“


          Schmidt, Jan (2006): „Social Software: Onlinegestütztes Informations-,
          Identitäts- und Beziehungsmanagement“.
          erscheint in Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen.



                                                                           10
Die Web 2.0 Mindcloud




                        11
Grundprinzipien im Web 2.0
    leichte Bedienbarkeit

    geringe Kosten

    Web als Plattform

    „perpetual beta“

    Architektur der Partizipation

    keine Trennung in Sender und Empfänger

    Kollaboration und Kooperation

    soziale Netzwerke, Communities





                                             12
User-generated Content
Der gut informierte und aktive User
Beispiel: Amazon




                   14
Beispiel: Ebay




                 15
Beispiel: MySpace




                    16
Beispiel: Youtube




                    17
Beispiel: Flickr




                   18
Tagging  Folksonomies
kollaborative Verschlagwortung
Tagging  Folksonomies




                                   Lebensmittel
               Frucht
                                   ist ein
               obst
                                        Obst

               apfel               ist ein
                           Autor
                                        Apfel
               Metadaten
   Ressource
                                   Taxonomie




                                             20
Tagging  Folksonomies


              Tag-Clouds,
             Folksonomies


            Nutzer kennzeichnen
            und
            katalogisieren Web-
            Inhalte
            mit eigenen
            Schlagworten, so
            genannten Tags




                                  21
Tagging  Folksonomies




                         22
Taxonomy vs. Folksonomies?
           NETZWERKGESELLSCHAFT

         Taxonomy                   Folksonomies
                               Millionen Laien
                             
 wenige Experten
                               Kollektive Intelligenz
                             
 Expertise
                               kritische Masse
                             
 Ausbildung
                               Unschärfe/„Fuzziness“
                             
 Präzision/ Eindeutigkeit
                               unstrukturiert
                             
 strukturiert
                               spontane/ emergente
                             
 Ordnung
                               Ordnung
 top-down/ Hierarchie
                              bottom up/ Netzwerk




                                                        23
Partizipative Kommunikations- und
  Publikationsformen im Web 2.0
Podcasting
„Radiomachen“ für jedermann
Was ist Podcasting?




                      iPod +
                        Broadcasting




                                       26
Medientheorie von Bertolt Brecht
                       „Der Rundfunk ist aus einem
                       Distributionsapparat in einen
                       Kommunikationsapparat zu verwandeln.
                       Der Rundfunk wäre der denkbar
                       großartigste Kommunikationsapparat des
                       öentlichen Lebens, ein ungeheures
                       Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn
                       er es verstünde, nicht nur auszusenden,
Bertolt Brecht         sondern auch zu empfangen, also den
entwickelte seine
                       Zuhörer nicht nur zu hören, sondern auch
Medientheorie in den
                       sprechen zu machen und ihn nicht zu
Jahren (1927-1932)
                       isolieren, sondern ihn auch in Beziehung
                       zu setzen.“


                                                           27
Radio als Distributionsmedium




                                28
Wie funktioniert Podcasting?




                     Internet




                                29
Weblogs
Öentliches Publizieren und
  Kommunizieren für alle
WEBLOG
WEBLOG
WEBLOG
Weblogs…
 ... sind Websites
 ... basieren auf einfachen Content-Management-Systemen
 ... nutzen Basistechnologien (HTTP, URLs, RSS, XML, CSS)
 ... präsentieren Inhalte a-chronologisch geordnet
 ... publizieren Beiträge mit genauer Zeitangabe
 ... werden regelmäßig aktualisiert
 ... sind (stark) verlinkt mit anderen Weblogs
 ... sind thematisch universell
 ... bieten eine Kommentarfunktion
 … sind Publikations-, Informations-  Kommunikationsform




                                                     34
Ein typisches Weblog




                       35
Was ist die Blogosphäre?
Zum Begri:
 „Blogo“ = Summe aller Weblogs
 „Sphäre“ = sozialer ‚öentlicher Raum‘

Blogosphäre versteht…
 Weblogs als Community
 Weblogs als soziales Netzwerk
 Weblog-übergreifende Kommunikation
 dichte Vernetzung




                                            36
Zahlen  Fakten zur Blogosphäre
  Entstehung der Weblogs ca. 1997

  weltweit geschätzt ~ 50-70 Millionen Weblogs

  weltweit täglich 75.000 neue Weblogs

  in Deutschland ~ 300.000 Weblogs

  Aufmerksamkeitsverteilung folgt „Power Law“

  A-List Blogger ~ „Meinungsführer“

  Erzeugen von Öentlichkeit insbesondere durch

  Nachrichten-/Meinungs-Blogger
 Mehrheit der Blogs = private/ tagebuchartige
  Weblogs




                                                   37
Was ist
das               an Weblogs?
      „Soziale”
WEBLOG
WEBLOG
WEBLOG
WEBLOG
!
WE BLOG
Weblogs als Netzwerkkommunikation




                                    44
Was ist Weblog-Kommunikation?
Blogger...
 ... schreiben/ bloggen ihre Meinungen, Gefühle,
  Gedanken
 … lesen die Blogs anderer Blogger
 ... setzen Links zu anderen Blogs
 ... referenzieren Beiträge anderer Blogger
 ... kommentieren in anderen Blogs
 ... debattieren/ diskutieren miteinander
 … vernetzen sich untereinander
 … beziehen sich (häufig) auf die klassische
  Medienkommunikation
 … erzeugen eigene (Teil-)Öentlichkeiten
                                                    45
Weblogs und Gegenöentlichkeit
 11. September 2001 / Terror in London
   Augenzeugenberichte in Wort, Ton und Bild
 Warblogs im Zuge der Irakkriegs
   Gegenöentlichkeit, Umgehung der Propaganda
 Tsunami-Blogs
   schnellstes Medium, Videos, Vermisstensuche
 Wahlblogs in USA und Deutschland
   politische Diskussionskultur
 Hurricane „Katrina“
   Flickr-Bilder, Spendenaufrufe, Vermisstensuche
 Libanon-Krieg
   Dialog in der Nahost-Blogosphäre, Propaganda
…


                                                     46
Wissenschafts-Blogs




                      47
Wikis
kollektive und kooperative
     Wissensspeicher
Die Onlineenzyklopädie Wikipedia




                     +   Encyclopedia
Wiki = schnell
(hawaiianisch)



                                        49
Entwicklung der Wikipedia weltweit




                                     50
Die Online-Enzyklopädie Wikipedia




                                    51
Entwicklung der deutschen Wikipedia




                                      52
Regional- und Stadtwikis
Wikis als Instrument der Bürgerbeteiligung
Stadt-Wiki
 Ein Stadtwiki ist eine Art Lexikon im Internet. Hier
  werden allgemeine und auch aktuelle Informationen
  über eine Stadt oder Region gesammelt. Das
  Besondere an einem Stadtwiki ist, dass sich jeder
  Leser zugleich auch als Autor betätigen kann. Auf
  diese Weise tragen viele Benutzer laufend dazu bei,
  die Informationen zu erweitern und zu aktualisieren,
  und es entsteht mit der Zeit eine Art digitaler
  Stadtführer. Anders als bei einem herkömmlichen
  Stadtführer ist der Raum für Texte nicht eng
  begrenzt. Die Artikel können laufend auf den
  neuesten Stand gebracht werden, gleichzeitig bietet
  sich die Möglichkeit, Veränderungen zu
  dokumentieren und so Geschichte zu schreiben.

                                                    54
Beispiel:
Stadtwiki
Karlsruhe

Hauptseite

             55
Entwicklung des Karlsruher
Stadtwiki




                             56
Wissenschafts-Wikis




                      57
Web 2.0, Netzwerkgesellschaft
  und Strukturwandel der
        Öentlichkeit
Strukturwandel der Öentlichkeit
                      „Die durch Massenmedien zugleich
                      vorstrukturierte und beherrschte
                      Öentlichkeit wuchs sich zu einer
                      vermachteten Arena aus, in der mit
                      Themen und Beiträgen nicht nur
                      um Einfluß, sondern um eine in
                      ihren strategischen Intentionen
                      möglichst verborgene Steuerung
Jürgen Habermas:
                      verhaltens-wirksamer
„Strukturwandel
der Öentlichkeit“
                      Kommunikationsflüsse gerungen
[1961/1990]
                      wurde.“


                                                     59
Strukturwandel der Öentlichkeit 2.0
         NETZWERKGESELLSCHAFT
                           Strukturwandel der
   Strukturwandel der
                            Öentlichkeit 2.0
    Öentlichkeit 1.0


   F2F-Kommunikation
     Kultur räsonierend    Netzwerkkommunikation
                            Kultur konsumierend
                              Kultur räsonierend
                             Kultur produzierend
  Massenkommunikation
    Kultur konsumierend




                                                 60
61
Potentiale von
Web2.0  Social Software
 geringe Kosten
 oene Schnittstellen
 einfache Produktion, Distribution und Diskussion von
  Inhalten
 informationelle Selbstbestimmung
 Selbstorganisation
 orts- und zeitunabhängige Kommunikation und
  Publikation von Inhalten
 flache Hierarchien
 Partizipation und aktive Mitgestaltung
 kollaboratives Wissensmanagement
 Erzeugen von (Gegen-)öentlichkeit
 Chance für Deliberation

                                                    62
Danke für Ihre Aufmerksamkeit

Name  Adresse Steen Büel
               media-ocean - Medienberatung
               Peter-Friedhofen-Strasse 2
               54292 Trier



       E-Mail steen.bueel@media-ocean.de
    Homepage http://www.steen-bueel.de
      Weblog http://www.media-ocean.de




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  • 1. Graduiertenkolleg - Universität Trier - 25./26. Mai 2007 Workshop: Webtools für Wissenschaftler Steen Büel | media-ocean.de | Medienberatung 1
  • 2. Das Web im Wandel  „Die Humanisierung des Netzes“ [Die ZEIT]  „Web 2.0 – Das Netz im Remix“ [de:bug]  „Das soziale Netz“ [Die neue Gegenwart]  „Das Publikum an der Macht“ [FAZ.net]  „Die Google-Gesellschaft“  „Das Internet findet wieder zu sich selbst. Vom read-only zum writable Web“ [Slogan einer Tagung in Hamburg]  Web2.0, Social Software, Tagging, Folksonomy, Partizipation, Kollaboration, User-generated content usw. 2
  • 3. Vernetzungsvisionen Great Eastern Cyrus Field (1819-1892) weltweites Tiefseekabelnetz Küste von Neufundland 3
  • 4. Vernetzungsvisionen „The process of tying two items together is the important thing.” „Wholly new forms of encyclopaedias will appear, ready- made with a mesh of associative trails running through them, ready Vannevar Bush: to be dropped into the memex and „As we may there amplified.“ think“ [1945] 4
  • 5. „The Network is the Message“ technische Ebene der Vernetzung  geografische Ebene der Vernetzung  inhaltliche Ebene der Vernetzung  modale Ebene der Vernetzung  soziale Ebene der Vernetzung  gesellschaftliche Ebene der Vernetzung  (trans-)kulturelle Ebene der Vernetzung  5
  • 6. Netzwerkgesellschaft „Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften, und die Verbreitung der Vernetzungs- logik verändert die Manuel Castells: Funktionsweise und die „Der Aufstieg der Netzwerkgesellscha Ergebnisse von Prozessen der ft“ [2003, Seite 527] Produktion, Erfahrung, Macht und Kultur wesentlich.“ 6
  • 7. Netzkultur vs. Massenkultur NETZWERKGESELLSCHAFT Massenkultur Netzkultur Handel mit Information  Teilen von Information  Geheimhaltung oder Verkauf  Gemeinsames Erarbeiten  von Wissen und Teilen von Wissen Produktion von Abhängigkeit  Kollaboration/  Kooperation Closed-Source/ Zugang  gegen Bezahlung Open-Source/ Zugang für  Alle Copyright/  kostenpflichtige  Creative Commons/ Lizensierung freie Lizensierung massenhafte Produktion   Produktion freier vermarktbarer Kulturgüter Kulturgüter 7
  • 8. Die Vervielfachung von Öentlichkeit Im Hypermedium Internet „entstehen neben der globalen Öentlichkeit eine Vielzahl von begrenzten, wenn auch oft frei zugänglichen Öentlichkeiten. Über Websites, Newsgroups, Mailinglisten, Messaging, Chaträume, Wikis oder Blogs berichten sie schneller, direkter und persönlicher […]. Gleichzeitig vernetzen sie, im Unterschied zu den herkömmlichen Kai Lehmann/ Michael Massenmedien, die Menschen, so dass die Schetsche: „Die Google-Gesellschaft. Leser unmittelbar Informationen Vom digitalen Wandel des Wissens.“ (2003) anreichern, ergänzen, kritisieren und korrigieren können.“ 8
  • 9. Kommunikations- Partizipationsforme Shayne Bowman/ Chris Willis: „The Future is here, but do News Media Companies see it?“ [Nieman Reports 2005, Seite 6-10] 9
  • 10. Social Software „Social Software umfasst diejenigen online-basierten Anwendungen, die das Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement in den (Teil-)Öentlichkeiten hypertextueller und sozialer Netzwerke unterstützen.“ Schmidt, Jan (2006): „Social Software: Onlinegestütztes Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement“. erscheint in Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen. 10
  • 11. Die Web 2.0 Mindcloud 11
  • 12. Grundprinzipien im Web 2.0 leichte Bedienbarkeit  geringe Kosten  Web als Plattform  „perpetual beta“  Architektur der Partizipation  keine Trennung in Sender und Empfänger  Kollaboration und Kooperation  soziale Netzwerke, Communities  12
  • 13. User-generated Content Der gut informierte und aktive User
  • 20. Tagging Folksonomies Lebensmittel Frucht ist ein obst Obst apfel ist ein Autor Apfel Metadaten Ressource Taxonomie 20
  • 21. Tagging Folksonomies Tag-Clouds, Folksonomies Nutzer kennzeichnen und katalogisieren Web- Inhalte mit eigenen Schlagworten, so genannten Tags 21
  • 23. Taxonomy vs. Folksonomies? NETZWERKGESELLSCHAFT Taxonomy Folksonomies Millionen Laien   wenige Experten Kollektive Intelligenz   Expertise kritische Masse   Ausbildung Unschärfe/„Fuzziness“   Präzision/ Eindeutigkeit unstrukturiert   strukturiert spontane/ emergente   Ordnung Ordnung  top-down/ Hierarchie  bottom up/ Netzwerk 23
  • 24. Partizipative Kommunikations- und Publikationsformen im Web 2.0
  • 26. Was ist Podcasting? iPod + Broadcasting 26
  • 27. Medientheorie von Bertolt Brecht „Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, Bertolt Brecht sondern auch zu empfangen, also den entwickelte seine Zuhörer nicht nur zu hören, sondern auch Medientheorie in den sprechen zu machen und ihn nicht zu Jahren (1927-1932) isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen.“ 27
  • 30. Weblogs Öentliches Publizieren und Kommunizieren für alle
  • 34. Weblogs…  ... sind Websites  ... basieren auf einfachen Content-Management-Systemen  ... nutzen Basistechnologien (HTTP, URLs, RSS, XML, CSS)  ... präsentieren Inhalte a-chronologisch geordnet  ... publizieren Beiträge mit genauer Zeitangabe  ... werden regelmäßig aktualisiert  ... sind (stark) verlinkt mit anderen Weblogs  ... sind thematisch universell  ... bieten eine Kommentarfunktion  … sind Publikations-, Informations- Kommunikationsform 34
  • 36. Was ist die Blogosphäre? Zum Begri:  „Blogo“ = Summe aller Weblogs  „Sphäre“ = sozialer ‚öentlicher Raum‘ Blogosphäre versteht…  Weblogs als Community  Weblogs als soziales Netzwerk  Weblog-übergreifende Kommunikation  dichte Vernetzung 36
  • 37. Zahlen Fakten zur Blogosphäre Entstehung der Weblogs ca. 1997  weltweit geschätzt ~ 50-70 Millionen Weblogs  weltweit täglich 75.000 neue Weblogs  in Deutschland ~ 300.000 Weblogs  Aufmerksamkeitsverteilung folgt „Power Law“  A-List Blogger ~ „Meinungsführer“  Erzeugen von Öentlichkeit insbesondere durch  Nachrichten-/Meinungs-Blogger  Mehrheit der Blogs = private/ tagebuchartige Weblogs 37
  • 38. Was ist das an Weblogs? „Soziale”
  • 45. Was ist Weblog-Kommunikation? Blogger...  ... schreiben/ bloggen ihre Meinungen, Gefühle, Gedanken  … lesen die Blogs anderer Blogger  ... setzen Links zu anderen Blogs  ... referenzieren Beiträge anderer Blogger  ... kommentieren in anderen Blogs  ... debattieren/ diskutieren miteinander  … vernetzen sich untereinander  … beziehen sich (häufig) auf die klassische Medienkommunikation  … erzeugen eigene (Teil-)Öentlichkeiten 45
  • 46. Weblogs und Gegenöentlichkeit  11. September 2001 / Terror in London  Augenzeugenberichte in Wort, Ton und Bild  Warblogs im Zuge der Irakkriegs  Gegenöentlichkeit, Umgehung der Propaganda  Tsunami-Blogs  schnellstes Medium, Videos, Vermisstensuche  Wahlblogs in USA und Deutschland  politische Diskussionskultur  Hurricane „Katrina“  Flickr-Bilder, Spendenaufrufe, Vermisstensuche  Libanon-Krieg  Dialog in der Nahost-Blogosphäre, Propaganda … 46
  • 49. Die Onlineenzyklopädie Wikipedia + Encyclopedia Wiki = schnell (hawaiianisch) 49
  • 53. Regional- und Stadtwikis Wikis als Instrument der Bürgerbeteiligung
  • 54. Stadt-Wiki  Ein Stadtwiki ist eine Art Lexikon im Internet. Hier werden allgemeine und auch aktuelle Informationen über eine Stadt oder Region gesammelt. Das Besondere an einem Stadtwiki ist, dass sich jeder Leser zugleich auch als Autor betätigen kann. Auf diese Weise tragen viele Benutzer laufend dazu bei, die Informationen zu erweitern und zu aktualisieren, und es entsteht mit der Zeit eine Art digitaler Stadtführer. Anders als bei einem herkömmlichen Stadtführer ist der Raum für Texte nicht eng begrenzt. Die Artikel können laufend auf den neuesten Stand gebracht werden, gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, Veränderungen zu dokumentieren und so Geschichte zu schreiben. 54
  • 58. Web 2.0, Netzwerkgesellschaft und Strukturwandel der Öentlichkeit
  • 59. Strukturwandel der Öentlichkeit „Die durch Massenmedien zugleich vorstrukturierte und beherrschte Öentlichkeit wuchs sich zu einer vermachteten Arena aus, in der mit Themen und Beiträgen nicht nur um Einfluß, sondern um eine in ihren strategischen Intentionen möglichst verborgene Steuerung Jürgen Habermas: verhaltens-wirksamer „Strukturwandel der Öentlichkeit“ Kommunikationsflüsse gerungen [1961/1990] wurde.“ 59
  • 60. Strukturwandel der Öentlichkeit 2.0 NETZWERKGESELLSCHAFT Strukturwandel der Strukturwandel der Öentlichkeit 2.0 Öentlichkeit 1.0 F2F-Kommunikation Kultur räsonierend Netzwerkkommunikation Kultur konsumierend Kultur räsonierend Kultur produzierend Massenkommunikation Kultur konsumierend 60
  • 61. 61
  • 62. Potentiale von Web2.0 Social Software  geringe Kosten  oene Schnittstellen  einfache Produktion, Distribution und Diskussion von Inhalten  informationelle Selbstbestimmung  Selbstorganisation  orts- und zeitunabhängige Kommunikation und Publikation von Inhalten  flache Hierarchien  Partizipation und aktive Mitgestaltung  kollaboratives Wissensmanagement  Erzeugen von (Gegen-)öentlichkeit  Chance für Deliberation 62
  • 63. Danke für Ihre Aufmerksamkeit Name Adresse Steen Büel media-ocean - Medienberatung Peter-Friedhofen-Strasse 2 54292 Trier E-Mail steen.bueel@media-ocean.de Homepage http://www.steen-bueel.de Weblog http://www.media-ocean.de 63