Kartoffeln und Computer     ZW Jena - 2013
P.M.• P.M. : häufigste Initialen im Schweizer  Telefonbuch• * 1947, lebt in Zürich                                        ...
„Die Marktwirtschaft ist am Ende-               Was nun?“                   „Angesichts der Selbstverspottung des Systems ...
Alternative „Survivalism“?                             4
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Eine andere Welt ist möglich!• Was brauchen wir zum Leben?                         •    …                         •    ......
Eine andere Welt ist möglich!• Was brauchen wir zum Leben?• Wo kriegen wir es her?                       Kapitalismus     ...
Übrigens:Ist das, was wir kriegen, überhaupt das,was wir für ein GUTES LEBEN brauchen?                                    ...
Eine andere Welt ist möglich!• Was brauchen wir zum Leben?      Im Kapitalismus      Nach dem Kapitalismus:          •    ...
Was wir zum Leben brauchen• Natur         Atmosphäre, Landschaft, Wasser, Wälder, Böden,          Fischgründe, Biodiversi...
CommonsCommons= „Arrangements zur Herstellung und Erhaltung von gemeinsam genutzten Ressourcen“ (P.M.)= eine spezifische A...
Commons Commons (nach P.M.)Allgemeine          Kreativ/ kooperative   Subsistenz in derDienstleistungen    Projekte       ...
Commons»Das gemeinsame Wohlergehen wird in der Zukunft aufzwei elementaren Zugangsformen basieren: Zugang zuLand (Nahrung,...
Transformation = Not wendenRahmenbedingung: Umweltgerechtigkeit 1000 Watt-Gesellschaft• Reduktion des CO2-Emission• Bishe...
Transformation„Der Kapitalismus wird durch eine Vielfalt vonKreisläufen transformiert werden…“Relokalisierung: Abhängigkei...
Transformation„Der Kapitalismus wird durch eine Vielfalt vonKreisläufen transformiert werden…“Kooperation und Nachbarschaf...
Kooperation und Nachbarschaft• Stadt wächst mit Land zusammen• „Großhaushalt, der von seinen Mitgliedern gestaltet wird“• ...
Kooperation und Nachbarschaft• Mikrozentrum (Großhaushalt)                                      18
Kooperation und NachbarschaftZ.B. Kraftwerk 1 (Zürich)• Neubau in ehem. Industriegebiet,• Umnutzung älterer Bauten …• 1993...
Kooperation und NachbarschaftZ.B. Kraftwerk 1 (Zürich)                                       20
Kooperation und NachbarschaftErnährungssouveränität:• „Der ganze Kreislauf von Produktion,  Verteilung, Zubereitung und Ve...
Fraktale Strukturen statt Hierarchie                                   22
Fraktale Strukturen statt Hierarchie        Stadtteile           und       Kleinstädte              Großstädte            ...
Fraktale StrukturenStadtteile/ Kleinstädte:• Wasser, Energie, Transportwesen, Bildung, medizinische  Versorgung, Verkehrsn...
Fraktale StrukturenGroßstädte und Regionen:• Krankenhäuser, Universitäten, Energieerzeugung,  Baustoffherstellung, Opernhä...
Fraktale StrukturenSubkontinentale Zweckverbände:• Z.B. Nordamerika, Indien, Südsahara- Afrika…• Geogr. Gebiete, wo bestim...
Fraktale StrukturenPlanetarische Organisation:• “Selbst wenn es im Moment noch pompös erscheint, über  „planetarische Plan...
Fraktale Strukturen                      28
Fraktale Strukturen                      29
Was haben wir davon?• Senkung der Lebenshaltungs“kosten“ bei gleicher oder  besserer Lebensqualität• Neue, kollektive Lebe...
Und wie kommen wir dahin?• Initiativen wie Vertragslandwirtschaft, Gemeindeökonomie,  Wohngenossenschaften, produktive Net...
WAS TUN?• Nachbarschaften entwickeln: Nachbarn, Vereine,  Genossenschaften, Vertragslandwirtschaft,  Nachbarschaftsdepots ...
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Kartoffeln und Computer - Vorstellung einer lebenswerten Alternative

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Vorstellung des Buches "Kartoffeln und Computer" von P.M., verbunden mit eigenen Gedanken aus der Zukunftswerkstatt Jena

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Kartoffeln und Computer - Vorstellung einer lebenswerten Alternative

  1. 1. Kartoffeln und Computer ZW Jena - 2013
  2. 2. P.M.• P.M. : häufigste Initialen im Schweizer Telefonbuch• * 1947, lebt in Zürich 2
  3. 3. „Die Marktwirtschaft ist am Ende- Was nun?“ „Angesichts der Selbstverspottung des Systems lohnt sich eine Kritik nicht mehr.“Nur noch11 % derWeltbevölkerungglauben,dass derKapitalismus gutfunktioniert. 3
  4. 4. Alternative „Survivalism“? 4
  5. 5. 5
  6. 6. Eine andere Welt ist möglich!• Was brauchen wir zum Leben? • … • ...• Wo kriegen wir es her? • … • ... 6
  7. 7. Eine andere Welt ist möglich!• Was brauchen wir zum Leben?• Wo kriegen wir es her? Kapitalismus • … • ... • 10 Prozent der Weltbevölkerung besitzen 85 Prozent des Vermögens. • Eine Hälfte der Weltbevölkerung verdient 1 Prozent des Gesamteinkommens, die andere 99 Prozent. • 20 Prozent „Reiche“ verbrauchen 80 Prozent der Ressourcen, während 80 Prozent „Arme“ sich die verbleibenden 20 Prozent der Ressourcen teilen. 7
  8. 8. Übrigens:Ist das, was wir kriegen, überhaupt das,was wir für ein GUTES LEBEN brauchen? 8
  9. 9. Eine andere Welt ist möglich!• Was brauchen wir zum Leben? Im Kapitalismus Nach dem Kapitalismus: • … • ... ?• Wo kriegen wir es her? Im Kapitalismus Nach dem Kapitalismus: • … • ... ? 9
  10. 10. Was wir zum Leben brauchen• Natur  Atmosphäre, Landschaft, Wasser, Wälder, Böden, Fischgründe, Biodiversität…• Soziales  Plätze, Parks, öffentliche Gärten, Feierabend, Mitfahrgelegenheiten, digitale Netze, Sport- und Freizeittreffs• Kultur  Sprache, Erinnerung, Wissen, Musik• Digitaler Raum  Software-Codes, hochgeladene Inhalte 10
  11. 11. CommonsCommons= „Arrangements zur Herstellung und Erhaltung von gemeinsam genutzten Ressourcen“ (P.M.)= eine spezifische Art von Beziehungen zwischen Menschen in Bezug auf Dinge, die für ihre Existenz notwendig sind. S. 10-11 11
  12. 12. Commons Commons (nach P.M.)Allgemeine Kreativ/ kooperative Subsistenz in derDienstleistungen Projekte LandwirtschaftGrundversorgung, Handwerk, leichte Ernährunggesellschaftliche Gewerbe,Dienste, Dienstleistungen,Industrie Künste 12
  13. 13. Commons»Das gemeinsame Wohlergehen wird in der Zukunft aufzwei elementaren Zugangsformen basieren: Zugang zuLand (Nahrung, Rohstoffe, Energie etc.) und Zugang zuWissen (die Fähigkeit, alle Produktionsmittel zu nutzen undzu verbessern, seien sie nun materiell oder immateriell): imGrunde geht‘s also um Kartoffeln und Computer.« 13
  14. 14. Transformation = Not wendenRahmenbedingung: Umweltgerechtigkeit 1000 Watt-Gesellschaft• Reduktion des CO2-Emission• Bisheriger Energieverbrauch lässt sich nicht umweltverträglich durch Erneuerbare Energien abdecken S. 16-17, 18 „Es geht nicht ums Einschränken, sondern um andere Formen des Lebensgenusses.“ 14
  15. 15. Transformation„Der Kapitalismus wird durch eine Vielfalt vonKreisläufen transformiert werden…“Relokalisierung: Abhängigkeiten minimieren• Transporte reduzieren, bzw. verändernErnährungssouveränität: für jeweils einige Hundert Menschen inStadt und Land (kommt gleich noch)Industrielle Subsistenz: klar gegliedertes Netzwerk aus einanderergänzenden, halbautomatischen Einheiten 15
  16. 16. Transformation„Der Kapitalismus wird durch eine Vielfalt vonKreisläufen transformiert werden…“Kooperation und Nachbarschaft: Zusammen gut leben.• Güter teilen (Auto, Waschmaschine, Rasenmäher, Werkzeuge…)• Ausgleich der Ökobilanzen (ein Nachbarschaftsauto mehr gegen weniger Fleischkonsum…) • „500 Bewohner in der Stadt, verbunden mit dem Land“ (ca. 100 ha, max. 40 km entfernt) 16
  17. 17. Kooperation und Nachbarschaft• Stadt wächst mit Land zusammen• „Großhaushalt, der von seinen Mitgliedern gestaltet wird“• Landwirtschaft: Permakultur  Ernährungssouveränität S. 22-24 17
  18. 18. Kooperation und Nachbarschaft• Mikrozentrum (Großhaushalt) 18
  19. 19. Kooperation und NachbarschaftZ.B. Kraftwerk 1 (Zürich)• Neubau in ehem. Industriegebiet,• Umnutzung älterer Bauten …• 1993…2001 Erd- und Obergeschoss für Gemeinschaftsräume „Clusterwohnung“ 19
  20. 20. Kooperation und NachbarschaftZ.B. Kraftwerk 1 (Zürich) 20
  21. 21. Kooperation und NachbarschaftErnährungssouveränität:• „Der ganze Kreislauf von Produktion, Verteilung, Zubereitung und Verbrauch von Nahrungsmitteln, ebenso wie die Verwertung von Abfällen kann demokra- tisch direkt von den betroffenen Menschen organisiert und kontrolliert werden.“• „Menschen, die sich selbst ernähren können, sind weniger anfällig für Erpressung und Ausbeutung auf anderen Ebenen.“ 21
  22. 22. Fraktale Strukturen statt Hierarchie 22
  23. 23. Fraktale Strukturen statt Hierarchie Stadtteile und Kleinstädte Großstädte und Regionen Patchwork von Territorien 23
  24. 24. Fraktale StrukturenStadtteile/ Kleinstädte:• Wasser, Energie, Transportwesen, Bildung, medizinische Versorgung, Verkehrsnetz, Sicherheit, Gerichtsbarkeit, Wohnungsbau, Feuerwehr, Kommunikationsmedien…• Öffentliche Depots für Kleidung und Möbel, Reparaturbetriebe, öffentliche Werkstätten… 24
  25. 25. Fraktale StrukturenGroßstädte und Regionen:• Krankenhäuser, Universitäten, Energieerzeugung, Baustoffherstellung, Opernhäuser, Zoo, Museen, Eislaufbahn…• Kooperatorium: permanente KooperationsbörsePatchwork von Territorien statt Großnationen:• Per Zug in 2-3 Stunden erreichbare Orte• Weitgehend selbständige Versorgungsgebiete• Bildung, Baustoffe, Transportsysteme, Gerichtsbarkeit 25
  26. 26. Fraktale StrukturenSubkontinentale Zweckverbände:• Z.B. Nordamerika, Indien, Südsahara- Afrika…• Geogr. Gebiete, wo bestimmte Produkte zentral hergestellt und effektiv verteilt werden können: • Stahl, Aluminium, Maschinenmodule, Chemikalien, Elektrogeräte, Transportmittel, Kommunikationsnetze… S. 35-36 26
  27. 27. Fraktale StrukturenPlanetarische Organisation:• “Selbst wenn es im Moment noch pompös erscheint, über „planetarische Planung“ zu sprechen, so werden wir langfristig nicht darum herumkommen, globale Ressourcen gerecht zu verteilen und dafür geeignete Institutionen zu schaffen.“• Planung: „an die Zukunft denken und entsprechende Vorkehrungen treffen “• Keine Befehlskette mehr, sondern wird tendenziell von allen betrieben S. 50-51 27
  28. 28. Fraktale Strukturen 28
  29. 29. Fraktale Strukturen 29
  30. 30. Was haben wir davon?• Senkung der Lebenshaltungs“kosten“ bei gleicher oder besserer Lebensqualität• Neue, kollektive Lebensqualität• „Wir können die Ketten der Lohnarbeit ablegen und uns vom Gesetz des Profits und der Herrschaft der Oligarchien befreien (Letztere können als ganz normale Menschen in die allgemeine Bevölkerung absorbiert werden und glücklich leben bis ans Ende ihrer Tage)… „ 30
  31. 31. Und wie kommen wir dahin?• Initiativen wie Vertragslandwirtschaft, Gemeindeökonomie, Wohngenossenschaften, produktive Netzwerke…• Politische Initiativen …•  Hoffnung auf „Unterwanderung“, „Abwicklung“ des Kapitalismus 31
  32. 32. WAS TUN?• Nachbarschaften entwickeln: Nachbarn, Vereine, Genossenschaften, Vertragslandwirtschaft, Nachbarschaftsdepots einrichten… • Quartierzentren einrichten und Stadtpolitik machen: Bürgerinitiativen entwickeln Konzepte für Quartierzentren, nichtkommerzielle Treffpunkte, verkehrsfreie Plätze, Kooperationsbörsen… • Regionen aktivieren: Verknüpfung von Bauernbetrieben mit städtischen Nachbarschaften, regionale Energieversorgung• Territorien stärken: Demokratisierung, ökol. Kreisläufe• Global zusammenarbeiten: Unterstützung der Commons 32
  33. 33. Mehr unter:• http://zw-jena.de• http://zw-jena.de/blog• http://wiki.zw-jena.deKontakt:• info@zw-jena.de 33

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