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Newsletter September 2017
Stiftungszweck
SozialunternehmerInnen zu
unterstützen, die ökologische
Herausforderungen und soziale
Missstände angehen, um positive,
nachhaltige Wirkung zu erzielen.
Einsatzgebiete
Lateinamerika, Schweiz
Eos = griechische Göttin der Morgenröte,
kündigt den kommenden Tag an, verwandelt
das Dunkel in Licht
Eos Entrepreneur Foundation
Eos Stiftung für UnternehmerInnen | Fundación Eos Emprendedores
Die Stiftung kann sich dank Projektförderorganisationen
und Spenden in mehreren Projekten in Kolumbien,
Nicaragua und in der Schweiz engagieren. Jedoch, wie
steuert die Stiftung die Projekte, z.B. in Lateinamerika?
Dazu gibt es verschiedene Projektleitungsinstrumente,
eines davon ist die Qualitätssicherung bzw. das Monitoring
vor Ort.
In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen Einblick in das
Monitoring unserer Projekte, spezifisch in das
Kakaoprojekt in Kolumbien und das Gesundheitsprojekt in
Nicaragua.
Die regelmässig durchgeführten Feldvisiten ermöglichen
einen Realitätscheck und eine Fortschrittsüberprüfung, die
von besonderer Wichtigkeit für das Gelingen der Projekte
ist, um eine möglichst hohe positive Wirkung in der
Bevölkerung bzw. bei den Begünstigten zu erzielen.
Die Feldvisiten weisen aber auch eine hohe Bedeutung für
die Evaluation möglicher zukünftiger Projekte auf, wie dies
am Beispiel von Plantagenbesuchen in Peru in diesem
Newsletter aufgezeigt wird.
Als Stiftung evaluieren wir jedes prospektive Projekt auch
vor Ort, nachdem wir vorgängig bereits Gespräche und
Analysen durchgeführt haben.
Im Weiteren darf ich Sie in diesem Newsletter über zwei
sehr interessante Entwicklungen im Rahmen des Projektes
Eos ECIS zur Förderung von SozialunternehmerInnen
(SocEnt) informieren. Eine von uns geförderte
Sozialunternehmerin baut sich dank mehrjährigem
Coaching durch unsere Stiftung und viel unter-
nehmerischem Elan ihrerseits nachhaltig auf.
Zweitens können wir der SocEnt Community neu ein
Self-Assessment anbieten, das als Tool einzigartig ist,
indem die SocEnt selbständig Stärken und Schwächen
online identifizieren können. Gleichzeitig gibt es der
Stiftung die Möglichkeit, SocEnt mit nachgewiesenem
Bedarf als Resultat des Self-Assessment, Coaching
anzubieten. Zur Lancierung des Self-Assessment Tools
am 1. Oktober 2017, dem Europäischen Tag der
Stiftungen und SpenderInnen, lesen Sie auf Seite 7.
Diesen Sommer feiern wir als Stiftung das 5-jährige
Bestehen. Zu diesem Anlass dürfen wir Ihnen Schoggi
vom Valle del Cauca, von unserer Kakao-Kooperative,
anbieten. Feiern Sie mit uns!
Es freut mich ausserordentlich, dass wir durch unser
Engagement, wenn auch mit bescheidenen Mitteln, so
viel erreichen konnten. Danke Ihnen allen ... für einen
guten Hinweis, begeisterte Mithilfe, Unterstützung
durch Tat, Mitdenken oder Projektfinanzierung ... Sie
alle haben zum Gelingen beigetragen!
Herzlichst, Ihre
Dr. Erna Karrer-Rüedi
Geschäftsleiterin | Mitgründerin
Projekt Monitoring
Einblick in die Projekte
Eos ECIS
SocEnt Self-Assessment Tool
5 Jahre Eos EF
Schoggi vom Valle del Cauca
2
Die Projekte der Eos Entrepreneur Foundation werden sorgfältig einem Monitoring unterzogen. Dieser
wichtige Bestandteil in der Umsetzung der Projekte hilft einerseits, transparent über den Verlauf der
Projekte gegenüber den verschiedenen Stakeholders zu kommunizieren, anderseits fördert es den Austausch
zwischen Begünstigten, Projektleitung, Coaches und Projektförderorganisationen.
Die Vorbereitung eine wichtige Phase
Feldvisiten sind, wie bereits erwähnt, im
Kontext des Projekt Monitoring von
besonderer Bedeutung. Entsprechend wird
erwartet, dass alle Stakeholders sich auf
die Feldvisiten vorbereiten, um die Zeit
miteinander möglichst gut zu nutzen, d.h.
Fortschritte aufzuzeigen und zu
überprüfen, sowie Herausforderungen
und/oder Lösungsansätze für Probleme
einzubringen. Integrität, Klarheit und
Offentheit ist dazu in unserer Projektkultur
eine Voraussetzung.
Bei den Projekten vor Ort bei unseren Social Entrepreneurs und lokalen Ansprechsgruppen
1. Tag: Ankunft in Cali, Kolumbien
Kontaktaufnahme mit Projekt: Unterstützung von nachhaltigem Kakaoanbau und
einkommensgenerierenden Aktivitäten in einer Kleinbauern Kooperative
2. Tag: Besprechung mit Projektmitarbeitenden, Gespräche mit ortskundigen Kollegen, letzte Vorberei-
tungen für die Versammlung der Kooperative
3. Tag: Sonntagmorgen - Versammlung der Kakao
Kleinbauern-Kooperative (Bild oben).
Projektfortschritt, Ergebnisse und der dringliche
Bedarf einer zentralen Kontroll- und Sammelstelle
für Kakaobohnen werden u.a. diskutiert.
Mitgebrachte Milchschoggi aus der Schweiz wird an
die rund 160 Anwesensenden verteilt mit dem Ziel,
2017/18 erstmals Schoggi aus ihren eigenen
Kakaobohnen kosten zu können.
Am Nachmittag werden Feldvisiten mit Kleinbauern
durchgeführt, die Neubepflanzungen von
Kakaobäumen gemacht oder Fermentationskisten
erworben haben. Das fachtechnische Team und die
Projektleitung sowie ein Projektbeiratsmitglied
arbeiten aktiv mit auf der Feldvisite bzw. bei den
Monitoringaktivitäten. Kurze Trainings zeigen auch
explizit die Arbeit des fachtechnischen Teams (Bild
nebenan) in Begleitung des Agronomen und der
regionalen Fachstelle für Kakaoanbau auf.
Projekt Monitoring: Einblick in die Projekte in Lateinamerika
3
4. Tag: Feldvisiten bei Kleinbauern, Bodenproben werden genommen, den frischgepflückten Mazorcas
werden Kakaobohnen
entnommen, diese werden
sorgfälltig abgepackt und die
Proben werden beschriftet.
Die Kleinbauern werden
befragt, wie sie den Nutzen
und die Wirkung unserer
Projektarbeit beurteilen als
Grundlage für eine mögliche
weitere Zusammenarbeit.
Referenz von Señor Wilmer
(Bild links): Das Vorgehen
fand ich sehr gut; die
Weiterbildung, u.a. im
Pfropfen, in der
Fermentation, ... jeden Tag lerne ich etwas dazu. Wir haben einen Mehrwert erhalten, den wir spüren,
so konnten wir auch den Baumbestand erneuern, ... wir schätzen die Unterstützung von Eos sehr
(Interview Ausschnitt, Übersetzung aus dem Spanischen).
5. Tag: Besuch einer zweiten Kakao-Kooperative in einer anderen Region des Valle del Cauca, die um
Unterstützung und eine Zusammenarbeit mit unserer Stiftung angefragt hat; Abfahrt in Cali um
5 Uhr morgens. Mit mehreren Kleinbauern, dem Agronom, dem regionalen Vertreter und dem
Projektbeiratsmitglied besichtigen wir die verschiedenen Bepflanzungen, beobachten den Stand der
Nachernteverarbeitungsprozesse und nehmen Boden- wie auch Kakaobohnenproben.
6. Tag: Zurück bei der Kleinbauern-Kooperative, die unsere Stiftung seit ca. zwei Jahren in der Qualitäts-
steigerung und Praktiken zur
Produktivitätssteigerung
unterstützt. Wiederum
herrscht ein heissfeuchtes,
tropisches Klima! Da die
Kooperative im Agroforst
Anbau produziert, können wir
uns immerhin im Schatten der
Grossstammbäume zwischen
den Kakaobäumen und
Zitruspflanzen, respektive
Früchtesträuchern bewegen.
Referenz von Señora Silverina
(Bild rechts): Meine
Erfahrungen sind sehr gut.Wir
lernen viel. Ein Danke an Eos;
die Produktivität konnte
gesteigert werden. Ich hoffe, dass es weiter geht mit der Zusammenarbeit, leben wir doch mit dem
Einkommen vom Kakao. Vielen Dank an euch alle (Interview Ausschnitt, Übersetzung aus dem
Spanischen).
7. Tag: Durchführung eines Workshop zusammen mit der Projektleitung und eingeladenen Fachspezialisten.
Der Einsatz wird verdankt, die weitere Zusammen-
arbeit und die Inkludierung einer zweiten
Kooperative im Valle del Cauca in das Projekt werden
besprochen.
Die gesammelten Proben werden getrocknet und für
die Weiterreise verpackt. Im Bild rechts: Proben der
Kakaobohnen werden getrocknet und dann, zurück in
4
der Schweiz, vom ETH Institut für terrestrische Ökosysteme und Bodenschutz u.a. auf Cadmium
analysiert, zusammen mit den ebenfalls mitgebrachten, dazugehörigen Bodenproben. Die Resultate
für die Bodenproben wie die Kakaobohnen, so zeigt sich, sind ausgezeichnet.
8. Tag: Transfer von Cali, Kolumbien via Bogota und San Salvador nach Managua, Nicaragua. Ein
Stiftungsratsmitglied stösst in Managua hinzu und unterstützt das Monitoring des Projekts: Zugang
zu Gesundheitsdienstleistungen in unterversorgten Regionen Nicaraguas
9. Tag: Treffen mit einer Alianza Teritorial, d.h. einem Gesundheitszentrum bzw. Hub im Südwesten von
Managua. Zentrales Thema
ist die Prävention, das
Testen und die
Bewusstseinsmachung von
Diabetes II. Diskussionen
über Coaching der
prospektiven Social
Entrepreneurs, sei es
seitens Gesundheits-
zentrum, sei es seitens Eos
Entrepreneur Foundation
werden geführt. Rollen und
Verantwortlichkeiten für die Zusammenarbeitsvereinbarung werden festgehalten sowie Zeitplan
und Budget nochmals überarbeitet (Bild oben). Materialien wie Blutzuckermessgeräte und
Teststreifen werden dem Projekt Team vor Ort übergeben. Somit wird die Zusammenarbeit mit
diesem Gesundheitszentrum bzw. Hub definitiv vereinbart.
10. Tag: Visite eines weiteren Hubs mit Aussentstellen bzw. Spikes im Norden und Nordosten von Nicaragua;
heute besuchen wir mit einer Sozialunternehmerin ihre unterversorgte Gemeinde, wo sie mit den
Bedürftigen arbeitet (Bild unten rechts). Wir wohnen einem hervorragenden Training in Diabetes
Erkennung und Prävention bei; die Sozialunternehmerin präsentiert den Anwesenden. Eine
anregende Diskussion folgt, die einmal mehr
aufzeigt, wie gravierend die Problematik von
Diabetes II sich manifestiert. Schicksale,
Risikofaktoren im Alltag, ... nur selten
bekommen die Anwesenden die Möglichkeit,
den Weg der Zuversicht mit der
Unterstützung einer sehr berufenen
Sozialunternehmerin zu gehen. Schliesslich
nehmen wir aber auch die Erkenntnis mit,
dass Diabetes II wohl eine grosse
Herausforderung für die Leute in der
Gemeinde ist, jedoch nur eine von vielen.
Gespräche mit der Leiterin des Hub und der
Sozialunternehmerin werden anschliessend
geführt, die Entwicklung des Projektes
diskutiert, Verbesserungsmöglichkeiten und
Perspektiven der weiteren Zusammenarbeit besprochen.
11. Tag: Visite einer durch Netzwerkkontakte vermittelten NGO in Estelí, die sich auf Kleingartenanbau
spezialisiert hat, um der Bevölkerung eine gesunde Ernährung zu ermöglichen. Das Team der NGO
trainiert umliegende Gemeinden im Gartenbau sowie in gesunder Ernährung, u.a. zwecks
Prävention von Diabetes II. Der Zugang zu Wasser ist in diesem Kontext ein wesentlicher Faktor, ja
die Voraussetzung für das Gelingen der Initiative. Zusammenarbeitsmöglichkeiten werden
besprochen.
12. Tag: Besuch eines dritten Hubs in San Marcos. Der Stand der weiteren Zusammenarbeit wird evaluiert
sowie auf die Herausforderungen der vergangenen 12 Monate eingegangen. Das neu formierte
5
lokale Team in San Marcos zeigt sich enthusiastisch, Social Entrepreneurs zu coachen sowie die
bereits bestehenden Räumlichkeiten für die bevorstehende Arbeit entsprechend einzurichten. Noch
gibt es viel zu tun, aber der Bedarf in der Bevölkerung sowie die Motivation des jungen Teams
überzeugt.
13. Tag: Transfer von Managua, Nicargua via San Salvador nach Lima, Peru
Neuprojektevaluation: Kaffeeplantage im Amazonas sowie Avocado und Maracuja Anbau im
Nordosten des Landes
14. Tag: Morgens um 5 Uhr fahren wir los, vom Flughafen her aus der Stadt hinaus via Carreterra Central.
Eine lange Fahrt wartet auf uns
via Casapalca, El Ticlio (4 818
m.ü.M), Morococha nach Oroya,
Tarma, Acobamba, Palca,
Carpapata, Yanango, ... und
schliesslich nach La Merced.
Wasser und Brötchen, später
Vollkornguetzli begleiteten uns
durch die Strapazen, bei einer
Höhe zwischen 3 000 und 4 000
m.ü.M, Verschüttungen, vor uns
40t Lastwagen im Kriechgang,
Steinschlag, verbrecherische
Überholmanöver beobachtend,
Regen und über die Ufer tretende Flüsse. ...sowie das Ziel, heute noch nach La Merced zu gelangen.
15. Tag: In La Merced hält der Regen an; wir sind im Amazonas! Die Flüsse schwellen an, Erdrutsche machen
jegliche Fortbewegung unberechenbar. Die geplante Absicht, die Finca der Kaffeefamilie heute zu
besuchen, muss verschoben werden. Ob es wohl noch klappt?
16. Tag: Noch regnet es, doch ab
und zu gibt es Aufhellungen.
Ergo wagen wir die
dreistündige Fahrt ins
Hochland des Kaffees und
treffen uns mit dem Leiter
der Finca und seiner Familie.
Darauf besichtigen wir die
Finca und die Umgebung
der Kaffeeplantage (siehe
Bild rechts). Die Herzlichkeit
und Gastfreundschaft ist
immer wieder
überwältigend. Doch die
dunklen Wolken am weiten
Horizont und das Wissen um
den stark lehmhaltigen,
steilen Weg, der uns zur
Finca führte, lassen uns den
Rückweg antreten, was sich im nachhinein als ein weiser Entscheid erwies.
17. Tag: Auch heute haben wir wieder eine lange und beschwerliche Fahrt vor uns, nämlich zurück nach
Lima und am gleichen Tag noch in den Norden von Lima nach Huacho/Barranca. Eine Abkürzung zu
nehmen, die gemäss Landkarte Sinn macht, wird uns dringend abgeraten. Strassenblockaden und
Steinschlag seien zu häufige Vorkommnisse auf dieser Strecke. Im Morgengrauen sind wir mit
Proviant und Wasser bereits wieder unterwegs; wir haben eine Ahnung, was vor uns liegt. Wohl gibt
es wirklich unzählig viele Steinverschüttungen auf der Strasse, aber zur frühen Morgenstunde sind
6
die Lastwagen noch nicht unterwegs. So können wir die ersten drei bis vier Stunden ohne Stress
fahren, dann kommen Unfälle, Lastwagen, Gegenfahrbahn gesperrt, Rückstau, ...immer vor Augen,
dass wir uns in einem der grössten Erzabbaugebiete des Landes befinden, respektive dieses
durchqueren. Unglaublich!
In tiefer Nacht erreichen wir Huacho und somit
die Unterkunft, eine Oase der Ruhe.
18. Tag: Besuch innovativer Initiativen im nachhaltigen
Anbau wie auch in der sozio-ökonomischen
Entwicklung in der sandwüstenähnlichen Region.
So besichtigen wir eine Avocado Plantage am
Morgen, am Nachmittag dann eine Maracuja
Plantage. Diskussionen mit der Plantagenleitung
erlauben jeweils einen detaillierten Einblick in
das operative Geschäftsmodell.
19. Tag: Der Besuch bei einer Guanabana- respektive
Paprikaschoten-Plantage runden die
Neuprojektevaluation in Peru ab. Noch gäbe es
zwei weitere Initiativen von Sozialunternehmen
in der Region zu besuchen; die Zeit und die
dazwischenliegenden grossen Distanzen
erlauben uns dieses Unterfangen nicht mehr. Die
Innovationskraft der verschiedenen Projekte
nehmen wir in Gedanken mit und werden
Schwerpunkte von zukünftigen Gesprächen sein.
20. Tag: Fahrt zurück nach Lima, wo wir den Flug zurück
in die Schweiz nehmen.
21. Tag: Ankunft in Zürich unsere Gedanken weilen noch bei unseren Projekten in Kolumbien und in
Nicaragua sowie den neu geknüpften Kontakten vor Ort in Peru. Die Eindrücke von diesen
Monitoring Visiten begleiten uns noch während vielen Monaten in unseren täglichen Projekt- und
Fundraisingaktivitäten.
Kakaoblüten
7
Am 1. Oktober 2017 lancieren wir im Rahmen des Europäischen Tages der Stiftungen und der SpenderInnnen das
Social Entrepreneur online Self-Assessment Tool, ein Instrument zur Selbsteinschätzung für Sozialunternehmer-
Innen und deren Initiativen. Ziel und Zweck des online Instrumentes ist, dass:
interessierte SozialunternehmerInnen eine Selbsteinschätzung ihrer unternehmerischen Fähigkeiten online
machen sowie identifizieren können, ob ihre Initiative als Sozialunternehmen qualifiziert. Die BenutzerInnen
des Tools können sich mit einer ID identifizieren, die Selbsteinschätzung kann zu einem späteren Zeitpunkt
wiederholt werden, um Veränderungen/Fortschritte zu beobachen, respektive zu erkennen.
SocEnt sich selbst und die Initiative durch das moderne, interaktive Selbsteinschätzungsinstrument besser
verstehen sowie erkennen, wo Stärken und Schwächen liegen, d.h. wo es Unterstützung bedarf respektive wo
es gilt, Defizite anzugehen.
Eos Entrepreneur Foundation bietet durch das Eos ECIS Projekt SozialunternehmerInnen Unterstützung an, deren
Initiative soziale und/oder ökologische Herausforderungen angehen und die einen gewissen Grad an unterneh-
merischen Fähigkeiten und Offenheit für Denkprozesse aufweisen. Gleichzeitig müssen die Sozialunternehmer-
Innen in ihrer Selbsteinschätzung sich bewusst werden, dass sie Coaching brauchen, sprich, dass sie professionelle
Unterstützung von der Stiftung beantragen wollen, um nachhaltig sich zu entwickeln, respektive ihre positive
Wirkung weitertragen zu können sowie selber wirtschaftlich stabil/selbsttragend zu werden.
Lernen Sie mehr über das online Self-Assessment Tool auf unserer Webseite:
www.eosentrepreneurfoundation.org/eos-ecis
Kommen Sie an unseren Anlass am Tag der Stiftungen, 1. Oktober 2017, im Bahnhof
Zürich Stadelhofen und Bahnhof Luzern. Details finden Sie in der Woche vor dem
Anlass auf Twitter und Facebook
Vielen Dank allen Freunden und Förderern der Stiftung für die Unterstützung der Projekte,
auch jenen, die nicht namentlich genannt werden möchten!
Eos ECIS
Lancierung des Social Entrepreneur Self-Assessment Tool
Die bevorstehenden Anlässe am Europäischen Tag der Stiftungen (1. Okt) sowie am
Giving Tuesday (28. Nov) geben Möglichkeiten zum Austausch, Eos Entrepreneur Foundation besser
kennen zu lernen und um sich in den Projekten zu engagieren.
Sie können Social Entrepreneurs und deren Initiativen mit einem finanziellen Beitrag
oder als ehrenamtlich tätiger Coach unterstützen.
8
Unser 5-jähriges Jubliäum feiern wir als Meilenstein!
ü Seit 5 Jahren baut die Eos Entrepreneur Foundation Projekte mit positiver Wirkung auf und unterstützt
nachhaltiges, unternehmerisches Engagement. Fachkenntnisse, begeisterte Mithilfe, Unterstützung durch
Taten, Mitdenken oder Projektfinanzierung ... Sie alle haben zum Gelingen beigetragen.
ü Wir können uns als eine dedizierte Coaching Stiftung positionieren, arbeiten auf solidem Grunde mit den
SozialunternehmerInnen zusammen, die sich mit und bei Begünstigten direkt engagieren.
ü Diesen Sommer können wir eine erste Kakaobohnenlieferung von 250kg von der Kakao Kleinbauern-
Kooperative aus dem Valle del Cauca in die Schweiz importieren. Es ist ein grosser und wichtiger Schritt für
alle; für die Kakao Kleinbauern-Kooperative, das technische Team vor Ort, den Agronom und die
Koordinatoren, die Spezialisten, die Logistik-Verantwortlichen.
Feiern Sie mit uns! Schoggi-Tafeln und Kakao-Nibs werden aus diesen Kakaobohnen hergestellt die Kakao
Kleinbauern-Kooperative und Eos Entrepreneur Foundation wünschen Ihnen ein genussvolles Tasting!
Eos Entrepreneur Foundation
wurde 2012 von Erna Karrer-Rüedi, Dr.
sc.nat. ETH und Urs Karrer, Dr. oec.
gegründet und kann auf langjährige
Erfahrung in Beratung, bzw. Strategie-
entwicklung und umsetzung zurückgreifen,
u.a. 25+ Jahre internationale Berufs-
erfahrung in Microfinance und sozialverant-
wortlichem Investieren wie auch in Umwelt-
wissenschaft und nachhaltiger Entwicklung.
Erna und Urs sind regelmässig bei den
aktuellen und möglichen weiteren Projekten
vor Ort, u.a. in Nicaragua und Kolumbien.
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf
info@eosentrepreneurfoundation.org
www.eosentrepreneurfoundation.org
www.twitter.com/Eos_EFoundation
www.facebook.com/EosEntrepreneurFoundation
www.linkedin.com/company/eosentrepreneur-foundation
Raiffeisenbank Thalwil, 8800 Thalwil
IBAN: CH75 8149 0000 0019 8991 7
BIC: 81490 / SWIFT: RAIFCH22E90
Bildnachweis: Eos Entrepreneur Foundation
Jubiläums-Schoggi vom Valle del Cauca beziehen Sie über
www.eosentrepreneurfoundation.org
Kommen Sie an unseren Giving Tuesday Anlass am
28. November 2017. Details folgen über Twitter, Facebook und LinkedIn
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Fundación Eos Emprendedores - Boletin Otoño 2014
 

Eos Entrepreneur Foundation - Update September 2017

  • 1. Newsletter September 2017 Stiftungszweck SozialunternehmerInnen zu unterstützen, die ökologische Herausforderungen und soziale Missstände angehen, um positive, nachhaltige Wirkung zu erzielen. Einsatzgebiete Lateinamerika, Schweiz Eos = griechische Göttin der Morgenröte, kündigt den kommenden Tag an, verwandelt das Dunkel in Licht Eos Entrepreneur Foundation Eos Stiftung für UnternehmerInnen | Fundación Eos Emprendedores Die Stiftung kann sich dank Projektförderorganisationen und Spenden in mehreren Projekten in Kolumbien, Nicaragua und in der Schweiz engagieren. Jedoch, wie steuert die Stiftung die Projekte, z.B. in Lateinamerika? Dazu gibt es verschiedene Projektleitungsinstrumente, eines davon ist die Qualitätssicherung bzw. das Monitoring vor Ort. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen Einblick in das Monitoring unserer Projekte, spezifisch in das Kakaoprojekt in Kolumbien und das Gesundheitsprojekt in Nicaragua. Die regelmässig durchgeführten Feldvisiten ermöglichen einen Realitätscheck und eine Fortschrittsüberprüfung, die von besonderer Wichtigkeit für das Gelingen der Projekte ist, um eine möglichst hohe positive Wirkung in der Bevölkerung bzw. bei den Begünstigten zu erzielen. Die Feldvisiten weisen aber auch eine hohe Bedeutung für die Evaluation möglicher zukünftiger Projekte auf, wie dies am Beispiel von Plantagenbesuchen in Peru in diesem Newsletter aufgezeigt wird. Als Stiftung evaluieren wir jedes prospektive Projekt auch vor Ort, nachdem wir vorgängig bereits Gespräche und Analysen durchgeführt haben. Im Weiteren darf ich Sie in diesem Newsletter über zwei sehr interessante Entwicklungen im Rahmen des Projektes Eos ECIS zur Förderung von SozialunternehmerInnen (SocEnt) informieren. Eine von uns geförderte Sozialunternehmerin baut sich dank mehrjährigem Coaching durch unsere Stiftung und viel unter- nehmerischem Elan ihrerseits nachhaltig auf. Zweitens können wir der SocEnt Community neu ein Self-Assessment anbieten, das als Tool einzigartig ist, indem die SocEnt selbständig Stärken und Schwächen online identifizieren können. Gleichzeitig gibt es der Stiftung die Möglichkeit, SocEnt mit nachgewiesenem Bedarf als Resultat des Self-Assessment, Coaching anzubieten. Zur Lancierung des Self-Assessment Tools am 1. Oktober 2017, dem Europäischen Tag der Stiftungen und SpenderInnen, lesen Sie auf Seite 7. Diesen Sommer feiern wir als Stiftung das 5-jährige Bestehen. Zu diesem Anlass dürfen wir Ihnen Schoggi vom Valle del Cauca, von unserer Kakao-Kooperative, anbieten. Feiern Sie mit uns! Es freut mich ausserordentlich, dass wir durch unser Engagement, wenn auch mit bescheidenen Mitteln, so viel erreichen konnten. Danke Ihnen allen ... für einen guten Hinweis, begeisterte Mithilfe, Unterstützung durch Tat, Mitdenken oder Projektfinanzierung ... Sie alle haben zum Gelingen beigetragen! Herzlichst, Ihre Dr. Erna Karrer-Rüedi Geschäftsleiterin | Mitgründerin Projekt Monitoring Einblick in die Projekte Eos ECIS SocEnt Self-Assessment Tool 5 Jahre Eos EF Schoggi vom Valle del Cauca
  • 2. 2 Die Projekte der Eos Entrepreneur Foundation werden sorgfältig einem Monitoring unterzogen. Dieser wichtige Bestandteil in der Umsetzung der Projekte hilft einerseits, transparent über den Verlauf der Projekte gegenüber den verschiedenen Stakeholders zu kommunizieren, anderseits fördert es den Austausch zwischen Begünstigten, Projektleitung, Coaches und Projektförderorganisationen. Die Vorbereitung eine wichtige Phase Feldvisiten sind, wie bereits erwähnt, im Kontext des Projekt Monitoring von besonderer Bedeutung. Entsprechend wird erwartet, dass alle Stakeholders sich auf die Feldvisiten vorbereiten, um die Zeit miteinander möglichst gut zu nutzen, d.h. Fortschritte aufzuzeigen und zu überprüfen, sowie Herausforderungen und/oder Lösungsansätze für Probleme einzubringen. Integrität, Klarheit und Offentheit ist dazu in unserer Projektkultur eine Voraussetzung. Bei den Projekten vor Ort bei unseren Social Entrepreneurs und lokalen Ansprechsgruppen 1. Tag: Ankunft in Cali, Kolumbien Kontaktaufnahme mit Projekt: Unterstützung von nachhaltigem Kakaoanbau und einkommensgenerierenden Aktivitäten in einer Kleinbauern Kooperative 2. Tag: Besprechung mit Projektmitarbeitenden, Gespräche mit ortskundigen Kollegen, letzte Vorberei- tungen für die Versammlung der Kooperative 3. Tag: Sonntagmorgen - Versammlung der Kakao Kleinbauern-Kooperative (Bild oben). Projektfortschritt, Ergebnisse und der dringliche Bedarf einer zentralen Kontroll- und Sammelstelle für Kakaobohnen werden u.a. diskutiert. Mitgebrachte Milchschoggi aus der Schweiz wird an die rund 160 Anwesensenden verteilt mit dem Ziel, 2017/18 erstmals Schoggi aus ihren eigenen Kakaobohnen kosten zu können. Am Nachmittag werden Feldvisiten mit Kleinbauern durchgeführt, die Neubepflanzungen von Kakaobäumen gemacht oder Fermentationskisten erworben haben. Das fachtechnische Team und die Projektleitung sowie ein Projektbeiratsmitglied arbeiten aktiv mit auf der Feldvisite bzw. bei den Monitoringaktivitäten. Kurze Trainings zeigen auch explizit die Arbeit des fachtechnischen Teams (Bild nebenan) in Begleitung des Agronomen und der regionalen Fachstelle für Kakaoanbau auf. Projekt Monitoring: Einblick in die Projekte in Lateinamerika
  • 3. 3 4. Tag: Feldvisiten bei Kleinbauern, Bodenproben werden genommen, den frischgepflückten Mazorcas werden Kakaobohnen entnommen, diese werden sorgfälltig abgepackt und die Proben werden beschriftet. Die Kleinbauern werden befragt, wie sie den Nutzen und die Wirkung unserer Projektarbeit beurteilen als Grundlage für eine mögliche weitere Zusammenarbeit. Referenz von Señor Wilmer (Bild links): Das Vorgehen fand ich sehr gut; die Weiterbildung, u.a. im Pfropfen, in der Fermentation, ... jeden Tag lerne ich etwas dazu. Wir haben einen Mehrwert erhalten, den wir spüren, so konnten wir auch den Baumbestand erneuern, ... wir schätzen die Unterstützung von Eos sehr (Interview Ausschnitt, Übersetzung aus dem Spanischen). 5. Tag: Besuch einer zweiten Kakao-Kooperative in einer anderen Region des Valle del Cauca, die um Unterstützung und eine Zusammenarbeit mit unserer Stiftung angefragt hat; Abfahrt in Cali um 5 Uhr morgens. Mit mehreren Kleinbauern, dem Agronom, dem regionalen Vertreter und dem Projektbeiratsmitglied besichtigen wir die verschiedenen Bepflanzungen, beobachten den Stand der Nachernteverarbeitungsprozesse und nehmen Boden- wie auch Kakaobohnenproben. 6. Tag: Zurück bei der Kleinbauern-Kooperative, die unsere Stiftung seit ca. zwei Jahren in der Qualitäts- steigerung und Praktiken zur Produktivitätssteigerung unterstützt. Wiederum herrscht ein heissfeuchtes, tropisches Klima! Da die Kooperative im Agroforst Anbau produziert, können wir uns immerhin im Schatten der Grossstammbäume zwischen den Kakaobäumen und Zitruspflanzen, respektive Früchtesträuchern bewegen. Referenz von Señora Silverina (Bild rechts): Meine Erfahrungen sind sehr gut.Wir lernen viel. Ein Danke an Eos; die Produktivität konnte gesteigert werden. Ich hoffe, dass es weiter geht mit der Zusammenarbeit, leben wir doch mit dem Einkommen vom Kakao. Vielen Dank an euch alle (Interview Ausschnitt, Übersetzung aus dem Spanischen). 7. Tag: Durchführung eines Workshop zusammen mit der Projektleitung und eingeladenen Fachspezialisten. Der Einsatz wird verdankt, die weitere Zusammen- arbeit und die Inkludierung einer zweiten Kooperative im Valle del Cauca in das Projekt werden besprochen. Die gesammelten Proben werden getrocknet und für die Weiterreise verpackt. Im Bild rechts: Proben der Kakaobohnen werden getrocknet und dann, zurück in
  • 4. 4 der Schweiz, vom ETH Institut für terrestrische Ökosysteme und Bodenschutz u.a. auf Cadmium analysiert, zusammen mit den ebenfalls mitgebrachten, dazugehörigen Bodenproben. Die Resultate für die Bodenproben wie die Kakaobohnen, so zeigt sich, sind ausgezeichnet. 8. Tag: Transfer von Cali, Kolumbien via Bogota und San Salvador nach Managua, Nicaragua. Ein Stiftungsratsmitglied stösst in Managua hinzu und unterstützt das Monitoring des Projekts: Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen in unterversorgten Regionen Nicaraguas 9. Tag: Treffen mit einer Alianza Teritorial, d.h. einem Gesundheitszentrum bzw. Hub im Südwesten von Managua. Zentrales Thema ist die Prävention, das Testen und die Bewusstseinsmachung von Diabetes II. Diskussionen über Coaching der prospektiven Social Entrepreneurs, sei es seitens Gesundheits- zentrum, sei es seitens Eos Entrepreneur Foundation werden geführt. Rollen und Verantwortlichkeiten für die Zusammenarbeitsvereinbarung werden festgehalten sowie Zeitplan und Budget nochmals überarbeitet (Bild oben). Materialien wie Blutzuckermessgeräte und Teststreifen werden dem Projekt Team vor Ort übergeben. Somit wird die Zusammenarbeit mit diesem Gesundheitszentrum bzw. Hub definitiv vereinbart. 10. Tag: Visite eines weiteren Hubs mit Aussentstellen bzw. Spikes im Norden und Nordosten von Nicaragua; heute besuchen wir mit einer Sozialunternehmerin ihre unterversorgte Gemeinde, wo sie mit den Bedürftigen arbeitet (Bild unten rechts). Wir wohnen einem hervorragenden Training in Diabetes Erkennung und Prävention bei; die Sozialunternehmerin präsentiert den Anwesenden. Eine anregende Diskussion folgt, die einmal mehr aufzeigt, wie gravierend die Problematik von Diabetes II sich manifestiert. Schicksale, Risikofaktoren im Alltag, ... nur selten bekommen die Anwesenden die Möglichkeit, den Weg der Zuversicht mit der Unterstützung einer sehr berufenen Sozialunternehmerin zu gehen. Schliesslich nehmen wir aber auch die Erkenntnis mit, dass Diabetes II wohl eine grosse Herausforderung für die Leute in der Gemeinde ist, jedoch nur eine von vielen. Gespräche mit der Leiterin des Hub und der Sozialunternehmerin werden anschliessend geführt, die Entwicklung des Projektes diskutiert, Verbesserungsmöglichkeiten und Perspektiven der weiteren Zusammenarbeit besprochen. 11. Tag: Visite einer durch Netzwerkkontakte vermittelten NGO in Estelí, die sich auf Kleingartenanbau spezialisiert hat, um der Bevölkerung eine gesunde Ernährung zu ermöglichen. Das Team der NGO trainiert umliegende Gemeinden im Gartenbau sowie in gesunder Ernährung, u.a. zwecks Prävention von Diabetes II. Der Zugang zu Wasser ist in diesem Kontext ein wesentlicher Faktor, ja die Voraussetzung für das Gelingen der Initiative. Zusammenarbeitsmöglichkeiten werden besprochen. 12. Tag: Besuch eines dritten Hubs in San Marcos. Der Stand der weiteren Zusammenarbeit wird evaluiert sowie auf die Herausforderungen der vergangenen 12 Monate eingegangen. Das neu formierte
  • 5. 5 lokale Team in San Marcos zeigt sich enthusiastisch, Social Entrepreneurs zu coachen sowie die bereits bestehenden Räumlichkeiten für die bevorstehende Arbeit entsprechend einzurichten. Noch gibt es viel zu tun, aber der Bedarf in der Bevölkerung sowie die Motivation des jungen Teams überzeugt. 13. Tag: Transfer von Managua, Nicargua via San Salvador nach Lima, Peru Neuprojektevaluation: Kaffeeplantage im Amazonas sowie Avocado und Maracuja Anbau im Nordosten des Landes 14. Tag: Morgens um 5 Uhr fahren wir los, vom Flughafen her aus der Stadt hinaus via Carreterra Central. Eine lange Fahrt wartet auf uns via Casapalca, El Ticlio (4 818 m.ü.M), Morococha nach Oroya, Tarma, Acobamba, Palca, Carpapata, Yanango, ... und schliesslich nach La Merced. Wasser und Brötchen, später Vollkornguetzli begleiteten uns durch die Strapazen, bei einer Höhe zwischen 3 000 und 4 000 m.ü.M, Verschüttungen, vor uns 40t Lastwagen im Kriechgang, Steinschlag, verbrecherische Überholmanöver beobachtend, Regen und über die Ufer tretende Flüsse. ...sowie das Ziel, heute noch nach La Merced zu gelangen. 15. Tag: In La Merced hält der Regen an; wir sind im Amazonas! Die Flüsse schwellen an, Erdrutsche machen jegliche Fortbewegung unberechenbar. Die geplante Absicht, die Finca der Kaffeefamilie heute zu besuchen, muss verschoben werden. Ob es wohl noch klappt? 16. Tag: Noch regnet es, doch ab und zu gibt es Aufhellungen. Ergo wagen wir die dreistündige Fahrt ins Hochland des Kaffees und treffen uns mit dem Leiter der Finca und seiner Familie. Darauf besichtigen wir die Finca und die Umgebung der Kaffeeplantage (siehe Bild rechts). Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft ist immer wieder überwältigend. Doch die dunklen Wolken am weiten Horizont und das Wissen um den stark lehmhaltigen, steilen Weg, der uns zur Finca führte, lassen uns den Rückweg antreten, was sich im nachhinein als ein weiser Entscheid erwies. 17. Tag: Auch heute haben wir wieder eine lange und beschwerliche Fahrt vor uns, nämlich zurück nach Lima und am gleichen Tag noch in den Norden von Lima nach Huacho/Barranca. Eine Abkürzung zu nehmen, die gemäss Landkarte Sinn macht, wird uns dringend abgeraten. Strassenblockaden und Steinschlag seien zu häufige Vorkommnisse auf dieser Strecke. Im Morgengrauen sind wir mit Proviant und Wasser bereits wieder unterwegs; wir haben eine Ahnung, was vor uns liegt. Wohl gibt es wirklich unzählig viele Steinverschüttungen auf der Strasse, aber zur frühen Morgenstunde sind
  • 6. 6 die Lastwagen noch nicht unterwegs. So können wir die ersten drei bis vier Stunden ohne Stress fahren, dann kommen Unfälle, Lastwagen, Gegenfahrbahn gesperrt, Rückstau, ...immer vor Augen, dass wir uns in einem der grössten Erzabbaugebiete des Landes befinden, respektive dieses durchqueren. Unglaublich! In tiefer Nacht erreichen wir Huacho und somit die Unterkunft, eine Oase der Ruhe. 18. Tag: Besuch innovativer Initiativen im nachhaltigen Anbau wie auch in der sozio-ökonomischen Entwicklung in der sandwüstenähnlichen Region. So besichtigen wir eine Avocado Plantage am Morgen, am Nachmittag dann eine Maracuja Plantage. Diskussionen mit der Plantagenleitung erlauben jeweils einen detaillierten Einblick in das operative Geschäftsmodell. 19. Tag: Der Besuch bei einer Guanabana- respektive Paprikaschoten-Plantage runden die Neuprojektevaluation in Peru ab. Noch gäbe es zwei weitere Initiativen von Sozialunternehmen in der Region zu besuchen; die Zeit und die dazwischenliegenden grossen Distanzen erlauben uns dieses Unterfangen nicht mehr. Die Innovationskraft der verschiedenen Projekte nehmen wir in Gedanken mit und werden Schwerpunkte von zukünftigen Gesprächen sein. 20. Tag: Fahrt zurück nach Lima, wo wir den Flug zurück in die Schweiz nehmen. 21. Tag: Ankunft in Zürich unsere Gedanken weilen noch bei unseren Projekten in Kolumbien und in Nicaragua sowie den neu geknüpften Kontakten vor Ort in Peru. Die Eindrücke von diesen Monitoring Visiten begleiten uns noch während vielen Monaten in unseren täglichen Projekt- und Fundraisingaktivitäten. Kakaoblüten
  • 7. 7 Am 1. Oktober 2017 lancieren wir im Rahmen des Europäischen Tages der Stiftungen und der SpenderInnnen das Social Entrepreneur online Self-Assessment Tool, ein Instrument zur Selbsteinschätzung für Sozialunternehmer- Innen und deren Initiativen. Ziel und Zweck des online Instrumentes ist, dass: interessierte SozialunternehmerInnen eine Selbsteinschätzung ihrer unternehmerischen Fähigkeiten online machen sowie identifizieren können, ob ihre Initiative als Sozialunternehmen qualifiziert. Die BenutzerInnen des Tools können sich mit einer ID identifizieren, die Selbsteinschätzung kann zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden, um Veränderungen/Fortschritte zu beobachen, respektive zu erkennen. SocEnt sich selbst und die Initiative durch das moderne, interaktive Selbsteinschätzungsinstrument besser verstehen sowie erkennen, wo Stärken und Schwächen liegen, d.h. wo es Unterstützung bedarf respektive wo es gilt, Defizite anzugehen. Eos Entrepreneur Foundation bietet durch das Eos ECIS Projekt SozialunternehmerInnen Unterstützung an, deren Initiative soziale und/oder ökologische Herausforderungen angehen und die einen gewissen Grad an unterneh- merischen Fähigkeiten und Offenheit für Denkprozesse aufweisen. Gleichzeitig müssen die Sozialunternehmer- Innen in ihrer Selbsteinschätzung sich bewusst werden, dass sie Coaching brauchen, sprich, dass sie professionelle Unterstützung von der Stiftung beantragen wollen, um nachhaltig sich zu entwickeln, respektive ihre positive Wirkung weitertragen zu können sowie selber wirtschaftlich stabil/selbsttragend zu werden. Lernen Sie mehr über das online Self-Assessment Tool auf unserer Webseite: www.eosentrepreneurfoundation.org/eos-ecis Kommen Sie an unseren Anlass am Tag der Stiftungen, 1. Oktober 2017, im Bahnhof Zürich Stadelhofen und Bahnhof Luzern. Details finden Sie in der Woche vor dem Anlass auf Twitter und Facebook Vielen Dank allen Freunden und Förderern der Stiftung für die Unterstützung der Projekte, auch jenen, die nicht namentlich genannt werden möchten! Eos ECIS Lancierung des Social Entrepreneur Self-Assessment Tool Die bevorstehenden Anlässe am Europäischen Tag der Stiftungen (1. Okt) sowie am Giving Tuesday (28. Nov) geben Möglichkeiten zum Austausch, Eos Entrepreneur Foundation besser kennen zu lernen und um sich in den Projekten zu engagieren. Sie können Social Entrepreneurs und deren Initiativen mit einem finanziellen Beitrag oder als ehrenamtlich tätiger Coach unterstützen.
  • 8. 8 Unser 5-jähriges Jubliäum feiern wir als Meilenstein! ü Seit 5 Jahren baut die Eos Entrepreneur Foundation Projekte mit positiver Wirkung auf und unterstützt nachhaltiges, unternehmerisches Engagement. Fachkenntnisse, begeisterte Mithilfe, Unterstützung durch Taten, Mitdenken oder Projektfinanzierung ... Sie alle haben zum Gelingen beigetragen. ü Wir können uns als eine dedizierte Coaching Stiftung positionieren, arbeiten auf solidem Grunde mit den SozialunternehmerInnen zusammen, die sich mit und bei Begünstigten direkt engagieren. ü Diesen Sommer können wir eine erste Kakaobohnenlieferung von 250kg von der Kakao Kleinbauern- Kooperative aus dem Valle del Cauca in die Schweiz importieren. Es ist ein grosser und wichtiger Schritt für alle; für die Kakao Kleinbauern-Kooperative, das technische Team vor Ort, den Agronom und die Koordinatoren, die Spezialisten, die Logistik-Verantwortlichen. Feiern Sie mit uns! Schoggi-Tafeln und Kakao-Nibs werden aus diesen Kakaobohnen hergestellt die Kakao Kleinbauern-Kooperative und Eos Entrepreneur Foundation wünschen Ihnen ein genussvolles Tasting! Eos Entrepreneur Foundation wurde 2012 von Erna Karrer-Rüedi, Dr. sc.nat. ETH und Urs Karrer, Dr. oec. gegründet und kann auf langjährige Erfahrung in Beratung, bzw. Strategie- entwicklung und umsetzung zurückgreifen, u.a. 25+ Jahre internationale Berufs- erfahrung in Microfinance und sozialverant- wortlichem Investieren wie auch in Umwelt- wissenschaft und nachhaltiger Entwicklung. Erna und Urs sind regelmässig bei den aktuellen und möglichen weiteren Projekten vor Ort, u.a. in Nicaragua und Kolumbien. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf info@eosentrepreneurfoundation.org www.eosentrepreneurfoundation.org www.twitter.com/Eos_EFoundation www.facebook.com/EosEntrepreneurFoundation www.linkedin.com/company/eosentrepreneur-foundation Raiffeisenbank Thalwil, 8800 Thalwil IBAN: CH75 8149 0000 0019 8991 7 BIC: 81490 / SWIFT: RAIFCH22E90 Bildnachweis: Eos Entrepreneur Foundation Jubiläums-Schoggi vom Valle del Cauca beziehen Sie über www.eosentrepreneurfoundation.org Kommen Sie an unseren Giving Tuesday Anlass am 28. November 2017. Details folgen über Twitter, Facebook und LinkedIn 5-jähriges Jubiläum der Eos Entrepreneur Foundation Schoggi vom Valle del Cauca