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Compliance-Themen im PLM-Kontext
Thomas Jäger, 6. März 2023
INTELLIACT AG
PLM Open Hour
«Compliance» ist je nach
Industriekontext, bisweilen sogar
Unternehmung, unterschiedlich
belegt und entsprechend
vielschichtig.
Steigende Anforderungen und
Relevanz dieser verschiedenen
Compliance-Bereiche in der
Entwicklung, Produktion und dem
Vertrieb von Produkten
PLM-Konzepte und -Praxis sollten
auf die entsprechenden
Anforderungen geprüft und bei
Bedarf angepasst/erweitert werden
Ausgangslage
COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT
4
Fokus dieser Open Hour:
Anforderungen an PLM mit Blick auf:
• Werkstoff-Substanz-Compliance
• Export-Compliance
à Ähnliche / analoge Prinzipien anwendbar
Compliance-Themenbereiche haben
prinzipiell Relevanz für sämtliche Stufen in
der Wertschöpfungskette:
• „Inverkehrbringer“ von Produkten
• wie auch Zulieferer
Zentrale Themenstellungen
Substanz-Gewichtsanteile verwendeter Werkstoffe bzgl.
gelisteter Grenzwerte, z.B.:
– REACH 1) (Candidates (SVHCs 2); SCIP-DB 3)) & Restrictions),
RoHS 4) (+)
– (Cal.) Prop. 65 5), TSCA 6), POP 7), GADSL 8) etc.
Herkunftsnachweis verwendeter Metalle (Mineralien)
à Schmelzerverzeichnis (Deklaration aus Lieferkette)
– Conflict Minerals (3TG): Tin, Tungsten, Tantalum; Gold
– Extended Minerals Report: Cobalt, Mica (Glimmer)
Primär betroffen
RoHS: Elektronik
Übrige Regularien: «physische» Artikel bzw. deren Produktdaten
Primäre Stakeholders
Zulassungsbehörden
Kunden
Referenzen
u.a. ECHA (European Chemical Agency): https://echa.europa.eu/de/
Zentrale Themenstellungen
Export-Kontrolle: Civil/nicht kontrolliert, Dual-Use, Military
à im Zentrum steht die Funktion/Leistungsfähigkeit
US-Content, «Critical Content» (Russland, China, US-T’logie etc.)
Primär betroffen
Mechatronische Produkte/Produktdaten (Sensorik/Aktorik, SW-Funktionen)
Typische Bereiche von Dual Use: Laser-, Radar- und Kommunikations- und
Verschlüsselungstechnologie, Hochleistungsrechner etc.
Beispiel: Inertial Measurement Unit
(IMU)
Daneben auch Hochleistungsmaterialien
wie z.B. Vanta-Schwarz, Nukleartechnik etc.
Primäre Stakeholders
Zollbehörden
Kunden
SECO (Schweiz. Staatssekretariat für Wirtschaft) oder analog
Referenzen
U.a. Wassenaar Arrangement, Verordnung (EG) Nr. 428/2009 (Dual-Use)
Fokus dieser Open Hours: Werkstoff-Substanz-Compliance & Export Compliance
COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT
Werkstoff-Substanz-Compliance Export-Compliance
5
1) Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals
2) Substances of Very High Concern
3) Substances of Concern In articles as such or in complex objects (Products), gem. REACH, Art. 33
4) „Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances in electrical and electronic Equipment“
5) (California) Proposition 65
6) Toxic Substances Control Act
7) Persistent Organic Pollutants
8) Global Automotive Declarable Substance List
Quelle: defensenews.com
Quelle: flugrevue.de
Unzureichend etablierter Prozess bzw. fehlende
verbindliche Deliverables in Entwicklung und
Produktpflege
Unklare Zuständigkeit / Verantwortung im Unternehmen
(R&D, QM, Einkauf, Service, Zulassungsabteilung,
«Compliance» …)
Tendenziell reaktives Vorgehen, häufig mangelnde
Aktualisierungen / Iterationen
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Unklare Datenlage und mangelnder Artikelbezug
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Verwendungsnachweise von Werkstoffen, welche EE-
Komponenten sollen verbaut werden etc.)?
Wo finden sich die Nachweise/Zertifikate/Deklarationen?
Sind diese aktuell oder ist eine Aktualisierung erforderlich?
Sammeldeklarationen für zahlreiche Produkte/ Artikel
Unscharfe Aussagen seitens Lieferanten wie z.B.
«Wir erfüllen Ihre Spezifikationen…»
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Kommunikation via Email…
Rein dokumentbasierter Ansatz (Formulare)
erschwert Auswertungen über Strukturen hinweg
sowie deren Mehrfachverwendung in verschiedenen
Produkten/Geräten
à Übertrage und Pflege in Excel
à Redundanzen
Auswirkung von Design-Änderungen auf Compliance-
Erfüllung?
Bedarf nach Design-Änderungen aufgrund von
Regularien-Updates?
Für welche Artikel wurden bereits Compliance-Checks
durchgeführt?
…
Einige typische Herausforderungen für Compliance-Nachweise…
COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT
6
Compliance Management-Prozesskette (Generisch)
COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT
7
Produktspezifikation (Design)
1 Deklarationen aus der Lieferkette
einfordern (für Einkaufsartikel/-BGs)
2 Compliance Check über
Produktstrukturen (BOMs) hinweg
3
Compliance Reporting
4
Compliance-Experte 1)
R&D, Service Compliance-Experte 1)
Compliance-Experte 1)
Einkauf
«Buy» «Make» (Buy)
MCAD ECAD PDM
PDM / ERP
Lieferantenportal (spezifiz. Artikel)
Datenbanken (Katalogteile)
x
https://
x
Engineering Change Management
Regulation Lifecycle Management
Werkstoff Lifecycle Management à z.B. Obsoleszenz oder unmittelbarer Ersatz eines Werkstoffs
Compliance-Experte 1)
Werkstoff-Experte
Artikel 1 Lieferantenteil 1
• Katalogteile
• Spezifizierte Artikel/ Einkaufsbaugruppen
• Rohmaterialien (z.B. Granulat)
Lieferantenteil 2
Lieferant 1
Lieferant 2
Kontakte1)
Kontakt
BOM Alpha 2)
Artikel 1
Artikel n
Lieferantenteil 1
Lieferantenteil 2
Lieferantenteil m
Potentielle
Iteration
Potentielle
Iteration
Potentielle
Iteration
Potentielle
Iteration
Potentielle
Iteration
Deklarations-
anfrage
Compliance-
Deklarationsdaten
Artikel n
Compliance-Ausprägung per Spezifikation 3)
Compliance-
Assessment
IPC-175x
standards
IT-Tools
Produktdaten
PDM / ERP PDM / ERP
SRM
z.B. Deklaration/Zertifikat (Hersteller)
2) EBOM, Service-BOM; MBOM (u.a. bzgl. Betriebsstoffen à Environmental Health Safety)
1) Für Substanz- und Export Compliance in aller Regel unterschiedl. Zuständigkeiten Compliance-Ausprägung im Rahmen der Spezifikation
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Compliance-Assessment/-Klassifizierung (intern)
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Behörden
Kunden
Management
DBs 3)
Werkstoff
Kundenportal
https://
x
Compliance-Erfüllung
bereits bei Spezifikation
explizit berücksichtigen
Verwendung von Objekten
mit eigenem Lifecycle
(Werkstoff, EE-
Komponenten etc.) als
«Komponenten»
Metadaten anstelle reiner
Dokumentbasis
Strukturkontextspezifische
Beurteilung (Bottom-up) und
fallweise Entscheidung (nicht in
jedem Fall nach oben vererbt)
Keine Stammdaten, sondern
orthogonale Beurteilung
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– Kontext mittels Relation zu
separatem Assessment-Objekt
Beurteilung stützt sich ab auf
– 1. Deklarationsdaten
– 2. Spezifikationsdaten
Integrierte Datenstrukturen als entscheidender Faktor für Compliance-Nachweise
COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT
8
Produktspezifikation (Design)
1 Deklarationen aus der Lieferkette
einfordern (für Einkaufsartikel/-BGs)
2 Compliance Check über
Produktstrukturen (BOMs) hinweg
3
Compliance Reporting
4
Compliance-Experte
R&D, Service
Compliance-
Experte Compliance-Experte
Einkauf
«Buy» «Make» (Buy)
Relation zwischen Artikeln und
Lieferanten als entscheidende
Voraussetzung („Lieferantenteile“)
Online-Portal / Schnittstelle
anstelle reiner Email-Korrespondenz
Deklarationsdaten auf Stufe Artikel
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Lieferkette
– insbes. im Bereich von System-
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– „Verpflichtung“ der Zulieferer
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è Zielsetzung, die Lieferkette
sukzessive zu befähigen/entwickeln
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PLM-Dimensionen eines Integrierten Compliance Managements
COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT
9
Produktdaten und -strukturierung
Artikel- anstelle Dokumentzentrierung
Lieferantenteile (Artikel-Lieferantenrelation) sowie
Lieferantenstämme inkl. Kontakten in PDM oder ERP verfügbar
machen (Datenmodell, Schnittstellen)
Datenstrukturen in PDM gezielt erweitern
– eigenständiges Werkstoffobjekt anstelle von Attributen
– PCBA-Komponenten-Auflösung in Entwicklungsstückliste (EBOM)
Unternehmensprozesse
Compliance in Unternehmensprozesse integrieren
Dedizierte Verantwortlichkeiten und Prozesse (z.B. Werkstoff-LCM)
IT-Tools
Portal- und ggf. Datenbank-Anbindungen für Austausch mit
Lieferanten, Schnittstellen
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– Überzeugungsarbeit ggü. Management in
aller Regel erforderlich
Strategische Dimension „Lieferkette“
Lieferanten für „neue“ Form der Deklaration an
Bord holen (Überzeugungsarbeit)
Entwicklung der Lieferkette bzgl. Compliance-
Themen/-Reifegrad als langfristigen Prozess
vorsehen
Melden Sie sich jetzt zur nächsten «PLM Open Hour» an
10
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11
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12

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  • 1. Intelliact AG Siewerdtstrasse 8 CH-8050 Zürich T. +41 (44) 315 67 40 mail@intelliact.ch www.intelliact.ch Compliance-Themen im PLM-Kontext Thomas Jäger, 6. März 2023 INTELLIACT AG PLM Open Hour
  • 2. «Compliance» ist je nach Industriekontext, bisweilen sogar Unternehmung, unterschiedlich belegt und entsprechend vielschichtig. Steigende Anforderungen und Relevanz dieser verschiedenen Compliance-Bereiche in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Produkten PLM-Konzepte und -Praxis sollten auf die entsprechenden Anforderungen geprüft und bei Bedarf angepasst/erweitert werden Ausgangslage COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT 4 Fokus dieser Open Hour: Anforderungen an PLM mit Blick auf: • Werkstoff-Substanz-Compliance • Export-Compliance à Ähnliche / analoge Prinzipien anwendbar Compliance-Themenbereiche haben prinzipiell Relevanz für sämtliche Stufen in der Wertschöpfungskette: • „Inverkehrbringer“ von Produkten • wie auch Zulieferer
  • 3. Zentrale Themenstellungen Substanz-Gewichtsanteile verwendeter Werkstoffe bzgl. gelisteter Grenzwerte, z.B.: – REACH 1) (Candidates (SVHCs 2); SCIP-DB 3)) & Restrictions), RoHS 4) (+) – (Cal.) Prop. 65 5), TSCA 6), POP 7), GADSL 8) etc. Herkunftsnachweis verwendeter Metalle (Mineralien) à Schmelzerverzeichnis (Deklaration aus Lieferkette) – Conflict Minerals (3TG): Tin, Tungsten, Tantalum; Gold – Extended Minerals Report: Cobalt, Mica (Glimmer) Primär betroffen RoHS: Elektronik Übrige Regularien: «physische» Artikel bzw. deren Produktdaten Primäre Stakeholders Zulassungsbehörden Kunden Referenzen u.a. ECHA (European Chemical Agency): https://echa.europa.eu/de/ Zentrale Themenstellungen Export-Kontrolle: Civil/nicht kontrolliert, Dual-Use, Military à im Zentrum steht die Funktion/Leistungsfähigkeit US-Content, «Critical Content» (Russland, China, US-T’logie etc.) Primär betroffen Mechatronische Produkte/Produktdaten (Sensorik/Aktorik, SW-Funktionen) Typische Bereiche von Dual Use: Laser-, Radar- und Kommunikations- und Verschlüsselungstechnologie, Hochleistungsrechner etc. Beispiel: Inertial Measurement Unit (IMU) Daneben auch Hochleistungsmaterialien wie z.B. Vanta-Schwarz, Nukleartechnik etc. Primäre Stakeholders Zollbehörden Kunden SECO (Schweiz. Staatssekretariat für Wirtschaft) oder analog Referenzen U.a. Wassenaar Arrangement, Verordnung (EG) Nr. 428/2009 (Dual-Use) Fokus dieser Open Hours: Werkstoff-Substanz-Compliance & Export Compliance COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT Werkstoff-Substanz-Compliance Export-Compliance 5 1) Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals 2) Substances of Very High Concern 3) Substances of Concern In articles as such or in complex objects (Products), gem. REACH, Art. 33 4) „Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances in electrical and electronic Equipment“ 5) (California) Proposition 65 6) Toxic Substances Control Act 7) Persistent Organic Pollutants 8) Global Automotive Declarable Substance List Quelle: defensenews.com Quelle: flugrevue.de
  • 4. Unzureichend etablierter Prozess bzw. fehlende verbindliche Deliverables in Entwicklung und Produktpflege Unklare Zuständigkeit / Verantwortung im Unternehmen (R&D, QM, Einkauf, Service, Zulassungsabteilung, «Compliance» …) Tendenziell reaktives Vorgehen, häufig mangelnde Aktualisierungen / Iterationen Verständnis von «Compliance als Option» Unklare Datenlage und mangelnder Artikelbezug Vorgaben/Spezifikationen (z.B. Spektrum der Werkstoffe, Verwendungsnachweise von Werkstoffen, welche EE- Komponenten sollen verbaut werden etc.)? Wo finden sich die Nachweise/Zertifikate/Deklarationen? Sind diese aktuell oder ist eine Aktualisierung erforderlich? Sammeldeklarationen für zahlreiche Produkte/ Artikel Unscharfe Aussagen seitens Lieferanten wie z.B. «Wir erfüllen Ihre Spezifikationen…» Kommunikation mit Lieferanten Welche Lieferanten müssen (abermals) angefragt werden? Unklarheiten bzgl. Ansprechpartnern bei den Lieferanten Kommunikation via Email… Rein dokumentbasierter Ansatz (Formulare) erschwert Auswertungen über Strukturen hinweg sowie deren Mehrfachverwendung in verschiedenen Produkten/Geräten à Übertrage und Pflege in Excel à Redundanzen Auswirkung von Design-Änderungen auf Compliance- Erfüllung? Bedarf nach Design-Änderungen aufgrund von Regularien-Updates? Für welche Artikel wurden bereits Compliance-Checks durchgeführt? … Einige typische Herausforderungen für Compliance-Nachweise… COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT 6
  • 5. Compliance Management-Prozesskette (Generisch) COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT 7 Produktspezifikation (Design) 1 Deklarationen aus der Lieferkette einfordern (für Einkaufsartikel/-BGs) 2 Compliance Check über Produktstrukturen (BOMs) hinweg 3 Compliance Reporting 4 Compliance-Experte 1) R&D, Service Compliance-Experte 1) Compliance-Experte 1) Einkauf «Buy» «Make» (Buy) MCAD ECAD PDM PDM / ERP Lieferantenportal (spezifiz. Artikel) Datenbanken (Katalogteile) x https:// x Engineering Change Management Regulation Lifecycle Management Werkstoff Lifecycle Management à z.B. Obsoleszenz oder unmittelbarer Ersatz eines Werkstoffs Compliance-Experte 1) Werkstoff-Experte Artikel 1 Lieferantenteil 1 • Katalogteile • Spezifizierte Artikel/ Einkaufsbaugruppen • Rohmaterialien (z.B. Granulat) Lieferantenteil 2 Lieferant 1 Lieferant 2 Kontakte1) Kontakt BOM Alpha 2) Artikel 1 Artikel n Lieferantenteil 1 Lieferantenteil 2 Lieferantenteil m Potentielle Iteration Potentielle Iteration Potentielle Iteration Potentielle Iteration Potentielle Iteration Deklarations- anfrage Compliance- Deklarationsdaten Artikel n Compliance-Ausprägung per Spezifikation 3) Compliance- Assessment IPC-175x standards IT-Tools Produktdaten PDM / ERP PDM / ERP SRM z.B. Deklaration/Zertifikat (Hersteller) 2) EBOM, Service-BOM; MBOM (u.a. bzgl. Betriebsstoffen à Environmental Health Safety) 1) Für Substanz- und Export Compliance in aller Regel unterschiedl. Zuständigkeiten Compliance-Ausprägung im Rahmen der Spezifikation Compliance-Deklarationsdaten (Lieferant) Compliance-Assessment/-Klassifizierung (intern) 3) Quelle: Datenblätter, Referenz-DBs Behörden Kunden Management DBs 3) Werkstoff Kundenportal https:// x
  • 6. Compliance-Erfüllung bereits bei Spezifikation explizit berücksichtigen Verwendung von Objekten mit eigenem Lifecycle (Werkstoff, EE- Komponenten etc.) als «Komponenten» Metadaten anstelle reiner Dokumentbasis Strukturkontextspezifische Beurteilung (Bottom-up) und fallweise Entscheidung (nicht in jedem Fall nach oben vererbt) Keine Stammdaten, sondern orthogonale Beurteilung – Klassifizierung – Kontext mittels Relation zu separatem Assessment-Objekt Beurteilung stützt sich ab auf – 1. Deklarationsdaten – 2. Spezifikationsdaten Integrierte Datenstrukturen als entscheidender Faktor für Compliance-Nachweise COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT 8 Produktspezifikation (Design) 1 Deklarationen aus der Lieferkette einfordern (für Einkaufsartikel/-BGs) 2 Compliance Check über Produktstrukturen (BOMs) hinweg 3 Compliance Reporting 4 Compliance-Experte R&D, Service Compliance- Experte Compliance-Experte Einkauf «Buy» «Make» (Buy) Relation zwischen Artikeln und Lieferanten als entscheidende Voraussetzung („Lieferantenteile“) Online-Portal / Schnittstelle anstelle reiner Email-Korrespondenz Deklarationsdaten auf Stufe Artikel (oder Einkaufsbaugruppe) aus der Lieferkette – insbes. im Bereich von System- entwicklern mit hoher Zulieferquote zentral – „Verpflichtung“ der Zulieferer (Reifegrad zu berücksichtigen) è Zielsetzung, die Lieferkette sukzessive zu befähigen/entwickeln Compliance-Check- Beurteilung als Basis für die Reports Nach Möglichkeit Upload von Compliance- Nachweisen auf Kundenportal „Zentraler Hebel“
  • 7. PLM-Dimensionen eines Integrierten Compliance Managements COMPLIANCE-THEMEN IM PLM-KONTEXT 9 Produktdaten und -strukturierung Artikel- anstelle Dokumentzentrierung Lieferantenteile (Artikel-Lieferantenrelation) sowie Lieferantenstämme inkl. Kontakten in PDM oder ERP verfügbar machen (Datenmodell, Schnittstellen) Datenstrukturen in PDM gezielt erweitern – eigenständiges Werkstoffobjekt anstelle von Attributen – PCBA-Komponenten-Auflösung in Entwicklungsstückliste (EBOM) Unternehmensprozesse Compliance in Unternehmensprozesse integrieren Dedizierte Verantwortlichkeiten und Prozesse (z.B. Werkstoff-LCM) IT-Tools Portal- und ggf. Datenbank-Anbindungen für Austausch mit Lieferanten, Schnittstellen Synergie-Potentiale mehrerer Compliance-Bereiche prüfen (z.B. gemeinsame Nutzung eines Deklarationsportals) Neue Rollen und Aufgaben Z.B. Einkauf, Compliance-Experten Missverstandene interne „Zusatzaufwände“ mittels Aufwand-/Nutzen-Betrachtung relativieren – Diese müss(t)en bereits heute in versteckter, weniger effizienter Form geleistet werden – Überzeugungsarbeit ggü. Management in aller Regel erforderlich Strategische Dimension „Lieferkette“ Lieferanten für „neue“ Form der Deklaration an Bord holen (Überzeugungsarbeit) Entwicklung der Lieferkette bzgl. Compliance- Themen/-Reifegrad als langfristigen Prozess vorsehen
  • 8. Melden Sie sich jetzt zur nächsten «PLM Open Hour» an 10 NÄCHSTE PLM OPEN HOUR https://intelliact.ch/events/plm-open-hours
  • 9. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf WAS SIND IHRE HERAUSFORDERUNGEN? 11 Thomas Jäger Senior Consultant Dipl. Betr.- u. Prod. Ing. ETH +41 44 315 67 45 jaeger@intelliact.ch
  • 10. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 12