SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
Videospiele für Kinder?
Über den erzieherischen Umgang mit einem wachsenden Medienangebot.

Prof. Dr. Karsten D. Wolf
Fachbereich 12, Universität Bremen
Didaktische Gestaltung interaktiver Lernumgebungen
Our data support the recommendation that
  parents limit weekday television and video
    game time to less than one hour and
  restrict access to adult media by limiting
exposure to cable movie channels and R-rated
              movies and videos

                Sharif / Sargent 2006

 The number of students who had poor performance rose as
weekday television screen time surpassed three hours and time
 spent playing video games rose past one hour on weekdays.
Umgang mit Fernsehen, Videospielen und Internet
•   < 3 Jahre = nein
•   3 - 5 Jahre = < 30 min
•   Grundschule = < 60 min
•   nur eine Sendung, danach aus!
•   morgens, mittags, abends = nein!
•   keine Ausnahmen wegen „Überlänge“,
    sondern aufteilen
•   nicht alleine schauen oder spielen
•   nicht im Kinderzimmer
•   < 10 Jahre nicht ohne Begleitung surfen
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
11.01.2008
FB 12
       Didaktische Gestaltung
multimedialer Lernumgebungen
Durchschnittliche Nutzungsdauer pro Woche

• 26 h TV

• 26 h Radio

• 8 h Lesen

• 5 h Internet

• 5 h Musik




         Quelle 9. Welle 'Massenkommunikation' 2005 ENIGMA GfK & MMA
Olson et al 2007, J.o.Adolescent Health
Canis canem edit (PS2)

Machen Videospiele
                     Frage 1
      gewalttätig?
cc by Karsten D. Wolf 2008
Lego Starwars II (2006, Multiplatform)
Lego Indiana Jones: The Original Adventures (2008, Multiplatform)
cc by Karsten D. Wolf 2008
Grand Theft Auto IV (Multi-Platform)




                                       cc by Karsten D. Wolf 2008
Call of Duty IV Modern Warfare (Multi-Platform)




                                         cc by Karsten D. Wolf 2008
Metal Gear Solid 4 (Multi-Platform)




                                      cc by Karsten D. Wolf 2008
Resident Evil 5 (PS 3 / XBOX 360)




                                    cc by Karsten D. Wolf 2008
Nicht Ausbildung, aber Rekrutierung & Propaganda…




          America‘s Army (Multi-Platform)   cc by Karsten D. Wolf 2008
Army Gaming Championship




                           cc by Karsten D. Wolf 2008
Einige Zahlen (JIM 2005)
Einige Zahlen (JIM 2004)
Momentaner Stand der Medienwirkungsforschung

• kurzfristige Effekte beobachtbar (arousal)


• sehr komplexes Forschungsfeld


   • Kontextvariablen


   • Spieleformen


   • Längsschnitt und randomisierte Untersuchungen für Evidenz notwendig


• Gefährdungsforschung wäre vielleicht besser


• Negative Zusammenhänge in Querschnittsanalysen
Störche und Geburtenrate -
Probleme mit Korrelationsstudien
Aktuelle Studien & Kommentare

• Guter Überblick aktueller Nachrichten zum Thema
  http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/89731


• Hopf, Huber & Weiß 2008 - 2 Jahres-Longitudinalstudie (Messung an zwei
  Zeitpunkten) an bayrischen Hauptschulen

 Während der Untersuchung habe sich gezeigt, dass Videospiele die
 bedeutsamste Ursache für Delikte wie Prügeln, Vandalismus, Mobbing oder
 Automatenaufbrüche seien, noch vor gewalthaltigen Fernsehsendungen und
 Horrorfilmen. Außerdem wirke sich ein starker Konsum von Gewaltmedien
 negativ auf die Englisch- und Deutschnoten aus.

 in: Media Violence and Youth Violence, Journal of Media Psychology 2008
Hopf, Huber & Weiß 2008
Aktuelle Studien & Kommentare

• Mößle/Kleimann/Rehbein/Pfeiffer 2007 (KFN)
Mößle/Kleimann/Rehbein/Pfeiffer 2007
Anderson 2004

                Effect sizes:

                r = .100 r² = .010 d = 0.2 small
                r = .243 r² = .059 d = 0.5 medium
                r = .371 r² = .138 d = 0.8 large
Aktuelle Studien & Kommentare

• Krahé/Möller/Berger (2006, Uni Potsdam)

• Insbesondere für Jungen/Männer besteht ein Zusammenhang zwischen dem
  Konsum von Gewaltspielen und der Aggressivität als Persönlichkeitseigenschaft,
  wobei aus den einmaligen Online-Umfragen keine Schlussfolgerungen über die
  Richtung dieses Zusammenhangs gezogen werden können. Unsere
  Längsschnittstudie zeigte jedoch, dass die Höhe des regelmäßigen Konsums von
  Gewaltspielen zum Zeitpunkt der ersten Befragung die Aggressionsbereitschaft
  der Spieler 2.5 Jahre später mitbestimmte (neben anderen Faktoren).
• Das heißt: je mehr Gewaltspiele ein Jugendlicher über Monate und Jahre hinweg
  spielt, desto eher handelt er in bestimmten Situationen aggressiv. Der
  umgekehrte Wirkungszusammenhang, dass besonders aggressive Jugendliche
  sich zu Gewaltspielen hingezogen fühlten, ließ sich nur mittelfristig für einen
  Zeitraum von 6 Monaten bestätigen.
• Eine Wechselwirkung zwischen Medienkonsum und Aggressionsbereitschaft ist
  also erkennbar, die Wirkung des Medieninhalts auf das Verhalten einer Person
  erweist sich über einen längeren Zeitraum jedoch als stabiler und stärker.
KUHL-Studie: von Salisch / Kristen / Oppl 2007

• Längsschnittstudie 300 Schüler/innen 8-12 J


• aggressive Schüler/innen spielen mehr
  aggressive Spiele + intensiviertes Spielen


• aber kein Zuwachs an Aggressivität


• Einstiegsphase: Elterliche Begleitung wichtig!
„Vollzugsdefizite bei der Einhaltung
    der Regeln zur Verhinderung
der Verbreitung gewalthaltiger Spiele“
Machen Videospiele
                     Frage 2
          süchtig?
© Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
World of Warcraft - The Burning Crusades
© Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
© Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
© Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
Suchtgefährdung
• 1,9% „Süchtig“ (WoWAI-Score > 3)
• 4,5% „Suchtgefährdet“ (WoWAI-Score > 2,5)

• 10.000.000 Spieler weltweilt
• 190.000 „süchtig“
• 450.000 „suchtgefährdet“

• jüngere Spieler/innen stärker gefährdet
• genauere Auswertung in Arbeit


                                        © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
Spieldauer und Suchtgefährdung


                  3,5% 10,5%
                 12,3% 30%




                          © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
bwdaly on flickr

   Machen Videospiele
                          Frage 3
dumm, dick und traurig?
Wii Fitness…




               cc by Karsten D. Wolf 2008
…in real life




                cc by Karsten D. Wolf 2008
interplay Nintendo Donkey Konga (GameCube)
Machen Videospiele
                          Frage 4
schlau und erfolgreich?
Wenn Bücher neu wären und Spiele alt

• Niedrige Stimulation der Sinne


• Nur ein kleiner Teil des Gehirns wird beansprucht


• Sehr isolierend


• Ausschließend für Personen mit Dyslexie


• Linearer Verlauf


• Passivitätsfördernd - man folgt anstatt die Handlung zu bestimmen!



                            aus: Johnson
Lesen ist gut und wichtig

• Komplexität der Argumentation und des Verlaufes der Geschichte


• Vorstellungskraft wird gefördert


• Gemeinsame Erfahrungen (z.B. Harry Potter)


• Lesen bringt Vorteile


   • Information, die im Buch enthalten ist, wird aufgenommen


   • Mentales Workout zum Verstehen und Behalten der Informationen



                            aus: Johnson
Building a mental muscle…

• Nicht der Inhalt ist wertvoll…

• Spiele erfordern Entscheidungen

• Planen, Handeln, Kontrollieren = Problemlösen

• Hand-Auge-Koordination
EA Rockband (Multiplatform)




                              cc by Karsten D. Wolf 2008
Warum sind Videospiele
                          Frage 5
        so erfolgreich?
Das Problem




Niedrig                                    Hoch


                        © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2007
Was macht Videospiele so attraktiv?

• Von Langeweile zu Flow


• Von Ohnmacht zu Macht und Kontrolle


• Von Unfähigkeit zu Perfektion


• Von Problemen ablenken


• Dinge machen, die man (nie) machen kann oder darf - Phantasien ausleben


• Alltägliche Gewalt verarbeiten
Text




http://video.ted.com/talks/podcast/MihalyCsikszentmihalyi_2004_480.mp4
Reasons to play videogames




               Olson et al 2007, J.o.Adolescent Health
Brain Age 2 (Nintendo DS)




                            cc by Karsten D. Wolf 2008
Was tun?
Frage 5




           mindgutter@flickr
Einige Maßnahmen

• Kein Fernseher, PC oder Videospielkonsole im Kinderzimmer


• Nutzungszeiten reglementieren (bis 1 Std. inkl. / Tag)


• Gemeinsam Sendungen schauen & Spiele spielen


• Eher eine Wii als eine PS3/XBOX360 oder Handheld


• Eigenen Medienkonsum kritisch hinterfragen und reduzieren


• Kinder zur kritischen Mediennutzung erziehen


• Alternativen bieten
Was Kinder fern der Medien so alles lernen könnten…
Was Kinder fern der Medien so alles lernen könnten…
…und mit Medien machen könnten…




    „beardyman“ at beatbox convention 2008
Mehr Infos zu Spielen

Spieleratgeber NRW   http://www.spieleratgeber-nrw.de/
Spielbar (bpb)       http://www.spielbar.de/
Zavatar              http://www.zavatar.de/

Spiele im Internet   http://www.kindernetz.de/spielenetz/

Fernsehen            http://www.flimmo.de

Schau Hin!           http://schau-hin.info/
Jugendinfo Bremen    http://jugendinfo.de
Mehr Info unter…
Mail       wolf@uni-bremen.de
News       http://www.ifeb.uni-bremen.de/wolf
           http://tinyurl.com/3kvfyq (Newsfeed)
Software   http://www.everlearn.info
Blog       http://blog.didactalab.de
Ntwrk      FaceBook, Xing, LinkedIn, Ning
Slides     http://www.slideshare.net/kadewe
URLs       http://del.icio.us/kadewe
Teach      http://www.everlearn.info
Wiki       http://www.didactalab.de/assessment
           http://www.didactalab.de/repf

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

Jack Welch Lesson
Jack Welch LessonJack Welch Lesson
Jack Welch LessonFrau Z
 
Willkommen im überall - wie das mobile Internet unser Welt verändert
Willkommen im überall - wie das mobile Internet unser Welt verändertWillkommen im überall - wie das mobile Internet unser Welt verändert
Willkommen im überall - wie das mobile Internet unser Welt verändertChristoph Deeg
 
Témoignages itworks
Témoignages itworksTémoignages itworks
Témoignages itworks
lesummum
 
Los virus
Los virusLos virus
Los virus
paula102
 
Best of mensuel bowers & wilkins - janvier 2011pdf
Best of mensuel   bowers & wilkins - janvier 2011pdfBest of mensuel   bowers & wilkins - janvier 2011pdf
Best of mensuel bowers & wilkins - janvier 2011pdf
B&W Group France
 
L’Agilité à l’état mûr ou le fruit de plus de 30 ans de réflexion
L’Agilité à l’état mûr ou le fruit de plus de 30 ans de réflexionL’Agilité à l’état mûr ou le fruit de plus de 30 ans de réflexion
L’Agilité à l’état mûr ou le fruit de plus de 30 ans de réflexion
Agile Partner S.A.
 
Pre iphone hansdorsch
Pre iphone hansdorschPre iphone hansdorsch
Pre iphone hansdorsch
Hans Dorsch
 
Maîtriser et controler vos projets Agile
Maîtriser et controler vos projets AgileMaîtriser et controler vos projets Agile
Maîtriser et controler vos projets AgileAgile Partner S.A.
 
Satellitrecorder4000 Om Grundig De
Satellitrecorder4000 Om Grundig DeSatellitrecorder4000 Om Grundig De
Satellitrecorder4000 Om Grundig De
guestd57a0a
 
Carrières en informatique informatique et société - samuel grandmaison - no...
Carrières en informatique   informatique et société - samuel grandmaison - no...Carrières en informatique   informatique et société - samuel grandmaison - no...
Carrières en informatique informatique et société - samuel grandmaison - no...
samuel-grandmaison
 
Films mosaïques
Films mosaïquesFilms mosaïques
Films mosaïques
Intuimotion
 
Atelier 4 et 6 Boutique : comment concilier développement des recettes et r...
Atelier 4 et 6   Boutique : comment concilier développement des recettes et r...Atelier 4 et 6   Boutique : comment concilier développement des recettes et r...
Atelier 4 et 6 Boutique : comment concilier développement des recettes et r...
R-Evolutions Touristiques de Brive
 
Présentation Défi Entreprises 2012
Présentation Défi Entreprises 2012Présentation Défi Entreprises 2012
Présentation Défi Entreprises 2012Danielriou
 
C2E Poitiers - Tablettes tactiles : terminaux, usages et marchés
C2E Poitiers - Tablettes tactiles : terminaux, usages et marchésC2E Poitiers - Tablettes tactiles : terminaux, usages et marchés
C2E Poitiers - Tablettes tactiles : terminaux, usages et marchés
tablettetactile
 
L'accessibilité : un truc réservé aux riches ?
L'accessibilité : un truc réservé aux riches ?L'accessibilité : un truc réservé aux riches ?
L'accessibilité : un truc réservé aux riches ?
Jean-Philippe Simonnet
 
Plénière 3 - SPECIAL LIMOUSIN - Présentation Emakina les cibles du Limousin
Plénière 3  - SPECIAL LIMOUSIN - Présentation Emakina   les cibles du LimousinPlénière 3  - SPECIAL LIMOUSIN - Présentation Emakina   les cibles du Limousin
Plénière 3 - SPECIAL LIMOUSIN - Présentation Emakina les cibles du LimousinR-Evolutions Touristiques de Brive
 

Andere mochten auch (20)

Jack Welch Lesson
Jack Welch LessonJack Welch Lesson
Jack Welch Lesson
 
Vaze Degardo
Vaze DegardoVaze Degardo
Vaze Degardo
 
Willkommen im überall - wie das mobile Internet unser Welt verändert
Willkommen im überall - wie das mobile Internet unser Welt verändertWillkommen im überall - wie das mobile Internet unser Welt verändert
Willkommen im überall - wie das mobile Internet unser Welt verändert
 
Témoignages itworks
Témoignages itworksTémoignages itworks
Témoignages itworks
 
Los virus
Los virusLos virus
Los virus
 
Best of mensuel bowers & wilkins - janvier 2011pdf
Best of mensuel   bowers & wilkins - janvier 2011pdfBest of mensuel   bowers & wilkins - janvier 2011pdf
Best of mensuel bowers & wilkins - janvier 2011pdf
 
L’Agilité à l’état mûr ou le fruit de plus de 30 ans de réflexion
L’Agilité à l’état mûr ou le fruit de plus de 30 ans de réflexionL’Agilité à l’état mûr ou le fruit de plus de 30 ans de réflexion
L’Agilité à l’état mûr ou le fruit de plus de 30 ans de réflexion
 
Carte du québec 1º eso
Carte du québec  1º esoCarte du québec  1º eso
Carte du québec 1º eso
 
Pre iphone hansdorsch
Pre iphone hansdorschPre iphone hansdorsch
Pre iphone hansdorsch
 
Maîtriser et controler vos projets Agile
Maîtriser et controler vos projets AgileMaîtriser et controler vos projets Agile
Maîtriser et controler vos projets Agile
 
Is
IsIs
Is
 
Satellitrecorder4000 Om Grundig De
Satellitrecorder4000 Om Grundig DeSatellitrecorder4000 Om Grundig De
Satellitrecorder4000 Om Grundig De
 
Carrières en informatique informatique et société - samuel grandmaison - no...
Carrières en informatique   informatique et société - samuel grandmaison - no...Carrières en informatique   informatique et société - samuel grandmaison - no...
Carrières en informatique informatique et société - samuel grandmaison - no...
 
Films mosaïques
Films mosaïquesFilms mosaïques
Films mosaïques
 
Atelier 4 et 6 Boutique : comment concilier développement des recettes et r...
Atelier 4 et 6   Boutique : comment concilier développement des recettes et r...Atelier 4 et 6   Boutique : comment concilier développement des recettes et r...
Atelier 4 et 6 Boutique : comment concilier développement des recettes et r...
 
Présentation Défi Entreprises 2012
Présentation Défi Entreprises 2012Présentation Défi Entreprises 2012
Présentation Défi Entreprises 2012
 
C2E Poitiers - Tablettes tactiles : terminaux, usages et marchés
C2E Poitiers - Tablettes tactiles : terminaux, usages et marchésC2E Poitiers - Tablettes tactiles : terminaux, usages et marchés
C2E Poitiers - Tablettes tactiles : terminaux, usages et marchés
 
L'accessibilité : un truc réservé aux riches ?
L'accessibilité : un truc réservé aux riches ?L'accessibilité : un truc réservé aux riches ?
L'accessibilité : un truc réservé aux riches ?
 
Plénière 3 - SPECIAL LIMOUSIN - Présentation Emakina les cibles du Limousin
Plénière 3  - SPECIAL LIMOUSIN - Présentation Emakina   les cibles du LimousinPlénière 3  - SPECIAL LIMOUSIN - Présentation Emakina   les cibles du Limousin
Plénière 3 - SPECIAL LIMOUSIN - Présentation Emakina les cibles du Limousin
 
Formation excel 2
Formation excel 2Formation excel 2
Formation excel 2
 

Mehr von Karsten D. Wolf

Forschend Lehren mit Digitalen Medien
Forschend Lehren mit Digitalen MedienForschend Lehren mit Digitalen Medien
Forschend Lehren mit Digitalen Medien
Karsten D. Wolf
 
Warum nicht?! Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen im Internet
Warum nicht?! Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen im InternetWarum nicht?! Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen im Internet
Warum nicht?! Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen im Internet
Karsten D. Wolf
 
Wie und von wem lernen Jugendliche auf YouTube? PB21 Talk
Wie und von wem lernen Jugendliche auf YouTube? PB21 TalkWie und von wem lernen Jugendliche auf YouTube? PB21 Talk
Wie und von wem lernen Jugendliche auf YouTube? PB21 Talk
Karsten D. Wolf
 
Erklärvideos als Medium der Aneignung von YouTube durch Kinder und Jugendliche
Erklärvideos als Medium der Aneignung von YouTube durch Kinder und JugendlicheErklärvideos als Medium der Aneignung von YouTube durch Kinder und Jugendliche
Erklärvideos als Medium der Aneignung von YouTube durch Kinder und Jugendliche
Karsten D. Wolf
 
Pädagogische Online-Diagnostik funktionaler Analphabeten – technisch machbar...
Pädagogische Online-Diagnostik funktionaler Analphabeten –  technisch machbar...Pädagogische Online-Diagnostik funktionaler Analphabeten –  technisch machbar...
Pädagogische Online-Diagnostik funktionaler Analphabeten – technisch machbar...
Karsten D. Wolf
 
Aneignung und Transformation massenmedialer 
 und schulischer Erklärstrukture...
Aneignung und Transformation massenmedialer 
 und schulischer Erklärstrukture...Aneignung und Transformation massenmedialer 
 und schulischer Erklärstrukture...
Aneignung und Transformation massenmedialer 
 und schulischer Erklärstrukture...
Karsten D. Wolf
 
Virtualisierung von Bildungsprozessen
Virtualisierung von BildungsprozessenVirtualisierung von Bildungsprozessen
Virtualisierung von Bildungsprozessen
Karsten D. Wolf
 
Video communities and collectives for learning
Video communities and collectives for learningVideo communities and collectives for learning
Video communities and collectives for learning
Karsten D. Wolf
 
Fun Games For Serious Learning? F.R.O.G. 2012 Keynote
Fun Games For Serious Learning?  F.R.O.G. 2012 KeynoteFun Games For Serious Learning?  F.R.O.G. 2012 Keynote
Fun Games For Serious Learning? F.R.O.G. 2012 Keynote
Karsten D. Wolf
 
ZMML
ZMMLZMML
Social media in higher education
Social media in higher education Social media in higher education
Social media in higher education
Karsten D. Wolf
 
Lernen durch Erklären mit Video - EduCamp Bielefeld
Lernen durch Erklären mit Video - EduCamp BielefeldLernen durch Erklären mit Video - EduCamp Bielefeld
Lernen durch Erklären mit Video - EduCamp Bielefeld
Karsten D. Wolf
 
How Video Communities Transform Learning and Teaching
How Video Communities Transform Learning  and TeachingHow Video Communities Transform Learning  and Teaching
How Video Communities Transform Learning and Teaching
Karsten D. Wolf
 
YouTube - das neue Bildungsfernsehen
YouTube - das neue BildungsfernsehenYouTube - das neue Bildungsfernsehen
YouTube - das neue Bildungsfernsehen
Karsten D. Wolf
 
Lernerfolg und Lernmotivation fördern mit E-Assessment
Lernerfolg und Lernmotivation fördern mit E-AssessmentLernerfolg und Lernmotivation fördern mit E-Assessment
Lernerfolg und Lernmotivation fördern mit E-Assessment
Karsten D. Wolf
 
MirandaMod: Learning with Video
MirandaMod: Learning with VideoMirandaMod: Learning with Video
MirandaMod: Learning with Video
Karsten D. Wolf
 
Kompetent Prüfen am PC Workshop 2010
Kompetent Prüfen am PC Workshop 2010Kompetent Prüfen am PC Workshop 2010
Kompetent Prüfen am PC Workshop 2010
Karsten D. Wolf
 
Bremen sommer universität-2010-partizipativedidaktik20
Bremen sommer universität-2010-partizipativedidaktik20Bremen sommer universität-2010-partizipativedidaktik20
Bremen sommer universität-2010-partizipativedidaktik20
Karsten D. Wolf
 
Lea Dialog Bremen
Lea Dialog BremenLea Dialog Bremen
Lea Dialog Bremen
Karsten D. Wolf
 

Mehr von Karsten D. Wolf (20)

Forschend Lehren mit Digitalen Medien
Forschend Lehren mit Digitalen MedienForschend Lehren mit Digitalen Medien
Forschend Lehren mit Digitalen Medien
 
Warum nicht?! Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen im Internet
Warum nicht?! Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen im InternetWarum nicht?! Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen im Internet
Warum nicht?! Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen im Internet
 
Wie und von wem lernen Jugendliche auf YouTube? PB21 Talk
Wie und von wem lernen Jugendliche auf YouTube? PB21 TalkWie und von wem lernen Jugendliche auf YouTube? PB21 Talk
Wie und von wem lernen Jugendliche auf YouTube? PB21 Talk
 
Erklärvideos als Medium der Aneignung von YouTube durch Kinder und Jugendliche
Erklärvideos als Medium der Aneignung von YouTube durch Kinder und JugendlicheErklärvideos als Medium der Aneignung von YouTube durch Kinder und Jugendliche
Erklärvideos als Medium der Aneignung von YouTube durch Kinder und Jugendliche
 
Pädagogische Online-Diagnostik funktionaler Analphabeten – technisch machbar...
Pädagogische Online-Diagnostik funktionaler Analphabeten –  technisch machbar...Pädagogische Online-Diagnostik funktionaler Analphabeten –  technisch machbar...
Pädagogische Online-Diagnostik funktionaler Analphabeten – technisch machbar...
 
Aneignung und Transformation massenmedialer 
 und schulischer Erklärstrukture...
Aneignung und Transformation massenmedialer 
 und schulischer Erklärstrukture...Aneignung und Transformation massenmedialer 
 und schulischer Erklärstrukture...
Aneignung und Transformation massenmedialer 
 und schulischer Erklärstrukture...
 
Virtualisierung von Bildungsprozessen
Virtualisierung von BildungsprozessenVirtualisierung von Bildungsprozessen
Virtualisierung von Bildungsprozessen
 
Video communities and collectives for learning
Video communities and collectives for learningVideo communities and collectives for learning
Video communities and collectives for learning
 
Fun Games For Serious Learning? F.R.O.G. 2012 Keynote
Fun Games For Serious Learning?  F.R.O.G. 2012 KeynoteFun Games For Serious Learning?  F.R.O.G. 2012 Keynote
Fun Games For Serious Learning? F.R.O.G. 2012 Keynote
 
The two sides of MOOCs
The two sides of MOOCsThe two sides of MOOCs
The two sides of MOOCs
 
ZMML
ZMMLZMML
ZMML
 
Social media in higher education
Social media in higher education Social media in higher education
Social media in higher education
 
Lernen durch Erklären mit Video - EduCamp Bielefeld
Lernen durch Erklären mit Video - EduCamp BielefeldLernen durch Erklären mit Video - EduCamp Bielefeld
Lernen durch Erklären mit Video - EduCamp Bielefeld
 
How Video Communities Transform Learning and Teaching
How Video Communities Transform Learning  and TeachingHow Video Communities Transform Learning  and Teaching
How Video Communities Transform Learning and Teaching
 
YouTube - das neue Bildungsfernsehen
YouTube - das neue BildungsfernsehenYouTube - das neue Bildungsfernsehen
YouTube - das neue Bildungsfernsehen
 
Lernerfolg und Lernmotivation fördern mit E-Assessment
Lernerfolg und Lernmotivation fördern mit E-AssessmentLernerfolg und Lernmotivation fördern mit E-Assessment
Lernerfolg und Lernmotivation fördern mit E-Assessment
 
MirandaMod: Learning with Video
MirandaMod: Learning with VideoMirandaMod: Learning with Video
MirandaMod: Learning with Video
 
Kompetent Prüfen am PC Workshop 2010
Kompetent Prüfen am PC Workshop 2010Kompetent Prüfen am PC Workshop 2010
Kompetent Prüfen am PC Workshop 2010
 
Bremen sommer universität-2010-partizipativedidaktik20
Bremen sommer universität-2010-partizipativedidaktik20Bremen sommer universität-2010-partizipativedidaktik20
Bremen sommer universität-2010-partizipativedidaktik20
 
Lea Dialog Bremen
Lea Dialog BremenLea Dialog Bremen
Lea Dialog Bremen
 

Kürzlich hochgeladen

6 Verben Gruppe e a o.pptx 6 Verben Gruppe e a o
6 Verben Gruppe e a o.pptx 6 Verben Gruppe e a o6 Verben Gruppe e a o.pptx 6 Verben Gruppe e a o
6 Verben Gruppe e a o.pptx 6 Verben Gruppe e a o
OlenaKarlsTkachenko
 
Mathematikunterricht in 1zu1 Ausstattungen.pptx
Mathematikunterricht in 1zu1 Ausstattungen.pptxMathematikunterricht in 1zu1 Ausstattungen.pptx
Mathematikunterricht in 1zu1 Ausstattungen.pptx
FlippedMathe
 
Wie spät ist es.pptx Wie spät ist es Wie spät ist es
Wie spät ist es.pptx Wie spät ist es Wie spät ist esWie spät ist es.pptx Wie spät ist es Wie spät ist es
Wie spät ist es.pptx Wie spät ist es Wie spät ist es
OlenaKarlsTkachenko
 
Polizeigeschichten.pptx PolizeigeschichtenPolizeigeschichten
Polizeigeschichten.pptx PolizeigeschichtenPolizeigeschichtenPolizeigeschichten.pptx PolizeigeschichtenPolizeigeschichten
Polizeigeschichten.pptx PolizeigeschichtenPolizeigeschichten
OlenaKarlsTkachenko
 
matematicasIIcastellano.pdfnavarraevau2024
matematicasIIcastellano.pdfnavarraevau2024matematicasIIcastellano.pdfnavarraevau2024
matematicasIIcastellano.pdfnavarraevau2024
amayaltc18
 
Teaching and Learning Experience Design – der Ruf nach besserer Lehre: aber wie?
Teaching and Learning Experience Design – der Ruf nach besserer Lehre: aber wie?Teaching and Learning Experience Design – der Ruf nach besserer Lehre: aber wie?
Teaching and Learning Experience Design – der Ruf nach besserer Lehre: aber wie?
Isa Jahnke
 

Kürzlich hochgeladen (6)

6 Verben Gruppe e a o.pptx 6 Verben Gruppe e a o
6 Verben Gruppe e a o.pptx 6 Verben Gruppe e a o6 Verben Gruppe e a o.pptx 6 Verben Gruppe e a o
6 Verben Gruppe e a o.pptx 6 Verben Gruppe e a o
 
Mathematikunterricht in 1zu1 Ausstattungen.pptx
Mathematikunterricht in 1zu1 Ausstattungen.pptxMathematikunterricht in 1zu1 Ausstattungen.pptx
Mathematikunterricht in 1zu1 Ausstattungen.pptx
 
Wie spät ist es.pptx Wie spät ist es Wie spät ist es
Wie spät ist es.pptx Wie spät ist es Wie spät ist esWie spät ist es.pptx Wie spät ist es Wie spät ist es
Wie spät ist es.pptx Wie spät ist es Wie spät ist es
 
Polizeigeschichten.pptx PolizeigeschichtenPolizeigeschichten
Polizeigeschichten.pptx PolizeigeschichtenPolizeigeschichtenPolizeigeschichten.pptx PolizeigeschichtenPolizeigeschichten
Polizeigeschichten.pptx PolizeigeschichtenPolizeigeschichten
 
matematicasIIcastellano.pdfnavarraevau2024
matematicasIIcastellano.pdfnavarraevau2024matematicasIIcastellano.pdfnavarraevau2024
matematicasIIcastellano.pdfnavarraevau2024
 
Teaching and Learning Experience Design – der Ruf nach besserer Lehre: aber wie?
Teaching and Learning Experience Design – der Ruf nach besserer Lehre: aber wie?Teaching and Learning Experience Design – der Ruf nach besserer Lehre: aber wie?
Teaching and Learning Experience Design – der Ruf nach besserer Lehre: aber wie?
 

Bremen 2008 Computerspiele FüR Kinder

  • 1. Videospiele für Kinder? Über den erzieherischen Umgang mit einem wachsenden Medienangebot. Prof. Dr. Karsten D. Wolf Fachbereich 12, Universität Bremen Didaktische Gestaltung interaktiver Lernumgebungen
  • 2. Our data support the recommendation that parents limit weekday television and video game time to less than one hour and restrict access to adult media by limiting exposure to cable movie channels and R-rated movies and videos Sharif / Sargent 2006 The number of students who had poor performance rose as weekday television screen time surpassed three hours and time spent playing video games rose past one hour on weekdays.
  • 3. Umgang mit Fernsehen, Videospielen und Internet • < 3 Jahre = nein • 3 - 5 Jahre = < 30 min • Grundschule = < 60 min • nur eine Sendung, danach aus! • morgens, mittags, abends = nein! • keine Ausnahmen wegen „Überlänge“, sondern aufteilen • nicht alleine schauen oder spielen • nicht im Kinderzimmer • < 10 Jahre nicht ohne Begleitung surfen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 11.01.2008
  • 4. FB 12 Didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen
  • 5. Durchschnittliche Nutzungsdauer pro Woche • 26 h TV • 26 h Radio • 8 h Lesen • 5 h Internet • 5 h Musik Quelle 9. Welle 'Massenkommunikation' 2005 ENIGMA GfK & MMA
  • 6.
  • 7.
  • 8.
  • 9.
  • 10.
  • 11.
  • 12.
  • 13.
  • 14.
  • 15.
  • 16.
  • 17.
  • 18. Olson et al 2007, J.o.Adolescent Health
  • 19. Canis canem edit (PS2) Machen Videospiele Frage 1 gewalttätig?
  • 20.
  • 21.
  • 22. cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 23. Lego Starwars II (2006, Multiplatform)
  • 24. Lego Indiana Jones: The Original Adventures (2008, Multiplatform)
  • 25. cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 26. Grand Theft Auto IV (Multi-Platform) cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 27. Call of Duty IV Modern Warfare (Multi-Platform) cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 28. Metal Gear Solid 4 (Multi-Platform) cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 29. Resident Evil 5 (PS 3 / XBOX 360) cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 30. Nicht Ausbildung, aber Rekrutierung & Propaganda… America‘s Army (Multi-Platform) cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 31. Army Gaming Championship cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 34. Momentaner Stand der Medienwirkungsforschung • kurzfristige Effekte beobachtbar (arousal) • sehr komplexes Forschungsfeld • Kontextvariablen • Spieleformen • Längsschnitt und randomisierte Untersuchungen für Evidenz notwendig • Gefährdungsforschung wäre vielleicht besser • Negative Zusammenhänge in Querschnittsanalysen
  • 35. Störche und Geburtenrate - Probleme mit Korrelationsstudien
  • 36. Aktuelle Studien & Kommentare • Guter Überblick aktueller Nachrichten zum Thema http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/89731 • Hopf, Huber & Weiß 2008 - 2 Jahres-Longitudinalstudie (Messung an zwei Zeitpunkten) an bayrischen Hauptschulen Während der Untersuchung habe sich gezeigt, dass Videospiele die bedeutsamste Ursache für Delikte wie Prügeln, Vandalismus, Mobbing oder Automatenaufbrüche seien, noch vor gewalthaltigen Fernsehsendungen und Horrorfilmen. Außerdem wirke sich ein starker Konsum von Gewaltmedien negativ auf die Englisch- und Deutschnoten aus. in: Media Violence and Youth Violence, Journal of Media Psychology 2008
  • 37. Hopf, Huber & Weiß 2008
  • 38. Aktuelle Studien & Kommentare • Mößle/Kleimann/Rehbein/Pfeiffer 2007 (KFN)
  • 40. Anderson 2004 Effect sizes: r = .100 r² = .010 d = 0.2 small r = .243 r² = .059 d = 0.5 medium r = .371 r² = .138 d = 0.8 large
  • 41. Aktuelle Studien & Kommentare • Krahé/Möller/Berger (2006, Uni Potsdam) • Insbesondere für Jungen/Männer besteht ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Gewaltspielen und der Aggressivität als Persönlichkeitseigenschaft, wobei aus den einmaligen Online-Umfragen keine Schlussfolgerungen über die Richtung dieses Zusammenhangs gezogen werden können. Unsere Längsschnittstudie zeigte jedoch, dass die Höhe des regelmäßigen Konsums von Gewaltspielen zum Zeitpunkt der ersten Befragung die Aggressionsbereitschaft der Spieler 2.5 Jahre später mitbestimmte (neben anderen Faktoren). • Das heißt: je mehr Gewaltspiele ein Jugendlicher über Monate und Jahre hinweg spielt, desto eher handelt er in bestimmten Situationen aggressiv. Der umgekehrte Wirkungszusammenhang, dass besonders aggressive Jugendliche sich zu Gewaltspielen hingezogen fühlten, ließ sich nur mittelfristig für einen Zeitraum von 6 Monaten bestätigen. • Eine Wechselwirkung zwischen Medienkonsum und Aggressionsbereitschaft ist also erkennbar, die Wirkung des Medieninhalts auf das Verhalten einer Person erweist sich über einen längeren Zeitraum jedoch als stabiler und stärker.
  • 42. KUHL-Studie: von Salisch / Kristen / Oppl 2007 • Längsschnittstudie 300 Schüler/innen 8-12 J • aggressive Schüler/innen spielen mehr aggressive Spiele + intensiviertes Spielen • aber kein Zuwachs an Aggressivität • Einstiegsphase: Elterliche Begleitung wichtig!
  • 43. „Vollzugsdefizite bei der Einhaltung der Regeln zur Verhinderung der Verbreitung gewalthaltiger Spiele“
  • 44. Machen Videospiele Frage 2 süchtig?
  • 45. © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006 World of Warcraft - The Burning Crusades
  • 46. © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
  • 47. © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
  • 48. © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
  • 49. Suchtgefährdung • 1,9% „Süchtig“ (WoWAI-Score > 3) • 4,5% „Suchtgefährdet“ (WoWAI-Score > 2,5) • 10.000.000 Spieler weltweilt • 190.000 „süchtig“ • 450.000 „suchtgefährdet“ • jüngere Spieler/innen stärker gefährdet • genauere Auswertung in Arbeit © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
  • 50. Spieldauer und Suchtgefährdung 3,5% 10,5% 12,3% 30% © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2006
  • 51. bwdaly on flickr Machen Videospiele Frage 3 dumm, dick und traurig?
  • 52. Wii Fitness… cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 53. …in real life cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 54. interplay Nintendo Donkey Konga (GameCube)
  • 55. Machen Videospiele Frage 4 schlau und erfolgreich?
  • 56.
  • 57. Wenn Bücher neu wären und Spiele alt • Niedrige Stimulation der Sinne • Nur ein kleiner Teil des Gehirns wird beansprucht • Sehr isolierend • Ausschließend für Personen mit Dyslexie • Linearer Verlauf • Passivitätsfördernd - man folgt anstatt die Handlung zu bestimmen! aus: Johnson
  • 58. Lesen ist gut und wichtig • Komplexität der Argumentation und des Verlaufes der Geschichte • Vorstellungskraft wird gefördert • Gemeinsame Erfahrungen (z.B. Harry Potter) • Lesen bringt Vorteile • Information, die im Buch enthalten ist, wird aufgenommen • Mentales Workout zum Verstehen und Behalten der Informationen aus: Johnson
  • 59. Building a mental muscle… • Nicht der Inhalt ist wertvoll… • Spiele erfordern Entscheidungen • Planen, Handeln, Kontrollieren = Problemlösen • Hand-Auge-Koordination
  • 60.
  • 61.
  • 62. EA Rockband (Multiplatform) cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 63. Warum sind Videospiele Frage 5 so erfolgreich?
  • 64. Das Problem Niedrig Hoch © Prof. Dr. Karsten D. Wolf 2007
  • 65. Was macht Videospiele so attraktiv? • Von Langeweile zu Flow • Von Ohnmacht zu Macht und Kontrolle • Von Unfähigkeit zu Perfektion • Von Problemen ablenken • Dinge machen, die man (nie) machen kann oder darf - Phantasien ausleben • Alltägliche Gewalt verarbeiten
  • 67. Reasons to play videogames Olson et al 2007, J.o.Adolescent Health
  • 68. Brain Age 2 (Nintendo DS) cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 69.
  • 70.
  • 71.
  • 72.
  • 73.
  • 74.
  • 75. Was tun? Frage 5 mindgutter@flickr
  • 76. Einige Maßnahmen • Kein Fernseher, PC oder Videospielkonsole im Kinderzimmer • Nutzungszeiten reglementieren (bis 1 Std. inkl. / Tag) • Gemeinsam Sendungen schauen & Spiele spielen • Eher eine Wii als eine PS3/XBOX360 oder Handheld • Eigenen Medienkonsum kritisch hinterfragen und reduzieren • Kinder zur kritischen Mediennutzung erziehen • Alternativen bieten
  • 77. Was Kinder fern der Medien so alles lernen könnten…
  • 78. Was Kinder fern der Medien so alles lernen könnten…
  • 79. …und mit Medien machen könnten… „beardyman“ at beatbox convention 2008
  • 80. Mehr Infos zu Spielen Spieleratgeber NRW http://www.spieleratgeber-nrw.de/ Spielbar (bpb) http://www.spielbar.de/ Zavatar http://www.zavatar.de/ Spiele im Internet http://www.kindernetz.de/spielenetz/ Fernsehen http://www.flimmo.de Schau Hin! http://schau-hin.info/ Jugendinfo Bremen http://jugendinfo.de
  • 81. Mehr Info unter… Mail wolf@uni-bremen.de News http://www.ifeb.uni-bremen.de/wolf http://tinyurl.com/3kvfyq (Newsfeed) Software http://www.everlearn.info Blog http://blog.didactalab.de Ntwrk FaceBook, Xing, LinkedIn, Ning Slides http://www.slideshare.net/kadewe URLs http://del.icio.us/kadewe Teach http://www.everlearn.info Wiki http://www.didactalab.de/assessment http://www.didactalab.de/repf