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Mitwirkung des Betriebsrates in wirtschaftlichen Angelegenheiten  - Rechtsabteilung, Mag ª . Andrea Komar
Mitwirkungsrechte Wirtschaftliche Informations-, Interventions- und Beratungsrechte (§ 108 ArbVG) Mitwirkung bei Betriebsänderungen (§ 109 ArbVG) Mitwirkung im Aufsichtsrat (§ 110 ArbVG) Einspruch gegen die Wirtschaftsführung (§ 111 ArbVG) Staatliche Wirtschaftskommission (§ 112 ArbVG)
Wirtschaftliche Informations-, Interventions- und Beratungsrechte Geregelt in  § 108 ArbVG . Recht  des Betriebsrates  auf umfassende und recht-zeitige Information  betreffend wirtschaftliche und finanzielle Lage deren voraussichtliche Entwicklung Art und Umfang der Erzeugung Auftragsstand den mengen- und wertmäßigen Absatz Investitionsvorhaben sonstige Maßnahmen zur Hebung der Wirtschaftlichkeit.
Wirtschaftliche Informations-, Interventions- und Beratungsrechte Beratungsrecht  des Betriebsrates auf Verlangen. Recht des Betriebsrates,  Anregungen und Vorschläge  zu erstatten; die entsprechenden Unterlagen sind ihm auf Verlangen zur Verfügung zu stellen. Erweitertes Informationsrecht in Konzernen  auf Verlangen. Informations- und Beratungspflicht  gilt insb auch für  Umstrukturierungen  von einiger Tragweite. Jahres- /Konzernabschluss .
Betriebsänderungen Geregelt in  § 109 ArbVG . Der/die BetriebsinhaberIn ist verpflichtet, den Betriebsrat von geplanten Betriebsänderungen so rechtzeitig und um- fassend in Kenntnis zu setzen, dass dem Betriebsrat eine  Bewertung und Stellungnahme möglich ist. Auf  Verlangen des Betriebsrates  ist über die Gestaltung  Der Maßnahmen zu  beraten . § 109 ArbVG regelt, was insb als  Betriebsänderung  gilt.
Betriebsänderungen Die  Information  im Fall einer Betriebsänderung iZm § 45 a  AMFG hat zu umfassen: Gründe für die Maßnahme; Zahl und Verwendung der betroffenen ANInnen, deren Qualifikation und Beschäftigungsdauer sowie die Kriterien für die Auswahl dieser ANInnen; Zahl und Verwendung der regelmäßig beschäftigten ANInnen; Zeitraum, in dem die Maßnahme verwirklicht werden soll; Allfällige Begleitmaßnahmen zur Vermeidung nachteiliger Folgen für die betroffenen ANInnen.
Betriebsänderungen Der Betriebsrat kann  Vorschläge  zur Verhinderung,  Beseitigung oder Milderung von für die ANInnen nachteiligen Folgen erstatten. Bringt eine Betriebsänderung  wesentliche Nachteile  für alle oder erhebliche Teile der ArbeitnehmerInnenschaft mit sich, so können in Betrieben, in denen dauernd  mindestens 20 ANInnen  beschäftigt sind, Maßnahmen zur Verhinderung,  Beseitigung oder Milderung der Folgen durch  Betriebsver- einbarung  geregelt werden ( „Sozialplan“  –  erzwingbare  BV gemäß § 97 Abs 1 Z 4 ArbVG ).
Aufsichtsrat Die Mitwirkung im Aufsichtsrat ist in  § 110 ArbVG  geregelt. Gilt für Unternehmen in Form einer  Aktiengesellschaft  oder einer  anderen Rechtsform mit Aufsichtsratspflicht  (zB  Gesellschaft mit beschränkter Haftung; Genossenschaft). Das  Recht auf Entsendung  steht grundsätzlich dem  Zentralbetriebsrat  zu (nur dort, wo nur ein Betrieb existiert, dem Betriebsrat). Für je 2 bestellte Aufsichtsratsmitglieder (KapitalvertreterIn- nen) wird 1 ANInnenvertreterIn bestellt. Bei ungerader Zahl ein/e weitere ANInnenvertreterIn.
Aufsichtsrat Wie erfolgt die  Bestellung ? Die Mitglieder des ZBR (BR), die auf dem Vorschlag einer wahlwerbenden Gruppe gewählt wurden, nominieren durch Mehrheitsbeschluss ANInnenvertreterInnen für die Entsen- dung in den Aufsichtsrat. (Sie können auch deren Abberufung verlangen.) Dieses Recht steht für so viele ANInnenvertreterInnen zu, wie es dem Verhältnis der Zahl der vorschlagsberechtigten Personen zur Gesamtzahl der Mitglieder des ZBR (BR)  entspricht ( d´Hondt´sches Verfahren ).
Aufsichtsrat Beispiel zum d´Hondt´schen Verfahren : 6  ANInnenvertreterInnen sind zu entsenden. Es gibt  4 Listen   (A, B, C, D) mit 7, 5, 3 und 2 ZBR-Mitgliedern. A   B  C  D 7  5  3  2 1/2  3,5  2,5  1,5  1 1/3   2,33   1,66  1  0,66  Die  sechstgrößte  angeschriebene Zahl ist  Wahlzahl  (2,33). Durch diese Wahlzahl wird die Zahl der ZBR-Mitglieder pro Liste  dividiert. Die Mandate entfallen daher: 3 auf A, 2 auf B und 1 auf C. Bei gleichem Anspruch entscheiden Reststimmen bei ZBR-Wahl. Bei gleichen Reststimmen entscheidet das Los.
Aufsichtsrat Die Funktion im Aufsichtsrat wird  ehrenamtlich  ausgeübt. Keine Vergütung, aber Anspruch auf angemessene  Baraus-lagen  besteht. Aufgabe:  Kontrolle  des Leitungsorgans der Gesellschaft. Maßnahmen sind zu prüfen im Hinblick auf: Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Wirtschaftliche Richtigkeit, Soziale Auswirkungen.
Einspruch gegen die Wirtschaftsführung Geregelt in  § 111 ArbVG . In Betrieben, in denen  dauernd mehr als 200 ANInnen  be- schäftigt sind, kann der Betriebsrat gegen  Betriebsänderungen  (§ 109 Abs 1 ArbVG) oder gegen andere  wirtschaftliche Maßnahmen , sofern sie  wesentliche Nachteile  für die ANInnen mit sich bringen, binnen 3 Tagen  ab Kenntnisnahme bei dem/der Betriebs- inhaberIn  Einspruch erheben .
Einspruch gegen die Wirtschaftsführung In  Unternehmen , in denen ein ZBR zu errichten ist, besteht  die Einspruchsmöglichkeit dann, wenn das Unternehmen  dauernd mehr als 400 ANInnen beschäftigt  und  mehr  als 200 von der wirtschaftlichen Maßnahme betroffen sind. Richtet sich der Einspruch gegen eine geplante Betriebs- stilllegung, so hat er für längstens 4 Wochen aufschiebende Wirkung.
Einspruch gegen die Wirtschaftsführung Kommt zwischen BetriebsinhaberIn und Betriebsrat  binnen 1 Woche ab Erhebung des Einspruchs keine Einigung  zu- stande, so kann  binnen weiterer 3 Tage  von einem der beiden Streitteile  Antrag auf Einleitung von Schlichtungs- verhandlungen  gestellt werden. Die  Schlichtungskommission  muss von den zuständigen kollektivvertragsfähigen Körperschaften der AGInnen und ANInnen paritätisch besetzt sein.
Einspruch gegen die Wirtschaftsführung Aufgabe der Schlichtungskommission ist es, zu  vermitteln und auf eine Vereinbarung der Streitteile zur Beilegung der Streitigkeiten hinzuwirken. Ein  Schiedsspruch  kann nur gefällt werden, wenn  beide Streitteile vorher schriftlich erklärt haben, sich dem  Schiedsspruch zu unterwerfen .  Schiedssprüche  bzw vor der Schlichtungskommission  abge- schlossene Vereinbarungen  gelten als  Betriebsverein- barungen .
Staatliche Wirtschaftskommission Geregelt in  § 112 ArbVG . In Betrieben, in denen  dauernd mehr als 400 ANInnen  be- schäftigt sind, kann der Betriebsrat gegen Maßnahmen iSd § 111 Abs 1 ArbVG binnen einer weiteren Woche   Einspruch  bei der  Staat-lichen Wirtschaftskommission  erheben, wenn innerhalb von 2 Wochen ab Antragstellung bei der Schlichtungs-kommission eine Einigung oder ein Schiedsspruch nicht zustande kommt oder
Staatliche Wirtschaftskommission wenn eine  Schlichtungskommission nicht errichtet  ist und zwischen BetriebsinhaberIn und Betriebsrat binnen 1 Woche ab Erhebung des Einspruchs eine Einigung nicht zustande kommt,  binnen einer weiteren Woche über den ÖGB Einspruch bei der Staatlichen Wirtschafts-kommission  erheben, wenn es sich um eine  Angelegen-heit von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung  handelt. Dies gilt sinngemäß für Unternehmen, in denen ein ZBR zu errichten ist, wenn das Unternehmen dauernd mehr als 400 ANInnen beschäftigt und mehr als 200 von der wirtschaftlichen Maßnahme betroffen sind.
Staatliche Wirtschaftskommission Aufgabe der Staatlichen Wirtschaftskommission ist es, zu  vermitteln  und  Vorschläge  zur Beilegung der Streitfragen  zu erstatten. Kommt eine Einigung nicht zustande, hat die Staatliche Wirt- schaftskommission ein  Gutachten  über die Berechtigung des Einspruchs zu erstatten.
Kompetenzfragen Kompetenzabgrenzung  geregelt in § 113 ArbVG: Betriebsrat Betriebsausschuss Gemeinsamer Betriebsrat Zentralbetriebsrat Konzernvertretung Kompetenzübertragung  geregelt in § 114 ArbVG.
Klage zur Durchsetzung der Mitwirkungsrechte Grundsätzlich: Leistungsklage  beim zuständigen Arbeits- und Sozial-gericht, ggf in Verbindung mit einer  Einstweiligen Verfügung   oder Feststellungsklage  beim zuständigen Arbeits- und Sozial-gericht.
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Programm zukunft trotz herkunftProgramm zukunft trotz herkunft
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Befugnisse

  • 1. Mitwirkung des Betriebsrates in wirtschaftlichen Angelegenheiten - Rechtsabteilung, Mag ª . Andrea Komar
  • 2. Mitwirkungsrechte Wirtschaftliche Informations-, Interventions- und Beratungsrechte (§ 108 ArbVG) Mitwirkung bei Betriebsänderungen (§ 109 ArbVG) Mitwirkung im Aufsichtsrat (§ 110 ArbVG) Einspruch gegen die Wirtschaftsführung (§ 111 ArbVG) Staatliche Wirtschaftskommission (§ 112 ArbVG)
  • 3. Wirtschaftliche Informations-, Interventions- und Beratungsrechte Geregelt in § 108 ArbVG . Recht des Betriebsrates auf umfassende und recht-zeitige Information betreffend wirtschaftliche und finanzielle Lage deren voraussichtliche Entwicklung Art und Umfang der Erzeugung Auftragsstand den mengen- und wertmäßigen Absatz Investitionsvorhaben sonstige Maßnahmen zur Hebung der Wirtschaftlichkeit.
  • 4. Wirtschaftliche Informations-, Interventions- und Beratungsrechte Beratungsrecht des Betriebsrates auf Verlangen. Recht des Betriebsrates, Anregungen und Vorschläge zu erstatten; die entsprechenden Unterlagen sind ihm auf Verlangen zur Verfügung zu stellen. Erweitertes Informationsrecht in Konzernen auf Verlangen. Informations- und Beratungspflicht gilt insb auch für Umstrukturierungen von einiger Tragweite. Jahres- /Konzernabschluss .
  • 5. Betriebsänderungen Geregelt in § 109 ArbVG . Der/die BetriebsinhaberIn ist verpflichtet, den Betriebsrat von geplanten Betriebsänderungen so rechtzeitig und um- fassend in Kenntnis zu setzen, dass dem Betriebsrat eine Bewertung und Stellungnahme möglich ist. Auf Verlangen des Betriebsrates ist über die Gestaltung Der Maßnahmen zu beraten . § 109 ArbVG regelt, was insb als Betriebsänderung gilt.
  • 6. Betriebsänderungen Die Information im Fall einer Betriebsänderung iZm § 45 a AMFG hat zu umfassen: Gründe für die Maßnahme; Zahl und Verwendung der betroffenen ANInnen, deren Qualifikation und Beschäftigungsdauer sowie die Kriterien für die Auswahl dieser ANInnen; Zahl und Verwendung der regelmäßig beschäftigten ANInnen; Zeitraum, in dem die Maßnahme verwirklicht werden soll; Allfällige Begleitmaßnahmen zur Vermeidung nachteiliger Folgen für die betroffenen ANInnen.
  • 7. Betriebsänderungen Der Betriebsrat kann Vorschläge zur Verhinderung, Beseitigung oder Milderung von für die ANInnen nachteiligen Folgen erstatten. Bringt eine Betriebsänderung wesentliche Nachteile für alle oder erhebliche Teile der ArbeitnehmerInnenschaft mit sich, so können in Betrieben, in denen dauernd mindestens 20 ANInnen beschäftigt sind, Maßnahmen zur Verhinderung, Beseitigung oder Milderung der Folgen durch Betriebsver- einbarung geregelt werden ( „Sozialplan“ – erzwingbare BV gemäß § 97 Abs 1 Z 4 ArbVG ).
  • 8. Aufsichtsrat Die Mitwirkung im Aufsichtsrat ist in § 110 ArbVG geregelt. Gilt für Unternehmen in Form einer Aktiengesellschaft oder einer anderen Rechtsform mit Aufsichtsratspflicht (zB Gesellschaft mit beschränkter Haftung; Genossenschaft). Das Recht auf Entsendung steht grundsätzlich dem Zentralbetriebsrat zu (nur dort, wo nur ein Betrieb existiert, dem Betriebsrat). Für je 2 bestellte Aufsichtsratsmitglieder (KapitalvertreterIn- nen) wird 1 ANInnenvertreterIn bestellt. Bei ungerader Zahl ein/e weitere ANInnenvertreterIn.
  • 9. Aufsichtsrat Wie erfolgt die Bestellung ? Die Mitglieder des ZBR (BR), die auf dem Vorschlag einer wahlwerbenden Gruppe gewählt wurden, nominieren durch Mehrheitsbeschluss ANInnenvertreterInnen für die Entsen- dung in den Aufsichtsrat. (Sie können auch deren Abberufung verlangen.) Dieses Recht steht für so viele ANInnenvertreterInnen zu, wie es dem Verhältnis der Zahl der vorschlagsberechtigten Personen zur Gesamtzahl der Mitglieder des ZBR (BR) entspricht ( d´Hondt´sches Verfahren ).
  • 10. Aufsichtsrat Beispiel zum d´Hondt´schen Verfahren : 6 ANInnenvertreterInnen sind zu entsenden. Es gibt 4 Listen (A, B, C, D) mit 7, 5, 3 und 2 ZBR-Mitgliedern. A B C D 7 5 3 2 1/2 3,5 2,5 1,5 1 1/3 2,33 1,66 1 0,66 Die sechstgrößte angeschriebene Zahl ist Wahlzahl (2,33). Durch diese Wahlzahl wird die Zahl der ZBR-Mitglieder pro Liste dividiert. Die Mandate entfallen daher: 3 auf A, 2 auf B und 1 auf C. Bei gleichem Anspruch entscheiden Reststimmen bei ZBR-Wahl. Bei gleichen Reststimmen entscheidet das Los.
  • 11. Aufsichtsrat Die Funktion im Aufsichtsrat wird ehrenamtlich ausgeübt. Keine Vergütung, aber Anspruch auf angemessene Baraus-lagen besteht. Aufgabe: Kontrolle des Leitungsorgans der Gesellschaft. Maßnahmen sind zu prüfen im Hinblick auf: Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Wirtschaftliche Richtigkeit, Soziale Auswirkungen.
  • 12. Einspruch gegen die Wirtschaftsführung Geregelt in § 111 ArbVG . In Betrieben, in denen dauernd mehr als 200 ANInnen be- schäftigt sind, kann der Betriebsrat gegen Betriebsänderungen (§ 109 Abs 1 ArbVG) oder gegen andere wirtschaftliche Maßnahmen , sofern sie wesentliche Nachteile für die ANInnen mit sich bringen, binnen 3 Tagen ab Kenntnisnahme bei dem/der Betriebs- inhaberIn Einspruch erheben .
  • 13. Einspruch gegen die Wirtschaftsführung In Unternehmen , in denen ein ZBR zu errichten ist, besteht die Einspruchsmöglichkeit dann, wenn das Unternehmen dauernd mehr als 400 ANInnen beschäftigt und mehr als 200 von der wirtschaftlichen Maßnahme betroffen sind. Richtet sich der Einspruch gegen eine geplante Betriebs- stilllegung, so hat er für längstens 4 Wochen aufschiebende Wirkung.
  • 14. Einspruch gegen die Wirtschaftsführung Kommt zwischen BetriebsinhaberIn und Betriebsrat binnen 1 Woche ab Erhebung des Einspruchs keine Einigung zu- stande, so kann binnen weiterer 3 Tage von einem der beiden Streitteile Antrag auf Einleitung von Schlichtungs- verhandlungen gestellt werden. Die Schlichtungskommission muss von den zuständigen kollektivvertragsfähigen Körperschaften der AGInnen und ANInnen paritätisch besetzt sein.
  • 15. Einspruch gegen die Wirtschaftsführung Aufgabe der Schlichtungskommission ist es, zu vermitteln und auf eine Vereinbarung der Streitteile zur Beilegung der Streitigkeiten hinzuwirken. Ein Schiedsspruch kann nur gefällt werden, wenn beide Streitteile vorher schriftlich erklärt haben, sich dem Schiedsspruch zu unterwerfen . Schiedssprüche bzw vor der Schlichtungskommission abge- schlossene Vereinbarungen gelten als Betriebsverein- barungen .
  • 16. Staatliche Wirtschaftskommission Geregelt in § 112 ArbVG . In Betrieben, in denen dauernd mehr als 400 ANInnen be- schäftigt sind, kann der Betriebsrat gegen Maßnahmen iSd § 111 Abs 1 ArbVG binnen einer weiteren Woche Einspruch bei der Staat-lichen Wirtschaftskommission erheben, wenn innerhalb von 2 Wochen ab Antragstellung bei der Schlichtungs-kommission eine Einigung oder ein Schiedsspruch nicht zustande kommt oder
  • 17. Staatliche Wirtschaftskommission wenn eine Schlichtungskommission nicht errichtet ist und zwischen BetriebsinhaberIn und Betriebsrat binnen 1 Woche ab Erhebung des Einspruchs eine Einigung nicht zustande kommt, binnen einer weiteren Woche über den ÖGB Einspruch bei der Staatlichen Wirtschafts-kommission erheben, wenn es sich um eine Angelegen-heit von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung handelt. Dies gilt sinngemäß für Unternehmen, in denen ein ZBR zu errichten ist, wenn das Unternehmen dauernd mehr als 400 ANInnen beschäftigt und mehr als 200 von der wirtschaftlichen Maßnahme betroffen sind.
  • 18. Staatliche Wirtschaftskommission Aufgabe der Staatlichen Wirtschaftskommission ist es, zu vermitteln und Vorschläge zur Beilegung der Streitfragen zu erstatten. Kommt eine Einigung nicht zustande, hat die Staatliche Wirt- schaftskommission ein Gutachten über die Berechtigung des Einspruchs zu erstatten.
  • 19. Kompetenzfragen Kompetenzabgrenzung geregelt in § 113 ArbVG: Betriebsrat Betriebsausschuss Gemeinsamer Betriebsrat Zentralbetriebsrat Konzernvertretung Kompetenzübertragung geregelt in § 114 ArbVG.
  • 20. Klage zur Durchsetzung der Mitwirkungsrechte Grundsätzlich: Leistungsklage beim zuständigen Arbeits- und Sozial-gericht, ggf in Verbindung mit einer Einstweiligen Verfügung oder Feststellungsklage beim zuständigen Arbeits- und Sozial-gericht.
  • 21. Danke für Eure Aufmerksamkeit !