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European Social News Europatag - 09.Mai.2018
Pauline Blank (TQX52Q)
Weinbergstraße 18, 65594 Runkel
Alina Jost (THVK67)
Brunnenstraße 23, 65594 Runkel
1
4.2 Social Media ein Demokratiekiller?
Fake News, Filterblasen und Social Bots-
eine Gefahr für unsere Gesellschaft
Sonderausgabe am 09.Mai 2018.
Europatag
European Social News
European Social News Europatag - 09.Mai.2018
Pauline Blank (TQX52Q)
Weinbergstraße 18, 65594 Runkel
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1
Deckblatt
Exposition 1
Demokratie 3
Bezug zur Aktualität 6
Fallbeispiel 8
Umfrage 9
Fazit/Rückblick 10
SOCIAL MEDIA-EIN DEMOKATIEKILLER?
Inhaltsverzeichnis
Unsere Zeitung hat euch zum
Nachdenken angeregt ?
Ihr möchtet aktiv werden und etwas zum
Wohle der EU tun ?
Du willst die Europäische Idee
vorantreiben und diese Ideen und
Vorstellungen mit andern teilen ?
Dann kannst du dich den Jungen
Europäischen Föderalisten anschließen.
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1
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
Gegenentwurf zur Medialisierung
Umkehr zur Zeitung, als Social Media noch keine
Relevanz besaß
Unser Produkt im Rahmen des 66. Europäischen Wettbewerbs
beschäftigt sich mit dem Thema : „Social Media - ein
Demokratiekiller?”. Wir haben uns bewusst dazu entschieden,
durch die Gestaltung einer Zeitschrift, einen Gegenentwurf
zur Medialisierung zu schaffen und dadurch gleichzeitig zum
kritischen Umgang mit Medien aufzurufen. Wir beschäftigen
uns mit der Frage, ob durch das Hinweisen auf die Gefahren
von Fake News, Filterblasen und Social Bots eine Umkehr
zur Zeitung, als Social Media noch keine Relevanz besaß,
möglich ist oder schlicht eine Sensibilisierung erreicht werden
kann. Die Europäischen Industrieländer entwickeln sich
immer mehr zu Staaten, in denen eine Mediendemokratie
vorherrschend ist. Gerade in diese von Medien beherrschten
Ländern, sind die Gefahren in den sozialen Netzwerken, wie
Social Bots, Fake News und Filterblasen, eine Bedrohung für
die Demokratie. Hierbei stellen wir Social Media, besonders
im Hinblick auf Demokratie, in den Fokus. Zunächst
thematisieren wir die Herausforderungen und Merkmale der
modernen Demokratie in Europa und setzen diese in den
Zusammenhang mit der Gefahrenquelle Social Media.
Alina Jost & Pauline Blank 2
Fake News
Der Begriff “Fake News” setzt sich aus
zwei Wörtern zusammen. “Fake” (engl.)
bezeichnet im Deutschen das Adjektiv
“gefälscht”. Der Begriff “News” (engl.)
ist ein Synonym für das deutsche Wort
“Nachricht”. Folglich handelt es sich
um gefälschte Nachrichten.
Diese weisen die Charakteristik
auf ,den Eindruck zu erwecken, dass es
sich um wahrheitsgemäße Inhalte
handelt.
Filterblasen
Unter dem Begriff “Filterblasen”
versteht man innerhalb des Bereiches
der Medien und Digitalisierung,
gefilterte Informationen, die dem
Nutzer, auf sozialen Plattformen,
vorgeschlagen werden. Diese
E i n s c h r ä n k u n g e n d e s
Informationhorizontes erfolgt durch
d i e A n a l y s e a u f B a s i s d e s
Nutzerverhaltens.
Dieses Bild zeigt im
Zusammenhang des Textes eine
Darstellung einer Filterblasen.
Hierbei werden die gefilterten
Informationen als bunte Blasen
dargestellt.
SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIEKILLER?
Exposition
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
Durch das Herstellen eines Bezuges zur Aktualität in Form von
öffentlichen Debatten, einer Umfrage und einem Fallbeispiel,
möchten wir die Inhalte anschaulich und lesernah darstellen. Wir
möchten die Leser dazu anregen, die Demokratie zu stärken und
sich aktiv an ihr zu beteiligen, um sie nicht durch die sozialen
Medien zu gefährden. Abschließen werden wir unser Projekt mit
einem Fazit, indem wir noch einmal insbesondere zum kritischen
Umgang mit Medien aufrufen möchten.
Wir hoffen durch unsere Arbeit einen, wenn auch nur kleinen,
Beitrag dazu leisten, dass die Demokratie und die damit
verbundenen Werte nicht verloren gehen. Wir hoffen durch
unsere Zeit aufzeigen zu können, dass es auch andere
Möglichkeiten gibt sich zu informieren, als über die sozialen
Plattformen wie beispielsweise Facebook oder Twitter.
Besonderes zielen wir dabei unsere Generation ab, welche
überwiegend von den Gefahren für die Meinungsbildung durch
Social Media betroffen ist. Wir möchten daher hauptsächlich die
jüngeren Generationen ansprechen, da diese die Zukunft der
Europäischen Union bilden und daher unserer Meinung nach
besonders vor dem Greifbaren einer nicht faktenbasierten
Meinungsbildung geschützt werden müssen. Unsere Intention
liegt darin etwas an die EU zurückzugeben, da diese mit ihren
Grundrechten und ihrem Engagement nicht nur jungen sondern
allen Menschen das Leben wie wir es kennen ermöglicht. Durch
ihre Gesetze Regeln und Richtlinien, wie ebenso ihr Engagement
gestaltet die Europäische Union unseren Alltag.
Durch die in der Charta der Grundrechte festgehaltenen
Grundrechte garantiert sie Meinungsfreiheit, die Achtung der
Menschenwürde, Gerechtigkeit und Gleichheit. Viele dieser
Rechte sind besonders für die jüngeren Generationen
selbstverständlich geworden. Wir müssen also lernen, die Werte
und Errungenschaften der Europäischen Union zu schätzten. Ein
Anfang wäre es in diesem Sinne, die Demokratie der EU zu
unterstützen und insbesondere zu schützen. Immerhin sind wir
alle ein Teil des großen Ganzen.
Somit sollte es im Interesse aller europäischen Bürger liegen,
einen Beitrag zu ihrem Schutz und ihrer Weiterentwicklung zu
leisten.
Alina Jost & Pauline Blank 3
Social Bots
Der Terminus “Social Bots” setzt sich aus
den zwei Begriffen “Social” (engl.)
übersetzt “Sozial” und “Bot” (engl.) mit
der Bedeutung “Roboter” zusammen.
Unter Social Bots begreift man
Computerprogramme, die mithilfe von
programmierbaren Automatismen
eigenständig Aufgaben übernehmen
können. Das Wort “Social” charakterisiert
Aufgaben, die sich im sozialen Bereich,
also hauptsächlich auf sozialen
Plattformen, befinden. Bei ihrer
Funktionsweise kopieren sie das
menschliche Verhalten, wodurch, für den
normalen User, ein Erkennen unmöglich
ist.
Mediendemokratie
Unter dem Begriff “Mediendemokratie”
versteht man eine Demokratie, die
größtenteils von der Meinungsbildung
auf sozialen Plattformen abhängt. Die
Medien haben in dieser Demokratieform
eine große Bedeutung.
Der mündige Bürger
Diese Karikatur stellt die
Bevormundung durch die Medien,
welche durch die Mediendemokratie
befürwortet und gefördert wird, dar.
Der Bürger erhält von den sozialen
Medien ausschließlich die
Informationen, dargestellt durch
Nahrung, die diese fördern.Dies stellt
dann eine Gefahr für die Gesellschaft
dar.
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
Was ist das und was macht sie in unserer heutigen Zeit aus ?
Der Begriff “Demokratie” stammt aus dem griechischen und
bedeutet übersetzt “Herrschaft des Volkes”. Die Herrschaftsform
der Demokratie kennzeichnet sich durch die Mitbestimmung des
Volkes bei allen politischen Entscheidungen. In Europa ist es eine
der Grundbedingungen, für neue Beitrittsstaaten, das diese ein
demokratisches Prinzip besitzen.
In Deutschland wird die sogenannte freiheitliche demokratische
Grundordnung anhand einiger Merkmale festgehalten und
definiert. Hierbei handelt es sich um die bedeutendsten
Grundwerte der deutschen Demokratie. Diese Grundwerte sind
unantastbar und sie garantieren Freiheit und Gleichheit vor dem
Gesetz. Das deutsche Bundesverfassungsgericht legt folgende
Prinzipien oder auch Merkmale der Demokratie fest. Der folgende
Merkkasten dieser Seite beinhaltet eine Auflistung aller wichtigen
Merkmale, die die von den Staaten der Europäischen Union
praktizierte Union ausmachen. Die europäische Demokratie,
welche über die genannten Merkmale ausgemacht wird, kann als
grundlegende Basis der EU und als wichtigstes Gut dieser
bezeichnet werden. Zudem stellt sie einen Aspekt der Einigung
dar und schafft durch die von allen einzuhaltenden Prinzipien eine
Gemeinsamkeit der Staaten und ihrer Bürger, welche in ihrer
Lebensweise direkt davon betroffen sind. In der modernen
Gesellschaft steht die Demokratie immer wieder vor der
Herausforderung, alle Merkmale, zu genüge, zu erfüllen. Damit
die Demokratie als Herschaftsprinzip funktionieren kann, ist ein
permanentes Feedback des Volkes notwendig. Diese Abhängigkeit
gegenüber dem Volk erfordert eine stetige Auseinandersetzung mit
den aktuellen Situationen und Bedürfnissen der Wähler. Die
Demokratie muss also anpassungsfähig und flexibel sein, um mit
den Entwicklungen der Gesellschaft mithalten zu können. Die
Herausforderungen der Demokratie.Mitglieder einer Partei sind
darum bemüht, die Mehrzahl der Stimmen für sich zu gewinnen.
Dies begründet ihr Bemühen allen Wünschen und Forderungen zu
entsprechen. Besonders die vermehrt aufgetretenen Phänomene,
durch Social Media, wie Filterblasen, Social Bots und Fake News
stellen eine Herausforderung für die Demokratie da, indem sie
dazu beitragen, dass es immer schwieriger wird,
wahrheitsgemäßes und möglicherweise erfundene Nachrichten
und Anzeigen zu unterscheiden.
Alina Jost & Pauline Blank 4
SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIEKILLER?
Demokratie
Merkmale der
Demokratie
> Vo l k s s o u v e r ä n i t ä t ( =
S e l b s t b e s t i m m u n g d e r
Staatsangehörigen)
> Gewaltenteilung (= Trennung
der Staatsgewalt in geseztgebende,
a u s f ü h r e n d e u n d
rechtssprechende Gewalt)
> R e s p e k t i e r e n d e r
Menschenrechte, insbesondere das
Recht auf freie Entfaltung für
Leben und Persönlichkeit
> Chancengleichheit auf allen
politischen Ebenen
> Repräsentation des Volkes (= in
Form eines Parlamentes)
> W a h l e n n a c h d e m
Mehrheitsprinzip (= allgemein,
unmittelbar, frei, geheim und
gleich)
> Ahndung von Verstößen gegen
die freiheitliche, demokratische
Grundordnung (= wehrhafte
Demokratie)
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
dass die Gefahr für die Demokratie insbesondere
im Bereich der sozialen Medien, in der
Manipulation der Meinungen zu finden ist. Man
kann im Zusammenhang mit der europäischen
Demokratie nicht mehr von einer handfesten
Demokratie sprechen, wenn die freie Meinungs-
bildung nicht mehr gewährleistet ist. Die freie
Bildung der eigenen Meinung und dem
Ausdrücken dieser, in Form von Abstimmungen
und Wahlen, sind unter anderem einer der
wichtigsten Bestandteile der Europäischen Union
und müssen unter allen Umständen geschützt
werden. Um die Herausforderungen eines Viel-
vökerbundes wie der Europäischen Union
bestmöglich entgegentreten zu können und ein
geregeltes und gleiches Zusammenleben
garantieren zu können wurde bereits am siebten
Dezember im Jahr 2000 die Charta der
Grundrechte der Europäischen Union verfasst.
Die dort festgelegten gemeinsamen Werte sollten
eine friedliche Zukunft ermöglichen und die
Mitgliedsstaaten zu einer engen Union verbinden.
Die Charta besteht aus 54 Artikeln, die in sieben
Kapitel eingeteilt werden. Sie garantieren allen
Bürgern der Europäischen Union die selben
Grundrechte.So werden in Kapitel eins die Rechte
bezüglich der Würde des Menschen in Form von
fünf Artikeln festgehalten. Kapitel zwei sichert die
Rechte der Freiheit jedes einzelnen mit insgesamt
14 Artikeln. In dem dritten Kapitel der Charta wird
sie Gleichheit aller Bürger der EU erstgehalten
und durch sieben Artikel garantiert. Die Regeln
und Vorschriften zum Thema Solidarität werden
im vierten Kapitel aufgegriffen, welches 12 Artikel
umfasst. In Kapitel fünf werden die Bürgerrechte
jedes EU_Bürgers aufgelistet und umfassen
insgesamt acht Artikel. Die justizielllen Rechte
werden in Kapitel sechs festgehalten und
beinhalten vier Artikel, welche für alle EU-
Mitgliedstaaten gelten. Das abschließende siebte
Kapitel umfasst die allgemeinen Bestimmungen
welche die letzen viert Artikel beinhalten. Diese
Grundrechte der Europäischen Union beruhen
insbesondere auf den europäischen Menschen-
rechtskonventionen welche die die Rechte und
Grundfreiheiten der europäischen Bürger
beinhalten. Die Charta beinhaltet somit alle Rechte
der Bürger, da sie die Bereiche sozial,
wirtschaftlich und politisch umfasst.
Alina Jost & Pauline Blank 5
Um die Politik aktiv mitzugestalten, ist es nötig für
die Bürger folglich die Wähler wichtig auf
faktenbasierende Informationsquellen zugreifen zu
können. In der Vergangenheit wurden diese durch
Informationsquellen, wie Telekommunikation und
politische Magazine dargestellt. Auch
Nachrichtenorganisationen trugen zur Verbreitung
von Fakten einen erheblichen Bestandteil bei. In
der heutigen Zeit werden diese Informationsquellen
durch die sozialen Netzwerke weitestgehend ersetzt
und verdrängt. Die Nachrichtenverbreitung in der
Vergangenheit war für die Bürger, aber auch den
Staat, leichter an Qualität zu überprüfen. Die im
Internet jedoch ist sowohl für die daran
Teilhabenden als auch für den Staat nur
geringermaßen zu überprüfen und meist überhaupt
nicht zu kontrollieren. So können durch gezielte
Falschinformationen, Fake News beispielsweise,
die Meinungen der Wähler in eine bestimmte
Richtung gelenkt werden. Werden beispielsweise
Fake News über einen Wahlkandidaten verbreitet,
um dessen Ruf zu schädigen, so kann dies den
Eindruck der Wähler erheblich beeinflussen .
Ebenso können die in sozialen Netzwerken
auftretenden Filterblasen, die Urteilsbildung
manipulieren. Dadurch, dass die Informationen, die
zu dem Nutzer gelangen bereits zuvor “gefiltert”
werden, ist keine umfängliche Urteilsbildung im
Sinne einer Pro und Kontra Argumentation
möglich. Der Betroffene erhält so gesagt nur
Informationen, die mit seiner feststehenden
Meinung übereinstimmen. Somit ist ein Widerlegen
durch anderweitige Fakten unmöglich. Die dritte
ernst zunehmende Gefahrenquelle für die
Demokratie, sind im Zusammenhang mit Social
Media, die Social Bots. Durch das Einsetzen dieser
Computerprogramme, können die Nutzer der
sozialen Netzwerke in ihrer Meinungsbildung
ebenfalls beeinflusst werden. Dadurch, dass sich
die Social Bots als für den Nutzer nicht erkennbare
Teilnehmer ausgeben und Informationen, in Form
von Posts verbreiten, die dann wiederum von
reellen Nutzern gesehen werden, nehmen Sie
Einfluss auf die Urteilsbildung.Nutzer gewinnt den
Eindruck, dass mehr Menschen eine gewisse, von
den Social Bots befürwortete, Meinung teilen und
sieht sich möglicherweise dazu gezwungen sich
dieser Übermacht anzuschießen Im Großen und
Ganzen kann man also festhalten,
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIKILLER ?
Bezug zur Aktualität
Diese Statistik zeigt den Anteil der Nutzer in sozialen
Netzwerken. Zum Zeitpunkt der Erhebung lag die
durchschnittliche Nutzung innerhalb der Europäischen Union bei
47,7%. Im Zuge dieser Erkenntnis wird deutlich, dass die
Anteilnahme an sozialen Netzwerken in Europa bei nahezu 50%,
also bei der Hälfte der Einwohner liegt.
Durch diese hohe Anzahl nimmt auch die Möglichkeit der Beeinflussung durch soziale Netzwerke zu.
Besonders in den vergangenen Jahren erlebten diese, durch die Digitalisierung, einen bedeutenden
Aufschwung. Insbesondere in der jüngeren Vergangenheit fand die Thematik der Social Media immer mehr
Beachtung in der Europäischen Politik. Das immer stärker werdende Interesse an den Gefahren wie Social
Bots, Fake News und Filterblasen wurde ebenfalls durch die vehement auftretenden Gerüchte bezüglich der
US Wahl im Jahr 2017 gefördert. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nutzt beispielsweise
die soziale Medienplattform, Twitter, um immer wieder seine Ansichten und Einstellungen für alle sichtbar
zu verbreiten. Diese Methode der Informationsverbreitung im Bereich der sozialen Netzwerke ist ebenso
anfällig für Filterblasen, Fake news und Social Bots. Der Effekt auf den sich Donald Trump bei seiner Art
und Weise der verlässt, ist eine weitere Gefahrenquelle, welche in Fachkreisen “Framingeffekt” genannt
wird. Diese Art der Informationsverarbeitung stößt innerhalb der EU auf Kritik und Ablehnung, da nicht
nur die Qualität sondern auch die Art und Weise fragwürdig ist. Der Skandal um die Us-Wahlen und das
Verhalten von Donald Trump haben dafür gesorgt, das die Gefahren der sozialen Netzwerke erstmals,
besonders innerhalb der EU ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt wurden. Somit hat selbst eine solche
Verwendung von Social Media bereits eine Auswirkung auf die Politik der Europäischen Union. Auch
intern rücken die Sozialen Medien im Zuge dessen in den Fokus der Öffentlichkeit. Am 12. Dezember 2018
wurde ein Gesetzesvorschlag bezüglich des 13 Artikels der EU-Datenschutz-Grundverordnung
beschlossen. Der 13. Artikel befasst sich mit der Urheberrecht genauer der Informationspflicht bei
Erhebung von persönlichen Daten. Der Gesetzesentwurf, über welchen abgestimmt wurde, trägt den Titel
„Vorschlag für eine Direktive des Europäischen Parlaments und des EU-Rats zum Urheberrecht im
digitalen Markt“. Er legt fest, dass große Social Media Plattformen, wie zum Beispiel Facebook,
sicherstellen müssen das Inhalte auf ihren Plattformen nicht wiederrechtlich veröffentlicht werden. Damit
wird die Verantwortung des Inhalts auf den Plattfomrbetreiber übertragen und liegt nicht mehr bloß bei dem
einzelnen User. Insbesondere soll erreicht werden, das die Informationen auf den Sozialen Plattformen
besser gefiltert werden und somit auch an inhaltlicher Qualität gewinnen. Zum ersten Mal wurde ein Gesetz
Alina Jost & Pauline Blank 6
Framingeffekt
Unter dem Begriff ”Framingeffekt”
versteht man, dass durch ständiges
Wiederholen auf sozialen Plattformen,
das Wiederholte in den Köpfen der
Menschen hängen bleibt und somit
nachhaltig deren Meinungsbildung
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
im Sinne der Einschränkung von sozialen Medien vorgenommen. Mit dieser Einschränkung der sozialen
Netzwerke scheint ein erster Schritt in Richtung der Kontrolle von Social Media getan zu sein. Dieser
Beschluss des EU Parlaments regte in der jüngeren Vergangenheit immer mehr Menschen dazu an, sich mit
den Problematiken und Gefahren der Social Media auseinander zu setzen. Zudem sorgt er dafür, das die
Plattformern der sozialen Medien sich zunehmend ihrer Verantwortung bewusst werden. In der Zukunft
werden sie dafür verantwortlich für die Inhalte sein, die auf ihren Plattformen geteilt werden. Zuvor lag die
Verantwortung der Inhalte bei dem Nutzer, weshalb es nicht im Interesse der Plattformen lag die Inhalte im
rechtlichen Sinne zu überprüfen. Dies soll nun mit dem Gesetzesvorschlag geändert werden. Rückblickend
lässt sich sagen, dass besonders in der aktuelleren Vergangenheit bereits eine Konfrontation, der Bürger,
Europas mit den Gefahren und Problematiken der sozialen Netzwerke stattgefunden hat. Ebenso könnte
durch Artikel 13 ein Umdenken bei den Betreibern sozialer Medienplattformen bewirkt werden.
SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIEKILLER?
Fallbeispiel

Am 28. Oktober 2018 fand die Landtagswahl in
Hessen statt und zum ersten Mal in seinem Leben
durfte der 18. jährige Fabian Müller an dieser
Wahl teilnehmen. Im Vorhinein hatte er sich
besonders auf sozialen Netzwerken, wie Facebook,
Twitter und Co. über die Inhalte der
unterschiedlichen Parteiprogramme informiert.
Bereits früh kristallisierte sich für ihn heraus,
welche der Parteien und ihren Vertretern, er
bevorzugte. Er begann Beiträge seiner
favoritisierten Partei zu unterstützen, indem er
zustimmende Beiträge likte und kommentierte.
Dadurch entstand eine Filterblase, welche ihm auf
seinen sozialen Plattformen, hauptsächlich Posts
zeigte, die mit seiner bereits vorhandenen
Meinung übereinstimmten. Ebenso bemerkte
Fabian nicht, dass er durch, im Internet verbreitete
Fake News, bezüglich anderer Parteien ein
verfälschtes Meinungsbild erlangte.Fabian war
überzeugt, seine Entscheidung auf Fakten gründen
zu können, ohne eines der Parteiprogramme
gelesen zu haben. Seine Informationsgewinnung
fand ausschließlich auf der Basis der sozialen
Plattformen statt. Als die Wahl am 28. Oktober
stattfand, wählte Fabian die von ihm im Voraus
festgelegte Partei und war überzeugt, dass er die
richtige Entscheidung für sich getroffen
hatte.Nachdem die Wahl vollzogen und die
Besetzung des Landtages festgelegt worden war,
kam Fabian jedoch zu einem ganz anderen
Entschluss. Er hatte zu seinem Geburtstag am 30.
September eine politische Fachzeitschrift
geschenkt bekommen, in der besonders die
Parteiprogramme, bezüglich der Landtagswahl,
behandelt wurden. Infolge des Lesens dieser
Zeitschrift, bemerkte er, dass die neu gewonnenen
Informationen, nur im geringen Maß mit seinen
vorherigen Erkenntnissen übereinstimmten. Fabian
begann nun sich durch qualitative überprüfte
I n f o r m a t i o n s q u e l l e n e r n e u t ü b e r d i e
unterschiedlichen Parteien zu informieren,
unabhängig von sozialen Netzwerken. Am Ende
seiner Recherche gelangte er zu einem völlig
anderen Ergebnis, als bei seiner ersten
Informationssuche. Im Nachhinein bereute er, die
ausschließliche Recherche mithilfe den sozialen
Medien und wünschte er sich, er hätte bereits im
Vorhinein über die beschränkten Möglichkeiten
der Informationssuche und damit verbundenen
Gefahren, Bescheid gewusst. Mit dieser Art des
Beispiels möchten wir die Gefahren der Soziale
Netzwerke deutlich machen. Anhand von Fabians
Fehlverhalten soll erkannt werden können, welche
Folgen eine Informationsgewinnung ausschließlich
auf der Basis von Social Media für Folgen haben
kann. Das Fallbeispiel zeigt, das unsere
Demokratie nur korrekt Funktionieren kann, wenn
jeder Wähler über faktenbasiertes Wissen verfügt.

Alina Jost & Pauline Blank 7
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIEKILLER?
Umfrage
Im Rahmen unserer Projektarbeit, im Sinne des 66. Europäischen Wettbewerbs, haben wir in
der Limburger Innenstadt, eine Umfrage mit insgesamt 50 Personen durchgeführt und den
Probanten jeweils vier Fragen gestellt. Bei unserer Forschungsmethode haben wir uns für die,
für die quantitative Forschungsmethode
entschieden.

Unsere Umfrage dient dazu die Meinung und den
Alina Jost & Pauline Blank 8
28 %
72 %
86 %
14 %
42 %
58 %54 %
46 %
Frage 1: „Nutzen Sie täglich soziale
Netzwerke?”
Ja: 36 Probanten Nein: 14 Probanten
Frage 2: „Wissen Sie über die Gefahren von
Fake News, Social Bots und Filterblasen
Bescheid?”
Ja: 7 Probanten Nein: 43 Probanten
Frage 3: „Informieren Sie sich über aktuelle
Geschehnisse auf sozialen Plattformen?”
Ja: 29 Probanten. Nein: 21 Probanten
Frage 4: „Lesen Sie regelmäßig Zeitung?”
Ja: 23 Probanten. Nein: 27 Probanten
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
Informationsstand der Bürger bezüglich des
Themas Social Media und deren Gefahren
darlegen und zu veranschaulichen. Durch Frage 1
wurde festgestellt, dass 72 % der Befragten täglich
mit den sozialen Netzwerken in Kontakt kommen
und dort aktiv sind. Frage 2 erlaubt einen Einblick
in das Gefahrenbewusstsein der Befragten, welche
stellvertretend für die Bürger im allgemeinen
stehen. Da insgesamt ausschließlich 14 % der
Befragten angaben über die Gefahren der sozialen
Netzwerke informiert zu sein lässt sich darauf
schließen, dass der allgemeine Kenntnisstand sehr
gering ist. Unsere dritte Frage beschäftigt sich
inhaltlich mit der Frage, nach der Informations-
gewinnung durch und mit Hilfe von Social Media.
Die daraus resultierende Erkenntnis lässt
schließen, dass knapp die Mehrheit ( 52%) bei der
Informationsgewinnung und der Recherche zum
aktuellen Geschehen auf soziale Plattformen
verzichtet. Als Kontrast zu den vorhergegangenen
Fragen steht unsere vierte und somit abschließende
Frage. Sie soll darlegen, dass die Informations-
quelle der Zeitung an Bedeutung verloren hat.
Ausschließlich 42 % der Befragten lesen
regelmäßig Zeitung. Noch vor zehn Jahren waren
Zeitungen und Zeitschriften eine der primären
Informationsquellen.
Unsere Umfrage zeichnet ein klares Bild des
Nutzerverhaltens in Bezug auf Zeitungen und den
sozialen Medien im Vergleich. Somit nutzen
deutlich mehr Menschen, immerhin 72 %, die
sozialen Medien, während im Vergleich dazu eher
weniger Menschen regelmäßig Zeitung lesen,
ausschließlich 58 %. Dadurch ergibt sich eine
Differenz von 14 %, welche darlegt, dass mehr
Menschen auf die Informationen auf sozialen
Plattformen zu greifen, als Zeitung zu lesen.
Gleichzeit wird insbesondere durch Frage 2
deutlich, dass ausschließlich 14 %, bei 50
Befragten also 7 Probanden, sich über die
Gefahren der sozialen Plattformen in Form von
Fake News, Filterblasen und Social Bots bewusst
sind. Somit steigt für alle diejenigen, die sich der
Gefahren nicht bewusst sind und aus diesem
Grund nicht besonders achtsam mit den
Informationen im sozialen Netz umgehen und
diese nicht kritisch hinterfragen, davon betroffen
zu werden. Deshalb liegt es uns durch diese neuen
Erkenntnisse besonders am Herzen, das
Bewusstsein für die Gefahren, die so viele
Menschen täglich umgeben, zu schärfen. Das
Unwissen der vielen Menschen kann schließlich,
wie anhand des Fallbeispiels aufgezeigt Folgen für
uns alle und insbesondere für unsere Demokratie
und die damit verbunden Politik haben. Daher
stellt es ein Anliegen aller da und nicht nur des
Einzelnen. Zudem lässt sich ein Trend erahnen,
der weg von den Zeitungen und Fachzeitschriften
hin zur Informationsgewinnung in den sozialen
Netzwerken führt. Wie in unserer Exposition
bereits erläutert ist es unsere Intention mit dieser
Ausarbeitung einen Gegenentwurf zur Media-
lisierung darzustellen. Durch diese Vorgehens-
weise möchten wir erreichen, das das Bewusstsein
der Menschen zunimmt und somit der Trend der
vollständigen Medialisierung in Verbindung mit
der Mediendemokratie abflaut. Wir hoffen, durch
das Aufzeigen einer möglichen Weise der
Informationsgewinnung im Form unserer Zeitung
dies erreichen zu können. Auch sollen die
Ergebnisse unserer Umfrage den Lesern und
Leserinnen bewusst machen, dass die Gefahren der
sozialen Netzwerke noch häufig völlig unbekannt
sind. In eben dieser Unbekanntheit liegt die Gefahr
für die Nutzer. Sich nur selbst zu schützen und zu
informieren ist jedoch vorerst nur ein kleiner Teil
des Kuchens. Denn im Hinblick auf unsere
Demokratie müssen alle Menschen vor der
Gefahrenquelle für die freie Meinungsbildung
gewarnt werden. Aus diesem Grund ist eine
Bekanntmachung der lauernden Gefahren derart
wichtig für uns alle und besonders für unsere
Demokratie. Damit es weiterhin Wähler gibt, die
ihrer Entscheidungen basierend auf Fakten und
Wissen treffen und nicht auf der Basis von Fake
News, Filterblasen und Social Bots.

Alina Jost & Pauline Blank 9
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
SOCIAL MEDIA-EIN DEMOKRATIEKILLER ?
Fazit/Rückblick
Jedoch sind wir der Meinung, dass in der Zukunft
noch deutlich mehrere Maßnahmen zur
Einschränkung der sozialen Netzwerke und im
Sinne der Sensibilisierung gegenüber den damit
verbundenen Gefahren, ergriffen werden müssen.
Denn die Sicherung der Demokratie und der damit
verbunden Werte muss das oberste Anliegen der
Gesellschaft sein. Gerade die jüngeren
Generationen sind hier besonders Gefragt. Häufig
wird vergessen, wie lange die Menschen für die
heute selbstverständlichen Rechte gekämpft haben
und welche Opfer im Sinne der Demokratie
gebracht wurden. Unserer Meinung nach ist die
Demokratie, welche alle Staaten der Europäischen
Union vereint und somit eine der wichtigsten
Säulen unserer so sehr geschätzten Europäischen
Gesellschaft ist , schlicht zu wertvoll um durch
unzureichende und beeinträchtigte Meinungs-
bildung im Netz auf Grund der Gefahren wie Fake
News, Filterblasen und Social Bots verloren zu
gehen. Deshalb möchten wir noch einmal einen
direkten Appell an alle die unsere Zeitschrift lesen
richten. Schützt die Europäische Union indem ihr
die Demokratie schützt. Schützt die Demokratie
indem ihr euch schützt. Schützt euch indem ihr
euch der Gefahren für die Demokratie durch die
sozialen Medien bewusst werdet.
Alina Jost & Pauline Blank 10
Zunächst ist es wichtig neben den Nachteilen auch
die Vorteile der sozialen Netzwerke in Betracht zu
ziehen und ihren Platz in der heutigen Gesellschaft
zu erläutern. Durch die sozialen Netzwerke wird
eine Verbindung zwischen Millionen von Menschen
auf der ganzen Welt ermöglicht, wodurch alle
sieben Kontinente näher zusammenrücken. Ebenso
nehmen die sozialen Netzwerke einen wichtigen
Platz in unserer modernen Gesellschaft ein und sind
dort für viele nicht mehr wegzudenken. Sie
eröffnen neue Kommunikationsmöglichkeiten, und
schaffen zudem auch einen völlig neuen Berufs-
und Ausbildungszweig. Im Gegensatz dazu stehen
die Gefahren, die von den sozialen Netzwerken
ausgehen. Hierzu gehören Fake News, Social Bots
und Filterblasen, welche nicht nur eine Gefahr für
den Einzelnen, sondern auch für die Gesellschaft
im Allgemeinen darstellen. Besonders die Gefahren
für die Demokratie, welche durch Manipulation der
Meinungsbildung verkörpert werden. Durch die
Erschütterung oder Schwächung des demo-
kratischen Grundprinzip würden Auswirkungen für
die Gesellschaft aber auch für jeden Einzelnen
auftreten, die den Alltag wie wir ihn kennen mit
Sichert verändern würden. Betrachtet man diese
beiden unterschiedlichen Gesichtspunkte lässt sich
sagen, dass eine vollständige Abkehr gegenüber
Social Media, aufgrund ihres hohes Stellenwerts in
der Gesellschaft nicht möglich ist, eine
Sensibilisierung bezüglich der Gefahren unbedingt
nötig ist.Wir haben uns dazu entschieden, mit
unserer Projektarbeit im besonderen Rahmen zum
kritischen Umgang mit sozialen Netzwerken,
aufgrund der Gefahren wie Social Bots, Fake News
und Filterblasen, aufzurufen. Im Bezug dazu
erkennen wir den durch den dreizehnten Artikel
erfolgten Einschränkungsversuch gegenüber
sozialen Netzwerken, als einen ersten Schritt in die
richtige Richtung an.
Schon gewusst ?
Der Europäische Wettbewerb findet 2019
zum 66. Mal statt. Er wurde ins Leben
gerufen um Schülern aller Altersklassen die
Möglichkeit zu geben Europa nach ihren
Vorstellungen in Form kreativer Arbeiten
mitzugestalten. Hierbei gibt es
altersspezifische Aufgaben, die die Schüler
frei bearbeiten können. Ebenso wird ein
europäisches Miteinander gefördert.
European Social News Europatag - 09.Mai 2019
SOCIAL MEDIA-EIN DEMOKRATIEKILER ?
Quellen- und Bildverzeichnis
1. https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/pocket-politik/16391/demokratie Die Herausforderungen der Demokratie
06.11.2018- 13:26 Uhr
2. http://www.bpb.de/apuz/59707/demokratiereformen-herausforderungen-und-agenden?p=all
10.11.2018-17:05 Uhr
3. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/214663/umfrage/nutzung-von-social-networks-in-europa-nach-laendern/
12.11.2018,15:54 Uhr
4. http://www.europarl.europa.eu/charter/pdf/text_de.pdf 19.01.19, 12:07 Uhr
5. https://finanzmarktwelt.de/social-media-in-europa-mit-applaus-zurueck-in-die-steinzeit-101689/
15.11.2018-13:55 Uhr
6. https://freiheit.org/politische-meinungsbildung-im-netz.de
06.11.2018- 14:07 Uhr
7. https://mobile.twitter.com/realdonaldtrump/status/860087334519414784
15.11.2018-13:28 Uhr
8. http://wei.loveitorchangeit.com/tiki-index.php?page=Social+Media+ZAF
27.11.2018- 13:45 Uhr
9.https://what-europe-does-for-me.eu/de/home
03.12.2018- 14:20 Uhr
Bildverzeichnis
Deckblatt:
1. oben links: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/wp-content/uploads/2016/12/EW-Logo-neu_3_CMYK.jpg
2. oben rechts: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/wp-content/themes/emi/include/timthumb/timthumb.php?src=%2F%2Fwp-
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5. unten links: https://images.gutefrage.net/media/fragen/bilder/karikatur-ueber-demokratie/0_big.jpg?v=1446999418000
Seite 2 : Bild unten rechts: https://m0ru.github.io/media/gkm/FilterBubble.jpg
Seite 3 : Bild: http://esreicht.info/wp-content/uploads/2013/11/kritische-medien-cartoon.jpg
Seite 7: Statistik: http://we.loveitorchangeit.com/tiki-index.php?page=Social+Media+ZAF
Seite 8: Bild: https://mobile.twitter.com/realdonaldtrump/status/860087334519414784
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  • 1. European Social News Europatag - 09.Mai.2018 Pauline Blank (TQX52Q) Weinbergstraße 18, 65594 Runkel Alina Jost (THVK67) Brunnenstraße 23, 65594 Runkel 1 4.2 Social Media ein Demokratiekiller? Fake News, Filterblasen und Social Bots- eine Gefahr für unsere Gesellschaft Sonderausgabe am 09.Mai 2018. Europatag European Social News
  • 2. European Social News Europatag - 09.Mai.2018 Pauline Blank (TQX52Q) Weinbergstraße 18, 65594 Runkel Alina Jost (THVK67) Brunnenstraße 23, 65594 Runkel 1 Deckblatt Exposition 1 Demokratie 3 Bezug zur Aktualität 6 Fallbeispiel 8 Umfrage 9 Fazit/Rückblick 10 SOCIAL MEDIA-EIN DEMOKATIEKILLER? Inhaltsverzeichnis Unsere Zeitung hat euch zum Nachdenken angeregt ? Ihr möchtet aktiv werden und etwas zum Wohle der EU tun ? Du willst die Europäische Idee vorantreiben und diese Ideen und Vorstellungen mit andern teilen ? Dann kannst du dich den Jungen Europäischen Föderalisten anschließen.
  • 3. European Social News Europatag - 09.Mai.2018 Pauline Blank (TQX52Q) Weinbergstraße 18, 65594 Runkel Alina Jost (THVK67) Brunnenstraße 23, 65594 Runkel 1
  • 4. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 Gegenentwurf zur Medialisierung Umkehr zur Zeitung, als Social Media noch keine Relevanz besaß Unser Produkt im Rahmen des 66. Europäischen Wettbewerbs beschäftigt sich mit dem Thema : „Social Media - ein Demokratiekiller?”. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, durch die Gestaltung einer Zeitschrift, einen Gegenentwurf zur Medialisierung zu schaffen und dadurch gleichzeitig zum kritischen Umgang mit Medien aufzurufen. Wir beschäftigen uns mit der Frage, ob durch das Hinweisen auf die Gefahren von Fake News, Filterblasen und Social Bots eine Umkehr zur Zeitung, als Social Media noch keine Relevanz besaß, möglich ist oder schlicht eine Sensibilisierung erreicht werden kann. Die Europäischen Industrieländer entwickeln sich immer mehr zu Staaten, in denen eine Mediendemokratie vorherrschend ist. Gerade in diese von Medien beherrschten Ländern, sind die Gefahren in den sozialen Netzwerken, wie Social Bots, Fake News und Filterblasen, eine Bedrohung für die Demokratie. Hierbei stellen wir Social Media, besonders im Hinblick auf Demokratie, in den Fokus. Zunächst thematisieren wir die Herausforderungen und Merkmale der modernen Demokratie in Europa und setzen diese in den Zusammenhang mit der Gefahrenquelle Social Media. Alina Jost & Pauline Blank 2 Fake News Der Begriff “Fake News” setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. “Fake” (engl.) bezeichnet im Deutschen das Adjektiv “gefälscht”. Der Begriff “News” (engl.) ist ein Synonym für das deutsche Wort “Nachricht”. Folglich handelt es sich um gefälschte Nachrichten. Diese weisen die Charakteristik auf ,den Eindruck zu erwecken, dass es sich um wahrheitsgemäße Inhalte handelt. Filterblasen Unter dem Begriff “Filterblasen” versteht man innerhalb des Bereiches der Medien und Digitalisierung, gefilterte Informationen, die dem Nutzer, auf sozialen Plattformen, vorgeschlagen werden. Diese E i n s c h r ä n k u n g e n d e s Informationhorizontes erfolgt durch d i e A n a l y s e a u f B a s i s d e s Nutzerverhaltens. Dieses Bild zeigt im Zusammenhang des Textes eine Darstellung einer Filterblasen. Hierbei werden die gefilterten Informationen als bunte Blasen dargestellt. SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIEKILLER? Exposition
  • 5. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 Durch das Herstellen eines Bezuges zur Aktualität in Form von öffentlichen Debatten, einer Umfrage und einem Fallbeispiel, möchten wir die Inhalte anschaulich und lesernah darstellen. Wir möchten die Leser dazu anregen, die Demokratie zu stärken und sich aktiv an ihr zu beteiligen, um sie nicht durch die sozialen Medien zu gefährden. Abschließen werden wir unser Projekt mit einem Fazit, indem wir noch einmal insbesondere zum kritischen Umgang mit Medien aufrufen möchten. Wir hoffen durch unsere Arbeit einen, wenn auch nur kleinen, Beitrag dazu leisten, dass die Demokratie und die damit verbundenen Werte nicht verloren gehen. Wir hoffen durch unsere Zeit aufzeigen zu können, dass es auch andere Möglichkeiten gibt sich zu informieren, als über die sozialen Plattformen wie beispielsweise Facebook oder Twitter. Besonderes zielen wir dabei unsere Generation ab, welche überwiegend von den Gefahren für die Meinungsbildung durch Social Media betroffen ist. Wir möchten daher hauptsächlich die jüngeren Generationen ansprechen, da diese die Zukunft der Europäischen Union bilden und daher unserer Meinung nach besonders vor dem Greifbaren einer nicht faktenbasierten Meinungsbildung geschützt werden müssen. Unsere Intention liegt darin etwas an die EU zurückzugeben, da diese mit ihren Grundrechten und ihrem Engagement nicht nur jungen sondern allen Menschen das Leben wie wir es kennen ermöglicht. Durch ihre Gesetze Regeln und Richtlinien, wie ebenso ihr Engagement gestaltet die Europäische Union unseren Alltag. Durch die in der Charta der Grundrechte festgehaltenen Grundrechte garantiert sie Meinungsfreiheit, die Achtung der Menschenwürde, Gerechtigkeit und Gleichheit. Viele dieser Rechte sind besonders für die jüngeren Generationen selbstverständlich geworden. Wir müssen also lernen, die Werte und Errungenschaften der Europäischen Union zu schätzten. Ein Anfang wäre es in diesem Sinne, die Demokratie der EU zu unterstützen und insbesondere zu schützen. Immerhin sind wir alle ein Teil des großen Ganzen. Somit sollte es im Interesse aller europäischen Bürger liegen, einen Beitrag zu ihrem Schutz und ihrer Weiterentwicklung zu leisten. Alina Jost & Pauline Blank 3 Social Bots Der Terminus “Social Bots” setzt sich aus den zwei Begriffen “Social” (engl.) übersetzt “Sozial” und “Bot” (engl.) mit der Bedeutung “Roboter” zusammen. Unter Social Bots begreift man Computerprogramme, die mithilfe von programmierbaren Automatismen eigenständig Aufgaben übernehmen können. Das Wort “Social” charakterisiert Aufgaben, die sich im sozialen Bereich, also hauptsächlich auf sozialen Plattformen, befinden. Bei ihrer Funktionsweise kopieren sie das menschliche Verhalten, wodurch, für den normalen User, ein Erkennen unmöglich ist. Mediendemokratie Unter dem Begriff “Mediendemokratie” versteht man eine Demokratie, die größtenteils von der Meinungsbildung auf sozialen Plattformen abhängt. Die Medien haben in dieser Demokratieform eine große Bedeutung. Der mündige Bürger Diese Karikatur stellt die Bevormundung durch die Medien, welche durch die Mediendemokratie befürwortet und gefördert wird, dar. Der Bürger erhält von den sozialen Medien ausschließlich die Informationen, dargestellt durch Nahrung, die diese fördern.Dies stellt dann eine Gefahr für die Gesellschaft dar.
  • 6. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 Was ist das und was macht sie in unserer heutigen Zeit aus ? Der Begriff “Demokratie” stammt aus dem griechischen und bedeutet übersetzt “Herrschaft des Volkes”. Die Herrschaftsform der Demokratie kennzeichnet sich durch die Mitbestimmung des Volkes bei allen politischen Entscheidungen. In Europa ist es eine der Grundbedingungen, für neue Beitrittsstaaten, das diese ein demokratisches Prinzip besitzen. In Deutschland wird die sogenannte freiheitliche demokratische Grundordnung anhand einiger Merkmale festgehalten und definiert. Hierbei handelt es sich um die bedeutendsten Grundwerte der deutschen Demokratie. Diese Grundwerte sind unantastbar und sie garantieren Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz. Das deutsche Bundesverfassungsgericht legt folgende Prinzipien oder auch Merkmale der Demokratie fest. Der folgende Merkkasten dieser Seite beinhaltet eine Auflistung aller wichtigen Merkmale, die die von den Staaten der Europäischen Union praktizierte Union ausmachen. Die europäische Demokratie, welche über die genannten Merkmale ausgemacht wird, kann als grundlegende Basis der EU und als wichtigstes Gut dieser bezeichnet werden. Zudem stellt sie einen Aspekt der Einigung dar und schafft durch die von allen einzuhaltenden Prinzipien eine Gemeinsamkeit der Staaten und ihrer Bürger, welche in ihrer Lebensweise direkt davon betroffen sind. In der modernen Gesellschaft steht die Demokratie immer wieder vor der Herausforderung, alle Merkmale, zu genüge, zu erfüllen. Damit die Demokratie als Herschaftsprinzip funktionieren kann, ist ein permanentes Feedback des Volkes notwendig. Diese Abhängigkeit gegenüber dem Volk erfordert eine stetige Auseinandersetzung mit den aktuellen Situationen und Bedürfnissen der Wähler. Die Demokratie muss also anpassungsfähig und flexibel sein, um mit den Entwicklungen der Gesellschaft mithalten zu können. Die Herausforderungen der Demokratie.Mitglieder einer Partei sind darum bemüht, die Mehrzahl der Stimmen für sich zu gewinnen. Dies begründet ihr Bemühen allen Wünschen und Forderungen zu entsprechen. Besonders die vermehrt aufgetretenen Phänomene, durch Social Media, wie Filterblasen, Social Bots und Fake News stellen eine Herausforderung für die Demokratie da, indem sie dazu beitragen, dass es immer schwieriger wird, wahrheitsgemäßes und möglicherweise erfundene Nachrichten und Anzeigen zu unterscheiden. Alina Jost & Pauline Blank 4 SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIEKILLER? Demokratie Merkmale der Demokratie > Vo l k s s o u v e r ä n i t ä t ( = S e l b s t b e s t i m m u n g d e r Staatsangehörigen) > Gewaltenteilung (= Trennung der Staatsgewalt in geseztgebende, a u s f ü h r e n d e u n d rechtssprechende Gewalt) > R e s p e k t i e r e n d e r Menschenrechte, insbesondere das Recht auf freie Entfaltung für Leben und Persönlichkeit > Chancengleichheit auf allen politischen Ebenen > Repräsentation des Volkes (= in Form eines Parlamentes) > W a h l e n n a c h d e m Mehrheitsprinzip (= allgemein, unmittelbar, frei, geheim und gleich) > Ahndung von Verstößen gegen die freiheitliche, demokratische Grundordnung (= wehrhafte Demokratie)
  • 7. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 dass die Gefahr für die Demokratie insbesondere im Bereich der sozialen Medien, in der Manipulation der Meinungen zu finden ist. Man kann im Zusammenhang mit der europäischen Demokratie nicht mehr von einer handfesten Demokratie sprechen, wenn die freie Meinungs- bildung nicht mehr gewährleistet ist. Die freie Bildung der eigenen Meinung und dem Ausdrücken dieser, in Form von Abstimmungen und Wahlen, sind unter anderem einer der wichtigsten Bestandteile der Europäischen Union und müssen unter allen Umständen geschützt werden. Um die Herausforderungen eines Viel- vökerbundes wie der Europäischen Union bestmöglich entgegentreten zu können und ein geregeltes und gleiches Zusammenleben garantieren zu können wurde bereits am siebten Dezember im Jahr 2000 die Charta der Grundrechte der Europäischen Union verfasst. Die dort festgelegten gemeinsamen Werte sollten eine friedliche Zukunft ermöglichen und die Mitgliedsstaaten zu einer engen Union verbinden. Die Charta besteht aus 54 Artikeln, die in sieben Kapitel eingeteilt werden. Sie garantieren allen Bürgern der Europäischen Union die selben Grundrechte.So werden in Kapitel eins die Rechte bezüglich der Würde des Menschen in Form von fünf Artikeln festgehalten. Kapitel zwei sichert die Rechte der Freiheit jedes einzelnen mit insgesamt 14 Artikeln. In dem dritten Kapitel der Charta wird sie Gleichheit aller Bürger der EU erstgehalten und durch sieben Artikel garantiert. Die Regeln und Vorschriften zum Thema Solidarität werden im vierten Kapitel aufgegriffen, welches 12 Artikel umfasst. In Kapitel fünf werden die Bürgerrechte jedes EU_Bürgers aufgelistet und umfassen insgesamt acht Artikel. Die justizielllen Rechte werden in Kapitel sechs festgehalten und beinhalten vier Artikel, welche für alle EU- Mitgliedstaaten gelten. Das abschließende siebte Kapitel umfasst die allgemeinen Bestimmungen welche die letzen viert Artikel beinhalten. Diese Grundrechte der Europäischen Union beruhen insbesondere auf den europäischen Menschen- rechtskonventionen welche die die Rechte und Grundfreiheiten der europäischen Bürger beinhalten. Die Charta beinhaltet somit alle Rechte der Bürger, da sie die Bereiche sozial, wirtschaftlich und politisch umfasst. Alina Jost & Pauline Blank 5 Um die Politik aktiv mitzugestalten, ist es nötig für die Bürger folglich die Wähler wichtig auf faktenbasierende Informationsquellen zugreifen zu können. In der Vergangenheit wurden diese durch Informationsquellen, wie Telekommunikation und politische Magazine dargestellt. Auch Nachrichtenorganisationen trugen zur Verbreitung von Fakten einen erheblichen Bestandteil bei. In der heutigen Zeit werden diese Informationsquellen durch die sozialen Netzwerke weitestgehend ersetzt und verdrängt. Die Nachrichtenverbreitung in der Vergangenheit war für die Bürger, aber auch den Staat, leichter an Qualität zu überprüfen. Die im Internet jedoch ist sowohl für die daran Teilhabenden als auch für den Staat nur geringermaßen zu überprüfen und meist überhaupt nicht zu kontrollieren. So können durch gezielte Falschinformationen, Fake News beispielsweise, die Meinungen der Wähler in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Werden beispielsweise Fake News über einen Wahlkandidaten verbreitet, um dessen Ruf zu schädigen, so kann dies den Eindruck der Wähler erheblich beeinflussen . Ebenso können die in sozialen Netzwerken auftretenden Filterblasen, die Urteilsbildung manipulieren. Dadurch, dass die Informationen, die zu dem Nutzer gelangen bereits zuvor “gefiltert” werden, ist keine umfängliche Urteilsbildung im Sinne einer Pro und Kontra Argumentation möglich. Der Betroffene erhält so gesagt nur Informationen, die mit seiner feststehenden Meinung übereinstimmen. Somit ist ein Widerlegen durch anderweitige Fakten unmöglich. Die dritte ernst zunehmende Gefahrenquelle für die Demokratie, sind im Zusammenhang mit Social Media, die Social Bots. Durch das Einsetzen dieser Computerprogramme, können die Nutzer der sozialen Netzwerke in ihrer Meinungsbildung ebenfalls beeinflusst werden. Dadurch, dass sich die Social Bots als für den Nutzer nicht erkennbare Teilnehmer ausgeben und Informationen, in Form von Posts verbreiten, die dann wiederum von reellen Nutzern gesehen werden, nehmen Sie Einfluss auf die Urteilsbildung.Nutzer gewinnt den Eindruck, dass mehr Menschen eine gewisse, von den Social Bots befürwortete, Meinung teilen und sieht sich möglicherweise dazu gezwungen sich dieser Übermacht anzuschießen Im Großen und Ganzen kann man also festhalten,
  • 8. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIKILLER ? Bezug zur Aktualität Diese Statistik zeigt den Anteil der Nutzer in sozialen Netzwerken. Zum Zeitpunkt der Erhebung lag die durchschnittliche Nutzung innerhalb der Europäischen Union bei 47,7%. Im Zuge dieser Erkenntnis wird deutlich, dass die Anteilnahme an sozialen Netzwerken in Europa bei nahezu 50%, also bei der Hälfte der Einwohner liegt. Durch diese hohe Anzahl nimmt auch die Möglichkeit der Beeinflussung durch soziale Netzwerke zu. Besonders in den vergangenen Jahren erlebten diese, durch die Digitalisierung, einen bedeutenden Aufschwung. Insbesondere in der jüngeren Vergangenheit fand die Thematik der Social Media immer mehr Beachtung in der Europäischen Politik. Das immer stärker werdende Interesse an den Gefahren wie Social Bots, Fake News und Filterblasen wurde ebenfalls durch die vehement auftretenden Gerüchte bezüglich der US Wahl im Jahr 2017 gefördert. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nutzt beispielsweise die soziale Medienplattform, Twitter, um immer wieder seine Ansichten und Einstellungen für alle sichtbar zu verbreiten. Diese Methode der Informationsverbreitung im Bereich der sozialen Netzwerke ist ebenso anfällig für Filterblasen, Fake news und Social Bots. Der Effekt auf den sich Donald Trump bei seiner Art und Weise der verlässt, ist eine weitere Gefahrenquelle, welche in Fachkreisen “Framingeffekt” genannt wird. Diese Art der Informationsverarbeitung stößt innerhalb der EU auf Kritik und Ablehnung, da nicht nur die Qualität sondern auch die Art und Weise fragwürdig ist. Der Skandal um die Us-Wahlen und das Verhalten von Donald Trump haben dafür gesorgt, das die Gefahren der sozialen Netzwerke erstmals, besonders innerhalb der EU ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt wurden. Somit hat selbst eine solche Verwendung von Social Media bereits eine Auswirkung auf die Politik der Europäischen Union. Auch intern rücken die Sozialen Medien im Zuge dessen in den Fokus der Öffentlichkeit. Am 12. Dezember 2018 wurde ein Gesetzesvorschlag bezüglich des 13 Artikels der EU-Datenschutz-Grundverordnung beschlossen. Der 13. Artikel befasst sich mit der Urheberrecht genauer der Informationspflicht bei Erhebung von persönlichen Daten. Der Gesetzesentwurf, über welchen abgestimmt wurde, trägt den Titel „Vorschlag für eine Direktive des Europäischen Parlaments und des EU-Rats zum Urheberrecht im digitalen Markt“. Er legt fest, dass große Social Media Plattformen, wie zum Beispiel Facebook, sicherstellen müssen das Inhalte auf ihren Plattformen nicht wiederrechtlich veröffentlicht werden. Damit wird die Verantwortung des Inhalts auf den Plattfomrbetreiber übertragen und liegt nicht mehr bloß bei dem einzelnen User. Insbesondere soll erreicht werden, das die Informationen auf den Sozialen Plattformen besser gefiltert werden und somit auch an inhaltlicher Qualität gewinnen. Zum ersten Mal wurde ein Gesetz Alina Jost & Pauline Blank 6 Framingeffekt Unter dem Begriff ”Framingeffekt” versteht man, dass durch ständiges Wiederholen auf sozialen Plattformen, das Wiederholte in den Köpfen der Menschen hängen bleibt und somit nachhaltig deren Meinungsbildung
  • 9. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 im Sinne der Einschränkung von sozialen Medien vorgenommen. Mit dieser Einschränkung der sozialen Netzwerke scheint ein erster Schritt in Richtung der Kontrolle von Social Media getan zu sein. Dieser Beschluss des EU Parlaments regte in der jüngeren Vergangenheit immer mehr Menschen dazu an, sich mit den Problematiken und Gefahren der Social Media auseinander zu setzen. Zudem sorgt er dafür, das die Plattformern der sozialen Medien sich zunehmend ihrer Verantwortung bewusst werden. In der Zukunft werden sie dafür verantwortlich für die Inhalte sein, die auf ihren Plattformen geteilt werden. Zuvor lag die Verantwortung der Inhalte bei dem Nutzer, weshalb es nicht im Interesse der Plattformen lag die Inhalte im rechtlichen Sinne zu überprüfen. Dies soll nun mit dem Gesetzesvorschlag geändert werden. Rückblickend lässt sich sagen, dass besonders in der aktuelleren Vergangenheit bereits eine Konfrontation, der Bürger, Europas mit den Gefahren und Problematiken der sozialen Netzwerke stattgefunden hat. Ebenso könnte durch Artikel 13 ein Umdenken bei den Betreibern sozialer Medienplattformen bewirkt werden. SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIEKILLER? Fallbeispiel
 Am 28. Oktober 2018 fand die Landtagswahl in Hessen statt und zum ersten Mal in seinem Leben durfte der 18. jährige Fabian Müller an dieser Wahl teilnehmen. Im Vorhinein hatte er sich besonders auf sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter und Co. über die Inhalte der unterschiedlichen Parteiprogramme informiert. Bereits früh kristallisierte sich für ihn heraus, welche der Parteien und ihren Vertretern, er bevorzugte. Er begann Beiträge seiner favoritisierten Partei zu unterstützen, indem er zustimmende Beiträge likte und kommentierte. Dadurch entstand eine Filterblase, welche ihm auf seinen sozialen Plattformen, hauptsächlich Posts zeigte, die mit seiner bereits vorhandenen Meinung übereinstimmten. Ebenso bemerkte Fabian nicht, dass er durch, im Internet verbreitete Fake News, bezüglich anderer Parteien ein verfälschtes Meinungsbild erlangte.Fabian war überzeugt, seine Entscheidung auf Fakten gründen zu können, ohne eines der Parteiprogramme gelesen zu haben. Seine Informationsgewinnung fand ausschließlich auf der Basis der sozialen Plattformen statt. Als die Wahl am 28. Oktober stattfand, wählte Fabian die von ihm im Voraus festgelegte Partei und war überzeugt, dass er die richtige Entscheidung für sich getroffen hatte.Nachdem die Wahl vollzogen und die Besetzung des Landtages festgelegt worden war, kam Fabian jedoch zu einem ganz anderen Entschluss. Er hatte zu seinem Geburtstag am 30. September eine politische Fachzeitschrift geschenkt bekommen, in der besonders die Parteiprogramme, bezüglich der Landtagswahl, behandelt wurden. Infolge des Lesens dieser Zeitschrift, bemerkte er, dass die neu gewonnenen Informationen, nur im geringen Maß mit seinen vorherigen Erkenntnissen übereinstimmten. Fabian begann nun sich durch qualitative überprüfte I n f o r m a t i o n s q u e l l e n e r n e u t ü b e r d i e unterschiedlichen Parteien zu informieren, unabhängig von sozialen Netzwerken. Am Ende seiner Recherche gelangte er zu einem völlig anderen Ergebnis, als bei seiner ersten Informationssuche. Im Nachhinein bereute er, die ausschließliche Recherche mithilfe den sozialen Medien und wünschte er sich, er hätte bereits im Vorhinein über die beschränkten Möglichkeiten der Informationssuche und damit verbundenen Gefahren, Bescheid gewusst. Mit dieser Art des Beispiels möchten wir die Gefahren der Soziale Netzwerke deutlich machen. Anhand von Fabians Fehlverhalten soll erkannt werden können, welche Folgen eine Informationsgewinnung ausschließlich auf der Basis von Social Media für Folgen haben kann. Das Fallbeispiel zeigt, das unsere Demokratie nur korrekt Funktionieren kann, wenn jeder Wähler über faktenbasiertes Wissen verfügt.
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  • 10. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 SOCIAL MEDIA - EIN DEMOKRATIEKILLER? Umfrage Im Rahmen unserer Projektarbeit, im Sinne des 66. Europäischen Wettbewerbs, haben wir in der Limburger Innenstadt, eine Umfrage mit insgesamt 50 Personen durchgeführt und den Probanten jeweils vier Fragen gestellt. Bei unserer Forschungsmethode haben wir uns für die, für die quantitative Forschungsmethode entschieden.
 Unsere Umfrage dient dazu die Meinung und den Alina Jost & Pauline Blank 8 28 % 72 % 86 % 14 % 42 % 58 %54 % 46 % Frage 1: „Nutzen Sie täglich soziale Netzwerke?” Ja: 36 Probanten Nein: 14 Probanten Frage 2: „Wissen Sie über die Gefahren von Fake News, Social Bots und Filterblasen Bescheid?” Ja: 7 Probanten Nein: 43 Probanten Frage 3: „Informieren Sie sich über aktuelle Geschehnisse auf sozialen Plattformen?” Ja: 29 Probanten. Nein: 21 Probanten Frage 4: „Lesen Sie regelmäßig Zeitung?” Ja: 23 Probanten. Nein: 27 Probanten
  • 11. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 Informationsstand der Bürger bezüglich des Themas Social Media und deren Gefahren darlegen und zu veranschaulichen. Durch Frage 1 wurde festgestellt, dass 72 % der Befragten täglich mit den sozialen Netzwerken in Kontakt kommen und dort aktiv sind. Frage 2 erlaubt einen Einblick in das Gefahrenbewusstsein der Befragten, welche stellvertretend für die Bürger im allgemeinen stehen. Da insgesamt ausschließlich 14 % der Befragten angaben über die Gefahren der sozialen Netzwerke informiert zu sein lässt sich darauf schließen, dass der allgemeine Kenntnisstand sehr gering ist. Unsere dritte Frage beschäftigt sich inhaltlich mit der Frage, nach der Informations- gewinnung durch und mit Hilfe von Social Media. Die daraus resultierende Erkenntnis lässt schließen, dass knapp die Mehrheit ( 52%) bei der Informationsgewinnung und der Recherche zum aktuellen Geschehen auf soziale Plattformen verzichtet. Als Kontrast zu den vorhergegangenen Fragen steht unsere vierte und somit abschließende Frage. Sie soll darlegen, dass die Informations- quelle der Zeitung an Bedeutung verloren hat. Ausschließlich 42 % der Befragten lesen regelmäßig Zeitung. Noch vor zehn Jahren waren Zeitungen und Zeitschriften eine der primären Informationsquellen. Unsere Umfrage zeichnet ein klares Bild des Nutzerverhaltens in Bezug auf Zeitungen und den sozialen Medien im Vergleich. Somit nutzen deutlich mehr Menschen, immerhin 72 %, die sozialen Medien, während im Vergleich dazu eher weniger Menschen regelmäßig Zeitung lesen, ausschließlich 58 %. Dadurch ergibt sich eine Differenz von 14 %, welche darlegt, dass mehr Menschen auf die Informationen auf sozialen Plattformen zu greifen, als Zeitung zu lesen. Gleichzeit wird insbesondere durch Frage 2 deutlich, dass ausschließlich 14 %, bei 50 Befragten also 7 Probanden, sich über die Gefahren der sozialen Plattformen in Form von Fake News, Filterblasen und Social Bots bewusst sind. Somit steigt für alle diejenigen, die sich der Gefahren nicht bewusst sind und aus diesem Grund nicht besonders achtsam mit den Informationen im sozialen Netz umgehen und diese nicht kritisch hinterfragen, davon betroffen zu werden. Deshalb liegt es uns durch diese neuen Erkenntnisse besonders am Herzen, das Bewusstsein für die Gefahren, die so viele Menschen täglich umgeben, zu schärfen. Das Unwissen der vielen Menschen kann schließlich, wie anhand des Fallbeispiels aufgezeigt Folgen für uns alle und insbesondere für unsere Demokratie und die damit verbunden Politik haben. Daher stellt es ein Anliegen aller da und nicht nur des Einzelnen. Zudem lässt sich ein Trend erahnen, der weg von den Zeitungen und Fachzeitschriften hin zur Informationsgewinnung in den sozialen Netzwerken führt. Wie in unserer Exposition bereits erläutert ist es unsere Intention mit dieser Ausarbeitung einen Gegenentwurf zur Media- lisierung darzustellen. Durch diese Vorgehens- weise möchten wir erreichen, das das Bewusstsein der Menschen zunimmt und somit der Trend der vollständigen Medialisierung in Verbindung mit der Mediendemokratie abflaut. Wir hoffen, durch das Aufzeigen einer möglichen Weise der Informationsgewinnung im Form unserer Zeitung dies erreichen zu können. Auch sollen die Ergebnisse unserer Umfrage den Lesern und Leserinnen bewusst machen, dass die Gefahren der sozialen Netzwerke noch häufig völlig unbekannt sind. In eben dieser Unbekanntheit liegt die Gefahr für die Nutzer. Sich nur selbst zu schützen und zu informieren ist jedoch vorerst nur ein kleiner Teil des Kuchens. Denn im Hinblick auf unsere Demokratie müssen alle Menschen vor der Gefahrenquelle für die freie Meinungsbildung gewarnt werden. Aus diesem Grund ist eine Bekanntmachung der lauernden Gefahren derart wichtig für uns alle und besonders für unsere Demokratie. Damit es weiterhin Wähler gibt, die ihrer Entscheidungen basierend auf Fakten und Wissen treffen und nicht auf der Basis von Fake News, Filterblasen und Social Bots.
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  • 12. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 SOCIAL MEDIA-EIN DEMOKRATIEKILLER ? Fazit/Rückblick Jedoch sind wir der Meinung, dass in der Zukunft noch deutlich mehrere Maßnahmen zur Einschränkung der sozialen Netzwerke und im Sinne der Sensibilisierung gegenüber den damit verbundenen Gefahren, ergriffen werden müssen. Denn die Sicherung der Demokratie und der damit verbunden Werte muss das oberste Anliegen der Gesellschaft sein. Gerade die jüngeren Generationen sind hier besonders Gefragt. Häufig wird vergessen, wie lange die Menschen für die heute selbstverständlichen Rechte gekämpft haben und welche Opfer im Sinne der Demokratie gebracht wurden. Unserer Meinung nach ist die Demokratie, welche alle Staaten der Europäischen Union vereint und somit eine der wichtigsten Säulen unserer so sehr geschätzten Europäischen Gesellschaft ist , schlicht zu wertvoll um durch unzureichende und beeinträchtigte Meinungs- bildung im Netz auf Grund der Gefahren wie Fake News, Filterblasen und Social Bots verloren zu gehen. Deshalb möchten wir noch einmal einen direkten Appell an alle die unsere Zeitschrift lesen richten. Schützt die Europäische Union indem ihr die Demokratie schützt. Schützt die Demokratie indem ihr euch schützt. Schützt euch indem ihr euch der Gefahren für die Demokratie durch die sozialen Medien bewusst werdet. Alina Jost & Pauline Blank 10 Zunächst ist es wichtig neben den Nachteilen auch die Vorteile der sozialen Netzwerke in Betracht zu ziehen und ihren Platz in der heutigen Gesellschaft zu erläutern. Durch die sozialen Netzwerke wird eine Verbindung zwischen Millionen von Menschen auf der ganzen Welt ermöglicht, wodurch alle sieben Kontinente näher zusammenrücken. Ebenso nehmen die sozialen Netzwerke einen wichtigen Platz in unserer modernen Gesellschaft ein und sind dort für viele nicht mehr wegzudenken. Sie eröffnen neue Kommunikationsmöglichkeiten, und schaffen zudem auch einen völlig neuen Berufs- und Ausbildungszweig. Im Gegensatz dazu stehen die Gefahren, die von den sozialen Netzwerken ausgehen. Hierzu gehören Fake News, Social Bots und Filterblasen, welche nicht nur eine Gefahr für den Einzelnen, sondern auch für die Gesellschaft im Allgemeinen darstellen. Besonders die Gefahren für die Demokratie, welche durch Manipulation der Meinungsbildung verkörpert werden. Durch die Erschütterung oder Schwächung des demo- kratischen Grundprinzip würden Auswirkungen für die Gesellschaft aber auch für jeden Einzelnen auftreten, die den Alltag wie wir ihn kennen mit Sichert verändern würden. Betrachtet man diese beiden unterschiedlichen Gesichtspunkte lässt sich sagen, dass eine vollständige Abkehr gegenüber Social Media, aufgrund ihres hohes Stellenwerts in der Gesellschaft nicht möglich ist, eine Sensibilisierung bezüglich der Gefahren unbedingt nötig ist.Wir haben uns dazu entschieden, mit unserer Projektarbeit im besonderen Rahmen zum kritischen Umgang mit sozialen Netzwerken, aufgrund der Gefahren wie Social Bots, Fake News und Filterblasen, aufzurufen. Im Bezug dazu erkennen wir den durch den dreizehnten Artikel erfolgten Einschränkungsversuch gegenüber sozialen Netzwerken, als einen ersten Schritt in die richtige Richtung an. Schon gewusst ? Der Europäische Wettbewerb findet 2019 zum 66. Mal statt. Er wurde ins Leben gerufen um Schülern aller Altersklassen die Möglichkeit zu geben Europa nach ihren Vorstellungen in Form kreativer Arbeiten mitzugestalten. Hierbei gibt es altersspezifische Aufgaben, die die Schüler frei bearbeiten können. Ebenso wird ein europäisches Miteinander gefördert.
  • 13. European Social News Europatag - 09.Mai 2019 SOCIAL MEDIA-EIN DEMOKRATIEKILER ? Quellen- und Bildverzeichnis 1. https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/pocket-politik/16391/demokratie Die Herausforderungen der Demokratie 06.11.2018- 13:26 Uhr 2. http://www.bpb.de/apuz/59707/demokratiereformen-herausforderungen-und-agenden?p=all 10.11.2018-17:05 Uhr 3. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/214663/umfrage/nutzung-von-social-networks-in-europa-nach-laendern/ 12.11.2018,15:54 Uhr 4. http://www.europarl.europa.eu/charter/pdf/text_de.pdf 19.01.19, 12:07 Uhr 5. https://finanzmarktwelt.de/social-media-in-europa-mit-applaus-zurueck-in-die-steinzeit-101689/ 15.11.2018-13:55 Uhr 6. https://freiheit.org/politische-meinungsbildung-im-netz.de 06.11.2018- 14:07 Uhr 7. https://mobile.twitter.com/realdonaldtrump/status/860087334519414784 15.11.2018-13:28 Uhr 8. http://wei.loveitorchangeit.com/tiki-index.php?page=Social+Media+ZAF 27.11.2018- 13:45 Uhr 9.https://what-europe-does-for-me.eu/de/home 03.12.2018- 14:20 Uhr Bildverzeichnis Deckblatt: 1. oben links: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/wp-content/uploads/2016/12/EW-Logo-neu_3_CMYK.jpg 2. oben rechts: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/wp-content/themes/emi/include/timthumb/timthumb.php?src=%2F%2Fwp- content%2Fuploads%2F2018%2F07%2FEBD_EW_18_BildmitCopyright_01a-003.jpg&w=614&h=370 3. mitte rechts: https://i.ebayimg.com/images/g/zPwAAOSwV0NbEyuh/s-l300.png 4. mitte links: https://blog.dahmundfreunde.de/wp-content/uploads/2016/02/9733284483_d01e4924cb_k.jpg 5. unten links: https://images.gutefrage.net/media/fragen/bilder/karikatur-ueber-demokratie/0_big.jpg?v=1446999418000 Seite 2 : Bild unten rechts: https://m0ru.github.io/media/gkm/FilterBubble.jpg Seite 3 : Bild: http://esreicht.info/wp-content/uploads/2013/11/kritische-medien-cartoon.jpg Seite 7: Statistik: http://we.loveitorchangeit.com/tiki-index.php?page=Social+Media+ZAF Seite 8: Bild: https://mobile.twitter.com/realdonaldtrump/status/860087334519414784 Alina Jost & Pauline Blank 11
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