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Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK
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1. Klimafakten
2. Entwicklung des interna...
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Entwicklung globale Temperatur
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• Risiko einer gefähr...
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• Gegenwärtiger Ant...
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• Bis 2020 die Unterstützung für E...
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• Bedeutung der Anpass...
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Völkerrechtlich verbindl...
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• Verpflichtu...
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• Differenzierung
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Resultate Analyse Aktienfondsmarkt
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Zusammenspiel der Instrumente
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Klimapolitik nach 2020
• Reduktionsziele bis 20...
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Klimakonferenz von Paris - Medien-Hintergrundgespräch

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Medien Hintergrundgespräch - Bern, 30. Oktober 2015

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Klimakonferenz von Paris - Medien-Hintergrundgespräch

  1. 1. Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Umwelt BAFU Klimakonferenz Paris Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015
  2. 2. 2Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Inhalt 1. Klimafakten 2. Entwicklung des internationalen Klimaregimes 3. Vorbereitung Klimakonferenz Paris - Reduktion der Treibhausgasemissionen - Finanzierung - Anpassung an den Klimawandel 4. Wichtigste Elemente des Klimaabkommens und Position der Schweiz 5. Exkurs: BAFU-Studie Kohlenstoffrisiken 6. Klimapolitik der Schweiz
  3. 3. 3Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Entwicklung globale Temperatur Jahresdurchschnitt Durchschnitt Jahrzehnt
  4. 4. 4Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Trend Treibhausgasemissionen Wir befinden uns zurzeit auf einem 3,5° Pfad Beobachtet Ambitiöse Klimapolitik Hochemissions- Szenario Veränderung der globalen Temperatur
  5. 5. 5Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Auswirkungen Klimawandel Trockenheit Wasser- wirtschaft Stürme Anstieg Meeresspiegel
  6. 6. 6Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 CO2-Budget für 2°C (IPCC) Verbleibendes Budget: ~250 Mrd. t Kohlenstoff (C) Aktueller globaler Ausstoss: 10 Mrd. t C pro Jahr  Budget reicht ohne Massnahmen noch 25 Jahre 2/3 des globalen Budgets für 2-Grad-Ziel ist verbraucht
  7. 7. 7Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Grundzüge der Klimapolitik • Risiko einer gefährlichen Störung des Klimasystems vermindern • Nicht bewältigbare Risiken vermeiden  Reduktion der Treibhausgase, um Gefahr einer gefährlichen Störung einzudämmen • Unvermeidliche Risiken bewältigen  Anpassung an den Klimawandel, um Schäden an Mensch, Sachwerten und Ökosystemen zu verringern • Kritische Schwelle: globaler Temperaturanstieg von mehr als 2 Grad
  8. 8. 8Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Weltklima- konferenzen 1979/1990 UNFCCC 1992 / 94 Kyoto: 2008-12 Paris post 2020 Entstehungsprozess 2013 bis 2020 1990: Anerkennung Problem 1992: Allgemeine Verpflichtung 1997: rechtlich verbindliche Verpflichtung für Industrieländer 2012: politisch verbindliche Verpflichtung USA & Entwicklungsländer + Kontrolle 2020: rechtlich verbindlich für alle + Kontrolle
  9. 9. 9Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Alle Staaten eingebunden 20202012 Kyoto- Protokoll Kyoto II Entwicklungs- länder (EL) Pledge & Review USA Abdeckung der globalen Emissionen Wenige EL 100% 50% 0%
  10. 10. 10Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Entwicklung Verpflichtungen • Gegenwärtiger Anteil an weltweiten Emissionen  Industrie- und Transitionsländer: 39%  Schwellen- und Entwicklungsländer: 61% • CH-Position: Unterscheidung Industrie- und Entwicklungsländer aufheben  Paradigmen- wechsel: alle Staaten müssen sich nach ihren Möglichkeiten beteiligen • Im Vorfeld Klimakonferenz in Paris müssen Staaten Reduktionsziele post 2020 (INDCs) eingeben
  11. 11. 11Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Stand Reduktionseingaben (INDCs) • Stand INDCs (Intended Nationally Determined Contributions) am 15. Oktober 2015:  150 Länder, knapp 90% der weltweiten Emissionen, ca. 86% der Bevölkerung • Konsequente Umsetzung der INDCs hätte dennoch Erwärmung von 2,7 Grad bis 2100 zur Folge • Die INDCs gelten zur Vorbereitung von Paris, die definitive Ziele werden erst nach Paris eingereicht • INDC CH: 50% bis 2030 gegenüber 1990; bzw. 35% im Durchschnitt über den Zeitraum 2021-30
  12. 12. 12Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Finanzierung • Bis 2020 die Unterstützung für Entwicklungsländer auf jährlich insgesamt $ 100 Mrd. pro Jahr zu steigern • Sowohl staatliche als auch mobilisierte private Mittel • Stand 2014: $ 61,8 Mrd. (70% öffentlich und 27% private Mittel, 3% Exportrisikogarantien) • Wichtige Rolle Kapitalmärkte beim Umbau von Infrastruktur und Wirtschaft • Klimaabkommen von Paris soll Finanzierung nach 2020 regeln
  13. 13. 13Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Anpassung an Klimawandel • Bedeutung der Anpassung steigt • Einige Entwicklungsländer fordern finanzielle Entschädigung für Klimaschäden (loss and damage) • Klimaabkommen soll Länder verpflichten, nationale Anpassungsstrategien zu entwickeln • Schweiz engagiert sich zusammen mit Norwegen im Rahmen Nansen-Initiative für Migration, inklusive Klimaflüchtlinge
  14. 14. 14Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Klimaabkommen Paris
  15. 15. 15Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Position der Schweiz I Völkerrechtlich verbindliches dynamisches Abkommen: Reduktion • Verpflichtung für alle Länder, regelmässig Reduktionsziele einzugeben  Aufhebung Unterscheidung Industrie- und Entwicklungsländer • Verbindliche Überprüfung der Umsetzung der Ziele • Entwicklung gemeinsamer Regeln für Ziele und Emissionsberechnung • Qualitätsstandards für internationale Marktmechanismen (internationale Zertifikate)
  16. 16. 16Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Position der Schweiz II Anpassung • Verpflichtung, nationale Anpassungspläne ein- zureichen • Kein zusätzlicher Mechanismus für die finanzielle Kompensation von Klimaschäden Finanzierung • Klimaabkommen soll Rahmen für klimafreundliche Investitionen schaffen • Erweiterung Geberkreis für die Unterstützung bedürftiger Länder, allerdings sollen alle Länder Ressourcen bereitstellen
  17. 17. 17Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Offene Punkte • Differenzierung • Finanzierung • Ziel • Rechtliche Verbindlichkeit • Dynamik • Marktmechanismen • Regelung von Entschädigung für Klimaschäden?
  18. 18. 18Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Reduktion • Einreichen von Zielen • Gemeinsame Regeln • Dynamische Zielerhöhung Finanzierung • Finanzielle Unterstützung • Rahmenbe- dingungen für klimafreundliche Investitionen Anpassung • Einreichung von Plänen • Dynamische Weiterentwick- lung Erhoffte Resultate  Umsetzungskontrolle  Umsetzungskontrolle Begleitung Umsetzung
  19. 19. 19Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Exkurs: Kohlenstoffrisiken
  20. 20. 20Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Kohlenstoffrisiken (Carbon Bubble) • Heute werden 700 Mrd. $ pro Jahr in neue fossile Energievorkommen investiert • 2°-kompatible Klimapolitik birgt Risiken von  gestrandeten Vermögen, wenn fossile Energien nicht mehr genutzt werden dürfen  höheren Kosten, wenn CO2 mit einem Preis belegt wird (z.B. Abgabe oder Emissionshandel) Wertberichtigungen Höhere Kapitalkosten
  21. 21. 21Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Studie Kohlenstoffrisiken Untersucht • 80% des Aktienfondsmarktes (280 Mrd.)  100 grösste Aktienfonds CH  Aktienfonds von systemrelevanten Banken • Wichtige Finanzmarktindizes für institutionelle Anleger • 12 Vorsorgeeinrichtungen (11 Pensionskassen und eine Versicherung) auf treibhausgasintensive Investitionen und damit verbundene Risikoexposition
  22. 22. 22Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Resultate Analyse Aktienfondsmarkt Treibhausgasemissionen 2013: 52,6 Mio. t CO2eq In Schweizer Aktienfonds im Ausland gebundene Emissionen pro Jahr: 52,2 Mio. t CO2eq Auslandaktien Pensionskassen 25,1 Mio. t CO2eq  6,4 t CO2eq pro Versicherte
  23. 23. 23Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Nationale Klimapolitik
  24. 24. 24Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Emissionsentwicklung im Vergleich 70% 80% 90% 100% 110% 120% 130% 140% 150% 160% 170% 180% 190% 200% 210% 220% 230% 240% 250% 260% 270% 280% 290% 300% 310% 320% 330% 1990 1995 2000 2005 2010 100%entsprichtdenEmissionenvon1990 China Österreich USA Schweiz Frankreich EU (15) Schweden GermanyDeutschland
  25. 25. 25Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Ausgewählte Industriestaaten 70% 80% 90% 100% 110% 120% 2000 2005 2010 100%entsprichtdenEmissionenvon1990 Österreich USA Schweiz Frankreich EU (15) Schweden GermanyDeutschland
  26. 26. 26Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Treibhausgasemissionen Schweiz 20,6% 29%31,1% 12,3% 7% Industrie Gebäude Verkehr Landwirtschaft Abfall Ausstoss 2013: 52,6 Mio. t CO2eq (-1,4% gg.1990) Ziel bis 2020: 20% gegenüber 1990 im Inland
  27. 27. 27Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Zusammenspiel der Instrumente Vereinbarungen Emissionshandel Technologiefonds CO2-Abgabe GebäudeprogrammCO2-Vorschriften Kompensa- tionspflicht
  28. 28. 28Klimakonferenz Paris | Medien Hintergrundgespräch Bern, 30. Oktober 2015 Klimapolitik nach 2020 • Reduktionsziele bis 2030 gegenüber 1990:  gesamthaft 50%  min. 30% Inland, max. 20% Ausland • Vorschlag Bundesrat von den Eidg. Räten zu genehmigen bei der Revision des CO2- Gesetzes post 2020 • Vernehmlassungsvorlage bis Mitte 2016

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