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Mit einfachen Tipps und Tricks zum
nachhaltigen Essverhalten
Dinner For


Future


I. Was zu erwarten ist…


II. Mythen & Vorurteile über nachhaltige
Ernährung


III. Der Einkauf


i. Siegelcheck


ii. Verpackungen


iii. Lagerung und Haltbarkeit


iv. Tipps und Tricks rund um den Einkauf


IV. Dinner for Future


i. Kürbissuppe


ii. Linsencurry


iii. Linsennocken


V. Schlusswort
Inhalt
2
3
7
15
23
Was zu erwarten ist…
„Fridays for Future“, „Extremwetter“ und
„Klimakrise“. Noch nie war das Thema Umwelt und
Klima so präsent wie in den letzten Jahren. Jeder ist
hierbei aufgerufen seinen Teil zum Schutz unserer
Erde beizutragen. Vor allem unsere Ernährung spielt
hier eine wichtige Rolle. Doch ist das in einem
berufstätigen Alltag mit Familie und engen
Zeitplänen meist schwierig umsetzbar. Nicht jeder
hat Zeit, Möglichkeit oder die
fi
nanziellen Mittel um
Unverpackt-Läden zu besuchen oder beim
Wocheneinkauf auf die Verpackung jedes Produktes
zuschauen. Und dann soll man auch noch jedes mal
aufwendig kochen, am Besten ganz ohne Fleisch…


Solche Hindernisse sind schon lange überholte
Klischees. Dieses Buch wird Ihnen mit einfachen
Tipps, Checklisten sowie einem Beispiel-Rezept
zeigen wie jeder ohne großen Aufwand nachhaltig
essen kann. Und für die, die doch mal etwas ganz
neues ausprobieren möchten, werden in den
Pro
fi
tipps weitergehende Möglichkeiten für
Nachhaltigkeit erklärt.
Überall hört man inzwischen das Wort
„Nachhaltigkeit“. Während man sich vor 60 Jahren
weder um Zusatzstoffe noch Arbeitsbedingungen in
Südamerika Gedanken gemacht hat, ist man sich
heute der Verantwortung bewusst, die hinter dem
eigenen Konsum steht. Doch ist es im bunt-gefülltem
Supermarkt oft schwierig die nachhaltigen Produkte
zu
fi
nden. Aber was meint „nachhaltig“ eigentlich?


Zusammengefasst beinhaltet eine nachhaltige
Ernährung alle Aspekte, die Gesundheit und
Wohlbe
fi
nden einer Person fördern, und geringe
Auswirkungen auf die Umwelt haben.


Somit bedeutet Nachhaltigkeit nicht gleich den
gesamten Verzicht auf Fleisch oder eine umfassende
Ernährungsumstellung. Auch muss man dafür nicht
extra in den Bio-Laden. Bei Nachhaltigkeit geht es
eher um eine Balance. Die Menge und Herkunft von
Fleisch und Gemüse sind hierbei das
Ausschlaggebende.


Dazu ein wenig Basiswissen…
Mythen & Vorurteile über
nachhaltige Ernährung
Fleischkonsum:


Der Deutsche isst pro
Woche ca. 1,3 kg Fleisch.
Ernährungswissenschaftler
empfehlen jedoch nur 300
bis 600 Gramm und mind.
drei
fl
eischfreie Tage pro
Woche. Im Idealfall sollten
sogar 3/4 der Ernährung
p
fl
anzlich sein.
Landwirtschaft:


P
fl
anzlich ist nicht gleich p
fl
anzlich.
Synthetischer Dünger und Pestizide,
wie sie im herkömmlichen Landbau
zum Einsatz kommen, erzeugen bei
der Herstellung viel CO2. Fast bei
jedem gespritztem Gemüse kann man
inzwischen oft mehrere verschiedene
Pestizide feststellen, die einzeln zwar
unter den zulässigen Grenzwerten
liegen, jedoch auch nach dem
Abwaschen noch nachweisbar sind.
Bio-Landwirtschaft ist somit für
Umwelt und Gesundheit die bessere
und nachhaltigere Alternative.
Auch industrielle
Fleischersatzprodukte
können Aromastoffe
und insgesamt wenig
sonstige Nährstoffe
enthalten, auch hier
ist es also wichtig, auf
die Inhaltsstoffe zu
achten.
Pro
fi
tipp:


Organisationen
wie die WWF
oder die
Deutsche
Gesellschaft für
Ernährung
bieten auf ihren
Website weitere
Informationen.


Wasserverbrauch:


Die Menge an verfügbarem Süßwasser auf der Welt ist
äußerst begrenzt und besonders für die Herstellung von
Lebensmitteln werden oft große Mengen verwendet.
Der„virtuelle Wasserverbrauch“ gibt hierbei den
wirklichen Verbrauch an, dem aus dem Wasserhahn und
dem, der konsumierten Lebensmittel. Bereits beim Kauf
könnte man somit darauf achten, eher zu Lebensmittel zu
greifen, die einen geringen Verbrauch haben.
Kakao:


27.000 l pro kg
Röstkaffee:


21.000 l pro kg
Rind
fl
eisch:


15.490 l pro kg
Nüsse:


5.000 l pro kg
Schweine
fl
eisch:


4.730 l pro kg
Erdbeeren:


280 l pro kg
Grüner Salat:


240 l pro kg
Kartoffeln:


210 l pro kg
Karotten:


130 l pro kg
Tomaten:


110 l pro kg

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  • 1. 
 Mit einfachen Tipps und Tricks zum nachhaltigen Essverhalten Dinner For Future
  • 2. 
 I. Was zu erwarten ist… II. Mythen & Vorurteile über nachhaltige Ernährung III. Der Einkauf i. Siegelcheck ii. Verpackungen iii. Lagerung und Haltbarkeit iv. Tipps und Tricks rund um den Einkauf IV. Dinner for Future i. Kürbissuppe ii. Linsencurry iii. Linsennocken V. Schlusswort Inhalt 2 3 7 15 23
  • 3. Was zu erwarten ist… „Fridays for Future“, „Extremwetter“ und „Klimakrise“. Noch nie war das Thema Umwelt und Klima so präsent wie in den letzten Jahren. Jeder ist hierbei aufgerufen seinen Teil zum Schutz unserer Erde beizutragen. Vor allem unsere Ernährung spielt hier eine wichtige Rolle. Doch ist das in einem berufstätigen Alltag mit Familie und engen Zeitplänen meist schwierig umsetzbar. Nicht jeder hat Zeit, Möglichkeit oder die fi nanziellen Mittel um Unverpackt-Läden zu besuchen oder beim Wocheneinkauf auf die Verpackung jedes Produktes zuschauen. Und dann soll man auch noch jedes mal aufwendig kochen, am Besten ganz ohne Fleisch… Solche Hindernisse sind schon lange überholte Klischees. Dieses Buch wird Ihnen mit einfachen Tipps, Checklisten sowie einem Beispiel-Rezept zeigen wie jeder ohne großen Aufwand nachhaltig essen kann. Und für die, die doch mal etwas ganz neues ausprobieren möchten, werden in den Pro fi tipps weitergehende Möglichkeiten für Nachhaltigkeit erklärt.
  • 4. Überall hört man inzwischen das Wort „Nachhaltigkeit“. Während man sich vor 60 Jahren weder um Zusatzstoffe noch Arbeitsbedingungen in Südamerika Gedanken gemacht hat, ist man sich heute der Verantwortung bewusst, die hinter dem eigenen Konsum steht. Doch ist es im bunt-gefülltem Supermarkt oft schwierig die nachhaltigen Produkte zu fi nden. Aber was meint „nachhaltig“ eigentlich? Zusammengefasst beinhaltet eine nachhaltige Ernährung alle Aspekte, die Gesundheit und Wohlbe fi nden einer Person fördern, und geringe Auswirkungen auf die Umwelt haben. Somit bedeutet Nachhaltigkeit nicht gleich den gesamten Verzicht auf Fleisch oder eine umfassende Ernährungsumstellung. Auch muss man dafür nicht extra in den Bio-Laden. Bei Nachhaltigkeit geht es eher um eine Balance. Die Menge und Herkunft von Fleisch und Gemüse sind hierbei das Ausschlaggebende. Dazu ein wenig Basiswissen… Mythen & Vorurteile über nachhaltige Ernährung
  • 5. Fleischkonsum: Der Deutsche isst pro Woche ca. 1,3 kg Fleisch. Ernährungswissenschaftler empfehlen jedoch nur 300 bis 600 Gramm und mind. drei fl eischfreie Tage pro Woche. Im Idealfall sollten sogar 3/4 der Ernährung p fl anzlich sein. Landwirtschaft: P fl anzlich ist nicht gleich p fl anzlich. Synthetischer Dünger und Pestizide, wie sie im herkömmlichen Landbau zum Einsatz kommen, erzeugen bei der Herstellung viel CO2. Fast bei jedem gespritztem Gemüse kann man inzwischen oft mehrere verschiedene Pestizide feststellen, die einzeln zwar unter den zulässigen Grenzwerten liegen, jedoch auch nach dem Abwaschen noch nachweisbar sind. Bio-Landwirtschaft ist somit für Umwelt und Gesundheit die bessere und nachhaltigere Alternative. Auch industrielle Fleischersatzprodukte können Aromastoffe und insgesamt wenig sonstige Nährstoffe enthalten, auch hier ist es also wichtig, auf die Inhaltsstoffe zu achten. Pro fi tipp: Organisationen wie die WWF oder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bieten auf ihren Website weitere Informationen.
  • 6. 
 Wasserverbrauch: Die Menge an verfügbarem Süßwasser auf der Welt ist äußerst begrenzt und besonders für die Herstellung von Lebensmitteln werden oft große Mengen verwendet. Der„virtuelle Wasserverbrauch“ gibt hierbei den wirklichen Verbrauch an, dem aus dem Wasserhahn und dem, der konsumierten Lebensmittel. Bereits beim Kauf könnte man somit darauf achten, eher zu Lebensmittel zu greifen, die einen geringen Verbrauch haben. Kakao: 27.000 l pro kg Röstkaffee: 21.000 l pro kg Rind fl eisch: 15.490 l pro kg Nüsse: 5.000 l pro kg Schweine fl eisch: 4.730 l pro kg Erdbeeren: 280 l pro kg Grüner Salat: 240 l pro kg Kartoffeln: 210 l pro kg Karotten: 130 l pro kg Tomaten: 110 l pro kg
  • 7. 
 Regional: In jedem Supermarkt kann man inzwischen regionale Lebensmittel fi nden. Das bedeutet kurze Transportwege und die Förderung von Bauern und Höfen aus der Umgebung. Doch Vorsicht: Der Begriff „Region“ ist nicht gesetzlich geschützt. Das heißt, dass Slogans wie „von hier“ oder „regional“ keinerlei Garantien für Nachhaltigkeit beinhalten. Deshalb sollte man eher auf genaue Ortsangaben achten, wie Uckermark oder Oberfranken. Saisonal: Regionale Produkte zu kaufen ist jedoch meist nur möglich, wenn man sich den Gegebenheiten der jeweiligen Saison anpasst. Besonders im Sommer kann man meist ohne Einschränkungen einkaufen gehen, solange man auf gewisse Angaben achtet. Und auch wenn man dann die Südmango im Regal lassen müsste, hat man zu dieser Jahreszeit eine große Auswahl. Im Winter ist das natürlich anders: Doch auch wenn die Tomaten mal aus Peru kommen, wäre es schon ein großer Schritt, wenn jeder von uns auch nur einmal im Monat schaut was die Saison gerade so her gibt. Auch für die kalte Jahreszeit gibt es mehr leckere Rezepte als Sie vielleicht ahnen…
  • 8. 
 Der Einkauf Der erste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit kann schon vor dem Kochen, beim Einkaufen geschehen. Obwohl die Lebensmittelindustrie damit wirbt, ist der bedenkenlose Einkauf noch lange nicht so nachhaltig wie den Verbrauchern gerne suggeriert wird. Zum Beispiel werden immer noch die meisten Produkte, vor allem Obst und Gemüse, in Einwegverpackungen verkauft. Auch Siegel sollten eigentlich eine Hilfe sein die Herkunft und Herstellung der Produkte nachvollziehen zu können. Doch gibt es inzwischen so viele, dass niemand mehr sagen kann, welches Siegel für was genau steht. Und hat der Deutsche die Produkte einmal bei sich zu Hause, schmeißt er ca. 75 kg pro Kopf im Jahr weg. Doch oft könnten wir mit der richtigen Lagerung eine solche Verschwendung vermeiden. Seien es also Verpackungen, Siegel oder die anschließende Lagerung, bei allen dreien kann man mit den folgenden einfachen Tricks den Überblick behalten und somit nachhaltiger, kostensparender und gesünder leben.
  • 9. 
 Siegelcheck Für alles gibt es inzwischen Siegel: Kleidung, Technik und natürlich auch Essen. Sie alle scheinen gute Qualität und Nachhaltigkeit zu versprechen. Doch Siegel ist nicht gleich Siegel; manche haben strenge Vorgaben und Kontrollen, andere sind mehr Schmuck als Versprechen. Und besonders beim Fleischkonsum sind Siegel die einzigen Anhaltspunkte, die Verbraucher für das Wohl von Tierleben haben. Doch für was die Siegel genau stehen, ist von außen oft nicht erkennbar. Demeter, EU-Bio Siegel und Initiative Tierwohl, das versprechen sie wirklich:
  • 10. 
 Schwein Hühnchen EU-BIO-Logo Bio-Siegel Demeter Bio-Siegel Stall: 10 Tiere pro m2 Freiland fl äche: 4 m2 pro Tier Futter: 100% Bio; 20% regional Transport: nach EU-Gesetz Stall: 10 Tiere pro m2 Freiland fl äche: 4 m2 pro Tier Futter: 100% Bio; 50% regional Transport: max. 4h und 200km Haltung: Tiere müssen wenn möglich Zugang zu Weideland haben Futter: 100% Bio; 60% regional Transport: nach EU-Gesetz Haltung: Tiere müssen immer Auslauf haben Futter: 100% Bio; 60% regional Transport: so kurz wie möglich (ohne Vorgaben) Haltung: 10 Tiere pro Hektar + Auslauf Futter: 100% Bio; 50% regional Transport: so kurz wie möglich (ohne Vorgaben) Haltung: ca. 1,2 m2 im Stall und 0,9 m2 im Auslauf pro Tier Futter: 100% Bio; 20% regional Transport: nach EU-Gesetz Rind Haltung: keine Obergrenze, kein Außenbereich Futter: konventionell Transport: keine Vorgaben Initiative Tierwohl Kein Bio-Siegel Haltung: ca. 0,7 m2 pro Tier Futter: konventionell, Gentechnik erlaubt Transport: keine Vorgaben Das Siegel sagt nichts über Rind fl eisch aus.
  • 11. 
 Verpackungen Im Jahr 2018 fi elen laut dem Umweltbundesamt um die 3.235 Tonnen Kunstoff- Verpackungsmaterial in Deutschland an. Dies reicht von dünnen durchsichtigen Gemüseverpackungen bis hinzu Einkaufstüten. Besonders dieser Müll kann eine große Belastung für die Umwelt darstellen, da er oft in den Meeren und an den Stränden landet. Doch mit einem einfachen System aus eigenen mitgebrachten Tüten und weiteren Tipps, kann man solch einen Abfall vermeiden. 1. Wiederverwendbare Beutel aus Stoff oder auch stabilem Plastik für den Gesamteinkauf verwenden. 2.1 Kleine Stoffbeutel oder Obstnetze anstatt der dünnen Plastikbeutel für Obst & Gemüse verwenden. 2. Im generellen ist es nachhaltiger wenn man Obst, Gemüse und Gebäck als Einzelstücke und mit mitgebrachten Beuteln anstatt im bereits abgepackten Zustand einkauft.
  • 12. 
 Wofür man eigene Beutel dabei haben sollte: I. Obst & Gemüse II. Gebäck III.Gesamteinkauf 3. Am besten Beutel immer an einem Platz aufbewahren, wo man sie nicht vergisst. (Kofferraum, Fahrradtaschen, etc.) 2.2 Auch für Gebäck kann man sich einen separaten kleinen Beutel mitnehmen, anstatt der vom Bäcker oder Markt bereitgestellten Verpackungen. 4. Bei Getränken zu Glas- bzw. Mehrweg fl aschen greifen. Pro fi tipp: Leitungswasser in Deutschland ist nicht zu beanstanden und kann bedenkenlos als Trinkwasser genutzt werden. Somit kann man sich Flaschen gleich ganz sparen. 5. Bei haltbaren Lebensmitteln lohnt es sich Großverpackungen zu kaufen. Dies vermeidet Müll und ist oftmals sogar günstiger. Pro fi tipp: Auch bei Haushalts- und P fl egeprodukten bieten sich Nachfüllpackungen an. Pro fi tipp Unverpacktläden bieten jegliche Lebensmittel ohne Verpackungen an, die man mit selbstmitgebrachten Beuteln einkaufen kann.
  • 13. 
 Lagerung und Haltbarkeit Eines der grundlegendsten und größten Probleme der westlichen Welt sind die enormen Mengen an Lebensmittel, die weggeschmissen werden. Oft ist es Unwissenheit über Lagerung und dem Unterscheid zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum, die auch in den Haushalten für viel vermeidbare Verschwendung sorgen. Hierzu ein paar einfache Fakten und Tipps: Lebensmittel werden „schlecht“ auf Grund von Ungeziefer oder Mikroorganismen wie spezielle Pilzkulturen oder Bakterien, welche das Essen ungenießbar oder giftig machen. Lebensmittel halten also besonders lange, wenn man es solchen Organismen unmöglich macht in die Lebensmittel zu gelangen. Nahrungsmittel wie Getreide, Hülsenfrüchte, Reis, Nudeln, etc. sollten so trocken wie möglich, bei möglichst niedrigen Temperaturen, in Sauerstoff freier Umgebung, geschützt vor Sonnenlicht und im widerstandsfähigen Luft- und Wasser- dichten Behältnis gelagert werden
  • 14. 
 Das Mindesthaltbarkeitsdatum beschreibt die rechtliche Versicherung des Herstellers, dass das Produkt bis zu einem bestimmten Datum (unter der Bedingung, dass es ungeöffnet ist) in Geruch, Geschmack, Nährwert und der Farbe einwandfrei ist. Das heißt nicht, dass das Produkt danach verdorben ist. Auf rohem Fleisch und Fisch steht meist ein Verbrauchsdatum, an dass man sich auf jeden Fall halten sollte. Danach wegschmeißen. Gebäck Haltbarkeit Lagerung Prüfung Mehrere Tage Dunkel und bei Zimmertemperatur, Im Brotkasten, Portionsweise einfrieren schimmelig, altbackener Geschmack, muf fi g Fleisch Verbrauchsdat um einhalten Unterste Ebene des Kühlschrankes schmierige Ober fl äche Wurst Einige Tage Gut verpackt, unterste Ebene des Kühlschrankes schmierig, bitter, grau Gemüse Tage bis Wochen Grünzeug entfernen, Kühlschrank: Blumenkohl,Brokkoli,Erbs en,Bohnen,Lauch… Raumtemperatur: Aubergine,Gurke,Kartoffel Verfärbungen, Schimmel, andersartiger Geruch, schlappe Konsistenz
  • 15. 
 Tipps und Tricks rund um den Einkauf Anstatt Blumen, stellen Sie sich doch auch Mal eine Gurkenp fl anze auf den Balkon. Pro fi tipp: Im Internet kann man Obst- und Gemüseboxen regional direkt beim Bauern bestellen. Viele Bäckereien geben Stücke, die sie nicht verkaufen am nächsten Tag kostenlos aus. Wenn Sie einen Nager haben: manche Märkte bieten inzwischen Grünboxen, mit kostenlosem Grünzeug an. Große Packungen sind oft günstiger als mehrere Kleine. Doch nicht nur mit den genannten Tipps kann man Umwelt und Geldbörse etwas gutes tun, denn auch neben dem herkömmlichen Supermarkt gibt es noch andere Möglichkeiten „einzukaufen“.
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 Dinner for Future für 6 Personen 2. Linsencurry 3. Linsennocken 1. Kürbissuppe
  • 17. Kommen wir von den Informationen und Tipps zur praktischen Anwendung der Ratschläge. Nachhaltig einzukaufen ist zwar schön und gut, doch wie und vor allem was koche ich jetzt? Diese Frage ist leicht zu beantworten. Wenn Sie Ihre Suchmaschine der Wahl öffnen und mal recherchieren, werden Sie alle Art von Rezepten fi nden, die für jeden Geschmack etwas bereithalten. Mit den folgenden Rezepten möchte ich Ihnen vor allem verdeutlichen wie vielfältig die nachhaltige Küche sein kann. Wir starten mit der klassischen Kürbissuppe. Dieses Gericht ist saisonal und auch in den kälteren Jahreszeiten in vielen Deutschen Haushalten zu fi nden und ohne Probleme nachhaltig kochbar. Auf die traditionelle Vorspeise folgt ein asiatisches Linsencurry als Hauptspeise und Linsennocken als süßes Dessert. Lassen Sie sich von der Linse im Namen nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil, im Geschmack ist sie extrem wandelbar und kann ihre Küche in alle denkbaren Richtungen erweitern. Zudem liefert sie große Mengen an Eiweiß (mehr als Rinderhack), Ballaststoffe, B-Vitamine, Eisen, Magnesium, Kalium, Zink, etc. und beugt Herz- Kreislauf und andere Krankheiten vor. Auch der Anbau ist Ressourcen schonend, sie sind einfach zu lagern und zudem preisgünstig. Eine echte nachhaltige Alternative. Nehmen Sie die folgenden Seiten also gerne als Inspirationen um kreativ zu werden und etwas neues auszuprobieren. Die Rezepte gehen schnell und sind somit gut in einem vollen Tagesablauf umsetzbar.
  • 18. Kürbissuppe mit gerösteten Kürbiskernen ZUTATEN: 2 Karotten 1 Hokkaidokürbis (mittelgroß) 4 cm Ingwer 1 Chili 2 Knoblauchzehen 50g rote Linsen Kürbiskerne 400ml Gemüsefond Kürbisöl Salz, Pfeffer nach Geschmack ZUBEREITUNG: 1. Kürbis aushöhlen 2. Kürbis, Karotten, Knoblauch, Ingwer würfeln 3. Alles in 1 EL Kürbisöl kurz anbraten 4. Mit Wasser bis 3 cm über Inhalt auffüllen und aufkochen 5. 30 min kochen 6. Alles pürieren 7. Zum Schluss die Linsen 10 min kochen
  • 19. Hier sind Zutaten der Suppe zu sehen: Ein kleiner Teil der verwendeten Karotten und des Kürbis. Ingwer, Knoblauch und Chili sind auch in den abgebildeten Mengen zu empfehlen. Falls man mal was neues ausprobieren möchte, kann man anstatt die Kürbiskerne zukaufen auch die Reste des ausgehöhlten Kürbis weiterverarbeiten. Dafür die Kerne einfach einweichen, schälen und trocknen, bevor man sie für die Suppe röstet. Die Suppe eignet sich sowohl als Haupt- als auch als Vorspeise. Wenn man eine zu große Menge kocht, kann man das Gericht auch ohne Probleme einfrieren und mehrmals von essen. Für Geschmack und Aussehen bietet es sich an, vor dem Servieren Kürbiskerne kurz in der Pfanne anzurösten. Diese kann man dann direkt auf den Teller Suppe geben. Noch ein Klacks Kürbiskernöl und Voila!
  • 20. Linsencurry ZUTATEN: 150g rote Linsen 150g Beluga Linsen 1 Bund Frühlingszwiebeln 3 Zehe/n Knoblauch 3 Chilischote(n), rote 2 EL Schweineschmalz 1 TL Gewürzmischung (Garam Masala) 1 TL Kurkuma 1 TL Kreuzkümmel, (gemahlen) 400g Joghurt 1 Prise(n) Salz 2 Hähnchenbrüste
  • 21. ZUBEREITUNG: 1. Hähnchenbrüste würfeln und scharf anbraten 2. Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Chilischoten mit den Gewürzen pürieren 3. Püree zu den leicht gebräunten Fleischwürfel geben und kurz mit braten 4. Beluga Linsen und 250 ml Wasser hinzugeben 5. Alles 30 Minuten köcheln lassen 6. Anschließend 250 ml Wasser und die roten Linsen hinzugeben und nochmals 10 min auf mittlerer Hitze köcheln lassen 7. Joghurt unterheben Besonders bei Hühnchen ist es wichtig auf die Siegel zu schauen. Allerdings kann man das Curry sowohl mit als auch ohne Fleisch machen. Die angegebene Menge an Gewürzen ist reine Geschmacksache. Sie können auch um einiges mehr als auf dem Bild hinzugeben.
  • 22. Süße Linsennocken mit karamellisierten Apfelspalten ZUTATEN: 70g rote Linsen 150ml Apfelsaft Kardamom Gewürz 4 EL Kokosraspeln Salz, Zimt, Curcuma gehackte Walnüsse, Mandeln Honig frische Äpfel Nur rund 20% des in Deutschland verkauften Honigs ist auch aus Deutschland. Vor allem Hersteller von günstigem Honig suggerieren oft nur mit Begriffen wie „Landhonig“, dass das Produkt regional ist. Deswegen lohnt sich besonders hier ein Blick auf die Herkunft.
  • 23. ZUBEREITUNG: 1. Apfelsaft in einen Topf geben, Kardamom und rote Linsen zugeben 2. Mit einem Deckel abdecken, den Saft zum Kochen bringen, dann bei mittlerer Hitze weiter köcheln lassen bis die Linsen zerfallen (ca. 15 min) 3. Nach etwa der Hälfte der Zeit ggf. etwas Wasser nachgießen, falls die Linsen drohen anzusetzen 4. Nach der Kochzeit die Linsen pürieren und Kokosraspeln darunter kneten 5. Abschließend abschmecken mit einer Prise Salz, Zimt, ein klein wenig Curcuma und Honig nach Geschmack 6. Aus der Masse mit zwei Esslöffeln Nocken abstechen und formen Zum Anrichten: 1. Äpfel schälen und achteln 2. In der Pfanne mit Honig, Apfelsaft und gehackten Walnüssen kurz karamellisieren 3. Mit den Nocken zusammen servieren
  • 24. Mit dem Ende des Dinner for Future haben Sie auch schon das Ende dieser kurzen Informationssammlung beziehungsweise Ratgebers beziehungsweise Kochbuches erreicht. Ich hoffe, dass Ihnen der Abriss eine neue vielversprechende und vor allem umsetzbare Facette zum Thema Nachhaltigkeit zeigen konnte und es ein wenig Aufklärung in das undurchsichtige Thema gebracht hat. Und wenn Sie das nächste Mal einkaufen gehen und anstatt zu dem Gehacktem mit dem Tierwohl-Siegel zu dem Gehacktem mit dem Demeter-Siegel greifen, hat sich für mich die Erstellung dieses Buches schon gelohnt. Denn wenn jeder in Deutschland so denken würde, müssten wir uns über manche Sachen keine so großen Sorgen machen. Fühlen Sie sich also motiviert, die Tipps auch mitzunehmen und in Ihrem Alltag umzusetzen. Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen viel Freude beim nächsten Einkauf. Schlusswort
  • 25. Ein Ratgeber mit simplen & einfach umsetzbaren Tipps und Möglichkeiten um nachhaltige Ernährung in einen berufstätigen Alltag zu bringen. Angefangen beim Einkauf bis in die Küche, ohne viel Zeitaufwand und schonend für Umwelt, Gesundheit und Kontostand.