Smart City Bonn
Voraussetzungen, Chancen
und Risiken
5. GeoDIALOG Bonn
5. November 2015
Hintergrund
• promediare.de und Universität Bonn
• Begleitforschung T-City
• Verschiedene Publikationen
• Mitarbeit in unt...
(1) Smart City – Was soll das bedeuten?
(2) Chancen – Wie wird es, wenn es gut wird?
(3) Voraussetzungen – Was brauchen wi...
(1) Smart City – Was soll das bedeuten?
• A developed urban area that creates sustainable
economic development and high quality of life by
excelling in multiple k...
• A smart city uses digital technologies or
information and communication technologies
(ICT) to enhance quality and perfor...
• Smart City ist ein Sammelbegriff für
gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die
darauf abzielen, Städte effizienter,
tech...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
• Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschon...
Smart City
=
IKT und Stadtentwicklung
T-City Friedrichshafen
Foto: Daniel H., CC-BY 2.0, flickr.com
Forschungsdesign
• Wirkung und Prozess
• Quantitativ:
Jährlich 1.000 BürgerInnen
• Qualitativ:
Jährlich ca. 30 BürgerInnen...
stadtundikt.de
86% T-City O
36% h
Einsparungen
4,3 %
Christian Haugen, CC BY 2.0, flickr.com
"Die von der EU angestrebte
Rolloutquote von 80% bis 2022
über eine allgemeine
Einbauverpflichtung führt zu
einem gesamtwi...
54% Daten L
©iStock / polygraphus
It‘s Complicated
danah boyd
Das Internet ist für uns
alle Neuland
Angela Merkel
Darstellungen
• Fast immer Karten
(das impliziert, dass die räumliche Dimension
eine besondere „Bedeutung“ hat)
• Daten, D...
(2) Chancen – Wie wird es, wenn es gut wird?
• Im Kern geht es um Lebensqualität
These
• „Es wird gut“, wenn die Menschen die
Möglichkeit bekommen, sich frei im Netz zu
bewegen.
(3) Voraussetzungen – Was brauchen wir dazu?
• WLAN
Foto: Fabian Horst; Lizenz: CC BY 2.0, flickr.com
• Open Data
• Räume
• Experimente
• Bildung / Schulung / Kommunikation
Quelle: https://www.divsi.de/sites/default/files/presse/docs/DIVSI-Milieu-Studie_Kurzfassung.pdf
• Datenschutz
54% Daten L
©iStock / polygraphus
(4) Risiken – Welche Gefahren für wen?
(Werbe-)wirtschaft
Staaten
Hinz und Kunz
„Smart wäre, wenn man den
ganzen Quatsch lassen würde.“
Warum Datenschutz
• USP
• Vertrauen
• Demokratie
Datenschutz alt + neu
• Datensparsamkeit
• Datenbesitz
• Privacy by design
• Meyer-Schönberger: Big Data
• Leichtigkeit er...
(5) Schritte – Wer kann was tun?
• WLAN
• Open Data
• Räume
• Experimente
• Bildung / Schulung
• Datenschutz
• Selber machen
• Öffentlicher
Druck
These
• „Es wird gut“, wenn die Menschen die
Möglichkeit bekommen, sich frei im Netz zu
bewegen
• Wenn wir das erreicht ha...
promediare.de
@michael_lobeck
Smart City Bonn - Voraussetzungen, Chancen und Risiken
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Smart City Bonn - Voraussetzungen, Chancen und Risiken

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Vortrag beim 5. GeoDIALOG der Geoinitiative der Region
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler am 5.11.2015 in Bonn

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  • Herzlichen Dank für die Einladung hier beim 5. GeoDIALOG der Geoinitiative der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler über die Smart City Bonn sprechen zu können.

    Der Vortrag steht unter der CC-BY 4.0 Lizenz.
    https://creativecommons.org/licenses/by/4.0
  • Kurz zu meinem Hintergrund, damit Sie einordnen können, aus welcher Perspektive ich auf das Thema schaue. Ich bin Diplom-Geograph, und schaue mit einem sozialwissenschaftlichen Blick auf das was allerorten „Smart City“ genannt wird. Begonnen hat die Beschäftigung mit diesem Thema mit der Evaluation des ersten echten Smart-City-Projekts in Deutschland, der T-City Friedrichshafen, einem Kooperationsprojekt der Deutschen Telekom und der Stadt Friedrichshafen von 2006 bis 2012. Seitdem interessiert mich bei dem Thema besonders, wie Kommunen dafür Sorge tragen können, dass die Ziele der Stadtentwicklung damit umgesetzt werden können. Dazu später mehr.
  • Hier die Gliederung meines Vortrags.
  • Was soll der Begriff bedeuten, wie wird er benutzt? Ich habe Ihnen einige gängige Definitionen mitgebracht und schlage dann für den heutigen Abend eine pragmatische vor.
  • http://www.businessdictionary.com/definition/smart-city.html – abgerufen am 5.11.15
    „Urban“ muss es sein und es geht um nachhaltige Ökonomie und gute Lebensqualität. Auf verschiedenen Feldern will man sich darum kümmern: Ökonomie, Mobilität, Umwelt, Bevölkerung, Wohnen und Regierung. Und erreicht wird das durch Humankapital, Sozialkapital und/oder IKT-Infrastruktur.
  • https://en.wikipedia.org/wiki/Smart_city – abgerufen am 5.11.15

    Die Wikipedia fokussiert klar auf den Einsatz von IKT (nicht nur auf die Infrastruktur) und als Ziele auf bessere städtische Dienstleistungen, Kostenreduzierungen, geringeren Ressourcenverbrauch und eine stärkeren Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern.
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Smart_City – abgerufen am 5.11.15

    Die deutsche Wikipedia ist kürzer, verzichtet auf IKT, nennt aber die (ungefähr) gleichen Ziele wie die englische.
  • http://www.nachhaltigkeit.wienerstadtwerke.at/fileadmin/user_upload/Downloadbereich/WSTW2011_Smart_City-Begriff_Charakteristika_und_Beispiele.pdf – abgerufen an 5.11.15

    Die Definition der Wiener Stadtwerke, die von Thomas Loew und Friederike Rohde vom „Institute for Sustainability“ erarbeitet wurde (http://www.4sustainability.de/fileadmin/redakteur/Publikationen/Loew-Rohde_Wiener-Smart_City-Definition_Betrachtungen-zur-Verwendung2015.pdf).

    Lassen Sie uns diese etwas genauer anschauen und überlegen, ob wir sie verwenden wollen.
  • Der Einsatz von IKT gehört dazu.
  • Es geht um Ressourcenschonung
  • Ziel ist eine postfossile Gesellschaft
  • Nochmal die Ressourcen
  • Die Lebensqualität ist wichtig
  • Die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Wirtschaft
  • Was unter Zukunftsfähigkeit der Stadt zusammengefasst wird.
  • Mindestens will man sich beschäftigen mit Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance
  • Und zwar nicht einzeln, sondern integriert und vernetzt
  • Die sozialen Aspekte werden ebenfalls integriert
  • Und das alles soll partizipativ mit den Bürgerinnen und Bürgern geschehen.

    Also mit Hilfe von IKT eine postfossile, zukunftsfähige Stadt erreichen, indem man verschiedene Felder gemeinsam mit Bürgeinnen und Bürgen integriert betrachtet.
  • Das finde ich etwas kompliziert ausgedrückt und schlage die einfach Formel vor:

    Smart City ist die Nutzung von IKT zur Erreichung von Zielen der Stadtentwicklung.
    „Gute“ Stadtentwicklung hat nämlich immer schon die genannten unterschiedlichen Felder integriert betrachtet um gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu erreichen.

    Das eine solche Definition, wie auch immer man sie schließlich fasst, sehr unterschiedliche Dinge in der realen Welt beschreibt, ist offensichtlich.
  • Songdo City, Südkorea
    Foto: Menri Cheon, CC BY 2.0, flickr.com
    https://www.flickr.com/photos/iammanri/16339221420
    https://creativecommons.org/licenses/by/2.0

    Songdo in Korea soll hier als Beispiel einer asisatischen Stadt auf der „grünen Wiese“ genannt werden, in der großflächiger Neubau verbunden mit High-Tech (vor allem jede Menge Sensoren im öffentlichen wie auch privatem Raum) Überwachung und Steuerung neuen Ausmaßes ermöglicht.
  • Wien, Österreich
    Foto: Allie Caulfield, CC BY 2.0, flickr.com
    https://www.flickr.com/photos/wm_archiv/14039128064/
    https://creativecommons.org/licenses/by/2.0

    Im schon zitierten Wien, hier als Beispiel einer vorhandenen europäischen Stadt genannt, bedeutet Smart City eine sanftere Einbettung in gewachsene Strukturen vor dem Hintergrund einer für Überwachung und Steuerung sehr sensiblen Gesellschaft.
  • Als kleineres aber umfassendes Beispiel einer europäischen Smart City möchte ich Ihnen kurz das schon erwähnte Smart-City-Projekt „T-City Friedrichshafen“ vorstellen, das ich mit Kolleginnen und Kollegen des Geographischen Instituts der Universität Bonn von 2006 bis 2012 intensiv evaluieren durfte. (vgl. auch www.t-city.de)

    „Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ könnte man formulieren. Auf dem Bild ist nicht erkennbar, ob es sich um eine „smarte“ Stadt handelt oder nicht. Sie können nicht erkennen, ob das Bild vor oder nach dem Projekt aufgenommen wurde. Die Frage der „Smartness“ einer Stadt hat viel mehr mit dem Leben und Miteinander der Menschen zu tun, als mit verbauter Technik – die man i.d.R. auch nicht sieht.

    Foto: Daniel H. CC-BY 2.0, https://www.flickr.com/photos/hueneborg/451065453
    https://creativecommons.org/licenses/by/2.0
  • Neben der Herausforderung, dass eine „Smart City“ fast nicht „sichtbar“ ist, zeige ich Ihnen hier eine besondere Herausforderung des Projektes in Friedrichshafen. Zu Beginn des Projektes tranken wir Cappuccino am See mit Blick auf die Schweizer Berge. Und es drängte sich uns die Frage auf: „Und hier wollen die die Lebensqualität erhöhen? Mit breitbandigem Internet?“

    Foto: Michael Lobeck, CC BY 4.0
  • Trotz dieser Fragen und Herausforderungen haben wir ein Forschungsdesign entwickelt.
    Es beruht auf einem subjektivem Ansatz.
    Wenn die Friedrichshafener BürgerInnen uns sagten, die Lebensqualität habe sich erhöht, dann hatte sie sich erhöht.

    1.000 jährlich zufällig ausgewählte BürgerInnen und 150 UnternehmensvertreterInnen wurden per Telefon und standardisiertem Fragebogen befragt.
    Ca. 30 BürgerInnen wurden jedes Jahr qualitativ interviewt. Die Gruppe wurde konstant gehalten.
    Zukünftler (mit Technik ausgestattete Haushalte) wurden intensiv begleitet.
    Es gab viele Interviews mit Projektbeteiligten, Politik, Experten.
    Und zusätzlich wurden Presse, Dokumente, Homepages, ... ausgewertet
  • Alle denkbaren Felder, die für die Stadt relevant sind, wurden in den Blick genommen.
    Mehr als 40 Einzelprojekte wurden umgesetzt.
  • Mehr Infos zum Projekt im Endbericht „Smart City konkret“.
    Informationen zum Buch und Probeseiten: https://www.jovis.de/de/buecher/smart-city-konkret.html
    Bestellmöglichkeit ohne die Datenkrake Amazon:
    http://buchladen46.shop-asp.de/shop/action/productDetails/18667884/smart_city_konkret_3868591613.html?aUrl=90009177&originalSearchString=smart%20city%20konkret

    Infos zum Projekt auch auf der Webseite stadtundikt.de
  • Einige wenige zusammenfassende Aussagen aus der Befragung.

    86% hatten von T-City gehört
    36% stimmten dem Satz zu „Das Projekt T-City wird die Lebensqualität in FN erhöhen“
    (Ist das viel oder ist das wenig? Man wollte alle erreichen, aber wer wartet schon in seinem Alltag auf eine solche Beglückung, vor allem, wenn er am Bodensee wohnt?)

    43% der Männer
    29% der Frauen
    Stimmten dem Satz zu „Das Projekt T-City wird die Lebensqualität in FN erhöhen“

    45% der in einem Teilprojekt involvierten
    22% der NICHT in einem Teilprojekt involvierten
    Stimmten dem Satz zu „Das Projekt T-City wird die Lebensqualität in FN erhöhen“

    Weitere Daten siehe: Hatzelhoffer / Humboldt / Lobeck / Wiegandt (2013): Smart City konkret.

    Informationen zum Buch und Probeseiten: https://www.jovis.de/de/buecher/smart-city-konkret.html
    Bestellmöglichkeit ohne die Datenkrake Amazon:
    http://buchladen46.shop-asp.de/shop/action/productDetails/18667884/smart_city_konkret_3868591613.html?aUrl=90009177&originalSearchString=smart%20city%20konkret


  • Wir haben uns viele Einzelprojekte genauer angesehen.
    Es gab sehr positiv bewertete, wie z.B. „Mobile Visite“ ein Projekt, in dem chronische Herzpatienten durch selbst vorgenommene Messungen von Gewicht, Blutdruck, etc häufiger zuhause bleiben konnten und nicht in die Klinik fahren mussten.
    Es gab sehr negativ bewertete, wie z.B. die Lernplattform „Edunex“, die von den Schulen nicht angenommen wurde.

    Ein großes Projekt mit mehr als 1.600 installierten „intelligenten“ Stromzählern in einem kompletten Stadtteil wurde gesondert in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE untersucht. 4,3% Einsparungen der Strommenge wurden berichtet. Das deckt sich mit 3,7%, die Fraunhofer ISE u.a. in der groß angelegten Intelliekon-Studie ermittelt hatten.
  • Und es deckt sich mit einer Studie, die Ernst&Young 2013 für das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft durchgeführt haben.
    Ernst & Young (2013): Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler. Online verfügbar unter http://bit.ly/ernst_young_smartmetering, zuletzt geprüft am 15.02.2015.

    Der Nutzen für den Endkunden ist also recht überschaubar.
    Aber darum geht es bei Smart Metering und Smart Grid ja auch nicht. Es geht um Steuerung.
    Das sollte man dann aber auch sagen und die, die steuern wollen, sollten die Steuerungsinstrumente dann auch finanzieren.
  • 54% der Befragten in Friedrichshafen stimmten der Aussage zu, „Ich habe Sorge, dass der Schutz meiner persönlichen Daten bei der Einführung neuer Technologien nicht genug beachtet wird“.

    Und das ist meines Erachtens ein doppeltes Kernproblem für die Smart City Bonn.
    Zum einen, weil diese 54% alle digitalen Angebote skeptischer und mit weniger Engagement nutzen werden, als wenn sie diese Sorgen nicht hätten – und damit den potentiellen Erfolg einer Smart City reduzieren.
    Zum anderen, weil diese Sorgen berechtigt sind und mangelhafter Datenschutz auch eine objektive Bedrohung für die Privatheit von Bürgerinnen und Bürgern darstellen und damit die Grundlagen des demokratischen Modells unterhöhlen.
  • Was genau passiert, Wie es zu bewerten ist?
    Wir wissen es trotz zunehmender Forschung (noch) nicht.
    Wir wissen aber, dass einfache Einschätzungen vermutlich falsch sind.

    Für die Nutzung von IKT durch Jugendliche emfpehle ich immer wieder die Arbeiten von danah boyd – Das soziale Leben vernetzter Jugendlicher
    Jgdl gehen sehr differenziert mit dem Medium um; Es geht hier wie immer bei Jgdl um Peers und Wer mit wem und mit wem nicht usw

    Frau Merkel hat mit diesem Satz vermutlich mehr recht, als viele hippe Internet-Freaks in ihrer Blase erkennen.
  • Das Thema „Smart City“ scheint jedenfalls en vogue zu sein, wenn man Google Trends glaubt.
    Der Knick am Ende bedeutet vermutlich keine Trendwende. Der Peak davor ist der Veröffentlichung der ca. 100 indischen Smart Cities geschuldet.

    https://www.google.com/trends/explore#q=smart%20city%2C%20smart%20cities&cmpt=q&tz=Etc%2FGMT-1
  • Wordle der 50 häufigsten Begriffe aus dem Textkorpus von einem Monat Google Alert zu Smart City

    Google Alert Smart City letzter Monat (6.10.-5.11.15) = 67 links
    Aufruf jeweils erste Seite der aufgeführten Homepage
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    Füllwörter entfernt

    Nur zum ersten Überblick – keine exakte Anwendung von Textanalyse.
    Menschen, Bewohnerinnen und Bewohner, Bürgerinnen und Bürger, Partizipation und Beteiligung kommen nicht vor.
    „Technologie“ ist der häufigste Begriff nach den Suchwörtern „Smart“ und „City“ und dem Synonym „Stadt“.
  • Betrachtet man Darstellungen von „Smart Cities“, findet man fast immer kartographische Animationen. Ich darf hier beim GeoDIALOG sicher fragen: Hat die räumliche Dimension tatsächlich eine besondere Bedeutung, oder ist sie nur gut zur Illustration geeignet?

    Immer findet man den Hinweis auf Daten, Daten, Daten.

    Und als Ziele findet man häufig Bequemlichkeit, Schnelligkeit, Transparenz, Sicherheit und Sauberkeit.
  • Wie sollen diese und andere Versprechen erreicht werden?

    Zum einen durch das Versprechen höherer Effizienz durch optimierte Steuerung; das spart Ressourcen bzw. setzt sie frei. Das gilt für Geld, für Energie, für Zeit, ...
    Entweder lässt sich durch Optimierung mit gleichem Einsatz mehr erreichen oder das gleiche Resultat mit weniger Ressourcen. Wichtig ist hier jedoch immer, zuerst zu fragen, wo das Ziel ist. Effizient lässt sich immer nur in Bezug auf die Erreichung eines Ziels sein. Wenn ich nicht weiß, wo ich hin will, kann ich das auch nicht effizient tun.

    Foto: unsplash, CC0, pixabay.com
  • Zum anderen durch neue Verbindungen, Ideen und Möglichkeiten, die zuvor so nicht denkbar waren und erst durch relativ kostengünstige standardisierte Infrastrukturnutzung realisiert werden können. Das können neue Verabredungen sein, mit Gleichgesinnten vor Ort oder weltweit. Das können zufällige Kontakte zu neuen Themen sein, die ohne das Internet nicht zustande kämen. Das kann der leichtere Zusammenschluss zu größeren Gruppen sein, um sich für oder gegen Entwicklungen in der Politik, Gesellschaft oder Wirtschaft zu engageieren oder spontan Projekte gemeinsam zu entwickeln.

    Foto: geralt, CC0, pixabay.com
  • Das führt u.a. dazu, dass Orte mit neuen Bedeutungen und Möglichkeiten ergänzt werden.
    Vermutlich verlieren die Räume dabei auch gleichzeitig etwas.

    Foto: Michael Lobeck, CC-BY 4.0
  • Neu ist auch, dass die Rechen- und Speicherfähigkeiten es erstmals erlauben, umfangreiche individuelle Profile auch im Massenmarkt zu bilden.
    Obama hat in seiner Kampagne zur 2. Amtszeit über jeden potentiellen Wähler Informationen gesammelt und so die Kampagne individuell zugeschnitten.

    Foto: geralt, CC0, pixabay.com

    https://pixabay.com/de/personen-silhouetten-viele-943873/
    https://creativecommons.org/licenses/by/2.0
  • IKT hat dabei Auswirkungen in unterschiedlichsten Bereichen der Stadt
    Das zwingt manchmal zur Veränderung
    Das mögen die Menschen oft nicht

    Foto: Claus-Christian Wiegandt
  • Nach dem Überblick über unterschiedliche Verständnisse und mögliche Implikationen einer Smart City – wie würde es denn, wenn wir es „gut“ hinbekommen?
  • Dann geht es meiner Meinung nach im Kern um die Erhöhung von Lebensqualität.
  • Lebensqualität wird bekanntlich von den Menschen sehr unterschiedlich bewertet.
    Zur Jahreszeit passend ein St.-Martins-Beispiel.

    Foto: dierk schaefer, flickr.com, Lizenz: CC-BY 2.0
    https://creativecommons.org/License/by/2.0
  • So haben die Azubis des Katasteramtes der Stadt Bonn die Zugwege aller Martinszüge in den Online-Stadtplan eingetragen.
    Ein bescheidener Beitrag, der vielen Nutzern Orientierung geben könnte.
    Wenn die Daten jetzt noch frei und gut dokumentiert sind, so dass sie auch von anderen weiterverarbeitet werden können, umso besser.

    Quelle: Screenshot des Stadtplans der Bundestadt Bonn und Screenshot eines Tweets von Sven Hense (@eGovBonn), der darauf hinwies.
  • Hier noch ein Beispiel, was ich mit Lebensqualität meine.
    Sie sehen, die Stadt wird hier angeeignet.
    Es gibt hier keine öffentlich geplante Halfpipe (wogegen nicht spricht), sondern BewohnerInnen nutzen ihre Stadt für ihre Zwecke. Ohne Genehmigung, Ohne E-Government.

    Foto: PublicDomainPictures, CC 0, pixabay.com
  • Es gibt auch andere Modelle, gesellschaftliches Miteinander zu organisieren, die vermutlich auch ihren Sinn haben.
    Je nachdem, ob Sie das eine selbstorganisierte oder das andere eher hierarchische Modell – oder eine andere Form – im Sinn haben, benötigen Sie eine andere Smart City.

    Foto: skeeze, CC 0, pixabay.com
    https://pixabay.com/de/milit%C3%A4rische-nationalgarde-soldaten-680381/
  • Meine Kernthese zur aufgeworfenen Frage „Wie wird es, wenn es gut wird?“ lautet:
    „Es wird gut“, wenn die Menschen die Möglichkeit bekommen, sich frei im Netz zu bewegen.
  • Was brauchen wir, wenn wir dieser These folgen, als Voraussetzungen?
  • Wir brauchen einen unkomplizierten barrierefreien Netzzugang. Zum Beispiel mit WLAN. Ohne Störerhaftung und ohne komplizierte Anmeldemodelle.
    IKT-Infrastruktur sollte nicht komplizierter zu nutzen sein als andere Infrastruktur (Straßen) auch.

  • Hier als Beispiel ein Freifunk-Router, der den Zugang zum Netz erleichtert.

    Foto: Fabian Horst; Lizenz: CC BY 2.0, flickr.com
    https://www.flickr.com/photos/fabian-horst/14630268628/
  • Neben einer offenen Infrastruktur brauchen wir für eine Smart City offene Daten, damit auf der Infrastruktur auch etwas für das Gemeinwohl geschehen kann.
  • In einem Projekt, in dem ich mit KollegInnen des Geographischen Instituts der Universität Bonn gerade die Siedlungsgeschichte im Umfeld von Flughäfen untersuche, benötige ich für sechs Flughäfen in fünf Bundesländern Umgebungskarten zu verschiedenen Zeitschnitten.
    Ich komme mir bei der Beschaffung, für die ich fünf Landesämter oder ihre Nachfolgeorganisationen kontaktieren muss, nicht vor wie in einem gut organisierten Land im 21. Jahrhundert. „Haben wir nicht – Gibt es nicht – wozu brauchen Sie das denn?“ Kosten zwischen 0 und 500 Euro. Von GIS über jpg bis Papier gerollt ist alles dabei.
    So geht das wirklich nicht. Das macht keinen Sinn. Hier brauchen wir – zum Beispiel – offene Geodaten.
  • Es braucht Orte, Räume, in denen Austausch stattfinden kann. So wie heute hier, aber auch viel informeller. Co-Working-Spaces. Vielleicht in der Telekom oder der VHS oder in Stadt(teil)bibliotheken, oder in der Ermekeilkaserne – oder bei Ihnen im Unternehmen, in der Behörde, im Verein.
  • Foto: Manuel Schmalstieg, Lizenz: CC BY 2.0, flickr.com
    https://www.flickr.com/photos/kinetoskop/15911884516/
    https://creativecommons.org/licenses/by/2.0

  • Es braucht eine Öffnung, es braucht Experimentierklauseln – jenseits des Vergaberechts. Es braucht dazu vermutlich vor allem mutige Spitzenpolitiker.
  • Foto Michael Lobeck, Lizenz: CC BY 4.0
    https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
  • Und es braucht Smart Citizens für eine Smart City.
    Und dafür braucht es jede Menge Bildung / Schulung / Kommunikation.

    Knapp 40% sind laut dem Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) internetfern.
    https://www.divsi.de/sites/default/files/presse/docs/DIVSI-Milieu-Studie_Kurzfassung.pdf

    63% nutzen laut der ARD/ZDF Onlinestudie 2015 täglich das Internet.
    ARD/ZDF-Medienkommission (2015): ARD/ZDF-Onlinestudie 2015. http://www.ard-zdf-onlinestudie.de
  • 39 % der Bevölkerung sind mit Sicherheit und Datenschutz im Internet überfordert und fühlen sich verunsichert.
    Quelle: https://www.divsi.de/sites/default/files/presse/docs/DIVSI-Milieu-Studie_Kurzfassung.pdf

    Diese Menschen müssen beim zunehmenden Einsatz von Informationstechnologie trotzdem mitgenommen werden.
  • Wir brauchen ein Konzept von Privacy und eine gute Implementierung, die es uns erlauben, uns unbeschwert im Netz zu bewegen.
    Wenn die These stimmt, dass die freie Bewegung im Netz eine wichtige Voraussetzung für eine Smart City ist, die Wert auf Lebensqualität legt, braucht es bessere Datenschutzkonzepte.
  • Wie bereits erwähnt:
    54% der Befragten in Friedrichshafen stimmten der Aussage zu, „Ich habe Sorge, dass der Schutz meiner persönlichen Daten bei der Einführung neuer Technologien nicht genug beachtet wird“.
    Diese Sorge beeinträchtigt freie Bewegung im Netz.
  • Welche Gefahren sind mit dem Smart City Konzept verbunden? Fangen wir mit dem Datenschutz an.
  • Fehlender Datenschutz führt zu Überwachung – die Beobachtung und Aufzeichnung von personenbezogenen Daten. Die wesentlichen Akteure, die diese Gefahr hervorbringen und unterstützen sind produzierende Unternehmen und die von ihr beauftragte Werbewirtschaft und Sicherheitsbehörden unterschiedlicher Staaten. Einige dieser Akteure sammeln sehr viele personenbezogene Daten und verfolgen offensichtlich den Wunsch Personenprofile zu erstellen, die immer weiter angereichert werden.

    Aber auch „Hinz und Kunz“ im Sinne von uns allen. Kleine Webcams verkaufen sich gut, Blogger nutzen Analyse-Software, Newsletter-Versender können sehen, wann Herr L. mit welchem Endgerät die letzte Mail geöffnet hat.

    Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat in der Entscheidung zur Volkszählung (15.12.1983) sehr klar und deutlich darauf hingewiesen, dass Überwachung die Demokratie gefährdet:
    "Wer unsicher ist, ob abweichende Verhaltensweisen jederzeit notiert und als Information dauerhaft gespeichert, verwendet oder weitergegeben werden, wird versuchen, nicht durch solche Verhaltensweisen aufzufallen [und] möglicherweise auf eine Ausübung seiner entsprechenden Grundrechte (Art. 8, 9 GG) verzichten. Dies würde nicht nur die individuellen Entfaltungschancen des Einzelnen beeinträchtigen, sondern auch das Gemeinwohl, weil Selbstbestimmung eine elementare Funktionsbedingung eines auf Handlungsfähigkeit und Mitwirkungsfähigkeit seiner Bürger begründeten freiheitlichen demokratischen Gemeinwesens ist."

    Zitat nach Hülsmann, Werner (2015): Contra VDS: Überwachung gefährdet die Demokratie. Online verfügbar unter: https://www.bpb.de/dialog/netzdebatte/202175/contra-vds-ueberwachung-gefaehrdet-die-demokratie

    Foto: lacarabeis, CC0, pixabay.com
  • Die zweite große Gefahr ist die Datensicherheit. Diese ist bedroht durch Fehler in der Konstruktion oder Bedienung von Datenspeichern und durch gezielte Angriffe von privaten und staatlichen Kriminellen. Dieses Thema werde ich hier nicht weiter vertiefen können, auch wenn es gesellschaftliche ebenso wichtig ist, wie der Datenschutz. Felix Lindner, der sich beruflich mit der Sicherheit von IT-Systemen beschäftigt, sagte vor kurzem nach der Entdeckung der Angreifbarkeit von Steuerungssoftware von Stadtwerken und anderer großer Infrastruktur „Smart wäre, wenn man den ganzen Quatsch lassen würde.“ (Felix Lindner in TR 06/2015; http://www.heise.de/tr/artikel/Angriff-programmiert-2762063.html)

    Foto: geralt, CC0, pixabay.com
  • Bessere Datenschutzkonzepte könnten mehrere Effekte zugleich erzielen:
    Sie wären als USP (Unique Selling Proposition – auf deutsch auch: Alleinstellungsmerkmal) ein Verkaufsargument für digitale Dienstleistungen.
    Sie schaffen – über ein einzelnes Verkaufsargument hinaus – Vertrauen in den jeweiligen Anbieter.
    Sie stärken die Grundlagen der Demokratie.
  • Dass Datenschutz-Probleme keine Einzelfälle sind, sehen Sie zum Beispiel auf der Seite http://www.projekt-datenschutz.de

    Screenshot von http://www.projekt-datenschutz.de/datenschutzvorfaelle vom 5.11.15
  • Die Grundprinzipien beim Datenschutz sind gar nicht so kompliziert. So wenig wie möglich erheben, die Daten nicht aus der Hand geben, von vorneherein bei der Konzeption von Produkten / Dienstleistungen / Verwaltungsabläufen auf Datenschutz achten. Im Zeitalter von Big Data kommt nach Meyer-Schönberger dazu, dass datenverarbeitende Unternehmen evaluiert und zertifiziert werden müssen und bei Verstößen das Recht auf Datenverarbeitung verlieren. (vgl. Mayer-Schönberger, Viktor und Kenneth Cukier (2013) Big Data: Die Revolution, die unser Leben verändern wird).

    Nur wenn wir es schaffen, diese gesellschaftliche Grundlage als Basis-Infrastruktur auszubauen, können wir eine Leichtigkeit im Umgang mit dem Netz ermöglichen, die die Basis einer echten Smart City darstellt.
  • Wer muss jetzt etwas tun, damit die Chancen genutzt und die Gefahren minimiert werden?
  • Sie müssen etwas tun.

    Bild: James Montgomery Flagg in 1916-1917; Als amtliches Werk der Bundesregierung der Vereinigten Staaten ist dieses Bild gemeinfrei. https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AUncle_Sam_(pointing_finger).jpg
  • In vielen der genannten Felder können Sie, können wir viel selber machen. Sie können mit Freifunk-Routern den Zugang zum Netz erleichtern, Sie können Ihre Daten unter freien Lizenzen gut dokumentiert bereitstellen, Sie können – wie zum Beispiel das Start-Up posteo.de – ihre Räume für Treffen oder Schulungen bereitstellen, die Sie auch gleich selbst anbieten können. Sie selbst können – nach dem Motto „es ist erlaubt, was nicht verboten ist“ etwas unbeschwerter Experimente wagen. Und Sie können – nicht zuletzt – darauf achten, dass Sie den Datenschutz vorantreiben, so wenig Daten wie möglich erheben, anonymisieren, pseudonymisieren, etc.

    Das alles können Sie tun und Sie können sich immer wieder in die öffentliche Diskussion einmischen und für das alles auch Unterstützung und gute Rahmenbedingungen von staatlicher Seite fordern.
  • Wenn wir tatsächlich schaffen, dass die Menschen die Möglichkeit bekommen, sich frei im Netz zu bewegen, haben wir schon eine Smart City Bonn. Alles andere – z.B. die Auswertung von Millionen von Sensoren – kann ganz entspannt danach geschehen.
  • Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir bitte eine Email: lobeck@promediare.de oder kontaktieren mich auf Twitter @michael_lobeck.

    Foto: Michael Lobeck, CC-BY 4.0

    Der Vortrag steht unter der CC-BY 4.0 Lizenz.
    https://creativecommons.org/licenses/by/4.0

  • Smart City Bonn - Voraussetzungen, Chancen und Risiken

    1. 1. Smart City Bonn Voraussetzungen, Chancen und Risiken 5. GeoDIALOG Bonn 5. November 2015
    2. 2. Hintergrund • promediare.de und Universität Bonn • Begleitforschung T-City • Verschiedene Publikationen • Mitarbeit in unterschiedlichen Arbeitskreisen (SGK NRW, Nationaler IT-Gipfel, ...) • Aktuell: Smart City / e-Participation für BBSR
    3. 3. (1) Smart City – Was soll das bedeuten? (2) Chancen – Wie wird es, wenn es gut wird? (3) Voraussetzungen – Was brauchen wir dazu? (4) Risiken – Welche Gefahren für wen? (5) Schritte – Wer kann was tun?
    4. 4. (1) Smart City – Was soll das bedeuten?
    5. 5. • A developed urban area that creates sustainable economic development and high quality of life by excelling in multiple key areas; economy, mobility, environment, people, living, and government. Excelling in these key areas can be done so through strong human capital, social capital, and/or ICT infrastructure. businessdictionary.com
    6. 6. • A smart city uses digital technologies or information and communication technologies (ICT) to enhance quality and performance of urban services, to reduce costs and resource consumption, and to engage more effectively and actively with its citizens. Wikipedia (en)
    7. 7. • Smart City ist ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Wikipedia (de)
    8. 8. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    9. 9. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    10. 10. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    11. 11. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    12. 12. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    13. 13. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    14. 14. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    15. 15. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    16. 16. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    17. 17. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    18. 18. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    19. 19. • Smart City bezeichnet eine Stadt, in der systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden, um den Weg hin zu einer postfossilen Gesellschaft zu beschreiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, die Lebensqualität der BürgerInnen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft dauerhaft zu erhöhen, – mithin die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu verbessern. Dabei werden mindestens die Bereiche Energie, Mobilität, Stadtplanung und Governance berücksichtigt. Elementares Kennzeichen von Smart City ist die Integration und Vernetzung dieser Bereiche, um die so erzielbaren ökologischen und sozialen Verbesserungspotenziale zu realisieren. Wesentlich sind dabei eine umfassende Integration sozialer Aspekte der Stadtgesellschaft sowie ein partizipativer Zugang.
    20. 20. Smart City = IKT und Stadtentwicklung
    21. 21. T-City Friedrichshafen Foto: Daniel H., CC-BY 2.0, flickr.com
    22. 22. Forschungsdesign • Wirkung und Prozess • Quantitativ: Jährlich 1.000 BürgerInnen • Qualitativ: Jährlich ca. 30 BürgerInnen und ca. 20 Zukünftler • Politik, Experten, Presse, Dokumente, Homepages, … cwasteson, CC BY, flickr.com
    23. 23. stadtundikt.de
    24. 24. 86% T-City O 36% h
    25. 25. Einsparungen 4,3 % Christian Haugen, CC BY 2.0, flickr.com
    26. 26. "Die von der EU angestrebte Rolloutquote von 80% bis 2022 über eine allgemeine Einbauverpflichtung führt zu einem gesamtwirtschaftlich negativen Netto-Kapitalwert, und ist zudem für den Großteil der Kundengruppen wirtschaftlich nicht zumutbar.“ (Ernst & Young 2013, S. 217) Christian Haugen, CC BY 2.0, flickr.com
    27. 27. 54% Daten L ©iStock / polygraphus
    28. 28. It‘s Complicated danah boyd Das Internet ist für uns alle Neuland Angela Merkel
    29. 29. Darstellungen • Fast immer Karten (das impliziert, dass die räumliche Dimension eine besondere „Bedeutung“ hat) • Daten, Daten, Daten • Bequem, schnell, transparent, sicher, sauber
    30. 30. (2) Chancen – Wie wird es, wenn es gut wird?
    31. 31. • Im Kern geht es um Lebensqualität
    32. 32. These • „Es wird gut“, wenn die Menschen die Möglichkeit bekommen, sich frei im Netz zu bewegen.
    33. 33. (3) Voraussetzungen – Was brauchen wir dazu?
    34. 34. • WLAN
    35. 35. Foto: Fabian Horst; Lizenz: CC BY 2.0, flickr.com
    36. 36. • Open Data
    37. 37. • Räume
    38. 38. • Experimente
    39. 39. • Bildung / Schulung / Kommunikation
    40. 40. Quelle: https://www.divsi.de/sites/default/files/presse/docs/DIVSI-Milieu-Studie_Kurzfassung.pdf
    41. 41. • Datenschutz
    42. 42. 54% Daten L ©iStock / polygraphus
    43. 43. (4) Risiken – Welche Gefahren für wen?
    44. 44. (Werbe-)wirtschaft Staaten Hinz und Kunz
    45. 45. „Smart wäre, wenn man den ganzen Quatsch lassen würde.“
    46. 46. Warum Datenschutz • USP • Vertrauen • Demokratie
    47. 47. Datenschutz alt + neu • Datensparsamkeit • Datenbesitz • Privacy by design • Meyer-Schönberger: Big Data • Leichtigkeit ermöglichen
    48. 48. (5) Schritte – Wer kann was tun?
    49. 49. • WLAN • Open Data • Räume • Experimente • Bildung / Schulung • Datenschutz • Selber machen • Öffentlicher Druck
    50. 50. These • „Es wird gut“, wenn die Menschen die Möglichkeit bekommen, sich frei im Netz zu bewegen • Wenn wir das erreicht haben, haben wir eine Smart City Bonn
    51. 51. promediare.de @michael_lobeck

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