Gesellschaft – Individuum – Emanzipation
Lebensführungsseminar Hiddinghausen 29.5.-1.6.2014
Stefan Meretz, Bonn
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Struktur
Vier Teile:
1. Gesellschaftliche Natur des Menschen (5 Folien)
2. Geschichtlichkeit menschlicher Gesellschaften (...
1. Gesellschaftliche Natur des Menschen
!?
Die menschliche Gesellschaft
● Gesellschaft ist ein Kooperationszusammenhang
● Form der gesamtgesellschaftlichen Kooperati...
Der gesellschaftliche Mensch
● Menschen stellen die Lebensbedingungen her, unter
denen sie leben (materielle, immaterielle...
Bedürfnisse
● Bedürfnisse sind die Antriebsgrundlage zu Schaffung der
Lebensbedingungen und Erhaltung der eigenen Existenz...
Historisch-übergreifendes und -besonderes
Unveränderlich:
● Gesellschaftliche Menschen = menschliche Gesellschaft
● Gesell...
2. Geschichtlichkeit menschlicher
Gesellschaften
GesellschaftMensch
Entmystifizierung des Kommunismus
● Das übergreifende Allgemeine der gesellschaftlich-
historischen Entwicklung ist der Ko...
Gesellschaft
Menschen
Menschen Gesellschaft
Menschen Gesellschaft
Historische Epochen des Mensch-
Gesellschafts-Verhältnis...
3. Kapitalismus als historisch-besonderer
Vermittlungszusammenhang
● Getrennte Privatproduktion erfordert Tausch auf Märkt...
Inklusions-Exklusions-Verhältnisse
im Kapitalismus und jenseits davon
Lebensführungsseminar Hiddinghausen 29.5.-1.6.2014
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Phänografische Annäherung
● In/Exklusion: Ein/Ausschluss von Einzelnen oder Gruppen
● Beispiele: Unternehmen, Kartell, Par...
Ware und Eigentum als Ursprünge
Doppelcharakter der Ware erzeugt Spaltungen,
gegensätzliche Interessen und Konkurrenz
● Ge...
Kritische Psychologie
Wo findet sich die
Exklusionslogik?
Kritische Psychologie
Exklusionslogik
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...und jenseits davon?
Exklusionen sind in keiner Gesellschaft ausschließbar
Auch für eine freie Gesellschaft gilt daher: ...
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Struktur:
● Wiederholung: Wie eine Gesellschaft denken?
● Wie den Kapitalismus denken?
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Wie eine Gesellschaft denken?
Individuum
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Historische Entwicklung der Elementarformen
Commons
Subsistenz
Produkt
Peer-Commons
Subsistenz:
Traditionelle
Commons-Nutz...
Peer-Commons
Ressourcen Produkte
Commons
Commoning
Naturgüter
Traditionell: Erhalt/
Pflege v. Commons
Neu: Herstellung
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Waren-Logik und Commons-Logik
Exklusionslogik Inklusionslogik
Bedarfe Bedürfnisse
Externalisierung Internalisierung
Fremde...
Waren-Logik und Commons-Logik
Exklusionslogik Inklusionslogik
Bedarfe Bedürfnisse
Externalisierung Internalisierung
Fremde...
Waren-Logik und Commons-Logik
Exklusionslogik Inklusionslogik
Bedarfe Bedürfnisse
Externalisierung Internalisierung
Fremde...
Wie den Commonismus denken?
Individuum
Gesellschaft
Lebensbedingungen herstellen
Peer-
Commons
Stigmergie & polyzentrische...
Wie den Commonismus denken?
Individuum
Gesellschaft
Lebensbedingungen herstellen
Peer-
Commons
Materiell: »Produktion«
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Wie den Commonismus denken?
Individuum
Gesellschaft
Lebensbedingungen herstellen
Peer-
Commons
Stigmergie & polyzentrische...
Wie den Commonismus denken?
Individuum
Gesellschaft
Lebensbedingungen herstellen
Peer-
Commons
Stigmergie & polyzentrische...
Stigmergie: Selbstauswahl
Hierarchisches System
Konsens-Hierarchie
Stigmergie
Eigenschaften von sozialen Netzwerken
Entstehung von sozialen Netzwerken:
● Kleine Netzwerke wachsen langsam und brauchen ...
Polyzentrische Selbstorganisation
Infrastruktur
Institutionen
Projekte
Meta
Stigmergische Vermittlung
Nur für die
Fantasie!
Stigmergie: Eigenschaften
● Selbstverstärkende Rückkopplung (Netzwerkeffekt)
● Bedürfnisgetriebene Auswahl, Modifikation u...
Makroebene: Eigenschaften
Konsequenzen
● Gesellschaftlich restrukturierte Aufgabenteilung
● Vollständige Transparenz aller...
5. Transformation zum Commonismus
Ausgangspunkte Kapitalismus:
● »Mittelepoche« mit Dominanz der Warenproduktion
● PM verk...
Fünfschrittmodell nach Holzkamp (1983)
Fragestellung:
Wie setzt sich eine
neue Qualität in
einem System mit
dominanter alt...
3. Funktionswechsel
(erster qualitativer Sprung)
● Die Keimform tritt aus ihrer Nische heraus und bekommt
eine neue Funkti...
4. Dominanzwechsel
(zweiter qualitativer Sprung)
● Umkehrung des Verhältnisses zwischen bestimmender
und nachgeordneter Fu...
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Gesellschaft - Individuum - Emanzipation

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Vortrag beim Seminar "Lebensführung und Emanzipation" vom 29.5. bis 1.6.2014 in Hiddinghausen, der versucht, die Erkenntnisse des Vorjahresseminars zur gesellschaftlichen Transformation zusammenzufassen.

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Gesellschaft - Individuum - Emanzipation

  1. 1. Gesellschaft – Individuum – Emanzipation Lebensführungsseminar Hiddinghausen 29.5.-1.6.2014 Stefan Meretz, Bonn keimform.de No rights reserved. Do what you want.
  2. 2. Struktur Vier Teile: 1. Gesellschaftliche Natur des Menschen (5 Folien) 2. Geschichtlichkeit menschlicher Gesellschaften (3 Folien) 3. Kapitalismus als historisch-besonderer Vermittlungszusammenhang (1 Folie) 4. Commonismus (22 Folien) 5. Transformation zum Commonismus (4 Folien)
  3. 3. 1. Gesellschaftliche Natur des Menschen !?
  4. 4. Die menschliche Gesellschaft ● Gesellschaft ist ein Kooperationszusammenhang ● Form der gesamtgesellschaftlichen Kooperation ist historisch spezifisch, sie hängt ab: ● von der dominanten Weise des Mensch-Natur-Stoff- wechsels unter Nutzung von Mitteln (»Produktivkräfte«) ● von der dominanten Form der gesamtgesellschaftlichen Vermittlung (»Produktionsverhältnisse«) ► zusammenfassend auch »Produktionsweise« genannt ● Eine Gesellschaftsform kann mehrere Produktionsweisen umfassen; sie wird in Struktur und Dynamik durch die dominante Produktionsweise bestimmt ● Der Kapitalismus ist eine historisch-besondere und endliche Gesellschaftsform
  5. 5. Der gesellschaftliche Mensch ● Menschen stellen die Lebensbedingungen her, unter denen sie leben (materielle, immaterielle, soziale etc.) ● Geschaffene Lebensbedingungen bilden die Voraus- setzung für die Schaffung der Lebensbedingungen ►Das heißt auch: Menschen stellen den Kapitalismus her, der ihre Existenz sichert (wie gut/schlecht auch immer) ● Individuelle Existenz ist gesamtgesellschaftlich vermittelt ● Beteiligung der Menschen ist durchschnittlich zwingend, nicht aber individuell (Freiheit!) ● Möglichkeitsbeziehung zu den Bedingungen, d.h. es gibt individuell immer Handlungsalternativen ● Handlungen richten sich danach, wie objektiv die gesellschaftlichen Ziele und subjektiv die eigenen Bedürfnisse realisieren
  6. 6. Bedürfnisse ● Bedürfnisse sind die Antriebsgrundlage zu Schaffung der Lebensbedingungen und Erhaltung der eigenen Existenz ● Bedürfnisse sind somit stets historisch-besondere, d.h. ihre konkrete Erscheinungsweise ändert sich stetig ● Historisch-übergreifend ist der Bezug auf die ● Teilhabe an der Verfügung über den Prozess der vorsorgenden Herstellung der Lebensbedingungen ► Produktive Bedürfnisse ● Erhaltung der eigenen leiblich-psychischen Existenz (Nahrung, Sexualität, Wohlbefinden, Sicherheit etc.) ► Sinnlich-vitale Bedürfnisse ● Art und Ausmaß der Befriedigung der produktiven Bedürfnisse ist die Voraussetzung für die Qualität der Befriedigung der sinnlich-vitalen Bedürfnisse
  7. 7. Historisch-übergreifendes und -besonderes Unveränderlich: ● Gesellschaftliche Menschen = menschliche Gesellschaft ● Gesellschaft = Kooperation = Vermittlungsstruktur ● Vorsorgende Lebenssicherung durch Natur-Stoffwechsel ● Gesamtgesellschaftliche Vermittlung der eigenen Existenz ● Produktive Bedürfnisse: Teilhabe an Schaffung der Bed. ● Sinnlich-vitale Bedürfnisse: Erhaltung d. eigenen Existenz ● Individuelle Freiheit: Handlungsmöglichkeiten Veränderlich: ● Historisch-konkrete Formen der Realisierung der allgemeinen Momente der gesellschaftlichen Natur des Menschen
  8. 8. 2. Geschichtlichkeit menschlicher Gesellschaften GesellschaftMensch
  9. 9. Entmystifizierung des Kommunismus ● Das übergreifende Allgemeine der gesellschaftlich- historischen Entwicklung ist der Kommunismus ● Kommunismus ist die Entfaltung der Potenzen des Mensch-Gesellschafts-Verhältnisses in der Geschichte GesellschaftMensch
  10. 10. Gesellschaft Menschen Menschen Gesellschaft Menschen Gesellschaft Historische Epochen des Mensch- Gesellschafts-Verhältnisses »Natur-Epoche« Nutzung der natürlichen Gegebenheiten »Mittel-Epoche« Reflexion der Mittel Primat der »operativen Ebene« »Beginn der Geschichte« Reflexion der Zwecke Primat der »Handlungsebene«
  11. 11. 3. Kapitalismus als historisch-besonderer Vermittlungszusammenhang ● Getrennte Privatproduktion erfordert Tausch auf Märkten ● Soziale Elementarform des Kapitalismus: Ware ● Ware ist die Spaltung in Produkt und Wert ● Tausch erfordert Vermittlungsmedium: Geld ● Waren-/Geldlogik ist selbstreflexiv: Verwertung von Wert ● Kapital ist die Form der endlosen Verwertung von Wert ● Kapitalismus ist daher autodestruktiv ● Verkehrung von Zweck und Mittel: W-G-W → G-W-G‘ ● Verkehrung von Sozialem und Sachlichem: Fetisch ● Exklusionslogik als bestimmende soziale Form ● Ideologien der Selbstzurichtung als gesell. Denkformen ● Widerspruch zw. Selbstentfaltung und Selbstverwertung
  12. 12. Inklusions-Exklusions-Verhältnisse im Kapitalismus und jenseits davon Lebensführungsseminar Hiddinghausen 29.5.-1.6.2014 Stefan Meretz No rights reserved. Do what you want. Exkurs
  13. 13. Phänografische Annäherung ● In/Exklusion: Ein/Ausschluss von Einzelnen oder Gruppen ● Beispiele: Unternehmen, Kartell, Partei, Bündnis, Markt, Gewerkschaft, Sexismus, Rassismus, Dünkel, Geld ● Inklusion und Exklusion sind keine getrennten Zustände, sondern bilden ein (meistens dynamisches) Verhältnis ● Inklusion ist der Exklusion untergeordnet ● Häufig ist Inklusion Mittel zur erfolgreichen Exklusion ● Exklusionslogik: Dynamisches Verhältnis von In- und Exklusion, bei dem sich die einen auf Kosten der anderen durchsetzen ► Exklusionslogik erzeugt und vermehrt Exklusionen
  14. 14. Ware und Eigentum als Ursprünge Doppelcharakter der Ware erzeugt Spaltungen, gegensätzliche Interessen und Konkurrenz ● Gebrauchswert – Tauschwert ● Konkrete Arbeit – Abstrakte Arbeit ● (Arbeitskraft-)Käufer – (Arbeitskraft-)Verkäufer ● Verwertung – Externalisierung Eigentum als Voraussetzung u. Ergebnis d. Warenproduktion ● Ausschluss Dritter von der Verfügung über eine Sache ● Sanktionierte Grundlage des Handelns gegen andere Ware und Eigentum konstituieren die Exklusionslogik als dynamisches Verhältnis von In- und Exklusion, bei dem sich die einen auf Kosten der anderen durchsetzen
  15. 15. Kritische Psychologie Wo findet sich die Exklusionslogik?
  16. 16. Kritische Psychologie Exklusionslogik HIER
  17. 17. ...und jenseits davon? Exklusionen sind in keiner Gesellschaft ausschließbar Auch für eine freie Gesellschaft gilt daher: Inklusion und Exklusion bilden ein dynamisches Verhältnis Aber: ● Exklusion ist der Inklusion untergeordnet ● Inklusion ist Mittel zur erfolgreichen Inklusion ● Inklusion ist somit Mittel und Zweck, sie ist Selbstzweck ● Inklusionslogik: Dynamisches Verhältnis von In- und Exklusion, bei dem die Selbstentfaltung eines jeden die Bedingung für die Entfaltung aller ist ► Inklusionslogik erzeugt und vermehrt Inklusionen No rights reserved. Do what you want.
  18. 18. 4. Commonismus und Transformation Struktur: ● Wiederholung: Wie eine Gesellschaft denken? ● Wie den Kapitalismus denken? ● Elementarformen und ihre historische Entwicklung ● Peer-Commons ● Waren-Logik und Commons-Logik ● Wie den Commonismus denken? ● Stigmergie und polyzentrische Selbstorganisation
  19. 19. Wie eine Gesellschaft denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Gesellschaftliche Vermittlung herstellen Elementar- form
  20. 20. Wie eine Gesellschaft denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Gesellschaftliche Vermittlung herstellen Elementar- form Materiell: »Produktion« Personal: »Reproduktion« Mittel für die ReProduktion
  21. 21. Wie eine Gesellschaft denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Gesellschaftliche Vermittlung herstellen Elementar- form Materiell: »Produktion« Personal: »Reproduktion« Mittel für die ReProduktion Zusammenhang von »Produktion für andere« und »je eigener Reproduktion«
  22. 22. Wie eine Gesellschaft denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Gesellschaftliche Vermittlung herstellen Elementar- form Materiell: »Produktion« Personal: »Reproduktion« Mittel für die ReProduktion Zusammenhang von »Produktion für andere« und »je eigener Reproduktion« Soziale Mikroform
  23. 23. Wie eine Gesellschaft denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Gesellschaftliche Vermittlung herstellen Elementar- form Materiell: »Produktion« Personal: »Reproduktion« Mittel für die ReProduktion Zusammenhang von »Produktion für andere« und »je eigener Reproduktion« Soziale Mikroform Soziale Makroform
  24. 24. Wie damit den Kapitalismus denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Arbeit, Kapital, Markt, Staat, Familie Ware Materiell: »Produktion« Personal: »Reproduktion« Mittel für die ReProduktion Sphärenspaltung in »Produktion für andere« und »je eigener Reproduktion« Soziale Mikroform Kapitalistische Warenproduktion
  25. 25. Historische Entwicklung der Elementarformen Commons Subsistenz Produkt Peer-Commons Subsistenz: Traditionelle Commons-Nutzung Getrennte Privatproduktion von Waren Vernetzte Peer-Commons- ReProduktion Wert
  26. 26. Peer-Commons Ressourcen Produkte Commons Commoning Naturgüter Traditionell: Erhalt/ Pflege v. Commons Neu: Herstellung neuer Commons Elementarform der commonistischen Vermittlung auf ihrer eigenen Grundlage
  27. 27. Waren-Logik und Commons-Logik Exklusionslogik Inklusionslogik Bedarfe Bedürfnisse Externalisierung Internalisierung Fremde Zwecke Eigene Zwecke Zeiteinsparung als Zwang Zeitverausgabung als Lebensqualität Negative Reziprozität Positive Reziprozität Konkurrenzlogik Kooperationslogik homo oeconomicus Mensch Abstrakte Gleichheit Konkrete Besonderheit Strukturelle Vereinzelung Strukturelle Gemeinschaftlichkeit Formale Gerechtigkeit Empfundene Fairness
  28. 28. Waren-Logik und Commons-Logik Exklusionslogik Inklusionslogik Bedarfe Bedürfnisse Externalisierung Internalisierung Fremde Zwecke Eigene Zwecke Zeiteinsparung als Zwang Zeitverausgabung als Lebensqualität Negative Reziprozität Positive Reziprozität Konkurrenzlogik Kooperationslogik homo oeconomicus Mensch Abstrakte Gleichheit Konkrete Besonderheit Strukturelle Vereinzelung Strukturelle Gemeinschaftlichkeit Formale Gerechtigkeit Empfundene Fairness
  29. 29. Waren-Logik und Commons-Logik Exklusionslogik Inklusionslogik Bedarfe Bedürfnisse Externalisierung Internalisierung Fremde Zwecke Eigene Zwecke Zeiteinsparung als Zwang Zeitverausgabung als Lebensqualität Negative Reziprozität Positive Reziprozität Konkurrenzlogik Kooperationslogik homo oeconomicus Mensch Abstrakte Gleichheit Konkrete Besonderheit Strukturelle Vereinzelung Strukturelle Gemeinschaftlichkeit Formale Gerechtigkeit Empfundene Fairness»Individuelle Entwicklung geht zu Lasten der Entwicklung anderer« »Freie Entwicklung eines jeden ist Bedingung für die freie Entwicklung aller«
  30. 30. Wie den Commonismus denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Peer- Commons Stigmergie & polyzentrische Selbstorganisation
  31. 31. Wie den Commonismus denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Peer- Commons Materiell: »Produktion« Personal: »Reproduktion« Mittel für die ReProduktion Zusammenhang von »Produktion für andere« und »je eigener Reproduktion« Soziale Mikroform Peer-Commons-Produktion Stigmergie & polyzentrische Selbstorganisation
  32. 32. Wie den Commonismus denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Peer- Commons Stigmergie & polyzentrische Selbstorganisation Koordination in großen dezentralen Systemen durch lokale Informationen Hinweis- basierte Aufgaben- verteilung durch Selbstauswahl
  33. 33. Wie den Commonismus denken? Individuum Gesellschaft Lebensbedingungen herstellen Peer- Commons Stigmergie & polyzentrische Selbstorganisation Selbst- organisierte Netzwerke mit mehreren funktionalen Zentren Begriff aus der Commons- Forschung (nach Ostrom) Koordination in großen dezentralen Systemen durch lokale Informationen Hinweis- basierte Aufgaben- verteilung durch Selbstauswahl
  34. 34. Stigmergie: Selbstauswahl Hierarchisches System Konsens-Hierarchie Stigmergie
  35. 35. Eigenschaften von sozialen Netzwerken Entstehung von sozialen Netzwerken: ● Kleine Netzwerke wachsen langsam und brauchen Input ● Große Netzwerke oberhalb einer kritischen Schwelle wachsen schnell und tragen sich selbst (Netzwerkeffekt) Eigenschaften: ● Große soziale Netzwerke strukturieren sich selbst ● Es bilden sich Hubs mit vielen Verbindungen ● Große Netzwerke sind meist skalenfrei (sind in jeder Größenordnung strukturell gleichartig) Freie Gesellschaft: ● Stigmergie ist ein Wachstumstreiber (Bedürfnisse!) ● Polyzentrische Selbstorganisation ist ein Mittel zur Aufgabenteilung in Netzwerken
  36. 36. Polyzentrische Selbstorganisation Infrastruktur Institutionen Projekte Meta Stigmergische Vermittlung Nur für die Fantasie!
  37. 37. Stigmergie: Eigenschaften ● Selbstverstärkende Rückkopplung (Netzwerkeffekt) ● Bedürfnisgetriebene Auswahl, Modifikation und Rekombination von Aufgaben ● Vermittlung unterschiedlicher Bedürfnisse, Ressourcen, Begrenzungen und Ziele ● Keine Trennung von Entscheidung und Umsetzung (»knechtende Arbeitsteilung« – Marx) ● Hohe Effektivität durch Bedürfnisantrieb ● Hohe Effizienz durch geringen Overhead (fast keine Transaktionsaufwände – im Gegensatz zur Geldlogik) ● Multidimensionale und qualitative Signale über die Nachfrage (Geld: eindimensional-quantitativ) ● Stigmergic Law: »Given enough people you will find a nerd for every task which has to be done.« ● Skaliert gut für große und komplexe Systeme
  38. 38. Makroebene: Eigenschaften Konsequenzen ● Gesellschaftlich restrukturierte Aufgabenteilung ● Vollständige Transparenz aller Informationen und (potenzielle) Einsicht in den Gesamtzusammenhang ● Selbstentfaltung: Freiwilligkeit der Tätigkeiten/Beiträge Tätigkeitsfokus ● Reflexion der Zwecke (statt: Produktion der Mittel) ● Gestaltung der gesellschaftlichen Handlungsziele ● Entfaltung der re-produktiven Bedürfnisse ● Bewusster Umgang mit Begrenzungen (Ressourcen) und Konflikten
  39. 39. 5. Transformation zum Commonismus Ausgangspunkte Kapitalismus: ● »Mittelepoche« mit Dominanz der Warenproduktion ● PM verkörpern die warenbasierte PW ● Weg der PM-Eroberung und -Umnutzung ausgeschlossen ● Selbstzersetzung der PW durch permanente Krisen Ausgangspunkte Commonismus: ● »Alt-Commons« als Reste traditioneller PW ● »Peer-Commons« als neue PW ● Selbstentfaltung als Kernelement neuer PKE ● Stigmergie als Kernelement neuer Vermittlung ► Transformation denken mit Fünfschrittmodell
  40. 40. Fünfschrittmodell nach Holzkamp (1983) Fragestellung: Wie setzt sich eine neue Qualität in einem System mit dominanter alter Erhaltungslogik durch? Begrenzung: Das Fünfschritt- modell eignet sich für historisch- dialektische Entwicklungs- prozesse
  41. 41. 3. Funktionswechsel (erster qualitativer Sprung) ● Die Keimform tritt aus ihrer Nische heraus und bekommt eine neue Funktion, bleibt aber nachgeordnet ● Die neue Funktion ist doppelt bestimmt ● trägt zur Systemerhaltung in der alten Logik bei ● eigene Logik ist inkompatibel zur alten Logik ● M.a.W.: Sie kann für das Alte genutzt werden, geht aber nicht darin auf, sondern erhält ihre neue Qualität ► Peer-Commons haben positive Funktion für den Kapitalismus (Kostenentlastung, Beschleunigung von Innovation, Ausweitung von Kooperation), bleiben aber bzgl. der dominanten Vermittlungsform inkompatibel, wenngleich von dieser noch abhängig (Geld/Ressourcen) ► Doppelte Funktionalität geht durch die Individuen hindurch
  42. 42. 4. Dominanzwechsel (zweiter qualitativer Sprung) ● Umkehrung des Verhältnisses zwischen bestimmender und nachgeordneter Funktion ● Punktueller Umschlag, Netzwerkeffekt ● Neue Funktion entfaltet sich auf eigener Grundlage und wird die dominante Logik der Systemerhaltung ● Alte Funktion tritt zurück, verschwindet aber nicht notwendig und sofort ► Bedürfnisbasierte stigmergische Vermittlung der Peer-Commons schließt partielle Zyklen der ReProduktion und erreicht das Niveau inklusiver Reziprozität auf gesamtgesellschaftlicher Ebene; Tauschformen existieren als regressive Reste

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