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Flavio Stein, Denis Neumüller
Seminar „Lebensführung und Emanzipation
Hiddinghausen, 30.05.2014 no rights reserved
Gesellschaft Individuum
Emanzipation
Lebensführung
Outline
● Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen
Psychologie
● Handlungsfähigkeit im Kapitalismus
● Selbstfeindschaft und Verdrängung
● Soziale Selbstverständigung
Kritische Psychologie – Wozu?
Grundlegende Erkenntnisse der
Kritischen Psychologie
● Gesellschaftliche Natur des Menschen
Grundlegende Erkenntnisse der
Kritischen Psychologie
● Gesellschaftliche Natur des Menschen
Vgl.: http://grundlegung.de/artikel/8-2-gesamtgesellschaftliche-vermitteltheit/
Grundlegende Erkenntnisse der
Kritischen Psychologie
● Gesellschaftliche Natur des Menschen
● Gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit
individueller Existenz
Grundlegende Erkenntnisse der
Kritischen Psychologie
● Gesellschaftliche Natur des Menschen
● Gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit
individueller Existenz
● Möglichkeitsbeziehung: Gesellschaftliche
Bedingungen als Handlungsmöglichkeiten
Grundlegende Erkenntnisse der
Kritischen Psychologie
● Möglichkeitsbeziehung
Bedingungen
Handlungs-Determinanten
Grundlegende Erkenntnisse der
Kritischen Psychologie
● Möglichkeitsbeziehung
Bedingungen
Handlungs-Determinanten
Grundlegende Erkenntnisse der
Kritischen Psychologie
● Möglichkeitsbeziehung
Bedingungen
Handlungs-Möglichkeiten
Grundlegende Erkenntnisse der
Kritischen Psychologie
● Gesellschaftliche Natur des Menschen
● Gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit
individueller Existenz
● Möglichkeitsbeziehung: Gesellschaftliche
Bedingungen als Handlungsmöglichkeiten
● Erkenntnisdistanz => bewusstes „Verhalten zu“
Grundlegende Erkenntnisse der
Kritischen Psychologie
● Gesellschaftliche Natur des Menschen
● Gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit
individueller Existenz
● Möglichkeitsbeziehung: Gesellschaftliche
Bedingungen als Handlungsmöglichkeiten
● Erkenntnisdistanz => bewusstes „Verhalten zu“
● Bedingungs-Prämissen-Gründe-Zusammenh.
– „Je mein“ Handeln ist in den ges. Bedingungen, so
wie ich sie interpretiere (Prämissen) begründet =>
individuelle Handlungsgründe
Psychische Funktionen
● Prinzipielle Möglichkeitsbeziehung zur Welt hat
Konsequenzen für die psychischen Funktionen
(Wahrnehmung, Denken, Emotionalität,
Motivation, Interaktion, …)
Psychische Funktionen
● Prinzipielle Möglichkeitsbeziehung zur Welt hat
Konsequenzen für die psychischen Funktionen
(Wahrnehmung, Denken, Emotionalität,
Motivation, Interaktion, …)
● Exemplarisch: emotionale Befindlichkeit
– Bewertung meiner Lebenssituation am Maßstab
meiner Bedürfnisse
– Erkenntnisleitende Funktion der Emotionalität
– Bewusstes Verhalten zu den eigenen Emotionen
Handlungsfähigkeit
● „Die Verfügung des Individuums über seine
eigenen Lebensbedingungen in Teilhabe an der
Verfügung über den gesellschaftlichen
Prozess.“ *
* Holzkamp (1985), S.241
Handlungsfähigkeit
● „Die Verfügung des Individuums über seine
eigenen Lebensbedingungen in Teilhabe an der
Verfügung über den gesellschaftlichen
Prozess.“ *
Produktive Bedürfnisse
Sinnlich-vitale
Bedürfnisse
* Holzkamp (1985), S.241
Handlungsfähigkeit
● „Die Verfügung des Individuums über seine
eigenen Lebensbedingungen in Teilhabe an der
Verfügung über den gesellschaftlichen Prozess.“
● Im Kapitalismus:
– Herstellen der Lebensbedingungen
– Allerdings: Exklusionslogik, Fetisch
● unvermeidliche Reproduktion der Exklusionslogik
bei der Sicherung der eigenen Existenz
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive
Handlungsfähigkeit
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive
Handlungsfähigkeit
– innerhalb des “Rahmens”
bestehender Verhältnisse
– “sich einrichten”
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
– „den Rahmen überschreiten“
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive
Handlungsfähigkeit
– innerhalb des “Rahmens”
bestehender Verhältnisse
– “sich einrichten”
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
– „den Rahmen überschreiten“
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive
Handlungsfähigkeit
– innerhalb des “Rahmens”
bestehender Verhältnisse
– “sich einrichten”
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
– „den Rahmen überschreiten“
ACT
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive
Handlungsfähigkeit
– innerhalb des “Rahmens”
bestehender Verhältnisse
– “sich einrichten”
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
– „den Rahmen überschreiten“
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive Handlungsfähigkeit
–
– innerhalb des “Rahmens”
bestehender Verhältnisse
– “sich einrichten”
– Reproduktion der
Exklusionslogik
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
– „den Rahmen überschreiten“
– Richtung Inklusionslogik
Analytische Kategorien für „je mich“
Nicht über Menschen
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive Handlungsfähigkeit
– innerhalb des “Rahmens”
bestehender Verhältnisse
– “sich einrichten”
– Reproduktion der
Exklusionslogik
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
– „den Rahmen überschreiten“
– Richtung Inklusionslogik
Nicht normativ / moralisch
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive Handlungsfähigkeit
– innerhalb des “Rahmens”
bestehender Verhältnisse
– “sich einrichten”
– Reproduktion der
Exklusionslogik
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
– „den Rahmen überschreiten“
– Richtung Inklusionslogik
Keine
Klassifikation/Etikettierung/Liste
von Handlungen
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive Handlungsfähigkeit
– innerhalb des “Rahmens”
bestehender Verhältnisse
– “sich einrichten”
– Reproduktion der
Exklusionslogik
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
– „den Rahmen überschreiten“
– Richtung Inklusionslogik
Verhältnis
Handlungsfähigkeit im
Kapitalismus
● Restriktive Handlungsfähigkeit
– innerhalb des “Rahmens”
bestehender Verhältnisse
– “sich einrichten”
– Reproduktion der
Exklusionslogik
● Verallgemeinerte
Handlungsfähigkeit
– „den Rahmen überschreiten“
– Richtung Inklusionslogik
ACT
Handlungsfähigkeit
● „Die Verfügung des Individuums über seine
eigenen Lebensbedingungen in Teilhabe an der
Verfügung über den gesellschaftlichen Prozess.“
● Im Kapitalismus:
– Herstellen der Lebensbedingungen
– Allerdings: Exklusionslogik, Fetisch
● unvermeidliche Reproduktion der Exklusionslogik
bei der Sicherung der eigenen Existenz
Selbstfeindschaft &
Unbewusstes
● Zwang, immer wieder Verhältnisse zu
reproduzieren, die uns selbst schaden
● Um in diesen Verhältnissen zu „funktionieren“
kann es subjektiv funktional sein, die Tatsache
der Selbstschädigung zu verdrängen
● Tatsache der Verdrängung muss ich ihrerseits
verdrängen
– Dynamik der 'Selbstfeinschaft'
Abwehr und ihre Überwindung
● Abwehr von Hinweisen (durch andere, durch
meine Befindlichkeit), die auf meine
Selbstfeindschaft verweisen
– „Indem ich mir die ,Selbstfeindschaft' meines bisherigen Handelns in der
Perspektive ihrer Überwindung schrittweise zum Bewusstsein bringen
kann, ,habe' ich es auch immer weniger ,nötig', reale Beschränkungen,
Abhängigkeiten, Unterdrückungsverhältnisse ,personalisierend' mir
selbst bzw. meinen unmittelbaren Interaktionspartnern anzulasten,
sondern kann sie als Implikate jener gesellschaftlichen Bedingungen
begreifen, auf deren Änderung in kooperativer Verfügungserweiterung
ich gerichtet bin.“ *
➔ Soziale Selbstverständigung
* Holzkamp (1985), S.298
Soziale Selbstverständigung
Welt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungenWelt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungen
Soziale Selbstverständigung
Welt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungenWelt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungen
Intersubjektive
Verständigung
Soziale Selbstverständigung
Welt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungenWelt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungen
Verständigung
über Handlungs-
begründungen
Soziale Selbstverständigung
Gesellschaftliche Strukturen /
Prozesse
Unmittelbarkeit
Soziale Selbstverständigung
Gesellschaftliche Strukturen /
Prozesse
Unmittelbarkeit
Soziale Selbstverständigung
Gesellschaftliche Strukturen /
Prozesse
Unmittelbarkeit
„Fetisch“
Soziale Selbstverständigung
Gesellschaftliche Strukturen /
Prozesse
Unmittelbarkeit
Isolation/Konkurrenz/
Instrumentalisierung
Soziale Selbstverständigung
Gesellschaftliche Strukturen / Prozesse
Soziale Selbstverständigung
Gesellschaftliche Strukturen / Prozesse
Subjektwissenschaftliche
Verallgemeinerung
● Objektivierung: Erkennen des Zusammenhangs
zwischen meiner Befindlichkeit / meinen
Handlungsgründen und den ges. Bedingungen
● Begreifen, dass auch die anscheinend
persönlichsten Empfindungen, Denk- und
Handlungsweisen gesamtgesellschaftlich
vermittlet sind
● Begreifen von Unterschieden als verschiedene
Erscheinungsformen des gleichen Verhältnisses
● Entprivatisierung individueller Betroffenheit
Soziale Selbstverständigung
und Emanzipation
● impliziert / beinhaltet eine Inklusionslogik
– Ich brauche die Sichtweise der Anderen, um meine
Sichtweise zu erweitern und umgekehrt
● bereits ein Teil der Emanzipation
– indem wir die gemeinsamen Bedingungen
erkennen, die unseren unterschiedlichen
Sichtweisen und Befindlichkeiten zugrunde liegen,
erlangen wir ein Stück weit die Verfügung über
diese Bedingungen
● „Möglichkeitsverallgemeinerung“
Fallstricke
● Personalisierung
– Selbstvorwürfe
– Vereigenschaftung
● Pathologisierung
● „gute Position“ *
● Emanzipation als Aufopferung
● „Andere befreien wollen“
● Moralische Bewertungen von Handlungen
– Anschuldigungen
● Defensive Rechtfertigungshaltung
● Rückfall in bloße Bewältigung und Illusion vermeintlich
widerspruchsfreier Lösungen
*Vgl.: Forschungsgruppe Lebensführung. (2004)
MEW 1, Briefe aus den Deutsch-Französischen Jahrbüchern,
S.337
Aus Scham macht man
keine Revolution
MEW 1, Briefe aus den Deutsch-Französischen Jahrbüchern,
S.337
Ich antworte: Die Scham
ist schon eine Revolution
MEW 1, Briefe aus den Deutsch-Französischen Jahrbüchern,
S.337
Scham ist eine Art Zorn,
der in sich gekehrte.
MEW 1, Briefe aus den Deutsch-Französischen Jahrbüchern,
S.337
Und wenn eine ganze Nation
(Bewegung, F&D) sich
wirklich schämte, so wäre
sie der Löwe, der sich zum
Sprunge in sich zurückzieht
Danke für die Aufmerksamkeit!
Literatur
● Forschungsgruppe Lebensführung. (2004). Zurn Verhältnis von Selbsterkenntnis, Weltwissen
und Handlungsfähigkeit in der Subjektwissenschaft. Forum Kritische Psychologie, 47, 4–38.
● Holzkamp, K. (1985). Grundlegung der Psychologie. Frankfurt am Main: Campus.
● Holzkamp, K. (1995). Alltägliche Lebensführung als subjektwissenschaftliches Grundkonzept.
Das Argument, 212, 817–846.
● Holzkamp, K. (1995). Psychologie: Selbstverständigung über Handlungsbegründungen
alltäglicher Lebensführung. Forum Kritische Psychologie, 36, 7 – 112.
● Osterkamp, U. (2001). Lebensführung als Problematik von Subjektwissenschaft. Forum
Kritische Psychologie, 43, 4–35.
● Osterkamp, U. (2003). Kritische Psychologie als Wissenschaft der Ent-Unterwerfung. Journal
Für Psychologie, 11, 176–193.
● Osterkamp, U., & Huck, L. (2006). Überlegungen zum Problem sozialer Selbstverständigung
und bewusster Lebensführung. In T. Rihm (Ed.), Schulentwicklung (pp. 25–39). VS Verlag für
Sozialwissenschaften.
● Osterkamp, U. (2008). Soziale Selbstverständigung als subjektwissenschaftliches
Erkenntnisinteresse. Forum Kritische Psychologie, 52, 9–28.

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Kritische Psychologie - wozu?

  • 1. Flavio Stein, Denis Neumüller Seminar „Lebensführung und Emanzipation Hiddinghausen, 30.05.2014 no rights reserved Gesellschaft Individuum Emanzipation Lebensführung
  • 2. Outline ● Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Selbstfeindschaft und Verdrängung ● Soziale Selbstverständigung
  • 4. Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Gesellschaftliche Natur des Menschen
  • 5. Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Gesellschaftliche Natur des Menschen Vgl.: http://grundlegung.de/artikel/8-2-gesamtgesellschaftliche-vermitteltheit/
  • 6. Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Gesellschaftliche Natur des Menschen ● Gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit individueller Existenz
  • 7. Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Gesellschaftliche Natur des Menschen ● Gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit individueller Existenz ● Möglichkeitsbeziehung: Gesellschaftliche Bedingungen als Handlungsmöglichkeiten
  • 8. Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Möglichkeitsbeziehung Bedingungen Handlungs-Determinanten
  • 9. Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Möglichkeitsbeziehung Bedingungen Handlungs-Determinanten
  • 10. Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Möglichkeitsbeziehung Bedingungen Handlungs-Möglichkeiten
  • 11. Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Gesellschaftliche Natur des Menschen ● Gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit individueller Existenz ● Möglichkeitsbeziehung: Gesellschaftliche Bedingungen als Handlungsmöglichkeiten ● Erkenntnisdistanz => bewusstes „Verhalten zu“
  • 12. Grundlegende Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ● Gesellschaftliche Natur des Menschen ● Gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit individueller Existenz ● Möglichkeitsbeziehung: Gesellschaftliche Bedingungen als Handlungsmöglichkeiten ● Erkenntnisdistanz => bewusstes „Verhalten zu“ ● Bedingungs-Prämissen-Gründe-Zusammenh. – „Je mein“ Handeln ist in den ges. Bedingungen, so wie ich sie interpretiere (Prämissen) begründet => individuelle Handlungsgründe
  • 13. Psychische Funktionen ● Prinzipielle Möglichkeitsbeziehung zur Welt hat Konsequenzen für die psychischen Funktionen (Wahrnehmung, Denken, Emotionalität, Motivation, Interaktion, …)
  • 14. Psychische Funktionen ● Prinzipielle Möglichkeitsbeziehung zur Welt hat Konsequenzen für die psychischen Funktionen (Wahrnehmung, Denken, Emotionalität, Motivation, Interaktion, …) ● Exemplarisch: emotionale Befindlichkeit – Bewertung meiner Lebenssituation am Maßstab meiner Bedürfnisse – Erkenntnisleitende Funktion der Emotionalität – Bewusstes Verhalten zu den eigenen Emotionen
  • 15. Handlungsfähigkeit ● „Die Verfügung des Individuums über seine eigenen Lebensbedingungen in Teilhabe an der Verfügung über den gesellschaftlichen Prozess.“ * * Holzkamp (1985), S.241
  • 16. Handlungsfähigkeit ● „Die Verfügung des Individuums über seine eigenen Lebensbedingungen in Teilhabe an der Verfügung über den gesellschaftlichen Prozess.“ * Produktive Bedürfnisse Sinnlich-vitale Bedürfnisse * Holzkamp (1985), S.241
  • 17. Handlungsfähigkeit ● „Die Verfügung des Individuums über seine eigenen Lebensbedingungen in Teilhabe an der Verfügung über den gesellschaftlichen Prozess.“ ● Im Kapitalismus: – Herstellen der Lebensbedingungen – Allerdings: Exklusionslogik, Fetisch ● unvermeidliche Reproduktion der Exklusionslogik bei der Sicherung der eigenen Existenz
  • 19. Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Restriktive Handlungsfähigkeit – innerhalb des “Rahmens” bestehender Verhältnisse – “sich einrichten” ● Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit – „den Rahmen überschreiten“
  • 20. Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Restriktive Handlungsfähigkeit – innerhalb des “Rahmens” bestehender Verhältnisse – “sich einrichten” ● Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit – „den Rahmen überschreiten“
  • 21. Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Restriktive Handlungsfähigkeit – innerhalb des “Rahmens” bestehender Verhältnisse – “sich einrichten” ● Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit – „den Rahmen überschreiten“ ACT
  • 22. Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Restriktive Handlungsfähigkeit – innerhalb des “Rahmens” bestehender Verhältnisse – “sich einrichten” ● Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit – „den Rahmen überschreiten“
  • 23. Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Restriktive Handlungsfähigkeit – – innerhalb des “Rahmens” bestehender Verhältnisse – “sich einrichten” – Reproduktion der Exklusionslogik ● Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit – „den Rahmen überschreiten“ – Richtung Inklusionslogik Analytische Kategorien für „je mich“ Nicht über Menschen
  • 24. Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Restriktive Handlungsfähigkeit – innerhalb des “Rahmens” bestehender Verhältnisse – “sich einrichten” – Reproduktion der Exklusionslogik ● Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit – „den Rahmen überschreiten“ – Richtung Inklusionslogik Nicht normativ / moralisch
  • 25. Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Restriktive Handlungsfähigkeit – innerhalb des “Rahmens” bestehender Verhältnisse – “sich einrichten” – Reproduktion der Exklusionslogik ● Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit – „den Rahmen überschreiten“ – Richtung Inklusionslogik Keine Klassifikation/Etikettierung/Liste von Handlungen
  • 26. Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Restriktive Handlungsfähigkeit – innerhalb des “Rahmens” bestehender Verhältnisse – “sich einrichten” – Reproduktion der Exklusionslogik ● Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit – „den Rahmen überschreiten“ – Richtung Inklusionslogik Verhältnis
  • 27. Handlungsfähigkeit im Kapitalismus ● Restriktive Handlungsfähigkeit – innerhalb des “Rahmens” bestehender Verhältnisse – “sich einrichten” – Reproduktion der Exklusionslogik ● Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit – „den Rahmen überschreiten“ – Richtung Inklusionslogik ACT
  • 28. Handlungsfähigkeit ● „Die Verfügung des Individuums über seine eigenen Lebensbedingungen in Teilhabe an der Verfügung über den gesellschaftlichen Prozess.“ ● Im Kapitalismus: – Herstellen der Lebensbedingungen – Allerdings: Exklusionslogik, Fetisch ● unvermeidliche Reproduktion der Exklusionslogik bei der Sicherung der eigenen Existenz
  • 29. Selbstfeindschaft & Unbewusstes ● Zwang, immer wieder Verhältnisse zu reproduzieren, die uns selbst schaden ● Um in diesen Verhältnissen zu „funktionieren“ kann es subjektiv funktional sein, die Tatsache der Selbstschädigung zu verdrängen ● Tatsache der Verdrängung muss ich ihrerseits verdrängen – Dynamik der 'Selbstfeinschaft'
  • 30. Abwehr und ihre Überwindung ● Abwehr von Hinweisen (durch andere, durch meine Befindlichkeit), die auf meine Selbstfeindschaft verweisen – „Indem ich mir die ,Selbstfeindschaft' meines bisherigen Handelns in der Perspektive ihrer Überwindung schrittweise zum Bewusstsein bringen kann, ,habe' ich es auch immer weniger ,nötig', reale Beschränkungen, Abhängigkeiten, Unterdrückungsverhältnisse ,personalisierend' mir selbst bzw. meinen unmittelbaren Interaktionspartnern anzulasten, sondern kann sie als Implikate jener gesellschaftlichen Bedingungen begreifen, auf deren Änderung in kooperativer Verfügungserweiterung ich gerichtet bin.“ * ➔ Soziale Selbstverständigung * Holzkamp (1985), S.298
  • 31. Soziale Selbstverständigung Welt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungenWelt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungen
  • 32. Soziale Selbstverständigung Welt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungenWelt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungen Intersubjektive Verständigung
  • 33. Soziale Selbstverständigung Welt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungenWelt: Handungsmöglichkeiten / -behinderungen Verständigung über Handlungs- begründungen
  • 36. Soziale Selbstverständigung Gesellschaftliche Strukturen / Prozesse Unmittelbarkeit „Fetisch“
  • 37. Soziale Selbstverständigung Gesellschaftliche Strukturen / Prozesse Unmittelbarkeit Isolation/Konkurrenz/ Instrumentalisierung
  • 40. Subjektwissenschaftliche Verallgemeinerung ● Objektivierung: Erkennen des Zusammenhangs zwischen meiner Befindlichkeit / meinen Handlungsgründen und den ges. Bedingungen ● Begreifen, dass auch die anscheinend persönlichsten Empfindungen, Denk- und Handlungsweisen gesamtgesellschaftlich vermittlet sind ● Begreifen von Unterschieden als verschiedene Erscheinungsformen des gleichen Verhältnisses ● Entprivatisierung individueller Betroffenheit
  • 41. Soziale Selbstverständigung und Emanzipation ● impliziert / beinhaltet eine Inklusionslogik – Ich brauche die Sichtweise der Anderen, um meine Sichtweise zu erweitern und umgekehrt ● bereits ein Teil der Emanzipation – indem wir die gemeinsamen Bedingungen erkennen, die unseren unterschiedlichen Sichtweisen und Befindlichkeiten zugrunde liegen, erlangen wir ein Stück weit die Verfügung über diese Bedingungen ● „Möglichkeitsverallgemeinerung“
  • 42. Fallstricke ● Personalisierung – Selbstvorwürfe – Vereigenschaftung ● Pathologisierung ● „gute Position“ * ● Emanzipation als Aufopferung ● „Andere befreien wollen“ ● Moralische Bewertungen von Handlungen – Anschuldigungen ● Defensive Rechtfertigungshaltung ● Rückfall in bloße Bewältigung und Illusion vermeintlich widerspruchsfreier Lösungen *Vgl.: Forschungsgruppe Lebensführung. (2004)
  • 43. MEW 1, Briefe aus den Deutsch-Französischen Jahrbüchern, S.337 Aus Scham macht man keine Revolution
  • 44. MEW 1, Briefe aus den Deutsch-Französischen Jahrbüchern, S.337 Ich antworte: Die Scham ist schon eine Revolution
  • 45. MEW 1, Briefe aus den Deutsch-Französischen Jahrbüchern, S.337 Scham ist eine Art Zorn, der in sich gekehrte.
  • 46. MEW 1, Briefe aus den Deutsch-Französischen Jahrbüchern, S.337 Und wenn eine ganze Nation (Bewegung, F&D) sich wirklich schämte, so wäre sie der Löwe, der sich zum Sprunge in sich zurückzieht
  • 47. Danke für die Aufmerksamkeit!
  • 48. Literatur ● Forschungsgruppe Lebensführung. (2004). Zurn Verhältnis von Selbsterkenntnis, Weltwissen und Handlungsfähigkeit in der Subjektwissenschaft. Forum Kritische Psychologie, 47, 4–38. ● Holzkamp, K. (1985). Grundlegung der Psychologie. Frankfurt am Main: Campus. ● Holzkamp, K. (1995). Alltägliche Lebensführung als subjektwissenschaftliches Grundkonzept. Das Argument, 212, 817–846. ● Holzkamp, K. (1995). Psychologie: Selbstverständigung über Handlungsbegründungen alltäglicher Lebensführung. Forum Kritische Psychologie, 36, 7 – 112. ● Osterkamp, U. (2001). Lebensführung als Problematik von Subjektwissenschaft. Forum Kritische Psychologie, 43, 4–35. ● Osterkamp, U. (2003). Kritische Psychologie als Wissenschaft der Ent-Unterwerfung. Journal Für Psychologie, 11, 176–193. ● Osterkamp, U., & Huck, L. (2006). Überlegungen zum Problem sozialer Selbstverständigung und bewusster Lebensführung. In T. Rihm (Ed.), Schulentwicklung (pp. 25–39). VS Verlag für Sozialwissenschaften. ● Osterkamp, U. (2008). Soziale Selbstverständigung als subjektwissenschaftliches Erkenntnisinteresse. Forum Kritische Psychologie, 52, 9–28.