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Nr. 1/2023 • 6.Jahrgang • Das ostdeutsche Wirtschaftsmagazin
Wir.
Unternehmen.
Zukunft.
nuvo
ISSN 2625-3356
Jens Krause
Mittelbrandenburgischen Sparkasse
Vorstandsmitglied der
Andreas Koch
Generalmanager bei der IHK Cottbus und Sprecher
des Wasserstoffnetzwerks Lausitz „DurcH2atmen“
MBS unterstützt zuverlässig bei
Mit Wasserstoff bleibt die Lausitz
Krisenbewältigung und Transformation
auch künftig Energieregion
Mittelstandsfinanzierung und Nachhaltigkeit
Dr. Burkhardt Greiff
Präsident Unternehmerverband
Brandenburg-Berlin e.V.
Kohle, Öl und die Zuverlässigkeit der Politik!
Aus­dem­Verband
Advertorial
Wir.
Unternehmen.
Zukunft.
Gute­Gründe­für­eine­Mitgliedschaft­im­Verband
Geschäftsstelle Potsdam
Gabriele Görges, Sekretariat
Drewitzer Straße 47
14478 Potsdam
Geschäftsstelle Cottbus
Sabine Kuschel
Schillerstraße 71
03046 Cottbus
Hier Mitglied werden:
• praxisnaher Erfahrungsaustausch mit Unternehmen,
Experten und Netzwerkern
• Veranstaltungen, Foren und Workshops, kostenfrei oder zu Sonderkonditionen
• Mitarbeit in Initiativen und Expertengruppen
• Zugang zu aktuellen Studien, Fachmedien und Fachpublikationen rund um Mittelstandsthemen
• Positionierung als Unternehmer durch Forderungen an die Politik
• Interessenvertretung und proaktive Öffentlichkeitsarbeit
• Exklusives Versorgungswerk mit weitreichenden Leistungen in Absicherung und Finanzierung
• Bewertung und Übernahmen im Forderungsmanagement durch das Partnernetzwerk
Der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin vertritt die Interessen des Mittelstan-
des, arbeitet branchenoffen und parteipolitisch unabhängig.
Er bildet ein Netzwerk der Kommunikation untereinander und baut Brücken für die
Kommunikation mit Forschung und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
Tel: 0331 – 810306
Fax: 0331 – 8170835
Mail: potsdam@uv-bb.de
Tel: 0355 – 22658
Fax: 0355 – 22659
Mail: cottbus@uv-bb.de
nuvo1/23 3
Vorwort
Anzeige
Kohle, Öl und die Zuverlässigkeit
der Politik!
Das Kohleausstiegsgesetz und das
Strukturstärkungsgesetz sind Ergebnis lan-
ger Verhandlungen mit allen gesellschaftli-
chen Gruppen, die von dem Ziel betroffen
sind, aus der Kohleverstromung ausstei-
gen zu wollen. Verlässlichkeit ist für die
Akzeptanz der Energiewende gerade in
den Regionen, die besonders vom Struk-
turwandel betroffen sind, unerlässlich. Ver-
gessen wir nicht, wie abhängig Deutsch-
land von der Kohle ist, sie ist immer noch
Deutschlands wichtigster Energieträger
für die Stromproduktion. Es müssen also
Strukturen nach dem Abschalten vor-
handen sein, die die Energieversorgung
weiterhin sichern. Es wird nicht besser,
wenn wiederholt die Forderung in Rich-
tung 2030 oder 2033 durch das Bundes-
wirtschaftsministerium aufgemacht wird.
Abschalten und dann auf dem Trockenem
sitzen bei gleichzeitig höherem Energie-
bedarf funktioniert für die Wirtschaft und
Privathaushalte nicht. Der „historische“
RWE-Klimakompromiss ist nicht so klima-
freundlich, wie er im Oktober gefeiert wur-
de. Denn die eingesparten CO2-Zertifikate
kann RWE weiterverkaufen, zum Beispiel
nach Tschechien. Das sind ca. 280 Mio.
Tonnen CO2-Zertifikate, die vom Markt
verschwinden müssten. Sind sie auch
weg? Wenn die Zertifikate nicht gelöscht
werden, sind sie das nicht und der „histo-
rische“ Kompromiss ist nur ein fauler Trick.
Die Zunahme der CO2-Emissionen im
Jahr 2022 ist der Zuschaltung der Kraft-
werke aufgrund der sanktionierten feh-
lenden Gaslieferungen geschuldet. Ab-
schalten ohne Alternativen ist eben nicht
so einfach.
Themenwechsel: Wie sieht es im PCK
Schwedt und bei der Versorgungssicher-
heit für die ostdeutsche Industrie und die
privaten Endverbraucher mit Diesel, Ben-
zin und weiteren Verarbeitungsprodukten
aus? Verträge mit Polen und Kasachstan
sind offenbar noch nicht vertragsreif, ob-
wohl Berlin seit Sommer angeblich mit
Kasachstan verhandelt. Informationen zur
Kapazitätsauslastung schwanken zwischen
60% (PCK) und 70% (Bund). Die über-
schaubaren Probelieferungen aus Polen,
Kasachstan und weiteren Herkunftslän-
dern ändern laut Expertenmeinungen
kaum den Druck in den Leitungen.
Polen bezieht derweil noch Erdöl aus
Russland,dadieEUbisherkeineSanktionen
gegen Pipelinelieferungen beschlossen
hat. Ursprünglich stimmten sich Deutsch-
land und Polen jedoch ab, mit Beginn des
Jahres 2023 freiwillig auf russisches Erdöl
zu verzichten. Dazu kam Mitte Januar die
Blockade der polnischen Seite, Tanker –
gechartert durch Rosneft – in Gdansk zu
entladen. Diese mussten nach Rostock
weitergeleitet und mit zahlreichen tech-
nischen Schwierigkeiten dort entladen
werden. Zuverlässigkeit sieht anders aus.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Da Russland in den letzten Jahren eine
eigene „Schattenflotte“ aufbaute und
über diesen Weg sanktioniertes Öl an den
Sanktionen vorbei auf dem Weltmarkt und
über Drittländer an Deutschland und die
Welt bzw. Abnehmer in Deutschland ver-
kaufte und verkauft, können wir uns be-
ruhigt zurücklehnen, ein Tässchen Tschai
trinken und hoffen, dass die Preise an den
Tankstellen stabil bleiben.
Ihr Dr. Burkhardt Greiff,
Präsident Unternehmerverband
Brandenburg-Berlin e.V.
Dr. Burkhardt Greiff
... weil wir Open Source l(i)eben
Informationen zum Einsatz von Open Source Software in Ihrem Digitalisierungprozess unter vcat.de
4 nuvo1/23
Die wirtschaftliche Situation in
Deutschland ist heute besser, als Prog-
nosen im Herbst andeuteten. Auch die
Chefvolkswirte der Sparkassen sehen
in ihrer Wirtschaftsprognose keine In-
solvenzwelle, keine besondere Rating-
verschlechterung und auch keinen Ab-
wärtstrend bei anderen Indikatoren für
die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der
gewerblichen Kundinnen und Kunden.
Trifft das auch für das Land Brandenburg
zu? Fragen an Andreas Koch, Vorstands-
mitglied der Mittelbrandenburgischen
Sparkasse.
Herr Koch, das klingt optimistisch. Doch
wie ist die Lage in Brandenburg?
Sie ist in der Tat besser als erwartet.
Brandenburgs Wirtschaft erweist sich trotz
der Belastungen aus den Preisanstiegen
bei Energie und auf den Beschaffungs-
märkten sowie Lieferschwierigkeiten als
recht robust, wenngleich erste Anzeichen
einer konjunkturellen Abkühlung erkenn-
bar sind. Als Mittelstandsfinanziererin
Nummer eins konnte die MBS letztes Jahr
ihre Darlehensauszahlungen um 5,7 Pro-
zent auf 1,14 Mrd. Euro steigern. Davon
entfielen rund 472 Mio. Euro auf Unter-
nehmen und Selbständige. Auch der Im-
mobilienmarkt entwickelte sich im ersten
Halbjahr sehr dynamisch.
Hier zeigen sich Resilienz und Stärke der
mittelständischen Wirtschaft. Aber die He-
rausforderungen sind riesig, und sie wer-
den das auch auf längere Sicht bleiben.
Welche sind das?
Zu allererst die extrem gestiegenen
Energiepreise, die alle damit verbundenen
Kosten für Dienstleistungen und Produkte
stark erhöhen. Energieintensive Branchen,
wie Bäckereien und das gesamte verarbei-
tende Gewerbe, leiden enorm darunter,
aber es trifft auch viele weitere.
Aber es sind nicht nur die Energiepreise?
Nein, wir haben es mit einem Bündel
an Herausforderungen zu tun. Neben
den Energiepreisen wirken sich Nachfra-
geschübe nach der Pandemie aus, au-
ßerdem unterbrochene Lieferketten, die
Sanktionen gegen Russland infolge des
Angriffskrieges gegen die Ukraine. Darauf
müssen die Unternehmen reagieren, was
große Kraft kostet.
Was steht hier für die MBS im Mittelpunkt?
Hauptaufgabe der MBS ist die enge Be-
gleitung ihrer Firmenkundinnen und -kun-
den bei der Transformation im Hinblick auf
die „vier ‚D‘“: Dekarbonisierung, Demo-
graphie, Digitalisierung und in Ansätzen
Deglobalisierung. Jetzt ist es Zeit, in die
Unabhängigkeit von fossilen Energien und
in Energieeffizienz zu investieren! Wenn
wir die Klimaziele bis zum Jahr 2030 er-
reichen wollen, sind deutschlandweit pro
Jahr Investitionen in Höhe von 115 Mil-
liarden Euro notwendig. Die Sparkassen
halten dafür das Kreditangebot auf hohem
Niveau aufrecht.
Nutzen die Unternehmen das?
Viele tun es bereits: Projekte für Photo-
voltaik, Wärmepumpen, Solarthermie oder
für Blockheizkraftwerke sind gefragter
denn je. Sie erfordern jedoch Planungsvor-
lauf, es gibt teils längere Lieferzeiten und
begrenzte Installationskapazitäten. Umso
wichtiger ist es, jetzt zu handeln. Sorge be-
reitet mir eine gewisse Investitionszurück-
haltung bei kleinen und mittelständischen
Unternehmen, die auf bessere Zeiten hof-
fen – davor kann ich nur warnen.
Wer jetzt nicht nachhaltig investiert,
könnte dauerhafte Wettbewerbsnachteile
spüren. Deshalb mein Appell: Nutzen Sie
die Expertise unserer Beraterinnen und
Berater.
Die Inflation ist weiter hoch, die Kredit-
zinsen steigen. Ist hier ein Ende in Sicht?
Nein, zumindest ist das Ende noch
nicht erreicht. Wir dürfen nicht vergessen,
dass die jahrelange Niedrigzinspolitik der
Europäischen Zentralbank der Ausnahme-
fall war, die Zinswende wurde aus finanz-
politischer Sicht zu spät eingeleitet. Auch
wenn die Inflation sich in Folge sinkender
Energiepreise abflachen wird, so müssen
wir von weiterhin hohen Preisen bei Pro-
dukten und Dienstleistungen ausgehen.
Also keine Entwarnung?
Wir kommen jetzt wieder in eine geld-
politische Normalität. Leider nicht mit
behutsamen Kurskorrekturen, sondern
mit schnellen Schritten, was zu Herausfor-
derungen führt – auch für Kreditinstitute.
Aber dessen ungeachtet: Wir stehen unse-
ren Kundinnen und Kunden, der hiesigen
Wirtschaft und den Verbrauchern als ver-
lässliche Partnerin zur Seite.
In schwieriger Zeit unterstützt die MBS
zuverlässig den Mittelstand bei
Krisenbewältigung und Transformation
Interview mit Andreas Koch, Vorstandsmitglied
der Mittelbrandenburgischen Sparkasse
Aktuelles
Andreas Koch
Kundenkredite
Forderungsbestände Mio. €
7000,00
6000,00
5000,00
4000,00
3000,00
2000,00
1000,00
0,00
2021
6135,10
6408,60
Kundenkreditvolumen 2021–2022
2022
nuvo1/23 5
Energiepreisexplosion, Fachkräfteman-
gel, gestörte Lieferketten – was als Schlag-
worte täglich in den Medien auftaucht,
kennen die Firmenkundenexpertinnen
und -experten der MBS als konkrete He-
rausforderungen ihrer gewerblichen Kun-
dinnen und Kunden. „Wir halten engen
Kontakt, um die Lage zu kennen und bei
Bedarf frühzeitig mit Finanzierungsange-
boten unterstützen zu können“, sagt Kars-
ten Wagner, Direktor Firmenkunden der
MBS. „Wir sind von uns aus in der Corona-
Pandemie auf Firmen zugegangen, um auf
eventuelle Probleme reagieren zu können.
Und wir begleiten natürlich auch jetzt so
flexibel und unbürokratisch wie möglich.“
Denn obwohl sich die Lage bei Gas und
Strom etwas beruhigt hat, ist die Verun-
sicherung weiterhin groß. Um Kosten zu
senken und ihre Preise abzusichern, be-
treiben viele Unternehmen den Umstieg
auf erneuerbare Energieträger. Auch Bio-
gas und Abwärmenutzung stehen auf der
Tagesordnung. „Manche versuchen, von
Gas auf Strom umzustellen, müssen dann
aber feststellen, dass die Stromnetze das
gar nicht hergeben“, so Karsten Wag-
ner. „Neue Kabel zu verlegen, bedeutet
Genehmigungsverfahren beim Netzbe-
treiber, zusätzlichen Planungsaufwand,
Schachtarbeiten, Straßensperrungen usw.
Das bremst die Bemühungen erheblich.“
Solche Unwägbarkeiten bei Investitionen
mit im Blick zu haben, ist für die MBS-Be-
raterinnen und -berater Alltag, und sie
unterstützen mit ihren Möglichkeiten.
Region ist attraktiv für
Investitionen – und wird das
auch bleiben
Das Land Brandenburg ist für Investitio-
nen ein sehr attraktiver Standort. „Das ist
toll, verschärft allerdings den Fachkräfte-
mangel weiter“, schätzt Karsten Wagner
ein. „Ein Indiz für Zuzug ist der Immobi-
lienboom.“ Die MBS ist einer der größ-
ten Immobilienfinanzierer in der Region,
sowohl bei privaten als auch bei gewerb-
lichen Projekten. 62 Prozent der Kreditzu-
sagen (736 Mio. Euro) betrugen die Woh-
nungsbaukredite im Jahr 2022.
Doch: Lieferengpässe verlängern Bau-
vorhaben, die Kosten steigen und sind
kaum planbar. „In der Regel sind Reserven
eingeplant, die werden jetzt gebraucht“,
erklärt Karsten Wagner. „Im Moment zö-
gern potenzielle Bauherren, doch die Re-
gion bleibt attraktiv, sinkende Preise für
Immobilien auf breiter Front sehen wir
nicht.“
Herausfordernde Jahre
brauchen Kompetenz
und Zusammenhalt
Der Firmenkundenchef rät zu einem
kühlen Kopf: Die kommenden Jahre dürf-
ten herausfordernd bleiben, die Volatili-
tät der Märkte ist hoch. Bei Baustahl zum
Beispiel sei der Preis nach einem kurz-
zeitigen starken Anstieg infolge des Uk-
raine-Krieges wieder deutlich gesunken,
weil inzwischen u. a. die Türkei als Stahl-
lieferant einsprang. Ein anderes Beispiel:
Ein energieintensives brandenburgisches
Unternehmen mit einem Standort in Polen
wollte dort ursprünglich von Kohle auf
Erdgas umstellen und musste dieses Vor-
haben dann stoppen. Jetzt wird in eine
Rauchgasfilteranlage investiert, um den
ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.
Hier gilt es, langfristig zu planen und zu
investieren, dabei aber flexibel zu bleiben
und sich mit entsprechender Liquidität für
etwaige Unwegbarkeiten abzusichern.
Nachgewiesene Expertise
auch im Auslandsgeschäft
All das spricht dafür, bei der Unterneh-
mensentwicklung auf kompetente Unter-
stützung bei der Planung und Umsetzung
der Finanzierung zu vertrauen. Diese bie-
tet die MBS als größte Flächensparkasse
Deutschlands an. Übrigens: Für Import-
und Exportgeschäfte brandenburgischer
Unternehmen betreibt sie das „Kompe-
tenzCenter Ausland/S-International Bran-
denburg“, acht weitere brandenburgische
Sparkassen gehören zum Verbund. Vom
internationalen Zahlungsverkehr über Ab-
sicherungsprodukte wie Akkreditive und
Garantien bis zum Währungsmanagement
begleitet diese hochspezialisierte Abtei-
lung die Auslandsgeschäfte der hiesigen
Unternehmen.
Ulrich Conrad
Zum MBS-Firmenkundenportal:
Bei Unternehmensfinanzierungen stets
die individuelle Situation und konkrete
Zukunftschancen im Blick
Aktuelles
Karsten Wagner
6 nuvo1/23
Hauptuntersuchung(HU)-
Digital
Nehmen wir ein naheliegendes Bei-
spiel: Ihr Auto. Regelmäßig müssen Sie
mit Ihrem motorisierten Gefährt in die
Werkstatt, um sich die TÜV-Plakette zu
holen. Dort wird geprüft, wie fahrtüchtig
ihr Auto noch ist, wo es in Zukunft Repa-
raturbedarf gibt und welche Teile definitiv
ausgetauscht werden müssen.
Diese Kennwerte können auch auf Ihr
Unternehmen im Hinblick auf die Digi-
talisierung übertragen werden. Bei der
strukturierten Analyse wird geprüft, wie
zukunftsfähig Ihr Unternehmen in Ihrer je-
weiligen Branche mit dem aktuellen Stand
der Hardware und Software sein wird. Im
Weiteren wird darauf geachtet, wo es Ver-
besserungen geben kann und welche Stol-
persteine definitiv aus dem Weg geräumt
werden müssen, damit Ihr Unternehmen
am zukünftigen Markt partizipieren kann.
Experten sind sich einig: Um langfristig
im Wettbewerb und am Markt bestehen
zu können, braucht es die digitale Trans-
formation!
Dabei geht es nicht um die Qualität
des Produktes, des Services oder um die
Kompetenz gegenüber Wettbewerbern,
sondern darum, dem zukünftigen Stan-
dard gerecht zu werden. E-Mail-Kontakt,
Websites, Online-Marketing und Sicht-
barkeit im Netz sind in vielen Branchen
heute schon der Standard. Auch die
aktuellen Krisen zeigen deutlich: Wer sich
frühzeitig im Netz positioniert und seine
Sichtbarkeit und Reichweite ausbaut, ist
deutlich resilienter als die Konkurrenz. Bei
der HU-Digital gibt es – genauso wie beim
TÜV – einen ausführlichen Prüfbericht für
Ihr Unternehmen. Dort enthalten sind eine
Mängelliste und vor allem wertvolle Hand-
lungshinweise, mit deren Hilfe Sie diese
Mängel abstellen und somit Ihr Unter-
nehmen zukunftsfähig ausrichten können.
Konkret widmet sich die HU-Digital aus-
gewählten Fragen zu Ihren Prozessen, der
Produktion, dem Kundenprozess, Sales
und Marketing, Mitarbeiterführung und
Unternehmensführung. Es wird der Fort-
schritt Ihrer Digitalisierung mit den ak-
tuellen und absehbaren Standards Ihrer
Branche verglichen. Mit Fokus auf den
effizienten Umgang mit Ihren Ressourcen
erhalten Sie klare Handlungsempfehlun-
gen zum Aufbau Ihres digitalen Unter-
nehmens.
Wie läuft die HU-Digital ab?
Vor der tatsächlichen Analyse sollte
stets ein kostenloses Erstgespräch mit
dem Berater geführt werden. Hier können
Sie bereits Ihre aktuelle Situation schildern
und erste Fragen stellen. Gemeinsam
werden die weitere Vorgehensweise, der
Zeitplan und eventuelle Untersuchungs-
schwerpunkte besprochen. Übrigens: Für
die HU-Digital können unter Umständen
verschiedene Förderprogramme in An-
spruch genommen und damit die Kosten
erheblich gesenkt werden. Auch hierzu
werden im Erstgespräch die Vorausset-
zungen erörtert und weitere notwendige
Schritte besprochen. Die HU-Digital selbst
dauert je nach Unternehmensgröße in
der Regel 2-5 Beratungstage vor Ort in
Ihrem Unternehmen. In dieser Zeit finden
neben Gesprächen mit der Geschäftslei-
tung und entscheidenden Mitarbeitern vor
allem auch die Praxisbeobachtungen statt.
Diese werden in allen relevanten Abtei-
lungen des Unternehmens durchgeführt,
wie Produktion, Finanzwesen oder IT. Im
Anschluss werden Prüfbescheinigung und
der Untersuchungsbericht mit Handlungs-
hinweisen gefertigt. Dieser wird mit Ihnen
ausführlich besprochen. Sie entscheiden,
ob, wie und wann die Handlungsempfeh-
lungen umgesetzt und an der Lösung der
erkannten Herausforderungen gearbeitet
werden soll.
Industrie 4.0 – Und jetzt?
Der Fortschritt lässt sich nicht aufhal-
ten. Was bei der Industrie 4.0 anders
ist als in den vorherigen Stadien, ist die
Geschwindigkeit, mit der er vonstatten
geht. Digitalisierung ist eine große Wort-
hülse, bei der viele erstmal an bürokra-
tische Vorgänge und die Aktualisierung
des alten Rechners an der Empfangsthe-
ke denken. Allerdings steckt viel mehr
dahinter. Um hier einen vernünftigen
Ansatz zu finden, ist es sinnvoll, eine er-
fahrene Beratung hinzuzuziehen. Diese
bietet die B2Digital UG. Olaf Bienek, Geschäftsführer B2Digital UG
Aus dem Netzwerk
nuvo1/23 7
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8 nuvo1/23
Ratgeber
Die betriebliche Altersversorgung (bAV)
ist aus Sicht der Arbeitgeber ein wichtiges
Instrument zur Gewinnung und Bindung
von Fachkräften und für Mitarbeitende ein
Eckpfeiler für deren Absicherung im Alter.
Sie ist zwar komplex in ihrer rechtlichen
Ausgestaltung und für den Arbeitgeber
zunächst oftmals aufwändig in der Verwal-
tung. Aber gute Anbieter von bAV-Lösun-
gen nehmen den Arbeitgebern viele die-
ser Aufgaben ab – beispielsweise durch
die Verwaltung der Verträge auf digitalen
Plattformen.
Ohne Zweifel spielen bei der Auswahl
für eine betriebliche Altersversorgung
Rendite- und Sicherheits-Abwägungen die
wesentliche Rolle. Zusätzlich erhält jedoch
deren nachhaltige Ausrichtung ein immer
stärkeres Gewicht. Ganz direkt bei den
Mitarbeitenden, die von der bAV profitie-
ren, aber auch bei der Beurteilung des ge-
sellschaftlichen Engagements eines Unter-
nehmens durch die Öffentlichkeit. Dabei
stehen die so genannten ESG-Kriterien für
die Kapitalanlage der Beiträge im Fokus:
„E“ steht für „Environment“, wie Umwelt,
„S“ für „social“, wie Arbeitssicherheit und
Gesundheit sowie „G“ für Governance,
eine nachhaltige Unternehmensführung.
Mit einer ESG-konformen Beratung und
einem entsprechenden Angebot wird das
Unternehmen als zukunftsgerichtet wahr-
genommen. Dabei geht es inzwischen um
mehr als ein gutes Gefühl – Unternehmen
steigern mit einer nachhaltigen Ausrichtung
spürbar den Wert ihrer Arbeitgebermarke
und verschaffen sich so einen Vorteil im
Wettbewerb um talentierte Arbeitskräfte.
Ratings geben Orientierung
bei Anbieterauswahl
Der Anspruch an einen Durchführungs-
partner ist durch das Kriterium Nachhaltig-
keit noch einmal gestiegen. Ratings geben
bei der Auswahl Orientierung. Gleich drei
aktuelle Bewertungen unabhängiger Ins-
titute belegen das hohe Niveau der Pro-
dukte und Services von SIGNAL IDUNA.
Mit speziell auf die jeweiligen Branchen
zugeschnittenen Zielgruppenlösungen in
der bAV überzeugt der Versicherer seit
Jahrzehnten viele Arbeitgeber und Arbeit-
nehmer.
Das Institut für Vorsorge und Finanzpla-
nung GmbH (IVFP) hat der SIGNAL IDUNA
Lebensversicherung AG im „bAV-Kom-
petenz-Rating 2022“ die Höchstwertung
„exzellent“ verliehen. Das IVFP betrachtet
dabei die bAV-Kompetenz der Anbieter
gesamthaft. Dafür wurden 25 Unterneh-
men anhand von 87 Einzelkriterien in den
Bereichen Beratung, Haftung, Service und
Verwaltung geprüft und bewertet.
Direktversicherung: sicher,
renditestark und nachhaltig
Das IVFP untersucht auch regelmäßig
Direktversicherungen für die betriebliche
Altersversorgung. Für die diesjährige elfte
Auflage des Ratings wurden 81 Tarife von
40 Anbietern verglichen. In die Gesamt-
bewertung flossen vier Teilbereiche ein:
Unternehmensqualität, Rendite, Flexibi-
lität sowie Transparenz und Service. Die
in diesem Jahr vollständig überarbeitete
„SI Global Garant Invest Betriebliche Ren-
te“ von SIGNAL IDUNA erhielt sowohl in
der Gesamtbewertung als auch in allen
Teilbereichen ein „sehr gut“. In der be-
trieblichen Altersversorgung von SIGNAL
IDUNA gibt es ein festes Beitragsgarantie-
niveau von 80 oder 90 Prozent – abhängig
vom gewählten Produkt. Das gewährt eine
hohe Sicherheit und ermöglicht gleichzei-
tig, Beitragsanteile in chancenreiche An-
lagen zu investieren. Dabei ist SIGGI über
die gesamte Vertragslaufzeit nachhaltig
ausgerichtet, also in der Anspar- und
Rentenphase. Das ist eine Besonderheit
am Markt. Alle drei Anlagetöpfe, in die
die Sparbeiträge der Kunden investiert
werden, sind nachhaltig gestaltet: das
Sicherungsvermögen, der SIGNAL IDU-
NA-eigene Spezialfonds und die freien
Fonds. Dabei werden ökologische, soziale
und ethische Standards berücksichtigt. In-
vestiert wird beispielsweise stark in Wind-
und Solarparks. Ausgeschlossen werden
hingegen unter anderem Unternehmen
mit vorrangig kohle- oder erdölbasierten
Geschäftsmodellen sowie die Stromerzeu-
gung aus Kernenergie oder die Herstel-
lung geächteter Waffen.
Fairste bAV-Anbieter aus
Sicht der Beschäftigten
Besondere Aussagkraft bekommen Ra-
tings immer dann, wenn Kunden direkt
mitentscheiden. Die Servicevalue GmbH
und die Redaktion von Focus Money ha-
ben daher Arbeitnehmer danach befragt,
welche Betriebsrenten-Versicherer sie als
besonders fair wahrnehmen. Um Fair-
ness mess- und vergleichbar zu machen,
wurden in der Studie die fünf Teilberei-
che Produktleistung, Kundenberatung,
Kundenservice, Kundenkommunikation
und Preis-Leistungs-Verhältnis betrachtet.
Auch beim Rating der fairsten Anbieter
aus Kundensicht zählt die SIGNAL IDUNA
Lebensversicherung AG mit einem „sehr
gut“ zu den Spitzenreitern.
Gemeinsam mit einem starken und
nachhaltig ausgerichteten Partner kön-
nen Arbeitgeber mit einer betrieblichen
Altersversorgung viel mehr erreichen
als nur einen Rechtsanspruch zu erfüllen
und die Lohnnebenkosten zu senken.
Ein überzeugendes Angebot erhöht die
Motivation der Beschäftigten und bindet
qualifizierte Fachkräfte langfristig an das
Unternehmen.
Nachhaltige betriebliche Altersversorgung
bindet Fachkräfte und signalisiert Zukunftsbewusstsein
nuvo1/23 9
Aus dem Netzwerk
Your business
is our business
zielgruppe-Chef Stefan Bloschies und comprend-Geschäftsführer
Michael Schulze sind sich einig: „Durch die enge Zusammenarbeit un-
serer beiden alteingesessenen Kommunikationsagenturen kommt ein
frischer Wind in unser Leistungsportfolio und vor allem in die Angebote,
die wir unseren Kunden, überwiegend Unternehmen aus der Region,
künftig machen können.“
In der Tat: Mit der Partnerschaft zwischen der Agenturgruppe AD AGENDA/
zielgruppe kreativ und dem erfahrenen PR-Dienstleister comprend ist ein
kreatives Powerhouse im Entstehen, das der fortschreitenden Diversifi-
zierung der Kommunikationskanäle und inhaltlichen Bedürfnisse mittel-
ständischer, aber auch Konzernkunden Rechnung trägt. Eine mittelstän-
dische Agentur allein kann – zumal in Zeiten der Digitalisierung – immer
schwerer die Vielfalt und Breite der Kommunikationsanforderungen ab-
bilden und bewältigen. Deshalb verzahnen beide Partner von nun an ihre
Ressourcen und Kompetenzen auf den Gebieten der digitalen und klas-
sischen Werbung einerseits und der Public Relations und Public Affairs
andererseits. Hinzu kommt die einzigartige und mehrfach preisgekrönte
Expertise von AD AGENDA/zielgruppe kreativ in Sachen Eventkonzeption
und -durchführung.
Für die Kunden bedeutet das: Sie profitieren von einem ganzheitlichen
Beratungsansatz aus einer Hand, der jetzt noch zielgerichteter auf die
eigenen Marketing- und Kommunikationsbedürfnisse zugeschnitten wird.
Schlanke, bewegliche Kommunikation trifft kreative Vielfalt
Als inhabergeführte, unabhängige Agenturgruppe entwickelt AD AGENDA/
zielgruppe kreativ Kommunikationskampagnen und Veranstaltungskon-
zepte für regional aktive oder ansässige Kunden wie die GASAG-Gruppe,
EMB Energie Mark Brandenburg, Wirtschaftsförderung Brandenburg GmbH,
Eberswalder Wurst GmbH, berlinovo, Märkisches Zentrum und LMBV.
Anspruch der Agentur ist es seit jeher, dass die klassischen und inter-
aktiven Marketinglösungen, die Live-Kommunikation, Werbung und
Unternehmenskommunikation einen nachhaltigen Mehrwert schaffen
müssen. Aus einem tiefen Verständnis für die Thematik und Spezifik der
unterschiedlichen Kunden erkennt die Agentur frühzeitig aktuelle Ent-
wicklungen und Einflüsse und trägt so mit maßgeschneiderten Lösungen
und Kommunikationsangeboten dazu bei, Marketingziele wirksam zu
erreichen.
„Wir sind von Anfang an eng mit unserer Heimatregion verbunden und
engagieren uns mit Leidenschaft und Freude für die Stärkung der hiesi-
gen Wirtschaft.“, so Stefan Bloschies.
Kommunikation aus und für die Hauptstadtregion
Dies gilt gleichermaßen für comprend, die vom Inhaber Michael Schulze
geführt wird. Schulze ist seit 1990 auf dem Gebiet der Öffentlichkeits-
arbeit unterwegs – in Berlin und Brandenburg – und bestens vernetzt.
Das Kerngeschäft von comprend ergänzt das Portfolio von AD AGENDA/
zielgruppe kreativ auf ideale Weise: politische Kommunikation, Medien-
arbeit, Krisen- und interne Kommunikation sowie Corporate Social Res-
ponsibilty, das Kommunizieren der gesellschaftlichen Verantwortung
eines Unternehmens.
Erfolgreich zum Einsatz gebracht hat das Team von comprend sein um-
fassendes Spezial-Know-how für Projekte und Kampagnen von Kunden
wie Securitas, die Mittelmärkische Wasser und Abwasser GmbH, die
Stadtentsorgung Potsdam und die Deutsche Energie-Agentur (dena).
„Kommunikation muss Verstand und Gefühl gleichzeitig ansprechen.“,
so das Credo von comprend.
Von nun an tun das beide Partner gemeinsam.
AD AGENDA Kommunikation und Event GmbH
zielgruppe kreativ Gesellschaft für Marketing und Kommunikation mbH
Albert-Einstein-Straße 14 | 12489 Berlin-Adlershof
Tel.: 030 6780413-12 | Mobil: 0170 3303434 | info@die-zielgruppe.com
www.zielgruppe-kreativ.com | www.ad-agenda.com
Leistungen: digitale und analoge Kommunikation, Eventmanagement,
Video- und Filmproduktion, Corporate Design
comprend GmbH
Dennis-Gabor-Straße 2 | 14469 Potsdam
Tel. 0331 581158-00 | Mobil: 0152 31061207 | info@comprend.de
www.comprend.de
Leistungen: Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, politische Kommunikation,
Employer Branding, interne Kommunikation
Eines von drei
Social-Media-
Motiven der
aktuellen Energie
Mark Brandenburg-
Kampagne, die von
zielgruppe kreativ
GmbH entwickelt
wurde
Stefan Bloschies und Anja Nienbarg, Geschäftsführer der Agenturgruppe
AD AGENDA/zielgruppe kreativ
Seit mehr als zwei Jahrzehnten sind die Agenturgruppe AD AGENDA/zielgruppe kreativ
aus Berlin und die Potsdamer PR-Agentur comprend für Unternehmen in der Hauptstadt-
region tätig. Jetzt bündeln sie ihre kommunikativen Kompetenzen im Rahmen einer
strategischen Partnerschaft.
10 nuvo1/23
Aktuelles
Jens Krause ist Generalmanager für
die Themen Strukturwandel, Infrastruk-
tur und Mobilität bei der Industrie- und
Handelskammer Cottbus. Als Sprecher
des 2019 gegründeten Wasserstoffnetz-
werks Lausitz „DurcH2atmen“ macht er
sich besonders für das Thema Wasser-
stoff (H2) stark. Das länderübergreifende
Netzwerk sorgt dafür, dass die „Wasser-
stoffmodellregion Lausitz“ mit Leben er-
füllt wird.
Herr Krause, welche Aufgaben hat das
Wasserstoffnetzwerk Lausitz „DurcH2-
atmen“?
Das Wasserstoffnetzwerk Lausitz ist ein
Zusammenschluss von aktuell über hun-
dert Unternehmen, Städten, Kommunen
und weiteren Stakeholdern, die Wasser-
stoff und die Wasserstofftechnologie in
der Lausitz als künftigen Energieträger
marktfähig machen möchten. Das Netz-
werk unterstützt alle Projektträger und
Investoren bei der Entwicklung, Finan-
zierung und Umsetzung ihrer regionalen
Wasserstoffprojekte in der Lausitz. Neben
der Produktion von grünem Wasserstoff
stehen hier vordergründig auch Projekte
zur Nutzung von Wasserstoff, der Aufbau
der Wasserstoffinfrastruktur und die Zu-
sammenarbeit Wirtschaft-Wissenschaft
im Vordergrund. Momentan begleiten wir
über vierzig Wasserstoffprojekte (siehe
Übersichtskarte).
Wie steht es mit der Erzeugung von H2?
Im Augenblick planen über zehn ver-
schiedene Projektentwickler die Erzeu-
gung von grünem Wasserstoff in der Lau-
sitz. Die LEAG zum Beispiel wird künftig
einer der großen Erzeuger von grünem
Wasserstoff werden. Darüber hinaus ist
die Enertrag AG bereits einer der größ-
ten Erzeuger von grünem Strom, der für
die Herstellung von grünem Wasserstoff
benötigt wird. Konkrete H2-Projekte sind
auch auf dem neuen Industrieparkgelände
Green Areal Lausitz (GRAL) in Jänschwal-
de/Drewitz, in Schwarze Pumpe sowie in
Elbe-Elster geplant. Zusätzlich dazu plant
die Enertrag den Bau einer Fabrik zur Her-
stellung von synthetischen Kraftstoffen
und grünem Kerosin in Schwarze Pumpe,
wo Wasserstoff als Ausgangsstoff benötigt
wird. Ein Komplettpaket aus Grünstrom-
erzeugung, grüner Wasserstoffproduktion,
H2-Tankstelle und Vermietung von mit
Wasserstoff angetriebenen Bussen und
LKWs bietet das Unternehmen GP Joule
künftig in Klettwitz an. Auch das PtX Lab
Lausitz in Cottbus bereitet im Auftrag des
Bundesumweltministeriums aktuell den
Bau einer Anlage zur Erzeugung von syn-
thetischem Kerosin, dem neuen grünen
Treibstoff für die Luftfahrt, voran. Darüber
hinaus hat im Juli 2022 das Unternehmen
Hy2Gen den Bau einer großindustriellen
Produktionsanlage für Wasserstoff und
synthetische grüne Treibstoffe im Indus-
trieparkGRALinDrewitzbekanntgegeben.
Mit Wasserstoff bleibt die Lausitz auch künftig Energieregion
Jens Krause
nuvo1/23 11
Aktuelles
Welche Themen stehen in Sachen H2
aktuell ganz oben auf der Agenda?
Im Mobilitätsbereich gibt es aktuell
den größten Handlungsdruck. Busunter-
nehmer, LKW-Spediteure und auch Pri-
vatpersonen suchen Alternativen zu stark
im Preis gestiegenem Diesel und Benzin.
Auch die momentane Erdgasknappheit
führt dazu, dass viele Menschen über al-
ternative Energieträger nachdenken. Hier
kann und wird die Wasserstofftechnolo-
gie eine gute Ergänzung bieten können.
Leider gibt es zurzeit in der gesamten
Lausitz aber noch keine einzige Wasser-
stofftankstelle. Das wird sich jedoch in den
nächsten zwei Jahren ändern. In Cottbus,
Forst, Klettwitz, Lübben und Wildau ist
der Bau der ersten Wasserstoff-Tank-
stellen aktuell in Vorbereitung. Das be-
gleiten wir als Wasserstoffnetzwerk aktiv.
Mit der Übergabe der Förderbescheide
zur Anschaffung von 32 Wasserstoffbus-
sen an die Cottbusverkehr GmbH und an
die Verkehrsgesellschaft des Landkreises
Dahme-Spreewald RVS im vergangenen
Jahr, werden nun auch in absehbarer Zeit
die ersten Wasserstoffbusse in unserer
Region fahren. Für alle noch unentschlos-
senen Bus- und LKW-Unternehmer hat
das Wasserstoffnetzwerk Lausitz am 10.
Oktober 2022 einen Praxistag zur Vorfüh-
rung von mit Wasserstoff angetriebenen
Bussen und LKWs als „Lausitzpremiere“
organisiert. Die Resonanz an interessierten
Teilnehmern war sehr, sehr groß. Die Fahr-
zeuge haben gezeigt: Die Technologie ist
einsatzbereit.
Darüber hinaus ist geplant, die Lausitz
an die neu zu bauende 100% Wasserstoff-
pipeline anzuschließen. Diese wird den
Hafen Rostock als künftigen Wasserstoff-
Verladehafen über Rüdersdorf (Chemex)
und Eisenhüttenstadt (Arcelor Mittal) mit
der Lausitz verbinden. Um zu ermitteln,
wo diese H2-Pipeline künftig genau ver-
laufen muss, um möglichst viele Wasser-
stoffproduzenten mit künftigen Wasser-
stoffnutzern zu verbinden, hat jetzt die
Strukturwandelregion Lausitz eine Mach-
barkeitsstudie gestartet. Wir als Wasser-
stoffnetzwerk Lausitz unterstützen diese
Aktivitäten und rufen alle Interessierten in
der Lausitz auf, sich an der Studie zu be-
teiligen. Alle Details dazu auf der Internet-
seite cottbus.ihk.de/wasserstoffnetzwerk.
Die Herstellung von H2 ist bereits mög-
lich, aber noch relativ teuer. Kann diese
Technologie überhaupt effizient sein?
Wir haben aktuell eine Energiekrise in
Deutschland. Die Preise steigen in einem
nie dagewesenen Tempo. Natürlich, ohne
Strom kann kein H2 hergestellt werden.
Strom und Erdgas sind aktuell sehr teuer.
Aber gerade deshalb müssen wir uns um
Alternativen kümmern. Wasserstoff ist die
momentan vielversprechendste Techno-
logie!
Was braucht es, damit diese Alternative
real wird?
In erster Linie bedarf es mutiger und zu-
kunftsorientierter Politiker und Unterneh-
mer, die in der Kombination von marktför-
dernden rechtlichen Rahmenbedingungen
mit privatwirtschaftlichen Investitionen die
Wasserstofftechnologie in Deutschland
und so auch in der Lausitz voranbringen.
Die Lausitz hat das Glück, dass bei Wasser-
stoff-Projekten auch Fördermittel aus dem
Strukturwandeltopf und künftig aus dem
JTF-Funds genutzt werden können. Hier-
für setze ich mich auch in meiner Funktion
des Sprechers der Strukturwandelwerk-
statt „Infrastruktur und Mobilität“ ein,
über die schon einige Wasserstoffprojek-
te gefördert werden. Am wichtigsten sind
aber die Menschen in der Lausitz, die mit
ihrer Fachkenntnis und ihrem Engagement
dazu beitragen, dass diese Technologie in
der Lausitz Wirklichkeit wird. Wir sind heu-
te noch „Braunkohle-Energieregion“. Un-
ser Anspruch ist es, dass die Lausitz auch
zukünftig Energieregion bleibt, nämlich
„Wasserstoff-Energieregion“.
LEAG-CEO Thorsten Kramer stellte auf der Pressekonferenz beim Ostdeutschen Energieforum
die GigawattFactory Lausitz vor.
Kraftwerk Schwarze Pumpe. Am Standort werden konkrete H2-Projekte verwirklicht.
Kontakt
jens.krause@cottbus.ihk.de
Tel. 0355/3651100 oder 0151/18236519
cottbus.ihk.de/wasserstoffnetzwerk
12
Kolumnentitel
nuvo1/23
IMPRESSUM: NUVO – Netzwerk Unternehmerverbände Ostdeutschlands – Wir. Unternehmen. Zukunft.
Ausgabe 1/2023 • ET: 24.02.2023 • Gesamtauflage: 3.500 • Herausgeber/V.i.S.d.P: comprend GmbH • Geschäftsführer: Michael Schulze
Dennis-Gabor-Straße 2 • 14469 Potsdam • Tel.: 0331 58115800 • E-Mail: info@comprend.de • www.comprend.de • Redaktion: Michael Schulze
Autoren: Dr. Ulrich Conrad, Michael Schulze • Satz und Druckvorbereitung: webreform GmbH • Anzeigen: Michael Schulze • Fotorechte: pixabay
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(S. 18), Hartmut Rauhut (S.11 o.). Weitere Fotos wurden zur Verfügung gestellt von Sponsoren, Partnern • Druck: city repro GmbH Cottbus
Redaktionsschluss: 27.01.2023 • NUVO erscheint sechsmal im Jahr • Die Mitglieder des UVBB erhalten NUVO im Rahmen ihrer Mitgliedschaft
Alle Rechte vorbehalten Nachdruck und Kopien nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des V.i.S.d.P. • Namentlich gekennzeichnete
Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos übernehmen
wir keine Haftung • ISSN 2625-3356
Die conpro IT Solutions GmbH, mit Sitz
in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf,
ist eine Herzensangelegenheit zweier
Freunde und IT-Enthusiasten mit System-
haus-DNA. Die beiden Gründer Dennis
Eichler und Pierré Hinz kommen zusam-
men auf mehr als 35 Jahre Erfahrungen
im IT-Umfeld.
Was ist unsere Mission?
Wir entwickeln ein agiles und zeitgemä-
ßes Systemhaus, das sich wie kein anderes
darauf versteht, die Probleme der Kunden
zu lösen. Dabei überzeugen wir durch
unsere Lösungen, welche unsere Kunden
auf dem Weg der digitalen Transformation
zukunftssicher begleiten! Wer als kleines
oder mittelständisches Unternehmen
einen IT-Dienstleister in Berlin, Branden-
burg und Umgebung sucht, steht vor
einem schwer überschaubaren Angebot.
Viele der Anbieter beschränken sich auf
bestimmte IT-Disziplinen, manche haben
mit den rasanten Entwicklungen der letz-
ten Jahre nicht mehr Schritt gehalten.
Anders stellt sich die Situation bei uns
dar! Die conpro IT bietet einen Rundum-
Service an, und wir realisieren mit unserem
Managed Service Portfolio modernste IT-
Umgebungen bei unseren Kunden. Die
Kernaspekte umfassen dabei Backups, Mo-
nitoring, Antivirus, Fernwartung und auch
den Support mit direktem Ansprechpartner.
Unser Ziel: Jeder Kunde soll uns bedin-
gungslos und begeistert weiterempfehlen.
Wie würden wir uns kurz beschreiben?
Auf den Punkt gebracht: „Wir lieben un-
seren Job und sind Dienstleister von Kopf
bis Fuß“. Unseren Kunden gegenüber
agieren wir ehrlich und transparent! Inno-
vation ist unser Antrieb, wir sind leiden-
schaftlich bei dem, was wir tun – und das
spüren unsere Kunden in unserer Arbeit.
Wir freuen uns auf den Austausch im
UVBB, um hier das bereits bestehende
Netzwerk mit unserer Energie und Lei-
denschaft im Bereich der Digitalisierung
bereichern zu können, dabei voneinander
zu lernen und mögliche Kooperationen zu
finden.
www.conproit.de
Geschäftsführer Pierré Hinz (links) und Dennis Eichler
Aus dem Netzwerk
Neues Mitglied im UVBB stellt sich vor
Conpro IT Solutions GmbH
nuvo1/23 13
STEP Bag für alle Fälle
Mit dem 1m³ STEP Bag sind viele Ab-
fälle, die um Haus oder Garten, auf einer
Baustelle oder in der Kleingarten-Kolonie
anfallen, schnell und einfach entsorgt, und
zwar platzsparend. Der flexible Abfallsack
lässt sich bequem mit Bau- und Grünabfäl-
len, Holz, Sperrmüll oder vielen weiteren
Abfällen befüllen.
Entsorgung leicht gemacht
Der STEP Bag ist im Online-Shop erhält-
lich. Nach dem Kauf kann er an einer der
Ausgabestellen in Potsdam (auf den STEP
Wertstoffhöfen oder der Kompostierungs-
anlage Nedlitz) abgeholt werden. Weitere
Ausgabestellen folgen. Der Big Bag sieht
beinahe aus wie eine riesige Einkaufsta-
sche und besteht aus einem hochstabilen
und doch sehr flexiblen Material mit seit-
lichen Trageschlaufen. Diese dienen dazu,
dass die STEP-Profis den Maxibeutel mit
ihrem Spezialfahrzeug später verladen und
abtransportieren können. Zuhause kann
der STEP Bag dann mit der gewünschten
Abfallart befüllt werden. Mit nur wenigen
Klicks lässt sich online ein Abholtermin
vereinbaren, alternativ auch per Telefon
oder E-Mail.
Für folgende Abfallarten geeignet:
• Gemischte Bau- und Abbruchabfälle
• Dämmaterial
• Laub, Baum- und Strauchschnitt
• Sperrmüll
• Holz (gefährlich und ungefährlich)
• Baustoffe auf Gipsbasis
Verschiedene Abfallarten dürfen nicht
vermischt werden, um eine umwelt-
schonende Entsorgung gewährleisten zu
können.
Die Vorteile des STEP Bags
im Überblick
• Günstig: Abholung und Entsorgung
sind im Preis enthalten.
• Einfach: Aufstellen. Befüllen.
Abholung beauftragen. Fertig.
• Flexibel: Sie bestimmen, wann und wo
er genutzt wird.
• Zuverlässig: Sichere und umwelt-
gerechte Entsorgung durch einen
zertifizierten Entsorgungspartner.
• Stark: Unser STEP Bag hat 1 Kubik-
meter Fassungsvermögen.
Weitere Fragen?
Die Fachexperten der Stadtentsorgung
Potsdam erstellen gerne ein individuel-
les Angebot oder eine maßgeschneider-
te Komplettlösung. Wir beraten Sie bei
detaillierten Fragen zu Entsorgungs-
leistungen und -preisen.
Ihr persönlicher Kontakt zur STEP:
STEP Vertrieb
0331 661 7333
vertrieb@step-potsdam.de
Weitere Informationen zum STEP Bag
finden Sie hier: swp-potsdam.de/de/
entsorgung/container-und-mulden/
step-bag
Der kleine und flexible
Abfallbehälter
Die platzsparende Lösung
der Stadtentsorgung Potsdam
So funktioniert’s
1. Kaufen
Im STEP Online-Shop kaufen
und an einer der Ausgabe-
stellen in Potsdam abholen.
2. Befüllen
In unserem Abholgebiet
aufstellen und mit Abfall
befüllen.
3. Abtransport
Vereinbaren Sie online
einen Abholtermin für
den STEP Bag.
Die Vorteile des STEP Bags
im Überblick
Der kleine und flexible
der Stadtentsorgung Potsdam
So funktioniert’s
14 nuvo1/23
Aus dem Netzwerk
Vor dem Hintergrund der ständigen
Veränderungen unserer Zeit wäre es ver-
messen zu glauben, dass Unternehmen
noch rein zentral steuerbar sind. Füh-
rungskräfte kommen in unserer schnell-
lebigen Zeit rasch an die Grenzen ihrer
Aufnahme- und Verarbeitungsfähig-
keit. Genau aus diesem Grund sollten
Führungsaufgaben viel stärker verteilt
und die gesamte kollektive Intelligenz
im Unternehmen genutzt werden. Die
Überforderung, die unsere Führungs-
kräfte im digitalen Zeitalter wahrneh-
men, hat viel damit zu tun, dass sie sich
mehr als Manager denn als Leader ver-
stehen.
Viele Beiträge, wie New work, VOPA,
Work-Life-Balance, Agilität, Hybrid work,
etc., zeigen Führungsveränderungen auf,
aber keiner enthält eine Schritt-für Schritt-
Anleitung zur Umsetzung der Führungs-
veränderung im beruflichen Alltag.
INCLUSIVE Leadership hat diese Anlei-
tung. Eine Voraussetzung für die höhere
Beteiligung und Selbststeuerung der Mit-
arbeiter ist eine ausgeprägte Vernetzung
innerhalb der Unternehmen. Deswegen
müssen Chefs die Bildung von innerbe-
trieblichen Netzwerken fördern und die
Zusammenarbeit jenseits von Abteilun-
gen, Regionen oder Funktionen unter-
stützen.
Es müssen vor allem diejenigen ange-
sprochen und unterstützt werden, die:
• ihre eigene Organisation leiten und
dabei sowohl Management- als auch
Führungsaufgaben übernehmen.
• für ein Team von Mitarbeiter:innen
oder für eine Abteilung Verantwortung
übernehmen.
• Projekte leiten.
• „informelle“ Führungskräfte sind,
weil sie zum Beispiel aufgrund ihrer
Erfahrung den Respekt der Kolleg:in-
nen genießen.
• Mitarbeiter:innen in einer exponierten
Position sind, also zum Beispiel durch
ihre gute Vernetzung in der Organi-
sation Einfluss auf die Richtung des
Wandels nehmen können.
• in ihrer Organisation als „Change
Agents“ die Aufgabe haben, konstruk-
tive Entscheidungen in Veränderungs-
und Innovationsprozessen herbeizu-
führen.
• egal in welcher Position sie in der
Organisation tätig sind, mehr Verant-
wortung übernehmen möchten und
davon überzeugt sind, dass sich etwas
ändern sollte.
Der INCLUDE-Ansatz zielt darauf ab, das
Management zu verbessern. Es werden
Werkzeuge und Methoden zur Verfügung
gestellt, die Führungskräfte dabei unter-
stützen, Dinge (noch) besser richtig zu ma-
chen. Darüber hinaus geht es darum, die
richtigen Dinge zu machen, um in Zukunft
erfolgreich sein zu können. Leadership
im Sinne von INCLUDE zielt darauf, das
Neue zu wollen und zu ermöglichen. Das
ist nicht der gewöhnliche Unternehmens-
alltag. Die digitale Transformation ist aber
auch keine gewöhnliche Veränderung. Sie
ist eine Revolution!
INCLUDE ist eine Anleitung für die
Praxis, damit das Neue anders und auch
besser gestaltet werden kann als bisher. Er
berücksichtigt die revolutionären Verände-
rungen des digitalen Zeitalters, in dem ein
Mensch allein fast immer überfordert ist,
wenn er oder sie Entscheidungen für die
Zukunft treffen muss.
Verantwortung teilen
Leadership (und auch Management)
sollte daher auf möglichst viele Köpfe
verteilt werden. Aus diesem Grund ist es
notwendig, dass sich unsere Unterneh-
men und Organisationen für das Thema
„Selbstorganisation“ öffnen. Leadership
und Management kann zur Aufgabe
von möglichst vielen unterschiedlichen
Akteuren in einer Organisation werden.
Fremdsteuerung und die klassischen
Top-down-Hierarchien funktionieren nicht
mehr in einer digitalen und stark vernetz-
ten Welt. Die Realität komplexer Märkte
und Gesellschaften ist heute vollkommen
anders als im 20. Jahrhundert und kann
am besten bewältigt werden, wenn Ver-
antwortung geteilt und damit gemeinsam
übernommen wird. Führung muss inklusi-
ver werden.
„Selbstorganisation“ bedeutet dabei
keineswegs, dass Begriffe wie Macht und
Einfluss in Organisationen verschwinden.
Die klassische Hierarchieleiter, bei der
die Mitglieder einer Organisation sowohl
einer Führungskraft unterstehen als auch
für andere Mitarbeiter:innen Führungsver-
antwortung tragen, wird aber im Idealfall
durch viele natürliche Hierarchien, die sich
je nach Bedarf bilden, ergänzt oder sogar
ersetzt.
„Macht“ wird dort angesiedelt, wo
Teams oder Einzelpersonen über das
größtmögliche Know-how verfügen, um
richtig zu entscheiden. Wenn diese „Kön-
ner“ übernehmen dürfen, beschleunigt
das den gesamten Arbeits- und Entschei-
dungsprozess.
Führung im Sinne von „Inclusive Leader-
ship” bedeutet: „doing things with peop-
le rather than to people“. Damit wird die
starre Rollenverteilung von Leadern und
Followern durchbrochen. Ein Wechsel der
Rollen ist möglich und sinnvoll. Das „In-
clusive Leadership“-Konzept hat das Ziel,
diese Herangehensweise im Mindset aller
Beteiligten zu etablieren.
Alle fünf Entwicklungs-
bereiche ernst nehmen
Das INCLUDE-Konzept setzt auf fünf
Entwicklungsbereiche, die zusammen-
wirken und sich ergänzen. Beispielsweise
wird mehr Selbstorganisation im Bereich
„Prozess“ erst dann möglich, wenn mehr
Vertrauen im Bereich „Menschen“ zuei-
nander aufgebaut wird und die formale
Machtausübung im Bereich „Struktur“
begrenzt wird. Darüber hinaus benötigen
INCLUDE Leader ausgeprägte Chancen-
bzw. Risikokompetenz zur Beurteilung
technischer Neuerungen für die eigene
Organisation im Bereich „Technologie“
sowie eine gesunde Selbstwahrnehmung
insbesondere bezüglich der eigenen Fä-
higkeiten und Grenzen im Bereich „Lea-
der“. Darum ist es wichtig, den gesamten
INCLUDE-Prozess sowohl als Einzelperson
als auch als Organisation zu durchlaufen.
Es gibt keine Abkürzungen. INCLUDE
Leader zeichnen sich dadurch aus, dass
sie alle fünf Entwicklungsbereiche ernst
nehmen und sich in allen Bereichen
weiterentwickeln.
Führung im digitalen Zeitalter –
„Inclusive Leadership“ zeigt Ihnen, wie es geht!
nuvo1/23 15
Aus dem Netzwerk
Die beteiligten Partner des EU-Projekts
INCLUDE stellen die erarbeiteten Hilfsmit-
tel zur Umsetzung inklusiver Führung auf
ihren Webseiten kostenlos zur Verfügung.
Sie sind so konzipiert, dass eine Umset-
zung on the Job möglich ist.
Auf der Webseite des IBWF e.V. – das
Netzwerk für Mittelstandsberater stehen
Ihnen diese Produkte kostenlos zur Ver-
fügung:
Das Praxishandbuch „Inklusive Füh-
rung im digitalen Zeitalter: Praxishand-
buch für Leader und alle, die es werden
wollen“ liefert direkt am Arbeitsplatz an-
wendbare Lern- und Lehrmaterialien für
die Umsetzung eines neuen und moder-
nen Führungsansatzes. Das Handbuch
greift diverse moderne Methoden und Ins-
trumente auf, die eines gemeinsam haben:
Sie eignen sich für die Führungsaufgaben
der Zukunft in KMU, KMO und Start-ups.
Das Prozessmodell „Inklusive Führung
im digitalen Zeitalter: Grundlagen für
Leader und alle, die es werden wollen“
zeigt verständlich, wie die Einführung
eines neuen inklusiven Führungsansatzes
unter den Rahmenbedingungen der digi-
talen Transformation in einem KMU, KMO
bzw. einem Start-up Schritt für Schritt sys-
tematisch gelingen kann.
Das Curriculum „Inklusive Führung im
digitalen Zeitalter: Inhalte für Trainings
und Workshops“. Entsprechend dem
EQR-Level 5 zeigt dieses, was inklusive
Führungskräfte wissen und können müs-
sen, um selbständig und verantwortungs-
voll Probleme und Herausforderungen
durch die digitale Transformation in Ihrer
Organisation zusammen mit ihren Mitar-
beiter:innen lösen zu können.
Sind Sie neugierig auf das Thema
„Inclusive Leadership“?
Der E-Mail-Kurs „Inklusive Führung im
digitalen Zeitalter“ bietet einen leichten
und schrittweisen Einstieg in das Thema.
In wöchentlichen Mails erfahren Sie mehr
über Methoden der kollaborativen Zusam-
menarbeit im Team. Hier können Sie sich
direkt und kostenlos dafür registrieren:
Auf include-project.eu/all-products
können Sie die Produkte auch in den Spra-
chen Englisch, Bulgarisch, Griechisch, Pol-
nisch und Italienisch herunterladen.
Entwicklungsbereiche für Führungskräfte 33
zurück
Im Überblick: Die fünf Entwicklungsbereiche für inklusives
Führen im digitalen Zeitalter
INCLUDE unterscheidet fünf Entwicklungsbereiche, in denen sich Führungskräfte weiterent-
wickeln können, um auch im digitalen Zeitalter wirksam zu sein. Diese fünf Entwicklungsbe-
reiche sind:
Die fünf INCLUDE Entwicklungsbereiche
wirken zusammen und ergänzen sich.
Beispielsweise wird mehr Selbstorganisa-
tion (siehe Entwicklungsbereich „Prozess“)
erst dann möglich, wenn mehr Vertrauen
zueinander aufgebaut wird (siehe Entwick-
lungsbereich „Menschen“) und die formale
Machtausübung (siehe Entwicklungsbereich
„Struktur“) begrenzt wird. Darüber hinaus
benötigen INCLUDE Leader ausgeprägte
Chancen- bzw. Risikokompetenz zur Beurtei-
lung technischer Neuerungen für die eigene
Organisation (siehe Entwicklungsbereich
„Technologie“) sowie eine gesunde Selbst-
wahrnehmung insbesondere bezüglich der
eigenen Fähigkeiten und Grenzen (siehe
Entwicklungsbereich „Leader“). Darum
ist es wichtig, den gesamten INCLUDE
Prozess sowohl als Einzelperson als auch als
Organisation zu durchlaufen. Es gibt keine
Abkürzungen. INCLUDE Leader zeichnen
sich dadurch aus, dass sie alle fünf Entwick-
lungsbereiche ernst nehmen und sich in
allen Bereichen weiterentwickeln. Mehr dazu
erfahren Sie in
Kapitel 4.
Prozess
Leader
Techno-
logie
Struktur
Menschen
Leader
Selbstreflexion und
Selbsterkenntnis
Menschen
Entwicklung von
Beziehungen
Struktur
Ich, mein Team und
meine Organisation
Prozess
Eine gemeinsame Vision
leben und Veränder-
ungen bewirken
Technologie
Umgang mit digitalen
Entwicklungen, die
die Welt verändern
16 nuvo1/23
Aus dem Netzwerk
Der Fachkräftemangel hat sich zum
Haupthindernis der Energiewende ent-
wickelt, das spüren die Unternehmen in
den ostdeutschen Bundesländern beson-
ders stark. „Viele unserer Mitgliedsunter-
nehmen haben den Anspruch, innovativ
zu sein und sich als Vorreiter der Ener-
giewende auf dem Markt zu bewähren“,
erklärt Dr. Burkhardt Greiff, Präsident
des Unternehmerverbandes Branden-
burg-Berlin e.V. „Der gravierende Fach-
kräftemangel behindert nicht nur aktu-
elle Projekte und die Entwicklung neuer
Geschäftsfelder. Er bedroht die systema-
tische ökologische Transformation auf
breiter Front. Das könnte zu einer neuen
Welle von Deindustrialisierung und Ab-
wanderung sogar in traditionellen Indus-
trieregionen führen.“ Ein Szenario, dem
sich die ostdeutschen Unternehmerver-
bände seit Jahren entgegenstemmen.
Aus diesem Grund laden der Unterneh-
merverband Brandenburg-Berlin und der
Unternehmerverband Sachsen e.V. ein
zum 5. Ostdeutschen Unternehmertag
am 11. Mai 2023 unter dem Leitmotiv:
„Fachkräftemangel, Energie-
wende, Ökologische Trans-
formation. Wie ostdeutsche
Unternehmen passende
Mitarbeiter finden, binden
und ausbilden.“
Beim sehr erfolgreichen 4. Ostdeut-
schen Unternehmertag im September kris-
tallisierte sich dieser Schwerpunkt bereits
heraus: Der Fachkräftemangel betrifft ganz
konkrete Zukunftsbranchen und Berufsbil-
der – er darf keinesfalls auf Personaleng-
pässe zum Beispiel in der Pflege oder der
Gastronomie reduziert werden. Vor kurzem
veröffentlichte das Kompetenzzentrum
Fachkräftesicherung KOFA beim Institut
der deutschen Wirtschaft in Köln eine Stu-
die zur Fachkräftesituation beim Ausbau
der Solar- und Windenergie. Aktuell fehlen
hier bereits heute rund 216.000 Fachkräfte.
Doch um die Ziele des Erneuerbare-Ener-
gien-Gesetzes (EEG) bis 2030 zu erreichen,
müssen die jährlichen Ausbauraten von
Photovoltaik-Anlagen und Windrädern
um ein Vielfaches gesteigert werden. Dafür
werden Fachkräfte in Berufen gebraucht,
in denen schon jetzt Engpässe bestehen.
Der größte Mangel herrscht in der Bau-
elektrik, der Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik sowie der Informatik. Das
Nadelöhr der Energiewende mit einer
Lücke von knapp 17.000 sind Elektrik-Fach-
kräfte, ohne diese Qualifikation können
Arbeiten mit Starkstrom nicht stattfinden.
Neue Konzepte
sind dringend nötig
„Dabei sind die weiteren Facetten der
Energiewende noch gar nicht benannt“,
so Dr. Greiff. „Wenn aus jetzigen Energie-
verbrauchern selbst Stromproduzenten
werden, wenn Blockheizkraftwerke ein-
gesetzt werden oder geothermische An-
lagen zu betreiben sind, werden ja eben-
falls Fachkräfte benötigt.“
Das KOFA analysiert nicht nur die Lage,
sondern erarbeitet Handlungsempfehlun-
gen, die kleinen und mittelständischen
Unternehmen praktische Unterstützung
bieten. „Genau dies ist auch unser An-
spruch, statt allgemeiner Willensbekun-
dungen brauchen wir konkrete Lösun-
gen“, so Dr. Greiff. „Und das auf allen
Ebenen – in den Unternehmen selbst, vor
Ort in den Kommunen, den Ländern und
in der Bundespolitik. Fachkräfte zu finden
schließt gezielte Zuwanderung ein. Sie zu
binden, erfordert ein attraktives Betriebs-
klima und ein lebenswertes Umfeld. Mehr
gesellschaftliche Wertschätzung für eine
Berufsausbildung in den Mangelberufen
ist ebenfalls extrem wichtig.“
Hochkarätiges Programm
In zahlreichen Vorträgen und Diskus-
sionsforen wird das Leitthema erörtert:
Politiker der Bundesebene und aus ost-
deutschen Ländern, namhafte Experten,
Wirtschaftsförderer und erfolgreiche
Unternehmer kommen hier zu Wort. Eine
Diskussionsgrundlage mit Handlungs-
empfehlungen gibt Dirk Werner, Leiter
des Clusters Berufliche Qualifizierung
und Fachkräfte und des KOFA am Insti-
tut der deutschen Wirtschaft. Speziell zu
den Herausforderungen durch Fachkräfte-
mangel und Energiekrise für die ostdeut-
sche Wirtschaft wird der Parlamentarische
Staatssekretär im Bundesministerium für
Wirtschaft und Klimaschutz Michael Kell-
ner sprechen. Ebenso werden die Staats-
sekretärin im Bundesministerium für Arbeit
und Soziales Leonie Gebers sowie Hendrik
Fischer, Staatssekretär im Ministerium für
Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes
Brandenburg erwartet. Markus Behrens,
Chef der Regionaldirektion Sachsen-An-
halt und Thüringen der Bundesagentur
für Arbeit, wird unter anderem über An-
gebote der Agentur zur Förderung der
Aus- und Weiterbildung von potenziellen
neuen Mitarbeitern informieren. Unter
dem Stichwort Arbeitgeberattraktivität
widmet sich eine Diskussionsrunde dem
Thema Betriebliches Gesundheitsmanage-
ment. Die persönlichen Erfahrungen und
Lösungsideen von Unternehmerinnen und
Unternehmer sind an diesem Tag natürlich
5. Ostdeutscher Unternehmertag am 11. Mai 2023.
Fachkräfte für die Energiewende und ökologische Transformation finden, binden und ausbilden.
Rückblick: 4. Ostdeutscher Unternehmertag 2022
nuvo1/23 17
Aus dem Netzwerk
ebenfalls gefragt. Eine Ausstellung beglei-
tet den 5.Ostdeutschen Unternehmertag,
Interessenten für diesen Teil erfahren
Näheres auf der Website.
Warum ein Ostdeutscher
Unternehmertag?
„Die Präsidien der Unternehmerver-
bände Brandenburg-Berlin und Sachsen
haben ganz bewusst entschieden, einen
weiteren Unternehmertag für die Interes-
sen der ostdeutschen Wirtschaft zu organi-
sieren“, bekräftigt Dr. Burkhardt Greiff, der
als Sprecher die Interessengemeinschaft
der Unternehmerverbände Ostdeutsch-
lands und Berlin vertritt. „Es gibt nicht nur
weiterhin deutliche Unterschiede in der Si-
tuation und in den zentralen Herausforde-
rungen zwischen den Wirtschaftsräumen
Ost und West. Diese nehmen in jüngster
Zeit sogar wieder zu, dafür erhalten wir
sehr klare Signale von unseren Mitglieds-
unternehmen. Diesen Anliegen wollen
und werden wir Gehör verschaffen, denn
es geht um unsere wirtschaftliche Zukunft!“
Unterstützer des Unternehmertages
sind das Innovationsforum Ost, SIBB,
IBWF, media:net, der Handwerkskammer-
tag Land Brandenburg, BBAA Berlin-Bran-
denburg Aerospace Allianz e.V, die Bran-
denburgische Ingenieurkammer (BBIK),
INFRANEU und BNI.
Der 5. Ostdeutsche Unternehmertag
findet am 11. Mai 2023 im Kongresshotel
Potsdam, Am Luftschiffhafen 1 in 14471
Potsdam statt. Veranstalter ist comprend
GmbH, Potsdam.
Die Teilnahmegebühr beträgt 145,00 €,
für Mitglieder von UVBB, Unternehmerver-
bänden, Mitveranstaltern und Unterstüt-
zern 135,00 €. Alle Preise verstehen sich
pro Person zzgl. MwSt.
Markus Behrens, Chef der
Regionaldirektion Sachsen-
Anhalt und Thüringen der
Bundesagentur für Arbeit
Sprecher:innen
Ralph Bührig,
Hauptgeschäftsführer
Handwerkskammer
Potsdam
Hendrik Fischer, Staats-
sekretär im Ministerium
für Wirtschaft, Arbeit und
Energie
Mario Fökel,
Vertriebsdirektor
Signal Iduna Gruppe
Adalbert Kurkowski,
The Alternative Board
(TAB), Berlin West/Pots-
dam/Havelland/Potsdam
Mittelmark
Leonie Gebers,
Staatssekretärin im
Bundesministerium
für Arbeit und Soziales
Claudio Saurano,
Prokurist der LBBW Pen-
sionsmanagement GmbH
Dr. Matthias Geissler,
Geschäftsführer ZEFAS –
Zentrum für Fachkräfte-
sicherung und Gute Arbeit,
Chemnitz
Dirk Werner, Leiter Cluster
Berufliche Qualifizierung
und Fachkräfte und Kompe-
tenzzentrum Fachkräfte-
sicherung am Institut der
deutschen Wirtschaft (IW)
Dr. Burkhardt Greiff,
Sprecher der Interessen-
gemeinschaft der Unterneh-
merverbände Ostdeutsch-
lands und Berlin, Präsident
Unternehmerverband
Brandenburg-Berlin e.V.
Dr. Steffen Kammradt,
Geschäftsführer der Wirt-
schaftsförderung Branden-
burg (WFBB)
Michael Kellner,
Parlamentarischer Staats-
sekretär im Bundesminis-
terium für Wirtschaft und
Klimaschutz, Beauftragter
der Bundesregierung für
den Mittelstand
Thorsten Kramer,
CEO der Lausitz Energie
Bergbau AG
Michael Schulze
Geschäftsführer comprend GmbH
Tel. +49 331 58115800
Mobil +49 152 31061207
Mail michael.schulze
@comprend.de
Weitere
Informationen
und Anmeldung:
ostdeutscher-unternehmertag.de
Schirmherrschaft
Leading Partner und Sponsoren
18 nuvo1/23
Aus dem Netzwerk
Seit April 2021 gibt es das vielfältige
Angebot der Oberbank auch in Potsdam.
Persönliche Beratung sowie die Nähe zu
unseren KundInnen liegen uns ganz be-
sonders am Herzen.
Als unabhängige Regionalbank mit
Stammsitz in Linz/Österreich sind wir
längst über die Grenzen Österreichs hi-
nausgewachsen. Seit mehr als 150 Jahren
sind wir für unsere KundInnen erfolgreich
tätig und betreiben bereits seit dem Jahr
1990 Filialen in Deutschland.
Die Oberbank ist mit ihrem Filialnetz
in Österreich, Deutschland, Tschechien,
Ungarn und der Slowakei mit 2.162 Mitar-
beiterInnen tätig (Stand: 30.9.2021). „Ich
freue mich darauf, den erfolgreichen Weg
der Oberbank gemeinsam mit meinem
Expertenteam in der neuen Filiale in Pots-
dam fortzusetzen. Besonders wichtig sind
mir die Unterstützung und Betreuung des
gewerblichen Mittelstandes der Region.
Für Unternehmen bieten wir spezielle An-
gebote sowie hohes Know-how im Finanz-
bereich. Vertrauen Sie auf unsere maßge-
schneiderten, individuellen Lösungen in
Ihren Finanzangelegenheiten“, erklärt Tho-
mas Grunwald, Leiter der Filiale Potsdam.
Beratung durch unsere ExpertInnen
Um in jeder Hinsicht durch Qualität zu
überzeugen, hat die Oberbank auch in
Potsdam ein fachkundiges Team, welches
aus der Region stammt, zusammengestellt.
Filialleiter Thomas Grunwald und Firmen-
kundenberater André Kleinert sowie Fir-
menkundenassistentin Kerstin Koßack
werden sich vorwiegend um die Betreu-
ung der FirmenkundInnen und der Freibe-
ruflerInnen kümmern. Wir unterstützen Sie
bei Betriebsmittel- und Investitionsfinan-
zierungen sowie im grenzüberschreiten-
den Zahlungsverkehr mit unserem Know-
how. Vermögenden PrivatkundInnen steht
Marco Peisker als Wertpapierexperte zur
Verfügung. Thomas Tikalsky ist unser Spe-
zialist rund um das Thema Leasing.
Wir freuen uns darauf, Sie kennen zu
lernen!
Anders, weil: wir Wert auf persönliche
Beratung legen.
Das Team der Oberbank Heilbronn (v.l.n.r.): Thomas Tikalsky, Thomas Grunwald (Filialleiter), Olaf Bartholome (Geschäftsbereichsleiter),
Kerstin Koßack, Marco Peisker, André Kleinert.
Neues Mitglied im UVBB stellt sich vor
Oberbank: Beratung auch in Potsdam
Oberbank Potsdam
Berliner Str. 122, 14467 Potsdam
Tel. +49 331 200463-0
Mail po@oberbank.de
Mehr Zeit für Sie!
Beratung mit Terminvereinbarung:
Montag – Freitag 8.00 – 19.00 Uhr
nuvo1/23 19
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JEDER WILL DAHIN.
TISCHLER
TESLA
TRÄUMER.
20 nuvo1/23
Sichern Sie Ihren
Vorsprung mit der
richtigen Finanzierung.
Investitionen in digitale Prozesse,
nachhaltige Technologien und
globale Märkte sind Ihr Wett-
bewerbsvorteil der Zukunft.
Mittelbrandenburgische
Sparkasse
Zeit für
nachhaltige
Konzepte.
mbs.de/firmenkunden

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Nr. 1/2023 - Mittelstandsfinanzierung und Nachhaltigkeit

  • 1. Nr. 1/2023 • 6.Jahrgang • Das ostdeutsche Wirtschaftsmagazin Wir. Unternehmen. Zukunft. nuvo ISSN 2625-3356 Jens Krause Mittelbrandenburgischen Sparkasse Vorstandsmitglied der Andreas Koch Generalmanager bei der IHK Cottbus und Sprecher des Wasserstoffnetzwerks Lausitz „DurcH2atmen“ MBS unterstützt zuverlässig bei Mit Wasserstoff bleibt die Lausitz Krisenbewältigung und Transformation auch künftig Energieregion Mittelstandsfinanzierung und Nachhaltigkeit Dr. Burkhardt Greiff Präsident Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. Kohle, Öl und die Zuverlässigkeit der Politik!
  • 2. Aus­dem­Verband Advertorial Wir. Unternehmen. Zukunft. Gute­Gründe­für­eine­Mitgliedschaft­im­Verband Geschäftsstelle Potsdam Gabriele Görges, Sekretariat Drewitzer Straße 47 14478 Potsdam Geschäftsstelle Cottbus Sabine Kuschel Schillerstraße 71 03046 Cottbus Hier Mitglied werden: • praxisnaher Erfahrungsaustausch mit Unternehmen, Experten und Netzwerkern • Veranstaltungen, Foren und Workshops, kostenfrei oder zu Sonderkonditionen • Mitarbeit in Initiativen und Expertengruppen • Zugang zu aktuellen Studien, Fachmedien und Fachpublikationen rund um Mittelstandsthemen • Positionierung als Unternehmer durch Forderungen an die Politik • Interessenvertretung und proaktive Öffentlichkeitsarbeit • Exklusives Versorgungswerk mit weitreichenden Leistungen in Absicherung und Finanzierung • Bewertung und Übernahmen im Forderungsmanagement durch das Partnernetzwerk Der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin vertritt die Interessen des Mittelstan- des, arbeitet branchenoffen und parteipolitisch unabhängig. Er bildet ein Netzwerk der Kommunikation untereinander und baut Brücken für die Kommunikation mit Forschung und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Tel: 0331 – 810306 Fax: 0331 – 8170835 Mail: potsdam@uv-bb.de Tel: 0355 – 22658 Fax: 0355 – 22659 Mail: cottbus@uv-bb.de
  • 3. nuvo1/23 3 Vorwort Anzeige Kohle, Öl und die Zuverlässigkeit der Politik! Das Kohleausstiegsgesetz und das Strukturstärkungsgesetz sind Ergebnis lan- ger Verhandlungen mit allen gesellschaftli- chen Gruppen, die von dem Ziel betroffen sind, aus der Kohleverstromung ausstei- gen zu wollen. Verlässlichkeit ist für die Akzeptanz der Energiewende gerade in den Regionen, die besonders vom Struk- turwandel betroffen sind, unerlässlich. Ver- gessen wir nicht, wie abhängig Deutsch- land von der Kohle ist, sie ist immer noch Deutschlands wichtigster Energieträger für die Stromproduktion. Es müssen also Strukturen nach dem Abschalten vor- handen sein, die die Energieversorgung weiterhin sichern. Es wird nicht besser, wenn wiederholt die Forderung in Rich- tung 2030 oder 2033 durch das Bundes- wirtschaftsministerium aufgemacht wird. Abschalten und dann auf dem Trockenem sitzen bei gleichzeitig höherem Energie- bedarf funktioniert für die Wirtschaft und Privathaushalte nicht. Der „historische“ RWE-Klimakompromiss ist nicht so klima- freundlich, wie er im Oktober gefeiert wur- de. Denn die eingesparten CO2-Zertifikate kann RWE weiterverkaufen, zum Beispiel nach Tschechien. Das sind ca. 280 Mio. Tonnen CO2-Zertifikate, die vom Markt verschwinden müssten. Sind sie auch weg? Wenn die Zertifikate nicht gelöscht werden, sind sie das nicht und der „histo- rische“ Kompromiss ist nur ein fauler Trick. Die Zunahme der CO2-Emissionen im Jahr 2022 ist der Zuschaltung der Kraft- werke aufgrund der sanktionierten feh- lenden Gaslieferungen geschuldet. Ab- schalten ohne Alternativen ist eben nicht so einfach. Themenwechsel: Wie sieht es im PCK Schwedt und bei der Versorgungssicher- heit für die ostdeutsche Industrie und die privaten Endverbraucher mit Diesel, Ben- zin und weiteren Verarbeitungsprodukten aus? Verträge mit Polen und Kasachstan sind offenbar noch nicht vertragsreif, ob- wohl Berlin seit Sommer angeblich mit Kasachstan verhandelt. Informationen zur Kapazitätsauslastung schwanken zwischen 60% (PCK) und 70% (Bund). Die über- schaubaren Probelieferungen aus Polen, Kasachstan und weiteren Herkunftslän- dern ändern laut Expertenmeinungen kaum den Druck in den Leitungen. Polen bezieht derweil noch Erdöl aus Russland,dadieEUbisherkeineSanktionen gegen Pipelinelieferungen beschlossen hat. Ursprünglich stimmten sich Deutsch- land und Polen jedoch ab, mit Beginn des Jahres 2023 freiwillig auf russisches Erdöl zu verzichten. Dazu kam Mitte Januar die Blockade der polnischen Seite, Tanker – gechartert durch Rosneft – in Gdansk zu entladen. Diese mussten nach Rostock weitergeleitet und mit zahlreichen tech- nischen Schwierigkeiten dort entladen werden. Zuverlässigkeit sieht anders aus. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Da Russland in den letzten Jahren eine eigene „Schattenflotte“ aufbaute und über diesen Weg sanktioniertes Öl an den Sanktionen vorbei auf dem Weltmarkt und über Drittländer an Deutschland und die Welt bzw. Abnehmer in Deutschland ver- kaufte und verkauft, können wir uns be- ruhigt zurücklehnen, ein Tässchen Tschai trinken und hoffen, dass die Preise an den Tankstellen stabil bleiben. Ihr Dr. Burkhardt Greiff, Präsident Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. Dr. Burkhardt Greiff ... weil wir Open Source l(i)eben Informationen zum Einsatz von Open Source Software in Ihrem Digitalisierungprozess unter vcat.de
  • 4. 4 nuvo1/23 Die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist heute besser, als Prog- nosen im Herbst andeuteten. Auch die Chefvolkswirte der Sparkassen sehen in ihrer Wirtschaftsprognose keine In- solvenzwelle, keine besondere Rating- verschlechterung und auch keinen Ab- wärtstrend bei anderen Indikatoren für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der gewerblichen Kundinnen und Kunden. Trifft das auch für das Land Brandenburg zu? Fragen an Andreas Koch, Vorstands- mitglied der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Herr Koch, das klingt optimistisch. Doch wie ist die Lage in Brandenburg? Sie ist in der Tat besser als erwartet. Brandenburgs Wirtschaft erweist sich trotz der Belastungen aus den Preisanstiegen bei Energie und auf den Beschaffungs- märkten sowie Lieferschwierigkeiten als recht robust, wenngleich erste Anzeichen einer konjunkturellen Abkühlung erkenn- bar sind. Als Mittelstandsfinanziererin Nummer eins konnte die MBS letztes Jahr ihre Darlehensauszahlungen um 5,7 Pro- zent auf 1,14 Mrd. Euro steigern. Davon entfielen rund 472 Mio. Euro auf Unter- nehmen und Selbständige. Auch der Im- mobilienmarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr sehr dynamisch. Hier zeigen sich Resilienz und Stärke der mittelständischen Wirtschaft. Aber die He- rausforderungen sind riesig, und sie wer- den das auch auf längere Sicht bleiben. Welche sind das? Zu allererst die extrem gestiegenen Energiepreise, die alle damit verbundenen Kosten für Dienstleistungen und Produkte stark erhöhen. Energieintensive Branchen, wie Bäckereien und das gesamte verarbei- tende Gewerbe, leiden enorm darunter, aber es trifft auch viele weitere. Aber es sind nicht nur die Energiepreise? Nein, wir haben es mit einem Bündel an Herausforderungen zu tun. Neben den Energiepreisen wirken sich Nachfra- geschübe nach der Pandemie aus, au- ßerdem unterbrochene Lieferketten, die Sanktionen gegen Russland infolge des Angriffskrieges gegen die Ukraine. Darauf müssen die Unternehmen reagieren, was große Kraft kostet. Was steht hier für die MBS im Mittelpunkt? Hauptaufgabe der MBS ist die enge Be- gleitung ihrer Firmenkundinnen und -kun- den bei der Transformation im Hinblick auf die „vier ‚D‘“: Dekarbonisierung, Demo- graphie, Digitalisierung und in Ansätzen Deglobalisierung. Jetzt ist es Zeit, in die Unabhängigkeit von fossilen Energien und in Energieeffizienz zu investieren! Wenn wir die Klimaziele bis zum Jahr 2030 er- reichen wollen, sind deutschlandweit pro Jahr Investitionen in Höhe von 115 Mil- liarden Euro notwendig. Die Sparkassen halten dafür das Kreditangebot auf hohem Niveau aufrecht. Nutzen die Unternehmen das? Viele tun es bereits: Projekte für Photo- voltaik, Wärmepumpen, Solarthermie oder für Blockheizkraftwerke sind gefragter denn je. Sie erfordern jedoch Planungsvor- lauf, es gibt teils längere Lieferzeiten und begrenzte Installationskapazitäten. Umso wichtiger ist es, jetzt zu handeln. Sorge be- reitet mir eine gewisse Investitionszurück- haltung bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, die auf bessere Zeiten hof- fen – davor kann ich nur warnen. Wer jetzt nicht nachhaltig investiert, könnte dauerhafte Wettbewerbsnachteile spüren. Deshalb mein Appell: Nutzen Sie die Expertise unserer Beraterinnen und Berater. Die Inflation ist weiter hoch, die Kredit- zinsen steigen. Ist hier ein Ende in Sicht? Nein, zumindest ist das Ende noch nicht erreicht. Wir dürfen nicht vergessen, dass die jahrelange Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank der Ausnahme- fall war, die Zinswende wurde aus finanz- politischer Sicht zu spät eingeleitet. Auch wenn die Inflation sich in Folge sinkender Energiepreise abflachen wird, so müssen wir von weiterhin hohen Preisen bei Pro- dukten und Dienstleistungen ausgehen. Also keine Entwarnung? Wir kommen jetzt wieder in eine geld- politische Normalität. Leider nicht mit behutsamen Kurskorrekturen, sondern mit schnellen Schritten, was zu Herausfor- derungen führt – auch für Kreditinstitute. Aber dessen ungeachtet: Wir stehen unse- ren Kundinnen und Kunden, der hiesigen Wirtschaft und den Verbrauchern als ver- lässliche Partnerin zur Seite. In schwieriger Zeit unterstützt die MBS zuverlässig den Mittelstand bei Krisenbewältigung und Transformation Interview mit Andreas Koch, Vorstandsmitglied der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Aktuelles Andreas Koch Kundenkredite Forderungsbestände Mio. € 7000,00 6000,00 5000,00 4000,00 3000,00 2000,00 1000,00 0,00 2021 6135,10 6408,60 Kundenkreditvolumen 2021–2022 2022
  • 5. nuvo1/23 5 Energiepreisexplosion, Fachkräfteman- gel, gestörte Lieferketten – was als Schlag- worte täglich in den Medien auftaucht, kennen die Firmenkundenexpertinnen und -experten der MBS als konkrete He- rausforderungen ihrer gewerblichen Kun- dinnen und Kunden. „Wir halten engen Kontakt, um die Lage zu kennen und bei Bedarf frühzeitig mit Finanzierungsange- boten unterstützen zu können“, sagt Kars- ten Wagner, Direktor Firmenkunden der MBS. „Wir sind von uns aus in der Corona- Pandemie auf Firmen zugegangen, um auf eventuelle Probleme reagieren zu können. Und wir begleiten natürlich auch jetzt so flexibel und unbürokratisch wie möglich.“ Denn obwohl sich die Lage bei Gas und Strom etwas beruhigt hat, ist die Verun- sicherung weiterhin groß. Um Kosten zu senken und ihre Preise abzusichern, be- treiben viele Unternehmen den Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Auch Bio- gas und Abwärmenutzung stehen auf der Tagesordnung. „Manche versuchen, von Gas auf Strom umzustellen, müssen dann aber feststellen, dass die Stromnetze das gar nicht hergeben“, so Karsten Wag- ner. „Neue Kabel zu verlegen, bedeutet Genehmigungsverfahren beim Netzbe- treiber, zusätzlichen Planungsaufwand, Schachtarbeiten, Straßensperrungen usw. Das bremst die Bemühungen erheblich.“ Solche Unwägbarkeiten bei Investitionen mit im Blick zu haben, ist für die MBS-Be- raterinnen und -berater Alltag, und sie unterstützen mit ihren Möglichkeiten. Region ist attraktiv für Investitionen – und wird das auch bleiben Das Land Brandenburg ist für Investitio- nen ein sehr attraktiver Standort. „Das ist toll, verschärft allerdings den Fachkräfte- mangel weiter“, schätzt Karsten Wagner ein. „Ein Indiz für Zuzug ist der Immobi- lienboom.“ Die MBS ist einer der größ- ten Immobilienfinanzierer in der Region, sowohl bei privaten als auch bei gewerb- lichen Projekten. 62 Prozent der Kreditzu- sagen (736 Mio. Euro) betrugen die Woh- nungsbaukredite im Jahr 2022. Doch: Lieferengpässe verlängern Bau- vorhaben, die Kosten steigen und sind kaum planbar. „In der Regel sind Reserven eingeplant, die werden jetzt gebraucht“, erklärt Karsten Wagner. „Im Moment zö- gern potenzielle Bauherren, doch die Re- gion bleibt attraktiv, sinkende Preise für Immobilien auf breiter Front sehen wir nicht.“ Herausfordernde Jahre brauchen Kompetenz und Zusammenhalt Der Firmenkundenchef rät zu einem kühlen Kopf: Die kommenden Jahre dürf- ten herausfordernd bleiben, die Volatili- tät der Märkte ist hoch. Bei Baustahl zum Beispiel sei der Preis nach einem kurz- zeitigen starken Anstieg infolge des Uk- raine-Krieges wieder deutlich gesunken, weil inzwischen u. a. die Türkei als Stahl- lieferant einsprang. Ein anderes Beispiel: Ein energieintensives brandenburgisches Unternehmen mit einem Standort in Polen wollte dort ursprünglich von Kohle auf Erdgas umstellen und musste dieses Vor- haben dann stoppen. Jetzt wird in eine Rauchgasfilteranlage investiert, um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Hier gilt es, langfristig zu planen und zu investieren, dabei aber flexibel zu bleiben und sich mit entsprechender Liquidität für etwaige Unwegbarkeiten abzusichern. Nachgewiesene Expertise auch im Auslandsgeschäft All das spricht dafür, bei der Unterneh- mensentwicklung auf kompetente Unter- stützung bei der Planung und Umsetzung der Finanzierung zu vertrauen. Diese bie- tet die MBS als größte Flächensparkasse Deutschlands an. Übrigens: Für Import- und Exportgeschäfte brandenburgischer Unternehmen betreibt sie das „Kompe- tenzCenter Ausland/S-International Bran- denburg“, acht weitere brandenburgische Sparkassen gehören zum Verbund. Vom internationalen Zahlungsverkehr über Ab- sicherungsprodukte wie Akkreditive und Garantien bis zum Währungsmanagement begleitet diese hochspezialisierte Abtei- lung die Auslandsgeschäfte der hiesigen Unternehmen. Ulrich Conrad Zum MBS-Firmenkundenportal: Bei Unternehmensfinanzierungen stets die individuelle Situation und konkrete Zukunftschancen im Blick Aktuelles Karsten Wagner
  • 6. 6 nuvo1/23 Hauptuntersuchung(HU)- Digital Nehmen wir ein naheliegendes Bei- spiel: Ihr Auto. Regelmäßig müssen Sie mit Ihrem motorisierten Gefährt in die Werkstatt, um sich die TÜV-Plakette zu holen. Dort wird geprüft, wie fahrtüchtig ihr Auto noch ist, wo es in Zukunft Repa- raturbedarf gibt und welche Teile definitiv ausgetauscht werden müssen. Diese Kennwerte können auch auf Ihr Unternehmen im Hinblick auf die Digi- talisierung übertragen werden. Bei der strukturierten Analyse wird geprüft, wie zukunftsfähig Ihr Unternehmen in Ihrer je- weiligen Branche mit dem aktuellen Stand der Hardware und Software sein wird. Im Weiteren wird darauf geachtet, wo es Ver- besserungen geben kann und welche Stol- persteine definitiv aus dem Weg geräumt werden müssen, damit Ihr Unternehmen am zukünftigen Markt partizipieren kann. Experten sind sich einig: Um langfristig im Wettbewerb und am Markt bestehen zu können, braucht es die digitale Trans- formation! Dabei geht es nicht um die Qualität des Produktes, des Services oder um die Kompetenz gegenüber Wettbewerbern, sondern darum, dem zukünftigen Stan- dard gerecht zu werden. E-Mail-Kontakt, Websites, Online-Marketing und Sicht- barkeit im Netz sind in vielen Branchen heute schon der Standard. Auch die aktuellen Krisen zeigen deutlich: Wer sich frühzeitig im Netz positioniert und seine Sichtbarkeit und Reichweite ausbaut, ist deutlich resilienter als die Konkurrenz. Bei der HU-Digital gibt es – genauso wie beim TÜV – einen ausführlichen Prüfbericht für Ihr Unternehmen. Dort enthalten sind eine Mängelliste und vor allem wertvolle Hand- lungshinweise, mit deren Hilfe Sie diese Mängel abstellen und somit Ihr Unter- nehmen zukunftsfähig ausrichten können. Konkret widmet sich die HU-Digital aus- gewählten Fragen zu Ihren Prozessen, der Produktion, dem Kundenprozess, Sales und Marketing, Mitarbeiterführung und Unternehmensführung. Es wird der Fort- schritt Ihrer Digitalisierung mit den ak- tuellen und absehbaren Standards Ihrer Branche verglichen. Mit Fokus auf den effizienten Umgang mit Ihren Ressourcen erhalten Sie klare Handlungsempfehlun- gen zum Aufbau Ihres digitalen Unter- nehmens. Wie läuft die HU-Digital ab? Vor der tatsächlichen Analyse sollte stets ein kostenloses Erstgespräch mit dem Berater geführt werden. Hier können Sie bereits Ihre aktuelle Situation schildern und erste Fragen stellen. Gemeinsam werden die weitere Vorgehensweise, der Zeitplan und eventuelle Untersuchungs- schwerpunkte besprochen. Übrigens: Für die HU-Digital können unter Umständen verschiedene Förderprogramme in An- spruch genommen und damit die Kosten erheblich gesenkt werden. Auch hierzu werden im Erstgespräch die Vorausset- zungen erörtert und weitere notwendige Schritte besprochen. Die HU-Digital selbst dauert je nach Unternehmensgröße in der Regel 2-5 Beratungstage vor Ort in Ihrem Unternehmen. In dieser Zeit finden neben Gesprächen mit der Geschäftslei- tung und entscheidenden Mitarbeitern vor allem auch die Praxisbeobachtungen statt. Diese werden in allen relevanten Abtei- lungen des Unternehmens durchgeführt, wie Produktion, Finanzwesen oder IT. Im Anschluss werden Prüfbescheinigung und der Untersuchungsbericht mit Handlungs- hinweisen gefertigt. Dieser wird mit Ihnen ausführlich besprochen. Sie entscheiden, ob, wie und wann die Handlungsempfeh- lungen umgesetzt und an der Lösung der erkannten Herausforderungen gearbeitet werden soll. Industrie 4.0 – Und jetzt? Der Fortschritt lässt sich nicht aufhal- ten. Was bei der Industrie 4.0 anders ist als in den vorherigen Stadien, ist die Geschwindigkeit, mit der er vonstatten geht. Digitalisierung ist eine große Wort- hülse, bei der viele erstmal an bürokra- tische Vorgänge und die Aktualisierung des alten Rechners an der Empfangsthe- ke denken. Allerdings steckt viel mehr dahinter. Um hier einen vernünftigen Ansatz zu finden, ist es sinnvoll, eine er- fahrene Beratung hinzuzuziehen. Diese bietet die B2Digital UG. Olaf Bienek, Geschäftsführer B2Digital UG Aus dem Netzwerk
  • 7. nuvo1/23 7 Jetzt kostenlos anmelden So wird Ihr Business klimaneutral In unserem 30-minütigen Online-Seminar „Klimaneutrales Unternehmen“ erklären wir Ihnen, wie die grüne Transformation gelingt. Sie erhalten wert- volle Einblicke in ökonomische Aspekte, individuelle Chancen, Lösungen und interessante Fallbeispiele. Online informieren und Termin vereinbaren: business.ewe.de/webinar-klimaschutz EWE VERTRIEB GmbH, Cloppenburger Straße 310, 26133 Oldenburg
  • 8. 8 nuvo1/23 Ratgeber Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist aus Sicht der Arbeitgeber ein wichtiges Instrument zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften und für Mitarbeitende ein Eckpfeiler für deren Absicherung im Alter. Sie ist zwar komplex in ihrer rechtlichen Ausgestaltung und für den Arbeitgeber zunächst oftmals aufwändig in der Verwal- tung. Aber gute Anbieter von bAV-Lösun- gen nehmen den Arbeitgebern viele die- ser Aufgaben ab – beispielsweise durch die Verwaltung der Verträge auf digitalen Plattformen. Ohne Zweifel spielen bei der Auswahl für eine betriebliche Altersversorgung Rendite- und Sicherheits-Abwägungen die wesentliche Rolle. Zusätzlich erhält jedoch deren nachhaltige Ausrichtung ein immer stärkeres Gewicht. Ganz direkt bei den Mitarbeitenden, die von der bAV profitie- ren, aber auch bei der Beurteilung des ge- sellschaftlichen Engagements eines Unter- nehmens durch die Öffentlichkeit. Dabei stehen die so genannten ESG-Kriterien für die Kapitalanlage der Beiträge im Fokus: „E“ steht für „Environment“, wie Umwelt, „S“ für „social“, wie Arbeitssicherheit und Gesundheit sowie „G“ für Governance, eine nachhaltige Unternehmensführung. Mit einer ESG-konformen Beratung und einem entsprechenden Angebot wird das Unternehmen als zukunftsgerichtet wahr- genommen. Dabei geht es inzwischen um mehr als ein gutes Gefühl – Unternehmen steigern mit einer nachhaltigen Ausrichtung spürbar den Wert ihrer Arbeitgebermarke und verschaffen sich so einen Vorteil im Wettbewerb um talentierte Arbeitskräfte. Ratings geben Orientierung bei Anbieterauswahl Der Anspruch an einen Durchführungs- partner ist durch das Kriterium Nachhaltig- keit noch einmal gestiegen. Ratings geben bei der Auswahl Orientierung. Gleich drei aktuelle Bewertungen unabhängiger Ins- titute belegen das hohe Niveau der Pro- dukte und Services von SIGNAL IDUNA. Mit speziell auf die jeweiligen Branchen zugeschnittenen Zielgruppenlösungen in der bAV überzeugt der Versicherer seit Jahrzehnten viele Arbeitgeber und Arbeit- nehmer. Das Institut für Vorsorge und Finanzpla- nung GmbH (IVFP) hat der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG im „bAV-Kom- petenz-Rating 2022“ die Höchstwertung „exzellent“ verliehen. Das IVFP betrachtet dabei die bAV-Kompetenz der Anbieter gesamthaft. Dafür wurden 25 Unterneh- men anhand von 87 Einzelkriterien in den Bereichen Beratung, Haftung, Service und Verwaltung geprüft und bewertet. Direktversicherung: sicher, renditestark und nachhaltig Das IVFP untersucht auch regelmäßig Direktversicherungen für die betriebliche Altersversorgung. Für die diesjährige elfte Auflage des Ratings wurden 81 Tarife von 40 Anbietern verglichen. In die Gesamt- bewertung flossen vier Teilbereiche ein: Unternehmensqualität, Rendite, Flexibi- lität sowie Transparenz und Service. Die in diesem Jahr vollständig überarbeitete „SI Global Garant Invest Betriebliche Ren- te“ von SIGNAL IDUNA erhielt sowohl in der Gesamtbewertung als auch in allen Teilbereichen ein „sehr gut“. In der be- trieblichen Altersversorgung von SIGNAL IDUNA gibt es ein festes Beitragsgarantie- niveau von 80 oder 90 Prozent – abhängig vom gewählten Produkt. Das gewährt eine hohe Sicherheit und ermöglicht gleichzei- tig, Beitragsanteile in chancenreiche An- lagen zu investieren. Dabei ist SIGGI über die gesamte Vertragslaufzeit nachhaltig ausgerichtet, also in der Anspar- und Rentenphase. Das ist eine Besonderheit am Markt. Alle drei Anlagetöpfe, in die die Sparbeiträge der Kunden investiert werden, sind nachhaltig gestaltet: das Sicherungsvermögen, der SIGNAL IDU- NA-eigene Spezialfonds und die freien Fonds. Dabei werden ökologische, soziale und ethische Standards berücksichtigt. In- vestiert wird beispielsweise stark in Wind- und Solarparks. Ausgeschlossen werden hingegen unter anderem Unternehmen mit vorrangig kohle- oder erdölbasierten Geschäftsmodellen sowie die Stromerzeu- gung aus Kernenergie oder die Herstel- lung geächteter Waffen. Fairste bAV-Anbieter aus Sicht der Beschäftigten Besondere Aussagkraft bekommen Ra- tings immer dann, wenn Kunden direkt mitentscheiden. Die Servicevalue GmbH und die Redaktion von Focus Money ha- ben daher Arbeitnehmer danach befragt, welche Betriebsrenten-Versicherer sie als besonders fair wahrnehmen. Um Fair- ness mess- und vergleichbar zu machen, wurden in der Studie die fünf Teilberei- che Produktleistung, Kundenberatung, Kundenservice, Kundenkommunikation und Preis-Leistungs-Verhältnis betrachtet. Auch beim Rating der fairsten Anbieter aus Kundensicht zählt die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG mit einem „sehr gut“ zu den Spitzenreitern. Gemeinsam mit einem starken und nachhaltig ausgerichteten Partner kön- nen Arbeitgeber mit einer betrieblichen Altersversorgung viel mehr erreichen als nur einen Rechtsanspruch zu erfüllen und die Lohnnebenkosten zu senken. Ein überzeugendes Angebot erhöht die Motivation der Beschäftigten und bindet qualifizierte Fachkräfte langfristig an das Unternehmen. Nachhaltige betriebliche Altersversorgung bindet Fachkräfte und signalisiert Zukunftsbewusstsein
  • 9. nuvo1/23 9 Aus dem Netzwerk Your business is our business zielgruppe-Chef Stefan Bloschies und comprend-Geschäftsführer Michael Schulze sind sich einig: „Durch die enge Zusammenarbeit un- serer beiden alteingesessenen Kommunikationsagenturen kommt ein frischer Wind in unser Leistungsportfolio und vor allem in die Angebote, die wir unseren Kunden, überwiegend Unternehmen aus der Region, künftig machen können.“ In der Tat: Mit der Partnerschaft zwischen der Agenturgruppe AD AGENDA/ zielgruppe kreativ und dem erfahrenen PR-Dienstleister comprend ist ein kreatives Powerhouse im Entstehen, das der fortschreitenden Diversifi- zierung der Kommunikationskanäle und inhaltlichen Bedürfnisse mittel- ständischer, aber auch Konzernkunden Rechnung trägt. Eine mittelstän- dische Agentur allein kann – zumal in Zeiten der Digitalisierung – immer schwerer die Vielfalt und Breite der Kommunikationsanforderungen ab- bilden und bewältigen. Deshalb verzahnen beide Partner von nun an ihre Ressourcen und Kompetenzen auf den Gebieten der digitalen und klas- sischen Werbung einerseits und der Public Relations und Public Affairs andererseits. Hinzu kommt die einzigartige und mehrfach preisgekrönte Expertise von AD AGENDA/zielgruppe kreativ in Sachen Eventkonzeption und -durchführung. Für die Kunden bedeutet das: Sie profitieren von einem ganzheitlichen Beratungsansatz aus einer Hand, der jetzt noch zielgerichteter auf die eigenen Marketing- und Kommunikationsbedürfnisse zugeschnitten wird. Schlanke, bewegliche Kommunikation trifft kreative Vielfalt Als inhabergeführte, unabhängige Agenturgruppe entwickelt AD AGENDA/ zielgruppe kreativ Kommunikationskampagnen und Veranstaltungskon- zepte für regional aktive oder ansässige Kunden wie die GASAG-Gruppe, EMB Energie Mark Brandenburg, Wirtschaftsförderung Brandenburg GmbH, Eberswalder Wurst GmbH, berlinovo, Märkisches Zentrum und LMBV. Anspruch der Agentur ist es seit jeher, dass die klassischen und inter- aktiven Marketinglösungen, die Live-Kommunikation, Werbung und Unternehmenskommunikation einen nachhaltigen Mehrwert schaffen müssen. Aus einem tiefen Verständnis für die Thematik und Spezifik der unterschiedlichen Kunden erkennt die Agentur frühzeitig aktuelle Ent- wicklungen und Einflüsse und trägt so mit maßgeschneiderten Lösungen und Kommunikationsangeboten dazu bei, Marketingziele wirksam zu erreichen. „Wir sind von Anfang an eng mit unserer Heimatregion verbunden und engagieren uns mit Leidenschaft und Freude für die Stärkung der hiesi- gen Wirtschaft.“, so Stefan Bloschies. Kommunikation aus und für die Hauptstadtregion Dies gilt gleichermaßen für comprend, die vom Inhaber Michael Schulze geführt wird. Schulze ist seit 1990 auf dem Gebiet der Öffentlichkeits- arbeit unterwegs – in Berlin und Brandenburg – und bestens vernetzt. Das Kerngeschäft von comprend ergänzt das Portfolio von AD AGENDA/ zielgruppe kreativ auf ideale Weise: politische Kommunikation, Medien- arbeit, Krisen- und interne Kommunikation sowie Corporate Social Res- ponsibilty, das Kommunizieren der gesellschaftlichen Verantwortung eines Unternehmens. Erfolgreich zum Einsatz gebracht hat das Team von comprend sein um- fassendes Spezial-Know-how für Projekte und Kampagnen von Kunden wie Securitas, die Mittelmärkische Wasser und Abwasser GmbH, die Stadtentsorgung Potsdam und die Deutsche Energie-Agentur (dena). „Kommunikation muss Verstand und Gefühl gleichzeitig ansprechen.“, so das Credo von comprend. Von nun an tun das beide Partner gemeinsam. AD AGENDA Kommunikation und Event GmbH zielgruppe kreativ Gesellschaft für Marketing und Kommunikation mbH Albert-Einstein-Straße 14 | 12489 Berlin-Adlershof Tel.: 030 6780413-12 | Mobil: 0170 3303434 | info@die-zielgruppe.com www.zielgruppe-kreativ.com | www.ad-agenda.com Leistungen: digitale und analoge Kommunikation, Eventmanagement, Video- und Filmproduktion, Corporate Design comprend GmbH Dennis-Gabor-Straße 2 | 14469 Potsdam Tel. 0331 581158-00 | Mobil: 0152 31061207 | info@comprend.de www.comprend.de Leistungen: Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, politische Kommunikation, Employer Branding, interne Kommunikation Eines von drei Social-Media- Motiven der aktuellen Energie Mark Brandenburg- Kampagne, die von zielgruppe kreativ GmbH entwickelt wurde Stefan Bloschies und Anja Nienbarg, Geschäftsführer der Agenturgruppe AD AGENDA/zielgruppe kreativ Seit mehr als zwei Jahrzehnten sind die Agenturgruppe AD AGENDA/zielgruppe kreativ aus Berlin und die Potsdamer PR-Agentur comprend für Unternehmen in der Hauptstadt- region tätig. Jetzt bündeln sie ihre kommunikativen Kompetenzen im Rahmen einer strategischen Partnerschaft.
  • 10. 10 nuvo1/23 Aktuelles Jens Krause ist Generalmanager für die Themen Strukturwandel, Infrastruk- tur und Mobilität bei der Industrie- und Handelskammer Cottbus. Als Sprecher des 2019 gegründeten Wasserstoffnetz- werks Lausitz „DurcH2atmen“ macht er sich besonders für das Thema Wasser- stoff (H2) stark. Das länderübergreifende Netzwerk sorgt dafür, dass die „Wasser- stoffmodellregion Lausitz“ mit Leben er- füllt wird. Herr Krause, welche Aufgaben hat das Wasserstoffnetzwerk Lausitz „DurcH2- atmen“? Das Wasserstoffnetzwerk Lausitz ist ein Zusammenschluss von aktuell über hun- dert Unternehmen, Städten, Kommunen und weiteren Stakeholdern, die Wasser- stoff und die Wasserstofftechnologie in der Lausitz als künftigen Energieträger marktfähig machen möchten. Das Netz- werk unterstützt alle Projektträger und Investoren bei der Entwicklung, Finan- zierung und Umsetzung ihrer regionalen Wasserstoffprojekte in der Lausitz. Neben der Produktion von grünem Wasserstoff stehen hier vordergründig auch Projekte zur Nutzung von Wasserstoff, der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur und die Zu- sammenarbeit Wirtschaft-Wissenschaft im Vordergrund. Momentan begleiten wir über vierzig Wasserstoffprojekte (siehe Übersichtskarte). Wie steht es mit der Erzeugung von H2? Im Augenblick planen über zehn ver- schiedene Projektentwickler die Erzeu- gung von grünem Wasserstoff in der Lau- sitz. Die LEAG zum Beispiel wird künftig einer der großen Erzeuger von grünem Wasserstoff werden. Darüber hinaus ist die Enertrag AG bereits einer der größ- ten Erzeuger von grünem Strom, der für die Herstellung von grünem Wasserstoff benötigt wird. Konkrete H2-Projekte sind auch auf dem neuen Industrieparkgelände Green Areal Lausitz (GRAL) in Jänschwal- de/Drewitz, in Schwarze Pumpe sowie in Elbe-Elster geplant. Zusätzlich dazu plant die Enertrag den Bau einer Fabrik zur Her- stellung von synthetischen Kraftstoffen und grünem Kerosin in Schwarze Pumpe, wo Wasserstoff als Ausgangsstoff benötigt wird. Ein Komplettpaket aus Grünstrom- erzeugung, grüner Wasserstoffproduktion, H2-Tankstelle und Vermietung von mit Wasserstoff angetriebenen Bussen und LKWs bietet das Unternehmen GP Joule künftig in Klettwitz an. Auch das PtX Lab Lausitz in Cottbus bereitet im Auftrag des Bundesumweltministeriums aktuell den Bau einer Anlage zur Erzeugung von syn- thetischem Kerosin, dem neuen grünen Treibstoff für die Luftfahrt, voran. Darüber hinaus hat im Juli 2022 das Unternehmen Hy2Gen den Bau einer großindustriellen Produktionsanlage für Wasserstoff und synthetische grüne Treibstoffe im Indus- trieparkGRALinDrewitzbekanntgegeben. Mit Wasserstoff bleibt die Lausitz auch künftig Energieregion Jens Krause
  • 11. nuvo1/23 11 Aktuelles Welche Themen stehen in Sachen H2 aktuell ganz oben auf der Agenda? Im Mobilitätsbereich gibt es aktuell den größten Handlungsdruck. Busunter- nehmer, LKW-Spediteure und auch Pri- vatpersonen suchen Alternativen zu stark im Preis gestiegenem Diesel und Benzin. Auch die momentane Erdgasknappheit führt dazu, dass viele Menschen über al- ternative Energieträger nachdenken. Hier kann und wird die Wasserstofftechnolo- gie eine gute Ergänzung bieten können. Leider gibt es zurzeit in der gesamten Lausitz aber noch keine einzige Wasser- stofftankstelle. Das wird sich jedoch in den nächsten zwei Jahren ändern. In Cottbus, Forst, Klettwitz, Lübben und Wildau ist der Bau der ersten Wasserstoff-Tank- stellen aktuell in Vorbereitung. Das be- gleiten wir als Wasserstoffnetzwerk aktiv. Mit der Übergabe der Förderbescheide zur Anschaffung von 32 Wasserstoffbus- sen an die Cottbusverkehr GmbH und an die Verkehrsgesellschaft des Landkreises Dahme-Spreewald RVS im vergangenen Jahr, werden nun auch in absehbarer Zeit die ersten Wasserstoffbusse in unserer Region fahren. Für alle noch unentschlos- senen Bus- und LKW-Unternehmer hat das Wasserstoffnetzwerk Lausitz am 10. Oktober 2022 einen Praxistag zur Vorfüh- rung von mit Wasserstoff angetriebenen Bussen und LKWs als „Lausitzpremiere“ organisiert. Die Resonanz an interessierten Teilnehmern war sehr, sehr groß. Die Fahr- zeuge haben gezeigt: Die Technologie ist einsatzbereit. Darüber hinaus ist geplant, die Lausitz an die neu zu bauende 100% Wasserstoff- pipeline anzuschließen. Diese wird den Hafen Rostock als künftigen Wasserstoff- Verladehafen über Rüdersdorf (Chemex) und Eisenhüttenstadt (Arcelor Mittal) mit der Lausitz verbinden. Um zu ermitteln, wo diese H2-Pipeline künftig genau ver- laufen muss, um möglichst viele Wasser- stoffproduzenten mit künftigen Wasser- stoffnutzern zu verbinden, hat jetzt die Strukturwandelregion Lausitz eine Mach- barkeitsstudie gestartet. Wir als Wasser- stoffnetzwerk Lausitz unterstützen diese Aktivitäten und rufen alle Interessierten in der Lausitz auf, sich an der Studie zu be- teiligen. Alle Details dazu auf der Internet- seite cottbus.ihk.de/wasserstoffnetzwerk. Die Herstellung von H2 ist bereits mög- lich, aber noch relativ teuer. Kann diese Technologie überhaupt effizient sein? Wir haben aktuell eine Energiekrise in Deutschland. Die Preise steigen in einem nie dagewesenen Tempo. Natürlich, ohne Strom kann kein H2 hergestellt werden. Strom und Erdgas sind aktuell sehr teuer. Aber gerade deshalb müssen wir uns um Alternativen kümmern. Wasserstoff ist die momentan vielversprechendste Techno- logie! Was braucht es, damit diese Alternative real wird? In erster Linie bedarf es mutiger und zu- kunftsorientierter Politiker und Unterneh- mer, die in der Kombination von marktför- dernden rechtlichen Rahmenbedingungen mit privatwirtschaftlichen Investitionen die Wasserstofftechnologie in Deutschland und so auch in der Lausitz voranbringen. Die Lausitz hat das Glück, dass bei Wasser- stoff-Projekten auch Fördermittel aus dem Strukturwandeltopf und künftig aus dem JTF-Funds genutzt werden können. Hier- für setze ich mich auch in meiner Funktion des Sprechers der Strukturwandelwerk- statt „Infrastruktur und Mobilität“ ein, über die schon einige Wasserstoffprojek- te gefördert werden. Am wichtigsten sind aber die Menschen in der Lausitz, die mit ihrer Fachkenntnis und ihrem Engagement dazu beitragen, dass diese Technologie in der Lausitz Wirklichkeit wird. Wir sind heu- te noch „Braunkohle-Energieregion“. Un- ser Anspruch ist es, dass die Lausitz auch zukünftig Energieregion bleibt, nämlich „Wasserstoff-Energieregion“. LEAG-CEO Thorsten Kramer stellte auf der Pressekonferenz beim Ostdeutschen Energieforum die GigawattFactory Lausitz vor. Kraftwerk Schwarze Pumpe. Am Standort werden konkrete H2-Projekte verwirklicht. Kontakt jens.krause@cottbus.ihk.de Tel. 0355/3651100 oder 0151/18236519 cottbus.ihk.de/wasserstoffnetzwerk
  • 12. 12 Kolumnentitel nuvo1/23 IMPRESSUM: NUVO – Netzwerk Unternehmerverbände Ostdeutschlands – Wir. Unternehmen. Zukunft. Ausgabe 1/2023 • ET: 24.02.2023 • Gesamtauflage: 3.500 • Herausgeber/V.i.S.d.P: comprend GmbH • Geschäftsführer: Michael Schulze Dennis-Gabor-Straße 2 • 14469 Potsdam • Tel.: 0331 58115800 • E-Mail: info@comprend.de • www.comprend.de • Redaktion: Michael Schulze Autoren: Dr. Ulrich Conrad, Michael Schulze • Satz und Druckvorbereitung: webreform GmbH • Anzeigen: Michael Schulze • Fotorechte: pixabay (S. 1 Titelbild), Kathleen Friedrich (S. 1 u., S. 3 o., S. 17, 7. v.o., l.), Stefan Specht (S. 1 o., S. 3), Christina Gaudlitz (S. 1 m., S. 10), LEAG (S. 11, S. 17 u. l.), Conpro-Paul Weigl (S. 12), Jürgen Sendel/pictureblind (S. 16), Hendrik Fischer: Till Budde (S. 17, 3. v.o., l.) Michael Lüder (S. 17, 2. v.o., l.), J. Denzel/BPA (S. 17, 5. v.o., l.), Dr. Geissler: Kristin Schmidt; (S. 17, 6. v.o., l.), David Marschalsky (S. 17, 8. v.o., l.), BMWK/Susanne Eriksson (S. 17, 9. v.o., l.), fotomanufaktur_schnittfincke (S. 17, o. r.), LBBW (S. 17, 2. v.o., r.), IW Köln (S. 17, 3. v.o., r.), FOTOZIMMER POTSDAM (S. 18), Hartmut Rauhut (S.11 o.). Weitere Fotos wurden zur Verfügung gestellt von Sponsoren, Partnern • Druck: city repro GmbH Cottbus Redaktionsschluss: 27.01.2023 • NUVO erscheint sechsmal im Jahr • Die Mitglieder des UVBB erhalten NUVO im Rahmen ihrer Mitgliedschaft Alle Rechte vorbehalten Nachdruck und Kopien nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des V.i.S.d.P. • Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos übernehmen wir keine Haftung • ISSN 2625-3356 Die conpro IT Solutions GmbH, mit Sitz in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, ist eine Herzensangelegenheit zweier Freunde und IT-Enthusiasten mit System- haus-DNA. Die beiden Gründer Dennis Eichler und Pierré Hinz kommen zusam- men auf mehr als 35 Jahre Erfahrungen im IT-Umfeld. Was ist unsere Mission? Wir entwickeln ein agiles und zeitgemä- ßes Systemhaus, das sich wie kein anderes darauf versteht, die Probleme der Kunden zu lösen. Dabei überzeugen wir durch unsere Lösungen, welche unsere Kunden auf dem Weg der digitalen Transformation zukunftssicher begleiten! Wer als kleines oder mittelständisches Unternehmen einen IT-Dienstleister in Berlin, Branden- burg und Umgebung sucht, steht vor einem schwer überschaubaren Angebot. Viele der Anbieter beschränken sich auf bestimmte IT-Disziplinen, manche haben mit den rasanten Entwicklungen der letz- ten Jahre nicht mehr Schritt gehalten. Anders stellt sich die Situation bei uns dar! Die conpro IT bietet einen Rundum- Service an, und wir realisieren mit unserem Managed Service Portfolio modernste IT- Umgebungen bei unseren Kunden. Die Kernaspekte umfassen dabei Backups, Mo- nitoring, Antivirus, Fernwartung und auch den Support mit direktem Ansprechpartner. Unser Ziel: Jeder Kunde soll uns bedin- gungslos und begeistert weiterempfehlen. Wie würden wir uns kurz beschreiben? Auf den Punkt gebracht: „Wir lieben un- seren Job und sind Dienstleister von Kopf bis Fuß“. Unseren Kunden gegenüber agieren wir ehrlich und transparent! Inno- vation ist unser Antrieb, wir sind leiden- schaftlich bei dem, was wir tun – und das spüren unsere Kunden in unserer Arbeit. Wir freuen uns auf den Austausch im UVBB, um hier das bereits bestehende Netzwerk mit unserer Energie und Lei- denschaft im Bereich der Digitalisierung bereichern zu können, dabei voneinander zu lernen und mögliche Kooperationen zu finden. www.conproit.de Geschäftsführer Pierré Hinz (links) und Dennis Eichler Aus dem Netzwerk Neues Mitglied im UVBB stellt sich vor Conpro IT Solutions GmbH
  • 13. nuvo1/23 13 STEP Bag für alle Fälle Mit dem 1m³ STEP Bag sind viele Ab- fälle, die um Haus oder Garten, auf einer Baustelle oder in der Kleingarten-Kolonie anfallen, schnell und einfach entsorgt, und zwar platzsparend. Der flexible Abfallsack lässt sich bequem mit Bau- und Grünabfäl- len, Holz, Sperrmüll oder vielen weiteren Abfällen befüllen. Entsorgung leicht gemacht Der STEP Bag ist im Online-Shop erhält- lich. Nach dem Kauf kann er an einer der Ausgabestellen in Potsdam (auf den STEP Wertstoffhöfen oder der Kompostierungs- anlage Nedlitz) abgeholt werden. Weitere Ausgabestellen folgen. Der Big Bag sieht beinahe aus wie eine riesige Einkaufsta- sche und besteht aus einem hochstabilen und doch sehr flexiblen Material mit seit- lichen Trageschlaufen. Diese dienen dazu, dass die STEP-Profis den Maxibeutel mit ihrem Spezialfahrzeug später verladen und abtransportieren können. Zuhause kann der STEP Bag dann mit der gewünschten Abfallart befüllt werden. Mit nur wenigen Klicks lässt sich online ein Abholtermin vereinbaren, alternativ auch per Telefon oder E-Mail. Für folgende Abfallarten geeignet: • Gemischte Bau- und Abbruchabfälle • Dämmaterial • Laub, Baum- und Strauchschnitt • Sperrmüll • Holz (gefährlich und ungefährlich) • Baustoffe auf Gipsbasis Verschiedene Abfallarten dürfen nicht vermischt werden, um eine umwelt- schonende Entsorgung gewährleisten zu können. Die Vorteile des STEP Bags im Überblick • Günstig: Abholung und Entsorgung sind im Preis enthalten. • Einfach: Aufstellen. Befüllen. Abholung beauftragen. Fertig. • Flexibel: Sie bestimmen, wann und wo er genutzt wird. • Zuverlässig: Sichere und umwelt- gerechte Entsorgung durch einen zertifizierten Entsorgungspartner. • Stark: Unser STEP Bag hat 1 Kubik- meter Fassungsvermögen. Weitere Fragen? Die Fachexperten der Stadtentsorgung Potsdam erstellen gerne ein individuel- les Angebot oder eine maßgeschneider- te Komplettlösung. Wir beraten Sie bei detaillierten Fragen zu Entsorgungs- leistungen und -preisen. Ihr persönlicher Kontakt zur STEP: STEP Vertrieb 0331 661 7333 vertrieb@step-potsdam.de Weitere Informationen zum STEP Bag finden Sie hier: swp-potsdam.de/de/ entsorgung/container-und-mulden/ step-bag Der kleine und flexible Abfallbehälter Die platzsparende Lösung der Stadtentsorgung Potsdam So funktioniert’s 1. Kaufen Im STEP Online-Shop kaufen und an einer der Ausgabe- stellen in Potsdam abholen. 2. Befüllen In unserem Abholgebiet aufstellen und mit Abfall befüllen. 3. Abtransport Vereinbaren Sie online einen Abholtermin für den STEP Bag. Die Vorteile des STEP Bags im Überblick Der kleine und flexible der Stadtentsorgung Potsdam So funktioniert’s
  • 14. 14 nuvo1/23 Aus dem Netzwerk Vor dem Hintergrund der ständigen Veränderungen unserer Zeit wäre es ver- messen zu glauben, dass Unternehmen noch rein zentral steuerbar sind. Füh- rungskräfte kommen in unserer schnell- lebigen Zeit rasch an die Grenzen ihrer Aufnahme- und Verarbeitungsfähig- keit. Genau aus diesem Grund sollten Führungsaufgaben viel stärker verteilt und die gesamte kollektive Intelligenz im Unternehmen genutzt werden. Die Überforderung, die unsere Führungs- kräfte im digitalen Zeitalter wahrneh- men, hat viel damit zu tun, dass sie sich mehr als Manager denn als Leader ver- stehen. Viele Beiträge, wie New work, VOPA, Work-Life-Balance, Agilität, Hybrid work, etc., zeigen Führungsveränderungen auf, aber keiner enthält eine Schritt-für Schritt- Anleitung zur Umsetzung der Führungs- veränderung im beruflichen Alltag. INCLUSIVE Leadership hat diese Anlei- tung. Eine Voraussetzung für die höhere Beteiligung und Selbststeuerung der Mit- arbeiter ist eine ausgeprägte Vernetzung innerhalb der Unternehmen. Deswegen müssen Chefs die Bildung von innerbe- trieblichen Netzwerken fördern und die Zusammenarbeit jenseits von Abteilun- gen, Regionen oder Funktionen unter- stützen. Es müssen vor allem diejenigen ange- sprochen und unterstützt werden, die: • ihre eigene Organisation leiten und dabei sowohl Management- als auch Führungsaufgaben übernehmen. • für ein Team von Mitarbeiter:innen oder für eine Abteilung Verantwortung übernehmen. • Projekte leiten. • „informelle“ Führungskräfte sind, weil sie zum Beispiel aufgrund ihrer Erfahrung den Respekt der Kolleg:in- nen genießen. • Mitarbeiter:innen in einer exponierten Position sind, also zum Beispiel durch ihre gute Vernetzung in der Organi- sation Einfluss auf die Richtung des Wandels nehmen können. • in ihrer Organisation als „Change Agents“ die Aufgabe haben, konstruk- tive Entscheidungen in Veränderungs- und Innovationsprozessen herbeizu- führen. • egal in welcher Position sie in der Organisation tätig sind, mehr Verant- wortung übernehmen möchten und davon überzeugt sind, dass sich etwas ändern sollte. Der INCLUDE-Ansatz zielt darauf ab, das Management zu verbessern. Es werden Werkzeuge und Methoden zur Verfügung gestellt, die Führungskräfte dabei unter- stützen, Dinge (noch) besser richtig zu ma- chen. Darüber hinaus geht es darum, die richtigen Dinge zu machen, um in Zukunft erfolgreich sein zu können. Leadership im Sinne von INCLUDE zielt darauf, das Neue zu wollen und zu ermöglichen. Das ist nicht der gewöhnliche Unternehmens- alltag. Die digitale Transformation ist aber auch keine gewöhnliche Veränderung. Sie ist eine Revolution! INCLUDE ist eine Anleitung für die Praxis, damit das Neue anders und auch besser gestaltet werden kann als bisher. Er berücksichtigt die revolutionären Verände- rungen des digitalen Zeitalters, in dem ein Mensch allein fast immer überfordert ist, wenn er oder sie Entscheidungen für die Zukunft treffen muss. Verantwortung teilen Leadership (und auch Management) sollte daher auf möglichst viele Köpfe verteilt werden. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass sich unsere Unterneh- men und Organisationen für das Thema „Selbstorganisation“ öffnen. Leadership und Management kann zur Aufgabe von möglichst vielen unterschiedlichen Akteuren in einer Organisation werden. Fremdsteuerung und die klassischen Top-down-Hierarchien funktionieren nicht mehr in einer digitalen und stark vernetz- ten Welt. Die Realität komplexer Märkte und Gesellschaften ist heute vollkommen anders als im 20. Jahrhundert und kann am besten bewältigt werden, wenn Ver- antwortung geteilt und damit gemeinsam übernommen wird. Führung muss inklusi- ver werden. „Selbstorganisation“ bedeutet dabei keineswegs, dass Begriffe wie Macht und Einfluss in Organisationen verschwinden. Die klassische Hierarchieleiter, bei der die Mitglieder einer Organisation sowohl einer Führungskraft unterstehen als auch für andere Mitarbeiter:innen Führungsver- antwortung tragen, wird aber im Idealfall durch viele natürliche Hierarchien, die sich je nach Bedarf bilden, ergänzt oder sogar ersetzt. „Macht“ wird dort angesiedelt, wo Teams oder Einzelpersonen über das größtmögliche Know-how verfügen, um richtig zu entscheiden. Wenn diese „Kön- ner“ übernehmen dürfen, beschleunigt das den gesamten Arbeits- und Entschei- dungsprozess. Führung im Sinne von „Inclusive Leader- ship” bedeutet: „doing things with peop- le rather than to people“. Damit wird die starre Rollenverteilung von Leadern und Followern durchbrochen. Ein Wechsel der Rollen ist möglich und sinnvoll. Das „In- clusive Leadership“-Konzept hat das Ziel, diese Herangehensweise im Mindset aller Beteiligten zu etablieren. Alle fünf Entwicklungs- bereiche ernst nehmen Das INCLUDE-Konzept setzt auf fünf Entwicklungsbereiche, die zusammen- wirken und sich ergänzen. Beispielsweise wird mehr Selbstorganisation im Bereich „Prozess“ erst dann möglich, wenn mehr Vertrauen im Bereich „Menschen“ zuei- nander aufgebaut wird und die formale Machtausübung im Bereich „Struktur“ begrenzt wird. Darüber hinaus benötigen INCLUDE Leader ausgeprägte Chancen- bzw. Risikokompetenz zur Beurteilung technischer Neuerungen für die eigene Organisation im Bereich „Technologie“ sowie eine gesunde Selbstwahrnehmung insbesondere bezüglich der eigenen Fä- higkeiten und Grenzen im Bereich „Lea- der“. Darum ist es wichtig, den gesamten INCLUDE-Prozess sowohl als Einzelperson als auch als Organisation zu durchlaufen. Es gibt keine Abkürzungen. INCLUDE Leader zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle fünf Entwicklungsbereiche ernst nehmen und sich in allen Bereichen weiterentwickeln. Führung im digitalen Zeitalter – „Inclusive Leadership“ zeigt Ihnen, wie es geht!
  • 15. nuvo1/23 15 Aus dem Netzwerk Die beteiligten Partner des EU-Projekts INCLUDE stellen die erarbeiteten Hilfsmit- tel zur Umsetzung inklusiver Führung auf ihren Webseiten kostenlos zur Verfügung. Sie sind so konzipiert, dass eine Umset- zung on the Job möglich ist. Auf der Webseite des IBWF e.V. – das Netzwerk für Mittelstandsberater stehen Ihnen diese Produkte kostenlos zur Ver- fügung: Das Praxishandbuch „Inklusive Füh- rung im digitalen Zeitalter: Praxishand- buch für Leader und alle, die es werden wollen“ liefert direkt am Arbeitsplatz an- wendbare Lern- und Lehrmaterialien für die Umsetzung eines neuen und moder- nen Führungsansatzes. Das Handbuch greift diverse moderne Methoden und Ins- trumente auf, die eines gemeinsam haben: Sie eignen sich für die Führungsaufgaben der Zukunft in KMU, KMO und Start-ups. Das Prozessmodell „Inklusive Führung im digitalen Zeitalter: Grundlagen für Leader und alle, die es werden wollen“ zeigt verständlich, wie die Einführung eines neuen inklusiven Führungsansatzes unter den Rahmenbedingungen der digi- talen Transformation in einem KMU, KMO bzw. einem Start-up Schritt für Schritt sys- tematisch gelingen kann. Das Curriculum „Inklusive Führung im digitalen Zeitalter: Inhalte für Trainings und Workshops“. Entsprechend dem EQR-Level 5 zeigt dieses, was inklusive Führungskräfte wissen und können müs- sen, um selbständig und verantwortungs- voll Probleme und Herausforderungen durch die digitale Transformation in Ihrer Organisation zusammen mit ihren Mitar- beiter:innen lösen zu können. Sind Sie neugierig auf das Thema „Inclusive Leadership“? Der E-Mail-Kurs „Inklusive Führung im digitalen Zeitalter“ bietet einen leichten und schrittweisen Einstieg in das Thema. In wöchentlichen Mails erfahren Sie mehr über Methoden der kollaborativen Zusam- menarbeit im Team. Hier können Sie sich direkt und kostenlos dafür registrieren: Auf include-project.eu/all-products können Sie die Produkte auch in den Spra- chen Englisch, Bulgarisch, Griechisch, Pol- nisch und Italienisch herunterladen. Entwicklungsbereiche für Führungskräfte 33 zurück Im Überblick: Die fünf Entwicklungsbereiche für inklusives Führen im digitalen Zeitalter INCLUDE unterscheidet fünf Entwicklungsbereiche, in denen sich Führungskräfte weiterent- wickeln können, um auch im digitalen Zeitalter wirksam zu sein. Diese fünf Entwicklungsbe- reiche sind: Die fünf INCLUDE Entwicklungsbereiche wirken zusammen und ergänzen sich. Beispielsweise wird mehr Selbstorganisa- tion (siehe Entwicklungsbereich „Prozess“) erst dann möglich, wenn mehr Vertrauen zueinander aufgebaut wird (siehe Entwick- lungsbereich „Menschen“) und die formale Machtausübung (siehe Entwicklungsbereich „Struktur“) begrenzt wird. Darüber hinaus benötigen INCLUDE Leader ausgeprägte Chancen- bzw. Risikokompetenz zur Beurtei- lung technischer Neuerungen für die eigene Organisation (siehe Entwicklungsbereich „Technologie“) sowie eine gesunde Selbst- wahrnehmung insbesondere bezüglich der eigenen Fähigkeiten und Grenzen (siehe Entwicklungsbereich „Leader“). Darum ist es wichtig, den gesamten INCLUDE Prozess sowohl als Einzelperson als auch als Organisation zu durchlaufen. Es gibt keine Abkürzungen. INCLUDE Leader zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle fünf Entwick- lungsbereiche ernst nehmen und sich in allen Bereichen weiterentwickeln. Mehr dazu erfahren Sie in Kapitel 4. Prozess Leader Techno- logie Struktur Menschen Leader Selbstreflexion und Selbsterkenntnis Menschen Entwicklung von Beziehungen Struktur Ich, mein Team und meine Organisation Prozess Eine gemeinsame Vision leben und Veränder- ungen bewirken Technologie Umgang mit digitalen Entwicklungen, die die Welt verändern
  • 16. 16 nuvo1/23 Aus dem Netzwerk Der Fachkräftemangel hat sich zum Haupthindernis der Energiewende ent- wickelt, das spüren die Unternehmen in den ostdeutschen Bundesländern beson- ders stark. „Viele unserer Mitgliedsunter- nehmen haben den Anspruch, innovativ zu sein und sich als Vorreiter der Ener- giewende auf dem Markt zu bewähren“, erklärt Dr. Burkhardt Greiff, Präsident des Unternehmerverbandes Branden- burg-Berlin e.V. „Der gravierende Fach- kräftemangel behindert nicht nur aktu- elle Projekte und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Er bedroht die systema- tische ökologische Transformation auf breiter Front. Das könnte zu einer neuen Welle von Deindustrialisierung und Ab- wanderung sogar in traditionellen Indus- trieregionen führen.“ Ein Szenario, dem sich die ostdeutschen Unternehmerver- bände seit Jahren entgegenstemmen. Aus diesem Grund laden der Unterneh- merverband Brandenburg-Berlin und der Unternehmerverband Sachsen e.V. ein zum 5. Ostdeutschen Unternehmertag am 11. Mai 2023 unter dem Leitmotiv: „Fachkräftemangel, Energie- wende, Ökologische Trans- formation. Wie ostdeutsche Unternehmen passende Mitarbeiter finden, binden und ausbilden.“ Beim sehr erfolgreichen 4. Ostdeut- schen Unternehmertag im September kris- tallisierte sich dieser Schwerpunkt bereits heraus: Der Fachkräftemangel betrifft ganz konkrete Zukunftsbranchen und Berufsbil- der – er darf keinesfalls auf Personaleng- pässe zum Beispiel in der Pflege oder der Gastronomie reduziert werden. Vor kurzem veröffentlichte das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung KOFA beim Institut der deutschen Wirtschaft in Köln eine Stu- die zur Fachkräftesituation beim Ausbau der Solar- und Windenergie. Aktuell fehlen hier bereits heute rund 216.000 Fachkräfte. Doch um die Ziele des Erneuerbare-Ener- gien-Gesetzes (EEG) bis 2030 zu erreichen, müssen die jährlichen Ausbauraten von Photovoltaik-Anlagen und Windrädern um ein Vielfaches gesteigert werden. Dafür werden Fachkräfte in Berufen gebraucht, in denen schon jetzt Engpässe bestehen. Der größte Mangel herrscht in der Bau- elektrik, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie der Informatik. Das Nadelöhr der Energiewende mit einer Lücke von knapp 17.000 sind Elektrik-Fach- kräfte, ohne diese Qualifikation können Arbeiten mit Starkstrom nicht stattfinden. Neue Konzepte sind dringend nötig „Dabei sind die weiteren Facetten der Energiewende noch gar nicht benannt“, so Dr. Greiff. „Wenn aus jetzigen Energie- verbrauchern selbst Stromproduzenten werden, wenn Blockheizkraftwerke ein- gesetzt werden oder geothermische An- lagen zu betreiben sind, werden ja eben- falls Fachkräfte benötigt.“ Das KOFA analysiert nicht nur die Lage, sondern erarbeitet Handlungsempfehlun- gen, die kleinen und mittelständischen Unternehmen praktische Unterstützung bieten. „Genau dies ist auch unser An- spruch, statt allgemeiner Willensbekun- dungen brauchen wir konkrete Lösun- gen“, so Dr. Greiff. „Und das auf allen Ebenen – in den Unternehmen selbst, vor Ort in den Kommunen, den Ländern und in der Bundespolitik. Fachkräfte zu finden schließt gezielte Zuwanderung ein. Sie zu binden, erfordert ein attraktives Betriebs- klima und ein lebenswertes Umfeld. Mehr gesellschaftliche Wertschätzung für eine Berufsausbildung in den Mangelberufen ist ebenfalls extrem wichtig.“ Hochkarätiges Programm In zahlreichen Vorträgen und Diskus- sionsforen wird das Leitthema erörtert: Politiker der Bundesebene und aus ost- deutschen Ländern, namhafte Experten, Wirtschaftsförderer und erfolgreiche Unternehmer kommen hier zu Wort. Eine Diskussionsgrundlage mit Handlungs- empfehlungen gibt Dirk Werner, Leiter des Clusters Berufliche Qualifizierung und Fachkräfte und des KOFA am Insti- tut der deutschen Wirtschaft. Speziell zu den Herausforderungen durch Fachkräfte- mangel und Energiekrise für die ostdeut- sche Wirtschaft wird der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Michael Kell- ner sprechen. Ebenso werden die Staats- sekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Leonie Gebers sowie Hendrik Fischer, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg erwartet. Markus Behrens, Chef der Regionaldirektion Sachsen-An- halt und Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, wird unter anderem über An- gebote der Agentur zur Förderung der Aus- und Weiterbildung von potenziellen neuen Mitarbeitern informieren. Unter dem Stichwort Arbeitgeberattraktivität widmet sich eine Diskussionsrunde dem Thema Betriebliches Gesundheitsmanage- ment. Die persönlichen Erfahrungen und Lösungsideen von Unternehmerinnen und Unternehmer sind an diesem Tag natürlich 5. Ostdeutscher Unternehmertag am 11. Mai 2023. Fachkräfte für die Energiewende und ökologische Transformation finden, binden und ausbilden. Rückblick: 4. Ostdeutscher Unternehmertag 2022
  • 17. nuvo1/23 17 Aus dem Netzwerk ebenfalls gefragt. Eine Ausstellung beglei- tet den 5.Ostdeutschen Unternehmertag, Interessenten für diesen Teil erfahren Näheres auf der Website. Warum ein Ostdeutscher Unternehmertag? „Die Präsidien der Unternehmerver- bände Brandenburg-Berlin und Sachsen haben ganz bewusst entschieden, einen weiteren Unternehmertag für die Interes- sen der ostdeutschen Wirtschaft zu organi- sieren“, bekräftigt Dr. Burkhardt Greiff, der als Sprecher die Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutsch- lands und Berlin vertritt. „Es gibt nicht nur weiterhin deutliche Unterschiede in der Si- tuation und in den zentralen Herausforde- rungen zwischen den Wirtschaftsräumen Ost und West. Diese nehmen in jüngster Zeit sogar wieder zu, dafür erhalten wir sehr klare Signale von unseren Mitglieds- unternehmen. Diesen Anliegen wollen und werden wir Gehör verschaffen, denn es geht um unsere wirtschaftliche Zukunft!“ Unterstützer des Unternehmertages sind das Innovationsforum Ost, SIBB, IBWF, media:net, der Handwerkskammer- tag Land Brandenburg, BBAA Berlin-Bran- denburg Aerospace Allianz e.V, die Bran- denburgische Ingenieurkammer (BBIK), INFRANEU und BNI. Der 5. Ostdeutsche Unternehmertag findet am 11. Mai 2023 im Kongresshotel Potsdam, Am Luftschiffhafen 1 in 14471 Potsdam statt. Veranstalter ist comprend GmbH, Potsdam. Die Teilnahmegebühr beträgt 145,00 €, für Mitglieder von UVBB, Unternehmerver- bänden, Mitveranstaltern und Unterstüt- zern 135,00 €. Alle Preise verstehen sich pro Person zzgl. MwSt. Markus Behrens, Chef der Regionaldirektion Sachsen- Anhalt und Thüringen der Bundesagentur für Arbeit Sprecher:innen Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Potsdam Hendrik Fischer, Staats- sekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie Mario Fökel, Vertriebsdirektor Signal Iduna Gruppe Adalbert Kurkowski, The Alternative Board (TAB), Berlin West/Pots- dam/Havelland/Potsdam Mittelmark Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Claudio Saurano, Prokurist der LBBW Pen- sionsmanagement GmbH Dr. Matthias Geissler, Geschäftsführer ZEFAS – Zentrum für Fachkräfte- sicherung und Gute Arbeit, Chemnitz Dirk Werner, Leiter Cluster Berufliche Qualifizierung und Fachkräfte und Kompe- tenzzentrum Fachkräfte- sicherung am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Dr. Burkhardt Greiff, Sprecher der Interessen- gemeinschaft der Unterneh- merverbände Ostdeutsch- lands und Berlin, Präsident Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. Dr. Steffen Kammradt, Geschäftsführer der Wirt- schaftsförderung Branden- burg (WFBB) Michael Kellner, Parlamentarischer Staats- sekretär im Bundesminis- terium für Wirtschaft und Klimaschutz, Beauftragter der Bundesregierung für den Mittelstand Thorsten Kramer, CEO der Lausitz Energie Bergbau AG Michael Schulze Geschäftsführer comprend GmbH Tel. +49 331 58115800 Mobil +49 152 31061207 Mail michael.schulze @comprend.de Weitere Informationen und Anmeldung: ostdeutscher-unternehmertag.de Schirmherrschaft Leading Partner und Sponsoren
  • 18. 18 nuvo1/23 Aus dem Netzwerk Seit April 2021 gibt es das vielfältige Angebot der Oberbank auch in Potsdam. Persönliche Beratung sowie die Nähe zu unseren KundInnen liegen uns ganz be- sonders am Herzen. Als unabhängige Regionalbank mit Stammsitz in Linz/Österreich sind wir längst über die Grenzen Österreichs hi- nausgewachsen. Seit mehr als 150 Jahren sind wir für unsere KundInnen erfolgreich tätig und betreiben bereits seit dem Jahr 1990 Filialen in Deutschland. Die Oberbank ist mit ihrem Filialnetz in Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei mit 2.162 Mitar- beiterInnen tätig (Stand: 30.9.2021). „Ich freue mich darauf, den erfolgreichen Weg der Oberbank gemeinsam mit meinem Expertenteam in der neuen Filiale in Pots- dam fortzusetzen. Besonders wichtig sind mir die Unterstützung und Betreuung des gewerblichen Mittelstandes der Region. Für Unternehmen bieten wir spezielle An- gebote sowie hohes Know-how im Finanz- bereich. Vertrauen Sie auf unsere maßge- schneiderten, individuellen Lösungen in Ihren Finanzangelegenheiten“, erklärt Tho- mas Grunwald, Leiter der Filiale Potsdam. Beratung durch unsere ExpertInnen Um in jeder Hinsicht durch Qualität zu überzeugen, hat die Oberbank auch in Potsdam ein fachkundiges Team, welches aus der Region stammt, zusammengestellt. Filialleiter Thomas Grunwald und Firmen- kundenberater André Kleinert sowie Fir- menkundenassistentin Kerstin Koßack werden sich vorwiegend um die Betreu- ung der FirmenkundInnen und der Freibe- ruflerInnen kümmern. Wir unterstützen Sie bei Betriebsmittel- und Investitionsfinan- zierungen sowie im grenzüberschreiten- den Zahlungsverkehr mit unserem Know- how. Vermögenden PrivatkundInnen steht Marco Peisker als Wertpapierexperte zur Verfügung. Thomas Tikalsky ist unser Spe- zialist rund um das Thema Leasing. Wir freuen uns darauf, Sie kennen zu lernen! Anders, weil: wir Wert auf persönliche Beratung legen. Das Team der Oberbank Heilbronn (v.l.n.r.): Thomas Tikalsky, Thomas Grunwald (Filialleiter), Olaf Bartholome (Geschäftsbereichsleiter), Kerstin Koßack, Marco Peisker, André Kleinert. Neues Mitglied im UVBB stellt sich vor Oberbank: Beratung auch in Potsdam Oberbank Potsdam Berliner Str. 122, 14467 Potsdam Tel. +49 331 200463-0 Mail po@oberbank.de Mehr Zeit für Sie! Beratung mit Terminvereinbarung: Montag – Freitag 8.00 – 19.00 Uhr
  • 19. nuvo1/23 19 Kolumnentitel Jetzt anhören: JEDER WILL DAHIN. TISCHLER TESLA TRÄUMER.
  • 20. 20 nuvo1/23 Sichern Sie Ihren Vorsprung mit der richtigen Finanzierung. Investitionen in digitale Prozesse, nachhaltige Technologien und globale Märkte sind Ihr Wett- bewerbsvorteil der Zukunft. Mittelbrandenburgische Sparkasse Zeit für nachhaltige Konzepte. mbs.de/firmenkunden