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nuvoNr. 4/2020 • 3. Jahrgang • Das ostdeutsche Wirtschaftsmagazin
Mittelstandsfinanzierung
Heiko Waber
Niederlassungsleiter der HDI Global SE
Expertenunterstützung zur Abwehr
von Cyberkriminellen
Tillmann Stenger
Vorstandsvorsitzender der ILB
Wir werden alles dafür tun, dass die
Wirtschaft wieder auf die Beine kommt
Dr. Burkhardt Greiff
Präsident des UV-BB
Corona-Disziplin muss uns allen in
Fleisch und Blut übergehen
ISSN 2625-3356
Rubrik
Für Sie wird es einfacher.
Für Ihre Mitarbeiter einfach besser.
Neue Wege in der
betrieblichenAltersversorgung
Die betriebliche Altersvorsorge geht neue Wege – und wir gehen
mit! Im Rahmen des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetzes
haben wir unsere Vorsorgeprodukte für Sie noch besser ge-
macht. Die neue bAV der SIGNAL IDUNA bietet Ihnen ein umfas-
sendes Leistungspaket, mit neuen passenden Produktlösungen
und innovativen Prozessen. Jetzt mehr erfahren unter:
www.die-neue-bav.de
­­3nuvo4/20
Editorial
Das trügerische Virus
Es ist noch nicht verschwunden. Es ist
noch unter uns. Das Virus. Gaststätten,
Hotels, Läden, Einkaufszentren öffneten,
Flugzeuge heben wieder ab, Schulen
nahmen ihren Betrieb auf. Jedoch ist
nichts normal.
Corona stellt unser Land, unsere Gesell-
schaft, die Wirtschaft und unsere Mit-
gliedsunternehmen vor außergewöhnli-
che langwierige Herausforderungen. Wir,
das ganze Land, reagierten in den letzten
Monaten auf die Einschränkungen mit
Bedacht und Sorgfalt. Wir akzeptierten
sie ohne Wenn und Aber. Das Virus ist je-
doch noch da und es verbreitet sich wie-
der.
Viele unserer Mitglieder fragen sich, wie
es für sie persönlich und ihre Unterneh-
men und Familien weitergeht.
Die neuen Hotspots – auch außerhalb
von Schlachtereien und Landwirtschafts-
betrieben – zeigen, dass wir müde ge-
worden sind.
Wir werden unvernünftig, fahrlässig.
Das Virus ist eine humane Massenver-
nichtungswaffe, wenn das Wort human in
diesem Kontext erlaubt ist. Es ist brutaler
als chemische oder atomare Vernich-
tungswaffen. Mit der Ignoranz der Party-
gänger und Maskenmuffel muss Schluss
sein.
Eine zweite Welle wird neue Todesopfer
fordern, Beschränkungen werden weite-
re Unternehmen und Familien in Existenz-
not bringen.
Die Corona-Disziplin mit der einfachen
AHA-Regel – Abstand halten, Hygiene,
Atemschutz – muss bis zum Herbst in
Fleisch und Blut übergegangen sein. Das
Virus sucht sich seinen Weg, und mit der
Schniefnase im Herbst sind die Einfallsto-
re in der Bahn, im Bus, im Einkaufsmarkt
oder in der Bar ohne Maskendisziplin of-
fener denn je. Arbeitsplätze, Menschen-
leben und unser Wohlstand stehen auf
dem Spiel.
Wir müssen wieder vernünftiger wer-
den, wir müssen wieder Verantwortung
übernehmen! Dann ist das Virus kontrol-
lier- und beherrschbar.
Achten Sie noch mehr als sonst auf sich
und alle, die Ihnen am Herzen liegen. Mit
viel Herz, gutem Gemeinsinn, Sorgsam-
keit und mit gemeinsamer Kraft werden
wir die Situation meistern und noch näher
zusammenwachsen.
Ihr Dr. Burkhardt Greiff,
Präsident Unternehmerverband
Brandenburg-Berlin e.V.
Dr. Burkhardt Greiff
Dr. Thorsten Purps
Fachanwalt für Erbrecht
Martin Vogel
Fachanwalt für Bau- und
Architektenrecht
Fachanwalt für Verwaltungsrecht
Dr. Marcus Flinder
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Mediator
Dr. Jochen Lindbach
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Familienrecht
Wirtschaftsmediator
Mathias Matusch
Fachanwalt für Miet- und
Wohnungseigentumsrecht
Fachanwalt für Medizinrecht
Andreas Jurisch
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Markus Thewes
Fachanwalt für Steuerrecht
Fachanwalt für Handels- und
Gesellschaftsrecht
Steuerberater
Andreas Lietzke
Fachanwalt für Bank- und
Kapitalmarktrecht
Anja Weber
Rechtsanwältin
Jeannine Lorenz
Rechtsanwältin
Jennifer Röhling
Fachanwältin für Familienrecht
PartGmbB | Rechtsanwälte | Steuerberater
Birkenstraße 10 | 14469 Potsdam | Tel.: 0331 27561-0 | Fax: 0331 27561-999
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­­­­4 nuvo4/20
Interview
Wir sprachen mit Tillmann Stenger, Vor-
standsvorsitzender der Brandenburger
Förderbank ILB, über die Corona-Krise
und die aktuellen Bedürfnisse des Bran-
denburger Mittelstandes.
NUVO: Herr Stenger, die Corona-Pan-
demie hat Brandenburg in den letzten
Monaten durchgängig beschäftigt und
auch wirtschaftlich ihre Spuren hinterlas-
sen. Wie haben Sie 2020 aus Sicht des
Förderbänkers bisher erlebt?
Tillmann Stenger: 2020 ist in der Tat ein
Jahr, das wir alle nicht so schnell verges-
sen werden. Wir haben das Jahr als ILB
zunächst mit den ganz normalen Arbeiten
im Fördergeschäft begonnen und wollten
uns auch auf mittelfristige Projekte wie
zum Beispiel die Optimierung unserer
Geschäftsprozesse konzentrieren. Spä-
testens Anfang März war uns dann jedoch
klar, dass die Eindämmung des Coronavi-
rus‘ Maßnahmen erforderlich machen
wird, die für einen Großteil der Unterneh-
men auch erhebliche wirtschaftliche Aus-
wirkungen haben werden. So kam es
dann auch. Dem Lockdown am 16. März
folgten in vielen Betrieben die Kurzarbeit
und ab dem 25. März dann das Soforthil-
fe-Programm. Ein einmaliges Förderpro-
gramm und eine logistische Herausforde-
rung, wie wir sie noch nie in der Geschich-
te unseres Hauses erlebt haben.
Mein Dank gilt hier auch noch einmal
ausdrücklich unseren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, die im Schichtsystem
von 6 bis 22 Uhr und auch an den Wo-
chenenden und Ostern gearbeitet ha-
ben, damit die Hilfsgelder schnellstmög-
lich die Unternehmen erreichen konnten.
Insgesamt sind knapp 76.000 Anträge bei
uns eingegangen, von denen wir rund
63.000 positiv bescheiden konnten. 556
Millionen Euro wurden letztendlich aus-
gezahlt.
Das sind beeindruckende Zahlen. Für
wie nachhaltig halten Sie den Effekt der
Soforthilfen?
Zusammen mit den anderen Maßnah-
men des Bundes waren die Soforthilfen
ein ganz wichtiger Baustein, um den Un-
ternehmen über die schlimmste Zeit des
Lockdowns hinwegzuhelfen. Ich denke,
dass dies in den meisten Fällen gelungen
ist und die Hilfen einen guten Teil dazu
beigetragen haben, dass die Branden-
burgische Wirtschaft mit dem Eintreten
der Lockerungen wieder Schritt für Schritt
hochgefahren werden konnte. Man darf
aber nicht die Augen davor verschlie-
ßen, dass es auch Unternehmen gibt, die
schon vor der Krise wirtschaftlich auf et-
was wackeligeren Beinen standen. Wenn
dann das Geschäftsmodell besonders
von den Einschränkungen betroffen ist,
kann es für diese Unternehmen trotz der
Soforthilfen schwierig werden, am Markt
zu bleiben.
Wie fällt Ihre Prognose zu den weiteren
wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise
aus?
Obwohl wir für das Soforthilfepro-
gramm insgesamt eine positive Bilanz
„Wir werden alles dafür tun, dass die Brandenburger
Unternehmen nach der Krise wieder auf die Beine kommen.“
Blickt zuversichtlich in die Zukunft trotz Corona – Tillmann Stenger
­­5nuvo4/20
Interview
ziehen können, dürfen wir uns hier nichts
vormachen. Die Corona-Krise schadet
der Weltwirtschaft und damit auch der
märkischen Wirtschaft ganz erheblich.
Von April bis Juni 2020 ist das Bruttoin-
landsprodukt im Vergleich zum Vorquar-
tal um 10,1 Prozent gefallen. Das ist der
stärkste Rückgang seit Beginn der viertel-
jährlichen Berechnungen für Deutschland
im Jahr 1970. In anderen Ländern sieht
die Entwicklung zum Teil noch drastischer
aus. In den USA liegt der BIP-Einbruch
nach dem zweiten Quartal hochgerech-
net auf das ganze Jahr sogar bei 33 Pro-
zent. Die Erholung unserer Wirtschaft
wird zu einem erheblichen Teil davon ab-
hängen, wie schnell ein sicheres Medika-
ment und auch ein Impfstoff gegen das
Virus entwickelt und vor allem auch in
größeren Dimensionen eingesetzt wer-
den kann. Je sicherer sich die Menschen
wieder im Alltag fühlen dürfen, desto
schneller werden sich auch ganze Bran-
chen wieder erholen. Wir als ILB werden
jedenfalls alles dafür tun, dass die Bran-
denburger Unternehmen nach der Krise
wieder auf die Beine kommen.
Bei aller Konzentration auf Corona
fragt man sich, wie es um das sonstige
Fördergeschäft der ILB bestellt ist. Wer-
den mittlerweile auch wieder Anträge
aus anderen Förderprogrammen bear-
beitet?
Während der Bearbeitung des Soforthil-
feprogramms haben wir natürlich alle ver-
fügbaren Kräfte zusammengezogen und
mussten daher die Bearbeitung der meis-
ten anderen Programme aussetzen. In
der ersten Junihälfte konnten wir die letz-
ten größeren Arbeiten an der Soforthilfe
abschließen, sodass wir ab diesem Zeit-
punkt auch die Antragsbearbeitung in
den anderen Programmen wieder hoch-
gefahren haben. Antragstellungen waren
jedoch die ganze Zeit über möglich und
Auszahlungen für bereits bewilligte Vor-
haben haben wir auch vorgenommen. Da
wir für die sich anschließende Überbrü-
ckungshilfe des Bundes bereits mit einem
deutlich reduzierten Antragseingang ge-
rechnet haben, mussten wir hier auch
nicht mehr so stark Kapazitäten binden
und konnten uns wieder unseren üblichen
Aufgaben widmen.
Herr Stenger, welche Themen treiben
den Brandenburger Mittelstand denn
abseits der Corona-Pandemie aktuell
um?
Hier sehen wir aktuell vor allem zwei
Themen: Unternehmensnachfolgen und
den Fachkräftemangel. Die Brandenbur-
ger KMU zeichnen sich durch eine relativ
junge Inhaberstruktur aus – das Durch-
schnittsalter der Chefetagen liegt bei 48
Jahren. Obwohl das Alter der Firmenin-
haber also unter dem Bundesdurchschnitt
liegt, sehen sich aktuell viele Brandenbur-
ger KMU mit Fragen rund um Unterneh-
mensübergabe und Unternehmensnach-
folge konfrontiert. Einen Betrieb zu über-
nehmen, kann auch angesichts des teil-
weise akuten Fachkräftemangels eine
heikle Aufgabe sein.
Das Fachkräftethema beschäftigt insbe-
sondere Kleinstbetriebe, die gemäß des
letzten IAB-Betriebspanels 60 Prozent ih-
rer Fachkräftestellen nicht besetzen konn-
ten. Weitere Dauerbrennerthemen sind
natürlich die Digitalisierungsbestrebun-
gen der Unternehmen und damit verbun-
dene Effizienzsteigerungen sowie Fragen
rund um das Thema Energieeffizienz und
entsprechende Einsparpotenziale. Gera-
de die Digitalisierungsthemen haben
durch die Krise noch mehr Aufwind be-
kommen.
Wie können Sie den Unternehmen bei
diesen Herausforderungen unter die Ar-
me greifen?
Als Förderbank des Landes können wir
die Unternehmen vor allem finanziell un-
terstützen. Investitionen vielfältigster Art
und Weise können grundsätzlich aus dem
Förderprogramm GRW bezuschusst wer-
den. Hier sind Zuschüsse von bis zu 40
Prozent der Kosten möglich. Noch ein
wenig flexibler ist unser Brandenburg-
Kredit für den Mittelstand, der für Investi-
tionen von bis zu 25 Millionen Euro in An-
spruch genommen werden kann sowie
der Brandenburg-Kredit Innovativ, mit
dem wir den Hausbanken eine Haftungs-
freistellung für 70 Prozent des Kreditan-
teils gewähren. Für Innovations- und Di-
gitalisierungsprojekte ist auch der Bran-
denburgische Innovationsgutschein be-
sonders gut geeignet, hier sind Zuschüs-
se bis 600.000 Euro möglich. Da der
Klimawandel und die Nutzung von Res-
sourcen Themen sind, die uns alle ange-
hen, unterstützt die ILB Brandenburger
Unternehmen auch bei ihren Bemühun-
gen um mehr Energieeffizienz. Entspre-
chende Maßnahmen wie zum Beispiel
Energieberatungen oder die Anschaffung
von Speichersystemen können wir über
das Programm RENplus mit bis zu 80 Pro-
zent Zuschuss fördern.
Und auch für die Fachkräftesicherung
und -entwicklung haben wir Angebote.
So kann die ILB die Lohnkosten soge-
nannter Innovationsassistenten bezu-
schussen und fördert auch die berufliche
Weiterbildung Angestellter. Ein Anruf bei
unseren Beratern lohnt sich fast immer.
Wie ist es denn generell um die Investi-
tionsfreudigkeit der Brandenburger be-
stellt?
Der Anteil der investierenden Unterneh-
men liegt in Brandenburg mit 48 Prozent
über dem Bundesdurchschnitt. Auch die
Investitionsintensität – also die Investiti-
onssumme je Beschäftigtem – liegt ge-
mäß des letzten KfW-Mittelstandsatlas‘
mit knapp 10.000 Euro deutlich darüber.
Investitionen werden aber auch zu einem
großen Anteil aus Eigenmitteln bestrit-
ten. Daher mein Appell an die Unterneh-
men: Lassen Sie sich bei Ihren Vorhaben
finanziell unterstützen. Es sind genügend
öffentliche Gelder für das Gelingen Ihrer
Projekte vorhanden. Damit können wir Ih-
nen den Neustart nach der Krise weiter
vereinfachen.
Die Zentrale der ILB in Potsdam
­­­­6 nuvo4/20
Aus dem Netzwerk
Thema beim Ostdeutschen Unternehmertag am 9. Dezember:
Wie Unternehmen trotz Fachkräftemangel Mitarbeiter finden
Trotz Corona bleibt der Fachkräfteman-
gel eines der drängendsten Probleme für
den Mittelstand. Das Kompetenzzentrum
für Fachkräftesicherung (KOFA) hat unter-
sucht, wie stark Unternehmen von Fach-
kräfteengpässen betroffen sind und wie
Unternehmen mit diesen umgehen. Ob-
wohl neun von zehn Unternehmen den
Fachkräftemangel bereits spüren, betrei-
ben lediglich 43 Prozent der Firmen
eine langfristige Personalplanung. Vor-
ausschauende Annahmen über Personal-
engpässe, Talentbedarf, Fluktuation und
Pensionierungen werden aktuell nur von
einer Minderheit der Unternehmen ge-
troffen.
Diese Situation steht am 9. Dezember
2020 auf dem Ostdeutschen Unterneh-
mertag im Kongresshotel am Templiner
See in Potsdam im Fokus. Das Thema lau-
tet: Fachkräftemangel – Auswege aus ei-
nem absehbaren Dilemma. Wie ostdeut-
sche Unternehmen ihren Arbeitskräfte-
bedarf decken und Mitarbeiter binden
können.
Zum Praxisforum der ostdeutschen
Wirtschaft werden 200 Teilnehmer erwar-
tet. Der Ostdeutsche Unternehmertag
bietet themen- und länderübergreifend
den mittelständischen Unternehmen, der
Wissenschaft und der Politik eine ge-
meinsame Plattform. Sie soll die Heraus-
forderungen und Perspektiven des ost-
deutschen Wirtschaftsraumes diskutieren
und praxisnah Zukunftsthemen voran-
bringen. Der Ostdeutsche Unternehmer-
tag 2020 wird vom Unternehmerverband
Brandenburg-Berlin gemeinsam mit dem
Innovationsforum Ost, medianet, dem
Netzwerk der Mittelstandsberater IBWF,
dem Verband der Digitalwirtschaft SIBB
und dem Handwerkskammertag Land
Brandenburg organisiert.
Leading Partner sind die Investitions-
bank des Landes Brandenburg (ILB), die
IKK classic und die Signal Iduna Grup-
pe. Schirmherr der Veranstaltung ist das
Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie (angefragt).
Das aktuelle Programm finden Sie auf
www.ostdeutscher-unternehmertag.de/
programm.
Als Redner werden
u.a. erwartet:
•	Dr. Dietmar Woidke,
Ministerpräsident des
Landes Brandenburg
•	Dr. Regina Flake,
Teamleiterin im Kom-
petenzzentrum Fach-
kräftesicherung (KO-
FA) am Institut der
deutschen Wirtschaft
Köln (IW)
•	Leonie Gebers,
Staatssekretärin im
Bundesministerium für
Arbeit & Soziales
•	Prof. Dr.-Ing. Jörg
Steinbach, Minister für
Wirtschaft und Energie
des Landes Branden-
burg
•	Christian Breckwoldt, Organisationsdi-
rektor der SIGNAL IDUNA Gruppe
•	Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender
der IKK classic
(Programmänderungen vorbehalten)
D.WoidkeR.FlakeL.GebersJ.Steinbach
Der Standort für Technologieunternehmen im Flughafenumfeld
Bereits 70 Unternehmen aus den Bereichen Luftfahrttechnik, Engineering, Informations- und Kommunikationstechnik
sowie der Servicebranche haben sich für den Standort in unmittelbarer Nähe der TH Wildau, des Fraunhofer IAP und des
DESY Zeuthen mit direktem S-Bahn- und Autobahnanschluss sowie in 10-minütiger Fahrzeit zum Flughafen BER
entschieden.
30.000 m² attraktive Büro- und Hallenfläche verteilt auf vier Objekte:
• Zentrum für Luft- & Raumfahrt (ZLR) I: 9.000 m² Büro- und Hallenfläche
• Zentrum für Luft- & Raumfahrt (ZLR) III: 10.000 m² Büro- und Hallenfläche
• Zentrum für Zukunftstechnologien (ZFZ): 7.300 m² Büro- und Hallenfläche
• Technologie- und Gründerzentrum Wildau (TGZ): 3.700 m² Büro- und Werkstattfläche
Kontakt:
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH
Freiheitstraße 120 B | 15745 Wildau Tel.: +49 3375 5238-0 | E-Mail: info@wfg-lds.de |
Internet: www.wfg-lds.de, www.zlur.de, www.zentrum-fuer-zukunftstechnologien.de, www.tgz-wildau.de
ZENTRUM FÜR
ZUKUNFTSTECHNOLOGIEN
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Aus dem Verband
Corona-Hilfe
ohne Hausbank
KfW-Schnellkredit beantragen
in Zeiten von Corona
Der Corona-Virus hat die Geschäfte von Unternehmerin Sandra Zielinsky hart getroffen.
Ihre Haupteinnahmequelle ist weggefallen und sie stand plötzlich ohne Umsätze da.
Sie kontaktierte ihre Hausbank zum KfW-Schnellkredit, erhielt aber keine Antwort. Dabei kamen
ernste Sorgen in ihr auf, wie sie laufende Kosten weiter finanzieren, geschweige denn Investitionen
anschieben sollte. Sandra Zielinsky hatte das Glück, dass ihr Kapilendo-Finanzierungsberater sie im
richtigen Moment zum digitalen Antrag des KfW-Schnellkredits kontaktierte.
Und dann ging alles ganz schnell. Innerhalb weniger Tage war der Antrag digital gestellt, geprüft
und zur Auszahlung bereit, um endlich wieder Liquidität in die Kasse zu bringen.
Effektiver Zugang zum KfW-Schnellkredit.
Mit dem digitalen Antrag auf Kapilendo.de
Sandra Zielinsky
Unternehmerin
­­­­8 nuvo4/20
Aus dem Netzwerk
9. Ostdeutsches Energieforum – 13./14. Oktober 2020 –
Hotel The Westin Leipzig
Die Corona-Pandemie hat in den ver-
gangenen Monaten alles überschattet.
Zentrale Herausforderungen in der Ener-
gie- und Klimapolitik bestehen aber wei-
terhin. Die verschiedenen politischen
Ebenen haben sich in den letzten Jahren
zahlreichen Zielen zum Umweltschutz ver-
schrieben. In diesem Zusammenhang tre-
ten die von der Bundesregierung be-
schlossenen Gesetze (u.a. Kohleaus-
stiegsgesetz) bzw. Maßnahmen wie die
nationale Wasserstoffstrategie sowie der
European Green Deal der Europäischen
Union in die Umsetzung.
Doch wie geht Ostdeutschland mit die-
sen Entscheidungen um? Welche Chan-
cen ergeben sich für die heimische Wirt-
schaft? Wie kann der Strukturwandel in
den betroffenen Regionen erfolgreich
gelingen? Was können einzelne Sektoren
beitragen? Welchen Einfluss hat die Co-
rona-Pandemie auf die Energie- und Kli-
mapolitik?
Die bestehenden Fragen sollen im Rah-
men des Ostdeutschen Energieforums,
der Denkfabrik zur Energie- und Klimapo-
litik, am 13. und 14. Oktober 2020 disku-
tiert werden. Das Forum findet auch in
diesem Jahr im Hotel The Westin Leipzig
in seiner nunmehr 9. Auflage statt. Unter
der Schirmherrschaft des Bundesminis-
ters für Wirtschaft und Energie, Peter Alt-
maier, diskutieren Vertreter*innen aus Po-
litik, Energiewirtschaft, Wissenschaft und
ostdeutschem Mittelstand über die er-
folgreiche Umsetzung der Energiewende
in Deutschland und welche Chancen sich
für den Wirtschaftsstandort Ostdeutsch-
land ergeben.
Das Ostdeutsche Energieforum steht in
diesem Jahr unter der Überschrift „Euro-
pean Green Deal,
Strukturstärkungsge-
setz, Corona-Krise –
Welche Chancen erge-
ben sich für den Wirt-
schaftsstandort Ost-
deutschland aus den
aktuellen Entwicklun-
gen?“
In spannenden und
hochkarätig besetzten
Panelrunden stehen
sich kontroverse Positi-
onen zu folgenden
Themen gegenüber:
• Sind Konjunktur- und
Klimapolitik vereinbar?
Wie weiter mit EEG-
Umlage, Stromsteuer,
CO2-Steuer und Mehrwertsteuer?
•	Wasserstoff – Auch eine Chance für die
(ost)deutsche Wirtschaft?
•	Quartierslösungen als Energiewende
von unten – Welche Rolle können Stadt-
werke spielen?
•	Power-to-X – Stehen wir bei der Ener-
giespeicherung vor dem Durchbruch?
Quo-vadis und Ausblick.
Darüber hinaus stehen am zweiten Veran-
staltungstag die Themen „Rolle der
Kreislaufwirtschaft“, „Urbane Mobilität“
sowie die „Wärmewende“ im Fokus der
Fachforen.
Für einen spannenden Abschluss des
Ostdeutschen Energieforums sorgt die
Diskussion „Strukturstärkungsgesetz
Kohleregionen – (K)ein gesellschaftlicher
Konsens und wie weiter?“ unter anderen
mit Vertreter*innen des Bundesumwelt-
ministeriums, der Bundesländer und Fri-
days for Future.
Das Ziel des Forums bleibt es, die
Entscheider*innen aus Politik, Energie-
wirtschaft, Wissenschaft und ostdeut-
schen Mittelstand zusammenzubringen,
um gemeinsam über die erfolgreiche
Umsetzung der Energiewende zu disku-
tieren und die dafür nötigen Schritte an-
zuschieben.
Zum diesjährigen Forum haben seitens
der Politik bereits der Parlamentarische
Staatssekretär aus dem Bundesministeri-
um für Wirtschaft und Energie und Beauf-
tragter der Bundesregierung für die neu-
en Länder, Marco Wanderwitz, Dr. Kars-
Ostdeutsches Energieforum 2019: Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-
Anhalt (l.) und Kevin Bauch, Fridays for Future Dresden
Ostdeutsches Energieforum 2019: Panel 1 am 1.Tag - CO2-Preis ,
EEG-Umlage, Strukturwandel-Milliarden - Was ist uns die Energie-
wende wert?
Die Denkfabrik zur Energie- und Klimapolitik in (Ost)Deutschland / Entscheider aus Politik,
Energiewirtschaft, Wissenschaft und ostdeutschem Mittelstand / Innovative Start-ups aus
dem Energie- und Umweltbereich stellen sich vor / Komplette Veranstaltung online verfügbar
­­9nuvo4/20
Aus dem Netzwerk
ten Sach, Abteilungsleiter für Europa und
Klimaschutz im Bundesministerin für Um-
welt, Naturschutz und nukleare Sicher-
heit, die Ministerpräsidenten aus Bran-
denburg, Dr. Dietmar Woidke, Sachsen,
Michael Kretschmer, Sachsen-Anhalt, Dr.
Reiner Haseloff, ihre Teilnahme bestätigt.
Aus der Energiewirtschaft, Wissen-
schaft, Organisationen und Mittelstand
diskutieren unter anderem:
•	Dr. Christof Günther, Geschäftsführer
der InfraLeuna GmbH
•	Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender
der VNG AG
•	Dr. Stephan Lowis, Vorstandsvorsitzen-
der der envia Mitteldeutsche Energie
AG (enviaM)
•	Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer der
Stadtwerke Leipzig GmbH
•	Gunda Röstel, Kaufmännische Ge-
schäftsführerin der Stadtentwässerung
Dresden GmbH und Prokuristin der
GELSENWASSER AG
•	Dr. Helmar Rendez, Vorstandsvorsitzen-
der der Lausitz Energie Bergbau AG
und Lausitz Energie Kraftwerke AG
•	Michael Salcher, Regionalvorstand Ost
und Head of Energy & Natural Resour-
ces der KPMG AG Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft
•	Dr.-Ing. Sylvia Schattauer, Stellvertre-
tende Institutsleiterin des Fraunhofer-
Instituts für Mikrostruktur von Werkstof-
fen und Systemen
•	Jakob Springfeld, Fridays for Future
•	Dr.-Ing. Anke Tuschek, Mitglied der
BDEW-Hauptgeschäftsführung
Das Ostdeutsche Energieforum wird
vollständig digital
Die Corona-Pandemie geht natürlich
nicht spurlos an der Organisation des Fo-
rums vorbei. Die Gesundheit und Sicher-
heit der Referent*innen und
Teilnehmer*innen steht bei allen Planun-
gen an erster Stelle. Für das Ostdeutsche
Energieforum wurde daher in Abstim-
Über das Ostdeutsche Energieforum:
Das Ostdeutsche Energieforum ist seit
2011 die Denkfabrik und Expertenfo-
rum zur Energiewende und beleuchtet
die spezifischen Herausforderungen
Ostdeutschlands in diesem Prozess.
Auch im Jahr 2019 diskutierten über
400 Vertreter aus Politik, Wirtschaft,
Wissenschaft und dem ostdeutschen
Mittelstand im Hotel The Westin Leip-
zig. Veranstalter sind die Interessenge-
meinschaft der Unternehmerverbände
Ostdeutschlands und Berlin und die
Industrie- und Handelskammer (IHK) zu
Leipzig.
www.ostdeutsches-energieforum.de
Ticketpreise
Präsenzteilnahme (aufgrund der aktuellen Bestimmungen begrenzt):
Frühbucher bis 20. September 2020:		 350,00 Euro (netto)
Mitglieder Partnerverbände (reduzierter Betrag)	 250,00 Euro (netto)
ab 21. September 2020:				 390,00 Euro (netto)
Mitglieder Partnerverbände (reduzierter Betrag)	 290,00 Euro (netto)
Online-Ticket					59,00 Euro (netto)
mung mit dem Hotel und den zuständi-
gen Behörden ein entsprechendes Hygi-
enekonzept entwickelt. Aufgrund der ak-
tuellen Beschränkungen ist die Teilneh-
meranzahl vor Ort begrenzt.
Die Veranstalter des Forums, die Inter-
essengemeinschaft der Unternehmerver-
bände Ostdeutschlands und Berlin sowie
die IHK zu Leipzig, verstehen dies gleich-
zeitig als Chance. Das Ostdeutsche Ener-
gieforum wird daher vollständig digital.
Die Veranstaltung ist über die Plattform
hopin.to komplett online verfügbar (eine
separate Anmeldung über www.ostdeut-
sches-energieforum.de ist erforderlich).
Eine aktive Teilnahme durch Online-Inter-
aktion, digitale Diskussionsrunden und
Breakout-Sessions mit interessanten Gäs-
ten ist garantiert! Damit kann jeder Inter-
essierte, für den eine Teilnahme vor Ort
nicht möglich ist, trotzdem am Forum teil-
nehmen und an den Diskussionen mitwir-
ken.
Die Anmeldung ist über die Internetsei-
te des Forums ab sofort möglich. Schnell-
entschlossene erhalten bis zum 20. Sep-
tember einen Frühbucherrabatt. Darüber
hinaus steht ein Kontingent mit reduzier-
ten Ticketpreisen für die Mitglieder der
Partnerverbände zur Verfügung.
Partnerverbände sind: Unternehmerver-
band Berlin e.V., Unternehmerverband
Brandenburg-Berlin e.V., Unternehmer-
verband Norddeutschland Mecklenburg-
Schwerin e.V., Unternehmerverband Ros-
tock-Mittleres Mecklenburg e.V., Unter-
nehmerverband Sachsen e.V., Unterneh-
merverband Sachsen-Anhalt e.V., Unter-
nehmerverband Thüringen e.V., Unter-
nehmerverband Vorpommern e.V., HY-
POS e.V., VEE Sachsen e.V.
Ostdeutsches Energieforum 2019: Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig (l.) und Michael
Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
­­­­10 nuvo4/20
Ratgeber
HDI und Perseus:
Gemeinsam für mehr IT-Sicherheit in Ihrem Unternehmen
Moderne Verbrecher machen mit An-
griffen auf die Informationsnetze von Un-
ternehmen ihre Beute – in der Corona-
Krise haben Cyberattacken spürbar zuge-
nommen. Neben Industriespionage und
der Erpressung von Zahlungen durch das
Lahmlegen der Server spielt auch das so-
genannte CEO-Fraud eine zunehmende
Rolle: Leitende Mitarbeiter erhalten E-
Mails vom Chef mit der Anwei-
sung, eine Zahlung auf den Weg
zu bringen. Doch nicht der Chef,
sondern Kriminelle stecken da-
hinter. „Die Methoden werden
immer raffinierter, die Schäden
für Unternehmen steigen welt-
weit deutlich an“, sagt Heiko Wa-
ber, Leiter der Niederlassung
Berlin & Leipzig der HDI Global
SE. „Kriminelle Hacker nutzen
Sondersituationen, wie die Corona-Krise,
geschickt aus, um ihre Opfer auszutrick-
sen und an ihre Daten zu gelangen.“
Wissenslücken als Schwachstelle
Im vergangenen Jahr waren schätzungs-
weise rund 20 Prozent der Cyberattacken
erfolgreich, und das Problem nimmt wei-
ter zu. Der HDI als erfahrener Industrie-
versicherer bietet seinen Kunden ein um-
fangreiches Paket zur Abwehr und Absi-
cherung solcher Risiken. Hier geht es
nicht nur um Geld.
Die finanziellen Verluste sind oft kaum
exakt zu beziffern, die Folgen können für
Mittelständler und innovative, hochspezi-
alisierte Firmen bis zur Existenzbedro-
hung reichen. Vorbeugung ist nicht nur
eine Frage der Technik. Daher bietet HDI
seinen Kunden die Spezialkenntnisse von
Perseus, einem Experten für Cybersicher-
heit.
Mitarbeiterreaktion ist
erfolgsentscheidend
Natürlich muss die IT moderne Sicher-
heitsanforderungen erfüllen. Deshalb ge-
hören Firewall, Filter, Backups, regelmä-
ßige Änderung von Passwörtern und
Notfallpläne zum kleinen Einmaleins der
Betriebsführung.
„Der Schutz gegen Cyberkriminalität
beginnt mit den Mitarbeitenden, dem
wichtigsten Kapital im Unternehmen“,
betont Richard Renner, Geschäftsführer
des Berliner Cybersecurity-Unterneh-
mens Perseus. „Phishing-Wellen,
wie zur Corona-Krise, belegen
das gezielte Vorgehen von On-
line-Kriminellen.
Dafür müssen die Mitarbeiten-
den sensibilisiert werden.“ Per-
seus widmet sich dieser Aufgabe
und ergänzt die Cyber-Versiche-
rung des HDI um eine Trainings-
komponente. Alle Kunden, die
bei HDI gegen Cyberrisiken ver-
sichert sind, können das Training für ihre
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen.
Cyberführerschein und ständige Tests
„Etwa ein Viertel der erfolgreichen Cy-
berangriffe gehen auf Hacker zurück, die
Schutzsysteme erfolgreich überwinden“,
erläutert Heiko Waber. „Fast 60 Prozent
erfolgen per E-Mail, wie eine Studie des
Gesamtverbands der Deutschen Versi-
Cyberattacken nehmen enorm zu – Experten des Cybersecurity-Unternehmens Perseus schulen den sicheren Umgang im Cyberspace
­­11nuvo4/20
Ratgeber
cherungswirtschaft festgestellt hat. Hier
sind es die Menschen, die dem Feind
letzten Endes die Türe öffnen.“ Dagegen
hilft nur die Risiko-Sensibilisierung, wie
sie im Perseus-Cybertraining vermittelt
wird. Nach Abschluss des Online-Trai-
nings gibt es für die Mitarbeiter den „Cy-
berführerschein“, den die Lernenden als
Nachweis erhalten.
Kurze, leicht verständliche Videos zei-
gen Cybergefahren auf. Auf einer Platt-
form erhalten die Nutzer Zugang zu
Schutzmaßnahmen für ihr Unternehmen,
darunter der Echtheits-Check bei E-Mails,
zur Passwortsicherheit und zu sicherem
Surfen im Netz. Auch was im Notfall –
sehr schnell – zu tun ist, wird vermittelt.
Mittels simulierter Phishing-Angriffe tes-
ten die Cyber-Experten von Perseus im-
mer wieder, ob die Mitarbeiter Hackeran-
griffe erkennen können.
Die DSGVO: Datenschutz im
Fokus
Ein weiterer Service von Perseus sind
DSGVO-Schulungen, bei denen der Da-
tenschutz im Mittelpunkt steht. Dieser ri-
sikorelevante Bereich in Unternehmen ist
durch die Datenschutz-Grundverordnung
der EU verstärkt ins Blickfeld geraten. Bei
Datenschutzpannen drohen hohe Buß-
gelder und Imageschäden. „Datenschutz
ist nicht die Sache einiger Spezialisten,
dieses Thema geht alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter an“, bekräftigt Richard
Renner.
„Dabei sollte nicht die Angst vorherr-
schen, etwas falsch zu machen, sondern
eine Routine mit geschärftem Sinn für Si-
cherheit.“ Die entwickelt sich, wenn Mit-
arbeitende über ein aktuelles Daten-
schutz-Wissen verfügen und die gängi-
gen Methoden beherrschen. Wie beim
Cyberführerschein werden die DSGVO-
Regeln kompakt und verständlich in den
Videos erläutert und trainiert. „Vor allem
lernen sie, Instrumente und Methoden
anzuwenden, die sich direkt in den Ar-
beitsalltag integrieren lassen“, so Per-
seus-Geschäftsführer Renner.
Cyber-Risiken ermitteln und gezielt
absichern
Der HDI bietet mit seinem Produkt Cy-
ber+ Smart eine am Bedarf orientierte
Absicherung von Cyber-Risiken für mittel-
ständische Unternehmen. Im Fokus lie-
gen Betriebe mit einem Jahresumsatz
zwischen fünf und 50 Millionen Euro.
Auch für größere Unternehmen bietet
der HDI in Zusammenarbeit mit Perseus
modernes Risikomanagement. Abgesi-
chert werden u. a. Datenschutzverletzun-
gen, etwa Diebstahl personenbezogener
Daten, Datenvertraulichkeitsverletzun-
gen, wie die Verletzung von Geschäftsge-
heimnissen Dritter, und Verletzungen der
Netzwerksicherheit, z.B. um Beispiel bei
Attacken aus dem Internet.
Neben direkten Schäden sind dabei
auch Kosten für in diesem Zusammen-
hang erforderliche Dienst- und Bera-
tungsleistungen, forensische Untersu-
chungen und Öffentlichkeitsarbeit im Kri-
senfall wichtiger Bestandteil des Service-
pakets. „Unsere Experten analysieren mit
den Unternehmen die Risikosituation undHeiko Waber
denken auch an Probleme, die den Un-
ternehmern oft noch nicht bewusst sind“,
erklärt Heiko Waber. „Oft enthält das be-
triebseigene Konzept für die Cybersi-
cherheit Lücken, die unbedingt geschlos-
sen werden müssen.“
Die Risikoerkennung bildet die erste
Säule des Vier-Säulen-Modells der HDI
Global SE: Vor der Entscheidung für das
Versicherungsprodukt steht die Identifi-
kation der Risiken.
Die weiteren Säulen sind dann Reakti-
on/Weiterentwicklung und eine umfas-
sende Prävention. HDI-Risikoingenieure
unterstützen Unternehmen dabei, den
Reifegrad ihrer IT- und Informationssi-
cherheit zu ermitteln und diese anschlie-
ßend gezielt zu optimieren. Denn erst
dann kann bessere Cybersicherheit ge-
währleistet werden. Heiko Waber: „Die
Risiken wachsen in der digitalisierten
Welt – doch wer sich mit ihnen bewusst
auseinandersetzt, kann sich auch wirksam
schützen.“
heiko.waber@hdi.global
Telefon: 030 - 3204 243
www.hdi.global
Gut geschulte Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung, um Cyberattacken abzuwehren
­­­­12 nuvo4/20
Aktuelles
Ansprüche bei Covid-19-bedingten Betriebsschließungen
gegen den Versicherer
Viele Gewerbetreibende unterhalten für
ihr Geschäft eine sogenannte Betriebs-
schließungsversicherung und haben auf-
grund coronabedingter Schließungen
den Versicherer in Anspruch genommen.
Die Betriebsschließungsversicherung er-
fasst u. a. den Fall, dass die zuständige
Behörde aufgrund des Infektionsschutz-
gesetzes (IfSG) beim Auftreten melde-
pflichtiger Krankheiten oder Krankheits-
erreger die Schließung des versicherten
Betriebes anordnet.
Die Versicherer lehnen derzeit eine Ein-
standspflicht mehrheitlich jedoch ab, ver-
weisen auf die aktuell unsichere Rechtsla-
ge mangels Rechtsprechung und bieten
allenfalls Vergleiche in Höhe von ca. 15 %
an. Bisher sind erst wenige Urteile ergan-
gen, die zumindest einen Schluss zulas-
sen: Es kommt darauf an. Jeder Fall ist
anders und individuell zu betrachten. So
entschied das LG Mannheim zugunsten
des Versicherungsnehmers, da den Allge-
meinen Versi-
cherungsbe-
dingungen in
diesem Fall
ein pauschaler
Hinweis auf §§
6, 7 IfSG, zu
e n t n e h m e n
war, was dem
LG Mannheim
a u s re i c h t e ,
um Covid-
19-bedingte
Schließung in
den Rege-
lungsbereich
der Versiche-
rung einzube-
ziehen. Viele Allgemeine Versicherungs-
bedingungen führen jedoch tabellarisch
bestimmte Krankheiten/Krankheitserre-
ger auf. Für einen solchen Fall hat kürzlich
das OLG Hamm entschieden, dass der
Versicherer nur für die benannten, von
ihm einschätzbaren Risiken einstehen
wolle. Dies erschließe sich auch dem
durchschnittlichen Versicherungsnehmer
ohne versicherungsrechtliche Spezial-
kenntnisse. Das Coronavirus ist in diesen
Aufzählungen nicht enthalten. Der Versi-
cherungsnehmer ging leer aus.
Wir empfehlen daher eine umfassende
Prüfung der Versicherungsverträge und
der zugrundeliegenden Bedingungen.
Zudem sind die Fristen zur Meldung des
Versicherungsfalls zu beachten, wobei
das Versäumen einer solchen Frist nicht
unbedingt die Leistungsfreiheit des Versi-
cherers bedeutet.
Anja Weber
Rechtsanwältin
Streitbörger PartGmbB
www.streitboerger.de
Anzeige
­­13nuvo4/20
Aktuelles
Ab durch die Hecke: Volle Ladung Fortschritt bei
der Grünpflege der STEP
Neue Elektrohandgeräte für weniger Dezibel und zufriedene Verbraucher
Klinge gegen Klinge, Puste gegen Pus-
te, aber vor allem – Motor gegen Motor:
In Sachen Ohrenfreundlichkeit, Umwelt-
schutz und Wirtschaftlichkeit haben es
elektrisch betriebene Gartenpflege-
Handgeräte bei der Stadtentsorgung
Potsdam (STEP) beinahe flüsterleise aufs
Siegertreppchen geschafft. Andernorts
machen, aus Gewohnheit oder aus feh-
lender Einsicht, noch immer laute und
benzinhungrige Heckenscheren, Kanten-
schneider und Laubbläser Mensch und
Umwelt das Leben schwer. Die Pots-
damerinnen und Potsdamer sowie ihre
Gäste dürfen diesbezüglich aber buch-
stäblich durchatmen und zugleich „ein
offenes Ohr behalten“: Denn in Parks und
Straßen geht es nun leiser und abgasfrei
zur Sache, wenn die Grünanlagen ge-
trimmt werden.
E-Technik überzeugt
Die STEP ist von ihrem Schritt aus den
genannten, guten Gründen so überzeugt,
dass sie unlängst sogar zu einer Leis-
tungsschau der besonderen Art einlud:
Bei der „Challenge Dezibel & Nase“ de-
monstrierten die Reinigungsprofis in
Orange, dass die E-Geräte den Benzin-
modellen bei den Arbeitsergebnissen in
nichts nachstehen – und dabei zusätzlich
noch die erwähnten Vorzüge für die Men-
schen im Einsatzumfeld mitbringen. Des-
wegen ist die Entwicklung bei der STEP
unumkehrbar.
Breite Palette,
viel Akkupower
Und die Zah-
len zeigen,
dass hier der
ganze Schritt
gegangen wur-
de: Denn mitt-
lerweile sind
mehr als 300
Geräte im Ein-
satz. Darunter
befinden sich
fünfzig Laub-
bläser, ebenso
viele Frei-
schneider, dazu
Heckensche-
ren, vierzehn
Rasenmäher,
drei Bodenha-
cken und die gleiche Zahl an Kettensä-
gen. Und damit alles rund läuft, können
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
STEP auf satte 210 hochmoderne Akkus
zurückgreifen – genug also, um im flie-
genden Wechsel klare Rasenkante zu zei-
gen.
Einmal Moskau und zurück
Wieviel der Systemwechsel zur E-Tech-
nologie tatsächlich ausmacht, haben die
Spezialisten der STEP einmal exempla-
risch herausgearbeitet: Neben den Gerä-
tevorteilen in Form messbar reduzierter
Luftschadstoff- und Geräuschemissionen
konnten sie auch einen wahrhaft „weitrei-
chenden“ wirtschaftlichen Vorteil ermit-
teln: Mit den erzielten Kraftstoffeinspa-
rungen in Höhe von mehr als dreißigtau-
send Litern Kraftstoff im Jahr ließe sich
einmal im Jahr hin und zurück nach Mos-
kau fahren.
Baustein beim Klimafortschritt
Die Umstellung ordnet sich ein in das
Engagement der Stadtwerke Potsdam als
Dachgesellschaft der STEP. Sie treibt
nämlich parallel mit klimaneutraler Ener-
giegewinnung aus Sonne, Wind und
Geothermie die Ablösung der alten, fos-
silgeprägten Energiewirtschaft massiv vo-
ran. Das geschieht ganz im Einklang mit
dem Masterplan zum Klimaschutz, den
sich Potsdam in eigener Regie selbst
„verordnet“ hat.
Aktiv handeln zählt
Bei der STEP zählen also nicht nur Reden
und Nachdenken, sondern besonders ak-
tives Handeln: Sobald deren technische
Profis die Alltagstauglichkeit der auf dem
Markt angebotenen E-Geräte unter rea-
len Bedingungen positiv bestätigen
konnten, wurde der Benzinkanister zügig
beiseite gestellt. Damit zählt die STEP
einmal mehr zu den Vorreitern in der
Kommunalwirtschaft: Sie hat damit die
Chance schnell genutzt, die der techni-
sche Fortschritt hier zugunsten von Um-
welt und Wirtschaftsbilanz nun bietet. Po-
sitive Fortschritte also für alle, denen ne-
ben einer gepflegten Stadt zugleich Um-
welt- und Klimaschutz sehr am Herzen
liegen.
Stadtentsorgung Potsdam GmbH
www.step-potsdam.de
Die neuen E-Trimmer, E-Rasenmäher und E-Laubgebläse im Einsatz in einem
Potsdamer Wohngebiet.
Mitarbeiter der STEP mit den neuen E-Geräten
für die Gartenpflege.
Einer der elektrischen Rasentrimmer bei der
Verwendung zur Graspflege.
­­­­14 nuvo4/20
Aus dem Verband
Globaler Kulturwandel durch Corona
„Wir wünschen uns, dass von dieser Ge-
schichte eines übrig bleibt: Die Gemein-
schaft, bestehend aus einem Kranken-
haus in Brescia, einer Zeitung und einem
Team von Fachleuten, machte einen
Wettlauf gegen die Zeit und rettete Le-
ben!“
Dieses Zitat stammt von dem norditalie-
nischen Ingenieur Cristian Fracassi (Quel-
le: www.futurezone.at/produkte). Fracassi
hatte im März 2020 dem Krankenhaus in
Brescia seinen 3D-Drucker zur Verfügung
gestellt und mit seiner Firma Ventile für
dringend benötigte Beatmungsgeräte
hergestellt. Das Leben unzähliger an Co-
vid-19 erkrankter Menschen konnte auf
diesem Wege gerettet werden. Die Hilfe
durch die ursprünglich bestellten Ventile
wäre aufgrund der seinerzeit unterbro-
chenen (analogen) Lieferwege mit Sicher-
heit zu spät gekommen!
Was für ein eindrucksvoller Beleg ist
diese Geschichte für die Nützlichkeit, die
Notwendigkeit und die (in diesem Falle)
lebensrettende Effektivität digitaler
Transformation von Produktionsprozes-
sen! Steht sie aber auch gleichsam für ei-
ne gewandelte „Kultur“, in der Konflikte
und Management-Prozesse immer häufi-
ger mittels Technologie und immer weni-
ger durch analoge „Manpower“ reguliert
werden?
Eindeutig „Ja“ - und das nicht erst seit
„Corona“. Vollzieht sich doch schon seit
Ende der 1980er Jahre ein mehrstufiger
kultureller Wandlungsprozess, von der
„Erlebnisgesellschaft“ (Gerhard Schulze),
der „kindlichen Gesellschaft“ (Robert Bly)
bis zur heutigen „Simulationsgesell-
schaft“ (Bernd B. Schmidt).
Geprägt ist er insbesondere durch ein
zentrales Phänomen: die „Individualisie-
rung“ menschlichen Verhaltens, welche
unter anderem durch die möglichst be-
deutungsvolle Gestaltung des eigenen
„Lifestyles“ (Piercings, Tattoos, „plasti-
sche Chirurgie“) und eine quasi ununter-
brochene, infantile Bedürfnisbefriedi-
gung gekennzeichnet ist.
Begriffe wie „Ellenbogengesellschaft“,
„Ich-AG“ oder „Selbst-Optimierung“
(auch hinsichtlich der Wahl von Bezie-
hungspartnern) stehen sinnbildlich für
diese kulturelle Wandlungsphase. Und
der Slogan „Erlebe Dein Leben, sei Du
selbst!“, wie Gerhard Schulze es in „Die
Erlebnisgesellschaft“ (1992) beschreibt,
wurde zum alles bestimmenden Hand-
lungsimperativ dieser Zeit!
Doch lässt sich dieses ungeschriebene
Gesetz, unser gesamtes Dasein als „Dau-
er-Party“ zu verbringen, „gut drauf“ und
immer „topfit“ zu sein, wirklich erfüllen –
ohne zu „schummeln“? Genau hier liegt
der Kern der nächsten Phase des soge-
nannten kulturellen Wandlungsprozes-
ses, beginnend Anfang/Mitte der 1990er
Jahre: Wir haben kollektiv begonnen,
Kommunikations- und Verhaltensweisen
zu „simulieren“, haben gelernt, nicht
„vorzeigbare“ Gemütslagen weg zu lä-
cheln, situativ verlangte Einstellungen,
„Beziehungen“, Gefühle einfach vorzu-
täuschen und als „authentisch“ auszuge-
ben („Alles gut!“), Lebensläufe für poten-
tielle Arbeitgeber phantasievoll zu „frisie-
ren“ usw.
Bernd B. Schmidt beschreibt in seiner
Monografie „Die Simulationsgesell-
schaft“ (2005) einen Katalog der 11 au-
Roman Auchter, Geschäftsführer von „vita regulativ“
­­15nuvo4/20
Aus dem Verband
NUVO - Netzwerk Unternehmerverbände Ostdeutschlands – Wir. Unternehmen. Zukunft.
• Ausgabe 4/2020 • Printauflage: 1.500 • Herausgeber/V.i.S.d.P: comprend GmbH • Geschäftsführer: Michael Schulze • Dennis-Gabor-Straße 2,
14469 Potsdam • Tel. +49 331 58115800 • info@comprend.de • www.comprend.de • Redaktion: Michael Schulze • Autoren: Dr. Ulrich Conrad,
Michael Schulze • Titel, Layout & Grafik: rotschwarz design, Christoph Freytag • Anzeigen: Michael Schulze • Fotorechte: ILB, Uwe Klössing (S. 1
o., S. 4), HDI (S. 1 m., S.11 u.), Karoline Wolff (S. 1 u., S. 3 o.), pixabay (S. 1 Titelbild, S. 10 o., S. 11 o.), Claudia Koslowski/pixapool (S. 8 und 9), Dr.
Frank Rothe/Metawell GmbH (S. 5), HDI (S. 2 m., S. 11 o.), Streitbörger PartGmbB (S. 12 o.), STEP (S. 13), Roman Auchter (S.14), Ines Dietrich (S.
16), Tobias Ritz (S. 17), Oberlinklinik (S. 18 o.), Alexianer Potsdam (S. 18 u.), gettyimages /Neustockimages (S. 19) • Weitere Fotos wurden zur Ver-
fügung gestellt von Sponsoren, Partnern • Druck: city repro GmbH Cottbus • Redaktionsschluss: 21. August  2020 • NUVO erscheint sechsmal im
Jahr • Die Mitglieder des UVBB erhalten NUVO im Rahmen ihrer Mitgliedschaft • Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Kopien nur mit vorhe-
riger schriftlicher Genehmigung des V.i.S.d.P. • Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstim-
men. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos übernehmen wir keine Haftung • ISSN 2625-3356
genfälligsten Symptome der Simulations-
gesellschaft, wie z.B. „Hybridisierung“,
„Karnevalisierung“, „Infantilisierung“,
deren „globaler Einzug in die soziale
Kommunikation (…) der Simulation als in-
dividuelles Standardkommunikations-
verhalten einen enormen Vorschub leis-
tet“ (Quelle: Schmidt, 2005, S.36).
Wie konnte sich die „Simulation“ aber
derart schnell, innerhalb weniger Jahre,
als globales Standardverhalten etablie-
ren, verbreiten? Ganz bestimmt hat hier
der rasante Anstieg digitaler Medien als
Massenprodukt für Jedermann (PC, Lap-
top, Smartphone) eine zentrale Bedeu-
tung gespielt. Die digitalen Medien er-
möglichen dem Einzelnen, insbesondere
über Plattformen wie Facebook, Insta-
gram oder Whatsapp, jederzeit an jedem
Ort erreichbar, „vernetzt“, medial in Be-
ziehung zu sein.
„Wenn diese mediale Vernetzung von
Personen auch keine wirkliche Beziehung
darstellt, sondern sie nur simuliert,
Beziehungsersatz ist, so ist aus der Simu-
lation von Beziehung mittels Vernetzung
seit Mitte der Nullerjahre bis heute re-
gelrecht eine Art Gesellschaftsspiel ge-
worden, das offensichtlich den Nerv un-
serer Zeit trifft und einfach Spaß macht!
Der Spaß besteht vor allem darin, dass
die elektronische Vernetzung eben nur ei-
ne Simulation, sanktionsfrei und keine
tatsächliche Beziehung ist. Der Spaß am
Spiel liegt gerade in der Vermeidung,
Verdeckung der tatsächlichen Beziehung,
was offensichtlich massenhaft gewollt ist“
(vgl. Schmidt, 2005, S.29 ff.).
So sehr die digitale Transformation im
Bereich „Freizeit“ mittels „sozialer Medi-
en“ in Form eines global-simulierten gro-
ßen „Gesellschaftsspiels“ offenbar zu ge-
lingen scheint, so sehr hinkt die große In-
dustrienation Deutschland bei der digita-
len Transformation in Wirtschaft, Politik,
Wissenschaft, Bildung, Forschung hinter-
her!
Umso euphorischer berichten Politiker,
Konzernchefs, Mittelständler, Wissen-
schaftler, Kunstschaffende momentan
von ungeahnten Erfolgserlebnissen im
Zusammenhang mit digitaler Kommuni-
kation.
So beispielsweise Jochen Wallisch, füh-
render Siemens-Manager, der während
der Corona-Zeit „gesehen (hat), wie pro-
duktiv und effektiv das mobile Arbeiten
im Homeoffice sein kann. Da haben sich
einige Vorurteile in Luft aufgelöst!“
Hintergrund des Wallisch-Zitats ist ein
Vorstandsbeschluss von Siemens Anfang
Juli, der es zukünftig mehr als der Hälfte
der Mitarbeiter (140 000 von 240 000
weltweit) ermöglicht, wenigstens 2-3 Ta-
ge pro Woche mobil von zu Hause aus zu
arbeiten.
Der designierte Siemens-Chef Roland
Busch geht noch einen Schritt weiter und
sieht in dieser Entscheidung „eine Unter-
stützung des momentanen Kulturwandels
und eine Weiterentwicklung der Unter-
nehmenskultur“ (Quelle: www.handels-
blatt.com/dpa).
Das klingt ein wenig so, als wäre die Co-
rona-Pandemie die Ursache für den seit
Mitte der 1980er Jahre einsetzenden kul-
turellen Wandlungsprozess hin zur Digita-
lisierung in der Simulationsgesellschaft.
Dies wäre sicherlich zu viel der Ehre für
„Corona“, sind doch die Gründe und
Notwendigkeiten für die globale Ausfor-
mung heutiger digitaler Kommunikati-
onstechnologien wesentlich komplexer
und eben Teil eines sich in unterschiedli-
chen Stufen vollziehenden Kulturwan-
dels, in dessen Verlauf die „Maschine“
immer weniger dem Menschen dient,
sondern der Mensch der „Maschine“!
Dennoch hat die Corona-Krise weltweit
Wichtiges für die digitale Transformation
bewirkt, indem sie Unternehmer, Politi-
ker, Wissenschaftler, Lehrer usw. während
des Lockdowns förmlich dazu gezwungen
hat, längst vorhandene digitale Lösungen
(Videokonferenzen, 3D-Fertigungstech-
niken usw.) auch zu nutzen und damit den
oben beschriebenen Kulturwandel anzu-
nehmen, anstatt ihn weiterhin zu leug-
nen…
Lesen Sie im nächsten Teil mehr über
die Ursachen, Zusammenhänge und Fol-
gen der unterschiedlichen Phasen kultu-
reller Wandlungsprozesse …
Zum Autor: Roman Auchter ist Geschäfts-
führer von „vita regulativ“ in Potsdam. Er
ist darauf spezialisiert, Unternehmen und
Einzelpersonen bei Führungsmanage-
ment-Prozessen zu begleiten.
Sie erreichen Herrn Auchter unter „www.
vita-regulativ.de“ bzw. mobil unter 0176
– 64215630.
Jederzeit vernetzt, überall mobil erreichbar
­­­­16 nuvo4/20
Aus dem Verband
Jobcoaching: Veränderungsbereitschaft ist Basis für Erfolg
Ines Dietrich ist Brandenburg bislang
immer treu geblieben. Die erfolgreiche
Unternehmerin ist im schönen Havelland
mit seinen weiten Feldern und der schö-
nen Auenlandschaft geboren und zur
Schule gegangen. Als junge Erwachsene
zog es sie ins damals noch nicht ganz so
schöne Potsdam, um hier unter anderem
für Film und Fernsehen zu arbeiten. Ines
kümmerte sich dabei um die Rollenbeset-
zung und konnte so schon früh manch ein
Sternchen der ausgehenden DDR mit
entdecken. Mit der Wende kamen große
Aufgaben für die energische Brandenbur-
gerin hinzu: Sie ist Mitbegründerin des
Frauenpolitischen Rates im Land Bran-
denburg. Beruflich kamen ebenfalls gro-
ße Veränderungen auf sie zu: Dank ihrer
Coach-Ausbildung im fernen München
konnte sie die Grundlagen für ein
deutschlandweit agierendes Trainingsun-
ternehmen schaffen. Mittlerweile sind 30
schöne Jahre seit dem Umzug nach Pots-
dam vergangen und zwei Kinder aufge-
wachsen, von denen auch eine Tochter
für die Mitarbeit im eigenen Unterneh-
men begeistert werden konnte.
Worin sieht sie ihre
Aufgabe im sich er-
neuernden Bran-
denburg?
Ines Dietrich
meint dazu: Meine
Aufgabe sah ich
von Beginn an dar-
in, Menschen in ih-
rer jeweiligen Le-
benssituation abzu-
holen – egal ob Pri-
vatperson, Unter-
nehmer oder Ar-
beitsuchender –
und Lösungen und
Ideen für Entwick-
lung und Verände-
rung zu erarbeiten.
Halt einfach das
Unmögliche mög-
lich zu machen. Das
gelingt wahrlich
nicht immer – zu-
nehmend aber bes-
ser, sagt sie mit ei-
nem Augenzwin-
kern. Vor allem ge-
lingt dies mit der
richtigen Einstel-
lung zu den Din-
gen. Natürlich ge-
hören neben um-
fassenden Kenntnissen um Prozesse und
Lebenszyklen, das Erkennen menschli-
cher Stärken und das Akzeptieren von
Schwächen dazu – auch der eigenen. Der
nächste Augenblick kann alles verändern.
Aus dem Blickwinkel meiner Tätigkeit wa-
ren daher auch die letzten drei Monate
eine echte Herausforderung. Nicht so
sehr im Hinblick auf die schrumpfenden
Auftragszahlen – geht es mehr um die
strukturellen und organisatorischen As-
pekte.
Denn auf dem Arbeitsmarkt ist keine
Entspannung in Sicht: Die aktuelle Statis-
tik der Bundesagentur für Arbeit meldet
für den Juni erneut einen Anstieg der Ar-
beitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahres-
monat. Im Juni 2020 waren es rund
637.000 Arbeitslose mehr als im Juni
2019. Auch wenn die Konjunktur langsam
wieder etwas anzieht – es wird dauern,
bis sich das positiv auf die Arbeitslosen-
zahlen auswirkt. Die aktuelle Tendenz ist
sehr ungewiss, die Situation kann sich
schnell ändern, wie wir bereits erlebt ha-
ben. Daher müssen wir uns schnell auf
Veränderungen einstellen können. Mit
unseren Kunden, das sind ebenso Ar-
beitssuchende wie Unternehmer beant-
worte ich gern folgende Fragen:
•	 Behalten Sie Ihren Job oder wie geht’s
mit der Firma weiter?
•	 Wie gehen Sie mit persönlichen Verän-
derungen, vielleicht sogar mit Ein-
schränkungen um?
•	 Wie organisieren Sie in dieser Situation
Familie und Beruf?
•	 Welche persönlichen und fachlichen
Stärken können Sie für Ihre Entwick-
lung nutzen?
•	 Wie können Sie Ideen und Perspekti-
ven für die Positionierung auf dem
Arbeitsmarkt oder als Unternehmer
nutzen?
Ines Dietrich
JobCoaching,
Training &
Personalentwicklung
Berliner Straße 145
(bisher 4 weitere Standorte)
14467 Potsdam
www.jobcoaching-jetzt.de
Ines Dietrich, Inhaberin von JobCoaching sieht aktuell noch keine Ent-
spannung auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt. Die Aussichten sind
weiter ungewiss für viele Arbeitnehmer.
­­17nuvo4/20
ternehmen im Industriepark, aber auch zu
Institutionen, Verwaltungen und wissen-
schaftlichen Kooperationspartnern er-
möglicht.
Aktuelles
Im Juni 2020 ist das Dock3 Lausitz im In-
dustriepark Schwarze Pumpe an den Start
gegangen. Mit seiner Verbindung aus
modernem Büro- und Werkstattgebäude
bietet das Kompetenzzentrum beste Vor-
aussetzungen für die Entwicklung und
Umsetzung neuer Ideen und zukunfts-
trächtiger Projekte – mitten im Herzen
des Strukturwandels in der Lausitz.
Direkt am Industriepark Schwarze Pum-
pe gelegen, werden hier Gründer und in-
novative Unternehmen unterstützt. Voll-
ausgestattete Büro- und Tagungsräume,
differenzierte, moderne Arten an
Arbeitsplätzen sowie flexibel ge-
staltbare Fertigungsflächen bie-
ten Existenzgründern wie auch
gestandenen Unternehmen ex-
zellente Voraussetzungen für eine
erfolgreiche Arbeit. „Dies ist der
Anfang einer neuen Ära für den
Industriepark Schwarze Pumpe",
davon ist das Wirtschaftsförder-
Team der ASG Spremberg GmbH
überzeugt. „Wir glauben, dass
der Strukturwandel in der Lausitz
unzählige Chancen bietet.“
Die ASG, die auch das Industrie-
park-Management verantwortet,
lädt besonders auch Absolventen
von Universitäten, Hoch- und
Fachschulen dazu ein, Teil dieser
spannenden Entwicklung zu wer-
den. Die ASG stellt die Gebäude
als Plattform mit den Dienstleis-
tungen Büros, Co-Working,
Werkhalle, Veranstaltungsräume,
Dock3 gliedert sich in zwei Bereiche:
1. 		 ein Gebäude mit 23 komplett ausge-
statteten Büroeinheiten, Gemein-
schaftsräumen sowie Tagungs- und
Eventflächen. Angegliedert sind auch
ein Coworking- Bereich sowie Ge-
meinschaftsräume.
2. 		 eine Werkhalle mit separaten Einhei-
ten, um auch fertigenden Betrieben
eine Starthilfe zu bieten. Dazu kom-
men ebenerdige Lagerräume mit
Schwerlastregalen, Meisterbüros und
Sozialbereiche.
Dock3 Lausitz – Kompetenzzentrum für
Gründer & Gewerbe
Südstraße 3, 02979 Spreetal
info@dock3-lausitz.de
T +49 3564 32999-00
www.dock3-lausitz.de
Die Mieter bringen sich in einen lebendigen Ort ein, der vom direkten Zugang zum Industriepark profitiert und umgekehrt. Dock3 profitiert von den
Erfahrungen der Arbeit des Industriepark-Managements.
Frank Müller, Marketing-Verantwortlicher Dock3: „Das
Dock3 wird Schauplatz diverser Zukunftsprojekte der
Energiewende und industriellen Transformation in der
Lausitz. Hier, im Zentrum des Strukturwandels, können
Innovationen nicht nur entwickelt, sondern auch so-
gleich in der realen Anwendung getestet werden."
Netzwerk, Förderung u.v.a.m. zur Verfü-
gung. Jeder hat dann die Möglichkeit,
diese Angebote mit eigenen Ideen und
Aktionen zu entwickeln und wachsen zu
lassen. Deshalb wird im Dock3 eher von
Partnern statt von Mietern gesprochen.
Durch Interaktion soll sich so mit der Zeit
eine kreative Gemeinschaft entwickeln,
die kooperiert und sich gegenseitig
stärkt. Durch den Betreiber ASG besteht
im Dock3 die Möglichkeit der Teilhabe an
einem Netzwerk, welches Zugang zu Un-
Dock3 Lausitz – neues Kompetenzzentrum für Gründer
und innovative Unternehmen
­­­­18 nuvo4/20
Aktuelles
Verantwortungsvolle Patientenversorgung
Die Christlichen Kliniken Potsdam mit
den Häusern Alexianer St. Josefs-Kran-
kenhaus, Oberlinklinik und Evangelisches
Zentrum für Altersmedizin gehörten zu
den Einrichtungen, die innerhalb einer
Hotspotregion alle Ressourcen zum
Kampf gegen das Coronavirus auffahren
und auch nutzen mussten.
Ein völlig neues Versorgungskonzept
Wie schwierig die Situation für die
Christlichen Kliniken war, beschreibt Dr.
med. Robert Krause, Ärztlicher Direktor
der Oberlinklinik: „Durch den Lockdown
musste unser Krankenhaus geplante
Operationen absagen und konnte einen
Großteil unserer Patienten nicht mehr
versorgen.“ Mit dem Aufnahmestopp im
kommunalen Klinikum wurde die Patien-
ten-Versorgung auf die Christlichen Klini-
ken umgelegt. „Das bedeutete, dass
über Nacht ein völlig neues Versorgungs-
konzept in allen drei Kliniken erstellt, Sta-
tionen umorganisiert, Medizintechnik
ausgetauscht und Personal entsprechend
in neu aufgestellte Dienstpläne geplant
werden musste“, so Krause. Das habe ei-
nen extrem hohen Koordinierungsauf-
wand und schnelle Reaktionsfähigkeit er-
fordert. „Im ärztlichen Dienst bedeutete
dies, dass Ärzte unfallchirurgisch tätig
und Fachpersonal teilweise fachfremd
beschäftigt werden musste. Schnelles
Anlernen von Disziplinen wie internisti-
sche Kenntnisse mussten gewährleistet
sein“, ergänzt Krause. Mitarbeitende der
Oberlinklinik seien mit Patientensituatio-
nen konfrontiert gewesen, die auch eine
seelische Belastung darstellten. „Mit ster-
benden Patienten beispielsweise haben
sie in der Oberlinklinik, die eine elektive
orthopädische Fachklinik ist, in ihrem be-
ruflichen Alltag keine Berührung“.
Stufenweise Rückkehr zum Regelbetrieb
Selbst wenn inzwischen die Vorhalte-
pflicht von Corona-Bettenkapazitäten
weggefallen ist und die Anzahl an Neuin-
fektionen vergleichsweise niedrig ist, gibt
es weiterhin eine Vielzahl begründeter
Covid-19-Verdachtsfälle. „Wir waren hier
in Potsdam als Hotspot gebeutelt, und
wenn ich jetzt sehe, wie die Bereitschaft
sinkt, sich an die Regeln zu halten, dann
wird mir schon manchmal bange“, sagt
Regionalgeschäftsführer Oliver Pomme-
renke. „Wir leben noch immer in einer
Pandemie. Und wie die ausgeht, liegt in
erster Linie an uns allen! Wir als Kranken-
häuser sind da natürlich besonders sensi-
bel, schauen sehr genau, wie sich die Si-
tuation entwickelt. Unser Öffnungskon-
zept ist stufenweise ausgelegt und lässt
uns je nach Lageentwicklung agieren“, so
der Klinikchef.
Nach den ersten zwei vorsichtigen Öff-
nungsstufen Anfang Mai und Mitte Juni
2020 erlaubt die derzeitige Situation nun-
mehr eine weitere Öffnung und Rückkehr
zum Regelbetrieb unter Pandemiebedin-
gungen in allen drei Häusern der Christli-
chen Kliniken. Die Öffnungen erfolgen
bei ständiger Beobachtung des Infekti-
onsgeschehens unter den noch vorherr-
schenden Corona-Bedingungen. Neben
der Erhöhung der Bettenkapazitäten
wird weiterhin ein Verdachtsbereich für
SARS-CoV-2-Infektionen vorgehalten.
Analog der Erhöhung der Bettenkapazi-
täten erfolgt eine weitere Ausweitung der
Operationskapazitäten. Das Operations-
spektrum wird nunmehr weiter gefasst
und ist nicht wie bisher allein auf Operati-
onen bei schnell fortschreitenden Erkran-
kungen oder vitaler Bedrohung be-
schränkt. Rein elektive, also geplante
Operationen werden nun wieder im ge-
wohnten Maße durchgeführt. Alle Patien-
ten mit stationärem Aufenthalt erhalten
am Tag der Aufnahme einen COVID-19
Abstrich im Aufnahmezentrum des St. Jo-
sefs. Bei Patienten, die über die Notauf-
nahme stationär im Krankenhaus aufge-
nommen werden, wird ebenfalls ein Auf-
nahmeabstrich vorgenommen. Gleiches
gilt für werdende Mütter bei Aufnahme in
den Kreißsaal. Besuche von Angehörigen
auf den Stationen sind unter Beachtung
der Hygiene- und Abstandsregelungen
erlaubt. Eine Voranmeldung oder eine te-
lefonische Rücksprache auf der Station ist
nicht mehr notwendig.
Abgestimmte Notfallversorgung
Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus
und das städtische Klinikum Ernst von
Bergmann arbeiten gemeinsam an einer
abgestimmten Notfallversorgung unter
den immer noch vorherrschenden Pande-
miebedingungen. „Selbstverständlich
werden akute Notfälle bei uns nicht ab-
gewiesen, sondern auch dann an beiden
Notfallkliniken versorgt“, sagt Oliver
Pommerenke. „Wir stehen mit den Kolle-
gen im Bergmann-Klinikum in engem
Austausch. Kein Bürger muss die Befürch-
tung haben, im Notfall nicht behandelt zu
werden“, versichert Pommerenke.
Die Oberlinklinik in Potsdam-Babelsberg
Schutzmaßahmen im St. Josefs-Krankenhaus
­­19nuvo4/20
Aus dem Netzwerk
Flexible Vielgefahren-Versicherung für den Handel
Mit ihrem SI Handelsschutz bietet die
SIGNAL IDUNA umfassenden Versiche-
rungsschutz für den Handel: Absicherung
nicht von der Stange, sondern aufgebaut
aus umfassenden Leistungspaketen.
Mit der SIGNAL IDUNA stellt sich den
Betrieben ein starker Partner an die Seite,
der dem Betriebsinhaber in Sachen Be-
triebsabsicherung Last von den Schultern
nehmen kann. Der SI-Handelsschutz bie-
tet ein mächtiges Instrument, um das Un-
ternehmen gegen existenzgefährdende
Risiken abzusichern.
Die Vielgefahren-Versicherung deckt lü-
ckenlos alle geschäftsrelevanten Risiken
ab – von der betrieblichen Haftpflicht-
über die Geschäftsinhalts- und Maschi-
nen- bis zur Elektronikversicherung. Die
einzelnen Leistungspakete können
schnell und flexibel an den eigenen Be-
darf angepasst werden. Der Betriebsinha-
ber kann die Selbstbeteiligung flexibel
festlegen, und zwar in Stufen zwischen 0
und 2.500 Euro je Schadenfall.
Der Eckpfeiler des betrieblichen Versi-
cherungsschutzes und somit essentiell für
die Existenzsicherung eines Betriebes ist
die Haftpflichtversicherung. Das Haft-
pflichtpaket des SI Handelsschutzes ent-
hält unter anderem die Erweiterte Pro-
dukthaftpflicht. Darüber hinaus sind auch
Produktrückrufe sowie das Handelsrisiko
– letzteres weltweit – abgesichert.
Das Sachpaket wiederum deckt neben
anderem das Betriebsunterbrechungsrisi-
ko ab sowie Elementarschäden, Glas-
bruch, Einbruchdiebstahl und das Bau-
stellenrisiko. Gerade Baustellen sind ein
existenzbedrohender Faktor für den Han-
del: Wegfallende Parkplätze und Absper-
rungen sorgen dafür, dass Kunden weg-
bleiben. Aus dem Baustellenschutz flie-
ßen daher Leistungen zum Beispiel für
Werbemaßnahmen, die Anmietung von
alternativen Geschäftsräumen oder Ver-
kaufscontainern sowie die Gebühren für
Online-Verkäufe.
Über das Unterwegs-Paket sind Beteili-
gungen an Ausstellungen und Messen
versichert. Weitere essentielle Risiken de-
cken die Pakete „Elektronik“, „Maschi-
nen“, „Food“ und „Transport“ ab.
Für Betriebe, die in Sachen Versiche-
rungsschutz künftig auf den SI-Handels-
schutz bauen möchten, gibt es mit der
Differenzdeckung und der Top-Schutz-
Garantie gleich noch zwei besondere
Schmankerl. Hiermit erleichtert die SIG-
NAL IDUNA den Versicherungswechsel.
So ist sichergestellt, dass der Betrieb auf
der einen Seite bereits von den Vorteilen
des Handelsschutzes profitiert, während
auf der anderen Seite noch der Vorvertrag
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13./14. OKTOBER 2020
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Das diesjährige Ostdeutsche Energieforum steht unter der
Leitfrage: European Green Deal, Strukturstärkungsgesetz, Corona-Krise –
Welche Chancen ergeben sich für den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland
aus den aktuellen Entwicklungen?
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schaft und ostdeutschen Mittelstand zur Energiewende und Klimapolitik mit
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NUVO - Nr. 4/2020 - Mittelstandsfinanzierung

  • 1. nuvoNr. 4/2020 • 3. Jahrgang • Das ostdeutsche Wirtschaftsmagazin Mittelstandsfinanzierung Heiko Waber Niederlassungsleiter der HDI Global SE Expertenunterstützung zur Abwehr von Cyberkriminellen Tillmann Stenger Vorstandsvorsitzender der ILB Wir werden alles dafür tun, dass die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt Dr. Burkhardt Greiff Präsident des UV-BB Corona-Disziplin muss uns allen in Fleisch und Blut übergehen ISSN 2625-3356
  • 2. Rubrik Für Sie wird es einfacher. Für Ihre Mitarbeiter einfach besser. Neue Wege in der betrieblichenAltersversorgung Die betriebliche Altersvorsorge geht neue Wege – und wir gehen mit! Im Rahmen des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetzes haben wir unsere Vorsorgeprodukte für Sie noch besser ge- macht. Die neue bAV der SIGNAL IDUNA bietet Ihnen ein umfas- sendes Leistungspaket, mit neuen passenden Produktlösungen und innovativen Prozessen. Jetzt mehr erfahren unter: www.die-neue-bav.de
  • 3. ­­3nuvo4/20 Editorial Das trügerische Virus Es ist noch nicht verschwunden. Es ist noch unter uns. Das Virus. Gaststätten, Hotels, Läden, Einkaufszentren öffneten, Flugzeuge heben wieder ab, Schulen nahmen ihren Betrieb auf. Jedoch ist nichts normal. Corona stellt unser Land, unsere Gesell- schaft, die Wirtschaft und unsere Mit- gliedsunternehmen vor außergewöhnli- che langwierige Herausforderungen. Wir, das ganze Land, reagierten in den letzten Monaten auf die Einschränkungen mit Bedacht und Sorgfalt. Wir akzeptierten sie ohne Wenn und Aber. Das Virus ist je- doch noch da und es verbreitet sich wie- der. Viele unserer Mitglieder fragen sich, wie es für sie persönlich und ihre Unterneh- men und Familien weitergeht. Die neuen Hotspots – auch außerhalb von Schlachtereien und Landwirtschafts- betrieben – zeigen, dass wir müde ge- worden sind. Wir werden unvernünftig, fahrlässig. Das Virus ist eine humane Massenver- nichtungswaffe, wenn das Wort human in diesem Kontext erlaubt ist. Es ist brutaler als chemische oder atomare Vernich- tungswaffen. Mit der Ignoranz der Party- gänger und Maskenmuffel muss Schluss sein. Eine zweite Welle wird neue Todesopfer fordern, Beschränkungen werden weite- re Unternehmen und Familien in Existenz- not bringen. Die Corona-Disziplin mit der einfachen AHA-Regel – Abstand halten, Hygiene, Atemschutz – muss bis zum Herbst in Fleisch und Blut übergegangen sein. Das Virus sucht sich seinen Weg, und mit der Schniefnase im Herbst sind die Einfallsto- re in der Bahn, im Bus, im Einkaufsmarkt oder in der Bar ohne Maskendisziplin of- fener denn je. Arbeitsplätze, Menschen- leben und unser Wohlstand stehen auf dem Spiel. Wir müssen wieder vernünftiger wer- den, wir müssen wieder Verantwortung übernehmen! Dann ist das Virus kontrol- lier- und beherrschbar. Achten Sie noch mehr als sonst auf sich und alle, die Ihnen am Herzen liegen. Mit viel Herz, gutem Gemeinsinn, Sorgsam- keit und mit gemeinsamer Kraft werden wir die Situation meistern und noch näher zusammenwachsen. Ihr Dr. Burkhardt Greiff, Präsident Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. Dr. Burkhardt Greiff Dr. Thorsten Purps Fachanwalt für Erbrecht Martin Vogel Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Fachanwalt für Verwaltungsrecht Dr. Marcus Flinder Fachanwalt für Arbeitsrecht Mediator Dr. Jochen Lindbach Fachanwalt für Arbeitsrecht Fachanwalt für Familienrecht Wirtschaftsmediator Mathias Matusch Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Fachanwalt für Medizinrecht Andreas Jurisch Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Markus Thewes Fachanwalt für Steuerrecht Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht Steuerberater Andreas Lietzke Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Anja Weber Rechtsanwältin Jeannine Lorenz Rechtsanwältin Jennifer Röhling Fachanwältin für Familienrecht PartGmbB | Rechtsanwälte | Steuerberater Birkenstraße 10 | 14469 Potsdam | Tel.: 0331 27561-0 | Fax: 0331 27561-999 E-Mail: potsdam@streitboerger.de | www.streitboerger.de Anzeige
  • 4. ­­­­4 nuvo4/20 Interview Wir sprachen mit Tillmann Stenger, Vor- standsvorsitzender der Brandenburger Förderbank ILB, über die Corona-Krise und die aktuellen Bedürfnisse des Bran- denburger Mittelstandes. NUVO: Herr Stenger, die Corona-Pan- demie hat Brandenburg in den letzten Monaten durchgängig beschäftigt und auch wirtschaftlich ihre Spuren hinterlas- sen. Wie haben Sie 2020 aus Sicht des Förderbänkers bisher erlebt? Tillmann Stenger: 2020 ist in der Tat ein Jahr, das wir alle nicht so schnell verges- sen werden. Wir haben das Jahr als ILB zunächst mit den ganz normalen Arbeiten im Fördergeschäft begonnen und wollten uns auch auf mittelfristige Projekte wie zum Beispiel die Optimierung unserer Geschäftsprozesse konzentrieren. Spä- testens Anfang März war uns dann jedoch klar, dass die Eindämmung des Coronavi- rus‘ Maßnahmen erforderlich machen wird, die für einen Großteil der Unterneh- men auch erhebliche wirtschaftliche Aus- wirkungen haben werden. So kam es dann auch. Dem Lockdown am 16. März folgten in vielen Betrieben die Kurzarbeit und ab dem 25. März dann das Soforthil- fe-Programm. Ein einmaliges Förderpro- gramm und eine logistische Herausforde- rung, wie wir sie noch nie in der Geschich- te unseres Hauses erlebt haben. Mein Dank gilt hier auch noch einmal ausdrücklich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Schichtsystem von 6 bis 22 Uhr und auch an den Wo- chenenden und Ostern gearbeitet ha- ben, damit die Hilfsgelder schnellstmög- lich die Unternehmen erreichen konnten. Insgesamt sind knapp 76.000 Anträge bei uns eingegangen, von denen wir rund 63.000 positiv bescheiden konnten. 556 Millionen Euro wurden letztendlich aus- gezahlt. Das sind beeindruckende Zahlen. Für wie nachhaltig halten Sie den Effekt der Soforthilfen? Zusammen mit den anderen Maßnah- men des Bundes waren die Soforthilfen ein ganz wichtiger Baustein, um den Un- ternehmen über die schlimmste Zeit des Lockdowns hinwegzuhelfen. Ich denke, dass dies in den meisten Fällen gelungen ist und die Hilfen einen guten Teil dazu beigetragen haben, dass die Branden- burgische Wirtschaft mit dem Eintreten der Lockerungen wieder Schritt für Schritt hochgefahren werden konnte. Man darf aber nicht die Augen davor verschlie- ßen, dass es auch Unternehmen gibt, die schon vor der Krise wirtschaftlich auf et- was wackeligeren Beinen standen. Wenn dann das Geschäftsmodell besonders von den Einschränkungen betroffen ist, kann es für diese Unternehmen trotz der Soforthilfen schwierig werden, am Markt zu bleiben. Wie fällt Ihre Prognose zu den weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise aus? Obwohl wir für das Soforthilfepro- gramm insgesamt eine positive Bilanz „Wir werden alles dafür tun, dass die Brandenburger Unternehmen nach der Krise wieder auf die Beine kommen.“ Blickt zuversichtlich in die Zukunft trotz Corona – Tillmann Stenger
  • 5. ­­5nuvo4/20 Interview ziehen können, dürfen wir uns hier nichts vormachen. Die Corona-Krise schadet der Weltwirtschaft und damit auch der märkischen Wirtschaft ganz erheblich. Von April bis Juni 2020 ist das Bruttoin- landsprodukt im Vergleich zum Vorquar- tal um 10,1 Prozent gefallen. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der viertel- jährlichen Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. In anderen Ländern sieht die Entwicklung zum Teil noch drastischer aus. In den USA liegt der BIP-Einbruch nach dem zweiten Quartal hochgerech- net auf das ganze Jahr sogar bei 33 Pro- zent. Die Erholung unserer Wirtschaft wird zu einem erheblichen Teil davon ab- hängen, wie schnell ein sicheres Medika- ment und auch ein Impfstoff gegen das Virus entwickelt und vor allem auch in größeren Dimensionen eingesetzt wer- den kann. Je sicherer sich die Menschen wieder im Alltag fühlen dürfen, desto schneller werden sich auch ganze Bran- chen wieder erholen. Wir als ILB werden jedenfalls alles dafür tun, dass die Bran- denburger Unternehmen nach der Krise wieder auf die Beine kommen. Bei aller Konzentration auf Corona fragt man sich, wie es um das sonstige Fördergeschäft der ILB bestellt ist. Wer- den mittlerweile auch wieder Anträge aus anderen Förderprogrammen bear- beitet? Während der Bearbeitung des Soforthil- feprogramms haben wir natürlich alle ver- fügbaren Kräfte zusammengezogen und mussten daher die Bearbeitung der meis- ten anderen Programme aussetzen. In der ersten Junihälfte konnten wir die letz- ten größeren Arbeiten an der Soforthilfe abschließen, sodass wir ab diesem Zeit- punkt auch die Antragsbearbeitung in den anderen Programmen wieder hoch- gefahren haben. Antragstellungen waren jedoch die ganze Zeit über möglich und Auszahlungen für bereits bewilligte Vor- haben haben wir auch vorgenommen. Da wir für die sich anschließende Überbrü- ckungshilfe des Bundes bereits mit einem deutlich reduzierten Antragseingang ge- rechnet haben, mussten wir hier auch nicht mehr so stark Kapazitäten binden und konnten uns wieder unseren üblichen Aufgaben widmen. Herr Stenger, welche Themen treiben den Brandenburger Mittelstand denn abseits der Corona-Pandemie aktuell um? Hier sehen wir aktuell vor allem zwei Themen: Unternehmensnachfolgen und den Fachkräftemangel. Die Brandenbur- ger KMU zeichnen sich durch eine relativ junge Inhaberstruktur aus – das Durch- schnittsalter der Chefetagen liegt bei 48 Jahren. Obwohl das Alter der Firmenin- haber also unter dem Bundesdurchschnitt liegt, sehen sich aktuell viele Brandenbur- ger KMU mit Fragen rund um Unterneh- mensübergabe und Unternehmensnach- folge konfrontiert. Einen Betrieb zu über- nehmen, kann auch angesichts des teil- weise akuten Fachkräftemangels eine heikle Aufgabe sein. Das Fachkräftethema beschäftigt insbe- sondere Kleinstbetriebe, die gemäß des letzten IAB-Betriebspanels 60 Prozent ih- rer Fachkräftestellen nicht besetzen konn- ten. Weitere Dauerbrennerthemen sind natürlich die Digitalisierungsbestrebun- gen der Unternehmen und damit verbun- dene Effizienzsteigerungen sowie Fragen rund um das Thema Energieeffizienz und entsprechende Einsparpotenziale. Gera- de die Digitalisierungsthemen haben durch die Krise noch mehr Aufwind be- kommen. Wie können Sie den Unternehmen bei diesen Herausforderungen unter die Ar- me greifen? Als Förderbank des Landes können wir die Unternehmen vor allem finanziell un- terstützen. Investitionen vielfältigster Art und Weise können grundsätzlich aus dem Förderprogramm GRW bezuschusst wer- den. Hier sind Zuschüsse von bis zu 40 Prozent der Kosten möglich. Noch ein wenig flexibler ist unser Brandenburg- Kredit für den Mittelstand, der für Investi- tionen von bis zu 25 Millionen Euro in An- spruch genommen werden kann sowie der Brandenburg-Kredit Innovativ, mit dem wir den Hausbanken eine Haftungs- freistellung für 70 Prozent des Kreditan- teils gewähren. Für Innovations- und Di- gitalisierungsprojekte ist auch der Bran- denburgische Innovationsgutschein be- sonders gut geeignet, hier sind Zuschüs- se bis 600.000 Euro möglich. Da der Klimawandel und die Nutzung von Res- sourcen Themen sind, die uns alle ange- hen, unterstützt die ILB Brandenburger Unternehmen auch bei ihren Bemühun- gen um mehr Energieeffizienz. Entspre- chende Maßnahmen wie zum Beispiel Energieberatungen oder die Anschaffung von Speichersystemen können wir über das Programm RENplus mit bis zu 80 Pro- zent Zuschuss fördern. Und auch für die Fachkräftesicherung und -entwicklung haben wir Angebote. So kann die ILB die Lohnkosten soge- nannter Innovationsassistenten bezu- schussen und fördert auch die berufliche Weiterbildung Angestellter. Ein Anruf bei unseren Beratern lohnt sich fast immer. Wie ist es denn generell um die Investi- tionsfreudigkeit der Brandenburger be- stellt? Der Anteil der investierenden Unterneh- men liegt in Brandenburg mit 48 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Investitionsintensität – also die Investiti- onssumme je Beschäftigtem – liegt ge- mäß des letzten KfW-Mittelstandsatlas‘ mit knapp 10.000 Euro deutlich darüber. Investitionen werden aber auch zu einem großen Anteil aus Eigenmitteln bestrit- ten. Daher mein Appell an die Unterneh- men: Lassen Sie sich bei Ihren Vorhaben finanziell unterstützen. Es sind genügend öffentliche Gelder für das Gelingen Ihrer Projekte vorhanden. Damit können wir Ih- nen den Neustart nach der Krise weiter vereinfachen. Die Zentrale der ILB in Potsdam
  • 6. ­­­­6 nuvo4/20 Aus dem Netzwerk Thema beim Ostdeutschen Unternehmertag am 9. Dezember: Wie Unternehmen trotz Fachkräftemangel Mitarbeiter finden Trotz Corona bleibt der Fachkräfteman- gel eines der drängendsten Probleme für den Mittelstand. Das Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung (KOFA) hat unter- sucht, wie stark Unternehmen von Fach- kräfteengpässen betroffen sind und wie Unternehmen mit diesen umgehen. Ob- wohl neun von zehn Unternehmen den Fachkräftemangel bereits spüren, betrei- ben lediglich 43 Prozent der Firmen eine langfristige Personalplanung. Vor- ausschauende Annahmen über Personal- engpässe, Talentbedarf, Fluktuation und Pensionierungen werden aktuell nur von einer Minderheit der Unternehmen ge- troffen. Diese Situation steht am 9. Dezember 2020 auf dem Ostdeutschen Unterneh- mertag im Kongresshotel am Templiner See in Potsdam im Fokus. Das Thema lau- tet: Fachkräftemangel – Auswege aus ei- nem absehbaren Dilemma. Wie ostdeut- sche Unternehmen ihren Arbeitskräfte- bedarf decken und Mitarbeiter binden können. Zum Praxisforum der ostdeutschen Wirtschaft werden 200 Teilnehmer erwar- tet. Der Ostdeutsche Unternehmertag bietet themen- und länderübergreifend den mittelständischen Unternehmen, der Wissenschaft und der Politik eine ge- meinsame Plattform. Sie soll die Heraus- forderungen und Perspektiven des ost- deutschen Wirtschaftsraumes diskutieren und praxisnah Zukunftsthemen voran- bringen. Der Ostdeutsche Unternehmer- tag 2020 wird vom Unternehmerverband Brandenburg-Berlin gemeinsam mit dem Innovationsforum Ost, medianet, dem Netzwerk der Mittelstandsberater IBWF, dem Verband der Digitalwirtschaft SIBB und dem Handwerkskammertag Land Brandenburg organisiert. Leading Partner sind die Investitions- bank des Landes Brandenburg (ILB), die IKK classic und die Signal Iduna Grup- pe. Schirmherr der Veranstaltung ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (angefragt). Das aktuelle Programm finden Sie auf www.ostdeutscher-unternehmertag.de/ programm. Als Redner werden u.a. erwartet: • Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg • Dr. Regina Flake, Teamleiterin im Kom- petenzzentrum Fach- kräftesicherung (KO- FA) am Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) • Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit & Soziales • Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Branden- burg • Christian Breckwoldt, Organisationsdi- rektor der SIGNAL IDUNA Gruppe • Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic (Programmänderungen vorbehalten) D.WoidkeR.FlakeL.GebersJ.Steinbach Der Standort für Technologieunternehmen im Flughafenumfeld Bereits 70 Unternehmen aus den Bereichen Luftfahrttechnik, Engineering, Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Servicebranche haben sich für den Standort in unmittelbarer Nähe der TH Wildau, des Fraunhofer IAP und des DESY Zeuthen mit direktem S-Bahn- und Autobahnanschluss sowie in 10-minütiger Fahrzeit zum Flughafen BER entschieden. 30.000 m² attraktive Büro- und Hallenfläche verteilt auf vier Objekte: • Zentrum für Luft- & Raumfahrt (ZLR) I: 9.000 m² Büro- und Hallenfläche • Zentrum für Luft- & Raumfahrt (ZLR) III: 10.000 m² Büro- und Hallenfläche • Zentrum für Zukunftstechnologien (ZFZ): 7.300 m² Büro- und Hallenfläche • Technologie- und Gründerzentrum Wildau (TGZ): 3.700 m² Büro- und Werkstattfläche Kontakt: Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH Freiheitstraße 120 B | 15745 Wildau Tel.: +49 3375 5238-0 | E-Mail: info@wfg-lds.de | Internet: www.wfg-lds.de, www.zlur.de, www.zentrum-fuer-zukunftstechnologien.de, www.tgz-wildau.de ZENTRUM FÜR ZUKUNFTSTECHNOLOGIEN Anzeige
  • 7. Aus dem Verband Corona-Hilfe ohne Hausbank KfW-Schnellkredit beantragen in Zeiten von Corona Der Corona-Virus hat die Geschäfte von Unternehmerin Sandra Zielinsky hart getroffen. Ihre Haupteinnahmequelle ist weggefallen und sie stand plötzlich ohne Umsätze da. Sie kontaktierte ihre Hausbank zum KfW-Schnellkredit, erhielt aber keine Antwort. Dabei kamen ernste Sorgen in ihr auf, wie sie laufende Kosten weiter finanzieren, geschweige denn Investitionen anschieben sollte. Sandra Zielinsky hatte das Glück, dass ihr Kapilendo-Finanzierungsberater sie im richtigen Moment zum digitalen Antrag des KfW-Schnellkredits kontaktierte. Und dann ging alles ganz schnell. Innerhalb weniger Tage war der Antrag digital gestellt, geprüft und zur Auszahlung bereit, um endlich wieder Liquidität in die Kasse zu bringen. Effektiver Zugang zum KfW-Schnellkredit. Mit dem digitalen Antrag auf Kapilendo.de Sandra Zielinsky Unternehmerin
  • 8. ­­­­8 nuvo4/20 Aus dem Netzwerk 9. Ostdeutsches Energieforum – 13./14. Oktober 2020 – Hotel The Westin Leipzig Die Corona-Pandemie hat in den ver- gangenen Monaten alles überschattet. Zentrale Herausforderungen in der Ener- gie- und Klimapolitik bestehen aber wei- terhin. Die verschiedenen politischen Ebenen haben sich in den letzten Jahren zahlreichen Zielen zum Umweltschutz ver- schrieben. In diesem Zusammenhang tre- ten die von der Bundesregierung be- schlossenen Gesetze (u.a. Kohleaus- stiegsgesetz) bzw. Maßnahmen wie die nationale Wasserstoffstrategie sowie der European Green Deal der Europäischen Union in die Umsetzung. Doch wie geht Ostdeutschland mit die- sen Entscheidungen um? Welche Chan- cen ergeben sich für die heimische Wirt- schaft? Wie kann der Strukturwandel in den betroffenen Regionen erfolgreich gelingen? Was können einzelne Sektoren beitragen? Welchen Einfluss hat die Co- rona-Pandemie auf die Energie- und Kli- mapolitik? Die bestehenden Fragen sollen im Rah- men des Ostdeutschen Energieforums, der Denkfabrik zur Energie- und Klimapo- litik, am 13. und 14. Oktober 2020 disku- tiert werden. Das Forum findet auch in diesem Jahr im Hotel The Westin Leipzig in seiner nunmehr 9. Auflage statt. Unter der Schirmherrschaft des Bundesminis- ters für Wirtschaft und Energie, Peter Alt- maier, diskutieren Vertreter*innen aus Po- litik, Energiewirtschaft, Wissenschaft und ostdeutschem Mittelstand über die er- folgreiche Umsetzung der Energiewende in Deutschland und welche Chancen sich für den Wirtschaftsstandort Ostdeutsch- land ergeben. Das Ostdeutsche Energieforum steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Euro- pean Green Deal, Strukturstärkungsge- setz, Corona-Krise – Welche Chancen erge- ben sich für den Wirt- schaftsstandort Ost- deutschland aus den aktuellen Entwicklun- gen?“ In spannenden und hochkarätig besetzten Panelrunden stehen sich kontroverse Positi- onen zu folgenden Themen gegenüber: • Sind Konjunktur- und Klimapolitik vereinbar? Wie weiter mit EEG- Umlage, Stromsteuer, CO2-Steuer und Mehrwertsteuer? • Wasserstoff – Auch eine Chance für die (ost)deutsche Wirtschaft? • Quartierslösungen als Energiewende von unten – Welche Rolle können Stadt- werke spielen? • Power-to-X – Stehen wir bei der Ener- giespeicherung vor dem Durchbruch? Quo-vadis und Ausblick. Darüber hinaus stehen am zweiten Veran- staltungstag die Themen „Rolle der Kreislaufwirtschaft“, „Urbane Mobilität“ sowie die „Wärmewende“ im Fokus der Fachforen. Für einen spannenden Abschluss des Ostdeutschen Energieforums sorgt die Diskussion „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen – (K)ein gesellschaftlicher Konsens und wie weiter?“ unter anderen mit Vertreter*innen des Bundesumwelt- ministeriums, der Bundesländer und Fri- days for Future. Das Ziel des Forums bleibt es, die Entscheider*innen aus Politik, Energie- wirtschaft, Wissenschaft und ostdeut- schen Mittelstand zusammenzubringen, um gemeinsam über die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende zu disku- tieren und die dafür nötigen Schritte an- zuschieben. Zum diesjährigen Forum haben seitens der Politik bereits der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesministeri- um für Wirtschaft und Energie und Beauf- tragter der Bundesregierung für die neu- en Länder, Marco Wanderwitz, Dr. Kars- Ostdeutsches Energieforum 2019: Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen- Anhalt (l.) und Kevin Bauch, Fridays for Future Dresden Ostdeutsches Energieforum 2019: Panel 1 am 1.Tag - CO2-Preis , EEG-Umlage, Strukturwandel-Milliarden - Was ist uns die Energie- wende wert? Die Denkfabrik zur Energie- und Klimapolitik in (Ost)Deutschland / Entscheider aus Politik, Energiewirtschaft, Wissenschaft und ostdeutschem Mittelstand / Innovative Start-ups aus dem Energie- und Umweltbereich stellen sich vor / Komplette Veranstaltung online verfügbar
  • 9. ­­9nuvo4/20 Aus dem Netzwerk ten Sach, Abteilungsleiter für Europa und Klimaschutz im Bundesministerin für Um- welt, Naturschutz und nukleare Sicher- heit, die Ministerpräsidenten aus Bran- denburg, Dr. Dietmar Woidke, Sachsen, Michael Kretschmer, Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, ihre Teilnahme bestätigt. Aus der Energiewirtschaft, Wissen- schaft, Organisationen und Mittelstand diskutieren unter anderem: • Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH • Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG • Dr. Stephan Lowis, Vorstandsvorsitzen- der der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) • Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig GmbH • Gunda Röstel, Kaufmännische Ge- schäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden GmbH und Prokuristin der GELSENWASSER AG • Dr. Helmar Rendez, Vorstandsvorsitzen- der der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG • Michael Salcher, Regionalvorstand Ost und Head of Energy & Natural Resour- ces der KPMG AG Wirtschaftsprüfungs- gesellschaft • Dr.-Ing. Sylvia Schattauer, Stellvertre- tende Institutsleiterin des Fraunhofer- Instituts für Mikrostruktur von Werkstof- fen und Systemen • Jakob Springfeld, Fridays for Future • Dr.-Ing. Anke Tuschek, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung Das Ostdeutsche Energieforum wird vollständig digital Die Corona-Pandemie geht natürlich nicht spurlos an der Organisation des Fo- rums vorbei. Die Gesundheit und Sicher- heit der Referent*innen und Teilnehmer*innen steht bei allen Planun- gen an erster Stelle. Für das Ostdeutsche Energieforum wurde daher in Abstim- Über das Ostdeutsche Energieforum: Das Ostdeutsche Energieforum ist seit 2011 die Denkfabrik und Expertenfo- rum zur Energiewende und beleuchtet die spezifischen Herausforderungen Ostdeutschlands in diesem Prozess. Auch im Jahr 2019 diskutierten über 400 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und dem ostdeutschen Mittelstand im Hotel The Westin Leip- zig. Veranstalter sind die Interessenge- meinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin und die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig. www.ostdeutsches-energieforum.de Ticketpreise Präsenzteilnahme (aufgrund der aktuellen Bestimmungen begrenzt): Frühbucher bis 20. September 2020: 350,00 Euro (netto) Mitglieder Partnerverbände (reduzierter Betrag) 250,00 Euro (netto) ab 21. September 2020: 390,00 Euro (netto) Mitglieder Partnerverbände (reduzierter Betrag) 290,00 Euro (netto) Online-Ticket 59,00 Euro (netto) mung mit dem Hotel und den zuständi- gen Behörden ein entsprechendes Hygi- enekonzept entwickelt. Aufgrund der ak- tuellen Beschränkungen ist die Teilneh- meranzahl vor Ort begrenzt. Die Veranstalter des Forums, die Inter- essengemeinschaft der Unternehmerver- bände Ostdeutschlands und Berlin sowie die IHK zu Leipzig, verstehen dies gleich- zeitig als Chance. Das Ostdeutsche Ener- gieforum wird daher vollständig digital. Die Veranstaltung ist über die Plattform hopin.to komplett online verfügbar (eine separate Anmeldung über www.ostdeut- sches-energieforum.de ist erforderlich). Eine aktive Teilnahme durch Online-Inter- aktion, digitale Diskussionsrunden und Breakout-Sessions mit interessanten Gäs- ten ist garantiert! Damit kann jeder Inter- essierte, für den eine Teilnahme vor Ort nicht möglich ist, trotzdem am Forum teil- nehmen und an den Diskussionen mitwir- ken. Die Anmeldung ist über die Internetsei- te des Forums ab sofort möglich. Schnell- entschlossene erhalten bis zum 20. Sep- tember einen Frühbucherrabatt. Darüber hinaus steht ein Kontingent mit reduzier- ten Ticketpreisen für die Mitglieder der Partnerverbände zur Verfügung. Partnerverbände sind: Unternehmerver- band Berlin e.V., Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V., Unternehmer- verband Norddeutschland Mecklenburg- Schwerin e.V., Unternehmerverband Ros- tock-Mittleres Mecklenburg e.V., Unter- nehmerverband Sachsen e.V., Unterneh- merverband Sachsen-Anhalt e.V., Unter- nehmerverband Thüringen e.V., Unter- nehmerverband Vorpommern e.V., HY- POS e.V., VEE Sachsen e.V. Ostdeutsches Energieforum 2019: Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig (l.) und Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
  • 10. ­­­­10 nuvo4/20 Ratgeber HDI und Perseus: Gemeinsam für mehr IT-Sicherheit in Ihrem Unternehmen Moderne Verbrecher machen mit An- griffen auf die Informationsnetze von Un- ternehmen ihre Beute – in der Corona- Krise haben Cyberattacken spürbar zuge- nommen. Neben Industriespionage und der Erpressung von Zahlungen durch das Lahmlegen der Server spielt auch das so- genannte CEO-Fraud eine zunehmende Rolle: Leitende Mitarbeiter erhalten E- Mails vom Chef mit der Anwei- sung, eine Zahlung auf den Weg zu bringen. Doch nicht der Chef, sondern Kriminelle stecken da- hinter. „Die Methoden werden immer raffinierter, die Schäden für Unternehmen steigen welt- weit deutlich an“, sagt Heiko Wa- ber, Leiter der Niederlassung Berlin & Leipzig der HDI Global SE. „Kriminelle Hacker nutzen Sondersituationen, wie die Corona-Krise, geschickt aus, um ihre Opfer auszutrick- sen und an ihre Daten zu gelangen.“ Wissenslücken als Schwachstelle Im vergangenen Jahr waren schätzungs- weise rund 20 Prozent der Cyberattacken erfolgreich, und das Problem nimmt wei- ter zu. Der HDI als erfahrener Industrie- versicherer bietet seinen Kunden ein um- fangreiches Paket zur Abwehr und Absi- cherung solcher Risiken. Hier geht es nicht nur um Geld. Die finanziellen Verluste sind oft kaum exakt zu beziffern, die Folgen können für Mittelständler und innovative, hochspezi- alisierte Firmen bis zur Existenzbedro- hung reichen. Vorbeugung ist nicht nur eine Frage der Technik. Daher bietet HDI seinen Kunden die Spezialkenntnisse von Perseus, einem Experten für Cybersicher- heit. Mitarbeiterreaktion ist erfolgsentscheidend Natürlich muss die IT moderne Sicher- heitsanforderungen erfüllen. Deshalb ge- hören Firewall, Filter, Backups, regelmä- ßige Änderung von Passwörtern und Notfallpläne zum kleinen Einmaleins der Betriebsführung. „Der Schutz gegen Cyberkriminalität beginnt mit den Mitarbeitenden, dem wichtigsten Kapital im Unternehmen“, betont Richard Renner, Geschäftsführer des Berliner Cybersecurity-Unterneh- mens Perseus. „Phishing-Wellen, wie zur Corona-Krise, belegen das gezielte Vorgehen von On- line-Kriminellen. Dafür müssen die Mitarbeiten- den sensibilisiert werden.“ Per- seus widmet sich dieser Aufgabe und ergänzt die Cyber-Versiche- rung des HDI um eine Trainings- komponente. Alle Kunden, die bei HDI gegen Cyberrisiken ver- sichert sind, können das Training für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen. Cyberführerschein und ständige Tests „Etwa ein Viertel der erfolgreichen Cy- berangriffe gehen auf Hacker zurück, die Schutzsysteme erfolgreich überwinden“, erläutert Heiko Waber. „Fast 60 Prozent erfolgen per E-Mail, wie eine Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versi- Cyberattacken nehmen enorm zu – Experten des Cybersecurity-Unternehmens Perseus schulen den sicheren Umgang im Cyberspace
  • 11. ­­11nuvo4/20 Ratgeber cherungswirtschaft festgestellt hat. Hier sind es die Menschen, die dem Feind letzten Endes die Türe öffnen.“ Dagegen hilft nur die Risiko-Sensibilisierung, wie sie im Perseus-Cybertraining vermittelt wird. Nach Abschluss des Online-Trai- nings gibt es für die Mitarbeiter den „Cy- berführerschein“, den die Lernenden als Nachweis erhalten. Kurze, leicht verständliche Videos zei- gen Cybergefahren auf. Auf einer Platt- form erhalten die Nutzer Zugang zu Schutzmaßnahmen für ihr Unternehmen, darunter der Echtheits-Check bei E-Mails, zur Passwortsicherheit und zu sicherem Surfen im Netz. Auch was im Notfall – sehr schnell – zu tun ist, wird vermittelt. Mittels simulierter Phishing-Angriffe tes- ten die Cyber-Experten von Perseus im- mer wieder, ob die Mitarbeiter Hackeran- griffe erkennen können. Die DSGVO: Datenschutz im Fokus Ein weiterer Service von Perseus sind DSGVO-Schulungen, bei denen der Da- tenschutz im Mittelpunkt steht. Dieser ri- sikorelevante Bereich in Unternehmen ist durch die Datenschutz-Grundverordnung der EU verstärkt ins Blickfeld geraten. Bei Datenschutzpannen drohen hohe Buß- gelder und Imageschäden. „Datenschutz ist nicht die Sache einiger Spezialisten, dieses Thema geht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an“, bekräftigt Richard Renner. „Dabei sollte nicht die Angst vorherr- schen, etwas falsch zu machen, sondern eine Routine mit geschärftem Sinn für Si- cherheit.“ Die entwickelt sich, wenn Mit- arbeitende über ein aktuelles Daten- schutz-Wissen verfügen und die gängi- gen Methoden beherrschen. Wie beim Cyberführerschein werden die DSGVO- Regeln kompakt und verständlich in den Videos erläutert und trainiert. „Vor allem lernen sie, Instrumente und Methoden anzuwenden, die sich direkt in den Ar- beitsalltag integrieren lassen“, so Per- seus-Geschäftsführer Renner. Cyber-Risiken ermitteln und gezielt absichern Der HDI bietet mit seinem Produkt Cy- ber+ Smart eine am Bedarf orientierte Absicherung von Cyber-Risiken für mittel- ständische Unternehmen. Im Fokus lie- gen Betriebe mit einem Jahresumsatz zwischen fünf und 50 Millionen Euro. Auch für größere Unternehmen bietet der HDI in Zusammenarbeit mit Perseus modernes Risikomanagement. Abgesi- chert werden u. a. Datenschutzverletzun- gen, etwa Diebstahl personenbezogener Daten, Datenvertraulichkeitsverletzun- gen, wie die Verletzung von Geschäftsge- heimnissen Dritter, und Verletzungen der Netzwerksicherheit, z.B. um Beispiel bei Attacken aus dem Internet. Neben direkten Schäden sind dabei auch Kosten für in diesem Zusammen- hang erforderliche Dienst- und Bera- tungsleistungen, forensische Untersu- chungen und Öffentlichkeitsarbeit im Kri- senfall wichtiger Bestandteil des Service- pakets. „Unsere Experten analysieren mit den Unternehmen die Risikosituation undHeiko Waber denken auch an Probleme, die den Un- ternehmern oft noch nicht bewusst sind“, erklärt Heiko Waber. „Oft enthält das be- triebseigene Konzept für die Cybersi- cherheit Lücken, die unbedingt geschlos- sen werden müssen.“ Die Risikoerkennung bildet die erste Säule des Vier-Säulen-Modells der HDI Global SE: Vor der Entscheidung für das Versicherungsprodukt steht die Identifi- kation der Risiken. Die weiteren Säulen sind dann Reakti- on/Weiterentwicklung und eine umfas- sende Prävention. HDI-Risikoingenieure unterstützen Unternehmen dabei, den Reifegrad ihrer IT- und Informationssi- cherheit zu ermitteln und diese anschlie- ßend gezielt zu optimieren. Denn erst dann kann bessere Cybersicherheit ge- währleistet werden. Heiko Waber: „Die Risiken wachsen in der digitalisierten Welt – doch wer sich mit ihnen bewusst auseinandersetzt, kann sich auch wirksam schützen.“ heiko.waber@hdi.global Telefon: 030 - 3204 243 www.hdi.global Gut geschulte Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung, um Cyberattacken abzuwehren
  • 12. ­­­­12 nuvo4/20 Aktuelles Ansprüche bei Covid-19-bedingten Betriebsschließungen gegen den Versicherer Viele Gewerbetreibende unterhalten für ihr Geschäft eine sogenannte Betriebs- schließungsversicherung und haben auf- grund coronabedingter Schließungen den Versicherer in Anspruch genommen. Die Betriebsschließungsversicherung er- fasst u. a. den Fall, dass die zuständige Behörde aufgrund des Infektionsschutz- gesetzes (IfSG) beim Auftreten melde- pflichtiger Krankheiten oder Krankheits- erreger die Schließung des versicherten Betriebes anordnet. Die Versicherer lehnen derzeit eine Ein- standspflicht mehrheitlich jedoch ab, ver- weisen auf die aktuell unsichere Rechtsla- ge mangels Rechtsprechung und bieten allenfalls Vergleiche in Höhe von ca. 15 % an. Bisher sind erst wenige Urteile ergan- gen, die zumindest einen Schluss zulas- sen: Es kommt darauf an. Jeder Fall ist anders und individuell zu betrachten. So entschied das LG Mannheim zugunsten des Versicherungsnehmers, da den Allge- meinen Versi- cherungsbe- dingungen in diesem Fall ein pauschaler Hinweis auf §§ 6, 7 IfSG, zu e n t n e h m e n war, was dem LG Mannheim a u s re i c h t e , um Covid- 19-bedingte Schließung in den Rege- lungsbereich der Versiche- rung einzube- ziehen. Viele Allgemeine Versicherungs- bedingungen führen jedoch tabellarisch bestimmte Krankheiten/Krankheitserre- ger auf. Für einen solchen Fall hat kürzlich das OLG Hamm entschieden, dass der Versicherer nur für die benannten, von ihm einschätzbaren Risiken einstehen wolle. Dies erschließe sich auch dem durchschnittlichen Versicherungsnehmer ohne versicherungsrechtliche Spezial- kenntnisse. Das Coronavirus ist in diesen Aufzählungen nicht enthalten. Der Versi- cherungsnehmer ging leer aus. Wir empfehlen daher eine umfassende Prüfung der Versicherungsverträge und der zugrundeliegenden Bedingungen. Zudem sind die Fristen zur Meldung des Versicherungsfalls zu beachten, wobei das Versäumen einer solchen Frist nicht unbedingt die Leistungsfreiheit des Versi- cherers bedeutet. Anja Weber Rechtsanwältin Streitbörger PartGmbB www.streitboerger.de Anzeige
  • 13. ­­13nuvo4/20 Aktuelles Ab durch die Hecke: Volle Ladung Fortschritt bei der Grünpflege der STEP Neue Elektrohandgeräte für weniger Dezibel und zufriedene Verbraucher Klinge gegen Klinge, Puste gegen Pus- te, aber vor allem – Motor gegen Motor: In Sachen Ohrenfreundlichkeit, Umwelt- schutz und Wirtschaftlichkeit haben es elektrisch betriebene Gartenpflege- Handgeräte bei der Stadtentsorgung Potsdam (STEP) beinahe flüsterleise aufs Siegertreppchen geschafft. Andernorts machen, aus Gewohnheit oder aus feh- lender Einsicht, noch immer laute und benzinhungrige Heckenscheren, Kanten- schneider und Laubbläser Mensch und Umwelt das Leben schwer. Die Pots- damerinnen und Potsdamer sowie ihre Gäste dürfen diesbezüglich aber buch- stäblich durchatmen und zugleich „ein offenes Ohr behalten“: Denn in Parks und Straßen geht es nun leiser und abgasfrei zur Sache, wenn die Grünanlagen ge- trimmt werden. E-Technik überzeugt Die STEP ist von ihrem Schritt aus den genannten, guten Gründen so überzeugt, dass sie unlängst sogar zu einer Leis- tungsschau der besonderen Art einlud: Bei der „Challenge Dezibel & Nase“ de- monstrierten die Reinigungsprofis in Orange, dass die E-Geräte den Benzin- modellen bei den Arbeitsergebnissen in nichts nachstehen – und dabei zusätzlich noch die erwähnten Vorzüge für die Men- schen im Einsatzumfeld mitbringen. Des- wegen ist die Entwicklung bei der STEP unumkehrbar. Breite Palette, viel Akkupower Und die Zah- len zeigen, dass hier der ganze Schritt gegangen wur- de: Denn mitt- lerweile sind mehr als 300 Geräte im Ein- satz. Darunter befinden sich fünfzig Laub- bläser, ebenso viele Frei- schneider, dazu Heckensche- ren, vierzehn Rasenmäher, drei Bodenha- cken und die gleiche Zahl an Kettensä- gen. Und damit alles rund läuft, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der STEP auf satte 210 hochmoderne Akkus zurückgreifen – genug also, um im flie- genden Wechsel klare Rasenkante zu zei- gen. Einmal Moskau und zurück Wieviel der Systemwechsel zur E-Tech- nologie tatsächlich ausmacht, haben die Spezialisten der STEP einmal exempla- risch herausgearbeitet: Neben den Gerä- tevorteilen in Form messbar reduzierter Luftschadstoff- und Geräuschemissionen konnten sie auch einen wahrhaft „weitrei- chenden“ wirtschaftlichen Vorteil ermit- teln: Mit den erzielten Kraftstoffeinspa- rungen in Höhe von mehr als dreißigtau- send Litern Kraftstoff im Jahr ließe sich einmal im Jahr hin und zurück nach Mos- kau fahren. Baustein beim Klimafortschritt Die Umstellung ordnet sich ein in das Engagement der Stadtwerke Potsdam als Dachgesellschaft der STEP. Sie treibt nämlich parallel mit klimaneutraler Ener- giegewinnung aus Sonne, Wind und Geothermie die Ablösung der alten, fos- silgeprägten Energiewirtschaft massiv vo- ran. Das geschieht ganz im Einklang mit dem Masterplan zum Klimaschutz, den sich Potsdam in eigener Regie selbst „verordnet“ hat. Aktiv handeln zählt Bei der STEP zählen also nicht nur Reden und Nachdenken, sondern besonders ak- tives Handeln: Sobald deren technische Profis die Alltagstauglichkeit der auf dem Markt angebotenen E-Geräte unter rea- len Bedingungen positiv bestätigen konnten, wurde der Benzinkanister zügig beiseite gestellt. Damit zählt die STEP einmal mehr zu den Vorreitern in der Kommunalwirtschaft: Sie hat damit die Chance schnell genutzt, die der techni- sche Fortschritt hier zugunsten von Um- welt und Wirtschaftsbilanz nun bietet. Po- sitive Fortschritte also für alle, denen ne- ben einer gepflegten Stadt zugleich Um- welt- und Klimaschutz sehr am Herzen liegen. Stadtentsorgung Potsdam GmbH www.step-potsdam.de Die neuen E-Trimmer, E-Rasenmäher und E-Laubgebläse im Einsatz in einem Potsdamer Wohngebiet. Mitarbeiter der STEP mit den neuen E-Geräten für die Gartenpflege. Einer der elektrischen Rasentrimmer bei der Verwendung zur Graspflege.
  • 14. ­­­­14 nuvo4/20 Aus dem Verband Globaler Kulturwandel durch Corona „Wir wünschen uns, dass von dieser Ge- schichte eines übrig bleibt: Die Gemein- schaft, bestehend aus einem Kranken- haus in Brescia, einer Zeitung und einem Team von Fachleuten, machte einen Wettlauf gegen die Zeit und rettete Le- ben!“ Dieses Zitat stammt von dem norditalie- nischen Ingenieur Cristian Fracassi (Quel- le: www.futurezone.at/produkte). Fracassi hatte im März 2020 dem Krankenhaus in Brescia seinen 3D-Drucker zur Verfügung gestellt und mit seiner Firma Ventile für dringend benötigte Beatmungsgeräte hergestellt. Das Leben unzähliger an Co- vid-19 erkrankter Menschen konnte auf diesem Wege gerettet werden. Die Hilfe durch die ursprünglich bestellten Ventile wäre aufgrund der seinerzeit unterbro- chenen (analogen) Lieferwege mit Sicher- heit zu spät gekommen! Was für ein eindrucksvoller Beleg ist diese Geschichte für die Nützlichkeit, die Notwendigkeit und die (in diesem Falle) lebensrettende Effektivität digitaler Transformation von Produktionsprozes- sen! Steht sie aber auch gleichsam für ei- ne gewandelte „Kultur“, in der Konflikte und Management-Prozesse immer häufi- ger mittels Technologie und immer weni- ger durch analoge „Manpower“ reguliert werden? Eindeutig „Ja“ - und das nicht erst seit „Corona“. Vollzieht sich doch schon seit Ende der 1980er Jahre ein mehrstufiger kultureller Wandlungsprozess, von der „Erlebnisgesellschaft“ (Gerhard Schulze), der „kindlichen Gesellschaft“ (Robert Bly) bis zur heutigen „Simulationsgesell- schaft“ (Bernd B. Schmidt). Geprägt ist er insbesondere durch ein zentrales Phänomen: die „Individualisie- rung“ menschlichen Verhaltens, welche unter anderem durch die möglichst be- deutungsvolle Gestaltung des eigenen „Lifestyles“ (Piercings, Tattoos, „plasti- sche Chirurgie“) und eine quasi ununter- brochene, infantile Bedürfnisbefriedi- gung gekennzeichnet ist. Begriffe wie „Ellenbogengesellschaft“, „Ich-AG“ oder „Selbst-Optimierung“ (auch hinsichtlich der Wahl von Bezie- hungspartnern) stehen sinnbildlich für diese kulturelle Wandlungsphase. Und der Slogan „Erlebe Dein Leben, sei Du selbst!“, wie Gerhard Schulze es in „Die Erlebnisgesellschaft“ (1992) beschreibt, wurde zum alles bestimmenden Hand- lungsimperativ dieser Zeit! Doch lässt sich dieses ungeschriebene Gesetz, unser gesamtes Dasein als „Dau- er-Party“ zu verbringen, „gut drauf“ und immer „topfit“ zu sein, wirklich erfüllen – ohne zu „schummeln“? Genau hier liegt der Kern der nächsten Phase des soge- nannten kulturellen Wandlungsprozes- ses, beginnend Anfang/Mitte der 1990er Jahre: Wir haben kollektiv begonnen, Kommunikations- und Verhaltensweisen zu „simulieren“, haben gelernt, nicht „vorzeigbare“ Gemütslagen weg zu lä- cheln, situativ verlangte Einstellungen, „Beziehungen“, Gefühle einfach vorzu- täuschen und als „authentisch“ auszuge- ben („Alles gut!“), Lebensläufe für poten- tielle Arbeitgeber phantasievoll zu „frisie- ren“ usw. Bernd B. Schmidt beschreibt in seiner Monografie „Die Simulationsgesell- schaft“ (2005) einen Katalog der 11 au- Roman Auchter, Geschäftsführer von „vita regulativ“
  • 15. ­­15nuvo4/20 Aus dem Verband NUVO - Netzwerk Unternehmerverbände Ostdeutschlands – Wir. Unternehmen. Zukunft. • Ausgabe 4/2020 • Printauflage: 1.500 • Herausgeber/V.i.S.d.P: comprend GmbH • Geschäftsführer: Michael Schulze • Dennis-Gabor-Straße 2, 14469 Potsdam • Tel. +49 331 58115800 • info@comprend.de • www.comprend.de • Redaktion: Michael Schulze • Autoren: Dr. Ulrich Conrad, Michael Schulze • Titel, Layout & Grafik: rotschwarz design, Christoph Freytag • Anzeigen: Michael Schulze • Fotorechte: ILB, Uwe Klössing (S. 1 o., S. 4), HDI (S. 1 m., S.11 u.), Karoline Wolff (S. 1 u., S. 3 o.), pixabay (S. 1 Titelbild, S. 10 o., S. 11 o.), Claudia Koslowski/pixapool (S. 8 und 9), Dr. Frank Rothe/Metawell GmbH (S. 5), HDI (S. 2 m., S. 11 o.), Streitbörger PartGmbB (S. 12 o.), STEP (S. 13), Roman Auchter (S.14), Ines Dietrich (S. 16), Tobias Ritz (S. 17), Oberlinklinik (S. 18 o.), Alexianer Potsdam (S. 18 u.), gettyimages /Neustockimages (S. 19) • Weitere Fotos wurden zur Ver- fügung gestellt von Sponsoren, Partnern • Druck: city repro GmbH Cottbus • Redaktionsschluss: 21. August 2020 • NUVO erscheint sechsmal im Jahr • Die Mitglieder des UVBB erhalten NUVO im Rahmen ihrer Mitgliedschaft • Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Kopien nur mit vorhe- riger schriftlicher Genehmigung des V.i.S.d.P. • Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstim- men. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos übernehmen wir keine Haftung • ISSN 2625-3356 genfälligsten Symptome der Simulations- gesellschaft, wie z.B. „Hybridisierung“, „Karnevalisierung“, „Infantilisierung“, deren „globaler Einzug in die soziale Kommunikation (…) der Simulation als in- dividuelles Standardkommunikations- verhalten einen enormen Vorschub leis- tet“ (Quelle: Schmidt, 2005, S.36). Wie konnte sich die „Simulation“ aber derart schnell, innerhalb weniger Jahre, als globales Standardverhalten etablie- ren, verbreiten? Ganz bestimmt hat hier der rasante Anstieg digitaler Medien als Massenprodukt für Jedermann (PC, Lap- top, Smartphone) eine zentrale Bedeu- tung gespielt. Die digitalen Medien er- möglichen dem Einzelnen, insbesondere über Plattformen wie Facebook, Insta- gram oder Whatsapp, jederzeit an jedem Ort erreichbar, „vernetzt“, medial in Be- ziehung zu sein. „Wenn diese mediale Vernetzung von Personen auch keine wirkliche Beziehung darstellt, sondern sie nur simuliert, Beziehungsersatz ist, so ist aus der Simu- lation von Beziehung mittels Vernetzung seit Mitte der Nullerjahre bis heute re- gelrecht eine Art Gesellschaftsspiel ge- worden, das offensichtlich den Nerv un- serer Zeit trifft und einfach Spaß macht! Der Spaß besteht vor allem darin, dass die elektronische Vernetzung eben nur ei- ne Simulation, sanktionsfrei und keine tatsächliche Beziehung ist. Der Spaß am Spiel liegt gerade in der Vermeidung, Verdeckung der tatsächlichen Beziehung, was offensichtlich massenhaft gewollt ist“ (vgl. Schmidt, 2005, S.29 ff.). So sehr die digitale Transformation im Bereich „Freizeit“ mittels „sozialer Medi- en“ in Form eines global-simulierten gro- ßen „Gesellschaftsspiels“ offenbar zu ge- lingen scheint, so sehr hinkt die große In- dustrienation Deutschland bei der digita- len Transformation in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Bildung, Forschung hinter- her! Umso euphorischer berichten Politiker, Konzernchefs, Mittelständler, Wissen- schaftler, Kunstschaffende momentan von ungeahnten Erfolgserlebnissen im Zusammenhang mit digitaler Kommuni- kation. So beispielsweise Jochen Wallisch, füh- render Siemens-Manager, der während der Corona-Zeit „gesehen (hat), wie pro- duktiv und effektiv das mobile Arbeiten im Homeoffice sein kann. Da haben sich einige Vorurteile in Luft aufgelöst!“ Hintergrund des Wallisch-Zitats ist ein Vorstandsbeschluss von Siemens Anfang Juli, der es zukünftig mehr als der Hälfte der Mitarbeiter (140 000 von 240 000 weltweit) ermöglicht, wenigstens 2-3 Ta- ge pro Woche mobil von zu Hause aus zu arbeiten. Der designierte Siemens-Chef Roland Busch geht noch einen Schritt weiter und sieht in dieser Entscheidung „eine Unter- stützung des momentanen Kulturwandels und eine Weiterentwicklung der Unter- nehmenskultur“ (Quelle: www.handels- blatt.com/dpa). Das klingt ein wenig so, als wäre die Co- rona-Pandemie die Ursache für den seit Mitte der 1980er Jahre einsetzenden kul- turellen Wandlungsprozess hin zur Digita- lisierung in der Simulationsgesellschaft. Dies wäre sicherlich zu viel der Ehre für „Corona“, sind doch die Gründe und Notwendigkeiten für die globale Ausfor- mung heutiger digitaler Kommunikati- onstechnologien wesentlich komplexer und eben Teil eines sich in unterschiedli- chen Stufen vollziehenden Kulturwan- dels, in dessen Verlauf die „Maschine“ immer weniger dem Menschen dient, sondern der Mensch der „Maschine“! Dennoch hat die Corona-Krise weltweit Wichtiges für die digitale Transformation bewirkt, indem sie Unternehmer, Politi- ker, Wissenschaftler, Lehrer usw. während des Lockdowns förmlich dazu gezwungen hat, längst vorhandene digitale Lösungen (Videokonferenzen, 3D-Fertigungstech- niken usw.) auch zu nutzen und damit den oben beschriebenen Kulturwandel anzu- nehmen, anstatt ihn weiterhin zu leug- nen… Lesen Sie im nächsten Teil mehr über die Ursachen, Zusammenhänge und Fol- gen der unterschiedlichen Phasen kultu- reller Wandlungsprozesse … Zum Autor: Roman Auchter ist Geschäfts- führer von „vita regulativ“ in Potsdam. Er ist darauf spezialisiert, Unternehmen und Einzelpersonen bei Führungsmanage- ment-Prozessen zu begleiten. Sie erreichen Herrn Auchter unter „www. vita-regulativ.de“ bzw. mobil unter 0176 – 64215630. Jederzeit vernetzt, überall mobil erreichbar
  • 16. ­­­­16 nuvo4/20 Aus dem Verband Jobcoaching: Veränderungsbereitschaft ist Basis für Erfolg Ines Dietrich ist Brandenburg bislang immer treu geblieben. Die erfolgreiche Unternehmerin ist im schönen Havelland mit seinen weiten Feldern und der schö- nen Auenlandschaft geboren und zur Schule gegangen. Als junge Erwachsene zog es sie ins damals noch nicht ganz so schöne Potsdam, um hier unter anderem für Film und Fernsehen zu arbeiten. Ines kümmerte sich dabei um die Rollenbeset- zung und konnte so schon früh manch ein Sternchen der ausgehenden DDR mit entdecken. Mit der Wende kamen große Aufgaben für die energische Brandenbur- gerin hinzu: Sie ist Mitbegründerin des Frauenpolitischen Rates im Land Bran- denburg. Beruflich kamen ebenfalls gro- ße Veränderungen auf sie zu: Dank ihrer Coach-Ausbildung im fernen München konnte sie die Grundlagen für ein deutschlandweit agierendes Trainingsun- ternehmen schaffen. Mittlerweile sind 30 schöne Jahre seit dem Umzug nach Pots- dam vergangen und zwei Kinder aufge- wachsen, von denen auch eine Tochter für die Mitarbeit im eigenen Unterneh- men begeistert werden konnte. Worin sieht sie ihre Aufgabe im sich er- neuernden Bran- denburg? Ines Dietrich meint dazu: Meine Aufgabe sah ich von Beginn an dar- in, Menschen in ih- rer jeweiligen Le- benssituation abzu- holen – egal ob Pri- vatperson, Unter- nehmer oder Ar- beitsuchender – und Lösungen und Ideen für Entwick- lung und Verände- rung zu erarbeiten. Halt einfach das Unmögliche mög- lich zu machen. Das gelingt wahrlich nicht immer – zu- nehmend aber bes- ser, sagt sie mit ei- nem Augenzwin- kern. Vor allem ge- lingt dies mit der richtigen Einstel- lung zu den Din- gen. Natürlich ge- hören neben um- fassenden Kenntnissen um Prozesse und Lebenszyklen, das Erkennen menschli- cher Stärken und das Akzeptieren von Schwächen dazu – auch der eigenen. Der nächste Augenblick kann alles verändern. Aus dem Blickwinkel meiner Tätigkeit wa- ren daher auch die letzten drei Monate eine echte Herausforderung. Nicht so sehr im Hinblick auf die schrumpfenden Auftragszahlen – geht es mehr um die strukturellen und organisatorischen As- pekte. Denn auf dem Arbeitsmarkt ist keine Entspannung in Sicht: Die aktuelle Statis- tik der Bundesagentur für Arbeit meldet für den Juni erneut einen Anstieg der Ar- beitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahres- monat. Im Juni 2020 waren es rund 637.000 Arbeitslose mehr als im Juni 2019. Auch wenn die Konjunktur langsam wieder etwas anzieht – es wird dauern, bis sich das positiv auf die Arbeitslosen- zahlen auswirkt. Die aktuelle Tendenz ist sehr ungewiss, die Situation kann sich schnell ändern, wie wir bereits erlebt ha- ben. Daher müssen wir uns schnell auf Veränderungen einstellen können. Mit unseren Kunden, das sind ebenso Ar- beitssuchende wie Unternehmer beant- worte ich gern folgende Fragen: • Behalten Sie Ihren Job oder wie geht’s mit der Firma weiter? • Wie gehen Sie mit persönlichen Verän- derungen, vielleicht sogar mit Ein- schränkungen um? • Wie organisieren Sie in dieser Situation Familie und Beruf? • Welche persönlichen und fachlichen Stärken können Sie für Ihre Entwick- lung nutzen? • Wie können Sie Ideen und Perspekti- ven für die Positionierung auf dem Arbeitsmarkt oder als Unternehmer nutzen? Ines Dietrich JobCoaching, Training & Personalentwicklung Berliner Straße 145 (bisher 4 weitere Standorte) 14467 Potsdam www.jobcoaching-jetzt.de Ines Dietrich, Inhaberin von JobCoaching sieht aktuell noch keine Ent- spannung auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt. Die Aussichten sind weiter ungewiss für viele Arbeitnehmer.
  • 17. ­­17nuvo4/20 ternehmen im Industriepark, aber auch zu Institutionen, Verwaltungen und wissen- schaftlichen Kooperationspartnern er- möglicht. Aktuelles Im Juni 2020 ist das Dock3 Lausitz im In- dustriepark Schwarze Pumpe an den Start gegangen. Mit seiner Verbindung aus modernem Büro- und Werkstattgebäude bietet das Kompetenzzentrum beste Vor- aussetzungen für die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen und zukunfts- trächtiger Projekte – mitten im Herzen des Strukturwandels in der Lausitz. Direkt am Industriepark Schwarze Pum- pe gelegen, werden hier Gründer und in- novative Unternehmen unterstützt. Voll- ausgestattete Büro- und Tagungsräume, differenzierte, moderne Arten an Arbeitsplätzen sowie flexibel ge- staltbare Fertigungsflächen bie- ten Existenzgründern wie auch gestandenen Unternehmen ex- zellente Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit. „Dies ist der Anfang einer neuen Ära für den Industriepark Schwarze Pumpe", davon ist das Wirtschaftsförder- Team der ASG Spremberg GmbH überzeugt. „Wir glauben, dass der Strukturwandel in der Lausitz unzählige Chancen bietet.“ Die ASG, die auch das Industrie- park-Management verantwortet, lädt besonders auch Absolventen von Universitäten, Hoch- und Fachschulen dazu ein, Teil dieser spannenden Entwicklung zu wer- den. Die ASG stellt die Gebäude als Plattform mit den Dienstleis- tungen Büros, Co-Working, Werkhalle, Veranstaltungsräume, Dock3 gliedert sich in zwei Bereiche: 1. ein Gebäude mit 23 komplett ausge- statteten Büroeinheiten, Gemein- schaftsräumen sowie Tagungs- und Eventflächen. Angegliedert sind auch ein Coworking- Bereich sowie Ge- meinschaftsräume. 2. eine Werkhalle mit separaten Einhei- ten, um auch fertigenden Betrieben eine Starthilfe zu bieten. Dazu kom- men ebenerdige Lagerräume mit Schwerlastregalen, Meisterbüros und Sozialbereiche. Dock3 Lausitz – Kompetenzzentrum für Gründer & Gewerbe Südstraße 3, 02979 Spreetal info@dock3-lausitz.de T +49 3564 32999-00 www.dock3-lausitz.de Die Mieter bringen sich in einen lebendigen Ort ein, der vom direkten Zugang zum Industriepark profitiert und umgekehrt. Dock3 profitiert von den Erfahrungen der Arbeit des Industriepark-Managements. Frank Müller, Marketing-Verantwortlicher Dock3: „Das Dock3 wird Schauplatz diverser Zukunftsprojekte der Energiewende und industriellen Transformation in der Lausitz. Hier, im Zentrum des Strukturwandels, können Innovationen nicht nur entwickelt, sondern auch so- gleich in der realen Anwendung getestet werden." Netzwerk, Förderung u.v.a.m. zur Verfü- gung. Jeder hat dann die Möglichkeit, diese Angebote mit eigenen Ideen und Aktionen zu entwickeln und wachsen zu lassen. Deshalb wird im Dock3 eher von Partnern statt von Mietern gesprochen. Durch Interaktion soll sich so mit der Zeit eine kreative Gemeinschaft entwickeln, die kooperiert und sich gegenseitig stärkt. Durch den Betreiber ASG besteht im Dock3 die Möglichkeit der Teilhabe an einem Netzwerk, welches Zugang zu Un- Dock3 Lausitz – neues Kompetenzzentrum für Gründer und innovative Unternehmen
  • 18. ­­­­18 nuvo4/20 Aktuelles Verantwortungsvolle Patientenversorgung Die Christlichen Kliniken Potsdam mit den Häusern Alexianer St. Josefs-Kran- kenhaus, Oberlinklinik und Evangelisches Zentrum für Altersmedizin gehörten zu den Einrichtungen, die innerhalb einer Hotspotregion alle Ressourcen zum Kampf gegen das Coronavirus auffahren und auch nutzen mussten. Ein völlig neues Versorgungskonzept Wie schwierig die Situation für die Christlichen Kliniken war, beschreibt Dr. med. Robert Krause, Ärztlicher Direktor der Oberlinklinik: „Durch den Lockdown musste unser Krankenhaus geplante Operationen absagen und konnte einen Großteil unserer Patienten nicht mehr versorgen.“ Mit dem Aufnahmestopp im kommunalen Klinikum wurde die Patien- ten-Versorgung auf die Christlichen Klini- ken umgelegt. „Das bedeutete, dass über Nacht ein völlig neues Versorgungs- konzept in allen drei Kliniken erstellt, Sta- tionen umorganisiert, Medizintechnik ausgetauscht und Personal entsprechend in neu aufgestellte Dienstpläne geplant werden musste“, so Krause. Das habe ei- nen extrem hohen Koordinierungsauf- wand und schnelle Reaktionsfähigkeit er- fordert. „Im ärztlichen Dienst bedeutete dies, dass Ärzte unfallchirurgisch tätig und Fachpersonal teilweise fachfremd beschäftigt werden musste. Schnelles Anlernen von Disziplinen wie internisti- sche Kenntnisse mussten gewährleistet sein“, ergänzt Krause. Mitarbeitende der Oberlinklinik seien mit Patientensituatio- nen konfrontiert gewesen, die auch eine seelische Belastung darstellten. „Mit ster- benden Patienten beispielsweise haben sie in der Oberlinklinik, die eine elektive orthopädische Fachklinik ist, in ihrem be- ruflichen Alltag keine Berührung“. Stufenweise Rückkehr zum Regelbetrieb Selbst wenn inzwischen die Vorhalte- pflicht von Corona-Bettenkapazitäten weggefallen ist und die Anzahl an Neuin- fektionen vergleichsweise niedrig ist, gibt es weiterhin eine Vielzahl begründeter Covid-19-Verdachtsfälle. „Wir waren hier in Potsdam als Hotspot gebeutelt, und wenn ich jetzt sehe, wie die Bereitschaft sinkt, sich an die Regeln zu halten, dann wird mir schon manchmal bange“, sagt Regionalgeschäftsführer Oliver Pomme- renke. „Wir leben noch immer in einer Pandemie. Und wie die ausgeht, liegt in erster Linie an uns allen! Wir als Kranken- häuser sind da natürlich besonders sensi- bel, schauen sehr genau, wie sich die Si- tuation entwickelt. Unser Öffnungskon- zept ist stufenweise ausgelegt und lässt uns je nach Lageentwicklung agieren“, so der Klinikchef. Nach den ersten zwei vorsichtigen Öff- nungsstufen Anfang Mai und Mitte Juni 2020 erlaubt die derzeitige Situation nun- mehr eine weitere Öffnung und Rückkehr zum Regelbetrieb unter Pandemiebedin- gungen in allen drei Häusern der Christli- chen Kliniken. Die Öffnungen erfolgen bei ständiger Beobachtung des Infekti- onsgeschehens unter den noch vorherr- schenden Corona-Bedingungen. Neben der Erhöhung der Bettenkapazitäten wird weiterhin ein Verdachtsbereich für SARS-CoV-2-Infektionen vorgehalten. Analog der Erhöhung der Bettenkapazi- täten erfolgt eine weitere Ausweitung der Operationskapazitäten. Das Operations- spektrum wird nunmehr weiter gefasst und ist nicht wie bisher allein auf Operati- onen bei schnell fortschreitenden Erkran- kungen oder vitaler Bedrohung be- schränkt. Rein elektive, also geplante Operationen werden nun wieder im ge- wohnten Maße durchgeführt. Alle Patien- ten mit stationärem Aufenthalt erhalten am Tag der Aufnahme einen COVID-19 Abstrich im Aufnahmezentrum des St. Jo- sefs. Bei Patienten, die über die Notauf- nahme stationär im Krankenhaus aufge- nommen werden, wird ebenfalls ein Auf- nahmeabstrich vorgenommen. Gleiches gilt für werdende Mütter bei Aufnahme in den Kreißsaal. Besuche von Angehörigen auf den Stationen sind unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregelungen erlaubt. Eine Voranmeldung oder eine te- lefonische Rücksprache auf der Station ist nicht mehr notwendig. Abgestimmte Notfallversorgung Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus und das städtische Klinikum Ernst von Bergmann arbeiten gemeinsam an einer abgestimmten Notfallversorgung unter den immer noch vorherrschenden Pande- miebedingungen. „Selbstverständlich werden akute Notfälle bei uns nicht ab- gewiesen, sondern auch dann an beiden Notfallkliniken versorgt“, sagt Oliver Pommerenke. „Wir stehen mit den Kolle- gen im Bergmann-Klinikum in engem Austausch. Kein Bürger muss die Befürch- tung haben, im Notfall nicht behandelt zu werden“, versichert Pommerenke. Die Oberlinklinik in Potsdam-Babelsberg Schutzmaßahmen im St. Josefs-Krankenhaus
  • 19. ­­19nuvo4/20 Aus dem Netzwerk Flexible Vielgefahren-Versicherung für den Handel Mit ihrem SI Handelsschutz bietet die SIGNAL IDUNA umfassenden Versiche- rungsschutz für den Handel: Absicherung nicht von der Stange, sondern aufgebaut aus umfassenden Leistungspaketen. Mit der SIGNAL IDUNA stellt sich den Betrieben ein starker Partner an die Seite, der dem Betriebsinhaber in Sachen Be- triebsabsicherung Last von den Schultern nehmen kann. Der SI-Handelsschutz bie- tet ein mächtiges Instrument, um das Un- ternehmen gegen existenzgefährdende Risiken abzusichern. Die Vielgefahren-Versicherung deckt lü- ckenlos alle geschäftsrelevanten Risiken ab – von der betrieblichen Haftpflicht- über die Geschäftsinhalts- und Maschi- nen- bis zur Elektronikversicherung. Die einzelnen Leistungspakete können schnell und flexibel an den eigenen Be- darf angepasst werden. Der Betriebsinha- ber kann die Selbstbeteiligung flexibel festlegen, und zwar in Stufen zwischen 0 und 2.500 Euro je Schadenfall. Der Eckpfeiler des betrieblichen Versi- cherungsschutzes und somit essentiell für die Existenzsicherung eines Betriebes ist die Haftpflichtversicherung. Das Haft- pflichtpaket des SI Handelsschutzes ent- hält unter anderem die Erweiterte Pro- dukthaftpflicht. Darüber hinaus sind auch Produktrückrufe sowie das Handelsrisiko – letzteres weltweit – abgesichert. Das Sachpaket wiederum deckt neben anderem das Betriebsunterbrechungsrisi- ko ab sowie Elementarschäden, Glas- bruch, Einbruchdiebstahl und das Bau- stellenrisiko. Gerade Baustellen sind ein existenzbedrohender Faktor für den Han- del: Wegfallende Parkplätze und Absper- rungen sorgen dafür, dass Kunden weg- bleiben. Aus dem Baustellenschutz flie- ßen daher Leistungen zum Beispiel für Werbemaßnahmen, die Anmietung von alternativen Geschäftsräumen oder Ver- kaufscontainern sowie die Gebühren für Online-Verkäufe. Über das Unterwegs-Paket sind Beteili- gungen an Ausstellungen und Messen versichert. Weitere essentielle Risiken de- cken die Pakete „Elektronik“, „Maschi- nen“, „Food“ und „Transport“ ab. Für Betriebe, die in Sachen Versiche- rungsschutz künftig auf den SI-Handels- schutz bauen möchten, gibt es mit der Differenzdeckung und der Top-Schutz- Garantie gleich noch zwei besondere Schmankerl. Hiermit erleichtert die SIG- NAL IDUNA den Versicherungswechsel. So ist sichergestellt, dass der Betrieb auf der einen Seite bereits von den Vorteilen des Handelsschutzes profitiert, während auf der anderen Seite noch der Vorvertrag läuft. Anzeige Mit dem SI Handelsschutz haben Sie alle Risiken „eingetütet“.
  • 20. 13./14. OKTOBER 2020 HOTEL THE WESTIN LEIPZIG Das diesjährige Ostdeutsche Energieforum steht unter der Leitfrage: European Green Deal, Strukturstärkungsgesetz, Corona-Krise – Welche Chancen ergeben sich für den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland aus den aktuellen Entwicklungen? Die ostdeutsche Diskussionsplattform für Politik, Wissenschaft, Energiewirt- schaft und ostdeutschen Mittelstand zur Energiewende und Klimapolitik mit analogen und digitalen Diskussionsformaten. Leading Partner: Aktuelle Informationen und Anmeldung unter: www.ostdeutsches-energieforum.de