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Wissenschaftliches Arbeiten mit
   Werkzeugunterstützung




        1. 3. 2011 – Donau-Universität Krems
„In der Kürze liegt die Würze“
                                    • Nominalist: Ablehnung
                                      metaphysischer
                                      Erklärungsversuche
                                    • Nur „Dinge“, die mit
                                      Sinnesorganen
                                      wahrgenommen werden
                                      können, existieren
                                    • Problem: Wie Regeln,
                                      Tugenden oder Werte
                                      erklären?
                                    • Ausnahme: „Gott“ muss
                                      nicht erklärt werden, es
                                      ist ein Allgemeinbegriff
                                     Konsequenz: Occham war
                                      Realist und Dogmatiker
                                      gleichzeitig
               Frater Occham iste
Manuskript „Summa logicae“, 1341
Occam‘s Rasiermesser




• Die einfachste Erklärung ist die Richtige
• Theorien in der Struktur möglichst einfach
  Aufbauen
 Wissenschaftliche Methode: Nicht mehr
  Hypothesen einführen, als zur
  Beschreibung/Verifikation/Falsifikation einer
  Theorie notwendig sind.
Wissenschaft im Orient

• Aryabhata: Indien, ca. 500 nChr.;
  Arabien: al-ǧabr  Algebra
• Muhammed al-Chwarizmi (Bagdad, ca. 783-850):
  „Über das Rechnen mit indischen Ziffern“  „
  Dixit Algorismi“  Algorithmus



  Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/18/Arabic_numerals-de.svg

• Arabisches Ziffernsystem vs. Römisches
  Ziffernsystem
Wissenschaftsbegriff
Orient vs. Occident
• Orient
  – Trennung zwischen dogmatischer Lehre und
    Nominalistik („Realismus“)
  – Gott als Wirklichkeit schlechthin kann über die
    Erforschung des Seins erkannt werden; Keine
    Grenze zwischen Wissenschaft und Religion
• (christlicher) Occident
  – Interpretation der Bibel und Schriften der Kirche
    Quellen der Erkenntnis
  – Starker Einfluss der Interpretation der Schriften
    auf das tägliche Leben
Agenda

• Einführung
  – Was ist Wissen, was ist Wissenschaft?
  – Daten, Informationen, Wissen
  – Wissenschaftliches Arbeiten – Grundzüge
• Werkzeuge
  – Übersicht
  – Allgemeines zum Zitieren
  PAUSE
  – Zotero
• Publizieren
  – „Sehen und gesehen werden“
  – Zusammenarbeiten
INTRODUCTION
                to the First Edition




Einführung
Werkzeuge
Publizieren
Was ist Wissen, was
                                                                         ist Wissenschaft?
                                                                         •   Wissen ist organisierte und
                                                                             strukturierte Information
                                                                         •   „Wissen“: Indogermanisch (Sanskrit)
                                                                             „veda“
                                                                             – Veden: Von Weisen gehörte, religiöse
                                                                               Überlieferungen
                                                                             – Somit Querverbindung zum Dogmatismus
                                                                             – „Wer nichts weiß, muss alles glauben“
                                                                             – Unterscheidung faktisches vs.
                                                                               dogmatisches Wissen
                                                                             – Faktisch: auf Erfahrung (Empirie) oder
                                                                               Deklarationen (Thoreme) basierendes
                                                                               Wissen
                                                                         •   Wissen im Kontext der „Wissenschaft“
                                                                             nach heutigem Verständnis
                                                                             beschäftigt sich mit Fakten




http://www.flickr.com/photos/caramdir/17221249/sizes/o/in/photostream/
Wissensrepräsentation

       • Wissen in der Informationstechnologie
               – Ausgehend von der Forschung zur künstlichen
                 Intelligenz ab ca. 1960
               – Damals: Lösung des vier-farb-Problems durch
                 ein Computersystem
               – Regelbasiertes Wissen – Expertensysteme
                 (Prolog)
       • Semantik: Organisation von Informationen
               –    Faktische Abhängigkeiten zwischen Konzepten
               –    Wissenstripel: Subjekt -> Prädikat –> Objekt
               –    Vater hat Kind
               –    Ergebnis: Ontologien beschreiben
                    Wesensmerkmale und Zustände der Realität
       • Mathematische Grundlage bildet
             Mengenlehre und First Order Logic (FOL)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8a/Four_Colour_Map_Example.svg
http://scarlet.open.ac.uk/images/s1.PNG
Daten vs. Information vs. Wissen

• Daten: Fakten der Welt
  – Daten „existieren einfach“ (just are)
• Information: zu einem Zeitpunkt gemessene /
 gewogene / geschätzte Zustandsgrößen von
 Fakten
  – Informationen ermöglichen die Weitergabe von
    Daten innerhalb eines Kontexts
• Wissen: Das was wir „wissen“
  – Bezüge zwischen Konzepten, aber auch was wir
    darüber annehmen, fühlen, denken,
    interpretieren
Daten vs. Information vs. Wissen

• „Das Finazministerium hat CD‘s
 mit Daten von 7 Millionen
 BürgerInnen verloren“

• Daten können nicht verloren gehen, nur
 Informationen!
• Herr Müller hat immer noch braune Augen,
 ist 1,80 groß und lebt in der Wiedner
 Hauptstraße 50
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Daten vs. Information vs. Wissen

• Ich habe ein Behältnis
•   Es ist ca. 1,50 x 2 x 2 m groß
•   Das Behältnis ist schwer
•   Es hat eine Tür an der Vorderseite
•   Wenn ich es öffne, ist Nahrung darin
•   Innen ist es kühler als außen
•   Es steht in der Küche
•   Im Inneren gibt es eine Unterteilung mit Eis
•   Wen man die Türe öffnet, geht im Inneren ein Licht an


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Daten vs. Information vs. Wissen

                                • Reihenfolge war
                                  nicht entscheidend
                                • Ab dem Moment,
                                  wo die einzelnen
                                  Informationen
                                  „Sinn“ ergaben,
                                  entstand „im Kopf“
                                  Wissen.


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Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:DIKW.png



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Wissenschaft

• Dem Menschen vorbehalten. Er ist das einzige
  Wesen, das „Verstehen“ kann
• Wissen „schaffen“: Forschung, faktisches Schließen
  (Induktion, Deduktion)
   – Wie: Methodik
• Wissen „weitergeben“ – durch Lehre
   – Wie: Didaktik
• Aristoteles: Wissenschaft soll autonom, rein,
  voraussetzungs- und wertefrei sein
   – „Neutral“
   – Ethik?
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Down to Earth

„Der Anspruch an eine wissenschaftliche Arbeit
     ist der Nachweis, selbständig ein Thema
nach wissenschaftlichen Maßregeln zu bearbeiten“




                            Camille Flammarions, 1888 „L’Atmosphère. Météorologie populaire“
Wie man eine wissenschaftliche
Arbeit schreibt?




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Wie man eine wissenschaftliche
Arbeit schreibt
Was ist „Wissenschaftlichkeit“?

Eco: Eine Arbeit ist wissenschaftlich, wenn sie
  folgende Kriterien erfüllt:

• Sie behandelt einen erkennbaren Gegenstand, der so genau
      umrissen ist, dass er auch für Dritte erkennbar ist.
• Sie muss über diesen Gegenstand Dinge sagen, die noch nicht
      gesagt worden sind.
• Sie muss für andere von Nutzen sein
• Sie muss jene Angaben enthalten, die es ermöglichen
      nachzuprüfen, ob ihre Hypothesen falsch oder richtig sind.


U. Eco, Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in
den Geistes- und Sozialwissenschaften, UTB Uni-Taschenbücher Verlag, 2010.
Anspruch an die wissenschaftliche
  Arbeit

  überprüfbar                        systematisch




                  wissenschaftlich


allgemeingültig                        vollständig




                                     objektiv
Wie man eine wissenschaftliche
 Arbeit schreibt
Eco:                              1
• Die Wahl des Themas
• Die Materialsuche
• Der Arbeitsplan und
  die Anlage der Kartei
• Das Schreiben
• Die Schlussredaktion
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Aktivitäten beim Schreiben

• Aufschreiben der Exzerpte
• Ordnung der Exzerpte
• Finden der abgelegten Exzerpte




           1966                                                    2009
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Schreiben ist nicht alles …



 • Organisation und finden relevanter
     Literatur
 •   Zitieren nach Regeln
 •   Wissenschaftlicher Austausch
 •   (e-)Publikation nach Fertigstellung
     UND gefunden Department für Governance und Public Administration
                     werden
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Bibliotheksystematik

                Y –Z für elektronische Medien?




        “Every two days now we create as much
        information as we did from the dawn of
                                 civilization up until 2003”
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                      Administration
                       Eric Schmidt, Techonomy conference Lake Tahoe, CA, 2010
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Department für Governance und Public
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Fazit
   Um vollständig, und damit
    objektiv wissenschaftlich
 arbeiten zu können, müssen
Informationsquellen aus dem
  Internet verwendet werden




       Konsequenz
      Neue Methoden des
      wissenschaftlichen
              Arbeitens
Werkzeuge




Einführung
Werkzeuge
Publizieren
Geschichte

• 80er:          , Endnote: Beginn von
  Zitationsaustausch
• 90er: Web-Recherche, elektronischer
  Zettelkasten
• 2000+: Erste Literaturverwaltung im Web,
  Metadaten werden ausgewertet
• 2004: Gemeinsames, wissenschaftliches
  Arbeiten
• 2006: Literaturverwaltung im Browser
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Bibtex – Archaisches
Literaturverwaltungsprogramm
                                          -------- ref.bib ----------
• Add-on zu        &                      @MISC{Zhou07e-governmentand,

• Texte werden                                author = {Zhitian Zhou and Feipeng Gao},
                                              title = {E-government and Knowledge
  „programmiert“ und in                       Management},
                                              year = {2007}
  Ausgabeformat „übersetzt“               }

• Nach wie vor breite                     ------- doc.latex -------
  Verwendung im                           … wie im Beitrag von cite{Zhou07e-
                                          governmentand} …
  naturwissenschaftlichen /
                                          ------- doc.pdf -------
  technischen Bereich
• Viele Stielvorlagen (Briefe,
  Masterthesen, Monografien)
• Bis 2000 Pflicht bei LNCS-
  Springer
• http://citeseer.ist.psu.edu/

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Klassifikation und Funktion von
Literaturverwaltung
• Stand-alone                       • Organisation von
  Verwaltungswerkzeuge                Literatur
• Web-basierte Syteme               • Suche in eigener
• Hybride Systeme                     Literaturdatenbank
  – Zotero                            und externen Quellen
                                    • Einfügen von
                                      Verweisen und
                                      erstellen der
                                      Bibliografie



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Auswahl eines
Literaturverwaltungssystems
• Unterstützte Zitationsstiele
• Funktionen zur Zusammenarbeit
    – Darstellung der eigenen Arbeit
    – Austausch von Zitaten und Verweisen
•   Integration in Textverarbeitung
•   Export- und Importfunktionen
•   Übernahme von Referenzen aus Online-Quellen
•   Plattformunabhängigkeit
•   Sicherung der Literaturdatenbank

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Wichtige Punkte – hier nicht
behandelt
• Vertrauenswürdigkeit einer Quelle
  – Autorenschaft
  – Auftragsarbeit vs. Forschungsarbeit
• Inhaltliche Kriterien
  – Informationen objektiv / vollständig?
• Formale Kriterien
  – Schreibstil, Layoutierung, Dokumentenquelle
    (Server wo das Dokument liegt oder Journal, in
    dem veröffentlicht wurde)

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Zitieren

• Dient dem Verarbeiten der verwendeten Literatur
• Behauptungen können belegt werden, eigene Thesen
  untermauert werden
• Schutz des eigenen und fremden geistigen
  Eigentums
• Rechtlich: §89 UG:
      „Der Verleihungsbescheid ist vom für die studienrechtlichen
            Angelegenheiten zuständigen Organ aufzuheben und
             einzuziehen, wenn sich nachträglich ergibt, dass der
      akademische Grad insbesondere durch gefälschte Zeugnisse
                                         erschlichen worden ist.“

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Zitieren

                 • 1432 Zitationsstile auf
                      http://www.zotero.org/styles
                 • „Publication Manual of the American
                      Psychological Association, 6 Edt.:
                        – 270 Seiten
                        – 77 Medientypen (Journals, Bücher,
                          Konferenzproceedings, Zeitung, Video, Audio,
                          Interview, Gesetzestext, …

                 • Theoretisch: Mehr als 100.000 Möglichkeiten
                      eine Quelle zu belegen
                 • Praktisch: wesentlich weniger, da viele Stile
                      Weiterentwicklungen oder Abwandlungen
                      sind


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Kunst

    Handwerk?
Zotero

• http://www.zotero.org
• Plugin für Firefox
    – Weitere Plugins und Stand-Alone Version in der Entwicklung
• Werkzeug zur Literaturverwaltung mit mächtigen Funktionen
    – Semantische Extraktion bibliographischer Inhalte aus Webseiten
      und PDF-Dokumenten
    – Volltextindizierung gespeicherter Inhalte zur Wiederauffindung
      von Literatur
    – Einhalten von Formvorschriften der jeweiligen Zitationsstile
    – Kommunikation von Word oder OpenOffice mit Zotero/Firefox
    – Gruppenfunktionen
    – Gemeinsame Literaturdatenbank mit bibliographischen
      Informationen
• Communityportal www.zotero.org Administration
                Department für Governance und Public
                              © Johann Höchtl 2011
Zotero

• Projekt von vier Universitäten bzw. Bildungseinrichtungen




                  Department für Governance und Public Administration
                                 © Johann Höchtl 2011
Erkläre mir, und ich vergesse.
       Zeige mir, und ich erinnere.
Lass es mich tun, und ich verstehe.

                            Konfuzius
Alternativen zu
Zotero
• Connotea
  – http://www.connotea.org/



• Citavi
  – http://www.citavi.com/



• Mendeley
  – http://www.mendeley.com/




                  Department für Governance und Public Administration
                                 © Johann Höchtl 2011
Publizieren




Einführung
Werkzeuge
Publizieren
Publizieren

• Transport von Erkenntnissen
• Wahrnehmung der Öffentlichkeit zur eigenen Arbeit
   – Beginnt vor Werkfertigstellung
   – Traditionell: Austausch in „wissenschaftlicher Community“
   – Aktuell: Blogs, Foren, soziale Netzwerke
• Werkzeuge: Communities of Interest
   –   Gemeinsames Beschlagworten (diigo.com)
   –   Linksammlungen
   –   Print on Demand (Lulu.com)
   –   Soziale Konferenzen: Lanyrd.com
• Eintragung in Suchmaschinen
   – Citeseer.cx
   – Google Scholar
                      Department für Governance und Public Administration
                                     © Johann Höchtl 2011
Zusammenarbeiten

• Bookmarking
   –   Persönliche Notizen verfassen
   –   Texte direkt auf Webseiten markieren
   –   Webseiten mit Anmerkungen abspeichern
   –   Schlagworte & Schlagwortwolken
   –   Informationen mit “peers” teilen
        • Aufmerksamkeit auf eigenes Interessensgebiet und Expertise lenken
        • Quellen und Informationen anderer in eigene Arbeit mit einbeziehen

• Schreiben
   –   Google Docs https://docs.google.com/
   –   Zimbra http://www.zimbra.com/
   –   eGroupware http://www.egroupware.org/
   –   Openmeetings http://code.google.com/p/openmeetings/
   –   Zoho http://www.zoho.com/
                      Department für Governance und Public Administration
                                     © Johann Höchtl 2011
Elfenbeintürme des Wissens vs.
Transparenz
• Open Access / Open Science
• Herausforderung: Zuteilung
  finanzieller Mittel nach
  „messbaren“ Einreichungen in
  traditionellen Journals

Übersicht
 http://roar.eprints.org/view/software/




                                          Sather tower, UCLA, Campus Berkeley
http://roar.eprints.org/view/software/




                                         EPrints@WU-Wien
Danke für die Aufmerksamkeit!




Mag. Johann Höchtl
Department für Governance und Public Administration
Donau-Universität Krems


digitalgovernment.wordpress.com
http://www.slideshare.net/jhoechtl

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Wissenschaftliches Arbeiten mit Werkzeugunterstützung

  • 1. Wissenschaftliches Arbeiten mit Werkzeugunterstützung 1. 3. 2011 – Donau-Universität Krems
  • 2. „In der Kürze liegt die Würze“ • Nominalist: Ablehnung metaphysischer Erklärungsversuche • Nur „Dinge“, die mit Sinnesorganen wahrgenommen werden können, existieren • Problem: Wie Regeln, Tugenden oder Werte erklären? • Ausnahme: „Gott“ muss nicht erklärt werden, es ist ein Allgemeinbegriff  Konsequenz: Occham war Realist und Dogmatiker gleichzeitig Frater Occham iste Manuskript „Summa logicae“, 1341
  • 3. Occam‘s Rasiermesser • Die einfachste Erklärung ist die Richtige • Theorien in der Struktur möglichst einfach Aufbauen  Wissenschaftliche Methode: Nicht mehr Hypothesen einführen, als zur Beschreibung/Verifikation/Falsifikation einer Theorie notwendig sind.
  • 4. Wissenschaft im Orient • Aryabhata: Indien, ca. 500 nChr.; Arabien: al-ǧabr  Algebra • Muhammed al-Chwarizmi (Bagdad, ca. 783-850): „Über das Rechnen mit indischen Ziffern“  „ Dixit Algorismi“  Algorithmus Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/18/Arabic_numerals-de.svg • Arabisches Ziffernsystem vs. Römisches Ziffernsystem
  • 5. Wissenschaftsbegriff Orient vs. Occident • Orient – Trennung zwischen dogmatischer Lehre und Nominalistik („Realismus“) – Gott als Wirklichkeit schlechthin kann über die Erforschung des Seins erkannt werden; Keine Grenze zwischen Wissenschaft und Religion • (christlicher) Occident – Interpretation der Bibel und Schriften der Kirche Quellen der Erkenntnis – Starker Einfluss der Interpretation der Schriften auf das tägliche Leben
  • 6. Agenda • Einführung – Was ist Wissen, was ist Wissenschaft? – Daten, Informationen, Wissen – Wissenschaftliches Arbeiten – Grundzüge • Werkzeuge – Übersicht – Allgemeines zum Zitieren PAUSE – Zotero • Publizieren – „Sehen und gesehen werden“ – Zusammenarbeiten
  • 7. INTRODUCTION to the First Edition Einführung Werkzeuge Publizieren
  • 8. Was ist Wissen, was ist Wissenschaft? • Wissen ist organisierte und strukturierte Information • „Wissen“: Indogermanisch (Sanskrit) „veda“ – Veden: Von Weisen gehörte, religiöse Überlieferungen – Somit Querverbindung zum Dogmatismus – „Wer nichts weiß, muss alles glauben“ – Unterscheidung faktisches vs. dogmatisches Wissen – Faktisch: auf Erfahrung (Empirie) oder Deklarationen (Thoreme) basierendes Wissen • Wissen im Kontext der „Wissenschaft“ nach heutigem Verständnis beschäftigt sich mit Fakten http://www.flickr.com/photos/caramdir/17221249/sizes/o/in/photostream/
  • 9. Wissensrepräsentation • Wissen in der Informationstechnologie – Ausgehend von der Forschung zur künstlichen Intelligenz ab ca. 1960 – Damals: Lösung des vier-farb-Problems durch ein Computersystem – Regelbasiertes Wissen – Expertensysteme (Prolog) • Semantik: Organisation von Informationen – Faktische Abhängigkeiten zwischen Konzepten – Wissenstripel: Subjekt -> Prädikat –> Objekt – Vater hat Kind – Ergebnis: Ontologien beschreiben Wesensmerkmale und Zustände der Realität • Mathematische Grundlage bildet Mengenlehre und First Order Logic (FOL) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8a/Four_Colour_Map_Example.svg http://scarlet.open.ac.uk/images/s1.PNG
  • 10. Daten vs. Information vs. Wissen • Daten: Fakten der Welt – Daten „existieren einfach“ (just are) • Information: zu einem Zeitpunkt gemessene / gewogene / geschätzte Zustandsgrößen von Fakten – Informationen ermöglichen die Weitergabe von Daten innerhalb eines Kontexts • Wissen: Das was wir „wissen“ – Bezüge zwischen Konzepten, aber auch was wir darüber annehmen, fühlen, denken, interpretieren
  • 11. Daten vs. Information vs. Wissen • „Das Finazministerium hat CD‘s mit Daten von 7 Millionen BürgerInnen verloren“ • Daten können nicht verloren gehen, nur Informationen! • Herr Müller hat immer noch braune Augen, ist 1,80 groß und lebt in der Wiedner Hauptstraße 50 Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 12. Daten vs. Information vs. Wissen • Ich habe ein Behältnis • Es ist ca. 1,50 x 2 x 2 m groß • Das Behältnis ist schwer • Es hat eine Tür an der Vorderseite • Wenn ich es öffne, ist Nahrung darin • Innen ist es kühler als außen • Es steht in der Küche • Im Inneren gibt es eine Unterteilung mit Eis • Wen man die Türe öffnet, geht im Inneren ein Licht an Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 13. Daten vs. Information vs. Wissen • Reihenfolge war nicht entscheidend • Ab dem Moment, wo die einzelnen Informationen „Sinn“ ergaben, entstand „im Kopf“ Wissen. Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 14. Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:DIKW.png Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 15. Wissenschaft • Dem Menschen vorbehalten. Er ist das einzige Wesen, das „Verstehen“ kann • Wissen „schaffen“: Forschung, faktisches Schließen (Induktion, Deduktion) – Wie: Methodik • Wissen „weitergeben“ – durch Lehre – Wie: Didaktik • Aristoteles: Wissenschaft soll autonom, rein, voraussetzungs- und wertefrei sein – „Neutral“ – Ethik? Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 16. Down to Earth „Der Anspruch an eine wissenschaftliche Arbeit ist der Nachweis, selbständig ein Thema nach wissenschaftlichen Maßregeln zu bearbeiten“ Camille Flammarions, 1888 „L’Atmosphère. Météorologie populaire“
  • 17. Wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt? Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 18. Wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt
  • 19. Was ist „Wissenschaftlichkeit“? Eco: Eine Arbeit ist wissenschaftlich, wenn sie folgende Kriterien erfüllt: • Sie behandelt einen erkennbaren Gegenstand, der so genau umrissen ist, dass er auch für Dritte erkennbar ist. • Sie muss über diesen Gegenstand Dinge sagen, die noch nicht gesagt worden sind. • Sie muss für andere von Nutzen sein • Sie muss jene Angaben enthalten, die es ermöglichen nachzuprüfen, ob ihre Hypothesen falsch oder richtig sind. U. Eco, Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften, UTB Uni-Taschenbücher Verlag, 2010.
  • 20. Anspruch an die wissenschaftliche Arbeit überprüfbar systematisch wissenschaftlich allgemeingültig vollständig objektiv
  • 21. Wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt Eco: 1 • Die Wahl des Themas • Die Materialsuche • Der Arbeitsplan und die Anlage der Kartei • Das Schreiben • Die Schlussredaktion n Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 22. Aktivitäten beim Schreiben • Aufschreiben der Exzerpte • Ordnung der Exzerpte • Finden der abgelegten Exzerpte 1966 2009 Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 23. Schreiben ist nicht alles … • Organisation und finden relevanter Literatur • Zitieren nach Regeln • Wissenschaftlicher Austausch • (e-)Publikation nach Fertigstellung UND gefunden Department für Governance und Public Administration werden © Johann Höchtl 2011
  • 24. Bibliotheksystematik Y –Z für elektronische Medien? “Every two days now we create as much information as we did from the dawn of civilization up until 2003” Department für Governance und Public Administration Eric Schmidt, Techonomy conference Lake Tahoe, CA, 2010 © Johann Höchtl 2011
  • 25. Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 26. Fazit Um vollständig, und damit objektiv wissenschaftlich arbeiten zu können, müssen Informationsquellen aus dem Internet verwendet werden Konsequenz Neue Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens
  • 28. Geschichte • 80er: , Endnote: Beginn von Zitationsaustausch • 90er: Web-Recherche, elektronischer Zettelkasten • 2000+: Erste Literaturverwaltung im Web, Metadaten werden ausgewertet • 2004: Gemeinsames, wissenschaftliches Arbeiten • 2006: Literaturverwaltung im Browser Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 29. Bibtex – Archaisches Literaturverwaltungsprogramm -------- ref.bib ---------- • Add-on zu & @MISC{Zhou07e-governmentand, • Texte werden author = {Zhitian Zhou and Feipeng Gao}, title = {E-government and Knowledge „programmiert“ und in Management}, year = {2007} Ausgabeformat „übersetzt“ } • Nach wie vor breite ------- doc.latex ------- Verwendung im … wie im Beitrag von cite{Zhou07e- governmentand} … naturwissenschaftlichen / ------- doc.pdf ------- technischen Bereich • Viele Stielvorlagen (Briefe, Masterthesen, Monografien) • Bis 2000 Pflicht bei LNCS- Springer • http://citeseer.ist.psu.edu/ Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 30. Klassifikation und Funktion von Literaturverwaltung • Stand-alone • Organisation von Verwaltungswerkzeuge Literatur • Web-basierte Syteme • Suche in eigener • Hybride Systeme Literaturdatenbank – Zotero und externen Quellen • Einfügen von Verweisen und erstellen der Bibliografie Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 31. Auswahl eines Literaturverwaltungssystems • Unterstützte Zitationsstiele • Funktionen zur Zusammenarbeit – Darstellung der eigenen Arbeit – Austausch von Zitaten und Verweisen • Integration in Textverarbeitung • Export- und Importfunktionen • Übernahme von Referenzen aus Online-Quellen • Plattformunabhängigkeit • Sicherung der Literaturdatenbank Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 32. Wichtige Punkte – hier nicht behandelt • Vertrauenswürdigkeit einer Quelle – Autorenschaft – Auftragsarbeit vs. Forschungsarbeit • Inhaltliche Kriterien – Informationen objektiv / vollständig? • Formale Kriterien – Schreibstil, Layoutierung, Dokumentenquelle (Server wo das Dokument liegt oder Journal, in dem veröffentlicht wurde) Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 33. Zitieren • Dient dem Verarbeiten der verwendeten Literatur • Behauptungen können belegt werden, eigene Thesen untermauert werden • Schutz des eigenen und fremden geistigen Eigentums • Rechtlich: §89 UG: „Der Verleihungsbescheid ist vom für die studienrechtlichen Angelegenheiten zuständigen Organ aufzuheben und einzuziehen, wenn sich nachträglich ergibt, dass der akademische Grad insbesondere durch gefälschte Zeugnisse erschlichen worden ist.“ Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 34. Zitieren • 1432 Zitationsstile auf http://www.zotero.org/styles • „Publication Manual of the American Psychological Association, 6 Edt.: – 270 Seiten – 77 Medientypen (Journals, Bücher, Konferenzproceedings, Zeitung, Video, Audio, Interview, Gesetzestext, … • Theoretisch: Mehr als 100.000 Möglichkeiten eine Quelle zu belegen • Praktisch: wesentlich weniger, da viele Stile Weiterentwicklungen oder Abwandlungen sind Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 35. Kunst Handwerk?
  • 36. Zotero • http://www.zotero.org • Plugin für Firefox – Weitere Plugins und Stand-Alone Version in der Entwicklung • Werkzeug zur Literaturverwaltung mit mächtigen Funktionen – Semantische Extraktion bibliographischer Inhalte aus Webseiten und PDF-Dokumenten – Volltextindizierung gespeicherter Inhalte zur Wiederauffindung von Literatur – Einhalten von Formvorschriften der jeweiligen Zitationsstile – Kommunikation von Word oder OpenOffice mit Zotero/Firefox – Gruppenfunktionen – Gemeinsame Literaturdatenbank mit bibliographischen Informationen • Communityportal www.zotero.org Administration Department für Governance und Public © Johann Höchtl 2011
  • 37. Zotero • Projekt von vier Universitäten bzw. Bildungseinrichtungen Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 38. Erkläre mir, und ich vergesse. Zeige mir, und ich erinnere. Lass es mich tun, und ich verstehe. Konfuzius
  • 39. Alternativen zu Zotero • Connotea – http://www.connotea.org/ • Citavi – http://www.citavi.com/ • Mendeley – http://www.mendeley.com/ Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 41. Publizieren • Transport von Erkenntnissen • Wahrnehmung der Öffentlichkeit zur eigenen Arbeit – Beginnt vor Werkfertigstellung – Traditionell: Austausch in „wissenschaftlicher Community“ – Aktuell: Blogs, Foren, soziale Netzwerke • Werkzeuge: Communities of Interest – Gemeinsames Beschlagworten (diigo.com) – Linksammlungen – Print on Demand (Lulu.com) – Soziale Konferenzen: Lanyrd.com • Eintragung in Suchmaschinen – Citeseer.cx – Google Scholar Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 42. Zusammenarbeiten • Bookmarking – Persönliche Notizen verfassen – Texte direkt auf Webseiten markieren – Webseiten mit Anmerkungen abspeichern – Schlagworte & Schlagwortwolken – Informationen mit “peers” teilen • Aufmerksamkeit auf eigenes Interessensgebiet und Expertise lenken • Quellen und Informationen anderer in eigene Arbeit mit einbeziehen • Schreiben – Google Docs https://docs.google.com/ – Zimbra http://www.zimbra.com/ – eGroupware http://www.egroupware.org/ – Openmeetings http://code.google.com/p/openmeetings/ – Zoho http://www.zoho.com/ Department für Governance und Public Administration © Johann Höchtl 2011
  • 43. Elfenbeintürme des Wissens vs. Transparenz • Open Access / Open Science • Herausforderung: Zuteilung finanzieller Mittel nach „messbaren“ Einreichungen in traditionellen Journals Übersicht http://roar.eprints.org/view/software/ Sather tower, UCLA, Campus Berkeley
  • 45. Danke für die Aufmerksamkeit! Mag. Johann Höchtl Department für Governance und Public Administration Donau-Universität Krems digitalgovernment.wordpress.com http://www.slideshare.net/jhoechtl