Aufklärung und Erleuchtung Wissen und Weisheit für eine nachhaltige Welt Tagung des Integralen Forums 18. – 20. Juni in Berlin Sonja Student, Michael Habecker, Dennis Wittrock
Übersicht Einleitung: Die Bedeutung des Themas: Integrale Vision erfordert die Versöhnung von  A  &  E Wissen und Weisheit aus Tradition, Moderne und Postmoderne integral umarmen.  Eine aufgeklärte Spiritualität.
I: Die Bedeutung des Themas Thema Tagung Bremen 2009:  „Die Integrale Vision leben“ Bei der Verwirklichung der Integralen Vision gibt es eine  Reibung  zwischen Aufklärung und Erleuchtung
I: Die Bedeutung des Themas Tagungsthema 2010: „ Aufklärung und Erleuchtung : Wissen und Weisheit für eine nachhaltige Welt“:  Nur aus dem Wissen um die  absolute  und  relative  Dimension der Wirklichkeit, können Weisheit und Integrität des Lebens und Handelns entspringen.
I: Reibung zwischen A & E: Aufklärung A 1.0  - im engen Sinne: historische Epoche – beginnend mit der Renaissance: Wissenschaft statt Dogma, Recht statt Gewalt (Freiheit und Fülle in der relativen Welt) A 2.0  - im umfassenden Sinne: Prozess der Bewusstheit in allen Bereichen unseres Seins und Werdens (innere und äußere Wissenschaft) A 2.0  oder  „aufgeklärte Aufklärung“   als fortwährender Prozess der Mündigwerdung und Wirken des aufklärerischen Impulses
I: Reibung zwischen A & E: nonduale Erleuchtung Erkenntnis dessen, wer wir sind, immer schon waren und immer sein werden Freiheit von der Welt und Einheit mit allen Formen (Fülle)
I: Reibung zwischen A & E: Persönlich Biografie:  Hürden, sich von der mythischen Spiritualität der Kindheit zu einer aufgeklärten erwachsenen und reifen Form weiterzuentwickeln Erbe der Aufklärung 1.0:  Überbordwerfen der spirituellen Traditionen und Kopie der kosmischen Spur im Individuum – fehlendes Vorbild einer gesunden (Weiter-)Entwicklung für den Übergang von Prämoderne zu Moderne  Postmoderne Spiritualität  mit Idealisierung prämoderner Formen der Spiritualität: Vernunft vs. Erleuchtung
I: Reibung zwischen A & E: Kulturell Moderne und  postmoderne Welt: Flachland vs. mythischer Gott Atheismus vs. Dogma Wissenschaft = Naturwissenschaft: „gemeines Orange“ mit Vernachlässigung der Geisteswissenschaften
I: Reibung zwischen A & E: Kulturell Idealisierung prämoderner Spiritualität durch New Age  Traditionelle Welt:  Modell Aufklärung 1.0. erschwert weltweit den Übergang von Tradition zu Moderne
I: Integrale Vision erfordert die Versöhnung von A & E Jede Vision, die die grundlegende Wirklichkeit auf die Hälfte reduziert, muss fehlschlagen. Wir brauchen die  ganze  WIRKLICHKEIT: Freiheit  von  der Welt und Fülle im Einen ( horizontale Erleuchtung )  Freiheit  in  der Welt und Verwirklichung von Wissen, Weisheit, Mitgefühl und Gerechtigkeit ( vertikale Erleuchtung ).
I: Auswirkungen / Potenziale Allgemein Moderne/postmoderne Gesellschaften:  Heilung der Abspaltung von Spiritualität in A 1.0 und ihre Neufindung mit Prä-Trans-Verwechslung in der Postmoderne Traditionelle Gesellschaften:  Gesunder Übergang von mythischer zu moderner Weltsicht mit verändertem Gottesbild
I: Auswirkungen / Potenziale Besonderheit in Deutschland Nach dem  Nationalsozialismus  war alles Absolute diskreditiert: Verwechslung von absolutistischer Weltsicht und „roter“ Machtgier mit dem Absoluten Urgrund des Seins
I: Auswirkungen / Potenziale Besonderheit in Deutschland Wichtig : Unterscheidung zwischen Bewusstseins- Strukturen  und  Zuständen , um nach NS nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten und an deutsche Geistestradition anknüpfen zu können (Heilung durch unterscheidende Erkenntnis)
I: Integration / Versöhnung von A & E verändern beide A  wird zu einer „aufgeklärten“ inspirierten Aufklärung: ewiger Prozess der Entwicklung des Einen in den Vielen und immer tieferer Menschlichkeit in einer komplexen Welt E  wird zu „aufgeklärter“, evolutionärer Spiritualität: immer reicherer Ausdruck von Freiheit und Fülle jenseits und in der Welt: Schönheit und Wahrhaftigkeit (Ich), Mitgefühl und Gerechtigkeit (Wir)  Wahrheit (ES)
Teil II: Wissen und Weisheit aus  Tradition, Moderne und Postmoderne  integral umarmen.
II. Die Weisheit der Prä-Moderne Es gibt ein Innen/Jenseits Es gibt eine absolute, „ewige“ Wirklichkeit Es gibt Erleuchtung
  II. Die Weisheit der Prä-Moderne Wirklichkeit ist nicht-dual Eine Metapher: Die Welle und das Meer
II. Schatten der Prä-Moderne subjektivistisch („ich erfahre es so, also  ist  es so“) dogmatisch, absolutistisch imperialistisch
II. Weisheit der Moderne Es gibt ein Außen Es gibt Objektivität   Es gibt Wissenschaft Es gibt Entwicklung  Allgemeine Menschenrechte
II. Entwicklung von Wissen
II. Schatten der Moderne Materialismus, „Flachland“ Sinn- und Wertlosigkeit
II. Weisheit der Post-Moderne Es gibt ein Wir Wirklichkeit ist kon-struiert und kontextualisiert (und nicht gegeben) Ökologie, Feminismus, Bürgerbewegung, Multikulturalität
II. Schatten der Post-Moderne Dekonstruktion Relativismus Boomeritis
II. Weisheit des Integralen Wirklichkeit ist nicht-dual Es gibt ein Innen, ein Außen, Individuelles und Kollektives Wissen entwickelt sich Kosmische Adresse als Kontext des Wissens
II. Schatten des Integralen ?
II. Was ist Wirklichkeit ? Absolute Wirklichkeit und  Relative Wirklichkeit
II. Erwachen zum Absoluten Der Weg der Freiheit „ Man kann es nicht erreichen, weil es immer schon erreicht ist, man kann es nicht sehen, hören, fühlen, schmecken,  weil es alles Gesehene, Gehörte,  Gefühlte, Geschmeckte ist.“
II. Nicht-Praxis der Absolutheit „ immer-schon“ Hinweise Tun durch Nicht-Tun Nicht-Praxis Sangha und Satsang sich auf den Nicht-Weg machen Suchbild-Analogie
II. Erwachen zum Absoluten Der Weg der Freiheit Was weiß und erkennt ein Mensch, der zum Absoluten erwacht ist –  und was weiß er oder sie nicht?
II. 2 Grundunterscheidungen Innerlich  Äußerlich Geisteswissenschaft Naturwissenschaft (Wirklichkeit von innen  (Wirklichkeit von  her erkennen und  außen her erkennen verstehen) und verstehen) Phänomenologie Physik, Chemie,  Strukturalismus Biologie, Ökologie Psychodynamik
II. 2 Grundunterscheidungen Individuell (Die Einzeldinge erkennen und verstehen)   Kollektiv (Zusammenhänge/Systeme erkennen und verstehen)
II: 4 Dimensionen von Wirklichkeit und Wissenschaft   Innerlich   Äußerlich   Individuell   Kollektiv „ Ich“ subjektiv „ Es“  (sing.) objektiv „ Du/Wir“ intersubjektiv „ Es“   (plural) interobjektiv
II: 4 Dimensionen von Wirklichkeit und Wissenschaft Phänomenologie Verhaltensforschung Strukturalismus Physik, Chemie,  Psychologie Biologie Hermeneutik, Systemwissenschaften, Semiotik, Ökologie Strukturalismus
II. Ken Wilbers IMP
Teil III Eine aufgeklärte Spiritualität
Teil III: Überblick Eine kurze Geschichte der Spiritualität Innerlich = spirituell? Die experimentelle Methode & Praxis Erleuchtung entwickelt sich Eine neue Verpackung für das Geschenk Spirituelle Lehrer: true, but partial Anforderungen an spirituelle Lehrer heute
III: Eine kurze Geschichte der Spiritualität Vor der Aufklärung:  mythologisch-religiöses Weltbild, Kette des Seins Moderne:  „Tod Gottes“, rationales, wissenschaftliches Weltbild, evidenzbasiert, „harte Fakten“ – äußerlicher Fokus (Flachland) Postmoderne:  Ablehnung der Ratio, gefühlsbasiert – innerlicher Fokus
III: Innerlich = spirituell? „ New Age“: Überbetonung der Innerlichkeit Gleichzeitig: Mangelnde Differenzierung von Innerlichkeit Folge: „Spiritualität“ a la „New Age“ = Innerliches Abtauchen ins Exotische, Rituelle, Mysteriöse, Fremdartige und Geheimnisvolle „ Shanti!“
III: Innerlich = spirituell? Ein riesiges Spektrum von Innerlichkeit: Kein Verständnis der 3 S: Structures : Strukturen des Bewusstseins States : Zustände des Bewusstseins Shadow : Schattenanteile / Unbewusstes Erforschung durch Phänomenologie  (Innensicht /teilnehmende Erfahrung) Strukturalismus  (Außensicht / distanzierte Beschreibung)
III: Die experimentelle Methode & Praxis Die aufgeklärte Wissenschaft verabschiedete Dogmen und ersetzte sie durch die  experimentelle Methode: Injunktion – Kochrezept Daten / Illumination – Speise kochen & essen Verifikation – Abgleich mit anderen Köchen „ Guten Appetit!“
III: Die experimentelle Methode & Praxis Eine  aufgeklärte Spiritualität  ist ebenso vollständig  erfahrungsbasiert  und daher immer auf die konkrete  Praxis  (Meditation, Kontemplation, Yoga, etc.) bezogen. Aufgeklärte Spiritualität muss nichts „glauben“, sondern gründet in  Nachprüfbarkeit  im Sinne der experimentellen Methode.  z.B.:  Meditationsforschung  mit geistes- und naturwissenschaftlichen Methoden
III: Evolutionäre Erleuchtung „ Erleuchtung ist die Verwirklichung der Einheit mit allen Zuständen und Ebenen die zu einem gegebenen Zeitpunkt existieren.“  Leere  ist Freiheit,  Form  ist Fülle - gleiche Freiheit,  mehr  Fülle    Erleuchtung entwickelt sich, da immer mehr Phänomene entstehen, mit denen man eins sein kann.
III: Eine neue Verpackung für das Geschenk Verpackung : Der kulturelle Entstehungskontext der großen Weltreligionen war eine  magisch-mythische  Stufe der Entwicklung Geschenk : die Praktiken der Befreiung Die Praktiken und die damit verbundenen Erfahrungen behalten ihre Gültigkeit, doch ihre  Interpretation  muss der jeweiligen Zeit angepasst werden (modern /postmodern) AQAL  bietet sich hier an als zeitgemäße, umfassende Landkarte der Wirklichkeit
III: Spirituelle Lehrer- true but partial Würden Sie den Dalai Lama bei Ihren  Eheproblemen  um Rat fragen?  ...oder bei Ihrer Steuererklärung?
III: Spirituelle Lehrer- true but partial Spirituelle Lehrer sind gut in einigen Dingen, aber nicht gut in anderen. Das sollten sie und ihre Schüler wissen und respektieren.  Nicht jeder muss alles können: ein integral informiertes Verweisungssystem kann hilfreich sein.
III: Anforderungen an spirituelle Lehrer heute Dialog & Kritik:  Eben weil spirituelle Lehrer (wie anderer Lehrer auch) Menschen mit Stärken und Schwächen sind, sollten Sie den Austausch mit Peers suchen. „ Update“:  Relativierung des prä-modernen Entstehungskontextes der spirituellen Praxis, d.h. kein Anspruch auf Allwissenheit, Unfehlbarkeit, Allmacht seitens des Lehrers
III: Anforderungen an spirituelle Lehrer heute Nicht nur im absoluten  Sein  aufgehen („sich ins Nirvana verdrücken“)... ...auch die Seite des evolutionären  Werdens  voll umarmen + meistern. Rationalität transzendieren – aber vorher meistern und umarmen! „ den Marktplatz mit offenen Händen betreten“ – auf der Höhe der Zeit. Nicht von der Welt sein, aber voll und ganz in der Welt wirken.
Praxis von A und E  „ Lebe dein endliches Selbst und ruhe in der Unendlichkeit“

Aufklärung und Erleuchtung

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    Aufklärung und ErleuchtungWissen und Weisheit für eine nachhaltige Welt Tagung des Integralen Forums 18. – 20. Juni in Berlin Sonja Student, Michael Habecker, Dennis Wittrock
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    Übersicht Einleitung: DieBedeutung des Themas: Integrale Vision erfordert die Versöhnung von A & E Wissen und Weisheit aus Tradition, Moderne und Postmoderne integral umarmen. Eine aufgeklärte Spiritualität.
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    I: Die Bedeutungdes Themas Thema Tagung Bremen 2009: „Die Integrale Vision leben“ Bei der Verwirklichung der Integralen Vision gibt es eine Reibung zwischen Aufklärung und Erleuchtung
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    I: Die Bedeutungdes Themas Tagungsthema 2010: „ Aufklärung und Erleuchtung : Wissen und Weisheit für eine nachhaltige Welt“: Nur aus dem Wissen um die absolute und relative Dimension der Wirklichkeit, können Weisheit und Integrität des Lebens und Handelns entspringen.
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    I: Reibung zwischenA & E: Aufklärung A 1.0 - im engen Sinne: historische Epoche – beginnend mit der Renaissance: Wissenschaft statt Dogma, Recht statt Gewalt (Freiheit und Fülle in der relativen Welt) A 2.0 - im umfassenden Sinne: Prozess der Bewusstheit in allen Bereichen unseres Seins und Werdens (innere und äußere Wissenschaft) A 2.0 oder „aufgeklärte Aufklärung“ als fortwährender Prozess der Mündigwerdung und Wirken des aufklärerischen Impulses
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    I: Reibung zwischenA & E: nonduale Erleuchtung Erkenntnis dessen, wer wir sind, immer schon waren und immer sein werden Freiheit von der Welt und Einheit mit allen Formen (Fülle)
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    I: Reibung zwischenA & E: Persönlich Biografie: Hürden, sich von der mythischen Spiritualität der Kindheit zu einer aufgeklärten erwachsenen und reifen Form weiterzuentwickeln Erbe der Aufklärung 1.0: Überbordwerfen der spirituellen Traditionen und Kopie der kosmischen Spur im Individuum – fehlendes Vorbild einer gesunden (Weiter-)Entwicklung für den Übergang von Prämoderne zu Moderne Postmoderne Spiritualität mit Idealisierung prämoderner Formen der Spiritualität: Vernunft vs. Erleuchtung
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    I: Reibung zwischenA & E: Kulturell Moderne und postmoderne Welt: Flachland vs. mythischer Gott Atheismus vs. Dogma Wissenschaft = Naturwissenschaft: „gemeines Orange“ mit Vernachlässigung der Geisteswissenschaften
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    I: Reibung zwischenA & E: Kulturell Idealisierung prämoderner Spiritualität durch New Age Traditionelle Welt: Modell Aufklärung 1.0. erschwert weltweit den Übergang von Tradition zu Moderne
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    I: Integrale Visionerfordert die Versöhnung von A & E Jede Vision, die die grundlegende Wirklichkeit auf die Hälfte reduziert, muss fehlschlagen. Wir brauchen die ganze WIRKLICHKEIT: Freiheit von der Welt und Fülle im Einen ( horizontale Erleuchtung ) Freiheit in der Welt und Verwirklichung von Wissen, Weisheit, Mitgefühl und Gerechtigkeit ( vertikale Erleuchtung ).
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    I: Auswirkungen /Potenziale Allgemein Moderne/postmoderne Gesellschaften: Heilung der Abspaltung von Spiritualität in A 1.0 und ihre Neufindung mit Prä-Trans-Verwechslung in der Postmoderne Traditionelle Gesellschaften: Gesunder Übergang von mythischer zu moderner Weltsicht mit verändertem Gottesbild
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    I: Auswirkungen /Potenziale Besonderheit in Deutschland Nach dem Nationalsozialismus war alles Absolute diskreditiert: Verwechslung von absolutistischer Weltsicht und „roter“ Machtgier mit dem Absoluten Urgrund des Seins
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    I: Auswirkungen /Potenziale Besonderheit in Deutschland Wichtig : Unterscheidung zwischen Bewusstseins- Strukturen und Zuständen , um nach NS nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten und an deutsche Geistestradition anknüpfen zu können (Heilung durch unterscheidende Erkenntnis)
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    I: Integration /Versöhnung von A & E verändern beide A wird zu einer „aufgeklärten“ inspirierten Aufklärung: ewiger Prozess der Entwicklung des Einen in den Vielen und immer tieferer Menschlichkeit in einer komplexen Welt E wird zu „aufgeklärter“, evolutionärer Spiritualität: immer reicherer Ausdruck von Freiheit und Fülle jenseits und in der Welt: Schönheit und Wahrhaftigkeit (Ich), Mitgefühl und Gerechtigkeit (Wir) Wahrheit (ES)
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    Teil II: Wissenund Weisheit aus Tradition, Moderne und Postmoderne integral umarmen.
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    II. Die Weisheitder Prä-Moderne Es gibt ein Innen/Jenseits Es gibt eine absolute, „ewige“ Wirklichkeit Es gibt Erleuchtung
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    II.Die Weisheit der Prä-Moderne Wirklichkeit ist nicht-dual Eine Metapher: Die Welle und das Meer
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    II. Schatten derPrä-Moderne subjektivistisch („ich erfahre es so, also ist es so“) dogmatisch, absolutistisch imperialistisch
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    II. Weisheit derModerne Es gibt ein Außen Es gibt Objektivität Es gibt Wissenschaft Es gibt Entwicklung Allgemeine Menschenrechte
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    II. Schatten derModerne Materialismus, „Flachland“ Sinn- und Wertlosigkeit
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    II. Weisheit derPost-Moderne Es gibt ein Wir Wirklichkeit ist kon-struiert und kontextualisiert (und nicht gegeben) Ökologie, Feminismus, Bürgerbewegung, Multikulturalität
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    II. Schatten derPost-Moderne Dekonstruktion Relativismus Boomeritis
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    II. Weisheit desIntegralen Wirklichkeit ist nicht-dual Es gibt ein Innen, ein Außen, Individuelles und Kollektives Wissen entwickelt sich Kosmische Adresse als Kontext des Wissens
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    II. Schatten desIntegralen ?
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    II. Was istWirklichkeit ? Absolute Wirklichkeit und Relative Wirklichkeit
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    II. Erwachen zumAbsoluten Der Weg der Freiheit „ Man kann es nicht erreichen, weil es immer schon erreicht ist, man kann es nicht sehen, hören, fühlen, schmecken, weil es alles Gesehene, Gehörte, Gefühlte, Geschmeckte ist.“
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    II. Nicht-Praxis derAbsolutheit „ immer-schon“ Hinweise Tun durch Nicht-Tun Nicht-Praxis Sangha und Satsang sich auf den Nicht-Weg machen Suchbild-Analogie
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    II. Erwachen zumAbsoluten Der Weg der Freiheit Was weiß und erkennt ein Mensch, der zum Absoluten erwacht ist – und was weiß er oder sie nicht?
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    II. 2 GrundunterscheidungenInnerlich Äußerlich Geisteswissenschaft Naturwissenschaft (Wirklichkeit von innen (Wirklichkeit von her erkennen und außen her erkennen verstehen) und verstehen) Phänomenologie Physik, Chemie, Strukturalismus Biologie, Ökologie Psychodynamik
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    II. 2 GrundunterscheidungenIndividuell (Die Einzeldinge erkennen und verstehen) Kollektiv (Zusammenhänge/Systeme erkennen und verstehen)
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    II: 4 Dimensionenvon Wirklichkeit und Wissenschaft Innerlich Äußerlich Individuell Kollektiv „ Ich“ subjektiv „ Es“ (sing.) objektiv „ Du/Wir“ intersubjektiv „ Es“ (plural) interobjektiv
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    II: 4 Dimensionenvon Wirklichkeit und Wissenschaft Phänomenologie Verhaltensforschung Strukturalismus Physik, Chemie, Psychologie Biologie Hermeneutik, Systemwissenschaften, Semiotik, Ökologie Strukturalismus
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    Teil III Eineaufgeklärte Spiritualität
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    Teil III: ÜberblickEine kurze Geschichte der Spiritualität Innerlich = spirituell? Die experimentelle Methode & Praxis Erleuchtung entwickelt sich Eine neue Verpackung für das Geschenk Spirituelle Lehrer: true, but partial Anforderungen an spirituelle Lehrer heute
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    III: Eine kurzeGeschichte der Spiritualität Vor der Aufklärung: mythologisch-religiöses Weltbild, Kette des Seins Moderne: „Tod Gottes“, rationales, wissenschaftliches Weltbild, evidenzbasiert, „harte Fakten“ – äußerlicher Fokus (Flachland) Postmoderne: Ablehnung der Ratio, gefühlsbasiert – innerlicher Fokus
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    III: Innerlich =spirituell? „ New Age“: Überbetonung der Innerlichkeit Gleichzeitig: Mangelnde Differenzierung von Innerlichkeit Folge: „Spiritualität“ a la „New Age“ = Innerliches Abtauchen ins Exotische, Rituelle, Mysteriöse, Fremdartige und Geheimnisvolle „ Shanti!“
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    III: Innerlich =spirituell? Ein riesiges Spektrum von Innerlichkeit: Kein Verständnis der 3 S: Structures : Strukturen des Bewusstseins States : Zustände des Bewusstseins Shadow : Schattenanteile / Unbewusstes Erforschung durch Phänomenologie (Innensicht /teilnehmende Erfahrung) Strukturalismus (Außensicht / distanzierte Beschreibung)
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    III: Die experimentelleMethode & Praxis Die aufgeklärte Wissenschaft verabschiedete Dogmen und ersetzte sie durch die experimentelle Methode: Injunktion – Kochrezept Daten / Illumination – Speise kochen & essen Verifikation – Abgleich mit anderen Köchen „ Guten Appetit!“
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    III: Die experimentelleMethode & Praxis Eine aufgeklärte Spiritualität ist ebenso vollständig erfahrungsbasiert und daher immer auf die konkrete Praxis (Meditation, Kontemplation, Yoga, etc.) bezogen. Aufgeklärte Spiritualität muss nichts „glauben“, sondern gründet in Nachprüfbarkeit im Sinne der experimentellen Methode. z.B.: Meditationsforschung mit geistes- und naturwissenschaftlichen Methoden
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    III: Evolutionäre Erleuchtung„ Erleuchtung ist die Verwirklichung der Einheit mit allen Zuständen und Ebenen die zu einem gegebenen Zeitpunkt existieren.“ Leere ist Freiheit, Form ist Fülle - gleiche Freiheit, mehr Fülle  Erleuchtung entwickelt sich, da immer mehr Phänomene entstehen, mit denen man eins sein kann.
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    III: Eine neueVerpackung für das Geschenk Verpackung : Der kulturelle Entstehungskontext der großen Weltreligionen war eine magisch-mythische Stufe der Entwicklung Geschenk : die Praktiken der Befreiung Die Praktiken und die damit verbundenen Erfahrungen behalten ihre Gültigkeit, doch ihre Interpretation muss der jeweiligen Zeit angepasst werden (modern /postmodern) AQAL bietet sich hier an als zeitgemäße, umfassende Landkarte der Wirklichkeit
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    III: Spirituelle Lehrer-true but partial Würden Sie den Dalai Lama bei Ihren Eheproblemen um Rat fragen? ...oder bei Ihrer Steuererklärung?
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    III: Spirituelle Lehrer-true but partial Spirituelle Lehrer sind gut in einigen Dingen, aber nicht gut in anderen. Das sollten sie und ihre Schüler wissen und respektieren. Nicht jeder muss alles können: ein integral informiertes Verweisungssystem kann hilfreich sein.
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    III: Anforderungen anspirituelle Lehrer heute Dialog & Kritik: Eben weil spirituelle Lehrer (wie anderer Lehrer auch) Menschen mit Stärken und Schwächen sind, sollten Sie den Austausch mit Peers suchen. „ Update“: Relativierung des prä-modernen Entstehungskontextes der spirituellen Praxis, d.h. kein Anspruch auf Allwissenheit, Unfehlbarkeit, Allmacht seitens des Lehrers
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    III: Anforderungen anspirituelle Lehrer heute Nicht nur im absoluten Sein aufgehen („sich ins Nirvana verdrücken“)... ...auch die Seite des evolutionären Werdens voll umarmen + meistern. Rationalität transzendieren – aber vorher meistern und umarmen! „ den Marktplatz mit offenen Händen betreten“ – auf der Höhe der Zeit. Nicht von der Welt sein, aber voll und ganz in der Welt wirken.
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    Praxis von Aund E „ Lebe dein endliches Selbst und ruhe in der Unendlichkeit“