Usability - Do's and Dont's
            Kai Laborenz, Sunbeam GmbH, 8.12.2006
Warum Usability?
 Website wird einfacher und schneller bedienbar
 Inhalte oder Produkte werden besser gefunden und
  gekauft
 zufriedene Besucher = wiederkehrende Besucher &
  Werbeträger


Konkret: Vorteile durch Usability
 Verbesserung interner Abläufe, weniger
  Support  Zeitersparnis
 mehr Verkäufe - mehr Informationsabrufe
 Kompetenzgewinn
Bloß nicht nachdenken!*
            * Copyright Steve Krug
 Websurfen besteht aus einer Vielzahl von
  Entscheidungen

 Jede Entscheidung kostet Zeit und Anstrengung
  „Was nützt es mir?“  „Was kostet es mich?“

 Zu hohe Kosten führen zu Frustration und zum
  Verlassen der Site (das kostet sehr wenig!


Einfache Entscheidungen +
Hoher (wahrgenommener) Nutzen für den Besucher
Der Nutzer ist ein Raubtier...
auf der Fährte nach (Informations)beute
Das Konzept „Information Foraging“


 Alle Inhalte müssen in drei Klicks von der
  Startseite erreichbar sein...
  Ein Mythos!
 Die Besucher folgen der Informationsfährte
  wie ein Raubtier der Beute



 Die Fährte muss immer wärmer werden!
 Die Beute muss lecker und nahrhaft wirken!
 Die Jagd muss möglichst leicht erscheinen!
Usability ist...
webgerecht schreiben
Schreiben für das Web

 Sich kurz fassen!
 Kein Marketing-Kauderwelsch oder Fach-Chinesisch
 Kurze Abschnitte
  mit Zwischenüberschriften
 Das Wichtigste zuerst
 Hervorheben
 Layout auflockern mit Listen, Kästen, Bildern, Links
  (aber nicht zu vielen)
Auf der Jagd
nach Bang & Olufsen
?     ?
?


        Start: www.bang-olufsen.de



                            ?
„Benutzer sind faul und dumm“*
                 * Copyright Jacob Nielsen
Benutzer sind...

 ...hochgradig zielorientiert
 ...egoistisch
 ...nicht an Ihnen interessiert (sondern daran, was Sie
  für sie tun können)
 ...in Eile
 ...leicht zu frustrieren
 ...auf Aktivität aus („Die wollen nur klicken!“)
Wie User Webseiten betrachten

 Sie lesen nicht - sie „scannen“
 Sie treffen die erste halbwegs sinnvolle Wahl
 Sie „wursteln sich durch“



Konkret: „Scanbare“ Seiten gestalten
 Klare Bereiche (Was ist was?)
 Eindeutige visuelle Hierarchie (Was ist wichtig?)
 Was ist klickbar?
 Kurz und prägnant formulieren
 Was nicht nützt - stört!
Sie scrollen nicht gern

Homepage (erster Besuch)           23%
Homepage (zweiter Besuch)          16%
Homepage (Besuch 4 +)              14%
Andere Seiten                      42%
(Nielsen; bei 1024x768 Pixeln)




Konkret:
 Das Wichtigste oberhalb der Scrollgrenze
 Bei längeren Seiten: keinen „falschen Abschluss“
Fette Beute!
„Fakten, Fakten, Fakten -
und immer an die User denken!“*
                 *Helmut Markwort (oder so ähnlich)
Eigenlob stinkt!

 Dem User ist egal, wie viele Preise Sie gewonnen haben!

 Stellen Sie keine
  unnötigen
  technischen
  Anforderungen!
 Dem User ist egal, wie Sie ihre Produkte nennen!




                      ?         ?
                            ?          ?      ?      ?
Leichte Beute?
Optionen nicht vernünftig
            abgegrenzt und kaum
            unterscheidbar




 Slang
Unscharfe
Auswahl
Wenig hilfreich:
alphabetische Sortierung
für regionale Daten
Zu viele, doppelte und unklare Optionen
Seien Sie leichte Beute!
Kleine Hilfen erhalten die Freundschaft



iStockphoto.com:

 Suche verfeinern
 Besondere Tools
 „Intelligente“
  Suche
 Schnelle Vorschau
There‘s no page like homepage
Eingang & erster Eindruck
Versuchung und Verführung
Anleitung
Platz zum Wiederfinden


Konkret: Was braucht die Homepage?
Sitename und -zweck
Angebote und Funktionen
Suche
Neue Inhalte
Klare Ordnung - Startpunkt
Short-Cuts (Abkürzungen für beliebte Inhalte)
Web 3.0
Web 2.0
Usability und das Web 2.0


-
 Neue Bedienkonzepte (Surfen ohne Seitenwechsel,
  Tagclouds) sind ungewohnt (und nicht immer besser)
 Funktion des „Back“-Buttons und Lesezeichen setzen!
 user-generated content - Qualitätskontrolle wird
  schwieriger

+
 Schnellere Reaktion auf Benutzereingabe (AJAX)
 permanent beta - Orientierung an Benutzerwünschen
 Einfachheit als Ziel
kein AJAX               AJAX       Spiegel Online 7.0

                                  neu




            kein AJAX      AJAX

                                  neuer
Tagclouds

 sparen Platz

 sehen interessant aus

 passen gut zu
  unscharfer
  Kategorisierung

Spiegel online:
Welcher Artikel ist
der viertbeliebteste?
Testen, Testen, Testen!
Testen schadet nie

Schlechter als gar nicht Testen geht nicht!
3-5 Personen reichen für den Anfang
Nicht nur fragen - beobachten!
Mehrfach testen
Was testen?
   5 W‘s
   Typische Aufgaben
Professionell Testen: Eye-Tracking

 Echte Nutzer erledigen Aufgaben im Usability-Lab
 Augenbewegungen der User werden durch Kameras
  erfasst und ausgewertet
Auswertung mit Morae

 Heatmaps, Blickverläufe, Scanpath-Videos, Areas of
  Interest, Benutzervideo
 Mausklicks, Zeiträume
 Bezug über www.scoreberlin.de/morae/
Eye-Tracking-Test

Beispiel: ForschungsVerbund Sonnenenergie
 Werden die drei Kästen wahrgenommen?
 Wie wirkt sich ein Bild aus?
 5 Personen, 3 Aufgaben, Befragung danach
 „Du möchtest dich über erneuerbare Energien aus
  Sonne und Erde informieren. Dazu suchst du über
  eine Suchmaschine nach diesen Suchbegriffen und
  stößt auf verschiedene Seiten. Bitte sieh dir die Seite
  solange an, wie sie dir gezeigt wird.“
 5 Sekunden Tracking
Usability-Test selbstgemacht


 Einfache Tests im
  laufenden Betrieb
 Detailoptimierung
 Schwachstellen finden
 Varianten testen

Beispiel: www.enob.info
 Optimierung der
  Startseitenboxen
Gesamt: 120 Klicks   Gesamt: 190 Klicks!
                     *Hochgerechnet
www.Crazyegg.com

 Online-Service

 zählt Klicks auf einzelne Seiten

 Darstellung
  als Liste oder
  Heatmap

 Kosten: gratis
  bis 99$/Monat

 crazyegg.com
Kai Laborenz

 Geschäftsführer der Sunbeam GmbH
  Berliner Agentur für Kommunikation
    (Barrierefreie) Webentwicklung
    Usabilityberatung und Tests
    Design, modernes HTML & CSS, Softwareentwicklung
    Spezialität: TYPO3 (Content-Managementsystem)
    Ausserdem klassische PR, Ausstellungen und Printdesign


 laborenz@sunbeam-berlin.de
 www.laborenz.de/lab-o-log
Vielen Dank für die
  Aufmerksamkeit!

Usability - Do's and Don'ts

  • 1.
    Usability - Do'sand Dont's Kai Laborenz, Sunbeam GmbH, 8.12.2006
  • 2.
  • 3.
     Website wirdeinfacher und schneller bedienbar  Inhalte oder Produkte werden besser gefunden und gekauft  zufriedene Besucher = wiederkehrende Besucher & Werbeträger Konkret: Vorteile durch Usability  Verbesserung interner Abläufe, weniger Support  Zeitersparnis  mehr Verkäufe - mehr Informationsabrufe  Kompetenzgewinn
  • 4.
    Bloß nicht nachdenken!* * Copyright Steve Krug
  • 5.
     Websurfen bestehtaus einer Vielzahl von Entscheidungen  Jede Entscheidung kostet Zeit und Anstrengung „Was nützt es mir?“  „Was kostet es mich?“  Zu hohe Kosten führen zu Frustration und zum Verlassen der Site (das kostet sehr wenig! Einfache Entscheidungen + Hoher (wahrgenommener) Nutzen für den Besucher
  • 6.
    Der Nutzer istein Raubtier... auf der Fährte nach (Informations)beute
  • 7.
    Das Konzept „InformationForaging“  Alle Inhalte müssen in drei Klicks von der Startseite erreichbar sein... Ein Mythos!  Die Besucher folgen der Informationsfährte wie ein Raubtier der Beute  Die Fährte muss immer wärmer werden!  Die Beute muss lecker und nahrhaft wirken!  Die Jagd muss möglichst leicht erscheinen!
  • 8.
  • 9.
    Schreiben für dasWeb  Sich kurz fassen!  Kein Marketing-Kauderwelsch oder Fach-Chinesisch  Kurze Abschnitte mit Zwischenüberschriften  Das Wichtigste zuerst  Hervorheben  Layout auflockern mit Listen, Kästen, Bildern, Links (aber nicht zu vielen)
  • 11.
    Auf der Jagd nachBang & Olufsen
  • 12.
    ? ? ? Start: www.bang-olufsen.de ?
  • 14.
    „Benutzer sind faulund dumm“* * Copyright Jacob Nielsen
  • 15.
    Benutzer sind...  ...hochgradigzielorientiert  ...egoistisch  ...nicht an Ihnen interessiert (sondern daran, was Sie für sie tun können)  ...in Eile  ...leicht zu frustrieren  ...auf Aktivität aus („Die wollen nur klicken!“)
  • 16.
    Wie User Webseitenbetrachten  Sie lesen nicht - sie „scannen“  Sie treffen die erste halbwegs sinnvolle Wahl  Sie „wursteln sich durch“ Konkret: „Scanbare“ Seiten gestalten  Klare Bereiche (Was ist was?)  Eindeutige visuelle Hierarchie (Was ist wichtig?)  Was ist klickbar?  Kurz und prägnant formulieren  Was nicht nützt - stört!
  • 17.
    Sie scrollen nichtgern Homepage (erster Besuch) 23% Homepage (zweiter Besuch) 16% Homepage (Besuch 4 +) 14% Andere Seiten 42% (Nielsen; bei 1024x768 Pixeln) Konkret:  Das Wichtigste oberhalb der Scrollgrenze  Bei längeren Seiten: keinen „falschen Abschluss“
  • 19.
  • 20.
    „Fakten, Fakten, Fakten- und immer an die User denken!“* *Helmut Markwort (oder so ähnlich)
  • 21.
    Eigenlob stinkt!  DemUser ist egal, wie viele Preise Sie gewonnen haben!  Stellen Sie keine unnötigen technischen Anforderungen!
  • 22.
     Dem Userist egal, wie Sie ihre Produkte nennen! ? ? ? ? ? ?
  • 23.
  • 24.
    Optionen nicht vernünftig abgegrenzt und kaum unterscheidbar Slang Unscharfe Auswahl
  • 25.
  • 26.
    Zu viele, doppelteund unklare Optionen
  • 27.
  • 28.
    Kleine Hilfen erhaltendie Freundschaft iStockphoto.com:  Suche verfeinern  Besondere Tools  „Intelligente“ Suche  Schnelle Vorschau
  • 29.
    There‘s no pagelike homepage
  • 30.
    Eingang & ersterEindruck Versuchung und Verführung Anleitung Platz zum Wiederfinden Konkret: Was braucht die Homepage? Sitename und -zweck Angebote und Funktionen Suche Neue Inhalte Klare Ordnung - Startpunkt Short-Cuts (Abkürzungen für beliebte Inhalte)
  • 31.
  • 32.
  • 33.
    Usability und dasWeb 2.0 -  Neue Bedienkonzepte (Surfen ohne Seitenwechsel, Tagclouds) sind ungewohnt (und nicht immer besser)  Funktion des „Back“-Buttons und Lesezeichen setzen!  user-generated content - Qualitätskontrolle wird schwieriger +  Schnellere Reaktion auf Benutzereingabe (AJAX)  permanent beta - Orientierung an Benutzerwünschen  Einfachheit als Ziel
  • 34.
    kein AJAX AJAX Spiegel Online 7.0 neu kein AJAX AJAX neuer
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    Tagclouds  sparen Platz sehen interessant aus  passen gut zu unscharfer Kategorisierung Spiegel online: Welcher Artikel ist der viertbeliebteste?
  • 36.
  • 37.
    Testen schadet nie Schlechterals gar nicht Testen geht nicht! 3-5 Personen reichen für den Anfang Nicht nur fragen - beobachten! Mehrfach testen Was testen? 5 W‘s Typische Aufgaben
  • 38.
    Professionell Testen: Eye-Tracking Echte Nutzer erledigen Aufgaben im Usability-Lab  Augenbewegungen der User werden durch Kameras erfasst und ausgewertet
  • 39.
    Auswertung mit Morae Heatmaps, Blickverläufe, Scanpath-Videos, Areas of Interest, Benutzervideo  Mausklicks, Zeiträume  Bezug über www.scoreberlin.de/morae/
  • 40.
    Eye-Tracking-Test Beispiel: ForschungsVerbund Sonnenenergie Werden die drei Kästen wahrgenommen?  Wie wirkt sich ein Bild aus?
  • 41.
     5 Personen,3 Aufgaben, Befragung danach  „Du möchtest dich über erneuerbare Energien aus Sonne und Erde informieren. Dazu suchst du über eine Suchmaschine nach diesen Suchbegriffen und stößt auf verschiedene Seiten. Bitte sieh dir die Seite solange an, wie sie dir gezeigt wird.“  5 Sekunden Tracking
  • 43.
    Usability-Test selbstgemacht  EinfacheTests im laufenden Betrieb  Detailoptimierung  Schwachstellen finden  Varianten testen Beispiel: www.enob.info  Optimierung der Startseitenboxen
  • 44.
    Gesamt: 120 Klicks Gesamt: 190 Klicks! *Hochgerechnet
  • 45.
    www.Crazyegg.com  Online-Service  zähltKlicks auf einzelne Seiten  Darstellung als Liste oder Heatmap  Kosten: gratis bis 99$/Monat  crazyegg.com
  • 47.
    Kai Laborenz  Geschäftsführerder Sunbeam GmbH Berliner Agentur für Kommunikation  (Barrierefreie) Webentwicklung  Usabilityberatung und Tests  Design, modernes HTML & CSS, Softwareentwicklung  Spezialität: TYPO3 (Content-Managementsystem)  Ausserdem klassische PR, Ausstellungen und Printdesign  laborenz@sunbeam-berlin.de  www.laborenz.de/lab-o-log
  • 48.
    Vielen Dank fürdie Aufmerksamkeit!