OpenStreetMap


in
der
Forschung?

Manuela
Schmidt
                  Pascal
Neis

manuela.schmidt@tuwien.ac.at
     neis@uni‐heidelberg.de

h<p://cartography.tuwien.ac.at
   h<p://giscience.uni‐hd.de

OpenStreetMap
(OSM)
...

... 
ist
in
den
letzten
Jahren
in
der
akademischen
Welt

    zu
einem
wich;gen
Werkzeug
und
Forschungs‐
    thema
geworden



Beispiele:

•  Übungen
zur

   Vermessungslehre

•  zur
Verdeutlichung
der

   FunkGonsweise
von

   (Geo)‐DBs

•  Datengrundlage
für

   Studienarbeiten/‐projekte


                                h"p://www.flickr.com/photos/harrywood/5042874969/

Allerdings…

•  Nicht
jede
Hochschule
teilt
Ergebnisse
mit
der

   Öffentlichkeit

•  Viele
AkGvitäten
passieren
abseits
der
Community


   Warum
ist
das
problema;sch?

     Durch
KommunikaGon
von
Forschungsergebnissen

      und
‐projekten
können
Duplikate
ausgeschlossen

      werden.

     GleichzeiGg
könnten
Synergien
zwischen
den

      Studierenden,
wissenschaZlichen
Mitarbeitern,

      InsGtuten
bzw.
Hochschulen
und
vor
allem
der

      Coummunity
entstehen.

Übersichtskarte

... 

von
Hochschulen
und
Forschungseinrichtungen
im

    deutschsprachigen
Raum,
die
mit
OSM
arbeiten





              Daten
von
h<p://wiki.openstreetmap.org/wiki/Research

Beispiel:
Qualitätsuntersuchung

Zielstra
2009
&
Ludwig
2010
mi<els
Vergleichs‐
und

Analysemethoden
in
Deutschland
(TeleAtlas
&
Navteq)



Vollständigkeit
nimmt
in
weniger
dicht
besiedelten

  Gebieten
ab.


OSM
in
Großstädten
aber
so
umfangreich,
dass
sie

  eine
AlternaGve
zu
kommerziellen
Daten
darstellen

  kann.

Zielstra
2009
                                             Ludwig
2009





Quelle:
Zielstra
&
Zipf
(2010)
                                                                 Quelle:
Ludwig
et
al.
(2010)

Quan;a;ve
Studies
on
the
Data
Quality
of
OSM
in
Germany
   
Ein
Vergleich
der
Straßennetze
von
OpenStreetMap
und
NAVTEQ

Beispiele:
OSM
&
ATKIS

•  Vergleich
OSM
&
öffentliche
Daten
(Schoof
2010):

   „...
OSM‐Daten
besonders
in
größeren
Städten
eine

   gute
PosiTonsgenauigkeit
und
...
teilweise
sogar

   höhere
Vollständigkeit
aufweisen
als
die
ATKIS‐Basis‐
   DLM‐Daten.“

    –  Mi<woch
15.30
Uhr

•  Konzept
zur
Fusionierung
von
ATKIS
und
OSM

   (Wiemann
2010)

Beispiele:
„Barrierefrei“
(1/2)

 „LoroDux“

            (
hcp://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:LoroDux
)


•  Entwicklung
eines
Programms
für
Mobile‐
   BlindennavigaGon.
Derzeit
Sammlung
der

   Anforderungen!


 „Barrierefreies
Rou;ng“

 (
hcp://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Accessible_Rou;ng
)


•  Entwicklung
eines
barrierefreien
Internetdienstes

   für
die
Routenplanung
im
Web
von
Uni
Bremen

   (InformaGk)

Beispiele:
„Barrierefrei“
(2/2)


•  Ein
Rou;ng‐Portal
für
Rollstuhlfahrer
(Müller
2010)

   –  www.Rollstuhlrou;ng.de





•  Implemen;erung
eines
Navis
für
E‐Fahrzeuge

  (Dzafic
2011)


   –  Besonderheit:

Bei
der
Routenplanung
wird

      Energieverbrauch
beachtet
und
berechnet

   –  Mi"woch
14.00
Uhr

Beispiel:
„Routenplanung“

•  MoNav
&
OSRM
(Mi"woch
10.00
Uhr!)

  –  Mobile
NavigaGon
für
unterschiedliche
(Mobile)
OS

  –  Open
Source
RouGng
Machine
für
Desktop/Server



Beispiel:
„OpenStreetMap
3D“

•  www.OSM‐3D.org

  –  Visualisierung
von
OSM
Daten
in
der


   
3ten
Dimension,
unter
Verwendung


   
von
SRTM

Frankfurt

Probleme

•  OSM‐verwandte
Projekte
werden
nicht
an
die

   Community
kommuniziert

•  Ergebnisse
stehen
nicht
offen
und
kostenfrei

   zur
Verfügung,
sondern
sind
in
teuren
Journals

   versteckt

•  Code
von
Beispiel‐ImplemenGerungen
oder

   Tools
wird
nicht
OpenSource
zur
Verfügung

   gestellt

Könnte
das
Prinzip
der
Offenheit


von
OpenStreetMap
nicht
auch
auf
die

   Forschung
angewandt
werden?

Gründe…
(1/5)

WissenschaZliche
Forschung:
Forschungsfrage
und

nicht
die
ImplemenGerung
steht
im
Vordergrund

     nur
beispielhaZe
ImplemenGerung,
um
den
zu

      erforschenden
Aspekt
beleuchten
zu
können

     eine
OpenSource‐Veröffentlichung
würde

      weiteren
Arbeitsaufwand
bedeuten,
der
vom

      Projekt
nicht
abgedeckt
ist

Gründe…
(2/5)

Veröffentlichungen
–
die
„Währung“
der
WissenschaZ

    PublikaGonen
müssen
originäre
Arbeiten
sein

    Mit
Veröffentlichung
gibt
der/die
AutorIn
häufig

     das
Copyright
am
Text
ab

       Freie
Veröffentlichung
der
PublikaGon
auf
der
eigenen

        Website
ist
untersagt.

Gründe…
(3/5)

Einschränkungen
durch
den
Fördergeber

  teilweise
wirtschaZsnahe
Forschung
(Einschränkung

   der
Weitergabe)

  Keine
Förderung
des
zusätzlichen
Aufwands
zur

   OpenSource‐Auoereitung

  ForschungsinsGtuGonen
möchten
bewusst
eigene

   ImplemenGerungen
entwickeln,
um
darauf

   auoauend
weitere
Projektanträge
stellen
zu
können

Gründe…
(4/5)

Idee
von
OpenSource
ist
nicht
allen
Forscher_innen

bewusst
bzw.
wird
nicht
von
allen
unterstützt

  kein
Verständnis
dafür,
inwiefern
ihnen
der

   OpenSource‐Ansatz
nützen
könnte

Gründe…
(5/5)

Berührungsängste
mit
der
Community

    Wer
ist
„die
Community“?

    Wen
kontakGert
man?

    Wie
kommuniziert
man?


Was
tun?
(1/3)

  Bestehende
KommunikaGonskanäle
nutzen

    Mailinglisten

    Forum

    (Twi<er)


  Darstellung
des
Projekts
im
Wiki

    Eigene
Projektseite
anlegen:

     h<p://wiki.openstreetmap.org/wiki/<Projektname>


    Eintragen
in
die
Wiki‐Forschungsthemen‐Liste:

     h<p://wiki.openstreetmap.org/wiki/Research

Was
tun?
(2/3)

  Sofern
der
Wille
zu
OpenSource
vorhanden
ist,
aber

   keine
Fördermi<el:

    OpenSource‐Entwicklung
gleich
im


     Projektantrag
einplanen

    AlternaGv:
Nach
Projektende
einen
Studierenden

     finden,
der
als
Abschlussarbeit
aus
der
„beispielhaZen

     ImplemenGerung“
eine
OpenSource‐Umsetzung

     entwickelt
bzw.
untersucht,
wie
die
Erkenntnisse
aus

     dem
Projekt
vorhandenen
Tools
zu
Gute
kommen

     kann

    Zumindest
schonmal
klein
anfangen
und

     PräsentaGonen
u.ä.
unter
cc‐Lizenz
stellen

Was
tun?
(3/3)

  Kleine
Tricks
bzgl
geschützter
PublikaGonen…

    Nicht
druckreife
Entwürfe
dürfen
uU
online

     gestellt
werden

    Privater
Forschungsblog
kann
Hinweise
auf
die

     eigenen
PublikaGonen
geben
und
zu
einer

     Nachfrage
an
den/die
Autor_in
einladen
:)

       Best
PracGce‐Beispiel:
Blog
von
Muki
Haklay

Forschungsini;a;ven

Geplante
ICA*
„Commission
on
Neocartography“:

h<p://www.soc.org.uk/neocartography/



   –  The
aim
is
to
encourage
a
more
acTve
engagement
between

      cartographers
and
other
individuals/groups
in
society
engaged

      in
new
(and
oaen
ephemeral)
mapping
acTviTes.

   –  encourage
publicaTon
in
this
area

   –  support
research
into,
creaTon
of,
and
disseminaTon
of

      informaTon
about
appropriate
web‐tools

   –  organize
specialist
conferences/workshops
on
topics
related
to

      Neocartography


*
ICA:
InternaGonal
Cartographic
AssociaGon,
www.icaci.org

Persönlicher
Erfahrungsaustausch

Konferenzen
/
MeeGngs

  FOSSGIS

  SOTM‐EU

  SOTM

  WhereCampEU

  FOSS4G

Ziel
für
die
Zukunn...

  …
nicht
nur
Datentransfer,
sondern
auch

   Wissenstransfer
zwischen
Forschenden
und

   der
OSM‐Community

  Ihre
Teilnahme
hierbei
ist
ausdrücklich

   erwünscht!

Danke
für
die
Aufmerksamkeit!


Manuela
Schmidt
                  Pascal
Neis

manuela.schmidt@tuwien.ac.at
     neis@uni‐heidelberg.de

h<p://cartography.tuwien.ac.at
   h<p://giscience.uni‐hd.de


OpenStreetMap

 in 
der 
Forschung ?