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Alle Themen des Infosets Medienkompetenz:
•	 Frühe Kindheit und Medien
•	 Medien und die Entwicklung des Kindes
•	 Lesen
•	 Kinder und Fernsehen
•	 Gewalt und Fernsehen
•	 Medien und Wirklichkeit
•	 Kulturtechniken und Medien
Die Studienreihe JIM (Jugend, Information,
(Multi-) Media) zeigt den Medienumgang
der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland.
Die Studienreihe KIM (Kinder + Medien,
Computer + Internet) bildet seit 1999 das
Mediennutzungsverhalten der 6- bis 13-
Jährigen ab.
Die Familienstudie FIM (Familie, Interak-
tion & Medien) liefert neue Erkenntnisse
zur Kommunikation und Interaktion in
deutschen Familien sowie repräsentative
Ergebnisse über die Mediennutzung im
Familienkontext.
•	 Radio & Co.
•	 Computer & Computerspiele
•	 Internet
•	 Online-Kommunikation
•	 Handys, Smartphones, Apps
•	 Werbung
Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest
Herausgeber
Infoset Medienkompetenz
10 Fragen – 10 Antworten
Lesen
Lesen ist ein Schlüssel zur Welt. Es weckt Fantasie und eröffnet Horizonte.
Lesen befördert Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit, es regt zum Denken 	
und Fragen an, vermittelt Gesprächsstoff und verbindet Lebenswelten.
Die Fähigkeit, Texte zu erfassen, Zusammenhänge herzustellen und nutzbar
zu machen, ist Voraussetzung dafür, Anforderungen in Schule, Beruf und
Privatleben erfolgreich meistern zu können. Lesen ist in unserer Gesellschaft
aber nicht selbstverständlich: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland sind
funktionale Analphabeten, sie können nicht genügend lesen und schreiben, 	
um im Alltag Texte richtig zu verstehen oder zu verfassen. Nach der PISA-	
Studie haben 18,5 Prozent der 15-Jährigen unzureichende Lesefähigkeiten.
Ihnen fehlt eine wichtige Voraussetzung für Bildung und gesellschaftliche
Teilhabe.
Deshalb ist es wichtig, dass das Lesen möglichst früh zu einem festen und
selbstverständlichen Bestandteil im Alltag von Kindern wird. Dazu können
Eltern auf einfache Weise sehr viel beitragen.
Lesen
www.mpfs.de
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
c/o Landesanstalt für Kommunikation (LFK)	
Reinsburgstr. 27 | 70178 Stuttgart	
Telefon: 0711–66 99 131 | Telefax: 0711–66 99 111	
info@mpfs.de | www.mpfs.de
Leitung:
Thomas Rathgeb (LFK)	
Peter Behrens (LMK)	
2. Auflage (2013)
Alle Themen des Infosets Medienkompetenz:
•	 Frühe Kindheit und Medien
•	 Medien und die Entwicklung des Kindes
•	 Lesen
•	 Kinder und Fernsehen
•	 Gewalt und Fernsehen
•	 Medien und Wirklichkeit
•	 Kulturtechniken und Medien
Die Studienreihe JIM (Jugend, Information,
(Multi-) Media) zeigt den Medienumgang
der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland.
Die Studienreihe KIM (Kinder + Medien,
Computer + Internet) bildet seit 1999 das
Mediennutzungsverhalten der 6- bis 13-
Jährigen ab.
Die Familienstudie FIM (Familie, Interak-
tion & Medien) liefert neue Erkenntnisse
zur Kommunikation und Interaktion in
deutschen Familien sowie repräsentative
Ergebnisse über die Mediennutzung im
Familienkontext.
•	 Radio & Co.
•	 Computer & Computerspiele
•	 Internet
•	 Online-Kommunikation
•	 Handys, Smartphones, Apps
•	 Werbung
Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest
Herausgeber
Infoset Medienkompetenz
10 Fragen – 10 Antworten
Lesen
Lesen ist ein Schlüssel zur Welt. Es weckt Fantasie und eröffnet Horizonte.
Lesen befördert Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit, es regt zum Denken 	
und Fragen an, vermittelt Gesprächsstoff und verbindet Lebenswelten.
Die Fähigkeit, Texte zu erfassen, Zusammenhänge herzustellen und nutzbar
zu machen, ist Voraussetzung dafür, Anforderungen in Schule, Beruf und
Privatleben erfolgreich meistern zu können. Lesen ist in unserer Gesellschaft
aber nicht selbstverständlich: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland sind
funktionale Analphabeten, sie können nicht genügend lesen und schreiben, 	
um im Alltag Texte richtig zu verstehen oder zu verfassen. Nach der PISA-	
Studie haben 18,5 Prozent der 15-Jährigen unzureichende Lesefähigkeiten.
Ihnen fehlt eine wichtige Voraussetzung für Bildung und gesellschaftliche
Teilhabe.
Deshalb ist es wichtig, dass das Lesen möglichst früh zu einem festen und
selbstverständlichen Bestandteil im Alltag von Kindern wird. Dazu können
Eltern auf einfache Weise sehr viel beitragen.
Lesen
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Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
c/o Landesanstalt für Kommunikation (LFK)	
Reinsburgstr. 27 | 70178 Stuttgart	
Telefon: 0711–66 99 131 | Telefax: 0711–66 99 111	
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Thomas Rathgeb (LFK)	
Peter Behrens (LMK)	
2. Auflage (2013)
10 Fragen – 10 Antworten
Vorlesen und Erzählen – was bringt das?
Vorlesen und Erzählen bilden eine Brücke zum späteren eigenen Lesen. Geschichten
regen die Phantasie der Kinder an, bringen sie zum Nachdenken, Fragen und Nach-	
erzählen. Vorlesen ist ein Dialog zwischen Eltern und Kindern, bei dem Vertrautheit	
und Nähe, Regelmäßigkeit und eine schöne Atmosphäre wichtig sind. Vorlesen und
Erzählen erweitern den Wortschatz und fördern die Sprachfähigkeit der Kinder, wecken
Neugierde und Lust, die Welt zu entdecken. Wer Kindern vorliest, trägt nachweislich 	
zu ihrem späteren Schulerfolg bei, weil vielfältige Interessen geweckt werden und
Lesen und Schreiben im Unterricht leichter fallen.
Meist lesen Mütter vor –
warum müssen auch die Väter aktiv werden?
Kinder brauchen Lesevorbilder. Sie begegnen ihnen idealerweise zuerst in der Familie.
Deshalb ist es wichtig, dass Eltern regelmäßig vorlesen. Aus Studien wissen wir, dass 	
in den Familien meistens die Mütter vorlesen, nur sehr selten die Väter. Vor allem
Jungen brauchen aber nicht nur weibliche Lesevorbilder, denen sie später in Kinder-	
tagesstätte und Grundschule, im Deutschunterricht, in Bibliotheken und Buchhandlun-
gen weitaus häufiger begegnen als männlichen. Zentrale männliche Rollenvorbilder 	
in den Familien sind die Väter. Jungen erleben seltener, dass ihre Väter vorlesen und
selbst lesen als ihre Mütter. Mit Vätern schauen Söhne aber häufiger fern, nutzen Com-
puter, Spielkonsolen und technisches Spielzeug. Damit werden elektronische Medien
klar männlich, das Lesen weiblich besetzt. Dies ist einer der Gründe dafür, dass viele
Jungen nicht so gern lesen. Väter können frühzeitig ihre Vorbildfunktion wahrnehmen,
indem sie regelmäßig vorlesen und erzählen.
Ich habe eine andere Herkunftssprache –
in welcher Sprache soll ich meinem Kind vorlesen?
Eltern sollten in der Sprache vorlesen, in der sie sich selbst sicher fühlen. Über das
Vorlesen und Erzählen bekommen Kinder auch dann einen Zugang zu Geschichten und
zum Lesen, wenn es in einer anderen Sprache geschieht als in Deutsch – auch wenn
dies später die Leselern-Sprache in der Schule ist. Wichtig ist, in zweisprachigen Fami-
lien nicht zwischen den Sprachen hin und her zu springen. Wenn der Vater konsequent
eine Sprache spricht und die Mutter eine andere, trennen die Kinder die Sprachen meist
deutlich. Und wenn Eltern unsicher im Deutschen sind, können zum Beispiel auch ältere
Geschwister vorlesen.
Kinder lernen in der Schule lesen – wieso sollen
Eltern sich schon vorher um das Lesen kümmern?
Dem Lesen begegnen Kinder nicht erst in der Schule. Sie beginnen schon viel früher,
eine Beziehung zum Lesen, zu Lesemedien und Geschichten zu entwickeln, vor allem
wenn sie in ihrer Umgebung regelmäßig Menschen lesen sehen – z.B. Eltern und
Geschwister. Sie machen erste eigene Schritte zum Lesen, sobald sie spielerisch mit
Büchern in Berührung kommen, sie betasten, mit sich herumtragen, damit spielen,
darin blättern, Bilder betrachten und dazu Geschichten hören. Je früher und selbstver-
ständlicher Kinder von Anfang an regelmäßig Lesevorbilder erleben und Leseanreize
erhalten, desto besser die Voraussetzungen für die Schule und für das eigene Lesen
später in der Freizeit.
Spaß am Lesen – ist es nicht wichtiger,
dass Kinder zuerst einmal gut lesen lernen?
Ein Ergebnis der neuesten PISA-Studie zeigt, dass Freude am Lesen eng mit guten Le-
sefähigkeiten zusammenhängt: Je mehr Spaß Kinder an Geschichten, am Vorlesen und
Selbstlesen haben, desto besser können sie in der Regel auch lesen. Je besser Kinder
es können, desto mehr Freude haben sie daran. Wenn Kinder also erleben, dass Lesen
etwas Schönes ist, das Spaß und Freude macht, unterstützt sie das beim Lesenlernen
und trägt dazu bei, dass sie sich später in der Schule leichter tun.
Unser Kind lernt jetzt selbst lesen –
wann mit dem Vorlesen aufhören?
Wenn Kinder selbst lesen lernen, sollten Eltern keinesfalls unmittelbar mit dem Vor-	
lesen aufhören. Ähnlich Fahranfängern sind die Kinder anfangs meist noch zu sehr mit
der Lese-Technik beschäftigt, um die Geschichten in allen Facetten mit Spaß wahrneh-
men zu können. Das erleben sie als frustrierend und es besteht die Gefahr, dass sie
die Lust verlieren. Wenn Eltern weiter vorlesen und mit den Kindern gemeinsam lesen,
erleichtern sie ihnen die Übergangsphase. Wenn die Kinder Freude am eigenen Lesen
haben und es gut genug beherrschen, werden sie irgendwann ganz von selbst allein
lesen wollen.
Hörbücher, Lesestifte & Co. – Ersatz für’s (Vor-) Lesen?
Hörbücher, Lesestifte oder die Vorlesefunktion von Kinderbuch-Apps für Tablet-PCs
und Smartphones sind eine sinnvolle Ergänzung zum Vorlesen und eigenen Lesen der
Kinder. Sie können Kinder, denen das Lesen noch schwer fällt, an Bücher heranführen,
ihnen schwierige Stellen erleichtern und das Erleben der Geschichten mit Spannung 	
und einer entsprechenden Atmosphäre bereichern. Auch fördern sie die Fähigkeit, 	
gut zuhören, verstehen und das Gehörte umsetzen zu können. Ein Ersatz für das (Vor-)
Lesen sind Hörmedien jedoch nicht, da keine echte Kommunikation zustande kommt
wie beim Vorlesen und gemeinsamen Lesen.
1
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Das Kinderbuch-Angebot ist riesig –
wie findet man geeignete Bücher?
Damit Kinder Freude am Lesen gewinnen und behalten, sollte sich die Buchaus-	
wahl vor allem an ihren Interessen und Vorlieben orientieren – weniger an den
Vorstellungen der Eltern und Lehrkräfte. Jedes Kind ist und liest anders. Hier kön-	
nen geschulte Mitarbeiter/innen in Buchhandlungen und Bibliotheken gut beraten. 	
Auch alters- oder themenspezifische Lesetipps (z.B. auf www.stiftunglesen.de)
bieten Orientierung; Empfehlungen zu aktuellen Hörspielen finden sich z.B. unter
www.ohrenspitzer.de. In Bibliotheken kann man Lesestoff und andere Medien
ausleihen. Es ist sinnvoll, mit den Kindern gemeinsam Buchhandlungen oder
Bibliotheken zu besuchen und Bücher, Hörbücher oder auch E-Books auszusuchen.
So lernen die Kinder die Vielfalt von Lesemedien und Themen kennen, entwickeln
eigene Interessen und Vorlieben und integrieren sie in ihre Lebenswelt.
Wenn Kinder nicht lesen wollen – was tun?
Das Lesen sollte niemals erzwungen, die Kinder vielmehr mit interessanten, auch
ungewöhnlichen Angeboten verführt werden, sich freiwillig und gern dem Lesestoff
zuzuwenden. Sinnvoll ist es z.B., auch älteren Kindern Buchanfänge vorzulesen und
mit ihnen darüber zu sprechen, Geschichten „anzulesen“, die so spannend sind,
dass die Kinder sie gern selbst weiterlesen. Dabei können Sachbücher, Zeitschriften
und Comics helfen, die v.a. bei Jungen (bei Mädchen auch Mangas) themenbezogen
Interesse wecken und mit kurzen Texten den Einstieg ermöglichen. Dies kann auch
mit Buchreihen gelingen, wenn ein spannender erster Band die Lust auf mehr zu
entfachen in der Lage ist.
Fernsehen, Computer, Spielkonsole, Smartphone –
sollen Kinder nicht besser gute Bücher lesen?
Elektronische Medien bilden keinen Gegensatz zum Lesen. Kinder müssen lernen,
alle verfügbaren Medien und ihre Inhalte in ihrer Bedeutung einzuordnen und sinn-	
voll zu nutzen. Gerade (Tablet-) PC und Smartphone bilden Ansatzpunkte, denn für
Kinder und Jugendliche sind sie bereits selbstverständliche „Lesemedien“. 	
Wichtig sind die Inhalte, nicht die Präsentationstechnik. Eltern sollten unterschied-	
liche Trägermedien einbeziehen, z.B. nach einer Internetrecherche ein Sachbuch 	
zu einem interessanten Thema anschauen, einen E-Reader mit verschiedenen Ro-	
manen in den Urlaub mitnehmen, aus einem klassischen Bilderbuch vorlesen und
ergänzend dazu eine Bilderbuch-App nutzen usw. Bei älteren Kindern und Jugend-	
lichen tragen ungewöhnliche Lesemedien wie E-Reader, aber auch Zeitschriften
dazu bei, die oft negativen Vorstellungen vom Lesen positiv zu verändern.
Text: Dr. Simone C. Ehmig,
Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen
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Lesen
10 Fragen – 10 Antworten
Vorlesen und Erzählen – was bringt das?
Vorlesen und Erzählen bilden eine Brücke zum späteren eigenen Lesen. Geschichten
regen die Phantasie der Kinder an, bringen sie zum Nachdenken, Fragen und Nach-	
erzählen. Vorlesen ist ein Dialog zwischen Eltern und Kindern, bei dem Vertrautheit	
und Nähe, Regelmäßigkeit und eine schöne Atmosphäre wichtig sind. Vorlesen und
Erzählen erweitern den Wortschatz und fördern die Sprachfähigkeit der Kinder, wecken
Neugierde und Lust, die Welt zu entdecken. Wer Kindern vorliest, trägt nachweislich 	
zu ihrem späteren Schulerfolg bei, weil vielfältige Interessen geweckt werden und
Lesen und Schreiben im Unterricht leichter fallen.
Meist lesen Mütter vor –
warum müssen auch die Väter aktiv werden?
Kinder brauchen Lesevorbilder. Sie begegnen ihnen idealerweise zuerst in der Familie.
Deshalb ist es wichtig, dass Eltern regelmäßig vorlesen. Aus Studien wissen wir, dass 	
in den Familien meistens die Mütter vorlesen, nur sehr selten die Väter. Vor allem
Jungen brauchen aber nicht nur weibliche Lesevorbilder, denen sie später in Kinder-	
tagesstätte und Grundschule, im Deutschunterricht, in Bibliotheken und Buchhandlun-
gen weitaus häufiger begegnen als männlichen. Zentrale männliche Rollenvorbilder 	
in den Familien sind die Väter. Jungen erleben seltener, dass ihre Väter vorlesen und
selbst lesen als ihre Mütter. Mit Vätern schauen Söhne aber häufiger fern, nutzen Com-
puter, Spielkonsolen und technisches Spielzeug. Damit werden elektronische Medien
klar männlich, das Lesen weiblich besetzt. Dies ist einer der Gründe dafür, dass viele
Jungen nicht so gern lesen. Väter können frühzeitig ihre Vorbildfunktion wahrnehmen,
indem sie regelmäßig vorlesen und erzählen.
Ich habe eine andere Herkunftssprache –
in welcher Sprache soll ich meinem Kind vorlesen?
Eltern sollten in der Sprache vorlesen, in der sie sich selbst sicher fühlen. Über das
Vorlesen und Erzählen bekommen Kinder auch dann einen Zugang zu Geschichten und
zum Lesen, wenn es in einer anderen Sprache geschieht als in Deutsch – auch wenn
dies später die Leselern-Sprache in der Schule ist. Wichtig ist, in zweisprachigen Fami-
lien nicht zwischen den Sprachen hin und her zu springen. Wenn der Vater konsequent
eine Sprache spricht und die Mutter eine andere, trennen die Kinder die Sprachen meist
deutlich. Und wenn Eltern unsicher im Deutschen sind, können zum Beispiel auch ältere
Geschwister vorlesen.
Kinder lernen in der Schule lesen – wieso sollen
Eltern sich schon vorher um das Lesen kümmern?
Dem Lesen begegnen Kinder nicht erst in der Schule. Sie beginnen schon viel früher,
eine Beziehung zum Lesen, zu Lesemedien und Geschichten zu entwickeln, vor allem
wenn sie in ihrer Umgebung regelmäßig Menschen lesen sehen – z.B. Eltern und
Geschwister. Sie machen erste eigene Schritte zum Lesen, sobald sie spielerisch mit
Büchern in Berührung kommen, sie betasten, mit sich herumtragen, damit spielen,
darin blättern, Bilder betrachten und dazu Geschichten hören. Je früher und selbstver-
ständlicher Kinder von Anfang an regelmäßig Lesevorbilder erleben und Leseanreize
erhalten, desto besser die Voraussetzungen für die Schule und für das eigene Lesen
später in der Freizeit.
Spaß am Lesen – ist es nicht wichtiger,
dass Kinder zuerst einmal gut lesen lernen?
Ein Ergebnis der neuesten PISA-Studie zeigt, dass Freude am Lesen eng mit guten Le-
sefähigkeiten zusammenhängt: Je mehr Spaß Kinder an Geschichten, am Vorlesen und
Selbstlesen haben, desto besser können sie in der Regel auch lesen. Je besser Kinder
es können, desto mehr Freude haben sie daran. Wenn Kinder also erleben, dass Lesen
etwas Schönes ist, das Spaß und Freude macht, unterstützt sie das beim Lesenlernen
und trägt dazu bei, dass sie sich später in der Schule leichter tun.
Unser Kind lernt jetzt selbst lesen –
wann mit dem Vorlesen aufhören?
Wenn Kinder selbst lesen lernen, sollten Eltern keinesfalls unmittelbar mit dem Vor-	
lesen aufhören. Ähnlich Fahranfängern sind die Kinder anfangs meist noch zu sehr mit
der Lese-Technik beschäftigt, um die Geschichten in allen Facetten mit Spaß wahrneh-
men zu können. Das erleben sie als frustrierend und es besteht die Gefahr, dass sie
die Lust verlieren. Wenn Eltern weiter vorlesen und mit den Kindern gemeinsam lesen,
erleichtern sie ihnen die Übergangsphase. Wenn die Kinder Freude am eigenen Lesen
haben und es gut genug beherrschen, werden sie irgendwann ganz von selbst allein
lesen wollen.
Hörbücher, Lesestifte & Co. – Ersatz für’s (Vor-) Lesen?
Hörbücher, Lesestifte oder die Vorlesefunktion von Kinderbuch-Apps für Tablet-PCs
und Smartphones sind eine sinnvolle Ergänzung zum Vorlesen und eigenen Lesen der
Kinder. Sie können Kinder, denen das Lesen noch schwer fällt, an Bücher heranführen,
ihnen schwierige Stellen erleichtern und das Erleben der Geschichten mit Spannung 	
und einer entsprechenden Atmosphäre bereichern. Auch fördern sie die Fähigkeit, 	
gut zuhören, verstehen und das Gehörte umsetzen zu können. Ein Ersatz für das (Vor-)
Lesen sind Hörmedien jedoch nicht, da keine echte Kommunikation zustande kommt
wie beim Vorlesen und gemeinsamen Lesen.
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Das Kinderbuch-Angebot ist riesig –
wie findet man geeignete Bücher?
Damit Kinder Freude am Lesen gewinnen und behalten, sollte sich die Buchaus-	
wahl vor allem an ihren Interessen und Vorlieben orientieren – weniger an den
Vorstellungen der Eltern und Lehrkräfte. Jedes Kind ist und liest anders. Hier kön-	
nen geschulte Mitarbeiter/innen in Buchhandlungen und Bibliotheken gut beraten. 	
Auch alters- oder themenspezifische Lesetipps (z.B. auf www.stiftunglesen.de)
bieten Orientierung; Empfehlungen zu aktuellen Hörspielen finden sich z.B. unter
www.ohrenspitzer.de. In Bibliotheken kann man Lesestoff und andere Medien
ausleihen. Es ist sinnvoll, mit den Kindern gemeinsam Buchhandlungen oder
Bibliotheken zu besuchen und Bücher, Hörbücher oder auch E-Books auszusuchen.
So lernen die Kinder die Vielfalt von Lesemedien und Themen kennen, entwickeln
eigene Interessen und Vorlieben und integrieren sie in ihre Lebenswelt.
Wenn Kinder nicht lesen wollen – was tun?
Das Lesen sollte niemals erzwungen, die Kinder vielmehr mit interessanten, auch
ungewöhnlichen Angeboten verführt werden, sich freiwillig und gern dem Lesestoff
zuzuwenden. Sinnvoll ist es z.B., auch älteren Kindern Buchanfänge vorzulesen und
mit ihnen darüber zu sprechen, Geschichten „anzulesen“, die so spannend sind,
dass die Kinder sie gern selbst weiterlesen. Dabei können Sachbücher, Zeitschriften
und Comics helfen, die v.a. bei Jungen (bei Mädchen auch Mangas) themenbezogen
Interesse wecken und mit kurzen Texten den Einstieg ermöglichen. Dies kann auch
mit Buchreihen gelingen, wenn ein spannender erster Band die Lust auf mehr zu
entfachen in der Lage ist.
Fernsehen, Computer, Spielkonsole, Smartphone –
sollen Kinder nicht besser gute Bücher lesen?
Elektronische Medien bilden keinen Gegensatz zum Lesen. Kinder müssen lernen,
alle verfügbaren Medien und ihre Inhalte in ihrer Bedeutung einzuordnen und sinn-	
voll zu nutzen. Gerade (Tablet-) PC und Smartphone bilden Ansatzpunkte, denn für
Kinder und Jugendliche sind sie bereits selbstverständliche „Lesemedien“. 	
Wichtig sind die Inhalte, nicht die Präsentationstechnik. Eltern sollten unterschied-	
liche Trägermedien einbeziehen, z.B. nach einer Internetrecherche ein Sachbuch 	
zu einem interessanten Thema anschauen, einen E-Reader mit verschiedenen Ro-	
manen in den Urlaub mitnehmen, aus einem klassischen Bilderbuch vorlesen und
ergänzend dazu eine Bilderbuch-App nutzen usw. Bei älteren Kindern und Jugend-	
lichen tragen ungewöhnliche Lesemedien wie E-Reader, aber auch Zeitschriften
dazu bei, die oft negativen Vorstellungen vom Lesen positiv zu verändern.
Text: Dr. Simone C. Ehmig,
Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen
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Lesen
10 Fragen – 10 Antworten
Vorlesen und Erzählen – was bringt das?
Vorlesen und Erzählen bilden eine Brücke zum späteren eigenen Lesen. Geschichten
regen die Phantasie der Kinder an, bringen sie zum Nachdenken, Fragen und Nach-	
erzählen. Vorlesen ist ein Dialog zwischen Eltern und Kindern, bei dem Vertrautheit	
und Nähe, Regelmäßigkeit und eine schöne Atmosphäre wichtig sind. Vorlesen und
Erzählen erweitern den Wortschatz und fördern die Sprachfähigkeit der Kinder, wecken
Neugierde und Lust, die Welt zu entdecken. Wer Kindern vorliest, trägt nachweislich 	
zu ihrem späteren Schulerfolg bei, weil vielfältige Interessen geweckt werden und
Lesen und Schreiben im Unterricht leichter fallen.
Meist lesen Mütter vor –
warum müssen auch die Väter aktiv werden?
Kinder brauchen Lesevorbilder. Sie begegnen ihnen idealerweise zuerst in der Familie.
Deshalb ist es wichtig, dass Eltern regelmäßig vorlesen. Aus Studien wissen wir, dass 	
in den Familien meistens die Mütter vorlesen, nur sehr selten die Väter. Vor allem
Jungen brauchen aber nicht nur weibliche Lesevorbilder, denen sie später in Kinder-	
tagesstätte und Grundschule, im Deutschunterricht, in Bibliotheken und Buchhandlun-
gen weitaus häufiger begegnen als männlichen. Zentrale männliche Rollenvorbilder 	
in den Familien sind die Väter. Jungen erleben seltener, dass ihre Väter vorlesen und
selbst lesen als ihre Mütter. Mit Vätern schauen Söhne aber häufiger fern, nutzen Com-
puter, Spielkonsolen und technisches Spielzeug. Damit werden elektronische Medien
klar männlich, das Lesen weiblich besetzt. Dies ist einer der Gründe dafür, dass viele
Jungen nicht so gern lesen. Väter können frühzeitig ihre Vorbildfunktion wahrnehmen,
indem sie regelmäßig vorlesen und erzählen.
Ich habe eine andere Herkunftssprache –
in welcher Sprache soll ich meinem Kind vorlesen?
Eltern sollten in der Sprache vorlesen, in der sie sich selbst sicher fühlen. Über das
Vorlesen und Erzählen bekommen Kinder auch dann einen Zugang zu Geschichten und
zum Lesen, wenn es in einer anderen Sprache geschieht als in Deutsch – auch wenn
dies später die Leselern-Sprache in der Schule ist. Wichtig ist, in zweisprachigen Fami-
lien nicht zwischen den Sprachen hin und her zu springen. Wenn der Vater konsequent
eine Sprache spricht und die Mutter eine andere, trennen die Kinder die Sprachen meist
deutlich. Und wenn Eltern unsicher im Deutschen sind, können zum Beispiel auch ältere
Geschwister vorlesen.
Kinder lernen in der Schule lesen – wieso sollen
Eltern sich schon vorher um das Lesen kümmern?
Dem Lesen begegnen Kinder nicht erst in der Schule. Sie beginnen schon viel früher,
eine Beziehung zum Lesen, zu Lesemedien und Geschichten zu entwickeln, vor allem
wenn sie in ihrer Umgebung regelmäßig Menschen lesen sehen – z.B. Eltern und
Geschwister. Sie machen erste eigene Schritte zum Lesen, sobald sie spielerisch mit
Büchern in Berührung kommen, sie betasten, mit sich herumtragen, damit spielen,
darin blättern, Bilder betrachten und dazu Geschichten hören. Je früher und selbstver-
ständlicher Kinder von Anfang an regelmäßig Lesevorbilder erleben und Leseanreize
erhalten, desto besser die Voraussetzungen für die Schule und für das eigene Lesen
später in der Freizeit.
Spaß am Lesen – ist es nicht wichtiger,
dass Kinder zuerst einmal gut lesen lernen?
Ein Ergebnis der neuesten PISA-Studie zeigt, dass Freude am Lesen eng mit guten Le-
sefähigkeiten zusammenhängt: Je mehr Spaß Kinder an Geschichten, am Vorlesen und
Selbstlesen haben, desto besser können sie in der Regel auch lesen. Je besser Kinder
es können, desto mehr Freude haben sie daran. Wenn Kinder also erleben, dass Lesen
etwas Schönes ist, das Spaß und Freude macht, unterstützt sie das beim Lesenlernen
und trägt dazu bei, dass sie sich später in der Schule leichter tun.
Unser Kind lernt jetzt selbst lesen –
wann mit dem Vorlesen aufhören?
Wenn Kinder selbst lesen lernen, sollten Eltern keinesfalls unmittelbar mit dem Vor-	
lesen aufhören. Ähnlich Fahranfängern sind die Kinder anfangs meist noch zu sehr mit
der Lese-Technik beschäftigt, um die Geschichten in allen Facetten mit Spaß wahrneh-
men zu können. Das erleben sie als frustrierend und es besteht die Gefahr, dass sie
die Lust verlieren. Wenn Eltern weiter vorlesen und mit den Kindern gemeinsam lesen,
erleichtern sie ihnen die Übergangsphase. Wenn die Kinder Freude am eigenen Lesen
haben und es gut genug beherrschen, werden sie irgendwann ganz von selbst allein
lesen wollen.
Hörbücher, Lesestifte & Co. – Ersatz für’s (Vor-) Lesen?
Hörbücher, Lesestifte oder die Vorlesefunktion von Kinderbuch-Apps für Tablet-PCs
und Smartphones sind eine sinnvolle Ergänzung zum Vorlesen und eigenen Lesen der
Kinder. Sie können Kinder, denen das Lesen noch schwer fällt, an Bücher heranführen,
ihnen schwierige Stellen erleichtern und das Erleben der Geschichten mit Spannung 	
und einer entsprechenden Atmosphäre bereichern. Auch fördern sie die Fähigkeit, 	
gut zuhören, verstehen und das Gehörte umsetzen zu können. Ein Ersatz für das (Vor-)
Lesen sind Hörmedien jedoch nicht, da keine echte Kommunikation zustande kommt
wie beim Vorlesen und gemeinsamen Lesen.
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Das Kinderbuch-Angebot ist riesig –
wie findet man geeignete Bücher?
Damit Kinder Freude am Lesen gewinnen und behalten, sollte sich die Buchaus-	
wahl vor allem an ihren Interessen und Vorlieben orientieren – weniger an den
Vorstellungen der Eltern und Lehrkräfte. Jedes Kind ist und liest anders. Hier kön-	
nen geschulte Mitarbeiter/innen in Buchhandlungen und Bibliotheken gut beraten. 	
Auch alters- oder themenspezifische Lesetipps (z.B. auf www.stiftunglesen.de)
bieten Orientierung; Empfehlungen zu aktuellen Hörspielen finden sich z.B. unter
www.ohrenspitzer.de. In Bibliotheken kann man Lesestoff und andere Medien
ausleihen. Es ist sinnvoll, mit den Kindern gemeinsam Buchhandlungen oder
Bibliotheken zu besuchen und Bücher, Hörbücher oder auch E-Books auszusuchen.
So lernen die Kinder die Vielfalt von Lesemedien und Themen kennen, entwickeln
eigene Interessen und Vorlieben und integrieren sie in ihre Lebenswelt.
Wenn Kinder nicht lesen wollen – was tun?
Das Lesen sollte niemals erzwungen, die Kinder vielmehr mit interessanten, auch
ungewöhnlichen Angeboten verführt werden, sich freiwillig und gern dem Lesestoff
zuzuwenden. Sinnvoll ist es z.B., auch älteren Kindern Buchanfänge vorzulesen und
mit ihnen darüber zu sprechen, Geschichten „anzulesen“, die so spannend sind,
dass die Kinder sie gern selbst weiterlesen. Dabei können Sachbücher, Zeitschriften
und Comics helfen, die v.a. bei Jungen (bei Mädchen auch Mangas) themenbezogen
Interesse wecken und mit kurzen Texten den Einstieg ermöglichen. Dies kann auch
mit Buchreihen gelingen, wenn ein spannender erster Band die Lust auf mehr zu
entfachen in der Lage ist.
Fernsehen, Computer, Spielkonsole, Smartphone –
sollen Kinder nicht besser gute Bücher lesen?
Elektronische Medien bilden keinen Gegensatz zum Lesen. Kinder müssen lernen,
alle verfügbaren Medien und ihre Inhalte in ihrer Bedeutung einzuordnen und sinn-	
voll zu nutzen. Gerade (Tablet-) PC und Smartphone bilden Ansatzpunkte, denn für
Kinder und Jugendliche sind sie bereits selbstverständliche „Lesemedien“. 	
Wichtig sind die Inhalte, nicht die Präsentationstechnik. Eltern sollten unterschied-	
liche Trägermedien einbeziehen, z.B. nach einer Internetrecherche ein Sachbuch 	
zu einem interessanten Thema anschauen, einen E-Reader mit verschiedenen Ro-	
manen in den Urlaub mitnehmen, aus einem klassischen Bilderbuch vorlesen und
ergänzend dazu eine Bilderbuch-App nutzen usw. Bei älteren Kindern und Jugend-	
lichen tragen ungewöhnliche Lesemedien wie E-Reader, aber auch Zeitschriften
dazu bei, die oft negativen Vorstellungen vom Lesen positiv zu verändern.
Text: Dr. Simone C. Ehmig,
Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen
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Die Familienstudie FIM (Familie, Interak-
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10 Fragen – 10 Antworten
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Lesen ist ein Schlüssel zur Welt. Es weckt Fantasie und eröffnet Horizonte.
Lesen befördert Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit, es regt zum Denken 	
und Fragen an, vermittelt Gesprächsstoff und verbindet Lebenswelten.
Die Fähigkeit, Texte zu erfassen, Zusammenhänge herzustellen und nutzbar
zu machen, ist Voraussetzung dafür, Anforderungen in Schule, Beruf und
Privatleben erfolgreich meistern zu können. Lesen ist in unserer Gesellschaft
aber nicht selbstverständlich: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland sind
funktionale Analphabeten, sie können nicht genügend lesen und schreiben, 	
um im Alltag Texte richtig zu verstehen oder zu verfassen. Nach der PISA-	
Studie haben 18,5 Prozent der 15-Jährigen unzureichende Lesefähigkeiten.
Ihnen fehlt eine wichtige Voraussetzung für Bildung und gesellschaftliche
Teilhabe.
Deshalb ist es wichtig, dass das Lesen möglichst früh zu einem festen und
selbstverständlichen Bestandteil im Alltag von Kindern wird. Dazu können
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Lesen
www.mpfs.de
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
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Reinsburgstr. 27 | 70178 Stuttgart	
Telefon: 0711–66 99 131 | Telefax: 0711–66 99 111	
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  • 1. Alle Themen des Infosets Medienkompetenz: • Frühe Kindheit und Medien • Medien und die Entwicklung des Kindes • Lesen • Kinder und Fernsehen • Gewalt und Fernsehen • Medien und Wirklichkeit • Kulturtechniken und Medien Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) zeigt den Medienumgang der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Die Studienreihe KIM (Kinder + Medien, Computer + Internet) bildet seit 1999 das Mediennutzungsverhalten der 6- bis 13- Jährigen ab. Die Familienstudie FIM (Familie, Interak- tion & Medien) liefert neue Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse über die Mediennutzung im Familienkontext. • Radio & Co. • Computer & Computerspiele • Internet • Online-Kommunikation • Handys, Smartphones, Apps • Werbung Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest Herausgeber Infoset Medienkompetenz 10 Fragen – 10 Antworten Lesen Lesen ist ein Schlüssel zur Welt. Es weckt Fantasie und eröffnet Horizonte. Lesen befördert Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit, es regt zum Denken und Fragen an, vermittelt Gesprächsstoff und verbindet Lebenswelten. Die Fähigkeit, Texte zu erfassen, Zusammenhänge herzustellen und nutzbar zu machen, ist Voraussetzung dafür, Anforderungen in Schule, Beruf und Privatleben erfolgreich meistern zu können. Lesen ist in unserer Gesellschaft aber nicht selbstverständlich: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland sind funktionale Analphabeten, sie können nicht genügend lesen und schreiben, um im Alltag Texte richtig zu verstehen oder zu verfassen. Nach der PISA- Studie haben 18,5 Prozent der 15-Jährigen unzureichende Lesefähigkeiten. Ihnen fehlt eine wichtige Voraussetzung für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb ist es wichtig, dass das Lesen möglichst früh zu einem festen und selbstverständlichen Bestandteil im Alltag von Kindern wird. Dazu können Eltern auf einfache Weise sehr viel beitragen. Lesen www.mpfs.de Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) c/o Landesanstalt für Kommunikation (LFK) Reinsburgstr. 27 | 70178 Stuttgart Telefon: 0711–66 99 131 | Telefax: 0711–66 99 111 info@mpfs.de | www.mpfs.de Leitung: Thomas Rathgeb (LFK) Peter Behrens (LMK) 2. Auflage (2013)
  • 2. Alle Themen des Infosets Medienkompetenz: • Frühe Kindheit und Medien • Medien und die Entwicklung des Kindes • Lesen • Kinder und Fernsehen • Gewalt und Fernsehen • Medien und Wirklichkeit • Kulturtechniken und Medien Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) zeigt den Medienumgang der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Die Studienreihe KIM (Kinder + Medien, Computer + Internet) bildet seit 1999 das Mediennutzungsverhalten der 6- bis 13- Jährigen ab. Die Familienstudie FIM (Familie, Interak- tion & Medien) liefert neue Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse über die Mediennutzung im Familienkontext. • Radio & Co. • Computer & Computerspiele • Internet • Online-Kommunikation • Handys, Smartphones, Apps • Werbung Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest Herausgeber Infoset Medienkompetenz 10 Fragen – 10 Antworten Lesen Lesen ist ein Schlüssel zur Welt. Es weckt Fantasie und eröffnet Horizonte. Lesen befördert Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit, es regt zum Denken und Fragen an, vermittelt Gesprächsstoff und verbindet Lebenswelten. Die Fähigkeit, Texte zu erfassen, Zusammenhänge herzustellen und nutzbar zu machen, ist Voraussetzung dafür, Anforderungen in Schule, Beruf und Privatleben erfolgreich meistern zu können. Lesen ist in unserer Gesellschaft aber nicht selbstverständlich: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland sind funktionale Analphabeten, sie können nicht genügend lesen und schreiben, um im Alltag Texte richtig zu verstehen oder zu verfassen. Nach der PISA- Studie haben 18,5 Prozent der 15-Jährigen unzureichende Lesefähigkeiten. Ihnen fehlt eine wichtige Voraussetzung für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb ist es wichtig, dass das Lesen möglichst früh zu einem festen und selbstverständlichen Bestandteil im Alltag von Kindern wird. Dazu können Eltern auf einfache Weise sehr viel beitragen. Lesen www.mpfs.de Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) c/o Landesanstalt für Kommunikation (LFK) Reinsburgstr. 27 | 70178 Stuttgart Telefon: 0711–66 99 131 | Telefax: 0711–66 99 111 info@mpfs.de | www.mpfs.de Leitung: Thomas Rathgeb (LFK) Peter Behrens (LMK) 2. Auflage (2013)
  • 3. 10 Fragen – 10 Antworten Vorlesen und Erzählen – was bringt das? Vorlesen und Erzählen bilden eine Brücke zum späteren eigenen Lesen. Geschichten regen die Phantasie der Kinder an, bringen sie zum Nachdenken, Fragen und Nach- erzählen. Vorlesen ist ein Dialog zwischen Eltern und Kindern, bei dem Vertrautheit und Nähe, Regelmäßigkeit und eine schöne Atmosphäre wichtig sind. Vorlesen und Erzählen erweitern den Wortschatz und fördern die Sprachfähigkeit der Kinder, wecken Neugierde und Lust, die Welt zu entdecken. Wer Kindern vorliest, trägt nachweislich zu ihrem späteren Schulerfolg bei, weil vielfältige Interessen geweckt werden und Lesen und Schreiben im Unterricht leichter fallen. Meist lesen Mütter vor – warum müssen auch die Väter aktiv werden? Kinder brauchen Lesevorbilder. Sie begegnen ihnen idealerweise zuerst in der Familie. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern regelmäßig vorlesen. Aus Studien wissen wir, dass in den Familien meistens die Mütter vorlesen, nur sehr selten die Väter. Vor allem Jungen brauchen aber nicht nur weibliche Lesevorbilder, denen sie später in Kinder- tagesstätte und Grundschule, im Deutschunterricht, in Bibliotheken und Buchhandlun- gen weitaus häufiger begegnen als männlichen. Zentrale männliche Rollenvorbilder in den Familien sind die Väter. Jungen erleben seltener, dass ihre Väter vorlesen und selbst lesen als ihre Mütter. Mit Vätern schauen Söhne aber häufiger fern, nutzen Com- puter, Spielkonsolen und technisches Spielzeug. Damit werden elektronische Medien klar männlich, das Lesen weiblich besetzt. Dies ist einer der Gründe dafür, dass viele Jungen nicht so gern lesen. Väter können frühzeitig ihre Vorbildfunktion wahrnehmen, indem sie regelmäßig vorlesen und erzählen. Ich habe eine andere Herkunftssprache – in welcher Sprache soll ich meinem Kind vorlesen? Eltern sollten in der Sprache vorlesen, in der sie sich selbst sicher fühlen. Über das Vorlesen und Erzählen bekommen Kinder auch dann einen Zugang zu Geschichten und zum Lesen, wenn es in einer anderen Sprache geschieht als in Deutsch – auch wenn dies später die Leselern-Sprache in der Schule ist. Wichtig ist, in zweisprachigen Fami- lien nicht zwischen den Sprachen hin und her zu springen. Wenn der Vater konsequent eine Sprache spricht und die Mutter eine andere, trennen die Kinder die Sprachen meist deutlich. Und wenn Eltern unsicher im Deutschen sind, können zum Beispiel auch ältere Geschwister vorlesen. Kinder lernen in der Schule lesen – wieso sollen Eltern sich schon vorher um das Lesen kümmern? Dem Lesen begegnen Kinder nicht erst in der Schule. Sie beginnen schon viel früher, eine Beziehung zum Lesen, zu Lesemedien und Geschichten zu entwickeln, vor allem wenn sie in ihrer Umgebung regelmäßig Menschen lesen sehen – z.B. Eltern und Geschwister. Sie machen erste eigene Schritte zum Lesen, sobald sie spielerisch mit Büchern in Berührung kommen, sie betasten, mit sich herumtragen, damit spielen, darin blättern, Bilder betrachten und dazu Geschichten hören. Je früher und selbstver- ständlicher Kinder von Anfang an regelmäßig Lesevorbilder erleben und Leseanreize erhalten, desto besser die Voraussetzungen für die Schule und für das eigene Lesen später in der Freizeit. Spaß am Lesen – ist es nicht wichtiger, dass Kinder zuerst einmal gut lesen lernen? Ein Ergebnis der neuesten PISA-Studie zeigt, dass Freude am Lesen eng mit guten Le- sefähigkeiten zusammenhängt: Je mehr Spaß Kinder an Geschichten, am Vorlesen und Selbstlesen haben, desto besser können sie in der Regel auch lesen. Je besser Kinder es können, desto mehr Freude haben sie daran. Wenn Kinder also erleben, dass Lesen etwas Schönes ist, das Spaß und Freude macht, unterstützt sie das beim Lesenlernen und trägt dazu bei, dass sie sich später in der Schule leichter tun. Unser Kind lernt jetzt selbst lesen – wann mit dem Vorlesen aufhören? Wenn Kinder selbst lesen lernen, sollten Eltern keinesfalls unmittelbar mit dem Vor- lesen aufhören. Ähnlich Fahranfängern sind die Kinder anfangs meist noch zu sehr mit der Lese-Technik beschäftigt, um die Geschichten in allen Facetten mit Spaß wahrneh- men zu können. Das erleben sie als frustrierend und es besteht die Gefahr, dass sie die Lust verlieren. Wenn Eltern weiter vorlesen und mit den Kindern gemeinsam lesen, erleichtern sie ihnen die Übergangsphase. Wenn die Kinder Freude am eigenen Lesen haben und es gut genug beherrschen, werden sie irgendwann ganz von selbst allein lesen wollen. Hörbücher, Lesestifte & Co. – Ersatz für’s (Vor-) Lesen? Hörbücher, Lesestifte oder die Vorlesefunktion von Kinderbuch-Apps für Tablet-PCs und Smartphones sind eine sinnvolle Ergänzung zum Vorlesen und eigenen Lesen der Kinder. Sie können Kinder, denen das Lesen noch schwer fällt, an Bücher heranführen, ihnen schwierige Stellen erleichtern und das Erleben der Geschichten mit Spannung und einer entsprechenden Atmosphäre bereichern. Auch fördern sie die Fähigkeit, gut zuhören, verstehen und das Gehörte umsetzen zu können. Ein Ersatz für das (Vor-) Lesen sind Hörmedien jedoch nicht, da keine echte Kommunikation zustande kommt wie beim Vorlesen und gemeinsamen Lesen. 1 2 3 6 4 5 7 Das Kinderbuch-Angebot ist riesig – wie findet man geeignete Bücher? Damit Kinder Freude am Lesen gewinnen und behalten, sollte sich die Buchaus- wahl vor allem an ihren Interessen und Vorlieben orientieren – weniger an den Vorstellungen der Eltern und Lehrkräfte. Jedes Kind ist und liest anders. Hier kön- nen geschulte Mitarbeiter/innen in Buchhandlungen und Bibliotheken gut beraten. Auch alters- oder themenspezifische Lesetipps (z.B. auf www.stiftunglesen.de) bieten Orientierung; Empfehlungen zu aktuellen Hörspielen finden sich z.B. unter www.ohrenspitzer.de. In Bibliotheken kann man Lesestoff und andere Medien ausleihen. Es ist sinnvoll, mit den Kindern gemeinsam Buchhandlungen oder Bibliotheken zu besuchen und Bücher, Hörbücher oder auch E-Books auszusuchen. So lernen die Kinder die Vielfalt von Lesemedien und Themen kennen, entwickeln eigene Interessen und Vorlieben und integrieren sie in ihre Lebenswelt. Wenn Kinder nicht lesen wollen – was tun? Das Lesen sollte niemals erzwungen, die Kinder vielmehr mit interessanten, auch ungewöhnlichen Angeboten verführt werden, sich freiwillig und gern dem Lesestoff zuzuwenden. Sinnvoll ist es z.B., auch älteren Kindern Buchanfänge vorzulesen und mit ihnen darüber zu sprechen, Geschichten „anzulesen“, die so spannend sind, dass die Kinder sie gern selbst weiterlesen. Dabei können Sachbücher, Zeitschriften und Comics helfen, die v.a. bei Jungen (bei Mädchen auch Mangas) themenbezogen Interesse wecken und mit kurzen Texten den Einstieg ermöglichen. Dies kann auch mit Buchreihen gelingen, wenn ein spannender erster Band die Lust auf mehr zu entfachen in der Lage ist. Fernsehen, Computer, Spielkonsole, Smartphone – sollen Kinder nicht besser gute Bücher lesen? Elektronische Medien bilden keinen Gegensatz zum Lesen. Kinder müssen lernen, alle verfügbaren Medien und ihre Inhalte in ihrer Bedeutung einzuordnen und sinn- voll zu nutzen. Gerade (Tablet-) PC und Smartphone bilden Ansatzpunkte, denn für Kinder und Jugendliche sind sie bereits selbstverständliche „Lesemedien“. Wichtig sind die Inhalte, nicht die Präsentationstechnik. Eltern sollten unterschied- liche Trägermedien einbeziehen, z.B. nach einer Internetrecherche ein Sachbuch zu einem interessanten Thema anschauen, einen E-Reader mit verschiedenen Ro- manen in den Urlaub mitnehmen, aus einem klassischen Bilderbuch vorlesen und ergänzend dazu eine Bilderbuch-App nutzen usw. Bei älteren Kindern und Jugend- lichen tragen ungewöhnliche Lesemedien wie E-Reader, aber auch Zeitschriften dazu bei, die oft negativen Vorstellungen vom Lesen positiv zu verändern. Text: Dr. Simone C. Ehmig, Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen 9 10 8 Lesen
  • 4. 10 Fragen – 10 Antworten Vorlesen und Erzählen – was bringt das? Vorlesen und Erzählen bilden eine Brücke zum späteren eigenen Lesen. Geschichten regen die Phantasie der Kinder an, bringen sie zum Nachdenken, Fragen und Nach- erzählen. Vorlesen ist ein Dialog zwischen Eltern und Kindern, bei dem Vertrautheit und Nähe, Regelmäßigkeit und eine schöne Atmosphäre wichtig sind. Vorlesen und Erzählen erweitern den Wortschatz und fördern die Sprachfähigkeit der Kinder, wecken Neugierde und Lust, die Welt zu entdecken. Wer Kindern vorliest, trägt nachweislich zu ihrem späteren Schulerfolg bei, weil vielfältige Interessen geweckt werden und Lesen und Schreiben im Unterricht leichter fallen. Meist lesen Mütter vor – warum müssen auch die Väter aktiv werden? Kinder brauchen Lesevorbilder. Sie begegnen ihnen idealerweise zuerst in der Familie. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern regelmäßig vorlesen. Aus Studien wissen wir, dass in den Familien meistens die Mütter vorlesen, nur sehr selten die Väter. Vor allem Jungen brauchen aber nicht nur weibliche Lesevorbilder, denen sie später in Kinder- tagesstätte und Grundschule, im Deutschunterricht, in Bibliotheken und Buchhandlun- gen weitaus häufiger begegnen als männlichen. Zentrale männliche Rollenvorbilder in den Familien sind die Väter. Jungen erleben seltener, dass ihre Väter vorlesen und selbst lesen als ihre Mütter. Mit Vätern schauen Söhne aber häufiger fern, nutzen Com- puter, Spielkonsolen und technisches Spielzeug. Damit werden elektronische Medien klar männlich, das Lesen weiblich besetzt. Dies ist einer der Gründe dafür, dass viele Jungen nicht so gern lesen. Väter können frühzeitig ihre Vorbildfunktion wahrnehmen, indem sie regelmäßig vorlesen und erzählen. Ich habe eine andere Herkunftssprache – in welcher Sprache soll ich meinem Kind vorlesen? Eltern sollten in der Sprache vorlesen, in der sie sich selbst sicher fühlen. Über das Vorlesen und Erzählen bekommen Kinder auch dann einen Zugang zu Geschichten und zum Lesen, wenn es in einer anderen Sprache geschieht als in Deutsch – auch wenn dies später die Leselern-Sprache in der Schule ist. Wichtig ist, in zweisprachigen Fami- lien nicht zwischen den Sprachen hin und her zu springen. Wenn der Vater konsequent eine Sprache spricht und die Mutter eine andere, trennen die Kinder die Sprachen meist deutlich. Und wenn Eltern unsicher im Deutschen sind, können zum Beispiel auch ältere Geschwister vorlesen. Kinder lernen in der Schule lesen – wieso sollen Eltern sich schon vorher um das Lesen kümmern? Dem Lesen begegnen Kinder nicht erst in der Schule. Sie beginnen schon viel früher, eine Beziehung zum Lesen, zu Lesemedien und Geschichten zu entwickeln, vor allem wenn sie in ihrer Umgebung regelmäßig Menschen lesen sehen – z.B. Eltern und Geschwister. Sie machen erste eigene Schritte zum Lesen, sobald sie spielerisch mit Büchern in Berührung kommen, sie betasten, mit sich herumtragen, damit spielen, darin blättern, Bilder betrachten und dazu Geschichten hören. Je früher und selbstver- ständlicher Kinder von Anfang an regelmäßig Lesevorbilder erleben und Leseanreize erhalten, desto besser die Voraussetzungen für die Schule und für das eigene Lesen später in der Freizeit. Spaß am Lesen – ist es nicht wichtiger, dass Kinder zuerst einmal gut lesen lernen? Ein Ergebnis der neuesten PISA-Studie zeigt, dass Freude am Lesen eng mit guten Le- sefähigkeiten zusammenhängt: Je mehr Spaß Kinder an Geschichten, am Vorlesen und Selbstlesen haben, desto besser können sie in der Regel auch lesen. Je besser Kinder es können, desto mehr Freude haben sie daran. Wenn Kinder also erleben, dass Lesen etwas Schönes ist, das Spaß und Freude macht, unterstützt sie das beim Lesenlernen und trägt dazu bei, dass sie sich später in der Schule leichter tun. Unser Kind lernt jetzt selbst lesen – wann mit dem Vorlesen aufhören? Wenn Kinder selbst lesen lernen, sollten Eltern keinesfalls unmittelbar mit dem Vor- lesen aufhören. Ähnlich Fahranfängern sind die Kinder anfangs meist noch zu sehr mit der Lese-Technik beschäftigt, um die Geschichten in allen Facetten mit Spaß wahrneh- men zu können. Das erleben sie als frustrierend und es besteht die Gefahr, dass sie die Lust verlieren. Wenn Eltern weiter vorlesen und mit den Kindern gemeinsam lesen, erleichtern sie ihnen die Übergangsphase. Wenn die Kinder Freude am eigenen Lesen haben und es gut genug beherrschen, werden sie irgendwann ganz von selbst allein lesen wollen. Hörbücher, Lesestifte & Co. – Ersatz für’s (Vor-) Lesen? Hörbücher, Lesestifte oder die Vorlesefunktion von Kinderbuch-Apps für Tablet-PCs und Smartphones sind eine sinnvolle Ergänzung zum Vorlesen und eigenen Lesen der Kinder. Sie können Kinder, denen das Lesen noch schwer fällt, an Bücher heranführen, ihnen schwierige Stellen erleichtern und das Erleben der Geschichten mit Spannung und einer entsprechenden Atmosphäre bereichern. Auch fördern sie die Fähigkeit, gut zuhören, verstehen und das Gehörte umsetzen zu können. Ein Ersatz für das (Vor-) Lesen sind Hörmedien jedoch nicht, da keine echte Kommunikation zustande kommt wie beim Vorlesen und gemeinsamen Lesen. 1 2 3 6 4 5 7 Das Kinderbuch-Angebot ist riesig – wie findet man geeignete Bücher? Damit Kinder Freude am Lesen gewinnen und behalten, sollte sich die Buchaus- wahl vor allem an ihren Interessen und Vorlieben orientieren – weniger an den Vorstellungen der Eltern und Lehrkräfte. Jedes Kind ist und liest anders. Hier kön- nen geschulte Mitarbeiter/innen in Buchhandlungen und Bibliotheken gut beraten. Auch alters- oder themenspezifische Lesetipps (z.B. auf www.stiftunglesen.de) bieten Orientierung; Empfehlungen zu aktuellen Hörspielen finden sich z.B. unter www.ohrenspitzer.de. In Bibliotheken kann man Lesestoff und andere Medien ausleihen. Es ist sinnvoll, mit den Kindern gemeinsam Buchhandlungen oder Bibliotheken zu besuchen und Bücher, Hörbücher oder auch E-Books auszusuchen. So lernen die Kinder die Vielfalt von Lesemedien und Themen kennen, entwickeln eigene Interessen und Vorlieben und integrieren sie in ihre Lebenswelt. Wenn Kinder nicht lesen wollen – was tun? Das Lesen sollte niemals erzwungen, die Kinder vielmehr mit interessanten, auch ungewöhnlichen Angeboten verführt werden, sich freiwillig und gern dem Lesestoff zuzuwenden. Sinnvoll ist es z.B., auch älteren Kindern Buchanfänge vorzulesen und mit ihnen darüber zu sprechen, Geschichten „anzulesen“, die so spannend sind, dass die Kinder sie gern selbst weiterlesen. Dabei können Sachbücher, Zeitschriften und Comics helfen, die v.a. bei Jungen (bei Mädchen auch Mangas) themenbezogen Interesse wecken und mit kurzen Texten den Einstieg ermöglichen. Dies kann auch mit Buchreihen gelingen, wenn ein spannender erster Band die Lust auf mehr zu entfachen in der Lage ist. Fernsehen, Computer, Spielkonsole, Smartphone – sollen Kinder nicht besser gute Bücher lesen? Elektronische Medien bilden keinen Gegensatz zum Lesen. Kinder müssen lernen, alle verfügbaren Medien und ihre Inhalte in ihrer Bedeutung einzuordnen und sinn- voll zu nutzen. Gerade (Tablet-) PC und Smartphone bilden Ansatzpunkte, denn für Kinder und Jugendliche sind sie bereits selbstverständliche „Lesemedien“. Wichtig sind die Inhalte, nicht die Präsentationstechnik. Eltern sollten unterschied- liche Trägermedien einbeziehen, z.B. nach einer Internetrecherche ein Sachbuch zu einem interessanten Thema anschauen, einen E-Reader mit verschiedenen Ro- manen in den Urlaub mitnehmen, aus einem klassischen Bilderbuch vorlesen und ergänzend dazu eine Bilderbuch-App nutzen usw. Bei älteren Kindern und Jugend- lichen tragen ungewöhnliche Lesemedien wie E-Reader, aber auch Zeitschriften dazu bei, die oft negativen Vorstellungen vom Lesen positiv zu verändern. Text: Dr. Simone C. Ehmig, Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen 9 10 8 Lesen
  • 5. 10 Fragen – 10 Antworten Vorlesen und Erzählen – was bringt das? Vorlesen und Erzählen bilden eine Brücke zum späteren eigenen Lesen. Geschichten regen die Phantasie der Kinder an, bringen sie zum Nachdenken, Fragen und Nach- erzählen. Vorlesen ist ein Dialog zwischen Eltern und Kindern, bei dem Vertrautheit und Nähe, Regelmäßigkeit und eine schöne Atmosphäre wichtig sind. Vorlesen und Erzählen erweitern den Wortschatz und fördern die Sprachfähigkeit der Kinder, wecken Neugierde und Lust, die Welt zu entdecken. Wer Kindern vorliest, trägt nachweislich zu ihrem späteren Schulerfolg bei, weil vielfältige Interessen geweckt werden und Lesen und Schreiben im Unterricht leichter fallen. Meist lesen Mütter vor – warum müssen auch die Väter aktiv werden? Kinder brauchen Lesevorbilder. Sie begegnen ihnen idealerweise zuerst in der Familie. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern regelmäßig vorlesen. Aus Studien wissen wir, dass in den Familien meistens die Mütter vorlesen, nur sehr selten die Väter. Vor allem Jungen brauchen aber nicht nur weibliche Lesevorbilder, denen sie später in Kinder- tagesstätte und Grundschule, im Deutschunterricht, in Bibliotheken und Buchhandlun- gen weitaus häufiger begegnen als männlichen. Zentrale männliche Rollenvorbilder in den Familien sind die Väter. Jungen erleben seltener, dass ihre Väter vorlesen und selbst lesen als ihre Mütter. Mit Vätern schauen Söhne aber häufiger fern, nutzen Com- puter, Spielkonsolen und technisches Spielzeug. Damit werden elektronische Medien klar männlich, das Lesen weiblich besetzt. Dies ist einer der Gründe dafür, dass viele Jungen nicht so gern lesen. Väter können frühzeitig ihre Vorbildfunktion wahrnehmen, indem sie regelmäßig vorlesen und erzählen. Ich habe eine andere Herkunftssprache – in welcher Sprache soll ich meinem Kind vorlesen? Eltern sollten in der Sprache vorlesen, in der sie sich selbst sicher fühlen. Über das Vorlesen und Erzählen bekommen Kinder auch dann einen Zugang zu Geschichten und zum Lesen, wenn es in einer anderen Sprache geschieht als in Deutsch – auch wenn dies später die Leselern-Sprache in der Schule ist. Wichtig ist, in zweisprachigen Fami- lien nicht zwischen den Sprachen hin und her zu springen. Wenn der Vater konsequent eine Sprache spricht und die Mutter eine andere, trennen die Kinder die Sprachen meist deutlich. Und wenn Eltern unsicher im Deutschen sind, können zum Beispiel auch ältere Geschwister vorlesen. Kinder lernen in der Schule lesen – wieso sollen Eltern sich schon vorher um das Lesen kümmern? Dem Lesen begegnen Kinder nicht erst in der Schule. Sie beginnen schon viel früher, eine Beziehung zum Lesen, zu Lesemedien und Geschichten zu entwickeln, vor allem wenn sie in ihrer Umgebung regelmäßig Menschen lesen sehen – z.B. Eltern und Geschwister. Sie machen erste eigene Schritte zum Lesen, sobald sie spielerisch mit Büchern in Berührung kommen, sie betasten, mit sich herumtragen, damit spielen, darin blättern, Bilder betrachten und dazu Geschichten hören. Je früher und selbstver- ständlicher Kinder von Anfang an regelmäßig Lesevorbilder erleben und Leseanreize erhalten, desto besser die Voraussetzungen für die Schule und für das eigene Lesen später in der Freizeit. Spaß am Lesen – ist es nicht wichtiger, dass Kinder zuerst einmal gut lesen lernen? Ein Ergebnis der neuesten PISA-Studie zeigt, dass Freude am Lesen eng mit guten Le- sefähigkeiten zusammenhängt: Je mehr Spaß Kinder an Geschichten, am Vorlesen und Selbstlesen haben, desto besser können sie in der Regel auch lesen. Je besser Kinder es können, desto mehr Freude haben sie daran. Wenn Kinder also erleben, dass Lesen etwas Schönes ist, das Spaß und Freude macht, unterstützt sie das beim Lesenlernen und trägt dazu bei, dass sie sich später in der Schule leichter tun. Unser Kind lernt jetzt selbst lesen – wann mit dem Vorlesen aufhören? Wenn Kinder selbst lesen lernen, sollten Eltern keinesfalls unmittelbar mit dem Vor- lesen aufhören. Ähnlich Fahranfängern sind die Kinder anfangs meist noch zu sehr mit der Lese-Technik beschäftigt, um die Geschichten in allen Facetten mit Spaß wahrneh- men zu können. Das erleben sie als frustrierend und es besteht die Gefahr, dass sie die Lust verlieren. Wenn Eltern weiter vorlesen und mit den Kindern gemeinsam lesen, erleichtern sie ihnen die Übergangsphase. Wenn die Kinder Freude am eigenen Lesen haben und es gut genug beherrschen, werden sie irgendwann ganz von selbst allein lesen wollen. Hörbücher, Lesestifte & Co. – Ersatz für’s (Vor-) Lesen? Hörbücher, Lesestifte oder die Vorlesefunktion von Kinderbuch-Apps für Tablet-PCs und Smartphones sind eine sinnvolle Ergänzung zum Vorlesen und eigenen Lesen der Kinder. Sie können Kinder, denen das Lesen noch schwer fällt, an Bücher heranführen, ihnen schwierige Stellen erleichtern und das Erleben der Geschichten mit Spannung und einer entsprechenden Atmosphäre bereichern. Auch fördern sie die Fähigkeit, gut zuhören, verstehen und das Gehörte umsetzen zu können. Ein Ersatz für das (Vor-) Lesen sind Hörmedien jedoch nicht, da keine echte Kommunikation zustande kommt wie beim Vorlesen und gemeinsamen Lesen. 1 2 3 6 4 5 7 Das Kinderbuch-Angebot ist riesig – wie findet man geeignete Bücher? Damit Kinder Freude am Lesen gewinnen und behalten, sollte sich die Buchaus- wahl vor allem an ihren Interessen und Vorlieben orientieren – weniger an den Vorstellungen der Eltern und Lehrkräfte. Jedes Kind ist und liest anders. Hier kön- nen geschulte Mitarbeiter/innen in Buchhandlungen und Bibliotheken gut beraten. Auch alters- oder themenspezifische Lesetipps (z.B. auf www.stiftunglesen.de) bieten Orientierung; Empfehlungen zu aktuellen Hörspielen finden sich z.B. unter www.ohrenspitzer.de. In Bibliotheken kann man Lesestoff und andere Medien ausleihen. Es ist sinnvoll, mit den Kindern gemeinsam Buchhandlungen oder Bibliotheken zu besuchen und Bücher, Hörbücher oder auch E-Books auszusuchen. So lernen die Kinder die Vielfalt von Lesemedien und Themen kennen, entwickeln eigene Interessen und Vorlieben und integrieren sie in ihre Lebenswelt. Wenn Kinder nicht lesen wollen – was tun? Das Lesen sollte niemals erzwungen, die Kinder vielmehr mit interessanten, auch ungewöhnlichen Angeboten verführt werden, sich freiwillig und gern dem Lesestoff zuzuwenden. Sinnvoll ist es z.B., auch älteren Kindern Buchanfänge vorzulesen und mit ihnen darüber zu sprechen, Geschichten „anzulesen“, die so spannend sind, dass die Kinder sie gern selbst weiterlesen. Dabei können Sachbücher, Zeitschriften und Comics helfen, die v.a. bei Jungen (bei Mädchen auch Mangas) themenbezogen Interesse wecken und mit kurzen Texten den Einstieg ermöglichen. Dies kann auch mit Buchreihen gelingen, wenn ein spannender erster Band die Lust auf mehr zu entfachen in der Lage ist. Fernsehen, Computer, Spielkonsole, Smartphone – sollen Kinder nicht besser gute Bücher lesen? Elektronische Medien bilden keinen Gegensatz zum Lesen. Kinder müssen lernen, alle verfügbaren Medien und ihre Inhalte in ihrer Bedeutung einzuordnen und sinn- voll zu nutzen. Gerade (Tablet-) PC und Smartphone bilden Ansatzpunkte, denn für Kinder und Jugendliche sind sie bereits selbstverständliche „Lesemedien“. Wichtig sind die Inhalte, nicht die Präsentationstechnik. Eltern sollten unterschied- liche Trägermedien einbeziehen, z.B. nach einer Internetrecherche ein Sachbuch zu einem interessanten Thema anschauen, einen E-Reader mit verschiedenen Ro- manen in den Urlaub mitnehmen, aus einem klassischen Bilderbuch vorlesen und ergänzend dazu eine Bilderbuch-App nutzen usw. Bei älteren Kindern und Jugend- lichen tragen ungewöhnliche Lesemedien wie E-Reader, aber auch Zeitschriften dazu bei, die oft negativen Vorstellungen vom Lesen positiv zu verändern. Text: Dr. Simone C. Ehmig, Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen 9 10 8 Lesen
  • 6. Alle Themen des Infosets Medienkompetenz: • Frühe Kindheit und Medien • Medien und die Entwicklung des Kindes • Lesen • Kinder und Fernsehen • Gewalt und Fernsehen • Medien und Wirklichkeit • Kulturtechniken und Medien Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) zeigt den Medienumgang der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Die Studienreihe KIM (Kinder + Medien, Computer + Internet) bildet seit 1999 das Mediennutzungsverhalten der 6- bis 13- Jährigen ab. Die Familienstudie FIM (Familie, Interak- tion & Medien) liefert neue Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse über die Mediennutzung im Familienkontext. • Radio & Co. • Computer & Computerspiele • Internet • Online-Kommunikation • Handys, Smartphones, Apps • Werbung Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest Herausgeber Infoset Medienkompetenz 10 Fragen – 10 Antworten Lesen Lesen ist ein Schlüssel zur Welt. Es weckt Fantasie und eröffnet Horizonte. Lesen befördert Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit, es regt zum Denken und Fragen an, vermittelt Gesprächsstoff und verbindet Lebenswelten. Die Fähigkeit, Texte zu erfassen, Zusammenhänge herzustellen und nutzbar zu machen, ist Voraussetzung dafür, Anforderungen in Schule, Beruf und Privatleben erfolgreich meistern zu können. Lesen ist in unserer Gesellschaft aber nicht selbstverständlich: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland sind funktionale Analphabeten, sie können nicht genügend lesen und schreiben, um im Alltag Texte richtig zu verstehen oder zu verfassen. Nach der PISA- Studie haben 18,5 Prozent der 15-Jährigen unzureichende Lesefähigkeiten. Ihnen fehlt eine wichtige Voraussetzung für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb ist es wichtig, dass das Lesen möglichst früh zu einem festen und selbstverständlichen Bestandteil im Alltag von Kindern wird. Dazu können Eltern auf einfache Weise sehr viel beitragen. Lesen www.mpfs.de Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) c/o Landesanstalt für Kommunikation (LFK) Reinsburgstr. 27 | 70178 Stuttgart Telefon: 0711–66 99 131 | Telefax: 0711–66 99 111 info@mpfs.de | www.mpfs.de Leitung: Thomas Rathgeb (LFK) Peter Behrens (LMK) 2. Auflage (2013)