Mediation
Inhaltsübersicht: Definition: Mediation Geschichte Vorteile  Einsatzbereiche Durchführung Dauer  Erfolg?!
Definition: Mediation Kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Vermittlung“ Form der Streitschlichtung außerhalb des Rechtsystems Mediator = neutraler dritter (dritte Säule), der die Verhandlung nach strukturiertem Ablauf leitet aber nicht entscheidet, das tun die Parteien
Geschichte Grundgedanke so alt wie die menschliche Zivilisation Antike, Bibel (bei Matthäus,..) findet man Hinweise In China, Japan, afrikanischen und lateinamerikanischen Stammesgesellschaften - Techniken ebenso lange Tradition Durch Verrechtlichung in den Hintergrund gerückt Seit 80er Jahre in Dt Letzte 10 Jahre viele Forschungen, Praxisanwendungen - in vielen Ländern enormer Aufschwung Entwicklung von Ausbildungen, Lehrplänen und Methoden
Vorteile Zeit- und Kostenersparung Hohe Erfolgsquote, qualitativ bessere Erfolge Gibt keinen Verlierer Lösung, mit der alle zufrieden vertraulich  Gesicht wird gewahrt  lösungs- und zukunftsorientiert  freiwillig  Zusammenarbeit ist wieder möglich  Der Fokus wird auf die Menschen und ihre Bedürfnisse gelenkt und nicht auf das Recht Emotionen werden berücksichtigt, nicht nur Fakten Externer Dritter vermittelt, urteilt nicht Die Konfliktparteien übernehmen die Eigenverantwortung und entscheiden selber welche Lösung für sie passt  Die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien wird gefördert und die Einsicht in die Denkweise der Gegenparteien wird angestrebt.
Einsatzbereiche Politik > Verfeindete Staaten, Völkergruppen Wirtschaft, Arbeitswelt > Konflikte im Unternehmen > Streit mit Arbeitgeber/nehmer > Vermittlung zw. Unternehmern, Zuliefern, Verbrauchern Schule > Schüler- Schüler > Schüler- Lehrer Familienrecht > Trennung, Scheidung > Sorgerecht nach neuem Kindschafsrecht Rechtspflege > Täter / Opferausgleich > Miet- / Baukonflikte > Erbschaften, Nachbarschaftskonflikt
Durchführung Sechs Phasen Methoden: Reflexion  Verträge schließen Notizen Fragtechniken Zusammenfassung Ich-Botschaften
Durchführung 1. Phase: Vorbereitung Eröffnung von Mediationsmöglichkeit Parteien zusammenstellen Treffen vereinbaren Ziele klären Rechtsbelehrung Regeln festlegen Über Rahmenbedingungen aufklären Vertrag abschließen Überblick verschaffen Erste Analyse des Konflikstandes Ziel: Grundlage für Kooperation schaffen
Durchführung 2. Phase: Problem erfassen & analysieren Sichtweisen und Positionen der Teilnehmer klären Transparenz schaffen Probleme analysieren Erhoffte Gewinne und Planungen offen legen Respekt und Vertrauen schaffen Ziel: Standpunkte herausfinden, Anerkennung
Durchführung 3. Phase: Analyse des Konflikts Interessen und Bedürfnisse erarbeiten Tiefenstrukturen herausfinden Bedingungen des Konflikts aufdecken Ziel: Aufdecken des eigentlichen Problems
Durchführung 4. Phase: Bearbeitung des Konflikts Anliegen bewusst machen Reflexion der Anliegen Sammlung von Ideen Neue Optionen entdecken Bewertung der Lösungsoptionen Erweiterung des Verhandlungsspielraums Ziel: Lösungsansätze finden
Durchführung 5. Phase: Vereinbarung Vorschläge auf Grundlage der Interessen bewerten Interessenvermittlung, -ausgleich Machbarkeit prüfen (innerlich) Lösung auswählen Kontrolle festlegen Einigung vertraglich sichern Ziel: Lösung finden
Durchführung 6. Phase: Umsetzung Umsetzung klären Machbarkeit prüfen (äußerlich) Umsetzung kontrollieren Nachverhandlungen Ziel: Langfristig kooperative Beziehung
Dauer Einige Tage Vorbereitungszeit für Mediator Eine normale Sitzung: 1,5 – 2 Stunden Durchschnittlich: 3 – 12 Sitzungen Beispiele: Scheidung: 4 – 10 Sitzungen Familie: ca. 6 Sitzungen Betrieb (zwischen zwei): 1 – 3 Sitzungen ( a 6 Stunden) Betrieb (intern): mehrer Sitzungen
Erfolg?! Voraussetzung: Rahmenbedingungen und Faktoren müssen bekannt sein Jeder Fall ist anders, muss für sich betrachtet werden Teilweise erfolgreich, wenn wenigstens Verhandlungen und Gespräche zw. den Parteien entstanden Mediation begrenzt, wenn lediglich Waffenstillstand oder Waffenruhe Kein Erfolg, wenn Mediator kein Einfluss auf Parteien hatte
Positive  Eigenschaften eines Mediarors im Hinblick auf die Erfolgschancen sind: Intelligenz, Ausstrahlung, Energie, Geduld, Sinn für Humor Überzeugungskraft hinsichtlich konstruktiven Lösungen die für alle Parteien am sinnvollsten erscheint als keine oder eine militärische Einbringen von Ressourcen und besonderer Fähigkeiten

Mediation

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    Inhaltsübersicht: Definition: MediationGeschichte Vorteile Einsatzbereiche Durchführung Dauer Erfolg?!
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    Definition: Mediation Kommtaus dem Lateinischen und bedeutet „Vermittlung“ Form der Streitschlichtung außerhalb des Rechtsystems Mediator = neutraler dritter (dritte Säule), der die Verhandlung nach strukturiertem Ablauf leitet aber nicht entscheidet, das tun die Parteien
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    Geschichte Grundgedanke soalt wie die menschliche Zivilisation Antike, Bibel (bei Matthäus,..) findet man Hinweise In China, Japan, afrikanischen und lateinamerikanischen Stammesgesellschaften - Techniken ebenso lange Tradition Durch Verrechtlichung in den Hintergrund gerückt Seit 80er Jahre in Dt Letzte 10 Jahre viele Forschungen, Praxisanwendungen - in vielen Ländern enormer Aufschwung Entwicklung von Ausbildungen, Lehrplänen und Methoden
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    Vorteile Zeit- undKostenersparung Hohe Erfolgsquote, qualitativ bessere Erfolge Gibt keinen Verlierer Lösung, mit der alle zufrieden vertraulich Gesicht wird gewahrt lösungs- und zukunftsorientiert freiwillig Zusammenarbeit ist wieder möglich Der Fokus wird auf die Menschen und ihre Bedürfnisse gelenkt und nicht auf das Recht Emotionen werden berücksichtigt, nicht nur Fakten Externer Dritter vermittelt, urteilt nicht Die Konfliktparteien übernehmen die Eigenverantwortung und entscheiden selber welche Lösung für sie passt Die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien wird gefördert und die Einsicht in die Denkweise der Gegenparteien wird angestrebt.
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    Einsatzbereiche Politik >Verfeindete Staaten, Völkergruppen Wirtschaft, Arbeitswelt > Konflikte im Unternehmen > Streit mit Arbeitgeber/nehmer > Vermittlung zw. Unternehmern, Zuliefern, Verbrauchern Schule > Schüler- Schüler > Schüler- Lehrer Familienrecht > Trennung, Scheidung > Sorgerecht nach neuem Kindschafsrecht Rechtspflege > Täter / Opferausgleich > Miet- / Baukonflikte > Erbschaften, Nachbarschaftskonflikt
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    Durchführung Sechs PhasenMethoden: Reflexion Verträge schließen Notizen Fragtechniken Zusammenfassung Ich-Botschaften
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    Durchführung 1. Phase:Vorbereitung Eröffnung von Mediationsmöglichkeit Parteien zusammenstellen Treffen vereinbaren Ziele klären Rechtsbelehrung Regeln festlegen Über Rahmenbedingungen aufklären Vertrag abschließen Überblick verschaffen Erste Analyse des Konflikstandes Ziel: Grundlage für Kooperation schaffen
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    Durchführung 2. Phase:Problem erfassen & analysieren Sichtweisen und Positionen der Teilnehmer klären Transparenz schaffen Probleme analysieren Erhoffte Gewinne und Planungen offen legen Respekt und Vertrauen schaffen Ziel: Standpunkte herausfinden, Anerkennung
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    Durchführung 3. Phase:Analyse des Konflikts Interessen und Bedürfnisse erarbeiten Tiefenstrukturen herausfinden Bedingungen des Konflikts aufdecken Ziel: Aufdecken des eigentlichen Problems
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    Durchführung 4. Phase:Bearbeitung des Konflikts Anliegen bewusst machen Reflexion der Anliegen Sammlung von Ideen Neue Optionen entdecken Bewertung der Lösungsoptionen Erweiterung des Verhandlungsspielraums Ziel: Lösungsansätze finden
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    Durchführung 5. Phase:Vereinbarung Vorschläge auf Grundlage der Interessen bewerten Interessenvermittlung, -ausgleich Machbarkeit prüfen (innerlich) Lösung auswählen Kontrolle festlegen Einigung vertraglich sichern Ziel: Lösung finden
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    Durchführung 6. Phase:Umsetzung Umsetzung klären Machbarkeit prüfen (äußerlich) Umsetzung kontrollieren Nachverhandlungen Ziel: Langfristig kooperative Beziehung
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    Dauer Einige TageVorbereitungszeit für Mediator Eine normale Sitzung: 1,5 – 2 Stunden Durchschnittlich: 3 – 12 Sitzungen Beispiele: Scheidung: 4 – 10 Sitzungen Familie: ca. 6 Sitzungen Betrieb (zwischen zwei): 1 – 3 Sitzungen ( a 6 Stunden) Betrieb (intern): mehrer Sitzungen
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    Erfolg?! Voraussetzung: Rahmenbedingungenund Faktoren müssen bekannt sein Jeder Fall ist anders, muss für sich betrachtet werden Teilweise erfolgreich, wenn wenigstens Verhandlungen und Gespräche zw. den Parteien entstanden Mediation begrenzt, wenn lediglich Waffenstillstand oder Waffenruhe Kein Erfolg, wenn Mediator kein Einfluss auf Parteien hatte
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    Positive Eigenschafteneines Mediarors im Hinblick auf die Erfolgschancen sind: Intelligenz, Ausstrahlung, Energie, Geduld, Sinn für Humor Überzeugungskraft hinsichtlich konstruktiven Lösungen die für alle Parteien am sinnvollsten erscheint als keine oder eine militärische Einbringen von Ressourcen und besonderer Fähigkeiten