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Innovation
Innovation und Controlling –
     ein Widerspruch?




           © Herwig Friedag 2012   1
Herwig R. Friedag
Jahrgang 1950, Dipl. Volkswirt, Dr. rer.pol.




                                                             Dr. Herwig R. Friedag
                                                                       Friedag Consult
                                                       Beskidenstr. 33, D 14129 Berlin
                                                             Fon +49 30 80 40 40 00
                                                             Fax +49 30 80 40 40 01
                                                                consult @ friedag.com
                                                                      www.friedag.com

                               © Herwig Friedag 2012                                     2
Herwig R. Friedag
Jahrgang 1950, Dipl. Volkswirt, Dr. rer.pol.
selbständiger Berater mit den Schwerpunkten:
 Einführung Balanced Scorecard in Unternehmen
 praxisnahe Workshops zur Balanced Scorecard

Internationaler Controller Verein eV
 Leiter des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit
 Mitveranstalter Controlling Innovation Berlin /
    Controller Nachwuchspreis

                                                             Dr. Herwig R. Friedag
                                                                       Friedag Consult
                                                       Beskidenstr. 33, D 14129 Berlin
                                                             Fon +49 30 80 40 40 00
                                                             Fax +49 30 80 40 40 01
                                                                consult @ friedag.com
                                                                      www.friedag.com

                               © Herwig Friedag 2012                                     3
Controller Nachwuchspreis
2006
1. Preis, dotiert mit 2.250 EUR:
Peter Schentler,
„Beyond Budgeting - Voraussetzungen
und Konzeption für die Implementierung“
2008
3. Preis, dotiert mit 600 EUR:
Sabine Kohlmaier,
„Entwicklung eines Konzeptgenerators zur
Einführung von Controllinginstrumenten“
2010
3. Preis, dotiert mit 600 EUR:
Martin Petschnig,
„Controlling der Kundenintegration -
Erstellung eines Controlling-Konzeptes im
Rahmen von Mass Customization und
Open Innovation“
                             © Herwig Friedag 2012   4
Herwig R. Friedag
Jahrgang 1950, Dipl. Volkswirt, Dr. rer.pol.
selbständiger Berater mit den Schwerpunkten:
 Einführung Balanced Scorecard in Unternehmen
 praxisnahe Workshops zur Balanced Scorecard

Internationaler Controller Verein eV
 Leiter des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit
 Mitveranstalter CIB / Controller Nachwuchspreis
Lehrbeauftragter Humboldt Universität zu Berlin und
                                                             Dr. Herwig R. Friedag
   Donau Universität Krems                                             Friedag Consult
                                                       Beskidenstr. 33, D 14129 Berlin
                                                             Fon +49 30 80 40 40 00
                                                             Fax +49 30 80 40 40 01
Hobbies: Neues entdecken, Reisen, Wandern,                      consult @ friedag.com
                                                                      www.friedag.com
  Fahrradtouren, Volleyball, Segeln
                               © Herwig Friedag 2012                                     5
Veröffentlichungen




                                                     2003

                                                            2004
1999,
  2000,               2001
   2002




                      2009

 2000, 2002, 2004       2002, 2003, 2005,
                        2011


Gesamtauflage > 75.000 Exemplare                              in
CZ, D, FIN, PL, RUS          © Herwig Friedag 2012          2005
„Das Ziel ... einer Unternehmung ...
             sollte niemals sein,
             sollte niemals sein,
         reich zu werden, sondern
          reich zu werden, sondern
      etwas auf den Markt zu bringen,
      etwas auf den Markt zu bringen,
              woran man glaubt
              woran man glaubt
                                      und
                                       und
               ein Unternehmen zu schaffen,
               ein Unternehmen zu schaffen,
                das von Dauer sein würde.“11
                 das von Dauer sein würde.“
   Vision – ein begeisterndes Ziel
   Neues – Grenzen überschreitend  Innovationen
   Kultur – Menschen integrierend        Unternehmenskultur
   Schnelligkeit – wenig, dafür richtig  Controlling
       1
           1   in: Isaacson, W: Steve Jobs, München 2011, S. 102
                in: Isaacson, W: Steve Jobs, München 2011, S. 102
                                    © Herwig Friedag 2012           7
Agenda
Management und Controlling von Innovation
  1   Was ist Innovation
  2   Unternehmenskultur als Basis von Innovationen
  3   Wie schaffen wir Innovationen
  4   Innovations-Controlling
  5   Zusammenfassung




                           © Herwig Friedag 2012      8
pdf-Download des Vortrags: www.friedag.com




                  © Herwig Friedag 2012      9
Agenda
Management und Controlling von Innovation
  1   Was ist Innovation
  2   Unternehmenskultur als Basis von Innovationen
  3   Wie schaffen wir Innovationen
  4   Innovations-Controlling
  5   Zusammenfassung




                           © Herwig Friedag 2012      10
1. Was ist Innovation

Innovation
Innovation ist eine technischen oder organisatorischen Neuerung:
neue Produkte,
neue Märkte,
neue Verfahren,
neue Vorgehensweisen,
neue Prozesse,
neue Vertriebswege,
neue Werbeaussagen und vieles mehr.


 Bei einer Innovation geht es grundsätzlich um etwas "Neues„
 Diese Neuartigkeit muss wahrgenommen, muss bewusst werden.
 Diese Verknüpfung muss sich auf dem Markt oder innerbetrieblich
      (wirtschaftlich) bewähren.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Innovation   © Herwig Friedag 2012   11
1. Was ist Innovation

Invention – Erneuerung – Innovation




                         Invention
                            Beobachten
                            „Spinnen“
                            Testen
                            Entwickeln


          Erneuerung        Märkte               Innovation
                        (extern / intern)




                         © Herwig Friedag 2012                12
1. Was ist Innovation

Invention
 Hervorbringen von Ideen zur Weiterentwicklung                   Invention
  bestehender Lösungen als auch für bisher                        Beobachten
  unbekannte Lösungen                                         
                                                              
                                                                   „Spinnen“
                                                                   Testen
 Verbesserung bestehender und Schaffung                          Entwickeln

  neuartiger Kombinationen von Produktionsfaktoren

 Inventionen schaffen die Grundlagen für Erneuerung und Innovation

 Inventionen können sehr schnell Anwendung finden, wenn „ihre Zeit
  gekommen ist“  Kodak: Maus, Windows, Laserdrucker etc.
 Invention ohne Schaffung marktfähiger Anwendungen ist nicht wirtschaftlich




                                © Herwig Friedag 2012
Beispiele für (teils nicht) erfolgreiche Inventionen
   Helikopter von da Vinci
   Transrapid
   Fax
   See-Container




                              © Herwig Friedag 2012    15
1. Was ist Innovation

Erneuerung
Es geht hier um den Austausch oder das Auswechseln von Produkten /
Leistungen, beispielsweise ein neues Automodell, dass auf den Markt
gebracht wird.
planmäßige Weiterentwicklung bestehender Lösungen,
häufig als kontinuierlicher Verbesserungsprozess über ein
betriebliches (bzw. überbetriebliches) Vorschlagswesen


 Erneuerung dient der für die Kunden spürbaren Regeneration bestehender
  Sortimente und Technologien sowie vorhandener Organisations- und
  Führungsprozesse
 Erneuerung stärkt die bestehenden Strukturen und Prozesse

 Erneuerung erfordert Freiräume für zielgerichtete Verbesserungen

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1. Was ist Innovation

Beispiele für Erneuerung
   ICE 3
   Minicontainer
   Joghurt mit der Ecke
   Plattform-Strategie bei VW
   …




                                 © Herwig Friedag 2012   17
1. Was ist Innovation

Innovation
Bewusst entscheidende Wettbewerbsvorteile erlangen, die aus Sicht
entscheidender Kunden (Stakeholdern) bei
entscheidenden Kunden- (Stakeholdern)-Bedürfnissen einen
entscheidenden Vorteil bringen.

Innovation führt zu
 einer kurzfristigen Monopolstellung und damit zu
 geldwerten Vorteilen (Pionierrente)




                             © Herwig Friedag 2012                  18
1. Was ist Innovation

Beispiele für Innovation
   Walkman
   Nespresso
   i-phone
   Pack-Stationen
   bofrost*




                        © Herwig Friedag 2012   19
1. Was ist Innovation

Warum Innovation
Die wirtschaftliche Leistung und der Wohlstand eines Landes fußen in
hohem Maße auf Wissen und Kompetenzen. Für Wachstum und
Innovation benötigen wir wissenschaftliche Durchbrüche, die in
wirtschaftliche Leistungskraft verwandelt werden.

Quelle: www.bmbf.de




                             © Herwig Friedag 2012                     20
„Nicht mit Erfindungen, sondern mit
   „Nicht mit Erfindungen, sondern mit
Erneuerungen macht man ein Vermögen."
Erneuerungen macht man ein Vermögen."
              ___________________
               ___________________
                  Henry Ford
                   Henry Ford




               © Herwig Friedag 2012
1. Was ist Innovation

Wirkung von Erneuerung / Innovation 1




1
    aus: Kim / Mauborgne: der blaue Ozean, Hanser, S. 7
                                                 © Herwig Friedag 2012
1. Was ist Innovation

Warum Innovation




Quelle: Gleich et al.: Innovations-Controlling, 2011, S.
32
                                                  © Herwig Friedag 2012   23
„If You always do what You always did,
 „If You always do what You always did,
You will always get what You always got."
You will always get what You always got."
               ___________________
                ___________________
                   Henry Ford
                    Henry Ford




                © Herwig Friedag 2012
Agenda
Management und Controlling von Innovation
  1   Was ist Innovation
  2   Unternehmenskultur als Basis von Innovationen
  3   Wie schaffen wir Innovationen
  4   Innovations-Controlling
  5   Zusammenfassung




                         © Herwig Friedag 2012        25
2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen

Was ist Unternehmenskultur?
Unternehmenskultur ist ein Begriff der Organisationstheorie und
beschreibt die Entstehung, Entwicklung und den Einfluss kultureller
Aspekte innerhalb von Organisationen.

Quelle: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Organisationskultur)



                 Kultur ist die Summe der Selbstverständlichkeiten.
Die Unternehmenskultur steht in einem engen Zusammenhang mit
den innerbetrieblichen Strukturen und hat zentrale Auswirkungen
auf die Innovationsbereitschaft und Innovationsfähigkeit sowie
die Risiko- und Experimentierfreudigkeit von Individuen,
organisatorischen Einheiten und somit auf die Gesamtorganisation.

Quelle: Schein, Edgar: Unternehmenskultur, Frankfurt/Main, New York, 1995



                                                    © Herwig Friedag 2012   26
2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen

Rahmenbedingungen für Kreativität und
Innovationen im Unternehmen
Wichtigster Faktor ist ein positives Menschenbild:

Wir haben den Menschen gegenüber eine grundsätzlich positive,
aufgeschlossene Einstellung.
Wir haben Verständnis für die Individualität der Mitarbeiter
Wir akzeptieren die Unterschiedlichkeit der Menschen
Wir haben die Bereitschaft, Konflikte aktiv und moderativ zu lösen
Wir sorgen für eine angemessene Förderung und Forderung
Wir vertrauenden den Einschätzungen der Mitarbeiter in Sachfragen
Wir haben Vertrauen in Leistungsfähigkeit und –bereitschaft

Wir wertschätzen unsere Mitarbeiter



                              © Herwig Friedag 2012                   27
2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen

Innovationsförderliche „gute Führung“
Eine gemeinsam erarbeitete / getragene Unternehmens-Vision
Gelebte Werte
Wir-Denken (Teamgeist)
Emotionale Intelligenz (Empathie, soziale Kompetenz)




                            © Herwig Friedag 2012             28
2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen

Innovationsförderliche „gute Führung“
Graz, „Denkstein“ auf dem Karmeliterplatz




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2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen

Innovationsförderliche „gute Führung“
Wir brauchen Führung
 Führungskräfte setzen wesentliche Rahmenbedingungen für das
  Handeln ihrer Mitarbeiter
 Führungskräfte sind zentrale Kulturträger als auch Kulturgestalter
 Eine innovationsförderliche Unternehmenskultur entsteht durch einen
  kooperativen und partizipativen (transformationalen 1)
  Führungsstil.

Das Verhalten von Vorgesetzten signalisiert, welche Werte,
Einstellungen und Verhaltensweisen als angemessen gelten.


1
    Heidbrink/Jenewein: High-Performance-Organisationen, Stuttgart 2011




                                                  © Herwig Friedag 2012   30
2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen

Weitere innovationsförderliche Aspekte
   Zusammensetzung der Mitarbeiter / der Teams
   Kompetenzentwicklung im Unternehmen
   Anerkennung
   Mitbestimmung und Beteiligung
   Fehlerkultur
   Freiraum




                             © Herwig Friedag 2012   31
„Es gibt nichts ... Außer man ...“
„Es gibt nichts ... Außer man ...“
            ___________________
             ___________________


                    xxx
                     xxx




             © Herwig Friedag 2012
Agenda
Management und Controlling von Innovation
  1   Was ist Innovation
  2   Unternehmenskultur als Basis von Innovationen
  3   Wie schaffen wir Innovationen
  4   Innovations-Controlling
  5   Zusammenfassung




                         © Herwig Friedag 2012        33
3. Wie schaffen wir Innovationen

Innovationsförderliche Unternehmenskultur
Menschen handeln innovativ, wenn sie es können, wollen und dürfen –
wenn Fähigkeiten, Motivation, Kommunikation, Beteiligungsmöglich-
keiten und Freiräume stimmen 1.
„Gute“ Führung, Ideen zur Umsetzung:
Ziele und Visionen des Unternehmens sollten vorhanden sein, besser:
gemeinsam erarbeitet und kommuniziert werden
    Die Vision als Bild von unserer Zukunft, für das wir uns und dann
      auch Mitarbeiter begeistern können:
       Visionen bringen Klarheit und Richtung in das Handeln und
        Denken
       wir wissen, in welche Richtung wir unser Unternehmen
        entwickeln
       wir wissen, was wir anstreben, wofür wir etwas tun und wollen.

Übereinstimmung zwischen Verantwortung und Kompetenz herstellen
1Abel, R.; Bass, H. et.al.: kleine und mittelgroße Unternehmen im globalen Innovationswettbewerb, S. 2
                                                               © Herwig Friedag 2012                     34
3. Wie schaffen wir Innovationen

Innovationsförderliche Unternehmenskultur
Ideen zur Umsetzung „guter“ Führung:
Controlling statt Kontrolle
Weitergabe von Verantwortung, Loslassen von Kontrolle
allen Mitarbeitern die Sinnhaftigkeit des TUNS und Leidenschaft für
das TUN vermitteln  Visionen vermitteln
viele beteiligen Mitarbeiter mitnehmen, am Arbeitsplatz "besuchen"
offene Diskussionskultur über mehrere Hierarchieebenen leben
Bereitschaft schaffen, unnötiges TUN zu eliminieren
Konflikte aufdecken und lösen
Vorleben



                              © Herwig Friedag 2012                    35
3. Wie schaffen wir Innovationen

innovationsförderliche Unternehmenskultur
Weitere Ideen zur Umsetzung „guter“ Führung:

Weiterbildung des Managements / der Mitarbeiter
Job-Rotation
Verantwortung delegieren
Organisation Richtung Teams umbauen
 "Ab-teilungs"-Grenzen abbauen
Ideenbörsen (Bewertungsverfahren für Ideen)
 Ideenhandel zur Ideenumsetzung 1
Zeit geben
       Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
                                                        Albert Einstein

1
    http://www.inknowaction.com/blog/?p=923©   Herwig Friedag 2012        36
3. Wie schaffen wir Innovationen

Innovationsförderliche Unternehmenskultur
Ideen zur Anerkennung für Mut zu Veränderungen:

Weiterbildung des Managements
Teamprämien (Geld, Incentives)
    Die Höhe der Teamentlohnung wirkt positiv, die Höhe der
      Einzelleistungsentlohnung dagegen negativ direkte
      Beeinflussbarkeit der Innovations-Kultur durch Anreizsysteme.
     Das materielle Anreizsystem hat einen direkten, positiven
      Effekt auf die Effektivität (die richtigen Dinge tun),
      das immaterielle Anreizsystem auf die Effizienz (die Dinge
      richtig tun) des Projektes.
öffentliches Team-"Lob"
Aufstiegschancen
Verantwortungsübergabe
                             © Herwig Friedag 2012                    37
Zum Thema Unternehmenskultur
52% der Deutschen haben mit Ihrem Arbeitgeber abgeschlossen.
Auf die Frage in einer repräsentativen Studie, ob sie vermutlich auch im
nächsten Jahr noch bei ihrem jetzigen Unternehmen beschäftigt sein
werden, antworteten sie:
"Auf keinen Fall - Sobald ich einen anderen Job finden kann, werde ich
das Unternehmen verlassen!"

Quelle: Financial Times Deutschland, 02.06.2004, S. 2




                                                 © Herwig Friedag 2012
3. Wie schaffen wir Innovationen

Fehlerkultur als Teil der Unternehmenskultur
 Fehler „als Chance zu lernen“ sehen –
  das Ziel der Fehlerkultur ist innovatives Lernen

Fehlerkultur hat maßgeblichen und direkten Einfluss auf das Innovations-
   potenzial sowie die Wettbewerbsfähigkeit einer Unternehmens.
   Produktive Fehlerstrategien sind ein zentraler Wettbewerbsfaktor,
   denn die Art und Weise, wie Fehler betrachtet und bewertet werden
   und wie mit Fehlern im Alltag umgegangen wird, wirkt zentral auf die
   Leistungsfähigkeit des Unternehmens.
 Wer Fehler regelmäßig aufarbeitet, verhindert ihre Wiederholung. Die
   wertvollsten Lektionen sind die, die unmittelbar nach einem Fehler ein
   Selbstlernen initiieren, damit zumindest derselbe Fehler nicht noch
   einmal passiert.
 kein Fehler ist der größte Fehler

                              © Herwig Friedag 2012                         39
3. Wie schaffen wir Innovationen

Fehlerkultur als Teil der Unternehmenskultur
Tipps
Erkennen Sie in Fehlern das Positive, das Sie weiterbringen kann und
Veränderungen auslöst
Haben Sie keine Angst davor, Fehler zu machen, sondern gehen Sie
ruhig das Risiko ein




                             © Herwig Friedag 2012                      40
3. Wie schaffen wir Innovationen

Fehlerkultur als Teil der Unternehmenskultur
Fehler / Risiko oder Leichtsinn ? Costa Concordia ...




                              © Herwig Friedag 2012     41
3. Wie schaffen wir Innovationen

Fehlerkultur als Teil der Unternehmenskultur
Tipps
Erkennen Sie in Fehlern das Positive, das Sie weiterbringen kann und
Veränderungen auslöst
Haben Sie keine Angst davor, Fehler zu machen, sondern gehen Sie
ruhig das Risiko ein
Versuchen Sie nicht, alles perfekt zu machen
Stehen Sie zu Ihren Fehlern und seien Sie um schnelle
Schadensbegrenzung bemüht
Ist etwas schief gegangen, suchen Sie Lösungen statt Schuldige.
Lernen Sie aus Fehlern durch Analyse dessen, was zu dem Fehler
geführt hat – und kommunizieren Sie diese Erfahrung
Honorieren Sie Fehlerhinweise und -eingeständnisse, besonders wenn
dadurch weitergehende Schäden vermieden werden können
...
Und: Legen Sie – wenige – Bereiche fest, in denen absolut keine Fehler
gemacht werden dürfen (z.B. Luftfahrt, Bahnstrecken etc.)
                             © Herwig Friedag 2012                        42
3. Wie schaffen wir Innovationen

                                                     Innovations-
                                                     förderliche
                                                     Unternehmens-
                                                     kultur ?
                                                      mutig genug, um
                                                       anders zu denken
                                                      verwegen genug, um
                                                       zu glauben, er könne
                                                       die Welt verändern
                                                      talentiert genug, es
                                                       tatsächlich zu tun

                                                       Barack Obama




                               Steve Jobs
                             © Herwig Friedag 2012                            43
3. Wie schaffen wir Innovationen

Überspringen innovationshinderlicher
Unternehmenskulturen
Aufbau zumindest „unabhängiger“ oder sogar externer Strukturen

Feste „freie Zeiten“ / Zeitbudget für Mitarbeiter
„Denkwochen“ oder Zeit für „cultural clash“ um richtig neue Ideen zu
generieren
Selbständige Entwicklungseinheiten (Inkubator-Modell)
Crowdsourcing – Nutzen Sie das Wissen vieler
Nutzen extern gewonnener innovativer Ideen über Corporate Venture-
Capital Gesellschaften (CVC)
Innovations-Kooperation mit Universitäten, Lieferanten etc.



                              © Herwig Friedag 2012                     44
3. Wie schaffen wir Innovationen

Zusätzlicher Aspekt: beobachten – „Spinnen“
„ziellos“ die Umwelt beobachten, um Anregungen für Ideen zu
erlangen
Scouting: Jugendclubs/Szenetreffs besuchen
Messebesuche
Ausstellungsbesuche
Technologie-Szene beobachten
Ideenwettbewerbe für neuartige Lösungen (auch unter Einbeziehung
bisher "artfremder" Ansätze => z.B. Organisationsformen in anderen
Branchen, Kooperations-Lösungen z.B. von Hochleistungsteams im Sport,
bei der Feuerwehr o.ä.)




                             © Herwig Friedag 2012                      45
„... Neue Ideen sind immer nur ein Teil der
„... Neue Ideen sind immer nur ein Teil der
                Gleichung.
                Gleichung.
   Die Umsetzung ist genauso wichtig.“ 11
   Die Umsetzung ist genauso wichtig.“
                              ___________________
                               ___________________




1
    in: Isaacson, W: Steve Jobs, München 2011, S. 125
    1
     in: Isaacson, W: Steve Jobs, München 2011, S. 125
                               © Herwig Friedag 2012     Herwig Friedag 2012
Agenda
Management und Controlling von Innovation
  1   Was ist Innovation
  2   Unternehmenskultur als Basis von Innovationen
  3   Wie schaffen wir Innovationen
  4   Innovations-Controlling
  5   Zusammenfassung




                         © Herwig Friedag 2012        47
4. Innovations-Controlling

Interdisziplinäre Arbeit
Der Innovations- und Produkteinführungsprozess ist ein zeitlich
befristet aufgesetzter Prozess, der das Ziel verfolgt, das definierte
Produkt so weit fertig zu stellen, dass es dem Vertrieb zur Vermarktung
übergeben werden kann.

Beteiligt sind:
Entwicklung
Produktion
Controlling
Vertrieb
Marketing
Kommunikation
Werbung
Einkauf
Zur Steuerung des Prozesses sollte ein Projektmanager ernannt
werden
                              © Herwig Friedag 2012                       48
4. Innovations-Controlling

Zu betrachtende Phasen der Innovation



1.Ideengenerierung
2.Konkretisierung
3.Forschung
4.Entwicklung
5.Markteinführung




Quelle: ControllingWiki



                             © Herwig Friedag 2012   49
4. Innovations-Controlling

Controlling in allen Phasen der Innovation
1. Ideengenerierung
  „The best way to have a good idea is to have a lot of ideas.“
  (Linus Pauling)


Ideenfindung und –entwicklung durch
 Querdenker-Funktionen
 Externe Entwicklungsorganisationen
 Internes Innovationsmanagement
 Systematisches Verbesserungswesen

Frühes Messen öffnet die Augen, zeigt Tendenzen, z.B. mit:
 Messen des kulturellen Umfeldes
 Messen der Anzahl der erarbeiteten bzw. umgesetzten Ideen etc.
 Innovationsaufwand
                             © Herwig Friedag 2012                 50
4. Innovations-Controlling

Controlling in allen Phasen der Innovation
2. Konkretisierung
Gemeinsame Projektportfolio-Planung mit jeweils
 Entwicklungsaufwand
 Entwicklungsdauer
 Preiserwartung
 Erwartete Stückzahl




Anschließend natürlich Nachhalten und aus Abweichungen lernen



                             © Herwig Friedag 2012              51
4. Innovations-Controlling

Controlling in allen Phasen der Innovation
3. Forschung und 4. Entwicklung:
Der Markt bestimmt somit die Zielgrößen des F&E-Bereiches.
   Es ist oberste Priorität des F&E- Controllings, den Zeitfaktor genau
   zu analysieren. Fehlendes Zeitmanagement und mangelnde
   Kommunikation zwischen den einzelnen F&E- Abteilungen ist
   Grund für zeitliche Ressourcenverschwendung.

  Zu den wichtigsten Instrumenten zählen:
 Life Cycle Costing
 Target Costing


 Portfolio- Analyse
 Just-In-Time (JIT)-Konzept

                               © Herwig Friedag 2012                      52
4. Innovations-Controlling

Controlling in allen Phasen der Innovation
3. / 4. Forschung & Entwicklung:
    F+E- Kennzahlen:
 Innovationsrate = (Umsatz eigenentwickelter Neuprodukte x
    100%) / Gesamtumsatz
 Forschungsintensität = (F&E- Aufwand x 100%) / Umsatz
 F&E- Anteile an den Gesamtkosten = (F&E- Kosten x 100%) /
    Gesamtkosten
 Einhaltung der Entwicklungszeiten / Innovationskosten




                             © Herwig Friedag 2012            53
4. Innovations-Controlling

Controlling in allen Phasen der Innovation
5. Markteinführung
Die Idee kostet 1, die Entwicklung 10 und das Marketing 100
  Viele Entwicklungen (gerade im Mittelstand) bleiben irgendwo
  zwischen Idee und Entwicklung, die meisten Entwicklungen jedoch
  zwischen der Entwicklung und der Vermarktung stecken;
 Bis zu 80 Prozent der Einführungen neuer Produkte am Markt
  floppen!
 Hauptursache:
  unzureichende Kenntnis
  der Kundenbedürfnisse!




                             © Herwig Friedag 2012                  54
4. Innovations-Controlling

Kenntnis der Kundenbedürfnisse 1
 Welche Produkteigenschaften sind für den Markt wichtig ?
 Was sind Muss-Kriterien, was sind Soll- oder Kann-Kriterien ?
 Mit welchen Leistungen oder Funktionen kann ein Vorteil für den
  Kunden geschaffen werden ?
 Wie kann das Produkt vom Wettbewerb so differenziert werden, dass
  der Kunde einen klaren Vorteil für sich erkennt ?
 Welche Leistungen und Zusatzprodukte müssen angeboten werden,
  damit das Produkt vom Kunden gekauft wird ?

   Frühe Einbeziehung des Marketings in den Innovationsprozess

             Nur: für richtig innovative Produkte
                gibt es noch kein Bedürfnis!

                             © Herwig Friedag 2012                    55
4. Innovations-Controlling

Controlling in allen Phasen der Innovation
5. Markteinführung
Instrumente erfolgreichen Marketingcontrollings
a) Strategische Instrumente
 Stärken-Schwächen-Profil
 Portfolios
 Kunden- und Marktwertberechnungen
 Markenstärkeanalysen
 Investitionsrechnungen
b) Operative Instrumente für Planung und Überwachung
 Marketing-Mixes (bekannt – beliebt – gekauft [relevant set])
 Preisgestaltung
 Distribution
 Beschwerdeanalysen
Quelle: http://www.controllingportal.de/Fachinfo/Funktional/Marketing-Controlling.html
                                                   © Herwig Friedag 2012                 56
4. Innovations-Controlling

Entscheidungsfindung in den Innovationsphasen
Stage Gate Prozess
Das Stage-Gate-Modell wurde von Robert Cooper entwickelt, um
   Innovations- und Entwicklungsprozesse maßgeblich zu optimieren.
   Das Modell verfolgt folgende Zielsetzungen:
 Qualitätsverbesserung der Prozessdurchführung
 Schärfere Fokussierung und bessere Prioritätssetzung
 Parallele Prozessabwicklung mit höherem Tempo
 Einsatz eines bereichsübergreifenden Teams
 Expliziter Einbezug von Marktorientierung und Marktbeurteilung
 Detaillierte Informationsgewinnung und Prognosen im
   Entwicklungsvorfeld
 Kreieren von Produkten mit Wettbewerbsvorteilen

      vorher festlegen, nach welchen Kriterien entschieden wird

aus http://de.wikipedia.org/wiki/Stage-Gate-Modell
                                                     © Herwig Friedag 2012   57
4. Innovations-Controlling

Controlling in allen Phasen der Innovation




Quelle: ControllingWiki

                             © Herwig Friedag 2012   58
4. Innovations-Controlling

Controlling in allen Phasen der Innovation




Quelle: ControllingWiki      © Herwig Friedag 2012   59
„Wer etwas Großes will, der muss sich
  „Wer etwas Großes will, der muss sich
          beschränken wissen;
           beschränken wissen;
 der dagegen alles will, der will in der Tat
 der dagegen alles will, der will in der Tat
     nichts und bringt es zu nichts."
      nichts und bringt es zu nichts."
                       ___________________
                        ___________________
                 Georg Wilhelm Friedrich Hegel
                 Georg Wilhelm Friedrich Hegel




  Die Quelle aller Innovationen ist und bleibt der Mensch,
das Controlling kann die Innovationsfähigkeit unterstützen.

                        © Herwig Friedag 2012
Agenda
Management und Controlling von Innovation
  1   Was ist Innovation
  2   Unternehmenskultur als Basis von Innovationen
  3   Wie schaffen wir Innovationen
  4   Innovations-Controlling
  5   Zusammenfassung




                         © Herwig Friedag 2012        61
5. Zusammenfassung

Innovationen sind das Salz in der Suppe
Basis jeder Erneuerung und jeder Innovation ist die Invention – aber:
jede Invention braucht ihren Markt.
Erneuerungen sind wichtig – aber:
Innovationen bringen relevante geldwerte Vorteile.




Innovationen sind die Grundlage nachhaltiger Unternehmens-Entwicklung

                              © Herwig Friedag 2012                     62
5. Zusammenfassung

Grundlage einer innovativen Unternehmenskultur
Ein positives Menschenbild als Grundlage der Unternehmenskultur ist die
beste Grundlage für Innovationen: Wertschätzung der Mitarbeiter.

Folgende Bedingungen sind zu schaffen, damit Menschen sich selbst
motivieren: Selbstbestimmung, eigene Verantwortungsbereiche und
flexible Organisationsstrukturen.

„Gute“ Führung.




                             © Herwig Friedag 2012                        63
5. Zusammenfassung

Gute Führung
Eine gemeinsam erarbeitete Vision als Bild unserer Zukunft:
Sinnhaftigkeit des TUNS und Leidenschaft für das TUN

Anerkennung für Mut zu Neuem

Fehlerkultur

Flexibilität in unabhängigen / externen Strukturen

Zeit zum „Spinnen“




                               © Herwig Friedag 2012          64
5. Zusammenfassung

Controlling
Begleiten der Umsetzung von Innovationen in allen Phasen:
1.Ideengenerierung
2.Konkretisierung
3.Forschung
4.Entwicklung
5.Markteinführung

Strukturieren und Beschleunigen des Innovationsprozesses durch
standardisierte Verfahren / Entscheidungsstrukturen: stage-gate-Prozess.

Aber: „Ver-rücktes“ lässt sich nicht messen !




                               © Herwig Friedag 2012                       65
„People with passion can change the world.“ 11
„People with passion can change the world.“




11 Steve Jobs, http://www.youtube.com/watch?v=c2cDQw-Cmd4
    Steve Jobs, http://www.youtube.com/watch?v=c2cDQw-Cmd4


                                 © Herwig Friedag 2012
5. Zusammenfassung

Passion für Innovationsmanagement –
eigentlich gar nicht so schwierig!

     Vision – ein begeisterndes Unternehmensziel
     Neues – Grenzen überschreitend       Innovationen
     Kultur – Menschen integrierend      
      Unternehmenskultur
     Schnelligkeit – wenig, dafür richtig            Controlling




                             © Herwig Friedag 2012                   67
Ende?

                              Nein:

                Anfang
          Ihres konsequenten
       Innovationsmanagements
Was immer Du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an.
                    Johann Wolfgang von Goethe
                                                      Danke
                         © Herwig Friedag 2012                      68

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Innovation und controlling kapfenberg 1203

  • 1. Innovation Innovation und Controlling – ein Widerspruch? © Herwig Friedag 2012 1
  • 2. Herwig R. Friedag Jahrgang 1950, Dipl. Volkswirt, Dr. rer.pol. Dr. Herwig R. Friedag Friedag Consult Beskidenstr. 33, D 14129 Berlin Fon +49 30 80 40 40 00 Fax +49 30 80 40 40 01 consult @ friedag.com www.friedag.com © Herwig Friedag 2012 2
  • 3. Herwig R. Friedag Jahrgang 1950, Dipl. Volkswirt, Dr. rer.pol. selbständiger Berater mit den Schwerpunkten:  Einführung Balanced Scorecard in Unternehmen  praxisnahe Workshops zur Balanced Scorecard Internationaler Controller Verein eV  Leiter des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit  Mitveranstalter Controlling Innovation Berlin / Controller Nachwuchspreis Dr. Herwig R. Friedag Friedag Consult Beskidenstr. 33, D 14129 Berlin Fon +49 30 80 40 40 00 Fax +49 30 80 40 40 01 consult @ friedag.com www.friedag.com © Herwig Friedag 2012 3
  • 4. Controller Nachwuchspreis 2006 1. Preis, dotiert mit 2.250 EUR: Peter Schentler, „Beyond Budgeting - Voraussetzungen und Konzeption für die Implementierung“ 2008 3. Preis, dotiert mit 600 EUR: Sabine Kohlmaier, „Entwicklung eines Konzeptgenerators zur Einführung von Controllinginstrumenten“ 2010 3. Preis, dotiert mit 600 EUR: Martin Petschnig, „Controlling der Kundenintegration - Erstellung eines Controlling-Konzeptes im Rahmen von Mass Customization und Open Innovation“ © Herwig Friedag 2012 4
  • 5. Herwig R. Friedag Jahrgang 1950, Dipl. Volkswirt, Dr. rer.pol. selbständiger Berater mit den Schwerpunkten:  Einführung Balanced Scorecard in Unternehmen  praxisnahe Workshops zur Balanced Scorecard Internationaler Controller Verein eV  Leiter des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit  Mitveranstalter CIB / Controller Nachwuchspreis Lehrbeauftragter Humboldt Universität zu Berlin und Dr. Herwig R. Friedag Donau Universität Krems Friedag Consult Beskidenstr. 33, D 14129 Berlin Fon +49 30 80 40 40 00 Fax +49 30 80 40 40 01 Hobbies: Neues entdecken, Reisen, Wandern, consult @ friedag.com www.friedag.com Fahrradtouren, Volleyball, Segeln © Herwig Friedag 2012 5
  • 6. Veröffentlichungen 2003 2004 1999, 2000, 2001 2002 2009 2000, 2002, 2004 2002, 2003, 2005, 2011 Gesamtauflage > 75.000 Exemplare in CZ, D, FIN, PL, RUS © Herwig Friedag 2012 2005
  • 7. „Das Ziel ... einer Unternehmung ... sollte niemals sein, sollte niemals sein, reich zu werden, sondern reich zu werden, sondern etwas auf den Markt zu bringen, etwas auf den Markt zu bringen, woran man glaubt woran man glaubt und und ein Unternehmen zu schaffen, ein Unternehmen zu schaffen, das von Dauer sein würde.“11 das von Dauer sein würde.“  Vision – ein begeisterndes Ziel  Neues – Grenzen überschreitend  Innovationen  Kultur – Menschen integrierend  Unternehmenskultur  Schnelligkeit – wenig, dafür richtig  Controlling 1 1 in: Isaacson, W: Steve Jobs, München 2011, S. 102 in: Isaacson, W: Steve Jobs, München 2011, S. 102 © Herwig Friedag 2012 7
  • 8. Agenda Management und Controlling von Innovation 1 Was ist Innovation 2 Unternehmenskultur als Basis von Innovationen 3 Wie schaffen wir Innovationen 4 Innovations-Controlling 5 Zusammenfassung © Herwig Friedag 2012 8
  • 9. pdf-Download des Vortrags: www.friedag.com © Herwig Friedag 2012 9
  • 10. Agenda Management und Controlling von Innovation 1 Was ist Innovation 2 Unternehmenskultur als Basis von Innovationen 3 Wie schaffen wir Innovationen 4 Innovations-Controlling 5 Zusammenfassung © Herwig Friedag 2012 10
  • 11. 1. Was ist Innovation Innovation Innovation ist eine technischen oder organisatorischen Neuerung: neue Produkte, neue Märkte, neue Verfahren, neue Vorgehensweisen, neue Prozesse, neue Vertriebswege, neue Werbeaussagen und vieles mehr.  Bei einer Innovation geht es grundsätzlich um etwas "Neues„  Diese Neuartigkeit muss wahrgenommen, muss bewusst werden.  Diese Verknüpfung muss sich auf dem Markt oder innerbetrieblich (wirtschaftlich) bewähren. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Innovation © Herwig Friedag 2012 11
  • 12. 1. Was ist Innovation Invention – Erneuerung – Innovation Invention  Beobachten  „Spinnen“  Testen  Entwickeln Erneuerung Märkte Innovation (extern / intern) © Herwig Friedag 2012 12
  • 13. 1. Was ist Innovation Invention  Hervorbringen von Ideen zur Weiterentwicklung Invention bestehender Lösungen als auch für bisher  Beobachten unbekannte Lösungen   „Spinnen“ Testen  Verbesserung bestehender und Schaffung  Entwickeln neuartiger Kombinationen von Produktionsfaktoren  Inventionen schaffen die Grundlagen für Erneuerung und Innovation  Inventionen können sehr schnell Anwendung finden, wenn „ihre Zeit gekommen ist“  Kodak: Maus, Windows, Laserdrucker etc.  Invention ohne Schaffung marktfähiger Anwendungen ist nicht wirtschaftlich © Herwig Friedag 2012
  • 14. Beispiele für (teils nicht) erfolgreiche Inventionen  Helikopter von da Vinci  Transrapid  Fax  See-Container © Herwig Friedag 2012 15
  • 15. 1. Was ist Innovation Erneuerung Es geht hier um den Austausch oder das Auswechseln von Produkten / Leistungen, beispielsweise ein neues Automodell, dass auf den Markt gebracht wird. planmäßige Weiterentwicklung bestehender Lösungen, häufig als kontinuierlicher Verbesserungsprozess über ein betriebliches (bzw. überbetriebliches) Vorschlagswesen  Erneuerung dient der für die Kunden spürbaren Regeneration bestehender Sortimente und Technologien sowie vorhandener Organisations- und Führungsprozesse  Erneuerung stärkt die bestehenden Strukturen und Prozesse  Erneuerung erfordert Freiräume für zielgerichtete Verbesserungen © Herwig Friedag 2012 16
  • 16. 1. Was ist Innovation Beispiele für Erneuerung  ICE 3  Minicontainer  Joghurt mit der Ecke  Plattform-Strategie bei VW  … © Herwig Friedag 2012 17
  • 17. 1. Was ist Innovation Innovation Bewusst entscheidende Wettbewerbsvorteile erlangen, die aus Sicht entscheidender Kunden (Stakeholdern) bei entscheidenden Kunden- (Stakeholdern)-Bedürfnissen einen entscheidenden Vorteil bringen. Innovation führt zu  einer kurzfristigen Monopolstellung und damit zu  geldwerten Vorteilen (Pionierrente) © Herwig Friedag 2012 18
  • 18. 1. Was ist Innovation Beispiele für Innovation  Walkman  Nespresso  i-phone  Pack-Stationen  bofrost* © Herwig Friedag 2012 19
  • 19. 1. Was ist Innovation Warum Innovation Die wirtschaftliche Leistung und der Wohlstand eines Landes fußen in hohem Maße auf Wissen und Kompetenzen. Für Wachstum und Innovation benötigen wir wissenschaftliche Durchbrüche, die in wirtschaftliche Leistungskraft verwandelt werden. Quelle: www.bmbf.de © Herwig Friedag 2012 20
  • 20. „Nicht mit Erfindungen, sondern mit „Nicht mit Erfindungen, sondern mit Erneuerungen macht man ein Vermögen." Erneuerungen macht man ein Vermögen." ___________________ ___________________ Henry Ford Henry Ford © Herwig Friedag 2012
  • 21. 1. Was ist Innovation Wirkung von Erneuerung / Innovation 1 1 aus: Kim / Mauborgne: der blaue Ozean, Hanser, S. 7 © Herwig Friedag 2012
  • 22. 1. Was ist Innovation Warum Innovation Quelle: Gleich et al.: Innovations-Controlling, 2011, S. 32 © Herwig Friedag 2012 23
  • 23. „If You always do what You always did, „If You always do what You always did, You will always get what You always got." You will always get what You always got." ___________________ ___________________ Henry Ford Henry Ford © Herwig Friedag 2012
  • 24. Agenda Management und Controlling von Innovation 1 Was ist Innovation 2 Unternehmenskultur als Basis von Innovationen 3 Wie schaffen wir Innovationen 4 Innovations-Controlling 5 Zusammenfassung © Herwig Friedag 2012 25
  • 25. 2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen Was ist Unternehmenskultur? Unternehmenskultur ist ein Begriff der Organisationstheorie und beschreibt die Entstehung, Entwicklung und den Einfluss kultureller Aspekte innerhalb von Organisationen. Quelle: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Organisationskultur) Kultur ist die Summe der Selbstverständlichkeiten. Die Unternehmenskultur steht in einem engen Zusammenhang mit den innerbetrieblichen Strukturen und hat zentrale Auswirkungen auf die Innovationsbereitschaft und Innovationsfähigkeit sowie die Risiko- und Experimentierfreudigkeit von Individuen, organisatorischen Einheiten und somit auf die Gesamtorganisation. Quelle: Schein, Edgar: Unternehmenskultur, Frankfurt/Main, New York, 1995 © Herwig Friedag 2012 26
  • 26. 2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen Rahmenbedingungen für Kreativität und Innovationen im Unternehmen Wichtigster Faktor ist ein positives Menschenbild: Wir haben den Menschen gegenüber eine grundsätzlich positive, aufgeschlossene Einstellung. Wir haben Verständnis für die Individualität der Mitarbeiter Wir akzeptieren die Unterschiedlichkeit der Menschen Wir haben die Bereitschaft, Konflikte aktiv und moderativ zu lösen Wir sorgen für eine angemessene Förderung und Forderung Wir vertrauenden den Einschätzungen der Mitarbeiter in Sachfragen Wir haben Vertrauen in Leistungsfähigkeit und –bereitschaft Wir wertschätzen unsere Mitarbeiter © Herwig Friedag 2012 27
  • 27. 2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen Innovationsförderliche „gute Führung“ Eine gemeinsam erarbeitete / getragene Unternehmens-Vision Gelebte Werte Wir-Denken (Teamgeist) Emotionale Intelligenz (Empathie, soziale Kompetenz) © Herwig Friedag 2012 28
  • 28. 2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen Innovationsförderliche „gute Führung“ Graz, „Denkstein“ auf dem Karmeliterplatz © Herwig Friedag 2012 29
  • 29. 2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen Innovationsförderliche „gute Führung“ Wir brauchen Führung  Führungskräfte setzen wesentliche Rahmenbedingungen für das Handeln ihrer Mitarbeiter  Führungskräfte sind zentrale Kulturträger als auch Kulturgestalter  Eine innovationsförderliche Unternehmenskultur entsteht durch einen kooperativen und partizipativen (transformationalen 1) Führungsstil. Das Verhalten von Vorgesetzten signalisiert, welche Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen als angemessen gelten. 1 Heidbrink/Jenewein: High-Performance-Organisationen, Stuttgart 2011 © Herwig Friedag 2012 30
  • 30. 2. Unternehmenskultur als Basis von Innovationen Weitere innovationsförderliche Aspekte  Zusammensetzung der Mitarbeiter / der Teams  Kompetenzentwicklung im Unternehmen  Anerkennung  Mitbestimmung und Beteiligung  Fehlerkultur  Freiraum © Herwig Friedag 2012 31
  • 31. „Es gibt nichts ... Außer man ...“ „Es gibt nichts ... Außer man ...“ ___________________ ___________________ xxx xxx © Herwig Friedag 2012
  • 32. Agenda Management und Controlling von Innovation 1 Was ist Innovation 2 Unternehmenskultur als Basis von Innovationen 3 Wie schaffen wir Innovationen 4 Innovations-Controlling 5 Zusammenfassung © Herwig Friedag 2012 33
  • 33. 3. Wie schaffen wir Innovationen Innovationsförderliche Unternehmenskultur Menschen handeln innovativ, wenn sie es können, wollen und dürfen – wenn Fähigkeiten, Motivation, Kommunikation, Beteiligungsmöglich- keiten und Freiräume stimmen 1. „Gute“ Führung, Ideen zur Umsetzung: Ziele und Visionen des Unternehmens sollten vorhanden sein, besser: gemeinsam erarbeitet und kommuniziert werden  Die Vision als Bild von unserer Zukunft, für das wir uns und dann auch Mitarbeiter begeistern können:  Visionen bringen Klarheit und Richtung in das Handeln und Denken  wir wissen, in welche Richtung wir unser Unternehmen entwickeln  wir wissen, was wir anstreben, wofür wir etwas tun und wollen. Übereinstimmung zwischen Verantwortung und Kompetenz herstellen 1Abel, R.; Bass, H. et.al.: kleine und mittelgroße Unternehmen im globalen Innovationswettbewerb, S. 2 © Herwig Friedag 2012 34
  • 34. 3. Wie schaffen wir Innovationen Innovationsförderliche Unternehmenskultur Ideen zur Umsetzung „guter“ Führung: Controlling statt Kontrolle Weitergabe von Verantwortung, Loslassen von Kontrolle allen Mitarbeitern die Sinnhaftigkeit des TUNS und Leidenschaft für das TUN vermitteln  Visionen vermitteln viele beteiligen Mitarbeiter mitnehmen, am Arbeitsplatz "besuchen" offene Diskussionskultur über mehrere Hierarchieebenen leben Bereitschaft schaffen, unnötiges TUN zu eliminieren Konflikte aufdecken und lösen Vorleben © Herwig Friedag 2012 35
  • 35. 3. Wie schaffen wir Innovationen innovationsförderliche Unternehmenskultur Weitere Ideen zur Umsetzung „guter“ Führung: Weiterbildung des Managements / der Mitarbeiter Job-Rotation Verantwortung delegieren Organisation Richtung Teams umbauen  "Ab-teilungs"-Grenzen abbauen Ideenbörsen (Bewertungsverfahren für Ideen)  Ideenhandel zur Ideenumsetzung 1 Zeit geben Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt Albert Einstein 1 http://www.inknowaction.com/blog/?p=923© Herwig Friedag 2012 36
  • 36. 3. Wie schaffen wir Innovationen Innovationsförderliche Unternehmenskultur Ideen zur Anerkennung für Mut zu Veränderungen: Weiterbildung des Managements Teamprämien (Geld, Incentives)  Die Höhe der Teamentlohnung wirkt positiv, die Höhe der Einzelleistungsentlohnung dagegen negativ direkte Beeinflussbarkeit der Innovations-Kultur durch Anreizsysteme.  Das materielle Anreizsystem hat einen direkten, positiven Effekt auf die Effektivität (die richtigen Dinge tun), das immaterielle Anreizsystem auf die Effizienz (die Dinge richtig tun) des Projektes. öffentliches Team-"Lob" Aufstiegschancen Verantwortungsübergabe © Herwig Friedag 2012 37
  • 37. Zum Thema Unternehmenskultur 52% der Deutschen haben mit Ihrem Arbeitgeber abgeschlossen. Auf die Frage in einer repräsentativen Studie, ob sie vermutlich auch im nächsten Jahr noch bei ihrem jetzigen Unternehmen beschäftigt sein werden, antworteten sie: "Auf keinen Fall - Sobald ich einen anderen Job finden kann, werde ich das Unternehmen verlassen!" Quelle: Financial Times Deutschland, 02.06.2004, S. 2 © Herwig Friedag 2012
  • 38. 3. Wie schaffen wir Innovationen Fehlerkultur als Teil der Unternehmenskultur  Fehler „als Chance zu lernen“ sehen – das Ziel der Fehlerkultur ist innovatives Lernen Fehlerkultur hat maßgeblichen und direkten Einfluss auf das Innovations- potenzial sowie die Wettbewerbsfähigkeit einer Unternehmens. Produktive Fehlerstrategien sind ein zentraler Wettbewerbsfaktor, denn die Art und Weise, wie Fehler betrachtet und bewertet werden und wie mit Fehlern im Alltag umgegangen wird, wirkt zentral auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.  Wer Fehler regelmäßig aufarbeitet, verhindert ihre Wiederholung. Die wertvollsten Lektionen sind die, die unmittelbar nach einem Fehler ein Selbstlernen initiieren, damit zumindest derselbe Fehler nicht noch einmal passiert.  kein Fehler ist der größte Fehler © Herwig Friedag 2012 39
  • 39. 3. Wie schaffen wir Innovationen Fehlerkultur als Teil der Unternehmenskultur Tipps Erkennen Sie in Fehlern das Positive, das Sie weiterbringen kann und Veränderungen auslöst Haben Sie keine Angst davor, Fehler zu machen, sondern gehen Sie ruhig das Risiko ein © Herwig Friedag 2012 40
  • 40. 3. Wie schaffen wir Innovationen Fehlerkultur als Teil der Unternehmenskultur Fehler / Risiko oder Leichtsinn ? Costa Concordia ... © Herwig Friedag 2012 41
  • 41. 3. Wie schaffen wir Innovationen Fehlerkultur als Teil der Unternehmenskultur Tipps Erkennen Sie in Fehlern das Positive, das Sie weiterbringen kann und Veränderungen auslöst Haben Sie keine Angst davor, Fehler zu machen, sondern gehen Sie ruhig das Risiko ein Versuchen Sie nicht, alles perfekt zu machen Stehen Sie zu Ihren Fehlern und seien Sie um schnelle Schadensbegrenzung bemüht Ist etwas schief gegangen, suchen Sie Lösungen statt Schuldige. Lernen Sie aus Fehlern durch Analyse dessen, was zu dem Fehler geführt hat – und kommunizieren Sie diese Erfahrung Honorieren Sie Fehlerhinweise und -eingeständnisse, besonders wenn dadurch weitergehende Schäden vermieden werden können ... Und: Legen Sie – wenige – Bereiche fest, in denen absolut keine Fehler gemacht werden dürfen (z.B. Luftfahrt, Bahnstrecken etc.) © Herwig Friedag 2012 42
  • 42. 3. Wie schaffen wir Innovationen Innovations- förderliche Unternehmens- kultur ?  mutig genug, um anders zu denken  verwegen genug, um zu glauben, er könne die Welt verändern  talentiert genug, es tatsächlich zu tun Barack Obama Steve Jobs © Herwig Friedag 2012 43
  • 43. 3. Wie schaffen wir Innovationen Überspringen innovationshinderlicher Unternehmenskulturen Aufbau zumindest „unabhängiger“ oder sogar externer Strukturen Feste „freie Zeiten“ / Zeitbudget für Mitarbeiter „Denkwochen“ oder Zeit für „cultural clash“ um richtig neue Ideen zu generieren Selbständige Entwicklungseinheiten (Inkubator-Modell) Crowdsourcing – Nutzen Sie das Wissen vieler Nutzen extern gewonnener innovativer Ideen über Corporate Venture- Capital Gesellschaften (CVC) Innovations-Kooperation mit Universitäten, Lieferanten etc. © Herwig Friedag 2012 44
  • 44. 3. Wie schaffen wir Innovationen Zusätzlicher Aspekt: beobachten – „Spinnen“ „ziellos“ die Umwelt beobachten, um Anregungen für Ideen zu erlangen Scouting: Jugendclubs/Szenetreffs besuchen Messebesuche Ausstellungsbesuche Technologie-Szene beobachten Ideenwettbewerbe für neuartige Lösungen (auch unter Einbeziehung bisher "artfremder" Ansätze => z.B. Organisationsformen in anderen Branchen, Kooperations-Lösungen z.B. von Hochleistungsteams im Sport, bei der Feuerwehr o.ä.) © Herwig Friedag 2012 45
  • 45. „... Neue Ideen sind immer nur ein Teil der „... Neue Ideen sind immer nur ein Teil der Gleichung. Gleichung. Die Umsetzung ist genauso wichtig.“ 11 Die Umsetzung ist genauso wichtig.“ ___________________ ___________________ 1 in: Isaacson, W: Steve Jobs, München 2011, S. 125 1 in: Isaacson, W: Steve Jobs, München 2011, S. 125 © Herwig Friedag 2012 Herwig Friedag 2012
  • 46. Agenda Management und Controlling von Innovation 1 Was ist Innovation 2 Unternehmenskultur als Basis von Innovationen 3 Wie schaffen wir Innovationen 4 Innovations-Controlling 5 Zusammenfassung © Herwig Friedag 2012 47
  • 47. 4. Innovations-Controlling Interdisziplinäre Arbeit Der Innovations- und Produkteinführungsprozess ist ein zeitlich befristet aufgesetzter Prozess, der das Ziel verfolgt, das definierte Produkt so weit fertig zu stellen, dass es dem Vertrieb zur Vermarktung übergeben werden kann. Beteiligt sind: Entwicklung Produktion Controlling Vertrieb Marketing Kommunikation Werbung Einkauf Zur Steuerung des Prozesses sollte ein Projektmanager ernannt werden © Herwig Friedag 2012 48
  • 48. 4. Innovations-Controlling Zu betrachtende Phasen der Innovation 1.Ideengenerierung 2.Konkretisierung 3.Forschung 4.Entwicklung 5.Markteinführung Quelle: ControllingWiki © Herwig Friedag 2012 49
  • 49. 4. Innovations-Controlling Controlling in allen Phasen der Innovation 1. Ideengenerierung „The best way to have a good idea is to have a lot of ideas.“ (Linus Pauling) Ideenfindung und –entwicklung durch  Querdenker-Funktionen  Externe Entwicklungsorganisationen  Internes Innovationsmanagement  Systematisches Verbesserungswesen Frühes Messen öffnet die Augen, zeigt Tendenzen, z.B. mit:  Messen des kulturellen Umfeldes  Messen der Anzahl der erarbeiteten bzw. umgesetzten Ideen etc.  Innovationsaufwand © Herwig Friedag 2012 50
  • 50. 4. Innovations-Controlling Controlling in allen Phasen der Innovation 2. Konkretisierung Gemeinsame Projektportfolio-Planung mit jeweils  Entwicklungsaufwand  Entwicklungsdauer  Preiserwartung  Erwartete Stückzahl Anschließend natürlich Nachhalten und aus Abweichungen lernen © Herwig Friedag 2012 51
  • 51. 4. Innovations-Controlling Controlling in allen Phasen der Innovation 3. Forschung und 4. Entwicklung: Der Markt bestimmt somit die Zielgrößen des F&E-Bereiches. Es ist oberste Priorität des F&E- Controllings, den Zeitfaktor genau zu analysieren. Fehlendes Zeitmanagement und mangelnde Kommunikation zwischen den einzelnen F&E- Abteilungen ist Grund für zeitliche Ressourcenverschwendung. Zu den wichtigsten Instrumenten zählen:  Life Cycle Costing  Target Costing  Portfolio- Analyse  Just-In-Time (JIT)-Konzept © Herwig Friedag 2012 52
  • 52. 4. Innovations-Controlling Controlling in allen Phasen der Innovation 3. / 4. Forschung & Entwicklung: F+E- Kennzahlen:  Innovationsrate = (Umsatz eigenentwickelter Neuprodukte x 100%) / Gesamtumsatz  Forschungsintensität = (F&E- Aufwand x 100%) / Umsatz  F&E- Anteile an den Gesamtkosten = (F&E- Kosten x 100%) / Gesamtkosten  Einhaltung der Entwicklungszeiten / Innovationskosten © Herwig Friedag 2012 53
  • 53. 4. Innovations-Controlling Controlling in allen Phasen der Innovation 5. Markteinführung Die Idee kostet 1, die Entwicklung 10 und das Marketing 100 Viele Entwicklungen (gerade im Mittelstand) bleiben irgendwo zwischen Idee und Entwicklung, die meisten Entwicklungen jedoch zwischen der Entwicklung und der Vermarktung stecken;  Bis zu 80 Prozent der Einführungen neuer Produkte am Markt floppen!  Hauptursache: unzureichende Kenntnis der Kundenbedürfnisse! © Herwig Friedag 2012 54
  • 54. 4. Innovations-Controlling Kenntnis der Kundenbedürfnisse 1  Welche Produkteigenschaften sind für den Markt wichtig ?  Was sind Muss-Kriterien, was sind Soll- oder Kann-Kriterien ?  Mit welchen Leistungen oder Funktionen kann ein Vorteil für den Kunden geschaffen werden ?  Wie kann das Produkt vom Wettbewerb so differenziert werden, dass der Kunde einen klaren Vorteil für sich erkennt ?  Welche Leistungen und Zusatzprodukte müssen angeboten werden, damit das Produkt vom Kunden gekauft wird ?  Frühe Einbeziehung des Marketings in den Innovationsprozess Nur: für richtig innovative Produkte gibt es noch kein Bedürfnis! © Herwig Friedag 2012 55
  • 55. 4. Innovations-Controlling Controlling in allen Phasen der Innovation 5. Markteinführung Instrumente erfolgreichen Marketingcontrollings a) Strategische Instrumente  Stärken-Schwächen-Profil  Portfolios  Kunden- und Marktwertberechnungen  Markenstärkeanalysen  Investitionsrechnungen b) Operative Instrumente für Planung und Überwachung  Marketing-Mixes (bekannt – beliebt – gekauft [relevant set])  Preisgestaltung  Distribution  Beschwerdeanalysen Quelle: http://www.controllingportal.de/Fachinfo/Funktional/Marketing-Controlling.html © Herwig Friedag 2012 56
  • 56. 4. Innovations-Controlling Entscheidungsfindung in den Innovationsphasen Stage Gate Prozess Das Stage-Gate-Modell wurde von Robert Cooper entwickelt, um Innovations- und Entwicklungsprozesse maßgeblich zu optimieren. Das Modell verfolgt folgende Zielsetzungen:  Qualitätsverbesserung der Prozessdurchführung  Schärfere Fokussierung und bessere Prioritätssetzung  Parallele Prozessabwicklung mit höherem Tempo  Einsatz eines bereichsübergreifenden Teams  Expliziter Einbezug von Marktorientierung und Marktbeurteilung  Detaillierte Informationsgewinnung und Prognosen im Entwicklungsvorfeld  Kreieren von Produkten mit Wettbewerbsvorteilen  vorher festlegen, nach welchen Kriterien entschieden wird aus http://de.wikipedia.org/wiki/Stage-Gate-Modell © Herwig Friedag 2012 57
  • 57. 4. Innovations-Controlling Controlling in allen Phasen der Innovation Quelle: ControllingWiki © Herwig Friedag 2012 58
  • 58. 4. Innovations-Controlling Controlling in allen Phasen der Innovation Quelle: ControllingWiki © Herwig Friedag 2012 59
  • 59. „Wer etwas Großes will, der muss sich „Wer etwas Großes will, der muss sich beschränken wissen; beschränken wissen; der dagegen alles will, der will in der Tat der dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu nichts." nichts und bringt es zu nichts." ___________________ ___________________ Georg Wilhelm Friedrich Hegel Georg Wilhelm Friedrich Hegel Die Quelle aller Innovationen ist und bleibt der Mensch, das Controlling kann die Innovationsfähigkeit unterstützen. © Herwig Friedag 2012
  • 60. Agenda Management und Controlling von Innovation 1 Was ist Innovation 2 Unternehmenskultur als Basis von Innovationen 3 Wie schaffen wir Innovationen 4 Innovations-Controlling 5 Zusammenfassung © Herwig Friedag 2012 61
  • 61. 5. Zusammenfassung Innovationen sind das Salz in der Suppe Basis jeder Erneuerung und jeder Innovation ist die Invention – aber: jede Invention braucht ihren Markt. Erneuerungen sind wichtig – aber: Innovationen bringen relevante geldwerte Vorteile. Innovationen sind die Grundlage nachhaltiger Unternehmens-Entwicklung © Herwig Friedag 2012 62
  • 62. 5. Zusammenfassung Grundlage einer innovativen Unternehmenskultur Ein positives Menschenbild als Grundlage der Unternehmenskultur ist die beste Grundlage für Innovationen: Wertschätzung der Mitarbeiter. Folgende Bedingungen sind zu schaffen, damit Menschen sich selbst motivieren: Selbstbestimmung, eigene Verantwortungsbereiche und flexible Organisationsstrukturen. „Gute“ Führung. © Herwig Friedag 2012 63
  • 63. 5. Zusammenfassung Gute Führung Eine gemeinsam erarbeitete Vision als Bild unserer Zukunft: Sinnhaftigkeit des TUNS und Leidenschaft für das TUN Anerkennung für Mut zu Neuem Fehlerkultur Flexibilität in unabhängigen / externen Strukturen Zeit zum „Spinnen“ © Herwig Friedag 2012 64
  • 64. 5. Zusammenfassung Controlling Begleiten der Umsetzung von Innovationen in allen Phasen: 1.Ideengenerierung 2.Konkretisierung 3.Forschung 4.Entwicklung 5.Markteinführung Strukturieren und Beschleunigen des Innovationsprozesses durch standardisierte Verfahren / Entscheidungsstrukturen: stage-gate-Prozess. Aber: „Ver-rücktes“ lässt sich nicht messen ! © Herwig Friedag 2012 65
  • 65. „People with passion can change the world.“ 11 „People with passion can change the world.“ 11 Steve Jobs, http://www.youtube.com/watch?v=c2cDQw-Cmd4 Steve Jobs, http://www.youtube.com/watch?v=c2cDQw-Cmd4 © Herwig Friedag 2012
  • 66. 5. Zusammenfassung Passion für Innovationsmanagement – eigentlich gar nicht so schwierig!  Vision – ein begeisterndes Unternehmensziel  Neues – Grenzen überschreitend  Innovationen  Kultur – Menschen integrierend  Unternehmenskultur  Schnelligkeit – wenig, dafür richtig  Controlling © Herwig Friedag 2012 67
  • 67. Ende? Nein: Anfang Ihres konsequenten Innovationsmanagements Was immer Du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an. Johann Wolfgang von Goethe Danke © Herwig Friedag 2012 68

Hinweis der Redaktion

  1. Beobachten => Wir erleben nur das Besondere: 11.9.2001 vs. 11.9. 1993 Spinnen => Beispiel aus Kassel Testen => Interesse der VF wecken (30 € Gutschein zum „Anfüttern“; zusätzlich 3% auf Umsatz NK nach einem Jahr)
  2. Mark Zuckerberg