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BEDEUTUNG VON
INNOVATION COMMUNITIES
FÜR DIE INNOVATIONSMARKT-
FORSCHUNG
Studiengang: Technologie und Innovationsmanagement (M.Sc.)
Studienfach: Marktforschung/ Prof. Dr. Uwe Höft
20.06.2012
Sebastian Enger
Inhalt
 1. Einleitung
 1.1. Innovationsmarktforschung
 2. Innovation Communities
 2.1. Was sind Innovation Communities?
 2.2. Wie funktionieren Innovation Communites?
 2.3. Arten von Innovation Communities
 2.4. Analyse von Vor- und Nachteilen der Innovation Communities
 2.5. Erfolgsfaktoren für Innovation Communities
 2.6. Beispielwebseiten
 3. Bedeutung für die Innovationsmarktforschung
 3.1. Innovationsprozess
 3.2. Methodenkompetenz
 3.3. Netnography
 3.4. Fallbeispiel
 4. Schlussbemerkung
 5. Quellen
2
Technologie und Innovationsmanagement
1. Einleitung
 Ziele der Präsentation
 Überblick erlangen über Innovation Communites
 Was ist das?
 Wie funktioniert es?
 Welche Arten gibt es?
 Kritikpunkte?
 Verbindung schaffen von der Innovation Community zur
Innovationsmarktforschung
 In welchen Phasen wird Innovation Community eingesetzt
 Verknüpfungselemente
 Beispiele
3
Technologie und Innovationsmanagement
1. Einleitung
 Vorgehensweise
 Studium der Literatur / Recherche
 Thema Innovationsmarktforschung
 Thema Innovation Community
 Zusammenfassung relevanter, gesammelter Materialien
 Vorbereitung der Präsentation
 Schwerpunkt Innovation Community
 Schwerpunkt Verknüpfung von Innovationsmarktforschung mit Innovation
Community
 Vortrag halten
 Zusammenfassenden Ausblick geben
4
Technologie und Innovationsmanagement
1. Einleitung
 1.1. Innovationsmarktforschung
 Innovationsmarktforschung als Teilgebiet der Marktforschung
sucht nach Marktsegmenten bei denen:
 Bereits entwickelte neue Produkte unter günstigen
Bedingungen auf den Markt gebracht werden können
 Bei denen der latente Bedarf für neue Produkte besteht, um
diese zu entwickeln
 Weiterhin untersucht die Innovationsmarktforschung die
Abnehmeranforderungen für Innovationen, sowie die mit
Innovationen zu erzielende Geschäftsvolumen
5
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: Innovationsmarktforschung
Abb.01
2. Innovation Communities
 2.1. Was sind Innovation Communites?
 Definition (nach Gerybadze 2003, p.146):
 Eine Innovation Community ist „eine Gemeinschaft von gleich gesinnten
Akteuren, oft aus mehreren Unternehmen und verschiedenen Institutionen, die
sich aufgabenbezogen zusammenfinden und ein bestimmtes
Innovationsvorhaben vorantreiben.“
6
Technologie und Innovationsmanagement
„Innovation Community
als Kontaktnetzwerk“
• meist internetgestützte
Kontaktplattformen
• Netzwerke von Personen,
die sich zu einem
Innovationsthema
austauschen wollen
„Innovation Community
als virtuelle Gemeinschaft
zur Ideengenerierung und
-bewertung“
„Innovation Community
als Promotorennetzwerk
zur Unterstützung“
• Beziehungen und das
Zusammenwirken einer
Gruppe von
Innovationspromotoren, die
gemeinsam bestimmte
Innovationsideen
vorantreiben
2. Innovation Communities
 2.1. Was sind Innovation Communites?
7
Technologie und Innovationsmanagement
(1)
• Anreizsysteme
(2)
• Aktivierung der
Community
(3)
• Sammlung von
Problemlösungen
(4)
• Entlohnung
Abb.02
Abb.03
Abb.04
Abb.06
2. Innovation Communities
 2.2. Wie funktionieren Innovation Communites?
8
Technologie und Innovationsmanagement
Abb.05
1. Definition eines Events
2. Einbeziehen der Community
3. Ideenzulauf
4. Auswahl in Frage kommender
Ideen
5. Implementierung/Entwicklung
einer Idee in einen Prototyp
6. Entlohnung von Usern
Oft auch Einbindung von Usern in den Innovationsprozess durch Innovation Toolkits
2. Innovation Communities
 2.2. Wie funktionieren Innovation Communites?
9
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: Pilotbericht Atizo
1. Unternehmen formulieren einfache
Fragestellungen
2. Innovatoren generieren,
kommentieren und bewerten Ideen
3. Unternehmen bewerten strukturierte
Ideen
4. Unternehmen initialisieren den
Innovationsprozess mit Briefing
5. Innovatoren entwickeln in Teams
innovative Konzepte
6. Unternehmen bewerten Innovationen
basierend auf deren Briefing
7. Unternehmen können bei der
Umsetzung durch die Community
unterstützt werden
Nach Atizo
2. Innovation Communities
 2.3. Arten von Innovation Communites
10
Technologie und Innovationsmanagement
„Firmeninterne Innovation
Communities“
• hpts. in Gross-
unternehmen
• Durchsetzung
abteilungsübergreifende
r Innovation
„forschungsbasierte
Innovation Communities“
• Impulse aus
Forschungslabors von
Unternehmen oder
Universitäten
• Gruppen von Akteuren
aus Forschung und
Wirtschaft
„Hersteller-Nutzer
Communities“
• um Funktionalitäten auf
Nutzerseite und
Bedarfsmuster
herauszufinden, formieren
sich anwenderinduzierte
Innovation Communites
• umfassen Promotoren von
Hersteller- und Nutzerseite
Quelle: Innovation Communities
Abb.08
Abb.09 Abb.10
2. Innovation Communities
 2.3. Arten von Innovation Communites
11
Technologie und Innovationsmanagement
„Multi-Akteurs-Innovation
Communities“
• Promotorennetzwerke, die
sowohl zentrale Marktakteure als
auch staatliche oder
zivilgesellschaftliche Stake
Holder umfassen
„Communities von Partnern in
neuen Wertschöpfungsketten“
• Realisierung von
Innovationsmassnahmen für die
gesamte Wertschöpfungskette
bzw. den gesamten PLZ
Quelle: Innovation Communities
Abb.11
Abb.12
2. Innovation Communities
 2.4. Analyse von Vor- und Nachteilen
12
Technologie und Innovationsmanagement
• grosses Kreativitätspotential
• „User wollen innovieren“
• Fachwissen und
Methodenkompetenz
• Support während Inno.Prozess
durch Webseitenbetreiber
• meist überdurchschnittliche
Bildung der Community Member
Abb.13
2. Innovation Communities
 2.4. Analyse von Vor- und Nachteilen
13
Technologie und Innovationsmanagement
• Vorgabe von Spielregeln
• Abhängig vom Ideenpotential
der Community
• Missgunst durch
Promotorenmodell und
abgeleiteter Stellung
• Anreizsysteme
• Kosten bei Auftragsvergabe an
Innovation Comunity Betreiber
• Kontrolle und Prozesssteuerung
Abb.14
Grenzen:
• Hochtechnologie Forschung
• oft Begrenzung auf spezielle
Innovationsphasen sinnvoll ( Bsp.:
Konzeptentwicklung Pharma –
produktive Entwicklung relativ
unmöglich durch die Community auf
Grund fehlender Labors )
• Spaltung der Community möglich (
durch Meinungsführer )
2. Innovation Communities
 2.5. Erfolgsfaktoren für Innovation Communities
1. Bedarf
 Initiatoren sollte klar sein, dass sie nur mit sehr guten Gründen das Interesse
geeigneter Netzwerkpartner wecken können
2. Wert
 Was ist der Vorzug dieser Community?
3. Menschen
 Vermittler sorgen dafür, dass sich die Beteiligten kennenlernen und Nutzen aus
dem Netzwerk ziehen
4. Kommunikation
 Wer passende Mitwirkende finden möchte, wirbt neben Produktinformationen
auch mit einer echt guten Story
5. Beharrlichkeit
 Es braucht viel Zeit, bis eine Community ihre Stakeholder beglückt und den
Eigentümern bedeutende Innovationschancen eröffnet
14
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: Weitreichende Wechselwirkung: Innovation Communites
2. Innovation Communities
 2.6. Beispielwebseiten
15
Technologie und Innovationsmanagement
Abb.06
Abb.07
Abb.07
3. Innovationsmarktforschung
 3.1. Innovationsprozess
16
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: Höft, U. , Lebenszykluskonzepte
Einsatzmöglichkeit Innovation C.
Abb.15
3. Innovationsmarktforschung
 3.1. Innovationsprozess
17
Technologie und Innovationsmanagement
Verwendung von Online Communities im Entwicklungszyklus eines Produktes
Quelle:
Community Based Innovation: How to Integrate Members of
Virtual Communities into New Product Development
3. Innovationsmarktforschung
 3.1. Kunden im Innovationsprozess
18
Quelle: Lettl, C. 2004: Die Rolle von Anwendern
bei hochgradigen Innovationen
Innovation
Community
Innovation
Community
Innovation
Community
Innovation
Community
Innovation
Community
Integration von Innovation Communities in den Innovationsprozess birgt grosses Potential
für zukünftige Entwicklungen. Statt nur Kunden zu integrieren, sollte man parallel Kunden und
Innovation Communities mit einbeziehen.
3. Innovationsmarktforschung
 3.1. Nutzwertanalyse im Innovationsprozess
19
Technologie und Innovationsmanagement
Ideengenerie
rung
Produktdefini
tion
Entwicklung Marktvorbere
itung
G
W
F
ZEF TNW ZEF TNW ZEF TNW ZEF TNW
Anwend
barkeit
45 10 450 9 405 7 315 6 270
Nutzen 30 10 300 10 300 8 240 4 120
Grenzen 20 8 160 7 140 3 60 5 100
Komplex 5 9 45 7 35 5 25 3 15
Gesamt
Nutzwert
955 880 640 505
GWF Gewichtungsfaktor
ZEF Zielerreichungsfaktor
TNW Teilnutzwert
Quelle: Eigene
Ausarbeitung
3. Innovationsmarktforschung
 3.1. Nutzwertanalyse im Innovationsprozess
20
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: Eigene
Ausarbeitung
Gesamtnutzwert
Ideengenerierung
Produktdefinition
Entwicklung
Marktvorbereitung
880
955
505
640
3. Innovationsmarktforschung
 3.2. Methodeneinsatz
21
Technologie und Innovationsmanagement
Methodeneinsatz in Innovationsvorhaben mit und ohne Innovation Community Quelle: Fichter,K.; Beucker,S.; Bunzel,S.; Bergset,L.
2011: Erfolgsfaktor Innovation Community
3. Innovationsmarktforschung
 3.3. Netnography
 Beschreibung:
 Unter Netnography wird die Analyse der Online-
Kommunikation von Community-Mitgliedern und Konsumenten
verstanden. Der Ansatz erlaubt, sowohl die explizit
formulierten als auch die implizit vorhandenen Bedürfnisse,
Wünsche, Erfahrungen, Motivationen, Einstellungen und
Wahrnehmungen der Konsumenten und Anwender hinsichtlich
Produkten und Marken qualitativ zu erforschen. Häufig
werden sogar Produktprototypen frei zugänglich im Netz
zur Verfügung gestellt.
22
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: Research & Results, Sonderdruck,
Ausgabe 1/2008, Seite 28
3. Innovationsmarktforschung
 3.3. Netnography
23
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: Research
& Results
3. Innovationsmarktforschung
 3.3. Verschmelzung des Netnography- mit dem
Innovationsprozess
24
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: Eigene
Ausarbeitung
Beobachtungsphase Defintitonsphase Entwicklungsphase Marktvorbereitung
Suche relevanter
Onlinequellen
Community-
beobachtung und
Analyse
Ergebnisinterpreation
3. Innovationsmarktforschung
 3.4. Fallbeispiel – OSRAM – LED Emotionalize your light
25
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: http://www.led-emotionalize.com/
Ideen-Wettbewerb:
• Phase 1: 7 Wo., Phase 2: 2 Wo.
• Fokus weltweit
• Jury-Bewertung
• Preis: 3 000€ / 1 000€ für
beste Idee bzw. Verbesserung und
weitere Sach- und Geldpreise
Ziele:
• Generierung von Ideen für emotionale Lichtlösungen mit LED-Technologie und realisierbare
Produktkonzepte
• Aufbau einer externen Community und deren Integration in den Innovationsprozess
• Förderung von Markenidentität und Markenbekanntheit sowie Kundenbindung
• Positive PR-Effekte
Quelle: Potentiale nutzen – CrowdSourcing im Unternehmensumfeld
3. Innovationsmarktforschung
 3.4. Fallbeispiel – OSRAM – LED Emotionalize your light
26
Technologie und Innovationsmanagement
260.100 Minuten
582
Manntage
mit je 850€
€ 460.700
38.675 Besucher
Ø CPC Google
Ads: Keyword
„Lighting“
1,96 €
€ 75.803
573 Ideen
Design Agentur:
Quality Pitch
für eine Idee
1.500 €
€ 859.500
Quelle: Potentiale nutzen – CrowdSourcing im Unternehmensumfeld
Abb.16
Wert des User
Generated Content:
€ 1 396 003
3. Innovationsmarktforschung
 3.4. Fallbeispiel – OSRAM – LED Emotionalize your light
27
Technologie und Innovationsmanagement
Quelle: http://www.led-emotionalize.com
4. Schlussbemerkung
 Innovation Community aktiv in den Innovationsprozess
eingliedern
 Innovation Community als Ideenlieferant oder Lead User
 Potential für radikale Innovation
28
Technologie und Innovationsmanagement
5. Quellen
 Literatur
 Höft,U. 1992: Lebenszykluskonzepte, Erich Schmidt Verlag, Berlin
 Fichter,K.; Beucker,S.; Bunzel,S.; Bergset,L. 2011: Erfolgsfaktor
Innovation Community, InnoCo-Verbundpartner, Berlin
 Sand,N. 2011: Innovation Communities – Determinanten und
Erfolgswirkung, Verlag Dr. Kovac, Hamburg, S.1-50
 Lettl, C. 2004: Die Rolle von Anwendern bei hochgradigen
Innovationen, Wiesbaden: DUV
 Research & Results, Sonderdruck, Ausgabe 1/2008, Seite 28
29
Technologie und Innovationsmanagement
5. Quellen
 Internet
 Innovationsmarktforschung (Abruf 12.06.2012 10.36 Uhr)
 http://www.sdi-research.at/lexikon/innovationsmarktforschung.html
 Pilotbericht Atizo (Abruf 12.06.2012 11.44 Uhr )
 https://www.atizo.com/docs/pilotbericht.pdf
 Innovation Communities (Abruf 12.06.2012 17.34 Uhr)
 http://publica.fraunhofer.de/starweb/servlet.starweb?path=urn.web&search=urn:nbn:de:0011-n-755593
 Weitreichende Wechselwirkung: Innovation Communites (Abruf 12.06.2012 20.28 Uhr)
 http://www.die-erfinder.com/innovationskultur/weitreichende-wechselwirkung-innovation-communities
 Erfolgsfaktor Innovation Community (Abruf 12.06.2012 20.36 Uhr)
 http://www.borderstep.de/pdf/P-Fichter_Beucker_Bunzel_Bergset-InnoCo_Fallstudienbericht-2011.pdf
 Community Based Innovation: How to Integrate Members of Virtual Communities into New Product Development
(Abruf 14.06.2012 11.40 Uhr)
 http://www.nten.org/uploads/09ntc/presentations/Fundster_CommunitBasedInnovation_Webb.pdf
 Netnography - Einblicke in die Welt der Kunden (Abruf 14.06.2012 19.00 Uhr)
 http://www.netnographyinsights.com/wp-content/uploads/2008/04/web_planung-analyse_5_2007.pdf
 Potentiale nutzen – CrowdSourcing im Unternehmensumfeld (Abruf 14.06.2012 20.12 Uhr)
 http://www.w-t-j.de/wtj/pdf/Fruehling_im_Kopf_Vortrag_Markus_Rieger.pdf
30
Technologie und Innovationsmanagement
5. Quellen
 Abbildungen
 Abb.01:
 http://www.greenbookblog.org/wp-content/uploads/2011/01/marketresearch.jpg
 Abb.02:
 http://www.entrepreneurship.org/en/~/media/Images/Entrepreneurship/CommunitiesGraphic.jpg
 Abb.03:
 http://wisepreneur.com/wp-content/uploads/2010/03/networking.jpg
 Abb.04:
 http://www.tellsell.de/blog/wp-content/uploads/2009/10/open_innovation.jpg
 Abb.05:
 http://bhc3.files.wordpress.com/2009/05/community-innovation-cycle.png?w=630
 Abb.06
 http://www.atizo.com/
 Abb.07:
 http://www.hyve.de/
 Abb.08:
 http://ycopub.files.wordpress.com/2011/11/what-is-innovation2.jpg
 Abb.09:
 http://www.simpl.co/img/idea/580_1712_Logo_we_do_ideas.jpg
 Abb.10:
 http://induct.no/our-media/images/open-innovation/community.png
31
Technologie und Innovationsmanagement
5. Quellen
 Abbildungen
 Abb.11:
 http://www.innovationadvice.com/wp-content/plugins/simple-post-thumbnails/timthumb.php?src=/wp-
content/thumbnails/779.jpg&w=636&h=350&zc=1&ft=jpg
 Abb.12:
 http://markjowen.files.wordpress.com/2011/08/twitter-idea.png?w=584
 Abb.13:
 http://www.smartgis.at/uploads/tx_templavoila/vorteile_03.jpg
 Abb.14:
 http://images.colourbox.com/thumb_COLOURBOX4197961.jpg
 Abb.15:
 http://www.thinkbalm.com/wp-content/uploads/2008/08/istock_000005524302xsmall.jpg
 Abb.16:
 http://www.niffylux.com/image-gratuite/Billets_50_euro__4b7ad8995a80d.jpg
32
Technologie und Innovationsmanagement
Vielen Dank!
33
Technologie und Innovationsmanagement

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Bedeutung von Innovation Communities für die Innovationsmarktforschung

  • 1. BEDEUTUNG VON INNOVATION COMMUNITIES FÜR DIE INNOVATIONSMARKT- FORSCHUNG Studiengang: Technologie und Innovationsmanagement (M.Sc.) Studienfach: Marktforschung/ Prof. Dr. Uwe Höft 20.06.2012 Sebastian Enger
  • 2. Inhalt  1. Einleitung  1.1. Innovationsmarktforschung  2. Innovation Communities  2.1. Was sind Innovation Communities?  2.2. Wie funktionieren Innovation Communites?  2.3. Arten von Innovation Communities  2.4. Analyse von Vor- und Nachteilen der Innovation Communities  2.5. Erfolgsfaktoren für Innovation Communities  2.6. Beispielwebseiten  3. Bedeutung für die Innovationsmarktforschung  3.1. Innovationsprozess  3.2. Methodenkompetenz  3.3. Netnography  3.4. Fallbeispiel  4. Schlussbemerkung  5. Quellen 2 Technologie und Innovationsmanagement
  • 3. 1. Einleitung  Ziele der Präsentation  Überblick erlangen über Innovation Communites  Was ist das?  Wie funktioniert es?  Welche Arten gibt es?  Kritikpunkte?  Verbindung schaffen von der Innovation Community zur Innovationsmarktforschung  In welchen Phasen wird Innovation Community eingesetzt  Verknüpfungselemente  Beispiele 3 Technologie und Innovationsmanagement
  • 4. 1. Einleitung  Vorgehensweise  Studium der Literatur / Recherche  Thema Innovationsmarktforschung  Thema Innovation Community  Zusammenfassung relevanter, gesammelter Materialien  Vorbereitung der Präsentation  Schwerpunkt Innovation Community  Schwerpunkt Verknüpfung von Innovationsmarktforschung mit Innovation Community  Vortrag halten  Zusammenfassenden Ausblick geben 4 Technologie und Innovationsmanagement
  • 5. 1. Einleitung  1.1. Innovationsmarktforschung  Innovationsmarktforschung als Teilgebiet der Marktforschung sucht nach Marktsegmenten bei denen:  Bereits entwickelte neue Produkte unter günstigen Bedingungen auf den Markt gebracht werden können  Bei denen der latente Bedarf für neue Produkte besteht, um diese zu entwickeln  Weiterhin untersucht die Innovationsmarktforschung die Abnehmeranforderungen für Innovationen, sowie die mit Innovationen zu erzielende Geschäftsvolumen 5 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: Innovationsmarktforschung Abb.01
  • 6. 2. Innovation Communities  2.1. Was sind Innovation Communites?  Definition (nach Gerybadze 2003, p.146):  Eine Innovation Community ist „eine Gemeinschaft von gleich gesinnten Akteuren, oft aus mehreren Unternehmen und verschiedenen Institutionen, die sich aufgabenbezogen zusammenfinden und ein bestimmtes Innovationsvorhaben vorantreiben.“ 6 Technologie und Innovationsmanagement „Innovation Community als Kontaktnetzwerk“ • meist internetgestützte Kontaktplattformen • Netzwerke von Personen, die sich zu einem Innovationsthema austauschen wollen „Innovation Community als virtuelle Gemeinschaft zur Ideengenerierung und -bewertung“ „Innovation Community als Promotorennetzwerk zur Unterstützung“ • Beziehungen und das Zusammenwirken einer Gruppe von Innovationspromotoren, die gemeinsam bestimmte Innovationsideen vorantreiben
  • 7. 2. Innovation Communities  2.1. Was sind Innovation Communites? 7 Technologie und Innovationsmanagement (1) • Anreizsysteme (2) • Aktivierung der Community (3) • Sammlung von Problemlösungen (4) • Entlohnung Abb.02 Abb.03 Abb.04 Abb.06
  • 8. 2. Innovation Communities  2.2. Wie funktionieren Innovation Communites? 8 Technologie und Innovationsmanagement Abb.05 1. Definition eines Events 2. Einbeziehen der Community 3. Ideenzulauf 4. Auswahl in Frage kommender Ideen 5. Implementierung/Entwicklung einer Idee in einen Prototyp 6. Entlohnung von Usern Oft auch Einbindung von Usern in den Innovationsprozess durch Innovation Toolkits
  • 9. 2. Innovation Communities  2.2. Wie funktionieren Innovation Communites? 9 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: Pilotbericht Atizo 1. Unternehmen formulieren einfache Fragestellungen 2. Innovatoren generieren, kommentieren und bewerten Ideen 3. Unternehmen bewerten strukturierte Ideen 4. Unternehmen initialisieren den Innovationsprozess mit Briefing 5. Innovatoren entwickeln in Teams innovative Konzepte 6. Unternehmen bewerten Innovationen basierend auf deren Briefing 7. Unternehmen können bei der Umsetzung durch die Community unterstützt werden Nach Atizo
  • 10. 2. Innovation Communities  2.3. Arten von Innovation Communites 10 Technologie und Innovationsmanagement „Firmeninterne Innovation Communities“ • hpts. in Gross- unternehmen • Durchsetzung abteilungsübergreifende r Innovation „forschungsbasierte Innovation Communities“ • Impulse aus Forschungslabors von Unternehmen oder Universitäten • Gruppen von Akteuren aus Forschung und Wirtschaft „Hersteller-Nutzer Communities“ • um Funktionalitäten auf Nutzerseite und Bedarfsmuster herauszufinden, formieren sich anwenderinduzierte Innovation Communites • umfassen Promotoren von Hersteller- und Nutzerseite Quelle: Innovation Communities Abb.08 Abb.09 Abb.10
  • 11. 2. Innovation Communities  2.3. Arten von Innovation Communites 11 Technologie und Innovationsmanagement „Multi-Akteurs-Innovation Communities“ • Promotorennetzwerke, die sowohl zentrale Marktakteure als auch staatliche oder zivilgesellschaftliche Stake Holder umfassen „Communities von Partnern in neuen Wertschöpfungsketten“ • Realisierung von Innovationsmassnahmen für die gesamte Wertschöpfungskette bzw. den gesamten PLZ Quelle: Innovation Communities Abb.11 Abb.12
  • 12. 2. Innovation Communities  2.4. Analyse von Vor- und Nachteilen 12 Technologie und Innovationsmanagement • grosses Kreativitätspotential • „User wollen innovieren“ • Fachwissen und Methodenkompetenz • Support während Inno.Prozess durch Webseitenbetreiber • meist überdurchschnittliche Bildung der Community Member Abb.13
  • 13. 2. Innovation Communities  2.4. Analyse von Vor- und Nachteilen 13 Technologie und Innovationsmanagement • Vorgabe von Spielregeln • Abhängig vom Ideenpotential der Community • Missgunst durch Promotorenmodell und abgeleiteter Stellung • Anreizsysteme • Kosten bei Auftragsvergabe an Innovation Comunity Betreiber • Kontrolle und Prozesssteuerung Abb.14 Grenzen: • Hochtechnologie Forschung • oft Begrenzung auf spezielle Innovationsphasen sinnvoll ( Bsp.: Konzeptentwicklung Pharma – produktive Entwicklung relativ unmöglich durch die Community auf Grund fehlender Labors ) • Spaltung der Community möglich ( durch Meinungsführer )
  • 14. 2. Innovation Communities  2.5. Erfolgsfaktoren für Innovation Communities 1. Bedarf  Initiatoren sollte klar sein, dass sie nur mit sehr guten Gründen das Interesse geeigneter Netzwerkpartner wecken können 2. Wert  Was ist der Vorzug dieser Community? 3. Menschen  Vermittler sorgen dafür, dass sich die Beteiligten kennenlernen und Nutzen aus dem Netzwerk ziehen 4. Kommunikation  Wer passende Mitwirkende finden möchte, wirbt neben Produktinformationen auch mit einer echt guten Story 5. Beharrlichkeit  Es braucht viel Zeit, bis eine Community ihre Stakeholder beglückt und den Eigentümern bedeutende Innovationschancen eröffnet 14 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: Weitreichende Wechselwirkung: Innovation Communites
  • 15. 2. Innovation Communities  2.6. Beispielwebseiten 15 Technologie und Innovationsmanagement Abb.06 Abb.07 Abb.07
  • 16. 3. Innovationsmarktforschung  3.1. Innovationsprozess 16 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: Höft, U. , Lebenszykluskonzepte Einsatzmöglichkeit Innovation C. Abb.15
  • 17. 3. Innovationsmarktforschung  3.1. Innovationsprozess 17 Technologie und Innovationsmanagement Verwendung von Online Communities im Entwicklungszyklus eines Produktes Quelle: Community Based Innovation: How to Integrate Members of Virtual Communities into New Product Development
  • 18. 3. Innovationsmarktforschung  3.1. Kunden im Innovationsprozess 18 Quelle: Lettl, C. 2004: Die Rolle von Anwendern bei hochgradigen Innovationen Innovation Community Innovation Community Innovation Community Innovation Community Innovation Community Integration von Innovation Communities in den Innovationsprozess birgt grosses Potential für zukünftige Entwicklungen. Statt nur Kunden zu integrieren, sollte man parallel Kunden und Innovation Communities mit einbeziehen.
  • 19. 3. Innovationsmarktforschung  3.1. Nutzwertanalyse im Innovationsprozess 19 Technologie und Innovationsmanagement Ideengenerie rung Produktdefini tion Entwicklung Marktvorbere itung G W F ZEF TNW ZEF TNW ZEF TNW ZEF TNW Anwend barkeit 45 10 450 9 405 7 315 6 270 Nutzen 30 10 300 10 300 8 240 4 120 Grenzen 20 8 160 7 140 3 60 5 100 Komplex 5 9 45 7 35 5 25 3 15 Gesamt Nutzwert 955 880 640 505 GWF Gewichtungsfaktor ZEF Zielerreichungsfaktor TNW Teilnutzwert Quelle: Eigene Ausarbeitung
  • 20. 3. Innovationsmarktforschung  3.1. Nutzwertanalyse im Innovationsprozess 20 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: Eigene Ausarbeitung Gesamtnutzwert Ideengenerierung Produktdefinition Entwicklung Marktvorbereitung 880 955 505 640
  • 21. 3. Innovationsmarktforschung  3.2. Methodeneinsatz 21 Technologie und Innovationsmanagement Methodeneinsatz in Innovationsvorhaben mit und ohne Innovation Community Quelle: Fichter,K.; Beucker,S.; Bunzel,S.; Bergset,L. 2011: Erfolgsfaktor Innovation Community
  • 22. 3. Innovationsmarktforschung  3.3. Netnography  Beschreibung:  Unter Netnography wird die Analyse der Online- Kommunikation von Community-Mitgliedern und Konsumenten verstanden. Der Ansatz erlaubt, sowohl die explizit formulierten als auch die implizit vorhandenen Bedürfnisse, Wünsche, Erfahrungen, Motivationen, Einstellungen und Wahrnehmungen der Konsumenten und Anwender hinsichtlich Produkten und Marken qualitativ zu erforschen. Häufig werden sogar Produktprototypen frei zugänglich im Netz zur Verfügung gestellt. 22 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: Research & Results, Sonderdruck, Ausgabe 1/2008, Seite 28
  • 23. 3. Innovationsmarktforschung  3.3. Netnography 23 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: Research & Results
  • 24. 3. Innovationsmarktforschung  3.3. Verschmelzung des Netnography- mit dem Innovationsprozess 24 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: Eigene Ausarbeitung Beobachtungsphase Defintitonsphase Entwicklungsphase Marktvorbereitung Suche relevanter Onlinequellen Community- beobachtung und Analyse Ergebnisinterpreation
  • 25. 3. Innovationsmarktforschung  3.4. Fallbeispiel – OSRAM – LED Emotionalize your light 25 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: http://www.led-emotionalize.com/ Ideen-Wettbewerb: • Phase 1: 7 Wo., Phase 2: 2 Wo. • Fokus weltweit • Jury-Bewertung • Preis: 3 000€ / 1 000€ für beste Idee bzw. Verbesserung und weitere Sach- und Geldpreise Ziele: • Generierung von Ideen für emotionale Lichtlösungen mit LED-Technologie und realisierbare Produktkonzepte • Aufbau einer externen Community und deren Integration in den Innovationsprozess • Förderung von Markenidentität und Markenbekanntheit sowie Kundenbindung • Positive PR-Effekte Quelle: Potentiale nutzen – CrowdSourcing im Unternehmensumfeld
  • 26. 3. Innovationsmarktforschung  3.4. Fallbeispiel – OSRAM – LED Emotionalize your light 26 Technologie und Innovationsmanagement 260.100 Minuten 582 Manntage mit je 850€ € 460.700 38.675 Besucher Ø CPC Google Ads: Keyword „Lighting“ 1,96 € € 75.803 573 Ideen Design Agentur: Quality Pitch für eine Idee 1.500 € € 859.500 Quelle: Potentiale nutzen – CrowdSourcing im Unternehmensumfeld Abb.16 Wert des User Generated Content: € 1 396 003
  • 27. 3. Innovationsmarktforschung  3.4. Fallbeispiel – OSRAM – LED Emotionalize your light 27 Technologie und Innovationsmanagement Quelle: http://www.led-emotionalize.com
  • 28. 4. Schlussbemerkung  Innovation Community aktiv in den Innovationsprozess eingliedern  Innovation Community als Ideenlieferant oder Lead User  Potential für radikale Innovation 28 Technologie und Innovationsmanagement
  • 29. 5. Quellen  Literatur  Höft,U. 1992: Lebenszykluskonzepte, Erich Schmidt Verlag, Berlin  Fichter,K.; Beucker,S.; Bunzel,S.; Bergset,L. 2011: Erfolgsfaktor Innovation Community, InnoCo-Verbundpartner, Berlin  Sand,N. 2011: Innovation Communities – Determinanten und Erfolgswirkung, Verlag Dr. Kovac, Hamburg, S.1-50  Lettl, C. 2004: Die Rolle von Anwendern bei hochgradigen Innovationen, Wiesbaden: DUV  Research & Results, Sonderdruck, Ausgabe 1/2008, Seite 28 29 Technologie und Innovationsmanagement
  • 30. 5. Quellen  Internet  Innovationsmarktforschung (Abruf 12.06.2012 10.36 Uhr)  http://www.sdi-research.at/lexikon/innovationsmarktforschung.html  Pilotbericht Atizo (Abruf 12.06.2012 11.44 Uhr )  https://www.atizo.com/docs/pilotbericht.pdf  Innovation Communities (Abruf 12.06.2012 17.34 Uhr)  http://publica.fraunhofer.de/starweb/servlet.starweb?path=urn.web&search=urn:nbn:de:0011-n-755593  Weitreichende Wechselwirkung: Innovation Communites (Abruf 12.06.2012 20.28 Uhr)  http://www.die-erfinder.com/innovationskultur/weitreichende-wechselwirkung-innovation-communities  Erfolgsfaktor Innovation Community (Abruf 12.06.2012 20.36 Uhr)  http://www.borderstep.de/pdf/P-Fichter_Beucker_Bunzel_Bergset-InnoCo_Fallstudienbericht-2011.pdf  Community Based Innovation: How to Integrate Members of Virtual Communities into New Product Development (Abruf 14.06.2012 11.40 Uhr)  http://www.nten.org/uploads/09ntc/presentations/Fundster_CommunitBasedInnovation_Webb.pdf  Netnography - Einblicke in die Welt der Kunden (Abruf 14.06.2012 19.00 Uhr)  http://www.netnographyinsights.com/wp-content/uploads/2008/04/web_planung-analyse_5_2007.pdf  Potentiale nutzen – CrowdSourcing im Unternehmensumfeld (Abruf 14.06.2012 20.12 Uhr)  http://www.w-t-j.de/wtj/pdf/Fruehling_im_Kopf_Vortrag_Markus_Rieger.pdf 30 Technologie und Innovationsmanagement
  • 31. 5. Quellen  Abbildungen  Abb.01:  http://www.greenbookblog.org/wp-content/uploads/2011/01/marketresearch.jpg  Abb.02:  http://www.entrepreneurship.org/en/~/media/Images/Entrepreneurship/CommunitiesGraphic.jpg  Abb.03:  http://wisepreneur.com/wp-content/uploads/2010/03/networking.jpg  Abb.04:  http://www.tellsell.de/blog/wp-content/uploads/2009/10/open_innovation.jpg  Abb.05:  http://bhc3.files.wordpress.com/2009/05/community-innovation-cycle.png?w=630  Abb.06  http://www.atizo.com/  Abb.07:  http://www.hyve.de/  Abb.08:  http://ycopub.files.wordpress.com/2011/11/what-is-innovation2.jpg  Abb.09:  http://www.simpl.co/img/idea/580_1712_Logo_we_do_ideas.jpg  Abb.10:  http://induct.no/our-media/images/open-innovation/community.png 31 Technologie und Innovationsmanagement
  • 32. 5. Quellen  Abbildungen  Abb.11:  http://www.innovationadvice.com/wp-content/plugins/simple-post-thumbnails/timthumb.php?src=/wp- content/thumbnails/779.jpg&w=636&h=350&zc=1&ft=jpg  Abb.12:  http://markjowen.files.wordpress.com/2011/08/twitter-idea.png?w=584  Abb.13:  http://www.smartgis.at/uploads/tx_templavoila/vorteile_03.jpg  Abb.14:  http://images.colourbox.com/thumb_COLOURBOX4197961.jpg  Abb.15:  http://www.thinkbalm.com/wp-content/uploads/2008/08/istock_000005524302xsmall.jpg  Abb.16:  http://www.niffylux.com/image-gratuite/Billets_50_euro__4b7ad8995a80d.jpg 32 Technologie und Innovationsmanagement
  • 33. Vielen Dank! 33 Technologie und Innovationsmanagement