Der Effizienzteil der Energiewende:
Gewinne und Wettbewerbssteigerung
19. Februar 2014, Berlin

Dr. Volker Hauff

<Firmenlogo>
Inhalt
• Zur Notwendigkeit der Energiewende
•

Energiewende als Gemeinschaftswerk

•

Energiewende: Mehr Stückwerk als Gemeinschaftswerk

•

Aktuelle Herausforderungen

•

Effizienz: Die Priorität Nr. 1

•

Energieeffizienz-Netzwerke - von der Idee zur Praxis

•

Energieeffizienz - ein schlafender Riese

Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Zur Notwendigkeit der Energiewende

• 9 Mrd. Menschen in industrialisierten Ländern mit dem
Ressourcenverbrauch pro Kopf der heutigen 1 Mrd. Menschen?
• Klimawandel
• Hohe Energie- und Ressourcenkosten mit steigenden Preisen
• Kernenergie: Restrisiko und ungelöste Fragen der Endlagerung

Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Ethik-Kommission: „Sichere Energieversorgung“

Die Energiewende:
„Dieses Jahrhundertwerk wird als Gemeinschaftswerk nur mit einer
gemeinsamen Anstrengung auf allen Ebenen der Politik, Wirtschaft und
der Gesellschaft gelingen.“

Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Energiewende: Mehr Stückwerk als Gemeinschaftswerk
• Schneller Fortschritt bei den Erneuerbaren
2000 bis 2012 :
- Anteil an der Stromerzeugung erhöhte sich pro Jahr um
um 10 %

• die Energieeffizienz auf der Kriechspur

2000 bis 2012:

Energieintensität der Industrie:
jährlich - 0,6%

- Energiebedarf pro Einwohner nimmt pro Jahr
um 0,5% ab
- Energieintensität der Industrie nimmt pro Jahr
um 0,6% ab
Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Energiewende: Mehr Stückwerk als Gemeinschaftswerk
Der Klimaschutz wird vernachlässigt
- Stagnation der CO2-Emissionsminderung (bei 800 Mio. t/a)
- Zunahme der spezifischen CO2- Emissionen bei Strom seit 2010

Der Ausbau der Netze stagniert
- viele Absichtserklärungen und Vorplanungen

Das Management liegt im Argen
- Kein Masterplan
- Kein Forum Energiewende
- Kein institutionelles Setting

Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel:

„Bei der Energiewende herrscht zum Teil Anarchie.
Alle machen mit, aber keiner weiß wohin.“

Bundesminister Gabriel
30.12.2013 Welt am Sonntag

Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Aktuelle Herausforderungen
• Gespaltene Strompreise: Börsenpreis versus Verbraucherpreise
• entstandene Offshore-Windparks, nicht mit dem Netz verbunden
• Befreiung von 2098 Unternehmen von EEG in 2014 mit 5 Mrd. €,
nicht gekoppelt an die Verbesserung ihrer Energieeffizienz (wie z.B. in der Schweiz)
• veraltete Braunkohle-Kraftwerke laufen wegen falscher Rahmen-

Bedingungen auf Hochtouren (Schweiz: 50 €/t CO2; EU-Handel: 4 €/t CO2)
Die Einzelnen Teile der Energiewende passen nicht zusammen.
So kann das Gemeinschaftswerk nicht gelingen
Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Ethikkommission:
„Energieeffizienz ist Priorität Nr. 1“

„Die Energieeffizienz ist die wichtigste Ressource für die Energiewende“:
1. Mitmacheffekte und Vorbilder unterstützen
2. Anwendungen für „intelligente“ Stromnutzung ermöglichen
3. Vor der Gebäudesanierung zur energetischen Stadtsanierung
4. Neubau ist Neuorientierung

Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Einsparmöglichkeiten in Industrie und Gewerbe
(dena 2013)

Beleuchtung

70 %

Wärmeversorgung

30 %

Lüftungsanlagen

25%

Kühlwasser

30 %

Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Energieeffizienz-Netzwerke:

• verdoppeln die Geschwindigkeit der Energiekostensenkung
• brauchen aber geeignete energiepolitische Rahmenbedingungen
(z.B. wie in der Schweiz: Befreiung von der CO2-Abgabe)

• brauchen starke Partner als Träger der Netzwerke
(z. B. Stadtwerke, IHK‘s, regionale Wirtschaftsplattformen, Wirtschaftsverbände)

Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Potentiale der Energieeffizienz-Netzwerke für die
mittelständische Wirtschaft
Deutschland ist 10-mal so groß wie die Schweiz –
also auch das Potential der Energieeffizienz-Netzwerke
• 700 Netzwerke mit 10.000 Standorten in 2020 bei ähnlichen Rahmenbedingungen
wie in der Schweiz
- mit 23 Mrd. € pro Jahr Energiekosten und Einsparungen von 2,3 Mrd. € /a
- mit dazu erforderlichen Investitionen von 7 Mrd. € und 10 Mio. t/a weniger CO2

Wirkungen:
• geringere Energiekosten

mehr Wettbewerbsfähigkeit der Anwender

• höhere Abnahme innovativer Produkte bei den Herstellern
Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke
Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014

mehr Export
Mehr Zusammenarbeit - neue Geschäftsfelder

• Unternehmen am Ort und in der Region (Beratung, Installation, Wartung)
• Sparkassen, Volksbanken etc. für Energieeffizienz-Investitionen als

Partner gewinnen
• mehr Contracting durch Stadtwerke, EVUs und Anlagenhersteller

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Berlin
Mittwoch, 19. Februar 2014
Die tragende Säule der Energiewende:
Die Energieeffizienz

„Jetzt müssen vermehrt Geschäftsmodelle für die Energieeffizienz
entwickelt werden. Hier ist die Bundesregierung aufgefordert,
dem Markt ergänzende Maßnahmen, auch ordnungsrechtlicher Art,
zur Seite zu stellen. Die Maßnahmen sollen breitenwirksam sein,
Mitmach-Effekte ermöglichen und auf eine revolvierende
Finanzierung hinauslaufen“.
(Ethik-Kommission 2011)
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Berlin
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Der Effizienzteil der Energiewende: Gewinne und Wettbewerbssteigerung

  • 1.
    Der Effizienzteil derEnergiewende: Gewinne und Wettbewerbssteigerung 19. Februar 2014, Berlin Dr. Volker Hauff <Firmenlogo>
  • 2.
    Inhalt • Zur Notwendigkeitder Energiewende • Energiewende als Gemeinschaftswerk • Energiewende: Mehr Stückwerk als Gemeinschaftswerk • Aktuelle Herausforderungen • Effizienz: Die Priorität Nr. 1 • Energieeffizienz-Netzwerke - von der Idee zur Praxis • Energieeffizienz - ein schlafender Riese Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 3.
    Zur Notwendigkeit derEnergiewende • 9 Mrd. Menschen in industrialisierten Ländern mit dem Ressourcenverbrauch pro Kopf der heutigen 1 Mrd. Menschen? • Klimawandel • Hohe Energie- und Ressourcenkosten mit steigenden Preisen • Kernenergie: Restrisiko und ungelöste Fragen der Endlagerung Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 4.
    Ethik-Kommission: „Sichere Energieversorgung“ DieEnergiewende: „Dieses Jahrhundertwerk wird als Gemeinschaftswerk nur mit einer gemeinsamen Anstrengung auf allen Ebenen der Politik, Wirtschaft und der Gesellschaft gelingen.“ Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 5.
    Energiewende: Mehr Stückwerkals Gemeinschaftswerk • Schneller Fortschritt bei den Erneuerbaren 2000 bis 2012 : - Anteil an der Stromerzeugung erhöhte sich pro Jahr um um 10 % • die Energieeffizienz auf der Kriechspur 2000 bis 2012: Energieintensität der Industrie: jährlich - 0,6% - Energiebedarf pro Einwohner nimmt pro Jahr um 0,5% ab - Energieintensität der Industrie nimmt pro Jahr um 0,6% ab Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 6.
    Energiewende: Mehr Stückwerkals Gemeinschaftswerk Der Klimaschutz wird vernachlässigt - Stagnation der CO2-Emissionsminderung (bei 800 Mio. t/a) - Zunahme der spezifischen CO2- Emissionen bei Strom seit 2010 Der Ausbau der Netze stagniert - viele Absichtserklärungen und Vorplanungen Das Management liegt im Argen - Kein Masterplan - Kein Forum Energiewende - Kein institutionelles Setting Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 7.
    Wirtschafts- und EnergieministerSigmar Gabriel: „Bei der Energiewende herrscht zum Teil Anarchie. Alle machen mit, aber keiner weiß wohin.“ Bundesminister Gabriel 30.12.2013 Welt am Sonntag Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 8.
    Aktuelle Herausforderungen • GespalteneStrompreise: Börsenpreis versus Verbraucherpreise • entstandene Offshore-Windparks, nicht mit dem Netz verbunden • Befreiung von 2098 Unternehmen von EEG in 2014 mit 5 Mrd. €, nicht gekoppelt an die Verbesserung ihrer Energieeffizienz (wie z.B. in der Schweiz) • veraltete Braunkohle-Kraftwerke laufen wegen falscher Rahmen- Bedingungen auf Hochtouren (Schweiz: 50 €/t CO2; EU-Handel: 4 €/t CO2) Die Einzelnen Teile der Energiewende passen nicht zusammen. So kann das Gemeinschaftswerk nicht gelingen Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 9.
    Ethikkommission: „Energieeffizienz ist PrioritätNr. 1“ „Die Energieeffizienz ist die wichtigste Ressource für die Energiewende“: 1. Mitmacheffekte und Vorbilder unterstützen 2. Anwendungen für „intelligente“ Stromnutzung ermöglichen 3. Vor der Gebäudesanierung zur energetischen Stadtsanierung 4. Neubau ist Neuorientierung Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 10.
    Einsparmöglichkeiten in Industrieund Gewerbe (dena 2013) Beleuchtung 70 % Wärmeversorgung 30 % Lüftungsanlagen 25% Kühlwasser 30 % Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 11.
    Energieeffizienz-Netzwerke: • verdoppeln dieGeschwindigkeit der Energiekostensenkung • brauchen aber geeignete energiepolitische Rahmenbedingungen (z.B. wie in der Schweiz: Befreiung von der CO2-Abgabe) • brauchen starke Partner als Träger der Netzwerke (z. B. Stadtwerke, IHK‘s, regionale Wirtschaftsplattformen, Wirtschaftsverbände) Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 12.
    Potentiale der Energieeffizienz-Netzwerkefür die mittelständische Wirtschaft Deutschland ist 10-mal so groß wie die Schweiz – also auch das Potential der Energieeffizienz-Netzwerke • 700 Netzwerke mit 10.000 Standorten in 2020 bei ähnlichen Rahmenbedingungen wie in der Schweiz - mit 23 Mrd. € pro Jahr Energiekosten und Einsparungen von 2,3 Mrd. € /a - mit dazu erforderlichen Investitionen von 7 Mrd. € und 10 Mio. t/a weniger CO2 Wirkungen: • geringere Energiekosten mehr Wettbewerbsfähigkeit der Anwender • höhere Abnahme innovativer Produkte bei den Herstellern Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014 mehr Export
  • 13.
    Mehr Zusammenarbeit -neue Geschäftsfelder • Unternehmen am Ort und in der Region (Beratung, Installation, Wartung) • Sparkassen, Volksbanken etc. für Energieeffizienz-Investitionen als Partner gewinnen • mehr Contracting durch Stadtwerke, EVUs und Anlagenhersteller Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014
  • 14.
    Die tragende Säuleder Energiewende: Die Energieeffizienz „Jetzt müssen vermehrt Geschäftsmodelle für die Energieeffizienz entwickelt werden. Hier ist die Bundesregierung aufgefordert, dem Markt ergänzende Maßnahmen, auch ordnungsrechtlicher Art, zur Seite zu stellen. Die Maßnahmen sollen breitenwirksam sein, Mitmach-Effekte ermöglichen und auf eine revolvierende Finanzierung hinauslaufen“. (Ethik-Kommission 2011) Abschlusskonferenz 30 Pilot-Netzwerke Berlin Mittwoch, 19. Februar 2014