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Gender und New Media Literacy:




                                                     by darwinbell on flickr
Zugänge oder Barrieren beim E-Learning?

Prof. Dr. Karsten D. Wolf
Fachbereich 12, Universität Bremen
Didaktische Gestaltung interaktiver Lernumgebungen
American Airlines, ca. April 2007
E-Learning
E-Learning
Learning, E
Überblick der heutigen Vorlesung

• Unterschiede…

  • beim Lernen

  • bei der Nutzung von Technologie

• GM in der Erziehung

• Kriterien für gender mainstreamed E-Learning

• Praktische Beispiele und empirische Ergebnisse

• Offene Fragen
FB 12
       Didaktische Gestaltung
multimedialer Lernumgebungen
Zusammenfassung
Lernen und Gender
• Keine IQ Unterschiede per Design!

• Keine Leistungsunterschiede bei Lernhandlungen (Maccoby / Jacklin 1974)

• Frauen lernen anwendungsorientierter
  (Manthey 1983)

  • Frauen: relevantes und anwendbares Wissen für ihr Leben (Rogall
    2001)

  • Männer: Tauschwert von Wissen (Manthey 1983)
effect power d




    50% 84,1% 97,8%

         d   d=2
Lernstile

• Meta-Analyse (Severiens / Ten Dam 1994)

  • insgesamt keine Unterschiede

  • Frauen

     • mehr intrinsische Motivation (d=0.29)

     • präsentieren breiter und aus mehreren Perspektiven

  • Männer

     • mehr extrinsisch motiviert

     • lernen intensiver und tiefer
Lesefähigkeit

• Mädchen wählen mehr Sprachkurse (Roeder/Gruehn 1997)

• bessere verbale Fähigkeiten von Mädchen
  (n=20000, grade 9-12, Droege 1967)

• PISA Studie 2003: Lesekompetenz der Jungen 34 Prozentpunkte unter denen
  der Mädchen (PISA-Konsortium 2005)

• Lesen als Hobby: Mädchen 41%, Jungen 17.1%
  (Stanat/Kunter 2001)

• Jungen bevorzugen kurze Texte (Zeitungen, Comics, Emails, Websites)
Metaanalyse Hyde / Linn 1988
120 Studien
Metaanalyse Hyde / Linn 1988
120 studies
Metaanalyse Hyde / Linn 1988
120 studies
Metaanalyse Hyde / Linn 1988
120 studies
Elvis
Elvis = Lives
Räumliche Fähigkeiten - eine männliche Domäne
Soziales Verhalten
• Agression (Knight et al 1996)

  • Männer!

  • Frauen dominieren Beziehungsbezogene Gewalt (mobbing, negative &
    erfundene Gerüchte, Crick & Gropeter 1995)

• Kommunikation

  • Frauen entschlüsseln nicht-verbale Signale besser

  • Männer dominieren Diskussionen

  • Frauen diskutieren kooperativer
Leadership Metaanalyse
(Eagly/Karau 1991)
Persönlichkeitseigenschaften Metaanalyse
(Feingold 1994)
Persönlichkeitseigenschaften Metaanalyse
(Feingold 1994)
Persönlichkeitseigenschaften Metaanalyse
(Feingold 1994)
Achtung beim Vergleich
                     A   B




                             16% A > ø B
Achtung beim Vergleich
                     A   B




                             16% A > ø B
Achtung beim Vergleich
Achtung beim Vergleich
Jungen als neue Bildungsverlierer?

• Gender Parity Index

  • UNESCO 0.93

  • Secondary School

     • UK 1.12 (53:47)

     • Sweden 1.28 (56:44)

  • Tertiary Education

     • Global: 21,9% F / 20.4% M

     • Nordamerika / Westeuropa: 66.2% F / 49.6% M
Warum gibt es Unterschiede?

• physiologische Unterschiede (e.g. hormonelle Unterschiede)

• breit: Sozialisierung
  (z.B. durch die Gesellschaft in eine Gender Rolle hinein „gepresst“ werden)

• Mechanismen:

   • Kulturelle Psycholog (z.B. Arbeitsteilung und Gender Stereotype)

   • Lerntheorie (e.g. Lernen am Modell)

   • Kognitive Theorien (e.g. kognitive Dissonanzen reduzieren mittels
     Anpassung an Gender Stereotype)
Gender spezifische
Computer Einstellungen und Fertigkeiten




                    nach Whitley 1997
PISA 2003 - Gender Differences


                                Mädchen   Jungen
           Computerspiele        35%       70%
         Software runterladen    25%       51%
          Musik runterladen      40%       56%
        Informationen suchen     50%       59%
           Zusammenarbeit        27%       36%
           Kommunikation         55%       56%
            Programmieren        16%       30%
         Graphikprogramme        26%       34%
          Tabellenkalkulation    18%       24%
           Textverarbeitung      49%       48%
Einige Zahlen (JIM 2004)
Web 2.0 - angekommen? JIM 2007

• 25 % der jugendlichen Internetnutzer beteiligt sich aktiv am Web 2.0 und
  produziert mindestens mehrmals pro Woche eigene Inhalte, sei es durch
  das Einstellen von Bildern, Videos, Musikdateien oder das Verfassen von
  Blogs oder Newsgroupbeiträgen. Fast jeder dritte Junge und jedes fünfte
  Mädchen mit Interneterfahrung trägt so regelmäßig zum Web 2.0 bei.


• Wie die Untersuchung konkreter Web 2.0 Angebote weiter zeigt, werden
  diese aber vor allem passiv genutzt. So haben beispielsweise 78 Prozent der
  Internetnutzer schon einmal etwas in der Web 2.0 - Enzyklopädie Wikipedia
  gesucht, aber nur vier Prozent haben aktiv Einträge verfasst. Ähnliches gilt
  für die Videoplattform „YouTube“, hier hat immerhin schon jeder zehnte
  jugendliche Internetnutzer einmal ein Video eingestellt, drei Fünftel nutzen
  diese Seite jedoch nur passiv und schauen Videos an. Bei „Myspace“ haben
  sieben Prozent der Internetnutzer zwischen 12 – bis 19 Jahren schon einmal
  Inhalte eingestellt.
Social Networking
Pew Foundation 2007


• 55% of online teens have created a personal profile online, and 55% have
  used social networking sites like MySpace or Facebook.


• 66% of teens who have created a profile say that their profile is not visible by
  all internet users. They limit access to their profiles.


• Older girls ages 15-17 are more likely to have used social networking sites
  and online profiles; 70% of older girls have used an online social network
  compared with 54% of older boys, and 70% of older girls have created an
  online profile, while only 57% boys have done so.
Typologie jugendlicher Mediennutzer

• Allrounder

• Bildungsorientierten

• Konsumorientierten

• Kommunikationsorientierten

• Deprivierten

• Gestalter

• Positionslosen
Bildungsorientiere

• Belletristik / Sachbücher / Zeitungen

• Weniger TV + Video

• Internet

   • Informationsrecherche

   • Selbstgesteuertes / Autodidaktisches Lernen

   • Kommunikation (Email)

• Computer-Anwender
Gestalter

• Audio-/Videogestaltung


• Literarische Produktion


• Musikalische + visuell-bildnerische Gestaltung


• Hardware- / Softwarebezogene Tüfteleien
So wie das Internet eine Alltagstechnologie wird…




                Pew Institute 2005
…wird die Technik Nebensache.




 Nutzung
E-Learning
 Plattform
macht Spaß



n=108
…es gibt noch Unterschiede…




 Nutzung der
 E-Learning
 Umgebung
     ist
 kompliziert




n=108
Ohne New Media Literacy keine Lernchancen?

„Youth must expand their
required competencies,not
push aside old skills to
make room for the new.
Second,new media
literacies should be
considered a social skill“.
Jenkins, Purushotma,
Weigel, & Robison 2007,
p.19
Gender Mainstreaming in der Erziehung

• Ko-Edukation

• Fächerspezifische Trennung der Geschlechter (e.g. Roberta)

• Re-Attributionstraining

• Didaktische Innovationen

   • Selbstorganisationsoffener Unterricht

   • Konstruktivistische Lehr-Lern-Arrangements

   • Projektarbeit

   • Lernde können Unterrichtsstil beeinflussen
Gender-sensitive Sprache und Lernmaterial
(Auszug aus Pravda 2003)

• Sexistische Sprache vermeiden / austauschen

• In Beispielen Gender und deren Reihenfolge abwechseln

• Möglichst Gender-neutrale Begriffe verwenden

• Inhalte aus mehreren Perspektiven beschreiben

• Lebenserfahrung beider Gender integrieren

• Gender Hierarchien und Stereotype entfernen

• Neue Rollenmodelle für beide Gender anbieten
Wie gestaltet man E-Learning für Frauen?

• Inhalte, Medien und Aufgaben nach GM gestalten! (siehe z.B. Pravda)

• Didaktisch unstrittig und bekannt

   • Usability Forschung

   • Fokus auf Aufgaben, anwendbares Wissen, authentische Situationen

   • Kommunikation und Kollaboration

   • Projektarbeit in Gruppen

   • Tutorielle Betreuung

   • Alternative Bewertungsverfahren (Portfolios, Peer Feedbacks)
Wie gestaltet man E-Learning für Männer?

• genauso!
Wie gestaltet man E-Learning für Männer?

• Genauso!

• Plus teure Extras

   • Sammeln von Gegenständen, Erfahrungspunkten, Levels, Ränge ->
     spielerische „Coopetition“

   • Etwas zum Spielen geben

      • Simulationen & „serious“ games

      • Neue Technologien

   • Etwas zum Anschauen geben (mehr Multimedia)

   • Etwas zum Bauen geben (Micro worlds, Systemodellierungsbaukästen)
Beispielhafte Implementation

vhb
Kurs (4fache Replikation)
n = 108
Fokus = eigenes Gestalten, Frauen
Planung und Vorbereitung selbstorganisations-
           offenen Unterrichts am Beispiel ReWe

              PS 1                   PS 2
           Innovation          Rechnungswesen-
         im Unterricht         unterricht in der
                                    Kritik

              PS 3                   PS 4
       Vorbereitung von           Alternative
         Unterrichts-            Bewertungs-
           material                formen

15 Wochen / 90h Workload / 3 ECTS in MBEducation
FTF 1          Alle: Kickoff

PS 1    1.1	 S: Erfahrungsbericht
        1.2	 P: Kommentar
        1.3	 T: Feedback zu Kommentar
PS 2    2.1	   Alle: Zieldefinition - Lehrkritik
        2.2	   T: Zusammenfassung / Ziele
         	     Gruppenbildung
        2.3	   G: Didaktische Konzeptionen
        2.4	   G: Grobplanung
        2.5
   T (+P): Rückmeldungen für Grobplanungen
PS 3    3.1	 G: Detaillierte Planung + Materialentwicklung
        3.2
 T (+P): Rückmeldungen parallel zur M.entw.lg.
FTF 2   3.3	 P (+T/L): Peer Review
PS 4    4.1	 S: Selbstbewertung (der PS 3)
        4.2	 T (+G): Feedback
        4.3
 S: Reflektion über Selbstbewertung
Präsenztreffen
Word
EverLearn




            Fotos
Unterschiede Eingangsvoraussetzungen
     Selbstwirksamkeit      Selbstorganisation




    Leistungsmotivation    Interesse am Thema
Keine Unterschiede C+I Expertise

      computer expertise       computer usage




     internet expertise        internet usage
Evaluation der Lernumgebung
      Kompliziert             Wisse wie…




                            Schaue mehr
        Spaß              andere Arbeiten an
Lernen
         PLK Start   PLK Ende




                           Noten
Interesse und Didaktik


      Interesse             Soziale Eingebundenheit




  Selbstorganisationsgrad
Prozessunterschiede:
Kommunikation
Verteilung Mittelwerte Nutzungszeiten




      Lerchen         Eulen
Weitere Forschungsfragen: Gender




              Roenneberg & Merrow 2004
Genderunterschiede in der Zeit?
Gender: Produktive vs. konsumptive Nutzung



       Konsum Produktion       Total     P/T


  M     677,2      106,7       783,9    13,6%


  F     924,2      130,6       1054,9   124%


                    n = 1688
Ergebnisse

• funktionierte

   • für Frauen

   • für Männer mit schlechteren Eingangsvoraussetzungen

• Primat der Didaktik

• Technik sekundär

   • zuverlässig

   • einfach

   • Empowerment
Fragen und Anmerkungen zum Schluss…

• Ist das Thema bereits eine Stereotypisierung?

• Gender Inklusion anstatt Dramatisierung

• Learning with E!

• Varianz innerhalb der Gender größer als zwischen!

• Effekte der Gender Awareness beim E-Learning ungeklärt

• Sind Frauen die besseren E-Learner?
Prof. Dr. Karsten D. Wolf                             Fachbereich 12
Didaktische Gestaltung                                Erziehungs- und
multimedialer Lernumgebungen                          Bildungswissenschaften




                                         Fragen?
                                          Ideen?
                                       Gegenreden?
                               mail:
wolf@uni-bremen.de
                               web:
www.ifeb.uni-bremen.de/wolf/



                                                          cc Karsten D. Wolf

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Gender Mainstreaming und New Media Literacy: Zugänge oder Barrieren beim E-Learning?

  • 1. Gender und New Media Literacy: by darwinbell on flickr Zugänge oder Barrieren beim E-Learning? Prof. Dr. Karsten D. Wolf Fachbereich 12, Universität Bremen Didaktische Gestaltung interaktiver Lernumgebungen
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  • 12. Überblick der heutigen Vorlesung • Unterschiede… • beim Lernen • bei der Nutzung von Technologie • GM in der Erziehung • Kriterien für gender mainstreamed E-Learning • Praktische Beispiele und empirische Ergebnisse • Offene Fragen
  • 13. FB 12 Didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen
  • 14. Zusammenfassung Lernen und Gender • Keine IQ Unterschiede per Design! • Keine Leistungsunterschiede bei Lernhandlungen (Maccoby / Jacklin 1974) • Frauen lernen anwendungsorientierter (Manthey 1983) • Frauen: relevantes und anwendbares Wissen für ihr Leben (Rogall 2001) • Männer: Tauschwert von Wissen (Manthey 1983)
  • 15. effect power d 50% 84,1% 97,8% d d=2
  • 16. Lernstile • Meta-Analyse (Severiens / Ten Dam 1994) • insgesamt keine Unterschiede • Frauen • mehr intrinsische Motivation (d=0.29) • präsentieren breiter und aus mehreren Perspektiven • Männer • mehr extrinsisch motiviert • lernen intensiver und tiefer
  • 17. Lesefähigkeit • Mädchen wählen mehr Sprachkurse (Roeder/Gruehn 1997) • bessere verbale Fähigkeiten von Mädchen (n=20000, grade 9-12, Droege 1967) • PISA Studie 2003: Lesekompetenz der Jungen 34 Prozentpunkte unter denen der Mädchen (PISA-Konsortium 2005) • Lesen als Hobby: Mädchen 41%, Jungen 17.1% (Stanat/Kunter 2001) • Jungen bevorzugen kurze Texte (Zeitungen, Comics, Emails, Websites)
  • 18. Metaanalyse Hyde / Linn 1988 120 Studien
  • 19. Metaanalyse Hyde / Linn 1988 120 studies
  • 20. Metaanalyse Hyde / Linn 1988 120 studies
  • 21. Metaanalyse Hyde / Linn 1988 120 studies
  • 22. Elvis
  • 24. Räumliche Fähigkeiten - eine männliche Domäne
  • 25. Soziales Verhalten • Agression (Knight et al 1996) • Männer! • Frauen dominieren Beziehungsbezogene Gewalt (mobbing, negative & erfundene Gerüchte, Crick & Gropeter 1995) • Kommunikation • Frauen entschlüsseln nicht-verbale Signale besser • Männer dominieren Diskussionen • Frauen diskutieren kooperativer
  • 30. Achtung beim Vergleich A B 16% A > ø B
  • 31. Achtung beim Vergleich A B 16% A > ø B
  • 34. Jungen als neue Bildungsverlierer? • Gender Parity Index • UNESCO 0.93 • Secondary School • UK 1.12 (53:47) • Sweden 1.28 (56:44) • Tertiary Education • Global: 21,9% F / 20.4% M • Nordamerika / Westeuropa: 66.2% F / 49.6% M
  • 35. Warum gibt es Unterschiede? • physiologische Unterschiede (e.g. hormonelle Unterschiede) • breit: Sozialisierung (z.B. durch die Gesellschaft in eine Gender Rolle hinein „gepresst“ werden) • Mechanismen: • Kulturelle Psycholog (z.B. Arbeitsteilung und Gender Stereotype) • Lerntheorie (e.g. Lernen am Modell) • Kognitive Theorien (e.g. kognitive Dissonanzen reduzieren mittels Anpassung an Gender Stereotype)
  • 36. Gender spezifische Computer Einstellungen und Fertigkeiten nach Whitley 1997
  • 37.
  • 38. PISA 2003 - Gender Differences Mädchen Jungen Computerspiele 35% 70% Software runterladen 25% 51% Musik runterladen 40% 56% Informationen suchen 50% 59% Zusammenarbeit 27% 36% Kommunikation 55% 56% Programmieren 16% 30% Graphikprogramme 26% 34% Tabellenkalkulation 18% 24% Textverarbeitung 49% 48%
  • 39.
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  • 41.
  • 43.
  • 44. Web 2.0 - angekommen? JIM 2007 • 25 % der jugendlichen Internetnutzer beteiligt sich aktiv am Web 2.0 und produziert mindestens mehrmals pro Woche eigene Inhalte, sei es durch das Einstellen von Bildern, Videos, Musikdateien oder das Verfassen von Blogs oder Newsgroupbeiträgen. Fast jeder dritte Junge und jedes fünfte Mädchen mit Interneterfahrung trägt so regelmäßig zum Web 2.0 bei. • Wie die Untersuchung konkreter Web 2.0 Angebote weiter zeigt, werden diese aber vor allem passiv genutzt. So haben beispielsweise 78 Prozent der Internetnutzer schon einmal etwas in der Web 2.0 - Enzyklopädie Wikipedia gesucht, aber nur vier Prozent haben aktiv Einträge verfasst. Ähnliches gilt für die Videoplattform „YouTube“, hier hat immerhin schon jeder zehnte jugendliche Internetnutzer einmal ein Video eingestellt, drei Fünftel nutzen diese Seite jedoch nur passiv und schauen Videos an. Bei „Myspace“ haben sieben Prozent der Internetnutzer zwischen 12 – bis 19 Jahren schon einmal Inhalte eingestellt.
  • 45. Social Networking Pew Foundation 2007 • 55% of online teens have created a personal profile online, and 55% have used social networking sites like MySpace or Facebook. • 66% of teens who have created a profile say that their profile is not visible by all internet users. They limit access to their profiles. • Older girls ages 15-17 are more likely to have used social networking sites and online profiles; 70% of older girls have used an online social network compared with 54% of older boys, and 70% of older girls have created an online profile, while only 57% boys have done so.
  • 46.
  • 47. Typologie jugendlicher Mediennutzer • Allrounder • Bildungsorientierten • Konsumorientierten • Kommunikationsorientierten • Deprivierten • Gestalter • Positionslosen
  • 48. Bildungsorientiere • Belletristik / Sachbücher / Zeitungen • Weniger TV + Video • Internet • Informationsrecherche • Selbstgesteuertes / Autodidaktisches Lernen • Kommunikation (Email) • Computer-Anwender
  • 49. Gestalter • Audio-/Videogestaltung • Literarische Produktion • Musikalische + visuell-bildnerische Gestaltung • Hardware- / Softwarebezogene Tüfteleien
  • 50. So wie das Internet eine Alltagstechnologie wird… Pew Institute 2005
  • 51. …wird die Technik Nebensache. Nutzung E-Learning Plattform macht Spaß n=108
  • 52. …es gibt noch Unterschiede… Nutzung der E-Learning Umgebung ist kompliziert n=108
  • 53. Ohne New Media Literacy keine Lernchancen? „Youth must expand their required competencies,not push aside old skills to make room for the new. Second,new media literacies should be considered a social skill“. Jenkins, Purushotma, Weigel, & Robison 2007, p.19
  • 54. Gender Mainstreaming in der Erziehung • Ko-Edukation • Fächerspezifische Trennung der Geschlechter (e.g. Roberta) • Re-Attributionstraining • Didaktische Innovationen • Selbstorganisationsoffener Unterricht • Konstruktivistische Lehr-Lern-Arrangements • Projektarbeit • Lernde können Unterrichtsstil beeinflussen
  • 55. Gender-sensitive Sprache und Lernmaterial (Auszug aus Pravda 2003) • Sexistische Sprache vermeiden / austauschen • In Beispielen Gender und deren Reihenfolge abwechseln • Möglichst Gender-neutrale Begriffe verwenden • Inhalte aus mehreren Perspektiven beschreiben • Lebenserfahrung beider Gender integrieren • Gender Hierarchien und Stereotype entfernen • Neue Rollenmodelle für beide Gender anbieten
  • 56. Wie gestaltet man E-Learning für Frauen? • Inhalte, Medien und Aufgaben nach GM gestalten! (siehe z.B. Pravda) • Didaktisch unstrittig und bekannt • Usability Forschung • Fokus auf Aufgaben, anwendbares Wissen, authentische Situationen • Kommunikation und Kollaboration • Projektarbeit in Gruppen • Tutorielle Betreuung • Alternative Bewertungsverfahren (Portfolios, Peer Feedbacks)
  • 57. Wie gestaltet man E-Learning für Männer? • genauso!
  • 58. Wie gestaltet man E-Learning für Männer? • Genauso! • Plus teure Extras • Sammeln von Gegenständen, Erfahrungspunkten, Levels, Ränge -> spielerische „Coopetition“ • Etwas zum Spielen geben • Simulationen & „serious“ games • Neue Technologien • Etwas zum Anschauen geben (mehr Multimedia) • Etwas zum Bauen geben (Micro worlds, Systemodellierungsbaukästen)
  • 59. Beispielhafte Implementation vhb Kurs (4fache Replikation) n = 108 Fokus = eigenes Gestalten, Frauen
  • 60. Planung und Vorbereitung selbstorganisations- offenen Unterrichts am Beispiel ReWe PS 1 PS 2 Innovation Rechnungswesen- im Unterricht unterricht in der Kritik PS 3 PS 4 Vorbereitung von Alternative Unterrichts- Bewertungs- material formen 15 Wochen / 90h Workload / 3 ECTS in MBEducation
  • 61. FTF 1 Alle: Kickoff PS 1 1.1 S: Erfahrungsbericht 1.2 P: Kommentar 1.3 T: Feedback zu Kommentar PS 2 2.1 Alle: Zieldefinition - Lehrkritik 2.2 T: Zusammenfassung / Ziele Gruppenbildung 2.3 G: Didaktische Konzeptionen 2.4 G: Grobplanung 2.5 T (+P): Rückmeldungen für Grobplanungen PS 3 3.1 G: Detaillierte Planung + Materialentwicklung 3.2 T (+P): Rückmeldungen parallel zur M.entw.lg. FTF 2 3.3 P (+T/L): Peer Review PS 4 4.1 S: Selbstbewertung (der PS 3) 4.2 T (+G): Feedback 4.3 S: Reflektion über Selbstbewertung
  • 64. Unterschiede Eingangsvoraussetzungen Selbstwirksamkeit Selbstorganisation Leistungsmotivation Interesse am Thema
  • 65. Keine Unterschiede C+I Expertise computer expertise computer usage internet expertise internet usage
  • 66. Evaluation der Lernumgebung Kompliziert Wisse wie… Schaue mehr Spaß andere Arbeiten an
  • 67. Lernen PLK Start PLK Ende Noten
  • 68. Interesse und Didaktik Interesse Soziale Eingebundenheit Selbstorganisationsgrad
  • 71. Weitere Forschungsfragen: Gender Roenneberg & Merrow 2004
  • 73. Gender: Produktive vs. konsumptive Nutzung Konsum Produktion Total P/T M 677,2 106,7 783,9 13,6% F 924,2 130,6 1054,9 124% n = 1688
  • 74. Ergebnisse • funktionierte • für Frauen • für Männer mit schlechteren Eingangsvoraussetzungen • Primat der Didaktik • Technik sekundär • zuverlässig • einfach • Empowerment
  • 75. Fragen und Anmerkungen zum Schluss… • Ist das Thema bereits eine Stereotypisierung? • Gender Inklusion anstatt Dramatisierung • Learning with E! • Varianz innerhalb der Gender größer als zwischen! • Effekte der Gender Awareness beim E-Learning ungeklärt • Sind Frauen die besseren E-Learner?
  • 76. Prof. Dr. Karsten D. Wolf Fachbereich 12 Didaktische Gestaltung Erziehungs- und multimedialer Lernumgebungen Bildungswissenschaften Fragen? Ideen? Gegenreden? mail: wolf@uni-bremen.de web: www.ifeb.uni-bremen.de/wolf/ cc Karsten D. Wolf