Basisinformationstechnologie II – Sommersemester 2016 – 23. Mai 2016
Dr. Jan G. Wieners
Semantic Web
Mikroformate, RDF
Ausgangspunkt: Das World Wide Web (WWW)
 Einschränkungen des WWW
Semantic Web
 Problemstellung, Intention, Worum geht‘s?
 Wissensrepräsentation
 Mikroformate
 RDF, RDF / XML
 (Ontologien)
 Anwendung: FOAF
Sitzungsüberblick
Beschreiben Sie sich und Ihren Freundeskreis mit den
Begriffen aus FOAF in RDF / XML. Das FOAF-Vokabular finden
Sie erläutert unter http://xmlns.com/foaf/spec/.
Prüfen Sie Ihre Arbeit mit dem W3C-Validator unter
http://www.w3.org/RDF/Validator („Triples and Graph“)
<?xml version="1.0"?>
<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-
syntax-ns#"
xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#"
xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/">
<!– Hier kommt das FOAF-XML rein -->
</rdf:RDF>
Sitzungsaufgaben
Speichern Sie Ihre XML-Datei und einen Screenshot Ihres
von http://www.w3.org/RDF/Validator generierten
Graphen in einem Zip-Archiv und laden Sie Ihr Werk in
WoMS hoch.
Registrierungstoken: http://womsvm.hki.uni-
koeln.de/register/veranstaltung/QnO1DG8NeUTrizQR
Sitzungsaufgaben
World Wide Web
Tim Berners-Lee(*1955, London)
Vannevar Bush(1890-1974)
„Magic“:
 Rechtschreibfehler:
„accidentally“
vs. „acidentally“
It‘s magic?
„Magic“ II:
 Ranking: Sortierung der Treffer von hochrelevanten zu
weniger relevanten Treffern
It‘s magic?
„Magic“ II:
 Ranking: Sortierung der Treffer von hochrelevanten zu
weniger relevanten Treffern
„Magic“ III:
 Performance:
It‘s magic?
„What‘s wrong with the web?“ – die Grenzen des WWW
I. „Wer ist Jan Wieners?“
 Suchanfrage: Wieners
 [Wer], [ist] weniger relevante Suchterme
 tf-idf-maß
World Wide Web
tf-idf-Maß:
 Termfrequenz: Häufigkeit des (Such)Terms / der Wortform im
jeweiligen Dokument
 Bestimmung der Trennschärfe einer Wortform: Inverse
Document Frequency (IDF), Inverse Dokumenthäufigkeit
 Annahme: Eine Wortform, die nur in wenigen Titelaufnahmen
des Gesamtbestandes anzutreffen ist, verfügt über eine
höhere Trennschärfe als eine Wortform, die sich in
zahlreichen Titelaufnahmen findet.
𝐼𝐷𝐹 = log(
𝑇𝑖𝑡𝑒𝑙 𝑖𝑛 𝐷𝐵
𝑇𝑟𝑒𝑓𝑓𝑒𝑟 𝑆𝑢𝑐ℎ𝑡𝑒𝑟𝑚 𝑖𝑛 𝐷𝐵
)
„What‘s wrong with the web?“ – die Grenzen des WWW
 II. „Zeige mir Fotos von Paris“
 Suchmaschinen versuchen (mitunter), die Bedeutung
eines Bildes / das im Bild dargestellt durch den Kontext
zu erschließen:
 Dateiname
 Text, der sich in Bildnähe befindet
„What‘s wrong with the
web?“ – die Grenzen des
WWW
 III. „Finde Musik, die ich
mögen könnte“
 Knackpunkt:
Hintergrundwissen –
Welche Musik mag ich
derzeit? (Musikgeschmack
verändert sich mitunter)
World Wide Web
Oh weh, was
meint sie / er
damit bloß???
Knackpunkt: Den Computermechanismen
mangelt‘s an Wissen!
„knowledge gap“:
 Probleme im Verständnis natürlicher
Sprache
 Interpretation des Inhaltes von Bildern
oder anderen multimedialen Dingen
 Computer verfügt nicht über
Hintergrundwissen über das der
Benutzer / die Benutzerin verfügt
 Computer verfügt nicht über
Hintergrundwissen über die Benutzerin
/ den Benutzer
Semantic Web
Ach so ist das gemeint!
…hätte sie / er das nicht
gleich sagen können?!?
ToDo: Wissenslücke zwischen
Benutzer und Computer
mindern
 Bereitstellung von Wissen
in einer Art und Weise, in
der es von Computern
verarbeitet werden und für
weiteres Schließen
verwendet werden kann
 Z.B.: Bereitstellung von
(semantischen)
Metainformationen, die die
Inhalte der Website
beschreiben (description,
keywords, etc.)
Bild + Metadaten
 Schlüsselwörter
 Georeferenzierung
◦ Adresskodierung (Postanschrift)
◦ Zuweisung von Koordinaten (Geotagging)
◦ …
 Konzept des Semantic Web formuliert 1996 von Tim
Berners-Lee
 Kerntechnologien (logikbasierte Sprachen zur
Representation von Wissen und (automatisiertem)
Schließen) entwickelt im Forschungsfeld der
Künstlichen Intelligenz.
 Standards: W3C
 Ursprüngliche Intention: Annotation – Anreicherung
der Inhalte im WWW durch Metadaten
Semantic Web
Semantic Web I:
Semantische Annotation durch
Mikroformate
„Designed for humans first and machines second,
microformats are a set of simple, open data formats built
upon existing and widely adopted standards.”
(http://microformats.org/)
Mikroformate
Beispiel: Mikroformat „hCard“ (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroformate):
XHTML / HTML, einfach:
<div>
<div>Max Mustermann</div>
<div>Musterfirma</div
<div>01234/56789</div>
<a
href="http://example.com/">http://example.com/</a>
</div>
Semantic Web
Beispiel: Mikroformat „hCard“ (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroformate):
XHTML, einfach:
<div>
<div>Max Mustermann</div>
<div>Musterfirma</div
<div>01234/56789</div>
<a href="http://example.com/">http://example.com/</a>
</div>
Im Mikroformat „hCard“:
<div class="vcard">
<div class="fn">Max Mustermann</div>
<div class="org">Musterfirma</div>
<div class="tel">01234/56789</div>
<a class="url"
href="http://example.com/">http://example.com/</a>
</div>
Semantic Web
Semantic Web II:
Das Resource Description
Framework (RDF)
http://www.w3schools.com/webservices/ws_rdf_intro.asp
 Extensible Markup Language (XML)
 „Wohlgeformtheit“?
 Gültigkeit (Validität)?
 DTD?
 XML Schema? Schematron? RELAX NG?
XML?
Natürlichsprachige Aussage:
Die Webseite „http://www.example.org“ hat einen Urheber namens Jan Wieners.
Die Aussage besteht aus dem Gegenstand der Aussage,
einer Eigenschaft des Gegenstandes und einem Wert für diese Eigenschaft.
In RDF Terminologie wird der Gegenstand der Aussage als Subjekt (subject), die
Eigenschaft als Prädikat (predicate) und Wert der Eigenschaft als Objekt (object)
bezeichnet.
 Subjekt, Prädikat und Objekt bilden ein Tripel.
RDF Grundkonzepte
Ein oder mehrere Tripel bilden einen RDF-
Graphen:
RDF (Graphen)modell
Subject A Object A
Predicate A
Object B
Predicate B
 Bestandteile der Aussage getrennt von Leerzeichen
 URI in spitzen Klammern
 Eigenschaftswerte in Anführungszeichen
 Standardnotationsformate: N-Triple, Turtle, etc.
„Das HTML-Dokument index.html wurde von Jan
Wieners erstellt“:
ex:index.html dc:creator “Jan Wieners“
N-Tripel Notation
Namespaces / Namensräume
 Klassen und Eigenschaften unterhalb des gleichen URI
bilden einen Namespace.
Beispiel: Dublin Core
 http://purl.org/dc/elements/1.1/title
 http://purl.org/dc/elements/1.1/creator
 http://purl.org/dc/elements/1.1/date
FOAF
 http://xmlns.com/foaf/0.1
RDF
Intention:
 Globaler, eindeutiger Bezeichner für Entitäten
 Unterklassen: URL, URN
Beispiele:
 http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Identi
fier
 urn:isbn:4-7980-1224-6
Uniform Resource Identifier (URI)
<?xml version="1.0"?>
<RDF>
<Description
about="http://www.hki.uni-koeln.de/wieners">
<author>Jan Wieners</author>
<homepage>
http://www.hki.uni-koeln.de
</homepage>
</Description>
</RDF>
RDF (reduziert, ohne Namensräume)
Ressource (resource)
 Worum geht‘s?
<?xml version="1.0"?>
<RDF>
<Description
about="http://www.hki.uni-koeln.de/wieners">
<author>Jan Wieners</author>
<homepage>
http://www.hki.uni-koeln.de
</homepage>
</Description>
</RDF>
RDF (reduziert, ohne Namensräume)
Ressource (resource)
 Worum geht‘s?
Eigenschaft (property)
<?xml version="1.0"?>
<RDF>
<Description
about="http://www.hki.uni-koeln.de/wieners">
<author>Jan Wieners</author>
<homepage>
http://www.hki.uni-koeln.de
</homepage>
</Description>
</RDF>
RDF (reduziert, ohne Namensräume)
Ressource (resource)
 Worum geht‘s?
Eigenschaft (property)
Eigenschaftswert (property value)
<?xml version="1.0"?>
<RDF>
<Description
about="http://www.hki.uni-koeln.de/wieners">
<author>Jan Wieners</author>
<homepage>
http://www.hki.uni-koeln.de
</homepage>
</Description>
</RDF>
RDF (reduziert, ohne Namensräume)
Ressource (resource)
 Worum geht‘s?
Eigenschaft (property)
Eigenschaftswert (property value)
RDF-Statement = Ressource + Eigenschaft +
Eigenschaftswert
„Jan Wieners ist der Autor von http://www.hki.uni-
koeln.de/wieners“
RDF (mit Namensräumen)
<?xml version="1.0"?>
<rdf:RDF
xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
xmlns:hki="http://www.hki.uni-koeln.de">
<rdf:Description rdf:about="http://www.hki.uni-
koeln.de/ITZert">
<hki:author>Jan Wieners</hki:author>
<hki:homepage>http://www.hki.uni-
koeln.de/wieners</hki:homepage>
</rdf:Description>
</rdf:RDF>
RDF/XML, Praxisbeispiel: Friend of
a Friend (FOAF)
„The FOAF ("Friend of a Friend") project is a community
driven effort to define an RDF vocabulary for expressing
metadata about people, and their interests, relationships
and activities.”
Grundaufbau eines FOAF-Dokumentes:
RDF / XML und FOAF
<?xml version="1.0"?>
<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#"
xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/">
<!– Hier kommt das FOAF-XML rein -->
</rdf:RDF>
Hinzufügen einer Person und eines Namens:
RDF / XML und FOAF
<?xml version="1.0"?>
<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#"
xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/">
<foaf:Person>
<foaf:name>Jan Wieners</foaf:name>
</foaf:Person>
</rdf:RDF>
Hinzufügen einer Email-Adresse:
RDF / XML und FOAF
<?xml version="1.0"?>
<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#"
xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/">
<foaf:Person>
<foaf:name>Jan Wieners</foaf:name>
<foaf:mbox rdf:resource="mailto:jan.wieners@uni-koeln.de"/>
</foaf:Person>
</rdf:RDF>
Relationen zu anderen Personen ergänzen:
<?xml version="1.0"?>
<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#"
xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/">
<foaf:Person>
<foaf:name>Jan Wieners</foaf:name>
<foaf:mbox rdf:resource="mailto:jan.wieners@uni-koeln.de"/>
</foaf:Person>
<foaf:Person rdf:nodeID="Joyce">
<foaf:name>James Joyce</foaf:name>
<rdfs:seeAlso rdf:resource="http://www.example.com/jamesjoyce.rdf"/>
</foaf:Person>
<foaf:Person rdf:nodeID="Jan">
<foaf:name>Jan Wieners</foaf:name>
<foaf:knows rdf:nodeID="Joyce"/>
<foaf:knows>
<foaf:Person rdf:nodeID="Murakami">
<foaf:name>Haruki Murakami</foaf:name>
</foaf:Person>
</foaf:knows>
</foaf:Person>
</rdf:RDF>
SPARQL – SPARQL Protocol And RDF Query Language
Ein Beispiel(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/SPARQL):
PREFIX abc: <http://example.com/exampleOntology#>
SELECT ?capital ?country
WHERE {
?x abc:cityname ?capital;
abc:isCapitalOf ?y .
?y abc:countryname ?country ;
abc:isInContinent abc:Africa .
}
Abfrage von Informationen
/
 https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Universitat_zu_K
oln_Hauptgebaude_ost.jpg
 http://causeitsallaboutthepayno.tumblr.com/post/1317464
53874/im-currently-listening-to-adeles-new
 www.giphy.com
 http://www.homecartravelers.com/wp-
content/uploads/2015/10/incredible-japan-tokyo-tower-
travel-guides-photograph.jpg
 http://www.airport-orly.com/images/paris-tour-eiffel-at-
night.jpg
 http://static.idolator.com/uploads/2015/01/paris-never-
be.jpg
 http://media.news.de/resources/images/94/58/22f4885b6
2c5dc4614965c45ae3a.jpg
Bildnachweise

Bit sosem 2016-wieners-sitzung-08_semantic-web

  • 1.
    Basisinformationstechnologie II –Sommersemester 2016 – 23. Mai 2016 Dr. Jan G. Wieners Semantic Web Mikroformate, RDF
  • 2.
    Ausgangspunkt: Das WorldWide Web (WWW)  Einschränkungen des WWW Semantic Web  Problemstellung, Intention, Worum geht‘s?  Wissensrepräsentation  Mikroformate  RDF, RDF / XML  (Ontologien)  Anwendung: FOAF Sitzungsüberblick
  • 3.
    Beschreiben Sie sichund Ihren Freundeskreis mit den Begriffen aus FOAF in RDF / XML. Das FOAF-Vokabular finden Sie erläutert unter http://xmlns.com/foaf/spec/. Prüfen Sie Ihre Arbeit mit dem W3C-Validator unter http://www.w3.org/RDF/Validator („Triples and Graph“) <?xml version="1.0"?> <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf- syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"> <!– Hier kommt das FOAF-XML rein --> </rdf:RDF> Sitzungsaufgaben
  • 4.
    Speichern Sie IhreXML-Datei und einen Screenshot Ihres von http://www.w3.org/RDF/Validator generierten Graphen in einem Zip-Archiv und laden Sie Ihr Werk in WoMS hoch. Registrierungstoken: http://womsvm.hki.uni- koeln.de/register/veranstaltung/QnO1DG8NeUTrizQR Sitzungsaufgaben
  • 5.
  • 9.
  • 12.
  • 17.
  • 18.
    „Magic“ II:  Ranking:Sortierung der Treffer von hochrelevanten zu weniger relevanten Treffern It‘s magic?
  • 20.
    „Magic“ II:  Ranking:Sortierung der Treffer von hochrelevanten zu weniger relevanten Treffern „Magic“ III:  Performance: It‘s magic?
  • 21.
    „What‘s wrong withthe web?“ – die Grenzen des WWW I. „Wer ist Jan Wieners?“  Suchanfrage: Wieners  [Wer], [ist] weniger relevante Suchterme  tf-idf-maß World Wide Web
  • 22.
    tf-idf-Maß:  Termfrequenz: Häufigkeitdes (Such)Terms / der Wortform im jeweiligen Dokument  Bestimmung der Trennschärfe einer Wortform: Inverse Document Frequency (IDF), Inverse Dokumenthäufigkeit  Annahme: Eine Wortform, die nur in wenigen Titelaufnahmen des Gesamtbestandes anzutreffen ist, verfügt über eine höhere Trennschärfe als eine Wortform, die sich in zahlreichen Titelaufnahmen findet. 𝐼𝐷𝐹 = log( 𝑇𝑖𝑡𝑒𝑙 𝑖𝑛 𝐷𝐵 𝑇𝑟𝑒𝑓𝑓𝑒𝑟 𝑆𝑢𝑐ℎ𝑡𝑒𝑟𝑚 𝑖𝑛 𝐷𝐵 )
  • 27.
    „What‘s wrong withthe web?“ – die Grenzen des WWW  II. „Zeige mir Fotos von Paris“  Suchmaschinen versuchen (mitunter), die Bedeutung eines Bildes / das im Bild dargestellt durch den Kontext zu erschließen:  Dateiname  Text, der sich in Bildnähe befindet
  • 28.
    „What‘s wrong withthe web?“ – die Grenzen des WWW  III. „Finde Musik, die ich mögen könnte“  Knackpunkt: Hintergrundwissen – Welche Musik mag ich derzeit? (Musikgeschmack verändert sich mitunter) World Wide Web
  • 29.
    Oh weh, was meintsie / er damit bloß??? Knackpunkt: Den Computermechanismen mangelt‘s an Wissen! „knowledge gap“:  Probleme im Verständnis natürlicher Sprache  Interpretation des Inhaltes von Bildern oder anderen multimedialen Dingen  Computer verfügt nicht über Hintergrundwissen über das der Benutzer / die Benutzerin verfügt  Computer verfügt nicht über Hintergrundwissen über die Benutzerin / den Benutzer
  • 30.
  • 31.
    Ach so istdas gemeint! …hätte sie / er das nicht gleich sagen können?!? ToDo: Wissenslücke zwischen Benutzer und Computer mindern  Bereitstellung von Wissen in einer Art und Weise, in der es von Computern verarbeitet werden und für weiteres Schließen verwendet werden kann  Z.B.: Bereitstellung von (semantischen) Metainformationen, die die Inhalte der Website beschreiben (description, keywords, etc.)
  • 34.
    Bild + Metadaten Schlüsselwörter  Georeferenzierung ◦ Adresskodierung (Postanschrift) ◦ Zuweisung von Koordinaten (Geotagging) ◦ …
  • 35.
     Konzept desSemantic Web formuliert 1996 von Tim Berners-Lee  Kerntechnologien (logikbasierte Sprachen zur Representation von Wissen und (automatisiertem) Schließen) entwickelt im Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz.  Standards: W3C  Ursprüngliche Intention: Annotation – Anreicherung der Inhalte im WWW durch Metadaten Semantic Web
  • 37.
    Semantic Web I: SemantischeAnnotation durch Mikroformate
  • 38.
    „Designed for humansfirst and machines second, microformats are a set of simple, open data formats built upon existing and widely adopted standards.” (http://microformats.org/) Mikroformate
  • 39.
    Beispiel: Mikroformat „hCard“(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroformate): XHTML / HTML, einfach: <div> <div>Max Mustermann</div> <div>Musterfirma</div <div>01234/56789</div> <a href="http://example.com/">http://example.com/</a> </div> Semantic Web
  • 40.
    Beispiel: Mikroformat „hCard“(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroformate): XHTML, einfach: <div> <div>Max Mustermann</div> <div>Musterfirma</div <div>01234/56789</div> <a href="http://example.com/">http://example.com/</a> </div> Im Mikroformat „hCard“: <div class="vcard"> <div class="fn">Max Mustermann</div> <div class="org">Musterfirma</div> <div class="tel">01234/56789</div> <a class="url" href="http://example.com/">http://example.com/</a> </div> Semantic Web
  • 41.
    Semantic Web II: DasResource Description Framework (RDF)
  • 42.
  • 43.
     Extensible MarkupLanguage (XML)  „Wohlgeformtheit“?  Gültigkeit (Validität)?  DTD?  XML Schema? Schematron? RELAX NG? XML?
  • 44.
    Natürlichsprachige Aussage: Die Webseite„http://www.example.org“ hat einen Urheber namens Jan Wieners. Die Aussage besteht aus dem Gegenstand der Aussage, einer Eigenschaft des Gegenstandes und einem Wert für diese Eigenschaft. In RDF Terminologie wird der Gegenstand der Aussage als Subjekt (subject), die Eigenschaft als Prädikat (predicate) und Wert der Eigenschaft als Objekt (object) bezeichnet.  Subjekt, Prädikat und Objekt bilden ein Tripel. RDF Grundkonzepte
  • 45.
    Ein oder mehrereTripel bilden einen RDF- Graphen: RDF (Graphen)modell Subject A Object A Predicate A Object B Predicate B
  • 46.
     Bestandteile derAussage getrennt von Leerzeichen  URI in spitzen Klammern  Eigenschaftswerte in Anführungszeichen  Standardnotationsformate: N-Triple, Turtle, etc. „Das HTML-Dokument index.html wurde von Jan Wieners erstellt“: ex:index.html dc:creator “Jan Wieners“ N-Tripel Notation
  • 47.
    Namespaces / Namensräume Klassen und Eigenschaften unterhalb des gleichen URI bilden einen Namespace. Beispiel: Dublin Core  http://purl.org/dc/elements/1.1/title  http://purl.org/dc/elements/1.1/creator  http://purl.org/dc/elements/1.1/date FOAF  http://xmlns.com/foaf/0.1 RDF
  • 48.
    Intention:  Globaler, eindeutigerBezeichner für Entitäten  Unterklassen: URL, URN Beispiele:  http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Identi fier  urn:isbn:4-7980-1224-6 Uniform Resource Identifier (URI)
  • 49.
  • 50.
  • 51.
    <?xml version="1.0"?> <RDF> <Description about="http://www.hki.uni-koeln.de/wieners"> <author>Jan Wieners</author> <homepage> http://www.hki.uni-koeln.de </homepage> </Description> </RDF> RDF(reduziert, ohne Namensräume) Ressource (resource)  Worum geht‘s? Eigenschaft (property) Eigenschaftswert (property value)
  • 52.
    <?xml version="1.0"?> <RDF> <Description about="http://www.hki.uni-koeln.de/wieners"> <author>Jan Wieners</author> <homepage> http://www.hki.uni-koeln.de </homepage> </Description> </RDF> RDF(reduziert, ohne Namensräume) Ressource (resource)  Worum geht‘s? Eigenschaft (property) Eigenschaftswert (property value) RDF-Statement = Ressource + Eigenschaft + Eigenschaftswert „Jan Wieners ist der Autor von http://www.hki.uni- koeln.de/wieners“
  • 53.
    RDF (mit Namensräumen) <?xmlversion="1.0"?> <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:hki="http://www.hki.uni-koeln.de"> <rdf:Description rdf:about="http://www.hki.uni- koeln.de/ITZert"> <hki:author>Jan Wieners</hki:author> <hki:homepage>http://www.hki.uni- koeln.de/wieners</hki:homepage> </rdf:Description> </rdf:RDF>
  • 55.
  • 56.
    „The FOAF ("Friendof a Friend") project is a community driven effort to define an RDF vocabulary for expressing metadata about people, and their interests, relationships and activities.” Grundaufbau eines FOAF-Dokumentes: RDF / XML und FOAF <?xml version="1.0"?> <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"> <!– Hier kommt das FOAF-XML rein --> </rdf:RDF>
  • 57.
    Hinzufügen einer Personund eines Namens: RDF / XML und FOAF <?xml version="1.0"?> <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"> <foaf:Person> <foaf:name>Jan Wieners</foaf:name> </foaf:Person> </rdf:RDF>
  • 58.
    Hinzufügen einer Email-Adresse: RDF/ XML und FOAF <?xml version="1.0"?> <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"> <foaf:Person> <foaf:name>Jan Wieners</foaf:name> <foaf:mbox rdf:resource="mailto:jan.wieners@uni-koeln.de"/> </foaf:Person> </rdf:RDF>
  • 59.
    Relationen zu anderenPersonen ergänzen: <?xml version="1.0"?> <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"> <foaf:Person> <foaf:name>Jan Wieners</foaf:name> <foaf:mbox rdf:resource="mailto:jan.wieners@uni-koeln.de"/> </foaf:Person> <foaf:Person rdf:nodeID="Joyce"> <foaf:name>James Joyce</foaf:name> <rdfs:seeAlso rdf:resource="http://www.example.com/jamesjoyce.rdf"/> </foaf:Person> <foaf:Person rdf:nodeID="Jan"> <foaf:name>Jan Wieners</foaf:name> <foaf:knows rdf:nodeID="Joyce"/> <foaf:knows> <foaf:Person rdf:nodeID="Murakami"> <foaf:name>Haruki Murakami</foaf:name> </foaf:Person> </foaf:knows> </foaf:Person> </rdf:RDF>
  • 60.
    SPARQL – SPARQLProtocol And RDF Query Language Ein Beispiel(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/SPARQL): PREFIX abc: <http://example.com/exampleOntology#> SELECT ?capital ?country WHERE { ?x abc:cityname ?capital; abc:isCapitalOf ?y . ?y abc:countryname ?country ; abc:isInContinent abc:Africa . } Abfrage von Informationen
  • 61.
  • 62.
     https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Universitat_zu_K oln_Hauptgebaude_ost.jpg  http://causeitsallaboutthepayno.tumblr.com/post/1317464 53874/im-currently-listening-to-adeles-new www.giphy.com  http://www.homecartravelers.com/wp- content/uploads/2015/10/incredible-japan-tokyo-tower- travel-guides-photograph.jpg  http://www.airport-orly.com/images/paris-tour-eiffel-at- night.jpg  http://static.idolator.com/uploads/2015/01/paris-never- be.jpg  http://media.news.de/resources/images/94/58/22f4885b6 2c5dc4614965c45ae3a.jpg Bildnachweise

Hinweis der Redaktion

  • #8 Zwei Arten, mit dem WWW zu arbeiten: Gezieltes Auffinden
  • #9 Internet vs. WWW WWW: Sehr großer Ressourcenfundus: Dokumente bzw. Textuelle Information (HTML-Dokumente, PDF, etc.) Bilder Videodateien Konzepte: Das WWW… bietet Mechanismen, um auf Dokumente des Internets zugreifen zu können  HTTP, sowie die Eindeutige Referenzierung von Inhalten: URL bietet eine Syntax (HTML), um Dokumente anzuzeigen und miteinander zu verknüpfen (Hyperlinks) Aufruf einer Website - HTTP Client stellt Anfrage an Server Server beantwortet Anfrage, d.h. liefert ein Dokument / eine Ressource zurück HTML definiert eine Syntax, die von Rechnern verstanden werden kann  HTML sagt dem Rechner, wie das Dokument angezeigt werden soll
  • #10 … 1989 am CERN entwickelt Intention: Austausch von Forschungsergebnissen
  • #13 Vannevar Bush [ˌvæˈniː.vɚ] KBE (1890 in Everett, Massachusetts; † 30. Juni 1974 in Belmont, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Ingenieur und Analogrechner-Pionier. Bush war eine der wichtigsten Personen der US-Kriegsführung im Zweiten Weltkrieg, er entwickelte in seinem 1945 publizierten Essay As we may think das Konzept des Memex (Memory Extender), der als ein Vorläufer des Personal Computers und des Hypertextes gilt.
  • #14 Der Memex (Memory Extender; dt. etwa: Gedächtnis-Erweiterer) ist ein als möglichst menschengerechtes, einfach bedienbares Wissensfindungs- und Verwertungssystem konzipierter Kompakt-Analog-Rechner, der 1945 von Vannevar Bush im Artikel As We May Think (Atlantic Monthly, Juli 1945, S. 101 ff.) fiktiv vorgestellt wurde.
  • #15 …die Nadel im Heuhaufen…?
  • #22 Probleme: Prüfung der Suchergebnisse auf Benutzerseite - daran haben wir uns gewöhnt Gefahr / Dilemma: Die Suchanfrage ist überspezifiziert  Durch Angabe weiterer Suchterme schränken wir die Trefferliste erneut ein Weiteres Problem: Es könnten Seiten im WWW existieren, die sich mit dem Suchbegriff beschäftigen, ihn jedoch nicht nennen, z.B. Jan W. (Zunehmendes Problem „Filter Bubble“: Wir bekommen nur die Suchergebnisse, die Suchmaschinenanbieter für uns vorsehen)
  • #29 Discovr
  • #31 Paradigmenwechsel: von passiver Rechenleistung zu aktiver Rechenleistung (Verständnis der Inhalte) Das Semantic Web will Computern helfen, die Bedeutung hinter den Webseiten zu "verstehen“ Das derzeitige WWW dreht sich um Dokumente Das Semantic Web dreht sich um Dinge (Menschen, Musik, Filme), um Konzepte Eine Möglichkeit: Einbettung semantischer Information in HTML-Seiten
  • #32 Paradigmenwechsel: von passiver Rechenleistung zu aktiver Rechenleistung (Verständnis der Inhalte) Das Semantic Web will Computern helfen, die Bedeutung hinter den Webseiten zu "verstehen“ Das derzeitige WWW dreht sich um Dokumente Das Semantic Web dreht sich um Dinge (Menschen, Musik, Filme), um Konzepte Eine Möglichkeit: Einbettung semantischer Information in HTML-Seiten
  • #39 Ein Knackpunkt: Das Semantic Web macht Arbeit. Benutzerinnen und Benutzer müssen neben Inhalten auch Metadaten, d.h. beschreibende Inhalte bereitstellen Bei Webseiten: Mikroformate
  • #42 Wissensrepräsentation: Ontologien und Ontologiesprachen (Ontologie: Wissenschaft vom Sein des Seienden) Ontologien werden formuliert in formalen Sprachen mit einer wohldefinierten Syntax Ontologien gründen auf der Arbeit von Gemeinschaften (Communities)  RDF und OWL = am häufigsten verwendete Sprachen Ontologien Leichtgewichtige: Unterscheidungen zwischen Klassen, Instanzen und Eigenschaften, jedoch nur minimale Beschreibung der Konzepte Schwergewichtige: Machen‘s möglich, präziser zu beschreiben, wie Klassen von anderen Klassen abgeleitet sind  In der Praxis: leichtgewichtige Ontologien
  • #43 The Resource Description Framework (RDF) Erfunden, um Ressourcen im WWW zu beschreiben Anders als Mikroformate: Machines first Domänenunabhängig, d.h. kann auch dazu verwendet werden, Entitäten der realen Welt zu beschreiben RDF ist eine einfache Modellierungssprache, ist jedoch die Grundlage für komplexere Sprachen wie OWL
  • #45 (Binäre) Relationen
  • #46 RDF-Graphen lassen sich visuell darstellen: (Subjekt und Objekt sind dann die Knoten, Prädikate die Kanten im Graphen)
  • #47 Namensraum Vordefiniert, selbst definierter Namensraum Ontologie
  • #48 URL
  • #61 Frag findet die Namen aller afrikanischen Hauptstädte und das Land, in dem sich die jeweilige Hauptstadt befindet.ezeichen = Variablen