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Außenwirtschaft im Fokus 2012

Ob Messen in Australien oder Kolumbien, Delegationsreisen z.B. nach Südkorea oder Polen, und Delegationsbesuche im Rahmen von Bayern-Fit for Partnership: die bayerische Exportförderung bietet Unternehmen viele Möglichkeiten bei den ersten Schritten in neue Märkte. Mit dem Bayern International-Magazin geben wir einen Überblick über besondere Projekte des vergangenen Jahres.

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Dezember 2012




 AUSSENWIRTSCHAFT
                                                            im Fokus
                                              MIT                                   INS NEUE JAHR




Highlights 2012
Weitere Themen: Mexiko jenseits der Schlagzeilen · Social Media im Messemarketing
Außenwirtschaft im Fokus 2012
Sehr geehrte Unternehmerinnen
und Unternehmer in Bayern,
Bayern ist einer der leistungsstärksten       sche Messebeteiligungsprogramm bis hin        page. Das macht die Suche nach den rich-
Investitions- und Wirtschaftsstandorte        zu Unternehmer- und Delegationsreisen.        tigen Hilfestellungen aufwändig.
der Welt. Der Außenhandel ist dabei ein
wichtiger Erfolgsfaktor für Wachstum,         Die Außenwirtschaft in Bayern ist ge-         Damit Sie das komplette Angebot der
Wohlstand und Arbeitsplätze in Bayern.        prägt durch die Vielfalt der Akteure unter    Außenwirtschaft zukünftig leichter fin-
Die Globalisierung öffnet neue Märkte         der Federführung des Bayerischen Wirt-        den, haben wir es – ausgehend von Ihren
und bietet bayerischen Unternehmen Ge-        schaftsministeriums. Wir entwickeln die       Fragen – für Sie im neuen Internetportal
schäftschancen auf neuen Märkten. Sie         bayerische Außenwirtschaftspolitik, finan-    www.aussenwirtschaft-in-bayern.de zu-
stellt aber gerade kleine und mittelständi-   zieren die vielfältigen Förderprogramme,      sammengestellt: Wir präsentieren Ihnen
sche Unternehmen und die Freien Berufe        lenken und organisieren das Außen-            die relevanten Hilfestellungen, Förderinst-
vor große Herausforderungen.                  wirtschaftsangebot für die Unternehmen        rumente und Ansprechpartner für die ver-
                                              in Bayern. Dabei arbeiten wir eng und         schiedenen Phasen der Internationalisie-
Aus diesem Grund unterstützt die Außen-       vertrauensvoll mit unserer Tochtergesell-     rung Ihres Unternehmens und geben Ihnen
wirtschaft in Bayern gerade den Mittel-       schaft Bayern International und unseren       einen Überblick über wichtige Themen, mit
stand dabei, sich fit zu machen für das Ex-   weiteren Partnern zusammen. Das sind          denen Sie sich im internationalen Geschäft
portgeschäft. Dazu bietet sie eine Vielzahl   insbesondere die Kammern und Verbände,        befassen sollten.
an Hilfestellungen und Förderprogram-         Bayern Handwerk International, das Au-
men an. Das Angebot reicht von Informa-       ßenwirtschaftszentrum Bayern, die Cluster     Besuchen Sie das neue Internetportal und
tionsveranstaltungen und Erstberatungen       und die LfA Förderbank Bayern.                nutzen Sie das umfangreiche Angebot und
in Bayern über das Exporteinsteigerpro-       Bisher veröffentlichen alle Partner ihr je-   Know-how der Außenwirtschaft in Bayern
gramm „Go International“ und das Bayeri-      weiliges Angebot auf ihrer eigenen Home-      für Ihren Erfolg im Auslandsgeschäft!




                                              Martin Zeil                                   Katja Hessel
                                              Bayerischer Staatsminister für                Staatssekretärin im Bayerischen
                                              Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr            Staatsministerium für Wirtschaft,
                                              und Technologie			                            Infrastruktur, Verkehr und Technologie

                                              Stellvertretender Ministerpräsident
                                              des Freistaates Bayern



                                                                                                              www.bayern-international.de   3
Liebe Leser,
                              das nächste Jahr wird spannend: nicht        rischen Firmen die perfekte Gelegenheit,
                              nur in politischer Hinsicht, sondern auch    sich auf Auslandsmessen zu präsentieren.
                              was die Projekte von Bayern Internatio-      Um den Messeauftritt für bayerische Un-
                              nal betrifft. Gleich im Januar startet das   ternehmen von vorne herein so erfolgreich
                              neue Programm von Bayern International:      wie möglich zu gestalten, wird es ab dem
                              „Solutions – Made in Bayern“, gewisser-      nächsten Jahr die Möglichkeit zur inten-
                              maßen eine Erweiterung von „Bayern – Fit     siven Messevorbereitung geben: Unsere
                              for Partnership“ mit neuem Länderfokus.      neue Seminarreihe „Fit for Fair“ soll dabei
                              Die ersten zwei Projekte werden mit Dele-    helfen, sich optimal auf den Auftritt am
                              gationen aus Saudi-Arabien und Japan ab-     Bayernstand vorzubereiten, wobei sich die
                              gewickelt. Zwei Märkte mit Potenzial, die    Seminarinhalte an kulturellen und sonsti-
                              bayerischen Unternehmen neue Chancen         gen länderspezifischen Besonderheiten
                              im Exportgeschäft eröffnen. Bayerische       der jeweiligen Zielregion orientieren. Ein
                              Mittelständler profitieren von unseren       weiterer erfolgreicher Weg zur Messe-
                              Veranstaltungen beim Markteinstieg in        vorbereitung sind die sozialen Netze.
                              Pioniermärkte – Märkte mit schwierigem       Lesen Sie daher in diesem Heft mehr zur
                              Zugang, aber guten Exportchancen, wie        Einbindung von Social Media im Messe-
                              z.B. Mexiko. In der diesjährigen Ausgabe     marketing.
                              unserer „Außenwirtschaft im Fokus“ be-
                              schreibt der Repräsentant des Freistaa-      Damit Sie uns noch besser erreichen –
                              tes Bayern in Mexiko eine weithin unter-     und natürlich auch wir Sie, nutzt Bayern
                              schätzte Wirtschaftsmacht mit großem         International seit diesem Jahr verstärkt
                              Potenzial für unseren Mittelstand.           das Web 2.0! Man findet uns nun nicht nur
                                                                           in Twitter, sondern z.B. auch in Xing und
                              Nicht nur, aber besonders im Bayerischen     auf Facebook.
                              Messebeteiligungsprogramm finden Sie
                              jedes Jahr ein neues und breites Angebot.    Auch 2013 helfen wir Ihnen gerne beim
                              Mit rund 60 Messen in knapp 30 Ländern       Markteinstieg und bieten Unterstützung bei
                              ist es das umfangreichste Exportförder-      Ihren Exportgeschäften mit unseren Ver-
                              programm des Freistaats und bietet baye-     anstaltungen in aller Welt und in Bayern!




                                                                           Hans-Joachim Heusler
                                                                           Geschäftsführer




4 Aussenwirtschaft im Fokus
HIGHLIGHTS




      Januar

INTEC, Indien
Langfristiger
Mehrwert
Indien zieht an und der Süden zieht nach.
Die INTEC, die 2012 bereits seine 13. Auf-
lage erlebte, ist mit rund 500 Ausstellern
die führende Industriemesse Südindiens
– Tendenz steigend. Und bayerische Ma-
schinenbauer sind dabei.

Bereits zum 6. Mal konnte sich das inter-
essierte Fachpublikum Anfang Januar
im südindischen Coimbatore am Bayeri-
schen Gemeinschaftsstand ein Bild von
der Kreativkraft und Fachkompetenz bay-
erischer Unternehmer machen. Organi-
siert vom örtlichen Verband mittelstän-       darin, dass CODISSIA es sich nicht zum           Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil
discher Unternehmen (CODISSIA) mit            Ziel gesetzt hat, möglichst schnell Ge-      bei der Eröffnung des Global Investors Meet
                                                                                                              diesen Juni in Bangalore
seinen weit über 5.000 Mitgliedern, bietet    winn mit seinen Veranstaltungen zu er-
der Industriestandort Coimbatore mit sei-     wirtschaften. Vielmehr sollen der Distrikt
nem in Indien führenden Messegelände          Coimbatore und der gesamte Bundesstaat
immense Vorteile: Kurze Anbindung zum         Tamil Nadu mit seinen 72 Millionen Ein-
                                                                                             Bayerische Maschinenbauer können
Flughafen (15-20 Minuten Fahrtzeit), neue     wohnern als Industriestandort Schritt für
                                                                                             von einer umfangreichen Messe-
4- und 5-Sterne Hotels und vor allem die      Schritt weiter entwickelt werden, um           förderung profitieren. Mehr Infos:
sehr günstigen Beteiligungspreise im Ver-     für alle örtlichen Firmen und die inter-       www.bayern-weltweit.de/
gleich zu anderen indischen Messen. Der       nationalen Investoren einen langfristi-        maschinenbau
größte Vorteil der INTEC liegt allerdings     gen Mehrwert zu sichern.


Günstige Konditionen, gute Perspektiven –
die INTEC in Südindien bietet tolle Chancen
für Bayerische Maschinenbauer.




                                                                                                   www.bayern-international.de           5
HIGHLIGHTS




       Februar

  Delegationsreise Kasachstan
  Enorme Wachstumschancen
  dank Reichtum an Ressourcen
  „Kasachstan ist ein wichtiger Partner für        Industrien eifrig basteln – mit fundierter
  Bayern.“ Staatssekretärin Katja Hessel,          Unterstützung bayerischer Firmen aus den
  die mit einer 25-köpfigen Wirtschafts-           Bereichen baulicher Infrastruktur, Roh-
  delegation Ende Februar nach Kasach-             stoffversorgung, Medizin und Lebensmit-
  stan reiste, weiß, wovon sie spricht.            telverarbeitung.
  Schließlich erreichte das Land mit einem
  Handelsvolumen von 3,722 Mrd. Euro im
  Jahr 2011 Rang zwei hinter Russland un-
                                                   So konnte auch Staatssekretärin Hessel
                                                   zusammen mit Asylzhan S. Mamytbekov,                                      Kleiner
  ter Bayerns zwölf GUS-Handelspartnern.
  Weltweit gesehen ist das derzeit noch
                                                   dem kasachischen Landwirtschaftsminis-
                                                   ter, in der Nähe von Almaty ein von der                              Sprachführer
  Platz 19, doch angesichts der enormen
  Rohstoff-Vorräte ist weiteres Wachstum
                                                   Augsburger Firma Plattenhardt und Wirth
                                                   GmbH (europäischer Marktführer) errich-
                                                                                                                         Kasachstan
  vorprogrammiert.                                 tetes Langzeitkühllager eröffnen.
                                                                                                      Hallo................................... Сәлем!
  Und es sind beileibe nicht nur die immen-        Im Rahmen der Delegationsreise wurden              	                                        [Sälem!]
  sen Rohölreserven, die Kasachstan zu ei-         bestehende Kontakte intensiviert, und              Guten Tag.......................... Сәлеметсіз бе!
  nem hoch interessanten Wirtschaftspart-          Unternehmensvertreter lernten künftige             	                                        [Sälemetsis be!]
  ner machen. Große Vorkommen an Zinn,             Partner kennen, sei es bei Round Table             Tschüss.............................. Сау бол!
  Uran, Blei, Zink, Bauxit, Eisen, Gold, Silber,   Gesprächen und einer Kooperationsbör-              	                                        [Sau bol!]
  Phosphor, Mangan und Kupfer sind die Zu-         se in der Hauptstadt Astana oder in der            Auf Wiedersehen...........Сау болыңыз!
                                                                                                      	                                        [Sau bolingis!]
  kunft des weltweit größten Binnenstaats,         Wirtschaftsmetropole Almaty, bekannt als
                                                                                                      Ja..................................Иә
  an deren Architektur weiterverarbeitende         ehemalige Hauptstadt Alma-Ata.
                                                                                                      	                                        [Iä]
                                                                                                      Nein..............................Жоқ
                                                                                                      	                                        [Yoq]
                                                                                                      Danke............................Рахмет!
                                                                                                      	                                        [Rakhmet!]
                                                                                                      Bitte!.............................Оқасы жоқ!
                                                                                                      	                                        [Oqasi yoq!]
                                                                                                      Prost!............................Денсаулық үшін!
                                                                                                      	                                        [Densauliq ushin!]
                                                                                                      Entschuldigung..............Кешіріңіз, ...
                                                                                                        	                                      [Keshiringis, ...]
                                                                                                      Hilfe. .............................Көмекке!
                                                                                                            .
                                                                                                      	                                        [Kömekke!]
                                                                                                      Toilette..........................Дәретхана (Туалет)
                                                                                                                .
                                                                                                      	                                        [Däretkhana (Tualet)]
                                                                                                      Ich heiße .......................Менің атым ...
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                                                                                                      	                                        [... qansha turadi?]
                                                                                                      Zahlen bitte!..................Шот әкеліңізші!
                                                                                                                         .
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                                                                                                      Ich spreche	                             Мен қазақша
                                                                                                      kein Kasachisch.............сөйлей алмаймын.
                                                                                                      	                                        [Men qasaqsha söyley
                                                                                                      	                                        almaymin.]
                                                                                                      Eingang.........................Кіру
                                                   Die Chemie passt und die Ergebnisse auch:          	                                        [Kiru]
         Die Delegationsreisen 2013                Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel   Ausgang........................Шығу
         stehen fest. Alle Infos unter             und Ermol Schormanow, Vizeakim von Almaty          	                                        [Shighu]
         www.bayern-international.de/              – Handschlag auf konkrete und sehr wirtschafts-
         delegationsreisen                         orientierte Gespräche im Akimat von Almaty, dem
                                                   Magistrat der Stadt.



6 Aussenwirtschaft im Fokus I Wir über uns

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Außenwirtschaft im Fokus 2012

  • 1. Dezember 2012 AUSSENWIRTSCHAFT im Fokus MIT INS NEUE JAHR Highlights 2012 Weitere Themen: Mexiko jenseits der Schlagzeilen · Social Media im Messemarketing
  • 3. Sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer in Bayern, Bayern ist einer der leistungsstärksten sche Messebeteiligungsprogramm bis hin page. Das macht die Suche nach den rich- Investitions- und Wirtschaftsstandorte zu Unternehmer- und Delegationsreisen. tigen Hilfestellungen aufwändig. der Welt. Der Außenhandel ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor für Wachstum, Die Außenwirtschaft in Bayern ist ge- Damit Sie das komplette Angebot der Wohlstand und Arbeitsplätze in Bayern. prägt durch die Vielfalt der Akteure unter Außenwirtschaft zukünftig leichter fin- Die Globalisierung öffnet neue Märkte der Federführung des Bayerischen Wirt- den, haben wir es – ausgehend von Ihren und bietet bayerischen Unternehmen Ge- schaftsministeriums. Wir entwickeln die Fragen – für Sie im neuen Internetportal schäftschancen auf neuen Märkten. Sie bayerische Außenwirtschaftspolitik, finan- www.aussenwirtschaft-in-bayern.de zu- stellt aber gerade kleine und mittelständi- zieren die vielfältigen Förderprogramme, sammengestellt: Wir präsentieren Ihnen sche Unternehmen und die Freien Berufe lenken und organisieren das Außen- die relevanten Hilfestellungen, Förderinst- vor große Herausforderungen. wirtschaftsangebot für die Unternehmen rumente und Ansprechpartner für die ver- in Bayern. Dabei arbeiten wir eng und schiedenen Phasen der Internationalisie- Aus diesem Grund unterstützt die Außen- vertrauensvoll mit unserer Tochtergesell- rung Ihres Unternehmens und geben Ihnen wirtschaft in Bayern gerade den Mittel- schaft Bayern International und unseren einen Überblick über wichtige Themen, mit stand dabei, sich fit zu machen für das Ex- weiteren Partnern zusammen. Das sind denen Sie sich im internationalen Geschäft portgeschäft. Dazu bietet sie eine Vielzahl insbesondere die Kammern und Verbände, befassen sollten. an Hilfestellungen und Förderprogram- Bayern Handwerk International, das Au- men an. Das Angebot reicht von Informa- ßenwirtschaftszentrum Bayern, die Cluster Besuchen Sie das neue Internetportal und tionsveranstaltungen und Erstberatungen und die LfA Förderbank Bayern. nutzen Sie das umfangreiche Angebot und in Bayern über das Exporteinsteigerpro- Bisher veröffentlichen alle Partner ihr je- Know-how der Außenwirtschaft in Bayern gramm „Go International“ und das Bayeri- weiliges Angebot auf ihrer eigenen Home- für Ihren Erfolg im Auslandsgeschäft! Martin Zeil Katja Hessel Bayerischer Staatsminister für Staatssekretärin im Bayerischen Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr Staatsministerium für Wirtschaft, und Technologie Infrastruktur, Verkehr und Technologie Stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates Bayern www.bayern-international.de 3
  • 4. Liebe Leser, das nächste Jahr wird spannend: nicht rischen Firmen die perfekte Gelegenheit, nur in politischer Hinsicht, sondern auch sich auf Auslandsmessen zu präsentieren. was die Projekte von Bayern Internatio- Um den Messeauftritt für bayerische Un- nal betrifft. Gleich im Januar startet das ternehmen von vorne herein so erfolgreich neue Programm von Bayern International: wie möglich zu gestalten, wird es ab dem „Solutions – Made in Bayern“, gewisser- nächsten Jahr die Möglichkeit zur inten- maßen eine Erweiterung von „Bayern – Fit siven Messevorbereitung geben: Unsere for Partnership“ mit neuem Länderfokus. neue Seminarreihe „Fit for Fair“ soll dabei Die ersten zwei Projekte werden mit Dele- helfen, sich optimal auf den Auftritt am gationen aus Saudi-Arabien und Japan ab- Bayernstand vorzubereiten, wobei sich die gewickelt. Zwei Märkte mit Potenzial, die Seminarinhalte an kulturellen und sonsti- bayerischen Unternehmen neue Chancen gen länderspezifischen Besonderheiten im Exportgeschäft eröffnen. Bayerische der jeweiligen Zielregion orientieren. Ein Mittelständler profitieren von unseren weiterer erfolgreicher Weg zur Messe- Veranstaltungen beim Markteinstieg in vorbereitung sind die sozialen Netze. Pioniermärkte – Märkte mit schwierigem Lesen Sie daher in diesem Heft mehr zur Zugang, aber guten Exportchancen, wie Einbindung von Social Media im Messe- z.B. Mexiko. In der diesjährigen Ausgabe marketing. unserer „Außenwirtschaft im Fokus“ be- schreibt der Repräsentant des Freistaa- Damit Sie uns noch besser erreichen – tes Bayern in Mexiko eine weithin unter- und natürlich auch wir Sie, nutzt Bayern schätzte Wirtschaftsmacht mit großem International seit diesem Jahr verstärkt Potenzial für unseren Mittelstand. das Web 2.0! Man findet uns nun nicht nur in Twitter, sondern z.B. auch in Xing und Nicht nur, aber besonders im Bayerischen auf Facebook. Messebeteiligungsprogramm finden Sie jedes Jahr ein neues und breites Angebot. Auch 2013 helfen wir Ihnen gerne beim Mit rund 60 Messen in knapp 30 Ländern Markteinstieg und bieten Unterstützung bei ist es das umfangreichste Exportförder- Ihren Exportgeschäften mit unseren Ver- programm des Freistaats und bietet baye- anstaltungen in aller Welt und in Bayern! Hans-Joachim Heusler Geschäftsführer 4 Aussenwirtschaft im Fokus
  • 5. HIGHLIGHTS Januar INTEC, Indien Langfristiger Mehrwert Indien zieht an und der Süden zieht nach. Die INTEC, die 2012 bereits seine 13. Auf- lage erlebte, ist mit rund 500 Ausstellern die führende Industriemesse Südindiens – Tendenz steigend. Und bayerische Ma- schinenbauer sind dabei. Bereits zum 6. Mal konnte sich das inter- essierte Fachpublikum Anfang Januar im südindischen Coimbatore am Bayeri- schen Gemeinschaftsstand ein Bild von der Kreativkraft und Fachkompetenz bay- erischer Unternehmer machen. Organi- siert vom örtlichen Verband mittelstän- darin, dass CODISSIA es sich nicht zum Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil discher Unternehmen (CODISSIA) mit Ziel gesetzt hat, möglichst schnell Ge- bei der Eröffnung des Global Investors Meet diesen Juni in Bangalore seinen weit über 5.000 Mitgliedern, bietet winn mit seinen Veranstaltungen zu er- der Industriestandort Coimbatore mit sei- wirtschaften. Vielmehr sollen der Distrikt nem in Indien führenden Messegelände Coimbatore und der gesamte Bundesstaat immense Vorteile: Kurze Anbindung zum Tamil Nadu mit seinen 72 Millionen Ein- Bayerische Maschinenbauer können Flughafen (15-20 Minuten Fahrtzeit), neue wohnern als Industriestandort Schritt für von einer umfangreichen Messe- 4- und 5-Sterne Hotels und vor allem die Schritt weiter entwickelt werden, um förderung profitieren. Mehr Infos: sehr günstigen Beteiligungspreise im Ver- für alle örtlichen Firmen und die inter- www.bayern-weltweit.de/ gleich zu anderen indischen Messen. Der nationalen Investoren einen langfristi- maschinenbau größte Vorteil der INTEC liegt allerdings gen Mehrwert zu sichern. Günstige Konditionen, gute Perspektiven – die INTEC in Südindien bietet tolle Chancen für Bayerische Maschinenbauer. www.bayern-international.de 5
  • 6. HIGHLIGHTS Februar Delegationsreise Kasachstan Enorme Wachstumschancen dank Reichtum an Ressourcen „Kasachstan ist ein wichtiger Partner für Industrien eifrig basteln – mit fundierter Bayern.“ Staatssekretärin Katja Hessel, Unterstützung bayerischer Firmen aus den die mit einer 25-köpfigen Wirtschafts- Bereichen baulicher Infrastruktur, Roh- delegation Ende Februar nach Kasach- stoffversorgung, Medizin und Lebensmit- stan reiste, weiß, wovon sie spricht. telverarbeitung. Schließlich erreichte das Land mit einem Handelsvolumen von 3,722 Mrd. Euro im Jahr 2011 Rang zwei hinter Russland un- So konnte auch Staatssekretärin Hessel zusammen mit Asylzhan S. Mamytbekov, Kleiner ter Bayerns zwölf GUS-Handelspartnern. Weltweit gesehen ist das derzeit noch dem kasachischen Landwirtschaftsminis- ter, in der Nähe von Almaty ein von der Sprachführer Platz 19, doch angesichts der enormen Rohstoff-Vorräte ist weiteres Wachstum Augsburger Firma Plattenhardt und Wirth GmbH (europäischer Marktführer) errich- Kasachstan vorprogrammiert. tetes Langzeitkühllager eröffnen. Hallo................................... Сәлем! Und es sind beileibe nicht nur die immen- Im Rahmen der Delegationsreise wurden [Sälem!] sen Rohölreserven, die Kasachstan zu ei- bestehende Kontakte intensiviert, und Guten Tag.......................... Сәлеметсіз бе! nem hoch interessanten Wirtschaftspart- Unternehmensvertreter lernten künftige [Sälemetsis be!] ner machen. Große Vorkommen an Zinn, Partner kennen, sei es bei Round Table Tschüss.............................. Сау бол! Uran, Blei, Zink, Bauxit, Eisen, Gold, Silber, Gesprächen und einer Kooperationsbör- [Sau bol!] Phosphor, Mangan und Kupfer sind die Zu- se in der Hauptstadt Astana oder in der Auf Wiedersehen...........Сау болыңыз! [Sau bolingis!] kunft des weltweit größten Binnenstaats, Wirtschaftsmetropole Almaty, bekannt als Ja..................................Иә an deren Architektur weiterverarbeitende ehemalige Hauptstadt Alma-Ata. [Iä] Nein..............................Жоқ [Yoq] Danke............................Рахмет! [Rakhmet!] Bitte!.............................Оқасы жоқ! [Oqasi yoq!] Prost!............................Денсаулық үшін! [Densauliq ushin!] Entschuldigung..............Кешіріңіз, ... [Keshiringis, ...] Hilfe. .............................Көмекке! . [Kömekke!] Toilette..........................Дәретхана (Туалет) . [Däretkhana (Tualet)] Ich heiße .......................Менің атым ... [Mening atim ...] Ich hätte gerne ... ..........Маған ... қажет. [Maghan ... qayet.] Was kostet ...?.................. ... қанша тұрады? [... qansha turadi?] Zahlen bitte!..................Шот әкеліңізші! . [Shtshot äkelingisshi!] Ich spreche Мен қазақша kein Kasachisch.............сөйлей алмаймын. [Men qasaqsha söyley almaymin.] Eingang.........................Кіру Die Chemie passt und die Ergebnisse auch: [Kiru] Die Delegationsreisen 2013 Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel Ausgang........................Шығу stehen fest. Alle Infos unter und Ermol Schormanow, Vizeakim von Almaty [Shighu] www.bayern-international.de/ – Handschlag auf konkrete und sehr wirtschafts- delegationsreisen orientierte Gespräche im Akimat von Almaty, dem Magistrat der Stadt. 6 Aussenwirtschaft im Fokus I Wir über uns
  • 7. HIGHLIGHTS Februar AOG, AUSTRALIEN Down Under weiter obenauf Australiens Wirtschaft bleibt auf Wachs- balen Wirtschafts- und Finanzkrise erholt 2013 findet die AOG vom 20. – 22. tumskurs. In den Jahren 2012 und 2013 zeigen, wird daran nicht mehr gezweifelt. Februar statt. Bayern International soll das Bruttoinlandsprodukt um real 3,0 Etwa 70% der geförderten Rohstoffe wer- wird wieder vor Ort sein und die beziehungsweise 3,5% steigen. Und damit den exportiert. bayerischen Aussteller mit einer läge das Land an der Spitze aller Industrie- Info- und Servicelounge unterstützen. länder hinsichtlich des BIP-Wachstums! Auch bayerische Maschinenbauer und Die Rohstoffe und Bodenschätze des Lan- Zulieferer der Öl- und Gasindustrie können des bleiben hierbei Australiens „Lebens- vom angekündigten Boom in Australien meinsam mit dem VDMA Bayern Aussteller versicherung“: Auf dem fünften Kontinent profitieren – sofern sie sich auf den langen mit einem Informations- und Servicecenter, dreht sich weiterhin alles um Rohstoffe. Weg ans andere Ende der Welt machen: an dem sich bayerische Firmen mit einer Zahlreiche neue Großprojekte sind ge- Der jährliche Branchentreffpunkt ist die kleinen Standeinheit präsentieren konnten. plant, und längst hat sich ein neuer Boom im Februar in Perth stattfindende „AOG – Aussteller und Besucher zeigten sich vom angekündigt. Spätestens seitdem sich die AustralAsian Oil & Gas Exhibition“. Erst- Verlauf der mit gut 460 Ausstellern komplett bedeutenden Abnehmerländer von der glo- mals unterstützte Bayern International ge- ausgebuchten Veranstaltung sehr zufrieden. www.bayern-international.de 7
  • 8. HIGHLIGHTS März Delegationsreise Polen Weltoffene Gastgeber chien und Russland. Dabei entwickeln sich die Handelsbeziehungen weiterhin dynamisch: Das Handelsvolumen lag 2010 bei 7,3 Milliarden Euro. Bereits 2500 bayeri- sche Unternehmen unterhalten Geschäfts- beziehungen mit Polen. Verbindungs- Bayerns Wirtschaftsminiter Zeil beim Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Stadt Breslau, büro Polen Rafał Dutkiewicz (gegenüber Minister Zeil, rechts im Bild) Bayerische Unternehmen können seit Nicht nur bei der Fußballeuropameister- Neben dem Besuch des Wirtschafts- und Mai den Service des Verbindungsbüro schaft erwies sich Polen als weltoffener Verkehrsministeriums in Warschau durch Polen in München nutzen. Das Büro hat Gastgeber. Ebenso herzlich wurde eine Minister Zeil erhielten die mitreisenden seinen Sitz in der Industrie- und Handels- bayerische Wirtschaftsdelegation unter Firmen bei individuellen Kooperations- und kammer für München und Oberbayern. Leitung von Staatsminister Martin Zeil im Branchenfachgesprächen in Warschau Ziel ist die Stärkung der Partnerschaft März dieses Jahres empfangen. Trotz ei- und Breslau Gelegenheit zum direkten zwischen Bayern und Polen sowie die nes tragischen Zugunglückes, das sich Austausch mit den polnischen Unterneh- Unterstützung von Firmen beim Handel kurz vor Ankunft der Delegation ereigne- mern und Verbandsvertretern. und der Schaffung von Kooperationen. te, und der anschließenden Staatstrauer Bayerische Firmen erhalten Kontakte, konnten Staatsminister Zeil sowie seine Damit konnten die bereits guten wirt- direkte Hilfe und Beratung bei Fragen knapp 40-köpfige Delegation mit bayeri- schaftlichen Beziehungen zwischen dem zum polnischen Markt oder zu Rechts- schen Unternehmen aus den Bereichen Freistaat Bayern und Polen weiterentwi- vorschriften. Abfallwirtschaft/Umwelt, Energiewirtschaft ckelt und vertieft werden. In Mittel- und sowie Bau/Infrastruktur alle vorgesehenen Osteuropa ist Polen für Bayern der dritt- E-Mail: muenchen@ahk.pl Termine wahrnehmen. wichtigste Handelspartner nach Tsche- 8 Aussenwirtschaft im Fokus
  • 9. HIGHLIGHTS April Power & Electricity WORLD AFRICA Startschuss für Erneuerbare Energien in Südafrika Erneuerbare Energien halten endlich auch den Bereichen Energieversorgung und eventuelle Ansiedlungsvorhaben eine be- in Südafrika Einzug. Seit Ende 2011 kommt Erneuerbare Energien einem begeisterten deutende Rolle. Am wichtigsten aber ist der südafrikanische Markt für Erneuerbare Publikum. Dies war bereits der zweite bay- die Nachhaltigkeit des Marktes: Den Zie- Energien so richtig in Schwung. Nachdem erische Auftritt und die Steigerung des In- len der Regierung zufolge soll es bis 2030 jahrelang fast nichts passiert ist, hat es teresses war seit 2011 deutlich zu spüren. zu Projekten mit einer Gesamtkapazität von Ende 2011 die erste von mehreren Aus- Große Ressourcen und eine europäisch fast 18 GW kommen. Damit wären auch schreibungsrunden gegeben, die sich bis geprägte Geschäftsmentalität spielen für langfristig zahlreiche Aufträge garantiert. 2014 auf Vorhaben mit insgesamt 3.725 Megawatt belaufen sollen. Dadurch kön- nen erstmals auch private Unternehmen in Südafrika Strom produzieren. Für den lokalen Stromsektor sind dies epochale Veränderungen. Die positiven Voraussetzungen waren auch am Bayernstand der Power & Elec- tricity World Africa in Johannesburg zu spüren. Ende März 2012 präsentierten sie- ben Klein- und Mittelbetriebe (KMU) aus Bayern ihre professionellen Lösungen in Die Messen für die Branche Umwelt & Energietechnik finden Sie hier: www.bayern-weltweit.de/umwelt www.bayern-international.de 9
  • 10. HIGHLIGHTS Mai Delegationsreise Südkorea Eine Nasenlänge voraus Von dem Land, das die schönste Stadt es die Südkoreaner auf Platz 15 der größ- der Welt – zumindest nach Ansicht der ten Volkswirtschaften und auf Platz 7 der Gute Wirtschaftsbeziehungen, gute Laune: Die bayerische Delegation mit ihren Münchner – bei den Olympischen Winter- größten Exportnationen gebracht. koreanischen Gastgebern. spielen 2018 aus dem Rennen geworfen hat, wollten sich Staatssekretärin Katja Das seit 2011 zwischen der Republik Korea Hessel sowie 21 bayerische Unternehmen und der EU bestehende Freihandelsabkom- selbst ein Bild machen. Denn Südkorea men bietet enorme Chancen für die knapp reanischen Importe aus Bayern stiegen überzeugt nicht nur in sportlicher, sondern 1.000 bayerischen Firmen, die bereits Ge- 2011 um eindrucksvolle 25% im Vergleich auch in wirtschaftlicher Hinsicht. So haben schäftsbeziehungen zu dem Land pflegen zum Vorjahr. – davon konnten sich die mitgereisten Fir- men aus den Bereichen Automobil- und Die Programminhalte der 5-tägigen Reise Informieren Sie sich unter Maschinenbau vor Ort selbst überzeugen. in die Standorte Seoul, Gumi, Busan und www.bayern-international.de/ Keine andere Industrienation in Asien ist Daegu waren neben politischen Gesprä- veranstaltungen über unsere so schnell reich geworden wie Südkorea; chen der Staatssekretärin Firmenbesuche, Projekte in Südkorea das macht das Land zum drittwichtigsten Branchenfachgespräche sowie der Be- Handelspartner Bayerns in Asien. Die ko- such der Busan International Motor Show. Mai Das aktuelle Messeprogramm Meditech, BogotÁ für alle Medizinmessen 2013 mit Bayernstand finden Sie unter Medizintechnik für Kolumbien www.bayern-weltweit.de/medizin Mittlerweile gehört Bogotá zu den sicher- sten Städten Lateinamerikas. Davon konnten sich die acht bayerischen Firmen überzeugen, die am Bayerischen Gemein- schaftsstand auf der kolumbianischen Meditech teilnahmen. Die Medizintechnikmesse zählt mit annä- hernd 200 Ausstellern und ca. 15.000 Besu- chern zur größten Fachmesse der Region und wird von einem Kongress begleitet. Der Deutsche Botschafter in Kolumbien, Jürgen Christan Mertens, besuchte die bayerischen Aussteller an ihren Ständen. Das jährliche Wirtschaftswachstum von 5-6% macht sich auch auf dem Medizintech- nikmarkt bemerkbar. Staatliche Vorhaben mit dem Ziel, eine medizinische Grundver- sorgung der Bevölkerung zu erreichen, und die hohe Importquote von medizinischer Ausstattung machen den kolumbianischen Markt für ausländische Medizintechnik- Da die Meditech nur alle zwei Jahre statt- Expo Hospital in Santiago de Chile ins Exporteure sehr interessant. findet, wurde für 2013 die Medizinmesse Messeprogramm aufgenommen. 10 Aussenwirtschaft im Fokus
  • 11. HIGHLIGHTS Juni Unternehmerreise holzbau nach Skandinavien Ideen aus Holz 17 Unternehmen, darunter Betriebe aus dem Holzbau, Planungsbüros und Hoch- schulverteter, wollten neue Erkenntnisse zur skandinavischen Holzbauwirtschaftt sammeln. Sie nutzten die Unternehmer- reise Holzbau und reisten vier Tage durch Dänemark und Südschweden. Organisiert wurde die Reise von Bayern International in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Cluster Forst & Holz sowie mit Unter- stützung des baden-württembergischen Cluster. Das Programm führte von Kopenhagen aus Viel Holz! Die mehrmals als „beste Holzachterbahn der Welt“ ausgezeichnete Attraktion in über Malmö und Växjö bis nach Göteborg. Göteborg fasziniert mit 36 Meter Höhe und einer Länge von 1.070 Metern. Die Teilnehmer konnten während der Reise u. a. das Stadtviertel Westhafen in Malmö besichtigen, Prestigeprojekt der dänischen Stadtplanung für ökologisches Bauen. Ne- Die Unternehmerreisen von ben achtstöckigen Holzgebäuden in Växjo Bayern International sorgen mit zum Thema „mehrgeschossiges Bauen ihrem branchenspezifischen Programm mit Holz“ wurde auch die einen Kilometer für die optimale Basis zur Markt- lange Holzachterbahn im Freizeitpark Lise- erkundung und Kontaktanbahnung: www.bayern-international.de/ berg besucht – für die Teilnehmer eine Ge- unternehmerreisen legenheit, die bis zu 90 km/h schnelle Fahrt auszuprobieren. www.bayern-international.de 11
  • 12. HIGHLIGHTS Juni Luft- und Raumfahrt mit Russland Sinkflug stoppen, durchstarten und abheben Technik, die fasziniert. Russland hat seinen Nachholbedarf in der Luft- und Raumfahrt erkannt und will künftig von bayerischem Knowhow stärker profitieren. Zum ersten Mal wurde Luft- und Raum- 70% der russischen Teilnehmer konnten fahrt zum Thema bei „Bayern – Fit for laut eigenen Angaben geschäftliche Bezie- Eine Übersicht der Veranstaltungen Partnership“. Eine 26-köpfige russische hungen aufbauen – für die bayerischen von „Bayern – Fit for Partnership“ Delegation aus der Luftfahrtindustrie und Betriebe eine Vertriebsunterstützung. ist bereits online unter www.bayern-international.de/bfp Satellitennavigation reiste Ende Juli durch Bayern und traf auf 21 bayerische Firmen, Hintergrund des Projekts sind die aktu- die sich an der Programmgestaltung betei- ellen Entwicklungen in der russischen ligten. Luft- und Raumfahrtindustrie. Nach einer langen Durststrecke mit Tiefpunkt Ende Gestartet wurde die Woche, wie bei „Bay- der 90er Jahre versucht sich die Bran- ern – Fit for Partnership“ üblich, mit einer che neu aufzustellen – mit Unterstützung Hausmesse, bei der sich neun bayerische der russischen Regierung: Dazu gehören Firmen präsentierten. Auf dem weiteren Investitionen in Forschung und Entwick- Programm standen zahlreiche Unterneh- lung, Internationalisierung sowie Konsoli- mensbesichtigungen und eine Flugzeug- dierung der russischen Betriebe. Im Zuge demonstration. Das Projekt wurde zudem dessen dürfen nun ausländische Gesell- durch das „Netzwerk Satellite Navigation schaften bis zu 49% an russischen Luft- Berchtesgadener Land“ unterstützt. fahrtunternehmen halten. 12 Aussenwirtschaft im Fokus
  • 13. HIGHLIGHTS Juli „Bayern – Fit for Partnership“ feiert Jubiläum Bayerische Medizintechnik begeistert Algerier Das Erfolgsprogramm „Bayern – Fit for waren Krankenhausmanagement, Hygi- Seit 2004 kommen im Rahmen von „Bayern Partnership“ (BFP) feiert mit dem Besuch enestandards, Krankenhausausstattung – Fit for Partnership“ Delegationen aus 22 einer Wirtschaftsdelegation aus Algerien und medizintechnische Ausrüstungen. Die Ländern nach Bayern. Über 1.700 bayeri- das 100. BFP-Projekt. Die 13 Entscheider bayerischen Unternehmen, die sich an sche Firmen haben seit der Einführung von aus Kliniken und Gesundheitseinrichtungen diesem Projekt beteiligten, kamen so in di- BFP an dem Programm teilgenommen und besuchten den Freistaat Bayern und ka- rekten Kontakt zu Fach- und Führungskräf- durften ihre Produkte und Dienstleistungen men in Kontakt mit bayerischen Unterneh- ten aus der algerischen Gesundheitswirt- direkt einem ausgewählten Kreis an Inter- men und ihren Technologien. Während des schaft und konnten ein aufschlussreiches essenten präsentieren. einwöchigen Besuchs wurden bereits kon- Bild zum aktuellen medizintechnischen krete Verhandlungen geführt. Die Themen Bedarf in algerischen Krankenhäusern und bei Hausmesse und Firmenbesichtigungen -einrichtungen gewinnen. www.bayern-international.de 13
  • 14. HIGHLIGHTS Juli Delegationsreise Angola Schwarzes Gold für Bauboom und Bildung Das rhythmische Rattern der Pressluft- hämmer in der ganzen Stadt kündet von Vor der Niederlassung des seit mehr als 20 Jahren in Angola tätigen Nürnberger der neuen Zeit des Aufbruchs. Zehn- Ingenieurbüros Gauff Engineering – ein Programmpunkt während der tausende Arbeiter bauen in Luanda, der Delegationsreise. 1988 gegründet, ist das Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern Wirtschaftsmetropole und Hauptstadt von weltweit erfolgreich – seit 2000 auch mit einer Niederlassung in Luanda. Angola, überall ragen Kräne in den Him- mel. Es schießen Wolkenkratzer in die die Höhe, Bürotürme, Luxushotels und Appar- der Westküste Afrikas verfügt über enor- berufliche Bildung. Anfang August ist tementblöcke. me Ölreserven; die Einnahmen aus der überdies das Kooperationsabkommen zwi- Förderung pumpt die Regierung nun in den schen Deutschland und Angola in den Be- Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Aufbau der Infrastruktur. „Dazu bieten wir reichen Kultur, Bildung und Wissenschaft Hessel reiste im Juli 2012 gemeinsam mit unsere Zusammenarbeit an und präsen- offiziell in Kraft getreten. einer 20-köpfigen Unternehmerdelegation tieren die bayerische Wirtschaft als leis- aus verschiedenen Branchen nach Ango- tungsstarken und verlässlichen Partner“, la. Die afrikanischen Länder gewinnen als erklärt Hessel. So waren die wichtigsten In 2013 wird es wieder eine Vielzahl Wirtschaftspartner zunehmend an Bedeu- Themen der Reise auch Infrastruktur und an Projekten auf dem afrikanischen tung. Das 13-Millionen-Einwohner-Land an Erneuerbare Energien, aber auch die Kontinent geben. Mehr Infos dazu in unserer Veranstaltungsdatenbank: www.bayern-international.de/ veranstaltungen 14 Aussenwirtschaft im Fokus
  • 15. HIGHLIGHTS Juli Bayern International auf Facebook News auf allen Kanälen Noch gibt es kritische Stimmen zur Kom- munikation von B2B Unternehmen in so- zialen Netzwerken. Jenseits des Atlantiks hat man die Chancen, die die Plattformen bieten, jedoch längst erkannt. Und so sind auch rund die Hälfte unserer Teilnehmer und Aussteller, bayerische Firmen, in min- destens einem der vielen sozialen Netz- ern International einen weiteren Schritt in werke unterwegs. seiner Online-Kommunikation. Neben einer Unter www.bayern-international.de/ Seit nun fast zwei Jahren ist Bayern In- Facebook-Seite kamen Unternehmenska- social finden Sie eine Übersicht über ternational bereits auf Twitter aktiv und näle in den Businessnetzwerken Xing und unsere Communities. Dort liefern wir informiert mittlerweile rund 880 Follower LinkedIn, der Videoplattform YouTube und täglich frischen Content rund um das fast täglich mit 140 Zeichen. Mit der Live- dem Präsentationskanal SlideShare dazu. Thema Export, Messen & Märkte. Wir schaltung von Unternehmenspräsenzen in So freuen wir uns auf einen regen Aus- freuen uns immer über ein „Like“. verschiedenen sozialen Netzen ging Bay- tausch mit bayerischen Firmen. August SET Broadcast & Cable, São Paulo Bayern-Premiere in Brasilien Alle Messen der Branche Broadcast & IT gibt es unter www.bayern-weltweit.de/broadcast Erfolgreiche Premiere im Land des Medien- Bayern zählt seit Jahrzehnten zu den be- Wichtige Informationen zur Wirtschaft spektakels Fußball-WM 2014: Zusammen deutendsten Standorten der Welt für Infor- allgemein und zur Branche Multimedia mit der Industrie- und Handelskammer mations- und Kommunikationstechnik (IKT). speziell bekamen die Aussteller gleich am für München und Oberbayern hat Bayern 380.000 Beschäftigte entwickeln, produzie- ersten Messetag von Martin Langewellpott, International zum ersten Mal einen Ge- ren und vertreiben hier im gesamten IKT- Bayerischer Repräsentant in Brasilien, und meinschaftsstand auf der Multimediames- Spektrum. Andreas Sanden von der Kanzlei Pacheco se „SET Broadcast & Cable“ in São Paulo Neto Sanden Teissere Advogados. Kathrein Ende August organisiert. Aufgrund der ausgezeichneten For- Mobilcom Brasilien, vertreten durch den schungsinfrastruktur und den hervor- inzwischen leider verstorbenen Firmenchef Dabei konnten sich 14 bayerische Firmen ragenden Wachstumsbedingungen in Prof. Dr. Anton Kathrein und International aus den Bereichen Kabel, Satelliten, An- Bayern haben zahlreiche weltweite IKT- Sales Manager Raul Faller, sowie TV Globo, tennen, Studio-, Audio- und Videotechnik, Marktführer der Bereiche Entwicklung, vertreten durch Produktionsdirektor Nelson Kamerazubehör und Filmbereich auf dem Dienstleistung und Anwendung ihren eu- Faria, berichteten über die Bereiche Anten- Messegelände „Imigrantes Centro de Ex- ropäischen Hauptsitz oder eine Niederlas- nen und Content-Produktion. posicoes“ präsentierten. sung im Freistaat. 2013 gibt es eine erneute Beteiligung an der SET Broadcast & Cable. www.bayern-international.de 15
  • 16. HIGHLIGHTS September West African Health, nigeria Bayerische Medizintechnik erstmals in Nigeria Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr ei- nen bayerischen Gemeinschaftsstand auf einer Messe in Nigeria. Sieben bayerische Firmen beteiligten sich an der West African Health und wurden in Lagos von Regierung und Besuchern willkommen geheißen. Die bayerischen Firmen konnten sich nicht nur mit ihrem Messestand in zentraler Lage präsentieren, sondern auch während des Konferenzprogramms dem interessierten Fachpublikum – darunter auch zahlreiche chinesische und indische Firmen, die den größten Anteil an den Ausstellern auf der Messe ausmachten – ihre Leistungsfähig- keit demonstrieren. Nigeria ist mit 150 Mio. Die West African Health ist nur eine Einwohnern nicht nur das bevölkerungs- von fast 60 Messen im Messeprogramm reichste Land Afrikas, sondern auch die 2013. Alle Infos zu den geförderten Torsten Wagner (Bayern International) im Auslandsmessen unter größte Volkswirtschaft. Für den Medizin- Interview mit Vertretern des nigerianischen technik-Markt rechnet die German Trade www.bayern-weltweit.de Gesundheitsministeriums und dem Messe- & Invest (gtai) mit einem Wachstum von veranstalter bei der Messeeröffnung 5% jährlich. September Hochwasser rumänien den Vertretern der Wasserwirtschaft aus Rumänien aufzubauen. 13 bayerische Fir- Nie mehr Land unter men aus der Branche Hochwasserschutz nutzten das Projekt für ihre Vertriebsaktivi- täten. Das einwöchige Programm der Dele- gation sah neben Unternehmensbesuchen Verheerende Überschwemmungen haben und einer Hausmesse auch Exkursionen zu 2006 und 2010 Rumänien erschüttert, zahl- Hochwasserschutzmaßnahmen z. B. nach reiche Todesopfer gefordert und hohen Immenstadt an der Oberen Iller oder zur materiellen Schaden verursacht. Allein Isar-Renaturierung in München vor. Zu den beim Hochwasser 2010 belief sich der Ge- 155 Mio. Euro, die die rumänische Regierung samtschaden auf mehr als 400 Mio. Euro. zur Sanierung der Hochwasserschäden be- Das soll und darf sich nicht wiederholen. reit stellt, kommt noch doppelt so viel von Mit dem Ziel, aktuelle Informationen über der EU dazu, um den Hochwasserschutz bayerische Technologien im Hochwasser- auszubauen. Dementsprechend legten ru- schutz zu gewinnen, tourten aus diesem mänische Maschinenimporte schon in den Grund 16 Entscheider aus der rumänischen ersten vier Monaten 2012 deutlich mehr Wasserwirtschaft Mitte September durch zu als die Gesamteinfuhren. Dabei stammt den Freistaat. Für bayerische Unternehmen knapp ein Viertel der Maschinenimporte eine gute Gelegenheit, ihre Produkte sowie aus Deutschland, allen voran Pumpen und Lösungen zu präsentieren und Kontakte zu Kompressoren für die Wasserwirtschaft. Informieren Sie sich unter www.bayern-international.de/bfp über weitere Projekte in 2013 im Rahmen Besichtigung des Pegels Immenstadt von „Bayern – Fit for Partnership“. mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten 16 Aussenwirtschaft im Fokus I
  • 17. HIGHLIGHTS Oktober Bio Japan Bayerische Biotechnologie in Yokohama 15 bayerische Biotechnologie-Firmen Anschluss an die Präsentation im Rahmen konnten sich Mitte Oktober auf der Messe des Standempfanges mit bayerischem Teilnahmeunterlagen und Infos zu den BioJapan vom Potenzial des japanischen Bier, Brezen und Würsten statt. Von den Biomessen finden Sie unter www.bayern-weltweit.de/bio Biotech-Marktes überzeugen. Der Firmen- Ausstellern wurde vor allem die Anzahl gemeinschaftsbeteiligung in Yokohama, der am Stand geführten Fachgespräche organisiert durch Bayern International, mit den hochkarätigen japanischen Besu- BioM und das Bayerische Biotechnologie- chern hervorgehoben. Cluster, ging eine zweitägige Unterneh- merreise in die Kansai-Region voraus. In Osaka, Hauptstadt der Kansai-Region, wurden die bayerischen Teilnehmer vom Partner-Cluster der BioM empfangen. Während der dreitätigen BioJapan konn- ten sich die bayerischen Aussteller zu- sätzlich zu ihrem Messeauftritt während eines einstündigen Bayern-Slots im Kon- ferenzprogramm des Veranstalters prä- sentieren, moderiert von Prof. Dr. Domdey, Geschäftsführer des Clusters Biotechnolo- gie. Weiterführende Gespräche fanden im Oktober Delegationsreise nach Malaysia und Singapur Bayerischer Löwe trifft asiatischen Tiger Dr. Ulrike Wolf-Prexler, Leiterin der Außen- Die beiden Staaten gehören zu den wirt- ken und ihren Einfluss weiter vergrößern. wirtschaft im Bayerischen Wirtschafts- schaftsstärksten Ländern in der ASEAN- Beide Länder lagen 2011 mit einem bila- ministerium, wurde zur Auslotung des Region, einem Staatenbund, der bis 2015 teralen Handelsvolumen von jeweils rund örtlichen Wirtschaftspotenzials von einer die Gründung einer ASEAN Economic 2,3 Mrd. Euro unter Bayerns 25 wichtigsten 20-köpfigen Delegation bayerischer Un- Community anstrebt. Eine engere wirt- Handelspartnern weltweit. ternehmer nach Malaysia und Singapur schaftliche Verflechtung soll die Position begleitet. der Region im globalen Wettbewerb stär- Anlässlich des Besuchs aus Bayern wurde der jährliche Botschaftsempfang zum Tag der Deutschen Einheit auf den 9. Oktober verlegt. Durch Unternehmensbesuche, in- tensive Workshops zu den Schwerpunkt- branchen der Delegation, Automation, Gesundheit und Energieeffizienz, sowie B2B-Meetings erhielten die Unternehmer ein umfassendes Bild über die Chancen in beiden Staaten. Einstimmiges Feedback der Mitreisenden war, dass diese Region auch in Zukunft aufgrund ihres vielverspre- chenden Potenzials weiter von Bayern in den Fokus genommen werden sollte. Auf dem Programm der Reise stand auch ein Firmenbesuch bei Ceramtec, Hersteller von Hochleistungskeramik für verschiedene Branchen, in Seremban / Malaysia an www.bayern-international.de 17
  • 18. HIGHLIGHTS November Forum Energieeffizienz im Bau, istaNbul Bayerisches Know-how für mehr Effizienz Im Rahmen des erstmals in der Türkei stattfindenden „Forum für Energieeffizienz im Bau“ konnten sich 15 bayerische Firmen aus den Bereichen Architektur, Gebäude- hülle und Innenausbau, Haus- und Gebäu- deleittechnik sowie Solar und Photovoltaik von den Investitions- und Fördermaßnah- men vor Ort ein Bild machen und mit bran- chenrelevanten türkischen Entschei- dungsträgern aus Politik und Wirtschaft in Kontakt treten. Firmenpräsentationen sowie Workshops mit parallel laufender Die dynamische Entwicklung der türkischen bisher hohen Abhängigkeit von Energieim- Fachausstellung boten zudem den baye- Bauwirtschaft in den letzten Jahren gepaart porten verfolgt die türkische Politik nun das rischen Unternehmen die Möglichkeit zur mit einem rasanten Bevölkerungswachs- Ziel, Erzeugungskapazitäten auszubauen, Eigen- und Produktwerbung und somit die tum läßt die Nachfrage nach Energie in der Energieeffizienz zu steigern, und zunehmend Grundlage zur Geschäftsanbahnung mit Türkei enorm ansteigen. Auch aufgrund der auf erneuerbare Energien zu setzen. potentiellen Auftraggebern und Partnern. Dezember Ägyptische Lebensmittelindustrie Zeichen für Wachstum und Innovation Im Rahmen von „Bayern – Fit for Partner- Die größten Wachstumspotentiale liegen die enge Verzahnung von Theorie und ship“ konnte sich im Dezember eine ägyp- dabei in den aufstrebenden Regionen Ost- Praxis bei „Bayern – Fit for Partnership“ tische Delegation vom hervorragenden Ruf europas und in Asien, das sich bis zum erhielten die teilnehmenden bayerischen der bayerischen Verpackungsmittelindust- Jahre 2015 zum weltweit größten Verpa- Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, in rie für Lebensmittel vor Ort überzeugen. ckungsmarkt entwickeln dürfte. Ägypten ist diesem interessanten Zukunftsmarkt kon- nach den VAE und Saudi-Arabien der wich- krete Kontakte zu finden oder auszubauen. Die verarbeitende Nahrungsmittelindus- tigste Handelspartner in der Region. Durch trie in Ägypten wuchs zuletzt aufgrund des steigenden Konsumentenbedarfs bis zu 15% jährlich, so dass die ägyptische Regierung plant, Nahrungsmittelexporte auszuweiten, weitere Investoren ins Land zu holen und Standards in der Produktion zu erhöhen. So erlebte auch Ägyptens Ver- packungsmarkt ein beispielloses Wachs- tum in den letzten Jahren, und der Markt braucht neue Technologien und Dienst- leistungen. Der ägyptische Bedarf an im- portierten Verpackungsmaschinen beträgt Im Januar startet das neue Bayern rund 90%, wobei hiervon ca. 50% für die International-Programm „Solutions – Lebensmittelbranche benötigt weden. Made in Bayern“ in einer Pilotphase: eine Weiterentwicklung von „Bayern Für bayerische Verpackungsmittelhersteller – Fit for Partnership“ mit neuer Länder- gewinnt die Internationalisierung ihrer Akti- kulisse. Erste Zielmärkte: Japan und vitäten derzeit mehr denn je an Bedeutung. Saudi-Arabien. Mehr Infos dazu unter www.bayern-international.de/ aktiv-in-bayern 18 Aussenwirtschaft im Fokus
  • 19. Serviceengel am Bayernstand Wer schon einmal an einer Auslandsmesse mit Bayern International teil- genommen hat, kennt sie: die fleißigen Messehostessen hinter und vor der Theke in der Informations- und Servicelounge am Bayerischen Gemein- schaftsstand. Sie helfen uns dabei, den Ausstellern und deren Besuchern den viel beworbenen und gerühmten Rundum-Service am Bayernstand bie- ten zu können. Manche unserer Messehostessen arbeiten bereits seit der Gründung von Bayern International mit uns zusammen. Vier dieser Hostes- sen stellen wir Ihnen vor. Gaby Reimer, gebürtige Brasilianerin mit stützt. Der Rest wird durch Unternehmen, deutschen Wurzeln, und Patricia Fedder- die Stadtverwaltung und Einnahmen aus sen, ursprünglich aus Argentinien, unter- Wohltätigkeitsveranstaltungen finanziert. stützen den Bayernstand seit über zehn Semente Esperança unterstützt über 100 Jahren auf Messen in São Paulo. Nicht nur Kinder und insgesamt 70 Familien. Da die dort sind sie ein eingespieltes Team, auch räumlichen Kapazitäten ausgeschöpft bei ihrer Arbeit in der Hilfsorganisation Se- sind, wurde ein neues Grundstück gekauft. Aufenthaltes in Bayern. Inna Bondarenko ist hauptberuflich Internistin in der Uni- und einer Privatklinik und unterrichtet an der medizinischen Hochschule in Moskau. Niveditha Ramakrishnan ist 26 Jahre alt und arbeitet bereits seit sieben Jahren regelmäßig am Bayernstand auf Messen in Mumbai. Deutsch hat sie in der Schu- le gelernt und danach am Goethe Institut in Mumbai. Durch Reisen und ihre Arbeit für Siemens in Deutschland konnte sie ihre Deutschkenntnisse noch vertiefen. In diesem Jahr begrüßte sie Aussteller und Besucher auf der Broadcast India in Mum- bai. Wenn sie nicht mit uns auf Messen Patricia Feddersen (links) und Gaby Reimer (rechts) inmitten ihrer Schützlinge ist, arbeitet Niveditha bei einer deutschen Firma in Mumbai als Buchhalterin. In Ihrer mente Esperança in Campinas, einer 1 Mil- Mit dem Bau des neuen Gebäudes wird in Freizeit fährt sie gern in die Berge. Die sind lion Einwohner zählenden Stadt westlich den nächsten Monaten begonnen. fast genauso schön wie die in Bayern, fin- von São Paulo. Ziel von Semente Esperan- det sie. ça (deutsch: Samen der Hoffnung) ist es, Unsere Aussteller auf Messen in Russ- Kindern und deren Familien aus den Fave- land haben sie schon kennengelernt. Inna las der Stadt zu helfen und eine Perspek- Bondarenko ist auf fast jeder russischen tive zu bieten. Der dort vorherrschenden Messe mit Bayernstand dabei und dol- Hoffnungslosigkeit will die gemeinnützige metscht für die bayerischen Aussteller. Organisation entgegentreten und ihren Die gebürtige St. Petersburgerin hat schon Schützlingen neue Perspektiven aufzeigen in ihrer Kindheit Deutsch gelernt und ihre – mit Kursen aus den Bereichen Kunst, Kul- Sprachkenntnisse dann bei Aufenthalten tur, Gesundheit und Weiterbildung. Patricia in Deutschland noch vertieft. Mit Stipendi- und Gaby kümmern sich nicht nur aktiv um en des DAAD und der Bayerischen Staats- die Kinder, sondern auch um die Finanzie- regierung kam sie während ihres Medi- rung der Organisation. Das Projekt wird zu zinstudiums nach Deutschland, später einem Viertel von Privatpersonen unter- begleitete sie kranke Kinder während ihres www.bayern-international.de 19
  • 20. Mexiko jenseits der Schlagzeilen Die unterschätzte Wirtschaftsmacht Durch die starke Fokussierung auf die BRIC-Staaten und negative Schlagzeilen ist handelsabkommen mit der Europäischen Mexiko in letzter Zeit in den Schatten geraten. Dennoch zählt Mexiko zu den größten Union. Das Handelsvolumen Mexikos hat Volkswirtschaften der Welt (G20) und ist nach den USA und Kanada die drittgrößte Han- sich seit 1990 mehr als verzehnfacht, wo- delsmacht in Amerika. Im „Doing Business Report“ der Weltbank (2011), der die Rah- bei Exporte und Importe gleichermaßen menbedingungen für Geschäfte in einem Land bewertet, liegt Mexiko deutlich vor den gewachsen sind. Zwei Drittel der Exporte BRIC-Staaten. Das Land verfügt über ein großes Entwicklungspotenzial und hat im Laufe werden mit Industrieprodukten (Elektro- seiner wechselvollen Geschichte Krisen immer wieder auf seine Art gemeistert. nik, Fahrzeuge, Apparate) erzielt, da viele internationale Unternehmen Mexiko als Wer die Schlagzeilen hinter sich lässt und hat sich für private Dienstleister aus dem kostengünstigen Produktionsstandort im im wirklichen Mexiko ankommt, trifft auf In- und Ausland geöffnet. Dollar-Raum nutzen. Diese Unternehmen ein faszinierendes und gastfreundliches Dem enormen Potenzial für Solar- und bilden ein Kundenpotenzial für Vorproduk- Land, das besonders für Unternehmen Windenergie, Geothermie und Biomas- te, Maschinen und Dienstleistungen. attraktiv ist. Automobilkonzerne errich- senutzung (insbesondere Abfälle) misst ten neue Werke und mit dem Ausbau der man inzwischen wachsende Bedeutung Die wirtschaftliche Öffnung ist Teil drasti- Fahrzeugproduktion investieren auch die bei. Privatunternehmen erzeugen Strom scher Reformen, zu denen das 1986 zah- Zulieferer, darunter viele bayerische Un- für den Eigenbedarf oder im Auftrag des lungsunfähige Mexiko gezwungen war. ternehmen. Auch in anderen Branchen staatlichen Monopolisten CFE und suchen Nach Tilgung der Auslandsschulden und wie der Luftfahrtindustrie gibt es spek- im Ausland gezielt Technologie zur Nutzung Sanierung der Staatsfinanzen erlangte takuläre Investitionen. Die mehr als 1000 regenerativer Energiequellen. das Land eine beachtliche makroökonomi- deutschen Unternehmen in Mexiko, dar- Die knapp 115 Millionen zählende, überwie- sche Stabilität. An Stelle kreditfinanzierter unter über 100 aus Bayern, blicken über- gend junge Bevölkerung Mexikos bildet ein staatlicher sind vielfach private Investitio- wiegend optimistisch in die Zukunft. Sie großes Arbeitskräfte- und ein bedeutendes nen (Betreibermodelle) getreten. Parallel bilden einen guten Anknüpfungspunkt für Kundenpotenzial. Auf dem mexikanischen zur wirtschaftlichen Öffnung haben sich in den Markteinstieg. Binnenmarkt bieten sich gute Absatzchan- Mexiko eine pluralistische Parteienland- cen für hochwertige Konsumgüter, Kompo- schaft und eine demokratische Kultur mit Ressourcenreichtum nenten für den Bau, Medizintechnik und in- gefestigten Institutionen herausgebildet. ternationale Bildungsabschlüsse. Vielfach Als offenes Land ist Mexiko stärker den Mexikos bietet sich der Markteinstieg über mexika- Schwankungen der US-Konjunktur aus- Mexiko verfügt auf seinen rund zwei Millio- nische Partner an. gesetzt, weshalb man eine regionale Di- nen Quadratkilometern Landesfläche über versifizierung der Exporte sucht und dabei einen außerordentlichen landschaftlichen Öffnung und Wandel auch Europa im Fokus hat. Nach den dras- Reichtum mit enormen natürlichen Res- tischen Umbrüchen der letzten Jahrzehnte sourcen. Das traditionelle Bergbauland ist der Wirtschaft setzt Mexiko verstärkt auf Maßnahmen zur der wichtigste Silberproduzent der Welt Mexiko hat seine strategische Lage in der inneren Integration in Wirtschaft und Ge- und nimmt auch bei anderen Mineralien Mitte des amerikanischen Kontinents so- sellschaft und auf die Steigerung der Inno- eine Spitzenstellung ein. Im Bergbau sind wie zwischen Ostasien und Europa durch vationskraft, wofür international Part- neue Technologien und ausländische In- 13 Freihandelsabkommen (45 Länder, eine ner gesucht werden. Hier schätzt vestoren äußerst gefragt. Auch beim Erdöl Milliarde Verbraucher) gezielt in Wert ge- man das Know How bayerischer zählt Mexiko zu den weltweit größten Pro- setzt. Hierzu zählen das NAFTA-Abkommen Cluster und Unternehmen. duzenten. Der Staatsmonopolist PEMEX mit den USA und Kanada sowie ein Frei- Autor: Christian Weber Freistaat Bayern – Mexico Office Tel.: +52 55 1500-5905 Fax: +52 55 1500-5910 E-Mail: bayern@ahkmexiko.com.mx 20 Aussenwirtschaft im Fokus
  • 21. Ein mexikanischer Cocktail aus Sympathie und Professionalität Mexikanische Führungskräfte in interna- Männern der Abrazo (Umarmung), ein Zeitliche Investitionen in die Geschäfts- tionalen Unternehmen haben meist einen Schulterklopfen, bei dem man die Schulter beziehung zahlen sich in Mexiko überpro- Teil ihrer Universitätskarriere in den USA und den Rücken des Gegenüber zwei bis portional aus. Mexikaner fühlen sich dazu absolviert. Englisch und internationale drei Mal abklopft. Frauen erhalten statt- verpflichtet, guten Geschäftskontakten zu Managementmethoden sind daher in me- dessen einen leichten Beso (Kuss) auf die helfen. Sollten Sie bei Ihren Geschäften xikanischen Unternehmen weit verbreitet. linke Wange, der manchmal nur angedeu- in Mexiko Unterstützung benötigen, so Auf den ersten Blick scheinen sich deut- tet wird. werden Sie auf das große Improvisations- sche und mexikanische Manager kaum zu talent, die Kreativität und die Netzwerke unterscheiden. Der Königsweg zu einer Für den Aufbau einer erfolgreichen Ge- ihrer mexikanischen Geschäftspartner langfristig erfolgreichen Geschäftsbezie- schäftsbeziehung ist es empfehlenswert, zählen können. Wenn etwas unmöglich hung unterscheidet sich jedoch in beiden das „Eis zu brechen“. Geeignete Themen erscheint, versuchen Mexikaner alles, um Ländern erheblich. Vertrauen entsteht hierfür sind Familie, Fußball, mexikanische trotzdem ein Ergebnis zu erzielen. bei Mexikanern durch Sympathie und Di- Küche und Kultur. Tabus sind Bemerkun- plomatie, bei Deutschen hingegen durch gen über Politik, Religion oder soziale Für Ihren Erfolg in Mexiko sollten Sie daher Sachlichkeit und Ehrlichkeit. Missstände. Mexikanern ist es sehr wich- ausreichend Zeit zum persönlichen Ken- tig, die Harmonie und ihr Gesicht und das nenlernen vor Ort und zur Kontaktpflege Mexikaner sind respektvoll, auf förmliche ihres Gegenübers zu wahren. Das führt von Deutschland aus in Ihr deutsch-mexi- Art herzlich und sehr freundlich. Respekt dazu, dass Mexikaner Konflikte vermeiden, kanisches Projektmanagement einplanen. ist ein Zeichen der Wertschätzung ge- aber auch nicht direkt Nein sagen können. genüber dem Gesprächspartner. Dazu ge- hören die Beachtung von hierarchischen Zum persönlichen Kennenlernen wer- Infos zur Autorin: Strukturen, das Benutzen von Titeln, ein den in Mexiko comidas de negocios (Ge- gepflegtes Äußeres und Diplomatie. Die schäftsessen) bevorzugt. Mindestens zwei Katrin Sihling Körpersprache der Mexikaner ist offen Stunden unterhält man sich hauptsächlich und die Stimmlage herzlich. Es wird viel über Privates. Mexikaner möchten Per- gescherzt und gelacht. Mexikaner freuen sönlichkeit, Hintergrund und Status ihrer sich im Vergleich zu Deutschen deutlich Geschäftspartner einschätzen können. Die Deutsch-Mexikanerin Katrin Sihling, sichtbarer und loben oft und ausgiebig. Verhandlungen werden daher vorrangig im Sihling Intercultural Communication, Büro geführt. Bei Meetings und Präsenta- unterstützt Unternehmen durch interkulturelles Training, Coaching Die übliche Begrüßung ist beim ersten tionen wird eine strukturierte und profes- und Beratung. Treffen in Mexiko ein kräftiger Hände- sionelle Arbeitsweise durchaus geschätzt. www.interculture-communication.com druck. Kennt man sich besser, folgt unter www.bayern-international.de 21
  • 22. Soziale Medien im Messemarketing Haben Messen im Zeitalter des Internet eigentlich noch eine Berechtigung? Warum erwarten wir von unseren Kunden, dass sie sich die Mühe machen, erst quer durch die Republik zu fahren, um uns auf unserem Messestand zu treffen? Sind wir nicht viel einfacher an 365 Tagen im Jahr mit allen relevan- ten Produkt- und Serviceinformationen im Internet zu finden? Unsere Kunden kommen auf Messen aus Allerdings baut sich eine Markenreputa- dem gleichen Grund, aus dem immer mehr tion nur allmählich auf. Dies kann auch aktive Mitglieder des größten deutschen ein noch so emotionaler Messestand in Business-Netzwerks XING sich auf lokalen drei oder fünf Messetagen nicht schaffen. XING-Events treffen: Weil der direkte per- Deshalb muss die Messekommunikation sönliche Kontakt zwischen Anbieter und eingebettet werden in eine langfristige und Kunde durch nichts zu ersetzen ist! nachhaltige Kommunikationsstrategie. So- ziale Medien sind hier ein wertvoller „Weg- Aber auch wenn der persönliche Kontakt bereiter“ für Messen: Wie auf Messen auf einer Messe nicht durch Facebook & kommunizieren auf Facebook und Google+ Co. zu ersetzen ist, so sind soziale Medien Menschen miteinander, mit all ihren Emoti- aus vielerlei Gründen doch ideale Partner onen. In sozialen Medien können Sie Ihre des Messe-Marketings im Marketing-Mix. persönliche Reputation in die Waagschale werfen – ganz wie auf einem Messestand. Messekommunikation ist Markenkommunikation Social Communities in der Ein ergänzender Weg kann es sein, die Messekommunikation Moderatoren der wichtigsten Communities Die Kommunikation der Marke wird im direkt anzusprechen und nach Möglichkei- Internet-Zeitalter immer wichtiger. Gerade Aussteller sollten in Communities wie ten für gemeinsame Aktionen abzufragen. weil das World Wide Web die Markttrans- XING, LinkedIn und Facebook im Vorfeld Viele Moderatoren akzeptieren gerne parenz erhöht und gleichzeitig zu einer der Messe die wichtigsten Gruppen ana- Sponsorings regionaler Treffen, auf denen Flexibilisierung der Einkaufsmöglichkeiten lysieren, dort Mitglied werden und zu al- sich Sponsoren dann kurz hervorgehoben führt, müssen sich Anbieter über ihre Mar- lererst zuhören. Im zweiten Schritt sollte positionieren können. Natürlich kann man ken differenzieren. Wenn die räumliche man sich in die dort laufenden Diskussio- als Sponsor einer solchen Gruppe die Mit- Nähe zum Kunden kaum mehr eine Rolle nen einbringen. Dabei gilt wie immer: Man glieder auch auf den eigenen Messestand spielt und die Kundenloyalität tendenziell muss sich trauen, Meinung zu zeigen. Man einladen. Man darf fast alles in solchen sinkt, sind es die emotional aufgeladenen muss Stellung nehmen, Position beziehen, Gruppen, nur drei Dinge sollte man tun- Marken, die den Kern der Kundenbindung und zwar als Person, als Repräsentant ei- lichst unterlassen: darstellen. nes Unternehmens, nicht als abstraktes Unternehmen als solches. die Vorspiegelung falscher Tatsachen, Emotionale Loyalität baut sich aber vor Wichtiger als der Aufbau eines eigenen etwa wenn Externe beauftragt werden, allem über Personen auf, über den Ge- Facebook-Angebots ist also das Einmi- verdeckt Stimmung für das eigene schäftsführer, den man schätzt, über schen auf den sozialen Plattformen, auf Unternehmen zu machen freundliche und zuvorkommende Mitarbei- denen sich unsere Zielgruppen bereits be- Verunglimpfung von Community- ter, die man kennt. Deshalb sind Messen wegen. Diese XING- und Facebook-Grup- Mitgliedern („Bashing“) mit ihrer Möglichkeit, Lieferanten und Her- pen müssen also im ersten Schritt identifi- die Versendung werblicher Mailings an steller „live“ erleben zu können, so wichtig. ziert werden. die Gruppenmitglieder („Spamming“) 22 Aussenwirtschaft im FokuS
  • 23. sestand einen QR-Code an, der alle Be- sucher zur Messenachbereitung auf eine Landing Page führt, die alle Ihre relevan- ten Broschüren und Vorträge bereithält. So macht Ihr Messe-Engagement auch noch Wochen nach Messeschluss Eindruck. Corporate Blogs in der Social Content in der Infos zum Autor: Messekommunikation Messekommunikation Dr. Michael Kausch Ein Corporate Blog mit einer gängigen Open- Schließlich sollten soziale Medien als Source-Software wie WordPress ist einfach Multiplikatoren für attraktive Inhalte der eingerichtet und kostet daher auf den ersten Messekommunikation genutzt werden. Blick wenig. Deshalb empfehlen unabhän- Mit einem Vortrag auf einer Fachkonferenz gige „Web-Berater“ auch schnell den Auf- erreichen Sie vielleicht 50, vielleicht auch bau eines eigenen Blogs. Dabei macht der 100 Zuhörer. Stellen Sie diesen Vortrag Aufbau eines eigenen Blogs nur dann Sinn, anschließend auf SlideShare, erreichen wenn es bereits Ressourcen gibt, um ein ei- Sie schnell einige hundert zusätzliche genes Nachrichtenangebot laufend zu pfle- Personen. Gleiches gilt für die Produktprä- gen. Unternehmen, die über eine Website sentationen, die Sie für Ihren Messeauf- verfügen, auf der sie bereits laufend News tritt erstellt haben und anschließend auf veröffentlichen, sollten diese Informationen Youtube und SlideShare stellen können. Dr. Michael Kausch, vibrio Kommunikations- besser in einem Blog als auf ihrer Website Damit erreichen Sie nicht nur zusätzliche management Dr. Kausch GmbH veröffentlichen, da Blogs einen entschei- potentielle Kunden, sondern bieten Ihren berät Unternehmen in denden Beitrag zur Suchmaschinenoptimie- Standbesuchern auch gleich noch ebenso Kommunikation und Marketing. rung einer Website leisten UND eine einfa- preiswerten wie wertvollen Zusatzservice. www.vibrio.eu che Dialogfunktion beinhalten. Bringen Sie doch einfach auf Ihrem Mes- www.bayern-international.de 23
  • 24. Exportpreis Bayern 2012 Bereits zum 6. Mal konnten bayerische kleine und mittlere Unternehmen für Ihre Export- leistungen und -strategien ausgezeichnet werden. Am 08. November wurde der Export- preis Bayern erneut durch den Bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil verliehen. In vier Kategorien konnten sich kleine und mittlere bayerische Unternehmen bewerben: Industrie, Handel, Dienstleistung und Handwerk. Hier die Gewinner: Wirtschaftsminister Martin Zeil mit den Preisträgern und Laudatoren des Exportpreises Bayern 2012 Kategorie Handwerk: Unternehmen wie das von Rainer W. Leon- weile auch in den sozialen Netzwerken hardt heraus, Inhaber der Firma Geigenbau sehr aktiv. Mit Aktionen wie „Ein Cello auf Geigenbau Leonhardt Leonhardt aus Mittenwald, einem Ort mit Reisen“, bei der für eineinhalb Jahre ein 350 Jahren Tradition im Geigenbau. Die Cello um die ganze Welt geschickt wurde, Streichinstrumente des bereits im Jahr bringt er sich ins Gespräch. Regelmäßig 1926 gegründeten Unternehmens gehen gehen außerdem Newsletter und Bilder in die ganze Welt: Geigen, Bratschen, Celli von Instrumenten an seine Kunden auf al- und Kontrabässe u.a. für Hong Kong, Los len Kontinenten. Angeles, Tokio oder den Oman. Alles in Als einen der größten Pluspunkte bei der Handarbeit hergestellt, aus alten Hölzern, Vermarktung seiner Instrumente sieht teilweise noch vom Großvater abgelagert, Rainer Leonhardt vor allem den Standort mit selbst hergestellten Lacken individuell Bayern: „Die Kunden kommen gerne nach der jeweiligen Exportregion angepasst. Bayern, auch mal für einen Kurzbesuch Dieser individuelle Service ermöglicht aus Seoul. Das Vertrauen auf Tradition und von links: Wirtschaftsminister Martin Zeil, Angelika Jais (Geigenbau Leonhardt) und dem Unternehmen, Massenherstellern Qualität über Generationen hinweg ist un- Laudator Jürgen Schmid in China und anderswo die Stirn zu bie- ser größtes Kapital. Bayern steht für sich ten. Die Vermarktung verläuft allerdings selbst und spricht auch für sich selbst.“ Wenn sich Handwerkskunst mit der di- alles andere als traditionell. Rainer W. gitalen Welt verknüpft, dann kommt ein Leonhardt ist selbstverständlich mittler- www.violin-leonhardt.de 24 Aussenwirtschaft im Fokus
  • 25. Kategorie Industrie: Kategorie Dienstleistung: Kategorie Handel: Poly-M Spielwaren GmbH Aschoff Solar Internationale Ludwigs- Arzneimittel München – ILAPO Laudatorin Stephanie Spinner-König, Wirtschafts- Laudator Detlef Dörrié, Wirtschaftsminister Wirtschaftsminister Martin Zeil, Sabine Fuchs- minister Martin Zeil, Manuela Meyer (Geschäfts- Martin Zeil, Friedhelm Aschoff (Geschäftsführer), berger-Paukert (Geschäftsführerin), Florian Picha führerin) mit Sohn Carsten Aschoff (Vertrieb) (Inhaber und Geschäftsführer) Aus Haushalts-Kunststoffresten produzier- Wenn man seine Produkte und Dienstleis- Die Internationale Ludwigs-Arzneimittel te Anton Meyer mit einer selbst gebastel- tungen zu 100 Prozent im Ausland anbietet, (ILAPO) mit Firmensitz in München ist eine ten Spritzgießmaschine die ersten Proto- bedarf es einer ausgeklügelten Exportstra- weltweite Drehscheibe für Arzneimittel. typen der Spielbausteine für die eigenen tegie. Und die hat Aschoff Solar, ein Anbie- Der Großhändler mit mittlerweile 35 Mit- Kinder. Das Ergebnis stieß bei ihnen auf ter von Solaranlagen aus Petersaurach. arbeitern beschafft deutsche und interna- einhellige Begeisterung. 1980 entschlos- Das Unternehmen konzentriert sich beim tionale Medikamente, die im Zielland nicht sen sich der damalige Kfz-Meister und Verkauf seiner solarthermischen Groß- verfügbar sind, und schließt damit gravie- Ehefrau Marianne daher, sich mit den Bau- anlagen auf Märkte mit starker Präsenz rende Versorgungslücken. Die Arzneimittel steinen selbstständig zu machen. Die Re- energie- und wasserintensiver Industrien, kommen aus über 30 Ländern und gehen sonanz der Spielwarenhändler war jedoch wie sie z.B. in Asien zu finden sind. Durch just-in-time an derzeit rund 200 Kunden in verhalten. Der Erfolg kam erst, als das Standardisierung und modularen Aufbau über 50 Ländern. Zu diesen Kunden zählen Ehepaar sein Produkt einem Kindergarten- der Systeme können der Industrie eine nicht nur Apotheken und Großhändler, son- ausstatter vorstellte. Heute ist Poly-M ei- qualitativ hochwertige Leistung zu niedri- dern auch Wissenschaft und Forschung. nes der beliebtesten Steckbausysteme im gen Kosten und damit kurze Amortisations- Mit dem Einstieg von Apothekerin Sabine Kindergartenmarkt. zeiten geboten werden. Fuchsberger-Paukert in die Geschäftslei- Das Steckbausystem ist aus hochwerti- Bereits im Jahr der Gründung, 2010, wur- tung erfolgte der Startschuss für die In- gem Polyethylen gefertigt und besteht aus de die erste solarthermische Anlage in tensivierung der Exportaktivitäten. Im- und verschiedensten Bausteinen und zerlegba- einer Gerberei in Vietnam installiert. Im Export wurden als eigener Geschäftsbe- ren Figuren, Tieren und Fahrzeugen. 1981 darauffolgenden Jahr wurden weitere In- reich stetig ausgebaut, wobei sich eine stellte das Unternehmen zum ersten Mal stallationen in Bangkok sowie in mehreren gründliche Recherche als A und O der Ex- auf der Internationalen Spielwarenmesse Städten in China getätigt. Für die Anlage in portleistungen erwiesen hat: ILAPO hat in in Nürnberg aus; 1982 erfolgte der erste Bangkok erhielt das Unternehmen prompt die Entwicklung einer weltweit einmaligen Großauftrag aus Japan. Der Exporterfolg eine Auszeichnung des thailändischen Datenbank investiert, in der Wissen und erklärt sich auch durch die Adaption der Amts für Alternative Energieentwicklung. Knowhow aus über 40 Jahren Handel und Steckbausysteme an kulturelle Gegeben- Zu den Dienstleistungen von Aschoff Solar Erfahrung mit ca. 150.000 Artikeln gesam- heiten des Zielmarktes. So gibt es auf den gehören neben der Entwicklung von An- melt wird. muslimischen Märkten z.B. keine Schwei- lagenkonzepten auch die Beratung beim ne als Spielfiguren. Außerdem werden Energieeinsatz sowie Analysen der Ener- www.ilapo.de Figuren in verschiedenen Hautfarben und gieeffizienz. Augenformen angeboten. Diese Umsicht Friedhelm Aschoff, Geschäftsführer von und die überzeugende Qualität der Produk- Aschoff Solar, über den Erfolg des Portfo- te von Poly-M Spielwaren wurden schon lio: „Gegenüber der europäischen Konkur- mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, renz behaupten wir uns vor allem durch Haben Sie ebenfalls eine gute Idee zu Geld gemacht und exportieren Ihre Pro- u.a. in den USA und Australien. den sehr günstigen Preis. Gegenüber der dukte und Dienstleistungen in Märkte asiatischen Konkurrenz durch die Her- weltweit? Dann bewerben Sie sich www.poly-m.de vorhebung des Einsatzes von deutschen doch für den Exportpreis Bayern 2013! Komponenten überall dort, wo es darauf Alle Informationen und Filme über die ankommt: im Design, in der Technik und Sieger 2012, sowie von der diesjährigen der Qualität.“ Preisverleihung finden Sie unter www.exportpreis-bayern.de www.achoff-solar.com www.bayern-international.de 25
  • 26. Gerne informieren wir Sie persönlich Informieren Sie sich über die für 2013 geplanten Projekte und erschließen Sie interessante Auslandsmärkte. Einen aktuellen Überblick finden Sie auf unserer Homepage unter: www.bayern-international.de/veranstaltungen oder kontaktieren Sie uns direkt: Ansprechpartner Ansprechpartner Messen und Unternehmerreisen Delegationsreisen Sieglinde Sautter Sarah Morgenstern Referatsleiterin Messen Referatsleiterin Wirtschaftsdelegationen Telefon: +49 89 66 05 66-300 Asien und Pazifik ssautter@bayern-international.de Telefon: +49 89 66 05 66-200 smorgenstern@bayern-international.de Kirsten Brinkmann Marco Flasch Hotelausstattung, Gastronomie & Lebensmittel Latein- und Zentralamerika Telefon: +49 89 66 05 66-302 Telefon: +49 89 66 05 66-202 kbrinkmann@bayern-international.de mflasch@bayern-international.de Nick Nachtsheim Sonja Miekley Industrietechnologien & Bauindustrie MOE, SOE und GUS Telefon: +49 89 66 05 66-303 Telefon: +49 89 66 05 66-203 nnachtsheim@bayern-international.de smiekley@bayern-international.de Martina Mrosek Rosi Saubert Umwelttechnologie & Energietechnik Nordamerika, Südasien, Telefon: +49 89 66 05 66-305 Naher und Mittlerer Osten mmrosek@bayern-international.de Telefon: +49 89 66 05 66-204 rsaubert@bayern-international.de Salomé Pivato Broadcast & IT Telefon: +49 89 66 05 66-304 Ansprechpartner spivato@bayern-international.de Bayern – Fit for Partnership und Solutions – Made in Bayern Torsten Wagner Medizintechnik, Medical Care & Life Science Barbara Hilbich Telefon: +49 89 66 05 66-306 Telefon: +49 89 66 05 66-102 twagner@bayern-international.de bhilbich@bayern-international.de Kai Walliser Maschinen- und Anlagenbau Marco Tobisch Telefon: +49 89 66 05 66-307 Telefon: +49 89 66 05 66-108 kwalliser@bayern-international.de mtobisch@bayern-international.de Ansprechpartner Key Technologies in Bavaria Barbara Hilbich Telefon: +49 89 66 05 66-102 bhilbich@bayern-international.de 26 Aussenwirtschaft im Fokus
  • 27. Auf allen Mit dem SOCIAL MEDIA Kanälen Bayern International- immer auf dem Laufenden Newsletter gut informiert für Ihren Exporterfolg In unserem Social Media Newsroom unter Melden Sie sich unter www.bayern-international.de/social www.bayern-international.de/newsletter finden Sie die Neuigkeiten folgender Kanäle von an und informieren Sie sich regelmäßig über alle Bayern International auf einen Blick. Veranstaltungen und Neuigkeiten von Bayern International und unseren Partnern der Außenwirtschaft – rund um das Thema Export. Facebook Twitter Xing LinkedIn YouTube SlideShare www.bayern-international.de 27