Vertrauen als Vertragsbasis
Ist Vertrauen wirklich der Anfang von allem?
Stefan Roock
stefan.roock@it-agile.de
Twitter: @S...
Habe ich was zu sagen?
Festpreisprojekte

(30+ Entwickler)
Vertrauen als Basis der
Unternehmensorganisation
Keine
Festprei...
1. Agil = High Trust,
klassisch: Misstrauen
4. Aufbau von 

Vertrauen
Dieser Vortrag
3. Vorteile von
Vertrauen
2. Misstrau...
Auftraggeber Anwender Dienstleister Entwickler
sieht
Auftraggeber
als
Anwender
Dienstleister
Entwickler
Some companies manage by rules. Some by hierarchies.
IBM manages by its values.
IBMers value:
Dedication to every client's...
Vertrauen?NaKlar?
klassisch = Low Trust
Agil = High Trust
Meine Behauptung
Problemlösung klassisch
Problem 

erkennen
mehr 

Vorgaben
Einhaltung der
Vorgaben
sicherstellen
Experte analysiert
das Pr...
Problemlösung agil
Unzufriedenheit
formulieren
Kooperation im
Problembereich
Gemeinsames
Lernen
Optionen
schaffen
Situatio...
Unzufriedenheit
formulieren
Im Problembereich
kooperieren
Gemeinsam
lernen
Optionen
schaffen
Situation
verbessern
Problem ...
Ergebnis eines
Low-Trust
-Ansatzes
Klassische Verträge
Ängste
• Das Vorhaben wird zu teuer.
• Vertragspartner schadet mir, um seinen
eigenen Nutzen zu optimi...
IEEE Code of Ethics
• … avoid real or perceived conflicts of
interest whenever possible, and to
disclose them to affected ...
Zwischenergebnis
Angst
Misstrauen
Abgrenzender
Vertrag
Wirtschaftlicher
Schadenloose-loose-
Situation
Vertrauen
„Vertrauen. Ein Mechanismus der
Reduktion sozialer Komplexität.“
„Vertrauen. Ein Mechanismus der
Reduktion sozialer Komplexität.“
@somesheep - LeanUX NYC 2015
Trusting creates options
in relationships
TRUST IS AN OUTCOME
Der VAST-Zyklus
Verletzlichkeit
Authentische
Verbindung
Die Wahl
haben
Sicherheit /
Offenheit
Vertrauen /
Trust
Quelle: Sa...
Aufbau von Vertrauen
• Häufiger Face-2-Face-Kontakt (z.B.
Entwicklung beim Auftraggeber)
• Kleine Commitments machen und d...
Zwischenergebnis
Vertrauen muss
wachsen
Vertrauen
erzeugt Optionen
Vertrauen
reduziert
Komplexität
„es kommt halt immer auf deine Fressfeinde an.
Vertrauen gut, aber nicht immer sinnvoll,
leider.“ @WolfgangKraus (über Twi...
Und was ist mit
„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“?
Problem Spezifikation System
Vertrag
Erfolg: Soll=Ist
Viele Verträge regeln das Falsche…
klassische
Denkweise
Problem Spezifikation System
Vertrag
Erfolg: Soll=Ist
Erfolg: Wertschöpfung (ROI); agiles Mindset
Viele Verträge regeln da...
„Agilität ersetzt
Vertrauen durch Feedback.“
Boris Gloger
Weinberg über Ford 1/3
FließrichtungdesFlusses
Weinberg über Ford 2/3
FließrichtungdesFlusses
X
Weinberg über Ford 3/3
FließrichtungdesFlusses
X
Feedback-Zyklus:
Mein Mist fällt mir selbst auf die Füße.
Beispiel: Spesen @ it-agile
Simple Rules
„Jeder bucht seine Reisen so, wie er dies für den
Kunden, sich selbst und it-agil...
Vertragsform: Time & Material
• Dienstleister rechnet nach Aufwand ab.
• Kunde kann nach jedem Sprint die Zusammenarbeit
b...
Vertragsform: Garantierte Produktivität
• Dienstleister garantiert Preis je Function Point für
definierten Zeitraum (z.B. 2...
Problem Spezifikation System
Vertrag
Erfolg: Soll=Ist
Erfolg: Wertschöpfung (ROI); agiles Mindset
Viele Verträge regeln da...
Kosten / Nutzen?
• Entwicklungskosten sind meist untergeordnet.
• Verzögerungskosten (Cost of Delay) sind meist
relevanter...
Vertragsform: Buy what you see
• Dienstleister geht jeweils einen Sprint in Vorleistung.
• Bekommt beim Sprint-Review das ...
Vertragsform: Proviant und Prämie
• Dienstleister bekommt Selbstkosten nach Aufwand
bezahlt.
• Dienstleister bekommt Prämi...
Vertragsform: Pay per Use
• Dienstleister entwickelt auf eigene Kosten.
• Dienstleister wird am geschaffenen Nutzen beteil...
Zwischenergebnis
Feedback-Zyklen ersetzen
Fremdkontrolle und -steuerung durch
Selbstkontrolle und -steuerung.
Vertrag soll...
agil = high trust
klassische Verträge: low trust
Vertrauen reduziert soziale Komplexität und
schafft Optionen.
Vertrauen m...
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Stefan Roock
stefan.roock@it-agile.de
Twitter: @StefanRoock
Agil auf allen Ebenen
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Vertrauen als Vertragsbasis (Agile Contracts 2015, München)

3.153 Aufrufe

Veröffentlicht am

Klassisch: Low Trust, Agil: High Trust. Das spiegelt sich in den heute üblichen Verträgen wieder. Sie sind von Misstrauen geprägt. Das führt zu Abgrenzung, Zurückhalten von Informationen und schlechtem Risikomanagement. Es gibt Vertrauen in Intentionen und in Fähigkeiten. Was Verträgen zugrunde liegt, ist Angst. Angst, dass die der Vertragspartner falsche Intentionen verfolgt oder die notwendigen Fähigkeiten nicht hat. Auch bei vertrauensbasierten Verträgen müssen wir den Ängsten Rechnung tragen. Allerdings begegnen wir diesen Ängsten mit Kooperation statt Abgrenzung. Durch Kooperation und häufige Face-2-Face-Kontakte wächst Vertrauen. Vertrauen selbst reduziert soziale Komplexität und erlaubt damit agilen Verfahren überhaupt erst, sich richtig zu entfalten. Über Feedback-Schleifen kann sichergestellt werden, dass Vertrauen nicht missbraucht wird.

Veröffentlicht in: Business
2 Kommentare
15 Gefällt mir
Statistik
Notizen
Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
3.153
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
34
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
62
Kommentare
2
Gefällt mir
15
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Vertrauen als Vertragsbasis (Agile Contracts 2015, München)

  1. 1. Vertrauen als Vertragsbasis Ist Vertrauen wirklich der Anfang von allem? Stefan Roock stefan.roock@it-agile.de Twitter: @StefanRoock
  2. 2. Habe ich was zu sagen? Festpreisprojekte
 (30+ Entwickler) Vertrauen als Basis der Unternehmensorganisation Keine Festpreise mehr Das Richtige zu tun ist wichtiger als Geld
  3. 3. 1. Agil = High Trust, klassisch: Misstrauen 4. Aufbau von 
 Vertrauen Dieser Vortrag 3. Vorteile von Vertrauen 2. Misstrauen als Vertragsbasis 5. Kontrolle? 6. Veträge und Vertrauen
  4. 4. Auftraggeber Anwender Dienstleister Entwickler sieht Auftraggeber als Anwender Dienstleister Entwickler
  5. 5. Some companies manage by rules. Some by hierarchies. IBM manages by its values. IBMers value: Dedication to every client's success Innovation that matters, for our company and for the world Trust and personal responsibility in all relationships Vertrauen als Unternehmenswert http://www-03.ibm.com/employment/our_values.html
  6. 6. Vertrauen?NaKlar?
  7. 7. klassisch = Low Trust Agil = High Trust Meine Behauptung
  8. 8. Problemlösung klassisch Problem 
 erkennen mehr 
 Vorgaben Einhaltung der Vorgaben sicherstellen Experte analysiert das Problem
  9. 9. Problemlösung agil Unzufriedenheit formulieren Kooperation im Problembereich Gemeinsames Lernen Optionen schaffen Situation verbessern „Zusammenarbeit 
 mit dem Kunden wichtiger als Vertragsverhandlungen“
  10. 10. Unzufriedenheit formulieren Im Problembereich kooperieren Gemeinsam lernen Optionen schaffen Situation verbessern Problem 
 erkennen mehr 
 Vorgaben Einhaltung der Vorgaben sicherstellen Experte analysiert das Problem Agil = High Trust klassisch = Low Trust
  11. 11. Ergebnis eines Low-Trust -Ansatzes
  12. 12. Klassische Verträge Ängste • Das Vorhaben wird zu teuer. • Vertragspartner schadet mir, um seinen eigenen Nutzen zu optimieren. • Vertragspartner hat die notwendigen Fähigkeiten nicht. Vertrauen in Intention? Vertrauen in Fähigkeiten? Vertrag • Möglichst genau festlegen, was zu welchem Preis zu liefern ist. Resultat • Schlechte Qualität • Zurückhalten von Informationen • Schlechte Entscheidungen • Wirtschaftlicher Schaden
  13. 13. IEEE Code of Ethics • … avoid real or perceived conflicts of interest whenever possible, and to disclose them to affected parties when they do exist; • … be honest and realistic in stating claims or estimates based on available data; These: klassische Verträge machen es den Mitarbeitern sehr schwer, diesem Code of Ethics zu entsprechen
  14. 14. Zwischenergebnis Angst Misstrauen Abgrenzender Vertrag Wirtschaftlicher Schadenloose-loose- Situation
  15. 15. Vertrauen
  16. 16. „Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität.“
  17. 17. „Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität.“
  18. 18. @somesheep - LeanUX NYC 2015 Trusting creates options in relationships TRUST IS AN OUTCOME
  19. 19. Der VAST-Zyklus Verletzlichkeit Authentische Verbindung Die Wahl haben Sicherheit / Offenheit Vertrauen / Trust Quelle: Sahota / Lewitz
  20. 20. Aufbau von Vertrauen • Häufiger Face-2-Face-Kontakt (z.B. Entwicklung beim Auftraggeber) • Kleine Commitments machen und die einhalten (Sprints, Vorprojekt) • Authentisch sein (z.B. Probleme früh thematisieren; Projektabbruch empfehlen) • Transparenz alleine reicht nicht!
  21. 21. Zwischenergebnis Vertrauen muss wachsen Vertrauen erzeugt Optionen Vertrauen reduziert Komplexität
  22. 22. „es kommt halt immer auf deine Fressfeinde an. Vertrauen gut, aber nicht immer sinnvoll, leider.“ @WolfgangKraus (über Twitter)
  23. 23. Und was ist mit „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“?
  24. 24. Problem Spezifikation System Vertrag Erfolg: Soll=Ist Viele Verträge regeln das Falsche… klassische Denkweise
  25. 25. Problem Spezifikation System Vertrag Erfolg: Soll=Ist Erfolg: Wertschöpfung (ROI); agiles Mindset Viele Verträge regeln das Falsche… …, weil es schwieriger ist, das Richtige zu regeln. klassische Denkweise
  26. 26. „Agilität ersetzt Vertrauen durch Feedback.“ Boris Gloger
  27. 27. Weinberg über Ford 1/3 FließrichtungdesFlusses
  28. 28. Weinberg über Ford 2/3 FließrichtungdesFlusses X
  29. 29. Weinberg über Ford 3/3 FließrichtungdesFlusses X Feedback-Zyklus: Mein Mist fällt mir selbst auf die Füße.
  30. 30. Beispiel: Spesen @ it-agile Simple Rules „Jeder bucht seine Reisen so, wie er dies für den Kunden, sich selbst und it-agile für richtig hält. Nach den Prinzipien: • Wir vermeiden Verschwendung. • Wir leisten guten Service für unsere Kunden • Wir kompensieren nach steuerlichen Regeln. • Wir machen unser Reiseverhalten transparent für alle Kollegen.“
  31. 31. Vertragsform: Time & Material • Dienstleister rechnet nach Aufwand ab. • Kunde kann nach jedem Sprint die Zusammenarbeit beenden, wenn er unzufrieden mit der Leistung ist. Interesse an Leistungssteigerung mitunter nur einseitig beim Auftraggeber vorhanden.
  32. 32. Vertragsform: Garantierte Produktivität • Dienstleister garantiert Preis je Function Point für definierten Zeitraum (z.B. 2 Jahre). Interesse an Leistungssteigerung beim Dienstleister. Adressiert Sorge des Auftraggebers bzgl. Kostenexplosion.
  33. 33. Problem Spezifikation System Vertrag Erfolg: Soll=Ist Erfolg: Wertschöpfung (ROI); agiles Mindset Viele Verträge regeln das Falsche… …, weil es schwieriger ist, das Richtige zu regeln. klassische Denkweise Kostenorientierte Verträge Wertorientierte Verträge
  34. 34. Kosten / Nutzen? • Entwicklungskosten sind meist untergeordnet. • Verzögerungskosten (Cost of Delay) sind meist relevanter. • Verzögerungskosten unbekannt? -> Herausfinden! WSJF = Cost of Delay / Duration (WSJF: Weighted Shortest Job First)
  35. 35. Vertragsform: Buy what you see • Dienstleister geht jeweils einen Sprint in Vorleistung. • Bekommt beim Sprint-Review das Produktinkrement und die Rechnung präsentiert. • Kunde entscheidet im Sprint-Review, ob er das Produktinkrement kauft (ob der gelieferte Wert die Kosten übersteigt). • Wenn der Kunde das Produktinkrement nicht kauft, kann der Dienstleister die Zusammenarbeit beenden. Dienstleister vertraut darauf, dass er wertvolle Software für den Kunden schaffen kann.
  36. 36. Vertragsform: Proviant und Prämie • Dienstleister bekommt Selbstkosten nach Aufwand bezahlt. • Dienstleister bekommt Prämie bei Zielerreichung. Beide Partner haben ein Interesse daran, das Ziel möglichst schnell und preisgünstig zu erreichen.
  37. 37. Vertragsform: Pay per Use • Dienstleister entwickelt auf eigene Kosten. • Dienstleister wird am geschaffenen Nutzen beteiligt (z.B. Umsatzbeteiligung). Beide Partner haben ein Interesse daran, den Nutzen für den Auftraggeber zu optimieren.
  38. 38. Zwischenergebnis Feedback-Zyklen ersetzen Fremdkontrolle und -steuerung durch Selbstkontrolle und -steuerung. Vertrag sollte nicht primär auf einen Soll-/Ist-Abgleich hinauslaufen, sondern auf Wertschöpfung.
  39. 39. agil = high trust klassische Verträge: low trust Vertrauen reduziert soziale Komplexität und schafft Optionen. Vertrauen muss wachsen (Face-to-Face, Commitment, Authentizität) Klassische Verträge regeln des Falsche (Soll-Ist-Abgleich statt Wertschöpfung) Verträge basierend auf Feedback-Loops können Wertschöpfung adressieren. Zusammenfassung
  40. 40. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit Stefan Roock stefan.roock@it-agile.de Twitter: @StefanRoock Agil auf allen Ebenen

×