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Zinsreport                                    Konjunkturerwartungen                                    Der ZEW-Konjunkturi...
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[PDF] Pressemitteilung: Renten: Risiken überwiegen
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  1. 1. Helaba Volkswirtschaft/Research Zinsreport 21. März 2012 Renten: Risiken überwiegen Autor: Ulf Krauss  Der US-Rentenmarkt ist in eine Korrekturphase eingetreten. Relativ günstige Konjunk- Telefon: 0 69/91 32-47 28 turdaten sowie anhaltende Fortschritte am US-Arbeitsmarkt haben Zweifel geweckt, ob research@helaba.de die Fed ihre ultralockere Geldpolitik tatsächlich noch Jahre fortsetzen wird.  Der geglückte Schuldenschnitt Griechenlands hat die Sorgen vor einem Auseinanderbre- chen der Währungsunion zerstreut. Auch der Drei-Jahres-Tender der EZB zeigt weiterhin Redaktion: positive Wirkung. Die Euro-Staaten konnten zuletzt problemlos frisches Kapital an den Heinrich Peters Anleihemärkten einsammeln.  Die jüngsten Kursverluste haben das charttechnische Bild des Bund-Future eingetrübt. Das Kurspotenzial dürfte zu Jahresbeginn weitgehend ausgereizt worden sein. Mehren sich die Hinweise, dass die Eurozone in einer Haftungsunion mündet, dürften die Verlus- te bei deutschen Staatsanleihen noch deutlicher ausfallen. Herausgeber: Dr. Gertrud TraudChefvolkswirt/Leitung Research Zinsszenarien auf Sicht von ein bis drei MonatenLandesbank Hessen-Thüringen Pfandbriefrenditen, % MAIN TOWER Neue Mainzer Str. 52-58 4,0 4,0 Spreads in Bp Aktuell * Tendenz ** 60311 Frankfurt a. Main Telefon: 0 69/91 32-20 24 3,0 Negativszenario 3,0 10j./2j. Bundesanleihen 170 Telefax: 0 69/91 32-22 44 2,0 2,0 30j./10j. Bundesanleihen 65 Aktuell Basisszenario 10j. Treasuries / Bunds 27 1,0 1,0 Positivszenario Restlaufzeiten PEX 10j. Pfandbriefe / Bunds 67 0,0 0,0 3M 1J 2J 3J 4J 5J 6J 7J 8J 9J 10J * 20.03.2012 ** auf Sicht von etwa drei Monaten Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research aktueller Basisszenario Ende... Alternativszenarien** Stand* ...Q2/2012 ...Q3/2012 positiv negativ Fed Funds Rate 0,25 0,25 0,25 0,25 0,25 Die Publikation ist mit größter Sorgfalt 10j. US-Treasuries 2,31 2,40 2,60 1,50 3,20 bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich EZB Mindestbietungssatz 1,00 1,00 1,00 0,25 1,50 unverbindliche Analysen und Prognosen zu 3M Euribor 0,84 0,90 1,00 0,50 1,80 den gegenwärtigen und zukünftigen Markt- verhältnissen. Die Angaben beruhen auf 2j. Pfandbriefe 0,99 1,20 1,50 0,80 2,20 Quellen, die wir für zuverlässig halten, für 5j. Pfandbriefe 1,90 2,05 2,20 1,40 3,00 deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktua- 10j. Pfandbriefe 2,70 3,00 3,20 1,90 3,65 lität wir aber keine Gewähr übernehmen kön- nen. Sämtliche in dieser Publikation getroffe- 10j. Bundesanleihen 2,03 2,30 2,50 1,10 2,75 nen Angaben dienen der Information. Sie 30j. Bundesanleihen 2,68 3,00 3,30 2,00 3,30 dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Prognoseänderungen sind rot markiert * 20.03.2012 ** auf Sicht von etwa drei Monaten; Anlageentscheidungen verstanden werden. Quellen: Helaba Volkswirtschaft/Research
  2. 2. Zinsreport Konjunkturerwartungen Der ZEW-Konjunkturindex setzte auch im März seinen positiven Aufwärtstrend fort. Deutsch- lands Konjunkturaussichten sind angesichts robuster Binnennachfrage günstig. Gleichwohl macht Tal wird durchschritten die Euro-Schuldenkrise zu schaffen. Vor allem die Rezession in Italien und Spanien stellt in Ver- bindung mit steigenden Energiepreisen auch ein Unsicherheitsfaktor für Kerneuropa dar. Während Europa konsolidiert, kommen 2012 die Impulse für die Weltkonjunktur vorwiegend aus Amerika und Asien. Im kommenden Jahr wird der Euroraum, wenn sich erste Erfolge der Reformmaßnah- men einstellen, wahrscheinlich wieder einen positiven Wachstumsbeitrag leisten. Dabei dürfte zumindest wieder an das moderate Wachstum von 2011 anknüpft werden. Die Phase rekordtiefer Kapitalmarktzinsen hierzulande wird somit eher ein Ende finden.Wachstumsprognosen 2012/13 Konjunkturelle Stimmungswende noch nicht eingepreist% gg. Vj Index % 80 5.00 2009 2010 2011p 2012p 2013p 60 4.50 40 4.00 USA -3,5 3,0 1,7 2,2 2,0 ZEW-Index 20 3.50 Deutschland -5,1 3,6 3,1 1,2 1,7 0 3.00 Frankreich -2,6 1,4 1,7 1,0 1,5 -20 2.50 Italien -5,5 1,8 0,5 -0,5 0,7 -40 -60 2.00 Spanien -3,7 -0,1 0,7 -0,3 1,0 10-jährige Bunds (rechte Skala) -80 1.50 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Euroland -4,2 1,8 1,5 0,4 1,3Deutschland arbeitstäglich bereinigt Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/ResearchQuellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Rohstoffmärkte Anhaltende Angebotsunsicherheiten in erster Linie aufgrund geopolitischer Risiken dürfte die Rohölsorte Brent wohl noch eine Weile über dem fairen Preis im Bereich von 100 USD/Fass hal- Ungelöste Iran- Krise ten. Da die Versorgungssicherheit in Asien durch die Entwicklungen im Nahen Osten besonders schürt Unsicherheit gefährdet ist, findet dort gegenwärtig trotz hoher Notierungen zusätzlicher Lageraufbau statt. Ge- lingt nicht nur die Vermeidung einer weiteren Eskalation des Iran-Konflikts, das u. E. wahrschein- lichste Szenario, sondern auch die Anbahnung einer diplomatischen Lösung, so könnte im zweiten Halbjahr eine nachhaltige Preisberuhigung eintreten. Kommt es wider Erwarten aufgrund der mangelnden Kompromissfähigkeit des Irans doch zu einer militärischen Auseinandersetzung, wären zumindest vorübergehend deutlich höhere Preise einzukalkulieren. Hohe „Geopolitische Prämie“ USD je Barrel 160 160 140 Brent (Spotpreis) Libyen Iran 140 120 "Geopolitische 120 Prämie" 100 100 80 80 60 60 40 200-Tage-Linie 40 20 20 0 0 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Helaba Volkswirtschaft/Research · 21. März 2012· © Helaba 2
  3. 3. Zinsreport Inflationserwartungen Die Euro-Inflationsrate verharrt seit drei Monaten auf einem Niveau von 2,7 %. Der allgemein erwartete Teuerungsrückgang zum Jahresbeginn ist ausgeblieben. Verantwortlich sind vor allem Nur geringe steigende Energiepreise sowie administrative Preisanhebungen zur Defizitreduzierung in vielen Entspannung Ländern. Die Jahresdurchschnittsrate der Eurozone wird vermutlich auch 2012 und 2013 über der 2 %-Marke liegen. Vor diesem Hintergrund halten sich die Inflationserwartungen der Verbraucher ebenfalls auf hohem Niveau. Allerdings ist angesichts stagnierenden Geldmengenwachstums, rückläufiger Kreditvergabe und europaweit bestenfalls moderater Lohnsteigerungen nicht mit spürbaren Effekten der ultralockern Geldpolitik für die Verbraucherpreise zu rechnen.Inflationsprognosen 2012/13 Anziehende Inflationserwartungen% gg. Vj. % % 4.50 3.00 4.00 2009 2010 2011p 2012p 2013p 3.50 2.50 3.00USA -0,3 1,6 3,1 2,4 1,8 2.50 2.00 2.00Deutschland 0,4 1,1 2,3 2,0 2,0 1.50 Euro-Teuerung 1.50Frankreich 0,1 1,7 2,3 2,1 2,1 1.00 0.50Italien 0,8 1,6 2,9 2,4 2,2 0 1.00Spanien -0,2 2,0 3,1 2,0 2,2 -0.50 Inflationserwartungen* (rechte Skala) -1.00 0.50 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012Euroland 0,3 1,6 2,7 2,1 2,1Quellen: Helaba Volkswirtschaft/Research * abgeleitet anhand inflationsindexierter Staatsanleihen Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Internationale Kapitalströme Der Schuldenschnitt Griechenlands trägt erste Früchte. Die Aktienmärkte profitieren von abneh- menden Gefahren für den Erhalt der Währungsunion. Dem DAX gelang der psychologisch wichti- Steigende Risikofreude ge Sprung über die Marke von 7.000 Punkten. Auch der Drei-Jahres-Tender zeigt weiterhin positi- ve Wirkung. So konnten die Euro-Staaten problemlos frisches Kapital an den Anleihemärkten einsammeln, und zwar zu deutlich günstigeren Konditionen als zu Jahresbeginn. Gleichwohl berei- tet Spanien einige Sorgen. Die schwache Konjunktur erzwang einen Kompromiss bei den spani- schen Defizitvorgaben. Statt wie geplant 4,4 % des BIP gestattet die Euro-Gruppe nunmehr für dieses Jahr 5,3 %. Allerdings musste sich Madrid verpflichten, die 3 %-Defizitgrenze 2013 defini- tiv einzuhalten. Nachlassende Safe-Haven-Effekte Index % 7500 2.60 2.50 DAX 7000 2.40 2.30 6500 2.20 2.10 6000 2.00 1.90 5500 1.80 1.70 10-jährige Bunds (rechte Skala) 5000 1.60 AUG SEP OKT NOV DEZ JAN FEB MAR APR Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Helaba Volkswirtschaft/Research · 21. März 2012· © Helaba 3
  4. 4. Zinsreport Geldpolitik Durch die hohe Nachfrage bei den Drei-Jahres-Tendern ist das Volumen der geldpolitischen Of- fenmarktgeschäfte erstmals über die Marke von einer Billion Euro gestiegen. Der von rund 500 auf EZB in Warteposition 800 Banken gestiegene Abnehmerkreis ist jedoch ein klarer Hinweis darauf, dass der Langfristten- der der Rolle eines reinen Kriseninstruments entwachsen ist. Der 3M-Geldmarktsatz ist seit Jah- resanfang ohne eine Senkung der Leitzinsen und zuletzt eher rückläufigen Zinssenkungserwartun- gen um über einen halben Prozentpunkt gesunken. Auch mögliche Nebenwirkungen, wie ein An- stieg der langfristigen Inflationserwartungen, dürften dafür sorgen, dass die EZB ihr Liquiditätsan- gebot im weiteren Jahresverlauf zurückschraubt. Langfristtender dürfte nur im Falle einer erneuten Zuspitzung der Krise zum Einsatz kommen.Helaba EZB-Kompass EZB zeigt sich großzügigDeterminanten des geldpolitischen Kurses im Euroraum Haupt- und Langfristrefinanzierungsgeschäfte, Mrd. Euro Geldmenge 1200 1200 1100 1100 Euro- Neutral Außenwert 1000 1000 Fiskalpolitik EZB-Tendervolumen 900 900 Konjunktur Inflation 800 800 700 700 600 600 Finanzmarkt-/ 500 500 Euro-Krise 400 400 300 300 Lockerung Straffung 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012Quellen: Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research US-Rentenmarkt Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries beginnt sich von der 2 %-Marke zu lösen. Relativ günstige Konjunkturdaten sowie anhaltende Fortschritte am US-Arbeitsmarkt haben zuletzt Zweifel ge- Korrektur bei weckt, ob die Fed ihre ultralockere Geldpolitik tatsächlich noch Jahre fortsetzen wird. Deflations- US-Renditen wirkt tendenzen sind derzeit kaum erkennbar. Die US-Kerninflationsrate lag im Februar bei 2,2%. Die Inflationserwartungen der Anleger befinden sich mit 2,6 % in der Nähe der aktuellen Teuerungsra- te. Der historisch abgeleitete Fair Value von 10-jährigen US-Treasuries liegt im Bereich von rund 3 %. Rückschlagpotenzial bei US-Renten ist somit weiterhin gegeben. Zumal die Entspannung in der Euro-Schuldenkrise weniger Investorengelder in die USA locken könnte.Höhere US-Renditen setzen Bunds unter Druck Helaba Determinantenmodell für US-TreasuriesRendite 10-jähriger Staatanleihen, % Basisszenario (70% Eintrittswahrscheinlichkeit) 2.60 2.60 Determ inanten Q2/2012 Q3/2012 2.50 2.50 2.40 2.40 2.30 2.30 Konjunkturerw artungen - - US-Treasuries 2.20 2.20 Inflationserw artungen 0 0 2.10 2.10 Haushaltspolitik - - 2.00 2.00 Geldpolitik 0 0 1.90 Bunds 1.90 1.80 1.80 Politisches Umfeld 0 0 1.70 1.70 Internationale Kapitalströme 0 - 1.60 1.60 AUG SEP OKT NOV DEZ JAN FEB MAR APR MAI Rendite 10j. US-Treasuries* 2,40% 2,60%Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Erläuterung: + kurssteigend, - kurssenkend, 0 neutral * Quartalsendprognosen Quelle: Helaba Volkswirtschaft/Research Helaba Volkswirtschaft/Research · 21. März 2012· © Helaba 4
  5. 5. Zinsreport Basisszenario für Zinsprognose Im Euroraum ist mit einer zyklischen Belebung zu rechnen. Die USA profitieren von der Erholung am Arbeitsmarkt. Auch China bleibt dank eines geldpolitischen Lockerungskurses auf einem zu- Taktisches friedenstellenden Wachstumspfad. Rohölpreise und Inflationserwartungen verharren auf einem Szenario erhöhten Niveau. Die EZB reduziert ihre Liquiditätsmaßnahmen und hält den Leitzins bei 1 %. Der hohe Refinanzierungsbedarf der Euro-Staaten kann geschultert werden. Die Relevanz Grie- chenlands für das Finanzsystem hat sich durch den Schuldenschnitt deutlich verringert. Helaba Determinantenmodell Basisszenario (60% Eintrittswahrscheinlichkeit) Determ inanten Q2/2012 Q3/2012 Konjunkturerw artungen - - Inflationserw artungen 0 0 Haushaltspolitik 0 0 Geldpolitik 0 0 Politisches Umfeld - - US-Kapitalmarkt - - Internationale Kapitalströme 0 0 Rendite 10j. Bunds* 2,30% 2,50% Rendite 10j. Pfandbriefe* 3,00% 3,20% Erläuterung: + kurssteigend, - kurssenkend, 0 neutral * Quartalsendprognosen Quelle: Helaba Volkswirtschaft/Research Alternativszenarien für Rentenmärkte Rezessionsszenario: Die Konjunkturstimmung kippt auch aufgrund einer Eskalation der Schulden- krise. Unternehmen und Haushalte verlieren das Vertrauen in die Wachstumskräfte. Der Investiti-Krise weitet sich aus onszyklus bricht ebenso ab, wie die private Nachfrage. Auch Deutschland rutscht in eine tiefe Rezession. Die EZB senkt den Leitzins nahe der 0 %-Market. Aufschwungszenario: Durch den massiven Einsatz der EZB gelingt es, die Vertrauenskrise im Euroraum in den Griff zu bekommen. Der zyklische Auftrieb gewinnt zusätzlich an Kraft. Asien Konjunkturerholung erweist sich erneut als Konjunkturlokomotive. Die USA können konjunkturell wieder einen Gang hochschalten. Die Rohstoffpreise steigen an, die Inflationserwartungen drehen nach oben. Alternativszenarien Model auf Sicht von ca. drei bis sechs Monaten, % aktueller positives negatives Stand* Rentenszenario Euro-Leitzins 1,00 0,25 1,50 Federal Funds Rate 0,25 0,25 0,25 Inflationserw artungen** 2,60 0,50 3,00 Konjunkturerw artungen (ISM-Index***) 52,4 45,0 58,0 10j. US-Treasuries 2,31 1,50 3,20 10j. Bundesanleihen 2,03 1,10 2,75 3M Euribor 0,84 0,50 1,80 2j. Pfandbriefe 0,99 0,80 2,20 5j. Pfandbriefe 1,90 1,40 3,00 10j. Pfandbriefe 2,70 1,90 3,65 30j. Bundesanleihen 2,68 2,00 3,30 *20.03.2012 ** abgeleitet anhand inflationsindexierter US-Anleihen *** US-Industrie Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Helaba Volkswirtschaft/Research · 21. März 2012· © Helaba 5
  6. 6. Zinsreport Performancerückblick Der Februar brachte nochmals leichte Ertragszuwächse. Der PEX-Performanceindex stieg um 0,6 %, überdurchschnittlich profitierten sieben- bis zehnjährige Papiere. Deutsche Staatsanleihen Rückschlag konnten hingegen nur sehr schwach zulegen, um 0,2 %. Zuletzt mussten sie sogar heftige Verluste im März verkraften, so dass hier die Jahresbilanz mittlerweile negativ ausfällt. Wesentlich besser hielten sich Pfandbriefe. Gleichwohl schmolz auch hier der Jahresertrag von 1,5 % gegen Ende Februar auf zuletzt rund 1 %. Siebenjährige Pfandbriefe liegen in der Jahresbilanz 2012 mit 1,4 % vorne. Zehnjährige Papiere weisen ein Plus von weniger als 1 % auf. Mit einem Zugewinn von insgesamt 0,8 % liegen ein- bis dreijährige Anleihen im Laufzeitenranking nur knapp dahinter. PEX-Performance Laufzeiten, % 1,60 1,60 Jahresertrag 2012 1,40 1,40 1,20 1,20 Februar 1,00 1,00 0,80 0,80 0,60 0,60 0,40 0,40 0,20 0,20 0,00 0,00 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Bis 20.03. Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Ertragssensitivitäten Im Betrachtungszeitraum von drei Monaten ergeben sich über das gesamte Laufzeitenspektrum keine Verluste, wenn der Renditeanstieg auf maximal 11 Basispunkte begrenzt bleibt. Bei einem Renditeshift Anstieg von 20 Basispunkten können selbst einjährige Pfandbriefe keinen Gewinn aufweisen. Im Negativszenario würden alle Laufzeiten einen Verlust aufweisen. Langlaufende Pfandbriefe hätten ein Minus von 7 % zu verzeichnen. Der maximale Ertrag im positiven Szenario bei einer Alternativszenarien Investition in langen Laufzeiten liegt bei rund 8 %.Erträge bei Verschiebung der aktuellen Renditestruktur Ertragserwartungen positives / negatives SzenarioPEX-Laufzeiten auf Sicht von drei Monaten, % PEX-Laufzeiten auf Sicht von drei Monaten, % 9,0 Shift 1J 2J 3J 4J 5J 6J 7J 8J 9 J 10 J Positivszenario (Y-Achse) 8,0 +75 Bp -0,6 -1,1 -1,7 -2,2 -2,6 -3,3 -3,8 -4,3 -4,8 -5,3 10J 7,0 9J +50 Bp -0,3 -0,6 -0,9 -1,2 -1,4 -1,9 -2,3 -2,6 -3,0 -3,3 6,0 8J +20 Bp 0,0 -0,1 -0,1 -0,1 0,0 -0,3 -0,4 -0,5 -0,7 -0,8 7J 5,0 6J +10 Bp 0,1 0,2 0,2 0,3 0,4 0,2 0,2 0,2 0,1 0,1 4,0 5J +0 Bp 0,2 0,4 0,5 0,7 0,9 0,8 0,9 0,9 0,9 0,9 3,0 4J -10 BP 0,3 0,6 0,8 1,1 1,4 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 2,0 3J -20 Bp 0,4 0,8 1,1 1,4 1,9 1,9 2,2 2,4 2,5 2,7 1,0 2J 1J Negativszenario (X-Achse) -50 Bp 0,7 1,4 2,0 2,6 3,3 3,7 4,1 4,6 5,0 5,4 0,0 1,0 0,0 -1,0 -2,0 -3,0 -4,0 -5,0 -6,0 -7,0 -8,0 -75 Bp 0,9 1,9 2,7 3,6 4,5 5,1 5,8 6,5 7,1 7,7Berechnungen basieren auf Pfandbriefkursen von 100% Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/ResearchQuelle: Helaba Volkswirtschaft/Research Helaba Volkswirtschaft/Research · 21. März 2012· © Helaba 6
  7. 7. Zinsreport Laufzeitenempfehlung Währen die Zinsstruktur von US-Staatsanleihen zuletzt deutlich steiler geworden ist, waren bei Bundesanleihen keine auffälligen Bewegungen zu erkennen. Der 10/2-Spread von BundesanleihenAuf kurze bis mittlere pendelt seit Jahresbeginn in einem Bereich von 160 bis 180 Basispunkten. Lange Laufzeiten konn- Laufzeiten setzen ten durch den jüngsten Renditeshift somit kaum an Anziehungskraft gewinnen. Die Renditediffe- renz zwischen fünfjährigen und dem Mittel aus zehn- und zweijährigen Bundesanleihen (Butterfly- Spread) ist zuletzt hingegen etwas stärker angestiegen. Die größere Krümmung der Zinsstruktur erhöht die Attraktivität mittlerer Laufzeiten. Engagements in lange Laufzeiten sind aufgrund der erhöhten Schwankungsanfälligkeit in diesem von politischen Einflussfaktoren dominierten Umfeld weiterhin nicht empfehlenswert. Aufgrund anhaltender Rückschlaggefahren sollte der Schwer- punkt bei Neuengagements im Bereich kurzer bis mittlerer Laufzeiten liegen. Pfandbriefe sind Bundesanleihen weiterhin vorzuziehen. Renditestruktur und Attraktivitäten auf Sicht von 3 Monaten Pfandbrief-Laufzeiten, % aktueller Prognose Ertragser- Schw ankungs- Attraktivität*** Stand* auf ca. 3M w artungen risiken** 1J 0,73 0,90 0,0 0,2 0 2J 0,99 1,20 0,0 1,5 0 3J 1,25 1,45 0,0 2,6 0 4J 1,54 1,70 0,0 3,4 0 5J 1,90 2,05 0,2 4,2 0 6J 2,10 2,30 -0,1 5,0 - 7J 2,28 2,50 -0,4 6,0 - 8J 2,44 2,65 -0,6 6,7 - 9J 2,58 2,80 -0,9 7,6 - 10J 2,70 3,00 -1,4 8,3 - *20.03.2012 ** 200-Tage Standardabweichung der Tageserträge *** abgeleitet aus Ertrag, Volatilität u. sonst. Risikoelementen Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Portfoliostruktur Aufgrund anhaltender Rückschlagsrisiken halten wir die Duration mit 4,0 unter Benchmark (5,0). Kurze Laufzeiten bis zu 1½ Jahren sind im Musterportfolio mit 10 % dotiert. Den größten Anteil Duration unter besitzen vier- und fünfjährige Anleihen mit 35 %. Das Gewicht von zwei- und dreijährigen Anlei- Benchmark hen ist mit 30 % ebenfalls erhöht. Den Anteil sechs- und siebenjähriger Rentenpapiere liegt bei 15 %, der von acht- bis zehnjährigen Laufzeiten bei 10 %. Die zu erwartende Performance bei Eintritt des Basisszenarios auf Sicht von drei Monaten ist mit 0 % zu veranschlagen. Im „worst case“-Szenario ergäbe sich ein Verlust von 3,25 %, im „best case“ ein Ertrag von 3,25 %. Empfohlene Portfoliogewichtung % nach Laufzeitenklassen in Jahren 45 45 40 Portf oliogewichtung 40 35 35 Gewichtung im 30 PEX/REX-Gesamtindex 30 25 25 20 20 15 15 10 10 5 5 0 0 0,5 - 1,5 1,5 - 3,5 3,5 - 5,5 5,5 - 7,5 7,5 - 10,5 Quelle: Helaba Volkswirtschaft/Research Helaba Volkswirtschaft/Research · 21. März 2012· © Helaba 7
  8. 8. Zinsreport Finanzmarktkalender Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag D Erzeugerpreise D Index der Einkaufs- D Importpreise* Feb 3,2% Vj manager (Industrie) Feb US Baubeginne (09:30) Mrz (Feb 50,2) (Jan 1,3/3,7% Vm/Vj)19.03. – 23.03. Feb 698 Tsd. D Index der Einkaufs- F INSEE Geschäfts- manager (Dienstl.) klima (09:30) Mrz (Feb 52,8) (08:45) Mrz (Feb 92) EU Index der Einkaufs- US Neubauverkäufe manager (Industrie) (15:00) Feb (10:00) Mrz (Feb 49,0) (Jan 0,321 Mio. Jahres- EU Index der Einkaufs- rate) manager (Dienstl.) (10:00) Mrz (Feb 48,8) US Frühindikatoren (15:00) Feb (Jan 0,4 Vm) BE Konjunkturindex (15:00) Mrz (Feb -7,7) EU Verbrauchervertr. (16:00) Mrz (Feb -20,3) D ifo-Geschäftsklima US Verbraucher- D Verbraucherpreise D Arbeitslosenquote J Arbeitslosenquote (11:00) Mrz (Feb 109,6) vertrauen (08:00) Mrz (09:55) Mrz (Feb 6,8%) (01:30) Feb (Jan 4,6%) (16:00) Mrz (Feb 70,8) (Feb 0,7/2,3% Vm/Vj) EU Konjunkturindex J Verbraucherpreise26.03. – 30.03. US S&P CaseShiller EU Geldmenge M3 (11:00) Mrz (Feb 94,4) Gesamt-/Kernrate Hauspreisindex (10:00) Feb (01:30) Mrz (15:00) Jan (Dez 136,7) (Jan 2,5% Vj) (Feb k.A./-1,1% Vj) US Gebrauchsgüter- J Industrieproduktion aufträge (01:50) Feb (14:30) Feb (Jan -4,0% IT Verbraucherpreise Vm) (11:00) Mrz EU Verbraucherpreise (11:00) Mrz (Feb 2,7% Vj) US Persönliche Ein- kommen/ Konsumausgaben (14:30) Feb (Jan 0,3/0,2% Vm) US Chicago-Index (15:45) Mrz (Feb 64,0) EU Arbeitslosenquote EU Erzeugerpreise D Auftragseingänge D Industrieproduktion US Stundenlöhne (11:00) Feb (Jan 10,7%) (11:00) Feb (12:00) Feb (12:00) Feb (14:30) Mrz US ISM-Index (Indust- (Jan 0,7/3,7% Vm/Vj) (Jan -2,7/-4,9% Vm/Vj) (Jan 1,6/1,8% Vm/Vj) US Arbeitslosenquote02.04. – 06.04. rie) EU EZB-Zinsentscheid (14:30) Mrz (16:00) Mrz (Feb 52,4) (13:45) US Arbeitsmarktdaten J Tankan US ISM-Index (Dienst- (14:30) Mrz (Feb 243 leistungen) Tsd. Vm) (16:00) Mrz (Feb 57,3) J BOJ-Sitzung F Verbraucherpreise IT Industrieproduktion F Industrieproduktion (07:30) Mrz (10:00) Feb (08:45) Feb EU Industrieproduktion (Jan -2,5/-2,1% Vm/Vj)09.04 – 13.04. (Jan 0,3/-1,5% Vm/Vj) (11:00) Feb US Verbraucher- US Handelsbilanz vertrauen Uni Michi- (14:30) Feb gan US Erzeugerpreise (15:55) Apr Gesamt-/Kernrate US Kerndeflator der (14:30) Mrz Konsumausgaben (14:30) Mrz US Verbraucherpreise Gesamt-/Kernrate (14:30) Mrz US Einzelhandels- D ZEW- US Philadelphia Fed D Erzeugerpreise umsätze Konjunkturindex Index (08:00) Mrz (14:30) Mrz (11:00) Apr (16:00) Apr D ifo-Geschäftsklima16.04. – 20.04. US Empire State Index EU Verbraucherpreise US Frühindikatoren (10:00) Apr (14:30) Apr (11:00) Mrz (Feb -20,3% (16:00) Mrz Vj) EU Verbrauchervertr. US Industrieproduktion (16:00) Apr (15:15) Mrz US Kapazitäts- auslastung (15:15) Mrz US Baubeginne (14:30) Mrz D Deutschland Vj/Vm/Vq gg. Vorjahr/-monat/-quartal Vorausschau wichtiger US USA * frühester bzw. voraussichtlicher Termin Termine EU Euro-Raum sb, a saisonbereinigt, annualisiert F, Frankreich, EZB-Zinsentscheidungen: 03.05. / 06.06. BE, IT Belgien, Italien FOMC-Sitzungen: 25.04. / 20.06. J Japan  Helaba Volkswirtschaft/Research · 21. März 2012· © Helaba 8

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