Was geht eigentlich auf Facebook vor?

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The Talk (in german) is a summary of the crucial points from my Master Thesis "Was geht eigentlich auf Facebook vor? Eine qualitative Analyse der Facebook-Nutzung Jugendlicher als technisch vermittelte Interaktion". The study is sort of pioneer work in qualitative Research on Communication in Web2.0, because it searchs to establish a theoretical framework for its sociological Analysis.
The crucial Points are a transfer of Erving Goffmans (1922-1982) Concepts for face-to-face interaction on mediated presence in Communication via Web (1). Subsequently it's important to realise, that mediated social situations are structured by meaningfull Constructions (of its Creators and Users) and it's functional structure. Therefore I analysed Facebook's character concerning Technology, History and Moral (2). Since the initial point of the Study are - with Goffman - the everyday situations and problems of Users, it's important to find an empirical approach, to reconstruct them. The immediate study of Facebook Use is difficult due to the Cagines of the Facebook Inc. and it's employees. On account of this, I ascertained data from group discussions of young users (3). To answer the eponymous question (What's going on on Facebook?') I evalueted this data following the grounded theory Methodology. Though the Sample is sample, I could show some interesting results of technological mediated Interaction in the User's perspective: The question of adaequancy to (non mediated) everyday life, the problem of self-display under co-constructive circumstances and a ceratin Set of Tactics, to manage Dating amongst Teens (4). Discussing my approach, I can show, wich input a qualitativ, hermenutical research can give to a sociological debates of technological mediated Communication and Web2.0 pehonmena. Concerning the specicifc field of interest of this study, I describe the ramifications of Facebook Usage as a double 'banalization': Not only the use of digital technologies for fostering social contacts becomes part of every day life, but also the 'banal' issues and situations of every day life become part of the Internet (5).

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Was geht eigentlich auf Facebook vor?

  1. 1. Was geht auf Facebook eigentlich vor? Institut für Kulturwissenschaften„Mir geht es um die Situation, um das, demsich ein Mensch in einem bestimmtenAugenblick zuwenden kann […]. Ich gehedavon aus, dass Menschen, die sich geradein einer Situation befinden, vor der Fragestehen: Was geht hier eigentlich vor?“ Erving Goffman: Rahmen-Analyse. Ein Versuch über die Organisation von Alltagserfahrungen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1996 [zuerst 1974 (dt. 1977)]. S. 16, (Hervorhebung AB).12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  2. 2. Institut für Kulturwissenschaften Was geht auf Facebook eigentlich vor? Eine qualitative Analyse der Facebook- Nutzung Jugendlicher als technisch vermittelte Interaktion12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  3. 3. 0. Exposition Institut für KulturwissenschaftenDiskrepanz empirische Verbreitung- weltweit gut 800 Millionen "aktive Nutzer"- Verbreitet in über 130 Länderund sozialwissenschaftliche Thematisierung- Mangel an zitationswürdiger Literatur generell- spezifische Leerstelle an qualitativen Zugängen (v.a. deutsch)12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  4. 4. Gliederung Institut für Kulturwissenschaften1. Wie lässt sich Facebook-Nutzung (soziologisch) konzeptualisieren? Where is the Goffman of the Internet? Technisch vermittelte Interaktion2. Wie funktioniert Facebook? Kontingente Assemblage3. Wie lässt sich Facebook-Nutzung beobachten? Zwei Umwege4. Was geht auf Facebook eigentlich vor? Adäquate Nutzung Kontrollverlust Cruisen5. Was sagt uns das? theoretisch-methodologisch These: doppelte Veralltäglichung12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  5. 5. 1. Wie lässt sich Facebook-Nutzung konzeptualisieren? Institut für Kulturwissenschaften Gründe: - (Alltags-) Situationen induzieren Theoriebestand - soziale Situation als „Realität sui generis“ - Perspektive: integrierende MesotheorieErving Goffman (1922-1982) Probleme: Quelle: - keine kohärentes Theoriegebäude http://www.asanet.org/about/pr - explizite Beschränkung auf ftf-Situationen esidents/Erving_Goffman.cfm, 10.06.2012 12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  6. 6. 1. Wie lässt sich Facebook-Nutzungkonzeptualisieren? Institut für KulturwissenschaftenStrukturmerkmale von Goffmans InteraktionstheorieSoziale Situation räumlich Kopräsenz physisch Handlungsrahmen wechselseitig Interaktion12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  7. 7. 1. Wie lässt sich Facebook-Nutzungkonzeptualisieren? Institut für Kulturwissenschaften"Where is the Goffman of the Internet?" - Trevor PinchSoziale Situation Wahrnehmungsschranken Kopräsenz Informationsflüsse Handlungsrahmen wechselseitig Interaktion12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  8. 8. 1. Wie lässt sich Facebook-Nutzungkonzeptualisieren? Institut für Kulturwissenschaften Technisch vermittelte Interaktion12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  9. 9. 2. Wie funktioniert Facebook? Institut für Kulturwissenschaften Akteurs-Konstellation auf sozialen Netzwerkseiten Quelle: Neuberger (2011)12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  10. 10. 2. Wie funktioniert Facebook? Institut für Kulturwissenschaften Erstellung & Pflege eines Profils homogenisierende Erfassung  narrative Darstellung12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  11. 11. 2. Wie funktioniert Facebook? Institut für Kulturwissenschaften Vernetzung ungewichtet  nutzergesteuerte Differenzierung12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  12. 12. 2. Wie funktioniert Facebook? Institut für Kulturwissenschaften Dokumentation vollständig  EdgeRank12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  13. 13. 2. Wie funktioniert Facebook? Institut für Kulturwissenschaften Feedback Innerhalb Freundschaft  sichtbar für Freundeskreis12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  14. 14. 2. Wie funktioniert Facebook? Institut für Kulturwissenschaften Dyadische Kommunikation Nachrichtengewichtung nach EdgeRank12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  15. 15. 2. Wie funktioniert Facebook? Institut für Kulturwissenschaften Veränderung der techn. Gestaltung d. Interaktivitäts-KlassenMerkmale- Kontextualisierung- Differenzierung- automatisierte Bestimmung von BeziehungsqualitätenMotive- Intensivierung der Interaktionsdichte auf der Plattform- Annäherung an face-to-face-Alltag (Rollendifferenzierung)- Beschränkung von Reichweite zur Monetarisierung12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  16. 16. 3. Wie lässt sich Facebook-Nutzungbeobachten? Institut für Kulturwissenschaften Methodologische Näherung- Beobachtung in situ?praktisches Problem: Zugang zu Datenmethodologisches Problem: Sichtbarmachen unreflektierten Wissens- zwei Umwege:Frage nach krisenhaftem Erleben (Normalformerwartung)Verankerung in und Hervorbringung durch kollektive Erfahrungsräume (Sinn)12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  17. 17. 3. Wie lässt sich Facebook-Nutzungbeobachten? Institut für Kulturwissenschaften Erhebung & Auswertung- 3 Gruppendiskussionen, Auswertung nach Grounded Theory Methodologie (dokumentarische Methode & objektive Hermeneutik)12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  18. 18. 4. Was geht auf Facebook eigentlichvor? Institut für Kulturwissenschaften Bewertung und EinordnungStudenten: Zwang zur PositionierungTeens: Angebotscharakter für JugendlicheÜbereinstimmend: prozedurale Zwänge12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  19. 19. 4. Was geht auf Facebook eigentlichvor? Institut für Kulturwissenschaften Selbstdarstellung auf Facebook…… unterliegt denselben Kriterien und Motiven, wie in der Alltagswelt… funktioniert ko-konstruktiv… wird durch Vermischung sozialer Situationen schwieriger… findet in einem normierenden und normativen Kontext statt… birgt Ungewissheit bzgl. der Glaubwürdigkeit12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  20. 20. 4. Was geht auf Facebook eigentlichvor? Institut für Kulturwissenschaften „Cruisen“ als gezielte Kontaktanbahnung"Naja, ich bin hauptsächlich eigentlich wegen dem andren Geschlecht dadrinne.", Felix (16)„[…] bis jetzt hab ich so meine ganzen Freundinnen kennen gelernt [...] Da hatman halt bessere Chancen (.) bei Facebook", Artur (17)" [...] halt von meinen Freunden, also von meinen männlichen Freunden sag ichjetzt mal so //I:hmm//, immer die Freundschaftsliste durchgegangen und habimmer nach @hübschen Kerlen gesucht@", Janine (16)12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  21. 21. 4. Was geht auf Facebook eigentlichvor? Institut für Kulturwissenschaften Flirten in Zeiten von Facebooksoziale Situation - Hanging-Out-Strukturvermittelte Kopräsenz - Monitoring & „Stalking“Handlungsrahmen? - Anstupsen & AnfreundenInteraktion - Anschreiben & FlirtenTäuschung - Fake-Profile12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  22. 22. 5. Was sagt uns das? Institut für KulturwissenschaftenZur Methode…- Plädoyer für eine sinnbasierte Analyse technisch vermittelter Interaktionen – „wissenssoziologische Techniksoziologie“- Vorteil praxeologischer Zugang: Ineinandergreifen statt Dualisierung Technik-Nutzer12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  23. 23. 5. Was sagt uns das? Institut für KulturwissenschaftenZur Theorie…- Technik „Facebook“ erschließt neue ‚Räume‘ für quantifizierende Administration und Auswertung: sozialen Alltag- fordert Nutzer zur Selbstadministration auf; spezifisch moderne Qualität von Selbstregulierung vgl. Panopticon-These (Foucault)12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  24. 24. 5. Was sagt uns das? Institut für KulturwissenschaftenZum Gegenstand…- Erfolg Facebooks bedeutet „doppelte Veralltäglichung“: das Netz wird ‚banal‘ & technisch vermittelte Herstellung und Pflege sozialer Beziehung wird alltäglich- Folgen: Dokumentation sozialer Prozesse, Wissen zweiter Ordnung um technisch vermittelte Interaktionen12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften
  25. 25. Credits Institut für Kulturwissenschaften Bischof, Andreas. 2011. Was geht auf Facebook eigentlich vor. Eine qualitative Analyse der Facebook-Nutzung als technisch vermittelte Interaktion. Masterarbeit betreut von Dr. Harald Homann und Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr. Universität Leipzig, Institut für Kulturwissenschaften. facebook.com/andi.bischof andreas.bischof@phil.tu-chemnitz.deDiese Präsentation darf gemäß der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA gern weiter verwendet werden, so lange dabeider Name des Urhebers genannt und kein Geld verdient wird. Außerdem hat die Weitergabe des neuen Produkts zu dengleichen Bedingung wie diese Präsentation zu erfolgen: Kostenlos und frei. except: ALL FACEBOOK-SCREENSHOTS © Facebook Inc. (2012) GRAPHIC ON SLIDE 9 © Neuberger (2011)12.06.2012 Andreas Bischof, M.A. Kulturwissenschaften

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